Symbiotische Beziehung: Darum besteht Gefahr, wenn es nur noch ein “Wir” gibt!
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Eine symbiotische Beziehung ist eine eng aneinander gebundene, oft übermäßig abhängige Partnerschaft, bei der beide Partner sich ständig gegenseitig bedingen und ihre individuelle Identität verlieren. Solche Beziehungen zeichnen sich durch starke Abhängigkeiten im Bereich Sicherheit, Kommunikation und gemeinsamer Zeit aus. Dazu führt das oft zu einem Verlust der persönlichen Freiheit, der Entwicklung und der sozialen Interaktion mit anderen Menschen. Der Partner verliert das Gefühl von Selbstständigkeit, da er sich ständig um die Bedürfnisse des anderen dreht und eigene Interessen vernachlässigt. Es entstehen emotionale Konflikte, wie Wut, Traurigkeit oder Angst vor der Trennung, was mit einem tiefen Machtgefälle verbunden ist. Ursachen können frühere Beziehungserfahrungen, Verlustangst oder Elternbeziehungen mit Abhängigkeiten haben. Zur Heilung wird empfohlen, die eigenen Bedürfnisse zu reflektieren, gesunde Grenzen zu schaffen und gemeinsam auf eine Balance zwischen Abhängigkeit und Unabhängigkeit zu arbeiten. Dies erfordert langfristige, bewusste Arbeit in der Beziehung, um das gegenseitige Vertrauen und die persönliche Entwicklung wieder aufzubauen. Die Lösung setzt voraus, dass beide Partner bereit sind, sich selbst zu erkennen und zu akzeptieren, um eine gesunde, glückliche und ausgewogene Beziehung zu erreichen.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensidealisten.
In dieser Folge geht es um das Thema symbiotische Beziehung.
Darum besteht Gefahr, wenn es nur noch ein Wir gibt.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Die Begriffe symbiotisch oder Symbiose kennst du vielleicht typischerweise noch aus der Schule, aus der Biologie.
Symbiotische Liebesbeziehung definieren wir als eine Beziehung, die sehr eng und intensiv ist
und in der sich Partner eng miteinander verbunden fühlen, also eine enge emotionale Bindung,
eine Art von Abhängigkeit schon und ist ein ständiger Kommunikation.
Wir zeigen euch, welche Probleme und Folgen eine symbiotische Beziehung mit sich bringt,
und wie ihr wieder eine gesunde Beziehung führen könnt.
Kommen wir direkt zum ersten Problem einer symbiotischen Beziehung.
Das ist auch das, was wir sehr regelmäßig in Coachings haben.
Eine starke Abhängigkeit.
Das muss nicht auf allen Ebenen sein.
Das kann auch nur in einigen Teilbereichen sein.
Gerade heute hatte ich das im Coaching im Bereich Sicherheit.
Das Sicherheitsgefühl, das ich in der Beziehung habe, ist, dass ich nicht nur in einigen Teilbereichen bin,
sondern dass das Sicherheitsgefühl in Abhängigkeit zum Partner besteht.
Da dort die Beziehung entsprechend in der Krise ist und wackelt,
ist nicht nur die Beziehung in Gefahr, sondern dieses gesamte Sicherheitsgefühl,
dieses gesamte Wohlbefinden ist dann entsprechend nicht mehr da.
Also bis zu einem gewissen Grad ist eine Abhängigkeit voneinander natürlich normal.
Es gibt nun mal wechselseitig verschiedene Dinge.
Der eine übernimmt die Verantwortung, der andere die Aufgabe.
Und so gibt es natürlich gewisse Abhängigkeiten voneinander.
Die sollten halt nicht die wichtigsten Themen betreffen, wie zum Beispiel das Thema Sicherheit.
Dann wiederum gibt es eine Abhängigkeit in Form von, dass beide Partner das Gefühl haben oder einer von beiden,
sie müssten jeden Moment miteinander verbringen.
Also so wie das am Anfang der Beziehung ist, wenn die rosa-rote Brille da ist und man die Freunde vernachlässigt,
so ist das bei einer Symbiose.
In einer psychotischen Beziehung so, dass dieser Zustand quasi nicht mehr aufhört.
Und so wird aus beiden Individuen dann nur noch das Wir oder Uns, aber es existiert keiner mehr einzeln.
Das hat auch weitere Probleme, die es mit sich bringt.
Ein weiteres Problem ist, dass die persönliche Freiheit nach und nach eingeschränkt ist.
Man geht also seinem Hobby vielleicht nicht mehr nach.
Man trifft sich nicht mehr so viel mit anderen Menschen.
Man weiß vielleicht auch gar nicht mehr, was seine eigenen,
interessen mit der Zeit sind.
Und es fällt halt auch wirklich schwer, die eigenen Bedürfnisse und Wünsche auszudrücken.
Weil man halt immer damit beschäftigt ist, den Kontakt zum anderen zu halten,
zu überlegen, was tut dem anderen gut und sich selber gar nicht mehr wirklich in diesem Konstrukt wahrnimmt als einzelne Person.
Weiter kann es sein, dass es auch so ein Gefühl der Unterordnung gegenüber der anderen Person gibt.
Wie ich eben schon sagte, man versucht halt alles zugunsten des Partners oder der Partnerin,
und das macht es halt auch gefährlich.
Man stellt sich selber zurück, man nimmt sich selber immer in seinen Bedürfnissen zurück.
Und dann entsteht halt auch unbewusst, könnte man ja schon sagen, so eine Art Machtgefälle.
Etwas, was das im Coaching häufig verdeutlicht, ist,
wenn jemand im Einzelcoaching mehr über den anderen spricht als über sich selbst.
Also wenn die Gedanken immer wieder zum anderen führen.
Das war in dem Coaching heute auch der Fall.
Dass der Start so war, dass es viel um den anderen geht.
Was denkt der andere? Was macht der andere?
Es ist viel Interpretieren, viel Kopfkino dabei.
Und man sorgt sich mehr um den anderen als um sich selbst.
Auch in der Form, liebt der andere mich genug und so weiter.
Das sind so die typischen Gedankenkarusselle.
Und wenn das eher den einen betrifft oder auch da eine Unausgewogenheit drin steckt,
wie diese symbiotische Beziehung.
Wenn die Beziehung ausgelebt werden will,
dann führt dies zu emotionalen Verletzungen und unguten Gefühlen.
Das eine ist Wut, weil man sich abhängig fühlt, aber keinen Ausblick sieht.
Es kann traurig machen, weil die Beziehung sich nicht erfüllend anfühlt.
Oder es kann Angst machen, dass man irgendwann alleine dastehen könnte.
Was bei vielen Menschen starkes Leid verursacht.
Die in dieser Beziehung so drinstecken und sich eben abhängig fühlen.
Dadurch vielleicht auch gar nicht trennen können.
Kommen wir einmal zu den Folgen.
Eine Folge ist die Verlust der Selbstständigkeit.
Und das ist auch etwas, was gar nicht so ganz bewusst passiert,
sondern meistens ein schleichender Prozess ist.
Das heißt, eigene Interessen und Aktivitäten werden vernachlässigt.
Man geht vielleicht nicht mehr zum Sport, wie man es früher gemacht hat.
Trifft sich nicht mehr mit Freunden so regelmäßig, wie man das früher gemacht hat.
Und was dann halt aber passiert, ist so ein Verlust.
Eine eigene Identität.
Es gibt einen sozusagen gar nicht mehr alleine, sondern nur noch zusammen.
Und da ja jeder Mensch eine eigene Identität hat
und das nicht ein Klon von dem anderen ist,
ist es natürlich schwierig, seine eigenen Interessen auf Dauer,
wenn man in so einer symbiotischen Beziehung ist, auch aufrechtzuerhalten.
Das erinnert mich an ein Coaching, was ich mal mit einem Paar hatte.
Das ist auch schon ein bisschen länger her.
Die haben sich sehr früh kennengelernt
und sie waren sehr lange zusammen.
Und da ging es auch darum, dass er sagte,
ja, aber wenn du dich von mir trennst, dann gibt es mich ja nicht mehr.
Also da wird nochmal ganz klar,
dass er eigentlich keine eigene Identität außerhalb der Beziehung mehr hat
und er auch gar nicht mehr existiert, wenn sie nicht mehr mit dabei ist.
Und spätestens in diesem Moment war ihr jedenfalls
und ich glaube ihm auch so ein bisschen schon beim Aussprechen klar,
dass da eine starke Abhängigkeit ist.
So schön es sich auch immer anhört,
die bessere Hälfte oder ohne dich kann ich nicht leben,
da schwingt halt auch etwas mit, was eine Gefahr sein kann.
Dann bestehen manchmal Schwierigkeiten bei der temporären Trennung.
Also wenn der eine auf Geschäftsreise ist,
alleine mit Freunden unterwegs ist,
also immer dann, wenn der andere nicht bei einem ist,
dann sorgt das in dieser symbiotischen Konstellation für Leid,
bei dem der sozusagen zurückbleibt.
Und das führt eben dazu,
wir wollen ja den anderen ungern leiden sehen,
dass wir in so einer Beziehung Schwierigkeiten haben
bei der Aufrechterhaltung von zwischenmenschlichen Beziehungen.
Also die Beziehung zu Freunden, der eigenen Familie,
gerät in den Hintergrund
und so verliert man nach und nach Freunde
und sozialen Kontakt zu seinen Mitmenschen
und es dreht sich immer mehr, immer fokussierter
nur noch um die eigene Beziehung.
Und man taucht überall quasi nur noch zu zweit im Doppelpack auf.
Manche Menschen haben das ja auch grundsätzlich
so ein bisschen in ihrer Beziehungslinie
oder in ihrer Art und Weise, wie sie Beziehungen führen, häufig drin.
Da wären wir wieder bei dem Thema, das Päckchen, was man mitbringt.
Dass immer, wenn sie in eine Beziehung starten,
in eine Beziehung reingehen,
erst mal komplett von der Bildfläche verschwinden
und Freundinnen schon wissen,
okay, das dauert jetzt ein Jahr,
bis man den oder diejenige wieder sieht.
So ein bisschen hat mir ja gesagt,
ist das ja auch am Anfang normal,
wenn man frisch zusammenkommt, dass es diese Phase gibt.
Aber sollte das ein grundsätzliches Beziehungsmuster sein,
was sich über längere Zeit und ein Jahr,
ist ja wirklich schon sehr lang, hinzieht,
dann ist es etwas, wo man näher drauf schauen sollte.
Ein weiterer Punkt ist auch Einschränkung von Wachstum und Entwicklung.
Also diese persönliche Entwicklung, die eigenen Ziele,
die man sich mal vorgenommen hat, sei es beruflich,
sei es mit Freunden zusammen irgendwas,
zu unternehmen, mit der Familie irgendwo hinzufahren.
Die ganzen Pläne können schwer eingehalten werden,
wenn der andere oder die andere nicht mit eingebunden ist.
Man kann sozusagen gar nicht mehr alleine wachsen
und das Wachstum wird erst mal zurückgestellt
oder bleibt erst mal so stehen,
wenn der andere nicht genau das mitmacht
oder auch genau das gleiche Ziel hat.
Und das macht es natürlich schwierig,
weil da auch der Fokus natürlich auf der Beziehung ganz klar liegt,
und alles andere zurückgestellt wird.
Weitere Folgen sind Einschränkungen und Kontrolle,
dass man schaut, was macht der andere,
wo ist er unterwegs, wie viel Zeit verbringt er mit Freunden,
bei der Arbeit, warum dauert der Weg so lang,
ist dort wirklich Stau?
Also dass man immer intensiver drauf schaut,
dass der andere seine kostbare Paarzeit
eben nicht verbringt.
Also dass man nicht nur für einen verschwendet,
sondern tatsächlich dann auch für einen da ist.
Häufig sind dann die Paare auch in einer ständigen Kommunikation,
also haben einen sehr verstärkten WhatsApp- oder Messenger-Austausch,
telefonieren sehr häufig miteinander tagsüber,
auch in Situationen, in denen es vielleicht unnachgebracht wäre
oder wo auch das Verständnis dann fehlt,
dass jemand bei der Arbeit ist, Termine hat,
nicht ans Telefon gehen kann,
nicht sofort zurückschreibt.
dann noch zusätzlich irgendwann das Verständnis für die eigentlich normalen Dinge
und für die Dinge, die klar sein sollten, wo das abhanden kommt
und man das Gefühl hat, der Partner müsste eigentlich zu jeder Zeit verfügbar sein.
Und damit hat man so eine Abhängigkeit als ständigen Begleiter im Alltag.
Wenn ihr euch intensiver für dieses Thema interessiert,
dann gehen wir in unserem Blogartikel nochmal detaillierter auf das Thema ein
und haben auch die wichtigsten Aspekte für euch zusammengefasst.
Wenn ihr merkt, dass ihr in diesen Abhängigkeiten,
auch wenn es nur Teilbereiche betrifft, drinsteckt und dort gerne hinaus möchtet,
um euch freier und mit mehr Leichtigkeit zu fühlen,
könnt ihr euch sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch eintragen
und dann führen wir ein Telefonat miteinander und schauen,
ob wir euch dabei unterstützen können, dass ihr diesen Weg verlasst.
Kommen wir einmal zu den Lösungsansätzen.
Wir haben sechs Schritte, um wieder den Weg zurück in eine gesunde Beziehung zu finden.
Grundsätzlich kann man sagen, dass eine Paartherapie,
was ja nun so unser Bereich ist, zur Umsetzung geeignet sein kann.
Da halt eine dritte Person, die ja unabhängig ist,
also kein Freund, keine Freundin, nicht die Mutter, nicht der Vater oder Geschwister,
den Prozess begleitet und man halt nach einer bewährten,
Methode arbeitet, die nachhaltig Veränderungen möglich macht.
Kommen wir mal zum allerersten Schritt.
Das ist die symbiotische Beziehung erkennen.
Und das ist oftmals gar nicht so leicht, wie es klingt.
Denn wir sagten vorhin ja auch, so diesen Schritt in die Beziehung,
wenn man frisch zusammengekommen ist, der ist ein bisschen ähnlich mit einer symbiotischen Beziehung.
Also dass man da halt auch sich sehr häufig schreibt,
dass man da so ein bisschen grenzenlos vielleicht ist,
dass man das Gefühl hat, man möchte den anderen oder die andere immer um sich herum haben,
dass man alles zusammen erleben möchte,
dass man untertaucht sozusagen im Freundes- und Bekanntenkreis.
Aber es gibt halt auch klare Merkmale, die durch Probleme und Folgen deutlich werden.
Und da ist es dann auch wichtig, den zeitlichen Aspekt zu sehen.
Also wie lange ist das jetzt schon so?
Hat sich das aufgebaut während der Beziehung?
Ist das immer mehr geworden?
Vielleicht war es am Anfang, als man sich kennengelernt hat,
dann ist es so ein bisschen der Normalzustand eingetreten und dann ist es wieder so eng geworden.
Ist irgendwas vorgefallen, dass es sich so geändert hat in der Beziehung?
Gab es irgendwie ein Fremdgeben?
Gab es einen Vertrauensverlust?
Gab es irgendwas anderes, was im eigenen Leben vielleicht das ausgelöst haben könnte,
dass man so sehr am Partner, an der Partnerin gerade festhält?
Da bist du ja schon in Schritt zwei gelandet.
Ursachen für die symbiotischen Verhaltensweisen in der Beziehung suchen.
Also wodurch wird das ausgelöst, dass man stärker innerhalb der Beziehung aneinander festhält?
Liegt das an einer Verlustangst, an einem früheren Betrug?
Oder ist es eben nur eine Anfangseuphorie, die noch nicht abgeklungen ist, was dann vielleicht okay wäre?
Und dass man dort entsprechend auf die Ursachenforschung geht?
Ja, wichtig wäre natürlich dann, dass man zusammen als Paar dann einmal den Alltag,
reflektiert, um halt diese unguten Strukturen auswendig zu machen.
Da finde ich es wichtig zu unterscheiden, was findet man selber wirklich als hinderlich
und möchte man gerne ablegen?
Und was ist das Feedback von außen?
Natürlich gibt es immer dann, wenn vielleicht auch jemand längere Zeit Single war
und kommt dann in eine intensivere Partnerschaft,
dass derjenige dann natürlich erstmal eine Zeit lang auf die Partnerschaft fokussiert ist.
Und auch dann, wenn das näher entspannter wird
und diese Verliebtheitsphase langsam ein wenig abklingt,
natürlich jetzt dann eben die Partnerschaft hat
und nicht mehr jedes Wochenende Zeit für die Freunde,
sondern sich das eben aufteilt,
dann muss man eben auch schauen, was kommt da so von außen für Feedback?
Und stimmt das für mich überein?
Sehe ich das genauso oder nicht?
Oder gibt es letztendlich auch Anteile, die ich verändern möchte oder nicht?
Dann wäre der dritte Schritt, dass man die Ursachen,
die man hinter den Verhaltensweisen auflöst,
das würden wir mit der System-Empowering-Methode machen.
Das heißt, wir gehen dahin, wo war es mal gut?
Wo hatte man diese hinderlichen Verhaltensweisen,
die einen auch selbst belasten, die man gerne verändern möchte, noch nicht?
Und schauen dann, was passiert ist, dass das sich verändert hat.
Also es kann ja sein, dass mehrere Beziehungen für dich förderlich, normal,
verlaufen sind, wie du sagst, wie du es dir vorstellst.
Und dann ist irgendwas vorgefallen und das löst das aus.
Und die nächsten Beziehungen verlaufen eben mit dieser symbiotischen Verhaltensweise.
Das kann aber auch sein, dass du sagst, das hatte ich irgendwie schon immer.
Ich weiß gar nicht, woher das kommt.
Und dann schauen wir eben noch tiefer und genauer nach, woher das kommt.
Das heißt, der Punkt, wann war es mal gut,
könnte da ja auch schon bei deinen Eltern liegen,
dass die das mit reinbringen, heute im Coaching,
auch so der Fall, dass im Prinzip die,
die Mutter schon in der Abhängigkeit zum Vater gelebt hat
und genau die ganzen Folgen alle erlebt, die hier stehen,
Verlust der Selbstständigkeit, der eigenen Identität,
sind diverse Dinge, die da genau vorliegen.
Und das ist dann im Prinzip durch die Mutter mitgegeben worden.
Und dadurch hat sie ihre Beziehungen so geführt.
Die Bedürfnisse sind ja häufig dann in der symbiotischen Beziehung in Vergessenheit geraten.
Und die dürfen jetzt sozusagen einmal reflektiert werden.
Denn das ist wichtig, um die Bedürfnisse im Alltag erfüllen zu können.
Sei es halt als Paar, aber natürlich auch individuell alleine.
Was sind also meine Bedürfnisse?
Wie möchte ich meinen Alltag gestalten?
Was war mir vielleicht vor der Beziehung oder bevor das dazu kam,
dass dieses Beziehungsmuster aufgebaut worden ist, mir wichtig?
Also was habe ich unternommen?
Was tat mir gut?
Was hat mich als Mensch vielleicht auch ausgemacht?
Und was möchte ich davon jetzt wieder zurückhaben bzw. neu aufbauen?
Und bei Bedarf können halt die Bedürfnisse notiert werden,
sodass man sich eine Liste dann macht und sagt,
okay, das war früher, das habe ich früher gern gemacht,
aus den Gründen, weil es mir Spaß gebracht hat, weil es mir gut getan hat.
Und dann auch zu überlegen, was möchte ich da mitnehmen jetzt ins Heute?
Ist das vielleicht immer noch so oder hat sich da auch was geändert
und das darf man auch mit dem Partner abgleichen,
aber das sollte ein gesunder Abgleich sein.
Das heißt, es sollte nicht so sein, dass wenn der Partner das nicht auf seiner Liste stehen hat,
dass das Bedürfnis dann nicht erfüllt werden kann,
sondern man könnte vielleicht überlegen, welche Bedürfnisse sind gleich,
aber was macht jeder auch einzeln jetzt für sich, um das Bedürfnis zu erfüllen?
Und es sollten die eigenen sein.
Das haben wir heute im Coaching, das Coaching heute passt so gut zum Thema,
auch genauso gehabt.
Also da geht es auch um die Identitätsebene, sich wiederfinden, reflektieren,
schauen, was passt zu einem, eigene Ziele entwickeln und das fällt dann schwer.
Aber ein Ziel zum Beispiel, dass sie sagt, ja, ich möchte das Gefühl haben,
richtig geliebt zu werden.
Ja, das ist ein gutes Ziel, aber das kannst du nicht selber erfüllen.
Das heißt, da bist du ja wieder in der Abhängigkeit drin.
Das heißt, dein Ziel wird erfüllt durch jemand anderen,
aber du kannst es dir nicht selber erfüllen.
Wichtig wäre, dass du ein Ziel findest oder dir Ziele auf deine,
auf deine Liste setzt, die du selber erfüllen kannst
und die du, wenn du sie alleine erfüllst, dich zufrieden machen.
Und wenn dann dein Partner dazukommt und mit dir dieses Ziel auch mit erfüllt
und diesen Weg auch mitgeht, dann macht es umso mehr Spaß.
Also das ist quasi immer wie ein, ein Extra, ein Goodie obendrauf.
Das ist toll, wenn es der Partner mitmacht,
aber das sollte eben nicht explizit nur das Ziel des Partners sein
oder nur durch den Partner in Erfüllung gehen können.
Und an Unabhängigkeit arbeiten.
Das heißt, in Bezug auf Hobbys, Zeit alleine, Freunde, Familie.
Also, dass ihr gemeinsam überlegt, welche Grenzen wollt ihr dort ziehen?
Wann, wann ist das für euch zu viel?
Wann ist das stimmig für euch?
Wie viel Zeit verbringt man mit den jeweiligen Themen?
Eigentlich so ein Abgleich, den man dauerhaft macht,
wo es auch um Ausgleich von Geben und Nehmen geht und man schaut,
wie harmoniert das Ganze zusammen.
Da kann es auch unterschiedliche Bedürfnisse geben,
wie viel Zeit man zusammen oder getrennt miteinander verbringt.
Wichtig ist eben, dass man dort dann stimmige Kompromisse findet
und insgesamt einen ausreichend großen Match.
Wiederum muss man sagen, dass hier die Voraussetzung ganz klar
im Schritt 3 ist, also die Ursachen hinter dem symbiotischen Verhalten auflösen.
Denn wenn man merkt, dass es einem sehr schwerfällt in diesem Punkt
Grenzen zu setzen und für sich unabhängig auch zu denken,
dann liegt es typischerweise daran, dass die Ursachen noch nicht gelöst sind
und man deswegen noch nicht so den Punkt hat,
dass man die Erlaubnis hat, die ausreichende Sicherheit hat,
also irgendein Gefühl, irgendetwas fehlt einem noch,
um dann diese Grenzen ziehen zu können.
Schritt Nummer 6, regelmäßig an der Liebesbeziehung arbeiten.
Das heißt natürlich, dieser Prozess,
das endet nicht von heute auf morgen,
ist eine kontinuierliche Arbeit.
Dabei können Gespräche,
helfen, um Wünsche, Bedenken und Bedürfnisse zu äußern und auch wieder darüber ins Gespräch zu kommen. Es ist halt wichtig, dass man so langfristig gesehen wieder eine Balance aufbaut in der Beziehung zwischen einem Wir-Gefühl in emotionaler Verbundenheit und aber auch einem gesunden Gefühl von, mich gibt es noch alleine.
Und darüber darf man im Austausch sein und das ist auch natürlich klar, dass es nicht gleich von heute auf morgen gibt, weil sich doch in einer symbiotischen Beziehung viele Rituale und Routinen aufgebaut haben, die jetzt ein bisschen ins Wanken kommen und wo erstmal etwas Neues gefunden werden muss, dass sich das für beide stimmig anfühlt.
Ja, man kann im Prinzip eigentlich so Thema für Thema zwei Kreise nehmen, für jeden von euch einen Kreis und dann schaut man, wie die übereinander liegen.
Und das soll…
Ja, das sollte so sein, dass im besten Fall viele Kreise eine gute Überschneidung haben, aber sich nicht vollständig überschneiden, sodass es immer gleiche Anteile gibt, aber auch eigene Anteile für jeden individuell.
Und wenn das für ganz viele Kreise so ist, dass sie sich fast gar nicht oder gar nicht überschneiden, dann ist das ein Problem, dann habt ihr euch voneinander entfernt. Das ist quasi das Gegenteil von dem Thema heute.
Aber wenn ganz, ganz viele Kreise davon komplett übereinander liegen, dann seid ihr in der symbiotischen Beziehung.
Und dann müsst ihr eben für euch hinterfragen, fühlt sich das für euch stimmig an oder nicht.
Das kann ja auch sein, dass ihr in einer symbiotischen Beziehung seid und habt viele Abhängigkeiten und Überschneidungen, aber fühlt euch damit trotzdem pudelwohl, dann habt ihr eben auch kein Coaching-Thema.
Wenn euch diese Folge gefallen hat, dann freuen wir uns sehr, wenn ihr eine positive Bewertung da lasst.
Ansonsten findet ihr uns auch auf anderen Kanälen, auf Instagram, Pinterest.
Wir schreiben jede Woche einen Blogbeitrag und freuen uns.
Wir freuen uns sehr, wenn ihr uns auch auf anderen Kanälen folgt.
Danke fürs Zuhören.
Bis bald.
Podcast Summary
Key Points:
Symbiotische Beziehungen zeichnen sich durch starke emotionale Abhängigkeit und eine dauerhafte, eng aneinander gebundene Kommunikation aus.
Partner entwickeln oft eine Abhängigkeit von der Sicherheit und der Gegenwart des anderen, was zu einem Verlust der persönlichen Identität und Selbstständigkeit führt.
Die Beziehung wird durch eine ständige Kontrolle und Überwachung des Partners gekennzeichnet, wobei eigene Bedürfnisse und Interessen zunehmend vernachlässigt werden.
In solchen Beziehungen entstehen emotionale Verletzungen, wie Wut, Traurigkeit oder Angst vor der Trennung, durch das Gefühl der Unmöglichkeit, alleine zu existieren.
Es entsteht ein Machtgefälle, bei dem einer der Partner sich immer mehr zurückzieht und die eigene Persönlichkeit unterdrückt.
Die persönliche und berufliche Entwicklung wird eingeschränkt, weil der Fokus ausschließlich auf die Beziehung gerichtet ist.
Die Beziehung kann Schwierigkeiten bei temporären Trennungen oder sozialen Kontakten mit Freunden und Familie verursachen.
Die Lösung erfolgt durch Reflexion der Ursachen, Wiederherstellung der persönlichen Bedürfnisse und der Einrichtung gesunder Grenzen.
Summary:
Eine symbiotische Beziehung ist eine eng aneinander gebundene, oft übermäßig abhängige Partnerschaft, bei der beide Partner sich ständig gegenseitig bedingen und ihre individuelle Identität verlieren. Solche Beziehungen zeichnen sich durch starke Abhängigkeiten im Bereich Sicherheit, Kommunikation und gemeinsamer Zeit aus. Dazu führt das oft zu einem Verlust der persönlichen Freiheit, der Entwicklung und der sozialen Interaktion mit anderen Menschen.
Der Partner verliert das Gefühl von Selbstständigkeit, da er sich ständig um die Bedürfnisse des anderen dreht und eigene Interessen vernachlässigt. Es entstehen emotionale Konflikte, wie Wut, Traurigkeit oder Angst vor der Trennung, was mit einem tiefen Machtgefälle verbunden ist. Ursachen können frühere Beziehungserfahrungen, Verlustangst oder Elternbeziehungen mit Abhängigkeiten haben.
Zur Heilung wird empfohlen, die eigenen Bedürfnisse zu reflektieren, gesunde Grenzen zu schaffen und gemeinsam auf eine Balance zwischen Abhängigkeit und Unabhängigkeit zu arbeiten. Dies erfordert langfristige, bewusste Arbeit in der Beziehung, um das gegenseitige Vertrauen und die persönliche Entwicklung wieder aufzubauen. Die Lösung setzt voraus, dass beide Partner bereit sind, sich selbst zu erkennen und zu akzeptieren, um eine gesunde, glückliche und ausgewogene Beziehung zu erreichen.
FAQs
Eine symbiotische Beziehung ist eine eng und intensiv verbundene Beziehung, in der Partner sich stark abhängig sind und ein ständiges, oft übermäßiges Miteinander fühlen. Sie charakterisiert sich durch enge emotionale Bindungen und eine häufige Abhängigkeit, bei der beide Partner das Gefühl haben, ohne den anderen nicht leben zu können.
Eine solche Beziehung führt zu verlorenen persönlichen Freiheiten, einem Verlust der eigenen Identität und einer ständig zunehmenden Abhängigkeit. Partner verlieren zunehmend Kontrolle über ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche und fühlen sich oft unterdrückt oder kontrolliert.
Die Abhängigkeit entsteht oft durch frühere Erfahrungen wie Vertrauensverlust, Verlustangst oder frühe negative Beziehungsmuster. Auch eine starke Anfangsbegeisterung kann sich über Zeit in eine dauerhafte Abhängigkeit entwickeln, wenn sie nicht abgeklungen ist.
Die Folgen umfassen den Verlust der persönlichen Freiheit, die Vernachlässigung von Hobbys und Freunden sowie eine zunehmende Abhängigkeit von der Beziehung. Die eigene Identität wird schwächer, und es wird schwerer, eigene Bedürfnisse zu erkennen oder zu erfüllen.
Man kann es erkennen, wenn beide Partner ständig miteinander verbunden sind, wenn sich die Beziehung auf alle Lebensbereiche ausdehnt und wenn eine ständige Kommunikation, oft übermäßiger WhatsApp- oder Nachrichtenaustausch, besteht, ohne dass der andere seine eigene Zeit hat.
Durch die Erkennung der Abhängigkeit, die Untersuchung der Ursachen und die Wiederherstellung der persönlichen Bedürfnisse. Es geht darum, Grenzen zu setzen, eigene Interessen zu pflegen und gemeinsam eine gesunde Balance zwischen Beziehung und Selbstständigkeit zu finden.
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