Go back

Trennung: Ja oder Nein?!

0m 0s

Trennung: Ja oder Nein?!

Die Entscheidung für oder gegen eine Trennung ist eine komplexere, emotionale und oft langwierige Herausforderung, die weit über reine logische Überlegungen hinausgeht. Viele Paare leiden unter Unsicherheit, die nicht ausgesprochen wird, was zu einer Verschlechterung der Beziehung und einem „inneren Kündigungseffekt“ führt. Das oft beobachtete Ping-Pong-Spiel zwischen „bleiben“ und „trennen“ entsteht durch unterschiedliche Gefühle und Wahrnehmungen beider Partner. Angst vor finanziellen oder emotionalen Folgen sowie Angst vor dem Alleinsein sind zentrale Blockaden. Der Öko-Check bietet eine strukturierte Methode, um das Gute am Jetzt, mögliche negativen Konsequenzen und Lösungen für diese zu reflektieren. Besonders wichtig ist die Rückblende auf positive Zeiten der Beziehung, um Ursachen zu erkennen und eine fundierte Entscheidung zu treffen. Eine dritte Person als neutraler Austauschpartner kann helfen, die Sichtweise zu öffnen und die Gefühle zu berücksichtigen. Die Entscheidung wird nicht durch einfache Pro- und Kontra-Listen, sondern durch emotionale Selbstreflexion, gemeinsame Reflexion und eine klare Wertschätzung für das eigene und gemeinsame Leben getroffen. Die Empfehlung ist, diesen Prozess gemeinsam und bewusst zu durchlaufen, um eine Entscheidung zu treffen, die nicht nur logisch, sondern auch emotional sinnvoll und tragbar ist.

Transcription

4168 Words, 25179 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser Podcast-Folge. Wir wollen uns dem Thema Trennung ja oder nein widmen und euch dabei unterstützen, eine fundiertere Entscheidung treffen zu können, denn das ist ja ein durchaus sehr schweres Thema. Wir sind Paartherapeuten und Coaches. Ich bin Florian. Ich bin Ina. Und wir helfen Paaren raus aus der Krise, hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Manchmal helfen wir Paaren auch raus aus der Beziehung, hinein in eine einvernehmliche, gute Trennung, die eben ohne größere Streitigkeiten verläuft und man sich danach immer noch gut in die Augen sehen kann. Die Entscheidung. Die Entscheidung für oder gegen eine Trennung ist ja schon an sich eine super schwere Entscheidung und kann natürlich auch sehr kräfteraubend sein, gerade wenn da so viel Unsicherheit drin ist. Viele Paare berichten auch, in einem Moment denkt man ja, ich bleibe, im nächsten Moment denkt man okay, es ist alles sinnlos, wir sollten uns trennen, also ich gehe. Und ja, die Entscheidung gehen oder bleiben ist natürlich eine Entscheidung, die man sich sehr gut überlegen sollte. Weil. Weil sie ja für viele Paare auch mit extremen Konsequenzen belegt ist. Sei es also finanzieller Art, aber auch eine Familie kann auseinander gehen in dem Sinne, räumlich, wenn sich ein Paar trennt. Eine Familie bleibt man ja, Elternpaar bleibt man, die Rolle wird man nicht los, aber das Liebespaar geht dann ja auseinander und das hat einfach ja auch räumliche Konsequenzen und auch natürlich emotionale Konsequenzen für die Kinder, für einen selber. Und deswegen glaube ich, ist es ganz normal, dass viele Paare sich da sehr viele Gedanken drüber machen, wie sieht ein Leben zusammen aus, aber auch wie würde ein Leben einzeln aussehen. Ja, ein typisches Problem ist, dass Unsicherheit dadurch in der Beziehung entsteht, denn wenn einer von beiden oder beide unsicher sind und das nicht aussprechen oder das auch meinetwegen aussprechen, dann ist die Beziehung ja schon mal auf einem sehr wackeligen Fundament. Wenn das eine nur innerlich spürt und gar nicht ausspricht, aber da immer mehr drüber nachdenkt, dann ist man ja auch gar nicht mehr so auf dem, ich lasse mich jetzt voll drauf ein und kümmere mich, gebe Vollgas und so weiter und sorgt dafür, dass schöne Lebensmomente entstehen, weil ja diese Unsicherheit da ist. So ein bisschen wie mit der inneren Kündigung beim Mitarbeiter, der gibt auch nicht mehr Vollgas für das Unternehmen und das ist natürlich, wenn ich mir über meine Beziehung nicht sicher bin, ob ich das will oder nicht will, dann kann ich auch da kein Vollgas mehr geben und dafür sorgen, dass es allen gut geht. Und was natürlich auch häufig immer mal so ist, ist, dass so ein Ping-Pong-Spiel entsteht. Also, dass der eine sagt, ja, nee, komm, es bringt nichts mehr, lass uns trennen und dann ist der eine der Part, der den anderen überzeugen will, lass uns doch nochmal versuchen, zwei Wochen später ist das andersrum und der eine sagt, ja, nee, in einem Streit meistens, ja, ich will das alles nicht. Ja, wieso, du hast doch gesagt, du willst an der Beziehung festhalten, also, ich finde diese Frage, bleiben wir als Part zusammen oder trennen wir uns? Oder die Gefahr ist einfach darin, dass das so als, ja, als eine Verletzung auch häufig ausgespielt werden kann, ne? Und dann wird es natürlich kompliziert, weil, was steckt denn dahinter? Die Angst vor dem Alleinsein zum Beispiel? Also, die Angst, komme ich finanziell alleine klar? Die Angst, wie sage ich das den Kindern? Die Angst, komme ich mit dem Alleinsein klar? Die Angst am Außen auch? Was könnten die anderen denken, wenn wir uns trennen? Was könnte das Dorf denken? Dann wird ja bei uns gesprochen. Werde ich jemals wieder jemanden finden, mit dem ich mich emotional so stark wie am Anfang der Beziehung verbunden gefühlt habe? Werde ich nochmal jemanden so finden? Oder liegt das vielleicht an mir? Bin ich nicht fähig, eine Beziehung zu führen? Also, da sind ja auch ganz viele Ängste mit dieser Fragestellung verbunden, warum es auch einfach so schwerfällt, da ganz klar mal Kante zu ziehen, zu sagen, ja, gut, dann lass uns das jetzt hier beenden, ne? Ja, vor allen Dingen wird's. Je älter man wird, ja auch schwieriger, weil sich die Leben ja immer mehr ineinander verzahnen. Also, die Dinge, die man dann potenziell verlieren könnte, werden ja auch immer mehr und immer größer. Also, die Veränderungen fürs Leben werden ja immer mehr nachher. Und das ist, glaube ich, etwas, was dazu führt, dass viele Paare eben sehr lange mit dieser Frage umherlaufen. Manchmal auch eben nur einer innerlich. Ja. Was auch eine sehr große Schwierigkeit darstellt, wenn das dann der eine sich innerlich da so auf den Weg gedanklich macht und anfängt, dieses Thema innerlich immer mehr durchzukauen und dann den anderen auf einmal so vor so halbwegs vollendete oder ganz vollendete Tatsachen stellt und sagt, ja, da hab ich mir jetzt quasi die letzten zwei Jahre drüber Gedanken gemacht und bin da jetzt so weit gereift und dann ist der andere völlig überrascht. Also, dass einer so im Prozess eigentlich schon ist. Der andere aber im Prozess nicht mitgenommen worden ist, weil das vielleicht ja auch unterschiedliche Wahrnehmung, ne? Der eine sagt ja, du hast mir ja gar nicht gesagt, dass du unglücklich bist und der andere sagt, doch, doch, kam aber nicht an, ne? Oder, ja, dass man gefühlt auf so zwei verschiedenen Wegen unterwegs war. Und klar, das dann nochmal, das erleben wir ja auch, ja, ab und zu im Coaching wirklich, dass ein Partner da sitzt und sagt, also, ich weiß das Datum ganz genau. Da hab ich erfahren, dass sie oder er sich trennen will und damit hab ich überhaupt nicht gerechnet. Und die große Herausforderung ist, denke ich, für viele, dass wir bei dieser großen Entscheidung, bei der so viele emotionale Aspekte, soziale Aspekte, finanzielle Aspekte und so weiter und so weiter eine Rolle spielen, wir mit unserer Pro- und Kontraliste, die wir in der Schule gelernt haben, die ja auch eigentlich eher objektiv geführt werden soll, einfach scheitern. Und die Pro- und Kontraliste hilft uns bei dieser Entscheidung im Regelfall nicht weiter. Aber man macht das natürlich, wenn man irgendwie sagen will, okay, ich möchte jetzt ja für mich gerne eine Lösung haben, was kann ich tun? Pro- und Kontraliste ist so ein ganz klassischer Fall, ne? Aber da fängt es ja schon an mit der Priorisierung, ne? Ich kann ja fünf Sachen auf der Pro-Seite haben, acht auf der Kontra-Seite, aber sagen, die auf der Pro-Seite sind eigentlich die wichtigen Sachen. Also, ist schwierig, ne? Ja, weil ich finde immer, emotionale Entscheidungen sind ja keine, nicht immer rationale Entscheidungen. Und dadurch wird es ja auch noch sehr kompliziert, ne? Und selbst rationale Entscheidungen sind ja nur vorgegauert rational. Ja. Da gehen ja auch immer die Emotionen rein. Na klar, die sind da ja auch nicht weg, ne? Die kann man ja nie abschalten. Ja. Ja, also, in der Folge, dass das so eine schwierige Entscheidung ist, schleppen das viele mit sich herum und die Unzufriedenheit in der Beziehung wächst. Genau. Und die emotionalen Verletzungen. Die Verletzungen werden mehr, Streitigkeiten intensivieren sich, die Distanz wird größer, also körperliche Nähe geht weiter auseinander. Also eigentlich, wenn diese Frage im Raum steht oder wenn diese Frage auch nur innerlich gestellt ist, dann fängt alles, was bis dahin eigentlich passiert ist, an sich eher zu verschlimmern, ne? Also wird intensiver im negativen Sinne, ne? Dazu haben wir auch, fällt mir gerade ein, einen Blogbeitrag einmal geschickt. Ja. Wo wir halt uns so ein bisschen ausführlicher auch mit der Frage beschäftigen und euch gerne nochmal zeigen wollten, durch welche Fragen ihr euch richtig oder besser der Entscheidung annähern könnt. Also sozusagen so ein bisschen einen Impuls mitgeben wollten wir, wie kann man mit der Frage umgehen, wie kann man sich der Frage mehr annähern, wie kann man vielleicht eher zu einer Lösung finden. Das fiel mir jetzt noch ein, das wollte ich noch erwähnen. Wie würden wir empfehlen vorzugehen? Genau, was ist die Lösung bei so einer mega schwierigen Frage? Ich glaube, die Lösung gibt es nicht. Eine Lösung nehme ich auch. Das wäre, glaube ich, vermessen zu sagen, es gibt jetzt die eine Lösung, aber es gibt auf jeden Fall Dinge, wie ihr euch eurer Entscheidung immer weiter annähern könnt, um dann zu prüfen, was ist nun stimmig oder unstimmig. Das erste, was wir eben ja schon mehrfach auch hatten, ist eben aus diesem Innerlichen herauszukommen und sich dem anderen zuentwickeln. Und zu öffnen und zu sagen, so und so sieht es in mir aus, das und das sind meine Gedanken, das und das machen meine Gefühle. Und dann die Möglichkeit zu haben, gemeinsam die Beziehung zu reflektieren und gemeinsam zu schauen, wie will man es denn gestalten. Also sich gemeinsam die Frage zu stellen, kann es wieder gut werden? Ja, also erstmal überhaupt gemeinsam, glaube ich, dass das bei beiden klar ist, dass das offen auf dem Tisch liegt. Also dass man ein Problem hat. Genau. Und dass es sehr, sehr eng ist gerade. Oder ein, ja, ich meine, gehen oder bleiben ist ja schon so ein Endgegnerproblem. Ja, wie auch immer das Gefühl gerade ist. Also das auf jeden Fall auszusprechen, dass eine Unsicherheit da ist, dass man innerlich schon über Trennung nachgedacht hat und so weiter, dass man das ausspricht. Je früher, desto besser, dass der andere mit im Prozess ist, dass er sich nicht ausgeschlossen fühlt und dass das Wir-Gefühl an der Stelle noch irgendwie da ist, um daran zu arbeiten. An dieser Entscheidung. Die Frage kann sein, kann es wieder gut werden? Die Frage kann sein, welche Ursache hat es, dass es so weit gekommen ist, dass man über Trennung nachdenkt? Und was kann man gemeinsam tun, um es vielleicht wieder zu verändern? Denn häufig sind es ja tatsächlich die emotionalen Verletzungen. Und Konflikte, die dahin führen, die sich im Laufe der Zeit als Konfliktspirale ansammeln. Die haben irgendwann mal ganz klein begonnen und haben dann angefangen, sich aufzustauen. Es hat sich Ärger, Wut, Traurigkeit, Schmerz, Leid immer mehr aufgestaut. Es wird intensiver und man fängt an, sich über Dinge zu streiten, über die man sich mit einer besten Freundin oder einem besten Freund niemals streiten würde, weil das Fundament ein ganz anderes ist. Hast du mal ein Beispiel? Wir können so ganz klischeehaft die Zahnpastatube nehmen, die nicht zugedreht wird, aber das ist glaube ich nicht das gängigste Beispiel. Was sind Beispiele? Irgendwas im Haushalt. Der gelbe Sack wurde nicht rausgebracht. Geschicht möchte in der Fall zu einem rausgeräumt. Oder irgendetwas liegen lassen, irgendein Licht nicht ausgemacht. Also so viele Kleinigkeiten, die im Haushalt stattfinden. Jemand kauft irgendetwas ein, kommt zu spät. Also es gibt so viele Beispiele, wo man einfach, eigentlich kann man alles das nehmen, wo man merkt, die Emotionen, die gerade entstehen, passen nicht mehr zur Sache. Weil wenn mir das Gleiche, wenn ich jetzt vorstelle, ich schnappe meinen besten Freund und meine beste Freundin und bin mit dem drei Wochen in der Ferienwohnung. Und das würde dort passieren. Würde ich da genauso explodieren und reagieren oder nicht? Wenn ich sagen würde ja, dann scheint das irgendwas in mir zu sein oder so irgendetwas da zu sein, was einen wirklich stört. Oder es hat wirklich Berechtigung, dass man sich darüber aufregt. Oder wenn man sagt, nö, mit dem würde das nicht passieren. Mit meiner Frau oder mit meinem Mann, ja, mit dem passiert das leider schon. Dann ist irgendwas im gemeinsamen Fundament. Das ist häufig ja auch so der Punkt, wenn Paare anrufen, dass es dann irgendwas gab, was total banal war, worüber der Streit aber so extrem wurde. Wo man sagt, das hat ja nichts mit dem Geschirrspüler zu tun oder mit dem Licht, was nicht aus war. Ja, deswegen ist da nicht so eine starke Emotion, sondern das ist nur sozusagen, ja, der letzte Punkt gewesen, ne? Häufig. Da geht es darum, dass das die Wirkung ist, die man spürt, aber die Ursache, die liegt woanders. Genau, die liegt viel weiter zurück. Und deswegen gehen wir an den Punkt, wann war es mal gut? Und das wäre auch immer die Empfehlung, dann als Lösungsansatz zu schauen, wann war es mal gut zwischen euch und was ist passiert? Was hat sich verändert? Um jetzt in diese Richtung zu kommen, über Trennung nachzudenken und das einmal für sich zu reflektieren. Das gibt auch ganz viel Klarheit darüber, ob es wieder gut werden kann oder nicht. Denn manchmal schließen sich die Dinge aus und es sind vielleicht Sachen passiert, die vollkommen gegen die eigenen Werte verstoßen und man sagt, nee, geht nicht. Also manchmal ist der Auslöser ja ganz klar, wenn jemand fremdgegangen ist und das widerspricht vollkommen meinem Wert der Treue. Und ich kann damit absolut nicht leben, dann wird sich daran nicht so viel drehen lassen. Und wenn man merkt, der Wert Treue war mir jetzt immer wichtig, aber irgendwie ist mir doch viel wichtiger, diese Beziehung zu retten, weil ich möchte das gerne. Dann merken viele, wenn sie in der Situation erstmal drinstecken, dass sie doch daran arbeiten wollen. Und das muss man halt für sich selber spüren. Manche sind sogar unsicher, ob man doch daran arbeiten will oder nicht. Die sagen, wir machen jetzt mal ein, zwei, drei Termine und gucken mal, wo es hinläuft. Ich weiß nicht, ob ich das kann, weil eigentlich widerstrebt das sehr meinem Wert. Also wir gehen dahin, wann war es mal gut und suchen nach der Ursache und schauen uns eben nicht nur die Wirkung an. Das solltet ihr auch tun. Wenn ich jetzt aber zu Hause sitze und denke, okay, das, was die beiden jetzt erzählen, dass sie alles gut haben, kriege ich niemals hin alleine. Weil ich bin ja voll schon in der Konfliktspirale mit meinem Partner und Beziehungen reflektieren, da kriegen wir uns innerhalb von einer Viertelstunde wieder voll in die Haare. Und es geht voll los mit dem. Dann ist man meistens nicht an dem Punkt angekommen, wann war es mal gut und kann sich da innerlich nicht so diese wertschätzende Haltung von damals hineinversetzen. Aber das wäre auch nicht untypisch, denn man ist ja befangen. Man steckt drin, man ist im Tunnelblick drin, im Unternehmen würde man Betriebsblindheit sagen. Und deswegen kann halt jemand von außen, der manchmal als Schiedsrichter da ist, der manchmal den Prozess einfach nur führt, der einem auch mal. nett und liebevoll ins Wort fällt und sagt, uh, das macht eine neue Verletzung, lass uns den Weg nicht gehen, wir gehen einen anderen Weg, das ist viel besser. Das wird dann manchmal gebraucht. Mhm, also der äußere Rahmen, eine dritte Person, die nicht parteiisch ist, die einen geschützten Rahmen ja auch vorgibt durch Räumlichkeiten. Man hat einen Termin, wo man zusammen hinfährt, ja, kommt dann natürlich, weil es ja auch im Außen anders ist, nicht so schnell in die Vorwürfe rein. Das ist oftmals ein Punkt, finde ich, was einen großen Unterschied macht. Als wenn man es zu Hause am Küchentisch zu zweit klärt, ne? Gerade wenn es natürlich auch Themen sind, die sehr tief sind, ne? Ja, und dann ist unser wichtigstes Tool eigentlich, unser wichtigstes Werkzeug im Koffer, um eine fundierte Entscheidung zu treffen, der Öko-Check. Das ist eine Methode, die wir nutzen, um fundierte Entscheidungen zu treffen, die nämlich auch die emotionale Seite voll berücksichtigt. Und das können wir uns mal kurz näher ansehen vielleicht. Wenn ihr dazu. Wenn ihr dazu mehr erfahren wollt, einerseits, wie ihr den Punkt findet, wann war es mal gut, euch richtig entschuldigt, wie ihr richtig Feedback gebt, wie ihr vielleicht auch die fünf Sprachen der Liebe näher kennenlernt oder aber über den Öko-Check eben fundierte Entscheidungen treffen könnt, dann könnt ihr euch für unseren 5x5-Kurs anmelden, der ist kostenlos. Das sind fünf Videoeinheiten mit jeweils, glaube ich, 15 bis 30 Minuten, wo ihr dann Input zu genau diesen Themen bekommt, wo der Öko-Check vorgestellt wird. Wie man sich für emotionale Verletzungen so entschuldigt, dass es Wirkung macht, dass Wut und Trauer, wo Schmerz abgebaut wird und das hilft euch sehr. Das haben wir einfach mal zusammengestellt, weil wir das Gefühl hatten, das braucht nochmal einen anderen Raum. Das können wir auch durch den Podcast nicht immer so ganz gut abdecken und hat einfach nochmal so, ja, dieses Gefühl, dass die Themen dann nochmal tiefer aufgegriffen werden. Genau, weil wir halt auch da tiefer in diese einzelnen Methodik-Bausteine hineingehen. Mhm. Und der Öko-Check, der ist so ausgelegt, dass man sich ein Ziel überlegt, eine Zielfrage und die Zielfrage, haben wir schon Trennung, ja oder nein? Mhm. Das heißt, das ist die Zielfrage, was wäre bei einer Trennung? Und wenn man sein Ziel erreicht, in dem Fall vielleicht die Trennung als Ziel nimmt, dann hat das immer positive wie negative Auswirkungen. Und bei ganz vielen Zielen, vielleicht nicht jetzt beim Ziel Trennung, aber bei ganz vielen Zielen haben wir immer eher das Positive im Blickwinkel. Genau. Wollen wir dieses Ziel ja erreichen. Und, aber jedes Ziel hat halt auch seine negativen Konsequenzen. Die erste Frage, die wir uns im Öko-Check stellen, ist, was ist das Gute am Jetzt? Denn, dass ich gerade in einer Beziehung drin bin, auch wenn einige Aspekte vielleicht nicht so schön laufen, hat es ja doch viele positive Aspekte, warum ich da drin bin. Bin ich alleine, halbe Miete und so weiter, ne? Es gibt ja immer Vorteile. Genau, also das soziale Umfeld. Ja. Genau, man teilt sich Aufgaben, man ist ein Team, man hat sich ja auch irgendwann mal… Man lebt als Familie vielleicht zusammen, wenn man Kinder hat, ne? Genau, wenn man sich über die Gefühle sicher ist, man liebt den anderen und so weiter, ne? Also ganz viele Punkte sprechen dafür, in dieser Beziehung zu bleiben, weil das ja auch gut ist. Dann wäre die Frage, wenn ich jetzt mich trenne, was kann ich tun, lernen, verändern, um das Gute am Jetzt zu erhalten? Also wenn ich zum Beispiel sage, das Gute am Jetzt ist, dass ich in einer schönen Wohngegend, einem schönen Haus lebe. wie kann ich das erhalten? Wenn ich sage, das Gute am Jetzt ist, dass wir einen so tollen Freundeskreis haben und ich mag auch meine Schwiegereltern sehr gerne, wie kann ich das erhalten? Wenn das Gute am Jetzt ist, dass ich sage, viele Dinge sind zwar nicht so harmonisch, aber trotzdem können wir über viele Dinge gut reden und auch in Krisenzeiten halten wir echt gut zusammen. Wie kann man das erhalten? Das sind so Ansätze zu sagen, wenn man sich schon trennt, wie kann man das Gute, was man jetzt hat, mitnehmen? Und natürlich bleiben dort Dinge übrig, die vielleicht schwer sind, da etwas zu finden, aber auch Dinge, die man überhaupt nicht mitnehmen kann. Wo man sagt, die bleiben übrig, die kann ich nicht mitnehmen, das kann ich nicht erhalten. Oder aber vielleicht irgendwann nur mit einem neuen Partner oder wie auch immer, aber ich kann es nicht mitnehmen. Das hilft mir schon mal abzuwägen und habe ja schon mal einen Blick darauf, welche Dinge, die mir jetzt gerade gut tun, werde ich mitnehmen können und welche werde ich einfach verlieren müssen. Was wäre die nächste Frage? Die dritte Frage ist, welche negativen Konsequenzen treten bei Zielerreichung ein? Also welche negativen Konsequenzen verspüre ich in der Trennung? Vielleicht Einsamkeit. Genau. Ich muss in eine kleinere Wohnung ziehen. Finanzielle Verluste oder schwierige finanzielle Situationen. Genau, Haus verkaufen. Ich habe entsprechende Vorfälligkeitszinsen. Die Kinder könnten traurig sein. Traurig sein, eine schwierige Phase haben. Man selber ist traurig. Genau. Also ganz bewusst auch Emotionen mit reinnehmen. Wie fühlen sich alle? Und auch nicht nur an sich selber betrachten, sondern gerne auch andere Aspekte mit hineinnehmen. Also gerade Kinder mit hineinnehmen. Wie fühlen sich die Kinder dabei? Und so weiter. Also die eigenen Emotionen, die Emotionen des Partners. Und so weiter und so weiter. Und dann ist die vierte Frage. Was kann ich tun, lernen, verändern, damit die negativen Konsequenzen nicht eintreten? Da darf ich dann kreativ werden. Da kann ich dann kreativ werden. kreativ werden und schauen, wie kann ich damit umgehen. Also wenn wir jetzt die Kinder betrachten, dann ist ja ein häufiges Thema, das kann ich tun, lernen, verändern, damit eben die negativen Konsequenzen bei Kindern nicht eintreten. Das sind ja ganz verschiedene. Das erste ist, wenn wir jetzt bei uns im Coaching sind, dass meistens das dann dein Thema ist und du mit den Eltern, je nach Entwicklungsstand des Kindes, die verschiedenen Szenarien durchgehst, wie die Kinder emotional reagieren könnten und du die Eltern darauf vorbereitest, ausgeglichen kraftvoll in dieser Situation zu reagieren und die Emotionen begleiten zu können. Und somit, dass trotz Trennung dazu kommen kann, dass weiterhin Sicherheit und Stabilität vermittelt wird. Sich im Vorweg klar zu machen, wie die weiteren Erziehungsmethoden sind und wie auch letztendlich diese Aufteilung sein soll. Viele sagen ganz selbstbewusst, ja, Wechselmodell. Und dann sagst du, ja, ist immer modern, aber was heißt denn das ganz genau? Und da sagen viele, ja, 50-50 ist doch cool. Und dann guckt man auch da wieder, was sind denn so die negativen Konsequenzen? Passt das wirklich zu euch? Und so weiter. Also auch diese Klarheit schon zu haben, hilft dem Kind ganz enorm. Und dann natürlich emotionale Verletzungen und Konflikte zu lösen, sich im Guten dann zu trennen und ein starkes und stabiles Elternpaar zu bleiben. Damit hätten wir die meisten negativen Auswirkungen für die Kinder erstmal in den Griff bekommen. Und so kann man die ganzen Themen, die man so hat, durchgehen und schauen, wie kann man die negativen Konsequenzen eingenommen. Und auch da werden wieder welche übrig bleiben, wo man sagt, für diese negative Konsequenz weiß ich gerade keine Lösung, die übrig bleiben. Und so kann ich mich entscheiden. Und da wir ganz bewusst objektive Faktoren, aber auch die ganzen emotionalen Faktoren mit reinnehmen, ist das eine sehr fundierte Möglichkeit, sich zu entscheiden. Man hat ja auch im Laufe durch den Prozess der Fragestellung entwickelt man ja auch immer mehr ein stimmiges oder unstimmiges Gefühl, den man sich ja mit den verschiedenen Punkten in der Tiefe auseinandersetzt und merkt, okay, das war bei mir immer voll die Last. Und ich merke gerade, da löst sich gerade der Punkt, weil ich habe mich jetzt da mit den negativen Konsequenzen beschäftigt. Und wenn ich das und das an dem Stellrad ja drehen könnte, ist das ja doch nicht mehr so schwer. Und ich glaube, wenn wir jetzt mal auf die Anfangsfrage zurückgehen oder bleiben, was ja eine sehr schwere, kraftzerne Situation ist, in der man sich befindet, ist das halt immer auch eine Sache, wie man an diese Frage rangeht und inwieweit man in den Prozess einsteigt, nach Lösungen zu suchen für sich, um die Last einfach auch kleiner zu machen, um auch die Entscheidungsfreiheit emotional frei zu haben, um nicht von äußeren Faktoren geleitet zu werden, weil das einfach eine Last ist, die man trägt. Also ein schlechtes Gewissen den Kindern gegenüber, Angst vor finanziellen Engpässen und so weiter, sondern wirklich auch danach zu gehen, okay, wie fühle ich mich gut? Ja, und die Kombination aus den eigenen Emotionen, die ja wichtig sind, plus der ganzen äußeren Rahmenbedingungen und der negativen Konsequenzen, die eintreten können, die man nicht verhindern kann, das Gute, was man nicht mitnehmen kann, kann ja auch zu der Motivation führen, zu sagen, ich möchte die Beziehung retten. Das sind so viele Dinge, die da für mich auf der negativen Seite stehen und ich bin mir über meine Emotionen auch nicht ganz klar. Möchte alles erstmal probiert haben, sagen viele ja auch. Genau. Damit ich auch das Gefühl habe, ich kann mit dieser Sache, könnte mit dieser Sache abschließen, aber dann habe ich alles gemacht, ja, damit ich meinen Frieden auch so ein bisschen damit finde. Und so wäre unsere Empfehlung, kommt ihr dazu, einer für euch, ja, ich sag mal, gutes, relativ, aber eine Entscheidung, mit der ihr danach auch leben könnt, die euch sehr wahrscheinlich in eine glückliche und zufriedenere Perspektive bringt. Und meistens ist, das besser, aus dieser Unklarheit rauszukommen, gerade wenn das über Monate, manchmal ja auch Jahre läuft, ist diese Unklarheit irgendwann unerträglich und zerrt am ganzen System. Da ist es dann besser, die Klarheit zu haben, die dann entweder positiv aussieht oder erstmal negativ erscheint, aber diese negative Klarheit, die lässt sich dann zumindest verarbeiten, damit lässt sich umgehen und man kann daran etwas machen. Wir hoffen, dass wir euch mit dieser intensiven Podcast-Folge ein paar Impulse mitgeben konnten und wenn du oder ihr gerade das Gefühl habt, okay, wir würden gerne Hilfe in Anspruch nehmen, wir würden dann gerne einfach mal ein Erstgespräch führen, mal schauen, ob ihr die richtigen seid, die uns helfen könnt, dann meldet euch gerne bei uns. Wir freuen uns immer, wenn wir andere in ihrem Prozess begleiten dürfen und ja, hören uns ansonsten in der nächsten Podcast-Folge wieder. Also bis zum nächsten Mal. Bis bald. Ciao. Musik

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Entscheidung für oder gegen eine Trennung ist eine extrem schwere, emotionale und oft unsichere Entscheidung, die tiefgreifende finanzielle, emotionale und familiäre Konsequenzen mit sich bringt.
  2. Unsicherheiten, die nicht ausgesprochen werden, führen zu einer Verschlechterung der Beziehung und zu einer „inneren Kündigung“, bei der der Partner nicht mehr voller Einsatz und Verantwortung in die Beziehung investiert.
  3. Das „Ping-Pong-Spiel“ zwischen „bleiben“ und „trennen“ entsteht oft, weil die Partner unterschiedliche Wahrnehmungen und Gefühle haben, was zu Verletzungen und Konflikten führt.
  4. Angst vor dem Alleinsein, finanziellen Engpässen oder der Wahrnehmung durch Außenwelt ist ein häufiger Grund für die Unsicherheit und die Schwierigkeit, eine klare Entscheidung zu treffen.
  5. Der Öko-Check ist eine strukturierte Methode, um sowohl positive als auch negative Konsequenzen einer Trennung zu überprüfen und emotionale sowie äußere Faktoren bewusst zu berücksichtigen.
  6. Die Frage „Wann war es mal gut?“ hilft, die Ursachen für die aktuelle Krise zu identifizieren und eine fundierte Rückblicke auf positive gemeinsame Erinnerungen zu gewinnen.
  7. Eine dritte Person als neutraler Moderator kann helfen, den Prozess aus der Ferne zu betrachten und die Partner zu schützen, um Verletzungen zu vermeiden und die Wirkung von Konflikten zu reduzieren.
  8. Eine fundierte Entscheidung entsteht nicht durch objektive Pro- und Kontralisten, sondern durch emotionale Selbstreflexion, gemeinsame Reflexion und das Bewusstsein für die eigenen Werte und Bedürfnisse.

Summary:

Die Entscheidung für oder gegen eine Trennung ist eine komplexere, emotionale und oft langwierige Herausforderung, die weit über reine logische Überlegungen hinausgeht. Viele Paare leiden unter Unsicherheit, die nicht ausgesprochen wird, was zu einer Verschlechterung der Beziehung und einem „inneren Kündigungseffekt“ führt. Das oft beobachtete Ping-Pong-Spiel zwischen „bleiben“ und „trennen“ entsteht durch unterschiedliche Gefühle und Wahrnehmungen beider Partner.

Angst vor finanziellen oder emotionalen Folgen sowie Angst vor dem Alleinsein sind zentrale Blockaden. Der Öko-Check bietet eine strukturierte Methode, um das Gute am Jetzt, mögliche negativen Konsequenzen und Lösungen für diese zu reflektieren. Besonders wichtig ist die Rückblende auf positive Zeiten der Beziehung, um Ursachen zu erkennen und eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Eine dritte Person als neutraler Austauschpartner kann helfen, die Sichtweise zu öffnen und die Gefühle zu berücksichtigen. Die Entscheidung wird nicht durch einfache Pro- und Kontra-Listen, sondern durch emotionale Selbstreflexion, gemeinsame Reflexion und eine klare Wertschätzung für das eigene und gemeinsame Leben getroffen. Die Empfehlung ist, diesen Prozess gemeinsam und bewusst zu durchlaufen, um eine Entscheidung zu treffen, die nicht nur logisch, sondern auch emotional sinnvoll und tragbar ist.

FAQs

Die Entscheidung ist schwer, weil sie tief emotionale, finanzielle und familiäre Konsequenzen mit sich führt. Viele Paare leiden unter Unsicherheit, Angst vor dem Alleinsein oder dem Verlust der gemeinsamen Lebenswelt.

Der Öko-Check ist eine Methode, um fundierte Entscheidungen zu treffen, die sowohl emotionale als auch äußere Faktoren berücksichtigen. Er hilft, das Gute am Jetzt, negative Konsequenzen und Lösungen für beide zu reflektieren.

Man sollte sich fragen, wann es in der Beziehung mal gut war und was sich danach verändert hat. Dies hilft, Konflikte und emotionale Verletzungen aufzudecken, die zu der Entscheidung geführt haben.

Die Unsicherheit wird nicht ausgesprochen, was zu einem 'Ping-Pong-Spiel' führt. Einer überlegt laut, der andere fühlt sich ausgeschlossen, was die Beziehung wackelig macht und intensivere Konflikte auslöst.

Eltern können sich im Vorfeld auf die emotionalen Reaktionen der Kinder vorbereiten, Sicherheit und Stabilität bieten und gemeinsame Regelungen für die Zukunft definieren, um den Kindern Würde und Geborgenheit zu geben.

Emotionen wie Angst, Traurigkeit oder Wut beeinflussen die Entscheidung maßgeblich. Ein Gleichgewicht zwischen objektiven Faktoren und inneren Gefühlen führt zu einer fundierteren und emotionalen Entscheidung.

Chat with AI

Loading...

Pro features

Go deeper with this episode

Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.