Die Folge erzählt die Anfänge von Tokio Hotel aus der Perspektive des Produzenten David Just, der die Band formt. David, selbst einst Boyband-Mitglied, muss die Zwillinge Bill und Tom davon überzeugen, ein selbstgebautes Indie-Rock-Image zu pflegen und ihre Vergangenheit bei „Star Search“ zu verschweigen. Nachdem BMG den Vertrag wegen einer Fusion platzen lässt, unterschreibt die Band bei Universal. Im Sommer 2005 wird das Musikvideo zu „Durch den Monsun“ gedreht, eine aufwendige Produktion mit Unterwasserszenen und Regenmaschinen. Das Video wird auf VIVA zum Dauerbrenner, da Fans per SMS dafür stimmen. Der Hype eskaliert beim ersten Auftritt auf einem Dorffest: Hunderte Fans stürmen die Bühne, sodass die Band unter Polizeischutz fliehen muss. Die Schule kann den Rummel nicht mehr kontrollieren und beurlaubt die Zwillinge, was Bill als Triumph empfindet. Die Episode endet mit einem ironischen Kommentar über die Inszenierung von Popstars und die ersten Schattenseiten des Ruhms.
* Musik * Anna, darf ich den Fotos zeigen? - Immer. Hier, guck dir mal dieses Foto an. Du siehst hier ein handelsübliches Boyband mit Glied aus der 90er-Jahre Pop-Era. Wie würdest du diesen Jungen-Man beschreiben? Es ist wirklich sehr neunziger. Dieser Mann ist erst mal halb Mann, halb Scheitel, würde ich sagen. Das ist wirklich neunziger, wie sie leibten und lebten. Ein dicker Mittel-Schleitel oder wie wir damals sagen, fliegt ein Pop-O-Schleitel. Du hast damals Pop-O-Schleitel gesagt. Es war auf jeden Fall die Standardfrise, wenn du herzen wolltest. Dann ist der Herre glattrasiert, hat trainierte, gut definierte Oberarme, unseren verträumten Boyband-Messigen Blick. Dazu immer dieses. Ich bin ganz normaler, harmloser Typ. So, hast du? - Deine Mama wird mich mögen. Das ist nicht drin. Das muss dabei sein. Anna, siehst du seine nackten Oberarme? Siehst du auch diese neckische Weste, die er trägt? Ich sehe alles. Warum gucke ich mir diesen Mann so lange an? Meine Liebe, das ist ein Ausschnitt aus einem Postar von der ersten deutschen Boyband. Bad and Breakfast. Heist die, die haben sich 1999 aufgelöst. Der Typ mit den fluffigen Hahn und den nackten Oberarm ist, David Just, der Produzent von "Tockehutel". No way! - Okay. Gasp! - Das gibt's nicht. Der hat eine Boyband-Vergangheit. Jetzt stellt immer bitte vor, du bist David. Es ist 9 Jahre später und du bist jetzt nicht mehr in der Boyband. Es ist Herbst 2004 im Tonstudio in Hamburg. Wie ein Tiger. Peas, du von der einen Seite des Raumes zur anderen. Die weiße Schrift "Pitzberg-Pirates" entspannt über deinen durchtrennierten Oberkörper. Deine "Esset Wars-Low-Card-Gien-Sitz" - "Low". Die Edelstahlkette von "Dein' em Potmanie" hängt aus der Hosentasche und Klimpat mitintakt. Das Bild könnte es nicht besser zeichnen. - Dankeschön. Du bist David und du würfst immer wieder einen Blick auf Bild und Tom, die Forder auf dem Suchverfletzen. Das sind die zwei Badmietglieder, die du überzeugen musst. Du sagst so was wie, hat traut mir Jungs. So läuft das Business einfach. Du als ehemaliger Bad & Breakfast-Boi weißt, was es für einen ordentlichen Popster braucht. Man braucht einen speziellen Look, den bringen die Zwillinge von selbst mit großartig. Aber die Band als Ganzes und wofür Tokyo Hotel steht, also das Image, daran musst du jetzt noch ordentlich feiden. Du redest energesch auf deine pubertierenden Klienten ein. Also, ihr seid eine Indi-Rock-Band. Das heißt, ihr müsst absolut self-made sein, um authentisch rüberzukommen. Starshatch nie gegeben. Okay? Aber dafür schäm ich mich nicht, wird Bild ein. Nein, ja, also wirklich punk ist es nicht, mein Tom. Du bleibst aber unbeirrt. Einigen wir uns einfach drauf, Starshatch nicht zu erwähnen Jungs. Du tiggest weiter durch den Raum. Dann sagst du, noch eine Sache. Das sind alles eure Songs, die habt ihr alle selbst geschrieben. Bild wifft wieder ein. Aber da wird die habt größtenteils ihr geschrieben, was er voll okay ist. Hauptsache wir können spielen. Du vergötest, Bill Warnsinnig, aber gerade geht er dir einfach nur Warnsinnig auf den Sack. Ja, da ist ja auch nichts verwerfliches dran, Bill. Nur lasst uns auf eine Story einigen, die wir der Welt erzählen. Das ist ja alles nicht gelogen. Wir Streamleinen, das nur damit niemand verwirrt ist. Und das Wichtigste, du bleibst abhubt stehen. Dann gehst du vor den Zwillingen in die Hocker. Bill, als Frontmann bist du jetzt einfach immer singel. Egal was in deinem Bett passiert. Hä? Sagt Bill. Du drehst dich zu seinem Bruder. Und du, Tom. Du bist der coole kleine Matsho der Gruppe. Idealerweise läuft bei dir so viel wie möglich. Okay? Tom ist nur so von wegen. Okay. Du blehst Bill und Tom tief in die Augen. Du musst jetzt einfach nur den Blick halten und keine Schwäche zeigen. Dann sagst du? Ich hab euch versprochen. Ich bring euch groß raus und so bringe ich euch groß raus. Die Zwillinge gucken sich gegenseitig an. Dann nicken sie dir zu. Okay, können wir jetzt fernen sehen? Klar, sollst du erleichtert auch. Du hast die Jungs einfach voll im Griff. Hast du doch? Oder? Ich bin Yasmin Polat und ich bin Anna Bühler. Und ihr hört verdammt berühmt von Wandery. Hier erzählen wir euch die Geschichten der Menschen hinter dem Gossep mit all ihren Erfolgen und Karriere tief Punkten und überraschenden Details zu Schlagzeilen, die wir alle kennen. In der ersten Folge haben wir euch erzählen, wie die rebellischen Zwillinge Bill und Tom Cowlitz entdecken, das Musik ihr Ausweg sein könnte. Ein Ausweg aus der Schule und der enge eines Dorfes, in dem ihr anders sein, kein Platz hat. Denn wer berühmt ist, muss hoffentlich nicht mehr in eine Schule. Und tatsächlich ein Musikproduzentent-Team verspricht den Zwillingen genau das. Werden sie Bill und Tom zu rumführen? Ja, wird dieser Rum helfen, dass sie endlich frei von regeln Autoritäten und Hältern sind? Vielleicht. Aber das wird eine steile Achtermannfahrt. Schneid euch fest an, für Folge 2 von Tokyo Hotel. Ein Funke reicht. David und sein Produzent-Team haben mit Tokyo Hotel eine IP aufgenommen mit so ein Passongs drauf. Damit tingelt David Anfang 2005 vom Tür zu Tür, vom Plattenfirma, zu Plattenfirma. Und er hat ein gutes Gefühl. Die internationalen Plattenlabel wie Universal oder BMG sind hungrig nach deutschen Acts, die auf Deutsch singen. Seit Bands, wie wir sind Held mit Denkmal oder Juli mit perfekte Welle, die Charts 2003 und 2004 hochklettern, spricht man von so was wie der 2. deutschen Wendet des Pop. Amy, Warner, Sony und BMG-Beyesen an. Also die fettesten Label, die es damals gab. Und David ist in diesem Musiklabelpool vor allem von einem besonders schümmernden Fisch angetan von BMG. BMG hat gerade Songs von Christina Aguilera rausgebracht. Oh, dirty error, Christina. Yes, sie haben gerade von Kelly Clarkson. Sincere Ben-Gaan rausgebracht. Kennt man. Sie haben gerade Natascha Beddingfields. An Ritten rausgebracht. Keine Karaokeparty kann ohne. So ist es. Sie haben gerade "Crimey Arriva" von Justin Timberlake rausgebracht. Jetzt min ich jetzt bau, ich lau's in eine Pause. Sie haben gerade Martin Scorsese "Presence to Blues" rausgebracht. Okay, einer so ein kleines Wau von dir. Das wär schon noch drin gewesen. Jedenfalls. BMG hat so richtig Bock auf Tokyo tell. Es werden sogar schon erste Verträge unterschrieben. David ist aus dem Häuschen. Tom ist aus dem Häuschen und Bill ist aus dem Häuschen. Die Zwillinge erzählen in der Schule rum, dass sie einen Plattenvertrag haben und bald wechseln. Ein Mittelfinger fickt euch alle Moment, den sie sehr genießen. Und dann kommt nach nur wenigen Wochen die Hieobsbotschaft. BMG lässt sie fallen. Hä? Wieso das denn jetzt? Ja, BMG ist mit einem anderen Riesenlabel fusioniert Sony. Und die neuen Bossen haben sich entschieden, dass für ein paar schwer zu handelnde Teenies kein Platz mehr ist. Für Georg, Gustav, Tom und Bill bricht eine Welt zusammen, besonders die Zwillinge schämen sich, weil sie haben ja überall rum erzählt, dass sie bald weg sind. Aber David gibt nicht auf. Er zieht wieder von Label, Tür zu Label, Tür. Und dann im Frühjahr 2005 kommen Tokio Hotel. David und der Rest vom Produzententium untervertrag. Und zwar bei Universal. Ja, okay. Ist halt ein anderes Riesenlabel. Ist doch geil. Eigentlich geil. Die Freude ist bei Bill aber wohl eher getrübt. Weil BMG hat Tokio Hotel halt wirklich geliebt. Und die haben die richtig gehyped. Ey, sollte galtst ein Teenie-Boys-Ever. Ich will euch sofort auf meinen Oberarm tätowieren. Was nicht, warum ich sie Hamburgerisch gemacht habe. wegen Oberarmtätten. Wegen Oberarmtätten wahrscheinlich genau. Und bei Universal sind sie mehr so. Ach, okay. Was auch immer. Aber auch Universal weiß von ihrer Marktanalyse, dass sie jemanden, wie diese Deutschen in die Rock-Boys brauchen. Dafür werfen Universal jetzt die großen Maschinen ihrer Pop-Fabrik an. Diese nicht zu stoppen und folgen einem strengen Produktionsplan. Und an den muss sich Tokio Hotel jetzt halten. Schritt 1, es wird ein Debüt-Album aufgenommen. Das kriegt den Namen "Schrei". Schritt 2, es wird eine Single ausgesucht, die ausgekoppelt wird. Das ist durch den Monsoon. Schritt 3, es wird ein Musikvideo zur ersten Single gedreht. Damit Schritt 4, das Video auf wie wahr rauf und runter laufen kann, in der Hoffnung, dass dann die Single CD und später die Album CD möglichst viel verkauft werden. Schritt 5, extrem viel Presse machen, damit wirklich alle diese Album-CD kaufen. Schritt 6, Turen ohne Ende. Aber ich will nicht zu schnell durchrasen. Wir gucken uns jetzt mal Schritt 3 genauer an. Ein herrlicher Sommertag im Juni 2005. Bill hängt Kopf über über dem Wasser. Die Oberfläche nur wenige Zentimeter von seinem Pony entfernt. Seine Lippen bewegen sich zu den Zahlen. Ich muss durch den Monsoon hinter die Welt. Als Ende der Zeit bis kein Ring meffelt. Bildsblick wandert seine Beine rauf und landet in den Wolken. Für ihn sieht es so aus, als würde er auf ihn stehen. Tatsächlich baumelt er von einer silbernen Stange. Links von ihm hält der Kameraassistenz eine Beine fest, die langsam taub werden. Rechts von ihm wädelt ein anderer Kameraassistenz mit einem großen Asten.
durch den lang gezogenen Brandenburger See, damit Wellen entstehen. Will guckt's mit hoch gezogenen Augenbrauen zu Tom, der nur den Kopf schüttelt. Kart, ruft die Regisseuren. Entschuldigen Sie, wir drehen hier gratem Musikvideo. Könnten Sie eher am Rand schwimmen? Super, danke. Will überstreckt seinen Kopf weiter und legt den so in den Nacken. Da sieht er wie eine schwimmere Richtung wechselt. Will schwingt sich von der Stange runter, der See schwingt nach unten, der Himmeln nach oben. Alles dreht sich für einen Moment. Seine Füße landen im Wasser. Das Gesicht der Blondensterlisten ist auf einmal ganz nah an Bills. Ihre Hände versuchen seinen lang schwarzen Ponny, der sein linkes Auge bedeckt, mit Gehl zu bändigen. Mit verkniffenem Mund guckt Bill zu Tom rüber. Der streitet sich gerade lauthalts mit David. Tom sagt sowas wie, ich mach meine Dreads nicht auf, niemals. David ist nur so, Tom, bitte. Das Kameratim findet, dass die im Video erst so richtig geil rüberkommen, wenn deine Haare offen sind. Du kannst sie auch wieder zumachen. Tom grunst und wirft Bill einen Hass erfüllten Blick zu. Dann stapft er ins Wasser und öffnet seine Haare. Da steht er jetzt mit dem Wasser bis zu den Knien. Mit verkniffenden Augen, Bergi, Jeans und elektrischer Gitarre. Dann nimmt der Kameraassistent den Gartenschlauch in die Hand und spritzt Tom von Oben voll. Das nennt man Regeneffekt. Bill schnauft auf, durchhalten, denkt er sich. Der Tag ist bald vorbei und das Video ist in ein paar Wochen auf Wiever. Dann ruft der Aufnahmeleiter von Weitem. Bill, kannst du bitte deinen Kopf ins Aquarium stecken? Ich hab dieses Video relativ gut vor Augen, weil es im Rauf- und Runter gelaufen ist. Ich erinnere mich an keine Szene, die du gerade beschrieben hast. Sind die überhaupt der Musikvideo gelandet? Ich hab auf diesem Kornfeld und spielen da. Ich hab jede Sekunde von dem Video analysiert und das Aquarium. Diese Kopfübergeschichte, die tauchen für Hüstens vier Sekunden auf. Aber schon kurz nach dem Dreh hat Bill ein gemerkt, weil nur ein paar Wochen später wird dieses Video auf seinem heiß geliebten Wiever laufen. Zurück in Lodsche. Es ist Mitte Juli. Die Sommerferien haben angefangen. Die Hüft beschwingt durch das Kaule-Zaus, aber nicht nur, weil er nicht in die Schule muss, sondern weil sein Musikvideo gleich primärer hat. Bei Wiever brandt neu. Bill schmeiß dich auf Sofa in die kleine Lücke zwischen Tom und Mama Schollotte. Gordon, der Freund von ihrer Mama, ist auch da. Bill ruft, doch auf die Aufnahmegordon. Sonst verpassen wir es doch. Ja, ich mach ja schon. Dann setzt sich Gordon neben sie. Alle vier starren gespannt auf den Rührenfernseher. Neun Jahre haben sie auf diesem Moment hingearbeitet. Bill pult an seinem Nagelack rum. Ne, das ist nicht unser Video. Das ist es nicht. Das ist es nicht. Das ist auch nicht. Aber dann endlich. Er hört wie die Moderatoren die exklusive Videoprimiere der Newcomer brand Tokio Hotel ankündigt. Bill schreit total hysterisch. Wir sind im Fernsehen. Und dann läuft das Video tatsächlich. Bill fällt Tom in die Arme, dann Mama Schollotte, dann Gordon. Er kann es nicht glauben, er ist im Fernsehen. Er fragt, können wir den Fernsehen laufen lassen? Falls es noch mal kommt, seine Mutter antwortet nur so, ja klar. Eine Stunde später, das Video läuft wieder. Noch eine Stunde später. Das Video läuft schon wieder. Und noch eine Stunde später. Oder mal, das Video läuft schon wieder. Das Video läuft sehr, sehr, sehr oft im Sommer 2005. Dieser eine Funke hat gereicht, ein Lauffeuer verbreitet sich. Die Zuschauer innen können mit einer SMS zum Schnäppchenpreis von nur 49 Cent dafür voting, welches Video als nächstes gezeigt wird. Und alle wollen durch den Monsoon nichts anderes. Alle fragen sich, wer sind diese coolen Tokio Hotel Jungs? Wo kommen die auf einmal her und keiner kann es beantworten? Interviewanfragen hageln auf Tokio Hotel ein, besonders auch von der Bravo. Einer ist ich, bravo. Anna, morne natürlich. Ich hab jede Woche meine zwei Markt Taschengeld für die Bravo ausgegeben. Echt geil. Ich durfte die leider nie haben. Ich musste sie auch verstecken. Aber irgendjemand in der Schule hatte immer eine dabei zum Glück. Man wusste sich zu helfen, wie man den Stoff kommt. Aber es ist ja auch so. Und man hat die Bravo ausschließlich wegen Doktor Sommer gelesen. Also lesen in Anführungszeichen. Ganz groß. - Vielleicht noch die Photoloftstory. Aber das war wirklich das. Aber die Bravo war damals auch das Medium für Popkultur. Da drin zu landen war so etwas Ritterschlag und ein Erfolgsgarant für Künstler*innen. Und die Bravo veröffentlicht sofort eine Doppelseite über die Band. Der Titel ist, als ich bitte kurz fest, Tokio Hotel. 4 Schüler rocken Deutschland. (Lachen) So sind sie die Bravo-Überschriften. Beideway, andere tolle Artikel aus der Woche in der Tokio Hotel drin waren, hießen unter anderem so. Exklusiv im Bett von 50 Cent. Oh Gott. (Lachen) "Crinch" und "Pops Benedict der 16. "Star des Weltjugen-Tagels". (Lachen) Hä, wieso ist "Pops Benedict" in der Bravo? Ja, der Vertreter Gottes auf Erden ist auch für die Teenis. Spannend vielleicht. - Ja. Ich weiß es auch nicht. - Seuf nicht. Die Nullerjahre waren ja, wie gesagt, sehr speziell. Viel wichtiger ist jetzt offiziell Tokio Hotel sind wie eine Bombe eingeschlagen. Und das alles, bevor die Single durch den Monsun als CD überhaupt zu kaufen ist. Bill ist extrem begeistert und andererseits ist er auch sehr gelassen. Weil er steckt noch mitten in den Sommerferien. Er hat also noch nicht wirklich viel von der ganzen Aufregung mitbekommen. Und da steht ihm noch so einiges bevor. Anfang August 2005. Ein Ackerweg im Nürgendwo. Bill sieht durch eine abgedunkelte Scheibe wie trockene Lehmbrocken vom Autoreifen durch die Luft geschleudert werden. Dann verschiebt sich der Fokus, er sieht sein Spiegelbild. Er zuppelt an den schwarzen Stacheln seiner Egelfriesur. Tom stößt ihn von der Seite an. Was ist denn hier los? Erst jetzt sieht Bill die vielen Mädchen und die Jungs. Dann die Fotografen. Je näher sieht zwar fest, die Verbüne im Nürgendwo rollen, desto mehr werden es. Die beiden sind nur so, muss wohl irgendein Star hier sein, mit dem sie uns verwechseln. Das Auto hält am hinteren Bühneneinkang. Bill, Tom, Gustaf und Georg stecken aus. Und auf einmal sind sie von Fernsehkameras und Foto-Aparaten umzingelt. Bill schluckt. Als Bill einen Reporter in eine Frage beantworten will, zieht der Veranstalter die Jungs in eine ruhige Ecke. Er hat Schweistropfen auf der Stirn, Klembret in der Hand. Ja, Jungs, wegen euch ist hier ein bisschen was los. Ich fürchte, unser Dorf fest hat keine Kapazitäten damit umzugehen. Wenn ihr schnell wie möglich spielen und dann wieder abhauen könnte, das wär großartig. Bill ist überwältigt. In den Gesichtern von Tom Georg und Gustaf sieht er, dass es denen nicht anders geht. Die anderen folgen ihm. Als letzter springt Bill auf die Bühne, linker Hand am Mikro, rechte Hand in die Luft gestreckt. Er haut die Zahlen raus. * Musik * Aber die Welle an Liebe und History die Bill entgegenschwabbt, haut ihm fast um. Er beobachtet, wie ein Mädchenversuch, hoch zu ihm auf die Bühne zu klättern. Ein Security mit sehr breitem Kreuz flückt sie runter, bevor sie es schafft. Dann sieht Bill am anderen Ende der Bühne, wie ein weiteres Mädchenversuch die Bühne zu erklimmen. Ein Security mit noch breiterem Kreuz versucht sie runterzuziehen. Aber das Mädchen ist überraschenstark und wird auf die Bühne ranfest. Sie kann sich auf die Bühne hiefen. Aber in letzter Sekunde zieht der Security sie am T-Shirt und transportiert sie von der Bühne weg. Während Bill gerade bei der Stelle angekommen ist, wo er das hier sinkt, ich weiß, dass ich dich finden kann, hört einen nahe im Orkan. Das spürt er, wie die Bühne anfängt zu beben. Mehr und mehr Fans drücken sich Richtung Bühne. Bill guckt panisch zur Seite. Da sieht er, wie sein neuer Bodyguard/Tourmanager so wild gestikuliert, der Mann heißt übrigens Finger mit Spitznamen. Und Finger ruft jetzt runter. Bill guckt in die Menge und die schwarbt jetzt mit enormer Kraft weiter auf ihn zu. Dann merkt Bill, wie Tom ihn am Kragen packt. Die Zwillinge, Georg und Gustav, spurten von der Bühne, sie hören nur noch ins Auto-Jungs sofort. Die Jungs springen ins Auto, Finger versucht davon zu rasen. Doch Fans umringen das Auto und hauen so hart darauf ein, das Beulen zurückbleiben. Dann endlich, sie kommen mit dem Auto etwas voran. Sie können die Fans langsam abschütteln. Bill schaut durch die Heckscheibe zurück. Hinter den fliegenden Lebenbrocken sieht er, wie die letzten Fans ihnen hinterher winken. Dann rät er sich zu Tom. Wie abgefahren war das bitte? Dann guckt er zum Fenster in sein Spiegelbild und grinsst. Was er dabei nicht bemerkt, hinter seinem Spiegelbild ziehen schon dunkel, graue Folken auf. So kann ich vom Auto-Design vielleicht mal so ganz spannende Musik bekommen. So ein bisschen, als wären wir bei Ausschens 11. Danke. Wenn wir die Musik haben, musst du aber auch so hauchig, mysteriös und rechn aberst. Kannst mir mal deine Haute.
Rauch ich mysteriöseste Stimme geben, die du hast? Okay. *Lachen* Sieht einfach nur sexuell. Porn. Hoops. Ich hab ja nicht von dir. Ich wollte hauch ich mysteriös, Jasmin. Okay, warte, eure. Okay, wie ist es mit der? Die find ich gut. Perfekt. Also Anna. Jetzt stellt ihr bitte wieder vor, dass du billbist. Aber du bist mysteriös. Sieg es sicher. So leicht verschmitzst. Freitag nachmittag. Die letzte Woche im August 2005. Es ist deine erste Schulwoche nach den Sommerferien und in den Klassen steht die Luft. Okay, ich mach jetzt mal weiter. Du quetscht dich mit gesenktem Kopf durch den Schulgang. Du folgst den Skaterschon mit roten Schnösenkeln. Die gehören deinem Bruder Tom. Wie ein Wellenbrecher durch ein Meer an Schüler*innen und Lehrer*innen macht er für dich den Weg frei. Das ist das letzte Mal, dass ihr diesen Gang entlang geht. Ihr kommt gerade aus dem Büro der Direktoren. Die will, dass ihr Zwillinge euch hier nicht wieder blickenlast. Du grinsst in dich hinein. Du liebst einfach, dass dein Plan aufgegangen ist. Im Vorjee angekommen. Von hier aus kannst du in die Stockwerke über dir schauen. Im ersten Stock am Ende der Treppe siehst du die Direktoren noch mal. Sie hatte keine andere Wahl. In den letzten Tagen haben so viele Schüler*innen auf den Gang gestanden und dich verfolgt, dass in der Schule kein normaler Unterricht mehr möglich war. Sie konnte euch nur beurlauben. Du nixst ihr zu. Sie nix zurück. No heart feelings. Aber noch bist du nicht vom Schulgelände. Noch musst du es in den Wänschaffen der Vor-der-Schule auf dich wartet. Von der Seite siehst du unzählige Hände auf dich zukommen. Hände, die dir auf die Schultern klopfen oder an deinem Arm sernen. Könne ich ein Autogramm haben? Toll gemacht. Wir wussten schon immer, dass ihr es schafft. Wie viel Schotter macht ihr jetzt? Zu spät, äußen Girls. Zu spät. Du stößt die Doppelglas-Tür mit dem roten Rahmen zum Schulhof auf. Das gleichende Tageslicht blendet dich. Du tritzst aus der Schule raus und in ein noch größeres Menschen mehr hinein. Jugendliche aus anderen Schulen. Journalist, Innen, Kamerateams, deine Augen flitzen über den Horizont. Wo steht der Wäne? Ah, da. Langsam, aber unbeirrt gehst du auf den Wänen am Straßenrand zu. V.a. wartet Finger schon mit Versteiner-Termine. Finger ist ja sehr kurz um dein Tour-Manager und Bodyguard. Der ist ein ehemaliger Türsteher aus Hamburg. An dem kommt nur vorbei, wen er vorbeilassen will. Finger öffnet die Tür. Tom schwenkt sich als erstes auf den Rücksitz. Bevor du einsteigst, drehst du dich noch mal um. Ein letztes Mal betrachtest du die hellbraune Klingker-Fassade des Kurfürstjoachim Friedrich-Gymnasiums. Die türkiesfarbenen Fensterrahmen. Sieht irgendwie kleiner aus. So etwas mit Abstand. Endlich bist du frei. Endlich sagt dir keiner mehr, was du zu tun oder zu lassen hast. Vor deinem inneren Auge, gehst du nicht nur einen, sondern beide Mittelfinger in Richtung Schule. Gut bei, bitches. Dann schwenkst du dich auf den Rücksitz. Finger schlägt die Autotür zu. Und du, Grinstom, siege sich herzu. Dann dreht sich David Just vom Beifahrer sitzt nach hinten zu dir um. Er drückt dir einen Batzenblätter in die Hand. Eure Zeitplan für die nächsten Wochen mit den besten Grüßen vom Labelchef. Boah. Klingt aber nicht nach vielversprechenden neun Freihalt. Mhm. Der Labelstundenplan verlangt von der Band so viele Interviews, Fotoshootings und Auftritte wie nur Menschen möglich. Will und Tom sind über Nacht superstars geworden. Wie sehr. Das liebe anerzeige ich dir, wenn du mal kurz die Lautstärke von deinen Kopfhörern runterdrehst. Okay. Pass auf. Ab Ende August 2005 werden Tokihotellen nämlich überall so begrüßt. (Schreie) Hey, ja, ja, ey. (Lachen) Ja. Als durch den Monsoon auf CD erscheint, landet die Single "Fort of Platz 1" der deutschen Charts. Dort bleibt sie fünf Wochen. In den deutschen und österreichischen Charts bleibt sie insgesamt fast ein halbes Jahr. Allein in den ersten sechs Monaten nach der Monsoon veröffentlicht. Verkaufent Tokihotell 40.000 Alben, 100.000 DVDs. 200.000 Konzertickets. Also, sie sind die erfolgreichste Newcomer Band, die Deutschland je gesehen hat. Switch ins Jahr 2022 oder 23. Digis auf ein Flomarkt und findest ungefähr 100.000 DVDs, die dort irgendjemand wieder an die Leute bringen will. Oh, there you. Das ist doch. Ich kann mir alle sammlerwert werden. Hat hier jemand noch einen Abspiel geredet, doch? Ja. Also, aber auch, wenn der Popstar-Stundenplan hart ist, Bill und Tom sind im absoluten Rausch. (Applaus) Redis in Hotel in Berlin, Oktober 2005. Seit drei Tagen haben sich Tom Bill, Georg und Gustav in ihrer Luxus-Sweet eingeschlossen. Der besoffene Tom hat gerade voller Freude ein Stuhl durch die Suite gedarnert. Tom ex-ein Wodka-Red Bull und dann wird sich auch schon ein Fan-Geld an seinen Hals. Tom kann immer noch nicht glauben, dass er im Bruder recht hatte. Sie sind wirklich Popstars geworden. Es ist viel geiler als er, als er sich jemals ausgemalt hat. Mit einem breiten Grinsen schaut Tom sich um. Zwei Bils, die zwei Zigarettenrauchen und zwei Wodka-Red Bull abkippen. (Lachen) Zwei Gustavs, die mit zwei 16-Jährigen rum knutschen. (Lachen) Zwei Georgs, die unter die zwei Scherz von zwei Jungen Frauen wandern. (Lachen) Darf ich mal zwischendfazitieren? Also, die Jungs sind mittlerweile super berühmt. Aber trotzdem sind sie halt irgendwie noch Jungs mit Hormon und Puppertät und erste Merausch und allem Hormon drin. Ja, das kann man auf jeden Fall mal so mal so maro um jetzt mal so kurz drunterziehen. Und wie typische Puppertierende Jungs kriegen sie natürlich auch ordentlich Ärger-Fiere S.K. Pardon, zum Glück. Im Rettestem gibt es erst mal Hausverbot, weil sie die absolute geile Idee hatten, andere Hotel-Gäste mit Bier zu bespritzt. Cool. Aber ein großer Unterschied zu anderen Jugendlichen, von der und sehr vielen anderen Sausen wird natürlich überall in der Presse berichtet. - Mhm. So viel, dass sogar das Jugendamt auf sie aufmerksam wird. Ups. - Ja, also wir wissen, da ist wirklich was los. Tom und Bill lernen jetzt ziemlich schnell, was es bedeutet, in der Öffentlichkeit zu stehen. Und dass alles private super schnell nicht mehr private ist. Zum Beispiel auch das Haus ihrer Familie. (Lockere Musik) November 2005 in Lodsche. Tom liegt auf seinem Bett, um Zingelt von Lehren, Biefi, Hüllen, Haribo, Tüten und Red Bulldosen. (Lockere Musik) Sein Magen tut weh. Aber das was wert. Er guckt zu Bill rüber, der liegt neben ihm und spielt mit seiner neuen Gucci-Tasche. Tom schaut sich in seinem leicht vollgemüllten 10-Fadratmeter-Zimmer, er schaut auf die Gucci-Tasche. Die beiden, also Tom und Bill, sind seit einiger Zeit mal wieder zu Hause. Da klopft es an der Tür. Mama Charlotte steckt ihren Kopf durch. Hell, Jungs. Charlotte sammelt den Müll auf, dann setzt sie sich zu den Jungs. Tom kann sehen, wie sich ihre Kiefermuskeln und am Ohr anspannen. Mit einer Fuzzelrolle streicht Charlotte über Tom's Jeans. Dann sagt sie. Die Fans und die Presse haben mal wieder das Haus, die ganze letzte Woche belagert. Neonazis waren wieder da. Keine Sorge, die Polizei war zum Glück auch gleich da, aber wir müssen langsam wirklich meine Lösung finden. Tom und Bill nicken ihrer Mama besorgt zu. Sie drückt den beiden einen Kurs auf die Stirn. Dann steht sie auf, kippt das Fenster und sagt so was wie. Aber als erstes räumt ihr mal ein bisschen auf. Und dann ist sie auch schon wieder weg. Tom guckt ihr lange hinterher. Dass ihr Rum und Erfolg gefährlich für seine Mutter geworden sind, das hat er erst jetzt gecheckt. Dann dreht er seinen Kopf zu Bill und sagt, wird Zeit aus Locher abzuhauen. Kurz seit später ziehen Tom und Bill nach Hamburg in ein Fernsehloft. Das ist ganz zur Freude von David Just. Das ist ihr Produzent und ich glaube, um den Zeitpunkt herum zu sein, dass die beiden in Hamburg wohnen, heisst nämlich, dass die Boys noch schneller und länger für Pro-Mot zur Verfügung stehen. Weil die vielen Fans wollen bei Stange gehalten werden und vor allem sollen auch neue dazu kommen. An der Stelle muss ich kurz fragen, ob die Gefahren das ist noch ich von Blöd klingt. Aber wie erklären wir uns, dass diese Band so mega krass durch die Decke geht? Ja, das habe ich mir auch schon gefragt. Ich glaube, das hat viele Gründe. Und vor allem auch mit einem ganz wichtigen Player zu tun, den ich hier noch gar nicht vorgestellt habe, Anna. Brieg man, das ist der Deutschland-Chef von Universal. Der ist ein BVLer, der möglicherweise so Sachen sagt, wie Tokio Hotel erfüllt zu ziemlich jede Forderung aus den Marktanalysen für einen aktuellen Schad-Erfolg. Also für mich ist er wie so eine Maschine. Und übersetz mal eben von BVL auf Deutsch. Tokio Hotel trifft den Zeitgeist. Genau, Frank ist damals erst seit einem Jahr bei Universal und mit seinen 37 Jahren war er der jüngste Chef eines deutschen Major-Labelz ever. Und der muss sich so ein bisschen beweisen. Frank pumpt mehrere 100.000 Euro in die Vermarktung von Tokio Hotel. Das gibt er für ganz viel Werbung für die Band aus. Also zum Beispiel bei klassischen Jugendsen, dann wie Viva, RTL2 und Super RTL. Und erinnert es, du dich noch Anna hat sich gesagt, dass die Bravo auch so heiß war auf Tokio Hotel. Klar, da steckt auch der Frank hinter. Der hat nämlich ein Deal mit der Bravo gemacht und den Ablauf zum Deal den stelle ich mir ungefähr so vor. Jo, bravo Chefredakteur. Hey, Franky, altes Universalgelöd. Was geht ab? Du meinten fürgich in Verraten, was dein Absatz in Bach runter geht, manche und das Dringende frischen Content braucht. Wenn ich dich darüber reden, ganz schlechte Zeiten gerade. Tut mir echt leid. Aber sag mal, könnte sein, dass du dringend frischen Content brauchst? Wie wär's denn, wenn ich dir exklusiven Zugang zu den Nettern?
Oh, funky Fresh and cool, ich spitz' meine Irchen. Ja, das steigert deinen Absatz und ich hab kostenlose Werbung von der Natürlichkein, auch schmalt, dass es Werbung ist. Ich glaube, dieser Dialog hat genauso stattgefunden. So oder so ähnlich. Gut, also so oder so ähnlich, ja, stattgefunden fact ist. Die Bravo hat die Jungs in sechs Monaten ganze 25 mal auf dem Kauer. Mehr als jede andere Band. Ausgabe sie mun 30 heißt zum Beispiel, Geheimnis der Super Twins. Ausgabe 39 heißt Tokyo Hotel. So geil wie nie. Ausgabe 41, Tokyo Hotel. Die Wahrheit, wie Erfolg, alles verändert. Ausgabe 46, liebes Alarm bei Tokyo Hotel. Und ausgabe 47 im Bett mit Tokyo Hotel. Bilds private Tag gebrunst. Jetzt ist es mal so angesäxtig. Angeruselig. Ganz schön angesäxt und irgendwie lieben die auch den Gedankenstrich. Da ist immer ein Gedankenstrich bei den T-Tel. Jetzt gab es ja nicht nur die Bravo, sondern es gab ja auch viele Jugendsender. Anna, jetzt würde ich dich mal bitten, deinen Vergangenheitsgugel Maps aufzumachen. Einmal kurz nachzuschauen. Wie lange man damals von Universal zum Viva-Studio gebraucht hat? Dann mache ich mal mein Vergangenheits-Tap auf. Tipptipptipptipptippt. - Ja. Guck mal, wir sind schon da. Ich hab noch nicht fertiggetippt. Viva ist damals nur sechs Häuser die Straße runter in der Stralauer in Berlin. Universal Frank kann in der Mittagspause mal schnell bei Viva vorbei hüpfen und das neue Musikvideo von Tokyo Hotel auf dem Tisch legen. Ist eigentlich ganz praktisch, oder? - Mit Glasfaser wäre nicht schneller gewesen. Hitter unseren In-The-Boys steckt mittlerweile einfach eine gigantische Marketing-Maschine, die sie groß gemacht hat, aber mit der Bild und Tom auch hardern. Das können wir ungefähr so vorstellen. Bill sitzt im Universalgebäude. Das Gebäude besteht quasi nur aus Glas und die Sonne kämpft sich am frühe 2006 durch das Berliner Grau. Bill start auf die graugrühne Spree und die fließt langsam weit unter ihm vorbei. Bill verdreht die Augen. Schon seit einer Stunde diskutieren sie hier. Er, Frank, David, Tom und ein paar andere vom Tokyo-Tel Marketing-Team. Sie diskutieren darüber, ob Bill zum Friseur gehen darf. Hör, was? - Ja. Bill will auch Universal Frank zuhören, aber er ist so wütend, dass er nicht sagen kann. Stattdessen zählt er, wie viele Knöpfe von Franks perfekt gebügelten Weißen Hemd aufgeknüpft sind. Es sind bei "The Way" drei. Frank sagt so, was wie "Bill", "Wir haben das ganze Merchendise schon gedruckt mit der typischen Billfrise, die Fans lieben deinen Style". Bill hört ein schnelles Klicken und versucht, der auszufinden, woher das kommt. Ah, das ist Tom, der den Kugelschreiber maltretiert. Tom wirft ihm ein Blick zu und schüttelt nur den Kopf. Es platzt jetzt einfach aus Bill raus. "Ei, wenn ich andere Haare haben will, ist das mein Ding." Auch wenn Bill sein Manager David sehr zu schätzen weiß, in letzter Zeit ist David immer ein bisschen zu sehr auf der Seite von den Big Bosses. Jetzt auch schon wieder. David ist so halt doch einfach noch ein paar Monate durch, okay? Der Look ist super wichtig, das weißt du doch. Doch das bringt Bill Schlagardern erst recht zum Pulsieren. Sein Auge zuckt. Scheiße Mann, ich bin mehr als ein schwarzer Egelkopf mit nachumischen Strene im Gesicht und dann holt die Nivevel-Frank zum letzten Schlag aus. Er sagt, ich mach das schon seit zehn Jahren. Da wurdest du grad eingeschult. Vertraum mir, du wirst den Fröser bereuen. Lasst deine Haare so, wie sie sind, das ist der einzig richtige Move. Bill art mit tief ein und wieder aus. Dann sagt er, okay. Toms Kopf schnell hoch. Kommt Tom, wir gehen. Cool, danke fürs Meeting, Jungs. Würf David noch hinterher. Aber Bill und Tom sind schon längst raus. Nachdem sie raus sind und vor der geschlossenen Glas-Tür stehen, sagt Tom zu Bill so, was wie, ey, in Plattenfirmen arbeiten die größten Idioten, die es gibt. Die haben keine Ahnung, was sie da machen. Bill nickt und sagt, dann ich gebe jetzt Extensions machen lassen. Kommt's mit? Es ist schon schlimm genug, wenn eine mit 16 die Eltern sagen, wie man auszusehen hat oder nicht. Aber das sind einfach so zehn Business-Typen. Das ist schon hart. Übrigens, diese Extensions oder Bilds-Neufrisur waren überhaupt nicht so deep wie der Frank gedacht hat. Im Gegenteil der neue Look von Bill erinnert so ein bisschen an die Emo-Variante von Sonic the Hedgehog und demonstriert auch noch mal, wie besonders Bill im deutschen Pop-Business ist. Außerdem, dass sie das Wichtigste, lieben die Fans, Bill und die Fans zu der Zeit so hart, die hätten alles mit ihren Haaren oder sonst über alles machen können. Ich meine, das gibt's heute schon auch noch bei dieses bedingungslose Fan-Tum damals. Das war schon noch mal was anderes. Vor allem hat man es auch viel mehr gesehen als heute. Mein Gefühl ist, heute passiert dieses Fan-Tum immer noch, aber eher in Social Media und in Kommentar spalten, weil du die Leute direkt dort hast und dieses One-on-One im Internet stattfindet. Früher war die Möglichkeit, dann es daßzutreffen, dass du da hinfährst, wo die sind. Dann stehen die Fans vor irgendwelchen Gebäuden, wo die Leute auftreten oder vor irgendwelchen Arrenen und fangen die da. Deswegen hat das wahrscheinlich einfach so übermenschlich gewirkt. Übermenschlich, das hat sich dann auch einfach da vor Ort so entladen. Ja, aber ich. Und so sehr, sie auch geliebt wurden, Tokyo Hotel. Genauso viel wurden sie aber auch gehast. Ins besondere Bill und für den wird dieser Hypes-Lash-Has irgendwann so bedrohlich, dass er sogar Todesangs bekommt. 30 April 2006. Zurück auf dem Festival im Zürcher Hauptbahnhof. Da waren wir ganz am Anfang von Folge 1 schon. Das ist das Festival des Graons auf dem Tomaten, Eier, Flaschen und Steine geflogen sind, weil sich unter die Fans eine Gruppe an Gewalt bereiten Männern gemischt hat. Und das hat die Berndgezwungen, die Schau abzubrechen und von der Bühne zu flüchten. Wir sind jetzt am Ausgang vom Backstage, ein schnaufender Mob-Manner-Startt Bill Voller-Has an und sie versperren ihm den Ausgang zur Straße. Bill weiß nicht wohin, da ruf jemand aus seinem Team, wir müssen jetzt alle zusammen bleiben, wenn wir das überleben wollen. Bill, Tom, Georg und Gustav verstecken sich unter Regenschirmen. Ihre Bodyguards schleusen sie ins Auto. Die vier Jungs legen sich auf den Boden von dem Wern. Ihr Bodyguard legt Jacken, polis schalz, was er auch finden kann über die Jungs, damit sie keiner sieht. Das Auto rollt los, aber der Mob schlägt auf das Auto ein. Hertha und Hertha, bis es wackelt. Bill zieht die Jacke noch fester über seinen Kopf. Kugelt sich noch kleiner zusammen, dann. Einst der Fenster wird eingeschlagen. Eine Handgreift rein. Ein Bodyguard kann sie wegschlagen. Bill schließt die Augen und versucht, Luft zu holen. So brutal war der Hass bisher noch nie. Und dann kommen sie zum Glück davon. Ich möchte noch mal betonen, zu der Zeit sind Bill und Tom erst 16 Jahre alt. Das hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm, aber das macht es besonders grauenhaft. Voll. Im Prinzip erleben Sie das Mobbing zu Schulzeiten nur durch wie so eine Art Brennglas. Es ist die selbe Queerfeindlichkeit, wie damals in Lodchen in der Schule, nur noch mal viel größer und viel bedrohlicher. In Fernsehsendungen und Tageszeitungen wird auf jeden Fall ständig spekuliert, welche Sexualität und Geschlecht-Bill hat. Online und auf der Straße wird er mit homofeintlichen Sprüchen beleidigt. In der Prozibensendung, die 100 nervigsten Deutschen landet Bill auf Platz 1. All das kann Bill gerade noch irgendwie aushalten, weil er das ja auch traurigerweise seit seiner Einschulung gut trainiert hat. Aber dann erhält er Mordung. Es werden T-Shirts mit der Aufschrift "Kill Bill" im Internet verkauft. Es soll sogar ein Computerspiel im Netz rumgehen, in dem man ihn aufspießen kann. Als Bill Morddrohung in Erhält bekommt die Bernd-Polizeitschutz und das Security-Team wird verdreifacht. Einmal wartet ein Mann neben einem roten Teppich mit einem Messer unter dem Mantel, um Bilder mitzutakieren. Ich finde es ja echt schwer, auszuhalten, wenn man es erzählt, ich will mir gar nicht vorstellen, wie es ist für 16-Jährigen, sowas miterleben zu müssen, am eigenen Leib und auch für die ganze Familie. Die Mutter muss auch wahnsinnig Angst haben, dass es grauenhaft ist. Ich weiß es nicht, aber was ich so krass finde, ist, dass es nicht die gewaltvolle Show in Zürich oder die Morddrohungen sind, die Bildern schlussendlich in eine Angstspirale stoßen. Sondern es ist eine Fernseh-Show. So hat Bill das in seiner Autobiografie beschrieben. In den Nullerjahren ist Stefan Raab, der King of Deutsche Fernseh-Unterhaltung, der macht kommende Pop-Songs, "Late Night Show", aber am liebsten produziert Stefan Raab große Event-Shows, wie zum Beispiel die Vok-WM. Bei der rodelt er mit Stars um die Wette in einem großen Vok die Piste runter. Stefan Raab ist der König, wenn es darum geht, ein Millionen-Publikum mit absolutem Quatsch zu unterhalten. Ich habe mir den Quatsch von vorne angeschaut. Ich war mal ein Riesenfan. Ich auch, wie gesagt, die Nippelbahn-Ligentea, also an Stefan Raab kommt niemand vorbei. Erst recht nicht, wenn man zu den wichtigen Stars in Deutschland gehören will. Und darum ist Tokio Hotel am 6. Oktober 2006 live bei seinem neuesten TV-Event Stock-Car Crash Challenge auf Pro 7 dabei. Die Feldhins Arena in Gelsenkirchen. Eine fette Lichtshow, über 50.000 Menschen, das Stadion kocht. Das Publikum ist hier, weil es sehen will, wie Autos durch den Dreck fahren und aufeinander prallen. Bill ist Backstage und voller Adrenalin. Er tritt von einem Fuß auf den anderen. Bye.
Dieser Mega-Show will er abliefern und ihre neue Single "Fat Promoten". Auf einem der Monitore kann er die Show verfolgen. Der Moderator Oliver Welke kündigt die Musik-Akts des Abends an. Erst die Rocklegenden von Motorhead, Jubel von allen Seiten, dann Tokyo Hotel. Und die Hälfte des Stadions, BUDE. 25.000 erwachsene Menschen boon 4 Teenager aus, nur weil sie angekündigt werden. Wie wird das dann los werden, wenn sie nachher auftreten? Ein Schauer zieht über Bildsrücken. Seine Nackenhaare stellen sich auf. Dann geht es los. Ein Truck, der Funken sprüht und flammen, spalt, fährt in die Arena ein. Begleitet von den Hartenakorden von Motorhead. Die Rocker spielen auf der Ladefläche von dem gigantischen Truck. Und direkt über ihn auf einem Gerüst aus den Nebelschwaden taucht der König des Abends auf. Stefan Raab. Er trägt zu einem Leder-Einteiler und winkt den Massen zu. Die Massen jubeln zurück. Aber Bild sieht sich immer tiefer in den Backstag zurück. Sein Atemrast. Die Raabschau ist wirklich sehr lang. Wir spulen mal 1,5 Stunden vor. Werbepause, Bild, Tom, Georg und Gustav machen sich auf den Weg zur Bühne. Um dahin zu kommen, müssen sie durch das enorme Stadion bis in die Mitte des Feldes laufen. Mit jedem Schritt den Bild weiter in das Stadion forträngt, um schließen ihn die Buchrufe und Pfiffe wie eine Glasglocke. Sein Hals schnützt sich zusammen. Sein Mund trocknet aus. Auf der Bühne angekommen, stellt sich Bild ans Mikro. Jetzt ist er wieder in seiner Komfortzone. Selbstbewusst gibt Gustav mit seinen Drums den Beat vor. Tom an der Gitarre und Georg ambass stimmen gelassen ein. Und Bild schmätter den Refrar. Es ist ein verdammt gutes Life-Set. Und während ein paar 1.000 Tokyo-Tail fans laut mitsingen, hört Bild vor allem die Mehrheit im Saal Bohn. Die letzten Akkorde verklingen. Doch jetzt hört Bild erst so richtig. Die Hassparolen und Pfiffe, die ihm entgegenschwappen. Er lächelt verhalten. Neben ihm steht Tom und kratzt sich an der Nase. Als Bild den Fans zuwingt, hört er Stefan Rab. Das muss man den Jungs lassen. Die haben Mut hier aufzutreten. Und das wird sich irgendwann bezahlten. Könnte man jetzt sagen, faires Statement von ihm. Aber als Stefan Rab, nach dem Event gefragt wird, antwortet er, so einer Erlebnis bringt die Jungs von Tokyo-Tail wieder auf dem Boden zurück. Ich hab schon im Vorfeld geahnt, dass das kommt. Okay, das ist schon schwierig, wenn er wirklich geahnt hat, dass sie so weggehasst werden, dass sie dann einlebt. Wer weiß, ob er sie vorgewarnt hat oder wie das alles von Statten gegangen ist. Aber ich frag mich, warum lässt man eine Band auftreten, wenn man im Vorfeld weiß, dass 50 % des Publikums die wegbuhnen wird? Da hat er eigentlich keiner was von außerfurchquoten. Wer weiß, warum es hier ging? Quoten, genau, wollte ich grad sagen. Da war er dann doch vielleicht zu Dollar-Entertäner und zu wenig empathisch. Bill ist zerstört nach dem Auftritt klar, dass in Zürich schon schon schlimm war. Aber das ist das erste Mal, das Bill und die anderen Jungs so richtig begreifen, dass sie von einem großen Teil von Deutschland gehasst werden. Es ist echtes Konzert in Zürich nicht schlimmer gewesen. Ich meine, da sind Steine geflogen. Da gab es einen richtigen Mob, der sie angegriffen hat. War das nicht schlimmer? Ja, könnte man in Zürich denken, dass wir eine kleine Gruppe an Extremisten, die sich verabredet hatten, um da Ärger zu machen. Und Bill konnte das deswegen abtunfen, wegen "Ader sind nur ein paar kleine Spinner". Und bei Rab ist es im Grunde das Millionen-Publikum, also so ein Querschnitt der Gesellschaft, der sie ausbut. Das ist vielleicht dann emotional was anderes, oder? Ja, das denke ich mir auch. Der Hass gegen Bill, beziehungsweise Tokio Hotel, ist jetzt natürlich in die Mitte von Deutschland gerückt. Also es sind nicht mehr nur Anonyme, die Rolle aus dem Internet oder irgendwie eine Splittergruppe in Zürich. Und das verankert in Bill eine Panik und Scheu vor Menschen, die ja dann leider viele, viele Jahre nicht mehr ablegen wird. Ich kann Ihnen schon verstehen, was ich mich allerdings noch frage, woher kommt das? Also warum regen sich so viele Erwachsene über eine Band aus Minderhiring auf? Also ich meine, man darf natürlich nicht vergessen, weil allem, dass wir immer noch in den Nullern sind. Und die sind, wenn man da jetzt noch mal draufguckt, wirklich extrem toxisch. Also sowohl was Rollenbilder angeht, also so Stereotype, was Gender und so weiter angeht. Also da hatte so jemand wie Bill wirklich noch keinen Platz. Als lustiger Freak funktioniert Bill für die Massen so ungefähr, aber er soll bitte nicht zu viel Raum einnehmen. Also Bill und Tom's Leben ist eine Art Spannungsfeld aus Hass und natürlich auch riesig im Erfolg. Sie haben den Bambi, den Kometen, den Echo und unzählige andere Erworts gewonnen. Sie haben ein Album, das auf Platz 1 der Charts landet. Sie haben drei Singles, die viele Wochen auf Platz 1 sind. Sie haben eine Turnee, die innerhalb weniger Tage ausverkauft ist, auf der sie Pro Halle vor bis zu 14.000 Fans spielen. Deswegen lass uns diese Hasswelle jetzt mal für einen kurzen Moment ausblenden. Lass uns lieber mal zurückgehen zu einer Fernsehshow, die das Gegenteil für Bill war, die war ein extrem tolles Erlebnis der Komet. Das ist die Musikpreisverleihung von Viva. Dafür springen wir hier kurz vom Herbst 2006 zurück in den Herbst 2005. Beim Komet lernt Bill sein großes Idol, Nena kennen. Die hatte doch immer voll angehimmelt. Ja, die hatte wirklich von ein paar Jahren noch auf einem Kasepenkauer angehimmelt, ungefähr. Und jetzt kann er sie endlich treffen. Nena und Bill treffen sich Backstage. Bill stellt Nena seine Band vor. Und Nena sagt auf ihre lässige Art zu Bill so, "Ahh, kommen doch später mal bei mir vorbei, dann lernt's du meine Band mal kennen." Bill bekommt Nena's Nummer. Und dann tritt er auch noch am selben Abend auf der selben Bühne wie Nena auf. Also Bill ist wirklich wie Nena geworden. Er hat's mal nicht festiert. Das ist schon ganz cute. Das ist ganz cute. An dem Abend gewinnen Tokio Hotel auch die Preise für Beste Newcommer und den Supercommeat. Das ist der Preis für den besten Gewinner, aller Gewinner*innen, so ungefähr vom ganzen Abend. Übrigens einer kleiner Shady Side-Fact. Wer am Abend leer ausgeht, ist ein Komidien. Ja, namens Stefan Rab. Der war nämlich für Beste Live-Komme, denominiert, aber hat leider nicht gewonnen. Wow. Aber was Bill und Tom trotzdem den Erfolg nicht abschütteln können, ist eine Angst. Und zwar, die Angst wieder in die Armuch zu rutschen, wieder nach Lodschizien zu müssen. Was, wenn die Hater recht haben? Was, wenn die Musikkritiker innen recht haben und ihre Musik wirklich scheiße ist. Die zweite Single-Auskopplung schrei, ist ja auch schon nur noch auf Platz 5 gelandet. Bill und Tom werden alles dafür tun, dass sie die Nummer eins bleiben. Und damit werden sie mit Vollkaracco in den Börnaut raus. Das war die zweite Folge unserer vierteiligen Serie "Toki Hotel". In der nächsten Folge erzählen wir euch, wie die Jungs international zu Megastars werden und wie die Band bei Nahr daran zugrunde geht. Hier noch ein kurzer Hinweis zu den Zähnen in diesem Podcast. In den meisten Fällen wissen wir zwar nicht genau, was gesagt wurde. Manche Dialoge sind also ausgedacht oder wurden von uns ergänzt. Aber unsere Geschichte basiert auf echten Tatsachen und tiefen Recherchen. Wir haben viele verschiedene Quellen dafür herangezogen unter anderen Bill Kauhlitz Autobiografie "Korea Suicide". Meine ersten 30 Jahre, den Podcast "Kaule Zills", "Sanf aus Hollywood von" und "Mitt Tom und Bill Kauhlitz", die pro sieben Aufzeichnung von Stock-Kar Crash Challenge 2006, die Art-Dokumentation hinter die Welt von Oliver Schwabe, sowie einschlägige Zeitungsartikel. Ich bin Jasmin Polert und ich bin Anna Bühler. Verland berühmt ist eine Produktion von Kugel und Nere für Wandery. Janina Rohk hat diese Folge geschrieben. Redaktion Elisabeth Feh und Lea Darkowski. Sprachaufnahme, Hammer und Ambers und Bosepark Productions. Herstellungsleitung, Schei-Kathetic. Das Sounddesign kommt von Hammer und Ambers, Produzenten Kugel und Nere, Elisabeth Feh. Für Wandery, Producer, Simone Terbrack und Tim Kehl. Executive Producer, Jessica Redburn und Marshall Louis. * Musik *
Podcast Summary
Key Points:
David Just, ehemaliges Mitglied der Boyband „Bad & Breakfast“, produziert die Band Tokio Hotel und formt das Image der Zwillinge Bill und Tom.
Nach anfänglichem Interesse von BMG wird der Vertrag aufgrund einer Fusion mit Sony gekündigt, doch Universal springt ein.
Der Sommer 2005 bringt den Durchbruch
Die Band erlebt ihren ersten Hype beim Dorffest, wo eine überwältigende Menschenmenge die Bühne stürmt und die Band fliehen muss.
Die Schule beurlaubt Bill und Tom, weil Fans den Unterricht unmöglich machen; die Zwillinge genießen diesen Ausbruch aus dem Alltag.
Summary:
Die Folge erzählt die Anfänge von Tokio Hotel aus der Perspektive des Produzenten David Just, der die Band formt. David, selbst einst Boyband-Mitglied, muss die Zwillinge Bill und Tom davon überzeugen, ein selbstgebautes Indie-Rock-Image zu pflegen und ihre Vergangenheit bei „Star Search“ zu verschweigen. Nachdem BMG den Vertrag wegen einer Fusion platzen lässt, unterschreibt die Band bei Universal.
Im Sommer 2005 wird das Musikvideo zu „Durch den Monsun“ gedreht, eine aufwendige Produktion mit Unterwasserszenen und Regenmaschinen. Das Video wird auf VIVA zum Dauerbrenner, da Fans per SMS dafür stimmen. Der Hype eskaliert beim ersten Auftritt auf einem Dorffest: Hunderte Fans stürmen die Bühne, sodass die Band unter Polizeischutz fliehen muss.
Die Schule kann den Rummel nicht mehr kontrollieren und beurlaubt die Zwillinge, was Bill als Triumph empfindet. Die Episode endet mit einem ironischen Kommentar über die Inszenierung von Popstars und die ersten Schattenseiten des Ruhms.
FAQs
Die zweite Folge erzählt, wie David Just die Band Tokio Hotel formt und ihnen ein Image gibt, und wie sie nach einem Plattenvertrag bei BMG und später bei Universal ihren Durchbruch feiern.
Bill war total hysterisch und fiel Tom und seiner Mutter in die Arme, als das Video im Fernsehen lief, und ließ den Fernseher laufen, falls es wiederholt wurde.
Die Zuschauer konnten per SMS für das Video abstimmen, und alle wollten immer wieder 'Durch den Monsun' sehen, was zu einer enormen Wiederholungsrate führte.
Der Auftritt wurde von Fans und Reportern überrannt, sodass die Band schnell spielen und fliehen musste, während Fans versuchten, auf die Bühne zu klettern.
Die Schule beurlaubte sie, weil so viele Schüler sie verfolgten, dass kein normaler Unterricht mehr möglich war.
David Just war der Produzent, der die Band formte, ihr Image prägte und sie von Label zu Label brachte, bis sie bei Universal unter Vertrag kamen.
Chat with AI
Loading...
Pro features
Go deeper with this episode
Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.