Dore Maya, geboren in den 1930er Jahren, erlebte eine idyllische Kindheit in Wachwitz bei Dresden, bevor ihre Familie 1942 in die Stadt zog. Die Bombardierung Dresdens in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 überlebte sie nur knapp, als sie barfuß über Glasscherben in den Luftschutzkeller floh. Ihre Mutter fand sie dort und die Familie flüchtete anschließend zu Verwandten. Der Vater, ein Apotheker und NSDAP-Mitglied, kehrte aus einem Lazarett zurück, und die Familie begann eine Odyssee durch Sachsen, bis sie in Geithain strandete. Nach Kriegsende besetzten erst Amerikaner, dann Sowjets den Ort; die Angst vor Vergewaltigungen und Übergriffen war allgegenwärtig. Der Vater wurde regelmäßig von den Besatzern verhört, und die Eltern trugen Gift bei sich, um einer Verschleppung zu entgehen. 1948 floh die Familie in den Westen nach Michelstadt, wo sie unter einfachsten Bedingungen lebte. Dore musste die Schule abbrechen und arbeitete, fand aber durch ihre Sprachbegabung eine Stelle in England, wo sie die NS-Verbrechen besser verstehen lernte und Englisch-Stenografie studierte. Ihre Erfahrungen prägten sie nachhaltig, und sie betont, wie sehr der Krieg sie reif gemacht habe. Die Geschichte zeigt die Herausforderungen von Frauen und Familien in der Nachkriegszeit, ihre Zwangsemanzipation und den Kampf ums Überleben.
ARD Sounds Radio Rissen, die ganze Welt des Wissens. Ein Podcast von Bayern II. In ARD Sounds. Es ist die Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 in Dresden. Eine Schicksalz Nacht für die 6. Stadt. Ich war ja schon 13 und sehr selbstständig. Mein jünger Bruder schläft mit mir im Zimmer. Ich habe als Insel in den ich gehört. Und machte auf alles Taghelber. Die wollen vielen, die Fenster waren kaputt. Das Glaslag überall. Mein kleiner Bruder lag unter der Decke und wir mote vorankst. Ich bin aus dem Bett gesprungen. Ich habe noch ein paar Kleider ergriffen. Ich bin Barfuß über Glasschärben vom zweiten Stock in Känner. Die Leute lagen alle an Boden und baseten auf ihr Letzt zu stünchen. Es ist die Nacht, in der die Normalität für Doremeier zu Ende gegangen ist. Die Nacht der Bombadierung Dresdens. In der sie und ihr Bruder nur knapp überleben. Eine Normalität, die in ihrem Leben davor allerdings nur trügerisch war. Rund 80 Jahre später sitzt Dorentea Maya in ihrer Wohnung in Düsseldorf und erzählt Lebhaft von ihren Erinnerungen an die Zeit vor der Bombadierung. Ich liebte den Garten, das war ein Riesengarten am Hang. Es war eine zauberfte Kindheit. Ich habe es sehr gelitten als wir in die Stadt gezogen sind. Bis Dore 11 Jahre alt war, lebte die Familie im idyllischen Wachbitz in der Nähe von Dresden. Dann sog die fünfköpfige Familie in die Stadt. Das war 1942. Der Angriff der Wärmacht auf die Sowjetunion war bereits ins Stockengeraten. Im gleichen Jahr kam Dore in Dresden in die jungen Mädchengruppe der Hitler Jugend. Wir haben gesungen gespielt, wir haben Sport gemacht. Haben natürlich den Hitler-Fell, das war ganz klar, das tat er jeder zu der Zeit. Wir hörten ja auch nichts negative zu werden. Wir hörten ja nur positive Sache. Der Vater Apotheker, die Mutter, stand da aus einer stolzen Offiziersfamilie und engagierte sich in der NS-Frauenschaft. Eine ganz individuelle Familie in Biografie, die sie sich damals aber so oder ähnlich zahlose Male zugetragen hat. Dazu gehört auch das politische Engagement der Mutter. Das Frauenbild im Nationalsozialismus war widersprüchlich, erzählt Historiker Harald Jena. Er ist Autor von Wolfszeit, einer Mentalitätsgeschichte der deutschen Nachkriegszeit. Zunächst mal orientiert an eine sehr traditionellen Frauenrolle, aber auch die Nazis brauchten natürlich berufstätige Frauen, die in der Wärwirtschaft und so weiter tätig wurden. Und sie brauchten vor allen Dingen je mehr der Krieg voranschritt, umso mehr Kinder. Und die Nationalsozialisten hatten so ein Verständnis von Sexualität, dass ich sehr abhob von dem traditionell christlichen Verständnis. Die Nazis waren Kinder, dass allerrichtigste möglichst viel davon und wie die Zustande kommen, ob die Frauen verheiratet waren oder nicht, ob sie minderjährig waren oder nicht, war alles ziemlich egal. Und insofern gab es große Konflikte zwischen der katholischen Kirche, der traditionellen Sexualmoral und den Nationalsozialisten. Dore Maya erlebte, wie der Krieg ihr Umfeld veränderte. Ihr älterer Bruder wurde eingezogen, ihr Vater leitete ein Lazaret in der Nähe von Dresden. Dore des großer Bruder kam bald zurück, weil er sich in Polen mit Charlach angesteckt hatte. Dresden veränderte sich während des Krieges stark, vor allem, weil die Männer im Krieg kämpften oder bereits gefallen waren. Besonders dunkel, hat Dore die Bombadierung der Stadt im Februar 1945 in Erinnerung. Ihre Mutter war in dieser Nacht nicht zu Hause. Die Leute laden alle Abonnen, passeten auf ihr letzte Stünchen. Als die Bombadierung kurz nachließ, fand die Mutter ihre Kinder im Luftschutzkeller. Gemeinsam holten sie die wichtigsten Habseligkeiten aus ihrem Haus und flüchteten wieder in den Keller. Ich hatte den kleinen Bruder unter mir. Meine Mutter lag über uns. Es war ganz frisch. Am nächsten Morgen verließen sie den Keller und machten sich auf den Weg zum Haus ihres Onkels nach Wachwitz, etwa 6 km entfernt. Die Mutter schickte die Kinder allein los. Was macht es sie, sie meldete sich zum Dienst? Irgendwo waren eine Stelle, wo die Nazi-Frauen waren und die haben noch geguckt. Und haben gesagt, gehen sie zu ihren Kindern, kümmern sich um ihre Kinder, aber meine Mutter meint es, sie müsste jetzt. Das gehört es sich so, dass man sich Opfer der Fürte Land. Dolis Mutter gab nach und folgte ihren Kinder nach Wachwitz. Dort traf auch der Vater ein, der zur Zeit der Bombadierung im Lazarette gewesen war. Und Vater kam an und hat uns da gefunden. Er war total erschöpft, aber überglücklich, dass er seine Familie noch Leben gefunden hat, legt die sich dahin. Und wir mussten uns alle in seiner Armel legen. Wir lagen also über ihm und neben ihm und übereinander. Aber die ganze Familie musste zu ihm. Wir haben gesagt, okay, der kriegt ihr es zu Ende. Der ist verloren, aber als Familie können wir zusammenbleiben. Und dann sind wir von Onkel Ehrich, sind wir losgelaufen. Ab diesem Moment begann für die Familie eine kleine Odyssey. Das Lazarette des Vaters organisierte einen Zug, der aus der Stadt führen sollte. Dieser wurde aus der Luft angegriffen. Wieder überlebte die Familie. Irgendwann landeten wir in einem kleinen Ort zwischen Weipzig und Chemnitz. Das war das Geitein. Und da kamen wir in ein Hotel mit einem Riesenball-Saal und ein paar Stroh auf dem Boden. Und wir kamen dann da an in der Nacht. Und wir bekam dann ein Hotelsimmer. Und Fati wurde sofort rekrutiert für das Lazarette. In einer Schule war geschlossen für die Kinder, die Kinder kriechten Unterricht in irgendwelchen Kneipen oder was er gegen den ganzen Krieg überweiter. Und meine Mutter war unten in der Hotelküche, die kochte für die Vormuniten. Und ich habe in diesem Ball-Saal der Krankenschwester geholfen. Dolis ganze Familie war eingespandt. Und dann kam das Kriegsende. Zuerst marschierten die Amerikaner. Da hatten die Leute Angst, dass es da gekämpft wird in diesem Ort geitein. Und die hing ihre Bettüse zum Fenster raus, weiße Bettüse. In einer Worte schießt nicht wir kämpfen nicht. Ja, und dann marschierten die ein und waren sehr verknüchelt, mussten ja nicht kämpfen. Doch Geitein liegt in Sachsen. Das bedeutete, kurz darauf zu um die US-Troppen ab und die sowjetischen Troppen marschierten ein. Das war ein Schock. Für was sich waren die Amys weg. Das Problem war, es kam jetzt lauter Züge mit früheren russischen Gefangenen. So schön hat er ja unheimlich viele russische Gefangenen. Und die wurden dann alle befreit nach Ende des Krieges. Die wurden die Güterzüge gesteckt. Und wenn die Güterzüge irgendwo hielten, fähien die an, mit dem nächst liegenden Häuser zu beklauen und in die einzudringen. Also es war schon ständig Angst. Dole Mayers Familie hatte nicht nur Angst vor den befreiten russischen Kriegsgefangenen in den Güterzügen, sondern auch vor denen, die nun Geitein besetzten. Es kam auf den Kommangaten drauf an, aber sie haben mir auch massenweise Frauen vergewacht. Und in unserem Ort war das nicht so. Da war ein Kommandant, der war ziemlich gut, der Sprach auf fließen Deutsch. Und der hat dafür gesagt, dass sie sich benehmen. Die mussten abends in ihrer Unterkunft und die durften nicht raus. Trotzdem mussten Dorele und ihre Freundinnen aufpassen. Sie erinnert sich an den Treck ihrer Freundin. Eine jungen Mädchen, die hat nur Jungs Kleider getragen. Hat sich die Haare abschneiden lassen? So hoffte sie, als junge getan, den Blicken der russischen Soldaten zu entgehen. Dore Drog weiter in Mädchenkleidung, doch sie war trotzdem vorsichtig. Also wenn ich früh nicht schuldige, wenn wir mal in der Kommandantur vorbei haben und wir haben uns immer in Gruppen getroffen. Und sind in großen Gruppen zum Bahnhof gegangen, im Dogeln nach. Diese Erfahrungen haben Dore le Maia geprägt. Ich war sehr reif. Der Krieg hat mich sehr reif gemacht. Der Nachkriegsalltag war eine Herausforderung, besonders für Mädchen und Frauen. Historiker Harald Jena erzählt, was für eine wichtige Rolle Frauen in der Urlaub sind.
und mittelbare Nachkriegszeit gespielt haben. In gewisser Weise waren die Städte der Nachkriegszeit Städte der Frauen. Die Frauen hatten im Krieg gelernt, dass eine Stadt auch ohne Männer betrieben werden kann. Natürlich gab es im Hintergrund Männer die Zwangsweise arbeit berichteten insgesamt 10, 12 Millionen Zwangsarbeiter und deren brutales Wachpersonal. Aber viele Entscheidungen in Leitungsfunktionen opelagen damals den Frauen und viele Funktionen in den einzelnen männlichen Brufen. Sie sind nun auch ihnen zu gefallen. So dass die Frauen sich so auf eine zwangsweise Art emancipiert hatten, emancipieren mussten. Viele Frauen erlanken enormes Selbstbewusstsein, da sie lernten, gut allein in der Anarchie der Nachkriegswerem zu Recht zu kommen. Diese Engebeziehung zwischen Müttern und Heranwachsenden Kindern ist ganz charakteristisch für die Nachkriegsgesellschaft. Was an den Müttern damals bewundernswert war, ist, dass sie auf der einen Seite den Kindern ein Leben so jenseits der Legalität beibrachten. Und auf der anderen Seite doch ein ziemlich genauer Kompass für das, was gut und was Böse ist. Dolamayas Familie war zwar nicht Vaterlos. Trotzdem muss sich die Familie den vielen Herausforderungen der Nachkriegszeit stellen. Sagt Kulturwissenschaftlerin Annegret Braun, Autorin von die Sekretärin, Frauenkarriere und Lebensträume, in den 1950er Jahren. Wo finde ich was zu essen, dann gab es natürlich Riesens Schlangen, also man ist nicht einfach in Laden gegangen und hat eingekauft. Man musste irgendwo anstehen, das war ja auch stunden lang. Das musste noch Kinder und Jugendliche natürlich auch machen. Dann gab es diese Lebensmittelmarken, die ja bei weiterm nicht gereicht haben. Und das waren schon sehr harte Zeit. Der Familie Meier wurde eine Wohnung in Geitein zugeteilt, zum Unmut der Bewohner. Also auch die Bürgermeister, die dann Wohnraum schaffen mussten, die wurden dann nur in der Bevölkerung eingefeintet, dass eben jetzt in ihr Hausflüchtlingen-Hermann-Vertriebene kommen. Und man hat gar nicht bedacht, was die Hinder sich gelassen haben, die Stimmung in der unmittelbaren Nachkriegszeit war gedrückt. Man hat befürchte, dass eben alle Irten das nie verzeihen, was die Deutschen da angerichtet haben. Klar, man sagt, wir packen jetzt zu, wir vergessen, das alles jetzt, was hinter uns lag und wir schauen in die Zukunft. Aber die positive Stimmung war am Anfang gar nicht. Man war gewisse Erleichterung natürlich, dass der Krieg zu Ende war. Aber es gab auch die, die natürlich vom Nationalsozialismus sehr geprägt waren und das einfach als sehr große Niederlage erlebt haben. Ihre Vergangenheit als Nationalsozialisten blieb Andole Mayers Familie hartnäckig haften. Der Vater war nicht nur Mitglied der NSDAP, sondern auch der SA. Er rückte ins Visier der sowjetischen Besatzer. Vater musste also ständig zu verhören, zu den Russen. Und einig ja, wenn er, sind nicht nie wieder aufgetaucht. Und die Mutter musste auch. Und die haben sie gefragt, warum sie waren da ein paar Zeil. Und Vater musste jeden Monat sich melden. Und wir wussten nie, ob wir ihn wieder sehen. Dolas Eltern hatten sich einen Notfallplan überlegt, falls die gesamte Familie wegen ihrer politischen Vergangenheit verschleppt werden sollte. Dol er entdeckte, dass ihre Eltern kleine Päckchen bei sich trugen. Und da habe ich gesehen, so ist das kleine Päckchenbahn mit Namen drauf. Und habe ich gemerkt, dass es gift war. Denn die Eltern haben gesagt, wir lassen uns nicht nach sieben bringen. Ich hatte so viele Katastrophen erlebt. Es war für mich ganz klar, wenn wir verschleppt werden, werde ich vergiftet. Aber wie gesagt, wir waren ja Kriegskinder. Wir haben so viel Ertragen müssen. Um uns rum starben Pausen los, die Vater, die Brüder, die Söhne. Es gab wenig Familien, wo die noch enttakt waren. Aber auch staunlicheweise unsere Familie. Da ist keiner den Krieg gestorben. Die Familie beschloss, sich der Gefahr der Verschleppung zu entziehen. Ein ordnendes Vater ist besonders eine Apotheke in Miegelstadt, im Odenwald. Diesen Ort legte die Familie als Ziel ihrer Flucht in den Westen fest. Der Onkel verschaffte der Familie eine Aufenthaltsgenemigung. Im September 1948 verließt die Familie ihrer Heimat Sachsen. Fast wären sie an der Grenze noch aufgeralten worden. Der Beamte sagte, eine Zuzugsgenemegung reiche nicht. Was sollten sie tun? Alle Zählte in Sachsen waren abgebrochen. Während die Beamten die nächste Gruppe der Ausreisewilligen kontrollierten, faszten die Mutter einen Entschluss und schritt voran. Jedes Mal nickte die Mutter den Kontrollören zu bis zum Schlagbaum. Auf der anderen Seite wartet ein amerikanische Lastwagen, die die Familie in die nächste Stadt brachten. Wir haben alles zurückgelassen, als wir in Westen gegangen sind. Da haben wir in einer Zwei-Zimmerwohnung gewohnt. Und hatten aber nur drei Betten, aber für Fatih gab's kein Bett. Fatih hat auf dem Sofa geschlafen mit zwei Stühlen davor. Aber das ist nur die eine Seite der unmittelbaren Nachkriegszeit. Der war erst mal nach dem Krieg eine große Erleichterung. Auch für die jungen Mädchen. Natürlich mussten sehr viel mithelfen, waren auf die Rechte Hand der Mutter. Aber sie haben auch so eine Lebensfreude entwickelt. Man hat sich gefreut, wenn man ausgegangen ist, nicht kamen sehr viele in Flüchtlingen, heimatstriebene. Die haben gern getanzt und gefeiert. Viele haben gefehlt, aber die waren da, dann war sie schon gefreut. Die haben einen hart gearbeitet, unter dem Hochhabern festwahrt, dann haben sie sich auch genossen. Auch in Michaelstadt tanzen die jungen Leute in den Gasthöfen. Das brachte Freude in den Alltag. Auch in einem anderen Bereich war Dorel enttäuscht. Sie durfte in Michaelstadt nicht weiter auf die Schule gehen. Dafür fehlte der Familie das Geld. Ich bin dann volles Schule abgegangen. Ich habe erst ein bisschen gearbeitet, da mich ein bisschen Geld verdienen in einer Beberei. Das war hart. Damit teilt Dore das Schicksal vieler jungen und Mädchen im Nachkriegst Deutschland. Insgesamt waren die Bildungsmöglichkeit nach dem Krieg schlecht. Erklerte Historiker Harald Jäner. Die Bildungsmöglichkeit zu Beginn relativ schlecht waren, weil wir kein organisiertes Schulsystem mehr hatten. Und die Besatzungsmächte versuchten, das Schulsystem so gut es ging zu reorganisieren. Dabei waren Schulen und Universitäten ein zentraler Punkt der Endnazifizierung. Besonders die amerikanischen Besatze achteten darauf, dass die Lehrkräfte keine nationalsozialistischen Hintergrund hatten. Deswegen herrscht die in Schulen und Universitäten Personalmangel. Insofern waren die Bildungschancen generell schlecht. Und für Mädchen natürlich traditionell noch schlechter, das ändert sich dann erst zu ihm laufe der 60er Jahre. Dore wäre gerne Lehrerin geworden. Doch in längeren Abständen zu denken und ein Abitur geschweige denn ein Studium zu planen, war damals fast unmöglich, sagt Harald Jäner. Man war froh, wenn man zunächst das Morgen und Übermorgen entstehen würde. Und dann dachte man so allmählich über die 1. über die nächsten 14 Tage nach. Man stellte sich auch nicht vor, dass aus Deutschland wieder ein regulärer Staat werden würde, dass also wieder verlässliche Institutionen geschaffen würden. Und dass aus diesem Landmal ein souveräiner Staat werden könnte, das war wirklich einsadstes Vorstellwaren. Dore musste sich mit der Realität abfinden. Jede Ansichten macht was mit einem Leben, denn gesteutieren das können wir dir nicht bieten. Das geht nicht. Ich hab zwischen Durschen ein bisschen gehört, verdient aber nicht langer. Und dachte irgendwie, man muss jetzt zu Sprachen kommen. Denn sie war eine Sprachbegabte junge Frau und schon bald bute sich ihr eine Möglichkeit. Familien aus England suchten deutsche Mädchen als Hilfe im Haushalt. Es waren vorwiegend deutsche Mädchen, weil sie waren eben preiswert. Und die deutschen Mädchen wollten englisch lernen. Es war Angebote und Nachfrage. Dolamaya bekam eine Fahrkarte geschickt, eine Familie in London zugeteilt und trat die Reise mit Zug und Fähre an. Ein Angebot aus dem ehemaligen Feindesland, so kurz nach den Krieg, kaum zu glauben. Doch Historiker Harald Jena erläutert den Hintergrund. Die Westalleierten, die achteten, sehr stark auf die Schaffung von auch persönlichen Banden zwischen den Besatz zu Sländern und dem besetzten Deutschland. Und da fast immer natürlich besonders die Jugend ins Auge, weil die am ehesten zu prägen war, weil die die wenigsten Vorurteile hatte. Und weil die Zukunft gehört. Und insofern gab es sehr viele Austausch, auch einseitige Förderprogramme und das Geld auch.
für einfache Tätigkeiten wie zum Beispiel Opa, das war ungeröhr wertvoll und viele Jugendliche waren neugierig auf die Lebensformen und Kulturen in Übersäe oder in Großbritannien oder in Frankreich. Viele wollten nach einer ersten Zeit der Rhetation natürlich ihren Holz und erweitern und endlich was anderes reden als dieses Nazi-Deutschland und ihre immer noch zum hartenschlagen neigenden Fäter. Von England aus konnte Dolomaya die Greueltaten des Nationalsozialismus besser einordnen. Sovor hatte sie in der Schule Fotos aus den ehemaligen Katsetzgesehen, die sie sehr schockiert hatten. Von diesen Fotos erzählte sie ihren Eltern, doch die erwiederten, dass die Besatzungsmächte übertreiben würden und Deutschland in schlechtem Licht darstehen lassen wollten. In England konnte sich Dolomaya eine eigene Meinung bilden. "Nund so 50 als ich in England war. Da habe ich meinen Eltern geschrieben, weil ich jetzt noch das mit dem mit den Katsetz und den vernichteten Juden ist wirklich wirklich wahr." Das war ein großer Lernmoment für Dolomaya. England half ihr Abstand zum Nationalsozialistischen Deutschland zu gewinnen und den Wert der Demokratie zu schätzen. Die englische Kultur gefiel Dore gut, doch sie landete bei einer Familie, die sie sehr schlecht behandelte. Die Zahnarztfamilie in einem schönen Viertel Londons verbandte sie in die Küche. Freie hatte sie nur einen Nachmittag die Woche und Essen musste sie stets allein. Nach neun Monaten wechselte sie in ein Hospiz. Hier genoss sie die Gemeinschaft der Nonnen. Außerdem kümmerte sie sich selbstständig um ihre Weiterbildung. Nachdem ich meinte, ich könnte jetzt Englisch gut genug bin ich in den Privatstornäger und habe englische Kutschreift gelernt. Das Englische System ist hervorragend. Dolomaya malt während des Interviews an ihrem Estisch ein paar Zeichen aus der englischen Stenografie. Sie haben sich ihr bis heute eingebrannt. Dolomaya lernte die englische Stenografie um ihren Berufs-Einstieg zu Hause in der englischsprachigen Besatzungszone zu erleichtern. Zurück im Odenwald im Jahr 1951 fand sie tatsächlich eine Stelle als Sekretärin. Eine amerikanische Autoversecherung suchte englischprechende Bürokräfte. Doles Entscheidung zahlte sich aus. In der nächsten Folge von ein Frauenleben in der Nachkriegszeit hört ihr vor welchen Herausforderungen Dorel im zerbomben Frankfurt bei der Zimmer suche stand und wie eine große Liebe das enge Band mit ihrer Familie auf die Probe stellte. Sarah Rundu erzählte die Geschichte eines Frauenlebens in der Nachkriegszeit. Den zweiten Teil von Dolomaya Spannender Geschichte könnte ebenfalls bei Radiowissen hören. In ARD Sounds.
Podcast Summary
Key Points:
Dore Maya erlebte als 13-Jährige die Bombardierung Dresdens im Februar 1945 und überlebte nur knapp.
Ihre Kindheit im idyllischen Wachwitz war zunächst unbeschwert, doch der Umzug nach Dresden 1942 und der Krieg veränderten alles.
Die Familie war in den Nationalsozialismus eingebunden
Nach dem Krieg floh die Familie vor den sowjetischen Besatzern und der drohenden Verschleppung in den Westen nach Michelstadt im Odenwald.
Frauen spielten in der Nachkriegszeit eine zentrale Rolle, da viele Männer gefallen oder in Gefangenschaft waren; sie mussten sich zwangsweise emanzipieren.
Dore musste die Schule abbrechen und arbeitete, konnte aber durch ihre Sprachbegabung nach England gehen, wo sie die NS-Verbrechen besser einordnen lernte.
Ihre Familie blieb vom Krieg weitgehend verschont, doch die politische Vergangenheit der Eltern führte zu ständigen Verhören durch die Besatzer.
Summary:
Dore Maya, geboren in den 1930er Jahren, erlebte eine idyllische Kindheit in Wachwitz bei Dresden, bevor ihre Familie 1942 in die Stadt zog. Die Bombardierung Dresdens in der Nacht vom 13. auf den 14.
Februar 1945 überlebte sie nur knapp, als sie barfuß über Glasscherben in den Luftschutzkeller floh. Ihre Mutter fand sie dort und die Familie flüchtete anschließend zu Verwandten. Der Vater, ein Apotheker und NSDAP-Mitglied, kehrte aus einem Lazarett zurück, und die Familie begann eine Odyssee durch Sachsen, bis sie in Geithain strandete.
Nach Kriegsende besetzten erst Amerikaner, dann Sowjets den Ort; die Angst vor Vergewaltigungen und Übergriffen war allgegenwärtig. Der Vater wurde regelmäßig von den Besatzern verhört, und die Eltern trugen Gift bei sich, um einer Verschleppung zu entgehen. 1948 floh die Familie in den Westen nach Michelstadt, wo sie unter einfachsten Bedingungen lebte.
Dore musste die Schule abbrechen und arbeitete, fand aber durch ihre Sprachbegabung eine Stelle in England, wo sie die NS-Verbrechen besser verstehen lernte und Englisch-Stenografie studierte. Ihre Erfahrungen prägten sie nachhaltig, und sie betont, wie sehr der Krieg sie reif gemacht habe. Die Geschichte zeigt die Herausforderungen von Frauen und Familien in der Nachkriegszeit, ihre Zwangsemanzipation und den Kampf ums Überleben.
FAQs
Dresden wurde in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 bombardiert.
Dorel Maya war 13 Jahre alt, als die Bomben fielen. Sie sprang barfuß über Glasscherben aus dem zweiten Stock in den Luftschutzkeller, wo sie und ihr Bruder überlebten.
Frauen waren in der Nachkriegszeit zentral, da viele Städte ohne Männer betrieben wurden. Sie übernahmen Leitungsfunktionen und entwickelten Selbstbewusstsein, da sie lernten, allein in der Nachkriegswirren zurechtzukommen.
Die Bildungschancen waren schlecht, weil das Schulsystem reorganisiert werden musste und Lehrkräfte entnazifiziert wurden, was zu Personalmangel führte. Für Mädchen waren die Chancen traditionell noch schlechter.
Sie nutzte ein Angebot für deutsche Mädchen, als Haushaltshilfe in England zu arbeiten, um Englisch zu lernen. Sie erhielt eine Fahrkarte und wurde einer Familie in London zugeteilt.
In England konnte sie sich eine eigene Meinung bilden und erkannte, dass die Berichte über Konzentrationslager und die Vernichtung der Juden wahr waren, was sie ihren Eltern schrieb.
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