Über Gefühle reden lernen: So öffnet ihr euch emotional füreinander! #302
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Um in der Beziehung tiefgehende, offene Gespräche zu führen, ist es entscheidend, den richtigen Rahmen und die richtige Zeit zu wählen. Regelmäßige Rituale wie morgendliche Telefonate oder gemeinsame Abende schaffen Raum für Reflexion und Verbindung. Der Erfolg hängt stark von der persönlichen Bereitschaft ab – wenn man Energie, Ruhe und emotionale Fähigkeiten hat, sind tiefere Themen leichter zu behandeln. Menschen verändern sich im Laufe der Zeit, und es ist normal, dass sich Gefühle wie Wut erst später entfalten. Diese Entwicklung kann durch frühe Erlebnisse beeinflusst sein, etwa durch eine familiäre Vermeidung von Wut. Die sieben Ebenen der Veränderung – von Umgebung bis zu emotionalen Prägungen – bieten eine strukturierte Methode, um die Wurzeln von Kommunikationsproblemen zu erkunden. Besonders tiefgreifende Verletzungen aus der Kindheit können Angst und Abwehr auslösen, die das Vertrauen in emotionale Nähe hemmen. Dazu werden Notizbücher, körperliche Ausdrucksformen wie „Wettkampf“ und die Anerkennung unterschiedlicher Bedürfnisse genutzt. Wichtig ist, dass man nicht versucht, Probleme sofort zu lösen, sondern sich zunächst in Ruhe mit den eigenen Gefühlen auseinandersetzt. Nur so kann eine dauerhafte Verbundenheit entstehen, die auf gegenseitigem Verständnis und gegenseitigem Wachstum beruht.
Wie machen wir selbst das, dass wir in einem offenen Rahmen für tiefgehende Gespräche in unserer Beziehung befinden?
Wir sind ja schon jetzt 17 Jahre zusammen, da ist die Gefahr auch groß zu denken, ich weiß ja, was du denkst und fühlst.
Ich habe ja die Entdeckung darüber, wer ich bin, wie ich fühle, wie ich handle, habe ich ja auch nicht irgendwie mit 20 abgeschlossen,
sondern ich entdecke ja auch an mir selber auch immer wieder neue Seiten, neue Bedürfnisse, Erkenntnisse.
Ich lese Bücher und merke, krass, das spiegelt was in mir wieder, das löst was aus.
Also das heißt, man ist ja auch als Person immer in Nuancen im Wandel und entdeckt ja auch neue Facetten an sich
oder kann andere Dinge besser benennen, die einem vorher nicht so bewusst waren.
Und das ist ja so ein bisschen auch der Grund für viele Trennungen, so dieses, wir haben uns distanziert,
jeder geht einen unterschiedlichen Lebensweg und so weiter, was ja erstmal so oberflächlich politisch korrekt sich anhört.
Aber was halt genau das auch ist.
Es zeigt, dass Menschen sich im Gefühl verloren haben auf ihrem Lebensweg.
In der letzten Folge haben wir darüber gesprochen, warum viele Menschen Schwierigkeiten haben, ihre Gefühle auszudrücken und welche Ursachen dahinter stecken können.
Wir haben über kurzzeitige Lösungen gesprochen, die temporär helfen können und heute wollen wir noch mehr in die Tiefe gehen.
In dieser Folge.
Lernt ihr, wie ihr den Zugang zu euren Gefühlen herstellen könnt, um offene und ehrliche Gespräche in der Beziehung zu fördern.
Du bist im Podcast der Lebensidealisten gelandet. Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Ja, wir können gleich direkt da einsteigen. War auch eine Frage letztens in dem Erstgespräch, bezogen auf eine alte Podcast-Folge von uns.
Wie machen wir selbst das, dass wir in einen offenen Rahmen für tiefgehende Gespräche in unserer Beziehung befinden?
Also Hintergrund ist, dass wir sagen ja, dass wir die Reflexionsgespräche wöchentlich einführen und in der Podcast-Folge haben wir gesagt, das machen wir auch.
Und da war die Frage, ob das so ist, ob wir das genau so selber durchführen, wie wir quasi das auch bei den Paaren einführen.
Ja, ich glaube, das ist natürlich so ein bisschen die Unterscheidung auch, ob man jetzt akut in der Krise ist oder nicht in der Krise ist.
Also.
Und bei Paaren, die akut in der Krise sind, ist es natürlich essentiell wichtig, das wirklich auch immer zu machen.
Wir, würde ich sagen, machen es auch. Also das Organisationsgespräch führen wir eigentlich jede Woche.
Manchmal ein bisschen gestückelt, also Teil 1, Teil 2, dass wir immer sonntags eine Runde machen und mittwochs abends.
Ja.
Weil das ist immer so auch unser Plan vom Einkaufen und unsere Woche teilt sich dann nochmal so ein bisschen in einen anderen Rhythmus von Montag bis Mittwoch und von Donnerstag bis Sonntag.
Und ich würde sagen, wir haben die Reflexionsgespräche ein bisschen anders, also dass wir schon unseren Abende so haben, wo wir sprechen, aber eher nochmal so ein Reflexionsgespräch intensiv haben.
Also wirklich deutlich, deutlich länger so in einem Rhythmus.
Jetzt muss ich mal überlegen, was schätzt du so alle drei bis sechs Wochen, wenn wir so ein Abend mal momentan, also das ist jetzt unser momentaner Rhythmus, ein Abend oder einen Tag zusammen haben, wo wir ein Baby starten.
Ich wollte gerade sagen, ich hatte jetzt an alle drei, vier Monate gedacht, wo wir dann tatsächlich auch nochmal richtig tief reingehen, wenn unser Sohn mal einen Tag unterwegs ist.
Ja, das ist momentan, aber würde ich sagen, schon alle eher drei bis sechs Wochen, nicht alle drei bis vier Monate.
Aber nicht, dass wir da so richtig tief ins Gespräch gehen, würde ich sagen.
Das hängt halt immer so ein bisschen darauf an, was man hat.
Wenn wir jetzt natürlich ein Babysitter haben, wir gehen abends auf ein Konzert, dann ist es was anderes.
Deswegen.
Ja, genau, so meinst du das, ja.
Aber wenn wir jetzt mal so einen Tag haben, wie jetzt zum Beispiel nächste Woche.
Ja, Samstag.
Wo wir so einen ganzen Tag zusammen haben und wo wir auf jeden Fall an diesem Tag auch Phasen haben, wo wir nichts vorhaben, klingt so doof,
aber wo wir irgendwie spazieren gehen oder irgendwo sitzen und etwas trinken, dann sind das unsere Phasen, wo wir auf jeden Fall in der Tiefe eigentlich immer einsteigen und uns halten.
Und die Gespräche innerhalb der Woche abends sind natürlich komprimierter.
Und der Vorteil ist natürlich, wenn man ein recht stabiles Fundament miteinander hat, dass man diese Gespräche eben auch überall sozusagen führen kann.
Wir können auch irgendwo in einem Café sitzen, gucken aufs Wasser und können dann über einige Themen direkt sprechen, weil kaum Gefahr da ist, dass irgendein Thema hochkommt, was besonders negativ emotional ist.
Und wo man sagt, oh, da haben wir jetzt gerade Menschen um uns herum, das würde nicht gehen.
Das ist natürlich wie mit allen Dingen, sobald man merken würde, dass das so nicht funktioniert und man nicht zwischendurch die Themen gut geklärt bekommt, dann würde man das natürlich auch einführen.
Ja, genauso wie so ein Tipp ja auch immer ist, Dinge aufzuschreiben.
In seinem Journal-Signaltagebuch mache ich auch alles und du auch, aber eher phasenweise.
Also immer dann, wenn man so merkt, da läuft wieder was, was nicht so stimmig ist.
Okay, dann jetzt ein bisschen mehr aufschreiben, sich sortieren, reflektieren, gucken, wie man es wieder verändern kann, dass wieder Stimmigkeit kommt.
Und wenn man so merkt, oh, ist wieder alles so im Flow, im Fluss passt alles, dann kann man das auch wieder ein bisschen verlassen.
Aber das hängt immer davon ab, eben wie stabil ist das Fundament miteinander.
Vielleicht nochmal bei uns unser Aspekt ist, wir haben so kleine Rituale innerhalb der Woche.
Wie zum Beispiel, dass wir immer morgens, außer einer von uns hat jetzt um 8 Uhr schon ein Coaching, was ja nicht immer so ist, aber sonst machen wir es immer so, dass wir morgens meistens um 20 nach 8 rum nochmal eine Viertelstunde telefonieren.
Also ungestört telefonieren wir beide wirklich nur und da auch viele Sachen schon mal so klären, die jetzt irgendwie ganz kurzzeitig passiert sind, am Abend vorher, am Morgen und so weiter.
Also nochmal so ein paar Sicherheitsmöglichkeiten.
Sicherheitsböden einbauen, die das einfach auch nochmal ermöglichen auszusprechen, was man gerade fühlt und was so die Gedanken sind.
Ja, was sehr gut auch funktioniert, es ist ein total gegenteiliges Thema, nämlich sich auch Rituale, Zeiten, Phasen rauszunehmen, wo man sich quasi wie verbietet miteinander zu sprechen.
Also zum Beispiel, das nenne ich immer wieder gerade auch in Sprechstunden und Coachings und so weiter, unsere Morgenroutine vom Aufwachen bis hin unseren Sohn zu sprechen.
Genau, also gar nicht, sondern wirklich einfach das durchzuziehen, wenn was schlecht läuft, läuft was schlecht, dann versuchen wir möglichst, dass das in dem Moment wieder ein bisschen besser läuft oder wir damit leben und dann das im Nachgang zu besprechen, wenn wieder Rahmen und Bereitschaft passend sind.
Weil ganz häufig merkt man, wenn man drinsteckt, ist nicht der richtige Moment, das kann man lieber später reflektieren, mit Ruhe und dann gute Lösungen finden und sagen, hey, folgender Aspekt ist heute Morgen nicht so gut gelaufen, fassest du das auch, was wollen wir vielleicht da?
Aber man muss daraus lernen, was wir morgen anders machen. Es ist viel besser, als in dem Moment zu versuchen, irgendwas anzugehen und zu lösen.
Und ich finde es halt auch sehr gut, dass wir das dann erstmal unter uns klären in unserem Telefonat, was meistens ja dann so 20 nach 8 oder so stattfindet. Also man hat dann jeder so mal so eine halbe Stunde gehabt, drei, vier Stunden gehabt, damit das sackt und dann kann man darüber erstmal, können wir beide erstmal drüber sprechen, ist ja die Frage, ob es ein Thema zwischen uns ist, was morgens schwierig war oder zwischen uns.
Unserem Kind und uns oder wie auch immer. Aber dass wir beide erstmal in Austausch gehen können und uns spiegeln können und sagen können, Mensch, du heute Morgen, ja, ja, musst du auch mal so und so sehen oder das und das hat gehakt, bevor wir so einen Mithörer haben, der unsere gesamten Gedanken und Emotionen abbekommt, sondern wir uns erstmal so ein bisschen auch runterholen können und stärken können für den Tag.
Und dann auch entscheiden können, sprichst du das nachher an mit ihm oder soll ich nochmal heute Nachmittag ins Gespräch gehen, damit sich da nichts anstaut. Und ich finde es auch einfach schön.
Das Gefühl von Verbindung nochmal mehrfach am Tag zu haben. Natürlich sind das vielleicht so Tür und Angel Gespräche, aber es kommt ja darauf an, wie die aufgebaut sind. Also wenn wir zum Beispiel telefonieren, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir unterbrochen werden, relativ gering morgens. Das heißt, es fühlt sich schon gar nicht mehr nach so einem kurzen Gespräch an. Da ist auch eine gewisse Ruhe bei uns beiden dabei. Klar können wir uns jetzt nicht sehen, aber das ist schon mal was Besonderes. Und abends einfach auch so dieses Gefühl zu haben, man kann auch einmal in Verbindung gehen, wenn Ruhe eingekehrt ist.
Ja, und wenn wir dann eine Betreuung für unseren Sohn haben, dann nutzen wir auch selber sehr gerne das, was wir auch als Tipp mitgeben. Wir laufen ja auch sehr gerne durch die Wälder oder am See entlang und dabei kann man sich eben auch wunderbar unterhalten, kommt in tiefe Gespräche hinein. Die Natur wirkt beruhigend, man kommt mehr zu sich, kann dann über tiefere Themen einfach sich miteinander gut austauschen, weil es ein sehr schöner Rahmen ist.
Aufschreiben, haben wir eben schon kurz gesagt, dass man eben dann wirklich auch sich reflektiert, Dinge aufschreibt. Ich habe zwei Notizbücher, eins für Unstimmigkeiten, Unzufriedenheiten, Strategien und Co. im Beruflichen, eins für alles, was so privat ist, damit man das auch ein bisschen voneinander trennt und auch das Berufliche reflektiert, weil beides ist ja wichtig. Also man kann das durch Notizbücher sozusagen trennen und durch manche andere Dinge, aber im Gefühl bin ich ein Mensch.
Also ich bin ein Mensch, ich bin ein Mensch, ich bin ein Mensch, ich bin ein Mensch.
Gefühl zumindest, weil wenn ich
bei der Arbeit unzufrieden und gestresst bin,
ist auch privat meine Zündschnur kürzer
und andersrum, das bedingt sich
immer, ich kann Stress und
Frust nicht gesichert
bei der Arbeit lassen, das kann ich im Kopf
probieren und ein bisschen
geht es auch, aber wenn man mal
ehrlich zu sich selbst ist,
wenn ich jetzt nach Hause komme und hatte einen
richtig guten Arbeitstag,
habe richtig tolle Gespräche geführt,
habe denen richtig gut geholfen und
komme mit richtig guter Laune nach Hause,
dann habe ich doch eine viel längere
Zündschnur, wenn mal irgendwas Unstimmiges
läuft, als wenn ich schon ganz viel Stress
und Ärger mitbringe und da schon halbwegs
alles schief gelaufen ist, dann können wir
uns doch innerlich gar nicht dagegen wehren,
dass dann ein, oh nicht das hier auch noch
jetzt, ich wollte zumindest,
jetzt wollte ich hier zumindest mal meine Ruhe finden,
mein Arbeitstag war schon so scheiße,
also das können wir nicht abgrenzen,
deswegen, das sind gute
Möglichkeiten, in die Tiefgründigkeit
zu kommen, dieses Aufschreiben
auch, dass man sich selber reflektiert,
und da immer wieder ganz wichtig,
handschriftlich aufschreiben,
das
sorgt nochmal dafür, dass mehr Kreativität
im Gehirn freigesetzt wird, durch dieses
Handschriftliche, das hat mehr Wert,
wenn es aufgeschrieben ist, als wenn es in den Computer getippt
ist, und
aufschreiben, sich sortieren, drin rummalen
und so weiter, das
hilft total gut. Wenn ihr merkt,
dass ihr eher so Podcasts
und Bücher und Co. konsumiert,
aber nicht so richtig ins Handeln
kommt, dann meldet euch sehr gerne bei uns
für ein telefonisches Erstgespräch,
denn Wissen aufbauen alleine
ist gut, aber ins Handeln kommen
ist immer nochmal was anderes,
das ist wie beim Sport, man kann sich natürlich
online ganz viel über
Übungen, Trainings
und Co. an Wissen aneignen,
aber der Effekt entsteht erst dann,
wenn man es auch macht, und wenn man da
Schwierigkeiten hat, ins Tun zu kommen,
dann kann man sich einen Trainingsfreund
suchen, oder einen Trainingskurs,
wo man einen festen Termin hat,
einen Personal Trainer, das, was einem hilft,
und so ist das hier auch, wenn ihr merkt,
ihr eignet euch ganz viel Wissen an,
aber es ist gar nicht so einfach, das in den Alltag
zu transportieren, oder ihr habt
auch schon manche Hürden aufgebaut,
aufgrund zu vieler Verletzungen, die
ihr mit euch rumschleppt aus der Vergangenheit,
dann lasst uns gerne darüber sprechen,
wie wir euch auf dem Weg optimal
unterstützen können, euch da zur Seite stehen.
Und ich finde immer bei allen
Gesprächen, die man in einer Partnerschaft führt,
und wenn man auch auf die Qualität achtet,
also wann fühlt man sich
besonders verbunden mit der
anderen Person, wann kann man besonders gut über Gefühle reden,
dann darf man auch
immer auf die persönlichen
Lebensabschnitte so ein bisschen schauen.
Also, welche Herausforderungen
habe ich gerade im Leben, die das einfach schwer
machen, also rein organisatorisch.
Wenn ich kleinere Kinder habe, ist es
schwieriger, so Momente vielleicht zu finden,
weil dann ist es,
ja, werde ich häufiger unterbrochen,
oder habe immer ein Kind auf dem Arm, oder
einfach so ein ganz anderes
Leben noch, dann ist es vielleicht auch schwieriger,
die Tiefe zu finden durch Unterbrechung,
da kennen alle Eltern wahrscheinlich auch,
es ist immer schwierig, wenn man gerade so einen
Gedanken hat, und Kindern, ne,
ist es einfach auch egal, ich meine, die wissen ja auch
nicht, was man spricht, die kommen reingeplatzt
und das Bedürfnis ist dann
super wichtig in dem Moment, und dann
ist man erstmal raus aus der Tiefe, vielleicht
aus, da hat der Gedanke erstmal wieder verloren,
muss wieder neu ansetzen, und dann ist das auch
schwierig, da finde ich, das zu halten.
Und das immer so zu sehen, wo stehen
wir gerade im Leben, und was wird gerade gebraucht?
Es gibt ja immer, finde ich, Phasen, da braucht man das ganz
intensiv, gerade wenn man noch andere herausfordert,
wie vielleicht auch gar nicht die Beziehung
betreffen, ne, ich hatte gerade letzte Woche
auch ein Paar, wo es auch darum ging, dass er
gerade beruflich sehr viele Entscheidungen
treffen muss, und auch mit ihr einfach sehr
gerne im Austausch ist über berufliche
Dinge, und dann
rückt der Fokus in so einem Gespräch natürlich auch mal
schnell auf das Berufliche, ne, dass man
dann eher da Sachen bei der Arbeit reflektiert
zusammen, sagt, Mensch, hast du daran gedacht und daran gedacht,
und dann verlässt man automatisch
durch diese Außenbelastung schnell die
Gefühlsebene, und geht eher in so
einen, für eine Fokussebene,
Fokussebene, organisatorische
Ebene, und das ist auch eine Zeit lang okay,
weil das kann auch ein Punkt der Verbundenheit sein,
aber diese Gleichzeitigkeit
dann auszuhalten, zu sagen, wir
sind beide bemüht, wir beide möchten gerne
diese Verbundenheit haben, aber gerade
in unserer Lebensphase müssen wir halt schauen,
wie wir das umsetzen können, ne,
manche haben kein Netzwerk, da ist es auch noch schwieriger.
Man kann dann versuchen,
nochmal einen Schritt zurückzutreten,
und quasi ein Gespräch
darüber führen,
warum einem diese tiefkundigen
Gespräche schwerfallen, und was man
tun, lernen, verändern kann, damit
die vielleicht leichter werden. Und da gibt es ja
auch wieder verschiedene Bestandteile,
die das erschweren.
Das erste könnte der Rahmen sein,
dass der Rahmen nicht passt, ne, wie du schon hast,
Kinder in der Nähe und wach,
also lieber schauen, dass man es abends macht,
dann wäre man bei
Bereitschaft, Energie raus,
das wäre zweiter Punkt gleich, dann
gibt es andere Dinge, also Rahmen,
im Rahmen, die dann vielleicht nicht passend sein können,
die auch häufig eben, wenn
wenn,
die Kinder noch wach sind, wenn man,
oder auch wenn man Verletzungen hat, ne, und das
passiert zum Beispiel beim Grillen mit Freunden, ist das nicht der richtige
Rahmen, darüber zu sprechen, und so
weiter. Das zweite ist die Bereitschaft,
also habe ich innerlich ausreichend
Energie, sind meine Grundbedürfnisse
erfüllt, ich habe nicht krassen Hunger,
ich
muss nicht dringend auf Toilette, ich bin nicht
völlig gestresst vom Tag, ich habe
ausreichend Energie zur Verfügung,
also habe ich so die Bereitschaft,
und habe auch das Gefühl, ja, lass uns das
Thema angehen, ich bin da offen für,
wenn da die Bereitschaft nicht da ist,
das ist auch häufig ein Punkt, warum
dann Druck entsteht,
man möglichst schnell daraus will,
man, obwohl es unstimmig
ist, trotzdem Dingen zustimmt, Hauptsache
das Gespräch endet schnell, und so weiter,
also, wenn die Bereitschaft nicht da
ist, ist die Wahrscheinlichkeit
für Konstruktivität,
für Tiefgang eher
gemindert, was macht man,
wenn die Bereitschaft nicht da ist?
Man macht sich einen Termin. Genau, weil man muss
ja ganz ehrlich sein, wenn wir jetzt mal scharf und schauen,
wir sind komplett andere Menschen, was unsere
Regulation des Nervensystems angeht.
Wenn wir beide aufeinander abends treffen, also
je nachdem, je nach Uhrzeit natürlich,
wenn wir jetzt einen perfekten Abend haben,
es ist ruhig, alle, die schlafen
sollen schlafen und so weiter, dann ist es
ja was anderes, wenn du auf die Uhr guckst und denkst, so 20 Uhr,
jo, da bin ich noch fit, ne?
Aber es ist ja eher selten so,
und trotzdem hat ja jeder von uns eine
andere Regulation abends, und ich finde
so, mein Gefühl ist, wenn wir
abends aufeinander treffen, auch teilweise
unterschiedlich jetzt von der Uhrzeit,
ja, aber wir haben eine ganz andere Energie.
Also du bist eher der Mensch, der abends
sich gerne durch sich selbst
reguliert, am gewissen Punkt,
wo der soziale Tank, wie du sagst,
immer ist dann schon voll, und ich
könnte eigentlich abends so, also
wenn mich jemand, glaube ich, um 20, 30 anruft
und ich bin jetzt nicht den Tag total müde,
ich könnte immer noch was trinken gehen.
Ich kann immer noch in Austausch gehen, ich bin da
eigentlich immer noch recht kommunikativ unterwegs,
aber es ist für uns beide, glaube ich,
nicht der Moment, wo wir in tiefe Gespräche
also zwei, drei, vier Mal
die Woche eindringen würden,
sondern das ist eher so, wir können natürlich sprechen,
so ein bisschen oberflächlich und wie war der Tag
und so weiter, das geht ja immer, aber wo wir
jetzt so richtig tiefe Themen aufmachen,
das ist nicht der Moment von uns beiden
jedenfalls. Das kommt drauf an, wie natürlich
der Tag inhaltlich war, wie du schon sagst,
wie viel ich schon von meinen
Worten des Tages verbraucht habe,
weil da kommt eben hinzu,
wie man sich reguliert,
wie man auch regeneriert, und
deswegen habe ich ja auch nicht so viele Paare, die
ich betreue, dass ich nicht zu viel
Kommunikation am Tag habe, dass noch was übrig bleibt
für den Abend, und da sieht man wieder
diese Verbindung aus
Arbeitstag, Work-Life-Balance
und Leben, wenn ich jetzt weiß
von mir, dass ich introvertiert
regeneriere, das heißt Gespräche
mit Menschen, die
entladen meinen Akku, selbst wenn sie
Spaß machen, dann entladen sie trotzdem
meinen Akku und füllen ihn nicht auf, das ist bei dir
andersrum. Dir machen sie Spaß
und sie laden deinen Akku auf.
Bei mir entladen sie den Akku, das heißt, wenn ich das
von mir weiß, macht es Sinn, dass
ich mein berufliches Setting
versuche so zu gestalten oder zu wählen,
ich kann natürlich als Selbstständiger besser
gestalten, aber auch wenn ich angestellt bin,
auch gucke, dass ich dort
möglichst ein Setting finde und wähle,
was mir Spielräume für den Abend übrig
lässt. Wenn ich hier
den ganzen Tag Gespräche führe und jeden Abend
dadurch leer nach Hause komme und
keine Worte mehr übrig habe, das wird nicht
gut werden, gerade in der Kombination,
dass du eben andersrum tickst,
wenn du jetzt auch introvertiert regenerieren
wirst, dann wären wir vielleicht ja beide
im Abend leer und würden sagen, high five, wir reden
nicht, geht uns beiden gut damit, aber
auch dann hätten wir ja ein Problem,
auch dann müssten wir irgendwie dafür sorgen, dass wir
trotzdem irgendwann miteinander sprechen können,
zum Beispiel ist deswegen dieses 8.20 Uhr
Gespräch, das ist für uns
deswegen gut, weil da ist,
da habe ich noch eine ganze Reihe
von Worten, die ich nutzen kann.
Das ist die erste in der Reihe und dann
passt das, das ist gut, das muss man
von sich wissen, dass man für sich selber
auf sich selber schauen, auf sich selber achten,
und eben auch gucken, was
kann ich für mich tun, lernen, verändern,
dass ich abends nach Hause komme
und ich habe als introvertiert regenerierender
Mensch noch Worte übrig,
ich habe noch soziale Möglichkeiten
übrig. Genau, weil das hat wiederum nichts
damit zu tun, manchmal auch kann ich eigentlich
überhaupt über Gefühle sprechen, sondern
da sind wir ja bei dem Punkt der Bereitschaft, sondern
es kann ja sein, dass du, oder du kannst ja gut über
deine Gefühle sprechen, aber dass halt das nicht der
richtige Zeitpunkt ist. Und dann kann bei mir
ja sonst schnell auch die Brille entstehen, dass
wir nicht in die Tiefe kommen in dem Gespräch,
dass du über deine Gefühle nicht sprechen kannst,
weil der Zeitpunkt einfach nicht der
richtige ist. Weil die Bereitschaft nicht mehr da ist,
weil schon was verbraucht ist.
Gleiches gilt auch mit Entscheidungen
und Willenskraft, das ist auch endlich bei
den meisten Menschen. Also
wenn ich tagsüber diverse Entscheidungen
getroffen habe, viele kennen das
vielleicht, wenn man selbst
oder Partner ist, Führungskraft, Unternehmer,
selbstständiger Manager
und man hat tagsüber super viel entschieden,
dann kommt man nach Hause und der andere fragt,
Mensch, wir wollen ja ins Restaurant, wo möchtest du hin?
Und das ist mir völlig egal.
entscheide, ich mache alles mit.
Für den Tag ist einfach der
Entscheidungsraum verbraucht.
Es gibt keine Entscheidung mehr, die zu treffen
sind, das ist egal.
Willenskraft genau das Gleiche. Wenn ich am Tag
schon diverse Aufgaben im Job hatte,
die Willenskraft fordern,
bei mir wären das jetzt so Themen wie
Belege raussuchen, die noch verloren gegangen sind
für die Buchhaltung oder so.
Solche Sachen, die echt Willenskraft
erfordern. Und am Abend wäre noch
irgendetwas, wo du dann sagst, Mensch, lass uns
nochmal das und das raussuchen, wo ich so
krass, das hat ich echt
keine Willenskraft mehr für. Ich habe heute schon
so viele Dinge gemacht im Job, wo ich
kann mich dazu nicht mehr aufraffen.
Dann ist auch die Willenskraft irgendwann
verbraucht, auch da wieder den Tag
bestenfalls zu versuchen, so zu gestalten,
dass man natürlich
Aufgaben hat, die Willenskraft braucht und es wird immer
was dabei sein, was einem keinen Spaß macht
und man trotzdem tun muss, aber
davon möglichst nicht zu viel.
Und so passt das dann mit
der Bereitschaft. Also jetzt haben wir Rahmen
und Bereitschaft quasi
geklärt. Jetzt geht es natürlich vielleicht
nochmal um andere Aspekte.
Habe ich die Fähigkeiten?
Genau. Also habe ich Zugang
zu meinen Gefühlen? Kann ich
die fühlen? Da gibt es manchmal schon
einen Weg, der versperrt ist. Kann ich
die verbalisieren? Habe ich den passenden
Wortschatz dafür? Manchmal ist das nicht so da,
wenn man das in der Kindheit nicht so hatte.
Das können ja auch gesonderte Gefühle sein.
Also ich habe zum Beispiel bei mir gemerkt, dass
mir der Zugang zu meinen Gefühlen,
zu Traurigkeit
und Angst deutlich leichter fällt.
Als zum Beispiel zum Thema Wut.
Und Wut
ist einfach auch ein Thema, was im Elternsein
sehr präsent mal ist.
Und dass ich das am Anfang
gemerkt habe, als
unser Sohn ganz klein war, das Wut zu begleiten,
das war für mich echt eine Aufgabe,
weil das ein Gefühl war, zu dem ich wenig Zugang
zu mir hatte. Also klar
war ich auch mal wütend. Nicht, dass ich
nicht wütend auf etwas war vorher, aber
diese Wut zu begleiten
oder auch das Gefühl,
so wütend zu sein, weil das Kind irgendwas macht,
das war nochmal
ganz neu für mich. Das habe ich glaube ich erst
so durch das Elternsein nochmal für mich
entdeckt, diese Wut selber zu
regulieren, runterzufahren,
Techniken zu haben, damit ich meine
Wut in den Griff bekomme, um die
andere Wut zu regulieren.
Genau. Und das
ist glaube ich etwas, was man dann auch,
was ich auch schwer mit dir im Gespräch
hätte besprechen können,
meine Wut, was jetzt viel besser geht, wenn mich
etwas wütend macht, weil ich jetzt eher einen Zugang dazu
habe. Und ich glaube, das haben ganz viele Menschen,
dass sie nicht immer komplett keinen Zugang zu
ihren Gefühlen haben, aber manche
Gefühle einfach auch nicht so präsent sind, weil
ja, ich glaube, vielleicht ist es auch so ein
bisschen ein Ding von
Frauen oder Mädchen in ihrer Entwicklung,
dieses Wütendsein
nicht auszuleben in der Kindheit
und Jugend, sondern eher auch diese
andere, das andere Spektrum von Traurigkeit,
Angst,
so etwas eher. Also es ist mir schon oft
in Coachings aufgefallen, dass Wut
auch eher ein anderes
Gefühl ist. Ja, es ist ja auch eine
Frage, wie deine Eltern damit umgegangen
sind. Wenn jetzt die Eltern
Wut auch immer wieder
ja eigentlich verbieten
und sagen, sei nicht so wütend, sei nicht
laut, mach das nicht, mach dies nicht,
sei nicht wütend,
hör auf zu schreien und immer wieder
sagen, Wut ist nicht in Ordnung,
dann willst du natürlich als Erwachsener auch keine Wut
mehr haben, weil die war ja nicht in Ordnung. Und wenn
man weint, ist das schon eher in Ordnung.
Das ist schon angenehmer
zu begleiten, weil da kannst du trösten.
Genau. Das fühlt sich ein bisschen verbinden,
da an, wenn jemand weint, weil Wut auch
eher distanzierend ist. Also wenn
Kinder auf einen wütend sind, dann wollen sie ja auch
meist erstmal nicht umarmt werden, bis das Gefühl
nachlässt und sich in Traurigkeit wandelt
und dann geht wieder Nähe. Deswegen ist
Traurigkeit da eher so ein bisschen angenehmer
für die meisten in der Begleitung.
Deswegen haben viele Eltern eben
Traurigkeit eher zugelassen. Auch wenn wir da
auch durchaus gehört haben,
wein doch nicht, du musst doch nicht
traurig sein. Bis du
verheiratet bist, ist das wieder weg und
so weiter. Also auch da kennen wir ja
diese gut gemeinten Dinge,
die aber durchaus immer dazu führen,
dass man ein bisschen den Draht zu
seinen Gefühlen verliert. Aber ich habe das glaube ich
heute auch noch in Anteilen. Also
gerade so, wenn man so
einen wilden Jungen hat, als
Kind, der sich auch reiben muss. Also
da wird ja schon die Reibung gerade zu dir gesucht
im Sinne auch von
Körperlichkeit. Also dieses
ja, ich kann das besser, schneller
Kräfte messen,
Arm drücken, Ding so. Also so dieses
ich möchte mich spüren und möchte
Papa auch nochmal gucken, wie weit ich gehen kann.
Du kannst mir gegen das Bein drücken, das tut mir nicht
weh und so. Also das ist zum Beispiel etwas,
das merke ich. Das kann ich jetzt schon deutlich
besser über die Jahre aushalten. Aber
das finde ich immer noch anstrengend.
Das sind immer noch so Momente von
ja, was heißt Wettkampf nicht? Wie kann man das sagen?
So dieses. Wie du es beschrieben hast,
war schon gerade Wettkampf eher.
Das steckt da ja schon drin.
Also das habe ich einfach gar nicht in mir drin.
So dieses kämpfen wollen
und gucken wollen und wer kann das schneller.
Also alles auch wirklich im spaßigen Rahmen.
Wir haben jetzt gar nicht Wut ausgelöst von
Emotionen. Aber das finde ich
manchmal anstrengend, weil die Lautstärke
dann ja auch hochfährt und weil ich denke so, oh nein.
Das fängt ja meistens immer klein an.
Dass dann einer vorbeigeht und dann boxen
gegen Arm und Haar und Tier.
Also das wird gesucht. Das braucht er ja auch.
Ich denke, das ist was Hormonelles.
Hat vielleicht sicherlich irgendwie mit dem Testosteron
zu tun und sorgt einfach dafür,
dass man da für dieses
körperliche affiner ist,
als dann manchmal fürs Sprechen.
Oder einfach diese Reibung gebraucht wird.
Oder sich einfach auch mal so die Energie,
die im Körper so drin ist,
sich entladen muss. Ich meine, wenn man da jetzt
stundenlang in der Schule rumsitzt und die ganze Zeit
kooperiert und in sich eigentlich Bewegungsdrang
verspürt. Prechts hat mal gesagt,
das Schulsystem ist
nicht die artgerechte Haltung für Jungs oder für
Kinder allgemein, aber ich glaube auch speziell für Jungs.
Ja, das ist halt so.
Sie sitzen da und eigentlich haben sie Bewegungsdrang
und wollen machen und irgendwann muss ich das ja mal
entladen. Und ich glaube, das tut dann
sehr gut, wenn dann der Papa
dafür offen ist und dann sagt, du, dann lass uns kämpfen.
Ja, und das kontrolliert
dann dieses Gefühl entladen.
Und das ist überall
gut. Ob das so ist, dass man auf
den Fußballplatz geht und sagt, Mensch, ich bin
im Tor und er schießt mal hart drauf.
Ob wir auf dem Squash-Feld
standen und wir sagen so,
wir hauen jetzt mal die Bälle mal so stark
wie wir können und du siehst richtig,
wie sich da Energie entlädt und das raus
muss. Und ich glaube,
das ist was,
was bei vielen Jungs, zumindest bei
unserem Jungen, ganz stark gebraucht wird,
was aber auch viele Paare
bei uns berichten, dass
die Jungs das brauchen, so dieses
körperliche. Und
das ist etwas, wo wir
auch rausfinden mussten, unser Sohn
ja auch sehr gut gelernt hat, dass
das einfach anders zwischen den Eltern
auch ist. Dass Dinge, die mit
mir in Ordnung sind und wo auch für
mich das entweder mir nicht so wehtut, aber für mich
der Schmerz auch in Ordnung ist und für
dich nicht, dass
er das nicht bei dir macht.
Gerade heute Morgen hatten wir es wieder,
ne? Habe ich irgendwas zu ihm gesagt,
was ihn getriggert hat?
Momentan haben wir ja gerade
so viel Fußball und so weiter.
Wer spielt besser? Wer hat
gewonnen? Und das ist ja so ein bisschen das
Wettkampfding gerade. Und ich habe was gesagt,
was ihn getriggert hat. Und dann haut er mir
mit der Faust ordentlich auf den Arm.
Das ist in Ordnung. Ist alles im Rahmen,
was committed ist.
Du wusstest ja auch, es kam
für dich ja auch nicht überraschend.
Nein, ich sehe schon, wie er auf dich zukommt,
seinen Schwinger auspackt und so weiter.
Das ist dann so. Aber das wäre
bei dir nicht in Ordnung.
Das macht er auch nicht. Das würde mir auch sehr wehtun.
Aber das musst du ja auch lernen.
Dass das unterschiedlich ist und dass er mit mir
da anders umgehen kann und wir
zwischen uns ein anderes Commitment haben
als mit dir. Und dass das eben auch besonders ist,
das macht er dann ja auch nur mit mir.
Das macht er nicht mit anderen Kindern, mit
anderen Menschen und so weiter. Das ist zwischen uns
und da darf das sein.
Das finde ich ganz spannend, weil da mussten wir
beide zum Beispiel auch
in der Tiefe mal drüber sprechen.
Ich weiß,
da gab es zwischen uns auch wirklich
tiefe Gespräche, weil ich dir auch
mein Gefühl dazu geäußert habe, wie sich das
für mich anfühlt, wenn ihr das macht
und was auch meine Bedenken
sind, weil von außen auf mich
betrachtet, also bei mir wird es
wehtun. Also auch das Verständnis zu
haben, okay, wenn du das heute
Morgen sagst und du siehst das
und ich meine, er hat ja auch schon ordentlich Kraft,
aber für dich ist es
in Ordnung. Es ist ja auch alles kontrolliert
und so weiter, aber trotzdem auch,
dass wir uns in dem Gefühl verbinden können,
dass ich weiß, dass es bei dir kein ungutes Gefühl
war, dass du aber auch weißt, wenn es mir zu
viel wird und ich mag das nicht und ich auch
weiß, was dein Hintergedanke ist.
Also dafür brauchen wir
auch viele tiefe Gespräche im Verständnis
und da auch die Zeit der Entwicklung
von uns beiden so ein bisschen
uns dazu verbinden und das nicht
komisch zu empfinden oder gegen uns zu sehen.
Und das ist so ein bisschen über
Gefühle sprechen. Das sind ja verschiedene Themenbereiche.
Das ist jetzt Thema Kindererziehung,
das ist auch in anderen Lebensbereichen, dass wir
einfach ja auch unterschiedlich sind und unsere Gefühle
unterschiedlich sind und dass wir nicht ins
Interpretieren kommen. Das ist ja immer,
finde ich, die Schwierigkeit, dass ich dein Gefühl
interpretiere, du mein Gefühl interpretierst.
Wir sind ja auch schon jetzt 17 Jahre
zusammen. Da ist die Gefahr auch groß
zu denken, ich weiß ja, was du
denkst und fühlst.
Weil du veränderst dich von Jahr zu Jahr,
ich verändere mich und klar wissen
wir vieles, aber ich bin
trotzdem manchmal wirklich überrascht, wenn du
etwas berichtest, was bei dir ein Gefühl
gemacht hat. Gar nicht eine Verletzung, aber wie du
über Sachen denkst manchmal auch oder was für ein Gefühl das gemacht hat.
Dass ich mir manchmal denke, okay, in die
Richtung hätte ich gedacht, aber diesen Anteil
und so weiter hätte ich jetzt anders gedacht.
Aber ich finde, das ist ja auch
was, was man als ziemlich normal
für sich sehen sollte, denn das
geht einem selber mit sich selbst ja auch
so. Das heißt, ich habe
ja die Entdeckung
darüber, wer ich bin, wie ich fühle,
wie ich handle, habe ich ja auch
nicht irgendwie mit 20 abgeschlossen,
sondern ich entdecke ja auch an mir
selber auch immer wieder neue
Seiten, neue Bedürfnisse, Erkenntnisse.
Ich lese Bücher und merke, krass, das spiegelt was in mir ein.
wieder, das löst was aus.
Man macht ein Seminar,
irgendeine andere Weiterbildung, schaut Video
und verändert sich. Also das heißt,
man ist ja auch als Person
immer in Nuancen im Wandel
und entdeckt ja auch neue Facetten
an sich oder kann andere Dinge
besser benennen, die einem vorher nicht so bewusst
waren und kann dann ja auch
nochmal anders reflektiert darüber sprechen.
So wie du sagst, dass bei dir
durchs Mama-Werden
das Gefühl von Wut auch irgendwann wieder mehr
hervorkam, weil
manchmal eben die Kinder
Verhaltensweisen haben, wo man selber
Wut aus der Kindheit getriggert
bekommt, eigene Wut für sich entdeckt,
lernt damit umzugehen, aber auch die
Wut im Kind sieht, weil man da mal
so eine Dreiviertelstunde Wutanfall
hat und so weiter und man merkt, oh krass,
wie viel Wut in Menschen stecken können,
wenn sie sich hilflos fühlen,
sich noch nicht verbal richtig ausdrücken können
und da einfach nicht weiterkommen
in ihrem Autonomiebedürfnis,
was das machen kann.
Da ist es, glaube ich, wichtig, dass man
sich immer wieder versucht zu verbinden
und das ist ja so ein bisschen auch der Grund
für viele Trennungen, der so
offiziell angegeben wird, so dieses
wir haben uns distanziert, jeder geht
unterschiedlichen Lebensweg und so weiter,
was ja erstmal so oberflächlich
politisch korrekt
sich anhört, aber was halt genau
das aufzeigt, dass Menschen sich
im Gefühl verloren haben auf ihren
Lebensweg, also dass sie sich,
dass es zu wenig Gespräche in der Tiefe
gab, weil sie
den Weg dahin nicht gefunden haben.
Wir haben ja auch schon gesagt, dass man sich
vorhin über die Strategien auch gesprochen,
dass sie nicht wussten, an welchem Punkt können sie sich
am Tag gut erreichen, zu welchen Zeitpunkten,
welche Rituale brauchen wir, welche
Bereitschaft ist wichtig und
immer wieder dran zu gehen, immer wieder zu arbeiten,
hinterfragen, warum
hast du das so gemacht, was fühlst du dabei?
Ich glaube, das ist eigentlich so die
Erkenntnis, die wichtig ist, dass man
sich nicht verliert im Leben.
Und wenn das nicht gut funktioniert, dann
einen Schritt zurücktreten
und versuch dann zumindest das Gespräch
darüber führen zu können, warum das schwer ist,
dass man darüber spricht.
Und wenn man das jetzt mal so ganz
systematisch durchgehen möchte,
haben wir die sieben Ebenen der Veränderung,
die man von oben nach unten
durchgehen kann und schauen kann,
ist auf dieser Ebene etwas.
Gehen wir die mal kurz durch.
Oberste Ebene ist die Umgebungsebene.
Das ist das, was wir mit Rahmen eigentlich meinen. Passt der Rahmen.
Es ist in der Umgebung, alles in Ordnung,
können wir sprechen.
Also sind wir zu Hause, haben wir Ruhe
und so weiter vielleicht.
Das zweite ist Verhalten.
Also, wie verhalten wir uns?
Also, haben wir die richtige Bereitschaft
und sprechen wir wertschätzend?
Sitzen wir uns gegenüber?
Also, alles, was so das Verhalten betrifft,
ist auf der Ebene. Darunter Fähigkeiten.
Also, könnte es sein,
dass uns bestimmte Fähigkeiten fehlen?
Also, Zugang zu den Gefühlen,
über Gefühle sprechen,
wie wir uns ausdrücken,
merken wir ein Gefühl,
aber können das gar nicht richtig benennen und so weiter.
Also, gibt es da ein Thema
auf der Fähigkeitenebene?
Jetzt kommen die Tiefen.
Ich verliere die Ebenen, wo es schon spannender wird.
Habe ich bestimmte Überzeugungen,
Glaubenssätze, die das verhindern?
Also, zum Beispiel aus einer vorherigen Beziehung mitgenommen
und wo ich sage, Reden bringt nichts.
Über Gefühle sprechen bringt nichts, das ändert nichts.
Habe ich das in der aktuellen Beziehung
als Glaubenssatz, als Brille entwickelt?
Wir haben schon so viele Gespräche geführt,
die führen zu nichts.
Oder wir gehen immer schlecht aus Gesprächen raus.
Identitätsebene.
Ich bin, ich habe Sätze.
Ich bin schlecht darin, über meine Gefühle zu sprechen.
Wenn ich über meine Gefühle spreche, kann ich verletzt werden.
Wenn ich über meine Gefühle spreche,
dann xy, also was verbinde ich damit,
über meine Gefühle zu sprechen?
Wenn ich meine Gefühle zeige, bin ich schwach.
Wenn ich als Mann weine, bin ich kein echter Mann.
Also, was steckt da drin an limitierenden Glaubenssätzen
über mich selbst auf Identitätsebene,
die es mir schwer machen oder mir sogar verbieten,
in meine Gefühlswelt reinzugehen und darüber zu sprechen?
Dann die Sinnebene.
Macht das Sinn, über Gefühle zu sprechen?
Also, habe ich auf Sinnebene das Gefühl,
wenn ich über. meine Gefühle spreche, kann ich eine erfüllendere Beziehung spüren?
Oder habe ich das Gefühl, auf Sinnebene. Es macht keinen Sinn, über Gefühle zu sprechen.
Das ändert nichts.
Das gehört nicht in eine Beziehung hinein.
Oder gibt es da irgendwas auf Sinnebene, was das verhindert?
Oder sowas zum Beispiel, wenn ich ins Gespräch gehe,
dann merke ich immer, ich bin nicht gut genug.
Dann sind wir vielleicht schon in der letzten Ebene.
Die Systemgesetz-Ebene.
Wo wir emotionale Verletzungen und Prägungen
aus der Vergangenheit mit uns tragen,
die dafür sorgen,
dass wir richtig Ängste vielleicht verspüren.
Dass wir richtig verhindert sind, da reinzugehen,
weil wir verletzt worden sind.
Weil wir haben mal uns geöffnet,
haben über das Gefühl gesprochen.
Und dann sind wir dafür hart verurteilt worden.
Ausgelacht worden.
Wir haben als Kind
irgendwas erlebt.
Wir sind bestraft worden dafür von den Eltern,
wenn wir einen Willen, ein Gefühl hatten oder sowas.
Wir sind nur gelobt und geliebt worden,
wenn wir Leistung gebracht haben,
funktioniert haben, solche Sachen.
Also gibt es dort richtig tiefe,
vorgehende Prägungen und Verletzungen,
die uns auch verhindern,
auf den oberen Ebenen arbeiten zu können.
Weil diese Ebenen,
die bauen quasi von unten nach oben
aufeinander auf.
Und wenn ich dort so eine Angst habe,
dann verhindert das häufig,
dass ich neue Fähigkeiten erlerne.
Weil das macht ja keinen Sinn.
Weil ich werde es ja nicht anwenden können,
weil ja die Angst dazwischensteht.
Das heißt, dann kann es gebraucht werden,
dass man dort erstmal in diese Themen tiefer eintaucht.
Was wir dann typischerweise, wenn man da etwas tiefer liegendes feststellt,
im Einzelcoaching macht.
Ja, jetzt sind wir diese sieben Ebenen einmal durchgegangen,
auf denen man schauen kann.
Findet ihr bei uns auch sonst auf der Website,
sieben Ebenen der Veränderung.
Machen wir natürlich in Paartherapien
und im Beziehungstraining richtig intensiv zu schauen,
was wird gebraucht, welche Voraussetzungen,
um das herzustellen.
Das heißt, wenn ihr merkt,
ihr möchtet diesen Weg gerne gehen und tiefgründige Gespräche führen,
braucht dafür aber eine Begleitung
zur Motivation
als Sparringspartner,
um das Wissen auf die Schnelle zu bekommen,
weil in ein Coaching
oder Paartherapie zu gehen, ist auch immer anteilig
ein Vorsprung.
Es geht schneller einfach alles,
weil wir natürlich deutlich schneller
sehen können, auf welcher Ebene liegt das vor,
was können wir tun, damit das
sich ändert, der Weg frei wird.
Also nutzt das gerne,
meldet euch bei uns fürs telefonische Erstgespräch
und wir schauen gemeinsam,
wie wir euch optimal begleiten können.
Vielen Dank fürs Zuhören.
Bis zum nächsten Mal.
ARD Text im Auftrag von Funk
Podcast Summary
Key Points:
Regelmäßige, tiefgehende Gespräche werden durch persönliche Rituale wie morgendliche Telefonate oder gemeinsame Abende gefördert.
Der Rahmen und die Bereitschaft sind entscheidend für tiefgründige Kommunikation – insbesondere wenn man Energie, Ruhe und emotionale Fähigkeiten hat.
Menschen verändern sich im Laufe des Lebens, weshalb es normal ist, sich auf neue Gefühle und Bedürfnisse einzulassen.
Ein fehlender Zugang zu Gefühlen, insbesondere Wut, kann auf frühe Erlebnisse oder familiäre Prägungen zurückgehen.
Die sieben Ebenen der Veränderung helfen, tiefere Ursachen für Kommunikationsprobleme systematisch zu erkunden.
Emotionale Verletzungen aus der Kindheit können Angst und Abweisung verursachen, die das Vertrauen in tiefere Gespräche beeinträchtigen.
Kombiniert mit Notizbüchern und Bewusstsein für körperliche Ausdrucksformen, können Partner ein tieferes Verständnis für sich und ihren Partner entwickeln.
Offene Gespräche sind nicht immer möglich, wenn der Tag viel Stress oder Entscheidungsarbeit verbraucht hat – hier ist der Zeitpunkt entscheidend.
Summary:
Um in der Beziehung tiefgehende, offene Gespräche zu führen, ist es entscheidend, den richtigen Rahmen und die richtige Zeit zu wählen. Regelmäßige Rituale wie morgendliche Telefonate oder gemeinsame Abende schaffen Raum für Reflexion und Verbindung. Der Erfolg hängt stark von der persönlichen Bereitschaft ab – wenn man Energie, Ruhe und emotionale Fähigkeiten hat, sind tiefere Themen leichter zu behandeln.
Menschen verändern sich im Laufe der Zeit, und es ist normal, dass sich Gefühle wie Wut erst später entfalten. Diese Entwicklung kann durch frühe Erlebnisse beeinflusst sein, etwa durch eine familiäre Vermeidung von Wut. Die sieben Ebenen der Veränderung – von Umgebung bis zu emotionalen Prägungen – bieten eine strukturierte Methode, um die Wurzeln von Kommunikationsproblemen zu erkunden.
Besonders tiefgreifende Verletzungen aus der Kindheit können Angst und Abwehr auslösen, die das Vertrauen in emotionale Nähe hemmen. Dazu werden Notizbücher, körperliche Ausdrucksformen wie „Wettkampf“ und die Anerkennung unterschiedlicher Bedürfnisse genutzt. Wichtig ist, dass man nicht versucht, Probleme sofort zu lösen, sondern sich zunächst in Ruhe mit den eigenen Gefühlen auseinandersetzt.
Nur so kann eine dauerhafte Verbundenheit entstehen, die auf gegenseitigem Verständnis und gegenseitigem Wachstum beruht.
FAQs
Durch wöchentliche Reflexionsgespräche, persönliche Rituale wie morgendliches Telefonat oder gemeinsame Abendgespräche, sowie durch das Aufschreiben von Gefühlen und Erlebnissen, um die Kommunikation zu stärken.
Weil sich beide Partner im Laufe der Zeit verändern und neue Gefühle oder Bedürfnisse entwickeln. Ohne regelmäßige tiefe Gespräche kann sich die emotionale Verbindung verlieren.
Durch frühere Erfahrungen mit Verletzungen oder Verbots von Gefühlen, z. B. Wut oder Traurigkeit, die zu limitierenden Glaubenssätzen führen, wie z. B. 'Reden bringt nichts'.
Durch das Aufschreiben von Gedanken und Empfindungen, regelmäßige Selbstreflexion und das Erkennen von persönlichen Grenzen und Bedürfnissen, die vorher nicht bewusst waren.
Umgebungen mit vielen Abläufen wie Kinder oder Wirtschaftsaufgaben können die Tiefe der Gespräche beeinträchtigen. Daher ist es wichtig, ruhige, abgestimmte Zeiten wie Abend oder Wochenende zu finden.
Weil die persönliche Energie, Willenskraft und emotionale Reserven entscheiden, ob ein Gespräch konstruktiv und tiefgründig stattfinden kann oder nicht.
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