Streit in der Beziehung: So vermeidet ihr jede Eskalation!
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Streit in einer Beziehung ist nicht das Problem, sondern die fehlende nachhaltige Lösung von Konflikten. Wenn Emotionen, wie Wut oder Angst, aus der Vergangenheit nicht verarbeitet werden, können sie in neuen Streitfällen wieder auftauchen und zu einer Konfliktspirale führen. Drei typische Reaktionsmuster – Angriff, Flucht und Todstellen – zeigen die Hilflosigkeit, die viele Paare erleben. Eine zentrale Lösung ist, emotionale Verletzungen vor sachlichen Lösungen zu behandeln, um das Fundament der Beziehung zu stärken. Wichtige Kommunikationsregeln wie Wertschätzung, aktives Zuhören und das Vermeiden von Interpretationen (z. B. „du hast“ statt „du wolltest“) fördern ein gewaltfreies Miteinander. Regelmäßige reflektive Gespräche, wie beispielsweise ein wöchentlicher Termin, helfen, Konflikte frühzeitig zu lösen und Stress abzubauen. Auch der Mangel an Bereitschaft, beispielsweise bei emotionalen Belastungen vom Tag, führt zu Eskalationen. Coaching bietet hier eine wichtige Unterstützung: ein sicheres, neutrale Umfeld, um Ursachen zu erkennen, Beziehungsstrukturen zu verstehen und langfristig eine stabile, wertschätzende Beziehung aufzubauen. Die Befangenheit, die bei hohem Wissen oder emotionaler Nähe entsteht, kann die Fähigkeit beeinträchtigen, klar und selbstsicher zu kommunizieren. Daher ist ein regelmäßiger Coach-Termin entscheidend, um die Beziehung aus dem Krisenzyklus heraus zu bringen und eine dauerhafte Wiederherstellung der Liebe und des Vertrauens zu ermöglichen.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Podcast-Folge.
In dieser Folge geht es um Streit in der Beziehung.
So vermeidet ihr jede Eskalation.
Ein Thema, was mindestens jedes zweite Paar, das bei uns Anruf betrifft.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Oder helfen euch gar nicht erst in die Krise hinein zu geraten.
Streit in der Beziehung kommt ja immer mal wieder vor.
Bei vielen Paaren in der Konfliktspirale sind die Streitabstände sehr, sehr kurz zum Ende hin.
Und der Streit wird immer heftiger, sodass man ja, wie wir schon sagten, richtig auch von Eskalation sprechen kann.
Mit Eskalation meinen wir sowas wie, dass geschrien wird, dass es eventuell sogar zu Handgreiflichkeiten kommt, dass Sachen rumgeworfen werden.
Also das wirklich. Das Gefühl, da ist die Situation im Streit, wird unkontrollierbar, macht extrem ungute Gefühle.
Und man hat das Gefühl, man entwickelt auch Ängste vor dieser Eskalation wieder.
Dass es im Streit wieder so dazu kommt, dass das eine oder beide die Ebene von Wertschätzung und Respekt kommunikativ total verlassen.
Genau, jetzt hast du den Angriffspart der Eskalation beschrieben.
Es gibt ja noch den Fluchtpart.
Ja.
Weil wir, wenn wir. Wenn wir uns hilflos fühlen, in die Ecke gedrängt fühlen, nicht mehr weiter wissen, dann gibt es eben die zwei, es gibt drei Modi eigentlich, die man dann hat.
Das eine ist dann eben Angriff, das hast du.
Man schreit, es fliegen Sachen und so weiter.
Das nächste ist Flucht.
Das haben wir auch gar nicht so selten, dass jemand dann auf einmal sich ins Auto setzt und erstmal weg ist.
Oder man um den Block geht.
Manchmal auch für einen Tag, zwei Tage, dass jemand um den Block geht, dass er erstmal joggen geht.
Also er entzieht sich aber sehr, er entzieht sich der Situation.
Also quasi man lässt. Man lässt den anderen wirklich stehen und die Tür knallt und man ist weg.
Ja.
Und das dritte ist Todstellen.
Das bringt aber in dem Fall nichts.
Sodass man. Das macht eben keinen Sinn.
Aber gibt es in Anteilen auch in der Form, dass jemand da sitzt, das aushält, nicht mehr antwortet.
Ignoriert.
Ja, was heißt ignoriert?
Also er antwortet nicht mehr, sondern verstummt einfach und es passiert nichts mehr.
Und das wäre dann das Todstellen.
Das sind die drei Momente, die wir dann haben.
Grundsätzlich.
Und bevor wir zum Problem kommen, vielleicht nochmal, ist Streit an sich erstmal das Problem?
Nein, ein Konflikt, ein Streit an sich ist erstmal nicht das Problem,
sondern das Problem entsteht erst dann, wenn man diese nicht nachhaltig gelöst bekommt.
Das ist so eine typische Frage, wie ist das, Konflikte vor den Kindern austragen?
Ja, nein.
Wenn das vor den Kindern begonnen hat, dann auch vor den Kindern lösen.
Aber nachhaltig lösen.
Denn unsere Kinder sollen ja lernen, wie man Konflikte nachhaltig löst und verstehen,
dass sich Mama und Papa trotz eines Konfliktes immer noch lieben.
Und das gibt Sicherheit.
Denn das ist ein ganz häufiges Problem, warum es zur Eskalation kommt.
Weil viele von uns durch ihre Eltern eben nicht gelernt haben, wie man Streit, emotionale Verletzungen und Konflikte nachhaltig löst
und man sich danach in den Arm nehmen kann und sagen kann, mir geht es wieder gut.
Mir auch.
Und die Kinder sehen, ah, so geht das also.
Man spricht die und die Worte, man geht da und da hin, man macht das und das und am Ende, dann geht es uns wieder gut.
Also Eskalation ist ja auch eine Form von Hilflosigkeit.
Das kennt man ja auch bei Kleinstkindern, in den typischen Wutanfällen, in der Autonomiephase,
dass man das Gefühl hat, man kann seine Gefühle nicht regulieren, weil Wut, Traurigkeit, Angst, wie Impulse hochstehen,
schießen und in einer Eskalation sozusagen dann Grenzen überschritten werden bei Paaren,
die ja vielen Paaren auch im Nachhinein sehr unangenehm sind.
Also nicht selten haben wir Paare, wenn wir über die Streitkultur zwischen den beiden sprechen,
dass es sehr schwer fällt auszusprechen, was man sich gegenseitig an den Kopf wirft,
welche Handlungen man gemacht hat, dass man Grenzen überschritten hat, für die man sich wirklich schämt.
Ich hatte mal ein Paar, das gesagt hat.
Wir mögen das gar nicht aussprechen, was wir zueinander sagen in den Momenten, wenn es eskaliert,
weil das ist total asozial, dafür schämen wir uns.
Das können wir nicht mal mehr meiner Freundin erzählen oder einem Kumpel erzählen,
weil die würden denken, was bist du denn für jemand, das macht man doch nicht.
Und da muss man aber ganz klar an der Stelle sagen, das ist jetzt kein Paar, was Hartz hier bezieht
und seit zehn Jahren arbeitslos ist.
Das betrifft tatsächlich, weil du sagst, das ist asozial.
Nein, die Art und Weise, asozial.
Das ist vom Verhalten.
Dass man auch mal sieht, das betrifft jetzt nicht nur solche Schichten,
sondern das geht durch alle Schichten hinweg.
Du hast hier dann studierte Menschen sitzen, die tatsächlich miteinander ausfallend, beleidigend,
handgreiflich werden aufgrund dieser Hilflosigkeit.
Also es hat nichts mit Intelligenz oder sozialem Status zu tun.
Was auch natürlich immer so die Sache ist, dass die Menschen erschüttert darüber sind.
Auf der einen Seite liebt man sich doch.
Wie kann man so böse miteinander umgehen, wenn man sich doch eigentlich liebt?
Also nach dem Streit, denn dieses ambivalente Gefühl in sich drin zu haben,
wie können wir in diesem extremen Leben?
Und da passt, finde ich, immer auch der Satz, den man vielleicht mal irgendwo gelesen hat,
auch diese Liebe und Hass sind eng beieinander.
Also dass diese zwei Seiten haben.
Weil man ja schon sagen muss, der Partner, die Partnerin ist häufig die Bezugsperson im Leben,
mit der man im besten Fall den engsten emotionalen Austausch hat
und dementsprechend auch am meisten selbst.
Auch zu verletzen ist bei der Person.
Und wenn es dann zum Streit kommt, auch viele Triggerpunkte gedrückt werden.
Ja und ja diese Eskalation, wenn das dann so diese Dramatik einnimmt,
ja auch viele weitere Triggerpunkte und Gefühle setzt.
Also man nimmt ja fast alles dann daraus mit.
Der eine ist sehr wütend, dann ist man vielleicht traurig über sich selbst oder den anderen
oder wie gerade die Beziehung dasteht.
Angst, dass das nochmal vorkommt.
Angst, dass man sich nochmal,
so beschimpft und so weiter.
Das sind ja alles Dinge, die entstehen.
Es entsteht Enttäuschung.
Enttäuschung darüber, dass man sich beziehungsunfähig fühlt,
dass man nicht in der Lage ist,
einen Konflikt eben richtig zu lösen.
Enttäuscht darüber, dass man keine Einigung finden kann.
All das kommt ja zusammen.
Und eine wichtige Ursache, warum passiert das?
Du hattest ja auch schon Kinder in der Autonomiephase mal so als Vergleich hergezogen.
Das liegt daran,
dass irgendwann der Punkt entsteht,
wo wir unser Basisgefühl nicht mehr durch unser Denken regulieren können.
Kindern in der Kleinstkindphase und Kleinkindphase,
die lernen das gerade noch.
Die lernen, ihre Wut, ihre Traurigkeit
durch das Denken unter Kontrolle zu bekommen.
Bevor das noch nicht gelernt ist,
nimmt das quasi fast immer überhand.
Das heißt, die Wut kommt unkontrolliert raus.
Die Traurigkeit kommt unkontrolliert raus.
Und deswegen brauchen wir uns nicht mehr so sehr für das Denken.
Die Kinder brauchen eben dann die Umarmung, die Bestärkung,
das Begleiten der Gefühle, bis sie lernen, das regulieren zu können.
Und auch bei Wachsenden entsteht der Moment,
wo das wie ein Teekesselchen überkocht
und die Möglichkeit nicht mehr da ist,
dieses Basisgefühl, was hochkommt, zu regulieren und zu steuern
und das dann über das Denken hinweg geht.
Das kennzeichnet sich zum Beispiel ganz häufig dadurch,
dass dann die Paare sich angucken nach dem Streit
oder auch bei der Verhandlung,
oder bei uns und man sagt, das meinte ich gar nicht so
oder ich wollte sowas nie sagen.
Also wenn man merkt, das sind Dinge,
die im Denken jemand gar nicht will,
aber die auf einmal rauskommen
und ein wesentlicher Aspekt dafür sind aufgestaute Gefühle aus der Vergangenheit,
dass eben aus der Konfliktspirale hinaus
viele Konflikte nicht nachhaltig gelöst worden sind,
man vielleicht auf Sachebene irgendeinen Kompromiss
oder auch faulen Kompromiss gefunden hat,
aber eben das dahinterstehende Gefühl nicht gelöst wurde
und dann eben man in diese Streits immer wieder Wut,
Triggerpunkte, Ängste mit hinein nimmt
und irgendwann kommt es dann eben zum Überkochen des Ganzen
und man kann das nicht mehr kontrollieren.
Folgen so einer Eskalation sind?
Genau, diese Angst vor dem nächsten Konflikt, wie du sagtest.
Also dieses Gefühl, wir sind in so einer Dynamik jetzt reingeraten,
wo immer wieder Systemgesetzverletzungen,
also emotionale Verletzungen entstehen,
wir sind in so einer Konfliktspirale,
das geführt, man hat Angst vor dem nächsten Streit,
Angst vor dem Partner, vor der Partnerin
und die Beziehung geht halt immer weiter auseinander,
sodass man halt dann auch überlegt,
wäre eine Trennung nicht besser?
Was wäre der nächste Schritt,
was noch Schlimmes bei uns passieren könnte wieder im Streit?
Weil meine Erfahrung ist auch,
dass da die Hemmschwellen auch ziemlich schnell sinken.
Also wenn jetzt beim ersten Streit einer zum Beispiel lauter wird,
dann merkt der andere vielleicht so,
oh Gott, jetzt ist es nicht so,
wir haben diese Grenze überschritten.
Beim nächsten Streit wird der andere dann häufig aber mit lauter.
Es wird ein neues Spielfeld eröffnet.
Wir wechseln auf einmal die Sportart.
Ja, genau.
Und wo man denkt, okay, jetzt bin ich selber schon so geworden,
wie ich, was mir letztes Mal noch,
ich muss auch einen oben draufsetzen.
Und davor haben natürlich auch viele Menschen irgendwann Angst,
zu sagen, wo ist da die Grenze irgendwann?
Ja, es entsteht ein unbewusstes Verabreden,
dass beim nächsten Mal auf diese Ebene,
Ebenen wieder zurück.
Und eine Folge, die meistens ganz am Ende entsteht, ist, dass sich in der Konfliktspirale so viele negative Gefühle aufstauen, dass die positiven Gefühle entweder mitgedeckelt werden, dass man auch dort den Zugang zu verliert, obwohl sie noch da sind.
Das ist der Punkt, wo man sagt, dann können wir emotionale Verletzungen und Konflikte lösen und das Paar hat eine ganz gute Chance, auch zusammen zu bleiben.
Schwierig ist das und das findet man meistens so nach den ersten drei Coachings auch für sich heraus und hat diese Klarheit.
Schwieriger ist das, wenn man Verletzungen löst, aber man merkt, dass eben auch die positiven Gefühle nicht zurückkehren, weil die tatsächlich auch dann schon erloschen sind.
Also irgendwann sorgen diese negativen Gefühle auch dafür, dass eben das Gefühl von Liebe und Zugehörigkeit dann weicht.
Ja, in unserem Blogbeitrag Streit mit dem Partner in der Bibliothek.
Beziehung, so vermeidet ihr eine Eskalation.
Gehen wir nochmal intensiv auf das Thema ein und erklären das nochmal deutlich intensiver als in diesem Podcast.
Ihr könnt es dann auch nochmal lesen und für euch besser nachvollziehen und für euch erfahren, wie ihr Uneinigkeiten harmonisch und respektvoll miteinander lösen könnt.
Wenn ihr merkt, dass ihr in der Konfliktspirale so weit seid, dass ihr diesen Punkt nicht mehr hinbekommt, dass ihr nicht mehr gemeinsam schauen könnt, wann war es mal gut, in die wertschätzende Haltung nicht hineinzusehen.
Wenn ihr merkt, dass ihr in der Konfliktspirale so weit seid, dass ihr diesen Punkt nicht mehr hinbekommt, dass ihr nicht mehr gemeinsam schauen könnt, wann war es mal gut, in die wertschätzende Haltung nicht hineinzusetzen.
Und einfach keine Lösung, vielleicht auch nur für gewisse Themen findet.
Wir haben auch immer wieder Paare, die sagen, uns geht es in ganz vielen Bereichen sehr gut, aber wir haben da zwei, drei Themen, da finden wir einfach nicht zueinander.
Die kriegen wir nicht besprochen, nicht gelöst.
Dann findet ihr in den Shownotes den Link zum telefonischen Erstgespräch.
Meldet euch bei uns.
Ihr könnt in unserem Kalender einen Termin wählen und dann schauen wir mal gemeinsam, ob wir ein kostenloses Kennenlernen vereinbaren.
Und dann prüfen, ob das für euch matcht, ob das für uns matcht und wir dann eure Themen gemeinsam lösen.
Genau, jetzt kommen wir zum letzten Punkt, was ist die Lösung?
Wie kann man richtig streiten und wie kann man eine Eskalation vermeiden?
Da haben wir mal so fünf Tipps zusammengestellt.
Die erste Sache ist, jeder darf seine eigene Wahrnehmung ohne Wertung durch den anderen aussprechen.
Zwei Menschen in einer Beziehung haben grundsätzlich häufig eine unterschiedliche Wahrnehmung.
Die kann manchmal so unterschiedlich sein, dass man sich das nicht vorstellen kann, dass der andere das wirklich so komplett anders sehen kann.
Das gibt es aber. Völlig normal.
Wichtig ist aber, dass man halt, wenn man seine eigene Wahrnehmung ausspricht, dass der andere da nicht gleich eine Wertung reinsetzt.
Weil das macht wieder ein extrem starkes, ungutes Gefühl.
Sondern das Miteinander sollte wertschätzend sein und respektvoll.
So, dass man zum Beispiel den Partner aussprechen lässt, dass man die Möglichkeit hat,
zur Selbstrepräsentation zu kommen.
Also, um die eigene Wahrnehmung klar zu formulieren, dem anderen Wissen geben zu können, warum man so gehandelt hat,
warum man sich dabei vielleicht was gedacht hat.
Also, den anderen einfach wieder ein bisschen Spielraum mal zu geben, raus aus der Eskalation zu kommen,
seine Wahrnehmung erklären zu können, formulieren zu können, ohne Bewertung.
Dabei ist aber auch ganz wichtig, dass man selbst auch nicht wertet und interpretiert,
sondern dass man bei der Wahrnehmung bleibt.
Also, als Hilfsmittel.
Man stellt sich vor, jemand Drittes hätte die Situation beobachtet.
Was hätte der gesehen?
Was würde der beschreiben?
Ohne, dass man selbst eben schon interpretiert und sagt, du hast oder du wolltest mich bla bla bla.
Das ist immer ganz schwierig, sondern eben dann auch in der gewaltfreien Kommunikation bei ich bleibt und eben nicht interpretiert.
Ich sage beim Coaching immer als Beispiel, versuch das mal auszudrücken, als wenn du einem Polizisten,
etwas erzählst, was du beobachtet hast, als Zeuge.
Also, da auch ohne Bewertung, ohne Interpretation von der Situation.
Ja, genau.
Und ich finde immer, die Situation kann man sich ganz gut vorstellen, wenn man da jemand Drittes sitzen hätte,
der sozusagen auch nur an dieser Sachinformation interessiert ist.
Ja, es kennzeichnet sich auch ganz schnell ja durch die Art der Formulierung.
Sobald ich etwas starte mit du wolltest, dann ist es schon schwierig.
Ich bin in der Du-Botschaft drin und ich meine zu wissen,
was der andere wollte, wie will ich das denn wissen?
Also, das ist immer schwierig, sondern immer zu gucken, ich habe gesehen, ich habe wahrgenommen,
wie du den Müll nicht rausgebracht hast.
Das hat bei mir das Gefühl von Druck gemacht, weil ich konnte das und das nicht mehr erledigen oder so.
Also, das ist immer ganz wichtig, diese Folgen beizubehalten.
Ansonsten kann es eben für neue ungute Gefühle sorgen.
Das heißt, man möchte eigentlich. Man möchte eigentlich einen Konflikt lösen und dabei sorgt man wieder für einen neuen Konflikt beim Lösen des Konflikts.
Das ist ganz wichtig.
Ja, für viele ist auch tatsächlich wichtig, einen Termin für das Gespräch festzulegen.
Dabei ist eben wichtig, dass Bereitschaft da sein muss und der richtige Rahmen, um ein Thema gut zu klären.
Dinge zwischen Tür und Angel zu klären, Dinge um 23 Uhr kurz vorm Schlafen noch anzureißen,
Dinge direkt vor Freunden zu besprechen, sind alles ungewöhnlich.
Und genau dafür ist ja auch der Mechanismus des Verdrängens geschaffen worden.
Oder genau dafür haben wir diesen Mechanismus in uns, damit wir kurzfristig diese unpassende Situation übergehen können,
das beiseite schieben können.
Stell dir vor, morgens hast du mit deiner Partnerin, deinem Partner Streit.
Kurz vor der Arbeit kriegst du das nicht mehr gelöst, die Zeit reicht nicht und du musst losfahren zur Arbeit.
Dafür ist das Verdrängern da, dass du gut arbeiten kannst, dass du die Kunden gut bedienen kannst,
dass du ganz im Meeting präsent sein kannst, um dann aber abends, sobald du die Zeit hast, der Rahmen stimmt,
das sofort zu lösen und nicht das Ganze weiterhin zu verdrängen und eben dann aufzustauen.
Und da ist eben auch unser Tipp an viele Paare, die bei uns im Coaching sind,
sich einen Reflektionstermin zu vereinbaren, zum Beispiel samstags mal zwei Stunden spazieren zu gehen,
Freitagabend, wie auch immer, also einen Termin in der Woche zu haben, den man sich fixiert,
um nicht darauf hinzukommen.
Also nicht, um nicht immer von Woche zu Woche alles bis zu dem Termin aufzustauen,
sondern den als Sicherheitsanker zu nutzen, um, falls etwas doch nicht angesprochen werden konnte,
falls etwas untergegangen ist, um in der Reflektion über die Woche doch nochmal einen Punkt zu finden,
der nicht ganz gelaufen ist, aber auch zu schauen, was ist in der letzten Woche gut gelaufen,
was können wir tun, lernen, verändern, damit die nächste Woche noch besser läuft,
da eben einen Termin für zu haben, um diese Bereitschaft zu haben.
Und auch Stress von außen.
Das ist ein ganz wichtiges Ding.
Stellt euch vor, ihr kommt von der Arbeit nach Hause, der Tag ist echt mies gelaufen,
ihr habt vom Vorgesetzten richtig einen auf den Deckel bekommen
und seid eigentlich innerlich schon auf 180, wollt eigentlich euch gerade bei eurem Partner,
eurer Partnerin darüber auskotzen, wie scheiße der Tag war
und der knallt euch dann noch etwas um die Ohren, was ihn an dem Tag verletzt hat,
ohne um Bereitschaft zu fragen.
Das Ding kann nur eskalieren, also das hat eigentlich schon aufgrund des Rahmens,
und der mangelnden Bereitschaft, keine Chance, das im Guten zu klären,
weil die Ressourcen gerade gar nicht da sind.
Der nächste Punkt ist Gesprächsregeln vereinbaren.
Also zuhören, verstehen, Nachfragen stellen, Verständnis haben.
Nicht reinzugehen in Vorwürfe, sondern versuchen, Wünsche zu äußern.
Da vorab darüber zu sprechen, welche Regeln gelten, hilft vielen Paaren,
einfach auch eine gemeinsame Grundlage zu haben.
Das ist ein sehr wichtiger Punkt.
Ein zu sagen, okay, fang du mal an, ich höre zu, nicht zu unterbrechen.
Dann zu sagen, okay, habe ich jetzt so wahrgenommen, deine Wahrnehmung,
jetzt möchte man selber seine Wahrnehmung.
Und da sind wir wieder bei dem Punkt, was wir vorhin schon sagten,
ohne Wertung des anderen, seine eigene Wahrnehmung einmal schildern,
dass man einen objektiven Austausch hat.
Und das geht halt sehr gut, wenn man halt auf die Gesprächsregeln einhält.
Und das ist ja etwas, worüber sich schon sehr viele Menschen Gedanken gemacht haben,
wie so etwas gut funktioniert.
Daraus ist etwas entstanden, wie die Gewalt freigekommen ist.
Die Kommunikation, die ja gewisse Grundregeln vermittelt,
die man sich zu eigen machen kann oder auch Teile davon.
Dann hat sich zum Beispiel Dr. Dieter Bischop vom Hanseatischen Institut,
wo wir unsere Ausbildung gemacht haben, 20 Jahre lang Gedanken dazu gemacht,
wie kann man einen Konflikt nachhaltig lösen,
sodass das Gefühl wirklich weg ist und man wieder zueinander im Guten dasteht.
Das hat er jetzt vor einiger Zeit ein Power Code betitelt,
weil das wie so der Code ist, um ein Tresor,
um ein Tresor zu knacken.
Und das ist etwas, das sind natürlich Dinge,
ihr müsst das Rad dann nicht neu erfinden.
Ihr könnt euch da an anderen orientieren.
Und wenn ihr euch an uns orientieren wollt,
so findet ihr bei uns im Blog halt dazu viele Beiträge.
Könnt aber natürlich auch zu uns ins Coaching kommen
und wir zeigen euch, wie das Ganze funktioniert.
Ja, das nächste Thema ist eben Systemgesetzverletzungen nachhaltig lösen.
Dafür brauchen wir wieder den Power Code, wie besprochen.
Denn ganz häufig verhindern,
dann ehemalige Verletzungen, Vorverletzungen, Rückverletzungen,
ungute Gefühle, die sich aufgestaut haben,
dass man eine gute Lösung findet.
Und da ist ein ganz wichtiger Aspekt zu schauen,
bin ich im Fundament gerade stabil oder ist eine Verletzung da?
Weil es gilt immer, Emotionen vor sachlicher Lösung.
Immer.
Pauschal immer erst auf die Emotionen gucken.
Ansonsten ist die sachliche Lösung schwierig.
Der Konflikt ist nicht gelöst.
wenn ihr auf Sachebene
euch darauf geeinigt habt, nächstes
Jahr
den Urlaub Richtung Mallorca zu machen,
aber einer immer noch total wütend
auf den anderen ist, weil er eigentlich
sich Ibiza vorgestellt hat.
Und er jetzt nur einen faulen Kompromiss gemacht hat,
damit das Thema irgendwie beigelegt ist.
Oder auch ganz viele andere Themen.
Also wenn bei einem von beiden
noch Wut oder Angst oder Traurigkeit,
Ärger, irgendetwas nachbleibt,
dann ist der Konflikt nicht gelöst. Obwohl
vielleicht sachlich etwas da ist,
aber der Konflikt ist nicht gelöst.
Und deswegen ist es so wichtig,
dass eben
da eine stimmige Lösung gefunden wird,
dass erst die Emotionen beachtet werden,
dann dass ansonsten kommt es
immer zu anderen unschönen Situationen.
Ist das Gefühl nicht gelöst?
Wird im Urlaub
derjenige auf Mallorca vielleicht
immer mal wieder Punkte finden, wo er sagt,
guck mal da Schatz, das sieht nicht gut aus, oder?
Guck mal, das ist nicht schön. Guck mal, das können wir nicht genießen.
Unbewusst. Gar nicht,
um den anderen bewusst zu ärgern,
sondern unbewusst, um den Ausgleich zu finden.
Beim nächsten Mal, wenn man über Urlaub spricht,
wird derjenige vielleicht sagen,
naja, also ich bin null kompromissbereit,
denn ich hab mich letztes Jahr für dich
auf Mallorca eingelassen.
Dieses Jahr geht für mich nur Ibiza
nichts anderes. Ich spreche mit dir auf gar keinen Fall mehr.
Und all diese Dinge
kommen dort hinein.
Oder es gibt ein anderes Thema,
wo man sich wünscht, dass der andere
auf einen zugeht und das passt
alles nicht und dann haut man auf einmal raus,
ja weißt du was, ich hab mich deinetwegen
auf Mallorca eingelassen und jetzt kannst du,
nicht mal irgendwie sagen, dass.
Und all diese Dinge kommen, also das fällt
einem wieder auf die Füße, wenn man dort
zu einem faulen Kompromiss eingegangen ist
und eben nicht das Fundament,
die Beziehungsebene und die Sachebene
eingehalten hat,
wenn man einen faulen Kompromiss oder auf Sachebene
irgendetwas gefunden hat, um den Streit
gerade jetzt kurzfristig beizulegen,
aber eben noch Gefühle nachhalten.
Und der letzte Punkt,
natürlich ein Coaching nutzen,
um eine gute Basis für die Beziehung
zu schaffen.
Schon wieder Werbung, aber vielleicht mal aus einem
anderen Blickwinkel auch, also
was ist der Punkt, warum sollte man sich
einen Coach oder eine Coachin holen?
Ich glaube, für vielen Menschen ist es der Rahmen
auch, also wir haben hier
sehr schöne Coaching-Räume,
die Ruhe bieten, die einen Ort
sind, einfach auch weg von
zu Hause, man hat vielleicht auch
einen Babysitter für die Kinder genommen, es ist ein
abgemachter Termin, man nimmt sich Zeit
füreinander, es ist eine dritte Person mit
dabei, da kochen die Emotionen auch
seltener,
selten mal so stark hoch wie zu Hause.
Wird ja auch von uns geführt, dass es nicht so passiert.
Genau, weil es nämlich geführt ist und
ich glaube, das macht einfach schon ganz
viel mit einem, dass man auch das Gefühl hat,
da ist jemand, der uns
jetzt begleitet und hilft und der
genau ohne auf
einer Seite zu stehen, das analysiert
mit uns zusammen, warum das so ist, wie es
ist und darum geht es bei uns beim Coaching
ja auch nicht nur um die
Symptomatik, sondern auch um die Ursache,
warum ist das in der Beziehung so entstanden,
wo ist der Stein ins Rollen gekommen,
man schaut, wann hat das
angefangen, wo stehen wir jetzt und wie
schaffen wir es wieder, das Fundament aufzubauen,
sodass es nicht mehr bei uns eskaliert
und wir Angst haben müssen vor dem nächsten
Streit oder vor der nächsten Auseinandersetzung.
Und der wichtigste Punkt, warum es
klug ist, auch ab und zu einen
Coach dabei zu haben, ist die Befangenheit.
Denn man kann noch
so gut das Wissen haben, wir beide
nehmen uns auch einen Coach
dazu, dann meistens vom Hanseatischen Institut,
wenn es mal ein Thema gibt, wo wir
aus der Befangenheit heraus keine Lösung
finden, denn
die Befangenheit oder dieser Tunnelblick, was auch
immer da entsteht, sorgt dafür, dass wir
eben nicht so klar und einfach
unsere Strukturen, unsere ganzen
Gedanken Richtung gewaltfreie Kommunikation
und Co. einhalten können
und das eben dann manchmal schwierig ist.
Stellt euch das in einem anderen Lebensbereich vor,
ihr seid Gehirnschirurg und
ihr operiert jeden Tag
zwei, dreimal am Gehirn und
seid darin extrem gut.
Jetzt liegt da euer Kind
und ihr seid befangen. Macht ihr das?
Macht ihr das selbst? Oder sagt ihr,
ich begleite das nur
und lasst den anderen, wo ich weiß,
dass der extrem gut oder
vielleicht sogar besser ist als ich selbst,
lasst den lieber ran, weil ihr sagt,
der kann das Kind unbefangen operieren
und ist nicht mit seinem eigenen
Gefühl, mit seinen eigenen Ängsten, mit seinen
eigenen Sorgen dabei,
die man vielleicht auch immer hat, wenn man
jemanden operiert, aber die
was ganz anderes ist, wenn das ein Mensch ist,
der einem nahe steht. Und so ist das
letztendlich dann in der Beziehung auch,
dass ein
diese Befangenheit einfach mal
das
unmöglich macht, etwas gut zu lösen
und deswegen diese Hilfe gebraucht
werden kann.
Wir hoffen, ihr konntet einige
spannende
Impulse vielleicht mitnehmen und
freuen uns auf die nächste Folge.
Bis zum nächsten Mal.
Untertitelung des ZDF für funk, 2017
Podcast Summary
Key Points:
Streit selbst ist nicht das Problem, sondern die mangelnde nachhaltige Lösung führt zu Eskalation und Konfliktspiralen.
Die drei Eskalationsmuster – Angriff, Flucht und Todstellen – zeigen hilflose Reaktionen, die die Beziehung schädigen.
Ungeklärte Emotionen und aufgestaute Wut aus der Vergangenheit verursachen, dass Wut und Ängste in Konflikten unkontrolliert auftreten.
Wichtige Kommunikationsregeln wie aktives Zuhören, Wertschätzung und Vermeiden von Interpretationen fördern eine gewaltfreie Beziehung.
Emotionen müssen vor sachlichen Lösungen behandelt werden; nur dann ist ein nachhaltiger Konfliktabbau möglich.
Regelmäßige, reflektive Gesprächstermine helfen, Konflikte in frühen Stadien zu lösen und die Beziehung langfristig zu stabilisieren.
Ehemalige Systemgesetzverletzungen, die nicht nachhaltig gelöst wurden, führen zu wiederholenden Konflikten und Verletzungen.
Coaching bietet einen sicheren, neutralen Raum, um Ursachen zu erkennen, Beziehungsstrukturen zu verstehen und eine wertvolle Beziehung aufzubauen.
Summary:
Streit in einer Beziehung ist nicht das Problem, sondern die fehlende nachhaltige Lösung von Konflikten. Wenn Emotionen, wie Wut oder Angst, aus der Vergangenheit nicht verarbeitet werden, können sie in neuen Streitfällen wieder auftauchen und zu einer Konfliktspirale führen. Drei typische Reaktionsmuster – Angriff, Flucht und Todstellen – zeigen die Hilflosigkeit, die viele Paare erleben.
Eine zentrale Lösung ist, emotionale Verletzungen vor sachlichen Lösungen zu behandeln, um das Fundament der Beziehung zu stärken. Wichtige Kommunikationsregeln wie Wertschätzung, aktives Zuhören und das Vermeiden von Interpretationen (z. B.
„du hast“ statt „du wolltest“) fördern ein gewaltfreies Miteinander. Regelmäßige reflektive Gespräche, wie beispielsweise ein wöchentlicher Termin, helfen, Konflikte frühzeitig zu lösen und Stress abzubauen. Auch der Mangel an Bereitschaft, beispielsweise bei emotionalen Belastungen vom Tag, führt zu Eskalationen.
Coaching bietet hier eine wichtige Unterstützung: ein sicheres, neutrale Umfeld, um Ursachen zu erkennen, Beziehungsstrukturen zu verstehen und langfristig eine stabile, wertschätzende Beziehung aufzubauen. Die Befangenheit, die bei hohem Wissen oder emotionaler Nähe entsteht, kann die Fähigkeit beeinträchtigen, klar und selbstsicher zu kommunizieren. Daher ist ein regelmäßiger Coach-Termin entscheidend, um die Beziehung aus dem Krisenzyklus heraus zu bringen und eine dauerhafte Wiederherstellung der Liebe und des Vertrauens zu ermöglichen.
FAQs
Eine Eskalation entsteht, wenn der Streit immer heftiger wird, etwa durch Schreien, Handgreiflichkeiten oder das Werfen von Gegenständen. Dadurch entstehen unangenehme Gefühle und das Gefühl von Angst oder Verletzung.
Es gibt drei Muster: Angriff (Schreien, Gewalt), Flucht (Entfernen sich aus der Situation) und Todstellen (Ignorieren, keine Reaktion).
Nein, ein Streit an sich ist nicht das Problem. Der echte Konflikt entsteht, wenn die emotionalen Verletzungen nicht nachhaltig gelöst werden.
Weil aufgestaute Emotionen aus der Vergangenheit, wie Wut oder Angst, weiterhin im Streit aktiviert werden. Das führt zu Verletzungen und dem Gefühl von Beziehungsunfähigkeiten.
Durch die Aussprache eigener Wahrnehmungen ohne Bewertung, die Einhaltung von Gesprächsregeln und die klare Aufarbeitung von Emotionen vor sachlichen Lösungen.
Weil ungelöste Emotionen zu Rückverletzungen, Wut und Ängsten führen, die sich in späteren Konflikten wiederholt und die Beziehung schädigen.
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