Ungute Gedanken? Stop! - So nehmt ihr Stress von der Arbeit nicht mehr mit nach Hause
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Stress von der Arbeit wird häufig unbeachtet mit nach Hause genommen und belastet so die familiäre Beziehung. Wenn Mitarbeiter nicht darüber sprechen, wie ihr Tag war oder welche Konflikte entstanden sind, führt dies zu einem Mangel an Verständnis und emotionaler Nähe. Diese Verdrängung verursacht innere Anspannung, die sich in gereizten Reaktionen und emotionalen Abwehrmechanismen zeigt. Besonders konfliktreiche Arbeitsumgebungen oder schlechte Kundenbeziehungen werden unmittelbar nach Hause übernommen und verstärken die Belastung. Eine effektive Lösung erfordert eine offene, ehrliche Kommunikation über Stress und Arbeitsbedingungen, sowie die systematische Reduzierung negativer Stressfaktoren durch bessere Planung, Priorisierung und Konfliktdurchbruch. Ein „Öko-Check“ der Arbeit hilft, zu überprüfen, ob der berufliche Alltag wirklich dem eigenen Lebensgefühl entspricht. Es ist wichtig zu verstehen, dass Work-Life-Balance falsch ist – statt Trennung geht es um eine Lebensbalance, bei der Arbeit und Familie harmonisch miteinander verbunden sind. Durch das Erkennen und Abstellen von negativen Stressfaktoren kann man echtes Abschalten ermöglichen und somit eine leichte, emotional stabilere Beziehung nach Hause bringen. Besonders im Home-Office ist die Aufrechterhaltung eines gesunden Verhaltens, wie zum Beispiel eine eigene Mittagspause oder ein Spaziergang, entscheidend, um die Familienzeit ohne Stress zu gestalten.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebens-Ear-Listen. In dieser Folge geht es darum, wie ihr Stress von der Arbeit nicht mehr mit nach Hause nehmt und dadurch eine harmonischere Beziehung führt.
Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Viele von euch kennen wahrscheinlich die Situation, ihr kommt gestresst nach Hause, hattet einen anstrengenden Tag auf der Arbeit, was vielleicht daran liegt, dass euer Kollege oder eure Kollegin einen blöden Kommentar zu euch gesagt hat oder dass ihr im Kundenkontakt Stress hattet.
Und dieser ganze Stress von der Arbeit, der Zeitdruck vielleicht, der endet natürlich nicht an der Tür vom Büro oder von der Arbeitsstelle, sondern viele nehmen den Stress mit nach Hause.
Und ja, wenn man. Wenn man dann zu Hause ziemlich gestresst ankommt, auf seine Familie, auf die Partnerin, auf den Partner trifft, bekommt meistens die Person oder die anderen Personen, die zu Hause auf einen warten und sich freuen, dass man nach Hause kommt, denn den Stress noch weiter ab.
Auch eine typische Situation, die wir ja immer mal wieder im Coaching haben.
Das stimmt. Ich hatte das gerade letztens in einem Coaching, ein gutes Beispiel von einem Paar, wo die Strategie so war, dass er seinen Stress von der Arbeit nicht mit nach Hause nehmen wollte.
Und um das eben nicht zu tun, er nicht über die Arbeit gesprochen hat.
Das heißt, es gab dann keine Kommunikation darüber, wie es bei ihm auf der Arbeit war.
Seine Frau weiß nichts darüber, wie die Arbeit so läuft, was er da macht, was seine Aufgaben sind.
Eigentlich ist das für sie so eine Art Blackbox.
Und ja, das war seine Strategie.
Dennoch hat das natürlich unbewusst nicht so richtig funktioniert.
Also nicht darüber zu sprechen, ist das eine.
Und zu sagen, dann werde ich nicht mehr angetriggert, wenn ich nicht nochmal erzählen muss, wie doof sich der Kunde mir gegenüber mitgenommen hat oder wie schlecht dieses Projekt gerade läuft und dass der Abteilungsleiter da gar nicht zufrieden mit ist.
Das ist natürlich auf der einen Seite vielleicht gut zu sagen, ich durchlebe diesen Stress nicht nochmal und die Gefühle, die ich dann heute schon mal hatte.
Aber das ist ja nicht wirklich die Lösung, denn das Ganze runterzuschlucken und zu verdrängen, sorgt einfach dafür, dass trotzdem.
Innerlich Angespanntheit, Ärger zurückbleibt, das Gefühl ist nicht gelöst.
Und das merkt dann ja trotzdem die Familie, in dem Fall die Frau und die Kinder, dass der Mann eben, wenn er dann nach Hause kommt, trotzdem gestresst ist, nicht locker und leicht mit den Kindern und der Frau umgehen kann.
Vielleicht auf die eine oder andere Frage gereizter reagiert oder auch in sich gekehrter ist.
Und dann ist ein weiteres Problem.
Dass in diesem Fall die Frau sich ausgeschlossen fühlt vom Arbeitsleben.
Sie selbst erzählt dann immer ganz viel, was sie am Tag erlebt hat, was sie mit den Kindern gemacht hat, wie ihr Tag war, was die Kinder vielleicht erlebt haben, was die aus dem Kindergarten berichtet haben und so weiter.
Er erfährt aber überhaupt nichts vom Tag, vom Arbeitstag des Mannes und er weiß gar nicht, warum das für sie wichtig ist.
Er möchte davon einfach nicht berichten.
Ist ja auch irgendwie eine komische Situation, wenn man sich das mal so praktisch vorstellt.
So eine typische Frage, wenn man nach Hause kommt, ist ja, wie war es bei der Arbeit?
Das ist ja eine Frage, die eigentlich viele stellen.
Und das stelle ich mir auch schwierig vor, wenn die Frage nicht gestellt werden darf, weil so weiß ich ja auch gar nicht, mit welcher Verfassung der andere nach Hause kommt.
Also da steckt ja auch so ein bisschen das Problem drin, also zu wissen, okay, wenn jemand gestresst ist, behandle ich den ja anders, als wenn er nicht gestresst ist.
Klar kann man das, merkt man das wahrscheinlich, wenn man nach Hause kommt, Mimik, Gestik schon ziemlich schnell.
Aber man kann ja auch so ein bisschen reinlaufen in die Situation.
Ja, oder wenn jemand halt sich diesen Verdrängungsmechanismus sehr stark angewöhnt hat, dann sieht man das an Mimik und Gestik vielleicht nicht so direkt.
Und das war auch ein wichtiger Punkt, dass man sagt, wenn die Arbeit stressig war und jemand vielleicht braucht, um nochmal runterzukommen, runterzufahren, Zeit für sich braucht, irgendetwas ist, dann sollte das der Rest der Familie wissen.
Und genau das war so ein Problem.
Dass man sagt, Mensch, ich weiß gar nicht, worauf ich mich einstellen kann, ich weiß gar nicht, wie dein Tag war, ich weiß nicht, wie viel Energie, wie viele Ressourcen du noch hast und ich weiß gar nicht, wie ich mit dir umgehen kann.
Mal kann ich dir sagen, könntest du die Aufgabe übernehmen und das geht und mal sage ich, übernimmst du die Aufgabe und das ist für dich ein Riesenproblem und wir geraten in Streit und ich weiß nicht, warum.
Und das liegt dann daran, dass er nicht kommuniziert, wie der Stress bei der Arbeit ist.
Das haben sie schon mal verändert.
Und dann ging das mal für ein paar Tage, aber da war auch so der Ansatz, dass er ungerne jeden Tag darüber sprechen wollte, wie sein Ressourcenlevel ist und wie stressig sein Arbeitstag war, sondern das eher reichen sollte, wenn er sagt, ich habe gerade eine stressige Phase, dann muss das halt auch mal für ein paar Tage gelten, dass der Stress so da ist.
Und ja, das ist schwierig.
Ja, warum ist das schwierig? Was ist das Problem dahinter?
Man nimmt den Stress halt von der Arbeit mit nach Hause.
Du hattest einleitend schon gesagt.
Man kann eben nicht an der Tür das Ganze abschütteln meistens und sagen, ab hier ist Familienzeit, Paarzeit und ab hier vergesse ich all das, was da passiert ist.
Das tangiert mich jetzt nicht mehr und ich bin jetzt locker und leicht und schaue nur noch in den Familietag.
Genau.
Das heißt, man nimmt das mit, manchmal vor lauter Stress und Druck, den man empfindet, weil halt Projekte vielleicht zeitlich eng sind, wird noch zu Hause vielleicht gearbeitet.
Auch das.
Auch das.
Hören wir in Coachings regelmäßig, dass dann einer von beiden oder manchmal beide noch auf dem Sofa dann das Tablet dabei haben oder das Notebook wieder aufschlagen.
Ich hatte das mal, in dem Fall war es auch wieder ein Mann, der dann sagte, ja, dann guckt meine Frau halt fern und mich interessiert der Film nicht so.
Ich schlage dann mein Notebook auf und kann dann noch ein bisschen arbeiten und ich bin ja da, wir sehen uns ja, wir sind ja nebeneinander, wir berühren uns dabei ja auch ein bisschen, das ist doch gut.
Also wir haben doch dann Zeit zusammen und da konnte von ihm gar nicht so gesehen werden, dass das für sie eben erstmal nicht so als qualitative Zeit empfunden wurde.
Genau, die unguten Gefühle bleiben vorhanden, die werden eben nicht abgeschüttelt, hatte ich schon erwähnt auch und was auch ein wichtiger Punkt ist, ist, dass das Abschalten einfach nicht mehr so recht funktioniert, dass es deutlich schwerer wird, dann in so eine Entspannungsphase zu kommen und ja.
Ja, das hat natürlich auch starke Folgen, ne.
Also man kann das ja von sich selber auch, wir selber haben ja auch immer mal Phasen, die arbeitsbedingt ein bisschen anstrengender sind, dass wenn man einmal in so einem Modus ist, dass das Abschalten schwerfällt, man ja auch, finde ich, immer so eine kürzere Zündschnur hat in ganz vielen Dingen, also in Konfliktsituationen zwischen menschlich in der Paarbeziehung, aber auch mit Kindern, ne und dass man einfach den Stress, das ist ja, Stress ist ja auch ganz viel Anspannung, die sich in einen ansammelt.
Also in Konfliktsituationen zwischen menschlich in der Paarbeziehung, aber auch mit Kindern, ne und dass man einfach den Stress, das ist ja, Stress ist ja auch ganz viel Anspannung, die sich in einen ansammelt, dass die sich dann entlädt und dann halt häufig bei Personen, die damit gar nichts zu tun haben, ne, die dann Lasten abbekommen, Ärger abbekommen, einfach durch die Reaktion, die anders ist.
Ja, das ist ja auch ein wichtiger Punkt.
Einfach durch die Reaktion, die anders ist oder die übertriebener ist oder kürzer ist, ne, weil da die Emotionen auch so festhängen in einem.
Genau, das merkt man auch vor allen Dingen in so Punkten, wo wir immer sagen, da ist es wichtig, erstmal die Bereitschaft zu klären, nämlich beim Feedback geben, Wünsche äußern oder auch beim Lösen von emotionalen Verletzungen, da ist es immer wichtig, dass beide die Bereitschaft haben und da merken wir auch häufig, dass die Paare über diese Bereitschaft,
oder diese Nichtbereitschaft hinweggehen, weil sie eigentlich Stress und Druck von der Arbeit mit nach Hause nehmen und das immer noch in sich empfinden und spüren, dann aber sich vielleicht darauf einlassen, Feedback annehmen zu wollen oder eine emotionale Verletzung klären zu wollen, das aber gar nicht so leicht funktioniert, also mit der Leichtigkeit, wie es funktionieren würde, wenn man das eben nicht hätte oder wenn man offen sagen würde,
ne Mensch, du, ich habe da gerade in mich hineingehorcht und ich merke, dass ich da nicht so leicht bin.
Ich merke, ich bin eigentlich noch gestresst und gar nicht emotional bereit, das mit dir gerade zu klären, ich gehe mal eine Runde joggen und baue das mal ab und mache mir nochmal meine Gedanken und versuche da, mich besser von zu lösen, lass mal in der Stunde gucken, ich glaube, dann läuft das besser und dann ist dieses Gespräch wesentlich produktiver, dann kann man vielleicht dann in 10, 15 Minuten das optimal klären, beide gehen mit einem guten Gefühl heraus, was vielleicht anders wäre,
wenn man das nicht abbaut und sich diese halbe Stunde, Stunde Zeit nimmt, dann hat man vielleicht danach auf einmal eine halbe Stunde, Stunde Stress und Konflikte und dreht sich im Kreis und kommt da gar nicht so richtig zu einer Lösung und das ist eine wichtige Folge, also das ganze Thema Work-Life-Balance, wo wir gleich nochmal näher drauf eingehen werden, das verschiebt sich und es funktioniert einfach im Leben mit der Partnerin, mit dem Partner oder in der Familie nicht mehr so, wie man sich das wünscht.
Nämlich der Lösung für die Sachen, ich habe ja mal diesen Spruch gelesen oder gehört, dass man ein Leben führen sollte oder es schön wäre, man könnte ein Leben führen, sodass man keinen Urlaub mehr zur Erholung braucht, um den Akku sozusagen aufzuladen, also dass der Alltag so gestaltet ist, dass man sagt, ich fühle mich gut, mein Stresspegel ist gesund.
Ich mache natürlich total gerne Urlaub, um neue Eindrücke und neue Impulse zu haben,
was Neues zu sehen und so weiter.
Aber nicht mehr dieses Gefühl zu haben, durchbauen, Sprint, Sprint, Sprint und dann Urlaub.
Und dann geht es am besten, kommt man Sonntagabend aus dem Urlaub zurück
und Montagmorgen sitzt man wieder bei der Arbeit.
Was ja auch häufig so ein Phänomen ist, was viele Menschen haben,
die dann ja auch aus dem Urlaub krank werden, weil der Körper dann ja so unter Druck stand
und dann loslässt und dann Zeit hat, krank zu werden.
Was immer total schade ist, weil wenn man in einem Urlaub krank wird,
man ja dann da liegt und denkt so, jetzt ist doch mein Urlaub, jetzt will ich doch nicht krank sein.
Ja, da haben wir immer so die Meinung, dass der Begriff Work-Life-Balance an sich schon falsch ist.
Weil das würde ja bedeuten, man kann Arbeit und Leben trennen.
Aber das ist ja irgendwie Quatsch, dass die Arbeit gehört zum Leben dazu.
Ist für viele Menschen ein großer Bestandteil in der Woche, an Zeit, an Lebenszeit.
Von daher sollte man erstmal überlegen, ob man an dem Begriff Work-Life-Balance für sich innerlich rüttelt
und sagt, es gibt nur eine Life-Balance.
Also ich muss auf mein ganzes Leben irgendwie achten und das gut ausbalancieren.
Und da ist nämlich aus unserer Sicht der erste wichtige Punkt auf der Arbeit keinen oder weniger,
deutlich weniger negativen Stress zu haben.
Also negativer Stress wird ja dadurch gekennzeichnet, dass er von Dauer ist und nicht mehr richtig loslässt,
nicht mehr richtig aufhört, wie jetzt zum Beispiel ein länger anhaltendes Projekt,
was einen tagtäglich unter Stress setzt, den man nicht los wird.
Positiver Stress ist Stress, der zum Beispiel durch neue Herausforderungen kurzfristig entsteht.
Ich aber an dem Tag innerhalb von vielleicht wenigen Stunden,
meistern kann.
Also wie zum Beispiel, dass es könnte mir Stress machen, dass das auf einmal spontan ein Anruf reinkommt
und irgendwie ein Paar hat einen Notfall.
Das könnte mich in Stress versetzen, weil ich dann mit meinen Terminen so ein bisschen straucheln gerate.
Wenn ich aber das hinbekomme, das zu lösen und dann merke, dass innerhalb von der halben Stunde dieser Stress nachlässt,
dann ist das sozusagen positiver Stress.
Der mich herausgefordert hat, habe ich das aber über den ganzen Tag verteilt oder passiert es so,
dass ich immer wieder solche Notfälle habe und dadurch jeder Tag sich für mich gehetzt anfühlt
und ich bei jedem Paar irgendwie nur noch in Verzug bin und das immer wieder und immer wieder,
dann produziert das irgendwann negativen Stress, den ich ja dadurch vermeiden könnte,
zum Beispiel dann einen Puffer zu lassen und zu sagen, anscheinend habe ich jeden Tag oder andauernd irgendwie kleine Notfälle.
Also brauche ich einen Notfallpuffer.
Und muss dann halt meine Arbeitsorganisation, meine Aufgabenorganisation, meine Termine anders managen.
Aber nochmal zurück, also es gibt eine Life Balance und wenn ich zu viel negativen Stress auf der Arbeit produziere,
dann nehme ich das mit nach Hause.
Das heißt, der erste wichtige Schritt ist zu prüfen auf der Arbeit, wie kann ich weniger negativen Stress für mich haben.
Und vielleicht auch mal ganz allgemein zu prüfen, ist die Arbeit,
ist das passend zu dem Lebensstil, den ich führen möchte.
Also stelle ich mir mein Leben wirklich so vor oder laufe ich in so einem Hamsterrad
und bin eigentlich tief im Inneren unzufrieden und sage, ich möchte diese Arbeit nicht tun.
Nur die äußeren Faktoren halten mich in dieser Arbeit, wie Geld, Wohnort und so weiter.
Das ist ja auch ein Stress, der immer wieder, weil es ja regelmäßig einfach noch so besteht, dann auftreten kann.
Und zu sagen, okay, ist das. Wir nennen das ja immer ökologisch, also einen Öko-Check machen.
Ist das gut, dass ich diese Arbeit habe oder sollte ich mir überlegen,
ob die Arbeit mir grundsätzlich mit ihren Bedingungen eher schadet.
Und dann auch in der Freiheit zu bleiben, das erleben wir halt auch regelmäßig,
dass Menschen sich in dieses Hamsterrad begeben und irgendwann so viele Verpflichtungen eingegangen sind,
dass sie nicht mehr heraus können.
Dann steht da die Hausfinanzierung an.
Dann ist vielleicht noch das Auto finanziert.
Dann gibt es diese Kosten, jene Kosten und diese und diese Sache und diese Verpflichtung.
Und auf einmal kann ich ohne die Gehaltsklasse, die ich jetzt gerade habe, nicht mehr überleben,
weil ich so viele Verpflichtungen eingegangen bin, dass ich in einem Job bleiben muss
oder mindestens einen gleichwertigen Job finden muss und nicht sagen kann,
ich nehme mal was an, was zum Beispiel vielleicht gerade ein bisschen weniger Geld bringt,
aber mich glücklicher und zufriedener von der Arbeit her macht.
Weil ich einfach in diesem Hamsterrad von Verpflichtungen gefangen bin.
Also dafür sich zu prüfen, welche Verpflichtungen gehe ich wirklich ein
und kann ich mir genug frei halten, zurück behalten,
um vielleicht auch mal andere Jobs zu machen oder irgendwas auszuprobieren.
Also das war ja bei uns auch so, als ich aus der Agentur als Geschäftsführer operativ ausgetreten bin
und das operative Geschäft abgegeben habe, hat sich unser Gehalt verändert oder mein Gehalt verändert.
Aber das war machbar, weil unser Lebensstandard nicht so hoch war,
dass wir mein volles Gehalt wirklich immer brauchten.
Sondern wir auch mit weniger überleben konnten und somit dann ja auch ein gutes Jahr
an Findungszeit gebraucht haben, um zu sagen, was soll es nun werden,
bis wir dann auf das Thema der Paartherapie gestoßen sind für uns und gesagt haben,
das matcht, das ist unser Ding.
Aber bis dahin brauchten wir halt eine gewisse Zeit und das ging nur, weil wir,
nicht von Verpflichtungen uns überfüllt haben.
Ja, ganz wichtig ist da auf der Arbeit zu prüfen, was macht mir denn den Stress?
Also liegt es daran, dass meine Arbeit schlecht organisiert ist
und ich vielleicht meine Aufgaben irgendwie besser planen kann,
To-Do-Listen, Aufgaben priorisieren oder habe ich Konflikte?
Das ist auch ein ganz wichtiger Punkt.
Habe ich Konflikte mit meinem Chef, mit meinen Kollegen?
Habe ich Konflikte mit Kunden?
Sorgen Kunden dafür, dass es mir nicht gut geht?
Auch ein ganz wichtiger Punkt.
Ein ganz wichtiger Punkt damals bei uns in der Agentur gewesen,
also die Online-Marketing-Agentur, die mir gehört,
dass wir geprüft haben, tun die Kunden uns gut?
Sind wir mit den Kunden in einem Verhältnis, dass wir sagen,
das macht Spaß, mit denen zusammenzuarbeiten?
Oder haben wir Kunden dabei, die uns vielleicht teilweise auch sehr gutes Geld bringen,
aber wo wir sagen, das macht uns gar keinen Spaß, mit denen zu arbeiten,
wenn wir sehen, dass die Telefonnummer klingelt,
dann brechen alle schon innerlich zusammen und sagen,
oh nein, nicht der schon wieder.
Wer von euch macht das?
Und dann macht die Arbeit keinen Spaß.
Es macht Druck, es macht Stress, es macht einfach negative Stimmung.
Und da auch dafür zu sorgen,
wenn ihr zum Beispiel in einer Führungsposition seid
und könnt dort gewisse Entscheidungen treffen,
auch zu schauen, welchen Kunden nehmen wir an?
Passt der zu uns?
Oder können wir auch Kunden mal ablehnen,
weil wir sagen, das ist zwar ein nettes Projekt,
aber eigentlich wird uns das in der Zusammenarbeit keinen Spaß machen,
weil das irgendwie von der Sympathie her gar nicht matcht.
Also lasst da keine Konflikte entstehen.
Wenn es Konflikte im Team gibt,
das war ja ein Grund, warum wir überhaupt zum Coaching auch mitgekommen sind,
dass es bei uns im Team Konflikte gab.
Ich letztendlich gesagt habe, wir brauchen da jemanden,
der uns aus diesen Konflikten rausholt.
Und gerade weil das eben nicht auf der Arbeit bleibt,
sondern diese Konflikte, die dann auch immer wiederkehrend häufig sind,
nehmen wir mit nach Hause.
Wenn ich jeden Tag auf meinen Arbeitskollegen treffe,
auf eine Arbeitskollegin treffe,
auf eine Arbeitskollegin, die mich jeden Tag stört,
die jeden Tag bei mir emotionale Verletzungen produziert,
so nehme ich diese Konflikte mit nach Hause
und mir wird es nicht gut gehen.
Auch das kann ich nicht abschütteln.
Also am besten mit allen beteiligten Personen das direkt ansprechen,
wenn da ein Konflikt besteht.
Konflikte lösen, so wie wir es in Partnerschaften machen,
so auch bei der Arbeit.
Konflikte ansprechen, lösen, dafür sorgen,
dass die Teamkultur, die Teamstimmung gut ist,
sodass man dann letztendlich,
mit noch ausreichenden Ressourcen nach Hause geht,
mit einer positiven Energie nach Hause geht.
Das ist doch was viel Schöneres, wenn ich sage,
Mensch, ich hatte drei tolle Termine,
ich habe ein paar nette Gespräche mit meinen Kollegen gehabt.
Wir hatten zwar ein, zwei Konflikte heute,
aber wir konnten die gut lösen
und kommen so nach Hause, als wenn ich nach Hause komme
und voll im Leid drin stecke
und dir nur noch berichten könnte,
sagen könnte, waren wieder heute scheiß Termine
und mein Kollege sieht nicht ein,
dass er so arbeiten soll,
dass das für uns alle viel leichter ist,
und dann kam auch der Chef rein
und der hatte wieder irgendwelche Ideen
und ich weiß gar nicht, wie er es umsetzen soll.
Das macht mir auch schon wieder so viel Stress
und eigentlich habe ich schon Bauchschmerzen,
morgen wieder zur Arbeit zu gehen.
Das macht ja keinen Sinn.
Also irgendwie aus diesem Hamsterrad von Konflikten,
Stress, Druck aus der Arbeit herauszukommen
und auch da, wie in einer Partnerschaft,
ein stabiles Fundament herzustellen.
Bist du in der Führungsposition,
kannst du das natürlich ein bisschen leichter machen,
weil du dann vielleicht gewisse Entscheidungen
auch treffen kannst oder auch sagen könntest,
ich hole mir mal einen Coach ins Team hinein,
wenn die Befugnis da ist,
als Weiterbildungskosten oder wie auch immer
und fange mal an, diese Konflikte nachhaltig zu lösen.
Wenn man entsprechend Mitarbeiter ist
und das angesprochen hat,
dass man sich so etwas wünscht,
aber das aus der Führungsposition heraus
nicht erwünscht ist
und diese Wege nicht gegangen werden,
dann bleibt einem irgendwann vielleicht
nur noch die Umgebung zu wechseln
und das ist das, was du sagtest,
prüfen, ist die Arbeit das Richtige für mich,
was sind die negativen Konsequenzen,
die ich jetzt gerade habe,
habe, was sind die, die eintreten
können, wenn ich meinen Job wechsle
und dann vielleicht auch zu prüfen, im Zweifelsfall
wechsle ich meinen Job, bevor
ich das immer wieder mit nach Hause nehme.
So, als letzten Punkt, finde ich,
ist auch noch jetzt so Corona-bedingt ja auch
nochmal zu überlegen, viele arbeiten ja von zu Hause
aus. Das heißt, es entstehen jetzt ja neue
Arbeitsroutinen auch so ein bisschen.
Vorher ist man nach Hause gekommen, da hatte man
den Arbeitsweg nach Hause noch, viele haben gependelt.
Jetzt hat man das Homeoffice,
was ja auch irgendwie nochmal
so ein bisschen die Schwierigkeit
macht, dass
Arbeitsstress schneller noch mit nach Hause
genommen wird. Und da haben wir ja auch
im Coaching schon Erfahrungen gehabt, dass
Menschen sagten, okay, irgendwie früher
bin ich nochmal 20 Minuten, eine halbe Stunde
nach Hause gefahren, hab mir nette Musik angemacht,
das war alles so ein bisschen
angenehmer, da bin ich
runtergekommen, noch mein Getränk getrunken, hab mir noch
einen Kaffee irgendwie geholt und jetzt
mach ich die Tür auf und bin zu Hause
im Wohnzimmer.
Das ist
natürlich auch nochmal wichtig,
da jetzt direkt zu schauen,
wie kann ich meinen Stresspegel
nochmal
runterschrauben oder wie kann ich
einen Ausgleich finden,
damit ich gut
in die Familienzeit, in die Partnerschaftszeit
starte.
Viele machen das jetzt auch so, dass sie sagen,
okay, eigentlich hab ich ja noch die Zeit vom Pendeln,
also die 20 Minuten
sparen ja ganz viel oder eine halbe Stunde oder wie lange man
auch fährt,
das sozusagen an die Arbeitszeit aktiv
ranzuhängen, um nochmal
was für sich zu machen, bevor man denn
ansprechbar ist für alle anderen.
Ja, man darf diese gewohnte Zeit nicht
unterschätzen, die man dort vielleicht über
Jahre sich antrainiert hat
zu nutzen, runterzukommen, runterzufahren,
vielleicht nochmal einige Sachen
zu durchdenken, genau, vielleicht noch letzte Telefonate
zu führen und die abzuhaken
und es sollte
auch, wenn jemand im Homeoffice ist, erstmal pauschal
auch diese normalerweise
Arbeitszeit zumindest anteilig
als Arbeitszeit bleiben,
dass derjenige dann nicht
zu Hause ist, weil letztendlich ja auch
Pausen mit dazugehören,
auch das ist manchmal jetzt schwierig,
während man sonst vielleicht die Pause
für sich alleine oder mit Kollegen genutzt hat
und auch da vielleicht in den Austausch gegangen ist,
Dinge verarbeitet hat oder einfach runtergefahren ist.
Zusammen Mittag gegessen hat oder so.
All diese Sachen kann es jetzt sein,
dass ich die Tür aufmache
und da wartet vielleicht meine Frau mit
zwei Kindern und
dann ist die Tür auf und da wird ja
keiner sagen, ja der ist gerade in seiner
Pause, lasst den mal ohne ihn anzusprechen,
zum Kühlschrank gehen, sein Mittagessen
machen und am Esstisch sein Mittagessen
essen und wir lassen ihn alle in Ruhe,
sondern natürlich stürmen die Kinder
auf ihn zu und sagen, oh Papa, Papa
oder wenn es Mama ist, die im Büro so
Mama, Mama, schön, dass du da bist und
lass uns spielen und es geht gerade nicht
eigentlich. Das sind natürlich auch
alle Situationen, die man sich
gut überdenken sollte, wie man das macht, ob man
dann die Möglichkeit hat zu sagen,
ich nehme mir wie bei der Arbeit schon mein
Mittagessen mit in meinen Büroraum, damit ich
eben diese Situation meiden kann, wenn ich auf
Toilette muss, bin ich aber vielleicht auch wieder da,
wie liegen meine Räume,
kann ich die Mittagspause eher mit einem Spaziergang
nutzen oder auch dann halt das
Runterkommen am Abend, wenn eigentlich meine Fahrzeit
wäre, kann ich dafür
einen Spaziergang nutzen, kann ich eine Runde joggen
gehen, kann ich einfach ein bisschen meditieren,
was auch immer, euch gut
tut dabei runterzukommen,
um dann wirklich sagen zu können,
wenn du die Tür öffnest und stehst
im Wohnzimmer bei der
Familie, dass du dann auch da bist
und die Kinder auch auf dich zu
stürmen dürfen,
damit du bereit bist
für einen guten Familienalltag
und die Ressourcen auch da sind.
Genau, ich denke, das sind erstmal genug
Lösungsansätze, ganz kurz
zusammengefasst, also das Wichtigste ist
erstmal negativen Stress auf der Arbeit
möglichst zu reduzieren, zu vermeiden,
wie kann das gehen,
Konflikte reduzieren,
Konflikte dort tatsächlich nachhaltig
lösen, so wie wir das auch beschreiben,
wie wir es in Partnerschaften machen,
wenn auf den oberen Ebenen etwas läuft,
etwas schiefläuft, wie zum Beispiel
der Fähigkeiten
oder Verhaltensebene, vielleicht schauen,
kannst du deinen Arbeitsalltag besser
strukturieren, besser organisieren,
To-Do-Listen, Aufgaben besser
priorisieren,
morgens mal 10, 15 Minuten Zeit nehmen
und auch wirklich die Prioritäten setzen,
das Wichtigste zuerst machen, damit man
am Abend sagen kann, ich habe das Wichtigste
auf jeden Fall geschafft
und dann
im Notfall zu sagen, wenn das
alles eben sich nicht gut vereint,
vereinbaren lässt und ich merke
über einen mittel- und langfristigen Zeitraum,
dass die Arbeit mir
für mein weiteres Leben
außerhalb der Arbeit, was man
ja eben nicht trennen kann und abschütteln
kann, macht mir zu viel Stress,
zu viel Druck, ich nehme zu viel Leid und Belastung
mit und kann dadurch nicht mehr
mit Leichtigkeit in der Beziehung sein,
dann wäre vielleicht
auch zu überlegen über einen Öko-Check
die Umgebung zu wechseln und zu
sagen, ein anderer Job
könnte mir vielleicht besser tun,
und würde mir
mehr Leichtigkeit ins Leben bringen.
Wenn euch das noch intensiver interessiert,
haben wir dazu auch einen intensiven Blog-Beitrag
geschrieben, dazu gibt es nochmal alle
Lösungen im Detail
schriftlich zum Nachlesen.
Wer gerne liest, der kann da vielleicht nochmal
durchgucken und sich vielleicht seine eigene
Lösungs-Checklist zusammenbauen.
Ansonsten hoffen wir,
ihr hattet viel Spaß und gute Impulse
und Erkenntnisse in dieser Folge.
Wir freuen uns
sehr, wenn ihr unseren Kanal
abonniert und somit dauerhaft
dabei bleibt. Jede Woche bringen wir
spannende Inhalte raus,
darüber, wie ihr
raus aus der Krise hinein
in eine glückliche und harmonische Beziehung kommen könnt,
immer zu unterschiedlichen Themen
und da wird sicherlich immer wieder was dabei sein,
was genau dich betrifft.
Ansonsten hören wir uns
aufs Nächste. Bis zum nächsten Mal.
Ciao.
Musik
Podcast Summary
Key Points:
Der Stress von der Arbeit wird oft unbewusst mit nach Hause genommen, was zu Spannungen in der Familie und einer ungesunden Beziehung führt.
Das Vermeiden von Kommunikation über Arbeitstage und Stress führt dazu, dass der Partner keine Ahnung hat, wie der andere sich fühlt und welche Ressourcen er hat.
Verdrängung von negativen Emotionen und Stress führt zu innerer Anspannung, die sich in reaktiven und gereizten Verhaltensweisen bei der Familie äußert.
Konflikte im Arbeitsumfeld, besonders mit Kollegen oder Kunden, werden mit nach Hause genommen und verstärken die emotionale Belastung.
Es ist entscheidend, negative Stressfaktoren auf der Arbeitsstelle zu erkennen und durch bessere Organisation, Priorisierung oder Konfliktausgleich zu reduzieren.
Ein „Öko-Check“ der Arbeit ist nötig, um zu prüfen, ob der Arbeitsalltag wirklich dem gewünschten Lebensstil und dem eigenen Wohlbefinden entspricht.
Der Begriff „Work-Life-Balance“ ist irreführend, da Arbeit und Leben untrennbar miteinander verbunden sind; es geht um eine „Life-Balance“.
Eine gesunde Lebensweise erfordert, dass Stress im Arbeitsalltag vorherzeitig abgebaut und ein echtes Abschalten nach Hause ermöglicht wird.
Summary:
Stress von der Arbeit wird häufig unbeachtet mit nach Hause genommen und belastet so die familiäre Beziehung. Wenn Mitarbeiter nicht darüber sprechen, wie ihr Tag war oder welche Konflikte entstanden sind, führt dies zu einem Mangel an Verständnis und emotionaler Nähe. Diese Verdrängung verursacht innere Anspannung, die sich in gereizten Reaktionen und emotionalen Abwehrmechanismen zeigt.
Besonders konfliktreiche Arbeitsumgebungen oder schlechte Kundenbeziehungen werden unmittelbar nach Hause übernommen und verstärken die Belastung. Eine effektive Lösung erfordert eine offene, ehrliche Kommunikation über Stress und Arbeitsbedingungen, sowie die systematische Reduzierung negativer Stressfaktoren durch bessere Planung, Priorisierung und Konfliktdurchbruch. Ein „Öko-Check“ der Arbeit hilft, zu überprüfen, ob der berufliche Alltag wirklich dem eigenen Lebensgefühl entspricht.
Es ist wichtig zu verstehen, dass Work-Life-Balance falsch ist – statt Trennung geht es um eine Lebensbalance, bei der Arbeit und Familie harmonisch miteinander verbunden sind. Durch das Erkennen und Abstellen von negativen Stressfaktoren kann man echtes Abschalten ermöglichen und somit eine leichte, emotional stabilere Beziehung nach Hause bringen. Besonders im Home-Office ist die Aufrechterhaltung eines gesunden Verhaltens, wie zum Beispiel eine eigene Mittagspause oder ein Spaziergang, entscheidend, um die Familienzeit ohne Stress zu gestalten.
FAQs
Man sollte den negativen Stress auf der Arbeit reduzieren, Konflikte direkt lösen und regelmäßige Pausen einplanen, um sich zu entlasten und besser in die Familienzeit zu kommen.
Weil der Stress nicht abgeschüttelt wird und sich in der Familie ansammelt, was zu Ärger, Reaktionen und einem fehlenden Verständnis für die jeweilige emotionalen Bedingungen führt.
Nein, da Arbeit und Leben untrennbar miteinander verbunden sind. Stattdessen sollte man eine Life-Balance betrachten, um das gesamte Leben ausgewogen zu gestalten.
Weil der Stress sich anhäuft, sich in Emotionen festigt und manche Menschen ihn nicht mehr loslassen können, auch wenn sie sich darauf einlassen, ein besseres Leben zu führen.
Indem man diese direkt anspricht, sie gemeinsam löst und die Teamkultur so gestaltet, dass negative Spannungen verhindert und positive Energie nach Hause geht.
Langwierige Projekte, ständige Zeitdruck, emotionale Verletzungen durch Kollegen oder Kunden und ein Gefühl der langfristigen Überlastung ohne Ausgleich.
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