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Trennung: So könnt ihr es euren Kindern sagen

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Trennung: So könnt ihr es euren Kindern sagen

Die Podcast-Folge behandelt das komplexe Thema der Trennung von Eltern und deren Wirkung auf die Kinder. Ein zentrales Ziel ist es, die Kinder so wenig wie möglich zu belasten, indem ein stabiles, verletzungsarmes Elternpaar geschaffen wird. Der Fokus liegt nicht auf ausführlichen Erklärungen, sondern auf der Sicherheit, der Wertschätzung und der offenen Kommunikation von Gefühlen. Besonders bei Kleinkindern wird betont, dass das Gespräch nur dann sinnvoll ist, wenn es auf eine aktuelle Lebensveränderung abgestimmt ist – zum Beispiel kurz vor einem Auszug. Bei älteren Kindern entstehen komplexere Fragen zu Wohnort, Umgang und Zukunft, die durch respektvolle, teilnehmende Gespräche behandelt werden müssen. Es wird empfohlen, eine vertrauensvolle Dritte, wie eine Tante oder Oma, einzubinden, um die Kinder emotional abzuschirmen und ihnen Sicherheit zu geben. Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist die emotionale Stabilität des Elternpaares, das sich gegenseitig vertritt und Verletzungen löst. Die Eltern lernen, ihre eigenen Gefühle zu verarbeiten, um dem Kind eine sichere und wertschätzende Atmosphäre zu bieten. Der Kern der Kommunikation ist nicht die Trennung selbst, sondern die Gewährleistung, dass das Kind weiß, dass es weiterhin Familie ist und dass es nicht allein ist. Dies geschieht durch eine ruhige, empathische Gesprächsform, die Gefühle akzeptiert und die Kinder nicht überfordert. Die Folge zeigt, dass eine erfolgreiche Trennung nicht nur das Recht auf Trennung ist, sondern eine bewusste, liebevolle und respektvolle Umsetzung des Wissens, dass Familie weiterhin existiert – nur anders strukturiert.

Transcription

6675 Words, 39489 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser Podcast-Folge. In dieser Folge geht es um das Thema Trennung. So könnt ihr es euren Kindern sagen. Also ein sehr wichtiges, tiefgreifendes Thema, das wir auch immer wieder im Coaching behandeln. Ich bin Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen Paaren raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Oder aber, wenn das eben nicht mehr geht, unterstützen wir euch dabei, eine einvernehmliche Trennung durchzuführen mit weniger Streit und euer Hab und Gut. Aber auch natürlich, wenn es darum geht, wie könnt ihr Elternpaar bleiben, es euren Kindern sagen, um da möglichst wenig Leid und Prägung für deren Zukunft zu erzeugen. Man hat sich für die Trennung entschieden und da stellt sich ja dann immer so die Frage, wie geht das weiter? Also was sind die nächsten Schritte? Viele Paare denken ja dann schon, okay, jetzt müssen wir vielleicht die Wohnung auflösen, das Haus verkaufen und so weiter. Also man kümmert sich erstmal so ums Außen, um sozusagen Sachen, die man sich angeschafft hat und was dazu auch gehört, sind natürlich die Kinder. Und Kinder sind bei einer Trennung immer ein sehr sensibles Thema und wir haben das, oder ich habe es häufig. Im Coaching als Thema auch, wie sagen wir es unseren Kindern oder wann sollten wir es unseren Kindern sagen? Für mich ist das immer ein sehr spannendes Thema, sozusagen mit Paaren, die sich trennen, zu arbeiten, wie die Entscheidung von Kindern mitgetragen werden kann. Als Hintergrund vielleicht noch, ich bin Erzieherin, also habe die Ausbildung als Erzieherin gemacht, habe danach Pädagogik und Soziologie studiert und habe mich schon immer dafür interessiert, wie eine Familie aufgebaut ist. Hatte auch in der Soziologie Ideen. Schwerpunkt Familiensoziologie und ja, bei diesem Thema Trennung ist es natürlich auch wichtig, die Kinder mitzunehmen, weil die genauso ein Teil der Familie sind, die ja auch erstmal so bleiben wird. Also eine Familie bleibt ihr, das Liebespaar geht aber auseinander. Dieser Schritt kann natürlich oder ist häufig auch sehr schmerzhaft, besonders wenn einer von beiden nicht so ganz hinter der Trennung steht. Also wenn es darum geht, den Kindern es zu sagen, aber der eine hat das Gefühl, okay, es wird jetzt was ausgesprochen. Was ich eigentlich nicht möchte. Aber dieser Schritt ist unumgänglich, weil Kinder auch ein Anrecht darauf haben, zu erfahren, was passiert mit der Familie und wie geht es mit mir weiter. Häufig entstehen bei Kindern dann auch viele Gefühle, wie zum Beispiel Ängste, da geht es viel um das Thema Sicherheit. Und das ist auch so das erste Problem, auf das ich jetzt eingehen möchte, was im Gespräch mit Kindern bezüglich der Trennung auftreten kann. Kinder sind häufig viel komplizierter bei diesem Thema als Kinder und möchten Kindern auch, ja, einfach auch aus dem Gefühl heraus, alles richtig machen zu wollen, mal sehr viel Informationen geben. Also viele Paare sagen, ja, aber ich muss doch das und das noch erklären, ich muss mich doch noch erklären. Das wird häufig gar nicht gebraucht, weil wir gehen jetzt mal so ein bisschen auf die Grundbedürfnisse ein, die Kinder brauchen bei einer Trennung. Und das ist in erster Linie das Thema Sicherheit. Und Kinder sind zum Glück, was wir Erwachsenen häufig nicht mehr so haben. Sie sind dann sehr offen, was ihre Gefühle angeht. Und man trifft dann bei Kindern gar nicht selten auf Unverständnis. Also wenn Eltern sich dann dazu entschließen, es den Kindern zu sagen, so sage ich das im Coaching immer, darf alles sein. Also Kinder dürfen alle Gefühle äußern und die Aufgabe der Eltern ist es dann, das aufzufangen und zu begleiten und nicht zu bewerten. Also wenn ich unsicher bin, dann kann ich wütend sein, dann kann ich traurig sein, dann kann ich verzweifelt sein, ängstlich, alles ist möglich. Weil was in dem Moment passiert, wenn eine Trennung geäußert wird, es entsteht Unsicherheit und wir wackeln sozusagen mal für einen kurzen Moment, manchmal auch ein bisschen länger, an dem Fundament von einem Kind. Also wir wackeln sozusagen an der Grundlage und bringen ganz viel Unsicherheit mit rein. Kinder fragen sich dann je nach Altersstufe, wo wohne ich dann, habt ihr euch noch lieb, habt ihr mich noch lieb, was darf ich denn noch entscheiden? Habe ich daran Schuld? Ja, Mama sozusagen eine Absprache mit Papa getroffen hat und Papa hat das anders verstanden. Also es gibt ja ganz viele Situationen, wo Kinder schon mal in ihrem Leben bei Freunden oder vielleicht auch bei anderen Familienmitgliedern gemerkt haben, okay, was ist eine Trennung? Und leider häufig auch nicht den positiven Fall erlebt haben, sondern eher den negativen Fall, was passiert mit unserer Familie, was kommt jetzt, könnte Negatives auf mich zukommen? Wie Kinder denken, finde ich nochmal ganz spannend, anhand unseres eigenen Sohnes. Da ging es jetzt nicht um Trennung, sondern um Umzug und wir sind umgezogen in eine andere Wohnung, in der eine Familie wohnte, die wir auch kannten, die auch einen Sohn hatten, mit dem er auch gespielt hat. Jetzt sind wir in diese Wohnung halt eingezogen und haben ihm das irgendwann vorher gesagt, er hat das irgendwann selber auch so ein bisschen erahnt und wir haben ihm das nicht direkt von uns ausgesagt, weil er dann zu aufgeregt wäre. Sondern wollten so ein, zwei Wochen vorher ihm das dann mitteilen. Er hat das aber früher für sich so erschlossen und wir haben immer die Regel für uns, wenn er uns konkret fragt, kriegt er die Wahrheit. Und dann verarbeiten wir das mit ihm, was an Gefühlen hochkommt. Aber wir müssen ihn ja nicht unnötig beunruhigen, man weiß das ja vom Geburtstag, der hat in sechs Wochen Geburtstag, der ist schon außer sich, das muss nicht sein. Und jetzt war seine Frage, ob wenn wir da hinziehen, ob er dann der andere Junge wird. Also ob er ein neuer Mensch wird oder ob er der Junge, der er ist, bleibt. Und das sind natürlich Fragen, auf die kommen wir als Erwachsene nicht, aber in einem kleinen Kind steckt sowas dann halt auf einmal drin und da wird eine hypothetische Angst angetriggert, die wir natürlich direkt dann lösen müssen und auffangen müssen. Und wie Ina sagte, alle Gefühle können da kommen, alle Fragen können da kommen und wir Erwachsene sind ja immer so drauf erpicht. Und dann immer alles sachlich zu lösen, aber hier geht es ganz klar nur um Emotionen. Und da ist, finde ich, so der erste wichtige Punkt, dass die Eltern erstmal ein stabiles Fundament für sich selbst haben. Nochmal ganz kurz zu dem Thema Fragen. Das ist auch ganz spannend bei Kindern. Die Fragen kommen nicht immer unbedingt in dem Gespräch. Also manchmal ist es auch so, dass Paare sich bei uns melden und sagen, ja wir haben es unseren Kindern schon gesagt, die haben alles gut verarbeitet. Gucken wir da nochmal näher drauf und dann merken wir doch, okay, aber seit dem Gespräch hat sich einiges stark verändert. Oder die Abendroutine läuft vor allem mal anders. Also es kann einfach auch sein, weil Kinder in dem Moment auch manchmal so einen Schutzmechanismus haben, dass die dann so tun, als wenn sie das nicht berührt. Und dann möchten auch die Gesprächsatmosphäre möglichst schnell raus. Und dass die Fragen dann manchmal Wochen, Monate später kommen. Also wir haben das beschlossen, waren in der Paartherapie, was auch immer. Also haben eine Entwicklung dahin gemacht, sich zu trennen. Sicherlich bekommen die Kinder davon anteilig immer was mit und spüren Anspannung und all das. Aber dennoch immer mit dem Wunsch und der Hoffnung, die Eltern bleiben ein Paar und so weiter und es wird alles wieder gut. Und wenn dann die Trennung offenbart wird, dann kann natürlich dort entsprechend die Gefühlswelle vielleicht zu groß sein, um das sofort rauszulassen und zu verarbeiten. Genau, wo ich eben war, war das stabile Fundament der Eltern. Du hattest ja schon angesprochen, wenn gerade einer von beiden das eben vielleicht gar nicht möchte. Das war ja auch schon ein Coaching-Fall, an den ich mich erinnere, weil ich ihn im Einzelcoaching auch hatte. Häufig in dem Zusammenhang, wenn jemand selbst schon Scheidungskind ist. Ja, genau. würde zu weinen, aus Angst, was passiert, dass der Vater, wenn wir immer das klassische Beispiel aus dem Coaching-Mons nehmen, dass der Vater die Trennung nicht möchte und dass der Vater dann mit am Tisch sitzt und weint. Und er kann natürlich in dem Moment die Gefühle gar nicht begleiten, sondern ist selber überwältigt von seinen eigenen Gefühlen, weil er nicht stark genug ist, das auszuhalten. Was wiederum auch natürlich eine Brille aufbaut, was das Kind dann auf die Eltern dann hat. Also sagen, okay, Papa geht das so schlecht, der weint ja, was hat Mama denn vielleicht Schlimmes gemacht? Oder die Situation ist ja wirklich ganz schlimm, jetzt weint Papa ja sogar. Egal, was die jetzt sagen, die sagen das ja nur so, aber das ist ja schlimm, sonst würde ja hier keiner weinen. Also das ist so. Oder zustimmen, dass der Vater vielleicht sogar noch sagt, ich will das ja auch nicht. Dann hat man wieder den Schuldigen, der dann mit am Tisch sitzt und dann kommt das natürlich noch zu, dass die Kinder sagen, ja, aber ich will das auch nicht. Mama, warum willst du das denn? Du möchtest doch auch nicht, du liebst doch Papa bestimmt noch und das ist dann eine Gesprächsatmosphäre, die ja völlig aus dem Ruder gerät. Also die, wenn das so passiert, sind die Folgen ja das, was wir wiederum auch in anderen Coachings dann bei Erwachsenen bei uns bearbeiten, dass dann aus so einer Trennung Bindungsängste entstehen, Verlustängste entstehen, dass verschiedene andere Themen da sind, dass man, gibt auch viele, die lange an einer Beziehung festhalten, obwohl man sich eigentlich hätte längst trennen sollen, um eben nicht auch Scheidungseltern zu sein, die dann eben Kinder so hinterlassen und Prägung weitergeben. Also das macht ja ganz viel mit den Menschen, die eben eine Trennung oder Scheidung der Eltern erleben und das eben nicht gut begleitet wurde, beziehungsweise im Regelfall, wenn die Eltern kein stimmiges Elternpaar bleiben, sondern auch da eben verschiedene Werte vertreten, über den anderen schimpfen und so weiter, das sind halt ganz schwierige Punkte. Ja, dann erzähl doch gerne mal, wie gehst du jetzt vor, wenn jetzt ein Paar bei dir sitzt, irgendwie vielleicht Mitte, Ende 30, Anfang 40 und sagt hier, wir haben zwei Kinder, unsere Kinder sind drei und sieben und wir werden uns leider trennen, das steht fest, wir haben alles probiert, wir sind beide mit der Entscheidung auch mittlerweile einvernehmlich dabei und dann nehmen wir mal den Punkt raus, dass einer von beiden nicht will, wir wissen aber nicht, wie wir es den beiden so sagen, dass wir möglichst wenig Schaden anrichten. Genau, also als erstes lernt man sich ja erstmal kennen im Coaching, das heißt, ich lerne ja auch die Gründe kennen, warum das Paar sich getrennt hat, was auch nochmal wichtig ist. Er hatte eine Affäre. Okay, ich bring's jetzt für die Geschichte frei. Genau, er hatte eine Affäre und das macht bei ihr auch noch nachhaltig ungute Gefühle, das Vertrauen ist weg, aber sie haben beide auch gesehen, dass Ursachen dahin geführt haben in der Beziehung und beide in der Beziehung Fehler gemacht haben, warum es zur Affäre auch nachher kam, aber sie finden keinen Weg zurück, weil das geht bei ihr so stark gegen ihre Werte von Treue, sie kann nicht mehr weiterführen. Danke für die Geschichte. Ich baue jetzt ein bisschen den Rahmen und du erzählst. Genau, ja, also wie gesagt, man lernt sich jetzt erstmal kennen, ich erfahre das ja alles, was du gerade erzählt hast, dann würde ich natürlich auch mal nach den Kindern fragen, wie die Kinder so sind, wie die Kinder beschreiben würden, die sind ja dann nicht mit vor Ort natürlich, ich finde es immer auch dann ganz interessant und hilfreich zu wissen, was vom Charakter her, wie sie die Kinder aufgebaut sind, sind die eher ängstlich geprägt, haben sie eine starke Neigung zu einer Seite, also sind sie eher auf Mama bezogen, eher auf Papa bezogen, wo stehen die und so weiter, wie ist die Gesamtfamilien-Situation sag ich mal, um so ein erstes Bild zu machen. Dann sprechen wir ja darüber, was passiert ist und was in dem Moment ja passiert ist, dass das Liebespaar sich trennt, das haben sie ja beschlossen, aber das Elternpaar ja bleibt, also Elternpaar bleibt man, Liebespaar geht dann auseinander und viele denken, oder viele Paare denken dann, okay, das ist ganz schlimm für die Kinder, Kinder brauchen aber kein Liebespaar, Kinder brauchen ein starkes Elternpaar, also da nehme ich dann immer schon so den Druck zu sagen, okay, ihr habt euch jetzt dafür entschieden, das ist okay. Was kennzeichnet für dich ein starkes Elternpaar? Ein starkes Elternpaar kennzeichnet sich für mich dadurch, dass beide Verantwortung übernehmen für die Kinder, also für das Familienleben, dass die beide sich um sich und ihr neues Leben kümmern, dass sie beide als Ansprechpartner zu Verfügung bleiben für Kinder, also die Verantwortung übernehmen, aktiv in das Leben des Kindes hineinwirken wollen, dass sie einen wertschätzenden und respektvollen Umgang untereinander haben, also dass man gut Absprechen machen kann, dass beide Respekt voneinander haben, nicht schlecht übereinander spricht vor den Kindern, dass beide bemüht sind, dass das Konstrukt Familie erhalten bleibt, auf respektvolle Art und Weise, also dass man sozusagen nicht aus der alten Verletzung heraus, wie zum Beispiel eine Affäre, auf den anderen eine Brille hat, dass man denen Sachen vorwirft, also dass man sagt, ja, das innerlich für sich, vielleicht auch nicht vor den Kindern ausspricht, aber innerlich für sich sagt, okay, war ja klar, dass der andere nicht zuverlässig ist, war ja damals auch so, oder hm, ob ich dem glauben kann, wenn der jetzt sagt, das Kind ist krank, das kann nicht kommen, das Kind beim Vater bleibt und das kann nicht kommen, oder ob ich dem dann schon unterstelle, dass das ja sozusagen ja auch ganz gut passte und derjenige war ja in der Vergangenheit auch nie ehrlich, weil er hat ja auch eine Affäre gehabt, also ein starkes Elternpaar ist ohne Verletzung untereinander und da kommen wir ja auch genauso genau zu dem Punkt, um was es häufig geht. Natürlich geht es darum, den Kindern das zu sagen, aber man muss dafür halt ausgeglichen kraftvoll sein und wir gucken einmal deshalb vorweg, wenn das geht, das ist ja auch mal so die Frage, wenn das geht zeitlich, also wo steht das Paar gerade, ist es jetzt so, dass der Vater nächste Woche auszieht, dann haben wir eine ganz andere Grundsituation, als wenn man sagt, okay, wir wohnen zusammen, wir haben jetzt gerade am Wochenende beschlossen, wir möchten uns trennen, wir müssen aber noch klären, wie machen wir es mit dem Haus, wie machen wir es mit dem Auszug, wir stehen noch ganz am Anfang, das ist der Idealfall, dass das Paar noch am Anfang steht. Dann würden wir nämlich die Verletzungen erstmal untereinander lösen, also schauen, dass wir die Verletzungen, wo kam der Stein ins Rollen, es geht ja nicht mehr darum, als Paar zusammenzukommen, das ist ja nicht mehr das Ziel, aber ein wertschätzendes und respektvolles Umgang untereinander aufzubauen und das geht nur, wenn da keine Verletzungen sind, also wir würden die Verletzungen auflösen, das dauert natürlich einen gewissen Zeitrahmen, nicht unendlich, aber es dauert und dann haben wir nämlich eine wertschätzende Haltung zueinander und können ganz anders einsteigen in das Thema, wie sagen wir es unseren Kindern, weil dann kann man sich gegenseitig auffangen und das war bei dem Paar, was damals im Coaching war, nämlich nachher auch möglich, nachdem er im Einzelcoaching war, nachdem wir die Verletzungen gelöst haben, haben wir zusammen das Gespräch vorbereitet, wie sagt man das, der Tochter und dann ging es dann auch, dass er sagt, natürlich ist das Gespräch immer noch schwer, das ist auch völlig normal, weil er sagt, du, mir würde es helfen, wenn du das Gespräch führen würdest, also hat er an seine Ex-Frau dann sozusagen gewendet, wenn du das Gespräch einleiten könntest, führen könntest, ich möchte auch was sagen, aber ich möchte einfach auch auf mich selber ein bisschen konzentrieren, auf meine Emotionen, ich habe Angst, dass mir da die Worte fehlen und das ging dann aber auch, weil sie gesagt hat, ja klar, kann ich sehen, ich kann deine Gefühle sehen dazu und für mich ist das in Ordnung und konnten sich in dem Gespräch gut unterstützen. Genau, jetzt knacke ich einmal zur Lösung, wie man das den Kindern sagt. Genau, also im Prinzip ist das ja schon ein großer Anteil der Lösung gewesen, also natürlich hast du jetzt nicht konkret gesagt, wie man es den Kindern sagt, aber wichtig ist ja, dass der Rahmen passt, das heißt der Grundpfeiler für uns ist, dass man ein stabiles Elternpaar ist und das heißt für uns, dass viele Dinge, die eigentlich zur Trennung geführt haben, nämlich die emotionalen Verletzungen gelöst werden, um das Fundament zu stabilisieren, weil das eben fürs Elternpaar genauso wie fürs Liebespaar gebraucht wird, das holen wir trotzdem nach und dann diese Stabilität sorgt dafür, dass erstmal so ein Rahmen überhaupt geschaffen ist, Gefühle auffangen zu können und verarbeiten zu können mit dem Kind zusammen. Wenn das denn möglich ist, also ich habe das auch manchmal den Fall, dass es halt schwierig ist, das erst vorweg zu machen, da muss das so ein bisschen parallel laufen, wenn halt jetzt Zeit knapp ist, also wenn das jetzt gerade auch bei älteren Kindern so ist, dass sie sagen, Mensch, es muss jetzt raus, weil die fragen uns und wir möchten nicht lügen und bla, dann kann ich ja nicht sagen, ja okay, ihr kommt jetzt erst nochmal dreimal ins Coaching, wir lösen in Ruhe die Verletzung und dann sagt ihr es euren Kindern. Da müssen wir so ein bisschen einen individuellen Weg finden, der sich auf jeden Fall aber immer ergibt. Okay, dann wie ist jetzt der Ratschlag bei einem dreijährigen Kind? Drei ist eine spannende Altersphase, weil da ja schon so ein bisschen Verständnis da ist, aber wir ja noch nicht die komplette Empathie haben bei einem Kind, das heißt wir können da nicht erwarten, dass ein Verständnis herrscht, das können wir grundsätzlich, sollten wir bei Kindern eh nicht bei der Situation erwarten, aber wir können, sag ich mal von der Logik her, noch weniger erwarten, einfach wie bei einem sieben- oder achtjährigen. Also die können eigentlich gar keine Konsequenzen absehen, was das für ihr Leben bedeutet. Nein, natürlich mit drei ja nicht. Also da sind die Ängste trotzdem vorhanden, wie wer bringt mich dann ins Bett, also es sind eher so grundsätzliche Ängste, ne? Ja. Wer macht mit mir den Ausflug, darf ich noch zu Oma und Opa fahren, also so eine Kleinsachen eher, ne? Ich will Kinder aber groß sein. Wie wir das machen, also ruhige Gesprächsatmosphäre, das ist wichtig. Mit ruhig ist gemeint, dass, also wie ich schon sagte, beide im Besten anwesend sind, dass beide Bewusstheit für das Gespräch eingeplant haben, dass keiner unter Zeitdruck steht. Dann sollte so ein Gespräch nicht vor dem ins Bett gehen geplant werden. Also nicht so eine Atmosphäre wählen, wie wir setzen uns an die Bettkante, bevor du schlafen gehst und Mama und Papa müssen dir nochmal was sagen. Das hat den Effekt, dass das einfach auch mit in den Schlaf genommen wird und die Emotionen, die dann auftreten, eventuell ja auch sehr aufwühlend sind. und dann kommt alles ins Rudern und gerade bei drei ihren Kindern sind ja auch Rituale und Schlafzeiten auch sehr wichtig, meistens. Und damit dreht man sich dann selber so einen Strick. Also gut wäre sowas wie am Nachmittag genug Zeit, das Kind hat sich vor sich auszuruhen, vielleicht vom Kindergarten, aber dass man da nochmal sagt, so, man setzt sich zusammen. Und man setzt sich zusammen, auch runterbrechen, man muss sich nicht an den Tisch setzen und wie so ein Geschäftsmeeting das abhalten. Man kann das auch beim Spielen machen auf dem Boden. Man sagt so, Mama und Papa wollen nochmal was erzählen. Und das muss auch nicht rucki-zucki ein Thema nach dem anderen sein. Es ist nichts, was man abarbeitet. Das kann auch mal unterbrochen werden durch kleine Spielphasen. Das ist alles okay in dem Alter. Also keine Hektik. Jeder bekommt seinen Redeanteil. Der muss nicht 50-50 sein, ist kein Referat. Aber es ist wichtig, dass beide gehört werden. Dass beide das Gefühl haben, sie haben das gesagt, was sie sagen wollen. Und was sagen die aus dem dreijährigen Kind? Genau, was sagen sie dem dreijährigen Kind? Sie sagen, in erster Linie, wir möchten uns trennen. Ob man das Wort Trennung benutzt, ist immer je nach Kind so ein bisschen abzuwägen. Aber sie sagen im nächsten Schritt gleich, Mama und Papa bleiben Mama und Papa aber. Es verändert sich für dich nichts. Und wir haben uns auch noch lieb. Also das ist auch da wieder das Thema Sicherheit. Man kann da ganz bewusst natürlich auch weggehen von Mama und Papa lieben sich. Das wäre vielleicht ungestimmig auch für ein Paar. Aber es reicht, wenn man sagt, Mama und Papa haben sich noch lieb. Aber wir trennen uns. Aber du bleibst immer mein Sohn, du bleibst immer meine Tochter, wie auch immer. Und das heißt zum Beispiel, dass sich ein bisschen was zu Hause ändern wird. Aber das kann auch gar nicht schlimm sein. Wenn jetzt zum Beispiel der Plan ist, dass Papa auszieht, ne, fiktive Situation jetzt, kann man sagen, das muss ich wieder vorweggreifen, ist natürlich die Frage, wann Papa auszieht. Ich würde sowas jetzt nicht zwei Monate vorher sagen. Gehen wir davon aus, Papa würde nächste Woche ausziehen. Also das ist schon zu viel Information für das Kind. Genau. Also wenn ich. Das ist sagen, wenn in zwei Monaten der Auszug geplant ist, das wird noch gar nicht gebraucht an der Stelle. Das kann man gar nicht. Es ist wieder zu viel Emotion, kann das Kind nicht überblicken, nicht erfassen. Die Frage ist, ob man so ein Gespräch überhaupt dann schon führen muss, ne? Ja. Also ich würde ein Gespräch nicht zwei Monate vorher führen mit einem Dreijährigen. Warum? Also ich würde es immer dann führen, wenn sozusagen eine aktuelle Konsequenz, ein einsteigendes Erlebnis fürs Kind eintritt. Also bei dem Dreijährigen eher dann, wenn wirklich etwas sich verändert. Wenn Papa die Koffer packt in ein paar Tagen oder Mama auszieht. Also so ein, zwei Wochen vor dem Auszug. Ja. Wenn Unruhe entsteht. Ja. Dann sozusagen, ja. Und dann, ja, würde ich das ganz kurz und knapp sagen. Und wo du das aber dann, dass Papa dann auszieht, nehmen wir mal den Fall, dass aber trotzdem das Zimmer behalten darf, dass Mama hier bleibt, das müsste man natürlich vorher regeln, wie das ist mit den Besuchszeiten, ne? Das könnte man dann schon mal so ein bisschen anteasern und sagen, okay, Papa holt dich dann aber. Und Papa hat auch eine Wohnung und da hast du dann vielleicht auch ein Bett und dann darfst du dir auch. Dann geht das auch darum, dass ein bisschen. Das hört sich mal so an, also ein bisschen kann man gerne auch mal so einen Eventcharakter reinbringen. Dann kannst du bei Papa dir auch aussuchen, was für eine Farbe du an der Wand haben möchtest. Und dein Kuscheltier darfst du natürlich, den musst du auch immer mitnehmen, ne? Das ist ja auch wichtig. Der muss ja auch mal bei dir sein. Also so ein bisschen ganz spielerisch. Da stecken ja eigentlich zwei Anteile drin. Das eine ist, dass nochmal vorweg geklärt werden muss, wie denn das Betreuungsmodell aussieht. Und das Erziehungsmodell, das ist ja auch was, was du mit Paaren immer intensiv durchgehst. Wo auch häufig falsche Vorstellungen darüber herrschen, was welches Modell genau fürs Leben bedeutet. Das andere ist, dass es schon darum geht, die eigene Trennung so gut weggesteckt zu haben, sozusagen und so stabil zu sein, dass man dem Kind vermitteln kann, jede Trennung, alles was was Negatives hat, hat auch immer was Gutes an sich. Und dort die guten Aspekte in den Vordergrund zurück. Und man darf auch sagen, man darf auch sagen, das macht uns auch ein bisschen traurig. Es geht nicht darum, seine Gefühle zu verbergen oder was vorzuspielen. Darum geht es nicht. Es geht nur darum, so möglichst wenig Unsicherheiten. Bei Kindern sind Unsicherheiten was ganz anderes. Die denken ja nicht darüber nach, wer finanziell, ob man wie aufgestellt ist. Das ist überhaupt kein Thema fürs Kind. Der wird nicht nach der Düsseldorfer Tabelle fahren. Nein, genau. Das ist total egal. Und er weiß auch nicht, ob ein Wechselmodell für ihn jetzt persönlich das Richtige ist. Sollte auch nicht sein Problem in dem Sinne sein, das zu entscheiden. Nicht mit drei. Nicht mit drei, genau. Nicht mit drei. Und mit drei geht es darum, wer bringt mich ins Bett? Wer macht mit wem welchen Ausflug? Was ist mit Oma und Opa? Darf mein Teddy auch mitkommen? Und haben sie sich alle noch lieb? Dann hat jetzt der Dreijährige das erstmal so für sich gut angenommen. Kann damit leben. Schauen wir mal, wie ist das mit der siebenjährigen Tochter? Also was beim Dreijährigen natürlich jetzt passieren kann, ist die Situation, dass der vor allem fängt zu heulen. Dann geht es darum, zu trösten, in den Arm zu nehmen. Auszuhalten. Und nachher auch einen guten Abschluss zu finden. Und zu sagen, okay, im besten Fall schaffen wir es nochmal kurz, zusammen nochmal eine Viertelstunde zu spielen und zu sagen, okay. Und einen guten Abschied zu haben. Ja, mit drei ist ja auch nochmal, dass man das Gefühl klar benennt. Weil der ja seine Gefühle noch nicht versteht. In der Empathiebildungsphase, dass man ihm auch mitgibt, du bist traurig. Wir auch. Man darf traurig sein. Und dass man das aushält. Genau. Und klar, guten Abschluss finden, finde ich auch echt gut. Zu sagen, dann spielt danach, sitzt zu dritt zusammen, dass quasi nicht dann der Vater sagt so, und jetzt bin ich dann auch weg. Ich bin jetzt ja eh nicht mehr hier. Keinen dramatischen Abschied an dem Tag. Da auch mal drauf achten. Also die Eltern müssen ja jetzt nicht sich um den Hals fallen und sagen, oh, es war super und vielen Dank, dass du mit mir das Gespräch geführt hast. Das wird alles nicht gebraucht. Aber respektvoll halt zu sagen so, wir verabschieden Papa dann mal. Wir zu Papa nochmal rausschubsen. Also, das ist ja so ein spielerisches Ding, was Kinder machen. So was zum Beispiel. Okay, nehmen wir jetzt die sieben. Die siebenjährige Tochter. Ja, siebenjährige Tochter war zum Beispiel, die Tochter jetzt im Coaching-Fall war sechs. Da ist es natürlich, da geht es nochmal um genauere Absprachen, weil da können ja noch genauere Fragen kommen. Also dann so Fragen zu kommen, wie dass sie dann Sachen hinterfragt, wie ja, bei wem bin ich denn innerhalb der Woche? Wahrscheinlich die blödeste Antwort, wenn man sagt, das wissen wir auch noch nicht. Oder sowas wie, wenn einer dann, ich meine, das ist nur, wenn jemand nicht sozusagen die Verletzung gelöst hat, wenn jemand dann sagt so, ja, da musst du deine Mutter mal fragen, das weiß ich auch noch nicht. Also, wenn man sozusagen ganz klar im Gespräch sagt von wegen so, ja, das ist eine gute Frage, da haben wir auch keine Antwort drauf, das bringt Unsicherheit. Genau. Da kann man das Kind natürlich auch schon aktiv mit einbeziehen und zu sagen so, was wäre dir denn wichtig? Was ist dir wichtig? Oder auch fragen, hast du noch Fragen am Ende? Also, nachdem man die Emotionen begleitet hat. Genau, nachdem man die Emotionen gesagt hat, nachdem man auch da wieder Sicherheit herstellen zu sagen, wir sind beide für dich da, du bist nicht alleine, wir sind immer Mama und Papa noch. Also, Paare sagen manchmal so, oh Ina, ey, ist das nicht ein bisschen, das ist doch klar. Nee, ist nicht klar. Uns Erwachsenen. Uns Erwachsenen ist klar, dass ich Mutter bleibe oder dass du Vater bleibst, aber wir wackeln da. Erinnern wir uns an unseren Sohn zurück? Werde ich ein anderes Kind? Also, was für Fragen entstehen da auf einmal? Und dann hat, und dann dass noch Fragen kommen können wie, ja, bei meiner Klassenkameradin war das dann aber, ne, da ist der Papa, der durfte dann nicht mehr in die Wohnung rein. Und dann zu sagen, nein, ne? So einzelne, so ganz individuelle Fragen, nein, das wird bei uns nicht so laufen, ne? Mit 6, 7 habe ich natürlich schon ganz andere Erfahrungssätze und Überzeugungen gebildet durch andere Kinder, durch Freunde, ne? Und was ich immer als Tipp noch so dazugebe, ist in einem Alter, sag ich mal so ab 5, hilft das immer ganz gut, eine Person von außen, also außen meine ich in dem Sinne von der Kernfamilie außerhalb, Tante, Onkel, Oma, Opa, am besten für eine Person, wo beide Elternteile ein gutes Gefühl zu haben, mit dazu zu nehmen und die dem Kind in diesem Gespräch noch an die Seite zu stellen. Die muss nicht vor Ort sein, aber zu sagen, okay, damit man so ein bisschen das Geheimnischarakter nimmt. Also ganz klar auch auszusprechen, du darfst darüber sprechen, Oma und Opa wissen das, oder wir sagen Oma und Opa das auch. Und zum Beispiel deine Tante Tina, die weiß das auch. Und wenn du auch mal traurig bist und mit uns mal nicht drüber sprechen willst, dann darfst du auch zu der gehen. Die weiß das auch und dann kannst du auch mit der sprechen. Also sozusagen da noch mal jemanden an die Seite zu stellen, der jetzt ja noch mal so ein Vermittler vielleicht auch sein kann. Also so eine Vertrauensperson. Genau. Weil natürlich möchte man vielleicht nicht alle Sachen fragen. Wenn man 10 ist, mag man vielleicht die Mama nicht fragen, ob der Papa eine neue Freundin hat. Aber dann traut man sich das vielleicht der Tante zu fragen, die dann vielleicht das dann gut auffangen kann. Da muss man sich natürlich eine Person aussuchen, die auch da die Gefühle begleiten kann, die gleichen Ansicht der Erziehung hat, die ausgeglichen Kraft von dem Sinn ist, dass die Gefühle auch einfach auch ohne Wertung einem gegenüber, also wenn der Papa jetzt eine neue Freundin haben sollte, ist das natürlich wichtig, dass dann die Tante nicht sagt, ja, Papa hat auch schon eine neue Freundin und ist auch doofe Mama. Also muss jemand sein, der unparteiisch handelt und und sein, kann und das das Wohl des Kindes da sieht, unterstützt. Der die Aufgabe gerne annimmt auch. Man muss die Person auch fragen, weil es ist natürlich auch nicht ohne. Okay. Ja. Was für Gefühlsspannen sind so bei einer 6-, 7-Jährigen denkbar? Alles. Alles. Bei Kindern ist immer alles möglich. Also Wut, Traurigkeit. Meistens ist es immer erst Traurigkeit. Also häufig erst Angst, Traurigkeit, Wut. Angst von wegen so dieses erstarren häufig auch. Dieses, oh Gott, jetzt bin ich dran. Jetzt, meine Eltern sind die Nächsten und. Was machen die Eltern, wenn das Kind vor Angst erstarrt und man sieht, dass das irgendwie kaum noch Luft kriegt? Körperkontakt, wenn das okay ist. Sozusagen, darf ich dich mal in den Arm nehmen? Dürfen wir dich mal in den Arm nehmen? Brauchst du eine Umarmung? Fragen. Wenn man merkt, das Kind verkrampft total, einfach machen. Einfach mal eine Umarmung anbieten. Häufig ist das auch so ein Eisbrecher. Und dann kommen meistens die Tränen dann ja auch. Durch die körperliche Umarmung, durch die Nähe. Da auch mal drauf zu achten, dass da beide einen Anteil tragen. Eine Dreierumarmung fühlt sich für viele Paare nicht stimmig an. Also wenn beide sozusagen dann auch gefühlt sich auch umarmen, ist man mal nicht so stimmig. Aber dass man dann, da ist der eine, der das Bein streichelt, der andere den Arm streichelt oder den Kopf streichelt. Oder es kann auch sein, dass einer sagt so, ich hole mal ein Taschentuch. Ich hole uns mal Getränke. Also auch diesen Part kann ja einer übernehmen. Vielleicht auch der Part, der sagt, ich bin nicht so der Mensch, der so körperlich das so ausgeprägt hat. Also kann man sagen, an der Stelle weder das Ganze im Schweigen gerade verkommen lassen, noch drüber hinweg gehen und einfach weiterreden und reden, sondern dann das aufkommende Gefühl wahrnehmen, sensibel als Eltern und gucken, wie geht man darauf ein. Und dann auch stoppen. Wenn man merkt, okay, das Kind erstarrt jetzt, fängt an zu hyperventilieren, dann auch mal abgehen von dem Thema und zu sagen, komm, wir atmen jetzt mal ruhig. Genau, nicht weiterreden und sagen, ach, wir reden jetzt noch über dieses Modell und das und über jenes und über diese Konsequenz, sondern in dem Moment, wo die Emotionen kommen, ist letztendlich erstmal Erklärung, Sachliches und alles, was man gerade so noch auf seinem Zettel hat, was man loswerden will, ist dann erstmal hinfällig, sondern dann geht es erstmal, sobald eine Emotion kommt, wird die Emotion begleitet. Was da halt jeweils gebraucht wird. Umarmung, Taschentuch. Darüber sprechen wir auch nochmal ganz individuell im Coaching vorher. Also diese ganzen Varianten, die ich, sag ich mal, durchs Coaching jetzt ja auch schon viel erlebt habe, was bei Paaren auftritt, sind natürlich auch ein kleiner Erfahrungsschatz. An den gebe ich natürlich dann immer gerne Preis und sage, okay, gut ist mal die Vorbereitung, sich auf jede Gefühlslage so ein bisschen innerlich mal vorzustellen, ne? Und sich einzulassen. Und dann kann man nämlich auch die Rollen schon so ein bisschen mal drüber sprechen. Ja, das ist auch meistens die Zielgruppe, das sind die Paare in dem Alter kommen, die meistens dann zu uns auch, um sich da beraten zu lassen, wie man es den Kindern sagt, wenn die Kinder eigentlich so unter zehn sind. Über zehn gibt es sicherlich auch noch viele spannende Dinge, die man durchgehen kann und können wir auch nochmal eine Podcast-Folge zu machen. Aber das ist nicht mehr so die Gruppe, die dann zu uns kommt, weil die meistens das Gefühl haben, die Kinder sind jetzt alt genug, wir sagen denen das und dann wird das schon irgendwie gehen. Also die meisten haben ja eher so die Sorge im Kleinkindalter oder im Schulkindalter, also Grundschulalter, dass da am meisten Prägung entsteht und am meisten die Kinder einfach psychischen Schaden nehmen. Was eigentlich auch mit der Selbstständigkeit vom Kind auch zusammenhängt. Weil im Kleinkindalter stellt sich vielleicht auch die Frage, wenn ich jetzt ein bestimmtes Modell wähle, was mache ich aber, wenn das Kind das nicht will? Was mache ich, wenn das Kind nicht bei Papa in der neuen Wohnung schlafen will? Aber Papa eigentlich ein Anrecht offiziell drauf hat, dass er einen Umgang mit dem Kind hat. Also da gibt es ja nochmal so ganz viele Feinheiten, wie wie gehe ich damit um? Wie vermittle ich das dem Kind? Da würde ich sagen, machen wir eine weitere Podcast-Folge zu. Was machen wir, wenn das Kind das nicht alles will? Das nicht möchte. Also zum Beispiel, wenn man sich jetzt ein Modell ausgedacht hat, Wechselmodell 50-50 und das Kind sagt, nö, ich mach das nicht. Mit 6, 7 kann das vorkommen, mit 14 sowieso. Mit 14 sollte man sein Kind da eh voll mit einbeziehen, welches Modell das Kind möchte, aber mit 6, 7 wird man das noch nicht ganz machen, weil die Tragweite wieder nicht klar ist. Aber was mache ich, wenn das Kind jedes Mal da steht und der Papa möchte es abholen und das rebelliert, haut um sich und sagt, ne, ich will da nicht schlafen und die neue Freundin mag ich auch nicht. Ja, oder was mache ich, wenn ein Dreijähriger abends da sitzt im Bett und sagt, Mama, Mama, Mama anrufen und du hängst da und denkst so, wir haben Mama jetzt schon dreimal angerufen. Was mache ich jetzt? Ja. Da hätte ich so Ford-Ideen. Ja, da könnte man ein schönes Video aufnehmen oder wenn man eine Toni-Box hat, kann man irgendwie vielleicht ja die Mama eine Geschichte auf der Toni, auf dem Kreativ-Toni erzählen lassen. T-Shirt von Mama mitnehmen. Also, wir sehen, es gibt dafür eine neue Folge. Genau. Ja. Hast du noch etwas, wo du sagst, das müssen wir jetzt noch mitgeben für Klein- und Grundschulkinder, was die Eltern als Wissen unbedingt brauchen, wenn sie es ihren Kindern sagen? Ja. Als großer Tipp, was ich immer noch mitgebe, den eigenen Anspruch von Perfektion runterzuschrauben und das Gespräch zeitlich auch ein bisschen zu begrenzen. Also, das ist ja so ein Ding, was auch so manchmal querhängt bei Eltern, zu sagen, jetzt sagen wir es unseren Kindern. Ich würde immer sagen, wenn es nicht sein muss, das Gespräch nicht länger als, je alter Stufen, dann länger als 20 Minuten, weil dann auch bei allen so ein bisschen die Konzentration und die Gefühle und, also ich würde das immer sehr, sehr kurz halten. Lieber häufiger noch mal ansetzen, dann kann das auch mal bei allen so ein bisschen sacken, als so nicht so ein anderthalb-Stunden-Ding draus machen. Also. Ich denke, viele Fragen kommen auch im ersten Moment noch gar nicht, weil dann die Gefühle erstmal im Vordergrund sind. Die Fragen kommen dann, wenn die Gefühle verarbeitet sind und die Fragen kommen dann je nach Altersklasse in dem Moment, wo sich was verändert, was du ja auch schon sagtest. Wenn ich merke, jetzt verändert sich ein Punkt im Leben, dann entstehen auch die Fragen dazu, weil ja eben Kinder je nach Altersstufe noch gar nicht so weit in die Zukunft blicken und die Konsequenzen sehen können, wie wir Erwachsene letztendlich nach vorne schauen und immer prüfen, welche Konsequenzen wird unser Handelnder haben, was macht das mit uns? Im besten Fall, wenn es ein ausgeglichenes Elternpaar ist, kann man halt auch am Ende, wenn man aus der Situation raus ist mit dem Kind, auch das gut noch mal selber reflektieren mit dem Partner oder dem Ex-Partner. Also zu sagen, wir telefonieren da abends noch mal und wenn das Kind schläft, dann mal sagen, guck mal, das fand ich ganz gut. Oder vielleicht gleich eine Verletzung wieder auflösen und sagen, ja. Aber sich auch mal ein bisschen gestärkt aus der Situation als Elternpaar rausholen schon. Aber das ist ja wirklich wieder unser Bild des ausgeglichen, kraftvollen Elternpaares, dass die eben genau solche Dinge gemeinsam immer noch reflektieren, obwohl sie kein Liebespaar mehr sind. Weil es ja darum geht, zu gucken, was ist das Beste fürs Kind. Die reflektieren ja nicht mehr unbedingt, wie sie beide zusammen das irgendwie gemacht haben. Sie reflektieren ja eher, wie es fürs Kind ist und dafür müssen sie natürlich weiterhin ihre Verletzungen miteinander lösen und miteinander sprechen. Genau, weil dann braucht der andere vielleicht an so einem Tag auch noch mal die Rückmeldung, derjenige ist gut eingeschlafen abends, wie war der Abend denn noch nach dem Gespräch und so weiter. Ja, dies war mal eine längere Podcast-Folge, aber das ist auch ein wichtiges Thema, was wir in den Coachings haben und was tatsächlich eben viel bei den Kindern auslösen kann, wenn die Voraussetzungen nicht gegeben sind. Das erleben wir ja bei den Erwachsenen, die zu uns kommen und eben diese Themen mitbringen, die wir noch lösen. Wenn das bei euch der Fall ist, dass eine Trennung bevorsteht und ihr das den Kindern sagen müsst und da für euch Sicherheit haben möchtet und das einfach so gut wie möglich lösen wollt, um eben möglichst wenig Prägung bei euren Kindern zu verursachen, dann meldet euch gerne bei uns. In unserem Coaching-Team ist Ina die Spezialistin dafür, einfach aufgrund ihrer Erfahrung und Ausbildung, die das regelmäßig mit Paaren halt durchspielt, und auch dann in die Details geht, wie genau reagierst du und verarbeitest mit dem Kind Wut, wie verarbeitest du Traurigkeit, wie verarbeitest du Angst und so weiter, wie entsteht das, wie äußert sich das bei einem Kind, in welchem Alter, um das dann ja im Detail einfach durchzugehen. Genau, ein sehr spannendes Thema. Und dann hören wir uns, würde ich sagen, in der nächsten Podcast-Folge. Bis bald. Bis dann. Musik

Podcast Summary

Key Points:

  1. Eine glückliche und stabile Trennung erfordert ein starkes, verletzungsarmes Elternpaar, das sich gegenseitig unterstützt und für die Kinder verantwortlich ist.
  2. Kinder brauchen vor allem Sicherheit und emotionale Unterstützung, nicht ausführliche Erklärungen, um ihre Gefühle zu verstehen und zu verarbeiten.
  3. Das Sagen der Trennung sollte zeitlich und kontextuell angepasst sein – vor allem bei Kleinkindern erst nach konkreten Veränderungen, nicht vorher.
  4. Bei der Kommunikation mit Kindern sollten beide Eltern anwesend sein, die Gefühle auffangen und keine Beleidigungen oder Schuldzuweisungen machen.
  5. Es ist entscheidend, dass Kinder die Rolle des Elternpaares verstehen, ohne dass eine Trennung zu einem Verlust der Familie führt.
  6. Bei älteren Kindern entstehen komplexere Fragen über Wohnort, Tagesablauf und Verantwortung, die durch respektvolle, offene Gespräche gelöst werden.
  7. Eine vertrauensvolle Vertrauensperson, wie Tante oder Oma, hilft Kindern, ihre Gefühle zu teilen und sich sicher zu fühlen.
  8. Der Erfolg liegt nicht nur in der Wahrheitsübermittlung, sondern in der Stabilität, der Wertschätzung und der Fähigkeit, Emotionen gemeinsam zu bewältigen.

Summary:

Die Podcast-Folge behandelt das komplexe Thema der Trennung von Eltern und deren Wirkung auf die Kinder. Ein zentrales Ziel ist es, die Kinder so wenig wie möglich zu belasten, indem ein stabiles, verletzungsarmes Elternpaar geschaffen wird. Der Fokus liegt nicht auf ausführlichen Erklärungen, sondern auf der Sicherheit, der Wertschätzung und der offenen Kommunikation von Gefühlen.

Besonders bei Kleinkindern wird betont, dass das Gespräch nur dann sinnvoll ist, wenn es auf eine aktuelle Lebensveränderung abgestimmt ist – zum Beispiel kurz vor einem Auszug. Bei älteren Kindern entstehen komplexere Fragen zu Wohnort, Umgang und Zukunft, die durch respektvolle, teilnehmende Gespräche behandelt werden müssen. Es wird empfohlen, eine vertrauensvolle Dritte, wie eine Tante oder Oma, einzubinden, um die Kinder emotional abzuschirmen und ihnen Sicherheit zu geben.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist die emotionale Stabilität des Elternpaares, das sich gegenseitig vertritt und Verletzungen löst. Die Eltern lernen, ihre eigenen Gefühle zu verarbeiten, um dem Kind eine sichere und wertschätzende Atmosphäre zu bieten. Der Kern der Kommunikation ist nicht die Trennung selbst, sondern die Gewährleistung, dass das Kind weiß, dass es weiterhin Familie ist und dass es nicht allein ist.

Dies geschieht durch eine ruhige, empathische Gesprächsform, die Gefühle akzeptiert und die Kinder nicht überfordert. Die Folge zeigt, dass eine erfolgreiche Trennung nicht nur das Recht auf Trennung ist, sondern eine bewusste, liebevolle und respektvolle Umsetzung des Wissens, dass Familie weiterhin existiert – nur anders strukturiert.

FAQs

Man sollte das Gespräch in einer ruhigen, stabilen Atmosphäre führen, bei der beide Eltern anwesend sind. Es ist wichtig, die Sicherheit des Kindes zu betonen, indem man klarmacht, dass Eltern weiterhin ein Paar bleiben und das Kind weiterhin geliebt wird.

Kinder haben Angst vor Veränderungen und verlieren die Sicherheit, die sie aus der Familie kennen. Sie fragen sich, ob sie noch bei den Eltern bleiben oder ob sie ein neues Leben beginnen müssen, was zu Unsicherheit und Emotionsaufregung führt.

Ein starkes Elternpaar bleibt respektvoll, verletzungslos und vertrauensvoll miteinander. Beide übernehmen Verantwortung für die Kinder und zeigen, dass sie als Eltern weiterhin ein zusammenhängendes, sicheres Familienleben aufbauen.

Der Gesprächsbeginn sollte kurz und klar sein. Man sollte betonen, dass Eltern bleiben und das Kind weiterhin geliebt wird. Es ist wichtig, keine zu vielen Details zu nennen und das Gespräch nicht vor dem Schlafengehen zu führen.

Diese Emotionen entstehen, weil Kinder das Gefühl haben, verloren oder verwirrt zu sein. Sie können nicht die langfristigen Konsequenzen verstehen, weshalb sie sich verletzt oder ängstig fühlen, wenn sich das Leben verändert.

Nein, es ist besser, das Gespräch erst dann zu führen, wenn sich ein konkretes Veränderungsevent einstellt – zum Beispiel, wenn einer der Eltern auszieht. Vorherige Informationen können das Kind überfordern und zu größeren Emotionen führen.

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