Umgang mit Geld - Wie ihr unterschiedliche Sichtweisen als Paar händelt
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Der Umgang mit Geld in einer Beziehung ist häufig eine Quelle für Konflikte, insbesondere wenn unterschiedliche Wertevorstellungen, finanzielle Prägung oder ungenaue Wahrnehmung von Ausgaben vorliegen. In der Folge werden zwei konkrete Beispiele vorgestellt, bei denen Paare durch emotionale Verletzungen in finanziellen Streitigkeiten gefangen waren. Im ersten Fall geht es um einen Unterschied in der Wertschätzung von Dingen wie Kleidung oder Urlaub, im zweiten um den Eindruck, dass die Lebenskosten explodiert seien, obwohl der tatsächliche Konsum stabil bleibt. Beide Paare haben in der Therapie zunächst die emotionalen Verletzungen aufgelöst, um dann sachlich und neutral über Werte, Prioritäten und Einkaufsstrategien zu sprechen. Ein entscheidender Schritt war die Einführung getrennter Konten, die individuelle Autonomie schaffen und das Gefühl der Ausgrenzung vermeiden. Zudem wurde eine klare Kommunikation über Aufgaben und Kosten aufgebaut, wobei beide Partner auf Augenhöhe miteinander sprechen. Die Lösung basiert nicht nur auf finanziellen Abgleich, sondern auf tiefem Verständnis der persönlichen Hintergründe und Bedürfnisse. Wichtig ist, dass solche Veränderungen dauerhaft sind und regelmäßig überprüft werden, da sich Einkommen, Lebensumstände und Werte im Laufe der Zeit ändern. Die Grundlage für ein harmonisches finanzielles Miteinander ist daher die emotionale Sicherheit und das Verständnis für den anderen.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebens-Ear-Listen.
In dieser Folge geht es um das äußerst spannende Thema Umgang mit Geld, wie ihr unterschiedliche
Sichtweisen als Paar handeln könnt.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche
und harmonische Beziehung.
Unheimlichkeiten bezüglich des Umgangs mit Geld lösen in einer Beziehung nicht selten
Konflikte aus.
Dabei geht es zum Beispiel um den Anspruch an Qualität von Lebensmitteln oder Kleidung,
für was das gemeinsame Geld ausgegeben wird und zum Beispiel auch, welche Investitionen
als nächstes anstehen.
Da wir gar nicht selten mal Verletzungen rund um das Thema Geld in den Coachings haben,
möchten wir euch einmal zeigen in dieser Podcast-Folge, wie ihr damit umgehen könnt,
wenn der Umgang mit Geld mal wieder zum Streitthema bei euch wird.
Vielleicht an dieser Stelle so ein kleiner Einwurf zur Zielgruppe der Folge, weil das
Thema Geld ist natürlich, je nachdem wie viel Geld man besitzt, wie hoch das Einkommen
und Vermögen ist, gibt es natürlich ganz andere Streitpunkte vielleicht.
Während wenn Geld eher sehr knapp ist, es wiederum andere Themen gibt und Themen vielleicht
auch dramatischer sind.
Also wenn das Geld zwar ausreichend zur Verfügung steht, aber trotzdem eben Streitpunkte entstehen,
das können sich dann vielleicht wiederum Menschen, bei denen es immer super knapp ist und die
sozusagen gerade so über die Runden kommen, die können sich gar nicht vorstellen, wie
kann man denn streiten, wenn man jeden Monat noch sogar viel Geld beiseite legen kann.
Das ist ja total merkwürdig.
Unsere Zielgruppe ist jetzt hier in dieser Folge tendenziell eher jemand mit mittlerem
bis hohem Einkommen.
Wo ein Puffer da ist und so weiter.
Und eher weniger das Paar oder die Familie, die ganz knapp mit Geld zurechtkommt, wo das
Einkommen gerade so reicht, um über die Runden zu kommen.
Weil dann eben die Themen und Probleme nochmal ganz andere sind.
Und das muss man eben auch für sich dann so sehen.
Also ist letztendlich auch mit steigendem Einkommen und steigendem Vermögen so, dass
die meisten sich ja vorstellen, wenn man da so hochklettert, dann irgendwo kommt so ein
Punkt, dann ist man sorgenfrei, dann gibt es keine Probleme mehr, dann braucht man sich
um Geld ja gar nicht streiten und all das.
Aber das passiert nicht, weil sich ja tendenziell einerseits der Lebensstandard mit hochlevelt
bei vielen und auf der anderen Seite ist dann losgeht, dass man vielleicht unterschiedliche
Ansätze auch da zu anderen Themen hat und anfängt sich zu streiten.
Ich habe zum Beispiel, das ist ja eigentlich eine Folge, wo wir deine Coaching-Beispiele
reinnehmen.
Aber fühle dich ganz frei.
Ich fühle mich gerade ganz frei.
Ich höre zu.
Ich haue nochmal ein Beispiel raus.
Ich habe ein Paar im Coaching, da war auch ausreichend Geld da und er hatte den großen
Drang, so auch aus seiner Kindheit heraus, für viel Sicherheit zu sorgen und hat sich
sehr, sehr intensiv mit Immobilien beschäftigt und hat auch viele Immobilien erworben.
Nun ist es so, dass die sich nicht uneinig darüber waren, dass es ein guter Weg ist,
viele Immobilien zu erwerben und damit einen hohen Preis zu bekommen.
Aber das hat er natürlich neben dem normalen Job alles gemacht und Immobilien erwerben,
vermieten und all die ganzen Dinge, das kostet nun mal auch sehr viel Zeit, Ressourcen, du
musst dir viel angucken, Bankgespräche und das ist zum Problem geworden in der Beziehung,
dass er letztendlich damit einen zweiten Teilzeitjob obendrauf hatte.
Ja, also vielleicht können wir nochmal einen Blickwinkel erstmal. auf den Umgang mit Geld und die Probleme damit werfen, also was die Probleme an sich sind.
Häufig ist es ja so, dass der Umgang mit Geld ja schon in der Kindheit anfängt.
Ich finde das ganz spannend, so langsam wird das Thema Geld zum Beispiel bei unserem Sohn
ja auch immer mehr ein Thema, wenn wir so in den Bereich kommen, wo es um Taschengeld geht,
wer gibt für was Geld aus, wie teuer sind Sachen, da merkt man schon, dass man da ja auch an dem Punkt ist,
wo man anfängt. unbewusst und bewusst Glaubenssätze zum Thema Geld mitzugeben.
Wenn man Bücher vorliest, ich erinnere mich gerade zum Beispiel an den einen Comic mit Dagobert Duck.
Ja, da zitiert er jetzt dauernd raus.
Ja, da ist es ja auch etwas, was sagt er da noch?
Ja, da sagt Dagobert Duck zu Donald Duck, dass er langsam mal anfangen müsste, Vermögen aufzubauen,
denn Geld würde ganz viel Freiheit machen.
Ja.
Dann kommen die Panzerknacker und sorgen dafür,
dass Dagobert Riesenprobleme hat und sein Geld aus dem Geldspeicher in einem See deponiert,
den er vorher gekauft hat und das darunter versteckt.
Und dann natürlich die Panzerknacker, die sorgen, dass der Staudamm bricht und es gibt ganz viele Probleme und so weiter.
Dramatisch Musik im Hintergrund jetzt.
Genau, es gibt Riesenprobleme für Dagobert, Donald und Tick, Trick und Track müssen natürlich helfen
und irgendwie dafür sorgen, dass Dagobert sein Geld behalten kann.
Und am Ende kommt es dann halt wieder zu der Situation,
dass Dagobert und Donald sich gegenüberstehen und Dagobert sagt,
ja, Geld macht frei, fangt endlich an, Vermögen aufzubauen.
Und Donald sagt, nee, Geld macht nur Sorgen.
Ja.
Und das ist jetzt gerade dann sein Spruch von unserem Sohn, wenn es darum geht, dass wir sagen,
ja, wir müssen jetzt arbeiten und so.
Und er sagt, nein, ihr braucht nicht arbeiten, doch, wir müssen doch Geld verdienen, wir brauchen doch auch Geld.
Nee, Geld macht nur Sorgen.
Genau.
Ja, das war gut.
Das fand ich auch sehr lustig.
Als ich das erste Mal, als er das erste Mal den Satz gesagt hat, fand ich das, war ich so ein bisschen,
wo hat er das denn her, ne?
Also, wer hat ihm das denn gesagt, ne?
Und da merkt man aber einfach so, dass es anfängt.
Das darf ja auch sein, ne, dass Kinder sich mit dem Thema Taschengeld, Geld in Büchern damit auseinandersetzen
und wenn man das aufgreift und darüber spricht, ist das ja auch mal gar kein Problem.
Aber man sieht halt, dass man als Kind schon anfängt, ein Verhältnis zu Geld zu entwickeln
und man ja auch in gewissen Verhältnissen,
in sehr guten Verhältnissen aufwächst.
Je nachdem, ob ich in, ja, sehr guten Verhältnissen aufwachse, wo Geld immer gar kein Thema ist,
weil es ist einfach da, es kann gekauft werden, man muss auf nichts achten.
Ich habe alle meine Wünsche gefühlt in meiner Kindheit erfüllt bekommen.
Dann habe ich ein ganz anderes Verhältnis zum Thema Geld, als wenn ich merke,
meine Eltern achten auf das Geld, müssen auf das Geld achten.
Es wird über Bedürfnisse sehr genau diskutiert, welches Bedürfnis erfüllt werden kann.
Schon habe ich eine andere Einstellung zum Thema Geld.
Und das Spannende ist ja, finde ich, dann, dass in einer Beziehung es sein kann,
dass zwei Menschen zusammenkommen, die einen starken Kontrast haben,
durch die Kindheit schon zum Thema Geld.
Also kommt jemand, der, sag ich mal, ein bisschen überspitzt mit Reichtum aufgewachsen ist,
mit jemandem zusammen, der Geldsorgen hatte,
dann hat derjenige oder haben diejenigen ja auch ganz andere Glaubenssätze
zum Thema Geld häufig entwickelt.
Und aus diesen Glaubenssätzen resultiert eben ein anderes Verhalten.
Derjenige, der mit Geldsorgen aufgewachsen ist,
hat meistens einen sehr starken Drang, für Sicherheit zu sorgen.
Der möchte sehr viel sparen, Puffer aufbauen,
tut sich schwer damit, auch Geld auszugeben vielleicht.
Und der andere, der sieht das Ganze vielleicht deutlich entspannter.
Und was dann natürlich später noch passieren kann, ist,
dass gerade wenn es um das Thema Ehe vielleicht geht,
dass ein Ehevertrag. Ehevertrag gefühlt gebraucht wird.
Oder einer von beiden, der mit entsprechendem Reichtum aufgewachsen ist,
sagt, wir brauchen einen Ehevertrag,
denn ich werde von meinen Eltern hohe Beträge
und vielleicht andere Formen von Vermögen erben.
Du halt leider nicht.
Und das hat meine Familie halt aufgebaut.
Und das muss in einem gewissen Rahmen geschützt werden.
Was auch im Sinne vielleicht der Eltern ist, zu sagen,
liebe Kinder, wenn ihr in Ehen geht, alles in Ordnung, wünschen wir uns für euch.
Aber denkt dran, wir haben ein hohes Vermögen,
wir haben ein hohes Vermögen aufgebaut, wir haben sehr hart dafür gearbeitet.
Bitte sorgt dafür, dass ihr das in unserem Sinne auch schützt, wenn ihr es erbt.
Also kann man grundsätzlich sagen, dass jeder natürlich in positiver Absicht
für sich selbst handelt.
Also für die eigene, gefühlte, richtige Sicht heraus.
Und manchmal ist es halt schwierig, den anderen Blickwinkel zu verstehen.
Vielleicht, weil man sich auch da nicht im Detail darüber ausgetauscht hat,
warum jeder so handelt, wie er handelt.
Und dann kann es halt immer mehr zukommen.
Konflikte kommen innerhalb der Partnerschaft.
Und ein Problem ist natürlich sehr häufig, dass die möglichen Tools fehlen,
um diese Probleme zu lösen.
Also gerade beim Thema Geld, Umgang mit Geld, Ausgleich von Geben und Nehmen,
da drehen sich die Paare ja doch häufig jahrelang im Kreis.
Ich glaube, es liegt auch daran, dass es so entscheidende Schritte gibt,
die das Thema Geld einfach noch sehr beeinflussen.
Häufig kommen ja Menschen,
zusammen, da hat jeder noch sein eigenes Konto.
Meistens, nicht immer, ist das ja so, wenn Menschen heiraten,
dass sie dann ein gemeinsames Konto haben.
Und dann ist so immer noch gefühlt, dass jeder so seine Bedürfnisse hat,
für die dann diskutiert wird, Geld auszugeben.
Ja, nein.
Aber im nächsten Schritt, wenn dann Kinder dazukommen,
die ja auch Geld kosten, dass es dann da auch zu Konflikten kommt,
weil man ja häufig so, das hat das immer noch leider die Frau sich mehr um die Kinder kümmert.
Und dementsprechend.
Geld ausgibt und der Mann da auch so ein bisschen den Überblick
verliert und auch nicht das Gefühl dafür hat,
warum jetzt wie von dem gemeinsamen
Geld etwas ausgegeben wird.
Ja, das hatte ich auch gerade.
Aber da will ich jetzt nicht vorgreifen, weil
sonst. Das kommt in deinem Coaching-Fall. Genau, sonst
habe ich mein Beispiel gleich schon
hervorgebracht. Ja.
Kommen wir nochmal ganz kurz zu den Folgen.
Vielleicht magst du da nochmal was zu sagen.
Okay, dann
halte ich mein Beispiel auch zurück. Genau, halte dein Beispiel
zurück, du kannst es da nachher noch bringen.
Okay.
Ja, die Folgen
sind letztendlich genau die Folgen,
warum Paare dann nachher zu uns
ins Coaching kommen. Also es gibt immer wieder
aufkommende Konflikte über das
Thema. Es gibt immer wieder Gespräche
über das Thema
Finanzen, die
aber zu keiner wirklichen Lösung
führen. Oft erleben wir
auch, dass in den
Gesprächen zwar auch ein Handlungsplan
aufgestellt wird und man sagt,
wenn wir die, die und die Schritte gehen,
wir konnten irgendwas
anmelden, dass das aber nicht umgesetzt
wird. Und dann
dreht man sich wieder im Kreis.
Ganz häufig
erarbeiten wir dann im Coaching eine Lösung,
wo beide sagen,
ja, also eigentlich
waren wir an dem Punkt schon mal,
aber wir haben das nie umgesetzt. Ja, irgendwie habe ich doch nie
die Zugangsdaten fürs Online-Banking bekommen.
Und dann sind wir halt da und sagen,
ja, dann, wann machen wir
jetzt Termine? Dann sind wir eher so,
dass wir sagen, jetzt müssen wir es konkret machen,
handeln,
wer macht welche Aufgabe,
bis wann, um
dann wirklich zu handeln.
Das heißt, wir müssen
aufpassen, dass eben diese Konfliktspirale
nicht zu sehr in Gang gesetzt wird.
Wir müssen uns die Ursachen
vor allen Dingen angucken und da
auch manchmal weiter zurückgehen, als man
eben glaubt, gerade wenn es um das Thema Prägung
geht und man vielleicht gewisse
Ängste mitbringt. Ich hatte
gerade auch ein paar, da hat er
sehr intensiv gespart und
die haben auch
Immobilien gehabt und so weiter und
sie sagt, Mensch, wir haben so
viel Geld, aber wir
gönnen uns fast nichts und sie musste
immer darum kämpfen, dass man sich mal
was gönnt, aber er hatte so innerlich
nicht die Erlaubnis, durfte das so innerlich
nicht das machen, weil
er halt sehr sparsam
aufgewachsen ist und sagte,
und das empfand er eben so innerlich als
gut, obwohl
er eigentlich, ihn ist auch dahin gezogen,
dazu hingezogen hätte, mal
schöne,
innere Urlaube zu machen, weiter
zu reisen oder sowas.
Und da geht es eben manchmal darum,
dahin zu schauen, wie ist diese Prägung entstanden,
diese Prägung zu lösen, um sich
freier zu fühlen und aus diesen
irrationalen Ängsten dann rauszukommen.
Ja, natürlich kann auch im schlimmsten Fall
der Gedanke an eine Trennung aufkommen,
dass, wenn man immer und immer
wieder wegen der Finanzen streitet,
die dann ja meistens nicht der einzige Punkt sind,
sondern,
wir haben auch eigentlich selten,
dass Paare zu uns,
können wir uns sagen,
wir brauchen Coaching, weil
wir haben Probleme, unsere Finanzen zu regeln,
sondern das ist im Regelfall ein
Baustein von mehreren
Konfliktpunkten, die in der Beziehung
bestehen.
Gut, dann
wollen wir uns mal anschauen,
wie wir das Ganze im
Coaching lösen
und machen das in dieser Folge
wieder sehr praxisorientiert,
denn du hast mal wieder zwei
Beispiele mitgebracht von zwei
Paaren,
die bei dir im Coaching waren
und da möchtest du
vorhin berichten. Kurzer Disclaimer am Anfang,
die
Geschichten, die
stimmen in großen Anteilen
mit den Coachings überein,
sind aber ausreichend weit
verfremdet, sodass eben
Menschen aus dem Umfeld der Paare
nicht das Paar erkennen
können und vielleicht sogar das
Paar selber sich nicht mal richtig
rausfischen könnte, wenn
die Paare
das hören, denn das ist uns natürlich ganz
wichtig, jeder, der zu uns ins
Coaching kommt, wir haben absolute
Verschwiegenheit, da wird nicht drüber
erzählt, außer halt in diesen
absolut anonymen Beispielen hier im
Podcast, aber ansonsten
sind wir natürlich absolut verschwiegen,
denn wir besprechen da
hochemotionale,
intensive Themen und
ihr könnt euch nur öffnen, wenn
ihr euch absolut sicher seid, dass eure
Themen nur bei uns bleiben.
So sieht's aus.
Ich fange mal mit dem ersten
Beispiel an.
Da ging es um einen Streit
zwischen einem Paar
über das Thema Wertigkeit von
Dingen.
Wie du schon sagst,
es war jetzt nicht das Thema,
warum sich Paare bei uns melden, als
alleiniges Thema, das ist sozusagen ein
Thema von vielen bei den beiden gewesen,
was aber trotzdem sehr regelmäßig
zu Konflikten geführt hat.
Also es ging in dem Fall darum,
er möchte gerne Dinge,
zum Beispiel Kleidung, Kinderkleidung
vor allen Dingen, Essen, Urlaube
eher im hochpreisigen
Bereich als Lebensstandard haben.
Das war ihm sehr wichtig, das macht
bei ihm ein gutes Gefühl von
lebendig sein, leben, sich was
gönnen, Sinn für die Arbeit,
dass man sich
das halt als Ausgleich gönnt. Man muss
dazu natürlich sagen, dass das auch finanziell
bei den beiden möglich wäre,
weil sonst wäre das natürlich
schwierig, wenn er das als Wunsch äußert
und es wäre gar nicht möglich,
das jetzt auch wirklich umzusetzen.
Es könnte natürlich ein Wunsch für die Zukunft sein,
aber in der direkten Umsetzung wäre es natürlich schwierig.
Also genug Einkommen zur Verfügung
und sie kauft sehr
preisbewusst ein, auch ganz bewusst
sehr preisbewusst und möchte
dafür eher mehr Dinge haben.
Also Dinge schneller wechseln
können, wenn sie ihr nicht mehr gefallen,
sich nicht drüber ärgern können,
wenn sie sagt, wenn Kindert-T-Shirts
versaut sind, weil sie weiß, das war
jetzt nicht so teuer, wenn sie
die nicht sauber bekommt, dann kann sie die wegschmeißen,
das war halt so
zwei Sichtweisen, die halt dann stark aufeinandergeprallt
sind. Kann man sich auch gut vorstellen,
man möchte irgendetwas planen, sitzt
abends gemütlich zusammen, der eine sagt, guck mal
hier auf dem Laptop, der hat da Urlaub,
sieht das da nicht wunderschön aus?
Und bei ihr gleichzeitig das Gefühl war,
das kriege ich deutlich günstiger,
das so ähnlich,
so und so, guck mal hier und er sagt,
nee, das ist was ganz anderes. Das hat gar nicht
den Standard, den ich jetzt rausgesucht habe und
schon ging der Konflikt wieder an.
Das Problem war also,
unterschiedliche Wertevorstellungen,
dadurch oft gegenseitige
Verletzungen, weil jeder so
nach seinen Werten handelt, wie er stimmig
ist und den anderen entweder
im Recht überzeugen will
oder ignoriert.
Okay, also ein
typisches Thema, worin sich
viele Paare wahrscheinlich wiederfinden
werden. Wie habt ihr das im
Coaching dann gelöst?
Da sind wir erstmal ganz klassisch natürlich
vorgegangen, wann war es mal gut?
Wir sind also zurück an den
Punkt gegangen, wann war es mal
gut in der Beziehung? Das war in der Kennenlernphase.
Da war das Thema Geld ausgeben,
für was man Geld ausgibt, noch kein Problem.
Haben da
angesetzt und sind dann chronologisch
nach vorne gegangen und haben
die Verletzungen in diesem
Bereich aufgelöst.
Dann haben wir viel an dem Punkt Anerkennung
der unterschiedlichen Wertevorstellungen des anderen
gearbeitet, also
eine neutrale Auseinandersetzung.
Das haben wir gemacht, indem
wir auch nochmal ein bisschen
eingegangen haben, wie jeder aufgewachsen ist.
Also so ein bisschen
in die Vergangenheit zurückgekehrt, wie ist
jeder aufgewachsen? Was wurde
einem mitgegeben? Also all das, worüber wir
vorhin schon gesprochen haben mit den Glaubenssätzen.
Warum ist ihm ein hoher Lebensstandard
wichtig? Was ist das tiefere Bedürfnis
dahinter? Was sind ihre
Gedanken zu ihrer Sichtweise?
Das Problem war, dass sie am Ende
jetzt in dieser Konfliktspirale, in diesem Punkt
nur noch so ganz kurz so Tür- und Angelgespräche
geführt haben.
Und
da es immer nur ums Recht ging
und gar nicht mehr die Bedürfnisse und
die tiefere Sichtweise hervorkamen
und die beiden sehr
überrascht waren, warum der andere
wirklich handelt, weil viel auch Interpretation
natürlich dabei war. Ich dachte,
sagte sie zum Beispiel, ich dachte
du suchst das nur aus, weil
du dann deinen Arbeitskollegen berichten kannst,
dass wir in dem und dem Familienclub
so toll Urlaub gemacht haben.
Das ist ein ganz wichtiger Punkt
und Tipp auch, ne? Auch für ihn,
jetzt zum Beispiel, dass man sich
selber sehr intensiv
reflektiert, woher
kommt denn mein Bedürfnis
nach Dingen, die ein bisschen
wertiger sind und
eher hochpreisiger sind? Woher
kommt das? Was bedeutet mir
das? Denn
dann kann ich das auch vielleicht meiner Partnerin
mehr in der Form vermitteln,
dass sie das nachvollziehen kann
und das anerkennen kann, wenn
natürlich so ein interpretierter Ansatz
da ist, zu sagen, das machst du dir
nur, um die Nachbarschaft oder Freunde
zu beeindrucken, dann ist das
natürlich ein Argument, was nicht
wirklich hilfreich ist. Ja, das hat ihn total verletzt.
Er hat gesagt, mir wird hier gerade was unterstellt.
Gefühlt, sagt er,
ist es irgendwie alles Unterstellung,
warum ich was haben möchte und ich werde da
nur gar nicht an meinem Bedürfnis gesehen.
Also wir sind weggegangen von den
richtig und falsch Denken.
Da wieder der Punkt,
es gibt kein richtig und kein falsch.
Es sind unterschiedliche Bedürfnisse.
Und dann haben
wir ganz praktisch einen Schritt gemacht,
der für Erleichterung,
Leichtigkeit auch gesorgt hat,
die Auflösung des gemeinsamen
Kontos für bestimmte Dinge.
Also jeder hat
wieder sein eigenes Taschengeldkonto,
über das
derjenige dann komplett
frei priorisiert verfügen kann.
Es gibt natürlich, also
in dem Fall gab es noch ein gemeinsames Konto,
wo dann halt die allgemeinen Kosten und Kosten
für die Kinder runtergingen, aber es wurde
dann prozentual halt nochmal aufgeteilt,
in zwei verschiedene einzelne Konten.
Und
Wir haben einmal so die wichtigsten fünf Punkte aufgeschrieben, wo es am meisten geknallt hat und die ins Neue geschrieben.
Also einen gemeinsamen Kompromiss gefunden bei gemeinsamen Verantwortlichkeiten.
Weil es ist natürlich noch so, auch wenn man getrennte Konten hat, gibt es ja gemeinsame Entscheidungen.
Wie zum Beispiel das Thema Kinderkleidung oder Urlaub. Das sind ja gemeinsame Entscheidungen.
Natürlich könnte man auch sagen, jeder kauft für die Kinder getrennt ein oder man fällt getrennt in Urlaub.
Das ist aber nichts, was auf Dauer irgendwie stimmig wäre.
Und so haben wir da auch nochmal geguckt, welche Strategien könnten wir zusammen aufbauen, damit die nicht jedes Mal Verletzungen auslösen.
So war es zum Beispiel ein Kompromiss zu sagen, bei der Kinderkleidung, was einfach ein sehr großes Thema zum Beispiel bei denen war,
dass er die Kleidung für besondere Anlässe, für ihn wichtige emotionale Ereignisse selber ausgesucht hat, die dann eher im hochpreisigen Bereich lagen.
Und für ihn ist es aber in Ordnung, wenn ich es gesagt habe, die Kleidung für den Freizeitbereich, für die Sandkiste, für den Wasserspielplatz, was auch immer,
ist eher im günstigeren Bereich, damit sie den Druck nicht hat, sich darüber zu ärgern, wenn die Kleidung dreckig wird.
Und ein T-Shirt für 30, 40 Euro, wo ein Fleck von Erdbeeren nicht rausgeht, bei ihr dann selber Stress macht.
Das ist spannend, aber ich finde, man muss ja trotzdem auch nochmal auf den Bereich gucken,
wo jeder in seinem Rahmen Geld ausgibt, die ja außerhalb der gemeinsamen Entscheidung fallen.
Denn auch da kann es ja trotzdem ein Gefühl machen, wenn der andere was kauft.
Also es muss ja trotzdem in einem Toleranzbereich liegen, wo man sagt, das kann ich tolerieren.
Also wenn jetzt jemand zum Beispiel auf Lieferketten achtet, auf Fairtrade, auf vernünftige Produktionsbedingungen und all die ganzen Dinge,
und der andere sagt, ich kaufe hier bei so einem der Billiganbieter T-Shirts für 2, 3, 4 Euro.
Du meinst jetzt den moralischen Aspekt vielleicht?
Ja, so moralische Werte, wo man einfach sagt, Mensch, ich komme irgendwann an einen Punkt, wo ich sage,
dieses Kaufverhalten, dass du jetzt was kaufst, wo ein T-Shirt 2, 3 Euro kostet, das geht nicht,
weil das kann einfach nicht irgendwie sinnvoll produziert sein.
Und der andere kann natürlich hingucken und sagen, naja, und ich möchte auch nicht, dass wir jetzt in einen Bereich kommen,
wo du am Ende nur noch für. Für irgendeinen Namen bezahlst.
Also so eine Handtasche für 3.000 Euro muss jetzt auch nicht sein oder ein Rucksack für 2.000 Euro,
weil das kann einfach das Material und die Herstellung nicht mehr wert sein.
Da ist irgendwo so eine Grenz, wo du sagst, bis dahin erreichst du einen gewissen Wert
und danach ist es nur noch irgendwie Marketing und Name.
Und das muss alles, das kann ja alles im grünen Bereich sein.
Das kann sein, dass das alles im Toleranzbereich liegt, aber auch eben nicht.
Und darüber muss man sich ja auch zusammen abstimmen.
Weil es ja eben trotzdem ein ungutes Gefühl machen kann.
Ich meine, wenn alles andere vollkommen möglich ist, dann vielleicht nicht.
Aber ansonsten, wenn gewisse Grenzen finanziell immer noch da sind,
kann es natürlich sein, dass die super teure Tasche vielleicht verhindert,
dass man einen cooleren Urlaub gemacht hätte oder so.
Genau, also wir hatten diesen moralischen Aspekt nicht, den hatte ich auch direkt abgefragt,
weil das ist natürlich nochmal eine ganz andere Ausweitung, sag ich mal.
Sondern es ging da viel um. Praktisch braucht man das.
Ja.
Das war so die Frage, braucht man das?
Also und hinter braucht man das steckt ja mein Bedürfnis.
Also wir waren viel innerhalb von Bedürfnissen unterwegs.
Wenn es natürlich ins Moralische geht, ist das moralisch gut oder so,
dann wäre es natürlich was anderes.
Das war in dem Fall, sag ich mal, jetzt nicht so.
Und man muss auch ganz klar sagen, das ist eine sehr privilegierte Lage,
in dem die beiden sind, das alles so zu ermöglichen, mit den Taschengeldkonten,
dass jeder da auch seine Bedürfnisse. Also Geld hat in dem Fall jetzt keine limitierte Rolle gespielt.
Genau, ich wollte nur noch was aus dem Fall hinaus,
weil das immer so ein typisches Ding ist, was manchmal kommt,
zu sagen, wenn das mein Konto ist, dann kann ich damit machen, was ich will.
Das geht dich nichts mehr an.
Und das ist im Regelfall in der Partnerschaft nicht der Fall,
weil das emotional im Basisgefühl trotzdem immer so ist,
dass man denkt, das geht mich schon.
Und dieses, das geht dich nichts an, ich entscheide völlig ohne dich,
ist ein Gefühl von Ausschluss.
Das heißt, man sollte schon abgesteckt haben,
wie eben diese moralischen Werte aufgebaut sind,
dass man damit den anderen nicht verletzt.
Man sollte einen gewissen Rahmen besprechen,
weil es kann ja auch mal sein, dass das Einkommen völlig unterschiedlich ist.
Na klar.
Und der eine hat dann monatlich eine extrem hohe Summe zur Verfügung,
der andere eben nicht.
Auch das ist natürlich irgendwas, wo man sagt, ist das fair?
Ja.
Baut man das auf?
Also sind ja schon viele, viele kleine Punkte noch mal drin,
die man dann bespricht.
Genau.
Deswegen haben wir auch ganz bewusst diese Schritte in dieser Reihenfolge gemacht.
Also gestartet mit Auflösen der Verletzung.
Das ist so die Grundlage.
Und sind dann erst in die nächsten Schritte gekommen.
Gut.
Und das Paar hat das umgesetzt und es hat funktioniert.
Genau.
Es war natürlich erst mal eine gewisse Übergangszeit,
wo das sich so eingelufen musste.
Gerade mit diesen neuen gemeinsamen Verantwortlichkeiten,
die neu aufgeteilt worden sind.
Aber es hat bei denen einfach schon eine große Erleichterung reingesetzt,
überhaupt die Möglichkeit zu haben,
frei über einen Anteil des Geldes zu verfügen.
Das war so, ja.
Und natürlich der allergrößte Schritt war,
hinter die Fassade zu gucken, hinter das Bedürfnis des anderen.
Also zu erkennen, dass das eben nicht ist, um zu protzen.
Genau, weil so konnte sie in die Urlaubsplanung ganz anders einsteigen.
Wenn sie sozusagen die Brille absetzen konnte auf ihn,
dass er das aus den und den Gründen, wie sie vorher dachte, tut alles.
Ja.
Also auch das Thema Brille eine ganz wichtige Rolle.
Brille und Filter, genau.
Wie denke ich über den anderen?
Was interpretiere ich dort hinein, wenn der andere sagt,
ich möchte gerne einen hochwertigen, hochpreisigen Urlaub machen,
mir hochwertige Kleidung kaufen und so weiter.
Okay, zweites Beispiel.
Nummer zwei.
Da war das so, dass sie sich von ihm verletzt gefühlt hat,
weil er dauernd sagt, dass sie zu viel Geld ausgibt.
Beim Thema Lebensmittel, Sachen für die Kinder,
grundsätzlich rund um das Thema Lebensgestaltung.
Das Problem da war, sie übernimmt die Aufgabe,
was die Beschaffung der Ressourcen angeht.
Er wiederum sieht nur den sinkenden Kontostand,
ohne eine realistische Ahnung zu haben, was Dinge kosten.
Also sie hatten eine ganz klare Aufgabenteilung.
Sie kümmert sich um Haushalt, Kinder, Beschaffung von Lebensmitteln,
alles rund um den Alltag und er geht arbeiten.
Und so haben sie das schon jahrelang gemacht.
Und irgendwann hatte er das Gefühl, hier wird so viel Geld ausgegeben,
so sinnlos, wie er sagt, für so viele Sachen.
In seinem Gefühl war das auch so,
dass sie überhaupt total den Realitätsverlust hatte.
Also vor einmal gibt sie so viel Geld für Schuhe aus,
für die Kinder, vor einmal gibt sie so viel Geld für Lebensmittel aus.
Das war doch früher nicht.
Und da sind sie ordentlich aneinandergeraten,
weil sie sofort das als Angriff verstanden hat
und in die Verteidigung gegangen ist natürlich.
Man muss dazu sagen, das hat er auch selber eingeräumt,
er war noch nie Kinderkleidung einkaufen.
Er geht sehr, sehr selten einkaufen, also auch am Wochenende nicht.
Und dadurch kommt ihm alles teuer vor.
Im Vergleich zu der Zeit, wo er noch einkaufen war.
Das war ungefähr acht Jahre her.
Und wenn dann zwischendurch eine Inflation einsetzt,
wie wir sie jetzt gerade hatten oder noch haben.
Er sagt natürlich schon, er weiß, es ist nicht günstiger geworden.
Also er kauft sich auch mal beim Bäcker einen Kaffee oder so, das ist klar.
Aber er hat das Gefühl, so sagte er es,
vom Lebensstandard sind sie von normal zu hochpreisig geraten.
Und dass sie viele Sachen auch online bestellen,
es kommt Pakete an, es kommt Pakete an.
Er hat das Gefühl, sie sind die Paketannahmestation für alle Nachbarn
und sind aber am meisten die Dinge, die konsumieren.
Und ja, so war erst mal der Stand, der sehr verhärtet war,
weil sie es schon als sehr unangenehm empfand,
wie er sie im Coaching beschrieben hat.
Und sie eigentlich dauernd das Gefühl hatte,
sie müsste ihn unterbrechen und zu sagen,
ja, aber das stimmt doch gar nicht.
Das sind auch Pakete für Nachbarn.
Oder das stimmt doch gar nicht,
das habe ich doch gar nicht für mich,
das habe ich für die Kinder gekauft,
das wurde für den Kindergarten gebraucht.
Aber das stimmt doch gar nicht,
weil so ging es am Anfang sehr viel,
als sie die Problematik beschrieben haben.
Also auch wieder ein sehr typischer Fall,
eine klare Aufgabentrennung.
Genau, an der Aufgabentrennung an sich,
da haben sie gesagt, das fühlt sich soweit stimmig an.
Ja.
Weil es aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit
auch momentan für ihn nicht anders möglich wäre,
etwas daran zu drehen.
Genau.
Aber trotzdem passiert dadurch,
dass er sich so von den Preisen und den ganzen Themen
so ein Stück weit entfernt
und eben da nicht mehr so die Einblicke hat
und die Entwicklung nicht so verfolgen kann.
Er hat die Brille entwickelt,
dass seine Frau den Lebensstandard hochentwickelt hat
und wahrscheinlich auch sich selber zu viel gönnt.
Kann nicht so sehen, welche Anteile gehen in den Haushalt,
Kinder, welche Anteile landen bei der Frau.
Genau.
Und sieht eben nur das Konto sinken
und dadurch entstehen dann die Konflikte.
Okay.
Wie habt ihr das Ganze gelöst?
Auch da sind wir im ersten
Schritt wieder zurückgekehrt zum Verletzungen
lösen. Also wann fing
es an, dass er das Gefühl hatte, dass
der Lebensstandard explodierte,
wie er sagte?
Wann hatte er das erste Mal ein ungutes Gefühl?
Wann war es noch in Ordnung? Da haben wir uns so
eingegroovt zu einem Zeitraum, wo
das erste Kind geboren worden ist, wo man sagt,
okay, dann fing es so ein bisschen an,
dass er seine Arbeitszeit auch hochgeschraubt
hat, weil er einen Jobwechsel hatte.
Und vorher waren sie
noch mal als Paar gemeinsam einkaufen.
Dann ist er ausgestiegen sozusagen aus dem Einkaufen.
Von da an sind wir dann
nach vorne gegangen, haben alle
Verletzungen aufgelöst in diesem Bereich.
Gleichzeitig haben wir noch
eine Kommunikation über Prioritäten im
Leben geführt. Das war ganz
spannend, weil
zwischendurch natürlich dann die
Frage aufkam, wie wollen wir
überhaupt leben? Also
ist das schlimm,
mehr Geld für bestimmte
Sachen auszugeben?
Weil da auch oftmals so von ihm kam,
was sollen denn die Nachbarn denken,
wenn hier die Pakete,
wenn der Paketbote gefühlt nur noch
für uns kommt?
Also dieses, wer hat welche Prioritäten
im Leben? Was ist einem wichtig?
Sie eben mehrfach eingeladen hat, ja auch mal
mit einkaufen zu kommen.
Was er sagt, das schafft er zeitlich nicht.
Da ging es dann auch wieder um die Prioritäten
im Leben.
Und sie hat ihm noch mal
ganz klar das Wissen über die aktuelle
Preisentwicklung mitgegeben
und ihre Einkaufsstrategien erklärt.
Warum sie wie einkauft?
Was sie sich dabei denkt.
Und da kann man natürlich
sagen, so braucht man dafür ein Coaching.
Ja, wir hatten nur dann einen Rahmen.
Also das war das erste
Mal, sagt sie, dass er ihr wirklich
ernsthaft zugehört hat, wo sie ihm mal
erklären konnte, warum sie wie einkauft
und was sie sich dabei denkt
und auch einfach mal,
das war eine Aufgabe im Coaching, die ich ihr noch mitgegeben
habe, mal aufzuschreiben,
für was sie welchen Beträge ausgegeben
hat. Also,
wie teuer sind Kinderschuhe heutzutage?
Was gibt sie pro Monat
für die Verpflegung
in der Kita, für die Brotdosen, die sie morgens
macht, aus? Also einfach mal konkreter
zu werden, für was sie wie ausgibt
und wie sich das zusammensetzt.
Und man muss ja sagen,
das ist ja, vielleicht würde man
jetzt sagen, dafür braucht man kein Coaching,
das alles so in der Tiefe zu
besprechen. Der eigentliche
Hebel, um da hinzukommen, dass das
möglich wurde, ist ja
Schritt 1 gewesen, Verletzungen auflösen.
Genau.
Denn das ist ja häufig der Punkt,
der das in der Partnerschaft dann verhindert
und man eigentlich ganz gerne das
vielleicht sogar möchte und weiß, dass
das helfen würde, aber man
durch die ganzen Risse im Fundament da nicht mehr
hinkommt. Und das ist ja unsere
eigentliche Arbeit im Coaching,
dass wir die zugrunde liegenden Verletzungen
lösen, damit wir dann in der
Tiefe das begleiten können.
Und das machen wir dann einmal,
aber dann nachher ist es natürlich auch was
fortwährendes, dass die Paare
eben selber
nachgehen.
Nach den Coachings über
Themen tiefliegend sprechen, weil das Thema
Finanzen, wie alle anderen Themen, ist ja
dann nicht durch das Coaching in Stein gemeißelt,
sondern vielleicht ändert sich
im nächsten Jahr was. Es gibt einen anderen Job,
sie verdienen weniger, sie verdienen mehr,
es gibt neue Werte,
was auch immer so passiert.
Das heißt, darüber müssen die Paare
dann ja fortwährend sprechen, sobald
es wieder eine Veränderung gibt.
Dann haben sie nochmal die Aufgabe bekommen, weil
das alles ja sehr theoretisch ist,
einmal gemeinsam ohne Kinder
einkaufen zu gehen, ganz bewusst ohne Kinder,
um mal die Ruhe zu haben.
Und das hat
bei ihm viel ausgelöst,
weil er bewusst das erste Mal
die Preise gesehen hat.
Jetzt wird man denken, so, da lebt
auf einem anderen Planeten der Mann, aber
es ist was anderes, wenn man natürlich mal sieht,
was verbraucht wirklich die Familie,
was kauft sie pro Woche ein und
er sagt, das tat
ihn sehr gut.
Und er konnte auch
verstehen, warum das bei ihr Wut gemacht hat,
wenn er das abgelehnt hat, einkaufen zu gehen
mit ihr zusammen,
weil sie schon sich das vorgedacht
hat, wenn er das mal sehen würde,
würde sich sein Verhältnis auch dazu
ändern. Aber er konnte
diesen Schritt erst gehen, wie du sagst, nachdem
wir die Verletzung aufgelöst haben, nachdem sie
bei ihm das Leid sehen konnte, aber er auch bei ihr
das Leid sehen konnte.
Und in dem Neuen,
darum geht es ja bei uns auch immer, es soll ja
auch für die
Zukunft sozusagen so sein, dass es
nicht nochmal passiert, haben sie besprochen,
dass er auf jeden Fall sich
regelmäßig an
Einkäufen
beteiligt, das muss jetzt nicht jede Woche
sein, aber dass er regelmäßig mal mitkommt,
damit er auch sieht, wenn da
Veränderungen sind, beziehungsweise einfach auch
seine Prioritäten
kommunizieren kann. Weil das kann ja wirklich sein,
dass er sagt, oh hier, aber das an dem Punkt
finde ich aber ein bisschen übertrieben, dass du jetzt das
dafür ausgibst, das macht bei mir ein unstimmiges
Gefühl, können wir uns da auf was anderes einigen.
Das kann aber ja nur sein, wenn deine
Aktiv wirklich dabei ist und als Partner
auf Augenhöhe agiert, dass man
das Gefühl hat, wir reden über das Gleiche.
Nun würde mich
nochmal interessieren, wie es
denn nun objektiv war, konntet ihr das
noch besprechen, das ist jetzt nur
Interesse halber. Er spricht von einer
Explosion des Lebensstandards.
War es jetzt wirklich so, dass
sie auch den Lebensstandard ordentlich
hochgezogen hat, oder
sind tatsächlich nur die Preise
ordentlich nach oben gegangen
und sie hat relativ gleich wie in
den Jahren zuvor eingekauft,
vom Standard her. Was zahlst du dafür,
damit ich dir dieses Geheimnis jetzt verrate?
Weiß ich nicht genau, aber
ja, ich kann es ja trotzdem erzählen.
Ja, also
ich würde sagen, rückblickend
war es
keine Explosion des Lebensstandards,
es ist zum größten Teil wirklich
auch die Inflation gewesen, das hört
sich jetzt so ein bisschen platt an, aber
es sind so ein bisschen Sachen
zusammengekommen, die
er nicht bedacht hatte an Kosten.
Einmal sind natürlich die Lebensmittel
teurer geworden, einmal ist das so, dass
er einfach eingeschätzt hat, dass die
Kinder nicht so schnell wachsen,
muss man auch sagen, also er war überrascht,
dass Dinge nicht so lange
halten und passen. Wie schnell neue Kleidung und alles
gebraucht wird. Genau, also in dem Sinne
nicht die Kinder mehr Schuhe hatten,
sondern einfach öfter Schuhe
nur brauchen, weil sie wachsen.
Das war so, weil
wie ich schon am Anfang sagte, das hat sich so ein bisschen verändert,
als das erste Kind auf die Welt kam.
Davor war es gut, da hatten sie
aber diese Themen ja auch noch nicht.
Das heißt, er war natürlich verwundert, dass sie sagt,
okay, aber siehst du, guck mal,
dieser Schuh hier, dieser Winterschuh nächstes Jahr,
das war's.
Da sagte er, ach so, ja,
das hatte er nicht bedacht.
Und hat er gedacht, das wird
dadurch mehr. Dann hat sie ihm die
Strategie natürlich erzählt, dass es immer schwieriger ist,
die wohnen jetzt nicht in einer Großstadt, dass sie deshalb
für online bestellt hat, weil sie da die Preise vergleichen
kann, was wiederum diese
Sache mit Paketen für zwei Kinder
und sie hat
dann mehrere Größen bestellt, um
zu probieren, hat dann was zurückgeschickt.
Also es gab auch viel Missverständnisse,
muss man sagen. Aber
natürlich gibt es auch, und das ist ja völlig
normal so, dass man mit den Jahren vielleicht Prioritäten
eingeführt hat,
wo man sich nicht abgestimmt hat.
Wo man sagt so, oh, das habe ich mir jetzt
und uns gegönnt, weil ich finde das schön,
habe ich mit denen nicht drüber gesprochen.
Ich finde,
es zeigt auch nochmal, dass
man aufpassen muss auf so sein eigenes
Hamsterrad und sich ausreißen,
Zeit nimmt, sich
selbst zu reflektieren, sich Gedanken über
gewisse Dinge zu machen und das, was
so im Leben passiert,
bewusster wahrzunehmen.
Denn es ist ja sehr
spannend, jetzt gerade auch
beim Thema Lebensmittel, wenn
er von einer Explosion des
Lebensstandards spricht
und eigentlich nur die Kosten meint, weil
wenn ich jetzt bewusst durchs Leben gehe,
dann sehe ich doch, dass
immer noch die gleichen Lebensmittel gekauft werden
wie früher, weil ich sage mal,
eine Explosion des Lebensstandards würde bei mir
bedeuten, dass ich auch einmal auch ganz
andere Dinge habe. Also während
ich vorher
eine einfache, verpackte
Wurst als Aufschnitt
gegessen habe, habe ich jetzt auf einmal nur noch
Waren vom Schlachter dort,
nur noch Lachs und so weiter. Also das
wäre für mich eine Explosion des Lebensstandards.
Also das heißt, eine Explosion
des Lebensstandards müsste ich
auch ganz bewusst wahrnehmen.
Das dachte er bei den Marken für die Kinder.
Ah, okay. Also er hat zum
Beispiel gedacht, wenn dann die Schuhe
ein gewisses Preisniveau haben, dann müssen
das ja die und die Marken schon. Dann müssen wir uns
an dem und dem Markenumfeld schon aufhalten.
Ah, okay. Und da musste ich auch
innerlich so ein bisschen für mich
so nachdenken. Vielleicht erinnerst
du dich jetzt wahrscheinlich auch noch dran. Du warst ja mit dabei,
als wir letztes Jahr im Winter
Winterschuhe für unseren Sohn eingekauft haben, wie wir beide da
standen und gedacht haben so, okay,
das ist hier der neue
Standard jetzt. Und wenn man
natürlich diese Schritte alleine geht und
ich hatte jetzt die Schuhe alleine gekauft,
und nach Hause gebracht
und du hättest dich jetzt nicht weiter ein bisschen
auseinandergesetzt, könnte ja der Verdacht
bestehen wirklich, dass ich einfach gesagt habe,
so, eine teurere
Marke, ne?
Aber auch da, ne, finde ich,
zeigt es, dass auch wenn man
die Aufgaben aufteilt,
man trotzdem den anderen immer abholt
und am Leben beteiligt bleibt.
Weil ich sag mal, wenn du
neue Schuhe für unseren Sohn alleine
kaufen gehen würdest mit ihm,
dann würdet ihr mit dir am Abend
zeigen. Dann würde er
vielleicht stolz kommen und sagen, guck mal, meine neuen Schuhe
und so weiter. Und dann spricht man kurz
darüber ja auch, Mensch, was haben die denn gekostet
und so weiter. Ja, das Problem ist, davor ist die Verletzung
schon aufgetreten. Also das konnten die schon gar nicht mehr.
Ne, also er hat dann die Abbuchung
auf dem Konto gesehen, hat dann die Wut bekommen
und hat gesagt so, das und das für
ein paar Kinderschuhe, ist die wahnsinnig geworden?
Und dann ist das schon dem
Moment, bevor dieser Moment schon
kam, ja, explodiert leider.
Ja, okay, also es zeigt,
dass Schritt 1, emotionale
Verletzungen lösen, einfach so wahnsinnig
wertvoll wieder ist. Denn erst dann
werden ganz,
ganz viele natürliche Dinge wieder möglich,
wo man sich sonst ohne die Verletzung
fragt, wie kann denn das passieren?
Und mit Verletzung passiert das eben
leider genauso. Und man kommt
eben auf diesen ganzen sachlichen Themen
nicht mehr zueinander.
Wolltest du jetzt noch
von deinem Coaching-Beispiel berichten?
Nee, das geht tatsächlich
genau in dein Part 2
Beispiel hinein.
Und du hast das vorher nicht gelesen.
Die haben nämlich irgendwann
auch angefangen,
ein Haushaltsbuch zu führen, weil sie
ihre Finanzen noch mal
genauer managen
wollten. Und da
hat er eben gesehen, für welche Summen
eigentlich sie einkauft und
Kleidung kauft und wo welche Summen
hingeht und war halt entsetzt
darüber, wie viel Geld
dann doch das Einkaufen kostet.
Und man muss auch sagen, uns beiden ging es ja
letztendlich auch so. Wir haben mal
reflektiert irgendwann, was wir
mal, als wir zusammengekommen sind,
ausgegeben haben im Monat.
Und haben dann auch mal
eine Zeit lang jetzt so ein Haushaltsbuch geführt,
um mal zu gucken, wo geht eigentlich welches Geld hin.
Und waren letztendlich gemeinsam entsetzt
darüber zu sagen, krass, was
das für eine Steigerung war
im Verhältnis zu vor
14 Jahren haben wir uns ungefähr
kennengelernt. Vor 12 Jahren haben wir angefangen
so dieses gemeinsame,
da haben wir ja noch immer Bargeld
in Umschläge gesteckt und zugeteilt
für Essen,
für Drogerie und so weiter,
für Freizeit.
Genau.
Um uns da einzuteilen.
Und daher weiß man das auch so genau, welches Budget
man sich damals für welchen Bereich
gegeben hat. Und wenn man dann heute guckt,
dann ist das
schon eine krasse Erkenntnis
gewesen. Und wenn ich mir jetzt
vorstelle, du hättest das die letzten 12
Jahre alleine gemacht und ich hätte
mich dort beruflich quasi rausgezogen
und würde dann so eine Erkenntnis alleine
kriegen, dann ist
das glaube ich schon was, was Konflikte
produzieren kann. Absolut.
Gut, wir hoffen, dass diese zwei
Beispiele euch weitergeholfen haben
und ihr euch dort vielleicht anteilig drin
wiederfindet, sodass, wenn das Thema
Finanzen bei euch zu Konflikten
führt, ihr Lösungsstrategien
bekommen habt und letztendlich, wenn ihr
die beiden Beispiele
so reflektiert und das Hauptfazit
daraus zieht, ist es
schaut, wann war es
mal gut, löst die emotionalen
entstandenen Verletzungen auf,
denn dann wird es euch auf einmal
möglich sein, sachlich und
neutral und vernünftig
über das Thema zu sprechen, in der
Tiefe darüber zu sprechen,
euch gemeinsam auf einen Stand zu holen,
euch über Werte zu
unterhalten, die Gründe, warum
ihr so und so Dinge kauft oder
macht oder Finanzen so und so einteilt,
könnt Einkaufsstrategien
besprechen, warum
auf einmal mehr Online-Shopping oder
was auch immer so die Themen sind, das
wird dann möglich, wenn die emotionalen
Verletzungen gelöst sind, dann habt ihr
auf einmal eine ganz neue Gesprächskunde,
die Lage. Wenn ihr merkt, dass
euch das schwerfällt, könnt ihr natürlich
wie immer euch bei uns
fürs telefonische Erstgespräch eintragen
und wir schauen gemeinsam, ob wir euch im
Coaching bei uns helfen können.
Vielen Dank fürs Zuhören,
bis zum nächsten Mal. Bis bald.
Podcast Summary
Key Points:
Unterschiedliche Wertevorstellungen zum Thema Geld, wie zum Beispiel der Wunsch nach hochpreisigen Lebensmitteln oder Kleidung, führen oft zu Konflikten in der Beziehung.
Die Prägung durch die Kindheit – etwa durch finanzielle Unsicherheit oder Reichtum – prägt das individuelle Verhalten und die Glaubenssätze zum Geld, was zu Konflikten bei der Ehe führen kann.
Häufig entstehen Verletzungen, wenn Partner sich gegenseitig auf ihre finanziellen Entscheidungen und Werte projizieren, ohne die tiefere Motivation dahinter zu verstehen.
Eine wirksame Lösung beginnt mit der Auflösung emotionaler Verletzungen, um dann sachlich und neutral über Finanzen zu sprechen und gemeinsam Werte und Prioritäten zu definieren.
Die Einführung getrennter Taschengeldkonten ermöglicht mehr Autonomie und vermeidet das Gefühl der Kontrolle oder der Ausgrenzung.
Aufgaben wie Einkaufen oder Haushaltsführung können klar geteilt werden, aber es ist wichtig, dass beide Partner auf Augenhöhe miteinander kommunizieren und die eigenen Entscheidungen verstehen.
Inflation und Preisentwicklung können dazu führen, dass ein Partner das Gefühl hat, dass der Lebensstandard explodiert, obwohl der tatsächliche Konsum stabil bleibt.
Dauerhafte Lösungen erfordern fortwährendes Gespräch, da sich Einkommen, Werte und Lebensumstände im Laufe der Zeit ändern können.
Summary:
Der Umgang mit Geld in einer Beziehung ist häufig eine Quelle für Konflikte, insbesondere wenn unterschiedliche Wertevorstellungen, finanzielle Prägung oder ungenaue Wahrnehmung von Ausgaben vorliegen. In der Folge werden zwei konkrete Beispiele vorgestellt, bei denen Paare durch emotionale Verletzungen in finanziellen Streitigkeiten gefangen waren. Im ersten Fall geht es um einen Unterschied in der Wertschätzung von Dingen wie Kleidung oder Urlaub, im zweiten um den Eindruck, dass die Lebenskosten explodiert seien, obwohl der tatsächliche Konsum stabil bleibt.
Beide Paare haben in der Therapie zunächst die emotionalen Verletzungen aufgelöst, um dann sachlich und neutral über Werte, Prioritäten und Einkaufsstrategien zu sprechen. Ein entscheidender Schritt war die Einführung getrennter Konten, die individuelle Autonomie schaffen und das Gefühl der Ausgrenzung vermeiden. Zudem wurde eine klare Kommunikation über Aufgaben und Kosten aufgebaut, wobei beide Partner auf Augenhöhe miteinander sprechen.
Die Lösung basiert nicht nur auf finanziellen Abgleich, sondern auf tiefem Verständnis der persönlichen Hintergründe und Bedürfnisse. Wichtig ist, dass solche Veränderungen dauerhaft sind und regelmäßig überprüft werden, da sich Einkommen, Lebensumstände und Werte im Laufe der Zeit ändern. Die Grundlage für ein harmonisches finanzielles Miteinander ist daher die emotionale Sicherheit und das Verständnis für den anderen.
FAQs
Konflikte entstehen oft aus unterschiedlichen Wertevorstellungen und Glaubenssätzen, die in der Kindheit gebildet wurden. Beispielsweise hat jemand mit Geldsorgen aufgewachsen, der stark auf Sicherheit und Sparen bedacht ist, während der andere eine entspanntere Haltung entwickelt.
Die frühe Erfahrung mit Geld, wie z. B. durch äußere Bedürfnisse oder sparsamem Umgang, prägt die persönlichen Glaubenssätze. Dies führt dazu, dass Partner mit unterschiedlichen Hintergründen im Umgang mit Finanzen konfrontiert sind.
Weil die Aufgaben im Haushalt oft nicht klar aufgeteilt sind – zum Beispiel, wer Lebensmittel kauft oder für Kinder Kleidung auswählt – und dadurch entsteht ein Gefühl von Unfairness oder Verletzung.
Durch Rückblick auf frühere positive Erlebnisse und durch das Nachdenken über eigene Werte, Bedürfnisse und kindliche Prägungen, um die gegenseitige Verletzung zu verstehen und zu akzeptieren.
Ein gemeinsames Konto führt oft zu Verwirrung, da jeder sein eigenes Bedürfnis hat. Ohne klare Verantwortlichkeiten und Kommunikation entstehen Streitigkeiten über Ausgaben, die nicht transparent sind.
Durch klare, gegenseitig akzeptierte Regeln für bestimmte Bereiche wie Kinderkleidung oder Urlaub, sowie durch die Aufteilung von Aufgaben und die Einbindung der Partner in Entscheidungsprozesse.
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