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Talentrocket-Gründerin Oehl: Warum sich Arbeitgeber bei Bewerbern bewerben müssen – und nicht umgekehrt

from Handelsblatt Disrupt - Der Podcast über die Zukunft der Wirtschaft

48m 5s

Talentrocket-Gründerin Oehl: Warum sich Arbeitgeber bei Bewerbern bewerben müssen – und nicht umgekehrt

Die Podcastinterview mit Magdalena Öl beleuchtet die Herausforderungen des Fachkräftemangels und die Veränderungen im Arbeitsmarkt. Mit der Plattform Talent Rocket wird ein neues Modell entwickelt, bei dem Unternehmen sich an Bewerber richten, anstatt umgekehrt. Dieses Modell beruht auf transparenz, Flexibilität und klaren Kommunikationsstrukturen, insbesondere in Bereichen wie IT, Medizin und Rechtsberatung. Ein zentrales Problem ist die fehlende Transparenz bei Unternehmen, die häufig nicht klären, was sie anbieten, was in der Praxis mit der Arbeit verbunden ist und wie die Arbeitsbedingungen aussehen. Die Interviewpartnerin betont, dass Unternehmen, insbesondere konservative Branchen, ihre Kommunikationsstrategie im Bewerbungsprozess grundlegend überdenken müssen – sie sollten nicht nur Fragen stellen, sondern auch auf die Bedürfnisse der Bewerber reagieren. Ein weiterer Aspekt ist die Unterrepräsentanz weiblicher Gründer, die durch strukturelle Nachteile bei Kapitalvergabe und fehlende Vorbilder beeinträchtigt wird. Talent Rocket ist von Anfang an auf eine breite Branchenverbreitung ausgerichtet und hat sich erfolgreich von der Juristenausrichtung auf medizinische Fachkräfte und IT ausgeweitet. Die Zukunft des Arbeitsmarktes wird dadurch geprägt, dass Flexibilität, Transparenz und gemeinsam entwickelte, messbare Modelle im Zentrum stehen. Diese Entwicklung wird durch eine zunehmende Nachfrage nach Remote-Arbeit und flexiblen Arbeitsmodellen gefördert. Die Plattform gewinnt durch langfristige Kooperationen und hohe Kundenbindung an Bedeutung, was die Widerholbarkeit und Stabilität des Geschäftsmodells stärkt. Insbesondere wird betont, dass eine nachhaltige Zukunft auch durch partizipative, transparente und menschlich orientierte Unternehmen möglich ist.

Transcription

7954 Words, 50833 Characters

German
Man kann im Fachkräftemangel eigentlich nur begegnen, wenn auch Leute aus dem Ausland zu uns kommen, um hier zu arbeiten. Und da gab es in der Vergangenheit große Probleme, was die Anerkennung von Abschlüssen angeht. Es war vor allem in der IT-Relevant, weil in der IT gibt es ganz viele Quereinsteiger. Das heißt, es ist Leute, die nie Computers eins studiert haben und trotzdem fundierte Kenntnisse haben. Und hier geht es jetzt einfach darum, dass man trotzdem die Möglichkeit hat, auch wenn derjenige keinen relevanten Abschluss hat, dass man ihn trotzdem nach Deutschland bringen kann und er hier mit einem Tech-Wiesum arbeiten kann. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Handelsblattesrupt. Dem Podcast über neue Ideen, Desruption und die Zukunft der Wirtschaft in der digitalen Welt. Mein Name ist Sebastian Mathez und ich begrüße Sie ganz herzlich aus unserem Podcaststudio hier in Düsseldorf. Der Fachkräftemangel, der ist so groß wie nie zuvor. Und doch ist es erste Anfang. Wir sprechen heute mit einer Unternehmerin, die genau das Problem zum Thema ihres Lebens und ihres Unternehmens gemacht hat. Mit Magdalena Öl. Mit Talent Rocket baut sie eine Karriereplattform mit immer mehr Branchen auf, auf der sich nicht mehr Arbeitskräfte bei Unternehmen bewerben, sondern genau umgekehrt. Überhaupt glaubt sie, dass sich der Bewerbermarkt gerade fundamental ändert, und dass viele Unternehmen noch überhaupt nicht verstanden haben, was da auf sie zukommt. Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter. Bleiben Sie dran! Cybersecurity, KI und dann wollen auch noch alle Remote arbeiten. Wie soll ich mich dann auch noch darum kümmern? Müssen Sie doch nicht! Ah nee, und wer macht's dann? Wohll davon Business? Stimmt! Wir haben die passenden Services für jedes Unternehmen, von IT-Sicherheit über KI-Tools bis zum flexiblen Arbeitsplatz, alles aus einer Hand, zusammen für ihr Business. Wohll davon! Und damit direkt zu einem Gespräch mit Magdalena Öl, die jetzt in Münchenerreiche, hallo Magdalena. Hallo! Du bist ja Juristen, hast in einer Medienkanzlei gearbeitet und dann bist du gründerin geworden. So in meiner Beobachtung ist das ein eher seltener Weg. Ich kenne nicht wahnsinnig viele Juristen oder Juristen, die ein eigenes Unternehmen aufgebaut haben, die meisten entscheiden sich ja dann doch eher für eine Karriere in Unternehmen oder Kanzleien. Wie kam es dazu? Also tatsächlich ist ein Eindruck, glaube ich, genau richtig. Juristen sind nicht bekannt dafür, als Gründer vertreten zu sein, woran liegt das. Zum einen ist natürlich die Aufausbildung der Juristen sehr, sehr aufwendig, sehr, sehr langwierig. So das teilweise der Schritt davon weg, was völlig anderes auszuprobieren, natürlich schwerer fällt als bei, ich sag mal, etwas komprimierteren Studiengängen. Und wenn man schon dadurch so lange studiert hat, dann will man auch erstmal richtig Geld verdienen. Ja, genau, insbesondere die Examsvorbereitung gilt dir auch als sehr aufwendig und wenn man den Weg dadurch wirklich geschafft hat, dann steht auch häufig der Weg in die Großkanzlei frei, die ja mit großen Gehältern gleich am Anfang locken und da wirkt das Gründertum manchmal, der gegen gar nicht so attraktiv. Und was dann bei dir schief gelaufen? Ja, tatsächlich war es so, dass ich, als ich erst mal diese Kanzlei finden wollte nach meinem Studium, bei der ich gerne gearbeitet möchte, gemerkt habe, dass Kanzleien digital eigentlich überhaupt nicht vertreten sind. Und tatsächlich war es so, ich wollte ins Medienrecht und dadurch, dass es im Studium recht wenig Praxis bezugab, habe ich wirklich nach dem Examen angefangen, mich mal umzuschauen, wen gibt es da überhaupt bei, wie man könnte ich potenziell arbeiten. Und die Ergebnisse, die ich da über Google bekommen, waren relativ enttäuschen, weil viele Kanzleien hatten zu dem Zeitpunkt zwar eine Website, auf der Website waren aber keinerlei Informationen für potenzielle Bewerber. Das heißt der Mandant hat danach zwar verstanden, welche Rechtsbereiche, die jeweilige Kanzlei abfrühstückt, aber der Bewerber hat überhaupt nicht gesehen, was liefert mir dieser Arbeitgeber, was sind die Besonderheiten, warum könnte ich da arbeiten wollen. Und da hatte ich so das erste Mal den Eindruck, okay, das ist eigentlich ein total spannender Bereich, aber es ist noch nichts passiert. Und da kam mir so der erste Mal der Gedanke, dass es vielleicht ganz spannend wäre, da selbst was umzusetzen. Was war so der Moment, gab es so irgendwie den einfrusten Moment abends bei der Recherche im Internet? Ja, ich glaube der Höhepunkt war nach der Recherche im Internet, die nichts ergeben hat, dann am nächsten Tag der Gang zum Career Center, der Universität von dem auch davor noch niemand gehört hatte. Und dieses Career Center sollte darüber informieren, wo man den überall arbeiten könnte. Und tatsächlich war das Career Center ein Raum, man könnte es eher als Abstellkammer bezeichnen. Und was man da vorgefunden hat, waren volle Leitsortner, in denen tatsächlich Blätter drinlagen, die Informationen über Kanzleien in dem Fall beinhalten sollten. Und das war wann, ich schätze mal nicht 1979, wenn man dich so anschaut, eher 2012 oder? Genau, genau 2012. Und das war so der Moment, wo ich dachte, es kann nicht sein, dass eine Branche, die eigentlich als attraktiver Arbeitgeber gilt, sich so gar nicht im Internet präsentiert, gar nicht zeigt, was bieten wir, warum soll so zu uns kommen. Und hatte dann das große Glück, nachdem ich erst mal doch ganz kassisch in der Kanzahl gestartet bin, meine Mitgründerin kennenzulernen, die aus dem Bereich der Betriebswirtschaft kam. Und an der Internationale Uni studiert hatte. Und bei der das schon in dieser Branche viel, viel mehr professionalisiert war. Also das heißt, während des Studiums hatte man schon immer wieder Berührungspunkte mit potenziellen Arbeitgebern. Es gab Events, wo sich Arbeitgeber vorgestellt haben, bei dem man Arbeitgeber kennenlernen konnte. Und da sind wir recht schnell auf den Trichter gekommen. Es kann noch nicht sein, dass andere Branche das schon machen und die Juristen, dem ganzen so hinterherhängen. Und dann ist ja noch ein großer Schritt, dann doch das eigene Unternehmen aufzubauen. Was war so der Moment, als ihr dachte, okay, daraus machen wir jetzt ein Geschäftsmodell. Also tatsächlich sind dem relativ viel schlaflose Nächte vorher gegangen, indem wir einfach Research gemacht haben und erst mal ausfinden wollen, die D, die wir im Gefühl haben, ist da tatsächlich ja nie oder empfinden nur wir das als gute Idee. Und haben da wirklich mit allen Steckholdern gesprochen und haben recht schnell gemerkt, dass es für viele spannend wäre, vorab Informationen zu haben, was den Arbeitgeber ausmacht, was der Arbeitgeber ist, wofür derjenige steht, vielleicht auch mit Interviews schon kennenzulernen und so weiter. Haben wir uns dann natürlich ganz genau den angeschaut, was gibt es eigentlich schon am Markt, die Stellenbörse gab es dann natürlich auch schon. Aber die Stellenbörse hat eigentlich nicht das für uns beinhaltet, was wir wollten. Wir wollten nicht einfach nur einen kleinen Text vom Arbeitgeber formuliert, mit wenig Aussagekraft, sondern wir wollten wirklich eigentlich einen Schritt zurückgehen und zu sagen, okay, wenn du dich da bewirbst, wer ist das, wer steht da dahinter, was sind die Perks, die derjenige bietet und so weiter. Und sind dann recht schnell von der Überlegung gekommen, wir möchten keine Jobbörse gründen, sondern wir möchten tatsächlich eine Karriereplattform gründen, die Inhalte um diesen Bereich bietet, die Arbeitgeberinformationen beinhaltet. Und als wir gesehen haben, dass es das doch nicht gibt, sind wir dann recht schnell in die Umsetzung gegangen. Und die Welt hat sich ja seitdem auch dramatisch weiterentwickelt. Wir sprachen jetzt gerade über die Zeit rund ums Jahr 2012. Jetzt sind wir zehn Jahre weiter und sind ja in einer Welt, in der auf einmal die große Arbeiterlosigkeit existiert. Und das heißt, es sind Stellen quasi überall frei. Es gibt in fast allen Branchen große Mengen unbesetzter Jobs. Ich habe nochmal nachgeschaut, im ersten Quartal waren 1,74 Millionen Stellen in Deutschland unbesetzt. Das sind so viele, wie noch nie. Eigentlich sind wir jetzt in der Zeit, in der sich nicht mehr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei den Unternehmen bewerben, wie das wahrscheinlich noch so war in der Zeit, du auf die Idee gekommen bist. Sondern heute ist es ja eher so, dass sich die Unternehmen bei den jungen, qualifizierten Fachkräften, Arbeiterinnen, Arbeitern bewerben müssen. Wie hat das auch euer Geschäftsmodell eure Plattformen dann verändert? Also letztlich ist die Frage, die sich das Unternehmen jetzt stellen muss, wie gut bin ich selbst darin, mich bei meinen Bewerbern zu bewerben. Und das hat unsere Plattform sehr verändert, weil wir auf diese Bedürfnisse ganz stark eingehen mussten. Zum einen ist es so, dass der Bewerber, dadurch dass er sich die Position aussuchen kann, natürlich viel, viel passiver wird. Bei uns auf der Seite ist es aktuell so, dass 50% unserer Nutzer sich gar nicht mehr aktiv bewerben, sondern sich finden lassen. Also haben wir dann beispielsweise ein Tool entwickelt, das nennt sich bei uns ActiveSourcing, in dem das Talent wirklich die Möglichkeit hat, ein Profil zu hinterlegen, dass der Arbeitgeber anonymisiert anschauen kann und dann eine Anfrage stellen kann. Und nur wenn dem Bewerber das Unternehmen gefällt, gibt es eine Kontaktdaten freie und man kann sich kennenlernen. Also im Grunde, dass was wir von Jobportalen kennen, genau umgedreht ist. Ist das so der Trend? Ist das die Jobplattform der Zukunft, wird es in Zukunft so rum sein? Ich bin überzeugt, davon dass das so sein wird, es kann gar nicht mehr anders sein. Einfach, weil früher war ja der Weg, man hat eine Stelle geschaltet, hat dann abgewartet, hat dann Profile gesichtet und preil Wochen später kamen, dann die Bewerber im Idealfall noch mit einer Bewerbungsmappe und am Arm ins Büro und man hat sich einen davon ausgesucht. Genau, was heißt das für Unternehmen? Weil das was du beschreibst, hat ja in den Unternehmen selbst eine eigene Struktur als Spiegel. Wir haben auf der einen Seite die Bewerber, die sich bei den Unternehmen bewerben und da gibt es dann Personalabteilungen, die die ganzen Bewerbungen sortieren, vorsortieren, filtern und dann irgendwann irgendwie einen Aussuchen. Auch die Unternehmen und gerade die Personalabteilungen sind ja in einer Fundamental, anderen Situationen, du hast ja sehr viel Kontakt auch mit Unternehmen. Wie kommen die damit so klar? Also die befinden sich auf jeden Fall in einer Phase, in der sie vieles darüber noch lernen müssen. Das ist einfach ein, wie du schon gesagt hast. Oh Gott, klingt das diplomatisch. Also, es ist, die Lage ist schwierig und sie checken es momentn noch nicht, oder? Ja, mal zum ganz plastisches Beispiel. Dieses Active-Sourcing, das ich gerade beschrieben habe, wir kontaktieren regelmäßig Unternehmen, die das über uns so praktizieren und helfen ihnen dabei, diese Erstansprache korrekt zu machen. Das hört sich jetzt erst mal ganz banal an. Aber es ist für den Bewerber natürlich wahnsinnig wichtig. Was sind die ersten Nachricht, die von den potentiellen Arbeitgeber erhaltet, wie es die formuliert? Auf was gehe ich da ein und so weiter? Und da merken wir einfach, dass viele Unternehmen da noch eine letztliche Führung brauchen. Welche Fehler machen die so? Ja, viele, glaube ich, sind noch nicht komplett in diesem Denken drin, dass es jetzt auch darum geht, einen guten Eindruck beim Bewerber zu hinterlassen und nicht anders rum. Also es kommt häufig vor, dass sich immer noch darüber ischuffiert wird, wie jemand denn in einem ersten Gespräch nach Teilzeit fragen kann, nach Remote und so weiter. Häufig gerade bei so konservativen Branchen. Bisher sind ja unter anderem, also nicht nur bei Juristen tätig, aber Juristen. Da sind wir schon sehr, sehr lange, da haben wir die größten Erfahrungswerte. Da sind natürlich auch viele ältere Partner, die teilweise gar nicht verstehen, dass sich dieses anspruchsdenken komplett umgedreht hat. Früher war das Häufige im Bewerbungsprozessen so oder im Bewerbungsgesprächen, dass, ja, so eine klassische Interviewsituation war. Das Unternehmen fragt und der andere versucht, möglichst gut Antwort zu geben. Aber dass auch der Bewerber Fragen stellt und Ansprüche schon im ersten Gespräch gelten macht, dass es wirklich selten und darauf muss man auch eingehen und dafür muss man vor allem auch gute Antworten liefern. Es geht ja nicht nur darum, das zu akzeptieren, dass es so ist, sondern wenn jemand fragt, was bietet ihr an Teilzeit, was bietet ihr an wie Mode oder Homeoffice, dass man darauf vorbereitet ist und wirklich auch attraktive Arbeitsbedingungen schafft, um das Gegenüber zu überzeugen zu einem zu kommen. Was sind dann so deine Erfahrungen nach die wichtigsten Dinge, die man den begehrten Leistungssträgerin und Leistungssträgerin heute zu Tage bieten muss? Teilzeit hat es du genannt, ist das so wichtig oder was sind so die Top 3, Top 4, die man auf jeden Fall in einem Bewerber schreiben bei einem potentiellen Bewerber ernennen sollte? Teilzeit ist schon fast sehr speziell, ich würde sogar den Überbegriff wählen und zu sagen Flexibilität, also dass ich selbst entscheiden kann von wo, wann und wie ich arbeiten möchte, mit möglichst wenig Vorgabe wirklich darauf abzielen, dass ich das Bestmögliche auf diese Art aus mir rausholen kann. Das ist sicher ein Punkt, dann attraktives Umfeld, also attraktive Unternehmenskultur. Den meisten ist es nicht mehr egal, bei wem arbeite ich, sondern die möchten genauer wissen, wie hat sich das Unternehmen zum Beispiel auch zu Themen wie Diversität oder Nachhaltigkeit positioniert? Aber da kann ja jeder alles behaupten. Das tun manche auch, aber der Arbeitgeber bzw. der Bewerber schaut natürlich schon genauer dahinter, wenn man jetzt einfach nur jemanden mit irgendwelchen Floskellen in diese Position lockt, endet das wahrscheinlich unschön, weil derjenige recht schnell die Erkenntnis haben wird, dass da mehr versprochen wurde als gehalten wird und er dann letztlich sich nach was neuem umschauen wird. Was sind so die größten Fehler, die so ansonsten passieren strategisch bei Unternehmen? Ich glaube, dass auch Transparenz eine ganz, ganz große Rolle spielt, also häufig gerade in der Kanzlei Landschaft, was in der Vergangenheit so, da ist es immer noch so, dass sehr viel gearbeitet wird. Viele gehen davon aus, dass es eigentlich eher was ist, was man versucht zu umgehen, zu können nicht aktiv zu kommunizieren, weil das natürlich erst mal unattraktiv erscheinen. Aber ich glaube, es ist ganz wichtig, hier ein rüstmögliches Expectation Management zu erzählen, das heißt, wenn die Arbeitsbelastungen gewissen Phasen in den Unternehmen stark ist, dann ist es, glaube ich, richtig in einem Vorstellungsgespräch darüber zu sprechen, weil dann weiß derjenige auf was er sich einlässt. Und eventuell kann das ja trotzdem Sinn machen, weil das ein extrem spannender Bereich ist, weil das ein toller Karriere Schritt sein kann und so weiter. Aber diese Transparenz wird eine sehr, sehr große Rolle spielen. Das ist nochmal ein bisschen über Talent Rocket selbst sprechen, damit man sich ein bisschen vorstellen kann. Wie viele Mitarbeiter habt ihr? Wir sind 50 Mitarbeiter. Und umsatzmäßig, was für ne Größenordnung seid ihr mittlerweile? Also umsatzmäßig, die Umsatzzahl kommunizieren wir nicht nach außen, was ich aber sagen kann, dass wir seit 2020 profitabel sind und sehr, sehr, sehr gutes Wachstum hingelegt haben. Und was sind so die Ziele, seid ihr so das bessere Stepstone? Das bessere Stepstone möchte ich nicht sagen, denn Stepstone zielt natürlich auf einen sehr generallistischen Ansatz ab. Ich glaube aber, dass es für bestimmte Berufsgruppen sehr wichtig ist, sich in einem Umfeld zu befinden, dass komplett auf sie zugeschnitten ist. Was heißt das konkret? Wir haben mit Juristen gestartet und haben dann recht schnellerkannt, dass dieses System, das wir da aufgebaut haben, nämlich die Kombination aus, aber Geberprofil, Interviews, Stellenanzeigen, weiteren Informationen, dass das ein sehr attraktives Paket ist, dass auch für andere Branchen relevant sein kann. Wir haben uns deswegen IT seitlich von Beginn so aufgestellt, dass wir diese Lösung auf ganz viele andere Bereiche übertragen können. Und sind deswegen mittlerweile nicht mehr nur bei den Juristen unterwegs, sondern auch beim juristischen Fachpersonal und seit neuestem auch bei medizinischen Fachpersonal. Wir haben uns ja intensiv über die Unternehmensseite unterhalten und über die strategischen Fehler, die bei der Personalsoche gemacht werden und wie sich Unternehmen auch verändern müssen, um mit dem immer stärker werdenden Fachkräfte und Arbeiter mangelklar zu kommen. Lasst uns mal kurz über die Bewerberseite, Bewerberinnen, Seite sprechen, das interessiert mich. Können die einfach jetzt alles richtig machen, weil sie sich die Jobs sowieso aussuchen können oder wo lauernd da eventuell risiken oder neue Herausforderungen angesichts dieser neuen Situation? Ich glaube, durch diese Flexibilität werden sich sich die Frage stellen, wie messbar es arbeitet. Das heißt, wenn ich von überall aus arbeiten kann, sieht man ja jetzt schon große Herausforderungen, wie kann ich messen, dass der jene gute Arbeit absolviert, dass der jenige ansprechbar ist, zu bestimmten Zeiten und so weiter. Und ich glaube, das wird von Bewerberseite auch eine große Herausforderung, wie gehe ich mit der Flexibilität um? Also, wie setze ich das für mich um, wenn ich von überall aus arbeiten kann? Wie bin ich trotzdem verfügbar, ruf für optimale Leistung ab und so weiter? Also, dass eine ist die Frage, werden die Arbeitgeber möglicherweise Tools installieren und die Arbeit zu messen? War das das, was du meintest? Nee, ich glaube nur, dass trotzdem das bestmögliche Match erzielt werden muss. Also, dass man gemeinsam als Arbeitgeber und Arbeitnehmer einig ist, dass sind die Ziele, die erreicht werden müssen. Und ich als Arbeitgeber gibt dir aber größtmögliche Freiheit in der Art, wie du sie erreicht. Eine andere Beobachtung, die ich jetzt immer wieder aus praktisch allen Teilen der Wirtschaft, die eine höheren Remote-Work-Anteil haben, höre, ist das, ja, natürlich mit dem Anteil, dem höheren Anteil von Menschen, die im Homeoffice arbeiten, auch so ein Stück weit ein kulturelles Problem entsteht. Da gibt es jetzt eine Reihe von Menschen, die dazu gekommen sind, neu im Unternehmen sind, den Job gewechselt haben und im Grunde 30, 40, 50, 60 Prozent ihrer Zeit im Homeoffice arbeiten. Und das ist dann doch viele Unternehmen gibt, die sagen, wir haben Schwierigkeiten, ältere Kolleginnen und Kollegen, aber auch jüngere, onzuborden und zwar auch kulturell und die dann sozusagen wirklich Teil des Unternehmens zu machen. Und einige, das habe ich neu gehört und finde ich eine ganz interessante, ganz interessanten Gedanken, sagen ja, das ist dann im Prinzip, wenn die Leute eh zu Hause sitzen. Und es ist eigentlich egal, es bei welchem Unternehmen sie arbeiten, weil es jeden Tag sowieso nur eine Kache in Teams, dann stellt sich die Frage, ob nicht dann sozusagen, der Wechsel, der Jobwechsel, die Rotation noch viel, viel stärker wird. Wie schaust du darauf? Ist das eine berechtigte Sorge oder ist das ein Hirngespinst von Old School Management aus der traditionellen Industrie? Nee, ich würde sagen, das ist eine absolut berechtigte Sorge und die Lösung kann man letztlich nur haben, wenn man da kreativ wird. Also tatsächlich ist es eine Schwierigkeit, wir haben das selbst auch so im Fund, als da da gerade im onbordigen Prozess nicht vor Ort sein zu können oder nicht gemeinsam vor Ort sein zu können. Und die Teamkultur, also wirklich dieses über den Schreibtisch hinweg malen Gespräch anzufangen, gemeinsam zum Mittagessen zu gehen und so weiter, das ist ja erst mal nicht da. Das heißt, dass dieses Gemeinschaftsgefühl, dass durch diese Aktivitäten erzeugt wird, muss irgendwie anders erzeugt werden. Und da hat man ja gesehen, während Corona fanden ja wirklich viel, freien auch virtuell statt. Es gab irgendwie virtuelle Trainings gemeinsam und und und. Also ich glaube, dass es dann auch die Herausforderung an die Unternehmen und natürlich auch mit dem Feedback der Mitarbeiter da Möglichkeiten zu finden, um diesen Aspekt zu verändern und trotzdem ein gutes Ergebnis zu erzielen. Nichtsdestotrotz, glaube ich, oder ist auch die Erfahrung aus unserem Start-up, dass es wichtig ist, immer wieder vor Ort gemeinsam mit Treffen zu haben, gemeinsam mit Treffpunkte, die es möglich machen, sich auch über das inhaltliche mal auszutauschen, weil man so einfach stärker dieses Teamgefühl empfinden kann, das ein natürlich bei der Stange hält. Dass er das, was alle versuchen, ja absolut. Ich würde dir gerne mal eine persönliche Frage stellen und zwar, es wird ja seit Jahren darüber gesprochen und eigentlich bis heute über die Tatsache, dass die Zahl der weiblichen Gründer, also Gründerinnen, so klein ist immer noch in Deutschland. Und bist du Gründerinnen, was ist bei dir anders gelaufen als bei vielen anderen? Ich glaube, ich habe mir darüber ehrlicherweise am Anfang gar nicht so viele Gedanken gemacht, also tatsächlich, als ich angefangen habe oder ich mit meiner Mitgründerin angefangen habe, wir sind ja wirklich ein komplett weibliches Gründerinnen. am Anfang gewesen. Da waren wir wirklich unterbressantiert. Also da waren das noch nicht mal so viele Gründerinnen, wie es jetzt sind. Und wir haben das definitiv gemerkt, es war auch auffallen. Aber wir haben letztlich den gleichen Weg gewählt, den männlicher Gründer gewählt hätte. Wir sind stark in Austausch mit anderen Startups gegangen. Wir haben versucht, uns an bestehenden Netzwerke dran zu hängen, um da einfach auch Austausch zu haben, um ja zu sehen, wie machen andere bestimmte Sachen oder sind ein gewissen Punkten, an denen wir gerade stehen. Und deswegen haben wir das nicht als sehr negativ empfunden, um ehrlich zu sein. Aber trotzdem ist es ja so, dass der Anteil von Frauen in der Gründer Szene immer noch verhältnismäßig kleines. Warum ist das so? Also zum einen ist es ja so, dass es Frauen sagen, auch Studien wesentlich schwieriger ist, ein Kapital zu kommen. Ich glaube, es ist so, dass sogar weltweit nur zwei Prozent des Visi-Geldes an Frauen gehen und dem gegenüber steht, dass nur vier Prozent in Visi-Fonds weibliche Partner haben. Aber darf ich noch mal kurz nachfragen? Also, was ist deine Hypothese, liegt das da daran, dass weniger Frauen gründen. Deswegen könnt ihr auch weniger Visi-Kapital kriegen oder liegt es daran, dass Frauen benachteiligt werden bei dem Kapitalvergabe-Prozess. Benachteiligt ist natürlich ein großes Wort. Was ich glaube ist, dass man grundsätzlich dazu neigt, eher Geld an jemanden zu geben, der einem selbst ähnlich ist. Man braucht eine gewisse Vertrauensbasis, um in jemanden zu investieren. Und das ist einfach auch durch Studien belegt. Ist häufig so, dass man ja jemanden, die es nennt sich die Thomas-Studie, das heißt der Thomas gibt eher einem anderen Thomas-Geld und so sind die Chancen für Frauen grundsätzlich schon schlechter. Und das ist definitiv, was man was man ändern muss. Das hier einfach mehr Objektivität besteht und mehr an Frauen gedacht wird, wenn sie dementsprechende Visi-Cases vorlegen, was ich aber auch glaube. Und das ist sich ja ein ganz, ganz wesentlicher Punkt. Man sieht ja schon, dass sich gerade alles sehr Richtung Tech-Gründungen bewegt. Und da ist es einfach auch eine Tatsache, dass Gründungen von Frauen häufig eher aus deren Unfällt kommen. Das heißt, wenn Frauen weniger Materialkars besuchen, weniger Mindstudiengänge absolvieren, weniger ingenieurwissenschaftliche Studiengänge beginnen, dann ist es auch unwahrscheinlich, dass sie im einen dieser Bereiche Gründen gleichzeitig sind, aber das die Bereiche, die insbesondere von Visi, besonders gefördert werden, besonders viel Innovationskraft darin steckt. Und deswegen, und das ist natürlich in einem Schritt zurück, ist hier bestimmten sehr frühes Ansätzen sinnvoll, sodass man einfach Frauen schon viel, viel früher an diese Themenbereiche ranführt, um da dann auch schon mehr Ausgeglichenheit zu haben. Und wann eure ersten Investoren Männer oder Frauen? Tatsächlich haben wir nur, ich muss jetzt noch mal kurz überlegen, aber nur männliche Investoren. Okay. Es heißt ja auch immer, es liegt auch daran, dass es so wenig weibliche Vorbilder gibt unter den Gründen. War das bei dir auch so? Da hattest du vielleicht ein Weibliches Vorbild? Nicht unbedingt. Tatsächlich haben wir das gar nicht so auf das Geschlecht runtergebrochen, sondern haben uns eher von Leuten inspirieren lassen, die schon sehr erfolgreich und daneben aufgebaut haben. Wir waren das in dem Bereich. Wir haben lustigerweise ganz am Anfang das Büro mit Flixbus geteilt und haben wirklich so deren Anfänge mitbekommen. Das war für uns ein super wertvoller Austausch, weil selbst wenn die Unternehmen natürlich ganz andere Richtungen hatten und auch eine ganz andere Größe erreicht haben, nichtsdestotrotz, standen wir am Anfang vor superähnlichen Problem und da einen in Austausch zu gehen war extrem, extrem wertvoll. Was war das für Probleme? Das waren teilweise wirklich keine Probleme. Wie habt ihr ein Tipp für einen guten Steuerberater oder auch wie macht man das erste Marketing-Brollout? Also wirklich so ganz handfeste Probleme mit denen jedes Start-up konfrontiert ist. Und bist du jetzt auch so ein Vorbild für Gründerin geworden, bist du in Netzwerken drin, Coach oder Mentorin für. ja, Unternehmerin versuchen, eine ähnlichen Weg zu gehen? Ich glaube, dass es extrem wichtig ist, als Frau anderen Frauen mit Rad und Tat zu Seite zu stehen. Das heißt, wenn jemand mich anspricht oder auch über diverse Netzwerke und ich da die Möglichkeit habe meine Erfahrungen zu teilen, dann versuche ich das definitiv, weil ich glaube, dass man einfach in dem man sieht. Andere sind auch vorausforderungen gestanden, haben die aber in irgendeiner Form überbunden oder sind jetzt eben auch an dem Punkt, an dem sie jetzt stehen, dass das total inspirieren wirkt. Und da ist es natürlich angenehm auch zu sehen, dass können Leute mit ganz unterschiedlichen Hintergrunds sein, mit ganz unterschiedlichen Studien gängen, vielleicht auch zu sehen, dass nicht unbedingt ein speziell Know-How nötig ist, um wirklich zu gründen, sondern dass das auch etwas ist, was man sich über die Zeit sehr gut aneignen kann. Du hast ja auch sogar mehr als nur ein Unternehmen gegründet, warum eigentlich? Hat das nicht gereicht? Ja, das ist eine gute Frage gereicht. Also zu tun gab es auf jeden Fall in jedem Unternehmen ausreichend. Das war total opportunitätsgetrieben. Gibt uns mal kurz einen Überblick, was war es da alles und was war das für opportunitäten? Ja, die Opportunität war auch da, dass wir einfach in dem Fall mit einer anderen Mitgründerin eine Lücke gesehen haben oder ein Geschäftsmodell, das so noch nicht existiert hat und gesagt haben, okay, wir müssen das eigentlich in irgendeiner Form umsetzen, weil sonst macht jemand anders. Lasst uns mal kurz durchgehen. Da ein Seite Catchy ist richtig. Ja, genau. Eine Online-Suchmaschine für Secondhand. Wie kam es dazu? Tatsächlich hatte man eine Mitgründerin vom Hintergrund her, war Geschäftsführerin einer großen Secondhand-Platform und wir haben damals gesehen, dass der Markt im Bereich Secondhand stark fragmentiert ist. Also es gibt wirklich sehr viele einzelne kleine Shops, die letztlich keiner kennt und ein paar große Player und für den Konsument war es extrem schwierig, auch hier sich ein Überblick zu verschaffen. Der hat aber oft nach einer ganz bestimmten Sache gesucht, die er nirgends gefunden hat und hätte eigentlich eine Plattform gebraucht, in der er wirklich seinen Suchbegriff eingebt und dann sieht wer bietet mir das alles und da ist das nicht gab, haben wir dann gesagt, okay, lasst uns das umsetzen. Wie groß ist das jetzt? Das ist mittlerweile verkauft an einen ausländischen Player und entwickelt sich aber auch ganz gut in der Richtung. Und dann gibt es noch Medi Rocket, das ist ja eher an dem Kernthema dran, dass sich auch jeden Tag bewegt, oder? Ja, genau, das ist tatsächlich das, was ich angesprochen habe. Und zwar haben wir dieses System, wenn du willst, fast als eine Art Live-weit-label aufgesetzt. Also wir haben uns von Anfang an IT seitlich so aufgestellt, dass wir diese Plattform, die wir für die Juristen entwickelt haben, beliebig oft auf andere hochspezialisierte Branche anbenden können. Und hatten uns dann, nachdem wir eben mit den Juristen schon sehr weit waren und da so eine gewisse Marktführer Position hatten, angeschaut, was können wir als nächstes machen. Der nächst logische Schritt war dann erst mal das juristische Fachpersonal, weil dazu hatten wir natürlich schon die Kunden und haben auch von unseren Kunden immer wieder gehört. Könnt ihr nicht auch recht sein, weil es Fachangestellte vermitteln. Da hätten wir so einen großen Bedarf, bis wir irgendwann gesagt haben, ja, eigentlich haben wir das nur hau und eigentlich können wir das, lasst uns da auch eine Plattform machen. Das war der zweite Schritt. Und der dritte Schritt war dann nochmal wirklich in den größeren zu schauen, welche Märkte haben ähnliche Probleme und brauchen auch letztlich diese Informationen. Also wo ist es dem Bewerber auch extrem wichtig, viel über den Arbeitgeber im Vorfeld zu erfahren? Wo braucht er auch eine sehr spezielle Ansprache? Und haben dann gesagt, okay, der nächst logische Schritt ist Medirocke. Und sind aber gerade auch dabei zu schauen, welche weiteren Branchen gibt es noch, in die man auch reingehen kann mit diesem System, dass wir mit diesen Metallenburger letztlich begonnen haben. Und welche sind das? Ja, ich mein, wenn man das medizinische Fachpersonal angegangen ist, könnte man natürlich jetzt auch nochmal gucken, wer arbeitet noch in im Krankenhaus, wer vielleicht auch vor ähnlich nach Herausforderungen steht. Und dann würde sich vielleicht eine Ärzteplattform auch ergeben. Aber da sind wir wirklich gerade noch in einem Research um zu schauen, wie groß ist der der Bedarf und auch was gibt es schon auf dem jeweiligen Markt? Wenn man so Unternehmen aufbaut, dann spricht man ja immer total gerne über so Erfolgsgeschichten und bei euch läuft ja auch vieles total gut. Aber es gibt natürlich auch die Rückschläge, es gibt auch die dunklen Stunden und die Momente, indem man ja im Nachhinein dann ganz, ganz viel lernt. Was war so? Unternehmerisch, der schwierigste Moment, den du bisher hattest. Also ich würde sagen, der Anfang war schon mit am schwierigsten gerade als, also mit der Juristenplattform gestartet sind. Und das, das erste Mal bei potentiellen Kunden vorgestellt haben, war das Feedback oft, die D ist richtig gut, aber wir warten jetzt erst mal ab, wer dann noch alles mitmacht. Wir wollen auf keinen Fall die ersten sein. Und wir waren dann in der Fasen, die wir gedacht haben, okay, wie gehen wir damit um und so weiter. Und haben dann eine große Studie durchgeführt und haben unsere Nutzer einfach mal gefragt, wer sind eure beliebtesten Arbeitgeber, über wen würdet ihr gerne mehr erfahren? Und haben dann ein recht spannendes Ranking erstellt von Arbeitgebern, die von unserer Nutzern schon nachgefragt wurden und sind dann wieder rum auf die Kanzlerin zugegangen, haben gesagt, pass mal auf ihr seid für die Zielgruppe extrem interessant, aber man findet im Internet noch nirgends Informationen über euch. Lasst uns das jetzt mal ein Jahr gemeinsam ausprobieren. Wir listen eure Arbeitgeber-Profile, wir listen eure Jobs, wir machen Interviews mit euch, um möglichst vollumfängliches Bild von euch abzugeben. Und danach sprechen wir uns einfach, natürlich haben wir uns auf währenddessen schon gesprochen und gucken, wie erfolgreich war das für euch und wie können wir gemeinsam weiter machen. Und das war für uns, wenn man so will, ein kleiner Durchbruch. Du hast gerade erzählt, du hast einen Unternehmen schon verkauft, investierst du auch selbst in Startups? Ich würde gerne anfangen, ich um meine Mitgründerinnen sagen immer, wir würden gerne mehr als das Business Engine tätig werden, tatsächlich fehlt uns gerade die Zeit. Spannend, das kann man wohl sagen. Ihr seid ja solch hier Krisengewinner, weil in Zeiten knapper Fachkräfte braucht man so ein Angebot. Wie ist das Wachstum bei euch? Sehr solide und sehr gut. Wir haben wirklich den Vorteil, wir schließen im Gegensatz auch wieder zu Jobbörse, keine einzelne Position ab, sondern wir machen Jahreskooperationen. Das heißt, wir setzen uns egal, ob das jetzt ein Krankenhaus ist oder ob das eine Kanzlei ist und am Beginn der Kooperation zusammen hin und überlegen, was braucht der jeweilige Arbeitgeber. Und das unterscheidet sich natürlich ein bisschen, weil eine mittelständische Kanzlei hat natürlich einen anderen Bedarf an Einstellungen als eine große Kanzlei. Aber das Arbeitgeberprofil bildet immer die Basis. Also diese große angelegten Informationen sind wichtig, um überhaupt auf alles andere aufsetzen zu können. Und wie du da vielleicht schon rausgehört hast, Jahreskooperationen haben wir deswegen sehr gute Wiederkern der Umsätze. Was kostet ihr so? Der Einstiegspreis liegt bei ca. 5000 Euro und große Kooperationen sind aber sexstellig. Genau, und das macht unser Geschäftsmodell natürlich auch bis zum Gewissen gerade krisensicher, weil wir sehr viel Wiederkern der Umsätze haben oder der Großteil unserer Umsätze sogar wiederkernt ist. Und wir damit natürlich sehr gut aufbauen können. Und gleichzeitig, ich glaube, ich aktuell liegt es irgendwo um die 95 Prozent Verlängerungsquote haben. Das heißt, ja relativ aufwendige Salesprozess bei Juristen oder auch bei Krankenhäusern macht sich hinten raus bezahlt. Weil das wirklich sehr, sehr treue Kunden sind, wenn dementsprechende Performance auch. Bleiben Sie dran. Ah, nee. Und wer macht's dann? Na, Wodafon Business. Stimmt. Wir haben die passenden Services für jedes Unternehmen, von IT-Sicherheit über KI-Tools bis zum flexiblen Arbeitsplatz. Alles aus einer Hand. Zusammen für ihr Business. Wodafon. Am 3. November wählen die USA einen neuen Konkress. Und sie entscheiden auch darüber, wie ungemütliches für Donald Trump wird. Wir wollen nicht mit Terms. Sie findest die Reason to impeachily. Ist das Wahlkampf Panik oder droht Trump wirklich ein Anzenthebungsverfahren? Als Journalistin? Und als Politikwissenschaftler? Analysieren wir für euch die wichtigsten Nachrichten zu den US-Wahlen und Trumps zweite Amtszeit? Unser Podcast Trump Watch ist euer Kompass im Chaos der Macht. Jeden Donnerstag und Samstag jetzt auch als Videoprodukt. Hab gediefert wird von unserer Seite. Wir haben jetzt viel über euer Unternehmen gesprochen. Ich würde gerne noch mal ein bisschen den Fokus weiten, weil du auch stellvertretende Vorsitzende im Start-up-Verband bist. Das ist ja auch von der Perspektive gerade eine ganz ganz spannende Zeit. Die Bundesregierung hat gerade eine neue Start-up-Strategie vorgelegt. Ist das so das, was man sich immer erträumt hat? Oder wo hakt's da noch? Um positiv zu beginnen, ist es natürlich toll, dass Start-ups jetzt in dem aktuellen Koalitionsvertrag so eine Bedeutung beigemessendet. Wahrscheinlich erstmals in einem Koalitionsvertrag. Ja, genau, absolut. Und ich meine mittlerweile, ich glaube, es sind 400.000 Stellen im Start-up-Ökosystem. Also das hat natürlich auch eine Relevanz, und das ist schön, dass dieses Relevanz jetzt auch gesehen wird. Das finde ich extrem positiv. Weitere positive Punkte innerhalb von mehr oder weniger sechs Monaten haben wir jetzt eine Strategie. Das heißt, da ist trotz der aktuellen Lage viel passiert. Also ich glaube, das ist eine sehr, sehr gute Arbeitsgrundlage. Nichtsdestotrotz, wenn man jetzt genauer dahinter schaut, hat man schon gesehen, der Entwurf unterscheidet sich, oder der Entwurf hat sich relativ stark von der finalen Version unterschiedlich. Also da gab's jetzt in den Ressorts, glaube ich, schon nochmal ein bisschen Gegenwind, auch zu gewissen Punkten. Und da, glaube ich, gilt es jetzt einfach bei gewissen Themen, vor allem auch Mitarbeiterbeteiligungen oder auch das Fachkräftetema wirklich dran zu bleiben, um da eben auch Ergebnis zu sehen und nicht in dieser Strategiephase zu bleiben. Lass uns in die beiden Themen noch mal kurz eintauchen, Mitarbeiterbeteiligungen. Wo kommt da die Enttäuschung her? Und warum ist das Thema so wichtig aus deiner Perspektive? Also was für mich eine total beeindruckende Zahl ist, ist der Börsengang von Google 2004, glaube ich, war das. Nach dem Börsengang von Google gab es bei 2.000 Mitarbeitern, danach 1.000 Millionäre und ich glaube 11 Milliardäre. Also eine wahnsinnig beeindruckende Zahl, wodurch konnte das passieren, einfach weil viele Mitarbeiter von Anfang an am Erfolg des Unternehmens beteiligt waren. Daraus ergeben sich ganz ganz viele andere positive Aspekte, dass das Unternehmen als ja eigenes irgendwie betrachtet wird, dass man wirklich am Erfolg mitwirken will und das ist sehr, sehr attraktiv für Bewerber. Und ich glaube, dass wir uns hier vor allem international auch so aufstellen müssen, dass wir so eine Attraktivität zur Verfügung stellen, um einfach auch Leute anzuziehen. Der Wille ist ja da, genau. Lass uns mal konkret werden. Der Wille ist ja da. Der Vorschlag liegt auf dem Tisch. Warum funktioniert er aus deiner Sicht nicht? Ja, ich glaube, das Verständnis muss sich da noch ein bisschen auf eine Linie begeben. Und zwar war es ja so, dass zum Beispiel der Betrag, der Freibetrag angehoben wurde, was die Mitarbeiterbeteiligung angeht. Und das war natürlich komplett am Thema vorbei, weil was Will der Freibetrag, der richtet sich vor allem an jährliche Ausschüttungen und Ähnliches. Das ist aber überhaupt nicht startupnah, weil wann ist die Mitarbeiterbeteiligung relevant, einem Exit? Das ist der häufigste Fall, der wenn eintreten kann. Und da war für uns extrem relevant, es geht ja vor allem darum, das Problem der steuerlichen Destroy-Inkamps, also, dass man besteuert wird, bevor man überhaupt das Cash-Event hatte, also überhaupt eine Zahlung gesehen hat. Und da gilt es jetzt noch darum, ein bisschen fein zu justieren, wenn ich zum Beispiel den Arbeitgeber wechselte. Werde ich dann schon Steuerpflichtig, obwohl ich noch nichts von dem Exit hatte oder noch keinen Geld aus dem Exit gesehen habe, oder muss man den Zeitpunkt einfach noch mal nach hinten verlegen. Und das ein Mittelbau miteinander verknüpft. Das andere immer war Fachkräfte? Das war vor allem in der IT-Relevant, weil in der IT gibt es ganz viele Quereinsteiger. Das heißt, das Leute, die nie Computers eins studiert haben und trotzdem fundierte Kentnisse haben. Und hier geht es jetzt einfach darum, dass man trotzdem die Möglichkeit hat, auch wenn derjenige keinen relevanten Abschluss hat, dass man ihn trotzdem nach Deutschland bringen kann und er hier mit einem Tech-Visum arbeiten kann. Und das ist ja nicht gekommen, da die Bundesregierung ist dann ein bisschen strenger. So, ihr habt so stark, glaube ich, dafür habt ihr keinen Gehör gefunden, woran lags? Ich glaube, man muss natürlich auch grundsätzliches Start-up-Verständnis schaffen. Start-ups unterscheiden sich noch sehr stark, zumindest Start-ups, der am Beginn stehen von bestehenden Unternehmen. Und hier muss man einfach auch über die Bedürfnisse weiter aufkehren, erklären, was sind die Besonderheiten, was sind aber auch die Vorteile, die Start-ups mitbringen, um so dann möglichst gezielt darauf eingehen zu können. Das andere Thema, was mir noch aufgefallen ist, ist das Thema Finanzierung. Es soll dir eine feste Quote geben, mit der Appangationskassen und Versicherung in Venture Capital investieren sollen. Das ist gefallen, ist das egal oder ist das ein Thema für euch? Ja, es ist definitiv ein Thema, das war natürlich ein sehr, sehr großer Schritt gewesen. Ihr habt gar nicht damit gerechnet, dass es kommt oder? So würde ich es nicht sagen, aber wir haben gehofft, dass es kommt und haben auch gehofft, dass da der Grundstein stärker gelegt wird. Aber da ist einfach noch, ja, das war einfach noch ein bisschen zu weit weg sozusagen. Okay, aber insgesamt Start-up Strategie der Bundesregierung Note, Schulnoten 1 bis 6? Ich würde sagen, man kann nicht vorabgeben, dass Tests dann eine abschließende Aussage treffen. Das heißt, es sieht gut aus, aber es muss jetzt noch in der Testphase auch sich beweisen. Es gibt eine Diskussion, eigentlich eine breitere Diskussion in der gesamten Wirtschaft, die immer wieder auftaucht, die ich interessant finde, in dem Zusammenhang. Und zwar die Frage sind eigentlich Start-ups der neue Mittelstand oder sind das dann am Ende doch schnell drehende Unternehmen, die irgendwie verkauft werden und so, wie blickst du da drauf? Du kennst viele Gründerinnen und Gründer, sind das Tennis hier, werden das eher Familienunternehmen oder wie werden die sich aus Deiner Sicht entwickeln? Was tut sich da an Deutschland? Ich finde es ganz spannend, jetzt zu den, dass in der Krise diese Ansatz profitable Unternehmen zu bauen, wieder viel, viel attraktiver wird. Also grundsätzlich kann man schon sagen, dass der Hauptaugenmerk oder die meiste Presseabdeckung meistens natürlich die Unikons bekommen haben, einfach weil die außergewöhnliche Erfolgstories hatten und Wachstum hingelegt haben, dass das unvergleichbar ist letztlich. Aber da sehe ich auch unser eigenes Geschäftsmodell ganz stark, gerade jetzt in Zeiten, in denen sich gewisse Dinge auch verändern, ist es sehr praktisch, Geschäftsmodelle zu haben, die nah an der Profitabilität sind oder zumindest die Möglichkeit haben, profitabel zu werden in nächster Zukunft. Und da glaube ich schon, dass sich das System generell auch hinentwickeln wird, dass auch dieser Bereich der Start-ups immer größerer wird, die wirklich auch gar nicht so an den Verkauf denken, sondern eher daran nachhaltiges Unternehmen aufzubauen, dass Solide über einen längeren Zeitraum wächst. Und ja, ein echtes Problem trotzdem auf dem Markt. Das klickt so wahnsinnig diplomatisch, was ja eigentlich gerade passiert ist. Die Zeit des billigen Geldes ist vorbei. In der Zeit des billigen Geldes wurde unheimlich viel, schnell drehen da Quatsch finanziert, wenn ich an so einige Lieferdienste und so weiter denke, die in keiner Welt jemals profitabel werden können. ungewalt normalisiert sich das ganze System, ist das nicht eher die Realität? Das ist ein Teil der Realität, definitiv, ich glaube auch, was man grundsätzlich sagen muss, wenn man auf die aktuelle Markzituation blickt, so schlecht sieht es gar nicht aus. Wenn man wirklich vergleicht, was wurde im ersten Halbjahr 2019 an Visigeld ausgegeben und was wurde im ersten Halbjahr 2022 ausgegeben, dann ist es immer noch so, dass der Betrag doppelt so hoch ist. Also die Tendenz geht immer noch nach oben. Jetzt sind die Gründungszahlen vielleicht in der letzten Zeit ein bisschen zurückgegangen und so weiter. Aber ich glaube, es zeigt schon, dass man positiv bleiben kann. Das heißt, es gibt keinen Start. Achso, sorry, ja, sag mal. Aber und das genau das, was du ansprichst, ich glaube schon, dass es eine gewisse Markbereinigung gibt. Man hat ja auch die Bewertungen von 2021, 21 teilweise gesehen und hat sich wirklich an Kopf gefasst, weil das verrückt war, für welche Geschäftsmodelle wirklich diese Hornbewertungen ausgegeben wurden. Und da glaube ich, dass stabilisiert sich gerade wieder geht, wieder so ein bisschen in die Mitte in Balance. Die Lage, glaube ich, ist nach wie vor ein Spann, was sieht und serious A-Finanzierungen angeht, zum einen da werden kleinere Beträge ausgegeben und zum anderen der Exit liegt auch noch in ne weiterer Ferne. Das heißt, das, was gerade passiert, ist gar nicht so relevant für den weitergehenden Erfolg des Unternehmens. Und klar, die Wachstumsfinanzierungen, da werden die Geschäftsmodelle jetzt wirklich mal auf eine harte Probe gestellt und da wird alles was sehr kapitalintensiv ist in stark kompentitiven Umfeldern und so weiter. Wer da sicher jetzt erst mal abgestraft. Das heißt, also der Start-up-Winter ist eigentlich gar kein Start-up-Winter. Ich würde sagen, es ist auf jeden Fall ein kühles Lüftieren, aber es ist kein Eissigkeit der Winter in meinem Augen. Wie schaust du denn so? Du hast einen großen Überblick, weil du viele Unternehmen auch siehst, viele Menschen kennenlernen, denen Unternehmen aufbauen wollen. Was sind so die Felder, wo die meisten und vielleicht die spannendsten Sachen moment entstehen in Deutschland? Also ich muss gerne sagen, ich finde den Bereich auch, wenn wir da natürlich nicht tätig sind, aber ich finde den Bereich DeepTech extrem spannend. Also es ist auch ein sehr kapital intensiver Bereich, aber das Geld wird ja hier nicht ausgegeben, um Marktanteile zu kaufen oder ähnliches, sondern es wird tatsächlich in die Entwicklung eines Produkts oder eines Services gesteckt. Und ich glaube, dass wir da auch geopolitisch und ja sehr spannend als Standard Deutschland aufstellen können, wenn wir hier bei bestimmten Themen wie Space oder Quanten-Computing den Anschluss nicht verpassen und da einfach an vorderster Front mit dabei sind. Wie geht's bei dir persönlich weiter? Hast du schon eine Idee für das nächste Geschäftsmodell, was du umsetzt? Aktuell nicht, aber die nächste Branche da könnte ich mir schon vorstellen, dass da in der nächsten Zeit dann auch noch mal was von uns kommt. Okay, welche und wann? Da will ich mich noch nicht so festlegen. Jetzt wollen wir erstmal ein richtig gutes 2022 abschließen mit einem ordentlichen Wachsturm und ganz da da umtüppisch mit einem ordentlichen E-Bitter. Das werden wir auf jeden Fall weiter verfolgen. Ich sage mal ganz herzlich, ein Dank bis hierhin, das war total spannend, ein super Überblick und auf ganz bald. Sehr gerne, vielen Dank an dich. Und damit sind wir auch schon wieder am Ende von "Handesblatt des Robbt". Wie immer freue ich mich über Kommentare in der "Handesblatt des Robbt" linkt in Gruppe oder senden Sie mir gerne eine Mail. Die Details finden Sie, wie immer in den "Show Notes". Dank an dieser Stelle auch für die Unterstützung von Marcel Yoshko und Regina Körner und Megofecke von professional Podcast.com, dem Dienstleister für Strategieberatung und Podcastproduktion. Wenn Sie grundsätzlich immer auf dem Laufenden sein wollen, dann testen Sie doch gerne das "Handesblatt" in unserem Sommerspezial angeboten. Damit lesen Sie jetzt alle aktuellen Artikel und Recherchen immer hier für sechs Wochen im Vortails-Abo. Schauen Sie doch einfach mal nach unter Handelsblatt.com/Sommerspecial. Die Details da zu finden Sie auch in den "Show Notes". Wir hören uns dann nächste Woche Freitag wieder, bis dahin wünsche ich Ihnen interessante digitale, aber natürlich auch analoge Zeiten. Ihr ist der was der Mathis. Künstliche Intelligenz soll Unternehmen produktiver machen. Sie soll Kosten senken und bessere Entscheidungen ermöglichen. Doch zwischen einem ersten Pilotprojekt und einem echten Geschäftswert liegen viele offene Fragen, welches Modell passt, was kostet der Einsatz, wie sicher ist er und was kann er verändern. Und genau darüber haben wir mit Andrea Hendricks gesprochen. Sie ist Countryhead von Infosys Germany und sie begleitet Unternehmen bei der besten Umsetzung und Einführung ihrer KI-Projekte. Nachgeharkt Andrea, wenn ihr bei euren Kunden seid, wie findet ihr heraus, welches KI-Modell oder welche KI-Lösung für den jeweiligen Anwendungsfall die richtige ist? Die Frage ist nicht, welches Modell ist das Richtige, sondern die Frage ist, welches Problem muss gelöst werden. Wenn ein Kunde weiß, welches Problem erlösen möchte, dann kann das Modell entsprechend angepasst werden und entsprechend das richtige Modell eben gewählt werden. Man muss nicht immer das größte, schnellste, teuerste Modell haben, wenn es um kleine Lösungen geht. Teuer ist ein guteschtig Wort. Gerade hört man ja auf dem Begriff "Token Economics" in vielen Unternehmen explodieren die Kosten für die sogenannten "Token" und nun schaut man genauer hin, wie können Unternehmen ihre KI-Kosten besser verstehen, kalkulieren und dann eben auch kontrollieren? Ja, "Token Economics" ist ein sehr wichtiges Thema. Man macht sich am Anfang vielleicht gar keine Gedanken darüber, was kostet mich die KI eigentlich? Ich will mehr Nutzer ich habe, hier mehr Automatisierung der KI dahinter liegt, hier mehr KI Leistung dahinter steht, umso teurer wirds und deswegen lohnt sich auf alle Fälle auch die Tokens zu messen und auch zu versuchen zu reduzieren. Da muss ich aber nachhören, wie genau wird das gemessen? Die KI-Mist. Die KI-Mist, ihren Tokenverbrauch natürlich mit KI gesteuerten Derspuls, die Kunden individuell dann eingerichtet werden. Generell das Thema Messbarkeit wird immer größer und so wie ich dich verstehe ja auch zurecht, woran kann ich also messen, ob mein Projekt das Unternehmen jetzt wirklich voranbringt? Misse oder vergiss es, würde ich denken, also wenn ich misse, der wird nie wissen, ob irgendwelche Fortschritte erzielt, dann ist es ja immer nur hören, sagen, in vielen Unternehmen reduziert die KI-Bearbeitungseiten, so was ist natürlich Messbar, aber der Mitarbeiter kostet natürlich trotzdem weiterhin Geld, denn der Mitarbeiter ist ja da. Die Qualität erhöht sich, das ist natürlich auch Messbar, prognose Genauigkeit erhöht sich, das ist Messbar und Kosten sinken, auch das ist Messbar. Wie wird gemessen natürlich auch wieder mit Hilfe der KI, den Auswertungen und mit Hilfe von KI-Generierten Dashboards? Die Mitarbeiter, die effizient mit KI-Zesamen arbeiten, das sind die Mitarbeiter, den dem meisten mehr wird, für das Unternehmen dann auch generieren können. Hast du ein ganz konkretes Beispiel dafür? Ein Beispiel zu nennen. Wir arbeiten mit Rolls-Royce, die machen ja nicht nur Autos, die arbeiten auch im Flugverkehr. Zusammen haben wir an Lösungen gearbeitet, die den Engineering-Aufwand um 40 Prozent reduzieren, Messbar, Aufwandts Reduktion. Und wenn man sagt, okay, das ist ja schon mal ganz nett. Was noch nette war, war der Effekt, dass der first time write Lösungen von unter 40 Prozent auf 75 Prozent gestiegen ist. Und der Return in den West war damit natürlich klar, die in Fachleute sind weiterhin da, als Human in the Loop für Kontrolle, für Entscheidungen auch um die Verantwortung zu tragen. Danke Andrea und wer noch mehr spannende Anwendungskases führen möchte und vor allem herausfinden will, welche Standards man haben sollte, damit aus dem Pilotprojekt wirklich eines kalibere Lösungen wird, der findet das komplette Gespräch mit Andrea auf unserem Kanal bei so klingt wirtschaft.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Entwicklung von Karriereplattformen wie Talent Rocket löst den Fachkräftemangel durch eine umgekehrte Herangehensweise: Unternehmen bewerben sich anstatt Bewerber.
  2. Der berufliche Wandel zeigt sich besonders in Bereichen wie IT und Cybersecurity, wo Quereinsteiger mit fundierten Kenntnissen oft mehr Wert schaffen als formale Abschlüsse.
  3. Unternehmen müssen ihre Kommunikation mit Bewerbern überdenken
  4. Transparenz im Bereich der Arbeitsbelastung und Erwartungen ist entscheidend, um Vertrauen aufzubauen und den Bewerber nicht durch unrealistische Versprechen zu enttäuschen.
  5. Die digitale Transformation des Arbeitsmarktes führt zu einer zunehmenden Bedeutung von Flexibilität, Remote-Arbeit und gemeinsam entwickelten Arbeitsmodellen.
  6. Es gibt einen klaren Mangel an weiblichen Gründern in Deutschland, der durch strukturelle Nachteile bei Kapitalvergabe und fehlende Vorbilder verursacht wird.
  7. Talent Rocket hat sich von der Juristenausrichtung auf weitere Branchen wie medizinisches Fachpersonal und IT ausgeweitet, um ein breites und skalierbares Geschäftsmodell zu schaffen.
  8. Die Zukunft der Arbeit liegt in gemeinsam entwickelten, messbaren und nachhaltigen Geschäftsmodellen, die sowohl für Unternehmen als auch für Mitarbeiter attraktiv sind.

Summary:

Die Podcastinterview mit Magdalena Öl beleuchtet die Herausforderungen des Fachkräftemangels und die Veränderungen im Arbeitsmarkt. Mit der Plattform Talent Rocket wird ein neues Modell entwickelt, bei dem Unternehmen sich an Bewerber richten, anstatt umgekehrt. Dieses Modell beruht auf transparenz, Flexibilität und klaren Kommunikationsstrukturen, insbesondere in Bereichen wie IT, Medizin und Rechtsberatung.

Ein zentrales Problem ist die fehlende Transparenz bei Unternehmen, die häufig nicht klären, was sie anbieten, was in der Praxis mit der Arbeit verbunden ist und wie die Arbeitsbedingungen aussehen. Die Interviewpartnerin betont, dass Unternehmen, insbesondere konservative Branchen, ihre Kommunikationsstrategie im Bewerbungsprozess grundlegend überdenken müssen – sie sollten nicht nur Fragen stellen, sondern auch auf die Bedürfnisse der Bewerber reagieren. Ein weiterer Aspekt ist die Unterrepräsentanz weiblicher Gründer, die durch strukturelle Nachteile bei Kapitalvergabe und fehlende Vorbilder beeinträchtigt wird.

Talent Rocket ist von Anfang an auf eine breite Branchenverbreitung ausgerichtet und hat sich erfolgreich von der Juristenausrichtung auf medizinische Fachkräfte und IT ausgeweitet. Die Zukunft des Arbeitsmarktes wird dadurch geprägt, dass Flexibilität, Transparenz und gemeinsam entwickelte, messbare Modelle im Zentrum stehen. Diese Entwicklung wird durch eine zunehmende Nachfrage nach Remote-Arbeit und flexiblen Arbeitsmodellen gefördert.

Die Plattform gewinnt durch langfristige Kooperationen und hohe Kundenbindung an Bedeutung, was die Widerholbarkeit und Stabilität des Geschäftsmodells stärkt. Insbesondere wird betont, dass eine nachhaltige Zukunft auch durch partizipative, transparente und menschlich orientierte Unternehmen möglich ist.

FAQs

Der Fachkräftemangel ist besonders gravierend, weil es eine große Zahl an offenen Stellen gibt, insbesondere in Branchen wie IT und Cybersecurity. Zudem fehlt es an qualifizierten Mitarbeitern, insbesondere Quereinsteigern, die fundierte Kenntnisse haben, aber keinen traditionellen Abschluss besitzen.

Quereinsteiger in der IT können nach Deutschland eingestellt werden, solange sie nicht an einem relevanten Abschluss gebunden sind. Dafür gibt es das Tech-Visum, das speziell für qualifizierte Fachkräfte konzipiert ist, die in Deutschland arbeiten möchten.

Der Bewerbermarkt hat sich grundlegend verändert: Statt dass Arbeitnehmer sich bei Unternehmen bewerben, werden Unternehmen nun aktiv auf junge, qualifizierte Fachkräfte zugehen und sich direkt an sie richten, um sie zu gewinnen.

Talent Rocket bietet eine Karriereplattform, bei der Unternehmen und Bewerber direkt miteinander in Kontakt kommen. Das Modell ist umgekehrt zum klassischen Jobportal: Der Bewerber wählt die Position aus, und Unternehmen kontaktieren ihn anonym, um ein passendes Match zu finden.

Viele Unternehmen fragen im ersten Gespräch nach Teilzeit oder Remote-Arbeit, ohne zuvor klare, attraktive Arbeitsbedingungen zu kommunizieren. Dies zeigt ein mangelndes Verständnis für die neuen Erwartungen der Bewerber.

Transparenz ist entscheidend, um Vertrauen aufzubauen. Unternehmen sollten im Vorstellungsgespräch klarmachen, welche Arbeitsbelastungen zu erwarten sind, um Bewerber nicht enttäuscht zu machen und eine realistische Erwartungshaltung zu schaffen.

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