Go back

Stimmige Kompromisse in einer Beziehung eingehen: So klappt es endlich!

0m 0s

Stimmige Kompromisse in einer Beziehung eingehen: So klappt es endlich!

Stimmige Kompromisse in der Beziehung sind entscheidend für Harmonie, Zufriedenheit und emotionale Verbindung. Im Gegensatz zu faulen Kompromissen, die oft nur oberflächliche Harmonie schaffen und eine Person benachteiligen, beziehen sich stimmige Kompromisse auf ein Gleichgewicht zwischen Denken und Körpergefühl. Der innere Kompass – bestehend aus Basisgefühl und Denken – zeigt, ob ein Kompromiss wirklich für beide Seiten stimmig ist. Faule Kompromisse, wie sie beispielsweise in der Erziehung oder Finanzen entstehen, führen dazu, dass ein Partner seine Bedürfnisse zurückstellt, was zu Verletzungen, Verhärtung und einem Gefühl der Isolation führt. Diese entstehen, weil ein Ausgleich von Geben und Nehmen fehlt und emotionale Wunden sich anhäufen. Eine effektive Lösung entsteht durch eine strukturierte, schrittweise Anleitung: Individuelle Reflexion, offene Gespräche, Themenkomplex für Themenkomplex Bearbeitung und gemeinsame Entwicklung von Lösungen. Dabei wird nicht nur das Bedürfnis, sondern der Grundgedanke dahinter erkannt. Ein stimmiger Kompromiss entsteht nicht durch eine Mitte, sondern durch gegenseitige Anerkennung der jeweiligen Werte und Bedürfnisse. Zusätzlich ist regelmäßige Reflexion notwendig, da sich Lebensumstände verändern und Kompromisse im Laufe der Zeit unstimmig werden können. Durch diese Praxis entsteht ein stärkeres Gefühl der Zugehörigkeit, mehr gegenseitige Anerkennung und langfristige Stabilität in der Beziehung.

Transcription

7386 Words, 44802 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensidealisten. In dieser Folge geht es um das Thema stimmige Kompromisse in einer Beziehung eingehen. So klappt es endlich. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Starten wir einmal mit dem Ziel von einem Kompromiss, uns diese Frage zu stellen. Das Ziel bei einem Kompromiss ist es häufig, die Situation in ein Gleichgewicht zu bringen, um eine Zufriedenheit auf beiden Seiten herzustellen. Aber das Finden von stimmigen Kompromissen ist oft eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, weil halt unterschiedliche Bedürfnisse, Meinungen und Wünsche damit zusammenhängen. Nicht immer kann ein Kompromiss auf die Schnelle gefunden werden. Und dann entsteht die Gefahr, dass man faule Kompromisse eingeht. Also eine vorübergehende Lösung, die für mindestens eine Person unstimmig ist. Ziel ist es meistens, dass der Konflikt vermieden wird oder dass man einfach schnell auf eine Entscheidung kommt. Wir zeigen euch in dieser Folge, wie ihr endlich stimmige Kompromisse in der Beziehung eingehen könnt. Ein Thema, was uns fast in jedem Coaching begleitet. Absolut. Stimmige Kompromisse zu finden, das fällt wirklich viel in Schwierigkeiten. Schwer, weil genau diese Definition ja auch erstmal vielen fehlt. Man spricht immer nur von Kompromissen. Weniger von stimmigen und faulen Kompromissen. Und ein Kompromiss ist für viele ja dann geschlossen, wenn man irgendeinen gemeinsamen Weg einschlägt und sagt, so machen wir es. Aber das berücksichtigt eben ganz häufig die Gefühlsebene nicht. Nicht, ob es stimmig oder unstimmig ist. Und das ist eben ein großes Problem. Wir kommen später bestimmt noch zu diesen ganzen Definitionen, wenn wir. in der Herrichtung Lösungsansatz und Anleitung kommen. Wir können ja erstmal schauen, was macht das denn für Probleme, wenn man in einer Beziehung sich auf faule Kompromisse einlässt und Kompromisse schließt, die nicht für alle Seiten stimmig sind. Vielleicht sollten wir nochmal ein Stück zu vorgehen und sagen, was ist stimmig und was ist unstimmig. Um die Begriffe vielleicht schon mal so vorab zu klären. Mir fällt immer ein ganz plattes Beispiel im Coaching ein, wenn jemand sagt, ja was ist denn ein fauler Kompromiss? Also gibt es da jetzt irgendwie, wie kann ich das greifen, das Gefühl in mir zu haben, stimmig, unstimmig. Und ich finde immer das Beispiel ganz gut, dass man unterwegs ist, man möchte sich eine neue Hose kaufen. Und dann ist man im Laden und dann geht man durch die Gänge und denkt so, okay, ich habe mir doch vorgenommen, ich will eine neue Hose kaufen. Nimmt man eine Hose mit, geht in die Umkleidekabine und steht da und zieht die Hose an und denkt so, ja, ist okay. Ist jetzt nicht wirklich so das, was ich mir 100% vorgestellt habe, ist okay. Und dann kommt so ein bisschen das, das Denkgefühl, was dann reinschießt und sagt, du brauchst auch eine neue Hose, nimm die Hose doch, dann hast du schon mal eine. Und dann denkt man sich so, ja, aber irgendwie mag ich das wirklich. Man fragt vielleicht noch die Begleitung, findest du wirklich, dass sie gut ist? Und sagt dann, ja, das ist bis jetzt das Beste, was wir gefunden haben. Und dann steht man an der Kasse, will die Hose bezahlen und dann kommt wieder als Impuls, so, zieh ich die wirklich an, nehm ich die jetzt wirklich mit? Kommt wieder das Denkgefühl, was reinspielt und sagt, ja, komm, nimm sie mit. Gehst du jetzt wirklich ohne Hose hier raus? Doof. Und dann musst du nächste Woche wieder losgehen und so weiter. Und dann bezahlen wir diese Hose, gehen nach Hause und man zieht die Hose nie an. Oder man zieht sie nur an, weil man absolut keine andere Möglichkeit hat, als auf jeden Fall das Teil, was ganz unten im Stapel liegt und was man super ungern rausnimmt. Und eigentlich hat man schon an der Kasse gemerkt, dass dieser innerliche Prozess von Kompromiss, geht man diesen Kompromiss an, nimmt man diese Hose unstimmig wahr. Also das Bauchgefühl hat jetzt die ganze Zeit gesagt, dass man nimmt es nicht, lass es, such noch mal weiter. Aber das Denkgefühl hat dann gewonnen. Und eigentlich hat man verloren zu Hause, wenn man denkt, so scheiße, jetzt habe ich da das Geld ausgegeben, mag ich nicht anziehen. Ja, ich erinnere mich da an ein Markenhemd, was ich mal mit Anfang 20 gekauft habe, was ich nur deswegen gekauft habe, weil es so krass reduziert war und ich den Originalpreis mir nicht hätte leisten können. Aber ich es so cool fand, dann dieses Hemd haben zu können, weil es eben so extrem reduziert war. Und sah es scheiße eigentlich? Mittel, ich habe es tatsächlich auch ein paar Mal getragen, aber eigentlich war es jetzt nicht so wirklich mein Stil. Das war jetzt eher einfach so ein bisschen ein Push fürs Selbstwertgefühl. Ja, und ich finde, es gibt ganz viele so eine Situation, dass wir natürlich wie in der Partnerschaft, das ist ja auch so der Schwerpunkt bei der Podcast-Folge, aber auch, dass wir bei uns selber innerlich so Kompromisse haben, die wir eingehen, wo wir endlich schon in diesen unstimmigen Bereich kommen. Oftmals auch gerne mit Kindersituationen, so in unstimmigen Bereichen, wo wir irgendwelche Deals eingehen. Und aber eigentlich schon unser Bauchgefühl sagt so, nee, fühlt sich nicht gut an. Und wir dann über Grenzen gehen, was natürlich dann auch wieder Folgen hat. Also die wichtigste Grundlage dafür ist es, seinem inneren Kompass zu folgen. Der innere Kompass ist, ist etwas stimmig oder unstimmig? Stimmig heißt, wenn mein Denken, also das, was ich so in der Vorstellung habe, mit dem übereinstimmt, was mir so mein Körper als Signal liefert. Also es ist eines Denkgefühl, das andere ist Basisgefühl. Basisgefühl sind so Körpersignale, Impulse, irgendwas passiert oder sowas. Also so verschiedene Signale, die kommen können. Und wenn ich jetzt in meiner Vorstellung mir dieses Hemd vorstelle und sehe nicht, welche Marke das ist und welcher Preis das ist, würde ich es mir kaufen. Das meldet mein Basisgefühl, nee, gefällt dir nicht. Auch mein Denken sagt das jetzt so langsam. Und wenn ich dann aber drüber schaue, drauf gucke und mache auf einmal das Markenschild ran und die Preisschilder dran, dann fängt mein Denken an zu argumentieren, oh, großer Rabatt, coole Marke, willst sehr gern tragen, fühlst dich ein bisschen besser dadurch. Und das Basisgefühl meldet weiter zurück, nee, lass das sein, das ist nicht dein Style. Und dann kaufe ich es trotzdem. Und das ist eben dann unstimmig. Das heißt, der innere Kompass, der ist im Ungleichgewicht, der ist unstimmig. Wenn der innere Kompass im Gleichgewicht ist und ich stelle mir vor, ich möchte gerne heute Abend, mit zwei Freunden ins Kino gehen, mein Basisgefühl sagt, machst du ein wohliges Gefühl, hast Bock drauf, Energie ist da, Geld ist da, Lust ist da, mach mal, dann mache ich, okay, ist stimmig. Wenn ich mir das vorstelle, ich gehe mit zwei Freunden ins Kino und merke so, oh, mein Basisgefühl meldet, du bist müde, du hast gestern schon kaum geschlafen, morgen steht ein richtig wichtiger Termin morgens an, mach das lieber nicht, das fällt dir auf die Füße, dann ist es unstimmig. Und dann sollte, könnte ich es lieber nicht tun oder eben, da kommen wir später noch zu mit der Frage arbeiten, was kann ich tun, lernen, verändern, damit es für mich stimmig wird. Ich könnte ja zum Beispiel statt der 22-Uhr-Vorstellung die 19-Uhr-Vorstellung nehmen und komme dann vielleicht zu einer gesitteten Zeit nach Hause. Könnte ein Ansatz sein. Klar, ich finde auch das Stimmige merkt man ja auch total. Ich musste gerade an diese Woche jetzt ein Beispiel jetzt mal für richtig stimmig denken. Da war ich mit unserem Sohn einkaufen und wir haben eine Fließjacke gesehen und ich habe ihn gefragt, in dem Alter fragt man jetzt auch schon, willst du die haben, zieh mal an, findest du die cool? Und es war so stimmig für ihn, dass die Verkäuferin an der Kasse noch das Schild abmachen musste und er wollte sie gleich tragen. Und das ist ja auch so dieses, dann denken wir nicht so, pack mal ein, mal gucken, sondern dann denkst du, ja geil, kann ich die gleich anziehen, kann ich die gleich mitnehmen. Ja, genau, da ist dann die richtige Energie da. Okay, kommen wir nach den ersten Einleitungen und einführenden Worten. Spielen mal zu dem, was das Problem daran ist, wenn man denn faule Kompromisse schließt. Denn man könnte ja auch sagen, naja, dann haben wir halt einen faulen Kompromiss geschlossen. Einer von beiden ist ja zufrieden, der andere hat es mitgemacht. Beim nächsten Mal ist es halt andersrum. Dann ist das für den einen halt ein bisschen unstimmig und für den anderen halt gut. Das gleicht sich ja auch irgendwie aus. Schauen wir mal, warum das eben nicht so sinnvoll ist, so zu agieren. Der erste Punkt ist, dass man als Paar es aktuell nicht schafft, einen Kompromiss zu finden, der für beide, weil es stimmig ist. Also mindestens eine Person stellt die Bedürfnisse und Wünsche zurück, um die Harmonie innerhalb der Partnerschaft aufrechtzuerhalten. Also steht so diese oberflächliche Harmonie über mein Bedürfnis und dadurch habe ich halt Schwierigkeiten, meine Meinung zu äußern, mein Bedürfnis, meine Wünsche zu äußern und gehe auf Kompromisse ein, die ich normalerweise nicht schließen würde. Ja, oder ich sage sowas innerlich wie, naja, wenn ich da jetzt gegen angehe, dann ist der ganze Abend im Arsch, lass uns das mal so machen, wie er es möchte und naja, machen wir vielleicht nächstes Mal so, wie ich es möchte. Also ich glaube, da spielen auch super viel die Prägungen, die man mitbringt rein und auch die Vorverletzungen. Welche Erfahrungen habe ich bisher gemacht, wenn ich Wünsche und Bedürfnisse geäußert habe, neige ich vielleicht deshalb eher zu einem Kompromiss, der für mich nicht stimmig ist, weil ich keinen Bock auf die Konsequenzen habe. Das kann ja auch sein. Dadurch bleiben Wünsche und Bedürfnisse in der Beziehung vielleicht wechselseitig, vielleicht tendenziell mehr für den einen als für den anderen unerfüllt und das kann traurig machen, dass die eigenen Bedürfnisse nicht gesehen werden, nicht erfüllt werden, dass der Partner oder die Partnerin nicht darauf eingeht, so fühlt sich das ja häufig dann an. Das kann auch wütend machen, wenn man so diese faulen Kompromisse hat, weil vielleicht der andere immer für sich einsteht und immer für sich einen stimmigen Kompromiss erwirken möchte und man das Gefühl hat, der gibt nie nach. Immer muss ich dem Ganzen nachgeben. und immer komme ich zu kurz in diesen Situationen und dann entsteht natürlich auch eine gewisse Hilflosigkeit, weil dann diese Themen ja auch immer wieder hochkommen, wenn man vielleicht so einen Kompromiss geschlossen hat für etwas, was wiederkehrend ist. Wenn man sagt, so Mensch, Kompromiss, ich mag nicht gern Staubsaugen, du hast es, die Betten zu beziehen, dann lass uns das mal so machen und dann sagt die, ja, okay, ja, okay, aber dabei denkst du eigentlich nicht, nee, eigentlich würde ich das auch nicht so gerne machen mit den Betten beziehen, das finde ich auch total scheiße, ich habe es jetzt nur gar nicht rausgekriegt und schon steckt man an so einem dauerhaften faulen Kompromiss drin und hat jedes Mal, wenn man diese Aufgabe ausführt, so ein leicht ungutes Gefühl und denkt vielleicht, nee, eigentlich, der Kompromiss ist scheiße, aber ändert es nicht mehr. Ja, und dann natürlich so ein bisschen die Gefahr, dass wenn man denkt, ja, wie kriege ich jetzt den Dreh, da kommen wir ja auch noch drauf hin, dass man denkt, wenn ich jetzt zum anderen hingehe, wird mir vorgehalten, ich habe dem noch zugestimmt. Und wir waren bisher ja auch eher so bei kleineren, trivialen Kompromissen, so, die Hose nervt natürlich, wenn man die gekauft hat, oder das Hemd, das ist dann, hat dann ein bisschen Geld und Ressourcen verschwendet, ja, okay, was spannend wird es ja dann nachher, wenn das bei Kompromissen ist, die das Leben stark beeinflussen. Also Wohnort, genau, Kinderwunsch. Kinderwunsch, genau, welchen Job mache ich, wie ist die Verteilung, also wer arbeitet wie viel und kümmert sich wie viel um die Kinder, solche Dinge, also wenn man da bei so größeren, lebensverändernden Entscheidungen auf faule Kompromisse trifft, was in Coachings vorkommt, dass Menschen die Erkenntnis haben, oh Mensch, das war ein fauler Kompromiss, mit dem Wissen von heute hätte ich mit Kindern vielleicht noch zwei, drei Jahre länger gewartet, mit dem Wissen von heute hätte ich das Haus so gar nicht gekauft, hätte das anders gemacht, da hätte ich mich so gar nicht drauf einlassen dürfen. Und da gibt es ja eben so viele verschiedene Situationen, ne, man erbt ein Haus, dann sagt der, sagt der, der das erbt, ich würde da gerne einziehen, das ist mein Elternhaus und der andere innerlich, oh, irgendwas wehrt sich in mir, aber okay, wir kriegen es ja quasi umsonst, dann lass mal machen, wir renovieren ein bisschen, dann wird es schon gehen, dann ist man drin und merkt, oh, ich kann mich hier nicht so richtig zu Hause fühlen, das ist der falsche Ort, ich bin nur Gast, auch dann häufiges Gefühl, gerade auch wenn einer mehr finanzielle Ressourcen einbringt als der andere oder auch dann wenn jemand schon, wenn jemand später im Laufe des Lebens zusammenkommt, 30ern, 40ern, der eine hat schon das Haus und der andere zieht mit dazu, dass der sich immer nur Gast fühlt und nicht heimisch, solche Dinge, ne, und dann stehen viele, viele faule Kompromisse, die halt wirklich eine große Tragweite für die gesamte Beziehung haben, nicht nur so im kleinen Alltagsleben. Also grundsätzlich kann man ja dann sagen, dass bei den betroffenen Personen Systemgesetzverletzungen, wie wir es nennen, emotionale Verletzungen entstehen, wenn man in einen faulen Kompromiss geht und je nachdem, wie über die Kompromisse gesprochen wird oder welche Haltung beide haben, kann es halt auch möglicherweise dazu kommen, dass Wertschätzung und Anerkennung und Respekt in der Beziehung dann sehr kurz kommt. Vielleicht fühlt man sich dann auch wenig zugehörig zum Partner, sodass man das Gefühl hat, irgendwie derjenige zieht nur sein Ding durch, ich bin eigentlich alleine, ich mach nur etwas für den anderen und leb gar nicht mehr so das Leben, was ich leben möchte und unsere gemeinsamen Ziele gibt es nicht, es gibt irgendwie nur die Ziele des anderen, sodass es dann auch so zum Rückzug häufig kommt, innerlich schon mal. Lass uns mal schauen, welche Folgen das für die Beziehung hat, wenn man die entsprechenden Probleme in der Beziehung vorliegen hat. Ein wichtiger Punkt als Folge ist, dass sich die Beziehung unausgewogen anfühlt. Also wir haben ja das Systemgesetz 3, Ausgleich von Geben und Nehmen sollte hergestellt und stimmig sein. Ja. Und das ist bei einem stimmigen Kompromiss da. Also ein stimmiger Kompromiss beinhaltet immer, dass Ausgleich von Geben und Nehmen gewährleistet ist. Was nicht 50-50 bedeutet, ne? Es ist einfach stimmig. Und wenn das ein fauler Kompromiss ist, dann ist typischerweise der Ausgleich von Geben und Nehmen nicht hergestellt, was dazu führt, dass man bei der nächsten Entscheidung, die man gemeinsam trifft, mehr fordert, als man eigentlich fordern würde, um sich was zurückzuholen. Ja. Das steht mir zu. Das steht mir zu. Oder jetzt musst du auch mal von deinem Standpunkt zurück. Jetzt stecke ich nicht zurück. Man wird ja auch so gepusht vom Umfeld vielleicht, dass wenn jetzt die Familie oder Freunde sagen, boah, da hast du aber zurückgesteckt oder so, dass man demnächst mal sagt so, und dann finde ich, auch werden die Menschen ja so hart. Dann ist es ja nicht mehr so, dass man nach einem Kompromiss sucht, sondern man hat eigentlich ja seine Meinung schon und sagt so, diesmal, diesmal gehen wir nicht Sushi essen. Diesmal gehen wir auf jeden Fall zum Griechen, weil ich bin schon dreimal Sushi essen gegangen und ich habe da keinen Bock mehr drauf. Und wenn der andere sagt, worum wir essen gehen, sagt man, zum Griechen. Und der andere sagt, ja, ich würde, nein, wir gehen auf jeden Fall keinen Sushi essen. Das ist so eine Verhärtung schon, ne? Ja, diese Verhärtung soll halt sicherstellen, dass man nicht schon wieder verletzt wird durch den faulen Kompromiss und soll so einen inneren Ausgleich für Wut oder Traurigkeit oder was so als Gefühl entstanden ist, herstellen für die faulen Kompromisse. Und das funktioniert natürlich nicht, weil diese Art und Weise, dass das eben auf einmal eine Forderung wird und man fordert, heute ist der Grieche dran, heute will ich meins durchbringen, führt dazu, dass das beim anderen ein schlechtes Gefühl macht. Und auf einmal geht es dem nicht mehr gut. Ja, Ping-Pong. Eine andere Folge ist ja auch, dass letztendlich, wenn ein fauler Kompromiss geschlossen wird, sich das nicht mehr gut anfühlt für den, der in dem faulen Kompromiss ist und der automatisch dann den anderen entlastet. Also wenn wir sagen, Mensch, Sushi Grieche, du sagst Sushi, ich sag Grieche, ich sag, okay, mach ich deine Dinge, gehen wir zum Sushi essen, was wird passieren? Dann schau mal an mein Gesicht, wenn ich da sitze. Ja, das wird mir ja nicht so lecker schmecken, weil ich will ja eigentlich Griechisch essen. Das heißt, ich werde eher Dinge finden, an denen ich rumnörgel. Ich werde weniger Bock vielleicht auf ein Gespräch haben. Alles Dinge, die ich nicht bewusst steuere, aber die auf einmal passieren, weil ich will hier ja eigentlich gerade gar nicht sein. Und wenn das nicht gut schmeckt, kann am Ende, kann noch passieren, dass ich sage, ja, jetzt wären wir mal lieber zum Griechen gegangen, so wie ich das wollte. Tja. Genau, so entsteht dann Frust in der Beziehung, Unzufriedenheit wächst und die Konflikte steigen. Und die Kommunikation reduziert sich halt auch mit der Zeit, wenn beide frustriert sind, wird die Kommunikation meist knapper, also wir hatten vorhin gesagt, auch härter, aber auch knapper und sie reduziert sich halt auch einfach. Und das bringt wieder neue Probleme mit sich. Man ist weniger im Austausch über Konflikte, Bedürfnisse, Wünsche, geht mehr in Interpretation rein und es entstehen wieder neue Probleme. Und es besteht die große Gefahr, dass sich halt auch Verletzungen anstauen und dieser Berg entsteht, dass man irgendwann so viele ungute Gefühle hat, dass ein fauler Kompromiss davon oder einige faule Kompromisse ein Teil ist, aber das auch noch das Gefühl hat, ich bin verletzt, weil da ist kein liebevoller Umgang mehr, ich bin verletzt, weil du hörst mir nicht richtig zu mehr. Also ganz viele andere Lebensbereiche werden dann vielleicht ja mit reingenommen und dann entsteht so ein Berg und man sagt, ja, irgendwie fühlt sich das gar nicht mehr gut an und ich fühle mich auch selber in der Beziehung gar nicht mehr als Teil davon oder gesehen. Ich weiß nicht, ob das noch so zusammen überhaupt aufrechterhalten bleiben sollte. Dann kann es auch für den Einzelnen natürlich bedeuten, dass individuelle Ziele und die persönliche Entwicklung vernachlässigt wird. Das heißt, vielleicht habe ich ja den Wunsch, eine Karriere zu entwickeln, aber ich habe mich ja auf den V-Kompromiss eingelassen, 90 Prozent der Kinderbetreuung zu übernehmen, dann kann ich mich nicht mehr weiterentwickeln. Das ist ja so ein typisches Problem, was entsteht. Ich habe jetzt ein Paar im Coaching, da ist das so, dass die beiden nicht zustimmigen Kompromissen finden, weil einer der beiden die eigenen Bedürfnisse nicht äußern kann und schon durch die Kindheit so trainiert ist, einfach nur Ja zu sagen, dass derjenige sich gar nicht reflektiert, ob das überhaupt der eigene Wunsch, das eigene Bedürfnis ist, sondern dann ist die Frage, was machen wir? A oder B? Ich würde lieber A machen, okay. Dann ist sofort, ja, machen wir. Kannst du mir bei dem und dem helfen? Ja, klar. Dann wird immer direkt zugestimmt. Und wohin führt das? Es staut sich immer mehr Frust auf und derjenige explodiert dann in verschiedensten Abständen und muss dieses aufgestaute Gefühl rauslassen, weil eben dieses äußern der eigenen Bedürfnisse, dieses Hinführen zu einem wirklich stimmigen Kompromiss fehlt. Und dann ist es manchmal eben so, wenn man so eine Prägung vorliegen hat aus der Kindheit, dann kann der Partner noch so oft sagen, Mensch, jetzt sag doch, was du denkst. Äußere dein Bedürfnis. Dann wird trotzdem immer nur ein Das ist schon okay für mich, wenn du es so willst. Oder alles ist in Ordnung, alles ist gut. Und dann muss man da erstmal an die Prägung ran. Und ich glaube, dass es auch wirklich schwierig ist, weil man auch dann schnell die Augenhöhe innerhalb der Partnerschaft verliert. Das hatte ich mal bei ein paar, dass sie nachher gesagt hat, oh, ich hab das Gefühl, er ist wie ein drittes Kind geworden mit den Jahren. Weil er sagt immer, ja, oder es ist alles gut, ja, wir machen das, was du möchtest, weil sein größter Wunsch war, was jetzt sehr liebevoll klingt eigentlich, dass es ihr gut geht. Aber er ist dann immer wieder in unstimmige Kompromisse reingegangen und sie hat ihm das total angemerkt. Aber sie konnte nachher nicht mehr unterscheiden, was fühlt sich wirklich gut für ihn an und was spielt er nur so. Also es war ganz schwierig geworden. Und sie hat gesagt, ich Ich habe das Gefühl, ich muss so oft mit ihm sprechen und so viel Schleifen drehen, bis wir eventuell an den Punkt kommen, dass er dann doch nochmal sagt, was er möchte. Aber das ist für sie keine Beziehung auf Augenhöhe. Da wir das Thema stimmige Kompromisse zu finden in so gut wie jedem Coaching haben und überzeugt davon sind, dass die Podcast-Folge vielen auch weiterhelfen kann, haben wir dazu nochmal zusätzlich einen Blogbeitrag geschrieben, in dem das auch nochmal alles schriftlich aufgeführt ist. Also wenn ihr das nochmal nachlesen wollt, dann schaut in unserem Blog. Zusätzlich sind wir dabei, unseren 5x5-Kurs zu aktualisieren und machen daraus eher einen 6x6-Kurs. Denn das Thema stimmige Kompromisse empfinden wir als so wichtig und wertvoll, dass wir es in unseren kostenlosen Kurs mit reinpacken und als sechstes Video dort mit aufnehmen. Und dann bauen wir auch noch Workbooks für alle sechs Videos zusätzlich, damit ihr da wirklich die Möglichkeit habt, an eurer Beziehung zu arbeiten und hinkommen könnt, stimmige Kompromisse zu finden. So dass wir euch wirklich nur noch bei den kniffligen Themen weiterhelfen, wo ihr sagt, da ist ein Knoten drin, da kommen wir alleine nicht weiter. Wir haben schon ganz viel geschafft durch vielleicht Podcasts und Videos von euch. Durch den Blog haben wir schon das selber reflektiert, haben vielleicht schon mal ein Workbook bearbeitet und wir kommen echt gut voran. Wir haben gute Schritte gemacht. Aber da an den Stellen, da ist ein Knoten drin, da kommen wir nicht weiter, da ist irgendwie ein Thema, da kommen wir nicht drüber hinweg, da kriegen wir keine Lösung und dann sind wir die Experten, die euch weiterhelfen. Und genau bei diesem Schritt dann über entweder den Knoten lösen, über die Hürde helfen, was auch immer gerade bei euch gebraucht wird, meldet euch dann gerne fürs telefonische Erstgespräch bei uns, wenn ihr an so einem Punkt angekommen seid. Kommen wir einmal zu den spannenden Teilen der Lösungsansätze. Wir haben da so eine Fünf-Schritte-Anleitung einmal ausgearbeitet, um euch zu zeigen, wie man Schritt für Schritt vorgehen kann, um die Frauenkompromisse in eurer Beziehung zu identifizieren. Und sie mit auch Leichtigkeit und mit stimmigen Kompromissen umwandeln kann. Der erste Schritt ist, dass ihr individuell, also einzeln reflektiert, welche Kompromisse in der Beziehung sich für euch als faule Kompromisse anfühlen. Also wo habt ihr etwas zugestimmt, was sich eigentlich nicht ganz stimmig anfühlte. Und was natürlich heute noch Relevanz hat, das ist ja auch wichtig. Man kann natürlich auch durchaus nochmal die Vergangenheit mehr aufarbeiten, aber bei der Beziehung zu den Frauenkompromissen, die wir hier haben, aber besonders interessant sind die Kompromisse, auf die ihr euch eingelassen habt, die auch heute noch eine Wirkung haben. Weil ihr sagt, wir haben den Haushalt so und so aufgeteilt und eigentlich ist es unstimmig. Das findet jede Woche statt. Finanzen gibt viele Lebensbereiche. Und das, was eben heute noch wirkt, da schaut ihr drauf. Das kann jeder für sich separat notieren. Und schaut auch mal, ob ihr dort auch gewisse Muster findet, die ihr wiederentwickelt. Aber erstmal ist wichtig zu erkennen und zu identifizieren, welche Kompromisse habe ich geschlossen, die sich eigentlich nicht stimmig anfühlten, die mich auch ab und zu jetzt ärgern, belasten, immer wieder belasten, wo ich immer wieder das Gefühl habe, ich will das gerade eigentlich gar nicht machen. Ich habe gar keinen Bock, das zu tun. Das fühlt sich nicht gut an. Das sind die Dinge, die es nochmal zu besprechen gilt. Schritt Nummer zwei, sucht das Gespräch und tauscht euch aus. Bei sucht das Gespräch. Noch mal kurz die Anmerkung. Und das habt ihr vielleicht ja schon in anderen Podcast-Folgen mal gehört, dass es ganz wichtig ist, für so ein Gespräch die Bereitschaft zu erfragen. Also es sollte kein Tür- und Angelgespräch sein, sondern es sollte wirklich ein Gespräch sein, wo beide Ressourcen für haben, wo nicht einer total gestresst gerade von der Arbeit kommt und das Gespräch sozusagen nur von einer Seite geplant ist und andere spontan reinrutscht. Oder es sollte nicht etwas sein, wenn beide müde sind, hungrig sind, wie auch immer, sondern man sollte aktiv davor die Bereitschaft erfragen. In diesem Gespräch geht es dann darum, dass jeder seine Perspektive schildert und man den Raum nutzt, um gemeinsam die Erkenntnisse aus dem ersten Schritt zu besprechen. Es ist immer sehr interessant, weil wir Menschen ja da recht einfach gestrickt sind, dass man immer selber von sich ausgeht, dass der andere genauso denkt oder genauso fühlt. Und bei so einem Gespräch denkt man dann vielleicht, für mich ist das alles stimmig, für mich fühlt sich das alles gut an und das ist doch alles gut. Das ist klar und man würde doch dann was sagen. Und genau den Punkt wollen wir ja deswegen mal ganz bewusst aufgreifen, weil man ja in den Austausch gehen soll und man ist dann wahrscheinlich sehr überrascht, dass der andere viele kleine und auch vielleicht größere unstimmige Kompromisse schon mal eingegangen ist, ohne das zu sagen und das dann bei diesem Gespräch rauskommt. Häufig sind das auch wirklich Kleinigkeiten, nicht immer die ganz großen Sachen. Es können aber auch große Themen natürlich mit dabei sein. Zwei Aspekte noch, die ich wichtig finde und in den Coachings mitgebe. Das eine ist das Wir-Gefühl an der Stelle, dass es nicht darum geht, den anderen in irgendeiner Art und Weise anzuklagen, weil er diesen Kompromiss nun wollte oder sowas, sondern es geht darum, dass man gemeinsam stimmige Kompromisse findet, weil das extrem förderlich für die Zufriedenheit in der Beziehung für beide ist. Auch langfristig gesehen. Auch für den, der sagt, bei mir ist alles stimmig, ist das von Vorteil, wenn er dabei mithilft. Dass das für den anderen auch alles stimmig wird, was für den jetzt gerade unstimmig ist, dann ist die Beziehung insgesamt deutlich besser, stabiler, harmonischer, glücklicher, zufriedener. Der andere Punkt ist, dass ihr euch nicht einfach alles aufschreibt und haut dem anderen alles um die Ohren, was es dort an unstimmigen Kompromissen gibt. Welches Gefühl entsteht dann? Entweder das Gefühl, oh, alles läuft falsch und Mist so oder das Gefühl, Mist so groß ist unsere Baustelle, das schaffen wir ja niemals, sondern ihr macht das Step by Step. Ihr sucht euch, ihr ordnet die Kompromisse, die für euch voraus sind, nach Themen sonst, also Haushalt, Finanzen, Erziehung zum Beispiel, also nach Themen, wenn dort mehrere pro Thema sind und dann bearbeitet ihr ja erstmal zusammen nur einen Themenbereich, nur das Thema Erziehung oder nur das Thema Haushalt. Und dann geht es dort darum, die Kompromisse nach und nach, gemeinsam aufzuarbeiten, also nicht alles aufzählen, sondern man nimmt einen Kompromiss, findet dafür neue Lösungen, spielt die ein, guckt, dass das funktioniert und sich gut anfühlt, dann nimmt man den nächsten daher, weil ansonsten wird das eher schwer sein, weil man dann so eine Riesenbaustelle gefühlt hat, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Deswegen Step by Step, Themenkomplex für Themenkomplex abarbeiten und dann auch in die neuen Routinen hineinfinden, dann das nächste, damit man nicht in eine Überforderung hineingerät, wir alle sind ja im Alltag meistens doch schon recht gut strukturiert, terminiert und ziemlich voll mit vielen Dingen. Wenn man da jetzt auch noch sagt, wir bauen jetzt hier 17 Sachen um und müssen alles, das funktioniert alles dann nicht. Das hatte ich übrigens mal im Coaching, genau das Beispiel, was du sagtest, da hatte sie die faulen Kompromisse mal aufgeschrieben. Er hatte zwei, sie hatte zwölf und sie hat alle zwölf hintereinander ihm vorgetragen und er saß da, also es war nicht im Coaching, das war bevor sie ins Coaching gegangen sind, das war der Grund, warum sie dann ins Coaching kam, weil er saß da und er hat gedacht, sein ganzes Leben wird auseinandergenommen und er hat nie was richtig gemacht und er war auch erschrocken und erschüttert darüber, wie viele sich bei ihr angesammelt haben. Also auf der einen Seite natürlich auch angegriffen, aber auch erschüttert darüber, dass es so weit gekommen ist. Das ist ein Thema, was ja in vielen Folgen von uns vorkommt und wo ihr entsprechende Infos in anderen Folgen findet. Es geht eben darum, dass ihr euch nicht nur mit dem System empowert, sondern auch mit dem System empowert. Das heißt, das ist ein Thema, was ja in vielen Folgen von uns vorkommt und wo ihr entsprechende Infos in anderen Folgen findet. Erst zu schauen, hat dieser faule Kompromiss ein Gefühl verursacht und dann geht es darum, dieses Gefühl zu lösen und dann kann man sagen, wenn das Gefühl dahinter gelöst ist, jetzt lasst uns mal einen stimmigen Kompromiss finden. Häufiges Problem in Mediationen, dass man eben dann keinen wirklich stimmigen Kompromiss finden kann, wenn einer von beiden oder sogar beide noch ungute Gefühle mit sich rumschleppen. Das ist natürlich auch die Frage, das ist natürlich auch die Schwierigkeit in so einem Gespräch, wenn man versucht, dann einen stimmigen Kompromiss zu finden, wenn da noch die Vorverletzungen sind, wird das sehr schwierig sein. Ja, man fordert halt mehr, als man eigentlich fordern würde. Genau. Weil man so einen Ausgleich für dieses Gefühl braucht. Wenn das Gefühl gelöst ist, wird dieser Ausgleich nicht mehr gebraucht und jeder kann das nennen, was er wirklich als Wunsch und Bedürfnis hat. Und dann findet man viel leichter auch im Wir-Gefühl zu einer Lösung. Also dieses Wir-Gefühl ist auch ganz schwer herzustellen, wenn man eben die unguten Gefühle hat. Dann ist da mehr so ein Ich-Du-Denken. Genau. Schritt Nummer vier. Entwickelt stimmige Kompromisse, die euch beiden gut tun und geht nach und nach die Kompromissthemen durch. Das ist so ein bisschen das, was du jetzt schon vorhin vorgegriffen hast, wie man strukturell vorgehen könnte, dass man das in Themenbereiche clustert und dann Stück für Stück vorgeht. Ich habe es jetzt nur so ein bisschen vorgezogen, dass man auch den Vortrag eben Stück für Stück macht, damit die Baustelle nicht so riesig erscheint und man so befordert wird. Dass das eben an der Stelle, schon wichtig, nicht erst beim Schritt 4, sondern schon bei Schritt zwei, dass man im Gespräch nicht sofort alles raushaut, was einen stört. Wichtig ist halt auch bei dem Entwickeln von stimmigen Kompromissen, dass man nochmal ganz bewusst auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen schaut. Also dass man auch mal sozusagen hinter die Fassade schaut. Warum möchte ich das so? Also dass man nicht so faktenmäßig das nur austauscht. Ja, ich will das jetzt so und so und du willst es so und so. Ja, da finden wir jetzt wohl keinen Kompromiss. Sondern dass man mal sagt, okay, was ist denn das Bedürfnis dahinter? Warum möchtest du das denn so? Weil häufig ist das auch der Knackpunkt. Wenn ich das Bedürfnis dahinter sehen kann bei dem anderen, bin ich auch eher bereit, nochmal Sachen neu zu überdenken oder kann auch eher verstehen, warum derjenige diesen Kompromiss nicht eingehen kann oder nicht eingehen konnte eigentlich auf stimmige Art und Weise. Das wird häufig noch gebraucht. Und durch den Austausch halt, durch eure Gedanken und Gefühle, die ihr dann hervorbringt, könnt ihr euch dann wieder mehr annähern. Und durch neue stimmige Kompromisse, die man ganz klar formuliert, kann man sich auch wieder gegenseitig annähern. Denn dann entsteht wieder mehr dieses Wir-Gefühl. Dann entsteht wieder dieses Gefühl von Zugehörigkeit, von emotionaler Verbundenheit. Dass man wieder das Gefühl hat, wir beide fühlen uns wohl. Es gibt kein Gewinner- und Verlierer-Denken. Sondern beide gehen eigentlich als Gewinner aus dieser Unterhaltung raus. Das tut auch immer ganz gut, das manchmal schriftlich festzuhalten. Damit beide da auch klar nochmal wissen, wie es jetzt anders sein soll. Das kann auch eine Motivation sein. Oder einfach auch nochmal Klarheit bringen im Alltag. Gerade wenn man einen Kompromiss komplett neu eingeht. Was da wirklich mit gemeint ist und was so die Vorstellungen sind. Ich habe gerade überlegt, der größte Unterschied zu dem, was man bei Kompromissen sonst so denkt, ist, dass man sich nicht in der Mitte treffen muss. Kompromisse sind ja häufig so gedacht, man trifft sich in der Mitte. Also auch jeder lässt vielleicht ein bisschen von seinem Punkt nach. Aber das wird gar nicht unbedingt gebraucht. Es kann ja auch sein, dass du einen Lösungsweg hast. Und ich habe einen Lösungsweg. Und ich will meinen und du willst natürlich deinen. Und du erzählst mir von deinem Weg, wie der funktioniert. Und ich komme zu dem Ergebnis, dein Weg ist stimmig für mich. Den kann ich mitgehen. Und dann lasse ich meinen Weg los und brauche den gar nicht mehr. Kommen wir mal ganz praktisch zu einem Beispiel vielleicht. Weil ich habe jetzt gerade hier gesehen, dass jetzt schon der fünfte Schritt dann kommt, dass man die im Alltag umsetzt. Das ist natürlich wichtig, dass das eben auch in dem Alltag Anwendung findet. Dass man diszipliniert. Eben auch entsprechend das einhält. Weil man ja auch weiß, dass es ansonsten beim anderen zu Verletzungen führen würde. Und dass man natürlich auch regelmäßig dann reflektiert, ob die Kompromisse immer noch stimmig sind. Also ein Kompromiss, der einmal geschlossen wurde und stimmig war, der kann in zwei Monaten, vier Monaten, drei Jahren unstimmig werden. Weil sich Dinge verändern. Das heißt, dir gilt es dann auch regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen, in sich hineinzuhorchen, ob sich das immer noch gut anfühlt. Die typische Frage, die jetzt bei Paaren entsteht, ist, was ist denn wenn? Weil jetzt haben wir gesagt, findet stimmige Kompromisse. Das mag vielleicht bei einem Restaurantbesuch ganz einfach noch funktionieren. Jetzt haben wir ein paar da sitzen, oder ihr vielleicht. Und ich sage, ich möchte ganz gerne, dass mein Kind durch Strafen erzogen wird. Und du sagst, ich möchte ganz gerne, dass mein Kind, wie würdest du es, nimm eine Gegenposition ein. Also ich möchte gerne, dass mein Kind liebevoll, sympathisch, bedürfnisorientiert begleitet wird. Ja. Und jetzt ist ja die Frage, wie finden wir beide denn einen stimmigen Kompromiss, rein praktisch, der sich für beide gut anfühlt. Weil wenn wir jetzt unser Kind so erziehen, wie du das möchtest, und das nicht bestrafen, fühle ich mich schlecht. Weil ich habe das Gefühl, dass das hilft, wenn wir das Kind bestrafen. Das hat bei mir auch geholfen. Ja, man muss auch mal konsequent sein, genau. Ich habe es ja auch strafen gekriegt. Und das ist mir zu locker, wie du das machst. Das Kind, das tanzt uns spätestens in der Pubertät auf der Nase um. Ja, genau. Der erste Schritt wäre jetzt zu sagen, dass man fragen würde, warum möchtest du das? Das hast du ja gerade schon so ein bisschen angeteasert. Weil du hast das selber so erlebt. Das ist jetzt ein fiktives Beispiel natürlich, aber du hast das selber so erlebt. Und du hast da Erfahrung mitgesammelt. Das könnte ich natürlich erst mal, also ich würde vielleicht meine Bedürfnisse oder warum mir das wichtig ist hervorbringen. Dann stehen wir beide dann mit unserem Bedürfnis und sagen immer noch so, das matcht nicht. Dann könnte ich dich jetzt mal fragen, glaubst du denn, dass es dir wirklich gut getan hat? Also, was ist das? Was siehst du für Konsequenzen sozusagen aus deiner Erfahrung? Dann sagen häufig die Menschen, ich bin, wie du siehst, ja sehr erfolgreich geworden. Ich bin groß geworden, erwachsen. Ja, wenn sie alle, groß, wenn sie alle. Genau, das ist ein gängiger Spruch dann, groß geworden. Okay, also was dann jetzt an der Stelle hilft, ist ja häufig neues Wissen reinzugeben. Also mal gucken, wie ist denn der aktuelle Stand zum Beispiel, dass man sagt, Mensch, okay, dein Erziehungsstil gibt es, mein gibt es, lass uns dazu mal aktuell, aktuelle Literatur wälzen, aktuelle Podcasts hören. Was sind denn die aktuellen psychologischen, pädagogischen Stände, an denen man sich zum Beispiel orientieren könnte? Dafür müssten natürlich beide offen sein, zu sagen, okay, wir lassen jetzt mal von unserem Standpunkt ab. Wir verlassen die subjektive Haltung und gehen in die wissenschaftliche, objektive Haltung zu diesem Thema, holen uns Wissen rein. Wäre eine Variante. Das wäre eine Variante. Dann ist natürlich der Punkt, dass wir beide ja, wie du schon sagst, Bedürfnisse oder vielleicht auch Ängste, Ängste haben. Ich hatte ja so die Angst geäußert, dass uns irgendwann unser Kind auf der Nase rumtrampelt, wenn das eben nicht zwischendurch mal Strafen kriegt und gelenkt wird. Jetzt könnte man natürlich sagen, okay, was könnten denn, so wie im Öko-Check, mögliche negativen Konsequenzen sein, wenn man das Kind eben bedürfnisorientiert und nach Sinngebung erzieht und nicht mit Strafen arbeitet? Dann hätte ich vielleicht irgendwie drei, vier Ängste, wo ich sage, das könnte passieren. Und dann fragt man sich, wie im Öko-Check, was können wir denn tun? Was kann man verändern, damit diese Konsequenzen nicht eintreten, selbst wenn wir ohne Strafen arbeiten? Zum Beispiel. Oder man könnte ja auch sagen, wo treffen wir uns in der Mitte? Also da sind wir vielleicht zum Beispiel, jetzt mal, wenn wir da bei dem Beispiel bleiben, bei der gewaltfreien Kommunikation und bei der elterlichen Führung. Also zu sagen, okay, wir machen nicht laissez-faire, sondern finden vielleicht uns beide wieder als Elternpaar bei einer elterlichen Führung, wo es darum geht, natürlich auf die Beziehung zu gehen. Die Bedürfnisse einzugehen, aber einfach auch bei bestimmten Themen wie Zähneputzen, Verkehrssicherheit, Gesundheit, zu sagen, da kommen vielleicht die Ängste hervor. Das Kind könnte uns auf der Nase rumtanzen. Und dann zu definieren und zu sagen, das ist auch gar nicht das, was ich meine. Also ich möchte auch, dass mein Kind nicht auf die Straße läuft und vor das Auto rennt, sondern ich möchte auch, dass das Kind lernt, aber vielleicht ohne eine Strafe lernt, sondern durch Erklärung. Aber auch durch Klarheit lernt, was geht und was geht nicht. Man könnte sich auf Familienregeln einigen, die man zusammenentwickelt. Also das ist natürlich Arbeit. Und man könnte natürlich den einfachen Weg gehen und sagen, wir verharren jetzt jeder an unserem Standpunkt. Und wenn es nicht klappt, ja, dann trennen wir uns. Das ist ja manchmal so das Letzte, was nach zwei Stunden Diskussion irgendwann immer so fällt. So dieses, ja, anscheinend sind wir so unterschiedlich, dann lass uns das auch beenden. Naja, ich könnte jetzt ja auch dann, durchaus in dem Weg meinst, ein Stück aufweichen, du jetzt ja auch. Und ich verstehe, dass Dinge ja auch eine natürliche Konsequenz haben, die ich einem Kind aufzeigen kann. Genau. Also ich kann natürlich sagen, wenn du das und das machst, dann bekommst du eine Strafe von mir, die eigentlich häufiger mit dem, was man getan hat, gar keinen kausalen Zusammenhang hat. Oder ich kann sagen, wenn du das und das machst, wird das für dich in der Zukunft die und die Auswirkungen haben. Also wenn du keine Zähne putzt, hat das in der Zukunft die Auswirkungen, dass Schmerzen auf dir kommen. dass Schmerzen auf dich zukommen. Gut, wer sagt jetzt, der kleine zweijährige Tim, ja, das ist mir egal. Das ist auch okay, dass er das trotzdem dann in dem Moment nicht mag. Aber dieses Wiederholen der natürlichen Konsequenz für sein Leben und dass er den Sinn dahinter versteht, das macht irgendwann Klick. Irgendwann kommt der Punkt. Aber bis dahin muss man natürlich sich da durchkämpfen und immer wieder den Sinn erklären. Genau, und ich glaube auch da diese elterliche Führung. Also dass der andere dann auch sieht, ne? Gut, jetzt kommen wir gerade ins Erziehungsthema rein. Aber ich meinte jetzt von der Haltung her, dass der andere, dass der andere auch sieht, dass man nicht dagegen anarbeitet in diesem Kompromiss, sondern dass man in diesem Wir-Gefühl bleibt und sagt, lass uns doch denn konkret mal zusammen die Sachen besprechen, die dir besonders wichtig sind, warum du diese Haltung hast. Genau, die Kernfrage lautet, das ist die wichtigste Frage dann, um einen stimmigen Kompromiss zu finden, was können wir beide tun, lernen oder verändern, damit es für beide stimmig wird? Und das erfordert ein gewisses Maß an Kommunikation, Kreativität, neues Wissen, Fragen, wie andere das lösen, Experten dazuholen, was auch immer einem hilft, um auf diesen stimmigen Weg zu kommen. Und das mag sich wie viel Arbeit anfühlen, aber wenn man sich überlegt, dass man vielleicht ein Thema in drei, vier intensiven Gesprächen zu einem richtig guten Kompromiss führt, wo beide sich richtig wohl mitfühlen, was ein Thema ist, was ansonsten droht, jeden Tag zur Belastung zu werden, weil man jeden Tag unzufrieden darüber ist, wie der andere das mit der Kindererziehung macht und sich jeden Tag unzufrieden darüber ist, jeden Tag ärgert, immer wieder in Streitigkeiten gerät, dann merkt man auf einmal, dass diese drei, vier intensiven Gespräche so viel Energie in Zukunft einsparen, so viel Stimmigkeit erzeugen, so viel Vorteile mit sich bringt, dass man diese Kommunikation eben investieren sollte. Und wenn man das einmal für sich erlebt hat, wie so ein stimmiger Kompromiss gefunden wird und wie diese ständigen Streitigkeiten aufhören und man diese Energie auf einmal einspart, dann ist das danach gar kein Problem mehr, auf diese intensiven Gespräche eingehen. einzulassen, stimmige Kompromisse zu finden. Und die sind ja auch nur bei großen, wichtigen Themen so intensiv. Bei Kleinigkeiten geht das ja schnell. Und dann hat man natürlich auch, wenn man es häufig macht und übt irgendwann so ein ganz intuitives Gefühl dafür, dann kann man sehr schnell für sich spüren, ist stimmig, unstimmig. Dann sage ich, nee, ist unstimmig. Du sagst, okay, könnten wir es so und so machen. Ich sage, ja klar, wird stimmig, zack, erledigt. Also bei so kleinen Sachen geht es dann ja auch ganz schnell nachher, wenn das eben so ein automatisiertes Denkmuster geworden ist. Das war eine intensive Folge. Wir haben viel gequatscht, aber auch, glaube ich, ein wichtiges Thema. Ein Thema, was auch sehr viel Mehrwert liefert und einfach total spannend auch ist. Weil sich da so viel drum dreht in den Coachings und das einfach so viel helfen kann und die Beziehung so viel leichter macht. Und wenn man das für sich als Paar dann auch hinbekommt, ja auch die nächste Stufe erreicht, denn das geht ja darum, auch mit den Kindern als Familie stimmige Kompromisse zu finden. Weil das ja durchaus nochmal eine Spur schwieriger werden kann. Wie wir eben beim Zähneputzen zum Beispiel entdeckt haben. Absolut. Wir freuen uns, wenn ihr diese Folge bis hierhin gehört habt und die lange Zeit dran geblieben seid und daraus für euch spannende Erkenntnisse mitnehmt. Wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch gerne mal eine gute Bewertung da oder schaut mal bei uns im Blog vorbei, guckt euch den Videokurs an und wenn ihr merkt, Mensch, wir stecken da doch schon ein wenig tiefer in der Krise. Videos und Podcasts sind erstmal gute Möglichkeiten, aber so richtig raus kommen wir dadurch aus der aktuellen Situation nicht. Dann schaut bei uns auf der Website vorbei, oben rechts Erstgespräch, meldet euch bei uns im Kalender an und dann haben wir ein direktes persönliches Telefonat, wo wir mal kurz schauen, passt euer Thema bei uns rein, suchen für euch den richtigen Coach, die richtige Coachin aus dem Team aus oder halt direkt bei uns und dann geht's ins Kennden-Gespräch und wir schauen, welches Coaching-Paket ihr mit uns dann durchführen wollt. Vielen Dank fürs Zuhören. Eine gute Zeit. Bis bald. Bis dann.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Stimmige Kompromisse beruhen auf einem Gleichgewicht zwischen Denken und Körpergefühl, nicht auf bloßer Einigung.
  2. Faule Kompromisse entstehen, wenn eine Person ihre Bedürfnisse zurückstellt, um Harmonie aufrechtzuerhalten, was zu Unzufriedenheit und Verletzungen führt.
  3. Der innere Kompass – aus Basisgefühl und Denken – zeigt, ob ein Kompromiss stimmig oder unstimmig ist; ein Ungleichgewicht führt zu emotionalen Belastungen.
  4. Faule Kompromisse in der Beziehung, wie z. B. in der Erziehung oder im Wohnort, führen zu einem Ausgleichsverlust, Verhärtung und einem Rückzug von emotionaler Zugehörigkeit.
  5. Stimmige Kompromisse entstehen durch bewusste Gespräche, gemeinsame Reflexion und das Nachvollziehen von Bedürfnissen, nicht durch eine bloße Konsensbildung.
  6. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung (z. B. durch Themencluster) verhindert Überforderung und ermöglicht langfristige, zufrieden stimmige Lösungen.
  7. Ein stimmiger Kompromiss erfordert nicht zwangsläufig die Mitte, sondern eine gegenseitige Akzeptanz von jeweiligen Wegen, die für beide funktionieren.
  8. Regelmäßige Reflexion ist notwendig, da Kompromisse im Laufe der Zeit verändern und unstimmig werden können.

Summary:

Stimmige Kompromisse in der Beziehung sind entscheidend für Harmonie, Zufriedenheit und emotionale Verbindung. Im Gegensatz zu faulen Kompromissen, die oft nur oberflächliche Harmonie schaffen und eine Person benachteiligen, beziehen sich stimmige Kompromisse auf ein Gleichgewicht zwischen Denken und Körpergefühl. Der innere Kompass – bestehend aus Basisgefühl und Denken – zeigt, ob ein Kompromiss wirklich für beide Seiten stimmig ist.

Faule Kompromisse, wie sie beispielsweise in der Erziehung oder Finanzen entstehen, führen dazu, dass ein Partner seine Bedürfnisse zurückstellt, was zu Verletzungen, Verhärtung und einem Gefühl der Isolation führt. Diese entstehen, weil ein Ausgleich von Geben und Nehmen fehlt und emotionale Wunden sich anhäufen. Eine effektive Lösung entsteht durch eine strukturierte, schrittweise Anleitung: Individuelle Reflexion, offene Gespräche, Themenkomplex für Themenkomplex Bearbeitung und gemeinsame Entwicklung von Lösungen.

Dabei wird nicht nur das Bedürfnis, sondern der Grundgedanke dahinter erkannt. Ein stimmiger Kompromiss entsteht nicht durch eine Mitte, sondern durch gegenseitige Anerkennung der jeweiligen Werte und Bedürfnisse. Zusätzlich ist regelmäßige Reflexion notwendig, da sich Lebensumstände verändern und Kompromisse im Laufe der Zeit unstimmig werden können.

Durch diese Praxis entsteht ein stärkeres Gefühl der Zugehörigkeit, mehr gegenseitige Anerkennung und langfristige Stabilität in der Beziehung.

FAQs

Ein stimmiger Kompromiss entsteht, wenn das Denken und das Körpergefühl (Basisgefühl) übereinstimmen. Er ist nicht nur ein „Mittelpunkt“, sondern ein Kompromiss, der für beide Seiten gut und wohlfühlend ist.

Faule Kompromisse verletzen das innere Gleichgewicht und führen dazu, dass mindestens eine Person ihre Bedürfnisse zurückstellt. Dadurch entstehen Frust, Unzufriedenheit und eine Abnahme des gegenseitigen Respekts.

Man sollte das Denken mit dem Basisgefühl vergleichen. Wenn sich beide übereinstimmen – etwa bei der Vorstellung eines Ereignisses – und keine innere Spannung mehr herrscht, ist der Kompromiss stimmig.

Er führt zu einem ungleichgewogenen Gefühl, wächst der Frust und die Kommunikation wird enger. Langfristig entstehen Verletzungen, ein Gefühl der Isolation und eine Abnahme der Zufriedenheit.

Man sollte nicht zwangsläufig in der Mitte sein. Es reicht, wenn jeder seinen eigenen Weg hat, der sich für den anderen als stimmig erweist – ohne dass beide aufgeben müssen.

Zugehörigkeit entsteht, wenn beide Parteien das Gefühl haben, verstanden und anerkannt zu werden. Dies fördert ein echtes Wir-Gefühl und verhindert Gewinner- und Verlierer-Denken.

Chat with AI

Loading...

Pro features

Go deeper with this episode

Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.