Trennung ja oder nein: Wann ist es sinnvoll sich zu trennen?
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Die Podcast-Folge behandelt das komplexe Thema der Trennung in einer Beziehung und betont, wie belastend Unklarheit und mangelnde Kommunikation sein können. Die Moderatoren, als Paartherapeuten und Coaches, zeigen auf, dass Trennungsentscheidungen oft nicht nur logisch, sondern tief emotional und systemisch verankert sind. Zentrale Herausforderungen sind die Verletzungen, die durch fehlende Vertrauensbeziehungen entstehen, sowie die Entwicklung von Vorurteilen ("Brillen"), die sich auf die Beziehung auswirken. Ein wichtiger Ansatz ist der Öko-Check, der nicht nur Pro- und Kontra-Liste, sondern auch Emotionen und persönliche Werte berücksichtigt. Die Entscheidung für Trennung oder Zusammenhalt erfordert Zeit, Reflexion und gemeinsame Arbeit, um eine verantwortungsbewusste und respektvolle Entscheidung zu treffen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Wahrung der emotionalen Integrität beider Partner, insbesondere wenn Kinder betroffen sind. Es wird betont, dass eine Trennung nicht automatisch ein Scheitern des Lebens bedeuten muss, sondern vielmehr eine neue Phase des persönlichen Wachstums sein kann. Die Folge fordert, dass Paare frühzeitig miteinander über ihre Gedanken sprechen, um eine gegenseitige emotionalen Abdeckung und eine vermeidbare Krise zu vermeiden.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensidealisten.
In dieser Folge geht es um Trennung, ja oder nein, wann ist es sinnvoll, sich zu trennen.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise,
hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Wenn es in der Beziehung kriselt und man sich häufiger streitet oder im Konflikt ist,
man fragt sich, wie man aus der Situation wieder rauskommt
oder ob vielleicht der Weg der Trennung der bessere Weg wäre.
Wir zeigen euch, warum diese Situation so belastend sein kann
und was ihr tun könnt, um da wieder herauszukommen.
Ja, beim Thema Trennung habe ich ja immer das Gefühl,
das geht so ein bisschen in Konflikt mit unserem Slogan oder unserem Anfangssatz,
hinein in eine Glücklichkeit.
Glückliche und harmonische Beziehung, das könnte ja aber auch die nächste sein,
nicht mit dem aktuellen Partner oder der aktuellen Partnerin.
Und es kommen ja auch regelmäßig Paare zu uns,
die sich bereits für die Trennung entschieden haben
oder schon im Trennungsprozess stecken und sich dabei Unterstützung holen.
Ob das nun darum geht, sich für die nächste Beziehung tatsächlich fit zu machen
und zu schauen, dass man keine negativen Prägungen mitnimmt
oder einfach auf der Suche ist nach der Unterstützung,
eine Ursache, um festzustellen, daran hat es gelegen,
das können wir beim nächsten Mal besser machen,
sodass die nächste Beziehung gut funktioniert.
Und natürlich der häufigste Grund, dass Kinder da sind
und man ein Elternpaar bleiben möchte,
man eben weiterhin in Kontakt miteinander sein wird
und dadurch das Ganze auf ein solides Fundament als Elternpaar stellen möchte.
Ja, vor allen Dingen der zweite Grund.
Also häufig ist es auch so, gerade jetzt diese Woche,
die letzte Woche im Coaching hatte ich wieder ein Paar,
da war für sie schon klar, dass es eine Trennung wird
oder sie hat sich schon von ihm getrennt und dass das dabei bleiben wird.
Aber er konnte damit überhaupt nicht leben,
weil er für sich die Gründe nicht wusste.
Muss man auch dazu sagen, sie haben zwei Kinder
und da hat sie sich auch dazu bereit erklärt,
mit ihm durch diesen Prozess zu gehen,
weil sie schon verstehen konnte, dass er das gerade schwer hat
und dass er leidet, weil er für sich nicht die Gründe weiß.
Natürlich könnte man sagen, warum sagt sie ihm das nicht einfach?
Das hat sie natürlich schon versucht, es kam aber nicht an,
weil diese Haltung und die Ebene der Kommunikation nicht mehr vorhanden war,
dass man das alleine hätte klären können.
Und das ist natürlich schwierig, wie wir das Thema auch haben,
Trennung ja oder nein, wenn der eine sagt Trennung ja
und der andere sagt Trennung nein, weil warum?
Das macht natürlich dann auch einfach eine Situation sehr schwierig,
auch um eine Trennung überhaupt durchführen zu können.
Das Warum wird dann ja auch häufig gebraucht,
um das Denkgefühl erstmal klar zu haben,
um sich dann überhaupt im Basisgefühl darauf einlassen zu können,
um das auch zu verarbeiten.
Also ab dem Moment, wo man den Grund weiß, hört das Leid ja nicht auf,
aber man kann anfangen, das Leid zu verarbeiten,
was regelmäßig schwierig ist, wenn man den Grund nicht verstanden hat
oder einfach nicht weiß, woran liegt es jetzt noch,
weil dann auch häufig eben noch mehr Hoffnung da ist.
Ja, oder man sagt auch,
wie soll ich das denn unseren Kindern oder unserem Kind sagen,
mit dir zusammen im besten Fall, ja, so ist es eigentlich der schönste Weg ja,
wenn ich gar nicht weiß, warum.
Oder was mache ich denn, wenn das Kind mich fragt, warum,
wenn ich es doch gar nicht weiß? Schwierig.
Ja, sehr belastend ist für viele die ungewisse Lage,
in dem Moment, wo einer von beiden oder auch beide sich fragen,
Beziehung oder Trennung.
Das ist bei uns im Coaching ja auch,
wenn wir am Anfang in die Zielklärung gehen,
sehr häufig der Fall, dass einer von beiden sagt,
ich möchte die Beziehung retten und der andere sagt,
ich weiß das gar nicht, ob das noch geht für mich.
Und das kleinste gemeinsame Ziel dann erstmal die Klarheit ist,
Trennung oder Beziehung, in welche Richtung wird es gehen.
Und diese ungewisse Lage, die ist für viele sehr, sehr belastend.
Ab dem Moment, wo man sich für die Beziehung retten entscheidet,
ist natürlich gut erstmal, dann geht es weiter
und dann kann man in der Paartherapie,
in welche Richtung arbeiten.
Aber natürlich auch die schmerzhafte Entscheidung der Trennung
ist für viele dann erstmal auch eine kleine Erleichterung,
trotz Schmerz, weil man eben aus dieser ungewissen Lage herauskommt.
Also man kann so allgemein sagen,
dass die aktuelle Beziehung oder das aktuelle Verhältnis
auf jeden Fall eher eine Belastung ist,
statt eine Bereicherung für das eigene Leben.
Ja, das, was dazu führt, dass die Situation angespannter wird.
Also Streitthemen werden mehr oder man geht sich bewusster aus dem Weg.
Ich erlebe in den Coachings auch häufig, dass eben berichtet wird,
dass man nicht weiß, wie man miteinander umgehen soll in der Situation.
Also welches Verhalten im Alltag ist in Ordnung?
Umarmt man sich noch? Umarmt man sich nicht mehr?
Wie kommuniziert man miteinander? Was ist okay? Was ist nicht okay?
Da sind ganz viele Fragezeichen auf einmal,
bei denen eine Unsicherheit für die Beziehung entsteht.
Und es fängt ja auch an dem Punkt an,
wo so ein bisschen gewohnte Pfade verlassen werden.
Also man anfängt ja, der andere schläft dann woanders in der Wohnung oder im Haus.
Dann hinterfragt man erstmal alles.
Also die Unsicherheit ist einfach sehr stark da.
Und das kann natürlich auch wütend machen,
dass man sagt, wir finden hier irgendwie keinen Weg heraus,
keinen Lösungsweg.
Das macht so ein starkes, ungutes Gefühl.
Ich weiß nicht, was ich tun soll.
Du kannst mir nicht sagen, was ich tue.
Und wir drehen uns hier im Kreis.
Ja, dann kannst du auch Traurigkeit im nächsten Step machen.
Dass die Beziehung gerade nicht so läuft, wie man sich es wünscht.
Bei unserer Fehlerkultur, die wir üblicherweise hier haben,
wird das ja dann auch gerne mit einem Scheitern verbunden.
Weil ja schon das Bild so ist, dass man sagt,
Ehe, ein, zwei Kinder, eher zwei, Haus oder Wohnung kaufen.
Das wäre ja so.
Oder bauen.
Das ist ja so.
Das Wunschbild.
Und wenn man so in diesem Wunschbild drin ist
und merkt, dass die Beziehung so nicht weiterlaufen kann
und die Trennung ansteht,
ist ja auch für viele dieses starke Gefühl des Scheiterns da.
Das macht auch traurig, häufig auch wütend auf sich selbst.
Dass man es selbst nicht geschafft hat.
Ich erinnere mich an jemanden im Coaching, der gesagt hat,
ja, was soll ich dazu sagen?
Wenn du die Trennung möchtest, habe ich es wohl verkackt im Leben.
Ja.
Damit bekommt natürlich die Trennung auch noch mal eine ganz andere Dramatik.
Na klar.
Wenn das bedeutet, im Leben gescheitert zu sein.
Ja.
Genau, in der Folge entfernt man sich immer weiter voneinander erst mal.
Man verbringt weniger Zeit gemeinsam.
Da es ja auch seine Ursache hat,
dass es Richtung der Überlegung Trennung ja, nein läuft,
hat es wahrscheinlich auch schon vorher mit der Kommunikation
nicht so wahnsinnig gut geklappt,
die dann entsprechend noch weniger wird.
Wie immer haben wir zu diesem Thema einen Blogbeitrag.
geschrieben Beziehung beenden, wann sollte man sich trennen?
Und in diesem Artikel könnt ihr eben erfahren,
welche Schwierigkeiten aufkommen können,
wenn ihr als Paar in eine Krise geraten seid
und nicht mehr wisst, wie es weitergehen soll.
Und wir zeigen euch dann außerdem anhand von Beispielen,
wann eine Trennung sinnvoll ist.
Denn das ist ja für viele sicherlich erst mal eine wichtige
und vordergründige Frage.
Wann geht man jetzt wirklich den Schritt der Trennung?
Lass uns nun zu den Lösungsansätzen kommen
und ein bisschen intensiver.
Darüber sprechen, wie kann man diese Klarheit gewinnen,
ob man eine Trennung braucht,
ob das der nächste Schritt der Beziehung ist
oder ob die Beziehung noch zu retten ist.
Der erste Schritt wäre, die eigene Situation zu hinterfragen.
Also sich selbst einmal Zeit zu nehmen und zu überlegen,
was sind für mich persönlich die Trennungsgründe?
Das kann man machen, indem man spazieren geht,
und ein bisschen drüber nachdenkt, indem man sich das aufschreibt,
indem man vielleicht auch mit anderen,
mit einer sehr guten Freundin vielleicht mal drüber spricht
und da selber so ein bisschen ins Reflektieren kommt.
Da ist jeder Mensch ja auch so ein bisschen anders geprägt.
Wichtig, das hatten wir ja auch schon in verschiedenen Podcast-Folgen,
dass das auch eine Gefahr ist,
mit anderen Menschen über die Beziehung zu sprechen,
weil das Ausschluss macht für den Erlaubnis-Partner.
Also Erlaubnis einholen, ne?
Genau, dass man da natürlich vorher einmal sagt,
Mensch, ist das für dich in Ordnung?
Ich würde da gerne mit XY drüber sprechen,
weil ich habe das Gefühl, ich kann das dann,
besser für mich reflektieren.
Und da fragt man sich natürlich,
wie sehe ich die eigene Beziehung momentan?
Also wie bewerte ich das?
Was sind die belastenden Situationen?
Wie lange geht das schon?
Da ist natürlich auch immer so ein bisschen
der eigene Anteil gefragt, dass man überlegt,
wie ist das vielleicht dazu gekommen?
Welche Dynamik steckt dahinter?
Was bringt jeder an Päckchen mit?
Also an Themen aus dem Leben davor
oder aus anderen Beziehungen?
Also einfach mal so ein bisschen,
eine Grundlage schaffen.
Wie ist der aktuelle Stand?
Wie ist mein Gefühl?
Zu Schritt 1 gehört für mich auch noch,
sich zu fragen, was ist das Gute am Jetzt?
Wir haben das gleich bei Schritt 3 nochmal detaillierter drin.
Aber eben nicht nur diese unausgewogene Seite,
sich anzuschauen, was sind alles die Trennungsgründe?
Was ist alles nicht so gut gelaufen?
Was sind die Ursachen?
Sondern auch zu schauen,
was sind denn die positiven Aspekte der Beziehung?
Wie sie gerade ist?
Dass man das mal so in die Waagschale mit reinwirft.
um zu schauen, wie ist denn da erstmal das Gleichgewicht, weil es ja durchaus bei der Überlegung ist.
Entschuldigung, Trennung ja oder nein, darum geht es zu schauen, was ist das Positive, was ich verlieren würde in einer Trennung und die Nachteile, die ich gerade in der Beziehung sehe, kann ich die vielleicht auf die förderliche Seite, also auf die positive Seite bringen und wie realistisch ist das?
Man neigt natürlich dazu, in dieser Krisensituation nur das ganze Schlechte zu sehen und das extrem zu fokussieren, um dann auch mal sich darauf zu besinnen, dass es eben auch gute Aspekte aktuell gibt.
Kommen wir dann zum zweiten Schritt. Das wären die Systemgesetzverletzungen und ungute Gefühle zu lösen.
Das bringt ja vor, dass man die Situation dann halt klar beurteilen kann. Jetzt handeln halt zwei verletzte Menschen, die sich gegenüberstehen und das ist natürlich nicht so, dass man ohne Vorwürfe oder Verletzungen bisher gehandelt hat,
sondern meistens ist es mal so ein Spiel, so ein Pingpongspiel von der einen Verletzung.
Der eine verletzt, der andere verletzt zurück und es entstehen einfach auf beiden Seiten meist ungute Gefühle.
Systemgesetzverletzungen kann man entweder mit dem Partner lösen, wenn das klappt, je nachdem, wie die Stimmung ist, wie die Haltung gerade zueinander ist, dass man selber versucht, Systemgesetzverletzungen zu lösen.
Wir haben da schon ein paar Podcast-Folgen zu, dass man mal anfängt zu überlegen, wann war es mal gut, wann sind die ersten Verletzungen gekommen, wann kamen die ersten ungute Gefühle.
Wenn man akut in der Krise ist, ist es aber ein Selbstverletzungsprozess.
Es ist ein sehr hoher Anspruch an sich selbst zu sagen, ich kann das mit meinem Partner lösen, weil ihr natürlich nicht so in der Methodik drin seid und weil ihr einfach natürlich stark beteiligt seid an der Sache.
Man kann das auch, wenn man sagt, ich kann das mit meinem Partner nicht lösen, auch innerlich machen, also selber für sich.
Aber auch da, wenn man mit dem Thema bisher gar nichts zu tun hatte, ist es gar nicht so leicht.
Wobei das dieses Befangen sein, also dass man selber in diesen Gefühlen. in den Gefühlen drin steckt, dort auch der größte Anteil ist.
Von daher ist es sogar für Coaches und Therapeuten ratsam, sich dort extern anleiten zu lassen, wenn man selber im Gefühl drin steckt.
Also wenn wir einen stärkeren Konflikt haben, lassen wir uns auch anleiten.
Einfach aus dem Grund, dass wir dann in diesen Gefühlen halt befangen sind und es dann schwieriger wird, den Prozess so einzuhalten, das zu machen.
Das wird natürlich bei vielen Themen nicht gebraucht, aber ab und zu. Das ist schon länger her bei uns, dass wir uns einfach anleiten lassen.
Aber das ist ja auch das Ziel, dass man da immer mehr rauskommt.
Warum Systemgesetzverletzungen und ungute Gefühle lösen auch wichtig ist und man dann klarer beurteilen kann, wie man gerade zur Beziehung steht, liegt eben auch daran, dass häufig eine Schutzmauer gebaut wird, wenn zu viele Verletzungen entstehen, weil man diese Gefühle, die man abbekommen hat, eben nicht normal so bekommen wird.
Und diese Schutzmauer, die versperrt auch oftmals den Zugang zu den guten Gefühlen.
Also unser System funktioniert da eher nicht so, dass wir sagen können, wir blocken alle schlechten Gefühle weg und lassen nur noch die guten Gefühle zu.
Dann bräuchte wahrscheinlich keiner in die Paartherapie, dann würde einfach alles weggeblockt werden, was negativ ist.
Sondern regelmäßig wird dadurch eben auch das Positive reduziert.
Weil alles ja so in. Und das Positive ist dann auch hinter der Mauer versteckt.
Das kann dann eben dazu führen, dass jemand sagt, ich bin mir meiner Gefühle nicht mehr sicher oder ich fühle gerade nichts oder es hat sich stark verändert.
Da gibt es dann verschiedene Varianten.
Und deswegen ist es auch total wichtig, das eben zu lösen, um auch wieder zu diesen positiven Gefühlen einen Zugang zu bekommen.
Auf der anderen Seite bauen sich durch emotionale Verletzungen sogenannte Brillen auf.
Das heißt, wir sind in Vorurteilen über den anderen.
Wie derjenige handeln wird.
Wir haben auch häufig Themen, die wir gar nicht mehr besprechen.
In der Vorannahme, das wird in einem Streit enden.
Das heißt, das sind natürlich auch immer so blinde Flecken, die man irgendwie in der Beziehung hat.
Und an die gilt es natürlich ranzugehen.
Brillen zu lösen, dem Partner neue Chancen damit geben zu können, Dinge anders sehen zu können.
Aber auch eben Themen anzusprechen und nachhaltig für die Beziehung eine Lösung zu finden, die man bis jetzt aussparen musste.
Ja.
Der dritte Schritt wäre jetzt dann, eine Entscheidung zu treffen.
Und das ist natürlich ein schwerer und ein großer Schritt.
Da ist es für uns immer wichtig, dass man auf seine eigene Stimmig- oder Unstimmigkeit achtet.
Du hattest ja vorhin schon ein bisschen über den Öko-Check gesprochen.
Du hast es ja schon so ein bisschen eingeleitet mit, was ist das Gute am Jetzt?
Vielleicht magst du nochmal so ein bisschen den Öko-Check abschließen.
Also den Öko-Check findet ihr bei uns in dem kostenlosen 5x5.
Da ist ein Video drin, das heißt, bessere Entscheidungen treffen.
Und da ist auch der Öko-Check drin.
Da wird ja nochmal, ich weiß gar nicht, wie lange das Video geht, 20 Minuten, befassen wir uns dann mit dem Öko-Check.
Das ist ein Video, ihr könnt dazu auch ein paar Beispiele sehen.
Und da geht es darum, vier Fragen zu klären.
Denn häufig hat man ja, wenn man ein Ziel erreichen möchte oder ein Ziel vor Augen hat,
und das Ziel wäre eben hier vielleicht die Trennung in der Zukunft,
macht man das ja, weil man jetzt Nachteile in der Beziehung sieht.
Und in der Trennung in der Zukunft Vorteile sieht.
Also zum Beispiel weniger Streit im Alltag und so weiter und so weiter.
Und dann schreibt man meistens so eine Liste, ne?
Pro und Contra.
Dann macht man meistens so eine Pro- und Contra-Liste oder schreibt sich eben die ganzen negativen Dinge auf.
Und der Öko-Check startet mit der Frage, was ist das Gute am Jetzt?
Dass man sich erstmal darauf besinnt, was ist denn alles in der Beziehung gerade gut?
Dann schaut man, dass man das, was jetzt gut ist, ja vielleicht in der Zukunft erhalten möchte.
Also wie kann ich das, was jetzt gut ist, auch miterhalten,
wenn ich in der Trennung bin?
Da gibt es vielleicht einige Dinge, die gehen, andere Dinge, die gehen nicht.
Das, was nicht geht, ist natürlich spannend, weil das will ich wirklich verlieren, wenn ich mich trenne.
Dann zu schauen, was sind die negativen Konsequenzen bei Zielerreichung?
Also was tritt noch Negatives ein, wenn wir uns trennen?
Zum Beispiel, man kann nicht mehr in einem Haus wohnen, weil man den Abtrag einzeln nicht zahlen kann und so.
Also gibt es ja eine ganze Reihe von negativen Konsequenzen, die durch die Trennung entstehen.
Und dann, was kann ich tun, lernen, verändern, damit die negativen Konsequenzen,
eben nicht eintreten.
Und auch da bleiben wieder welche übrig, die man vielleicht nicht verändern kann,
die man einfach in Kauf nehmen muss und dann kann man gut abwägen.
Das kann man natürlich jetzt in Richtung Trennung durchführen oder auch in Richtung Zusammenbleiben.
Das kann man natürlich auch so gerichtet durchführen oder ich würde sogar bei diesem wichtigen Thema,
bei der wichtigen Entscheidung, würde ich beides durchführen.
Ein Öko-Check für Zusammenbleiben, ein Öko-Check für Trennung und mir das dann näher ansehen.
Und vor allen Dingen ist hier wichtig, ein Öko-Check ist nicht, wie man das aus der Schule gelernt hat,
die Pro- und Kontraliste, die rein objektiv sein soll, sondern im Öko-Check spielen Emotionen eine Rolle.
Also eine negative Konsequenz kann sein, wenn man Kinder hat, dass man sagt,
die Kinder werden darüber sehr, sehr traurig sein oder für einen selber auch.
Wenn ich jetzt die Trennung ausspreche, wird mein Partner sehr stark leiden und ich vielleicht auch.
Also das heißt, die Emotionen sind da wichtig und dann kommt eben stimmig und unstimmig dazu noch,
dass man sein Basis- und sein Denkgefühl abgleicht und schaut, gibt es eben ein stimmiges oder ein unstimmiges.
Ich finde auch immer der Unterschied zwischen Öko-Check und diesen Pro- und Kontralisten ist auch,
dass wenn man selber so eine Pro- und Kontraliste, ich habe schon wahnsinnig viele Pro- und Kontralisten,
fällt mir gerade einer in meinem Leben für Sachen geschrieben, dass man ja, denn manchmal sagt,
okay, ich habe hier Pro und Kontra, was mache ich denn jetzt?
Zähle ich ab, habe ich fünf Sachen auf Pro, fünf Sachen auf Kontra und da merkt man aber,
wenn man jetzt sagt, man hat sieben Sachen auf Kontra und fünf auf Pro,
dass man schon wieder anfängt, mit sich innerlich zu verhandeln und sagt, na ja,
wenn man jetzt das abzählen würde, würde man ja sich für Kontra entscheiden,
aber irgendwie steckt ja auch eine Priorisierung in diesen Sachen drin.
Also, es ist ja nicht so einfach, dass man einfach abzählt, sondern denkt so,
ja, aber die Sachen, die auf der Pro-Liste stehen, haben einfach mehr Gewicht gerade.
Und schon steht man wieder vor diesem Dilemma dann, ne?
Ja, und auch in welcher Stimmung du dich gerade befindest.
Ja, genau, ja, klar.
Wenn du so eine Pro- und Kontraliste mitten nach einem großen Streit machst,
dann wird dir wohl dein Unterbewusstsein sehr viel Negatives liefern und wenig auf der
Pro-Seite, so, ne?
Dann hat man den Blick dafür gar nicht frei.
Das heißt, so ein Öko-Check ist ja auch etwas, was man nicht einmal macht und dann sagt,
alles klar, Entscheidung ist gefallen, sondern das macht man vielleicht einzeln für sich.
Dann geht man mit dem Partner oder der Partnerin in Austausch.
Dann lässt man das vielleicht mal ein bisschen liegen.
Dann guckt man nochmal drauf.
Ja, man dreht so mehrere Schleifen, ne?
Und dreht da zwei, drei Schleifen und schaut da einfach drauf.
Und natürlich kann man auch über die Dinge, die am Ende stehen bleiben, wo man sagt,
da finde ich gar keine Lösung für, mit Absprache auch sagen,
Mensch, da würde ich mal meine Freundin zu befragen,
vielleicht hat die dafür Lösungsansätze.
Also da kann man dann ja auch nochmal weiter einhaken an der Stelle.
Ja, Schritt vier ist die Entscheidung verkünden,
beziehungsweise gemeinsam die Entscheidung dann treffen,
wenn man den Öko-Check und das gemeinsam macht, was sehr empfehlenswert ist.
Natürlich macht das jeder für sich unabhängig auch und guckt auch nur auf sich,
aber auch das Ganze gemeinsam durchzuführen.
Und. Dann alles Wichtige zu klären, wenn noch Systemgesetzverletzungen da sind,
die noch zu lösen, wenn die Offenheit dafür besteht
und wenn keine Trennung erfolgen soll, dann einfach zu schauen,
was können wir tun, lernen, verändern, um die Beziehung zu retten,
also um die im Guten weiterzuführen, unsere Wunschbeziehung zu führen
oder vielleicht auch mal zu formen, wie sieht denn unsere Wunschbeziehung überhaupt aus.
Also wir erleben auch regelmäßig, dass Paare davon gar kein Bild haben,
wie denn die Wunschbeziehung überhaupt aussieht.
Und wenn ich von etwas kein Bild habe und nicht weiß, wie das aussieht,
dann kann ich mich auch nicht in die Richtung bewegen.
Ja.
Ja. Und ich finde auch, man sollte sich bei dieser ganzen Sache Zeit lassen. Also es ist eine, finde ich, große Entscheidung im Leben, die ja auch manchmal nicht nur das Paar betrifft, sondern die ganze Familie betrifft.
Und man sollte sich da selber nicht unter Druck setzen, zu sagen, ich muss jetzt heute eine Entscheidung treffen und das dem anderen aber dann auch wenigstens klar zu kommunizieren, zu sagen, du, ich bin im Prozess, ich mache mir darüber Gedanken, denke jetzt nicht darüber nach, dass mir das egal ist oder so, aber es ist eine große Entscheidung und ich möchte die auch mit einer gewissen Form von Respekt treffen.
Das ist auch nochmal so ein wichtiger Hinweis.
Nehmt euren Partner.
Nehmt euren Partner oder eure Partnerin frühzeitig mit, wenn diese Gedanken entstehen, denn eine negative Konsequenz, wenn man das nicht macht, ist ganz regelmäßig, dass wenn sich einer innerlich mit der Trennung alleine beschäftigt, in diesen Prozess innerlich einsteigt, weil man ja auch einen gewissen Mut fassen muss, das vielleicht mehr auszusprechen und es bis dahin ja auch noch einen Weg braucht, dann kommt der andere in dem Moment, rutscht der erst so richtig in die Krise rein und regelt sich so richtig, wie schlimm das häufig ist.
Und will dann einfach. Man kann anfangen zu kämpfen, aber der andere hat das ja schon innerlich alles abgearbeitet und ist ja schon dabei zu sagen, nee, ich habe mich schon so weit emotional entfernt, dass ich es aushalten kann, die Trennung auszusprechen und der andere, der muss das dann in dem Moment, das kriegt dann das volle Leid sozusagen zu spüren, also wenn irgendwie möglich und ihr merkt, ich bin da gedanklich in Richtung Trennung unterwegs und weiß nicht genau, was der richtige Weg ist, holt euren Partner, eure Partnerin da ab.
Und ihr habt euch gemeinsam für die Beziehung entschieden, also versucht auch gemeinsam zu überlegen, ob ihr die Beziehung noch retten könnt oder ob ihr euch trennen wollt.
Das war es jetzt erstmal mit dieser Podcast-Folge. Wir freuen uns immer wieder, wenn wir was von euch hören, ein Feedback, sei es bei Instagram oder auch eine Rezension und ansonsten hören wir uns wieder in der nächsten Folge.
Ja, uns werden auch immer wieder Wünsche jetzt für neue Themen gestellt, also wenn ihr ein Wunschthema habt, wo ihr sagt, Mensch. Wir arbeiten es ab.
Genau, es dauert einen kleinen Moment in unserer Vorplanung der Themen, das wird dann nicht nächste Woche erscheinen, aber wenn ihr da ein spannendes Thema euch wünscht, dann schreibt uns sehr gerne an und dann werden wir das mit auf die Agenda packen.
Bis dann.
Bis zum nächsten Mal, ciao.
Musik
Untertitelung des ZDF für funk, 2017
Podcast Summary
Key Points:
Trennung und Beziehungskrise sind häufig belastend, da die Unklarheit über Gründe und Zukunft eine tiefgreifende emotionale Belastung verursacht.
Die Entscheidung für oder gegen eine Trennung wird oft durch fehlende Kommunikation, verletzte Gefühle und mangelnde Klarheit im Basisgefühl beeinflusst.
Systemische Verletzungen und "Brillen" – Vorurteile über den Partner – erschweren die Beziehung und verhindern eine wahrheitsgemäße Beurteilung.
Ein Öko-Check hilft, sowohl positive als auch negative Aspekte der Beziehung zu betrachten und emotionale und praktische Konsequenzen abzuwägen.
Der Prozess der Entscheidung erfordert Zeit, Respekt und gemeinsame Reflexion, um eine fundierte und verantwortliche Entscheidung zu treffen.
Trennung kann trotz Schmerz eine Erleichterung sein, aber führt häufig zu einem Gefühl des Scheiterns, besonders wenn es mit Selbstwertverlust verbunden ist.
Kinder und elterliche Bindung sind entscheidende Faktoren, die oft die Entscheidung für eine gemeinsame Zukunft prägen.
Es ist wichtig, den Prozess der Entscheidung nicht allein zu führen, sondern gemeinsam mit dem Partner zu durchlaufen, um Konflikte und Trauer zu minimieren.
Summary:
Die Podcast-Folge behandelt das komplexe Thema der Trennung in einer Beziehung und betont, wie belastend Unklarheit und mangelnde Kommunikation sein können. Die Moderatoren, als Paartherapeuten und Coaches, zeigen auf, dass Trennungsentscheidungen oft nicht nur logisch, sondern tief emotional und systemisch verankert sind. Zentrale Herausforderungen sind die Verletzungen, die durch fehlende Vertrauensbeziehungen entstehen, sowie die Entwicklung von Vorurteilen ("Brillen"), die sich auf die Beziehung auswirken.
Ein wichtiger Ansatz ist der Öko-Check, der nicht nur Pro- und Kontra-Liste, sondern auch Emotionen und persönliche Werte berücksichtigt. Die Entscheidung für Trennung oder Zusammenhalt erfordert Zeit, Reflexion und gemeinsame Arbeit, um eine verantwortungsbewusste und respektvolle Entscheidung zu treffen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Wahrung der emotionalen Integrität beider Partner, insbesondere wenn Kinder betroffen sind.
Es wird betont, dass eine Trennung nicht automatisch ein Scheitern des Lebens bedeuten muss, sondern vielmehr eine neue Phase des persönlichen Wachstums sein kann. Die Folge fordert, dass Paare frühzeitig miteinander über ihre Gedanken sprechen, um eine gegenseitige emotionalen Abdeckung und eine vermeidbare Krise zu vermeiden.
FAQs
Eine Trennung ist sinnvoll, wenn die Beziehung dauerhaft belastend ist und die negativen Aspekte wie Streit und Kommunikationsprobleme überwiegend die positiven Aspekte überwinden. Es ist wichtig, die Gründe für die Trennung klar zu erkennen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Die Entscheidung ist schwierig, weil beide Partner oft gegensätzliche Gefühle haben und die Gründe für die Trennung nicht klar sind. Auch die Angst vor dem Verlust von gemeinsamen Werten oder der Auswirkungen auf die Kinder kann zu Unsicherheit führen.
Beide Partner sollten gemeinsam über die Zukunft sprechen, sich gegenseitig unterstützen und die Gefühle offen und respektvoll ausdrücken. Eine gemeinsame Entscheidung schützt vor, dass einer sich allein emotional auf die Trennung vorbereitet.
Emotionen spielen eine zentrale Rolle, da sie die Wirkung der Trennung auf die beiden Partner und die Kinder beeinflussen. Negative Emotionen wie Traurigkeit oder Wut können die Entscheidung komplizieren, aber auch ein Gefühl der Freiheit und Erleichterung.
Der Öko-Check hilft, die Vorteile und Nachteile einer Trennung oder des Zusammenbleibens zu betrachten, wobei Emotionen und persönliche Bedürfnisse berücksichtigt werden. Er fördert ein bewusstes und ausgewogenes Entscheidungsverfahren.
Die klare Erkennung der Gründe hilft, das Leid besser zu verarbeiten und verhindert, dass die Trennung als ein vollständiger Erfolg oder Misserfolg angesehen wird. Es ermöglicht ein tieferes Verständnis der eigenen und des Partners Bedürfnisse.
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