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Trennung aus Vernunft trotz Liebe: In diesen Situationen gibt es noch eine Chance!

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Trennung aus Vernunft trotz Liebe: In diesen Situationen gibt es noch eine Chance!

In dieser Folge des Podcasts der Lebensidealisten wird das Thema „Trennung aus Vernunft trotz Liebe“ ausführlich beleuchtet. Obwohl die Liebe noch vorhanden ist, kann eine Trennung sinnvoll sein, wenn gravierende Probleme wie Gewalt, Missbrauch, toxische Beziehungsdynamiken oder unvereinbare Lebensziele bestehen. Besonders bei Affären oder ständigen emotionalen Konflikten entsteht ein ambivalentes Gefühl: eine tiefe Liebe bleibt, doch das emotionale Leid macht eine Trennung sinnvoll. Es wird betont, dass ein individueller Prozess zur Entscheidungsfindung notwendig ist – etwa durch Einzelcoaching, um eigene Ängste und Prägungen zu erkennen. Auch der Liebeskummer ist ein zentraler Aspekt, der Raum für Trauer und Verarbeitung braucht. Ein weiterer Punkt ist die Aufarbeitung von „Brillen“ aus der Vergangenheit, die in neuen Beziehungen zu Missverständnissen führen können. Abschließend wird betont, dass eine Trennung eine Chance ist, um sich selbst zu finden, eigene Ziele und Bedürfnisse neu zu entdecken und ein eigenständiges, erfülltes Leben aufzubauen. Diese Themen sind nicht nur für Paare relevant, sondern auch für Menschen, die sich mit inneren Konflikten auseinandersetzen.

Transcription

5845 Words, 35607 Characters

German
Heute haben wir ein Thema, das ist immer besonders schade, wenn das passiert. Wenn das Thema Trennung aus Vernunft, obwohl man sich liebt. Das ist immer sehr schade, wenn man merkt, dass es irgendwelche Gründe gibt, die dazwischen einem stehen, die dafür sorgen, dass man sich trennen muss, obwohl man das gar nicht will, weil man sich eigentlich sogar noch liebt. Weil dieses Bauchgefühl von Liebe halt noch so stark ist. Und oftmals, dass die Trennungen sind, wo eine Person, die die Liebe noch verspürt, halt sehr leidet. Da lassen wir uns mal tiefer reinschauen. Das ist auf jeden Fall etwas, wo wir wissen, dass es viele Menschen betrifft oder auf jeden Fall sehr interessiert. Denn diese Trennung trotz Liebefolgen, wovon wir, glaube ich, jetzt schon zwei gemacht haben und hier jetzt nochmal versuchen, ein paar neue Aspekte zu beleuchten, die sind immer sehr gut gehört. Also da haben wir immer sehr hohe Aufrufzahlen, wodurch wir ableiten, dass viele Menschen das einfach betrifft oder für viele Menschen das so ein inneres Thema ist, mit dem sie sich gerade beschäftigen. Willkommen im Podcast der Lebensidealisten. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. In dieser Folge geht es um das Thema Trennung aus Vernunft trotz Liebe. In diesen Situationen gibt es noch eine Chance. Trennungsgedanken kommen auf, wenn es in einer Beziehung nicht rund läuft. Also wenn es zum Beispiel Vertrauensprobleme gibt oder ständigen Streit oder auch wenn man das Gefühl hat, dass man emotional mit der anderen Person gar nicht mehr verbunden ist. Das kann natürlich ausgelöst sein durch Themen wie Affäre oder auf Fremdgehen. Da stellt sich dann die Frage, sollte man noch in der Beziehung bleiben oder sollte man sich trennen? Wir erklären euch, wann eine Trennung aus Vernunft sinnvoll ist und wann es vielleicht noch eine Chance in der Beziehung gibt. Man könnte jetzt ja Vernunft dem Denkgefühl zuordnen und Liebe ist eben dem Basisgefühl ja zugeordnet. So tiefer liegend kann ich selber schwer entscheiden. Jetzt hat man ja typischerweise dann im Basisgefühl noch weitere Gefühle vielleicht aufgebaut. Ärger, Wut, vielleicht Leid, Schmerz, Traurigkeit. Oder sogar Angst vor dem Partner oder vor dem, was noch kommen kann. Und dann ist das beides vorhanden im Basisgefühl. Und im Denken kommt man dann zu dem Ergebnis, dass es deutlich vernünftiger wäre, sich zu trennen. Vor allen Dingen ja auch manchmal so mit der Frage, wenn das nicht meine eigene Beziehung wäre, ich jetzt mal ohne das Gefühl von Liebe draufschauen könnte, also nicht befangen wäre, was würde ich jemand anderem raten? Genau. Man würde einer Freundin raten. Mensch, überleg mal, ist das wirklich noch sinnvoll? Oder einem Kumpel, ne? Ja. Das wollen wir heute näher beleuchten. Welche Ursachen kann es geben? Was sind typische Probleme und Folgen? Und wie kann man das Ganze lösen und damit umgehen? Wenn du schon mehrere Folgen von uns gehört hast, dann nutz doch kurz die Gelegenheit und swipe einmal auf dem Smartphone bei Spotify oder bei Apple in den Bereich der Bewertung und hinterlass uns ein paar Sterne. Das würde uns extrem helfen. Das würde uns extrem freuen, wenn du uns eine Bewertung hinterlässt. Denn das ist so eines der wenigen Möglichkeiten, beim Podcasten ein Feedback zu erhalten, ob das, was wir tun, für dich wirklich sinnvoll ist und dir wirklich weiterhilft. Schauen wir mal auf Situationen, in denen eine Trennung aus Vernunft sinnvoll sein kann. Ja, recht eindeutig ist so etwas wie Missbrauch, Gewalt, Sucht. Ja. Wo man das Gefühl hat, da gibt es auch keinerlei Einsicht oder derjenige macht keine Therapie. Therapie will nichts verändern. Man hat das mehrmals angesprochen und man kommt aus der Situation nicht raus. Starke Co-Abhängigkeit, ne? Genau, alles rund um körperliche Gewalt, sowieso seelische Gewalt. Das sollten immer Gründe sein, wo man sagt, okay, aus Selbstschutz, um selber geschützt zu sein und nicht selbst nur reingezogen zu werden oder auch schlimmere negative Konsequenzen zu erleiden, sollte man da den Schlussstrich ziehen. Gerade natürlich gar keine Frage, wenn Kinder dabei sind, gibt es eigentlich keine andere Möglichkeit, erst mal die Distanz zu suchen. Dann, wenn man im nächsten Schritt vielleicht auch merkt, die Beziehung hat eine toxische Dynamik, wenn man merkt, dass man sich gegenseitig sehr viel Leid zufügt, dass vielleicht Manipulationen eine Rolle spielen, dass man vielleicht mal so diese Red Flags des Narzissmus sich angeguckt hat und merkt, oh Mensch, da ist doch anscheinend recht viel bei uns vorhanden, dann ist das auch durchaus sinnvoll, aus der Beziehung rauszugehen. Denn dass jemand, der stärkere narzisstische Züge hat, weil man kann ja eigentlich nicht sagen, der narzisstisch ist oder das wurde ja meistens nicht diagnostiziert, das ist ja nicht sicher, aber der so Züge in der Richtung hat, die Wahrscheinlichkeit, dass derjenige sich wirklich coachen oder therapieren lässt, dass derjenige sich damit so intensiv befasst und was verändert, ist meist eher gering. Ein weiterer Punkt sind unvereinbare Lebensziele. Das ist natürlich manchmal auf den ersten Blick gar nicht so leicht zu sagen, aber nehmen wir jetzt mal das Beispiel, der eine hat als absolut höchstes Lebensziel, Kinder zu bekommen und für den anderen ist das klar, ich bin absolut glücklich ohne Kinder. Da gibt es ja kein richtig und kein falsch und da gibt es auch kein ein bisschen Kind, da muss man auch ehrlich drauf schauen und sagen, okay, wenn das für beide jeweils so ist, wenn es unterschiedlich das höchste Lebensziel ist, um dieses Glück in welcher Form auch immer zu erleben, wäre es sinnvoll, getrennte Wege zu gehen. Hatten wir ja vor einiger Zeit auch im Interview, Michi und Marc, die zusammengekommen sind und für sie das total klar war, dass zu ihrem Leben Reisen dazugehört, auch zu ihrer Arbeit, weil sie eben in Südafrika viel mit Affen arbeitet und mit Tieren und er als Beamter dann da war und dann die Überlegung ist, wenn er eben ihren Lebensweg, nicht ein Stück weit begleiten und teilen kann, dann hat die Beziehung keine Zukunft. Also hätten sie sich im Zweifelsfall trotz Liebe trennen müssen, wenn das nicht sein Weg gewesen wäre. Weil das Leid einfach zu groß wäre auf Dauer und man es auch nicht durchhalten würde. Beidseitig ja nicht mehr. Also er kann sich dann vielleicht nicht verstellen, um ihren Weg irgendwie zu gehen. Sie kann von ihrem Weg nicht abrücken, ohne dass man selber seinen eigenen wünschten Lebenszielen, Träumen nicht gerecht wird. Es gibt halt manchmal noch die Möglichkeit, stimmige Kompromisse zu finden, aber ich, ich glaube bei so großen Lebenszielen, die einfach auch lebensverändernd sind, auch alltagsverändert, hat das nachher seine Grenzen. Ja, das gibt einfach auch Bereiche, da gibt es keinen stimmigen Kompromiss. Wenn der eine sagt, ich wünsche mir vier Kinder und der andere sagt gar keins. Zwei ist kein Kompromiss. Also vielleicht in der Schule haben wir so gelernt, dass zwei jetzt der Kompromiss wäre, zwei Kinder zu bekommen, aber das ist nicht der Kompromiss, damit fühlen sich beide schlecht. Im Zweifelsfall sollte man nicht tun und sowieso ist das Thema Kinderkriegen eben kein Kompromissthema. Genau. Dann haben wir das Thema ständige Systemgesetzverletzungen, also emotionale Verletzungen und Konflikte, die sich auch nicht richtig lösen lassen, wo man auch nicht zusammenkommt. Das macht natürlich durchaus Sinn, das sich in der Paartherapie sonst anschauen zu lassen und zu gucken, woran liegt das. Denn wenn entsprechend die Fähigkeiten vielleicht fehlen, das nachhaltig zu lösen, dann kann man daran was ändern. Aber es gibt natürlich auch Themenbereiche, wo das nicht möglich ist. Zum Beispiel, wenn einer von beiden, Prägungen mitbringt, die immer wieder zu Verletzungen in der Beziehung führen, also irgendetwas aus der Kindheit, aus vorherigen Beziehungen und er möchte das für sich nicht lösen. Er sagt, ich will da nicht ran, ich möchte auch nicht mit Dingen aus der Kindheit arbeiten. Geht nicht, will ich nicht. Dann muss man sagen, dann bleibt dieses Thema in der Beziehung. Und wenn der andere sagt, ich kann damit aber nicht leben, dass dieses Thema so in der Beziehung bleibt. Zum Beispiel, der eine schreit ständig und ist cholerisch und man hat auch echt Angst und sagt, ich kann mir auch schwer vorgehen. Ich kann mir nicht vorstellen, mit den Kindern zu bekommen. Du schreist schon mich so krass an und bäumst dich so auf und ich habe da echt Sorge, dass da mehr Gewalt draus entsteht. Und der sagt, ja, Kindheit und meine Eltern und so war auch so und Großeltern auch so. Und man sagt, ja Mensch, das müsstest du zum Einzelcoaching vielleicht mal angehen. Dieses Thema mal anschauen. Der sagt, nee, nee, also Einzelcoaching für mich gar nicht. Alles, was um die Beziehung ist, ist okay, aber Einzelcoaching für mich mache ich nicht. Kindheit auch überhaupt nicht, halte ich gar nichts von. Dann wird das bleiben. Ja. Und dann muss der andere sich überlegen, ob er damit leben kann oder eben nicht. Sowas ist so ein Beispiel, wo etwas eben so unlösbar wird, weil derjenige sich dem Weg versperrt. Ähnlicher Punkt ist ja auch, wenn man merkt, dass die Beziehung eigentlich mehr gut tut und man sich gern Unterstützung suchen würde, aber der andere möchte gar keine Unterstützung annehmen. Da sagen wir immer so, die natürliche Konsequenz ist es ja letztendlich. Also wenn ich sage, ich möchte mich nicht trennen, aber ich kann nicht anders handeln, weil für mich das so wichtig ist, dass wieder eine Veränderung rein bringen, deswegen muss ich die natürliche Konsequenz ziehen und mich trennen. Ja, das sind so die typischen Probleme, die so auftreten können. Das gibt bestimmt noch mehr. Also wenn ihr bei YouTube gerade zuschaut, dann schreibt doch gerne mal in die Kommentare, ob es aus eurer Sicht noch andere vernünftige Gründe gibt, sich zu trennen, obwohl man sich eigentlich noch liebt. Dann sammeln wir nochmal und vielleicht können wir darauf nochmal in einer weiteren Folge eingehen. Dann lass uns mal gucken, was sind so die typischen Probleme, die damit einhergehen. Emotionales Leid, also diese ambivalenten Gefühle, die du am Anfang beschrieben hast, dass man sozusagen immer hin und her gerissen ist. Denkgefühl, Bauchgefühl, was soll ich machen, wie soll ich mich entscheiden, ich fühle mich nicht wohl, aber ich kann den Schritt nicht gehen. Das ist ja so ein dauerhaftes Abwägen von, ja, kurz vor der Prüfung sein Gefühl, ne? Also ich muss irgendwie jetzt mal aus dem Zustand rauskommen, ich muss mich entscheiden, aber ich kann mich nicht entscheiden und das macht Druckgefühl, das macht ein Gefühl von Hilflosigkeit, vielleicht teilweise auch und ja, man ist ja schon, die Liebe ist noch vorhanden, aber man ist ja schon mit einem Bein sozusagen auf dem Weg, sich zu distanzieren und zu gehen. Dazu fällt mir nochmal eine weitere Ursache ein, nehme ich auch als Beispiel dann, nämlich wenn jemand fremdgegangen ist oder eine Affäre hatte. Das bedeutet ja oftmals gar nicht, dass man seinen Partner nicht mehr liebt, sondern die lieben sich ja häufig immer noch, aber manchmal ist es eben besser, sich zu trennen, wenn eine Affäre da gewesen ist oder man fremdgegangen ist. Da habe ich nämlich gerade ein Paar im Kopf, wo dieses Ambivalente eben da ist, die jetzt, nachdem die Affäre aufgeflogen ist, merken, dass sie eigentlich noch sehr viel Liebe für einander empfinden und haben jetzt gerade die besten Gespräche, körperliche Nähe ist wieder voll da, Schmetterlinge im Bauch, aber gleichzeitig Flashbacks und ganz viel Kopfkino, ganz viel schlechte Gefühle und das macht krasse Wellen und da ist genauso der Punkt jetzt. Also wenn die sich jetzt trennen sollten im Laufe des Coachings, dann würde man hier auch sagen, die trennen sich trotz Liebe eben aus in Anführungsstrichen Vernunft, beziehungsweise zu starken emotionalen Verletzungen. Ja, aber grundsätzlich kann man ja sagen, ist das kein Grund, wo man sagt, man muss sich trennen, wie die anderen Gründe, die wir hervorgebracht haben, ne? Nee, man kann auch das Fremdgehen und Affären häufig lösen, aber das ist eben individuell. Das hängt jetzt auch sehr stark mit den Glaubenssätzen zusammen. Was hat der denn wieder vor im Leben schon erlebt? Genau, Vorerfahrungen, Prägungen, da gibt es sehr viele Unbekannte, die man eben mit einbeziehen muss. Häufig funktioniert es, aber eben manchmal auch nicht. Und ja, warum sich jemand eher nicht trennt oder da so verharrt in dieser Position, ist ja häufig die Unsicherheit, ob eine Trennung dann der richtige Weg ist. Also es ist ja sehr schwer, eine Trennung auszusprechen, wenn man gleichzeitig das Gefühl von Liebe verspürt. Wenn man selber innerlich schon so ein Stück weit mit der Beziehung abgeschlossen hat, so einen kleinen inneren Trennungsprozess durchlaufen hat, in sich reinspürt und merkt, bei mir ist das Gefühl nicht mehr so da, also ich muss in Anführungsstrichen nur den anderen mit der Trennung verletzen, aber nicht mich selbst, dann ist das ein bisschen einfacher, als wenn man genau weiß, wir lieben uns eigentlich, aber ich muss jetzt ihn, sie und mich verletzen. Das ist manchmal auch so, dass Paare dann sagen, ich würde am liebsten jetzt mal kurz hier das Leben abspeichern und mal den neuen Weg ausprobieren, so ganz angstfrei und dann zu schauen, wenn das okay ist, dann kann ich mich auch entscheiden. Weil wenn ich natürlich einen neuen Weg rausgebe, wie zum Beispiel jetzt durch eine Trennung, dann gehe ich auch immer ein bisschen ins Ungewisse. Und das ist auch eine Angst, die entsteht, dass man eben die Trennung später bereut. Genau. Weil auch das ist ja etwas, was eher entstehen kann, diese Unsicherheit, ist das der richtige Weg gewesen? Und deswegen kommen ja auch viele dann ins Coaching, um sicherzustellen, wir haben alles probiert. Wir haben dafür gesorgt, dass selbst wenn wir uns jetzt am Ende trennen sollten, dann haben wir zumindest dieses Bereuen nicht, weil wir sagen können, wir sind alle Schritte gegangen, die uns eingefallen sind, um zu prüfen, ob es einen Weg für uns gibt. Ja. Bevor wir uns einmal anschauen, was man tun kann, um eine Trennung trotz Liebe nicht zu bereuen, beziehungsweise wie man den Weg gehen kann und ja, möglichst harmonisch das Ganze durchführen kann, wenn man sich final für eine Trennung entschieden hat, hier einmal der Hinweis, wenn euch das Thema betrifft und ihr diese Unsicherheit in euch tragt, meldet euch sehr gerne für das telefonische Erstgespräch bei uns, dann schauen wir einmal gemeinsam auf euer Thema, auf euer Ziel, prüfen, ob wir euch gut unterstützen können und wenn ja, dann geht es ins Kennenlernen, entweder mit Ina, mit mir oder mit einem unserer anderen Coaches im Team und wenn euch das zusagt, dann würdet ihr ins Coaching bei uns starten. Was kann man also tun, damit man später eine Trennung aus Vernunft nicht bereuen wird? Als erstes intensiv prüfen, ob es wirklich keine Zukunft mehr gibt, also gibt es wirklich keine gemeinsamen Ziele mehr, keine Rundbeziehungen, gibt es wirklich keine Lösung für das, was da zwischen euch steht, also all die Dinge mal abchecken, vielleicht aufschreiben, was sind so die Punkte, die für die Beziehung sich hinderlich anfühlen, was sind die Punkte, die sich für die Beziehung förderlich anfühlen und dann mal überlegen, gibt es irgendwelche Wege, das was sich hinderlich anfühlt, das was zwischen euch steht zu lösen. Wenn einem da kein Weg mehr einfällt, kann man natürlich überlegen, ob man sich nochmal externe Hilfe holt, das kann ein Coach sein, ein Therapeut sein, das kann vielleicht erstmal jemand im Umfeld sein, wo man gemeinsam beschließt, dir das anzuvertrauen, wo sich beide abgestimmt haben, dass man eben keinen Ausschluss begeht und wenn einem da keine Wege mehr einfallen, dann ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass man später bereut. Wenn man selber in so einem Gedankenkarussell festhängt und immer über seine ambivalenten Gefühle nachdenkt, wäre ja auch eine Möglichkeit, wenn der Partner sagt, ich möchte mir keine Hilfe holen, dass man ein Einzelcoaching bucht oder ins Einzelcoaching geht, da würde man sozusagen dann ja die Seite nochmal beleuchten, die die eigene ist. Also man wird nicht auf die Beziehung schauen, sondern man wird schauen, was für Gefühle sind selbst in einem drin, warum denke ich so, warum bin ich da so im Schwanken, was sind vielleicht auch meine Ängste, warum ich mich nicht entscheiden kann. Manchmal ist es auch sowas, dass man sagt, das kann ich meinen Kindern nicht antun, ich weiß nicht, wie ich klarkommen soll, das sind so viele Veränderungen, ich weiß nicht, ob ich das schaffe oder auch, was könnten die anderen denken, das ist häufig auch noch ein Thema, also was sind die Gründe, die ganz individuell mich davon abhalten, eine Entscheidung zu treffen und viele berichten auch, dass sich das einfach sehr entlastend und gut anfühlt, mal mit einer neutralen Person darüber zu sprechen. Jemand, der mal die Gedanken ordnet, der mal zuhört und ohne Bewertung auf die Situation schaut, sondern einfach ein Gesprächspartner ist, der die Möglichkeit gibt, Klarheit zu finden. Und der unbefangen auch ist. Also dieses Unbefangene ist wichtig, das hat für mein Leben keine Auswirkung, ob die beiden sich trennen oder nicht, weil ich kenne die sonst nicht. Bei Freunden und Familie hat das immer eine Auswirkung. Ja, ist immer subjektiv auch, muss man klar sagen. Dann die Frage, natürlich, was haben die selber erlebt, die dann Empfehlungen, Ratschläge aussprechen? Was haben die selber vielleicht auch verarbeitet? Das ist ja bei uns immer ganz wichtig, die Ausbildung, die wir durchlaufen haben, da war sehr viel Coaching auch für uns dabei, weil für uns immer ganz wichtig ist, dass wir unsere Themen soweit gelöst haben, dass wir nicht angetriggert werden, dass wir uns befangen fühlen und dann Ratschläge daraus geben, dass wir selber irgendwie noch verletzt sind und das ungelöst haben. Das würde nämlich wenig Sinn machen. Da kann man sich nicht so frei sagen, Mensch, hast du schon mal den Punkt beleuchtet? So eigene Blickwinkel reingeben oder auch eigene Blickwinkel entwickeln lassen, sondern dann würde man tendenziell dem anderen meistens die eigenen Blickwinkel überstülpen und das ist das, was natürlich Freunde, Familie, Bekannte immer mal gerne tun. Aber grundsätzlich, ja, Einzelcoaching geht, kommt manchmal vor, wenn der andere eben sagt, ich bin mir total klar, ich liebe dich und ich will mit dir zusammenbleiben. Das ist dein Thema, du bist unsicher, ich brauche da nicht dabei sein. Wir würden uns freuen, wenn es anders wäre. Wir hätten gerne denjenigen auch mit dabei, denn es ist eure Beziehung, über die wir sprechen und es ist blöd, wenn das der eine alleine macht. Es kann manchmal auch sinnvoll im Prozess sein, mal einen Termin einzeln zwischendurch zu machen, wo man vielleicht mal so völlig frei sprechen kann, weil man den anderen damit seinen Gedanken und Abwägungen so verletzt, wenn man so mal intensiver über Trennung nachdenkt. Aber grundsätzlich ist es immer schöner, wenn beide da sind. Wir machen es dann auch im Einzelcoaching, wenn der andere sich wirklich versperrt und einer alleine kommt und sagt, ich brauche Unterstützung, eine Entscheidung zu treffen. Häufig kann der sich im Leben insgesamt schwer entscheiden, hat nicht so ganz Zugang zu seinem Basisgefühl, zu seinem inneren Kompass und so weiter. Das heißt, da gibt es eben auch für ihn einzeln viele gute Ansätze, die ihm in allen Lebensbereichen helfen, sich schneller besser, nachhaltiger zu entscheiden. Nun kann es sein, dass man trotzdem entschieden hat, sich zu trennen, trotz verschiedener Wege, die man probiert hat. Und jetzt ist ja die Frage, wie kann man das am besten vollziehen, durchführen, dass es für beide so wenig Leid wie möglich erzeugt. Es gibt natürlich, je nachdem, welcher Konstellation man lebt, also lebt man als Paar alleine, gibt es Kinder in der Beziehung, unterschiedliche Punkte, die man bei einer Trennung dann beachten sollte. Und wir haben da vor einiger Zeit mal so eine Trennungs-Checkliste zusammengefügt oder zusammen erarbeitet. Und das sind so Punkte, die wir dann zum Beispiel im Coaching mit dem Paar dann durchsprechen würden, in der Trennung, was würde sich verändern, was sind Punkte, über die man sich unterhalten müsste, damit es halt nicht zu einer kompletten Eskalation kommt. Weil wenn man davon ausgeht, dass meistens bei einer Trennung Menschen so ein bisschen noch so in dem Modus sind, ja, da ist zwar noch ein Wir-Gefühl, aber trotzdem achtet jeder so mehr auf sich, dann ist das manchmal gar nicht so leicht, Kompromisse zu finden, die wirklich stimmig sind. Und darum geht es. Es soll nicht darum gehen, dass einer total nachteilig sich fühlt in der Trennung und bei allen Sachen nachgibt und einfach nur sagt, ja, ist okay, ist mir auch egal, ich will es einfach schnell hinter mir bringen. Weil das ist nicht gut. Das fällt einem nachher wieder auf die Füße. Und gerade wenn es um weitere Personen geht, wenn es darum geht, Sachen nachhaltig zu entscheiden für die Kinder, ist das wichtig, dass man das gut macht und dass man es überlegt macht und dass man das stimmig macht. Wichtig ist auch daran zu denken, dass eben man sich trennt trotz Liebe. Das heißt, was entstehen wird sehr wahrscheinlich ist eben Liebeskummer. Das heißt, man hat tatsächlich vielleicht beide oder mindestens einer einen Prozess, wo man das Gefühl von Liebe erstmal abbauen muss, wo man leidet, wo eben Liebeskummer entsteht und das braucht eben auch entsprechend Raum zum Traurigsein, zum Gefühleverarbeiten und dafür kann es eben auch gebraucht werden, dass man temporär zumindest erstmal vielleicht den Kontakt deutlich reduziert oder abbricht. Das ist manchmal gar nicht so einfach, wenn man zum Beispiel Kinder hat. Deswegen ist der Punkt, den ich davor sagte, umso wichtiger, dass man da Klarheit hat, weil man selber sagt vielleicht, ja gut, wir sehen uns dann, wann die Übergabe der Kinder ist oder so, ja, aber dann hat man vielleicht ein Problem, wenn man noch Liebe empfindet für den anderen und dann sitzt da so ein kleiner Wurm vor einem und sagt, ich würde gerne Papa anrufen. Und man sagt, ja, okay, kann ich verstehen, haben wir so abgemacht. Und man hört dann die Stimme des anderen, fängt an zu interpretieren, denkt, Mensch, wo ist er denn wohl gerade? Was macht er denn gerade? Der spricht so lieb mit dem Kind und dann ist das Telefonat vorbei und man ist im tiefen Leid drin, weil man da sagt, oh, der Tag war eigentlich gut bis zu dem Moment, wo ich abends nochmal seine Stimme gehört habe und ja, da ist es wieder schwer gefallen. Und man muss sich bewusst machen, dass in dem Moment, wo man vielleicht keinen gemeinsamen Alltag mehr miteinander teilt und dieser Liebeskummer kommt, man dazu neigt, das Ganze deutlich positiver zu sehen, als es eigentlich war. Das heißt, dieser Liebeskummer, dieses Vermissen dafür sorgt, dass man innerlich mehr so die positiven Dinge der Beziehung, also das, was ich vorhin förderlich nannte, hervorhebt und anfängt, das zu vermissen und das eigentlich immer mehr verdrängt, was die Punkte waren, die eben hinderlich für die Beziehung waren und die ausschlaggebend dafür waren, sich getrennt zu haben. Und dass man dann dazu neigt, auf einmal in seiner Entscheidung zu schwanken. Ja. Und das sind erstmal neue Gefühle. Denen darf man erstmal klarkommen und denen darf man Raum geben. Die müssen verarbeitet werden. Man heißt, es ist ein langer Prozess, durch den man geht, aber sich dann zu überlegen, warum habe ich mich getrennt oder warum haben wir uns getrennt? Und nur wenn ich darauf eine klare Antwort habe, kann ich durch diesen Prozess auch durchgehen. Wenn ich das einfach gemacht habe und sich das überhaupt nicht stimmig anfühlt, dann werde ich das nicht durchhalten können. Dann wird ich über kurz oder lang dann wird das so ein On-Off-Ding werden, weil ich da nicht hinterstehe. Dann würde ich immer empfehlen, die Beziehung nochmal durchzuarbeiten und zu schauen, an welchen Stellen sind vielleicht auch vor allen Dingen Brillen entstanden, also so, wir nennen das ja so, wie so ein Tunnelblick auf die Beziehung, auf den anderen, weil diese Brille, die man hat, die kann eben an der Rolle kleben bleiben. Das heißt, dass die nicht auf diesen einzelnen Menschen bezogen ist, sondern auf die Rolle Partner-Partnerin und dann kommt man in eine neue Beziehung und nimmt diese alte Brille mit und hat gleich so ein gewisses Misstrauen dem neuen Partner, der neuen Partnerin gegenüber, obwohl der damit gar nichts zu tun hat. Also typisches Beispiel ist, ich habe erlebt, dass fremdgegangen wurde und habe daraus Eifersucht entwickelt, habe das nicht verarbeitet, komme in eine neue Beziehung, beide haben den Wert Treue total wichtig, der neue Partner, die neue Partnerin ist noch nie im Leben fremdgegangen, wird das auch niemals tun, aber trotzdem bin ich eifersüchtig, will vielleicht ins Handy schauen, kontrolliere, schreibt, Mensch, schick mir mal ein Foto, ob du wirklich im Kino bist und so. Solche Sachen passieren dann und das gehört gar nicht in diese Beziehung hinein. Deswegen ist es wichtig, diese Brillen, diese Prägung aufzuarbeiten. Da habe ich gerade eine Frau in der Trennungsbegleitung gehabt, da kann ich mich dran erinnern, letzte Woche, die mal gesagt hat, das ist total schwierig für mich, jetzt auch daran zu denken, in eine neue Beziehung zu gehen, weil wenn ich jetzt in meinem Freundinnenkreis höre, welche Männer so in den 30er, 40er fremdgegangen sind, das kann Zufall gewesen sein, aber die sind immer in einer bestimmten Berufsgruppe oder einer ähnlichen Berufsgruppe und ich, innerlich für mich, eigentlich diese Berufsgruppen, ich nenne sie jetzt nicht, jetzt sind wahrscheinlich alle überlegen, welche Berufsgruppe meint sie? Dann haben wir auf einmal, dass der Partner, die Partnerin genau diesen Job hat und auf einmal gucken alle genau drauf und sagen, du bist verdächtig. Aber es ist schon eine Berufsgruppe, die anfällig dafür ist, jetzt fliege ich mal auf die Spitze, dass sie gesagt hat, es ist wirklich schwierig, weil ich habe Angst, jemanden toll zu finden, den kennenzulernen und dann haut der rauf, ich bin piep und dann, ja, ist das schwierig für mich, weil ich eigentlich innerlich sage, da ist gar kein Platz frei. Das ist ein Glaubenssatz, der entsteht. Ja. Dass man sagt, so alle Ärzte gehen fremd oder alle Piloten oder alle Vertriebler, alle Selbstständigen, alle Lehrer, also ist egal, wen du nimmst. War schon dabei jetzt. Kann sein. Genau. Aber das ist schwierig. Grundsätzlich kann man ja sagen, wir brauchen ja kein Geheimnis draus machen und man kann eigentlich sagen, je mehr Freiheit man in seinem Job hat, je mehr Reisetätigkeit man in seinem Job hat, das sind alles so Dinge, die natürlich so diese Möglichkeit des inneren Parallellebens erleichtern. Weil das ist ja häufig das, was passiert, dass man sich aus seiner Wirklichkeit in eine Parallelblase begibt, weil man natürlich weiß, wie sehr man den anderen Menschen verletzt und das halten die meisten dadurch aus, dass sie sich in so eine andere Blase begeben. Klar. Und wenn ich jetzt zum Beispiel Pilot bin und ich fliege regelmäßig in irgendein anderes Land und habe dort eine Affäre, dann findet das quasi auf einem anderen Kontinent statt. Das ist eine ganz andere Blase. Das kann ich sehr gut von meiner Wirklichkeit zu Hause fernhalten und wenn ich zu Hause bin, eben auch sehr gut verdrängen. Das bedeutet nicht, dass diese Menschen das irgendwie drauf anlegen, das in böser Absicht machen, sondern dass die einfach eine einfachere Möglichkeit haben, diese Parallelblase aufzubauen. Das ist natürlich schwierig, wenn ich jetzt zum Beispiel einen Job habe hier vor Ort, zum Beispiel bin ich, bin ich Apotheker, alle Menschen im Dorf kennen mich und haben mit mir zu tun und ich bin hier sehr stationär in meinem Ort. Ich bin hier in der Feuerwehr verwurzelt und so weiter und alle kennen mich und ich habe kaum Reisetätigkeit in meinem Job. Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich so eine Parallelwelt aufbauen kann, erstmal geringer. Hat aber überhaupt nichts damit zu tun, dass das Risiko, wenn man das irgendwie damit zusammenbringen wollen würde, geringer wird. Denn wie oft hat man das dann, dass die dann mit dem Nachbarn ins Hotel fahren, wo man denkt, Mensch, im Dorf, die Nachbarin und man danach guckt, was hat denn das alles für Konsequenzen und Auswirkungen jetzt, dass das passiert ist. Das nur als kleiner Exkurs, wir kommen wieder zurück, wo wir hin wollten, aber da. Brille und Filter halt. Und das ist halt wirklich schwierig. Deswegen ist es auch so wichtig, das für sich aufzuarbeiten, damit man das nicht mitnimmt. Wir alle wollen es immer freimachen von diesem Schubladendenken, finde ich. Aber es ist halt da. Es bringt ja nichts zu sagen, nee, das habe ich nicht, wenn ich es wirklich habe, sondern wie gehe ich damit um? Dann ist wichtig, sich auf seine eigenen Bedürfnisse und Ziele zu fokussieren und das einmal neu zu formen. Häufig ist das natürlich gerade in einer langjährigen Beziehung sehr an den Partner, die Partnerin gebunden. Man hatte so gemeinsame Wünsche und Ziele und jetzt muss man sich wieder mehr mit sich alleine befassen. Was will ich denn eigentlich? Und vielleicht da nochmal den Unterschied auch, sich mit seinen Bedürfnissen und Zielen zu befassen und dadurch vielleicht wieder mehr mit Freunden zu machen, mehr Hobbys in sein Leben zu integrieren und so weiter. Es geht dabei nicht darum, sich abzulenken. Es geht darum, einfach für sich neue Lebenswege zu haben. Dinge, die einen motivieren und begeistern, aber trotzdem sich Freiraum zu nehmen, um die Gefühle zu verarbeiten. Da musste ich ein bisschen schmunzeln. Als ich beim Friseur war, muss ich sagen, da haben wir so gesprochen. Wir kennen uns schon ein paar Jahre und dann habe ich erzählt, dass ich zum Beispiel jetzt mich auf einen Lauf vorbereite, wo ich ja mitmache, so einen Stadtlauf und dass ich mit meiner Schwester zum Beispiel so einen Kurs im Schwimmbad auspummel, bla, blub und so weiter. Und ihre Frage, in dem Moment guckt sie mich an und sagt, hast du dich von deinem Mann getrennt? Und das fand ich ganz spannend, jetzt so an dem Punkt, weil das war für die Frau so der Punkt zu denken, okay, die muss doch irgendwie wahrscheinlich, was ist der Grund, da muss jetzt irgendwas passiert sein, dass sie jetzt diese Themen angeht, ne? Was Neues ausprobiert und so weiter. Fand ich ganz spannend, den Impuls. Und du hast dann gesagt, nee, ich komme nur die Treppe nicht mehr hoch. Nee, ich bin kurz vor 40 und wollte noch mal ein bisschen was sportlich reißen. Ja. Endlich mal im Leben, ne? Ja, genau. Einmal. Bei den Bundesjugendspielen. Immer der Vorletzte, ne? Der, der nie gewählt wurde. Nein, so schlimm war es bei mir nicht, aber fand ich spannend, dass sofort bei den Menschen, ich war erst so ein bisschen geschockt, weil ich dachte so, wieso kommt denn jetzt darauf, ne? Aber dann fiel mir ein, ich habe einfach zwei Sachen erzählt, die für viele Menschen das so wäre, ne? Wenn wir jetzt mal diese Themen angehen. Dass man sich wieder mehr so auf sich fokussiert. Ja. Also dein Laufziel und so weiter. Du willst jetzt dann noch mal Sport machen. Stimmt. Sie hat auch noch gefragt, ob du auch mitmachst. Ich habe gesagt, du machst nicht mit. Da habe ich es wahrscheinlich auch noch mit angetrieben. Ah, okay. Ja. Tja. Möglich, ne? Du jubelst mir nur zu. Ich jubel zu. Ja. Auf jeden Fall. Wo wir eigentlich auch beim letzten Punkt schon angekommen sind, sich eigene neue Ziele setzen. Ja. Dass man etwas hat, worauf man so hinarbeiten kann, hinwirken kann. Und ein Ziel kann ja durchaus auch sein, eine neue Partnerin, einen neuen Partner zu finden. Dass man da eben schaut, was wird dafür gebraucht. Dafür wird eigentlich gebraucht, die ganzen Punkte, die wir vorher genannt haben, sich über seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche Gedanken machen, seine eigenen Ziele, sich überlegen, wie ist denn eine Wunschbeziehung, damit man eben weiß, welchen Partner soll man überhaupt anziehen und in sein Leben ziehen. Oder auch mal zu überlegen, bin ich vielleicht auch die letzten Jahre in eine Abhängigkeit geraten und wie möchte ich mir mein eigenständiges Leben jetzt aufbauen? Also was waren meine Ängste, meine Sorgen und wo bin ich vielleicht auch unstimmige Kompromisse eingegangen und was darf ich jetzt selbst entscheiden? Also da erinnere ich mich gerade an ein Coaching, wo die Frau gesagt hat, zum Ende hin, eine Trennungsbegleitung war es gar nichts gegen dich jetzt, sagte sie zu dem Mann, also zu ihrem Ex-Mann, sagt sie, ich finde es auch schön, jetzt Sachen einkaufen zu können und mich nicht abstimmen zu müssen. Ich kann jetzt für mich einfach frei entscheiden und es gibt mir gerade ein gutes Gefühl, einfach so zu machen, wie ich das machen wollte. Sprich jemand, der eben nicht weiß, wie man stimmige Kompromisse schließt. Genau, aber für sie war das so. ist jetzt erstmal so ein Vorteil, der ihr geholfen hat, rauszukommen, zu sagen, okay, ich darf jetzt auch mal für mich entscheiden. Absolut. Das ist ja auch ein Einzelcoaching-Thema, was wir häufig haben, dass eine Trennung stattgefunden hat und dadurch jemand sagt, ich möchte mich jetzt auf mich konzentrieren, mich selbst finden, schauen, wer bin ich eigentlich, eigene Ziele, Wünsche, Bedürfnisse entwickeln. Gerade nach vielen, vielen Jahren hat man eben gelernt, Kompromisse zu schließen, auf den anderen einzugehen und vielleicht nicht mehr so stark auf sich selbst zu hören. Da tendenziell mehr die Frauen als die Männer, weil eben gerade die Frauen sich da häufig zurückgenommen haben, waren mehr, haben sich ein bisschen zurückgenommen für den Mann, für die Kinder, haben vielleicht ihre Karriere und Wünsche, Ziele ein bisschen zurückgestellt, haben mehr auf die Bedürfnisse der anderen Familienmitglieder geachtet, aber nicht so sehr auf sich selbst. Und gerade da ist es häufig so, dass die sich dann bei uns melden und sagen, wir wollen irgendwie mal wieder da reinfinden, dass ich mich mehr auf mich konzentriere, ich brauche da mal so einen kleinen Anschub, wie kann ich wieder mehr rausfinden, was meine Bedürfnisse sind, wie kann ich mich mit meinen Werten mehr beschäftigen, mit meinen Glaubenssätzen, mit meinen Zielen. Ja, das zum Abschluss zu dieser Folge. Ich denke, das wird bestimmt ein Thema, was in einigen Monaten wiederholt wird und wo wir nochmal neue Aspekte reinbringen. Was immer wieder eine wichtige Rolle spielt. Ich bin gespannt, wie viele diesmal wieder zuhören und wenn euch das Thema betrifft, dann meldet euch sehr gerne bei uns für das telefonische Erstgespräch. Wenn ihr gerne auch auf anderen Wegen euch informiert, dann könnt ihr bei uns in dem Blog vorbeischauen, da könnt ihr nochmal die Inhalte nachlesen. Die meisten Podcast- Folgen sind auch auf andere Art und Weise nochmal im Blog niedergeschrieben. Auf Instagram, findet ihr immer mal so kleine Impulse, wenn man einfach mal so eine kleine Erinnerung haben möchte oder so einen kleinen Gedankenanstoß. Dann haben wir natürlich auch inzwischen Videos auf YouTube und TikTok und Instagram und so weiter. Das, was es alles so gibt. Pinterest. Also, wir bedienen inzwischen glaube ich alle wichtigen Social-Media-Kanäle, sodass ihr euch damit kostfreien Impulsen und Content versorgen könnt. Ansonsten freuen wir uns sehr, dass ihr dabei wart und wir zugehört habt. Bis zum nächsten Mal. Bis dann. Ciao.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Trennungen aus Vernunft trotz Liebe sind häufig durch gravierende Probleme wie Missbrauch, Gewalt, toxische Dynamiken oder unvereinbare Lebensziele verursacht.
  2. Starke emotionale Verletzungen, wie z. B. durch Affären oder Fremdgehen, können dazu führen, dass eine Trennung notwendig ist, selbst wenn die Liebe noch vorhanden ist.
  3. Bei unvereinbaren Lebenszielen, wie Kindersitten oder beruflichen Wegen, kann es keine sinnvolle Kompromisssituation geben, was eine Trennung rechtfertigt.
  4. Wenn eine Person nicht bereit ist, mit eigenen Prägungen oder Kindheitsschäden zu arbeiten, bleibt das Thema ungelöst und verursacht für den anderen erhebliches Leid.
  5. Einzelcoaching hilft, eigene Ängste, Unsicherheiten und innere Blockaden zu erkennen, was die Entscheidung für eine Trennung entspannt und bereut wird.
  6. Die Trennung führt zu Liebeskummer, wobei es wichtig ist, Raum für das Traurige und die Verarbeitung von Gefühlen zu schaffen.
  7. Vorurteile oder „Brillen“ aus der Vergangenheit können in neuen Beziehungen aufkommen und müssen bewusst aufgearbeitet werden.
  8. Nach der Trennung sollte sich jeder auf seine eigenen Bedürfnisse, Ziele und Werte fokussieren, um ein eigenständiges, erfülltes Leben zu gestalten.

Summary:

In dieser Folge des Podcasts der Lebensidealisten wird das Thema „Trennung aus Vernunft trotz Liebe“ ausführlich beleuchtet. Obwohl die Liebe noch vorhanden ist, kann eine Trennung sinnvoll sein, wenn gravierende Probleme wie Gewalt, Missbrauch, toxische Beziehungsdynamiken oder unvereinbare Lebensziele bestehen. Besonders bei Affären oder ständigen emotionalen Konflikten entsteht ein ambivalentes Gefühl: eine tiefe Liebe bleibt, doch das emotionale Leid macht eine Trennung sinnvoll.

Es wird betont, dass ein individueller Prozess zur Entscheidungsfindung notwendig ist – etwa durch Einzelcoaching, um eigene Ängste und Prägungen zu erkennen. Auch der Liebeskummer ist ein zentraler Aspekt, der Raum für Trauer und Verarbeitung braucht. Ein weiterer Punkt ist die Aufarbeitung von „Brillen“ aus der Vergangenheit, die in neuen Beziehungen zu Missverständnissen führen können.

Abschließend wird betont, dass eine Trennung eine Chance ist, um sich selbst zu finden, eigene Ziele und Bedürfnisse neu zu entdecken und ein eigenständiges, erfülltes Leben aufzubauen. Diese Themen sind nicht nur für Paare relevant, sondern auch für Menschen, die sich mit inneren Konflikten auseinandersetzen.

FAQs

Eine Trennung trotz Liebe kann sinnvoll sein, wenn es um schwerwiegende Probleme wie Gewalt, Missbrauch, toxische Beziehungsdynamiken oder unvereinbare Lebensziele geht. Solche Situationen erfordern Selbstschutz und führen zu einem vernünftigen Entscheidungsprozess, der das Wohlergehen beider Seiten schützt.

Typische Gründe sind Missbrauch, ständige emotionale Verletzungen, starke Co-Abhängigkeit, unvereinbare Lebensziele wie Kinderwunsch oder Reiseaktivitäten, sowie eine toxische Dynamik mit häufiger Manipulation oder Narzissmus-Züge.

Durch eine gründliche Prüfung der Beziehung, die Aufnahme von externer Unterstützung wie Coaching oder Therapie, und durch transparente Gespräche über Ziele und Gefühle. Dies schafft Klarheit und verhindert das Gefühl der Unschärfe oder Verantwortungslosigkeit.

Ein Einzelcoaching hilft, eigene Gefühle, Ängste und Unentschlossenheiten zu erkennen. Es ermöglicht eine klare Selbstreflexion und verhindert, dass die Entscheidung nur auf der Beziehung basiert, ohne auf persönliche Bedürfnisse zu achten.

Weil die Liebe weiterhin existiert, aber die Beziehung aufgegeben wird. Dies führt zu intensiven Emotionen wie Traurigkeit, Wut oder Leid, die eine Zeitlang verarbeitet werden müssen, um den Prozess zu erleben und zu akzeptieren.

Ja, eine Affäre kann ein vernünftiger Grund sein, besonders wenn sie aus Vernunft und Selbstschutz heraus entschieden wird. Es hängt jedoch vom individuellen Hintergrund und den Glaubenssätzen ab, ob die Beziehung nach einer Affäre weiterhin tragfähig ist.

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