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Tiefgründige Gespräche in der Beziehung - So wichtig sind sie

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Tiefgründige Gespräche in der Beziehung - So wichtig sind sie

Tiefgründige Gespräche sind entscheidend, um eine nachhaltig glückliche und harmonische Beziehung aufzubauen – besonders in langjährigen Partnerschaften, bei denen sich Lebensphasen, Werte und Ziele verändern. Viele Paare verlieren jedoch die Gewohnheit, über Gefühle, Zufriedenheit oder persönliche Erfahrungen zu sprechen, was zu Unzufriedenheit und einem Gefühl der emotionalen Distanz führt. Im frühen Leben wird oft angenommen, dass alles geklärt ist, doch erst später werden die Bedeutung solcher Gespräche wahrgenommen, wenn sich negative Gefühle ansammeln. Um dieses auszubauen, werden in der Folge 31 Fragen vorgestellt, die Paare dazu anregen, tiefere Reflexionen zu führen – beispielsweise über Zufriedenheit im Leben oder die Beschreibung der Beziehung in drei Worten. Zudem wird ein konkreter Rahmen vorgeschlagen: wöchentliche Reflexionstermine in ruhiger Atmosphäre, wie z. B. beim Spaziergang, helfen, die Kommunikation zu stärken. Auch die Nutzung von Bewegung und natürlichen Umgebungen wird als wirksamer Rahmen für offene Gespräche genannt. Wichtig ist dabei eine wertschätzende, gewaltfreie Kommunikation, die die Haltung des Partners akzeptiert und Konflikte vermeidet. Diese Gespräche fördern nicht nur Vertrauen, sondern auch eine tiefe emotionale Verbindung – ein entscheidendes Element für eine stabile und zufriedene Beziehung.

Transcription

4106 Words, 24779 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensidealisten. In dieser Folge geht es um tiefgründige Gespräche in der Beziehung. So wichtig sind sie. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise, hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Tiefgründige Gespräche. Ein sehr, vielleicht auf den ersten Eindruck, schweres Thema, was wir diese Woche haben. Aber wenn man vielleicht schon länger in einer Beziehung mit dem Partner oder Partnerin ist, hat man sich schon aneinander gewöhnt, hat gemeinsame Routinen entwickelt. Man hat schon über gemeinsame Lebensziele, Träume oder die Zukunft gesprochen. Und man denkt, dass man vielleicht bereits alles Wichtige übereinander weiß. Trotzdem haben wir natürlich ganz viele den Wunsch, Partner, die Partnerin noch tiefer kennenzulernen. Und wir verraten euch in dieser Folge mehr zu dem Thema und zeigen euch, welche Fragen euch noch enger zusammenbringen und wie ihr es schafft, tiefgründige und harmonische Gespräche zu führen. Ich habe gerade über deinen Satz noch mal nachgedacht, dass man sich auch innerhalb der Partnerschaft noch tiefer kennenlernen möchte. Habe da kurz überlegt. Hast du für dich mal kurz überlegt, ob das wirklich so ist? Ja, ob das so passend ist. Aber ich habe dann auch wieder gerade, ich habe es drüber nachgedacht, dass man sich auch innerhalb der Partnerschaft noch tiefer kennenlernen möchte. Ich habe auch nachgedacht, dass auch innerhalb der Beziehung, gerade wenn man langjährig zusammen ist, man ja auch verschiedenste Lebensphasen durchläuft. Es verändern sich die Werte, es verändert sich der Sinn, den man vielleicht gerade für diesen Lebensabschnitt verspürt. Es verändern sich Jobs, man zieht um, man hat neue Freundeskreise. Es verändert sich ja ganz vieles im Leben. Dann auf einmal hat man vielleicht ein Kind. Und so ändert sich ja immer wieder was. Und wenn man nur die erste Kennenlernphase, vielleicht tiefgründige Gespräche hatte, und glaubt, damit alles erschlossen zu haben, und dann braucht man das nicht mehr, dann wird man ja ganz viel danach verpassen. Ich finde auch, dass man einfach mit der Zeit auch, also man ganz selbst im Leben immer wieder neue Erkenntnisse hat. Weil man immer wieder einen neuen Blickwinkel auf sein eigenes Leben einnimmt. Und dass das einfach was ganz Besonderes ist, wo man gerne den Partner auch mitnehmen darf. Also bei mir ist es jedenfalls so, dass ich ganz oft so durch verschiedene Ereignisse, aber auch einfach dadurch, wie sich das Leben entwickelt, immer mal wieder so, aha-Momente habe und denke so, ah, okay, habe ich vor ein paar Jahren anders drüber gedacht oder war mir nicht so klar, hatte ich nicht so im Fokus, ist jetzt ganz spannend. Und dass ich dann ja auch oft mit dir das Gespräch suche und sage, guck mal, da habe ich mal letztens drüber nachgedacht. Und dass der auch wieder verbinden kann. Also das Gefühl von emotionaler Nähe schaffen kann, dass man sagt, ich weiß, worüber der andere denkt, wie der andere fühlt. Und sich gemeinsam auf die anderen denken. Und sich auf den Weg nicht verliert. Ja, es ist ganz häufig ein Thema im Coaching bei uns. Diese qualitativ hochwertige Zeit miteinander, um intensive Gespräche zu führen. Diese Zeit nehmen sich dann doch viele Paare nicht. Also man beschreibt häufig, dass man zu kaputt wäre abends. Genau. Dass man nicht weiß, was man sagen soll. Dass man zu seinem Fernsehen eher guckt, jeder abschaltet, jeder aufs Handy guckt. Ja, also die Medienzeit durchschnittlich, die steigt bei uns allen kontinuierlich an. Und ich habe gar keine aktuellen Zahlen im Kopf, wie viel sich Paare wohl so durchschnittlich am Tag miteinander unterhalten. Ich weiß, dass Zahlen, die schon eine Weile her sind, irgendwie bei 15 Minuten, 20 Minuten am Tag liegen. Aber vielmehr war das, glaube ich, nicht. Das ist ganz schön erschreckend wenig, ne? Wenn man jetzt mal die eigenen Medienzeiten vielleicht zum Hinterkopf hat, ist das ganz schön erschreckend wenig. Ich glaube, bei vielen Paaren liegt das auch daran, dass sich da ein, ähm, ähm, ja, so eine Gewöhnung oder eine, ja, schlechtere Routine eingeschlichen hat. Ähm, vielleicht war einer, die Kinder abends noch ins Bett bringt und dabei einschläft oder irgendwie abends einer länger arbeitet, was auch immer. Dass man dann zusammenkommt, häufig ja dann abends, mit relativ wenig Energie und dann die Priorität so auf sich selber hat, also auf die Ressourcen, dass man sagt, ah, ich möchte jetzt, ich muss eigentlich nicht mehr, äh, groß sprechen, ich möchte gleich schlafen gehen, ich bin müde. Und dass dieses ins Gespräch kommen immer weniger wird. Ja, man, man kann natürlich auch sehr viele Arten miteinander kommunizieren. Wir haben jetzt WhatsApp, Telefon, man kann sich direkt miteinander unterhalten. Es gibt viele Möglichkeiten. Und ich, ich denke, dass, so erlebe ich das in den Coachings, dass viele Paare, ähm, kommunizieren über, äh, das, was so im Leben gerade gebraucht wird. Also in Form von Selbstverwaltung oder Familienverwaltung. Und das ist dann auch das, was die Paare beschreiben, wenn sie sagen, wir sind ein gutes Team. Wir kriegen irgendwie die Erziehung geregelt, wir haben die Jobs geregelt, der Haushalt läuft und so. Also wir sind ein gutes Team, das läuft, aber irgendwie, wir haben uns so ein bisschen verloren. Und das sind dann diese tiefgründigen Gespräche, die nicht mehr da sind. Auch nicht über Gefühle. Ich habe jetzt gerade ein paar im Intensivcoaching gehabt, ähm, da ging es auch um das Thema Kommunikation, aber nur, ähm, um die, um die Gefühle. Also gute wie negative Gefühle. Und ansonsten unterhalten die sich darüber, wie, äh, deren, äh, Alltag durchgeplant ist, strukturiert ist, unterhalten sich auch über, ähm, andere Themen, die sie interessieren. Also hören mal einen Podcast und schnacken darüber oder über Politisches oder was sie sonst so interessiert. Aber nicht über die beiden selbst, ne? Und was da im Leben sich so verändert. Also so die Frage, wie geht's dir eigentlich? Was beschäftigt dich? Genau, das fragen die sich nicht. Mhm. Das haben sie sich absolut nicht gemacht. Das haben sie beide in ihren, ähm, das haben sie beide bei den Eltern so nicht gesehen. Mhm. Und haben tatsächlich erst dann später im Leben gemerkt, dass das wichtig ist. Also da gab's so die ersten zehn Jahre in der Beziehung, war alles gut, so gefühlt, passte das. Und da war gar nicht die Erkenntnis da, dass es wichtig wäre, über Gefühle zu sprechen. Das kam erst später auf, als sich dann ungute Gefühle gesteigert haben. Und die beiden merkten, dass irgendwie funktioniert das so nicht, wenn wir darüber reden. Dieses Aufstauen ist etwas, dass diese Gefühle sind nicht da und sind dann auf einmal weg und da wächst Gras drüber, sondern das staut sich auf. Das Fass wird voller. Und da haben sie gemerkt, das kann nicht gut sein, wenn das Fass immer voller wird. Da muss man irgendwie drüber reden und ja Lösungen für finden, dass dieses Fass nicht irgendwann überläuft. Da haben sie dann für sich gemerkt, dass man anscheinend über Gefühle sprechen sollte und dass das sehr hilfreich für die Beziehung ist. Und die haben es eben tatsächlich einfach nicht anders gelernt. Die Folge davon ist, dass die tiefgründigen Gespräche auf Dauer an Relevanz in der Beziehung verlieren. Und dann entsteht natürlich sowas wie Unzufriedenheit, Trauer, hat das Gefühl, der andere hat gar kein Interesse mehr an einem wirklich. Man vermisst vielleicht natürlich auch die tiefgründigen Gespräche, weiß aber auch nicht so genau, wie man sie hervorrufen kann, ist vielleicht auch so ein bisschen traurig darüber, dass man selber nicht die Initiative, ergreifen kann oder das Gefühl hat, das hervorbringen zu können. Ein weiteres Gefühl kann auch Wut über die Entwicklung der Beziehung sein. Das heißt, man möchte nicht, dass Austausch mit dem Partner oder mit der Partnerin abnimmt. Aber man ist halt in so einer Paz-Situation, dass man denkt, okay, wir haben uns da auf diesem Weg schon vor längerer Zeit irgendwie verloren. Wie du schon sagst, am Anfang einer Beziehung beschreiben das ganz viele ja, dass man den anderen total gut kennt, man schreibt sich tausend Nachrichten am Tag, man telefoniert und so weiter. Also man ist da so ganz tief in dem Leben des Anderen drin. Und jetzt hat man vielleicht das Gefühl, dass man sagt, ja, wir haben den Alltag zusammen und wir sind auch in der Familie oder in der Partnerschaft, aber wirklich kennen und da kennt meine Mutter oder meine Schwester oder meine Freundin oder mein Kumpel mich viel besser. Wir haben uns irgendwie verloren. Ja, um mal zu schauen, wie wir jetzt in die tiefgründigen Gespräche einsteigen, haben wir uns zwei Dinge überlegt. Das eine ist, dass wir eine ganze Reihe von Fragen, Fragen zusammengestellt haben, die man in der Beziehung sich stellen kann, um tiefer, um in tiefere Gespräche einzutauchen. Und dann haben wir noch einige Tipps für euch, wie ihr vielleicht auch den passenden Rahmen schafft, um tiefgründigere Gespräche zu führen. Was man natürlich durchaus tun kann, wir haben jetzt diese ganze Reihe von Fragen formuliert, die könnt ihr euch bei uns in den Shownotes auch angucken oder in einem Blogbeitrag. Da komme ich später nochmal drauf zu sprechen. Es gibt natürlich auch diverse Kartenspiele, diese Kartenspiele für Paare, die einen dazu anleiten sollen, eben in tiefgründige Gespräche einzusteigen. Wir haben 31 Fragen hier mal aufgeschrieben. Wir werden jetzt mal nicht alle durchgehen. Okay, wir nehmen uns mal so das, was uns zusagt hier. Nehmen wir mal ein paar gleich raus, aber ihr findet sie alle unten in den Shownotes bei der Podcast-Folge oder ihr geht bei uns in den Blog, da mache ich jetzt kurz die Werbepause sozusagen vorweg. Da haben wir einen Blogbeitrag, der nennt sich Fragen für eine glückliche Beziehung. So führt ihr ehrliche und tiefgründige Gespräche. Und in diesem Beitrag könnt ihr alle Fragen nochmal nachlesen und eben auch nochmal mir einen guten Rahmen schafft und so weiter. Alles ein bisschen ausführlicher. Also wenn ihr Lust habt, dort einzusteigen und euch so die Unterstützung fehlt oder ihr nicht wisst genau, wo ihr da ansetzen sollt, dann habt ihr hier 31 Fragen schon mal, mit denen ihr beginnen könntet und die ihr nach und nach durchgehen könnt. Ja, was spricht dich an? Ich finde die eine Frage ganz spannend. Und ähm, eigentlich die erste Frage, wie schaffe ich es, dir ein gutes Gefühl zu geben? Ich finde, das ist eine sehr schöne Frage, weil dieses, also ein gutes Gefühl geben, das kann ja auf verschiedenen Ebenen stattfinden. Aber den anderen das aktiv mal zu fragen. Da würden mir gleich die Sprachen der Liebe einfallen. Zum Beispiel? Das wäre ja etwas, auf das man da tiefer eingehen könnte. Auch das sind natürlich dann schöne Ansätze, finde ich, um in tiefgründigere Gespräche zu kommen. Dass man sich so ein Buch oder so, das gibt es glaube ich auch als Audio, Hörbuch, dann mal durchliest oder anhört und dann gemeinsam damit arbeitet, also etwas damit macht. Also nicht nur die Information aufnimmt, sondern eben sich selbst fragt, was sind meine Sprachen der Liebe, der andere auch. Man das abgleicht, schaut, erfüllt man das, klappt das, klappt das gut, nicht so gut? Wo könnte man was verändern? Und das kann eben dann eine so eine Frage auslösen. Ja, oder auch einfach so ganz individuell, was kann ich tun? Also was tut dir im Alltag gut, um dir ein gutes Gefühl zu geben? Ich habe gerade die Frage hier, die hat mich gestoppt. Bist du mit deinem Leben gerade zufrieden? Finde ich auch eine schöne Frage, denn ich erlebe das in den Coachings, dass eben auch so dieses tägliche Update, wie fühlt man sich denn heute, fehlt. Also das war gerade bei dem Paar, wo es darum geht, dass sie mehr über Gefühle sprechen, auch so ein Thema zu sagen. Die sind ganz viel im Interpretieren drin. Also die müssen ja dadurch, dass sie nicht sprechen, sehr viel auf Mimik, Gestik und das Verhalten achten und sind sehr aufs Interpretieren angewiesen. Und in den Gesprächen zeigte sich, dass das eben sehr, sehr häufig schiefläuft. Und da dieses Update mitzugeben, wenn man von der Arbeit kommt, ist man gestresst, ist man unter Druck und so weiter. Also dieses mal mit reinzugeben, damit man eben auch dadurch ja erfährt und so einen Überblick bekommt, wie zufrieden ist der bei der Arbeit, wie zufrieden ist der insgesamt. Aber auch einfach mal ganz allgemein diese Frage zu stellen, bist du in deinem Leben gerade zufrieden? Passt das in der Beziehung, in der Arbeit, mit den Freunden? Und also passt das in den verschiedenen Lebensbereichen für dich? Und da sind auch viele ganz verblüfft. Dann berichte ich immer, dass ich das unseren Sohnen auch frage zum Beispiel. Und das ist für viele etwas, wo sie noch gar nicht so über nachgedacht haben, mal auch das Kind zu fragen, ob es denn mit dem Leben gerade zufrieden ist. Die Fragen können ja auch manchmal Angst machen, weil man Angst vielleicht vor der Antwort hat. Also wenn ich frage, das ist ja auch eh so ein Ding, da möchte ich ja eigentlich eine Antwort haben. Aber ich muss dann ja auch mit der Antwort klarkommen. Die muss ich aushalten können. Genau. Aber dann habe ich die Möglichkeit, etwas zu verändern, denn der Konflikt entsteht ja nicht durch die Frage. Der Konflikt ist ja schon da. Aber ich gefühlt vielleicht jetzt gerade nicht, wenn ich jetzt die Frage, ne? Und wenn ich Sorge habe, diese Frage zu stellen, dann weiß ich ja und spüre ich ja schon, dass irgendwas nicht stimmt. Ansonsten, wenn ich das Gefühl habe, das läuft gut oder wenn ich auch die Zuversicht habe, wenn dort eine Antwort kommt, die nicht so schön ist, dann können wir das gemeinsam lösen und finden einen gemeinsamen Weg. Wenn ich diese Zuversicht habe, dann passt das ja. Und wenn ich die Zuversicht habe, dass wenn unser Sohn, sagen würde, mein Leben fühlt sich gerade aus Gründen XY beschissen an, ich die Ressourcen und die Verantwortung, also die Ressourcen habe und die Verantwortung übernehmen kann, das mit ihm gemeinsam zu verändern, dann brauche ich auch mich vor der Frage nicht sorgen. Genau. Ich finde noch die eine Frage ganz schön. Möchtest du mehr Momente für dich haben? Das finde ich ganz spannend, weil das nochmal ganz auf die, also auf die Person abzielt und man da ja auch schnell in der Interpretation ist. Das ist, finde ich, auch so eine Frage, die gut mit Kindern zu stellen ist. Also wenn jemand zum Beispiel gerade in einer Situation ist, die sehr belastend ist oder man denkt, die ist sehr belastend und man denkt, dann bestimmt bräuchte er sie oder das und das mal. Das weiß man aber vielleicht gar nicht und da ist so eine Frage finde ich ganz schön. Also möchtest du gerne mehr Momente für dich haben? Kann ja auch sein, dass dann die gesagt, nee, brauche ich nicht. Ich fühle mich so ganz wohl. Ich wünsche mir eher mehr Zeit in der Partnerschaft oder mehr Zeit für Momente mit der Familie. Welche Frage spricht dich noch an? Ich habe gerade irgendwie mehrere, die ich auch spannend finde. Also auch so diese Frage, was hast du aus unserer Beziehung gelernt? Also welche Lernerfahrung hat man in der Beziehung gemacht? Wir sagen ja auch ganz häufig, dass zwei Menschen in einer Beziehung so als Lernerfahrung auch zusammenkommen und gemeinsam wachsen können. Aber zu schauen, welche Entwicklungsschritte hat man gemacht? Und das kann man auch gerne gemeinsam mehr reflektieren und sich mal anschauen, wenn man längere Zeit zusammen ist. Wie war es denn vor fünf Jahren? Wo standen wir da im Leben? Wie war unsere Umgebung? Wie war die Arbeit? Wie war unsere Beziehung? Wie war es dort? Und was hatten wir vielleicht auch vor fünf Jahren für Wünsche und Ziele und Träume? Und wo stehen wir heute? Und das ist manchmal so, dass man eben das so gar nicht anerkennen kann. Und wenn man dann mal fünf Jahre zurückblickt, dann sieht, was für Riesenschritte man in den letzten fünf Jahren eigentlich vielleicht gemacht hat. Eine weitere Frage, die auch ganz schön ist, ist, wie würdest du unsere Beziehung in drei Worten beschreiben? Das ist aber schwer. Da müsste man länger drüber nachdenken. Wir haben ja das Thema tiefgründige Gespräche. Also das darf ja auch dann mal sein, etwas, wo man vielleicht mal drüber nachdenkt. Aber vielleicht fallen dann ja auch ganz spontan drei Sachen ein. Jetzt überlegst du die ganze Zeit, wie du unsere Beziehung in drei Worten schreiben würdest? Oder? Nee, ich überlege gerade, wie das ein Paar jetzt machen würde, was mitten in der Krise steckt und in drei Worten die Beziehung beschreiben soll. Das kann auch schief gehen. Naja, man kann ja auch zum Beispiel das so beschreiben, dass man sagt, herausfordernd oder ein gutes Team. Unterschiedlich. Nehmen wir noch eine letzte Frage raus. Das ist auch eine Frage, die im Coaching, im Intensiv- Coaching eine Rolle spielte. Was macht eine glückliche Beziehung für dich aus? Das haben wir nämlich gemeinsam gebaut. Die Wunschbeziehung. Es ging um trennen ja oder nein, zusammenbleiben ja oder nein. Und beide hatten sich einer mehr als der andere darum Gedanken gemacht, was alles passieren würde, wenn man sich trennt. Und wie dieser Weg wohl aussehen würde. Aber haben sich nicht intensiv Gedanken darüber gemacht, wie es denn wäre, wenn man zusammenbleibt und wie die Beziehung aussehen müsste, damit sie sich gut anfühlt, damit alles glücklich und harmonisch verläuft. Also wie ist eigentlich eine Wunschbeziehung? Und da sind wir jetzt ja bei so Themen drin, so aus der Persönlichkeitsentwicklung, so ein Vision Board oder so. Könnte man ja auch machen, dass man eben sich visualisiert und sich vor Augen führt, wie sieht denn die Wunschbeziehung aus, damit so mein Unterbewusstsein mich da auch hinführen kann. Denn nur wenn ich das irgendwie für mich auch greifbar mache, beschreiben kann, ein Bild vor Augen habe, wie sich das denn anfühlt und wie das aussieht, wenn ich eine glückliche und harmonische Beziehung führe, erst dann kann ich ja erst diesen Weg einschlagen. Genau, das ist zum Beispiel wie die Frage, was sind deine Ziele, was ist deine Vision fürs Leben? Also ihr seht, jede von den Fragen kann in eine unterschiedliche Tiefe gehen. Man kann über viele Sachen sehr ausführlich sprechen. Man kann schauen, welche Schwerpunkte möchte man in den Fragen setzen und hat dann vielleicht einige Abende, die man mit diesen Fragen auch füllen kann. Ja, lass uns noch etwas zum Rahmen mitgeben. Wir haben ja häufig so, dass wir den Paaren sagen, wenn es euch schwer fällt, dann fangt mit einem regelmäßigen Termin an, mit dem Reflexionsgespräch. Einmal die Woche sich zusammenzusetzen, die Woche zu reflektieren, wie war die Woche, was ist gut gelaufen, was ist nicht so gut gelaufen und was wollen wir nächste Woche an? Was wollen wir nächste Woche verändern, damit es uns noch besser in der Beziehung geht? Und da kann man natürlich durchaus immer nochmal zusätzlich sich ein Thema oder so eine Frage hervornehmen und jedes Mal eine Frage oder ein Thema nutzen in diesem Gespräch. Und dafür haben wir nochmal fünf Tipps rausgesucht, was ihr machen könnt. Den einen sehe ich gerade, habe ich schon genannt. Termin vereinbaren, also bleiben noch vier. Genau, Termin vereinbaren, ruhige Atmosphäre hatten wir, Störfaktoren verhindern, also bei so Gesprächen ist es natürlich nicht schön, wenn dauernd ein Handy piept oder der Fernseher nebenbei läuft. Da ist natürlich schon ein gewisser Rahmen förderlich. Man soll sich nicht gestört fühlen, man soll eine gemütliche Atmosphäre haben, genau. Ja und genau, Gemütlichkeit, also sich das gemütlich machen, Fernseher aus, wenn man hat den Kamin an, wenn man nicht hat, dann eine Decke dazu, eine Kerze, also dass man sich das einfach ein bisschen gemütlich macht, wie du schon sagst, Fernseher aus, Handy im Flugmodus, solche Sachen und sich dann eben Zeit nehmen. Also so ein Gespräch, dass man einfach zwei, drei Stunden Zeit hat, den muss man ja nicht füllen, aber dass man diese Zeit theoretisch zur Verfügung hätte und wenn man nach weniger Zeit sagt, Mensch, das war ein wunderschönes Gespräch, das hat uns beide weitergebracht, toll, wie die letzte Woche gelaufen ist und ich bin motiviert für die nächste Woche, Dann kann man ja immer auch schauen, wie man den Abend ausklingen kann. lässt und im Zweifelsfall immer noch eine Runde Netflix gucken, was auch immer. Man kann ja auch so ein Gespräch führen, wenn man unterwegs ist, also wenn man einen Spaziergang macht, dass man sich vielleicht vorab so zwei Fragen überlegt, wenn man das Gefühl hat, wir kommen nicht ins Gespräch rein, das ist so eine Stotterei oder so. Das fällt schwer, dass man, wenn man einen Hund hat, einen Spaziergang mit dem Hund macht oder am Seen ohne Spazieren geht. Vielen Menschen fällt es einfach deutlich leichter zu sprechen in Bewegung. Das ist ja immer so eine Sache, die liest man immer gerne, dass Menschen in Bewegung besser sprechen und denken können, aber es ist auch, glaube ich, eine Sache, weil man sich nicht gegenüber sitzt und so anstarrt wie am Tisch, sondern weil man in Bewegung ist, man kann nochmal woanders hingucken, man hat wieder das Gefühl, man kann die Gedanken ein bisschen schweifen lassen, da fühlt sich auch eine Gesprächspause nicht so komisch an wie am Tisch. Viele nutzen also auch wirklich diesen Rahmen vom Spazierengehen, um gut miteinander ins Gespräch zu kommen. Vielleicht sollten wir mal eine Podcast-Folge spazierend aufnehmen und gucken, ob die Qualität dadurch steigt, weil wir bessere Gedanken haben. Ich habe gerade überlegt, wann wir das letzte Mal spazieren gegangen sind. Das ist mir eingefallen bei unserer letzten Spaziergung, das war der Spaziergang, wo ich vom Hund gebissen worden bin. Ist vielleicht nicht der schöne Rahmen. Ich wurde beim Spazierengehen von einem fremden Hund letztens gebissen, als wir sozusagen spazieren gegangen sind. Aber ja, trotzdem immer finde ich es sehr schön, gerade auch für Eltern mit kleinen Kindern, die zum Beispiel mittags noch schlafen, in der Karre oder im Kinderwagen, ist das doch immer so Sachen, die sich gut verknüpfen lassen, wenn man sagt, man geht eh draußen spazieren oder ein Kind mit Laufrad noch dabei unterwegs ist, dann kann man auch immer sozusagen das Kind noch ein bisschen fahren lassen. Das hört dann ja auch vom Gespräch nicht so zu, wenn man sagt, man hat auch keine Kapazitäten durch einen Babysitter oder abends bietet sich das nicht an, dass man dann einfach auch gut in ein Gespräch kommen kann. Ja, muss man schauen, glaube ich, wie tiefgründig kann das sein, weil man dann ja doch vielleicht häufiger mal eingreifen muss, aber grundsätzlich so ein Reflexionsspaziergang haben wir schon häufiger gehört, dass Paare das auch sehr gerne machen und eben gerade, wenn man auch einen Spaziergang im Wald macht, dann haben die Bäume und der Wald ja auch eine recht beruhigende Wirkung auf viele. Und da kommen wir dann noch mal zum letzten Tipp, eine harmonische, wertschätzende Kommunikation miteinander. Versucht nicht zu werten, akzeptiert die Haltung des Anderen, nutzt die Gesprächsregeln der gewaltfreien Kommunikation, die wir ja auch im Systemempowering nutzen, um entsprechend harmonisch miteinander umzugehen. Und ja, deswegen ist vielleicht so ein Spaziergang im Wald eben auch eine gute Sache, das ist eben beruhigend. Es kommt ab und zu mal ein anderer Spaziergang vorbei, das wird wahrscheinlich dann deutlich weniger eskalieren, als wenn man zu Hause ist, eben wenn man noch sich in der Krise befindet und auch befürchtet, dass solche Gespräche eben eher ins Negative verlaufen, weil man vielleicht auch in letzter Zeit eben genau diese Erfahrung gemacht hat. Ja, vielen Dank fürs Zuhören bei dieser Folge. Wir wünschen euch viele tiefgründige und harmonische Gespräche. Falls ihr merkt, dass das bei euch ein Thema ist und ihr da nicht so recht zueinander findet, könnt ihr euch natürlich sehr gerne bei uns zum telefonischen Erstgespräch melden. Geht dazu bei uns auf die Website, klickt dann auf Termine und Preise oder auf den Kontaktbereich. Dort findet ihr dann unser Kalendertool, könnt euch dann direkt für das 10-15-minütige Erstgespräch einen Termin aussuchen. Dann geht es ins Kennenlernen. Beide Stufen noch völlig kostenlos und unverbindlich für euch. Erst wenn ihr ein richtig gutes Gefühl mit eurem Coach oder eurer Coachin habt und sagt, das ist von der Kompetenz, Chemie und auch von der Methodik stimmig für euch, dann würde es in ein Meilenstein-Coaching für euch gehen können. Ansonsten geht das ja auch mit dieser Podcast-Folge zu Ende. Wir wünschen euch einen guten Rutsch und hören uns dann nächste Woche Dienstag im neuen Jahr wieder mit einer neuen Folge von uns. Guten Rutsch ins neue Jahr. Bis dann. Musik Musik Musik Musik Musik

Podcast Summary

Key Points:

  1. Tiefgründige Gespräche sind entscheidend für eine harmonische und zufriedene Beziehung, besonders im Laufe der Zeit, wenn sich Lebensphasen und Werte verändern.
  2. Viele Paare verlieren die Gewohnheit, über Gefühle und persönliche Zufriedenheit zu sprechen, was zu Spannungen, Unzufriedenheit und einem Gefühl der Abwesenheit von emotionaler Nähe führt.
  3. Die ersten Jahre einer Beziehung bieten oft ein Fehlkonzept
  4. Es gibt spezielle Fragen, wie z. B. „Bist du mit deinem Leben zufrieden?“ oder „Wie würdest du unsere Beziehung in drei Worten beschreiben?“, die tiefere Einblicke in die Beziehung ermöglichen.
  5. Regelmäßige, reflektierte Gespräche – beispielsweise wöchentlich – helfen, das Vertrauen und die Kommunikation zu stärken und gemeinsame Ziele zu klären.
  6. Ein ruhiger, stressfreier Rahmen mit z. B. ausgeschaltetem Handy oder einer gemütlichen Atmosphäre fördert authentische und offene Gespräche.
  7. Gespräche im Freien, wie beim Spaziergang, erleichtern die Kommunikation, weil Bewegung und Natur eine beruhigende Wirkung haben.
  8. Eine wertschätzende, gewaltfreie Kommunikation – ohne Urteile – ist entscheidend, um Spannungen zu vermeiden und Vertrauen aufzubauen.

Summary:

Tiefgründige Gespräche sind entscheidend, um eine nachhaltig glückliche und harmonische Beziehung aufzubauen – besonders in langjährigen Partnerschaften, bei denen sich Lebensphasen, Werte und Ziele verändern. Viele Paare verlieren jedoch die Gewohnheit, über Gefühle, Zufriedenheit oder persönliche Erfahrungen zu sprechen, was zu Unzufriedenheit und einem Gefühl der emotionalen Distanz führt. Im frühen Leben wird oft angenommen, dass alles geklärt ist, doch erst später werden die Bedeutung solcher Gespräche wahrgenommen, wenn sich negative Gefühle ansammeln.

Um dieses auszubauen, werden in der Folge 31 Fragen vorgestellt, die Paare dazu anregen, tiefere Reflexionen zu führen – beispielsweise über Zufriedenheit im Leben oder die Beschreibung der Beziehung in drei Worten. Zudem wird ein konkreter Rahmen vorgeschlagen: wöchentliche Reflexionstermine in ruhiger Atmosphäre, wie z. B.

beim Spaziergang, helfen, die Kommunikation zu stärken. Auch die Nutzung von Bewegung und natürlichen Umgebungen wird als wirksamer Rahmen für offene Gespräche genannt. Wichtig ist dabei eine wertschätzende, gewaltfreie Kommunikation, die die Haltung des Partners akzeptiert und Konflikte vermeidet.

Diese Gespräche fördern nicht nur Vertrauen, sondern auch eine tiefe emotionale Verbindung – ein entscheidendes Element für eine stabile und zufriedene Beziehung.

FAQs

Weil sich Werte, Lebensziele und Bedürfnisse im Laufe der Zeit verändern. Tiefgründige Gespräche helfen, neue Erkenntnisse zu teilen und emotionale Nähe zu stärken.

Durch Routine, Müdigkeit und die Tatsache, dass man abends oft auf das Smartphone oder Fernsehen zurückgreift, bleibt wenig Zeit und Energie für authentische Gespräche.

Beispiele sind: 'Bist du mit deinem Leben zufrieden?', 'Was macht eine glückliche Beziehung für dich aus?' und 'Wie würdest du unsere Beziehung in drei Worten beschreiben?'.

Durch das Ausmachen des Fernsehers, das Handy im Flugmodus und eine ruhige Atmosphäre wie eine Kerze oder eine Decke, um sich konzentriert zu fühlen.

Weil Bewegung Entspannung und Gedankenfluss fördert. In Bewegung fühlen sich viele Personen wohler und können leichter in eine Gesprächsphase eingehen.

Weil Gefühle, die nicht ausgesprochen werden, sich aufstocken und die Beziehung belasten können. Offene Kommunikation verhindert Spannungen und fördert Vertrauen.

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