Süchtig nach Online-Shopping: Prada, PayPal, Pleite
58m 36s
In dieser Podcast-Folge von „Süchtig & Narales“ mit Tobi Koch geht es um das Thema Shopping-Sucht, insbesondere bei jungen Menschen. Gast ist die Modebloggerin und Influencerin Maria Astor (Mascha), die über die gesellschaftliche Relevanz des Themas spricht. Im Mittelpunkt steht die Geschichte von Lotta, einer Anfang-20-Jährigen aus Bielefeld, die sich innerhalb von etwa einem halben Jahr durch Ratenkäufe und Käufe auf Rechnung über verschiedene Apps – wie PayPal, Klarna und andere – mit über 13.000 Euro verschuldet hat. Sie kaufte alles von Kosmetik über Schuhe bis zu Designerartikeln, oft nebenbei am Handy, etwa in der Mittagspause oder abends im Bett. Die kleinen monatlichen Raten von 16 oder 30 Euro schienen zunächst harmlos, summierten sich aber schnell zu einer untragbaren Belastung, die ihr Gehalt als Auszubildende überstieg. Designer-Sachen verschlimmerten die Lage, da sie teurer und mit Statusdenken verbunden waren. Lotta beschreibt, dass das Einkaufen für sie eine Ersatzbefriedigung war, um schlechte Gefühle zu kompensieren – die Vorfreude auf Pakete machte sie glücklich, oft schickte sie die Ware jedoch nach Erhalt wieder zurück. Mascha erklärt, dass Ratenzahlung prinzipiell sinnvoll sein kann, aber von Anbietern für unnötige Konsumgüter ausgenutzt wird. Sie betont, dass viele Influencer eine Teilnahme am Podcast ablehnten, vermutlich aus Angst um ihr Markenimage. Das Gespräch zeigt, wie Online-Shopping, soziale Medien und leicht zugängliche Zahlungsoptionen junge Menschen in eine Verschuldungsspirale treiben können – und wie wichtig Aufklärung darüber ist.
* Musik * Ah, er die. Man fängt nicht mal noch so ach. So, ratenkäufe. Das kann ich ja monat noch bezahlen. Und das wird dann immer mehr und immer mehr und irgendwann denk mal so hoch. Das gehe halt reich gar nicht mehr dafür, um das alles zu zahlen. Und dann fangen die Probleman. Auf wie viel hat sich denn der Schuldenberg dann aufgetümmt? Über 13.000 Euro. Wie alt warst du da? 19. So. Boah. * Musik * Bin ich blank kauf, ich auf Rechnung ist doch klar nah. Ratenzahlung, Überzahlungsdienstleister, Boomen. Vor allem immer mehr junge Menschen verschulden sich. Das ist auch noch auf TikTok ab. Der Grund online-Shopping. In dieser Folge geht es um Shopping-Sucht. Es geht um Mode, um Designer-Pieces und was das mit der persönlichen Identität zu tun hat. Und warum man sich dafür halts Überkopf verschuldet. Das Thema heute bei Süchtig-Narales Shopping-Sucht. * Musik * Süchtig nach alles. Ein Podcast mit Tobi Koch. Alle Folgen von der zweiten Staffel Süchtig-Narales findet ihr in der ARD-Audiothek. Und heute ins Studio zugeschaltet aus Berlin ist Maria Astor, besser bekannt als Mascha. Hallo Mascha. Hallo. Ich freue mich ja sehr heute mit dir über Shopping-Sucht, über Mode. Und diesen ganzen Themenkomplex zu sprechen. Ich hab gar keine Ahnung davon. Ich hab gar keinen Sinn für Mode und manche sagen auch keinen Sinn für Stil. Du hingegen bis Modeblockerin, Podcasterin und Influencerin beschäftigst dich sehr viel mit Mode und Outfits. Und als du diese Anfrage bekommen hast, hast du ja offensichtlich zugesagt, in dieser Sendung aufzutreten. Warum? Ich glaube ganz grundsätzlich ist das Problem der Verhaltenssucht in dem Sinne. Und natürlich ein ganz großes gesellschaftliches. Ich glaube, es gibt viele junge Menschen, die genau diese Falle reintappen. Und ich finde, man muss einfach darüber reden, man muss auch Aufklärung, muss die Pro und Kontras, so eine Ratenzahlung auch immer im Blick behalten. Und ja, ich glaube, es ist ein ganz, ganz wichtiges Thema, was einfach gesellschaftlich kaum stattfindet, obwohl es ganz viele Menschen betrifft. Ja, also ich freue mich natürlich, dass du da bist und frage die Frage, warum du kommst nicht ohne Grund. Denn wir haben etliche Influencer und Influencerinnen, Modedesigner, Modedesignerinnen, angefragt, 50, 60, 70 Leute, niemand wollte kommen, niemand wollte darüber reden. Und eine Person, die kommen wollte, oder wenn dann Leute quasi zusagen, über ihre Managements gemacht haben, kann dann aber ein Anforderungskatalog, was denn alles zu erfüllen, ist damit sie zu uns in Studio kommen. Und da haben wir dann gesagt, als journalistisches Format, na ja, gut, wir können die Leute hier nicht auf einer Senfte reintragen und noch mit Palmblättern beweedeln und sie so huffieren, wie sie sich das vorstellen, was bei mir zur Frage führt, in welcher Welt leben diese Influencer alle? Ich glaube, das spricht aber auch mit jemandem, der selbst ja auch ein Podcast führt und auch unterschiedlicher Formate geführt hat. Deswegen kenn ich den Struggle doch ganz gut, passende Gäste und Gäste, dann zu finden. Und sich dann auch darauf zu verlassen, dass sie dann auch tatsächlich auftauchen. Ich glaube, gerade diese Perspektive des Podcasts ist sehr wenig beleuchtet und ist natürlich immer ein großer Struggle. Deswegen, ja, es ist wundert mich jetzt gar nicht so sehr. Ich glaube, es liegt nicht nur am Thema, sondern es ist halt einfach, ja, es ist halt einfach so die Zeit, in der alles ist sehr unverbindlich ist irgendwie. Und ein Podcast ist ja doch eine sehr verbindliche Angelegenheit, die auch mal ein bisschen länger dauern kann. Und ich glaube, vielleicht liegt es daran, dass viele dafür nicht bereit sind. Ja, ich dachte, auch die Leute können ja eigentlich nur verlieren. Also wenn sie selber da sind und Influencerinnen sind, dass sie denken, "Ahh, jetzt zu Shopping sucht und "Ahh, ich weiß ja nicht, ich hab ja meine Sponsor rings und meine Product Placements und so weiter." Und das tut meiner Marke nicht cool, so dachte er eigentlich. Ich glaube, das wird sicherlich auch eine Komponente sein. Ja, kann ich mir auch gut vorstellen, dass manche da zu sehr bezogen auf ihre Marke denken. Aber letzten Endes, es ist ja nicht meine Aufgabe, weil es Influencerin die Shopping sucht eines anderen irgendwie zu fördern. Also ich gehe schon davon aus, dass Menschen auch für sich selbst Verantwortung tragen können und wollen. Und ich würde auch sagen, dass meine Zielgruppe dann ein bisschen älter ist. So dass ich jetzt gar nicht unbedingt das Gefühl habe zumindest, wenn ich Sponsor rings habe, dass sie da sehr naiv reingehen. Sondern wir werden schon auch mal sehr viele Rückfragen gestellt und Produkte werden auch schon immer sehr in Frage gestellt. So mindestens in meiner Community. Deswegen fühle ich mich da gar nicht dem Thema in meiner Community so extrem verpflichtet. Aber ich glaube ganz grundsätzlich ist es natürlich schon etwas, was sich wirklich auch sogar Influencerinnen selbst betrifft. Darüber wollen wir später reden auch über die Verantwortung und über die Rolle von Influencerinnen heute. Es geht um Shopping sucht, es geht um Labels und Shopps mit immer raffinierteren Distributions und Verkaufskonzepten um künstliche Marktverknappungen. Die Nachfrage wird künstlich erschaffen und Produkte sind vor allem heute cool. Früher gab es Öffnungszeiten, heute ist alles 24/7 geöffnet, Kreditkarte ist hinterlegt und mit einem Klick kannst du kaufen. Per Overnight Delivery wird geliefert und per Ratenzalung ist alles, aufwendigst mir nicht leisten kann, sofort verfügbar wie im Intro gerade gehört. Und das kann natürlich für Probleme sorgen, wie zum Beispiel bei Nennen wir sie mal Lotta, sie will anonym bleiben aus Bielefeld. Sie hat mich zu sich nach Hause eingeladen, um über das Thema Shopping sucht zu sprechen. Hallo. - Hallo. - Hallo. Danke schön. Schuhe Aussicht, danke schon. Ja, gerne. - Schön gelegen. - Ja. Ja, ist eine Stadt. - Ja. Der Miet, den Lass. - Pink und weiß. Ja, ganz viel Blumen und viel Schischi. Ja, ja, ja, bestimmt. Oha, Porzeman. Ja, meine Mama und ich, wir sammeln sowas. - Und ihr wohnt hier zusammen? Ja. - Ich sitze also bei Lotta aus Bielefeld in einem Pink-Weiß dominiert im Wohnzimmer. Sie ist Anfang 20, angestellte in einem Büro und wohnt mit ihren Eltern zusammen. Sie hat sich auf den Aufruf unserer Redaktion gemeldet, über Shopping sucht und Ratenzahlung zu sprechen, denn genau die wurde ihr zum Verhängnis. Sei es Pay-Pol-Ratenzahlung, sei es klarer Ratenzahlung, sei es Käufe auf Rechnung. Sie hat sich komplett verschuldet, weil sie alles Mögliche über verschiedene Apps einkaufte. Durch alle Kategorien, also von Schmink, Schuhe, Klamotten, alles Mögliche, Handys, solche Sachen halt. Also komplett nicht auf irgendwie Klamotten oder so gepolt, sondern wirklich auf ganz verschiedene Sachen. Wo es Wahrneid auf Fehl, dass die seiner Sachen dabei muss man da sagen. Wo toil, so. - Dazu Passionnet. Dazu Passionnet ist sehr verführere Schwenz darum geht, weil da kann man halt entscheiden, ob man über drei oder zwölf Monate so was ich kauft. Und wenn normaler arbeiten da Mensch, kann sich halt nicht mal eben eine Tasche oder so für 500 Euro kaufen. Und so ist halt die Möglichkeit da. - War das nebenbei oder hast du gesagt, heute jetzt setze ich mich mal an Rechnung und geh mal ein bisschen Shopping sozusagen online Shopping. Oder lief das so immer nebenbei am Handy oder. So manchmal war es zwischendurch mal am Handy oder so, dass man sagt auch, guck mal, ich hab jetzt zum Beispiel bei Zahra irgendwas gesehen und kam gerade die Sommerkollektion raus und dann hat man das nebenbei vielleicht in der Metax-Pause mal gemacht. Oder halt wenn man abends ins Bett liegt irgendwie so nebenbei aus langweilig, dass man rumgeskreuert hat, was gibt es so oder so. Oder dass man zum Beispiel auch ganz gefährlich, wenn man irgendwie bei Instagram Sachen gesehen hat, irgendwie dann war es auch immer schwierig, dass man irgendwie sich dafür verführt war, zu sagen, sich irgendwie so was zu bestellen. Man gewöhnt sich halt irgendwann noch dran und dann gehört es irgendwie dazu, dass man das macht. Maschert, du hast ja Anfangs gesagt, du hast eine ältere Community und eine kritische Community. Du selber bis Mutter geworden von nicht allzu langer Zeit, also du bist jetzt nicht ganz in der Lebensrealität von dem, was Lotter beschreibt, die Anfang 20 ist. Wie erlebst du denn heute das Konsumverhalt, wenn du sowas hörst? Du hast ja auch mal früher anders eingekauft als es diese ganzen Apps und so weiter noch nicht gab. Ja, natürlich, das verständlich. Ich sehe natürlich schon auch die Gefahr von diesen ganzen niedrigswelligen Angeboten, wie Lotter sie ja auch erwähnt hat. Es ist heutzutage so leicht geworden, über Paypal und Klaner, etc. sich Dinge zu kaufen und überraten abzuzahlen. Das ist ja jetzt Problem jetzt auch nicht unbekannt und ich glaube dieses Problem existiert auch nicht erst seit Instagram oder Social Media, sondern auch schon länger. Es ist auch solche Angebote, gibt es ja auch schon länger, sie war nur nicht so niedrig schwellig wie vorher. Und ich will das auch gar nicht unbedingt so vertreu, wenn ich glaube Ratenzahlung ist nach wie vor ein sinnvolles Konzept, was man nicht abschaffen sollte, weil es kann immer mal sein, dass einem ich weiß nicht, wie was Maschine oder sowas kaputt geht. Und man dann. Aber vielleicht ist es gerade nicht, das Geld zu handhört, um direkt auf einen Schlag eine neue zu kaufen oder sonst enken. Wichtig ist, essenzielles Produkt. Für die Lebensführung, nicht zum Konsum, sondern für die Lebensführung, dass du schon durchaus sinnvoll seid. Ja, oder vielleicht auch ein Auto oder so. Man kann ja nicht immer erwarten, dass man dann direkt ein paar Tausend Euro auf der hohen Kante hat, von denen man das direkt bezahlen kann. Und die meisten Menschen werden auch einen Kredit kennen. Also, sei es ein Wohnungskredit oder die Küche oder so was. Also, es ist schon an sich ein sinnvolles Konzept. Aber natürlich, wie bei vielen anderen Dingen, kann das natürlich auch misbräuchlich benutzt werden. Und viele Anbieter laden ja auch geradezu dazu, dass auch zu Missbrauchen, eben für Produkte, die vielleicht nicht unbedingt essenziell sind. Sei es jetzt desaynataschen oder Schminke oder was auch immer. Ja, wir wollen uns mal anhören, wie das bei Lothar dann weiterging mit ihrer Ratenzahlung. Sie hat eben gehört, fast alles möglich gekauft, also auch Elektronikartikel und so weiter, fast jeden Tag alles auf Raten. Und dadurch halften sich natürlich viele kleine Ratenzahlungen zu einer monatlichen Gesamtausgabe an. Und das kam natürlich nicht von heute auf morgen, sondern war wie immer bei einer Sucht ein schleichender Prozess. Am Anfang habe ich davon so gar nichts erst gespürt. Das war wirklich unterbewusst, bis es dann halt über den Kopf gewachsen ist. Erzähl mal von dem Moment, wo du gemächtest, oh fuck, jetzt hab ich eben ein Problem. Ich hatte dann halt mehrere Ratenkäufe von, ich weiß nicht, wie viel ätlichen Firmen oder Anbietern. Und das hat sich dann so gelebt hat, wo man am Anfang dachte, ach, das sind nur 16 Euro monat. Und dann kamen anderer Kauf mit 16 Euro oder 30 Euro oder immer unterschiedlich. Und diese Kosten stiegen an und stiegen an, weil man den bei diesen kleinen Beträgen denkt, man sich ja nicht, sondern denkt sich auch, das ist locker zu bewerkstellen. Aber irgendwann ist es halt so viel geworden, dass halt sozusagen mit meinen Fixkosten dieser Betraghöhe war, als das, was ich eigentlich verdient habe. Und das irgendwie, wenn man nur Azulis oder so, schwierig. Tatsächlich war dieses Krassende seiner Sachen kaufen, auch wirklich nur eine Phase von einem halben Jahr, vielleicht ein bisschen weniger. Das war wirklich so ein Zeitraum, wo es mir glaube ich auch nicht gut ging, wo ich dann irgendwie, was als Ersatzbefriedigung haben wollte. Und da kam dann diese Designer-Sachen, wo ich aber schnell gemerkt habe, so was in Rat kaufen, ist halt auch sehr teuer im Monat. Und das hat die Sache dann durch diese Designer-Sachen extrem verschlimmert. Also davor ging es eigentlich noch, wenn man das zu sagen kann, es ging eigentlich noch. Aber durch diese Designer-Sachen ist das dann so eskaliert, dass ich mich damit dann richtig reingereffen habe. Kennst du, dass du Einkaufs als Ersatzbefriedigung, als Kompensation schlechter Gefühle? Auf jeden Fall. Klar. Ich frag mich auch, wer kennt's nicht? Also es ist ja jetzt gar nicht so ein ungewöhnlicher Zustand, dass man so sagen weiß ich nicht, ob man es jetzt macht, um sich zum Beispiel zu belohnen, für eine Sache, die man besonders gut gemacht hat, oder vielleicht um sich irgendwie zu trösten. Das Gefühl ist mir auf jeden Fall nicht fremd. Ich muss sagen, ich kenne das nicht. Ich kann mich gar nicht drin widerfinden, dass ich mir denke, mir geht's schlecht. Und deswegen kaufe ich ein. Also, ich kenne jetzt mir jetzt schlecht und ich betringe mich. Mir geht's schlecht und ich habe viele Jahre, man ist sehr viel gekifft zum Beispiel. Oder was weiß ich? Ich mache exzessiv Sport. Aber wirklich so Konsumgüter und Materiales, das zeigt mich irgendwie. Das ist so eine Befriedigung und schlechte Gefühle umkehrt, das kann ich gar nicht nachvollziehen. Kannst du mir erklären, wie das funktioniert? Warum? Ich glaube, was ich dann abspielt, ist zum Beispiel, man wurde vielleicht nicht verlassen oder so. Es ist jetzt nicht, dass man vielleicht auch umbringt den ersten Schritt, direkt ins Geschäft geht und sagt, ich wurde gerade verlassen. Ich brauche jetzt eine Euskleid. Es läuft es nicht unbedingt ab. Aber ich glaube schon, dass da einfach was tiefer liegen, das in dem Sinne auch ist. Das ist einem dann so eine gewisse Genugtung. Gibt dann ein neues schönes Teil, bei sich vielleicht eben im Kleiderschrank, beispielsweise begrüßen zu dürfen. Oder das ist dann ein, ja, zum einen sicherlich irgendwie ablängt. Ich vergleich das dann immer. Bei mir in der Beziehung ist es so. Mein Partner kann damit auch ähnlicherweise gar nichts anfangen. Also, Shoppen ist für ihn reiner. Es kostet ihn sehr viel Kraft und sehr viel Energie. Und mir dagegen gibt es so Energie. Selbst wenn ich ganz müde bin, wenn ich dann Shoppen gehe, sagt aber, wenn ich wie so ein Noah-Zellheschen, dass man noch mal neu aufgeladen hat, plötzlich packt mich die Energie und ich bin dann aufgeregt. Man hat dann, es ist wie so ein Jagd-Trieb nach dem perfekten Teil. Und irgendwie es macht auch, es macht einfach auch Spaß. Aber das bezieht sich jetzt auch, wenn du in der Stadt unterwegs bist. Oder auch, wenn du online Shopping machst. Auch online. Man ist ja dann einfach auf so einer Art Jagd und man sucht nach etwas, was ein, dann dieses Gefühl der Befriedigung dann einfach irgendwie gibt, oder einfach ein gutes Gefühl gibt. Man sucht die blaue Maurizios, unter den vielen, vielen Stücken, die es im Internet zu kaufen. - Ja, genau. Lotta hat ja auch gesagt, die Designer Sachen haben sie richtig reingeritten. Weil das sie erst, als Zahra gekauft hat und so weiter. Irgendwann fing sie an, auch Designer Sachen auf Rechnung zu kaufen. Wo man ja sagen muss, dadurch werden natürlich Stücke, die jetzt für Otto Normalbürger eigentlich viel zu teuer sind, trotzdem erschwinglich und zugänglich gemacht. Kannst du mir aber mal erklären, als Mode-Bloggerin und als jemand, der sich viel mit Mode beschäftigt, was ist der Reiz von diesen Designer-Sachen? Ja, das ist eine echt gute Frage. Also sicherlich ist es. Ich kann nur aus meiner persönlichen Perspektive sprechen, weil natürlich das Mode sehr, sehr individuell. Für mich persönlich ist es ein wenig die Habtik. Also, ein Designerteil, so weit ist natürlich auch vernünftig vernet, ist und auch entsprechend eine gewisse Qualität hat, die spürst du. Und oftmals ist es auch so, dass gerade bei den Fast Fashion Brands, die werden ja auch nur inspiriert von Designer-Teilen. Und bei dem Designer-Teil hast du eben das Original, was vielleicht auch ein wenig. Spitzer ist in der Zielgruppe. Das heißt, es ist auch dann ein bisschen ausgefallen. Es ist ein bisschen. Es ist halt eben nicht 08/15. Und natürlich gibt es diesen Effekt auch bei. Also bei Teilen von Sarah, kann man genauso auch. einen Glücksfund haben, der so ein bisschen individueller geschnitten ist, oder der so ein bisschen außergewöhnlicher ist. Aber vor allem die Designer-Teile sind halt oftmals ein bisschen außergewöhnlicher. Und wenn sie es nicht sind, wenn es quasi nur um das Logo geht, dann symbolisiert es ja auch einen gewissen Statusdemann hat. Also, je nachdem, was es für ein Designerteil ist, ich habe unterscheidet, da immer so die Designer-Teile, die einfach von sich aus total spannend geschnitten sind, einfach ein spannendes, schönes Sohn Teil sind. Aber es gibt dann auch natürlich einfach nur die Teile, die den Startes symbolisieren, die beispielsweise ein großes Logo haben. Woll ich ja sagen, weil irgendeine Marke draufgedruckt ist, man weiß, oh, das war teuer. - Genau. Und das will man dann zeigen. Dann wenn man. - Das finde ich super dumm. Ja, versteh ich. Ich höre das so super dumm. Aber ich war auch auf einer Privatschule, wo Leute teilweise richtig viel Geld hatten, die sich darüber definiert hatten. Ich konnte mir das zur letzten Zeit auf jeden Fall oder wir, konnten uns das auf jeden Fall nicht leisten. Deswegen fand ich es Natur gemäß, super dumm. Und hab gar nicht versucht, das zu kupieren. Aber das ist wirklich was, was das noch nie verstanden. Ich habe aber auch Lottag gefragt, woher dieser Reiz kam, genau diese teuren Stücke zu kaufen. Und was ist mit diesen Designersachen auf sich? Ich glaube, es war eine Kombination aus, dass man mit Freunden oder so, die jetzt vielleicht durch Eltern viel mehr zur Verfügung gestellt bekommen. Wo ich dazu sagen muss, mir geht's nicht schlecht. Aber es ist natürlich was anderes, wie man jetzt reich Eltern hat und die alles finanzieren, die die Seiner Sachen geschenkt bekommen. Und dass man da irgendwie mithalten will. Andererseits war es natürlich auch bei mir durch die Umstände, dass es mir zu der Zeit nicht gut ging. Dass mich irgendwas in der Zeit glücklich macht. Und das war dann das Einkaufen dieses Glückserfolg, das ist gerade schönes auf dem Weg zu mir, per D&L oder Hermes oder keine Ahnung. Das war für mich dieses Glücksgefühl, was ich dann hatte. Und das war das in der Zeit, was mich glücklich gemacht hat, auch so traurig, wie es klingt. Was hat dich glücklich macht, die Vorfreude auf etwas? Tatsächlich. Also ich hab da, ich hab lairge mich auch so analysiert und hab überlegt, was ist, wie kann das sein, was ist genau das, was mich glücklich macht. Und das ist tatsächlich die Vorfreude, weil ich hatte auch ganz oft, dass ich mir tolle Sachen bestellt habe oder eine tolle Tasche bestellt habe. Und dann hab ich mich gefreut, dass sie ankamen.
Dann kam sie an und dann dachte ich, ja, dann habe ich sie wieder zurückgeschickt. Die Vorfreude war eigentlich das Schönste in der ganzen Sache. Ja, das macht süchtig. Warum ist das so ein großer Faktor, warum ist das so wichtig, die Klamotten? Ich glaube einfach, weil es auch so das Innere widerspiegelt und man irgendwie denkt, okay, wenn ich jetzt die Partei schuhe habe oder wenn ich dachte, klar, oder keine Ahnung, was, dann find ich Leute besser oder jungs besser. Also keine Ahnung, dass man in der Gesellschaft merkt zubstiert wird, wenn man irgendwie Schick aussieht oder bessere Klamotten trägt. Oder vielleicht sich selber auch nicht gut fühlt, so schlecht, also wenig Selbstbewusstsein hat und sich irgendwie damit versucht, ein besseres Selbstbewusstsein aufzubauen. Kleiner machen Leute, ist ja ein altes Sprichwort. Stimmt der alte Satz? 100 Prozent, ja. Also das spiegelt zumindest auch meine Erfahrungen wieder. Kannst du das näher ausführen? Also, meinen Augen stimmt das auf jeden Fall. Du musst dir vorstellen, ich bin ja häufiger bei Events sehr zutritt, sehr limitiert ist, ja. Mhm. Auch drei Wände. Rekarbit Events und so. Beispielsweise red carpet Events oder generell Veranstaltung, wo viel Prominenz ist oder auch viele Einschussreiche Persönlichkeiten sind. Und da merke ich, dass beispielsweise auch immer wieder, dass es sowas wie ein Dresscode gibt, ohne dass ein Dresscode vorgegeben wird. Verstehst du, was ich meine? Du schaust dir beispielsweise die Handgelenke an und du weißt 90 Prozent von den Tragen ne Rolex. Das heißt, wenn du irgendwie dazu gehören willst, brauchst du auch ein bestimmtes Modell, ja? Beispielsweise. Ich trank eine Casio für 25 Euro von Kleiderkreisel. Darf ich da auch kommen oder werde ich dann ausgeladen? Natürlich wird niemand ausgeladen. Für mich ist meine Kleidung auch manchmal wie ein Schutz her. Also wenn ich zu einem bestimmten Event gehe, wo ich weiß, das ist zum Beispiel sehr männlich dominiert, dann trage ich mich, dann trage ich andere Kleidung. Als wenn ich weiß, dass es jetzt einfach ein ganz lockeres Event mit ganz vielen Frauen. Für mich beispielsweise ist Kleidung halt oft auch wie so eine Schutzmaßnahme. Und mein gewisses Bild auch zu vermitteln. Das Menschen, vor allem in dem Beispiel auch Männer, nicht auf mich runterblicken, sondern dass ich ihn einfacher auf eine Augenhöhe begegnen kann. Und wie äußert sich so was in dem Outfield wieder? Na ja, zum Beispiel für eine besonders seriösen Events trage ich ein Zweithaler zum Beispiel. Ich lege teuren Schmuck an, teure Ohren an. Und ich uhren eine Ohre. Und teure Ohren ist auch gut, in so einem Anfalle Ohren volle PTG sich. Nein, beispielsweise in meiner Freizeit trage ich eigentlich nur eine Apple Watch. Ich mach nichts anderes. Wenn ich dann zu einem exklusiveren Event gehe, dann ziehe ich zum Beispiel noch Rolex an. Einfach nur, ich finde an der Uhr nichts besser oder schlechter, bloß symbolisiert sie einfach in anderen Status. Und ich brauche das gar nicht wegen mir unbedingt, sondern weil es tatsächlich diesen unsichtbaren Rascot gibt auf Events, dass Leute einfach anders mit dir umgehen, sich auf einer anderen Ebene mit dir unterhalten, wenn sie glauben, dass du sozusagen dazu gehörst. Und das ist ein Effekt, den kann man eigentlich nicht leugnen, weil den habe ich jetzt so oft einfach erlebt. Und ich finde es auch total traurig. Aber du bist ja selber auf einer Privatschule gewesen. Du kennst die Dynamik ja sicherlich auch selbst. Aber ich war damals derjenige, der lange Haaretruf auf Pankonzerte gegangen ist und Nietengüttel getragen hat. Also ich hatte immer schon so eine Mittelfingerattitude und wollte damit gar nichts zu tun haben. Ja, fand ich das nicht. Ich habe es nicht so gut gemacht, aber ich habe es nicht so gut gemacht. Und die Mittelfingerattitude und wollte damit gar nichts zu tun haben. Ja, fand ich, ich erinnere mich früher auch. Und wie kommt es dann, dass du dann doch quasi das Spiel mitspielst? Wie es dazu kommt, dass ich gebrochen wurde? Ja, das hast du jetzt gesagt. Nein, ich empfinde es gar nicht so. Gewisse Teile haben halt einfach ihren Reiz und ich kann das auch total nachvollziehen. Ich habe aber auch in der Vergangenheit oft gemerkt, dass es mir extreme Nachteile gebracht hat, dass ich mich in Pankock-Kalamotten gezeigt habe oder Bunte Haare hatte. Oder was da immer. In der Moda ist es natürlich noch mal was ganz anderes. Deswegen habe ich mich auch zu der Moda sehr hingezogen gefühlt, weil ich sehr rausgefallen bin mit meinem Stil. Ich war auch auf einer eher besseren Schule, wo man viel bestimmte Lebensgetragen hat und hatte damals auch sehr, sehr viele Nachteile dadurch. Was auch okay war, es hat mich auch gar nicht interessiert. Ich wollte auch mit den Leuten nichts zu tun haben. Aber natürlich habe ich mich dann in der Moda viel mehr wiedergefunden, weil ich mich da viel mehr ausleben konnte. Ich konnte eine Identität über meine Moda ausdrücken. Und das fand ich total spannend. Und dann bin ich aber immer mehr in so Kreise rein gerutscht, die mal eliterer wurden. Und hab dann festgestellt, "Ja, okay, hier sind einfach andere Regeln." Und hab dann auch gelernt, mich so ein bisschen dem auch mehr anzupassen. Aber trotzdem meine eigene Not, um dem Ganzen zu geben. Und ich glaube, das finde ich nach wie vor in der Moda immer total reizvoll. Und dann diesen Trend irgendwie anzunehmen. Und für sich selbst zu übersetzen fand ich immer total spannend. Und so ist es eigentlich auch bis heute. Also auch egal, wo ich bin. Ich finde auch einfach ein gewissen Reiz daran, mich der Veranstaltung oder dem Tag entsprechend einfach anzuzziehen. Es gehört einfach zu meinen Freuden im Leben. Ich finde ehrlich gesagt, du sagst ja ganz klar, Mode und Outfit sind Identitätsstiften. Du kriegst dadurch Akzeptanz oder Zugang zu einer Gruppe, zu der du jetzt im Pancrok Outfit keine Zugang hätte. Ich finde aber ehrlich gesagt, als jemand, der lange Zeit in Köln und Bonnge-Gelebte hat, das ist ja wie Kanewal. Also ich verkleide mich und dann bin ich jemand anders. Ja, das kann Mode machen und das ist nicht auch spannend. Kann aber. - Ich finde das ziemlich. Kann aber halt doch hochgradig beliebt. Kanewal ist aber da geht's darum. Ich bin jetzt jemand anders und damit spielig und jetzt bin ich ein Pirat oder jetzt bin ich ein Eisbär oder Wanderer. Nein, da geht es nicht. Und da bin ich jetzt auf einmal. Jetzt bin ich heiße Society. Nee, es geht einfach nur darum, unterschiedliche Facetten seines Lebens auch zu zeigen. Die alle haben unterschiedliche Facetten und es ist nicht mal so, dass wir unsere ganze Persona direkt nach außen tragen oder nach außen tragen können. Aber wir können immer unterschiedliche Facetten von uns zeigen. Ich finde das ist so ein bisschen üb. So. so. üb. Sie soll ich es beschreiben nicht. Nicht über Candidl, sondern so ein bisschen. Es ist ja so eine beliebige Verkleidung. Ich zieh mir jetzt eine Baggy an und bin cool und rapper. Und dann mache ich. Oder weiß ich nicht, bin so ein cooles Hip-Hop-Person. Und dann zieh ich mir aber die Rolex und weiß ich nicht, ein Anzug an und dann bin ich so ein reicher. Und das ist ja wirklich. Es ist wirklich wie Kanewal. Nee. Oder warum geht's da? Warum geht's da? Ich. Es ist ja die Puge Oberflächlichkeit. Ich gucke jemand an und judge ihn darauf hin, wie er aussieht. Na gut, aber angenehm, jemand würde mit Rolex und Smoking zu einem Pankerock-Konzert gehen. Ja. Würde er dann nicht auch gejudgedwärten? Freund von mir, der trägt quasi immer Anzug. Und der war in diesem Anzug auch auf der Fusion. So, Fusion muss ich mal sagen, totes Link ist fest, die will Techno-Hippie, was auch immer Drogenfestivalen leer hat. Klar, der wurde auch gejudged. Weil die Linken natürlich auch ihre Uniform tragen. Also du hast es ja gerade beschrieben bei so einem Red Carpet-Event. Dann zieht sie zu dein Schuttschild an. Ich finde, es ist wie eine Uniform, die man sich anzieht. Das tun ja Pankerocker genauso. Genau, klar. Und dementsprechend kann man ja sagen, ich hab halt eine Person, die zieht sich halt so an, wenn sie zu einem Festival geht. Also zu einem Festival trage ich dann natürlich auch kein Zweiteiler und keine teuren Sachen, sondern da trage ich auch meine Doc Martens. Und irgendwas bequem ist, dass ich halt beim Pogen nicht trage. Nicht traurig bin, wenn man was kaputt geht. Und genau so kann ich ja auch was anderes tragen zu einem Red Carpet-Event. Und ich finde, das schließt sich ja überhaupt gar nicht aus, sondern es zeigt einfach nur die Vielfältung, versetten meiner Persönlichkeit und mein Anressen auch. Ja, ich finde, dass klar, wir können das jetzt so im Erwachsenen alter irgendwie gut reflektieren. Ich finde, das halt gefährlich, um auf meine Schutzeitsurück zu sprechen. Wenn man gerade bei jungen Leuten lernt, dass es darum geht, dass deine Identität ist, wie du rumläufst. Also erstens stehe ich mir die Frage, wie authentisch ist jemand, der seine gesamte Persönlichkeit über einen Outfit ändern kann? Punkt eins. Und zweitens finde ich sehr gefährlich, wenn Leute das Gefühl haben, nicht mithalten zu können oder nicht dazu zu gehören, insbesondere in jungen Jahren, weil sie sich keine, was was ich 300 Euro Hoodies, Polis oder Hosen kaufen können. Ja, auf jeden Fall, aber weißt du gerade in dieser Schulzeit, die ja dann doch auch sehr prägend für uns alle war und ist, ist es ja auch schon so, dass man auf der Suche ist, nach seiner Identität, man ist ja kein abgeschlossener Mensch, indem sie, sondern man sucht ja, man sucht eine Zugehörigkeit, man sucht einfach etwas zu einem passt und da probiert man sicherlich auch vieles auch einfach aus. Und dann guck mal, bin ich mehr hier oder bin ich mehr da. Was passt einfach zu mir und das ist halt einfach eine sehr spannende Phase, glaube ich, im Leben, wo es auch vollkommen in Ordnung ist, wenn man wie so ein Fenchen im Wind heute mal dies morgen mal das trägt, weil man ist.
Man weiß ja noch nicht, wer man ist. Das stellt sich ja idealerweise erst im späteren Leben heraus und man kann nicht mehr. Ich stell mir heute besonders anstrengend vor, weil man nicht nur im eigenen Klassenraum sich vergleicht, mit wie wir gerade gehört haben, mit Familien, die viel mehr Geld haben, die sich ganz andere Klamotten kaufen können, wo das auch normalisiert ist, teure Klamotten zu tragen. Sondern man ist ja, und da kommen wir wieder auf Social Media zu sprechen, mit der ganzen Welt in einer permanenten Vergleichbarkeit. Und über den Klassenraum hinaus gibt's heute beliebte TikTok-Formate, wie viel ist ein Outfit wert? Und da erzählen die Leute in kurzen Videos stolz, die Preise ihrer Klamotten. Und das ist eine Lebenswirklichkeit, die ja so sogar zu kleinen Kindern vor dringt. Hören wir mal rein. Was haben wir noch, wenn ihr Jörg Jampos? Jampos, Jampos, hier kostet 350 bis 400 Euro. Das ist ja auch eher grob. Ich sagte ja, ich war mit solchen Kindern auf der Schule. Ich auch. - Nee? - Ja. Komplett. Ich war auch auf einer Schule, wo es da schon, da war ich 11, 10, 11, da ging es schon da drum. Was hast du damals? War es "Hollestalber Crummy"? Komplett. - Ja, das erinnere ich nicht. Da lief man rum, und da fing das schon an, dass man war, okay, was trägst du, was bist du? Mhm. - Und das mit 11. Und ich glaube, das ist wahrscheinlich auch einer der Punkte, wie man in solchen Sachen reinrutscht. Ich meine, so was wird ja auch nur potenziert durch so, was ich so schon mit mir. - Komplett. Also, du hast in der Klasse Leute, die haben tolle Klamotten, da würdest du irgendwie dazu können, und das andere ist so, dass eine Online-Welt in der das alles noch viel krasser ist und du vergleichst dich auf einmal mit Influencern, die bei der Fashion Week in der ersten Reihe sitzen. Mhm. - Also, das ist vor allem, wenn man so sieht, der Junge ist keine Ahnung zwischen 10 und 12 oder 13 vielleicht auch. Das ist ja nicht so, dass ich nicht so weit bin. Ich bin nicht so weit, dass ich nicht so weit bin. Und das ist, finde ich, toll vorantwortungslos. Mhm. Machst du ja selber gerne Mutter geworden? Mhm. - Mhm. Wie wirst du eigentlich dein Kind einkleiden? Wird da Mode auch schon eine Rolle spielen? Weil es gibt ja jetzt auch schon ganz eine Modellinien für Kinder. Ja, das hat wirklich die große Frage, weil zum einen. will ich natürlich. also. weil Mode natürlich auch meine Leidenschaft ist, möchte ich gerne auch diese Leidenschaft auch mal an meiner Tochter weitergeben. Und es bereitet mir persönlich auch eine Freude, sie schön zu kleiden. Aber denkst du nicht, glaubt, das ist zum Beispiel auch bei dem Beispiel, was vor ein Genannt wurde, von dem. Kind, was glaub ich, was war das 10 oder 11? Ja, das ist. - Ja, das ist. Also ich hab mir die Videos geguckt, das war auf jeden Fall. 10, 11, 12 Jahre alt, ja. Ja, das ist ja auch dann immer etwas, was von zu Hause vorgelebt wird. Mhm. So was ist dein Outfit wert, wenn quasi der Wert, deines Outfit ist auch immer an den eigenen Selbstwert geknüpft ist. Mhm. Und das führt natürlich zu Problem, weil wenn du nie dringend Selbstwert hast, dann versuchst du ihn sicherlich. Und es ist Küchenspsychologie, ja, ich bin da gar keine Experte, oder so. Aber ich könnte mir schon gut vorstellen, dass man dann versucht, den eigenen Selbstwert zu erhöhen, indem man halt mehr investiert in. das äußere Auftreten. Ja, ich glaube, dass das bei ganz vielen Leuten so ist, die in so teuren Klamotten rumlaufen. - Ja. Also wozu brauche ich das denn überhaupt, wenn ich nicht mein Selbstwert erhöhen will, über irgendwelche äußeren Konsungen Güter. Also wenn ich cool mit mir selbst bin, dann brauche ich doch den ganzen Scheiß nicht. Dann kannst du auf dem Kortoffelsack rumlaufen. Kann ja, keinem Kartoffelsack rumlaufen. Oder energies und ein schwarzes T-Shirt, oder? Nee, aber mir ist es tatsächlich wichtig, dass ich meiner Tochter irgendwie auch schaffe beizubringen, dass man gar nicht so neue Kleidungen braucht, um sich cool und kreativ durch Moda ausdrücken zu können. Mhm. Und das kann man ja durchaus, man kann ja auch cooles Secondhand Sachen finden. Das ist zumindest bei mir so, dass es ja auch so ein gewisser Jagd-Triebs dann freigeschaltet wird, wenn man dann irgendwie ein cooles Secondhand-Hell, irgendwie findet, oder so. Das haben wir ein bisschen Aufwendiger. Ein bisschen Aufwendiger, funktioniert analog, aber es gibt ja nicht umsonst in Begriff des Schneppchenjägers. ♪ Low lebedriff, low lebedriff, hildonist ♪ ♪ Was du abbeschlippt, ändert niemand's, wenn du bist, low lebedriff ♪ ♪ Ja mein Tüschstgedeck, glühn, brauche ich jeder Restes mit Düsseldorf ♪ ♪ Mein Händi zeigt die Zeit, warum triggst du trottes Uhren? ♪ ♪ ♪ ♪ Das ich noch fragen wollte, ist, ähm, ist das nicht auch eine Beleidigung, gegenüber den ganzen Moded-Designern, wenn es am Ende nur um den Preis geht. Also wenn ich jetzt da stehe und sage, ja, mein Polyad 500 Euro kostet, meine Tasche 2000 Euro und so weiter. Und das ist eigentlich scheißegal, wie die aussieht, aber die war halt super teuer und deswegen werde ich angesehen. Ob das eine Beleidigung ist, gegenüber dem Designer? Also hab ich noch nie so drüber nachgedacht? Ähm. Also wenn ich jetzt. Ich bin jetzt. ich hubi Koch, ich möchte jetzt eine Tasche design, und die ist super geil, und die kostet was, was ich 50 Euro. So, dann wird die ja wahrscheinlich nicht so ein Pristicheobjekt sein, als wenn ich sage, die Tasche kostet aber 5.000 Euro. Sicherlich, ja. Sobald kann ich das begangen? - Ja, und das ist doch quatsch. Also das ist doch dann gut vielleicht nicht eine Beleidigung, die Wertschätzung dem Designer gegenüber sollte doch nicht nur aus dem Preis folgen, sondern darum. Da soll doch darum gehen, wie es aussieht, oder nicht? Ja, aber wie willst du das dann regulieren außer über den Preis, samt zum Teil? Ja, also das ist. äh, wirklich. Das genau so wie die Dinge, für die wir sehr viel Geld ausgegeben haben, diesen für uns auch oftmals auch automatische Wertvoller. Nicht immer. Und das Erbstück von der Oma kann für einen auch einen sehr hohen Wert haben. Aber. - Das erste Auto, was man gefahren ist, ist es einmal viel mehr Wert als irgendwas, was man sich dann kauft für was, was ich 100.000 Euro. Bo, die Maske. - Aber. Also, ein emotionaler Wert. Und da sind wir eigentlich bei dem Kern, weshalb ich Mode nicht verstehe, der emotionale Wert von Dingen und der ideelle Wert von Dingen, der sollte doch immer über dem finanziellen Materialienwert stehen. Und deswegen check ich Mode nicht. Ja, gut, aber dann kann ich dir das auch nicht unbedingt begreiflich machen. Also. Wie wenn man einen blinden Farben erklären? (Lachen) (Lachen) Ja, okay, ich bin Mode blind. Alles klar. Ich schuldig im Sinne der Anklage. Nein, es geht natürlich, es geht gar nicht darum, möglichst viel Geld für Kleidung auszugeben. Ja, ja. - Ich glaube, so habe ich das auch gar nicht irgendwie formuliert und auch nicht mal ansatzweise so gemeint. Aber. Wenn man bereit ist, viel Geld für Kleidung auszugeben, dann. erfährt man für sich selbst vielleicht auch manchmal eine andere Wertschätzung. Ich gehe vielleicht mit einer Tasche, die irgendwie tausendeure gekostet hat, einfach anders um im Alltag. Oder tausend vielleicht gar nicht um den zum Alltag, weil sie mir ein bisschen. weil sie einfach mir heilig ist. Als eine Tasche für 100 Euro, die auch mal zerkratzender, wo es auch ok ist. Ja. Auf jeden Fall diese Realität von Finanzwert, von Mode, hat ja auch die Band Kraftklub besungen, in dem Song "Wie viel ist dein Outfit wert?" Ja, was hab ich bezahlt, drin was? Ja, so 10.000 Euro. Und Kleid, 300, 700 Euro. Und Schiehm, 400 Euro. Dann, "Buy, wie Tom Enkelboot, 1500 Euro." Schneider's, da. Aber "Buy, Fill is dein Outfit wert." ♪ "Sanki, Louis, Gucci, CEO, Fendi, Radar." ♪ "Buy, Fill is dein Outfit wert." ♪ "Tonscher, Gisi, Pempo, Fallen, Ziger." ♪ "But, Buy, Fill is dein Outfit wert." Und jenseits von diesen Internetvideos gibt es ja Menschen zu denen auch lotter aufgeschaut hat, weil diese Designer-Pieces tragen und diese Menschen wollen selten in journalistischen Formaten auftreten und heißen Influencer. Ich finde heutzutage durch vor allem durch Instagram. Oder durch TikTok. Es ist halt dieser Horizont viel, viel größer. Und man sieht halt diese Influencer, die tollen Markenklamaten dreht. Und dadurch ist es in die Gesellschaft eingefchlossen, sage ich mal so, dass alle denken, dass sie das auch brauchen, um so viele Follower zu haben oder so cool zu damit. Dadurch ist es, glaube ich, so über die Jahre extrem geworden. Hat das eine Rolle gespielt, explizit Influencer? Bestimmt auch. Ich würde nicht sagen, dass das absolut der für alles der Grund war, aber bestimmt auch ein großer Hauptgrund mit. Es war nicht nur deswegen, sondern es war ein Teil davon, wo ich denke, dass das auch große Rolle gespielt hat, dass man irgendwie dachte. Ich möchte auch irgendwie so ein tolles Kleid haben, wie die trägt, dass sie so toll an ihr aus. Und so schlank und obwohl wahrscheinlich viel mit Photoshop gearbeitet worden ist. Aber so ist es wahrscheinlich auch, dass man irgendwie, dass ich dann dachte, ja gut, dann will ich auch das Zeit haben. Dann sehe ich ja genauso toll aus wie sie. So sehen Suchtsobjekte, die dann da quasi freut. Das sind ja irgendwie so Vorbilder. Es sind für viele Vorbilder. (Gemästige Musik) Man muss ja sagen, die Modewelt ist ja heute ohne Influencer gar nicht mehr vorstellbar. Weil Menschen wie Lotter, die sehen ja die Designer-Pieces und die teuren Dinger, vor allem über Instagram auf Fotos von Red Carpet-Events, auf Fotos von "The Fashion Week" und so weiter. Die würden ja nicht selber auf Gucci, DE oder Rolex, DE, surfen und auch nicht auf "The Fashion Week" selber gehen. Ähm, wie siehst du da, die Vorbildrolle, die man als Influencer hat, eben diese sogenannten, oder wie ich sie genannt habe, sehen Suchtsobjekte so ins Schaufhänzer zu stellen. Na ja, durch Influencer ist Mode ja auch viel.
demokratischer geworden. Also man stellt sich das früher vor. Mode war ja etwas sehr elitärer. Da kam es ja nur unter ganz bestimmten Bedingungen rein und meistens war es auch nicht für jeden oder jede auch so zugänglich. Influencer haben die Modewelt durchaus zugänglicher gemacht, was ja sicherlich auch die Designer dadurch auch unter Druck gesetzt hat, die Mode auch ein bisschen Mainstreamingert zu gestalten. Vorwarnte seiner Pieße sehr oft, sehr ausgefallene Teile und heute ist es ja oft einfach nur ein T-Shirt mit dem Logo drauf. Das hat halt alles vor und nach Teile. Aber ja mittlerweile sind Influencerinnen fest der Bestandteil der Mode und das hat halt seine Vor- und nach Teile. Ja ich sehe vor allem, dass die das Schanier sind. Zwischen in diesem Fall Luxus Brands und damals noch Azubis wie Lotter. Also zwei Lebensrealitäten, die gar nichts miteinander zu tun haben werden, werden durch diese Schanierfiguren der Influencer sozusagen verbunden und eine Nachfrage geschaffen, anstücken, die ja normalerweise Lotter sich niemals hätte leisten können, wenn sie sie nicht per raten Zahlung hätte kaufen können. Ja klar, sicherlich ist das so. Influencer sind ja also symbolisieren auch eine gewisse Nahrbarkeit und man kann sich ja viel einfacher mit Influencerinnen identifizieren. Auch einfach, weil es ja auch so viele unterschiedliche davon gibt, das heißt man findet idealerweise auch jemand, der zu einem Pass, der vielleicht eine ähnliche Körperform hat oder Hautfarbe vor Warmodea, wie gesagt schon sehr elitär und es gab quasi nur das Supermodel, an dem man dann die Kleidung gesehen hat und dadurch wurde ja auch eine gewisse Distanz hergestellt, weil man wusste nicht so über diese Frau, sie sah einfach sehr sehr schön aus, aber vielleicht hat man selbst irgendwie rot, hare und sommer sprachst und kann sich überhaupt und wiegt auch keine 50 kg und kann sich gar nicht vorstellen, wie vielleicht das Teil an einem selbst aussehen würde. Und da kommen sicherlich auch Influencer und Influencerinnen und Spiel, die das ganze viel Nahrbarer machen. Ich könnte jetzt aber dagegen halten, Influencer sind da eingehend Konsumtreiber, weil sie eine Nachfrage erschaffen anstücken, die sonst gar nicht gegeben hätte, weil Leute, die nicht so viel verdienen mit dieser Modewelt gar nichts zu tun haben. Sicherlich werden Influencer auch dafür benutzt, den Konsum auch hochzutreiben und auch dafür bezahlt. Und wie viel Verantwortung trägt man da als Influencer? Da ist ja gerade deine Community am Anfang dieser Folge als kritisch und hinterfragend beschrieben. Das ist ja jetzt vielleicht nicht immer so, also wenn jetzt, ich kenne nicht da jetzt nicht so aus in dieser Influencerwelt, aber wenn die Leute jetzt 17, 18, 19, 20 sind und Akkaro Dauer folgen und sehen, die es ist nur Red Carpe, nur die Seine hat Heile, alle Superteuer und das will ich auch. Und ich kann das kriegen über Ratenzahnung. Wie groß ist da die Verantwortung von so Influencer, wenn das nicht mal klarzustellen, dass man Dinge geschenkt bekommt, dass man eingeladen wird und so weiter und sofort? Das ist ja eine Paralleelwelt. Es gibt ja schon eine Kennzeichnungspflicht und der kommen ja ziemlich alle Influencerinnen ja auch nach. Und es ist ja auch kein Geheimnis, dass vieles nur geliehen ist oder geschenkt worden ist und was auch immer. Also das gehört ja auch quasi zu dem Reiz, da irgendwie auch dazu, dass man zu Influencer und Influencerin hochschaut oder auch selbst so jemand werden möchte, weil man sich dessen ja sehr wohl auch bewusst ist. Und ich finde es schwierig, da die Verantwortung für den Konsum einfach an Influencerinnen weiterzugeben, weil letzten Endes ist man ja selbst dafür verantwortlich. Ja, aber man könnte ja sagen, die Verantwortung liegt auch bei dem Bewerber sozusagen. Also ich finde, es ist auch eine Verantwortung seitens des Staates durch Werbeverbote oder so Dinge zu regulieren, die Suchpotenzial haben. Und das ist ja bei Konsumgüttern, finde ich gerade in einer Zielgruppe, die das alles nicht so unbedingt reflektieren kann, eigentlich ähnlich. Ja, aber da ist es doch ganz schön einfach, dann die Verantwortung an einzubeson und meistens sind es ja also vor allem in dem Bereich, sind es ja meistens Frauen, die selbstständig sind, die auch nur ihr eigener Boss sind, da einfach so abzugeben. Da kann man doch sicherlich eher überlegen, okay, wenn es wirklich eine strukturelles Problem ist, dann muss man da größer ran gehen und nicht sagen, ja, die Influencerinnen sind schuld an meinem Konsum. Also da muss man ja eher gucken, ob man nicht die Plattform den irgendwie Regeln auferlegt, dass es vielleicht gar nicht möglich ist, wenn man bereits überschuldet ist, da noch mehr einzukaufen. Du bist jetzt bei der Ratenzhalle und Klaner und so weiter. Bei Klaner, etc., ob man da nicht eher schaut, ob man da nicht was reguliert anstatt zu sagen, ja, dann müssen halt die Influencerinnen weniger bewerben. Weil das ist halt, ich weiß nicht, für mich hat das halt häufig auch so eine, das hat auch, um Influencer-Bashing, will zu sagen. Es ist Influencer-Bashing und es hat auch, es hat auch für mich eine leicht musikine Note, weil es halt häufig einfach wirklich Frauen betrifft. Es gibt wenig Influencer, die gebeist werden, sondern es sind meistens die Influencerinnen, die dann gebeist werden in dieser Form. Also erstmal will ich, also ich will ja nicht den Oliver Pochern machen und irgendwelche Leute bärchen und vorführen, sondern ich nähe mich halt nicht. So habe ich das auch, so habe ich es auch überhaupt nicht gemeint, aber aufmals in dieser Diskussion und das ist ja jetzt auch nicht zum ersten Mal, dass sie dann auch führe, ist halt häufig wirklich von Influencerinnen, die redet, die dann ein verführen zu irgendwelchen Produkt kaufen, ob wo man ja selbst würde ich sagen, auch ein gewisse Verantwortung hat für sein Leben und ich als Influencerin kann nur verantwortungsvoll Kooperation eingehen. Das ist so meine Aufgabe zu gucken, ist das Produkt wirklich gut, es ist notwendig, aber ich kann jetzt nicht zu jeder Person hängen und sagen, also für dein, dann budget würde ich es nicht empfehlen. Das muss jeder und jeder für sich selbst entscheiden. Ja, auf jeden Fall, es ist aber eben auch so, dass durch die Ratenzahlung natürlich die seiner für jeder Mann und jeder Frau zu haben ist, bei lotter eben über diese Ratenzahlung 13.000 Euro Schulden sind da entstanden und man muss ja sagen, dass in dieser Internetwelt wo quasi ein, zwei der Influencerinnen und die Influencerinnen und dann die 13.000 Euro Schulden auf TikTok abgeführt werden, sich lotter mitten drin, in dem befand, was Realität ganz vieler Menschen ist in diesem großen Vier-Ewer. Und auf TikTok laufen dann diese Videos, wo die Leute locker flockig zu ihren Schuldentanzen oder sich sehlen ruhig ins Bett legen und die klarer Schulden werden eingeblendet. Ziemlich Realitätsfern, denn ich habe lottermal gefragt, wie sie denn so geschlafen hat als sie realisierte, dass die 13.000 Euro verschuldet ist. Wenig, ganz, ganz wenig habe ich geschlafen, also ich habe wirklich die Nächte damit verbrachten, mir Gedanken darüber zu machen, mir das als durchzurechnen und zu gucken, wie ich irgendwie doch über einen Monat komme und wie über nächsten Monat komme und war dann auch so, dass man irgendwie nicht mehr mit Freunden weggehen kann oder so, man kann sich ja gar nichts mehr leisten. Das war ja alleine schon, wenn irgendwann, man mit Freundinnen irgendwie abends essen gehen wollte oder so. Da hatte ich schon drei Tage vorher magenschmerzen, wie ich denn diese 15 Euro da so aufbringen soll und das ist halt wirklich ein Teufelskreis. Dann sammelt man zu Hause halt schon den Pfand so zusammen, dass man denkt, ob vielleicht komme ich da, dass ich essen gehen kann oder so was. Und das sind halt wirklich so Zustände, wo man sich denkt, okay, in dem Alter, wenn man eigentlich leben und das Leben genießen und dann steht man auf einmal vor Sonnerhörde. Also Flaschen fand sammeln in Designerjacke. Das war ja quasi so, dass leben. Das kann es ja nicht wert sein. Und du als Influencerin quasi, du, die sogar hergekommen ist zu uns, sag mal, wie viel sollte einem denn so eine Designerjacke oder ein Designerstück wert sein? Das hängt wirklich ganz individuell vom Budget ab. Je nachdem, wie viel Geld man hat, kann man das her für sich aussuchen, was man sich da kauft. Ich meine, kaufst du, kaufst du, konsumgüter oder hast du schon konsumgüter? Also jetzt nicht die Waschmaschine, die anfangen es viel, sondern wirklich ein Konsumgutschumma auf Rechnung bzw. Ratenzarnung gekauft. Also ich kam ich an, ich hab meinem ganzen Leben, glaube ich drei Kredithofer so jemals abgeschlossen. Und das auch nur, weil es komplett unausweichlich war. Das war die Küche. Das war jetzt ein jünger war eine OP für meine Katze. Und mein erster, mein erster Laptop, glaube ich. Also alles Dinge, das täglichen Gebrauchsbeziehungsweise, Lebensrettung der Katze. Also da kann man sich ja auch. Aber genau, ich kann das bei mir auf jeden Fall an einer Hand abzählen. Allerdings auch, weil ich aus dem privaten Umfeld auch Geschichten kannte, wo es halt schwierig war, den Kredit dann eben abzubezahlen. Und ich selbst niemals in so eine prekäre Lage kommen wollte. Ich bin persönlich auch nie leichtfertig mit diesem Thema umgegangen. Und ich glaube, das ist halt auch einfach vielleicht auch eine gewisse Erziehungswache. Ohne da jetzt irgendwie lotters Mutter da in die Verpflichtung zu nehmen. Aber ich glaube schon, dass wir da auch eine gewisse Verantwortung für unsere Kinder haben.
und ihnen den Umgang mit Geld bleibt zu bringen. Ja, und man muss natürlich sagen, dass wenn es um eine Sucht geht und es ist ja eine Verhalten sucht, die sich gezeigt, dass sich auch Suchtverhalten einstellt. Also, Lorde hat gesagt, es war ein schleichen Prozess, bis es dahingehensherr, sie hat beschrieben von einem Kontrollverlust, dass sie damit kompensiert hat. Und auch trotz der Selbstschädigung, also sehen, dass sie viele Schulden aufnimmt, trotz dem weiter konsumiert hat und trotz dem mehr Zeug gekauft hat. Das ist klassische Suchtverhalten. Und ein wichtiger Punkt in dieser Suchtgeschichte und Innensuchtverhalten auch ist eben Lügen und Heimlichkeit. Und auch das hat sich, wo du gerade ihre Eltern angesprochen hast, sehr deutlich gezeigt. Man hat es trotzdem von den Eltern irgendwie mal gehört, so war und kommen hier so viele Pakete an. Und was ist denn jetzt schon wieder? Und wie kannst du dir alles leisten? Und da hatte ich auch wirklich gute Ausreden. Also ich habe mir da immer Sachen ausgedacht, aber. Zum Beispiel? Das ist zum Beispiel irgendwie. hatten meine Freundin geschickt oder ist für eine Freundin. Und das hat sie nur hierher geschickt, weil bei ihr grad keiner zu Hause ist oder so. Deswegen so fing das an, dass man ausreden dafür gefunden hat, warum jetzt bestimmte Pakete für ein selber kommen. Und wie bei so vielen Süchtigen ist es auch bei Lotta so gewesen? Man kann den Schein nicht ewig aufrecht erhalten. Irgendwann haben wir ja schon gehört, waren bei ihr die Fixkosten so hoch, dass sie die Raten gar nicht mehr bedienen konnte. Sie konnte gar nicht mehr ihren Lebensunterhalt bestreiten. Und dann ging es gar nicht mehr anders, als dass sie sich ihren Eltern öffnete. Bei mir kann dann irgendwann der Punkt, wo ich auch echt mal angeschmerzen hatte. Und da habe ich mich dann alles in meinen Eltern hingesetzt und habe dieses Gespräch geführt, den das alles zu erzählen. Und das war ein wirklich schweres Gespräch. Das war sehr emotional. Es fließen sehr flossen, sehr viele Tränen. Aber es war gut, dass das Gespräch dann irgendwann kam. Es blieb mir halt auch keine andere Wahl. Das muss man dazu sagen. Es gab keine andere Wahl, als ich dann damit rausrücke, weil sonst hätte ich privat in Silvens anmelden müssen. Und das, zum 18.19. Ist halt, glaube ich, nicht so schön. Über 13.000 Euro kommen wir dann halt nicht mehr klar. Alter 13.000 Euro. Und für Konsumgüter. Und für Sachen, die man eventuell schon geile hat. Das ist ja noch trauriger. Die Sachen, die ich dann wieder verkaufen musste. Die hat man dann ja gar nicht mehr im bezahltrotzen dafür. Und das ist schon echt deprimierend. Also für das Verständnis, um die Raten zu bezahlen und Geld dafür zu haben, hat sie die It-Peaces, die sie hatte, halt bei auf verschiedenen Börsen verkauft und mit dem eigenen Geld dann ihre Raten beglichen. Also so hat sie Raten bezahlt von Dingen, die sie gar nicht mehr besitzt hatte. Und mit der Hilfe ihrer Eltern hat das Lothat dann aus den Schulen rausgeschafft, hat quasi die Schulden bei ihren Eltern abgestottet und nicht mehr bei Klaner. Und nach dieser sehr schlimm Erfahrung will sie eben andere Menschen da verwernen, dass denen nicht gleich ist passiert. Und sie persönliche Krisen durch übermäßigen Konsumbeantworten. Also ihr Appell ist, Leute kauft nix, was ihr euch nicht leisten könnt. Und macht es stattdessen bisschen anders. Ganz, ganz schlimm, wenn man psychisch irgendwie angeknackst ist, dann auf gar keinen Fall irgendwie kleiner runterladen oder großartig schaffen, ab in die Stadt gucken gehen, viel schöneres Erlebnis, viel schöner, irgendwie ne Freundin schnappen, KW trinkt zwischen durch, am Saisessen gehen oder so. Viel, viel schöner, ein paar Sachen angucken, aber man nicht online, allein im Bett vom Schlafen gehen, mal eben irgendwas bei Dior für 500 Euro kaufen. Ja, das ist krass, was du jetzt eigentlich für Welten aufmerksam stimmen. Weil wenn man mit Freundin in der Stadt ist, dann weiß ich nicht, ich gebe mir nur über einen Tag, wenn man viel ausgibt, sagen wir mal 100 Euro aus, du kaufst eben die Schuhe, aber trinkt noch ne Cola und einen Kaffee und ist noch ne Bratwurst und dann war es ein schöner Tag gewesen. Ja, man hat ein schönes Erlebnis, was man hat und da kommen auch diese glücksefühler. Ja, früher war das so, da ging man einfach in die Stadt, heute sterben die Innenstädte aus. Ja. Ja, du hast aber eben gesagt, Shopping-Spaß geht auch mit wenig Geld. Sagt doch nochmal, wie kann man sich cool klein und nicht so sich verschulden? Na ja, wie die Leute auch schon meinte, man sollte auf seinem Budget einfach achten. Was ich persönlich auch mal mache, ist, wenn ich einen Teil ganz, ganz toll finde, aber sehr, sehr teuer ist, dann denke ich mir immer, okay, es läuft mir nicht weg und wenn ich es wirklich nicht aus dem Kopf bekomme, dann kauf ich es mir. Also nicht diesem ersten Kaufimpuls folgen, sondern einfach abwarten und. Auf eine Wischlist, sozusagen. Genau, einfach auf die Wischlist schieben, also in den Favoriten-Corp. Und am einenway, dann hat man die Sachen im Warnkorb, aber man checkt eben nicht aus. Und ansonsten gibt es ganz viele tolle Sektan-Plattform, wo man vielleicht die Sachen auch günstiger bekommt. Ja, und sich im Zweifel einfach fragen, braucht man es jetzt wirklich. Das wollte ich gerade sagen. Also ich habe auch Freunde, die sehr viele Klamotten kaufen, der eine hat noch nicht irgendwie. weil, weil er spontan mitbewohner bekommen hat, musste ein Zimmer leerräumen und sein ganzes Wohnzimmer war voller Klamotten. Und dann ist dann ein kuschener Ansatz, Dinge, dann ist dann mal, wie viel Zeug hast du eigentlich? Und er sagte auch, ja, wir wurden mir jetzt gerade mal klar, wo ich dieses Zimmer ausgeräumt habe, ich werde jetzt ein Jahr nichts kaufen, weil egal was ich mir kaufen könnte, ich brauche es nicht. Ja, besitzt belastet halt. Oh, besitzt belastet, sehr schön gesagt. Ja, besitzt belastet und wegen Besitz wird man dann auch so. wärtelt und fair und beurteilt und so weiter. Und wenn man nichts hat, dann kann man auch nicht dafür verurteilt werden. Ja, gut, ob ich jetzt auf den Leister führen wollen würde. Ja, aber es ist auch ein Leister. Minimalismus ist ja auch ein Trend. Absolut, ja. Und es gibt ja schon mal minimalistische Leute, die sich gut kleinen. Definitiv. Es gibt auch den Begriff in der Mode der Kapsel Collection. Das ist dann, wenn man beispielsweise nur so 30 Teile hat, oder sind es vielleicht sonst auch nur 100 Teile, und da welche und socken mit einbrechnet, wo jedes Teil zueinander passt, dass man einfach in den Kleiderschrank greifen kann. Und egal, was man rauszieht, es funktioniert. Das hat auch hier Kim.com gemacht, dieser mega upload.de Gründer. Weil sie haben den jetzt alle kennen, der da irgendwie verknackt, wo wir wegen Raubkupi und so weiter. Also viele Personen ist öffentlich in Lebens, oder so machen das ja. Die haben nur ein Outfit. Also die haben immer einen schwarzen, schwarze Hose, schwarzes T-Shirt, schwarze Sorten, schwarze Unerose an. Und haben immer das gleiche an, weil sie sich darüber einfach gar keine Gedanken machen wollen. Ja, das ist natürlich eine sehr radikale Maßnahme. Man kann sich sagen, dass du dich in die für Mode interessierst, dann kannst du das ja auch für dich umsetzen und gucken, ob du dich dann damit woviel zu jeden Tag, dass er wir auch tützt, zu tragen. Ja, mal gucken. Für mich wäre das auf jeden Fall nichts. Ja, also ich werde mich damit beschäftigen, ob ich jetzt doch einfach immer nur in All Black gehe. Und du guck's weiter, dass du schön auf dem Red Carpelt aussies und quasi deine Outfits immer nach Lust und Laune rechsen kannst. Jeder, wie er will. Ja, ich glaube, meine Meinung zum Modus ist irgendwie klar. Aber vor allem ist es auch klar, dass man sich nicht so verschuldet, wie Lotta es getan hat. Darum geht es in dieser Folge zum Thema Shopping sucht, achtet auf eure Gefühle, achtet auf euer Geld, achtet auf eure Impulse und womit ihr sie so alle beantwortet. Ich sage Mascha, vielen Dank für den Besuch bei uns. Sehr gerne. Und das war's bei "Süchtig nach alles", mit "Süchtig nach Shopping". Tschüss. "Süchtig nach alles". Ein Podcast mit Ubik-Kopf. Weitere Folgen findet ihr in der App der ARD Audiothek. Und jetzt noch eine große Podcastempfehlung der Podcast Telephobia. Dieser eine Anruf ist zurück mit einer neuen Staffel und neuen Geschichten. Host Lea Uzz hilft in jeder Folge eine Menschen bei einem Anruf, den er oder sie schon viel zu lange vor sich herrschiebt und sich einfach gar nicht mehr traut zu machen. Und wir alle dürfen live dabei sein bei diesen Intimen Gesprächen. Diese Anrufe können ziemlich unangenehm sein, wie zum Beispiel, wenn Mario nach Jahren das erste Mal wieder mit seiner Tochter telefoniert. Denn er hat den Kontakt zu ihr abgebrochen, als sie noch ein Kind war. Die Gespräche können auch super emotional und auch schön sein. Weil sie bei Annett, sie will sich bei der Familie bedanken, die sie 1989 bei der Flucht aus der DDR im Kofferraum mitgenommen hat. Hinter jedem dieser Anrufe steckt auf jeden Fall eine spannende Geschichte und in die könnt ihr bei Telephobia ganz tief eintauchen. Die neuen Folgen findet ihr in der ARD Audiothek.
Podcast Summary
Key Points:
Lotta, eine junge Frau aus Bielefeld, hat sich durch Ratenkäufe und Online-Shopping mit über 13.000 Euro verschuldet – bereits mit 19 Jahren.
Der schleichende Prozess begann mit kleinen Ratenzahlungen (z. B. 16 Euro monatlich), die sich durch viele parallele Käufe – von Kosmetik bis zu Designerartikeln – zu einer untragbaren monatlichen Belastung summierten.
Designer-Sachen verschärften die Situation, da sie teurer waren und als Statussymbole oder zur Kompensation negativer Gefühle dienten.
Influencerin Maria Astor (Mascha) betont, dass Ratenzahlung grundsätzlich sinnvoll sein kann (z. B. für notwendige Anschaffungen), aber von Anbietern oft missbräuchlich für Konsumgüter beworben wird.
Die Vorfreude auf Pakete war für Lotta das eigentliche Glücksgefühl – oft schickte sie Artikel nach Erhalt wieder zurück.
Viele Influencer lehnten eine Teilnahme am Podcast ab, vermutlich aus Angst vor Imageschäden oder wegen fehlender Verbindlichkeit in der Branche.
Einkaufen dient laut Lotta als Ersatzbefriedigung, um Selbstbewusstsein aufzubauen oder gesellschaftliche Anerkennung zu erlangen – ein Phänomen, das Mascha teilweise nachvollziehen kann, aber nicht persönlich kennt.
Summary:
In dieser Podcast-Folge von „Süchtig & Narales“ mit Tobi Koch geht es um das Thema Shopping-Sucht, insbesondere bei jungen Menschen. Gast ist die Modebloggerin und Influencerin Maria Astor (Mascha), die über die gesellschaftliche Relevanz des Themas spricht. 000 Euro verschuldet hat.
Sie kaufte alles von Kosmetik über Schuhe bis zu Designerartikeln, oft nebenbei am Handy, etwa in der Mittagspause oder abends im Bett. Die kleinen monatlichen Raten von 16 oder 30 Euro schienen zunächst harmlos, summierten sich aber schnell zu einer untragbaren Belastung, die ihr Gehalt als Auszubildende überstieg. Designer-Sachen verschlimmerten die Lage, da sie teurer und mit Statusdenken verbunden waren.
Lotta beschreibt, dass das Einkaufen für sie eine Ersatzbefriedigung war, um schlechte Gefühle zu kompensieren – die Vorfreude auf Pakete machte sie glücklich, oft schickte sie die Ware jedoch nach Erhalt wieder zurück. Mascha erklärt, dass Ratenzahlung prinzipiell sinnvoll sein kann, aber von Anbietern für unnötige Konsumgüter ausgenutzt wird. Sie betont, dass viele Influencer eine Teilnahme am Podcast ablehnten, vermutlich aus Angst um ihr Markenimage.
Das Gespräch zeigt, wie Online-Shopping, soziale Medien und leicht zugängliche Zahlungsoptionen junge Menschen in eine Verschuldungsspirale treiben können – und wie wichtig Aufklärung darüber ist.
FAQs
Shopping-Sucht ist eine Verhaltenssucht, bei der Betroffene zwanghaft einkaufen, oft um negative Gefühle zu kompensieren. Besonders junge Menschen sind gefährdet, da Online-Shopping und Ratenzahlungsdienste wie Klarna oder PayPal den Kauf niedrigschwellig und verlockend machen.
Durch viele kleine Ratenkäufe, die jeweils nur wenige Euro im Monat kosten, summieren sich die Beträge unbemerkt zu einer hohen monatlichen Gesamtbelastung. Wenn diese Belastung das Einkommen übersteigt, wächst der Schuldenberg schnell an, wie im Fall von Lotta mit über 13.000 Euro.
Designer-Sachen haben einen besonderen Reiz, da sie oft individueller sind und Status symbolisieren. Sie sind jedoch teuer und werden häufig auf Raten gekauft, was die Verschuldung extrem verschlimmern kann, da die monatlichen Raten für solche Teile sehr hoch sind.
Einkaufen kann als Kompensation für schlechte Gefühle wie Traurigkeit oder Einsamkeit dienen. Die Vorfreude auf ein neues Teil und das Glücksgefühl beim Kauf bieten eine kurzfristige Befriedigung, die aber nicht von Dauer ist und zur Sucht führen kann.
Influencer und Social Media können Kaufanreize schaffen, indem sie Produkte präsentieren und bewerben. Besonders auf Plattformen wie Instagram oder TikTok werden Produkte oft verlockend dargestellt, was impulsive Käufe fördern kann, obwohl viele Influencer sich der Verantwortung bewusst sind.
Ratenzahlung ist ein sinnvolles Konzept für essentielle Anschaffungen wie Waschmaschinen oder Autos, wenn man nicht genug Geld auf einmal hat. Das Problem entsteht, wenn sie für nicht-essentielle Konsumgüter wie Designertaschen oder Schminke genutzt wird, was zu Überschuldung führen kann.
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