Tiefgründige Gespräche in der Beziehung - So wichtig sind sie
0m 0s
Tiefgründige Gespräche sind entscheidend, um eine nachhaltig glückliche und harmonische Beziehung aufzubauen – besonders in langjährigen Partnerschaften, bei denen sich Lebensphasen, Werte und Ziele verändern. Viele Paare verlieren jedoch die Gewohnheit, über Gefühle, Zufriedenheit oder persönliche Erfahrungen zu sprechen, was zu Unzufriedenheit und einem Gefühl der emotionalen Distanz führt. Im frühen Leben wird oft angenommen, dass alles geklärt ist, doch erst später werden die Bedeutung solcher Gespräche wahrgenommen, wenn sich negative Gefühle ansammeln. Um dieses auszubauen, werden in der Folge 31 Fragen vorgestellt, die Paare dazu anregen, tiefere Reflexionen zu führen – beispielsweise über Zufriedenheit im Leben oder die Beschreibung der Beziehung in drei Worten. Zudem wird ein konkreter Rahmen vorgeschlagen: wöchentliche Reflexionstermine in ruhiger Atmosphäre, wie z. B. beim Spaziergang, helfen, die Kommunikation zu stärken. Auch die Nutzung von Bewegung und natürlichen Umgebungen wird als wirksamer Rahmen für offene Gespräche genannt. Wichtig ist dabei eine wertschätzende, gewaltfreie Kommunikation, die die Haltung des Partners akzeptiert und Konflikte vermeidet. Diese Gespräche fördern nicht nur Vertrauen, sondern auch eine tiefe emotionale Verbindung – ein entscheidendes Element für eine stabile und zufriedene Beziehung.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensidealisten.
In dieser Folge geht es um tiefgründige Gespräche in der Beziehung.
So wichtig sind sie.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise,
hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Tiefgründige Gespräche.
Ein sehr, vielleicht auf den ersten Eindruck, schweres Thema, was wir diese Woche haben.
Aber wenn man vielleicht schon länger in einer Beziehung mit dem Partner oder Partnerin ist,
hat man sich schon aneinander gewöhnt, hat gemeinsame Routinen entwickelt.
Man hat schon über gemeinsame Lebensziele, Träume oder die Zukunft gesprochen.
Und man denkt, dass man vielleicht bereits alles Wichtige übereinander weiß.
Trotzdem haben wir natürlich ganz viele den Wunsch,
Partner, die Partnerin noch tiefer kennenzulernen.
Und wir verraten euch in dieser Folge mehr zu dem Thema
und zeigen euch, welche Fragen euch noch enger zusammenbringen
und wie ihr es schafft, tiefgründige und harmonische Gespräche zu führen.
Ich habe gerade über deinen Satz noch mal nachgedacht,
dass man sich auch innerhalb der Partnerschaft noch tiefer kennenlernen möchte.
Habe da kurz überlegt.
Hast du für dich mal kurz überlegt, ob das wirklich so ist?
Ja, ob das so passend ist.
Aber ich habe dann auch wieder gerade,
ich habe es drüber nachgedacht, dass man sich auch innerhalb der Partnerschaft noch tiefer kennenlernen möchte.
Ich habe auch nachgedacht, dass auch innerhalb der Beziehung,
gerade wenn man langjährig zusammen ist,
man ja auch verschiedenste Lebensphasen durchläuft.
Es verändern sich die Werte, es verändert sich der Sinn,
den man vielleicht gerade für diesen Lebensabschnitt verspürt.
Es verändern sich Jobs, man zieht um, man hat neue Freundeskreise.
Es verändert sich ja ganz vieles im Leben.
Dann auf einmal hat man vielleicht ein Kind.
Und so ändert sich ja immer wieder was.
Und wenn man nur die erste Kennenlernphase,
vielleicht tiefgründige Gespräche hatte,
und glaubt, damit alles erschlossen zu haben,
und dann braucht man das nicht mehr,
dann wird man ja ganz viel danach verpassen.
Ich finde auch, dass man einfach mit der Zeit auch,
also man ganz selbst im Leben immer wieder neue Erkenntnisse hat.
Weil man immer wieder einen neuen Blickwinkel auf sein eigenes Leben einnimmt.
Und dass das einfach was ganz Besonderes ist,
wo man gerne den Partner auch mitnehmen darf.
Also bei mir ist es jedenfalls so,
dass ich ganz oft so durch verschiedene Ereignisse,
aber auch einfach dadurch, wie sich das Leben entwickelt,
immer mal wieder so,
aha-Momente habe und denke so,
ah, okay,
habe ich vor ein paar Jahren anders drüber gedacht
oder war mir nicht so klar,
hatte ich nicht so im Fokus,
ist jetzt ganz spannend.
Und dass ich dann ja auch oft mit dir das Gespräch suche
und sage, guck mal,
da habe ich mal letztens drüber nachgedacht.
Und dass der auch wieder verbinden kann.
Also das Gefühl von emotionaler Nähe schaffen kann,
dass man sagt,
ich weiß, worüber der andere denkt,
wie der andere fühlt.
Und sich gemeinsam auf die anderen denken.
Und sich auf den Weg nicht verliert.
Ja, es ist ganz häufig ein Thema im Coaching bei uns.
Diese qualitativ hochwertige Zeit miteinander,
um intensive Gespräche zu führen.
Diese Zeit nehmen sich dann doch viele Paare nicht.
Also man beschreibt häufig,
dass man zu kaputt wäre abends.
Genau.
Dass man nicht weiß, was man sagen soll.
Dass man zu seinem Fernsehen eher guckt,
jeder abschaltet, jeder aufs Handy guckt.
Ja, also die Medienzeit durchschnittlich,
die steigt bei uns allen kontinuierlich an.
Und ich habe gar keine aktuellen Zahlen im Kopf,
wie viel sich Paare wohl so durchschnittlich am Tag miteinander unterhalten.
Ich weiß, dass Zahlen, die schon eine Weile her sind,
irgendwie bei 15 Minuten, 20 Minuten am Tag liegen.
Aber vielmehr war das, glaube ich, nicht.
Das ist ganz schön erschreckend wenig, ne?
Wenn man jetzt mal die eigenen Medienzeiten
vielleicht zum Hinterkopf hat,
ist das ganz schön erschreckend wenig.
Ich glaube, bei vielen Paaren liegt das auch daran,
dass sich da ein, ähm,
ähm, ja, so eine Gewöhnung
oder eine, ja,
schlechtere Routine
eingeschlichen hat.
Ähm, vielleicht war einer,
die Kinder abends noch ins Bett bringt
und dabei einschläft oder
irgendwie abends einer länger arbeitet,
was auch immer.
Dass man dann zusammenkommt, häufig ja dann abends,
mit relativ wenig Energie
und dann die Priorität
so auf sich selber hat,
also auf die Ressourcen,
dass man sagt, ah, ich möchte jetzt,
ich muss eigentlich nicht mehr, äh, groß sprechen,
ich möchte gleich schlafen gehen, ich bin müde.
Und dass dieses
ins Gespräch kommen immer weniger wird.
Ja, man, man kann natürlich auch
sehr viele Arten miteinander kommunizieren.
Wir haben jetzt WhatsApp, Telefon,
man kann sich direkt miteinander unterhalten.
Es gibt viele Möglichkeiten.
Und ich, ich denke, dass,
so erlebe ich das in den Coachings,
dass viele Paare, ähm, kommunizieren
über, äh, das, was so im Leben
gerade gebraucht wird.
Also in Form von Selbstverwaltung
oder Familienverwaltung.
Und das ist dann auch das, was die Paare beschreiben,
wenn sie sagen, wir sind ein gutes Team.
Wir kriegen irgendwie die Erziehung geregelt,
wir haben die Jobs geregelt,
der Haushalt läuft und so.
Also wir sind ein gutes Team, das läuft,
aber irgendwie, wir haben uns so ein bisschen verloren.
Und das sind dann diese tiefgründigen Gespräche,
die nicht mehr da sind.
Auch nicht über Gefühle.
Ich habe jetzt gerade ein paar im Intensivcoaching gehabt,
ähm, da ging es auch um das Thema Kommunikation,
aber nur, ähm, um die,
um die Gefühle.
Also gute wie negative Gefühle.
Und ansonsten unterhalten die sich darüber,
wie, äh, deren, äh,
Alltag durchgeplant ist,
strukturiert ist, unterhalten sich auch über,
ähm, andere Themen,
die sie interessieren. Also hören mal
einen Podcast und schnacken darüber oder über
Politisches oder was sie sonst so interessiert.
Aber nicht über die beiden selbst, ne?
Und was da im Leben sich so verändert.
Also so die Frage, wie geht's dir eigentlich?
Was beschäftigt dich?
Genau, das fragen die sich nicht.
Mhm.
Das haben sie sich absolut nicht gemacht.
Das haben sie beide in ihren, ähm,
das haben sie beide bei den Eltern so nicht gesehen.
Mhm.
Und haben tatsächlich erst dann später im Leben
gemerkt, dass das wichtig ist.
Also da gab's so die ersten
zehn Jahre in der Beziehung,
war alles gut, so gefühlt,
passte das.
Und da war gar nicht die Erkenntnis da,
dass es wichtig wäre, über Gefühle zu sprechen.
Das kam erst später auf,
als sich dann ungute Gefühle gesteigert haben.
Und die beiden merkten,
dass irgendwie funktioniert das so nicht,
wenn wir darüber reden.
Dieses Aufstauen ist etwas,
dass diese Gefühle sind nicht da
und sind dann auf einmal weg
und da wächst Gras drüber,
sondern das staut sich auf.
Das Fass wird voller.
Und da haben sie gemerkt,
das kann nicht gut sein,
wenn das Fass immer voller wird.
Da muss man irgendwie drüber reden
und ja Lösungen für finden,
dass dieses Fass nicht irgendwann überläuft.
Da haben sie dann für sich gemerkt,
dass man anscheinend über Gefühle sprechen sollte
und dass das sehr hilfreich für die Beziehung ist.
Und die haben es eben tatsächlich einfach nicht anders gelernt.
Die Folge davon ist,
dass die tiefgründigen Gespräche
auf Dauer an Relevanz
in der Beziehung verlieren.
Und dann entsteht natürlich sowas wie Unzufriedenheit,
Trauer,
hat das Gefühl, der andere hat gar kein Interesse mehr
an einem wirklich.
Man vermisst vielleicht natürlich
auch die tiefgründigen Gespräche,
weiß aber auch nicht so genau,
wie man sie hervorrufen kann,
ist vielleicht auch so ein bisschen traurig darüber,
dass man selber nicht
die Initiative,
ergreifen kann oder das Gefühl hat,
das hervorbringen zu können.
Ein weiteres Gefühl kann auch Wut
über die Entwicklung der Beziehung sein.
Das heißt, man möchte nicht,
dass Austausch mit dem Partner
oder mit der Partnerin abnimmt.
Aber man ist halt
in so einer Paz-Situation, dass man denkt,
okay, wir haben uns da auf diesem Weg schon vor längerer Zeit
irgendwie verloren.
Wie du schon sagst, am Anfang einer Beziehung
beschreiben das ganz viele ja,
dass man den anderen
total gut kennt, man schreibt
sich tausend Nachrichten am Tag,
man telefoniert und so weiter.
Also man ist da so ganz tief in dem Leben des Anderen
drin. Und jetzt hat man
vielleicht das Gefühl, dass man sagt,
ja, wir haben den Alltag zusammen
und wir sind auch in der Familie oder in der Partnerschaft,
aber wirklich kennen und
da kennt meine Mutter oder
meine Schwester oder meine Freundin oder mein Kumpel
mich viel besser. Wir haben uns irgendwie verloren.
Ja, um
mal zu schauen, wie wir jetzt in die tiefgründigen
Gespräche einsteigen, haben wir uns
zwei Dinge überlegt. Das eine ist, dass wir
eine ganze Reihe von Fragen,
Fragen zusammengestellt
haben, die man in der Beziehung sich
stellen kann, um tiefer,
um in
tiefere Gespräche einzutauchen.
Und dann haben wir noch einige Tipps für euch,
wie ihr vielleicht auch den
passenden Rahmen schafft, um
tiefgründigere Gespräche zu führen.
Was man natürlich durchaus tun kann,
wir haben jetzt diese ganze
Reihe von Fragen formuliert, die
könnt ihr euch bei uns in den Shownotes auch angucken
oder in einem Blogbeitrag.
Da komme ich später nochmal drauf zu sprechen.
Es gibt natürlich auch diverse
Kartenspiele, diese Kartenspiele für Paare,
die einen dazu
anleiten sollen, eben in tiefgründige
Gespräche einzusteigen.
Wir haben 31 Fragen hier mal
aufgeschrieben. Wir werden jetzt mal nicht alle
durchgehen. Okay, wir nehmen uns mal
so das, was uns zusagt hier. Nehmen wir mal
ein paar gleich raus, aber ihr findet sie alle unten
in den Shownotes bei der Podcast-Folge
oder ihr geht bei uns in den Blog,
da mache ich jetzt kurz die Werbepause sozusagen vorweg.
Da haben wir
einen Blogbeitrag, der nennt sich Fragen für eine
glückliche Beziehung. So führt ihr ehrliche
und tiefgründige Gespräche.
Und in diesem Beitrag könnt ihr alle Fragen
nochmal nachlesen und eben auch
nochmal mir einen guten Rahmen schafft
und so weiter. Alles ein bisschen ausführlicher.
Also wenn ihr Lust habt, dort einzusteigen
und euch so die
Unterstützung fehlt oder ihr nicht wisst genau,
wo ihr da ansetzen sollt, dann habt ihr hier
31 Fragen schon mal, mit denen
ihr beginnen könntet und die ihr nach und nach
durchgehen könnt.
Ja, was spricht dich an? Ich finde die
eine Frage ganz spannend.
Und
ähm,
eigentlich die erste Frage, wie schaffe ich es, dir ein
gutes Gefühl zu geben?
Ich finde, das ist eine sehr schöne
Frage, weil dieses, also
ein gutes Gefühl geben, das kann ja
auf verschiedenen Ebenen stattfinden.
Aber den anderen das aktiv
mal zu fragen.
Da würden mir gleich die Sprachen der Liebe einfallen.
Zum Beispiel?
Das wäre ja etwas, auf das man da tiefer eingehen
könnte. Auch das sind
natürlich dann schöne Ansätze, finde ich, um
in tiefgründigere Gespräche zu kommen.
Dass man sich so ein Buch oder so,
das gibt es glaube ich auch als Audio,
Hörbuch, dann mal
durchliest oder anhört und dann
gemeinsam damit
arbeitet, also etwas damit macht.
Also nicht nur die Information aufnimmt,
sondern eben sich selbst fragt,
was sind meine Sprachen der Liebe, der andere
auch. Man das abgleicht,
schaut, erfüllt man das, klappt
das, klappt das gut, nicht so gut?
Wo könnte man was verändern?
Und das kann eben dann eine so eine Frage
auslösen. Ja, oder auch einfach so
ganz individuell, was
kann ich tun? Also was
tut dir im Alltag gut,
um dir ein gutes Gefühl zu geben?
Ich habe gerade die Frage
hier, die hat mich gestoppt.
Bist du mit deinem Leben
gerade zufrieden?
Finde ich auch eine schöne Frage,
denn
ich erlebe das in den Coachings, dass eben auch
so dieses tägliche Update, wie fühlt
man sich denn heute, fehlt.
Also das war
gerade bei dem Paar, wo
es darum geht, dass sie mehr über
Gefühle sprechen, auch so ein Thema zu sagen.
Die sind ganz viel im
Interpretieren drin. Also die müssen
ja dadurch, dass sie nicht sprechen, sehr viel
auf Mimik, Gestik und das Verhalten
achten und sind sehr aufs
Interpretieren angewiesen. Und in
den Gesprächen zeigte sich, dass das eben
sehr, sehr häufig schiefläuft.
Und da dieses Update
mitzugeben, wenn man von der Arbeit kommt,
ist man gestresst, ist man unter Druck
und so weiter. Also dieses mal
mit reinzugeben, damit man eben
auch dadurch ja erfährt und so einen
Überblick bekommt, wie zufrieden ist der bei der
Arbeit, wie zufrieden ist der insgesamt.
Aber auch einfach mal ganz allgemein
diese Frage zu stellen, bist du in deinem
Leben gerade zufrieden?
Passt das in der Beziehung, in der Arbeit, mit den
Freunden? Und also passt das
in den verschiedenen Lebensbereichen für
dich? Und da sind auch viele
ganz verblüfft. Dann berichte ich immer, dass
ich das unseren Sohnen auch frage zum Beispiel.
Und das ist für viele etwas,
wo sie noch gar nicht so über nachgedacht
haben, mal auch das Kind zu
fragen, ob es denn mit dem Leben gerade
zufrieden ist.
Die Fragen können ja auch manchmal
Angst machen, weil man
Angst vielleicht vor der Antwort hat.
Also wenn ich frage,
das ist ja auch eh so ein Ding,
da möchte ich ja eigentlich eine
Antwort haben. Aber ich muss dann ja auch mit
der Antwort klarkommen. Die muss ich
aushalten können. Genau.
Aber dann
habe ich die Möglichkeit, etwas zu verändern,
denn der
Konflikt entsteht ja nicht
durch die Frage. Der Konflikt
ist ja schon da.
Aber ich gefühlt vielleicht jetzt gerade nicht,
wenn ich jetzt die Frage, ne?
Und wenn ich Sorge habe, diese Frage
zu stellen, dann weiß ich ja
und spüre ich ja schon, dass irgendwas nicht
stimmt. Ansonsten, wenn ich das
Gefühl habe, das läuft gut
oder wenn ich auch die Zuversicht habe,
wenn dort eine Antwort kommt,
die nicht so schön ist, dann können wir das gemeinsam
lösen und finden einen gemeinsamen Weg.
Wenn ich diese Zuversicht habe,
dann passt das ja. Und wenn ich die Zuversicht
habe, dass wenn unser Sohn,
sagen würde, mein Leben fühlt
sich gerade aus Gründen XY
beschissen an, ich die Ressourcen
und die Verantwortung, also
die Ressourcen habe und die Verantwortung übernehmen kann,
das mit ihm gemeinsam zu verändern,
dann brauche ich auch mich vor der Frage
nicht sorgen. Genau.
Ich finde noch
die eine Frage ganz schön.
Möchtest du
mehr Momente für dich haben?
Das finde ich
ganz spannend, weil das nochmal
ganz auf die, also auf
die Person abzielt und
man da ja auch schnell in der
Interpretation ist. Das ist, finde ich, auch so eine
Frage, die gut mit Kindern
zu stellen ist. Also wenn
jemand zum Beispiel gerade in einer Situation ist,
die sehr belastend ist
oder man denkt, die ist sehr belastend
und man denkt, dann
bestimmt bräuchte er sie oder
das und das mal.
Das weiß man aber vielleicht gar nicht und da ist so eine Frage
finde ich ganz schön. Also möchtest du
gerne mehr Momente für dich haben?
Kann ja auch sein, dass dann die gesagt, nee, brauche
ich nicht. Ich fühle mich so ganz wohl.
Ich wünsche mir eher mehr Zeit in der
Partnerschaft oder mehr
Zeit für Momente
mit der Familie.
Welche Frage spricht dich noch an?
Ich habe gerade irgendwie mehrere,
die ich auch spannend finde. Also auch so diese Frage,
was hast du aus unserer Beziehung
gelernt? Also welche
Lernerfahrung hat man in der Beziehung
gemacht? Wir sagen ja auch ganz häufig,
dass zwei Menschen in einer Beziehung
so als Lernerfahrung auch zusammenkommen und
gemeinsam wachsen können. Aber zu schauen,
welche Entwicklungsschritte hat man
gemacht? Und das kann man auch gerne gemeinsam
mehr reflektieren und sich mal
anschauen, wenn man längere Zeit zusammen ist.
Wie war es denn vor fünf Jahren?
Wo standen wir da im Leben? Wie war
unsere Umgebung?
Wie war die Arbeit?
Wie war unsere Beziehung?
Wie war es dort? Und was hatten
wir vielleicht auch vor fünf Jahren für
Wünsche und Ziele und Träume?
Und wo stehen wir heute? Und das ist
manchmal so, dass man eben
das so gar nicht anerkennen kann. Und wenn man dann
mal fünf Jahre zurückblickt, dann sieht,
was für Riesenschritte man in den letzten fünf
Jahren eigentlich vielleicht gemacht hat.
Eine weitere Frage, die auch
ganz schön ist, ist, wie würdest du unsere Beziehung
in drei Worten beschreiben?
Das ist aber schwer. Da müsste
man länger drüber nachdenken.
Wir haben ja das Thema tiefgründige Gespräche.
Also das darf ja auch dann mal
sein, etwas, wo man vielleicht mal
drüber nachdenkt. Aber vielleicht fallen dann ja auch ganz spontan
drei Sachen ein.
Jetzt überlegst du die ganze Zeit, wie du unsere Beziehung
in drei Worten schreiben würdest?
Oder?
Nee, ich überlege
gerade, wie das ein Paar jetzt machen würde,
was mitten in der Krise steckt und in
drei Worten die Beziehung beschreiben
soll. Das kann auch schief gehen.
Naja, man kann
ja auch zum Beispiel das
so beschreiben, dass man sagt, herausfordernd
oder ein gutes Team.
Unterschiedlich.
Nehmen wir noch eine letzte Frage raus.
Das ist auch
eine Frage, die
im Coaching, im Intensiv-
Coaching eine Rolle spielte.
Was macht eine glückliche Beziehung
für dich aus?
Das haben wir nämlich gemeinsam gebaut.
Die Wunschbeziehung.
Es ging um
trennen ja oder nein,
zusammenbleiben ja oder nein.
Und
beide hatten sich
einer mehr als der andere
darum Gedanken gemacht, was alles passieren
würde, wenn man sich trennt.
Und wie dieser Weg wohl aussehen würde.
Aber haben sich nicht intensiv Gedanken
darüber gemacht, wie es denn wäre,
wenn man zusammenbleibt und wie
die Beziehung aussehen müsste,
damit sie sich gut anfühlt,
damit alles glücklich und harmonisch verläuft.
Also wie ist eigentlich eine Wunschbeziehung?
Und da sind wir jetzt ja bei
so Themen drin, so aus der Persönlichkeitsentwicklung,
so ein Vision Board oder so. Könnte man ja auch
machen, dass man eben sich
visualisiert und sich vor Augen führt,
wie sieht denn die Wunschbeziehung aus,
damit so mein Unterbewusstsein
mich da auch hinführen kann.
Denn nur wenn ich das irgendwie für mich auch
greifbar mache, beschreiben kann,
ein Bild vor Augen habe, wie sich das denn
anfühlt und wie das aussieht,
wenn ich eine glückliche und harmonische Beziehung
führe, erst dann kann ich ja
erst diesen Weg einschlagen.
Genau, das ist zum Beispiel
wie die Frage, was sind deine Ziele,
was ist deine Vision fürs Leben?
Also ihr seht, jede von den
Fragen kann
in eine unterschiedliche Tiefe gehen.
Man kann über viele Sachen sehr ausführlich sprechen.
Man kann schauen,
welche Schwerpunkte möchte man in den Fragen
setzen und
hat dann vielleicht einige Abende,
die man mit diesen Fragen auch füllen kann.
Ja, lass uns noch etwas
zum Rahmen mitgeben.
Wir haben ja
häufig so, dass wir den Paaren
sagen, wenn es euch schwer
fällt, dann fangt mit einem
regelmäßigen Termin an, mit dem Reflexionsgespräch.
Einmal die Woche
sich zusammenzusetzen, die Woche
zu reflektieren, wie war die Woche,
was ist gut gelaufen, was ist nicht so gut gelaufen
und was wollen wir nächste Woche an?
Was wollen wir nächste Woche
verändern, damit es uns noch
besser in der Beziehung geht? Und da kann man natürlich durchaus
immer nochmal zusätzlich sich ein
Thema oder so eine Frage hervornehmen und
jedes Mal eine Frage oder ein Thema
nutzen
in diesem Gespräch. Und dafür
haben wir nochmal
fünf Tipps rausgesucht, was ihr machen könnt.
Den einen sehe ich gerade, habe ich schon genannt.
Termin vereinbaren, also
bleiben noch vier.
Genau, Termin
vereinbaren, ruhige Atmosphäre hatten wir,
Störfaktoren verhindern, also bei so
Gesprächen ist es natürlich nicht schön, wenn dauernd
ein Handy piept oder der Fernseher
nebenbei läuft. Da ist natürlich
schon ein gewisser Rahmen
förderlich. Man soll
sich nicht gestört fühlen, man
soll eine gemütliche Atmosphäre
haben, genau.
Ja und genau, Gemütlichkeit,
also sich das gemütlich machen,
Fernseher aus, wenn man
hat den Kamin an, wenn man nicht
hat, dann eine Decke dazu,
eine Kerze, also
dass man sich das einfach ein bisschen gemütlich
macht, wie du schon sagst, Fernseher aus,
Handy im Flugmodus, solche Sachen
und sich dann
eben Zeit nehmen.
Also so ein Gespräch,
dass man einfach zwei, drei Stunden
Zeit hat, den muss man ja nicht füllen,
aber dass man diese Zeit theoretisch zur Verfügung
hätte und wenn man
nach weniger Zeit sagt,
Mensch, das war ein wunderschönes Gespräch,
das hat uns beide weitergebracht,
toll, wie die letzte Woche gelaufen ist
und ich bin motiviert für die nächste Woche,
Dann kann man ja immer auch schauen, wie man den Abend ausklingen kann.
lässt und im Zweifelsfall
immer noch eine Runde Netflix
gucken, was auch immer.
Man kann ja auch so ein Gespräch führen, wenn man
unterwegs ist, also wenn man einen Spaziergang macht,
dass man sich vielleicht vorab
so zwei Fragen überlegt, wenn man
das Gefühl hat, wir kommen nicht
ins Gespräch rein, das ist so eine
Stotterei oder so. Das fällt schwer,
dass man, wenn man einen Hund hat, einen Spaziergang
mit dem Hund macht oder am Seen ohne Spazieren
geht. Vielen Menschen
fällt es einfach deutlich leichter zu sprechen
in Bewegung.
Das ist ja immer so eine Sache, die liest man immer gerne,
dass Menschen in Bewegung besser sprechen
und denken können, aber es ist auch, glaube ich,
eine Sache, weil man sich
nicht gegenüber sitzt und so anstarrt
wie am Tisch, sondern weil man
in Bewegung ist, man kann
nochmal woanders hingucken, man hat wieder
das Gefühl, man kann die Gedanken ein bisschen
schweifen lassen, da fühlt sich auch eine Gesprächspause
nicht so komisch an wie am Tisch.
Viele nutzen also
auch wirklich diesen Rahmen vom Spazierengehen,
um gut miteinander ins Gespräch zu
kommen.
Vielleicht sollten wir mal eine Podcast-Folge
spazierend aufnehmen und gucken, ob die
Qualität dadurch steigt, weil wir bessere
Gedanken haben. Ich habe gerade überlegt,
wann wir das letzte Mal
spazieren gegangen sind.
Das ist mir eingefallen bei unserer letzten Spaziergung,
das war der Spaziergang, wo ich vom Hund gebissen worden bin.
Ist vielleicht nicht der schöne Rahmen.
Ich wurde beim Spazierengehen von einem fremden
Hund letztens gebissen, als wir
sozusagen spazieren gegangen sind.
Aber ja,
trotzdem immer finde ich es sehr schön,
gerade auch für Eltern mit
kleinen Kindern, die zum Beispiel mittags
noch schlafen, in der Karre oder im
Kinderwagen, ist das doch immer so
Sachen, die sich gut verknüpfen lassen, wenn man
sagt, man geht eh draußen spazieren
oder
ein Kind mit Laufrad noch dabei unterwegs
ist, dann kann man auch immer
sozusagen das Kind noch ein bisschen fahren lassen. Das hört
dann ja auch vom Gespräch nicht so zu, wenn man sagt, man
hat auch keine Kapazitäten durch einen Babysitter
oder abends bietet sich das nicht an,
dass man dann einfach auch gut in ein Gespräch kommen kann.
Ja, muss man schauen, glaube ich,
wie tiefgründig kann das sein,
weil man dann ja doch vielleicht häufiger mal eingreifen
muss, aber grundsätzlich so ein
Reflexionsspaziergang haben wir schon häufiger
gehört, dass Paare das auch
sehr gerne machen und eben gerade, wenn
man auch einen Spaziergang im Wald macht,
dann haben die Bäume und der Wald ja auch
eine recht beruhigende Wirkung auf viele.
Und da kommen wir dann noch mal
zum letzten Tipp, eine harmonische, wertschätzende
Kommunikation miteinander.
Versucht nicht zu werten,
akzeptiert
die Haltung des Anderen,
nutzt die Gesprächsregeln
der gewaltfreien Kommunikation,
die wir ja auch im Systemempowering
nutzen, um
entsprechend harmonisch miteinander umzugehen.
Und ja,
deswegen ist vielleicht so ein Spaziergang im Wald
eben auch eine gute Sache, das ist eben beruhigend.
Es kommt ab und zu mal
ein anderer Spaziergang vorbei,
das wird wahrscheinlich
dann deutlich weniger eskalieren, als
wenn man zu Hause ist, eben wenn man noch
sich in der Krise befindet
und auch befürchtet, dass solche Gespräche
eben eher ins Negative verlaufen,
weil man vielleicht auch in letzter Zeit eben genau
diese Erfahrung gemacht hat.
Ja, vielen Dank fürs Zuhören
bei dieser Folge. Wir wünschen
euch viele tiefgründige und harmonische
Gespräche. Falls ihr
merkt, dass das bei euch ein Thema ist und ihr
da nicht so recht zueinander findet, könnt ihr euch natürlich
sehr gerne bei uns zum telefonischen Erstgespräch melden.
Geht dazu bei uns auf die
Website, klickt dann auf
Termine und Preise oder auf
den Kontaktbereich. Dort
findet ihr dann unser Kalendertool,
könnt euch dann direkt für das
10-15-minütige Erstgespräch
einen Termin aussuchen.
Dann geht es ins Kennenlernen. Beide
Stufen noch völlig kostenlos und unverbindlich
für euch. Erst wenn ihr ein richtig
gutes Gefühl mit eurem Coach
oder eurer Coachin habt und sagt, das ist
von der Kompetenz, Chemie und
auch von der Methodik
stimmig für euch, dann würde
es in ein Meilenstein-Coaching
für euch gehen können. Ansonsten
geht das ja auch mit
dieser Podcast-Folge zu Ende. Wir wünschen
euch einen guten Rutsch und
hören uns dann nächste Woche
Dienstag im neuen Jahr wieder mit
einer neuen Folge von uns.
Guten Rutsch ins neue Jahr. Bis dann.
Musik
Musik
Musik
Musik
Musik
Podcast Summary
Key Points:
Tiefgründige Gespräche sind entscheidend für eine harmonische und zufriedene Beziehung, besonders im Laufe der Zeit, wenn sich Lebensphasen und Werte verändern.
Viele Paare verlieren die Gewohnheit, über Gefühle und persönliche Zufriedenheit zu sprechen, was zu Spannungen, Unzufriedenheit und einem Gefühl der Abwesenheit von emotionaler Nähe führt.
Die ersten Jahre einer Beziehung bieten oft ein Fehlkonzept
Es gibt spezielle Fragen, wie z. B. „Bist du mit deinem Leben zufrieden?“ oder „Wie würdest du unsere Beziehung in drei Worten beschreiben?“, die tiefere Einblicke in die Beziehung ermöglichen.
Regelmäßige, reflektierte Gespräche – beispielsweise wöchentlich – helfen, das Vertrauen und die Kommunikation zu stärken und gemeinsame Ziele zu klären.
Ein ruhiger, stressfreier Rahmen mit z. B. ausgeschaltetem Handy oder einer gemütlichen Atmosphäre fördert authentische und offene Gespräche.
Gespräche im Freien, wie beim Spaziergang, erleichtern die Kommunikation, weil Bewegung und Natur eine beruhigende Wirkung haben.
Eine wertschätzende, gewaltfreie Kommunikation – ohne Urteile – ist entscheidend, um Spannungen zu vermeiden und Vertrauen aufzubauen.
Summary:
Tiefgründige Gespräche sind entscheidend, um eine nachhaltig glückliche und harmonische Beziehung aufzubauen – besonders in langjährigen Partnerschaften, bei denen sich Lebensphasen, Werte und Ziele verändern. Viele Paare verlieren jedoch die Gewohnheit, über Gefühle, Zufriedenheit oder persönliche Erfahrungen zu sprechen, was zu Unzufriedenheit und einem Gefühl der emotionalen Distanz führt. Im frühen Leben wird oft angenommen, dass alles geklärt ist, doch erst später werden die Bedeutung solcher Gespräche wahrgenommen, wenn sich negative Gefühle ansammeln.
Um dieses auszubauen, werden in der Folge 31 Fragen vorgestellt, die Paare dazu anregen, tiefere Reflexionen zu führen – beispielsweise über Zufriedenheit im Leben oder die Beschreibung der Beziehung in drei Worten. Zudem wird ein konkreter Rahmen vorgeschlagen: wöchentliche Reflexionstermine in ruhiger Atmosphäre, wie z. B.
beim Spaziergang, helfen, die Kommunikation zu stärken. Auch die Nutzung von Bewegung und natürlichen Umgebungen wird als wirksamer Rahmen für offene Gespräche genannt. Wichtig ist dabei eine wertschätzende, gewaltfreie Kommunikation, die die Haltung des Partners akzeptiert und Konflikte vermeidet.
Diese Gespräche fördern nicht nur Vertrauen, sondern auch eine tiefe emotionale Verbindung – ein entscheidendes Element für eine stabile und zufriedene Beziehung.
FAQs
Weil sich Werte, Lebensziele und Bedürfnisse im Laufe der Zeit verändern. Tiefgründige Gespräche helfen, neue Erkenntnisse zu teilen und emotionale Nähe zu stärken.
Durch Routine, Müdigkeit und die Tatsache, dass man abends oft auf das Smartphone oder Fernsehen zurückgreift, bleibt wenig Zeit und Energie für authentische Gespräche.
Beispiele sind: 'Bist du mit deinem Leben zufrieden?', 'Was macht eine glückliche Beziehung für dich aus?' und 'Wie würdest du unsere Beziehung in drei Worten beschreiben?'.
Durch das Ausmachen des Fernsehers, das Handy im Flugmodus und eine ruhige Atmosphäre wie eine Kerze oder eine Decke, um sich konzentriert zu fühlen.
Weil Bewegung Entspannung und Gedankenfluss fördert. In Bewegung fühlen sich viele Personen wohler und können leichter in eine Gesprächsphase eingehen.
Weil Gefühle, die nicht ausgesprochen werden, sich aufstocken und die Beziehung belasten können. Offene Kommunikation verhindert Spannungen und fördert Vertrauen.
Chat with AI
Loading...
Pro features
Go deeper with this episode
Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.