Streit vor den Kindern eskaliert regelmäßig? Mit diesen Tipps könnt ihr Konflikte zukünftig entspannter meistern!
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Streit vor den Kindern ist ein komplexes Thema, das tiefgreifende emotionale Auswirkungen auf die Kinder hat. Obwohl Eltern gerne eine harmonische Familie wünschen, werden Kinder oft durch die Schwingungen und die nichtveränderte Stimmung der Eltern die Konflikte wahrnehmen. Eine wertschätzende, lösungsorientierte Kommunikation, wie durch Ich-Botschaften, kann jedoch dazu führen, dass Kinder lernen, wie Konflikte konstruktiv gemeistert werden. Es ist entscheidend, dass Eltern nicht vor den Kindern verdrängen, sondern den Streit transparent und positiv abschließen, um die familiäre Stabilität zu wahren. Kinder nehmen die Konfliktsituationen durch Nachahmung auf und zeigen sich dann in ihren Beziehungen entsprechend verhalten. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern nach einem Streit das positive Ende mit den Kindern teilen und die Kinder direkt danach fragen, wie sie sich fühlen. Dies fördert die emotionale Verarbeitung und hilft, Angst und Unsicherheit zu reduzieren. Die Kinder haben oft eine andere Logik als Erwachsene und stellen grundsätzlichere Fragen – beispielsweise über die Bedeutung von Pünktlichkeit. Diese Differenz muss berücksichtigt werden, um eine verständliche und vertrauensvolle Kommunikation zu gewährleisten. Das Ziel ist nicht, nie vor den Kindern zu streiten, sondern den richtigen Rahmen zu schaffen, in dem Konflikte authentisch, wertschätzend und für die Kinder verständlich gelöst werden können.
Hast du als Kind häufig Streitigkeiten bei deinen Eltern mitbekommen?
Nein, nicht so häufig. Ich würde sagen ab und zu. Aber das ist sicherlich auch ein Generationenthema, denn meine Eltern waren da ja auch, passend zur letzten Podcast-Folge, die wir gemacht haben, ganz klassisch aufgestellt.
Und da war ja gar nicht so viel Kommunikation nötig, denn da hat ja quasi jeder so in seiner Abteilung gewerkelt. Das gab ja gar nicht so wahnsinnig viele Schnittmengen und dadurch auch nicht so viele Punkte, wo man in Konflikte geraten konnte.
Aber natürlich hat man den einen oder anderen Konflikt mitbekommen. Gut ist natürlich, wenn man als Kind nochmal mitbekommt, wie das Ganze dann auch gut gelöst wird.
Aber wie hast du das empfunden in dem Moment, wenn die sich gestritten haben?
Sollte das einstehen?
Hast du Angst gemacht oder hast du gehofft, dass es schnell vorbei ist?
Nee, Angst gemacht hat mir das nicht. Ich fand es eher anstrengend. Mich hat das angestrengt und gestresst. Das waren eher so Gefühle.
Und man bekommt dann ja dieses Thema mit. Also als ich näher älter wurde, als es in Richtung Auszug ging, da war so ein bisschen intensivere Konfliktphase.
Und da war ich ganz froh, dann in meiner eigenen Wohnung Ruhe zu haben.
Weil dann doch durchaus, wenn man nach Hause kommt und das Gefühl hat, man kann manchmal die Luft zerschneiden, dann ist das unangenehm.
Und das hat mich eher genervt und gestresst und auch mich dann gefühlt von meinen eigenen Themen so abgelenkt.
Ich wollte mich da ja mehr auf meine eigenen Dinge konzentrieren.
Ich habe da ja schon angefangen, mein erstes Unternehmen aufzubauen, war im Abitur drin und habe dann irgendwie. Dann hat man ja selber auch Partnerschaften, die sich anbahnen. Dann ist man mit seinem eigenen Liebeskummer beschäftigt und so weiter.
Also das ist irgendwie so eine Ablenkung gewesen, die ich nicht so richtig brauchen konnte. Auch noch darüber genervt.
Mich hat es eher genervt. Also Angst hat es mir nicht gemacht, mich hat es eher genervt.
Wir wollen in dieser Podcast-Folge über das Thema Streit vor den Kindern sprechen und schauen, wie man Konflikte besser meistern kann.
Oder wie ist das allgemein? Sollte man vor den Kindern streiten oder nicht?
Auch hier eine Frage.
Eine Frage, die sich viele stellen und wo ja auch viele sagen, oh Mann, wir haben jetzt auch immer mehr Streits vor den Kindern.
Das kann nicht gut für die sein. Das wollen wir uns heute näher anschauen.
Du bist im Podcast der Lebensidealisten gelandet. Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Entziehung.
Im ersten Gespräch hören wir häufiger den Satz, wir streiten uns manchmal sogar vor den Kindern, obwohl wir das eigentlich immer vermeiden wollen.
Und das ist auch eine Sache, die ja sehr viele Eltern betrifft.
Also eigentlich möchten wir Eltern ja Harmonie zu Hause haben.
Wir möchten nicht, dass Kinder etwas mitbekommen.
Was?
Was uns als Eltern oder als Paar betrifft.
Und es passiert ja trotzdem mal, dass Kinder etwas mitbekommen, weil die ja nun da auch wohnen und es dann häufig bei Eltern ein schlechtes Gewissen auslöst.
Ja, viele Eltern wollen da natürlich ein gutes Vorbild sein.
Und es geht ja auch darum, dass die Kinder eine gewisse Leichtigkeit verspüren und ja ferngehalten werden von den Erwachsenen-Themen
beziehungsweise, dass die Erwachsenen-Themen nur kindgerecht an die Kinder rankommen dürfen.
Genau.
Da geht es ja auch, wenn man jetzt zum Beispiel finanzielle Probleme hat, geht es ja auch darum, das nicht zu sehr an die Kinder rankommen zu lassen, weil die können ja nichts tun.
Die können ja da auch gar keinen Beitrag zu leisten, sind nur überfordert von den Gefühlen und Ängsten, die dadurch entstehen können.
Und das kann bei einem Streit, der für Kinder ja durchaus sehr bedrohlich wirken kann, eben genauso sein.
Da geht es um Erwachsenen-Themen, wo die Kinder gar nicht mit dazwischen gehören.
Naja, und beim Streit ist es ja auch häufig so, dass man sich persönlich nicht graviert.
Und man ja eigentlich gerne das vor Kindern verbeiden möchte, weil man ja Kinder dann auch gern beibringt, man soll ordentlich sprechen, wertschätzend sprechen, nicht beleidigend sein.
Und man in dem Moment, oder viele in dem Moment das nicht halten können.
Und da wären wir nämlich bei der Frage, um die gleich vorwegzunehmen, sollte man vor Kindern streiten, ja oder nein?
Ja, kann man gerne machen, wenn man eine wertschätzende Haltung im Konflikt beibringt.
Also wenn wir jetzt einen eskalativen Streit nehmen, wo es keine echte Lösung gibt, man sich anschreit, vielleicht sogar beschimpft, das wollen wir nicht vor Kindern haben, das wollen wir allgemein gar nicht haben, egal ob mit Kindern oder ohne.
Wenn wir es aber schaffen, einen Konflikt wertschätzend auszutragen und über unser Gefühl zu sprechen und am Ende eine Lösung herbeizuführen, dann wäre das eher sogar noch ein wichtiges Learning, denn das gehört in jede Beziehung, dass man Konflikte hat, die Art und Weise ist eher.
Ja, wir haben uns mal eine Studie angeschaut dazu, etwa 70% der Kinder erleben im Laufe ihres Lebens Konflikte der Eltern.
Ja.
Hat mich fast schon gewundert, dass es nur 70% sind.
Ich hätte auch gedacht, dass es höher ist, ehrlich gesagt.
Ja.
Vielleicht gibt es da aber auch eine Dunkelziffer, muss man wieder überlegen.
Also ist ja die Frage auch, das kam ja jetzt ja nicht bei der Studie hervor, was wirklich Konflikte sind.
Also das ist ja, kennt man ja so, ist das schon ein Streit, ist es eine Diskussion, ist es ein Konflikt?
Das ist ja die Frage, ne?
Gut, man könnte vielleicht sagen, dass durchaus bestimmt 20-30% der Paare gar keine eskalativen Streitigkeiten haben.
Ja.
Dadurch können das die Kinder auch natürlich nicht mitbekommen.
Das kann ja verschiedene Ursachen haben, entweder können die ihre Themen gut klären oder einer von beiden oder beide sind sehr harmoniebedürftig
und sind dadurch sehr, sehr kompromissbereit und fechten die Themen lieber nicht aus.
Dann gibt es ja verschiedene Dynamiken, die auch dazu führen können.
In der Studie kam halt auch in dem Zusammenhang hervor,
dass vor allen Dingen Kinder, die häufig halt diesen elterlichen Konflikten ausgesetzt sind,
eine Neigung haben oder eine erhöhte emotionale Neigung zu den Themen Angst und Depression.
Wenn das häufig passiert ist, ne?
Genau.
Das führt natürlich auch dazu, auch das wurde in der Studie gezeigt,
dass es schwieriger wird, später eigene, emotionale, erfüllende Verbindungen aufzubauen
und natürlich dann auch harmonisch und wertvoll.
schätzend zu bleiben in eigenen
Beziehungen. Auf jeden Fall ist das ja
Lernen durch Nachahmung
und das, wie ich
sehe, wie andere Menschen Konflikte lösen,
ist ja mein Ideal als Kind.
Also meine engsten Bezugspersonen, wenn die das so machen,
dann frage ich das als Kind nicht,
sondern das ist ja erstmal normal und so mache
ich das natürlich auch. Ja, wir übernehmen
dann die Konfliktstrategien unserer Eltern
und deswegen ist das dann ja für viele,
auch wenn sie bei uns sind, so
ungewohnt, auf eine ganz
andere Art und Weise miteinander
über Gefühle und Konflikte zu sprechen,
weil das die wenigsten von uns
so kennengelernt haben. Wenn man jetzt
natürlich etwas Arbeit betreiben muss,
um so diese innere
Gewohnheit und Autobahn zu verlassen
und einen neuen Weg einzuschlagen,
dann ist das ab und zu mal, dass jemand
sagt, ja, aber so
macht das doch keiner.
Wo ich dann immer sage, ja, stimmt,
dann guck doch mal in deinem Umfeld,
wer kann denn
wirklich gut emotionale Verletzungen,
Konflikte lösen
und nicht verdrängen, sondern lösen.
Das ist ein Riesenunterschied, ob ich verdränge
oder es löse. Und dann
sagen die meisten, ja, wenn du so
fragst, ich
kenne eigentlich keinen.
Also, weil alle anderen
das nicht so machen, wie wir es gerade zeigen,
haben alle anderen
Konflikte, die sie nicht lösen,
sondern maximal verdrängen.
Und das klappt bei dem einen besser, bei vielen
eher schlechter. Und genau deswegen
machen wir das hier anders, als
du es kennst, weil wenn wir das machen, was du schon
kennst und was nicht funktioniert,
noch mehr davon zu tun oder das
angeleitet mit uns zu tun, hilft ja nicht. Also,
wenn ich mich entschuldige, aber es macht keine Wirkung,
dann wird es angeleitet auch
keine Wirkung machen, dann ist das System,
wie ich es mache, eben nicht der richtige
Weg. Ich hatte jetzt jemanden
im Coaching, das fand ich ganz spannend, nochmal zu dem
Aspekt, dass man das ja nachahmt.
Demjenigen war das gar nicht bewusst.
Da war die Strategie im Streit, im gewissen Punkt
zu sagen, ich bin raus hier,
aufzustehen, Autoschlüsse zu nehmen
und drei Runden am Block zu fahren.
Das hat immer sehr starke Verletzungen
gemacht, weil in dem Moment war ja klar,
es ist vorbei hier, die Diskussion.
Und dann hat sie gesagt, aber warum machst
du das denn immer? Warum stehst du denn im gewissen
Punkt immer auf? Ich merke das ja und dann geht auch
nichts anderes mehr. Du hast ja nicht gesagt, bleib zu Hause,
lass uns nochmal kurz Abstand nehmen
und gleich nochmal miteinander reden. Du musst dann losfahren.
Und dann hat sie gesagt, ja, wieso?
Also, dann geht man ja
auch auseinander. Bevor man denn sich beleidigt
oder so, dann gehe ich lieber.
Dann habe ich gefragt, ja, kennst du denn jemanden, der das auch so
gemacht hat mal? Weil das für ihn so eine
ganz selbstverständliche Strategie war.
Und er sagte, ja, mein Vater hat das auch immer so
gemacht.
Und das war klar. Und dann sagte er, ja,
eigentlich kopiere ich das ja nur.
Und das war dann so, ja, na klar, weil
wenn man das so gewohnt ist, dass die Eltern das so lösen,
dann kopiert man das.
Und dann fiel ihm ein, dass er als kleiner Junge zum Beispiel,
da konnte er noch nicht die Autoschlüsse nehmen und fahren,
dass er da
abgestufte Formen dann von entwickelt hat,
indem er gesagt hat, ich rede mit dir nicht mehr.
Und er aufs Zimmer gegangen ist.
Das war dann so. Und dann die Tür
zu.
Und dann, als er das so gehalten hat oder dann sowas gesagt hat,
er antwortet nicht mehr. Ich höre das nicht mehr.
Ich halte mir die Ohren zu.
Und dass er dann nachher, je älter wurde,
dann irgendwann gemerkt hat, so, okay, der Abstand,
den kann ich jetzt anders nehmen.
Und dann in die alte Strategie, also in die Strategie
unserem Vater gerutscht ist.
Ja, wir wollen heute schauen,
wie man Streit vor den Kindern,
wenn möglich, vermeidet oder richtig kommuniziert,
sollte es doch zu einem Konflikt
vor den Kindern kommen.
Streit vor den Kindern geschieht ja häufig auch,
wenn die Zündschnur extrem kurz ist.
Also, wenn man das Gefühl hat,
okay, ich kann das jetzt nicht verschieben,
dir meine Aussage um die Ohren zu hauen,
ich muss das jetzt eingehen,
dass wir hier Zuhörer haben,
den Satz muss ich noch bringen.
Also, das auch mal in Kauf zu nehmen,
zu sagen, okay,
ich fühle mich gerade so wütend,
traurig,
ich möchte das jetzt erledigt haben
und ich weiß, es könnte sein,
dass jetzt jemand reinkommen könnte
aus dem Nebenzimmer, die das vielleicht jetzt hören
oder einfach auch,
wenn man am Tisch sitzt und isst
und dann was passiert,
dass man darauf voll einsteigt
und das ist dann eskaliert.
Und das hat häufig auch was mit den eigenen Ressourcen
in dem Moment zu tun.
Ja, weil das in Kauf zu nehmen,
hört sich so bewusst,
entschieden an.
Ich glaube, dass das bei vielen dann eher so
aus ihnen vor lauter Druck herausplatzt
und man erst später merkt,
der Rahmen war gerade total unpassend.
Dass man das gar nicht so bewusst entscheidet.
Du meinst, es ist keine bewusste Entscheidung?
Ja, aber es ist ja schon etwas, was man weiß.
Also, man sieht ja zum Beispiel,
dass die Kinder mit am Tisch sitzen.
Ja, aber der innere Druck ist so groß,
dass das aus mir herausplatzt.
Weil die Zündschnur so kurz ist.
Ja, genau.
Ich kann den Deckel nicht mehr draufhalten.
Das muss jetzt,
das muss jetzt raus.
Vielleicht auch aus der Erfahrung,
dass ich ansonsten keine Gelegenheit mehr habe.
Weil man dann vielleicht
abends nicht miteinander spricht
oder man dann früher schlafen geht
oder der andere sagt, ich habe keine Bereitschaft zu sprechen.
Weil man irgendwie sonst auch nicht
so Gehör findet.
Also, es gibt bei Paaren,
wo das passiert, aus meiner Sicht auch kein
gesichertes Zeitfenster,
wo ich dann
weiß, da kann ich auf meinen Partner zugehen
und der hat ein offenes Ohr für mich.
Ich habe das im Coaching
schon mal erlebt, dass
jemand erzählt hat, dass
die Person ganz bewusst
immer Autofahrten abwartet,
weil dann ja klar ist, dass die andere Person
nicht sofort aussteigen kann
und dann ja ein Gespräch stattfinden
muss.
Und da sitzen halt manchmal auch Kinder hinten drin.
Und Kinder haben ja
ab einem gewissen Alter echt große Ohren.
Am Anfang ist es vielleicht noch so,
dass die dann schlafen, aber auch da
nehmen sie ja Sachen auf, aber spätestens ab einem
Alter von fünf, sechs Jahren
ist das ja so eine Sache.
Selbst wenn das Tablet läuft oder
irgendwas anderes, dass die zuhören.
Wie oft sind wir schon bei Gesprächen
vorne im Auto überrascht worden, wo unser Sohn
hinten vielleicht dann sogar Switch spielt oder irgendwas.
Und wir unterhalten uns über irgendein
Thema und auf einmal kommt die Frage,
was genau heißt denn das?
Und dann haben wir gedacht so,
spielst du nicht hinten Switch? Ja,
aber trotzdem voll dabei ist und alles mitbekommt.
Wir hatten ja gestern Abend gerade die Situation,
als wir Besuch hatten, von der
Mutter und ich mich mit ihr unterhalten haben, wie oft
kamen dazwischen Fragen, wo ich eigentlich
dachte, dass er gerade mit was anderem beschäftigt
war und seine Ohren so groß
waren. Selbst im Spielzimmer, also um die
Ecke, ist gar nicht da.
Und auf einmal kommst du aus dem Off quasi,
hast eine Frage rübergerufen, was heißt
denn das, was du da gerade. Selbst da.
Also musst du da wirklich aufpassen.
Häufige Fehlannahme,
das bekommen meine Kinder gar nicht mit.
Ganz häufige Fehlannahme.
Ich würde dann eher davon ausgehen,
die bekommen das mit, aber trauen sich nicht,
euch anzusprechen.
Offen ausgetragener Streit
macht natürlich was mit den Kindern. Da fehlt ja
manchmal in der Entwicklungsphase
natürlich auch das Verständnis für das,
worüber man spricht.
Wenn Wörter benutzt, die nicht verstanden werden
und
man merkt es bei Kleinkindern, also
bei Kindern unter vier
Jahren häufig eher,
dass sie unruhig werden,
dass sie in dem Moment ängstlich wirken,
wenn das lauter wird, dass sie dann eher auf
dem Arm wollen, dass im Gesichtsausdruck
merkt man das.
Je weiter die Empathieentwicklung
dann ist, können dann halt auch Ängste
entstehen. Ja, und das Thema der Ängste
ist ja so wichtig aus unserer Sicht,
dass wir da nächste Woche
nochmal eine Podcast-Folge zu aufnehmen
werden, denn
das ist auch etwas, was wir
sehr spannend finden,
wie da so Dynamiken sich entwickeln,
denn wir haben das jetzt gerade
selber in der Klasse unseres Sohnes
ja mitbekommen, dass dort
bei Kindern
Ängste entstanden sind, weil sich
andere Eltern getrennt haben
und dadurch Ängste
auf einen selber übertragen
worden sind. Also dem gehört, dass andere Eltern
sich getrennt haben und dann wird vielleicht
nochmal so ganz rudimentär erklärt,
ja da gab es halt Streit und Konflikte.
Jetzt kommen die Kinder nach Hause
und erleben einen kleineren Konflikt
der Eltern und das macht bei denen
intensive Angst, weil die natürlich
gar nicht verstehen können,
was für eine Konfliktspirale, was ist
da alles passiert, bevor man sich
trennt. Auf einmal entsteht diese
Angst vor der Trennung der Eltern
schon bei so kleinen
Streitigkeiten, die vielleicht sogar wertschätzend
ablaufen, vielleicht sogar nur bei Diskussionen,
weil das Bild ja gar nicht so
richtig klar ist und Streit für die
Kinder gar nicht so genau definiert ist.
Sie sehen vielleicht nur, wie das andere
Kind in der Klasse leidet und sagt
ja, heute sehe ich
Mama leider nicht, bin heute bei Papa
und so. Ja, genau, dass die
Kinder halt noch äußern, es hat jetzt
ganz viele Nachteile für
mich, dass das passiert ist, dass passiert was ganz
Schlimmes und das sind
natürlich Lasten, die Kinder dann
einfach auch durch schlechte
Streitkultur mitbekommen.
Also, dass da Ängste entstehen können,
dass gesagt wird, okay, es
ist schwierig, das zu verarbeiten.
Das schauen wir uns, würde ich sagen, in der nächsten Podcast vorher genauer
an, bevor wir die gleich mit vorgreifen.
Aber was natürlich auch immer noch zu beachten
ist, finde ich, dass wenn man
vor den Kindern streitet,
man ja selten den richtigen Rahmen hat,
um eine Lösung zu finden.
Und man dann in diesem
Gefühl von Wut und Ärger bleibt,
welches dann auf die Kinder übertragen
wird. In zweierlei Sinne,
das eine ist, dass
man durchaus dann vielleicht die Kinder
anmeckert und gröber zu den Kindern ist,
als man sein möchte, weil man eben
diese Wut, die eigentlich zum Partner
gehört, dann da ein bisschen
rauslässt. Das andere ist,
dass die Kinder natürlich diese Gefühle der
Eltern auch ein Stück weit in sich aufnehmen.
Sie sind ja Teil,
der Eltern, der Familie und
vielleicht versuchen, einen Ausgleich irgendwie
zu finden. Also vielleicht versuchen, zu
vermitteln, vielleicht versuchen, besonders
lieb zu sein, um nicht noch mehr
Ärger zu produzieren. Also auch da
etwas im Verhalten der Kinder
sich dadurch verändert.
Wenn ihr schon mehrere unserer Podcast
Folgen gehört habt und dort
für euch spannende Impulse mitnehmen
konntet, dann freuen wir uns sehr, wenn ihr uns
bei Apple oder Spotify bewertet.
Und wenn ihr bei YouTube reinschaut in unsere Videos,
dann freuen wir uns natürlich, wenn ihr
ein Abo dalasst oder hinterlasst
sehr gerne einen Kommentar. Natürlich
antworten wir euch.
Kommen wir einmal zu den Lösungsansätzen,
die probiert werden, aber nicht helfen.
Ein Lösungsansatz
ist heimlich streiten
und Konflikte in einem anderen
Raum austragen.
Das haben wir ja gerade schon kurz benannt.
Gute Absicht, Kinder sollen nichts mitbekommen,
aber Kinder spüren das halt. Die können durch Wände
hören, die merken die Schwingung.
Wir brauchen ja uns Eltern nur ins Gesicht gucken
und die sehen sofort, okay, den spreche
ich jetzt nicht an. Da ist schlechte
Laune. Und gerade, wenn man
mal laut wird, dann geht das
durchs Haus. Dann
kommen die Kinder doch runter und
wollen sich was zu trinken holen. Genau, zufällig
jetzt brauche ich eine Banane.
Dass da die Kinder wirklich nichts mitbekommen,
das ist
sehr unwahrscheinlich.
Zweiter Punkt ist, vor den Kindern so tun,
als sei alles in Ordnung.
Schwierig, ist ja nicht authentisch.
Genau. Also wenn man dann,
dann passt ja die verbale
und nonverbale Haltung gar nicht zusammen.
Weil die Kinder ja
uns sehr gut lesen können.
Die lernen von uns die Kommunikation
und auch die nonverbale Kommunikation
wird ja aufgenommen und kopiert.
Und wenn
die Kinder sehen doch und spüren doch,
dass da die Muskeln angespannt sind,
Druck im Bauch ist und man
eigentlich sagt, ich bin so voller Wut
und dann grinst und sagt, ich bin ganz glücklich.
Das passt doch nicht.
Damit machen wir eine Irritation im Kind.
Und das fragt sich, was ist
es hier los? Fühlt sich vielleicht sogar angelogen
und merkt das.
Und lernt ja auch, Gefühle zu deckeln.
Also selber dann ja auch,
ihr älteres Kind wird, okay,
wenn ich wütend bin, tue ich trotzdem so,
als wäre alles gut.
Und dann haben wir das nächste Problem, wenn wir das Kind
nachher in der Vorpubertät, Pubertät fragen.
Was ist denn los? Geht es dir nicht gut?
Sagen, nein, ist alles gut, alles super.
Das Thema alles gut, ganz häufige
Prägung, die wir bei Erwachsenen in den
Coachings haben, dass
das nicht gesagt werden kann,
ob was was los ist, dass
die Frage, wie geht es dir?
In der Range von, mir geht es
total dreckig, bis hin, mir geht es super gut,
beantwortet mit, alles gut.
Dass das so das Einzige ist, was man so nach
außen hin gibt, aber dann auch in der Partnerschaft.
Oder auch was gerne gemacht wird, ist Sarkasmus.
Das können Kinder
auch gar nicht gut ab.
Das ist ganz schwierig für die, weil
die das überhaupt nicht verstehen, bis zum gewissen Alter
überhaupt nicht verstehen. Und das dann eher
schwierig ist nachher, wenn die selber in Situationen
kommen und anfangen so Scherze zu machen und dann
irgendwo Probleme damit bekommen und sagen, wieso
Papa macht sie auch immer über Mama lustig,
wenn sie so wütend dann ist.
Sagt sie, ja, aber das ist voll eine Grenzüberschreitung.
Da darf man sich nicht drüber lustig machen oder das
so verpacken oder so. Das ist halt
einfach durch Nachahmung dann.
Ja, Kinder, das erleben wir
ja ganz häufig, werden immer wieder unterschätzt.
Ja. Und in manchen Bereichen
wieder vollkommen überschätzt.
Aber selten genau
richtig eingeschätzt. Das ist sehr schwer.
Der nächste Punkt
ist Konfliktthemen nicht mehr ansprechen.
um keinen Streit auszulösen.
Also am besten gar nicht mehr zu sprechen, also auszusprechen, was ist.
Ja, nur noch runterschlucken, verdrängen, runterschlucken, Themen auslassen, so Schatten in der Beziehung zu bilden, wo man sagt, das sind so Themen, die klammern wir ab jetzt aus, dann geht es uns besser.
Und ja, was ist die Folge? In einiger Zeit sammeln sich diese Themen und man fragt sich, worüber sollen wir eigentlich noch sprechen?
Da kommen wir wieder zu unserem klassischen Beispiel, was wir schon oft erwähnt haben.
Wenn dann das Paar im Restaurant sitzt, Essen zu sich nimmt, noch kurz über Arbeit und die Kinder spricht und dann verstummt, weil eigentlich gar keine Themen mehr da sind,
beziehungsweise das sich näher wie so ein Minenfeld anfühlt und man überlegt, darüber kann ich nicht sprechen, das geht auch nicht.
Und irgendwie findet man kein Thema mehr, über das man miteinander sprechen kann.
Wenn ihr jetzt merkt, dass das Thema für euch relevant ist und habt das Gefühl, ihr habt schon so vieles probiert,
aber irgendwie hilft nichts zurecht, ihr seid da in diesem Hamsterrad gefangen, habt nicht die Zeit, was wirklich zu verändern,
wisst gar nicht zurecht, wo ihr noch ansetzen sollt, es kommt immer wieder in diese Dynamiken hinein,
meldet euch sehr gerne bei uns für das telefonische Erstgespräch und wir schauen gemeinsam,
wie wir euch in der Paartherapie, im Coaching optimal unterstützen können.
Kommen wir mal zu den Lösungen. Also was kann man tun? Wie ist der richtige Umgang?
Mit Streit vor Kindern?
Zunächst mal wäre es gut, grundsätzlich mal die Brisanz rauszunehmen und die Zündschnur zu verlängern.
Und die Zündschnur ist ja häufig aus zwei Anteilen kurz.
Das eine sind aufgestaute emotionale Verletzungen der Vergangenheit, die dann immer wieder in die aktuellen Themen mit hineinrutschen
und dadurch das Gefühl immer drastischer wird.
Das zweite ist das Hamsterrad.
Also der Stresspegel, den wir uns untersetzen, denn Stress führt eben auch dazu,
dass wir nicht so kreativ denken und handeln können, wie wir uns das immer wünschen,
nicht den vollen Zugang zu allem haben, sondern sehr vom Gefühl übermannt werden und dadurch schneller explodieren.
Es geht also darum, sich auf das Beziehungsfundament zu konzentrieren und wie du sagst, die Zündschnur zu verlängern.
Und da ist es wichtig, mal auf die emotionalen Verletzungen zu schauen.
Was ist überhaupt passiert, dass diese Zündschnur so kurz geworden ist?
Also ganz explizit mal zurückzugehen an den Punkt, wann war es mal gut?
Also wann haben wir noch nicht so gestritten, so eskalativ?
Wann ist es noch nicht so vor den Kindern ausgeartet?
Und was ist passiert?
Also mal in die Analyse einzusteigen, weil jetzt, was wir am Ende sehen, ist ja die Wirkung, aber nicht die Ursache.
Und wir wollen ja einmal schauen, was ist die Ursache dafür?
Und da anzusetzen, damit man nachhaltig auch sagen kann, wir können das in der Zukunft anders,
weil wir verstanden haben, wie wir in diesen Strudel reingekommen sind.
Und nicht etwas machen einfach, damit es nicht mehr so passiert, aus einem Gefühl heraus, sondern aus Wissen heraus, aus einer Analyse.
Viele kommen ja zu uns und äußern als eines der Themen, was eigentlich immer mit dabei ist, Kommunikationsprobleme.
Und eine Annahme ist ja, dass wenn ich lerne, anders zu kommunizieren und verständlicher zu kommunizieren,
dann, dass wir so dieses Sender-Empfänger-Prinzip richtig hinbekommen, dann haben wir auch keine Konflikte mehr.
Das ist leider zu einfach gedacht.
Und selbst wenn ich lerne, richtig zu kommunizieren, habe ich trotzdem Konflikte,
habe aber hoffentlich eine andere Art und Weise kennengelernt, mit diesen umzugehen.
Aber wenn ich noch ein instabiles Fundament habe, das heißt, ich habe noch ganz viel aufgestaute Wut zum Beispiel in mir,
aus den Verletzungen der letzten sieben Jahre,
kann ich zwar wunderbar kommunizieren gelernt haben, aber trotzdem kommt so viel Wut,
die dann mein Denken überlagert und ich trotz der Fähigkeiten das nicht hinbekomme.
Und deswegen wird immer gebraucht, beides als Bestandteile zu haben.
Also einmal die Verletzungen der Jahre, die sich aufgestaut haben, abzuarbeiten,
um das aus dem inneren Basisgefühl zu lösen, aber auch zu lernen, wie man jetzt wertschätzend miteinander kommuniziert,
damit sich gar nicht neue Dinge. Dann sind nämlich alle zukünftigen Konflikte Kleinigkeiten, die man gut gelöst bekommt
und keine großen Dinge mehr, die man irgendwie auch in Kleinigkeiten austrägt.
Weil uns ist doch allen bewusst, dass man wegen des Geschirrspülers, weil der falsch einsortiert wurde, nicht explodiert.
Das ist doch völlig abstrus, aber wenn ich sehe, was vielleicht eine Vorgeschichte da ist,
wie oft man dazu Feedback gegeben hat, wie sich Ausgleich von Geben und Nehmen unstimmig anfühlt,
ich sowieso finde, dass das nicht so einfach ist.
Wenn ich dann so viel mehr im Haushalt mache und mich das nervt, dass das dann noch schiefläuft,
ich noch gestresst von der Arbeit bin, weil eigentlich mein Job sich für mich scheiße anfühlt,
ja, dann bin ich halt in einem gewissen Hamsterrad und in einer Konfliktspirale drin, wo ich erstmal raus muss.
Der Streit vor den Kindern sollte natürlich auch immer eine Ausnahme sein und nicht eine Normalität darstellen.
Also das sollte ja nicht ein Anteil in der Kindheit der Kinder sein, das täglich zu Hause gestritten wird.
Dass es Konflikte gibt.
Das ist das Leben, aber es sollte nicht ein dauerhafter, unterschwelliger Konflikt bestehen oder täglich gestritten werden.
Auf der anderen Seite sollte der Anspruch aber auch nicht sein, niemals vor den Kindern zu streiten.
Denn auch das ist wieder etwas, was eher das Verdrängen fördert und die Zünsch nur wieder kürzer werden lässt
und irgendwann platzt das mit Druck aus einem heraus.
Es sollte eben so sein, dass man sich genau überlegen kann.
Deswegen braucht man eben gute Kontrolle nachher über sein Basisgefühl und ein stabiles Fundament.
Dass man eben sich gut überlegt, ist das ein Thema, was so klein ist, dass wir das sicher vor den Kindern gerade gelöst bekommen,
sodass die eine gute Konflikterfahrung machen und daraus lernen oder habe ich Zweifel daran
und das könnte jetzt ein zäher Prozess werden und es könnte passieren, dass wir die wertschätzende Haltung verlassen.
Dann ist das nicht der richtige Rahmen.
Und das ist ja sowieso etwas, was für das Lösen von Konflikten und Verletzungen,
Voraussetzung ist, dass der richtige Rahmen da ist, wo beide in der Bereitschaft sind,
sich einem Thema zu widmen und das Ding zu lösen.
Genau, da sind wir halt bei den Kommunikationsregeln, wie du sagst.
Da ist es wichtig, natürlich, dass man, um Konflikte gut und nachhaltig zu lösen,
dass man erstmal einen Gesprächsrahmen hat, dass da eine Stimmigkeit ist, dass beide bereit sind fürs Gespräch.
Und dann natürlich noch die ganzen Sachen wie Ich-Botschaften, dass man das Gefühl benennt.
Weil das sind ja auch Sachen, wenn Kinder das in einem Streit mitbekommen,
wie so etwas abläuft und wie das auch von den Eltern dann gemacht wird und angewendet wird.
Das kann ja dann, wie wir am Anfang schon sagten, ja auch so ein Lerneffekt sein.
Weil das übertragen sie ihnen ja auch, wenn sie merken, okay, Papa spricht in Ich-Botschaft.
Das werden sie relativ schnell dann auch für sich so handhaben.
Was aber spannend ist ja bei den ganzen Themen, sind ja auch Glaubenssätze, die noch da sind, die man reflektieren darf.
Also da ploppen ja auch schnell Glaubenssätze auf, wie wenn wir vor den Kindern streiten,
haben wir versagt oder so etwas wie Streit vor den Kindern ist immer schlecht.
Man muss nicht immer einer Meinung sein, aber da gibt es den Glaubenssatz halt andersrum auch zu.
Wir müssen immer einer Meinung sein, nur das ist in Ordnung.
Und da ist ja auch so die Frage, das mal zu reflektieren und für sich zu überlegen,
warum oder woher vor allen Dingen habe ich diese Glaubenssätze?
Und wie prägt mich das auch in meinem Streitverhalten?
Ja, weil das ja auch genau diesen Druck auslösen kann.
Dass man vor den Kindern so eine erzwungene Harmonie vorspielt,
obwohl die gar nicht da ist, was nicht authentisch ist.
Kinder sehen niemals einen Konflikt und wie er gelöst wird.
So ein paar Grundregeln sind natürlich immer relevant, wir zählen auch gleich nochmal ein paar auf.
Aber eben diese Vermeidungsstrategie, die macht dann wenig Sinn.
Und wenn man das dann so vorlebt, hat das ja noch einen sehr angenehmen Nebeneffekt.
Denn auch die Streitigkeiten zwischen
Eltern und Kindern sind ja sehr häufig wichtig und
Teil des Alltags, dass man sich mit seinen Kindern streitet.
Medienzeit, Zuckerkonsum, so die typischen Dinge.
Aber auch Streit zwischen Geschwistern.
Und die Kinder, die Geschwister, die streiten typischerweise so wie die Eltern streiten.
Noch ein bisschen härter, weil die natürlich wesentlich ungefilterter nochmal sind.
Und wenn die Kinder nun Streitigkeiten auf eine andere Art und Weise sehen,
und anfangen das zu kopieren, dann werden die auch viel mehr in die Lage versetzt,
mit uns ganz andere Gespräche zu führen.
Oder auch zwischen den Geschwistern andere Streitgespräche stattfinden lassen zu können.
Ja, lass uns nochmal kurz auf so ein paar Grundregeln schauen, die weiterhelfen.
Wir haben mal ein paar aufgelistet.
Genau, das erste ist halt immer die wertschätzende Haltung.
Also, dass man einer wertschätzenden Haltung zueinander spricht.
Also, wie wir schon sagten, diese typischen Kommunikationsregeln.
Dass man bei sich bleibt, eine Ich-Botschaft, über das eigene Gefühl spricht.
Nicht in Bewertung, Beurteilung verfällt, Interpretationen macht.
Sondern, dass man auch die Grundhaltung ist.
Wir wollen in einer konstruktiven, lösungsorientierten Art jetzt hier sprechen.
Dass nicht das Gefühl ist, es geht jetzt hier darum, dass es einen Gewinner und einen Verlierer gibt.
Und der andere soll das jetzt endlich mal verstehen.
Sondern, dass man die Wertschätzung halt auch in der Art und Weise merkt.
Das zweite ist, keine Angst machen.
in Themen oder Ausdrücke nutzen.
Mhm.
Also natürlich können wir einen Konflikt darüber austragen,
wie man den Geschirrspieler einräumt, Überpünktlichkeit und so weiter.
Aber vielleicht sollten wir nicht darüber sprechen,
dass wenn wir jetzt keine Lösung schnell finden, das Haus verlieren werden.
Das ist vielleicht nicht das Thema, was man vor den Kindern austrägt,
selbst wenn man eine Lösung findet, das macht einfach Ängste.
Genauso wie man vielleicht gewisse Dinge komplett sein lassen sollte,
die natürlich auch fern einer wertschätzenden Haltung sind.
Aber sich nochmal klarzumachen, keine Beleidigungen, keine Drohungen,
auch Drohungen, wenn du das nicht machst, dann werde ich.
Oder auch keine Androhungen von Trennung oder Trennung aussprechen.
Oder vielleicht ist es doch besser, wenn wir getrennte Wege gehen und solche Sachen.
Also dort immer darauf achten, dass das Fundament der Kinder stabil bleibt,
dass dieses Elternpaar-Fundament, dass das trotzdem noch volle Stabilität beibehält.
Ein ganz wichtiger Punkt, den du ja schon ein paar Mal angeschnitten hast heute,
ist, die Kinder dürfen.
Das positive Ende mitbekommen.
Und leider ist es ja häufig so, dass Eltern gerne am Abend streiten oder in den Abenteuern streiten.
Gut, da sieht man sich halt.
Ja, na klar.
Vorher war man bei der Arbeit und unterwegs und dann trifft man abends aufeinander,
ist abgespannt vom Tag und dann geht's los.
Genau, und dass dann die Kinder was mitbekommen und dann ins Bett gehen, schlafen gehen
und die Eltern dann vielleicht ja auch ein gutes Gespräch hinbekommen,
eine Lösung finden, sich vertragen und die Kinder den nächsten Tag aufwachen
und dann gar nichts mehr das mitbekommen haben, was da abends passiert.
Ja, das ist ja auch ein sehr guter Punkt.
Und dann, wenn das gesprochen worden ist und denken, okay, eigentlich passt das überhaupt nicht.
Die müssten doch total im Streit sein.
Als ich gestern schlafen gegangen bin, da haben die gar nicht miteinander gesprochen.
Das war richtig böse bei uns.
Und heute Morgen lächeln die sich an.
Und das ist für Kinder natürlich ganz schwierig, auch weil die ja vielleicht erst mal ein bisschen gucken,
wie ist die Stimmung von gestern Abend?
Was mag ich jetzt noch sagen?
Was mag ich jetzt noch fragen heute Morgen?
Und das ist schwierig.
Und wenn man sich entscheidet, dass das der richtige Rahmen ist,
dieses Thema vor den Kindern anzugehen,
dann sollte man auch eine verständliche Sprache wählen.
Denn auch wenn man in der wertschätzenden Haltung bleibt,
ist trotzdem sicherlich Anspannung zu spüren und so weiter.
Und wenn dann dort Begriffe genutzt werden, die die Kinder nicht verstehen
und die können dann diesem Gespräch inhaltlich nicht mehr folgen,
dann wird das auch eher Unsicherheit und Ängste auslösen als förderlich sein.
Also wenn man sich für diesen Weg entscheidet,
weil man sagt, das Thema kriegen wir hin und das ist eher ein Learning,
für die Kinder, dann auch eben in verständlicher Sprache.
Und wenn die Kinder sonst schon schlafen, weil es einfach so entstanden ist,
dann ist es einfach auch wichtig, sie nächsten Tag mit dazu zu holen
und denen das Wissen zu geben, dass alles wieder gut ist
und im besten Fall natürlich auch mal mitzugeben,
je nach Alter natürlich, was man getan hat,
damit die Stimmung wieder gut geworden ist.
Ja, und dann vielleicht noch abschließend, so als letzten Punkt,
nach so einem Gespräch auf das Kind, auf die Kinder zugehen,
und fragen, wie sie sich fühlen.
Wie geht es den Kindern damit?
Wie haben sie das gerade erlebt?
Hat es bei ihnen irgendwas ausgelöst?
Ist bei den Kindern noch etwas offen?
Haben die Fragen zu dem Gespräch, was gerade geführt wurde,
um dann die Kinder nochmal konkret abzuholen und zu schauen,
dass nicht nur zwischen uns wieder alles gut ist
und wir sagen, Thema gelöst und wir umarmen uns,
aber bei den Kindern sind noch Fragen offen geblieben.
Bei den Kindern sind Gefühle nicht ganz verarbeitet worden.
Was ist bei den Kindern?
Was ist bei denen passiert?
Um darauf nochmal eingehen zu können.
Genau, weil häufig sind da ja auch so Fragen bei Kindern.
Ja, also bist du jetzt wütend auf Papa noch?
Oder macht Papa das denn so und so weiterhin?
Also da sind ja noch so ein paar Brocken vielleicht, die da hängen.
Und man sagt, okay, auch manchmal ganz abstrus,
muss man wirklich sagen, weil da keine Logik hinter steckt,
wo man sagt, okay, das habe ich gar nicht so gesagt und gemeint.
Aber zu sagen, gut, dass wir da nochmal drüber gesprochen haben,
das ist dann Interpretation gewesen.
Und Interpretation können halt auch ganz viel
mit Ängsten zu tun haben.
Aber da kommen wir jetzt ja in der nächsten Woche drauf zu sprechen.
Ja, die Kinderlogik kann dann eine ganz andere sein
als die Erwachsenenlogik.
Da stellen sich noch ganz, ganz andere Fragen vielleicht.
Da geht es dann vielleicht auch darum,
warum ist denn Pünktlichkeit überhaupt wichtig?
Also so, warum muss man darüber denn überhaupt diskutieren?
Also, dass da nochmal so ganz andere, grundsätzlichere Fragen kommen,
die für uns völlig logisch sind,
weil die für uns klar sind, aber für die Kinder noch nicht.
Und die dann eben sich dieses Thema überhaupt erstmal erarbeiten.
Ja, schön, dass ihr dabei wart.
Wenn es darum geht, dass Ängste bei Kindern durch Streit entstehen
oder Angst auch vor Trennung bei Kindern entsteht,
dann hört in der nächsten Folge rein.
Bis bald.
Bis dann.
Podcast Summary
Key Points:
Streit vor den Kindern ist ein komplexes Thema, das sowohl emotionale Auswirkungen auf Kinder als auch das Verhalten der Eltern beeinflusst.
Kinder spüren Konflikte nicht nur durch das Lauschen, sondern durch die nichtveränderte Stimmung und die nonverbalen Hinweise der Eltern.
Wertschätzende Kommunikation, wie Ich-Botschaften und eine lösungsorientierte Haltung, kann für Kinder zu einem positiven Lernprozess werden.
Der häufige Druck, vor Kindern harmoniebedingt zu bleiben, führt oft zu Verdrängung und verstärkt Konflikte, die später eskalieren.
Kinder lernen Konfliktsituationen durch Nachahmung und können sich dadurch in ihren Beziehungen verhalten, die an die Eltern-Strategien angelehnt sind.
Es ist wichtig, dass Eltern nach einem Streit das positive Ende mit den Kindern teilen, um eine stabile und sichere familiäre Umgebung zu schaffen.
Unverständlich oder zu komplizierte Begriffe können bei Kindern Angst und Unsicherheit auslösen und verhindern, dass sie das Gespräch verstehen.
Nach einem Gespräch sollte aktiv nachgefragt werden, wie die Kinder sich fühlen, um offene Gefühle und Fragen zu erkennen und zu bearbeiten.
Summary:
Streit vor den Kindern ist ein komplexes Thema, das tiefgreifende emotionale Auswirkungen auf die Kinder hat. Obwohl Eltern gerne eine harmonische Familie wünschen, werden Kinder oft durch die Schwingungen und die nichtveränderte Stimmung der Eltern die Konflikte wahrnehmen. Eine wertschätzende, lösungsorientierte Kommunikation, wie durch Ich-Botschaften, kann jedoch dazu führen, dass Kinder lernen, wie Konflikte konstruktiv gemeistert werden.
Es ist entscheidend, dass Eltern nicht vor den Kindern verdrängen, sondern den Streit transparent und positiv abschließen, um die familiäre Stabilität zu wahren. Kinder nehmen die Konfliktsituationen durch Nachahmung auf und zeigen sich dann in ihren Beziehungen entsprechend verhalten. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern nach einem Streit das positive Ende mit den Kindern teilen und die Kinder direkt danach fragen, wie sie sich fühlen.
Dies fördert die emotionale Verarbeitung und hilft, Angst und Unsicherheit zu reduzieren. Die Kinder haben oft eine andere Logik als Erwachsene und stellen grundsätzlichere Fragen – beispielsweise über die Bedeutung von Pünktlichkeit. Diese Differenz muss berücksichtigt werden, um eine verständliche und vertrauensvolle Kommunikation zu gewährleisten.
Das Ziel ist nicht, nie vor den Kindern zu streiten, sondern den richtigen Rahmen zu schaffen, in dem Konflikte authentisch, wertschätzend und für die Kinder verständlich gelöst werden können.
FAQs
Nein, streiten sollte vor den Kindern vermieden werden, wenn es um eskalative Konflikte geht. Wenn jedoch wertschätzend und konstruktiv kommuniziert wird und eine Lösung gefunden wird, kann dies als lernendes Ereignis für die Kinder wirken.
Kinder nehmen Konflikte wahr und können dadurch Angst, Wut oder Unruhe entwickeln. Häufig führen wiederholt auftretende Streitigkeiten zu erhöhten Emotions- und Depressionssymptomen bei den Kindern.
Das positive Ende hilft den Kindern, eine stabile und sichere Umgebung zu spüren. Wenn die Kinder sehen, dass die Eltern sich vertragen und die Stimmung wieder gut wird, lernen sie, dass Konflikte gelöst werden können.
Eltern sollten auf eine wertschätzende Haltung achten, indem sie sich in Ich-Botschaften ausdrücken, ihre Gefühle benennen und keine Beleidigungen oder Drohungen verwenden.
Eine häufige Fehlannahme ist, dass Kinder nichts mitbekommen, wenn Eltern im Haus streiten. Tatsächlich hören Kinder durch Wände, spüren die Schwingungen und können die Emotionen wahrnehmen.
Die Kinder mögen sich nicht immer sofort auf die Situation einlassen. Durch die Frage nach ihren Gefühlen werden ihre Emotionen wahrgenommen und sie können ihre Wahrnehmung und Bedürfnisse äußern.
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