In dieser Podcast-Folge der DFB-Akademie sprechen die Gastgeber mit Theresa Merck, Cheftrainerin der SC-Freiburg-Frauen, über den Kompetenzbereich Dialogfähigkeit und Spielerorientierung. Theresa betont, dass Authentizität die grundlegende Eigenschaft einer guten Trainerin sei, wobei jede Trainerin ihren eigenen Stil finden müsse. Dialogfähigkeit wird als komplexe sozial-kommunikative Kompetenz beschrieben, die Zuhören, Empathie, Anpassungsfähigkeit und Konfliktlösung umfasst. Spielerorientierung bedeutet, individuell auf jede Spielerin einzugehen und nicht alle gleich zu behandeln – ein Ansatz, der durch den Spruch „Um allen gerecht zu werden, muss ich jeden unterschiedlich behandeln“ veranschaulicht wird. Zentral ist für Theresa die Begegnung auf Augenhöhe, um Machtverhältnisse zu überwinden und Spielerinnen zu ermutigen, ihre Meinung zu äußern. Sie schafft Räume für Dialoge, sowohl spontan als auch geplant, und dokumentiert Gespräche in Notizen und digitalen Akten, um den Überblick zu behalten. Führungsspielerinnen erhalten mehr Austausch, da sie die Mannschaftsmeinung vertreten. Bei persönlichen oder psychologischen Themen erkennt sie ihre Grenzen und bindet Ressourcen wie Sportpsychologen ein. Externe Rückmeldungen, etwa von Stefan Leich, bestätigen ihre klare Kommunikation und ihren guten Umgang mit Spielerinnen. Insgesamt zeigt sich, dass Dialogfähigkeit und Spielerorientierung elementar sind, um individuelle Entwicklung zu fördern und gemeinsame Entscheidungen mit Überzeugung umzusetzen.
Für mich der übergeordnete Punkt ist das Thema, sich auf Augenhöhe zu begegnen, für sich zu sagen. Ich habe nicht nur eine Machtposition inne oder sich bewusst zu sein. Man hat eine Machtposition inne, aber die auch ganz bewusst zu verlassen. Ich bin interessiert an dem, was zu sagen. Ich will deine Meinung hören. Trainer Kompetenzen im Profifußball. Eine Podcast-Serie der DFB-Akademie. Die Folge mit Theresa Merck, wo am 18. Oktober 2023 in Freiburg aufgenommen. Hallo, es ist Freiburg und herzlich willkommen zum Podcast der DFB-Akademie, in dem wir über Trainer Kompetenzen sprechen. In dieser Folge geht es um den Kompetenzbereich Dialogfähigkeit, Spielerorientierung und Anselm. Bei einem Respekt, ich glaube, mit unserem Format des quasi "Triallogs". Mit einem stets wechselnen Gas legen wir da noch deutlich eine Schippe drauf, denn ob die Hörerin und Hörer mit einem Dialog zwischen uns beiden zufrieden werden? Ich mag das mal bezweifeln. Und das wir hier mit unserem Besuch beim SC Freiburg und bei Theresa Merck, der Cheftrainerin der SC-Frauen, eine Experten im Bereich der Spielerorientierung mit dem Tischsitznamen, tut ja nicht nur uns beiden, sondern vor allem auch der Folgegut. Theresa, vielen Dank, dass du die Zeit nimmst, um mit uns über diesen Kompetenzbereich zu sprechen. Und Anselm und hätte es mal wieder schlechter treffen können, denn hier rund um das 3. Amstadion, das sind schon schöne Ausblicke, auch wenn das Wetter nicht so richtig mit spielt heute. Herzlich willkommen, schön, dass wir zusammen sind zu dem "Triallog". Schönes Wortspiel von dir, muss man nicht gleich mal loben zu beginnen. Schade, dass das Wetter nicht mitspitig habe, ich habe gehört, in Freiburg scheinend eigentlich die meisten Säune in Deutschland. Heute ist man nicht der Fall, aber wir sind ja drinnen, und haben es hier wohlig warm. Und ich freue mich, dass wir heute über Dialogfähigkeit, Spielerorientierung sprechen. Theresa, unsere eigentlich schon traditionelle Einstiegsfrage ist immer dieselbe. Was zeichnet denn für dich ganz allgemein einen guten Trainer, eine gute Trainer hinaus? Also gibt es Attribute, wo du sagst, ja, die sollten schon alle mitbringen? Ja, hallo, erstmal, ich freue mich auch sehr, dass wir hier zusammen sitzen. Bei uns, ja, heute wirklich nicht, im sehr schönen Sonnening, Freiburg. Ich finde es, gibt durchaus Attribute, die gute Trainer auszeichnen. Allerdings finde ich es, dass eine sehr individuelle Angelegenheit. Für mich ist es wirklich ein Thema der Authentizität. Das steht für mich an Obersterstelle und wie das ein Trainer, dann dementsprechend auslebt oder auf welche Dinge ja mehr oder weniger Wert legt. Ich glaube, das kann ja dann für sich selber entscheiden und festlegen. Sehr schön, Authentizität ansehen. Wir hören ja immer viele verschiedene Dinge, die sich aber oft ähnen. Authentizität war schon dabei, glaube ich. Authentizität, ja, das ist das schwerer asprächende Wort, das immer wiederfällt. Wir hatten das ja auch als wir über Glaubwürdigkeit gesprochen haben und wo wir die beiden Kompetenzen auch so ein bisschen voneinander unterschieden haben. Aber sicherlich das Wort, das meist genannt ist. Und natürlich eine ganz große Rolle spielt, dass ein Trainer, eine Trainerin eben keine Rolle spielt, sondern eben, weil sich selbst bleibt. Die Werte verdritt nach außen, die einem auch wichtig sind. Darüber werden wir mit Sicherheit auch heute noch mal sprechen. Darum geht es unter anderem ja dabei. Unter anderem genau Fokus soll ja heute sein Diologfähigkeit und Spielerorientierung. Für mich im ersten Moment auch etwas Spereg ansehen. Jetzt klären es doch mal, worüber sprechen wir denn genau? Wie hast du es in deiner Studie definiert? Also im Grunde sprechen wir, vor allem um die oder über die Diologfähigkeit. Die Spielerorientierung kommt dann so ein bisschen mit sich. Und bei der Diologfähigkeit, ich meine, du hast das ja schon eingangst, ein bisschen erwähnt, geht es vor allen Dingen ja um ein Gespräch zwischen zunächst mal zwei Menschen. Und was ist dabei wichtig? Darum geht es bei der Diologfähigkeit. Wie gehe ich auf den anderen Menschen ein? Und natürlich ist es ja auch eine sozial kommunikative Kompetenz. Geht es vor allen Dingen um das Gespräch zueinander, ob mitwarten oder ohne Worte. Und dabei spielen natürlich ganz viele Dinge eine Rolle. Einz hab ich schon gesagt, die Kommunikation an sich spielt eine Rolle. Aber auch natürlich das Zuhören. Das hatten wir auch schon als eine andere Mal das Zuhören. Einfach es sich anhört, so schwierig ist es dann auch manchmal. Natürlich bespielte auch die Empathie eine große Rolle dabei. Die Anpassungsfähigkeit auf eine andere Person spielt dabei eine große Rolle. Wir haben Themen wie die Konfliktblösungsfähigkeit, die da auch mit reinspielt. Also es ist gar nicht mal so langweilig diese Dialogfähigkeit. Und ich glaube, wenn Menschen über eine hohe Kompetenz ausprägung in den Bereich verfügen, dann haben sie schon sehr, sehr viel um eben Beziehungen mit anderen Menschen aufzubauen. Und der zweite Part eben diese Spielerorientierung kamen daher auch in der Studie, dass wir den Kompetenzatler, der herkömmliche aus der Wirtschaft kam, auch auf den Sport umgemünzt haben. Und eben hier die Spielerorientierung zugeordnet haben. Und hier geht es eben auch dann darum, eben auf Spielerinnen einzugehen, auf die individuellen Spieler einzugehen und nicht alle gleich zu behandeln, sondern halt eben für jeden das Parat zu haben, was er oder sie braucht. Und da bin ich eben auch heute auch sehr gespannt, Teresa, wie du, ja, damit deinen Spielerinnen so umgehst, dass du für jede irgendwo das Richtige dann auch Parat hast, um die persönliche Entwicklung voranzutreiben. Wann das auch deine Gedanken, Teresa, als wir über diesen Kompetenzbereich gesprochen haben, dass du sagst, ja, da finde ich mich wieder, da habe ich vielleicht auch stärken drin. Und das ist vielleicht so wie Ansem, ist ausdrücklich eigentlich elementar, auch für einen Cheftrainer, für eine Cheftrainerinnen, da einfach aktiv zu sein. Ja, ich habe natürlich auch erstmal den Katalog mir angeguckt. Und wie ich es auch schon gesagt habe, dass ein oder andere kommt erstmal ein bisschen sperrig daher, aber wenn man sich dann doch darüber Gedanken macht, was es eigentlich mit sich bringt, was es aussagen kann, dann finde ich durchaus, dass die Dialogfähigkeit, was sehr, sehr elementar ist, ist für eine Trainerin oder für ein Trainer, weil man tagtäglich eigentlich damit konfrontiert ist, dass man sowohl von einer Gruppe sprechen muss, mit einer Gruppe sprechen muss, ob das im eigenen Trainer-Team der Fall ist, im eigenen Staff-Team, ob das Gespräche sind zwischen der Führungsebene, ob das Gespräche sind mit einzelnen Spielerinnen und Spielern. Und von daher ist man immer wieder gezwungen, eben auch zu verändern. Wie gehe ich auf die einzelne Person ein? Was sind die Anliegen, die dahinter stecken? Was sind die Werte, die dahinter stecken? Welche Rolle habe ich auch in dem Gespräch inne? Und von daher glaube ich, es ist ein extrem vielfältiges Aufgabengebiet, was man als Trainerinnen oder Trainer hier abdecken muss. Und deshalb glaube ich, es ist auch ein wirklich elementare Baustein der Kompetenzen. Weil du mit vielen unterschiedlichen Personen natürlich zu tun als Cheftrainerin? Du hast die Gruppen gerade aufgezählt und ansehlen, um mal die Individualisierung auch wieder mit dazu zu nehmen. Es gibt ja diesen schönen Spruch, um allen gerecht zu werden, muss ich jeden unterschiedlich behandeln. Weil wir natürlich mit verschiedenen Individuen zu tun haben. Seht ihr das aus so? Und wie setz du das hier um? Also wie gehst du wirklich individuell auf deine Mitarbeiter, deine Spieler ein, auf deinen Staff, um da auch eben gerecht zu werden? Ich glaube, ein Kernpunkt, auf den man sicherlich runterbrechen kann, ist, dass man sich erstmal auf Augenhöhe begegnet. Das ist was, was mir extrem wichtig ist, weil es doch her so ein klassisches Machtverhältnis einfach gibt zwischen Trainer, Trainerinnen und Spielern und Spielern. Und deshalb glaube ich, um in den Dialog überhaupt erstmal kommen zu können, geht es darum, dass Spieler und Spielerinnen sich äußern dürfen. Und das muss ich aber als Trainer oder Trainerinnen auch zulassen. Und deshalb finde ich es extrem wichtig, dass diese Brücke geschlagen wird, dass man sich auf Augenhöhe begegnet, dass man auch ein Raum bietet, sondern ein Raum bietet, wo sich Spieler und Spielerinnen wohlfühlen, dass sie auch wissen, okay, meine Meinung ist wichtig, meine Meinung wird gehört. Und das ist für mich so eine Grundvoraussetzung überhaupt, ist mein Dialog zu kommen. Wie sorgst du für diesen Rahmen? Wie schaffst du das, alle dann auch mit einzubinden? Ja, also erstmal geht es natürlich darum, es immer wieder zu kommunizieren, es ihnen immer wieder klar zu machen. Aber reden allein hilft hier in dem Fall dann auch nicht, sondern es geht dann natürlich auch darum, wenn man ein Dialog führt, dass habt ihr vorhin ein Gang schon erwähnt, das Thema Zuhörn ist glaube ich ganz entscheidend, dass ich in Beobachtungen und im Zuhörn einfach mitbekommen, was verkörpert diese Spielerin verwerte, was sind Themen, die ihr wichtig sind, die ich immer wieder auch aufgreifen kann. Das ist natürlich auf der einen Seite wichtig, weil ich genau weiß, okay, wie kann ich vielleicht ein Gespräch auch in eine gewisse Richtung steuern? Auf der anderen Seite weiß ich aber auch genau, okay, wo kann ich sie abholen? Manche wollen gar nicht über private Themen reden, andere fühlen sich extrem abgeholt, wenn man erstmal Small Talk oder eine private Frage stellt und das ist natürlich was, was sich über Zeit auch entwickelt. Man lernt ja auch seine Spielerinnen immer besser kennen, aber man muss sich natürlich die Zeit nehmen, sich Antisch zu setzen oder immer wieder auch zwischen Platz und Kabine einfach diese kurzen Gespräche zu führen, zu fragen, wie geht's dir? Und das ist ja auch so ein Klassiker, die Frage auch so zu meinen und die Antwort auch wirklich über die Frage,
hören zu wollen, um es dann vielleicht in einem anderen Setting auch wieder aufgreifen zu können. Wie fällt sich das mit den sogenannten Führungsspielerinnen? Man sagt ja auch immer so schön, man soll eigentlich jedem natürlich die ähnliche Zeit einräumen. In der Realität ist es natürlich so, dass gewissen Spielerinnen sicherlich mehr Zeit zur Führung steht, dann auch mit dir zu sprechen. Wie gehst du da mit den Führungsspielerinnen um oder auch mit den Kapitäninnen? Ja, also ich glaube es ist extrem schwierig allen, die selbe Zeit einzuräumen. Man kann das auch ein bisschen vergleichen wie mit einer Schulklasse, die nicht auffallen, die nicht stören. Da wird leider dann doch am wenigsten Zeit irgendwie investiert, was man sich dann auch immer wieder aktiv bewusst sein muss. Also ich glaube, dass man auch als Trainer-Trainerin sich immer wieder aktiv in der Frage muss, okay, habe ich irgendwie alle abgeholt, habe ich alle mitgenommen und nicht die einen laufen irgendwie so ein bisschen nebenher und natürlich müssen Führungsspielerinnen oder Führungsspieler einen anderer Rahmen eingeräumt werden, weil die ja nicht nur am Ende des Tages ihre eigene Sicht und ihre eigene Meinung vertreten, sondern sehr, sehr oft auch die Sicht der Mannschaft und die Meinung der Mannschaft und deshalb ist es glaube ich sehr wichtig mit den noch ein Tickhäufiger, doch in den Austausch zu kommen, weil sie ja am Ende des Tages auch ein Stück weit der verlängerte Arm sind auf dem Platz. Lässt du da aber auch Meinungen in deiner Führungsspielerin zu, zu Spielsystem, zu der Art und Weise, wie ihr Fußball spielt und wie schaut das dann konkret aus? Ja definitiv, weil am Ende des Tages fühlen sie es auf dem Platz, also sie spüren ja dann geht der Plan auf, den wir uns vorgenommen haben, wie fühlt sich es an für mich auf dem Platz das Ganze umzusetzen und müssen natürlich auch viele Spielerinnen schon sehr, sehr lange ein Freiburg und auch auch B in der Bundesliga, dass sie doch auch gute Meinungen dazu haben. Und ich glaube das ist auch noch mal ein Thema, wenn wir über Dialogfähigkeit sprechen. Es geht ja nicht darum, dass ich als Trainerin allwissend bin und irgendwie in dieser Machtposition alles einfach irgendwie durchsetzen möchte. Also es gibt sicherlich Trainerinnen, die das so handhaben, es ist aber weniger meinen Ansatz, sondern ich bin davon überzeugt, dass wenn man eine gemeinschaftliche Entscheidung trifft, dass die auch mit viel, viel mehr Intusiasmus und Überzeugung durchgezogen wird und auch da bin ich dann davon überzeugt, dass man dann mehr zum Erfolg kommt als wenn das jetzt nur ich entscheiden würde. Das selbe gilt natürlich für das Draft-Team, wenn jeder ein Stück weit die Selbstwirksamkeit hat oder das Gefühl davon zu sagen, ich darf hier was mitentscheiden. Ich meine Meinung ist wichtig, dann trägt man, glaube ich, viele Dinge ganz anders gemeinsam. Du hast für ihn die verschiedenen Möglichkeiten eigentlich aufgezeigt, miteinander in den Austausch zu kommen. Da gibt es jetzt sichorte, du hast hier ein Trainer-Beron natürlich. Das ganze funktioniert auf dem Platz, das ganze funktioniert. Ich nenne es mal "one minute coaching", also so der Weg zum Trainingsplatz. Ich hier ist es glaube ich wirklich eine Minute ungefähr, die direkt sehr nah bei, wie bewusst machst du das. Du hast selber gesagt, du willst kein vergessen und du hältst es auch für wichtig. Aber es ist ja oft sehr situativ auch. Du guckst dir das letzte Spiel an und mit der Spielere muss ich jetzt mal mehr spielen. Da ist irgendwas passiert und so. Wie schaffst du es, denn kein zu vergessen und wie plantst du dann noch diese Gespräche oder kommt das in der Regel? Es kommt an dem Tag und dann reflektierst du nachher und sagst okay, oder da muss ich noch mal ran. Ich finde schon, dass ich viele Dinge spontan ergeben und ich bin auch der Meinung, dass das wichtig ist, dass ich so spontane Rahmen entwickeln, weil so dieser klassiker kommst in einem Training, bitte zu mir, ins Trainer-Berot. Das ist leider und auch das ist was, was wir versuchen zu verändern, doch sehr negativ konnotiert. Ich glaube, das kennt man auch noch von früher, wenn man ins Rektorade irgendwie gerufen wird. Das hat selten was Gutes zu bedeuten. Denn es öfter passiert ja. Da kommt ein Erinnerung hoch. Aber ich seh heute hier. Ja, also alles richtig gemacht. Von daher muss man glaube ich schon die Situation so nehmen, wie sie dann auch kommen. Und für mich ist aber wichtig, dass ich mir hinterher notizen mache jeweils zu den Gesprächen, dass ich weiß, okay, mit wem habe ich gerade gesprochen, was waren Themen, die aufgekommen sind. Weil wenn man darauf auch in einem Folgegespräch noch mal bezug nehmen möchte, dann weiß die Spielerin, okay, die hat mir auch wirklich zugehört und wir haben jetzt nicht einfach mal ein paar Floskeln irgendwie ausgetauscht, sondern es ist auch was Hängeblieben von dem. Und dann anhand der Notizen kann man doch auch immer wieder gut nachvollziehen. Wien hatte ich jetzt schon oder wo muss ich vielleicht noch mal nachfassen? Bei den Notizen da bin ich noch mal neugierig. Wie bewast du dir deine Notizen auf? Hast du da was digitales oder nur zu da einfach ein Buch oder reinschreibst? Ich habe was digitales, wo es am Ende zusammengefasst ist, aber es ist ja es ist wahrscheinlich ein bisschen so viel Arbeit, aber oft schreibe ich es mir einfach noch kurz handisch auf und übertragst dann auch wenn ich mit Spielerinnen Gespräche für ja machen wir eigentlich zwei, drei mal in der Saison wirklich allumfassen über viele Themen, dann mache ich mir neben mehr Handelschnutizen und dann wird es aber übertragen, also jeder zu eine kleine Akten-Mapel mit mir auf dem Rechner. Analog und digital wie bei uns, ne? Waren Sie denn? Wir können auch beides, wie man auch heute ihr sieht. Terea, wenn wir über Spieler auch in Tierung sprechen und auch gesagt ist es wichtig die einzelne Person auch gut zu kennen. Wie schaffst du das? Also wie küsst du auch so einen Blick auf das private vielleicht, was beschäftigt einen Spielerin gerade? Und ja wie kannst du da auf jeden einzelnen eingehen? Und kannst du dem überhaupt wirklich gerecht werden? Um dem ganzen wirklich gerecht zu werden, glaube ich, reicht die Zeit nicht aus, beziehungsweise ist natürlich auch die Frage, was möchte ich erreichen. Also geht's für mich jetzt wirklich darum, jemanden auf auch einer persönlichen Ebene oder auch auf einer psychologischen Ebene irgendwie Hilfestellung zu leisten und das ist was, was ich sicherlich nicht kann, das übersteigt auch mein Kompetenzbereich, aber wie auch mein Zeitrahmen und deshalb ist es glaube ich auch immer so ein bisschen was von ich fühlme rein, ich finde vielleicht was raus, ich gebe einen Ratschlag, okay was könnte man vielleicht noch an zusätzlichen Maßnahmen ergreifen? Das kann dann wirklich in viele Richtung gehen, ob man sagt okay, kommen Sie jetzt mal zusammen, haben wir individuelle Analyse oder kommen, lass uns am Platz was machen oder hey unser Sportpsychologe und so weiter und so fort, ich glaube da geht's dann auch darum die Ressourcen zu bündeln und auch für sich zu nutzen und bei einem selber laufen aber am Ende des Tages einfach die Fäden zusammen und dann das zu verteilen auf die anderen Staff mit Glieder und Ressourcen die man auch hat. Der Reservoir, was würden andere Menschen vielleicht deine beste Freundin über die sagen wie du deine Mannschaft führst? Sie hatte es nicht so viel Ahnung von Fußball deshalb ist es noch besser, deshalb geht es wahrscheinlich eher mich über mich als Person, aber ich glaube schon, dass sie sagen würde, dass ich gut zuhören kann, dass ich auch interessiert bin an dem was die Leute mir sagen, dass ich schon Lösungsorientiert versuche ansätze zu finden und ja auch dass ich andere Meinung zulasse. Sehr interessant, denn ich glaube du hast dich auch ein bisschen umgehört über Theresa, hast du da ähnliches über sie erfahren? Ja absolut, vor allem über deinen Umgang mit den Spielerinnen, ich habe mich im Vorfeld mit Stefan Leich ausgetauscht, beide waren vor auf El Wollsburg, über zwei Jahre glaube ich, wenn ich mich nicht täusche und Stefan ist jetzt Trainer in Hoffnung und er Stefan hat mir einiges über dich erzählt und zwar, dass du ich will ihn da richtig zipieren, erstmal soll ich die schöne Grüße ausrichten natürlich. Er hat mir vor allem gesagt, du zeichnest dich durch eine sehr klare und prägnante Kommunikationsweise aus, du schwarfels nicht, du erzieltst keine Geschichten, du trist eigentlich immer klare Aussagen und beim vfl, was du in deiner Kutreenerrolle aus so ein bisschen bindig lieb zu den Talenten, sagt er und vor allem da hat er auch eine Stärke von dir gesehen, weil er sagt, du kannst sehr gut einfach mit den Spielerinnen, also ihr könnt sehr gut miteinander umgehen und er hat da eine absolute Stärke von dir gesehen und ja ich glaube zu den Nettigkeiten, da hört es wahrscheinlich auf, wenn er euch trefft am Platz, aber sonst dürfte das Verhältnis noch ganz gut sein oder? Ja auf jeden Fall, dann hier an der Stelle erstmal dankerstepfern, das sind schöne Komplimente, aber ja am Platz erzählt dann nur das Ergebnis. Ja, dich auch als, ja, mit als Entwicklerin bezeichnet und ich glaube, das ist ein super Stichwort auf, dich und für das Umfeld, in dem du hier gerade bist beim SC Freiburg, diese DNA von Freiburg ist ja schon so auch weiblich oder männlich, es geht um Entwicklungen, weil ich ihr entwickelt, Spieler und Spielerinnen, ihr begleitet die und dafür müssen wir uns ja erstmal klar werden, was wollen wir überhaupt entwickeln? Bei dem individuellen Spieler bei der Spielerinnen, jetzt hast du selber vorhin gesagt, ihr macht ja also zwei, zwei, drei Jahres, ich nenne es mal so ausgiebigere Gespräche mit jeder Spielerinnen, hast du ein Profil über jede Spielerinnen, so ein stärkender Schwächenprofil würde du sagen, okay, da wollen wir hin, dass es der Entwicklungsrhythmus, dem wir irgendwie eingehen, dann sprechen wir dann wieder miteinander und wir versuchen das als Ziel zu erreichen. Ja, das haben wir, also wir haben für uns festgelegt, technisch, taktisch, atletisch, so psychologisch, wobei wie gesagt psychologisch natürlich sehr, sehr runtergebrochen ist, es ist eher, würde ich es als Mentalität oder Haltung auf dem Platz beschreiben, weil wie gesagt alles andere nicht in unseren unseren Kompetenz.
Das sind Dinge, die wir so viel raussarbeiten. In Trainer-Team, allerdings versuchen, objektive Daten dazu zu finden. Wir haben mittlerweile bei der Frauenwundestliga auch ganz viele Daten-Tools auf die wir Gott sei Dank zurückgreifen können. Und dann lassen sich schon relativ umfangreiche Profile der Spielerinnen erstellen. Und dann geht es natürlich darum, jetzt auch gerade bei uns, wenn wir viel mit jungen Spielerinnen zusammenarbeiten, muss man schon schauen, dass man sich auf einzelne Punkte fokussiert, dass man sich zwei, drei entscheidende Kriterien oder für uns wichtige Kriterien rauspickt mit der Spielerinnen bespricht. Und natürlich dann dort auch die nächsten Maßnahmen ergreift, weil von nur Ansprechen reicht dann oft nicht aus. Man muss ein Stück weitem Leitfaden mit an die Hand geben, was wollen wir denn machen da draus, wie sie es du es auch selber, sind es überhaupt die Themen, auch an den du arbeiten möchtest. Weil wenn ich eine Spielerin sage, sie muss koffballsterger werden, beispielsweise und sie selber sieht da aber gar nicht so richtig die Notwendigkeit, dann kommen wir wieder genau an dem Punkt raus, über den wir vorhin gesprochen haben, sondern es geht auch darum, gemeinsam auch hier eine Entscheidung zu treffen. Ich sehe für dich Weg X, gehst du da mit oder hast du irgendwelche Abweichungen, wo du sagst, nee, sehe ich vielleicht gar nicht ganz so. Und das ist wahrscheinlich dann wichtig zu beachten und so versuchen wir, unsere Jahresgespräche zu führen und auch Maßnahmen daraus abzuleiten. Kannst du uns da vielleicht mal mitnehmen und ein Beispiel nennen wie ihr zum Beispiel jetzt für technisch taktische Ziele, Quantitative, Überprüfungen vornehmen könnt, also was ihr euch dafür KPI ist, setzt? Ja also wenn wir zum Beispiel bei Innenverteidigerinnen reden, dann haben wir natürlich für uns Positionsprofile zum Beispiel aufgestellt, okay, was zeichnet eine Innenverteidigerin für uns aus. Und das Thema geht es natürlich erst mal darum, defensive Duelle zu gewinnen, auch Lufthoheitenstückweit zu haben. Auf der anderen Seite sind wir aber auch eine Mannschaft, die schon spielerische Aufbaulösung finden will, das heißt es geht auch ums Thema Passspiel und das kann man ja schon ganz gut quantifizieren, wie viele Duelle gewinnt sie am Boden, wie viele Duelle gewinnt sie in der Luft. Zudem kann man es dann natürlich noch ein bisschen subjektiver hinterlegen, man hat Videos wie gewinnt sie denn die Duelle sind das Kopfballe, die auch gezielt sind, die mit zur eigenen Spielerin gehen oder die irgendwo hingekleärt werden und so versuchen wir uns da dann das Bild einfach zu schaffen. Sehr spieler orientiert, nächstes zu trotz gucken wir drei hier oder haben einen wunderschönen Blick ins dreisamstadion und nicht nur hier auf dem Platz, sondern auch auswärts geht zum Punkte. Du bist natürlich im Profisport unterwegs und ihr auch ihr müsst wollt Punkte holen, ist das manchmal ein Spannungsfeld, Entwicklung und dann doch wirklich die Punkte zu holen, bleibt er jemand auf der Strecke und sagst du nein, ich krieg es schon ganz gut hin. Beim S.V. ist es ganz klar die Devise, wir wollen schauen, dass wir die Spielerinnen entwickeln und das Ergebnis ist dabei, natürlich aber vielleicht eher hintergelagert. Also ich glaube der optimalfall für uns wäre in unserer Spielphilosophie und in unserer Entwicklung erfolgreich zu sein. Also das ist natürlich so der Überpunkt, das ist aber auch nicht immer Hand in Hand ehrlich gesagt. Also man muss natürlich schauen, dass man ein Freiraum bietet den Spielerinnen, in dem sie sich auch entwickeln können und trotzdem und das ist glaube ich die größte Diskrepanz, die wir irgendwo haben, muss man in der Fehler tolleranz auch wirklich abstrichen machen, wenn wir dann über Profisport auch sprechen. Weil wir haben es jetzt vergangen, das Wochenende wieder gehabt, der kleinste Fehler führt dann halt einfach dazu, dass man Punkte verliert gegen Tore kassiert oder die eigenen eben nicht macht. Und man hat halt einfach auf dem Profinivodern wenig Zeit und das beist sich definitiv und wir versuchen die Ballors zu halten, es gelingt uns manchmal besser, manchmal schlechter, es kommt auf diese Sorphase anders, kommt auf den Gegner an, es kommt auf an wie es läuft, es gibt natürlich extrem viele Faktoren, die dann eine Rolle spielen. Und schlussendlich wollen wir natürlich versuchen jede Einzelne, aber auch die Mannschaft besser zu machen, es ist ein sehr sehr großes Ziel, aber das verfolgen wir und wenn wir darüber dann noch zusätzlich erfolgreich sind und die Punkte wollen dann ist umso schöne. Jetzt sprichst du an sich über das Verhältnis zwischen Trainer, Team und Spielerin, wie ist das bei dir persönlich auch mit den verantwortlichen des Vereins? Habt ihr da auch Ziele für die Saison, Entwicklungschritte, die ihr gehen wollt oder wie legt ihr das fest, wie seid ihr da im Austausch? Ja, wir sind da schon immer wieder im Austausch und man muss schon auch sagen, Freiburg ist eher ein ruhigerer Platz zum Arbeit, man hat jetzt nicht so diese ganz konkreten Ergebnisziele, dass man sagt, man muss unbedingt drang drei zum Beispiel erreichen, um international zu spielen, sondern man hat schon einen gewissen Spielraum und nichtsdestotrotz werden. Trotz werden schlechter Ergebnisse hinterfragt und das ist auch in Ordnung, das gehört zum Profisport definitiv dazu. Und trotzdem ist es hier noch Verhältnismäßig ruhig und die verantwortlichen Wissen auch, dass wir uns eher in einer Entwicklungsphase oder auch in einer Mannschaft befinden, die sich noch entwickelt. Glaubst du bist oder würdest du sagen, du bist genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort, wenn du dich selber als Entwicklerin auch mit bezeichnest, das hast du sagst ja, hier kann ich ruhig arbeiten, hier können wir was aufbauen, hier können wir was übernehmen. Also siehst du dich hier genau da, wo du gerade sein willst? Für mich ist es auf jeden Fall ein super Arbeitsplatz, ehrlich gesagt, mein Einstieg im Endeffekt auch in die Bundesliga als Cheftrainerin und da bietet der SC Freiburg schon einen sehr, sehr a-professivemellen Rahmen, was natürlich die Infrastruktur hier angeht mit dem Dres am Stadion und auch einen sehr ruhigen Rahmen, weil die VereinsDNA einfach auch so ein bisschen darauf ausgelegt ist, dass man an das Statement alles ist ein bisschen entspannt, das ist ein bisschen ruhiger, es ist nicht so viel Hetze und das macht das arbeiten schon sehr sehr angenehm und eben auch dieses Thema, man holt junge Spielerinnen, man entwickelt die, leider sind wir oft noch einen Punkt, wo wir die auch wieder ziehen lassen müssen, das heißt, hat sich bei den Herren in den letzten Jahren so ein bisschen verändert, das ist bei uns aber sicherlich noch Gang und Gebe und daher finde ich schon, dass ich ganz gut hierher pass. Schauen wir nachdem wir uns den Istzustand angeguckt haben, ganz kurz zurück, wirklich nur ganz kurz, aber da eine sportliche Wieder ist nun mal tatsächlich echt interessant, obwohl, ich glaube das dir noch sagen, du noch gar nicht so alt bist, im Endeffekt, denn du hast als Spielerinnen natürlich, was du aktiv bist, du bist mit Sindelfing auch in die Bundesliga aufgestiegen hast, dann aber ein Cut gemacht, du warst dann Juniorentrainerinnen in verschiedenen Altersklassen auch parallel schon zu deiner Schicksal. Du warst Verbandsportlegerinnen im Verbandmittel rein, Co-Trainerinnen der Wolfen, das hatten wir gerade schon dann ein bisschen die Schweiz gegangen, was Cheftrainerinnen der Grashoppers Türi und der Besteit der Saison 22/23 hier beim SC Freiburg. Du hast mal in einem Interview gesagt, das ging halt alles Step-by-Step, du bist dran geblieben, du musst es auch ein bisschen weisen, du hast dich von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen lassen und ich glaube, das wissen wir alle, Hauptamtliche Stellen im Fußball, ob männlich oder weiblich sind ja Nummer Rage set. Du nimmst eine davon ein und ich glaube, was man bei dir rausset ist, dass du dafür brennt, dass dir das absolut Spaß macht. Nimmst du dir auch manchmal die Zeit, das alles zu hinterfragen, da wo wir gerade waren, ich bin jetzt bei Messe Freiburg, hast du auch Zukunftsplening, wie sieht so deine Entwicklungen aus? Ja, ich hinterfrag schon sehr häufig, ich glaube, ich bin auch eine sehr selbstkritische Person, für mich gehört es aber auch dazu, ja, sich selbst immer wieder zu reflektieren. Also ich glaube auch, um nochmal bezug zu nehmen, auch auf unser Thema, Dialogfähigkeit, wenn man selber nicht reflektiert ist und nicht so genau weiß, wo sind meine Stärken, meine Schwächen, auch in seinen Schwächen vielleicht immer wieder selbstbewusst aufzutreten, dann kommt man auch gar nicht auf Augenhöhe in Gespräche und deshalb ist es für mich schon ganz, ganz wichtiges Thema, mich immer wieder zu hinterfragen, auch zusammen mit dem Staff-Team, mit dem Trainer-Team, hey, was können wir noch besser machen? Wo müssen wir nochmal Ansätze finden? Weil ich finde es gibt wenig schlimmeres als dann stillstand und keine anderen Meinung mehr zuzulassen und keine anderen Ideen mehr zuzulassen. Und dann für sich halt zu sehen, okay, was kann ich rausziehen, was ist wichtig, wo möchte ich noch den nächsten Schritt gehen? Jetzt hast du Reflexion angesprochen, welche Menschen gibt es da, die dich dabei unterstützen, denn es ist ja häufig auch gar nicht mehr so einfach in den Spiegel selber zu schauen und dabei gleich auch alles zu erkennen, was irgendwo in dem Moment wichtig wäre, welche Menschen gibt es da? Also ich glaube natürlich, auf die Arbeit bezogen hat man immer einen Staff-Um sich rum und deshalb ist das auch finde ich was extrem wichtiges, dass man sich den so zusammensstellt, dass man das Gefühl hat, dass das passt auch, das passt auch auf einer menschlichen Ebene, man kann auch immer wieder Kritik äußern, man kann Verbesserungsvorschläge äußern, man darf das auch, das gilt genauso wie für die Spielerin mit denen man ins Gespräch kommen muss, finde ich, es ist das selbe mit dem Staff-Team und wenn man mal diese Ebene, an Vertrauen, an Offenheit geschaffen hat und auch zulassen kann, dass jemand einmal Feedback gibt, dass vielleicht auch nicht nur positives oder auch mal kritischer ist oder einfach auch mal überhaupt eine Frage stellt zu einem gewissen Thema.
Dann ist ein Rahmen geschaffen für Veränderungsfähigkeit, für Entwicklungsfähigkeit. Und ich glaube, dass das auf einer Trainerposition elementar ist. Und von daher, was die Arbeit angeht, und die inhaltlichen Themen ist es sicherlich immer als erstes der eigenes Daff, weil die einfach am nächsten dran sind, weil die am meisten mitbekommen. Und ansonsten geht es natürlich schon viel auch ins Privatleben. Was kriegt man zurück gemeldet von Freunden, was kriegt man zurück gemeldet von Familie, etc., also da einen Rahmen auch irgendwie zu schaffen, ohne dass man jetzt explizit darüber redet und sagt, Mensch, gibt mir doch mal einen Feedback, wie wirklich denn, oder so was. Ich glaube, man kann schon aus vielen Aussagen ganz viele Dinge auch rauslesen. Das Thema Reflexion ist ja auch so eins, dass uns immer wieder auch beschäftigt hat, auch in diesen diversen Folgen. Und ich erinnere mich, dass wir auch schon mal darüber gesprochen hatten, denn es das Reflexion ja an sich auch eigentlich ein Werkzeug ist. Also es ist gar nicht als Reflexion unbedingt immer zu verstehen, dass man zum Beispiel, wie es vorher gesagt hat, in den Spielschaut. Das ist vielleicht ein Teil dann so eine Reflexion. Aber dazu hört eigentlich auch ein Prozess, das immer wieder zu reflektieren, dann auch vielleicht auch festzuhalten. Okay, was sind denn jetzt die nächsten Schritte? Wie kann ich mich vielleicht auch dann in einem Bereich entwickeln? Das ist ja dann eigentlich auch so ähnlich, wie man ja dann auch mit Spielern und Spielern arbeitet, auch wie du vorher das beschrieben hast. Welche Methoden verwende es, du vielleicht auch in Gesprächen mit den Spielerinnen, um sozusagen auch die Spielerinnen selbst ins Nachdenken zu kommen und in Lösungsfindung zu bekommen? Ich versuche ganz viele Fragen zu stellen, weil für mich ist das einfach so ein Tool, was man gut einsetzen kann, dass das gegenüber armgespräch beteiligt wird auf der einen Seite und auf der anderen Seite, aber ich auch Gedanken zum Thema machen muss. Also deshalb heißt es auch Dialog und nicht monolog, dass ich erzähl, ich erwarte jetzt von dir ex-Y. Es gibt auch sicher Gespräche, die so ablaufen, weil es geht auch immer ein Stück weit darum, Regeln einhalten zu müssen. Wir sind in der Mannschaft Sport, da muss man auch gewisse Dinge einfach mal äußern und sagen, wenn es aber um das Thema Veränderung und ein Prozess einleiten, etc. geht, dann geht es, glaube ich, auf viel darum, einfach zu hinterfragen, Fragen zu stellen, den Spielerinnenraum zu geben, ihre Meinung dazu auch zu äußern. Und deshalb dieses wirklich Nachfragen und auch weiterführend Nachfragen. Ich finde ganz viele Spieler und Spielerinnen lernen im Laufe ihrer Fußballzeit, was es sozialer wünscht, was antworte ich denn jetzt auf diese Frage, was will in der Trainer hören. Und dann aber auch mal nachzufragen. Aber es gibt mir doch mal ein Beispiel. Oder was bedeutet das für dich, was wäre jetzt aus deiner Sicht der nächste Schritt in diesem Bereich und das auch zu konkretisieren und daraus auch Handlungen und Maßnahmen abzuleiten? Das ist für mich dann die Folge daraus. Ja, also ich finde es klasse, dass du es ansprichst. Ich will jetzt nicht sagen, dass ich darauf hinauswollte, aber ich finde es schön, dass du darüber sprichst, welche Bedeutung auch das Frage stellen hat. Wenn der Meinung bin ich auf jeden Fall auch, dass es ein mächtiges Tool ist. Und ich habe selbst der Erfahrung gemacht, an mir persönlich, aber auch im Umgang mit anderen Menschen, mit Führungskräften, mit Ränerinnen, dass es ja oftmals auch wirklich schwer fallen kann, gar nicht selbst aktiv zu sein und sozusagen dem Gegenüber zu sagen, wie es denn anders gehen könnte, sondern halt eben die richtigen Fragen zu stellen, um den Gegenüber dorthin zu bekommen, die Lösung für sich selbst zu finden. Und das ist echt eine Herausforderung, wenn man das vorher noch gar nicht gemacht hat. Und es gibt ja wirklich sehr, sehr schöne Frage, Möglichkeiten und Frage-Stile, um den Gegenüber in der Reflexion zu bekommen. Ich arbeite ja selbst auch persönlich im Einzelcoaching mit unterschiedlichen Personen aus Wirtschaft und Sport. Und das ist bemerkenswert einfach, was man mit Fragen herausfinden kann und wie man dann auf einmal den Gegenüber ins Nachdenken bekommt. Ich habe ja vorher absichtlich dir auch mal so eine zirkuläre Frage, wie man sagt, gestellt, wenn der Effekt was eine andere Person über dich denkt. Und allein in dieser Art der Frage sorgt einfach für eine gewisse Reflexion. Und das finde ich einfach super spannend und mächtig. Und das ist ja auch nicht neu, dass man auch darüber nachdenken, du okay, wie kann man beispielsweise in der Trainerausbildung ja auch gewisse Coaching-Elemente mit Einfließen lassen, um auch die Arbeit von Drennerinnen auch nochmal zu verbessern. Wie fern spielt dieses Frage stellen auch auf dem Platz für dich eine wichtige Rolle? Ja, schön, dass du es jetzt jetzt veransprichst, da wäre ich auch noch draufgekommen. Ich spiele Zubele zu, das finde ich. Ich finde es natürlich nicht nur so, im Einzelgespräch ein wichtiges Tool oder auch eine Videoanalyse oder wie auch immer ein wichtiges Tool, sondern auch auf dem Platz, wenn es wirklich um die Findung von Lösungen geht. Und ich glaube auch das Thema "Learn" - "induktives Lernen" und so weiter. Das ist schon immer populärer geworden. Und man weiß auch, dass das Leute viel mehr daraus mitnehmen, Spieler-Spielerin viel mehr daraus mitnehmen, wenn sie selber die Lösung finden. Und da ist natürlich auch im Profisport immer so ein bisschen der Zwiespalt. Das muss alles schnell gehen. Das heißt, ich habe nicht immer dieses "Tray and Arrow" Prinzip. Ich kann nicht immer darauf warten, bis sie selber auf die Lösung kommen, sondern ich muss auch mal was vorgeben, wenn man aber die Zeit und die Möglichkeit hat, das ist sicherlich deutlich effektiver nachzufragen. Und auch da muss ich aber vorher einen Vertrauensrahmen geschaffen haben, dass sich Spieler trauen auch ihre Ideen und ihre Lösungsansätze, etc. in der Runde zu äußern. Weil auch hier jetzt in meinen Anfangszeiten, man steht dann in der Analyse und fragt sich, "Hey, was könnten wir denn anders machen? Was ist ein eurer Idee dazu?" Und es kommt einfach nichts, weil jeder irgendwie Angst hat, was falsch ist, zu sagen, blöd dazu stehen und so weiter. Und auch hier kommen wir natürlich wieder auf dieses Thema Kommunikation, zuhören, Vertrauensrahmen schaffen, dass sie auch in genau solchen Situationen dann sagen, "Hey, ich sag's jetzt einfach, weil passieren kann mir im Endeffekt eh nicht viel, sondern meine Meinung zählt und will gehört werden." Würdest du da dich als Trainerin als die verantwortliche dafür sehen, diese Kultur, diesen Rahmen zu schaffen oder ist es? Auch ein Stück weit einfach auch von den Persönlichkeitstypen, abhängig die dann warum sitzen. Also erst mal sehe ich mich maximal in der Verantwortung dafür, weil ich das steuern kann, vor allem in die Richtung, dass ich es abbüge. Also ich kann natürlich einen geschlossenen Rahmen, kann ich sehr, sehr einfach herstellen. Ein offenen Rahmen, bedingt natürlich auch, dass ich ein bisschen die Persönlichkeiten in der Mannschaft habe. Aber auch, dass die anderen sich dahin entwickeln, zu sagen, "Okay, ich sag jetzt auch mal was oder dass diese Persönlichkeiten, die ich habe, die vielleicht schon relativ gut darin sind oder sehr selbstbewusst sind, sich auch mal in gewisser Weise zurückzunehmen und zu sagen, lass die anderen jetzt auch mal was sagen oder man kann sich auch die Spielerin dann mal bewusst rauspingen, sagen, "Hey, ich finde es cool, dass du immer so viel sagst und ich schätze das, ich weiß, dass du dich auskennst, aber lass doch den anderen auch mal die Chance sich zu äußern." Und ich glaube, dass man deshalb als Trainer, als Trainerin, maximal dafür verantwortlich ist, was es für einen Rahmen am Ende des Tages ist. Ich glaube, es geht immer um Persönlichkeitsentwicklung, dann um Teamentwicklung, um dann gemeinsam auch erfolgreich zu sein und in der Persönlichkeitsentwicklung natürlich auch darum, sich selber zu entwickeln, die Stärken zu stärken, potenziale herauszufildern, um dann auch voranzukommen. Ihr habt über Fragen gesprochen und dann hast du das Wort zuhören, aber auch gesagt, ich glaube, dass das extrem wichtig ist. Natürlich geht es darum, wie stelle ich Fragen, wie bring ich das gegenüber dazu, auch Wege zu finden, dann zum Ziel zu kommen. Aber die Frage ist immer, habe ich selber das Ziel schon im Kopf und könnte es eigentlich sagen, "Warte aber darauf oder entwickelt sich das zusammen?" Oder "Wie höre ich dazu?" Würdest du sagen, du bist eine gute Zuhörerin? Ich habe das gelernt. Ich war das nicht immer, würde ich sagen, weil es eben auch sehr, sehr schwer fällt, wenn man ziemlich vorgefertigt, das Meinungsbild zu einem gewissen Thema einfach hat, dann will man ja genau darauf eigentlich auch hinaus. Und das kann natürlich immer passieren, wenn man das gemeinsam entwickelt, dass nicht eins zu eins diese Lösung rauskommt, sondern dass es vielleicht eine Lösung ist, die im ein oder anderen Bereich ein bisschen anders ist. Und dann muss man auf der einen Seite einfach "a" das zulassen die aber auch das Selbstbewusstsein haben zu sagen, "OK, es ist nicht schlimm, wenn nicht eins zu eins das rauskommt, was ich mir vielleicht vorgenommen habe." Und deshalb ist das meine ich auch, was ein Stück weit mit Selbstverständnis und Selbstbewusstsein auch kommt, das man zulassen kann, dass Dinge vielleicht nicht eins zu eins zu rauskommen, wie ich mir das gewünscht habe, dass der Maßstab, den ich setze, sich ein Stück weit auch verändern kann, wenn ich einen Weg gehe, wo andere mit sprechen dürfen, das glaube ich völlig normal ist, aber diesen Weg abzulehnen, glaube ich, hat oft auch was mit nicht so selbstsicherheit oder so zu tun. Transportive das Ganze mal auf dem Platz, wo wir uns alle am Wohlzufüllen, im Endeffekt ist es ja genau, dass auch den Freiraum zu geben, Kreativität möglich zu machen, dass auch Lösungen gefunden werden, an die wir vielleicht gar nicht gedacht haben. Ich hatte die Tage, die Möglichkeit, dich ein bisschen auf dem Platz mal zu beobachten, es ist natürlich so, dass du auch mal eben die rechten Coaching bist und auf die Spielerin eingehst, aber du gehst auch ab und zu mal ein bisschen raus und schaust dir das. Das ist ein sehr wichtiges Geschäft. Es lässt auch dein Trainer-Team-Mal aktiv, die Spielübungsform durchführen und beobacht es nur. Wie wichtig ist dir das auch? Und warum bist du manchmal auch ein bisschen außen vor als mitten drin? Mir ist das sehr wichtig. Also es hat jetzt zwei Punkte finde ich, dass die anderen aktiv werden. Das haben wir vorhin schon so ein bisschen als Team ergab. Das ist mir aufgrund dessen wichtig, dass sie einfach auch Einfluss nehmen können, die D-Transportiert, dass man gemeinsam an der Mannschaft arbeitet, dass Erfolge einem gemeinsam gehören, genauso aber wie Niederlagen einem auch gemeinsam gehören. Man fühlt sich viel mehr mitverantwortlich, wenn man auch eine gewisse Verantwortung bekommt auf dem Platz. Und deshalb ist mir das wichtig, dass das nicht nur ich bin, die auf dem Platz, das heft in der Hand hat, sondern auch die anderen. Da habe ich auch vollstes Vertrauen in meinen Trainer-Team, dass sie das so umsetzen, dass es zur Friedenheit aller ist und dass es zur Weiterentwicklung der Mannschaft führt. Und auf der anderen Seite finde ich dieses Thema zuhören, beobachten, mal Dinge auf sich wirken lassen. Und sich ganz bewusst rauszunehmen, dass er öffnet schon nochmal neue Möglichkeiten, um zu sehen, "Okay, welche Themen wiederholen sich, welche Themen wiederholen sich auch bei einzelnen Spielern, was man vielleicht gar nicht so mitbekommt, wenn man aktiv im Geschehen drin ist." Und dann entweder zu sagen, wenn ich intervenier, dann unterstreichig das unbedingt, was ich habe und ich rede nicht schon die ganze Zeit, sondern dieser eine Punkt, da ich rein, das ist entscheidend. Ich glaube, das verändert die Gewichtung von dem, was man sagt, auf der einen Seite und auf der anderen Seite, habe ich einfach auch die Chance, wirken zu lassen. Und zu sehen, "Okay, funktioniert das alles so, wie wir uns das vorstellen, wo sind noch Probleme, wo läuft schon ganz gut und das dann hinterher zusammenfassend für eine weitere Spielform oder für ein weiteres Coaching, dann mit reinzunehmen." Bleiben wir auf dem Platz, zum Beispiel, so ein bisschen noch über Trainingsziele, wenn wir bei Spielerorientierung sind und beim Thema Individualisierung, ich will mal zum individualisierten Training gehen, auch. Das heißt, wir sind auf dem Platz, wir wollen Spielerinnen entwickeln. Wie schafft ihr das vielleicht auch als Trainer-Team, genau an den Feinheiten dann auch zu sehen, und nicht zu sagen, als Mannschaft wollen wir das und das uns jetzt anschauen, sondern ich kann auch auf dem Platz auf die Spielerinnen direkt eingehen. Ja, also "Menpower" ist sicherlich ein Thema, dass man sich im Vorwäh geklappt, "Okay, in der Spielform oder Übungsform oder wie auch immer, hat der eine den Hut auf, der andere assistiert im Coaching-Team oder im Sparring-Team und der dritte zum Beispiel, der guckt sich einfach nur an, was machen unsere Flügel-Spielerin. Also, dass man dort schon natürlich position-spezifisch aufteilt oder auch Spieler-spezifisch, wenn er in der Videoanalyse was auffällt, sagt, "Hey, der erste Kontakt ist immer zu nah am Körper, gehen wir im Training, guckst du immer an, funktioniert das und gerein, wenn es dir auffällt." Also, das ist sicherlich ein großer Punkt, während der Spiel- und Übungsform wirklich aktiv reinzukotchen, weil es da eben auch am besten, glaube ich, bei der Spielerinnen oder beim Spieler ankommt, wenn man direkt auch wieder das Feedback bekommt aus der Form, wenn man es anders macht, dann funktioniert es vielleicht auf einmal, was da vor nicht funktioniert hat. Und auf der anderen Seite versuchen wir natürlich, im Nachgang zu Trainings oder auch, wir haben immer eine komplett individualisierte Einheit für alle in der Woche, stärken Schwächen-Training, Position-spezifisches Training immer wieder mit einfließen zu lassen. Anseher, es ist ein bisschen wie bei uns. Ich muss für mich auch etwas an dich gewöhnen. Der Reser du hast halt, als er mit sehr vielen Leuten zu tun. Sehr viele Menschen hier, um dich herum, sehr viele Spielerin. Und du hast natürlich den Anspruch, allen gerecht zu werden oder dass es unser aller Anspruch, wir wissen alle, dass das extrem schwierig ist. Und wer auch gehört, ganz unterschiedlichste Konstellation im Trainer-Team, dass sich ein Kurt-Räner mit der Offensive beschäftigt, eine mit der Defensive. Ganz unterschiedlich. Das viele ja auch viele Spieler beim Füße auch mal vorstellig werden. Dass da Dinge rauskommen, die dann wieder rum an dich rangetragen werden. Wie ist das bei dir? Oder habt ihr da eine Einteilung, um jeder Spielerin auch die Möglichkeit zu geben, sich an den oder diejenige zu wenden, wo vielleicht auch funktioniert? Ja, wir haben natürlich schon ein Stück weit Spezialisten. Also einer ist dann zuständig für die Standards. Einer ist sehr in diesem Thema gerade erst der Ballkontakt, etc. wirklich sehr tief drin. Aber grundsätzlich, glaube ich, es ist eher eine Charakterfrage an wenig. Wenn es gibt Personen mit deren Art und Weise, kann ich einfach besser. Da habe ich es Gefühl, die können mir Dinge besser vermitteln als andere. Und deshalb ist es für mich weniger das Thema, wer ist Experte in der Offensive oder in der Defensive? Weil da habe ich den Anspruch, dass alle auf einem sehr guten Niveau auch können. Sondern es geht eher darum, wer fühlt sich bei wem wohl? Wer kann mit wem in der Videoanalyse sitzen und die sprechen die gleiche Sprache? Und dadurch hat man natürlich ein ganz anderes, ganz anderen Zugang zueinander. Oder auch wer kann mir das auf dem Platz am besten vermitteln? Oder worüber habe ich mal mit einem gesprochen? Jetzt hatte ich die Szene im Spiel. Dann gehe ich eher wieder zu der Person, auch wenn vielleicht der andere, der vermeintliche Experte ist. Das ist für mich viel, viel entscheidender als zu sagen, ich habe einen Ansprechpartner für alles. Weil so viele Staff mit Lida haben wir dann schlussendlich auch nicht. Dass wir alles abdecken könnten. Und deshalb habe ich, wie gesagt, den Anspruch, dass alle im Trainer-Team wirklich gut informiert sind, was alle Spielphasen angehen, genau von unserer Idee bescheid wissen. Und als Spielerin kann ich mir aussuchen, zu wem habe ich dann vielleicht den besten Zugang? Ich möchte davon noch mal ein Stück weit weggehen. Und zwar noch mal mehr ans Spiel aufs Spiel schauen. Wir hatten ja vorher schon gesagt, du hast ja echt schon einiges erlebt auch in deiner noch junger Trainerin-Karriere. Du hast auch unterschiedliche Personen kennengelernt mit unterschiedlichen Trainern zusammengearbeitet. Was würdest du heute über deine Spielpfide-Sofi sagen? Inwiefern sagst du, du weißt ganz genau, wie deine Art von Fußball aussehen soll? Ich glaube, das ist was, was über die Jahre immer konkreter wird ehrlich gesagt. Man hat am Anfang natürlich extrem viele Einflüsse von allen Seiten. Man ist auch als Code-Trainerin natürlich in der völlig anderen Rolle. Da trägt man eher die Philosophie des Chefs mit, auch wenn man natürlich ein Stück weit auch selber mithrein beteiligt ist. Aber es ist nicht so unbedingt der komplett eigenes Deal. Und mit jedem Jahr, was man, glaube ich, dann als Chef-Trainerin, dann verbringt oder als Chef-Trainer wird man sich immer klarer, was in eigentlich meine Lösungsmöglichkeiten nichtsdestotrotz ist es für mich wichtig, das ist ein Stück weit auch der Mannschaft anzupassen. Was habe ich überhaupt für Spielerinnen zur Verfügung? Was habe ich für Spieler-Typen auch zur Verfügung? Weil ich finde auch, man kann nicht jedes System und jede Idee auf die Mannschaft drauf drücken, die man da hat. Und entweder sagt man dann, man ist ein Verein, man scoutet genau nach der Idee des Trainers. Das ist jetzt beim SZ-Freibeurig nicht zu 100 Prozent so der Fall, sondern es gibt natürlich auch finanziell begrenzte Möglichkeiten. Man guckt, okay, was sind Spieler, die bei uns schon gut ins Profil passen. Aber das ist nicht immer unbedingt nur das Profil-Spiel-Philosophie. Und deshalb geht es natürlich darum, zwar eine ganz klare Idee zu haben, wie man Fußball spielen möchte. Aber auch immer wieder, nur, was davon anzupassen, je nach Personal, was mit zur Verfügung steht. Und wenn wir jetzt so eine freihe Wiese vor uns hätten, wie wir sie ja gerade auch haben hier im Stadion, was für eine Art von Fußball würde Theresa Merk da am liebsten spielen? Für mich ist es schon so, dass ich sage, ich habe gerne viel Kontrolle über das Spiel und Kontrolle passiert bei mir schon über Ball besitzt. Also ich möchte Spielerinnen haben, die aktiv sind, die immer angebot den Ballen ehemachen, die auch immer egal in welche Situation irgendwo den Ball haben wollen und sich damit wohlfühlen und sicherlich auf die Ballen zu spielen. Und sich ja fühlen, dass wir eine intensive Spielweise an den Tag legen, dass wir mutig sind. Das sind so die Schlagworte, die ich gerne damit verbinden würde. Das steht für mich irgendwie auch ganz eng mit den Worten in Verbindung, die du vorher schon gesagt hast, du hast immer wieder von Stärken gesprochen. Diese Stärkenperspektive, die wir auch hatten, wir immer wieder in unseren Folgen. Wie genau äußert sich die in der Praxis in deinem Umgang mit deinem Spielerinnen aber auch im Staff? Hast du da vielleicht ein Beispiel noch für uns parat? Also für mich ist es wichtig, dass Spielerin für sich eine gewisse Waffe entwickeln. Irgendwas, was sie besonders macht, was sie abhebt, weil ich glaube, das hat sich jetzt auch in den vergangenen Analysen zu großzuneeren, etc. Immer wieder ergeben, dass einfach als Lösung rauskam. Es ist nicht die Mannschaft, die besonders bald sich erspielt. Es ist nicht die Mannschaft, die besonders gut verteidigt, sondern ganz viel wird einfach über Individualisten am Ende entschieden. Und deshalb geht es für mich darum, die Mädels genau in dem, was sie vielleicht an Anlagen und Ansätzen mitbringen, besser zu machen, dass wir uns mehr darauf fokussieren. Das andere muss natürlich alles auch auf ein solides Niveau gehoben werden. Das ist vollkommen klar, aber für mich ist viel wichtiger, dass wir die Dinge, die sie besonders gut können, in den Fokus rücken, in den Vordergrund drücken. Grundrücken, weil das am Ende auch das ist, was für uns.
dass ein Spiel entscheiden kann, meiner Meinung nach. Das ist ja auch was, was ein Unternehmenskontext sogar schon untersucht wurde. Dass Menschen auf die eben stärkenorientiertes geschaut wurde, die auch stärken orientiert geführt wurden, entwickelt wurden, deutlich länger im Unternehmen waren, deutlich effizienter und effektiver waren. Und ich bin mir sicher, dass man das auch, diese Erkenntnisse auch auf den Sport übertragen kann. Ansone vielleicht, wo wir gerade über den Bereich sprechen, spieler Orientierung, Dialogfähigkeit in deiner Studie. Wie haben das denn die Trainer und die Sportdirektum bewertet? Tatsächlich war das eine recht langweilige Antwort, die er gegeben wurde. Sie bordeten dieses Feld relativ neutral ein, wieder als jetzt unfassbare Stärke, noch als Schwäche. Wir hatten hier Gewichte zwischen stärken, neutral und eben verbessernspotenzialer. Und hier waren sie sich beide neutral einig. Ich bin schon auch der Meinung, dass die Dialogfähigkeit von außen echt schwer zu bewerten ist. Denn Dialogie, wie wir heute auch schon gesagt haben, finden häufig eben dann auch in geschlossenen Raum irgendwo statt zu zweit ohne Beobachter. Und da entwickelt sich dann entweder eine zwischenmenschliche, beziehungene, belastbare Beziehung oder nicht. Und vielleicht ist diese dann beobachtbar und irgendwo bewertbar, aber nicht das bloßengespräch. Deswegen kann man das vielleicht auch noch einschränken, bzw. noch näher erläutern. Also von einzelnen vielleicht auch in der Situation, ganz kurz Theresa ist die denn im Kopf ein Dialog geblieben, der völlig in die Hose gegangen ist, wo du sagst, das hat mal überhaupt nicht geklappt. Por, das ist eine schwierige Frage, jetzt aus dem Stehgreif. Ich glaube, es gibt immer wieder Dialoge, wo man definitiv nicht auf gewünscht der Ergebnis kommt oder auch nicht mit einem Konsens den Raum verlässt. Aber das jetzt mal so was sogar nicht. Vielleicht mit 15, mit meiner Mutter immer wieder haben. Ansonsten wird mir ja Ad hoc nichts einfallen. Okay. Ich habe dich unterbrochen. Du wolltest auf Anselm antworten. Ja, ich glaube, dass man gerade als Sportdirektor, als Cheftrainerin, so viele Gespräche führt. Jeden Tag, mit unterschiedlichsten Personen, dass man vielleicht gar nicht mehr so explizit darauf achtet, wie diese Gespräche ablaufen. Oder vielleicht auch ein bisschen abstumpft, was die Bewertung dieser Gespräche irgendwie angeht. Und für sich sagt ja, das ist halt, was das gehört sowieso dazu. Das muss ich eh machen jeden Tag und will ich das nicht kann, dann ist es sowieso zum Scheit anverurteilt. Deshalb könnte ich mir vorstellen, dass das von der Gewichtung gar nicht mehr so stark rauskommt, weil man das wie voraussetzt. Absolut. Und gleichzeitig glaube ich, dass es total erlernenbar ist, bessere Gespräche zu führen. Auch wenn man es vielleicht jetzt nicht aus dem Stehgreif gut kann, es ist einfach möglich durch gewisse Techniken, durch Training, so wie man andere Dinge auch trainieren kann, auch die eigene Gesprächstechnik zu verbessern. Es geht um Quantität und dann um Qualität. Du hast unheimlich viele Gespräche. Ich glaube, wenn man sich selbst reflektiert und auch sagt, der Tag lief heute so, die Woche lief so. Das hat gepasst oder nicht. Dann greetsch irgendwer dazwischen, dem will ich auch noch gerecht werden. Das Gespräch führe ich. Aber wie du es gerade gesagt hast, dann bin ich vielleicht mal nicht ganz dabei. Eigentlich hast du aber den Anspruch dabei zu sein, dann ist es natürlich schade. Und dann sich so zu hinterfragen und vielleicht dazu überlegen, welche Gespräche muss ich führen, welche kann ich denn auch führen und welche Gespräche schiebe ich vielleicht auch ein bisschen weg, um mich auf andere Dinge zu fokussieren, weil du ja noch ein paar andere Aufgaben als Cheftrainerin hast. Ich denke, dass vielen Menschen so ein Dialog von Haus aus einfach fällt. Und es gibt andere, wie ich es gerade gesagt habe, die muss vielleicht im Lauf der Karriere der Zeit das einfach verbessern. Durch gewisse Methoden, um anders auf Menschen einigen zu können. Und am Ende ist es ja nicht nur die Dialogfähigkeit, die Menschen ausmacht, sondern das ganze, die ganze Mischung der Fähigkeiten, die ein Mensch hat. Und dann ist es auch überhaupt nicht schlimm, wenn mal ein Gespräch zum Beispiel in die Hose geht, weil man vielleicht gerade doch mal abwesend war, dass es ja nur menschlich. Dann wir wissen ja auch, auch eine gewisse Verletzlichkeit dann auch mal zuzugeben zu sagen, "Oh sorry, ich war gerade überhaupt nicht dabei." Ist damit sicher auch sympathisch und einfach auch nur ehrlich. Und das macht dann nicht gleich eine Beziehung zwischen zwei Menschen kaputt. Ja, und vielleicht nicht nur da, sondern auch im Trainer-Team. Also sich starke Persönlichkeiten neben sich zu holen, die vielleicht breicher abdecken, indem ich selber nicht ganz so stark bin und dann wiederum diesen ganzen Kompetenz-Adlers, den du er angesprochen hast, irgendwo auch gerecht zu werden zu erfüllen und das große Ganze das Team zu managen. Würdest du sagen, hast du dir ganz bewusst auch, Menschen an deine Seite geholt hier im Verein, weil du sagst, okay, die ergänzen mich in bestimmter Art und Weise, dass das große Ganze besser ist. Ich würde jetzt sagen im Nachgang, ja, es war mir in dem Moment aber gar nicht so sehr bewusst, weil ich jetzt niemanden irgendwie mitgebracht hatte hierhin, weil das einfach auch, ja, nach wie vor schon ein finanzielles Thema auch ist im Frauenfußball, dass nicht jeder immer sein Staff-Team überall irgendwie mit hinbringen kann, sondern es gibt dann Leute, die sind einfach schon da im Verein. Und ich muss wirklich sagen, wir haben sehr heterogenes Trainer-Team, was aber trotzdem auf einem menschlichen Ebene super miteinander funktioniert. Und das ist eigentlich auch so ein bisschen meine Wunschvorstellung, wie ins Staff-Team zusammengesetzt ist, weil wie du eben gesagt hast, es werden ganz viele Bereiche, sowohl auf der menschlichen, als auch auf der fachlichen Seite abgedeckt, ohne dass man jetzt extrem viel dafür tun muss, sondern weil es die Persönlichkeiten einfach schon dementsprechend abbilden. Und deshalb würde ich sagen, haben wir es hier wirklich gut getroffen, ohne dass wir es ganz explizit so zusammensetzen wollten. Hier kann man arbeiten in Freiburg. Ich komme mal vorbei. Ja, aber du bedenkt gerne. Bleib hier. Bleib doch einfach hier. Die Reiser, wir enden, steht hier mit einer eigentlich schon zusammenfassenden Frage. Was sind denn deine drei Tipps, deine takeaways für die Trainer und Trainerin, um sich beim Kompetenzbereich Dialogfähigkeit, Spielerorientierung gut aufzustellen? Also für mich wirklich der übergeordnete Punkt und das hatten wir ganz am Anfang schon ist das Thema, sich auf Augenhöhe zu begegnen, für sich zu sagen. Ich habe nicht nur eine Machtposition inne oder sich bewusst zu sein, man hat eine Machtposition inne, aber die auch ganz, ganz bewusst zu verlassen und zu sagen, okay, ich bin interessiert an dem, was zu sagen, ich will deine Meinung hören. Das ist für mich so, dass das allererste der zweite Punkt ist sicherlich das zuhören, auch dann wirklich dem Gewicht beizumessen, was die Person mir sagt, was sie mir sagen möchte, vielleicht auch versuchen zwischen den Zeilen immer mal wieder Dinge mitzunehmen, weil ich glaube, das gerade in so einem Machtverhältnis, Spieler, Spielerinnen, Trainer, Trainerinnen nicht alles gesagt wird, aber ich glaube schon, dass man aus vielen Aussagen Dinge herausholen kann und dann für mich so der 3. Punkt ist wirklich sich selber immer wieder zu reflektieren, sich zu hinterfragen, okay, was sind auch meine Stärken, was sind meine Schwächen, weil wenn man sich in diesen Sachen irgendwo selbst sich und selbstbewusst zeigt, dann kann man sich auch gut auf einen Dialog einlassen und auch vielleicht eine gewisse Veränderungsfähigkeit auch mit sich bringen und das wären so meine 3 Aspekte, die ich gern mitgeben würde. Ansehren, wenn du unser Gespräch reflektierst, hast du dann noch was zu ergänzen? Es war wie immer ein richtig schönes Gespräch super kurzweilig, hat sehr, sehr viel Spaß gemacht und ich würde gerne noch ergänzen, dass ich tatsächlich glaube, dass bei den Fragen ein extremes Potenzial ist und das kann man ganz einfach ausprobieren, wenn man einfach mal versucht, in den nächsten Gesprächen, die man führt auf geschlossene Fragen zu verzichten und nur offene Fragen zu stellen, erstellt, dann wird man feststellen, wie anspruchsvoll das ist. Gleichzeitig wird man aber feststellen, wie viel besser die Gesprächsqualität dadurch ist und das würde ich gerne sozusagen als Hausaufgabe mit nach draußen geben für diejenigen, die uns anhören. Vielen Dank, die Hausaufgabe nehme ich. Zumindest der Therese, die auch vor allen vielen Dank euch beiden für das informative spannende Gespräch und die weiterhin viel Erfolg. Ich glaube, ich habe das Gefühl, du bist hier ganz gut aufgehoben im Moment als Entwicklerin viel erfolgt dabei, die Spielerin voranzubringen, natürlich auch in der Liga und Anselm. Wir hören uns wieder. So ist es, danke euch. Danke. Eine Podcast-Serie der DFB Academy. [Musik]
Podcast Summary
Key Points:
Authentizität wird als wichtigste Eigenschaft einer guten Trainerin oder eines guten Trainers betont.
Dialogfähigkeit umfasst Kommunikation, Zuhören, Empathie, Anpassungsfähigkeit und Konfliktlösung.
Spielerorientierung bedeutet, individuell auf Spielerinnen einzugehen, statt alle gleich zu behandeln.
Begegnung auf Augenhöhe ist zentral, um echte Dialoge zu ermöglichen und Machtverhältnisse zu überwinden.
Führungsspielerinnen brauchen mehr Austausch, da sie die Mannschaftsmeinung vertreten.
Spontane Gespräche sowie systematische Notizen und digitale Akten helfen, individuelle Entwicklung zu verfolgen.
Bei persönlichen oder psychologischen Themen werden Ressourcen wie Sportpsychologen eingebunden.
Externe Einschätzungen bestätigen Theresas klare Kommunikation und ihre Stärke im Umgang mit Spielerinnen.
Summary:
In dieser Podcast-Folge der DFB-Akademie sprechen die Gastgeber mit Theresa Merck, Cheftrainerin der SC-Freiburg-Frauen, über den Kompetenzbereich Dialogfähigkeit und Spielerorientierung. Theresa betont, dass Authentizität die grundlegende Eigenschaft einer guten Trainerin sei, wobei jede Trainerin ihren eigenen Stil finden müsse. Dialogfähigkeit wird als komplexe sozial-kommunikative Kompetenz beschrieben, die Zuhören, Empathie, Anpassungsfähigkeit und Konfliktlösung umfasst.
Spielerorientierung bedeutet, individuell auf jede Spielerin einzugehen und nicht alle gleich zu behandeln – ein Ansatz, der durch den Spruch „Um allen gerecht zu werden, muss ich jeden unterschiedlich behandeln“ veranschaulicht wird. Zentral ist für Theresa die Begegnung auf Augenhöhe, um Machtverhältnisse zu überwinden und Spielerinnen zu ermutigen, ihre Meinung zu äußern. Sie schafft Räume für Dialoge, sowohl spontan als auch geplant, und dokumentiert Gespräche in Notizen und digitalen Akten, um den Überblick zu behalten.
Führungsspielerinnen erhalten mehr Austausch, da sie die Mannschaftsmeinung vertreten. Bei persönlichen oder psychologischen Themen erkennt sie ihre Grenzen und bindet Ressourcen wie Sportpsychologen ein. Externe Rückmeldungen, etwa von Stefan Leich, bestätigen ihre klare Kommunikation und ihren guten Umgang mit Spielerinnen.
Insgesamt zeigt sich, dass Dialogfähigkeit und Spielerorientierung elementar sind, um individuelle Entwicklung zu fördern und gemeinsame Entscheidungen mit Überzeugung umzusetzen.
FAQs
Für Theresa Merck steht Authentizität an oberster Stelle. Ein guter Trainer sollte sich selbst treu bleiben und seine Werte nach außen vertreten, anstatt eine Rolle zu spielen.
Dialogfähigkeit umfasst die Kommunikation zwischen zwei Menschen, einschließlich Zuhören, Empathie, Anpassungsfähigkeit und Konfliktlösungsfähigkeit. Sie ist entscheidend, um Beziehungen zu Spielerinnen und Spielern aufzubauen.
Spielerorientierung bedeutet, individuell auf jede Spielerin und jeden Spieler einzugehen, statt alle gleich zu behandeln. Es geht darum, für jede Person das bereitzustellen, was sie für ihre persönliche Entwicklung braucht.
Sie betont, dass es wichtig ist, Spielerinnen einen Raum zu bieten, in dem sie sich wohlfühlen und ihre Meinung äußern können. Sie kommuniziert dies aktiv und hört aufmerksam zu, um die Werte und Themen der Spielerinnen zu verstehen.
Sie räumt Führungsspielerinnen mehr Zeit ein, da sie nicht nur ihre eigene Meinung vertreten, sondern auch die der Mannschaft. Sie tauscht sich häufiger mit ihnen aus, da sie als verlängerter Arm auf dem Platz fungieren.
Viele Gespräche ergeben sich spontan, aber sie macht sich Notizen, um Themen und Gesprächspartnerinnen festzuhalten. Diese Notizen werden digital in einer Aktenmappe pro Spielerin übertragen, um Folgegespräche zu erleichtern.
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