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T4 Ep. 1 Neurodiversidad y neurodivergencia en la enseñanza de la lengua

42m 22s

T4 Ep. 1 Neurodiversidad y neurodivergencia en la enseñanza de la lengua

Transcription

5127 Words, 32034 Characters

Ein herzliches Willkommen an dich hier bei Tiki deinem Podcast für Bewusstsein, Gesundheit und Glück. Mein Name ist Sandra und der heutige Podcast heißt Entkirche dich. Wenn Glaube wieder zu einer Erfahrung wird und ja, vielleicht macht dieser Titel gleich was mit dir, vielleicht machte dich neugierig, vielleicht spürst du Zustimmung, aber vielleicht auch Widerstand und ich glaube genau deswegen ist dieser Podcast so wichtig und ich trage mich schon so lange mit dem Gedanken daran, aber es ist auch komplex, worauf fühlen man hinaus, was fühlen man eigentlich vermitteln und ich glaube und hoffe, dass ich heute einen schönen roten Faden gefunden habe, da mal ein bisschen mit dir tiefer einzusteigen. Also nochmal um zu der Frage zurückzugehen, was macht schon dieser Beginn dieser Titel mit dir? Vielleicht denkst du sofort irgendwie auch an die Kirche, an die katholische oder auch evangelische oder einfach deine Religion, was auch immer es ist, an deine Kindheit, an Gottesdienste, Gebeten, Religionsunterricht, was auch immer und vielleicht verbindest du damit Trost und Gemeinschaft und schöne Erfahrungen, aber vielleicht auch Enge und Schuld und Angst oder das Gefühl nie ganz richtig zu sein und all das darf da sein, denn ich möchte überhaupt nicht gegen die Kirche sprechen und niemandem seinen Glaube nehmen und ganz sicher sprich nicht gegen Jezus, mir geht es um eine ganz andere Frage, die aber mit all dem Zusammenhängt und auch zutiefst daraus hervorgehen sollte, was bleibt von unserer Verbindung mit dem göttlichen Übrig, wenn wir alle menschlichen Regeln und Deutungen und Dogmen und Vorstellungen weglassen. Was bleibt dann? Und es wäre ja die Essenz, oder? Aber wie viele Menschen glaubst du wo es sind wirklich mit dieser Essenz in Kontakt? Und bevor wir jetzt richtig einsteigen, möchte ich dir etwas persönliches erzählen, nämlich wie ich so in Glaubensdingen aufwuchs, vielleicht ist es wichtig für dich, vielleicht nicht, vielleicht runde es die Geschichte ab, nicht, wenn es dich nicht interessiert, spul einfach vor, bis zu dem Punkt, wo wir dann richtig einsteigen, mir ist es jetzt gerade wichtig, das zu erwähnen. Also ich bin im Prinzip unter ateistischen Eltern aufgewachsen. Also meine Eltern, die waren zwar offiziell katholisch, aber die sind diesen Glaube nicht nachgegangen, die waren auch nicht dagegen, die hatten einfach ja, kein Interesse dafür. Meine Eltern, die haben das aber auch aus meiner Sicht sogar nicht gebraucht, weil sie von einer ganz natürlichen Ethik geführt wurden. Also meine Eltern kann ich wirklich sagen, sind grundgute Menschen. Ich sage nicht, dass sie perfekt sind und keine Fehler machen und noch nie jemanden aus versehen, verhitzt haben, aber sie haben noch nie irgendwas böswilliges getan oder jemandem geschadet, böswillig oder sonst war es ja. Also das ist ein zu tiefst ethisches Herzgesteuertes Verhalten, das dann auch vielleicht nicht so eine Richtlinie durch einen Glaube braucht. Also so bin ich jedenfalls aufgewachsen. Auf der anderen Seite war ich dadurch, dass meine Eltern sich schon scheiden lassen haben, als ich 6 war oder getrennt haben, war ich viel bei meinen Omas. Und da habe ich sehr unterschiedliche Welten wahrgenommen. Die eine Oma, die war geistig sehr aktiv. Mit ihr habe ich über ganz viele Themen gesprochen. Das war immer sehr inspirierend und die andere Oma, die war sehr christlich. Und zwar so nach dem gängigen Modell fromm auch, man betet, man geht zu den Tags in die Kirche, man guckt, dass das Haus von außen immer schön aussieht und diese Dinge du weißt schon. Und von ihr habe ich dann auch irgendwann das christliche Beten gelernt. Also wir lagen abends in Beten und sie hat mir das Vater unser und das Abi Maria und so weiter beigebracht. Und ich habe da schon immer gemerkt, dass ich so ein Widerstand habe, also dass ich auf der einen Seite die Situation zu beten, also mich dem göttlichen zuzuwenden schön finde und auch die Zweisamkeit mit meiner Oma. Es war immer sehr liebevoll. Aber auf der anderen Seite auch diese Worte und dieses herunterbeten von was starim so nicht verstanden habe. Also das ging mir überhaupt nicht irgendwie ins Herz, sondern war für mich eine komische Situation. Und ich habe dann aber dadurch, dass ich überhaupt ist mit Beten konfrontiert war, meine eigenen Zugang zum Beten entwickelt. Also ich kann tatsächlich sagen, dass seit meiner Kindheit nicht ein einziger Tag vergangen ist, egal in welcher Lebenssituation ich war, wo ich nicht diese Verbindung gelebt habe, diese Kommunikation mit dem göttlichen auf meine Art gelebt habe. Und für mich war das eben. Ja, Gott war für mich nie männlich oder weiblich und war nie in einer Kirche zu finden und auf gar keinen Fall so kontrollierend und rachzig, süchtig und urteilen, wäre manchmal dargestellt wird. Im Gegenteil ich habe über die Jahre in ganz anderes Bild bekommen, das göttliche war für mich immer überall, in der Natur, in den Pflanzen, in den Tieren, in der Luft, im Wasser, im unendlichen Kosmos und natürlich auch in jedem einzelnen Menschen. Wenn auch manchmal sehr versteckt und es war mir eine Kindheit schon bewusst, dass manchen größeren Anteil davon leben als andere. Und ja, also ich habe in laubendsten eigentlich so ein bisschen Doppelleben geführt, mein eigener Zugang, der dann einfach erwacht war und sein eigenleben geführt hat, was für mich total natürlich und total echt war. Und dann aber auch war ich ja weiterhin mit der Kirche konfrontiert, also neben den ganzen Familien, Feiern, Hochzeiten und Beerdegungen, wo ich mich in der Kirche nie so richtig wohl gefühlt habe, war ich auch noch eine katholischen Privatschule, an der Religionsunterricht schon wichtig genommen wurde und wo man auch regelmäßig von der Schule aus in die Kirche und auch zum Beichten gegangen ist. Und ja, da habe ich gemerkt, dass so ein Glaube eigentlich auch ganz schön zu Konflikten fühlen kann, also so ein Aufgesetz, der dogmatischer Glaube mit solchen Ritualen, die vielleicht für manche sehr gut sind, aber für andere auch gar nicht. Und die vielleicht auch über die Jahrhundertil in ihrem Sinn und Zweck verzerrt wurden. Es gab zum Beispiel immer einen Tag, wo wir zum Beichten gegangen sind. Und dann saßen wir nicht in ein Beichtstuhl, sondern es gab einen Raum in der Kirche, wo wir mit dem Pfarrer dann saßen, also jeder alleine und der Pfarrer hat einen dann so psychologisch angeschaut und wollte wissen, was es zu beichten gibt. Und ich war eben, ich war wirklich ein super Liebesmittel, ich habe nicht mal in Gedanken, was Böses gemacht. Ich war einfach nur voll okay und ich hatte keine Sünden zu beichten, aber immer wenn ich gesagt habe, nichts, dann hatte mir das nicht geglaubt und so ein komischem psychologischem Druck aufgebaut. Zumindest habe ich das so empfunden. Und dann hatte ich praktisch immer schon ein bisschen Angst vor dem Beichten und habe mir dann irgendwas überlegt, was ich da sagen könnte und habe dann eben gesagt, ich hätte gelogen oder ich hätte jemanden gezwickt oder habe mir irgendwas da einfallen lassen, damit ich da schnell wieder raus komme, weil ich war ja viel schneller raus, wenn ich eine Sünde hatte und er gesagt hat es nicht so schlimm, als wenn ich gesagt habe, ich habe nix und er hat weiter nachgebohrt. Und danach hatte ich dann aber ein richtig schlechtes Gewissen, weil jetzt habe ich den Pfarrer angeloggen. Also, du weißt, was ich meine. Und dann gab es auch den Religionsunterricht und ich weiß noch, wie man damals dann so über Jesus sprach und die Bilder gezeigt hat, Zeichnungen eben und gesagt, hat er hätte am Koch gelebt und keine Frau gehabt und in mir hat irgendwas total laut geschrien, das stimmt nicht, ihr verzerrt die Geschichte. Und ja, mir wurde es später bewusst, dass ich da eigene Einblicke hatte, das war das erste Mal, dass das überhaupt aufkam, dass ich ja mich da ganz intuitivte Gegengestimmt habe. Und ja, ich weiß nicht, wie es dazu gekommen ist, aber ich wurde dann tatsächlich auch noch Ministrantin in dem Dorf, wo meine Oma gelebt hat. Und ich bin da, ich weiß nicht, wie lang, also es waren vielleicht ein paar Wochen, war ich da jeden Sonntag und hab den Gottesdienst begleitet und war immer sehr konzentriert. an der richtigen Stelle mit den Glöckchen zu klingen und das Richtige zu machen. Und an einen Tag hat der Pfarrer so eine Predigt gepredigt von wegen, also einfach wie schlechter Mensch ist und das überhaupt nicht wert ist, mit Gott selbst in Kontakt zu sein und da ich aber ja schon so lange mit Gott selbst in Kontakt war und diesen Kontakt auch viel echter und natürlicher und ehrlicher empfunden habe als alles was ich da in der Kirche gehört habe. Ja konnte ich das nicht mehr unterstützen und ich feiere tatsächlich im Nachhinein diese konsequente Handlung, ich war damals vielleicht, weiß nicht neun oder so, plus minus und ich habe mein Glöckchen gelegt und bin gegangen und nie mehr wiedergekommen. Trotzdem war ich da noch einige Jahre Mitglied in diesem Verein und habe die Steuern bezahlt bis ins erwachsenen Alter bis sich dann die Entscheidungen aufbringen konnte auszutreten und das zeigt ja auch wieder wie verbindlich und einnehmen diese Zugehörigkeit im System ist, selbst wenn man diesen Glauben eigentlich so auf diese Art gar nicht vertritt und gar nicht unterstützt, dass man da nicht einfach so rausgeht. Ja und seitdem habe ich einfach ganz genau zugehört, wenn jemand zum Beispiel es gibt zu viele Menschen die an Weihnachten in die Kirche gehen oder die Kirchlich heiraten, die ihre Kinder taufen lassen oder schlichtweg ihre Kirchensteuer bezahlen und wenn es die Situation erlaubt, dann frage ich gerne nach warum. Was bedeutet das für dich und die meisten Menschen, die wissen darauf überhaupt gar nichts zu sagen, meistens kommt so was wie, das macht man ebenso. Und das ist tatsächlich eine der Grundmotivation jetzt diesen Podcast heute auch aufzunehmen, weil das ist ja nicht falsch, ich verurteile da überhaupt nichts. Jeder ist da, wo er ist, richtig. Aber dieser Podcast soll ein bisschen was zum Bewusstsein beitragen, was dann am Ende vielleicht ganz viel Freiheit mit sich bringen kann. Ja, lass uns gerne jetzt einsteigen in das, was ich so jetzt ein bisschen zusammengetragen habe und gerne mit dir durchgehen möchte. Grundsätzlich, es gibt einen großen Unterschied zwischen dem, was wir glauben sollen und dem, was wir selbst erfahren. Du kannst viel über Gott wissen, du kannst Gebete auswendig sprechen, du kannst die ganzen religiösen Geschichten kennen und ich auch eine Kirche oder Gemeinde zugehörig gefühlen. Und trotzdem kann sich das göttliche für dich sehr weit entfernt anfühlen. Und gleichzeitig, die andere Seite ist, dass ein Einzig, ein Einziger stiller Moment genügen kann, indem du so eine tiefe Liebe und Einheit und Verbundenheit erfährst, dass du überhaupt kein Beweis mehr für das göttliche braust, weil du es in dir erfahren hast. Und genau darum soll es heute gehen, nicht nur darum, ob du glaubst, sondern darum, ob dein Glaube zu einer lebendigen Erfahrung werden darf, denn nur dann hat er bestand. Nur dann hast du was, was dir keiner nehmen kann. Viele Menschen haben gelernt, du musst einfach glauben, aber kann man sich wirklich dazu zwingen. Entsteht Glaube durch Wiederholung, entsteht Glaube, ja, wodurch entsteht er, entsteht er nicht viel mehr dann, wenn etwas in uns selbst berührt wird. Also wenn wir erfahren, dass da mehr ist, als dieser Mensch, der wir sind, mehr ist er als unser Verstand und unser alltägliches. Vielleicht haben viele Menschen gar nicht Gott verloren, vielleicht haben sie nur den Zugang zu ihrer eigenen Erfahrung verloren. Und das ist was völlig anderes. Und das erzählt uns die Religion, aber in der Regel so nicht. Deswegen dürfen wir selbst neue Gedanken denken und eigene Wege finden, vielleicht kennst du das Gefühl zu beten. Und das ist sich so anfühlt, wie in der Einbahnstraße, nur du sendest etwas aus, aber du bekommst keine Antwort. Und vielleicht hast du dich gefragt, warum andere Menschen in dem göttlichen Scheinbar näher sind als du. Vielleicht dachte du, dein Glaube sei nicht stark genug, du seist nicht reingenug oder nicht würdig genug. Vielleicht hast du auch geglaubt, du müsstest mehr leisten oder mehr verzichten oder mehr gehorchen oder mehr an dir arbeiten, damit Gott dich hört. Aber was, wenn die Quelle gar nie weit entfernt war, was, wenn die Verbindung zum göttlichen Nie verschwunden ist und sich nur viele Schichten darüber gelegt haben, Schichten aus Erziehung, aus Dogmen, aus Angst, Schuld, Scham und all den übernommenden Vorstellungen darüber, wie Gott sein müsse und wie ein guter, christlicher oder sonst wie religiöser Mensch zu leben hätte. Und genau diese Schichten mein ich, wenn ich sage, endkirche dich. Nicht unbedingt äußerlich, sondern vor allem innerlich, weil du kannst aus einer Kirche austreten und sie trotzdem in dir weiter tragen. Und du kannst jede religiöse Zugehörigkeit ablegen und weiterhin von diesen Programmern, die dadurch ausgelöst wurden, wie Schuld, Angst und Gehorsam, bestimmt sein. Du kannst dich spirituell nennen und immer noch glauben, dass jemand anderes näher an der Quelle ist, heißt du. Und dann hat sich nur die Verpackung verändert. Früher ist es vielleicht der Pfarrer, weiß es und heute heißt es, mein spiritueller Lehrer weiß es. Früher braucht man angeblich ein Vermittler zwischen sich und Gott. Und heute braucht man vielleicht ein Guru, ein Medium oder irgendjemandem, der einen den eigenen Seelenplan erklärt. Und es muss da bleibt es selbe, solange wir unsere Wahrnehmung abgeben und glauben jemand anderes, wie sie besser, was für unser Leben richtig ist. Und deswegen ist endkirche dich viel größer als Kirchenkritik. Darum geht es mir überhaupt nicht. Endkirche dich bedeutet, dich von allem zu lösen, was sich zwischen dich und deine unmittelbare Verbindung mit dem göttlichen stellt. Und es kann eine Institution sein, das kann ein einzelner Lehrer sein, das kann eine spirituelle Bewegung sein, eine Ideologie oder auch dein eigenes Ego. Denn auch das Ego kann super spirituell auftreten, es kann sich für ganz erwacht halten und sich über andere erheben und überzeugt sein die Wahrheit gefunden zu haben. Ich habe immer wieder mal über spirituellen Hochmut gesprochen und geschrieben und ja, wenn du in so einem Programm drin bist, dann bist du nicht freier als in einem religiösen Hochmut. Beides trennt, beides ist Ego, beides erschafft Auserwählte und ausgeschlossene, wissende und unwissende oder gute und schlechte. Aber eine behaftige spirituelle Lehre macht dich nicht abhängig. Sie führe dich nicht immer tiefer in die Welt, von irgendeinem Lehrer oder irgendeiner Lehre hinein, sondern immer klarer zu dir selbst. Ein echter Lehrer nimmt dir keine Entscheidungen ab und sagt ja auch nicht wie du zu leben hast, sondern er stärkt das in dir, was selbst wahrnehmen und erkennen und entscheiden kann. Diese Instanz in dir muss gestärkt sein, deine Eigenmacht muss wieder kehren können. Eine gute Lehre führt dich nicht zum Lehrer, nicht zum Pfarrer, nicht zum spirituellen Lehrer nurgens hin. Sie führt dich zu dir und von dort in deine eigene Verbindung mit der göttlichen Quelle. Und ummerkst, ich springe zwischen diesen Worten "göttliches" oder "göttliche Quelle", es ist alles das selbe. Nur manche Worte, wie Gott zum Beispiel, die sind schon ein bisschen belastet und da sind schon manchmal hängen schon ganz viele Traumen und Glaubenssätze und alles mögliche dran und deswegen bevorzuge ich es eigentlich mehr, von der Quelle zu sprechen, weil das für mich das optimale Bild und die optimale frei Energie einfach ist. Du darfst das Wort für dich finden, was für dich stimmig ist. Ja und wenn es um diese Verbindung zu uns selbst geht, dann kann Religion dabei ein Weg sein. Religion kann Orientierung schenken, kann Gemeinschaft geben, kann Menschen durch Krisentragen und auch Räume schaffen, in denen etwas heiliges spürbar wird. Aber jede Religion ist erst mal eine Landkarte und eine Landkarte ist nicht die Landschaft. Du kannst den Weg genau erkennen ohne in ihr selbst gegangen zu sein. Du kannst viel über Wasser lesen und trotzdem durstig bleiben. Du kannst alles über Gott wissen und trotzdem keine Gottes Erfahrung haben. Irgendwann genügt das Wissen nicht mehr und dann möchte der Mensch selbst erfahren. Und er möchte nicht nur hören, dass Liebe existiert, sondern sie fühlen. Und er möchte nicht nur glauben, dass Gott da ist, sondern diese Gegenwart in sich erleben. Und es ist kein Angriff auf den Glauben, sondern es ist seine Vertiefung. Das kommt, wenn das andere nicht mehr reicht. Glaube kann der Anfang sein, aber irgendwann darf und muss aus Glaube Erfahrung werden. Und vielleicht verlassen sich deshalb heute so viele Menschen nicht mehr auf die Kirche. Sie gehen da raus, nicht unbedingt weil sie Gott verloren haben, sondern weil ihre Sehnsucht größer geworden ist, als das, was sie in dort vermittelt wird. Sie merken, dass sie an einer klesenen Decke angekommen sind, wo es nicht weitergeht. Sie spüren, dass das göttliche nicht in diese Institution passt. Und es war halt nicht nur in einem Buch stehen kann und das kein Mensch, das alleine gerecht haben kann, Gott zu erklären. Aber äußerlich, die Kirche zu verlassen, bedeutet eben noch nicht innerlich frei zu sein. Mensch kann eine Kirche aus Wut verlassen und noch Jahrzehnte an sie gebunden bleiben. Er kämpft weiter gegen sie, redet über sie, ergerzig über sie und gibt ihr damit weiterhin Aufmerksamkeit und Energie. Immer wenn wir etwas bekämpfen, sind wir damit verbunden. Entkirche bedeutet deshalb nicht, in den Kampf zu gehen, es bedeutet Frieden zu finden und ehrlich anzuschauen, was dich getragen hat und was dich begrenzt hat. Vielleicht hast du in deiner religiösen Kindheit vertrauen gelernt. Vielleicht hast du da zum ersten Mal bewusst gebetet. Vielleicht gab es einen besonderen Menschen aus diesem Kreis, der dir trotzgeschenkt hat. Vielleicht hast du auch in irgendeiner Kirche mal stille oder etwas heiliges erfahren. Und es darf bleiben, niemand will dir das nehmen. Vielleicht hast du aber auch Angst gelernt. Vielleicht wurde dir vermittelt, dass du syndig und falsch und unwürdig bist. Vielleicht hast du gelernt, dich anzupassen und deine eigene Wahrnehmung zu unterdrücken. Vielleicht wurden Schuld und Charme benutzt, um dein Verhalten zu lenken und das darf gehen. Das heißt, weißt du, du musst nicht alles verwerfen, nur weil manches nicht stimmig war, aber du musst auch nichts schön reden. Wahrhaftigkeit bedeutet, beides sehen zu können, das tragende und das begrenzende. Also die Liebe, die in allem steckt und aber auch die Programme, die Dogmen. Und viele dieser Programme wirken wirklich sehr tief. Also wenn ein Kind lernt, das bestimmte Gefühle schlecht sind, dann beginnt es sich selbst zu kontrollieren. Wenn es lernt, dass Gehorsam wichtiger ist als die eigene Wahrnehmung, dann verliert es ja den Kontakt zu seinen eigenen Grenzen. Wenn der Körper mit syndig verbunden wird, entsteht Charme. Wenn Leid als besonders Edel gilt, dann kann es später schwerfallen, sich einfach Freude und Fülle und Leichtigkeit hinzugeben. Wenn Gott als strafend erlebt wird oder dargestellt wird, dann entsteht keine lebendige Beziehung, sondern Angst und Unterwürfigkeit. Dann will man was verstecken, dann lebt der Mensch nicht frei, sondern versucht, richtig zu sein. Richtig im Sinne dieser Dogmen. Und wenn es so vieles, was nach Moral aussieht, ist in Wahrheit Angst. Und vieles, was nach Demo da aussieht, ist einfach nur ein geringer Selbstwert. Und vieles, was als Nächsten Liebe bezeichnet wird, geschieht ohne Liebe und schon gar nicht, schon gar ohne Selbstliebe. Vieles, was als Opferbereitschaft gilt, ist einfach nur die Unfähigkeit, Nein zu sagen und das eigene Feld zu halten. Und vieles, was glaube genannt wird, ist eigentlich Gehorsam. Echte Liebe braucht keine Drohung und eine wirkliche Verbindung mit der Quelle, die macht dich niemals kleiner, sie richtet dich auf. Und erinnert dich daran, wer du wirklich bist. Und das wiederum wird auch oft falsch verstanden, weil das bedeutet nicht, dass du dich über andere erhebst, im Gegenteil, wenn du erkennst, dass das Götliche in jedem Menschen lebt, dann brauchst du keine verdammten und keine Außerwilten mehr. Du musst nicht mehr trennen. Du musst niemanden bekehren und niemanden deine Wahrheit aufzwingen. Sondern du kannst einfach, du kannst es stehen lassen, du kannst erkennen, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg geht und seine Erfahrungen in seinem Tempo macht. Ein Mensch ist nicht bewusster, weil er aus der Kirche ausgetreten ist und ein anderer Mensch ist nicht unbewusst, weil er in einer Kirche bleibt. Entscheidend ist nicht die äußere Form, sondern was sie in dir bewirkt. Macht sie dich freier? Wirst du Liebe voller? Lebst du wahrhaftiger? Kannst du mehr Verantwortung für dein Leben übernehmen? Traust du immer mehr deine eigenen Wahrnehmung, deinen Hälsinnen? Kannst du andere Menschen auch frei lassen? Oder brauchst du immer einen Regelwerk, eine Zugehörigkeit und Bestätigung von anderen oder von einer Lehre, um dich sicher zu fühlen? Und diese Fragen, die gelten genau so für Religion, wie für die spirituelles Szene. Auch dort gibt es Vorstellungen darüber, wie ein bewusster Mensch angeblich sein müsste. Er darf nicht wütend sein, muss immer liebevoll wirken, darf keine materiellen Wünsche haben, sollte ständig an sich arbeiten, alles vergeben und am besten jeden Menschen in seinem Leben beschenken. Durch solche Dokmen entsteht gleich das nächste Gefängnis. Die Begriffe sind anders, aber Schuld und Scham wirken immer noch weiter. Der Mensch versucht erneut, ein Bild zu erfüllen, dieses mal nicht das Bild eines guten Christen, sondern das Bild des perfekten spirituellen Menschen. Aber das wahre Selbst, es braucht kein Bild, das ist einfach authentisch. Es kann liebevoll sein und klare Grenzen setzen, es kann vergeben und trotzdem weitergehen. Es kann spirituell sein und auch das irdische Leben genießen, den genau hier sind wir hergekommen. Warum sollten wir es ablehnen? Es kann still sein und kraftvoll handeln. Es muss nicht in eine vorgegebene Form passen, genau das ist Freiheit. Und genau das ist Entwicklung. Du löst die Schichten, die du nicht bist und legst frei, was darunter immer da war. Dein wahres Selbst. Und auch bei Jesus können wir mal näher hinschauen und deschen diese Unterscheidungen üben, weil natürlich Jesus und die Institution Kirche sind nicht das selbe. Wenn ich auf die ursprüngliche Botschaft von Jesus blicke, dann sehe ich Liebe. Liebe, Liebe und normal Liebe und dann noch eine Spur, Wahrhaftigkeit, Heilung und die Erinnerung an das göttliche "Im Menschen". Ich sehe keine Botschaft, die den Menschen klein machen möchte, sondern eine Kraft, die ihn aufrichtet. Eine Kraft, die nicht fragt, welche Institution jemand angehört, eine Kraft, die nicht trennt, sondern verbindet, das war das, was er gebracht hat. Und deshalb dürfen wir uns fragen, was im Laufe der Zeit aus dieser lebendigen Botschaft eigentlich geworden ist. Institutionen entstehen, wenn Menschen Strukturen schaffen. Strukturen können helfen, um wissen zu bewahren und Gemeinschaft irgendwie zu organisieren. Aber jedes Struktur kann sich irgendwann verselbst, denjenigen, wenn der lebendige Geisterin fehlt. Dann dient sie nicht mehr der ursprünglichen Botschaft, sondern die Botschaft muss der Institut sein. Und dann werden Regeln und Dogmen wichtiger als die echte Erfahrung. Dann zählt Gehorsam mehr als Wissen. Er, mehr als Gehwissen schuldige, Gehorsam steht über Gehwissen dann. Und Zugehörigkeit wird wichtiger als Wahrheit und Macht. Aber jede Struktur kann sich irgendwann verselbständigen. Und dann dient sie nicht mehr der ursprünglichen Botschaft, sondern die Botschaft muss der Institution dieten. Das geschieht immer dann, wenn der ursprüngliche lebendige, inne wohnende Geist. Nicht mehr da ist. Und dann wird alles sachlich. Dann werden Regeln wichtiger als Erfahrung. Dann wird Gehorsam wichtiger als das eigene Gewissen. Und dann wird Zugehörigkeit wichtiger als die eigene Wahrheit. Also ich halte mein Mund, bevor ich ausgeschlossen werde. Oder noch schlimmeres. Und Macht wird wichtiger als Liebe. Und es ist kein ausschließlich kirchliches Problem. Das kann in jeder Familie, in jeder Gemeinschaft, in jeder Organisation und jeder spirituellen Bewegung beobachtet werden. Deshalb wäre es zu einfach nur mit dem Finger auf die Kirche zu zeigen, die eigentliche Frage lautet, wo nehme ich Sicherheit an statt Freiheit? Und die können wir uns in allen Lebenslagen stellen. Wo möchte ich dazu gehören und verleugnet dafür meine eigene Wahrheit? Wo folge ich Regeln, obwohl mein Herz Nein sagt? Wo gebe ich Verantwortung ab? Und wo hoffe ich, dass jemand anderes mir sagt, wie ich zu leben habe? Und ich weiß, es sind so unbequeme Fragen. Aber genau da beginn selbst der Mächtigung. Gerade in dem Zusammenhang mit Religion gibt es aus meiner Sicht noch einen ganz wichtigen Aspekt, der oft übersehen wird, über viele Jahrhunderte haben diese ganzen religiösen Konflikte, die Verfolgung und insbesondere die Zeit der Inquisition ganz tiefe Spuren im kollektiven Bewusstsein hinterlassen. Das heißt, Menschen wurden für ihre Wahrnehmung, für ihr Wissen, für ihre Heilkraft oder ihren Glauben verfolgt, ausgeschlossen oder getötet. Und daher kommt es auch, dass wir irgendwann Gehorsam über das eigene Gewissen stellen oder dass wir irgendwann uns nicht mehr trauen und unsere Wahrheit zu sprechen, weil dann ein tiefes inneres Trauma angetriegert wird. Und weder andere standen auf der Seite derjenigen, die die Macht ausgeübt haben. Und aus Teequisicht können all diese Erfahrungen und Traumen die Schuld und Charme, die darin gebunden ist, nicht nur individuell, sondern auch kollektiv nachwirken. Und die zeigen sich dann in Ängsten die eigene Wahrheit auszusprechen, in der Angst sichtbar zu werden, wenn man spirituell sich irgendwie engagiert, spirituelle Fähigkeiten lebt oder den eigenen Weg geht. Manchen Menschen spüren so eine ganz unerklärliche Scheuverspiritualität, ziehen es ins lächerliche. Andere wiederum haben so eine tiefe Ablehnung gegenüber Religion. Und es muss nicht alles aus den Erfahrungen dieses Lebensstammen. Es kann mit der Ahnenlinie oder auch mit Erfahrungen aus anderen Inkanationen in Resonanz stehen. Aber das Schöne ist, nichts davon muss bleiben. Wenn wir uns mit Teequis auf den Weg in die Freiheit machen, wirklich in die Selbstermächtigung gehen, dann dürfen auch diese individuellen und kollektiven Traum erkannt und transformiert werden. Nicht um gegen irgendwas anzukämpfen, auch nicht gegen die Vergangenheit. Sondern damit diese gebundene Energie wieder frei werden kann und wir unsere Verbindung, die ganz natürliche Verbindung zur göttlichen Quelle wieder unbeschwert frei leben können. Und darum geht es bei Teequis nicht darum, dir eine neue Religion zu geben, oder dir vorzuschreiben, was du glauben sollest, sondern darum das zu lösen, was deine eigene Verbindung überlagert. Teequis ist keinerseits für deine Wahrnehmung, sondern soll sie frei leben. Es sollte ich nicht von irgendeinen Menschen auch nicht vor mir oder von einer Lehre oder einer Institution abhängig machen, sondern in Eigenverantwortung führen. Nur so werden wir alle frei, kollektiv. Vielleicht dürfen wir in diesem Zusammenhang sogar unser Bild von Gott endkirchen. Vielleicht trägst du auch noch die Vorstellung eines Gottes in dir, der irgendwie unser alle beobachtet und bewertet, belohnt und bestraft. Und vielleicht glaubst du sogar so ganz ins Geheim noch, dass wir am Ende des Lebens entweder in den Himmel kommen oder die Hülle auf uns wartet. Vielleicht hast du dieses Bild auch schon längst abgelegt, aber emotional wirkt es noch weiter. Vielleicht benutzt du heute das Wort Quelle und erwarte es tief in dir trotzdem noch irgendein Urteil über dich. Dann hat sich nur das Wort verändert, aber nicht das Programm verstehste, und darauf will ich hinaus, was glaubst du wirklich über Gott? Ist Gott liebe oder Kontrolle? Nee oder Distanz? Musst du geheuchen oder darfst du in Beziehung sein? Darfst du zwei Fün Fragen stellen, wütend sein und deinen eigenen Weg finden? Vielleicht sogar Forderungen stellen? Eine lebendige Verbindung mit dem göttlichen hält deine Ehrlichkeit aus, glaubst mir. Du musst vor der Quelle keine Rolle spielen. Vielleicht beginnt echte Gingabe nicht dort, wo du dich unter wirfst, sondern dort, wo du aufhörst, dich zu verstecken. Vielleicht ist genau das auch die Rückkehr zum Christusbewusstsein. Nicht die Rückkehr in ein System, sondern die Erinnerung daran, dass jeder Mensch das göttliche in sich trägt. Dann musst du Jesus nicht gegen Spiritualität austauschen oder dich nicht zwischen Christus und der Quelle entscheiden. Du kannst hinter dir religiösen Programme schauen und prüfen, was dein Herz wirklich berührt und sehen, was alles zusammengehört. Vielleicht konntest du mit Jesus lange nicht zu anfangen, weil der Name sofort irgendwie Schuldkirche oder Zwang aktiviert hat. Aber dann war nicht Jesus das Problem, sondern die Prägungen, die sich darum gelegt haben. Entkirche, dich bedeutet deshalb nicht, weg von Jesus zu gehen. Vielleicht bedeutet es sogar, noch einmal neu hinzuschauen, ohne Dogma, ohne Angst und ohne jemanden, der dir sagt, was du dabei zu empfinden hast. Manche Menschen erfahren die Quelle in der Kirche, andere in der Natur, wie der andere in der Stille, in der Musik, in den Augen eines Kindes in der Liebe zu einem Menschen oder einfach in einzelnen Momenten tiefer Dankbarkeit. Das Heilige ist nicht an einem Ort gebunden, es ist überall. Orte können aber uns helfen, uns zu öffnen und eine Kirche kann durchaus so ein Ort sein. Für manche Menschen, aber sie besitzt, das göttliche nicht. Kein Mensch besitzt es, keine Religion und keine spirituelle Bewegung. Und vielleicht ist das die tiefste Bedeutung von dem, was ich heute sagen will, von Entkirche dich. Du hörst auf, dich retten zu lassen, du hörst auf, deine Macht abzugeben. Du hörst auf, gegen irgendetwas zu kämpfen und anderen deine Wahrheit beweisen zu wollen. Und stattdessen beginnst du dich zu erinnern, an deinen Herz, an deine Wahrnehmung, an deine Verantwortung und an das göttliche Indier. Und du brauchst dafür nicht alle Antworten. Du musst nicht wissen, wie das Universum funktioniert oder jede religiöse Geschichte einordnen können. Du darfst einfach ehrlich prüfen, was macht mich frei? Was führt mich in die Liebe? Was stärkt meine Wahrhaftigkeit? Was bringt mich näher zu mir? Und was hält mich eher klein? Vielleicht bleibst du noch diesen Podcast in deiner Kirche. Vielleicht gehst du. Vielleicht entdeckst du Jesus noch. vielleicht lässt du bestimmte Dogmen endgültig los. Vielleicht brauchst du eine Zeit lang überhaupt keine Form und alles ist in Ordnung, wenn es wirklich deine Wahl ist. Entkirche dich ist kein Aufruf zum Austritt, es ist ein Aufruf zum Eintritt in dein Herz, in deine Eigenverantwortung und in deine unmittelbare Verbindung. Und dann ist das ein Glaube, der nicht mehr übernommen ist, sondern erfahren wurde. Vielleicht musst du Gott gar nicht finden, vielleicht war die Quelle nie mals weit entfernt. Vielleicht waren nur engste Traumen, Vorstellungen und Programme in der Zwischengeschoben. Endkirche dich bedeutet dich von all dem zu befreien und wirklich wieder in die echte Verbindung zu gehen. Und ich hoffe, dich mit diesem Podcast inspiriert zu haben, es ist so schön, dass es dich gibt und dass wir gemeinsam ein Stück dieses Weges zusammengehen. An ich schließe wieder mit einem ja Textgedicht, wie auch immer und wünsche dir eine wunderschöne Zeit. Endkirche dich Ich suchte dich in steinernen Mauern, in alten Büchern, in fremden Worten. Ich glaubte, du wärst weit entfernt, bis ich still wurde. Da hörte ich, nicht deine Stimme, sondern mein Herz. Und plötzlich wusste ich, du warst niemals fort. Ich hatte nur vergessen, wo ich dich finde. * Musik *

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