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Stepstone-CEO Dettmers über steigende Löhne, Automatisierung und die Arbeitswelt der Zukunft

from Handelsblatt Disrupt - Der Podcast über die Zukunft der Wirtschaft

54m 25s

Stepstone-CEO Dettmers über steigende Löhne, Automatisierung und die Arbeitswelt der Zukunft

Der Arbeitsmarkt bleibt ineffizient und zeigt massive Probleme bei der Passgenauigkeit zwischen Arbeitnehmern und Unternehmen. Stepstone, eine führende Jobbörse mit 3.600 Mitarbeitern und 100 Millionen abgewickelten Bewerbungen, nutzt umfangreiche Datenanalysen, um Menschen und Unternehmen effizienter zu verbinden. Im Gegensatz zu traditionellen Jobbörsen analysiert Stepstone nicht nur Lebenslaufen, sondern lernt aus Nutzerverhalten – wie Gehaltsabfragen, Bewertungen oder sozialen Plattformen –, um ein tiefes Verständnis von Fähigkeiten, Interessen und Persönlichkeiten zu gewinnen. Dies ermöglicht ein realistisches und flexibles Matching, das über klassische Stellanzeigen hinausgeht. KI spielt dabei eine entscheidende Rolle, indem sie relevante Fragen an Nutzer stellt und thematische Felder wie Musik, Freundschaften oder Berufe erkundet. Der Fachkräftemangel ist nicht ausreichend durch Zahlen, sondern durch eine schlechte Verteilung der Menschen auf die richtigen Berufe erklärt. Zudem wird deutlich, dass die Arbeitswelt zunehmend flexibler wird: Kürzere Kündigungsfristen und eine stärkere Jobwechselbereitschaft verbessern die Zufriedenheit und Lebensqualität. In Zukunft werden kreative und problemlösende Fähigkeiten – nicht technische Programmierkenntnisse – entscheidend sein. Die Ausbildung und Bildungssysteme müssen daher angepasst werden, um kritisches Denken, Resilienz und soziale Kompetenzen zu fördern. Automatisierung führt zwar zu Herausforderungen, aber auch zu neuen Arbeitsplätzen, was eine positive Entwicklung darstellt. Gleichzeitig wird der Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte intensiver, insbesondere durch internationale Migration, was Deutschland als Weltmacht im Arbeitsmarkt positionieren muss. Der Einsatz von KI und Daten wird entscheidend für die Zukunft der Arbeit sein, ohne dass das menschliche Potential und die Kreativität verloren gehen.

Transcription

9943 Words, 63301 Characters

German
Der Arbeitsmarkt ist ein riesen Markt, ist immer noch komplett dysfunctional, funktioniert nicht, viele Menschen haben nicht den richtigen Job, viele Unternehmen finden keine Mitarbeiter, also da gibt's noch Potenzial und ich glaube, wenn man sich mal anschaut, was macht der Unternehmen in der Zukunft aus, dann ist es im Wesentlichen die Fähigkeit, die richtigen Mitarbeiter zu finden. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Handelsblatt Disrupt, dem Podcast über neue Ideen, Disruption und die Zukunft der Arbeit in der digitalen Welt. Mein Name ist Sebastian Matthes und ich begrüße Sie wie immer ganz herzlich aus unserem Podcast Studio hier in Düsseldorf. Es gibt viele Kinder, zu viele Kinder, die immer noch als Analphabeten Deutsche Schulen verlassen und es gibt Lehrpläne und Unizugangskriterien, die wie in alten Zeiten immer noch ausschließlich auf Noten basieren, anstatt auf die für die Zukunft so wichtigen Fähigkeiten, wie Kreativität und Problemlösung. Und es gibt immer noch zu viele Arbeitgeber, die sich einfach nur an gradlinigen Lebensläufen festhalten. Das zumindest sagt Sebastian Dettmaß erst seit zwei Jahren globaler Chef der Jobberse Stepstone und genau zu diesen Themen wird ja auch im Sommer ein Buch veröffentlichen. Zu Stepstone kurz, die Firma wurde vor einem guten Viertel Jahrhundert in Oslo gegründet, gehört heute zum Axel Springerkonzern und bezeichnet sich als führende E-Recruiting-Plattform, das heißt, und 3.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 30 Ländern und 100 Millionen abgewickelte Bewerbungen pro Jahr. Und wenn jemand Einblicke in die Trends- und Entwicklung auf diesem Arbeitsmarkt hat, dann ist es Stepstone durch diesen gigantischen Datenschatz. Wie die Zukunft, also dieses Arbeitsmarkt, aus Stepstone Perspektive aussieht, warum so viele Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer trotz Corona aktuell wechselwählig sind und wie es mit dem angetieserten Börsengang des Unternehmens aussieht, das werde ich jetzt mit Sebastian Dettmaß persönlich besprechen, der gleich zu mir in Studio kommen wird. Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter. Bleiben Sie dran. Cybersecurity, KI und dann wollen auch noch alle Remote arbeiten. Wie soll ich mich dann auch noch darum kümmern? Müssen Sie doch nicht. Ach nee, und wer macht es dann? Na, Wodafon Business. Stimmt. Wir haben die passenden Services für jedes Unternehmen, von IT-Sicherheit über KI-Tools bis zum flexiblen Arbeitsplatz. Alles aus einer Hand. Zusammen für ihr Business. Wodafon. Und damit kommen wir zu Sebastian Dettmaß, der jetzt hier bei mir im Studio ist. Hallo Sebastian. Ja, Hallo Sebastian, schön hier zu sein. Wir wollen ja heute über die Zukunft der Arbeit sprechen. Vorher wollen wir aber über euch sprechen. Sebastian ist 26 Jahre alt, wurde mal in Oslo gegründet und gehört heute zum Springerkonzern. Und die Plattform ist ja einer der Pioniere unter den Jobbörsen, der man so will. Allerdings wurde das in Unternehmen auch in einer Zeit gegründet, in der der Arbeitsmarkt noch fundamental anders aussah. Damals noch, ich erinnere mich daran, mussten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Unternehmen bewerben. Heute ist ja ganz oft umgekehrt. Ist die Zeit für Jobbörsen nicht längst vorbei? Brauchen wir so was wie Stepstone eigentlich noch? Also es kommt auch voran. Ich glaube, so etwas wie Stepstone von 1996. Brauchen wir heute nicht mehr überall. Ich glaube, in manchen Bereich brauchen wir es durchaus noch. Aber wir haben uns ja weiterentwickelt. Und mittlerweile geht es ja nicht mehr darum. Ich sage mal eine klassische Stellanzeige zu digitalisieren, sondern Unternehmen mit Menschen, mit Talenten zusammenzuführen. Und das ist etwas, was wir machen und das etwas das funktioniert digital, einfach ganz hervorragend und funktioniert heute, ehrlich gesagt besser den je. Wenn das so ein bisschen hinter die PR-Fassade gucken, was macht ihr wirklich? Was könnt ihr, was andere nicht können? Ja, ich glaube, es geht im Wesentlichen darum, Menschen zusammenzubringen. Und das ist, wenn man das mal überlegt, als technisches Produkt ziemlich kompliziert. Denn auf dem Papier gibt's ein Lebenslauf, auf dem Papier gibt's eine Stellanzeige. Aber hinter jedem Lebenslauf steckt ein Mensch und der bringt mehr mit, als du seine Fähigkeiten, der bringt eine Persönlichkeit mit, der bringt auch bestimmte Interessen mit. Und Unternehmen bringt nicht nur einen Job mit, sondern das bringt ein Team mit, das bringt eine Kultur mit. Und das miteinander zu matchen ist eine große Datenherausforderung, weil es unglaublich viele Datenpunkte sind und jeder Mensch ist unterschiedlich und jedes Unternehmen ist unterschiedlich. Und unsere Aufgabe ist es und die haben überhaupt noch nicht gelöst, das technisch abzubilden. Wahrscheinlich, wenn ich jetzt einen anderen Vertreter, einer anderen Jobbörser eingeladen hätte, dann würde die Person wahrscheinlich ungefähr so was ähnlich essen erzählen. Es gibt ja in Deutschland, da habe ich gelernt, weit über 1.000 Jobbörsen und fakt ist ja auch die Konkurrenz wird immer stärker, nicht nur unter Jobbörsen, es gibt das Social Media, wie oft sehe ich jetzt mittlerweile über Twitter, Werbung für Jobs, Leute, die einstellen, linkt in geht, in das Feld und neuerdings ist ja auch noch Google mit an Bord, Google durchforstet alle Jobbörsen, so eine Artenmetersuchmaschine für Jobs geworden. Und ist dadurch ja durchaus, damit durchaus erfolgreich, wie du man eigentlich als kleines europäisches Unternehmen gegen solche Wettbewerber auf Dauer bestehen? Erst mal formuliert, genau das was du gesagt hast positiv. Also Big Opportunities and Tracked Big Players, der Arbeitsmarkt ist ein riesen Markt, ist immer noch komplett dysfunctional, funktioniert nicht, viele Menschen haben nicht den richtigen Job, viele Unternehmen finden keine Mitarbeiter, also da gibt es noch Potenzial und ich glaube, wenn man sich mal anschaut, was machst du Unternehmen in der Zukunft aus, dann ist es im wesentlichen die Fähigkeit, die richtigen Mitarbeiter zu finden. Also, das ist logisch, dass alle großen Unternehmen sich irgendwann mit der Frage beschäftigen, wollen wir eigentlich auch in den Markt rein. Wir finden das super, weil wo hast du mal die Chance, in einem Unternehmen zu arbeiten, was ich wirklich mit dem besten Teams auf der ganzen Welt misst. Also die Chance haben wir und das finden wir erst mal super attraktiv. Aber so, so attraktiv fandet ihr das mit Google ja doch nicht, ihr seid ja immer hingegen Google vorgegangen. Ja, ich glaube, man muss das ein bisschen auseinanderhalten, Google und das ist ja die Argumentation, hat ist ein tolles Produkt, nutze ich, nutzt du auch, hat eine total dominierende Stellung im Bereich der generellen Suche. So und jetzt versucht Google natürlich diese Positionen zu nutzen, um auch im bestimmten, man sagt, "Wir tekelts rein zu gehen." Man schild eigentlich immer die Wettbewerber in den Fällen an. Und versucht das zu tun? Und ich glaube, da sind wir nicht die einzigen, sondern da sagen auch die Wettbewerbsüter, das geht nicht, du kannst nicht eine quasi monopolisituation in einem Bereich nutzen, um ein anderer Märkte einzutoregen. Und so, da sind wir dagegen vorgegangen. Aber ich glaube, insgesamt ist es schon gut für die Industrie, dass es so viel Wettbewerb gibt, dass auch große Technen und schon Unternehmen da reinkommen, weil das treibt die Innovationskraft. Also es gab eine Zeit, ich habe vor zehn Jahren was der pson angefangen, da gab es weniger Wettbewerb, da gab es einfach auch weniger Innovation. Und das hat sich total geändert und das macht zumindest für mich das Arbeiten attraktiver und ich denke auch für die Reste um der Mitarbeiter. Aber nochmal die Frage, warum werdet ihr gegen Google überleben? Oder ist es jetzt einfach nur so ein Schlachtruf, um noch ein paar Jahre über die Runden zu bringen, Börsengangen auf die Reihe zu kriegen und dann was anderes zu machen? Nein, ja, wir haben gerade das erfolgreichste Jahr der Geschichte hinter uns. Also hatte Nokia auch als das iPhone auf dem Markt kam. Na, ich, ok, jetzt bist du sehr provokative, dann sage ich es mal ein bisschen detaillierter. Wir sind auf das fokussiert, was wir tun, Menschen in Job zu bringen und Unternehmen dabei zu helfen, Mitarbeiter zu finden. Und ich habe das eben beschrieben, dass ist ein sehr komplexes Datenproblem. Und wir haben fast 4.000 Mitarbeiter, die sich ausschließlich mit dieser Frage beschäftigen. Wenn du jetzt ein Generalist bist und du machst alles Mögliche, dann nutzt du es wahr, deine Fähigkeit vielleicht in der generellen Suche habe, die Kompetenz mitzubringen herauszufinden, was hast du dafür ein Profil, was hast du für Nutzer und wie konvertierst du den, um es mal technisch zu sagen in ein Job, das ist etwas, was wir aufgebaut haben? Was sind das dann genau, also was für Dinge kann man damit Daten machen, an die jetzt sogar keiner denkt? Ich glaube, es sind mehrere Dinge. A. geht's erst mal darum, wenn es darum geht, Mitarbeiter zu rekrutieren, herauszufinden, wo gibt's eigentlich noch Mitarbeiter? In faß allen Branchen wird gesagt, wir leiden unter dem Fachkräftemangel, das habe ich gerade gelesen, die Werbargentoren sagen, dass die Lehrer sagen, dass die Pflegekräfte, das Handwerk, alles sagen, es gibt's wenig Leute und das ist einfach auf so. Und jetzt geht's darum, erstmal herauszufinden, wo gibt es diese Menschen und das funktioniert nicht nur, indem du sagst mal auf, hier gibt es Jobs, sondern es gibt auch bestimmte Signale, die identifizierst du. Wir haben zum Beispiel in Deutschland die größte Gehaltsplattform, Gehalt D, und da kommen Menschen drauf, die sagen, ich möchte mal mein Gehalt checken. Und wenn jemand sein Gehalt checkt, dann ist der Schritt, den Arbeitgeber zu wechseln, nicht mehr ganz so weit. Also das ist eine Fähigkeit, die wir mitbringen, ne? Eine tolle Plattform kann es dein Gehalt checken und dann wisst auch relativ nah an der Job-Suche. Das Zweites aber tatsächlich, über all diese Interaktionen, etwas über die Nutzer zu lernen. Der Gehaltsdatenpunkt ist ein super Proxy, um zu verstehen, was ist das für jemand? Was für ein Job hat der? Was für ein Job-Titel? Bei welcher Firma arbeitet der? Wo arbeitet der? Wie viel Geld verdient der? Und das verrät uns extrem viel über dieses Profil, sodass aus Matching hinten raus zu einem Job viel besser funktioniert. Das war das Thema gehalt. Ein zweites Thema sind Arbeitgeberbewertungen. Auch da lernt's du unglaublich viel darüber, wo nach Sucht eigentlich jemand? Geht's dem wirklich darum, mehr Geld zu verdienen? Oder möchte der bei einem attraktiveren Arbeitgeber arbeiten? Oder möchte er für einen gut Kurs arbeiten? Und ich glaube, diese ganzen Informationen zu extrahieren, aus den Interaktionen mit den Nutzern. Das ist etwas, was wir besonders gut können, weil wir so viele Services anbieten. Oder es macht kein Generalist. Du hast mal gesagt, ihr könnt viel von Tinder lernen? Was kann man denn von der Dating-Plattform lernen? Ja, ich glaube, wenn du so an die Anfangs Zeiten eigentlich von vielen Plattformen denkst, sowohl von Job-Plattformen, also von Dating-Plattformen, dann ging's immer am Anfang darum, erst mal ganz lange Fragebürgen auszufüllen und ganz viele Formationen zu hinterlassen. Und dann irgendwann, nachdem du das eine halbe Stunde lange tagen hast, konntest du dem wieder ein Partner suchen oder konntest ein Job finden. Was wir von Tinder gelernt haben, ist, dass es eigentlich nicht immer dieses riesige Ausfüllen von Datenpunkten gibt, sondern dass darum geht, relevante Informationen zu haben und dann den Menschen schnell mit Menschen Kontakt zu bringen. Bei Tinder hinterlasse ich nur ganz wenige Informationen. Ich habe mich mal jemand von Tinder unterhalten, wie das funktioniert und war ganz beeindruckt, wie Menschen, die wenigen Informationen, die auf Tinder sind, Deche frieren. Ich schaue mir einen Vornahm an und schließe auf den so zu demografischen Hintergrund. Ich schaue mir den Text an, den jemand schreibt, dann schließe auf die Bildungshintergrund. Ich schaue mir das Foto an und schließe darauf, was für ein Freundeskreis hat dieser Mensch oder was für ein sozialen Umfeld bewegt er sich. Wir sind also in der Lage, all diese Informationen zu die Schiffrieren. Das können wir gut finden oder schlecht finden, aber so funktionieren wir Menschen. Und ich glaube, so ist auch bei der Jobsuche. Es geht darum, möglichst schnell Menschen mit Menschen zusammenzubringen, den wir uns erschätzen, unsere eigene Fähigkeit, jemand anders zu beurteilen. Das können wir oft besser als eine Maschine. Es geht also nicht immer darum, riesige Datenschätze aufzubauen, sondern es geht darum, relevante Daten aufzubauen, aber dann möglichst schnell einen Kontakt herzustellen. Und da kommt dann ja irgendwann auch KI ins Spiel, um das sogar noch zu unterstützen, welche Rolle spielt das bei euch? Wenn wir eine ganz große Rolle, weil die relevante Frage ist ja eigentlich, was ist die nächste Information, die ich brauche? Was ist die nächste Intaktion, die ich auch? Wenn ich mich jetzt nehmen wir mal an, wie haben wir ein Date? Dann stelle ich mir ja immer die Frage, was möchte ich eigentlich als nächstes von dir wissen? Vielleicht möchte ich wissen, wie du aufgewachsen bist. Vielleicht möchte ich wissen, was du ein Job hast. Vielleicht möchte ich wissen, was du Freunde du hast. Weil das ist für mich relevant. Und das sind unterschiedliche Fragen, die unterschiedliche Menschen stellen. Die KI hilft uns dabei, Menschen nicht erst mal mit Fragen zu beladen, mit Eingabe-Masten zu beladen, sondern die richtige Fragen zu stellen. Und technisch heißt das eigentlich ein bisschen anders, technisch heißt das, die richtigen Interaktion mit einem Nutzer zu haben. Vielleicht vielleicht mal mit Spotify, was Spotify gehst du rein? Und das sind wir diese Vorschläge. Aber das ist nicht immer, möchtest du jetzt dir eine Beatles-CD anhören. Das kann auch sein, möchtest du jetzt die aktuellen Schadz hören. Möchtest du jetzt Montag-Mander-Bluß-Musik hören? Also, du wirst abgeholt und verschiedene thematische Felder reinzuspringen. Und darüber lernt Tinder, was möchtest du eigentlich gerade hören, was für ein Typ bist du? Nicht Tinder, Spotify. Ich hab mich im Vorbereitung auch ein bisschen im Internet umgeschaut, wie eigentlich über Steps-Down so geschrieben wird. Klar, das Modell kennen wir alle. Es ist für Bewerber kostenlos, aber Firmen zahlen 1000 Euro pro Anzeige, die dann ein paar Wochen auf der Plattform steht. Das funktioniert ja lange prächtig. Wie gesagt, wir haben mit dem Internet so ein bisschen rumschaut. Dann kann man schon fast sagen, dass die auf den Bewertungsplattformen die Kritik nicht nicht überhand nimmt, aber schon auch sehr deutlich zu hören. Es wird immer wieder gesagt, zu unflexibel, zu wenig Rücklauf, am Ende auch zu teuer. Was, wie wird sich die Plattformen verändern, um auf diese Sachen am Ende zu reagieren? Weil am Ende seid ihr ja auch in der Transformation. Ich hatte es zu gesagt, 26 Jahre alt, das waren fundamental anderes Geschäft damals. Wir ja auch Medienunternehmen muss sich dramatisch verändern, aber wahrscheinlich ist die Revolution für euch genauso groß. Am Ende seid ihr nicht mehr in dem Markt, in dem sich die Menschen bewerben müssen, sondern die Unternehmen müssen sich jetzt bei den Fachkräften bewerben. Das redet ja, erst mal zu teuer. Wir haben 145.000 Unternehmenskunden und die waren nie zufriedener als jetzt. Natürlich hast du über 145.000 Kunden, auch mal welche, die man sage, ich bin es nicht zufrieden, aber es gab zu wenig Rücklauf. Ich glaube, du wirst immer solche Reviews lesen. Und je mehr Kunden wir haben, wirst du auch mal ein negatives Review lesen, aber wirst auch mehr positive lesen. Die nächste Frage ist eigentlich, ist das zu teuer. Die durchschnittlichen Kosten pro Einstellung nicht über unsere Plattform, sondern generell im Markt sind ungefähr bei 4.000, 5.000 Euro im Schnitt. Das ist immer noch ein Schnäppchen mit uns zusammenarbeiten, weil wir kosten, wenn ihr das über alles legst, vielleicht 20% davon. Von daher würde ich mal sagen, wenn du das siehst, als das digitale veröffentliche in einer Stellanzeige, wird eine Stelle zu setzen, dann ist es ausgesprochen günstig. Also ich glaube, von daher sind unsere Kunden, das können wir so sagen, durch die Bank sehr zufrieden und waren eigentlich nie zufriedener als jetzt. Nichtsdestotrotz geht es ja darum, wirklich die Mitarbeiter zu finden. Du sagst das gerade selbst auch und das wird immer schwerer. Es sind viele, wie man in Bewertung ließ, nicht so zufrieden mit dem Erfolg, was ein natürliches Überraschendes in der aktuellen Lage ist. Aber wie wird sich es so ein Unternehmen, wie Stepstone, auch verändern, mit welchen Instrumenten, welche Wege gibt es? Wirklich an die Menschen in Zukunft noch zu kommen. Es gibt ja mittlerweile auch Plattformen, auf denen sich Unternehmen nur noch bei den Mitarbeitenden bewerben. Ist das eigentlich die Zukunft? Das Interessante ist, wir haben ja eigentlich gar nicht so sehr ein Fachkräfteproblem, wenn man das mal genau nimmt, sondern wir haben ein Verteidungsproblem. Also, so eine Plattform wie Stepstone, ich bin mir an Deutschland, wir sind ja international unterwegs, hat pro Monat ungefähr 17 Millionen Visits. Und da sind jetzt ein bisschen mehr als 100.000 Jobs auf der Plattform. Also, eigentlich könntest du ja sagen, du kannst all diese Jobs doppelt und dreifach besetzen. Es geht vor allen Dingen um die Verteilung der Leute auf die richtigen Jobs. Und das passiert durch, dass sie eben angesprochen, nicht nur darüber, dass sich Menschen auf die Startseite gehen, Jobs suchen und sich bewerben, sondern es funktioniert auch darüber, dass wir Menschen Jobs vorschlagen. Also, jeden Tag passiert das mehrere Millionen Mal, dass wir relevante Jobangebote jemanden zuschicken. Per Mail, Per Push Notification, also direkt auf Smartphone oder per WhatsApp. Und dann sehen dies. Und wir machen auch Dinge, dass wir tatsächlich, wenn ein Unternehmen eine Stellanzeige veröffentlicht, direkt passende Bewerber-Profile zu Vorschlagen. Das nehmen wir Autonomist Matching. Und dann können diese Unternehmen sagen, soll ich laht denjenigen jetzt ein. Und insofern, dass, was wir früher so kontrastiert haben, als es gibt dieses aktive Bewerben. Und es gibt die aktive Suche nach passiven Kandidaten, das verschmills dem Grunde genommen. Und der größere Teil unserer Performance kommt gar nicht mehr daher, dass Menschen zu uns auf die Seite kommen und einen Jobs suchen, sondern wirklichkeit, dass wir die Verbindung herstellen, zwischen Jobs suchen und Unternehmen. Da muss ich gerade einen Link inden denken. Wie machen das ja auch sehr intensiv? Wie nehmen wir Link in? Ist ja schon auch noch so einer der großen Player, die euch richtig gefährlich werden können, oder? Ja, also Link, der ist ein tolles Unternehmen. Und ich glaube, du bist auf Link, denn ich bin auf Link. Wahrscheinlich sind viele Zuhörer auch auf Link. Und finde auch ein Job. Der Arbeitsmarkt besteht ja nicht nur aus dir und mir, sondern der besteht auch auf Softwarenwickler, der besteht aus Krankenbeschwestern, der besteht aus LKW-Fahrerern, der besteht aus Leuten, die in Lagern arbeiten und so weiter und so fort. Steppestown bedient all diese unterschiedlichen Jobsegmenten. Insofern gibt es schon mal allein von der Positionierung eine ziemlich große Unterschied. Und dann ist eins ganz wichtig. Viele unserer Kunden nutzen parallel zu Steppestown auch Link in. Und übrigens wir nutzen auch Link in, um mir da weiter zu finden. Also zukünftig wird man die LKW-Fahrer bei Steppestown finden, die Entwickler bei Link drin. Nein, die Software, ich hab die Software entwickelt, da findest du eher was Steppestown. Nein, also du wirst wahrscheinlich ein paar Mitarbeiter überlegt, du wirst auch ein paar Mitarbeiter über andere Plattform finden. Und eine größte Teil, dann damit dabei, wirst du was Steppestown finden. Es ist sehr gespannt, ob das auf jeden Fall, ob das so sein würde, nichtsdestotrotz. Würde ich gerne noch mal auf dieses Prinzip Fachkräftesuche kommen, beziehungsweise erst mal ein bisschen in die Zahlen schauen, wenn ihr in die Daten guckt, was sind umhin eigentlich die fünf am meisten gesuchten Jobs? Wo fehlt's am meisten? Du meiste aus der Unternehmenssicht oder aus der Bewerbersehenssicht. Das sind eigentlich immer noch viele Klassiker. Also wir sehen immer noch, dass IT-Fahrkräfte ganz stark gesucht werden. Ich glaube, das ist überhaupt kein Neuigkeit. Wo entstehen neue Bedarfe, Gesundheitswesen. Also wir haben die stärksten Zuwächse, im Bereich Altenpflege, im Bereich Krankenpflege. Da haben wir eigentlich zwei Trends. Es gibt weniger Menschen, die in diesem Bereich arbeiten wollen. Und es gibt einen riesig ansteigenden Bedarf. Einfach durch eine Althandergesellschaft. Das sind stark anstieg. Im zweiten Bereich ist der ganze Bereich Logistik. Und woher kommt das? Das kommt vor allen Dingen durch E-Commerce. Seit der Pandemie bestellen wir viel mehr online. Und das sieht man so bis auf den Straßenverfahren ist die weißen Kastenwagen. Und jeder Kastenwagen steht ja für ein Produkt, was bestellt worden ist, was irgendwie im Lager kommt, da arbeiten wieder Menschen. Also da gibt es auch einen riesigen Bedarf. Da sehen wir sehr stark ansteigen im Handwerk. Wir merken, dass die offenen Positionen stark ansteigen und nicht nur für Mitarbeiter. Mittlerweile wird das ja auch ein richtiges Nachfolgeproblem. Viele Handwerksbetriebe stehen an, übergeben zu werden. Da fehlen da tatsächlich nicht nur Mitarbeiter, sondern auch die Nachfolger aus dem ganzen Reihe vom Bereich. Und aus Mitarbeitenden Sicht. Wo gibt es den größten Überhang im Moment? Also in welchen Feldern wird am meisten suchen Mitarbeiter am meisten? Ich glaube, es ist schon noch von den Zuchen her ziemlich analog zu dem, was es auch an Jobs gibt. Also es gibt wahnsinnig viele Menschen, die in der IT arbeiten. Es gibt wahnsinnig viele Menschen. Die technischen Berufen arbeiten nicht nur die Ingenieure, sondern auch die Nechatroniker, etc. Nur es ist natürlich von einem zu wenig da. Wo hast du ein Überhang von Zuchen im Vergleich zu dem Job angeboten? Das ist im Grunde genommen nur im unqualifizierten Bereich so. Also die einzigen Menschen, die in Deutschland heute noch ein signifikant das Problem haben, einen Arbeit zu finden ist, wenn du gar keine Qualifikation hast. Davon haben wir noch zu viele. Also das ist in wesentlichen nicht nur ein Bildungsfrage, sondern auch eine weiter Bildungsfrage. Wie kriegst du die fit für den Arbeitsmarkt? Aber das ist ein großes Problem. Da verschenken wir in Deutschland Potenzial. Ja, und das ist ja im Grunde auch zwar nicht schnell zu lösen des Problems, aber auf jeden Fall einen großes Potenzial um den Fachkräftet thematens Stück weit, die problematigen Stück weit zu lindern. Ja, das ist ein großes Potenzial. Nur das kriegt du nicht so ganz kurzfristig gelöst. Das ist meine ich. Wenn du heute 50 Jahre alt bist und du hast nichts gelernt und du findest kein Job, dann wissen wir, dass dieses Problem der Langzeit-Arbeitslosigkeit nicht etwas ist, das sofort gelöst werden kann. Das musst du strukturell angehen. Das beginnt in Wirklichkeit von der Grundschule. Das kein Kind, die Schule verlässt, was nicht lesen und schreiben kann. Davon gibt es noch zu viele sprechen, vielleicht da ja noch drüber. Und das geht natürlich auch darum, dass es genauso wie im Ausbildungssystem, auch im Weiterbildungssystem eine Partnerschaft gibt zwischen Start und Unternehmen, um tatsächlich auch die jetzt schon im Arbeitsmarkt befindlichen Menschen fit zu machen für die Beruf, die wir in 10-20 Jahren sehen werden. Du hast kürzlich eine interessante Aussage gemacht. Zwar hast du gesagt, dass Recruiter in Amerika mehr Geld für die Suche nach LKW fahren, ausgeben als für Softwareentwickler im Silicon Valley. Das an der ziemlich bemerkenswerte Aussage, die auch ziemlich viel verredet. Was sagt uns das über die aktuelle Lage? Naja, ich glaube, wir kennen noch eine Welt in der wir haben das bevor diesem Podcast ein bisschen besprochen, wo man sich noch so beworben hat, aktiv. Und wo man dann ein bisschen gezittert hat, ob man Job findet. Die Zeiten sind vorbei, sondern in dem meisten Beruf, das haben wir eben gesagt, fehlt es an qualifizierten Personal. Und das ist für einige Bereiche ein existenzielles Problem. Wenn du in der Logistik arbeitest und du hast kein Fahrer für dein LKW, dann kannst du die ganze Lieferung nicht liefern. Und dann verlierst du den ganzen Umsatz und dann verlierst du möglicherweise auch deine Kundenbeziehung. Insofern ist das Mission Critical, diesen LKW Fahrer zu finden. Es ist Mission Critical, wenn du heute im E-Commerce tätig bist, dass deine Ware auch am nächsten Tag geliefert wird. Weil wenn du zwei mal die Erfahrung machst als Kunde, dass die Ware nicht ankommt oder drei Tage später kommt, dann bestellt es du woanders. Und insofern, das haben die erkannt und gerade die großen E-Commerce unternehmen. Stänken mittlerweile an Tell-and-Supply-Chain Management. Und sie haben das erkannt, dass der wesentliche Erfolgsfaktor nicht nur im E-Commerce, sondern in der Logistik des E-Commerce. Und das du schaffen musst, dass du über die gesamte Wertschöpfungskette immer ausreichend Personardras in den Lagern und eben auf der Strecke, daher kommt der LKW-Fahrer. Und dann bist du auch bereit, richtig viel Geld dafür auszugeben. Tell-and-Supply-Chain Management, das ist ein neuer Begriff, den ich heute gelernt habe. Du hast es vorhin gesagt, also über die Daten gesprochen haben, dass ihr euch auch sehr genau die Gehälter anschaut. Was passiert eigentlich jetzt gerade bei den Gehältern, es gab ja in den vergangenen Wochen Berichte und Kommentare auch darüber, dass wir in einigen Fähneren richtige Gehaltsblasen sehen, IT-Entwickler-Daten-Expertinnen, die dann bei einem Job wechseln, durchaus mal 30, 35.000 Euro Gehaltsprünge sehen, was seht ihr da in den Zahlen? Es wird ja viel über diese Loan-Spreis-Spirale diskutiert, beginnt die laut euren Analysen schon? Ja, also muss sagen, letztes Jahr war die noch vergleichsweise unaus geprägt, sondern ich glaube, wir werden die großen Effekte erst in 2022 sehen, also 2021 war auch immer noch davon geprägt, dass wir am manchen Bereich sogar kurzarbeit war und entleichen, da wir werden die in 2022 sehen. Wir rechnen damit, dass die Gehälter um 5% steigen, im Durchschnitt, im manchen Bereich in sogar um 10%, und nämlich das 10% klingt so ein bisschen aus der Luft gerufen, allein schon im Mindestlohn bereicht euch die Mindestlohn steigen, hast du im 10% Gehaltsprung, aber du hast es eben angesprochen, vor allem am oberen Ende bei den Software-Entwicklern, bei den knappen Ingenieuren, da sehen wir ganz große Gehaltsprung, da gibt es tatsächlich auch manchmal ein paar 10.000 Euro nach oben, und wir sehen auf einmal Einstiegsgehalter nach dem Studium im sächstädigen Bereich, das hat es bis jetzt praktisch nicht gegeben, und jetzt gibt es das auf einmal. Und warum passiert das? Das ist aus der Volkswirtschaft ganz klassische Preis-Mengenfunktion, und die Menge der verfügbaren Arbeitsangebotes nimmt ab und dadurch stark der Preis. Insofern kann man das so ein bisschen sehen, wie die Infraktionen auf Gehalter ist es natürlich keine Infraktionen und klassischen Sinn, aber es sind einfach große Preistagerungen. Und das ist ja jetzt erst heranfangen, weil die geburten, starken Jahrgänge gehen erst in den nächsten Jahren in Rente, das heißt dieses Fachkräfteproblem wird sich noch sehr deutlich, sehr dramatisch verschärfen, was heißt das für die Gehalter? Also es wird natürlich gehaltssteigerungen geben, es wird auch zu einem gewissen Form, oder in einer gewissen Form, einen Überbietungswettbewerb von Unternehmen geben und uns zur Weibel auf der Fitt ist, wäre es noch schafft, ausreichend mit dabei dazu finden, weil er bessere Gelter zahlt, der wird überleben, der Konkurrente, das nicht bereit ist zu tun, oder der es nicht tun kann, wird möglicherweise nicht überleben, so aber hoffentlich noch etwas zweites passieren. Die Unternehmen werden sich wieder Gedanken darüber machen, wie setz dich mit dabei dann möglichst produktiv ein. Aber was heißt das, es klingt so theoretisch? Na ja, es gibt ja einen ganz praktisches Beispiel. Ich war in einem Café, hier in Düsseldorf, Oma Erika, und dann saß sie jetzt sich mich dahin und dann kamen die Bedienung und sagt, ja, kennen Sie schon unser neues Bedienkonzept, da sagt ich, nein, das kenne ich nicht. Ja, sie müssen Sie jetzt hier bestellen an der zentralen Bestellannahmestelle und dann bringen wir Ihnen das Essen natürlich. Das ist ja interessant. Warum machen Sie das denn so? Hier befinden keine Mitarbeiter. Das ist sehr interessant. Zehnt mal, was macht Ihr noch? Ja, wir haben uns die Speisekarte überarbeitet und wir haben uns die Speisekarte so überarbeitet, dass wir weniger Schnippelarbeiten haben, dass wir einfach effizienter auch aus der Küche herausarbeiten. Dieses Café ist also auf einmal viel produktiver geworden. Und das war es Oma Erika im Kleing macht. Das macht McDonald's im Großen. Da wird mittlerweile ausprobiert. Wie können wir diesen McDrive durchfahrern, meine Bestellung durch so eine Sprechreu aufgebe? Wie können wir das automatisieren, indem wir dort mit Artifisch-Intelligence, mit Robertan arbeiten? Wie können wir die Küche so gut es geht automatisieren und darüber effizienter werden? Und das ist technik. Also das gut ist ein Upgrade auf Arbeit und dadurch entsteht eine teuerwärtige Arbeit. Und die ist, will ich nicht sagen, minderwärtige Arbeit, aber die arbeiten, wo du keine hohe Qualifikation brauchst, die werden wegfallen. Und ich glaube, das wird dann dazu führen, dass wir eben auch in der Pflicht sind, anderen Bildungssystems zu arbeiten und nicht nur einen Upgrade auf Arbeit zu machen, sondern das hat sich auch einen Upgrade auf Bildung. Ich würde gerne noch einen anderen Punkt in die Diskussion einbringen, wenn wir schon über die Unternehmen sprechen und über das Innenleben der Unternehmen und wenn wir an die gehelter denken, die Spreizung ist ja heute schon groß, wird die nicht noch viel dramatischer in den nächsten Jahren, die Gehaltsspreizung? Ja, das ist eine große Gefahr und ich glaube, das ist tatsächlich eine große Sprengstoff. Das wirkt absolut Sprengstoff. Wenn du heute das Thema Mindestlohn, nehmen wir mal 12 Euro oder jetzt von der SPD vorgeschlagenen Mindestlohn, das sind ja umgerechnet ungefähr 25.000 Euro Brutto pro Jahr. Wenn du heute in Düsseldorf lebst, wird ein Bruttogehalt von 25.000 Euro, dann wirst du nie den Traum entwickeln, dir irgendwann mal eine Wohnung zu kaufen, geschweige deinem Haus. Dann ist für dich schwierig eine Familie zu gründen mit vielen Kindern und eigentlich schaust du nur jeden Monat irgendwie, dass du über die Runden kommst. Das ist Realität heute für 10 Millionen Deutsche. Jetzt kann man sagen, wie für Mindestlohn einen um den einen mehr Geld zu zahlen, die Faktor würde ich aber ganz anders sehen. Ich würde sagen, heute leisten wir es uns, viele Menschen durch geringe Entlohnung beschäftigt zu halten, die Stadt tatsächlich diese Arbeit zu automatisieren und dafür zu sorgen, dass die Menschen in höherwertigen Tätigkeiten auch mehr Geld verdienen können. Und ich glaube, das ist der Weg daraus. Wenn wir das Thema Fachkräftemangel noch mal in die Diskussion bringen, dann wurde ja viele Jahre darüber diskutiert, dass möglicherweise künstliche Intelligenz-Algoritmen komm und Millionen Jobs vernichten und die Menschen dann auf der Straße sitzen, nichts mehr zu tun haben. Ich habe langsam das Gefühl, dass die Automatisierung nicht schnell genug ist, um die ganzen Jobs zu lösen, die nicht mehr besetzt werden können, durch den Fachkräftemangel, welcher Seite stehst du da? Nein, deutlich auf der Automatisierungseite. Auch dazu gibt es eine ganze Menge Forschung. Also auf dem ersten Blick ist es natürlich so, dass eine Maschine ein Arbeiter ersetzt. Und zwar ganz praktisch. Der ist ja nicht mehr da. Der ist nicht mehr da. Insofern ist es gut. Aber in der Geschichte, wenn man sich mal anschaut, was ist die letzten 100 Jahre passiert, dann war es doch immer so, dass Maschinen erfunden worden sind. Also vor 200 Jahren haben die meisten Menschen noch in der Landwirtschaft gearbeitet und haben Flugwinter im Pferd durch einen Acker gezogen und mittlerweile macht das ein Traktor. Ja, da sind Arbeitsplätze weggefallen, aber mittlerweile stellen wir Taktoren her, mittlerweile stellen wir digitale Produkte für die Landwirtschaft her und natürlich noch vieles mehr. Kann man jetzt ganz lange darüber sprechen. Es hat sich aber gezeigt, dass die Unternehmen, die in Automatisierung investieren, die in Roboter investieren, die in Algoritmen investieren, über einen längeren Zeitraum mehr Beschäftigungen schaffen als die Unternehmen, die das nicht tun. Also Automatisierung und Digitalisierung führt zu Job aufbau, weil dieses Automatisierung und Digitalisierung schafft ja eben neue Jobs. Und ich glaube, deswegen gebe ich dir völlig recht, wie investieren viel zu wenig in die Automatisierung und Digitalisierung und das tun wir auch, weil wir so einen großen Niedriglohensektor haben. Das schafft eben nicht die Anreize dafür, jetzt in die Automatisierung zu investieren. Das heißt, das Produktivitätsproblem, jetzt für die Volkswirtschaftsexperten unter uns, das die Schwierigkeit ist ja, dass die Produktivität in Deutschland seit vielen Jahren nicht zunimmt. Das liegt aus deiner Argumentation folgend unter anderem an dem großen Niedriglohensektor. In den USA gab es vor, das komme ich immer ganz weit zurück, in den 35,25 Prozent Arbeitslosigkeit. Und dann gab es den New Deal und da wurde auf einmal Mindestlohn eingeführt und eine 40 Stunden Woche. Und in der Folge ist die Arbeitslosigkeit ganz stark runtergegangen. Es gab praktisch Vollbeschäftigung und es gab den größten Produktivitätsschub in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Die Wahrheit ist aber auch, dass da mit dann erst mal Arbeitslosigkeit einhergeht, oder? Ich habe mich nördig beim Vorstand eines großen Handelsunternehmens unterhalten und habe gesagt, sag mal, was würde denn passieren, wenn wir es den Mindestlohn auf 20 Euro setzen würden? Und das sagt der jetzt sofort Katastrophe würde uns komplett die Marge kaputt machen. Und genau dieses Problem, was du gerade beschreibst würde, sogar ein sehr großes Handelsunternehm betreffen. So, was würde passieren, wenn du jetzt das ankündigst, dass du in 10 Jahren bei 20 Euro stehen möchtest? Dann würden wir jetzt investieren in die Automatisierung des Lagers, in die Automatisierung der Kasse. Und das ist genau das, dass wir auch viel langfristig gestanden haben. Und am Ende werden weniger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen, weil eben automatisiert wurde. Das ist halt der wichtigste Teil der Wahrheit, der einfach dazugehört. Aber das ist ja auch genau das, was wir brauchen. Denn es werden in Zukunft in Deutschland viel weniger Menschen arbeiten. Und ich gebe dir meine positive Prognose für das, was in den nächsten Jahren in Deutschland passiert. Bis zum Ende dieses Jahr hunderts klingt noch relativ weit weg, sind aber nur noch 78 Jahre, während in Deutschland mindestens ein Drittel weniger Menschen arbeiten. Damit stehen wir übrigens noch relativ gut da. In China werden das die Hälfte weniger sein. In Spanien wird es die Hälfte, die Tayen wird es die Hälfte sein. Dass diese Prognose beruht, aber auf der Annahme, dass Deutschland ein Migrationsland bleibt. Und da habe ich große Fragezeichen, denn woher kommt heute die Migration, wenn man sich Europa anschaut, vornehmlich aus Polen, aus Rumänien, dass in Länder der geht, die Zahl der Bevölkerung auch um 60 Prozent zurück, also das wird auch Versiegen und insofern wir müssen ein Modell. finden, wie wir mit weniger Fachkräften, weniger Arbeitnehmern auskommen in Deutschland. Ja, weil netto 400.000 ein bisschen zu wandern, um das Arbeitskräfteangebot konstanzuhrhalten. Wo sollen die herkommen in den nächsten Jahren? Also das Potenzial, Migration nach Deutschlands zu und wird immer geringer, weil alle anderen Ländner haben genau das gleiche Problem. Insofern, wir müssen uns darauf einschönen. Es werden viel weniger Menschen in Deutschland arbeiten, was übrigens noch eine ganze andere von Problemen mit sich bringen. Aber wenn wir eins jetzt nicht tun, nämlich ein Upgrade auf Arbeit machen, Arbeit produktiver machen, investieren und automatisierung und Digitalisierung, haben wir ein riesiges Problem, weil dann wechseln wir die Volkswirtschaft nicht mehr. Bleiben Sie dran. Na, wurde von Business. Stimmt. Wir haben die passenden Services für jedes Unternehmen. Von IT-Sicherheit über KI-Tools bis zum flexiblen Arbeitsplatz. Wodafone. Wenn Sie KI im Unternehmen einsetzen, kann der Anbieter am Ende mitlesen, was Sie eingeben. Bei sensiblen Daten ist damit oft Schluss. Private Mode AI aus Deutschland nutzt confidential Computing. Der Dienst ist so gebaut, dass niemand an Ihre Daten kommt. Nicht mal Private Mode selbst. Dadurch können Sie sogar sensible Verträge oder auch Kundendaten mit KI analysieren. Unter anderem cap Gemini und die Stadt München nutzen es schon. Probieren Sie es direkt aus. Auf private mode.ai/podcast. Du selbst, Kinder. Was red man eigentlich Kindern in so einer Zeit beruflich? Was ist so die, vielleicht fangen wir damit an? Was ist die eine wichtigste Qualifikation, die Menschen für diesen Arbeitsmarkt der Zukunft brauchen? Na, ich glaube, das spannende, wenn wir über die Zukunft nachdenken, ist, dass wir nicht wissen, was unsere Kinder später tun werden. Es war nicht, weil das ja vielleicht noch offen ist, sondern den Beruf, den Mein Sohn oder meine Tochter später mal haben, wird den Gibt es mit einer relativ großen Wahrscheinlichkeit heute noch nicht. So wie es deine Beruf noch nicht gab als wir zur Schule ging. Genau. Und die Qualifikation, die Sie dann für diesen Beruf brauchen, die kenne ich heute noch gar nicht. Und ich glaube, genau Menschen darauf vorzubereiten es jetzt die große Herausforderung. Was brauche ich in einer Welt der Digitalisierung und Automatisierung? Ich brauche kreativität. Das zeichnet uns Menschen aus. Ich muss komplexe Probleme verstehen können und lösen können. Ich muss neue Ideen haben. Ein Computer kann es dabei helfen, ein Strukturiertes Problem zu lösen. Aber ein Computer erfindet kein Red Bull. Ein Computer erfindet kein fantastisches Computerspiel. Das ist die Fantasie, die uns Menschen ausmacht, die Fantasie weiter zu kommen, die Fantasie vielleicht irgendwann mal zu maßfliegen. Und ich glaube, das ist die wichtigste Fähigkeit, die wir in Zukunft brauchen. Und dazu glaube ich auch eine große Portion Resilienz. Denn die Arbeitswelt vom Morgen, die wird, also wild werden. Wir werden viel häufiger den Job wechseln. Wir werden uns weiterbilden müssen. Wir werden uns auf neue Situationen einstellen müssen. Wir müssen permanent dazu lernen, dass es unbequem und ich glaube, die Menschen jetzt darauf einzustellen, dass sie nicht mit 25 in einem Betrieb anfangen und mit 65 in den Betriebsrente kassieren. Das ist eine ganz wichtige Funussetzung. Wie gut sind die Schulen darauf vorbereitet? Also, jetzt könnte man natürlich erst mal ein großes Schulbesching machen. Ich glaube insgesamt haben wir in Deutschland von ein gutes Bildungssystem. Aber nein, die Schulen bereiten nicht gut darauf vor. Weil die Schulen, wir haben kurz über Pisa gesprochen, optimieren ja im Grunde genommen immer noch auf Pisa-Ergebnisse, auf Martinoten, auf Lesenoten. Das ist wichtig und auf Naturwissenschaften. Also auf die Skills, die ich im 20. Jahrhundert brauchte, als ich gebraucht worden bin, in einer Fabrik, als ich gebraucht worden bin, in einem Büro, um eine bestimmte Tätigkeit zu erledigen, nach Vorschrift. Aber und darauf optimieren wir wirklich auch, wenn du das an Noten denkst. Und wir messen genau das in Noten. Und das bestimmt auch dein nummeres Klaus, das bestimmt, was du später mal studieren kannst oder aus einer Ausbildung gemacht und wenn du in deinem ersten Bewerbungsgespräch sitzt, dann wirst du nach wieder genau diesen Noten gefragt. Es gibt aber keine Note-Inkreativität. Es gibt kein Noten, Problemlösungsfähigkeit. Und ich glaube, weil wir nicht diese Noten messen, weil wir nicht darauf optimieren, bilden die Schulen auch nicht gut darauf aus. Und das fehlt im Grunde genommen Bildungssystem. Und da würde ich mir viel mehr wünschen. Wie wichtig sind denn jetzt wirklich? Du hattest die technischen Qualifikationen angesprochen. Aber wie wichtig sind die wirklich? Ich meine, wir haben über den Arbeitsmarkt gesprochen, über die offenen Stellen. Das sind ja Entwickler, das ist technisches Know-How, das sind, das sind natürlich Ingenieure. Wie wichtig wird es in Zukunft eigentlich tatsächlich noch sein? Es gibt da ja unterschiedliche Ansichten, die einsehen. Es wird wahnsinnig wichtig, soll jeder programmieren lernen, sagt der Katharina Zweig neulich hier im Podcast. Und andere sagen, möglicherweise gar nicht mehr so sehr, weil viel davon tatsächlich auch KI übernehmen wird. Ja, ich glaube auch nicht daran, dass das jetzt wichtig ist, dass jedes Kind Java kennt. Weil wie wahrscheinlich ist das, wenn so ein Kind an später einen Arbeitsmarkt einsteigt, dass das dann auch ein Java programmiert. Das könnte sein, dass das so ein bisschen wie Latein beibringen. Und am Ende sind das Trote Sprache. Also ich glaube, es ist insgesamt wichtig, diese Lust am Kreativ sein, am Problem lösen zu entwickeln. Und da kann programmieren toll helfen. Weil das ist schon etwas, wo du das die ganze Zeit tust. Du kannst beim programmieren hochkreativ sein. Und das sind sehr komplexe Probleme, die lösen. Sofern ist es, glaube ich, gut programmieren zu lernen. Aber nicht ob des programmieren zu den, weil realistischerweise werden die wenigsten Kinder, die die Schule verlassen, später programmieren müssen. Aber sie müssen verstehen, wie programmiert wird. Sie müssen verstehen, wie Algorithmen funktionieren. Sie müssen verstehen, wie Robotik funktioniert, damit sie es einsetzen können, damit sie neue Geschäftsideen entwickeln und so weiter und so fort. Also und sofern. Ich glaube, das ist ein wichtiger Teil. Aber ich glaube nicht daran, dass es wichtig ist, die Kinder alle zu kleinen programmieren zu machen. Weil wir später nur noch programmieren brauchen. Das ist nämlich genau, wie du sagst. Viele Algorithmen werden sich selber schreiben. Und du wirst ein paar Menschen haben, die das tun. Aber ehrlich gesagt, du wirst einen großen Bedarf in sozialen Berufen. Der lässt sich auch nicht automatisieren. Ich glaube, wir träumen nicht vom Pflegeroboter. Weder an der Krankenpflege noch in der alten Pflege. Also da gibt es auch einen großen Bereich, wo du gar nicht programmieren können musst, sondern wo es darum geht, mit Menschen zusammenzuarbeiten. Aber wenn ich jetzt Abituriente, Abituriant wäre und vor der Frage stehe, was soll ich denn studieren? Welche Entscheidungshilfe kannst du diesen Menschen geben? Schau, was deine Fähigkeiten sind, was deine Interessen sind. Schau, dass es zu dem Arbeitsmarkt der Zukunft passt. Und da mache es einfach. Ich glaube, es ist gut zu studieren. Übrigens ist auch das Studierende. Wir brauchen auch Leute, die eine Ausbildung machen, im Handwerk oder anderen Berufen. Da muss jeder schauen, was zu ihm passt. Ich glaube, das vielleicht sogar das das Wichtigste. Denn was wir in Deutschland ungewöhnlicherweise haben, ist, dass sehr, sehr viele Menschen nicht zufrieden sind mit ihrem Job. Das ist der Anteil der Menschen, in Deutschland, die nicht zufrieden sind mit ihrem Job. Es ist viel größer als beispielsweise in den USA, wo wir mal denken, da gibt es so eine higher on fire mentality. Aber die sind happy in ihrem Job. Die haben weniger Urlaubs-Tage, die arbeiten mehr als wir, aber die sind sehr zufrieden. Sofern glücklich sein im Job ist wahrscheinlich die beste Grundvoraussetzung, dafür, dass man motiviert ist und produktiv. Das ist ein sehr gute Stichwort, glücklich sein im Job. Es gibt Studien, dass in den letzten Monaten des vergangenen Jahres die Wechselbereitschaft, deutsche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer so hoch war, wie lange nicht jeder zweite kann sich, je nach Studier jedenfalls vorstellen zu wechseln. Das ist da los. Also, ja, jeder zweite kann sich das vorstellen, es machen immer noch vergleichsweise weniger. Also die Fluktuation in Deutschland ist ungefähr 15 Prozent und damit liegt sie deutlich unter zum Beispiel Großbritannien, wo sie 25 Prozent des oder den USA, wo du mittlerweile über 50 Prozent Fluktuation hast. Also jeder zweite Mitarbeiter verlässt tatsächlich gerade das Unternehmen. Wir Deutschen denken gerade noch ein bisschen drüber nach, aber wir machen es noch nicht. Wir sind dann noch vielleicht ein bisschen zu bequem. Das ist ja interessant, denn lassen Sie das einmal kurz sortieren, woran liegt das eigentlich, dass Deutschland da so weit hinten liegt. Also, Marc Hölnth natürlich sagen, es ist eine Mentalitätsfrage, das wäre mir aber zu einfach. Ich mache es fest an einem viel zu starren Arbeitsmarkt. Du hast lange Kündigungsfristen, drei Monate teilweise noch länger, wenn du sechs Monate oder gerade zwölf Monate hast, dann bist du praktisch nicht mehr vermittelbar. Und ich glaube, wir brauchen eine viel größere Flexibilität im Arbeitsmarkt, kürzere Kündigungsfristen, damit einfach die Hemmschwelle ein neuen Job anzufangen, herabgesetzt wird. So was hast du in den USA? Ich glaube, da wird jetzt jemand vielleicht sagen, das ist doch gut zum Arbeitnehmerschutz. Da sage ich, ganz ehrlich, in Zeiten, wo du praktisch voll Beschäftigung hast, brauchst du kein Arbeitnehmerschutz. Da musst du Arbeitnehmer an Abeln, dass sie sich ihren besten Job auswuchen können und ich glaube, die beste Voraussetzung ist, setzt die Kündigungsfristen. Die Kündigungsfristen. Zu der Frage, zurück, warum ist das eigentlich so, dass immer mehr Menschen zumindest drüber nachdenken, einen neuen Job zu finden? Und dann, vor allem, wenn wir in die USA und nach Großbritannien schauen, dass das tatsächlich tun, ganz einfach, weil sie es können. Weil es so viel Arbeit gibt, dass das Risiko gering ist, den Job zu wechseln. Aber es gibt ja zwei Thesen, die noch diskutiert werden. Die erste war, das war dann anfangs, als das Phänomen auftaucht. So wurde von der großen Resignation gesprochen, die Leute, die gebeutelt von Corona einfach kein Bock mehr auf ihren Laden hatten, kündigen und machen irgendwas anderes. Das stellt sich dann als nicht so ganz richtig heraus. Und dann wurde gesagt, ja, im vergangenen Jahr habe ich immer wieder gehörten, gelesen, kommentare, analysen. Es liegt dann auch daran, dass die Menschen viel eher Dinge machen wollen, auf die sie wirklich Lust haben, an denen sie wirklich Spaß haben. Und ihr Unternehmen, in dem sie arbeiten, viel kritischer noch mal hinterfragen, ist das wirklich der Laden, in dem ich die nächsten zehn Jahre verbringen will. Ist das, entspricht das wirklich meinen Werten, welcher Rolle spielt all das? Ist das Quatsch oder ist da was hinter? Nein, ich glaube, das ist oft viel einfacher, als, wie es manchmal diskutiert wird. Wenn ich häufiger den Job wechsel, dann habe ich auch eine größere Chance, genau das nicht nur den Job, sondern auch. den Arbeitgeber zu finden, der zu mir passt in einem Team zu landen, was zu mir passt. Wenn ich zehn Jahre, und das ist in Deutschland ja der Durchschnitt, weil im Arbeitgeber bleibe, da weiß ich doch gar nicht, wie es woanders ist. Und dieser Zusammenhang zwischen der Häufigkeit des Jobwechsels und der Zufriedenheit im Job ist sehr, sehr hoch. Also da nehmen wir wie das Beispiel USA, die häufigsten Jobwechsel über 50% Fluktuation, die glücklichsten Arbeitnehmer. Das ist nicht schlimm, wenn man mal seinen Job verliert ist, ist nicht schlimm. Wenn man den Arbeitgeber wechselt, ist es übrigens auch nicht schlimm, wenn er bitter weiter mal kündigt. Es übrigens auch sogar, ich habe das Gefühl, es ist sogar besser, öfter mal gewechselt zu sein, dass Netzwerk vergrößert sich, der Horizont erweitert sich und die Vielzahl der Optionen, wenn man dann wirklich irgendwann mal in der Krisensituation kommt und bei irgendeiner Sparwelle rausfliegt, hatte ich immer das Gefühl, dass diejenigen, die öfter gewechselt sind, viel schneller auf die Beine kommen, als diejenigen, die 15 Jahre in einem Laden waren. Weil du einfach dem Mut hast, also, du sprichst so ein bisschen an, es ist gut für den Lebenslauf, viele Stationen gehabt haben, tatsächlich, ich würde sagen, gerade in Deutschlandspiel der Lebenslauf immer noch eine große Rolle, auch da wieder, wie in keinem anderen Land sind die Deutschen immer noch ganz heistert drauf, dass jemand so ein Karrierepfad hinter sich legt, dass der immer in einem beruftätig ist, das ist ja guter, sind da ja eher noch konservativ unterwegs, ne? Ja, der Recouter ist nicht, das sind die Prozesse nicht, aber das ist einfach ein deutsches Problem, dann kann man vielleicht doch sagen, Kulturproblem, dass wir eine Preferenz haben für ziemlich startische Lebensläufe und so diesen Menschen, der in einem Job und dann in anderen Funktionen gearbeitet hat, immer hinterfragen und sagen, was hat eigentlich dafür gesorgt, dass der gescheitert ist, in dem Job und dann was anderes gemacht hat, das wird in den USA überhaupt nicht so gesehen. Was heißt das eigentlich für Unternehmen diese zunehmende Wechselbereitschaft, wie sollten die darauf reagieren? Na ja, ich glaube, es sind zu mehreren Faktoren, dass eine ist natürlich, wir haben über das Thema Tele-Supply-Chain gesprochen, schau, dass du ein Muskel dafür entwickelst, dass deine Tele-Supply-Chain funktioniert, dass du nicht auf einmal da stehst und zu wenige Mitarbeiter hast und das andere ist natürlich hinterfragt deine Kultur, hinterfragt deine Arbeitgebermark und stellt dir die Frage oder stellt am besten dein Mitarbeiter an die Frage, was macht dich eigentlich aus als Arbeitgeber und bist du attraktiv, sind die Leute gerne bei dir, denn wenn das nicht der Fall ist, wirst du als Arbeitgeber in Zukunft ein Problem haben. Du wirst im Sommer hab ich gelernt ein neues Buch veröffentlichen, warum braucht die Welten noch ein weiteres Buch zur Zukunft der Arbeit? Na, ich glaube, ein Thema, das beschäftigt mich, das haben wir vorhin auch schon mal ganz kurz angerissen, wir erleben ja etwas, was jetzt gerade beginnt, auf das wir überhaupt nicht vorbereitet sind, nämlich schrumpfende Bevölkerung. Und das gab es noch nie, dass die Menschheit schrumpft, das ganze Kontinente schrumpfen und wir sind nicht darauf vorbereitet und das beschäftigt mich und ich glaube, wir brauchen einfach einen, wenn man so möchte, ein New Deal, wir müssen Arbeit neu denken, wir müssen am Ende auch eigentlich Staat und Gesellschaft neu denken, weil das lässt sich nicht umkehren. Die Menschen werden nicht auf einmal mehr Kinder bekommen, sondern wir müssen Konzepte für eine Zeit entwickeln, in der die Bevölkerung schrumpft und in der die Erwerbsbevölkerung schrumpft und der wir gleichzeitig noch einen relativ großen Teil, ältere Menschen mitversorgen müssen, einen kleineren Teil von Kindern mitversorgen müssen. Was ist das für so ein New Deal? Wie kann man darauf reagieren? Ja, sollte man darauf reagieren? Ich glaube, einen Teil, den haben wir besprochen, es wird ein massiver Wettbewerb stattfinden, um internationale Fachkräfte, Migrationen wird wahnsinnig wichtig werden. Und ich glaube, da man es in Deutschland selbst ein bisschen einbeingestellt, weil wir eigentlich nur über die Migration des Kriegsgebieten sprechen und völlig verkennt, dass der größte Teil der weltweiten Migration, Arbeitsmigration ist, um wir in diesem Wettbewerb und qualifizierte Arbeitsmiganten überhaupt nicht mitspielen. Da haben uns längst vorigen Nordamerika auch Großbritannien drang abgelaufen, Deutschland ist zwar ein beliebtes Zieland, aber wir bemühen uns praktisch gar nicht darum, dass qualifizierte Leute auf Deutschland kommen, ich glaube, ein großes Problem. Wir müssen uns natürlich auch die Frage stellen, wie schaffen wir es, Chance und Gleichheit herzustellen, wie schaffen wir es, dass wirklich alle Menschen unabhängig von Geschlecht und so weiterarbeiten können, und auch das ist eine unbequeme Wahrheit, wir müssen uns Renteneintrassalter hochsetzen. Leider ist die Zeit schon fast am Ende, deswegen haben wir eigentlich nur noch ein Thema, auf das ich zu sprechen kommen wollte. Vorhin nochmal kurz die Frage, wie geht ja demnächst an die Börse, wie laufen so die Vorbereitungen? Ja, das ist eine gute Frage, das was man dann sagt ist, wir prüfen alle Optionen und das ist auch tatsächlich der Fall. Wir sind ja, wie du eingangs gesagt hast, eine 100-prozentige Tochter von Axel Springer. Steffsland entwickelt sich sehr gut und wir sind glücklich, ein Teil von Axel Springer zu sein, auch ein Teil dieses, die mehr Investoren nach der Interstehen des Universums von KKA und CPB-IB, aber natürlich prüfen nicht nur wir, sondern auch unsere Scherholder, permanent Alle Optionen. Ist geister so eine Bewertung von 7 Milliarden Euro durch die Hinterzimmer ist das realistisch? Ja, ich glaube insgesamt schauen nicht nur wir, sondern viele Menschen extrem optimistisch auf das, was hier den Arbeitsmärkten tut und wenn du dir andere Unternehmen anschaust, dass ich gerade so im HR-Tech im PeopleTech bereicht tut, da siehst du dort sehr hohe Bewertungen, aber natürlich kann ich die Bewertung von Steffsland nicht kommentieren. Axel Springer ist ja seit zwei Jahren nicht mehr an der Börse und unter anderem ist KKA, der Großinvestor Private Equity eingestiegen und treibt den Fokus auf Digitalisierung voran, du hast den Einstieg mal als Glücksgriff bezeichnet, warum eigentlich? Ist das ganz interessant, das passiert. Die erste Frage, die sind jetzt weitinge, muss man sagen, passiert, also KKA ist eingestiegen und habe ich in diese neue Rolle gekommen. Und eine der ersten Fragen, die wir uns gestellt haben und auch diskutiert haben ist, wo möchten wir in fünf Jahren stehen? Und das ist eine Frage, die stellen sich Unternehmen interessanterweise nicht so häufig und wir haben erkannt, dass es in fünf Jahren enorme Chancen gibt. Wir haben eben immer das Thema gesprochen, also du hast Arbeiterlosigkeit, Fachkräftemangel, natürlich ist das eine riesige Chancen für uns. Du stellst fest, dass du von dieser Chancen rechtlich was haben kannst, aber das, um das auch machen zu können, dass du investieren musst, dass du nicht da bist, um sozusagen voll von dieser Chancen, von den großen Herausforderungen, die du unternehmen haben, partizipieren zu können. Und das haben wir mit KKA und Axi Springer und den anderen Investoren hervorragend hinbekommen, einfach diese Zeit zu nutzen, das Unternehmen komplett neu aufzustellen, zu investieren, in die Marke zu investieren, in die Mitarbeiter zu investieren, um jetzt wirklich durchstarten zu können, das tun wir gerade. Also ich entnehmen dem ganzen Börsengang für dieses Jahr, ist jedenfalls nicht ausgeschlossen. Wir schließen so etwas nie aus. Du hast gerade selbst gesagt, die Frage zu stellen, wo man selbst, wo das Unternehmen in fünf Jahren steht, wo stehst du in fünf Jahren? Also, mich beschäftige in erster Linie, wo das Unternehmen steht. Ich selbst habe für mich mal entdeckt, dass die Frage, wo ich in fünf Jahren stehe, mich eigentlich nur belastet. Ich bin glücklich, mit dem, was ich jetzt gerade mache, dass ich jetzt die Chancen habe, mir darüber Gedanken zu machen, wie verändern wir in die Arbeitswelt und aus diesem, wir haben über Karriere, Fade gesprochen, aus diesem Karrierefahrt denken, wenn ich raus bin, glücklich, mit dem, was ich jetzt mache, was ich in fünf Jahren mache, würde sich zeigen. Stimmt das eigentlich wirklich oder ist das eine politische Antwort? Oder gibt es irgendwann einen Job, wo man sagt, okay, das ist eh der Höhepunkt, viel weiter werde ich nicht kommen. Deswegen habe ich jetzt aufgehört, im Karrierefahren zu denken. Nee, sag ich es dir ein bisschen ausführlicher. Ich habe tatsächlich, als ich den Job vor zehn Jahren angefangen habe, da habe ich gedacht, oh, jetzt war ich so ein tollen Job, war Stephson, geh nach Düsseldorf, bin er es geschäftsvoll, war ich ja fahrend fordlich für Deutschland und dann habe ich, ich war 32 Jahre alt, dann habe ich gesagt, die nächsten zehn Jahre mache jetzt keine Karriere mehr, weil da habe ich einfach ein Altersproblem. Da habe ich mich selbst diskriminiert aufgrund des Alters, wenn man so mehr zu jung, und ich muss jetzt erst mal zehn Jahre, stehe ich so an der Seitenvideo, mach den Job und dann guck mal mal weiter. Und das hat mich geistig komplett befreit. Für mich zu sagen, zehn Jahre machst du es keine Karriere, das habe ich so zufälligerweise ein bisschen Karriere gemacht, aber für mich war das das geistige Modell. Und da gab es noch einen zweiten Interessant-Moment, da war ich 36, und da habe ich gerechnet, und habe festgestellt, ich bin ich doppelt so alt wie 18, und ich habe mein Leben von 0 bis 18 verglichen mit dem Leben von 18 bis 36, und habe festgestellt, da passiert immer weniger, und ich habe auch festgestellt, ich habe alle wesentlichen Entscheidungen getroffen, ich habe den Entscheidungen getroffen, wo ich lebe, wo ich arbeite, wenig heirate, ich hatte drei Kinder bekommen, und ich habe mich auf einmal wahnsinnig alten gefühlt, ich habe mich wahnsinnig alt gefühlt, ich habe gedacht, ich sterbe gleich, ich habe ausgerechnet doppelt so alt wie 36, 72, da bin ich ein Rente. Und was mich dann daraus gerettet hat, ist nicht mehr daran zu denken, was morgen ist, nicht mehr daran zu denken, was gestern ist, sondern nur noch im hier und jetzt zu leben. Und das macht mich glücklich. Also für ein, nein, das ist keine Podcast-Anforderungen, die ich dir gebe, sondern das ist die Lebens-Einstellung von Sebastian Depp-Mass. Das ist ein Schlusswort, dem man nichts mehr hinzufügen kann, ganz herzlichen Dank für diese Diskussion. Wir werden das mit dem Börsengang natürlich weiter verfolgen, und ansonsten warten wir gespannt auf das Buch und hoffen, dass wir die Diskussion bei nächster Gelegenheit hier fortsetzen werden, ganz herzlichen Dank. Danke. Und damit sind wir auch schon wieder am Ende von Handelsblatt Disrupt. Wie immer freue ich mich über Kommentare in der Handelsblatt Disrupt, linkt in Gruppe, oder senden Sie mir gerne eine Mail, die Details finden Sie wie immer in den Show-Nodes. Dann kann dieser Stelle auch für die tatkräftige Unterstützung endlich mal wieder von Alexander Foss und Regina Körner und Migofecke von ProfessionalPodcast.com geben Dienstleister für Strategieberatung und Podcastproduktion. Wenn Sie möchten und grundsätzlich Interesse daran haben, immer auf dem Laufen hin zu sein, jederzeit alle Artikel des Handelsplatzs zu lesen, Zugriff auf alle Recherchen und Artikel und natürlich alle Podcasts zu haben. Dann habe ich heute ein Handelsblatt Vorteils angeboten für Sie reserviert. Schauen Sie doch mal nach unter Handelsblatt.com/mehrwirtschaft. Die Details finden Sie natürlich auch in den Schauenauts. Wir hören uns dann nächste Woche Freitag wieder. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine schöne Woche und interessante digitale, aber natürlich auch analoge Zeiten. Ihr Sebastian Mattes. Künstliche Intelligenz soll Unternehmen produktiver machen. Sie soll Kosten senken und bessere Entscheidungen ermöglichen. Doch zwischen einem ersten Pilotprojekt und einem echten Geschäftswert liegen viele offene Fragen. Welches Modell passt, was kostet der Einsatz? Wie sicher ist er und was kann er verändern? Und genau darüber haben wir mit Andrea Hendricks gesprochen. Sie ist Countryhead von Infosys Germany und sie begleitet Unternehmen bei der besten Umsetzung und Einführung ihrer KI-Projekte. Nachgehakt. Andrea, wenn ihr bei euren Kunden seid, wie findet ihr heraus, welches KI-Modell oder welche KI-Lösung für den jeweiligen Anwendungsfall die richtige ist? Die Frage ist nicht, welches Modell ist das Richtige, sondern die Frage ist, welches Problem muss gelöst werden. Wenn ein Kunde weiß, welches Problem erlösen möchte, dann kann das Modell entsprechend angepasst werden und entsprechend das richtige Modell eben gewählt werden. Man muss nicht immer das größte, schnellste, teuerste Modell haben, wenn es um kleine Lösungen geht. Teuer ist ein gutes Stichwort. Gerade hört man ja auf dem Begriff "Token Economics". In vielen Unternehmen explodieren die Kosten für die sogenannten "Token" und nun schaut man genauer hin. Wie können Unternehmen ihre KI-Kosten besser verstehen, kalkulieren und dann eben auch kontrollieren? Ja, "Token Economics" ist ein sehr wichtiges Thema. Man macht sich am Anfang vielleicht gar keine Gedanken über, was kostet mich die KI eigentlich? Ich will mehr Nutzer ich habe, je mehr Automatisierung der KI dahinter liegt, je mehr KI Leistung dahinter steht, umso teurer wird es und deswegen lohnt sich auf alle Fälle, auch die Tokens zu messen und auch zu versuchen zu reduzieren. Da muss ich aber nachhören, wie genau wird das gemessen? Die KI-Mest. Die KI-Mest, ihren "Token" verbrauch, natürlich mit KI-gesteuerten "Dashballs", die Kunden individuell dann eingerichtet werden. Generell das Thema "Messbarkeit" wird immer größer und so, wie ich dich verstehe, ja, auch zurecht. Woran kann ich also messen, ob mein Projekt das Unternehmen jetzt wirklich voranbringt? Misses oder vergiss es, würde ich denken. Also wenn ich miss, der wird nie wissen, ob irgendwelche Fortschritte erzielt, dann ist es ja immer nur hören, sagen. In vielen Unternehmen reduziert die KI-Bearbeitungseiten, so was ist natürlich Messbar, aber der Mitarbeiter kostet natürlich trotzdem weiterhin Geld, denn der Mitarbeiter ist ja da. Die Qualität erhöht sich, das ist natürlich auch messbar. Prognose Genauigkeit erhöht sich, das ist messbar und Kosten sinken. Auch das ist messbar. Wie wird gemessen, natürlich auch wieder mit Hilfe der KI, den Auswertungen und mit Hilfe von KI-generierten "Dashballs"? Die Mitarbeiter, die effizient mit KI-Zesamen arbeiten, das sind die Mitarbeiter, den im meisten Mehrwert für das Unternehmen dann auch generieren können. Hast du ein ganz konkretes Beispiel dafür? Ein Beispiel zu nennen. Wir arbeiten mit Rolls-Royce, die machen nicht nur Autos, die arbeiten auch im Flugverkehr. Zusammen haben wir an Lösungen gearbeitet, die den "Engineering Aufwand" um 40 Prozent reduzieren, messbar Aufwandts Reduktion. Und wenn man sagt, das ist ja schon mal ganz nett. Was noch netter war, war der Effekt, dass der "First Time Right"-Lösung von unter 40 Prozent auf 75 Prozent gestiegen ist. Und der Return in den West war damit natürlich klar, die in Fachleute sind weiterhin da, als Human in the Loop für Kontrolle, für Entscheidungen, auch um die Verantwortung zu tragen. Danke Andrea und wer noch mehr spannende Anwendungskases führen möchte. Und vor allem herausfinden wir, welche Standards man haben sollte, damit aus dem Pilotprojekt wirklich eines kalibere Lösungen wird. Der findet das komplette Gespräch mit Andrea auf unserem Kanal bei so klingt Wirtschaft.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Der Arbeitsmarkt ist weiterhin ineffizient, mit einem gravierenden Mangel an passenden Mitarbeitern und einer hohen Fluktuation.
  2. Stepstone, eine führende Jobbörse, bringt Menschen und Unternehmen durch intelligente Datenanalyse zusammen, was über klassische Stellanzeigen hinausgeht.
  3. KI und Datenanalyse ermöglichen es, relevante Informationen aus Nutzerinteraktionen (z. B. Gehaltsabfragen, Bewertungen, Dating-Plattformen) zu extrahieren, um bessere Matches zu finden.
  4. Es gibt ein wachsendes Bedürfnis nach Flexibilität im Arbeitsmarkt, insbesondere durch kürzere Kündigungsfristen, um die Wechselbereitschaft von Arbeitnehmern zu erhöhen.
  5. Die Zukunft der Arbeit wird durch Automatisierung und Digitalisierung geprägt, wobei kreative und problemlösende Fähigkeiten wichtiger sind als technische Programmierkenntnisse.
  6. Der Fachkräftemangel ist weniger ein Mangel an Arbeitskräften als ein „Verteilungsproblem“ – Menschen werden nicht auf die richtigen Jobs gebracht.
  7. Unternehmen wie Stepstone nutzen Daten, um nicht nur Jobs zu vorschlagen, sondern auch den Arbeitsmarkt zu transformieren und nachhaltig zu gestalten.
  8. Die Arbeitswelt wird zunehmend flexibler, und es wird notwendig, Bildungssysteme und Arbeitskultur zu verändern, um die wachsende Nachfrage nach Resilienz und Kreativität zu decken.

Summary:

Der Arbeitsmarkt bleibt ineffizient und zeigt massive Probleme bei der Passgenauigkeit zwischen Arbeitnehmern und Unternehmen. 600 Mitarbeitern und 100 Millionen abgewickelten Bewerbungen, nutzt umfangreiche Datenanalysen, um Menschen und Unternehmen effizienter zu verbinden. Im Gegensatz zu traditionellen Jobbörsen analysiert Stepstone nicht nur Lebenslaufen, sondern lernt aus Nutzerverhalten – wie Gehaltsabfragen, Bewertungen oder sozialen Plattformen –, um ein tiefes Verständnis von Fähigkeiten, Interessen und Persönlichkeiten zu gewinnen.

Dies ermöglicht ein realistisches und flexibles Matching, das über klassische Stellanzeigen hinausgeht. KI spielt dabei eine entscheidende Rolle, indem sie relevante Fragen an Nutzer stellt und thematische Felder wie Musik, Freundschaften oder Berufe erkundet. Der Fachkräftemangel ist nicht ausreichend durch Zahlen, sondern durch eine schlechte Verteilung der Menschen auf die richtigen Berufe erklärt.

Zudem wird deutlich, dass die Arbeitswelt zunehmend flexibler wird: Kürzere Kündigungsfristen und eine stärkere Jobwechselbereitschaft verbessern die Zufriedenheit und Lebensqualität. In Zukunft werden kreative und problemlösende Fähigkeiten – nicht technische Programmierkenntnisse – entscheidend sein. Die Ausbildung und Bildungssysteme müssen daher angepasst werden, um kritisches Denken, Resilienz und soziale Kompetenzen zu fördern.

Automatisierung führt zwar zu Herausforderungen, aber auch zu neuen Arbeitsplätzen, was eine positive Entwicklung darstellt. Gleichzeitig wird der Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte intensiver, insbesondere durch internationale Migration, was Deutschland als Weltmacht im Arbeitsmarkt positionieren muss. Der Einsatz von KI und Daten wird entscheidend für die Zukunft der Arbeit sein, ohne dass das menschliche Potential und die Kreativität verloren gehen.

FAQs

Der Arbeitsmarkt ist nach wie vor dysfunctional, da viele Menschen den richtigen Job nicht finden und viele Unternehmen Mitarbeiter nicht rekrutieren können. Diese Ungleichgewichte zeigen sich insbesondere im Fachkräftemangel und in der Unsicherheit bei der Personalbeschaffung.

Stepstone ist eine führende E-Recruiting-Plattform mit 3.600 Mitarbeitern in 30 Ländern und 100 Millionen abgewickelten Bewerbungen. Sie bringt Unternehmen und Kandidaten durch intelligente Algorithmen zusammen und fördert die effiziente Vermittlung von Stellen und Talenten.

Stepstone analysiert Daten wie Gehälter, Interessen und Arbeitgeberbewertungen, um kontextbezogene, relevante Jobangebote für Kandidaten zu generieren. Dabei setzt das Unternehmen auf eine persönliche, nicht nur datenbasierte Herangehensweise, um echte Chancen für die passende Zusammenarbeit zu schaffen.

Es gibt über 1.000 Jobbörsen in Deutschland, wobei Plattformen wie Google und Social Media zunehmend in den Jobmarkt eingreifen. Stepstone reagiert darauf, indem es tiefere, menschliche Daten wie Interessen und Lebensläufe verarbeitet und nicht nur auf klassische Stellanzeigen setzt.

Stark anstieg in Bereichen wie Pflege, Logistik und Handwerk zeigt sich durch einen zunehmenden Bedarf an Fachkräften. Zudem wird die Wechselbereitschaft der Arbeitnehmer höher, und Unternehmen suchen nach flexiblen, ressourcenschonenden Arbeitsmodellen.

Automatisierung führt nicht zu einer massiven Arbeitsplatzverlust, sondern schafft neue Arbeitsmodelle und Berufe. Sie verbessert Effizienz, aber erfordert eine Weiterbildung, um Menschen auf qualifizierte, kreative und menschliche Tätigkeiten vorzubereiten.

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