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Starkes Unternehmerpaar werden: So bringt ihr Arbeit und Beziehung in Einklang!

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Starkes Unternehmerpaar werden: So bringt ihr Arbeit und Beziehung in Einklang!

Die Podcastfolge beleuchtet das lebenswichtige Thema von Unternehmerpaaren, die zwischen beruflicher Intensität und persönlicher Beziehung leben. Häufig entstehen Konflikte durch mangelnde Zeit für Paar- und Familienzeit, was zu Entfremdung und emotionalen Abstand führt. Um das auszuräumen, werden klare Strukturen wie Zeitpläne, Zeitkonten und das Systemgesetz „Früher vor später“ eingeführt, um Prioritäten und Termine transparent zu gestalten. Das bedeutet nicht nur, dass Arbeit und Freizeit getrennt sind, sondern dass beide Parteien ein Gefühl der Balance und Stimmigkeit spüren. Die Redakteure zeigen, wie sie als Unternehmerpaar täglich zwischen Arbeitszeit, Familienzeit und persönlichen Momenten leben – ohne dass sich das Leben in eine „WG“ aufteilt. Insbesondere wird betont, dass die Work-Life-Balance als falsche Vorstellung verstanden werden sollte, da Arbeit Teil des Lebens ist. Stattdessen geht es um eine Life-Life-Balance, bei der Freiheit, Nähe und persönliche Ziele im Vordergrund stehen. Ein entscheidender Faktor ist das langfristige Investieren in ein stabiles, strukturiertes Unternehmen, das Redundanzen aufbaut und es ermöglicht, Urlaub zu nehmen oder sich auszuruhen. Zudem wird aufgezeigt, dass ein erfolgreiches Leben nicht durch gigantische Wachstumsraten, sondern durch glückliche, authentische Momente wie Zeit mit dem Partner oder dem Sohn definiert ist. Die Folge schließt mit dem Hinweis, dass Unternehmerpaare aus ihrer Situation heraus klare Lebensmodelle entwickeln sollten, die für beide stimmig sind – und dass dies nicht auf die übliche Angestelltenstruktur basiert. Mit diesem Bewusstsein können Paare ihre Beziehung stärken und ein gesundes, ausgewogenes Leben führen.

Transcription

5829 Words, 35881 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensjahrlisten. In dieser Folge geht es um starke Unternehmerpaare. So bringt ihr Arbeit und Beziehung in Einklang. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten, Unternehmer und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. In dieser Folge geht es um das Thema Unternehmerpaar und wir haben eben schon kurz darüber gesprochen, was eigentlich ein Unternehmerpaar ist und sind so darauf gekommen, dass halt eine oder sogar beide Personen selbstständig sind, also Unternehmer sind oder sogar beide in einem gleichen Unternehmen arbeiten und sie als Paar sozusagen auch geschäftlich miteinander zu tun haben. Das wären ja quasi wir. Das wären wir, genau. Bei uns ist es genau die Situation, dass wir beide. beide beruflich halt auch noch miteinander eng verbunden sind. Genau, wir haben gerade ja gesprochen, dass wir die Folge im Prinzip schon so ein bisschen persönlicher gestalten können, weil die ja ziemlich gut auf uns zugeschnitten ist. Ja. Aber auch auf viele unserer Klienten da tatsächlich ja viele, ich sag mal, mindestens erstmal in Führungspositionen unternehmerisch denken und mitwirken müssen, weil sie vielleicht im Unternehmen, in einem Konzern eine Führungsposition haben, viele Menschen unter sich haben und dann eben auch, keine wirklichen Arbeitszeiten und Co. haben, sondern so mitwirken, als wäre es ihr eigenes Unternehmen. Dann wiederum haben wir viele Selbstständige dabei, die selbst im Unternehmen mitarbeiten, ob das nun Restaurantinhaber sind oder alles mögliche querbeet. Vertrieb, ganz viel Vertrieb, ja. Gut, Vertrieb ist ja nochmal ein ganz anderer Bereich so ein bisschen, ne. Also passt da so bedingt auch rein, weil Vertriebler natürlich auch häufig länger arbeiten, Außentermine haben, reisen und so weiter, ne. Genau, also die. Das ist auch ein Berufsbild, was natürlich da sehr intensiv mitgeht, durch die Provision meistens auch, ne. Genau, das meinte ich. Dass das ja einen großen Anteil ausmacht. Und dann haben wir die Unternehmer, die am Unternehmen arbeiten, also nicht im Unternehmen direkt mitarbeiten, sondern vielleicht ein oder mehrere Unternehmen führen. Und natürlich dann wiederum auch Paare, wie du schon sagst, wo beide voll involviert sind. Und wir sind ja so ein Misch sozusagen. Genau. Wir haben ja ein gemeinsames Unternehmen, die Lebensjahrlisten, in denen wir beide selbstständig mitarbeiten. Und auch zusammenarbeiten und was wir zusammen aufbauen. Und dann habe ich ja schon längere Zeit ein anderes Unternehmen, in dem ich dann als Unternehmer am Unternehmen arbeite. Jetzt gerade haben wir ein Unternehmen gekauft mit Freunden, ne. Also da kommt nochmal eins dann dazu. Das heißt, wir sind da an mehreren Dingen eigentlich tätig, ne. Weil das einfach sehr viel Spaß macht. Was man ja erstmal so mit Unternehmern, Selbstständigen in Verbindung bringt. Gerade wenn man an Paare denkt, ist viel Arbeit, wenig Freizeit, wenig Paarzeit, wenig Familienzeit. Und deswegen einmal die Folge, wie man es schafft, trotz der Selbstständigkeit eine glückliche Beziehung zu führen. Damit hast du eigentlich auch schon die Probleme aufgeführt, die wir so als Problem notiert haben. Also dass natürlich einerseits ganz individuelle Herausforderungen durch die Selbstständigkeit entstehen, weil jedes Unternehmen ist halt irgendwie anders und jeder baut sich das für sich auch anders auf. Wenig Zeit für die Beziehung ist ja ganz häufig ein Thema. Ne, das eben auch abends gearbeitet wird am Wochenende, ne. Wir sitzen hier jetzt auch gerade wieder am Wochenende und nehmen diese Podcast-Folge auf. Und das ist eben schwerfällt, bewusstgenommene Zeit als Liebespaar zu verbringen. Die Beziehungspflege wird vernachlässigt. Genau, das ist jetzt so ein Punkt, Job oft wichtiger. Das habe ich jetzt gerade bei Facebook in der Gruppe gelesen. Da hat jemand die Frage gestellt, Mensch, hier unter euch selbstständig, wie ist denn das für euch? Ich habe gerade eine Frage gestellt. Ich habe gerade mit einem Freund ein Unternehmen gegründet und ich habe immer wieder das Gefühl, meine Partnerschaft hindert mich daran, hier Vollgas im Unternehmen geben zu können und so voranzukommen, wie ich das möchte. Also und das ist ja auch das, was eben häufig dann in Coachings eine Rolle spielt. So dieses, was ist denn bei dir wirklich auf Priorität eins? Ist das nun dein Job oder ist das jetzt die Familie, die Partnerschaft? Und dann natürlich, wenn Kinder dazukommen, eben das Ganze nochmal erweitert. Und dann natürlich, ja noch jemand oder ein, zwei, drei dazukommen, die dann halt die Aufmerksamkeit erfordern. Und ich glaube, das ist auch wieder so spannend, dass für Kinder das auch was Besonderes sein kann, je nachdem wie involviert sie sind, in eine Familie hineinzuwachsen, wo die Eltern Unternehmer sind. Ich sehe schon deinen positiven Blickwinkel. Du bist ja als Unternehmerin. Also ich finde es spannend. Also unser Sohn ist jetzt. Er ist ja fünfeinhalb und er ist da ja auch reingewachsen so. Also er kennt es ja nicht anders bei uns und das finde ich sehr spannend, weil für ihn das ganz normal ist, dass es die Lebensidealisten gibt. Er kennt unsere Coachingräume, er kennt die Mitarbeiter von den anderen Firmen auch und für ihn ist das alles selbstverständlich. Ja, er hat natürlich jetzt so in seiner Phase, vielleicht seitdem er drei ist, wo das Bewusstsein wirklich da ist. Und noch Erinnerungen da sind. Das Glück sozusagen, dass vorher schon so die Coachingarbeit auch bei uns passiert ist, damit wir jetzt gerade das Ganze mit der Leichtigkeit, mit der wir das auch betreiben, durchführen können. Das war ja mal anders. Ja. Das kann man sicherlich gleich nochmal so bei Folgen und Lösungen nochmal mehr mit aufführen. Ja, warum kommen Paare zu uns, gerade aus diesen Berufsgruppen? Das liegt sicherlich an den Folgen, die die Probleme da mit sich bringen. Denn nicht selten erlebt man eine gewisse Entfremdung durch die wenige Zeit, die man miteinander verbringt. Dadurch, dass einfach einer von beiden sehr, sehr intensiv dann ins Berufsleben eingebunden ist und sehr wenig Zeit zu Hause verbringt. Und diese Entfremdung dann sich so äußert, dass man das Gefühl hat, man lebt eigentlich eher in einer WG. Beziehungsweise der eine ist ja eh fast nicht da. Bis hin, dass manchmal geäußert wird, dass es schon eigentlich besser ist, wenn der andere gar nicht da ist. Weil wenn der dann nur am Samstag oder Sonntag mal ein bisschen Zeit hat, dann wirbelt er eigentlich die ganzen Routinen und alles durcheinander, was sich der andere alleine aufgebaut hat sozusagen. Gerade nachher mit Kindern. Hängt bestimmt wahrscheinlich auch damit zusammen, dass man sich die Selbstständigkeit vielleicht auch am Anfang, anders vorgestellt hat. Also Paare reden ja häufig auch darüber, gerade wenn sich einer selbstständig macht. Okay, wie wollen wir das denn zusammen leben? Wie stellt man sich das vor? Jedem ist eigentlich bewusst, dass es viel Arbeit ist. Viele Arbeitsstunden bedeutet gerade am Anfang, dass man sich viel investieren muss, dass bestimmte Lebensbereiche runtergefahren werden. Aber man spricht selten darüber, wie lange das so ist und was es für negative Konsequenzen haben kann. Und was man tun, lernen, verändern kann, damit sie nicht so stark eintreten. Und das ist, glaube ich, auch der Punkt, der bei vielen zu Problemen führt, dass die Zeitdauer, also dass das nicht ein Sprint ist von zwei, drei Wochen, wo jemand sagt, oh, ich mache ein bisschen mehr Überstunden. Sondern dass es bei vielen ja über Jahre ist, dass derjenige sich im Privatleben so stark zurückzieht oder diejenige. Und dann sich einfach auch emotional so eine Lücke entsteht zwischen zwei Partnern, dass man sagt, ich habe das Gefühl, wir leben hier zwei getrennte Leben, wie du sagst. Und so stellen sich denn viele Paare dann doch nicht das Zusammenleben auf Dauer vor. Gerade wenn natürlich auch der finanzielle Aspekt so ein bisschen ausbleibt und man das Gefühl hat, wir leben ein Leben mit extrem hoher Arbeitsbelastung und kommen aber gerade über die Runden. Ja, ich glaube, dass mit dieser extrem hohen Arbeitsbelastung, so stellen sich, glaube ich, auch einige im Außen unser Leben vor. Also ich glaube, einige denken das, dass wir auch… Hochgradig belastet sind von unseren ganzen Terminen und so weiter und eigentlich nie Zeit haben. Dabei ist es eigentlich ganz anders. Dabei sind wir, glaube ich, deutlich entspannter als viele andere Menschen unterwegs, weil wir unser Leben auf der einen Seite extrem strukturiert haben und dadurch Zeit bleibt. Dadurch, dass wir sehr auf stimmig und unstimmig achten. Und ich bin jetzt schon so langsam in den Lösungsmodus rüber geswitcht. Ich packe noch mal eine kurze Werbepause rein. Diese Podcast-Folge wurde unterstützt von einem total tollen Unternehmen aus Neumünster, den Lebensidealisten. Diese haben einen Blogbeitrag geschrieben, starkes Unternehmerpaar werden, so bringt ihr Arbeit und Beziehung in Einklang. Und da zeigen wir euch auch noch mal, welche Probleme und Folgen man als Unternehmerpaar hat und welche Lösungsansätze es gibt, um diese zu meistern. Und wenn ihr an dem Punkt seid, dann sind wir natürlich genau die richtigen Coaches für euch. Gerade ich übernehme sehr gerne Paare und Einzelpersonen. Im Coaching, die ein Unternehmen haben oder führen, weil eben auch ganz häufig so ein Doppel-Coaching wird quasi. Wo es eigentlich auch darum geht, wie führe ich mein Unternehmen, in dem ich sehr viel Erfahrung habe. Aber auch natürlich, wie kann ich das mit meiner Beziehung in Einklang bringen. Und das ist für mich immer sehr, sehr spannend. Genau, also dann wieder den Switch rüber zu den Lösungsansätzen. Also das Wichtige ist einfach, sich erstmal. sehr intensiv zu strukturieren. Also wir haben unsere Woche. sehr gut durchgeplant, sehr gut durchgetaktet und gucken sehr intensiv dabei auf stimmig und unstimmig. Auf Zeitkonten gucken wir auch, also wer in dem Sinne, dass jeder sich gesehen fühlt, also dass wir genug Familienzeit haben, dass jeder auch die Arbeitszeit hat, die er momentan gerade braucht, also ich brauche hier ein bisschen mehr Arbeitszeit, dass darauf geachtet wird, aber auch auf den Ausgleich dann geachtet wird, aber auch wie jeder selber noch seine persönlichen einzelnen Treffen hat mit Freunden und so weiter. Ja, Zeitkonten, das hört sich so an jetzt, als wenn wir hier Buch führen über unsere Zeit und da schauen das, also das findet natürlich anders statt, nämlich das ist unser Systemgesetz Ausgleich von Geben und Nehmen, also Systemgesetz 3, das bezieht sich ja auch auf die Zeit und Freizeit und Arbeitszeit und all das und natürlich auch auf die Zeit, die wir mit unserem Sohn bringen, einzeln als Familie und so weiter und da achten wir halt besonders auf stimmig und unstimmig, dass man eben für Ausgleich sorgt, dass man auch mal sein Kind fragt, ob das passt, ob das genug Zeit mit einem hat, ob sich das mehr Zeit wünscht und so weiter und dass man sich das eben baut. Hat die positive Folge, dass man eben jetzt wie bei uns, wir haben das gut durchgetaktet, wir haben ausreichend Zeit für eigentlich alles, was wir uns vorstellen und wir haben auch am Abend eigentlich noch, wenn wir nicht gerade erkältet sind, ganz gute Energie und können auch am Abend eigentlich noch was unternehmen. Wir machen, in der Woche können wir Sport mit reinpacken und so weiter. Also haben alles für uns so aufgebaut, dass das in einen guten Einklang kommt. Hat dann natürlich unternehmerisch zur Folge, dass das einfach vielleicht nicht mehr riesige Wachstumsraten möglich sind, weil wir dann das zwischen uns aufteilen einigermaßen und ich mich auch noch mit zwei anderen Unternehmen dann kümmere und man einfach dann nicht mehr sagt, ich arbeite jetzt jeden Tag mal zwölf Stunden, fünf, sechs Tage die Woche, sondern eben wir beide eher du Teilzeitunternehmerin und ich Teilzeitunternehmer bin und wir dadurch eben alles gut in Einklang bekommen. Familienzeit, einzelne Zeit, Paarzeit, Unternehmenszeit sozusagen. Ich glaube, unser Leben unterscheidet sich auch da so ein bisschen, dass wir die Arbeitszeit nicht komplett so als Arbeitszeit aus unserem Leben deklarieren. Also, dass es ganz normal ist bei uns mal, dass du mal sagst, okay, du, ich würde gerne am Samstag Nachmittag mal zwei, drei Stunden ins Büro fahren oder ja, dass man jetzt wie am Wochenende hier den Podcast aufnimmt, wo wir gerade die Oma haben, die auf unseren Sohn aufpasst und das jetzt für uns nicht so ist von wegen so, oh, wir sitzen jetzt im Büro, wir arbeiten jetzt. Also, dass sich das doch alles so ein bisschen vermischt, aber sich gut anfühlt. Und das ist ja auch die Frage, die wir häufig gestellt bekommen, wie könnt ihr denn zusammen arbeiten? Also, redet ihr nicht zu Hause noch die ganze Zeit über die Arbeit? Ist ja auch ein Coaching-Thema, was häufig immer gefragt wird. Sprecht ihr viel über die Coaching-Fälle? Und nur weil wir zusammen arbeiten, gibt es ja trotzdem noch andere Themen, die uns beschäftigen. Und das ist ja auch alles ganz natürlich und auch, also einerseits das mit dem, worüber spricht man, aber auch mit der Woche. Ja. Also, man muss jetzt gucken, dass wir nicht nur sehen, dass man am Wochenende manchmal arbeiten geht, sondern andersrum gibt es ja auch in der Woche Zeiten, wo man nicht arbeitet. Genau. Das heißt, für uns spielt das Wochenende eigentlich gar keine Rolle. Es ist für uns gefühlt jeder Tag der gleiche. Nur am Sonntag haben Geschäfte zu, sozusagen. Weil ich eben auch am Montagnachmittag Zeit mit unserem Sohn verbringe und am Donnerstagnachmittag und so weiter und du dann wiederum am Dienstag und auch am Mittwoch und das ist das, das verteilt sich und wenn unsere Termine anders liegen, dann habe ich auch mal am Donnerstag Vormittag unseren Sohn und so weiter. Das heißt, das gibt bei uns nicht so diese starre Struktur, Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr ist Arbeitszeit und ansonsten ist das Freizeit und Wochenende, sondern wir haben quasi immer einen gewissen Mix aus Arbeit, aus Freizeit und so weiter. Und je nach Phase mal mehr, mal weniger. Und genauso ist das mit den Themen, über die wir sprechen. Wenn wir jetzt zum Beispiel mal zurückgehen an den Anfang, als wir die Lebens-Ear-Listen gegründet haben und gesagt haben, wir machen die ersten Paar-Coachings. Was ist passiert? Natürlich war dort sozusagen jedes Paar, was zu uns gekommen ist, ein neuer Fall, was Besonderes für uns von den Thematiken und so weiter und wir haben uns dann darüber ausgetauscht, um auch die bestmögliche Wirkung zu erzielen, um Sicherheit zu gewinnen, um gegenseitiges Feedback zu bekommen. Und das hat natürlich im Laufe der Zeit wieder nachgelassen, auf dem natürlichen Wege, durch die Erfahrung, die wir beide gesammelt haben und immer mehr Themen, die gekommen sind, für uns Dinge sind, wo wir ausreichend Erfahrung haben und nicht mehr drüber sprechen. Und jetzt sprechen wir eigentlich nur noch über die Paare oder die Ereignisse, wo man sagt, da gab es nochmal was Besonderes, etwas, eine große Herausforderung, nochmal eine Frage, da gab es irgendwas, das haben wir noch nie gehabt im Coaching. Solche Sachen kommen dann nochmal, über die man dann abends spricht, aber letztendlich tauschen wir uns nicht detailliert über alles aus, was da passiert und das ist dann auch nicht notwendig. Das hängt sicherlich dann eben mit der Erfahrung zusammen. Ich glaube, das hängt auch damit zusammen, dass man gut für sich sorgen muss. Also, dass beide auch vielleicht ein Bewusstsein haben, uns gibt es auch noch als Paar, bei uns gibt es auch noch andere Themen. Auch wir reden nochmal über unsere Familien, über Unternehmungen mit Freunden, wir reden aber auch über politische Sachen, können wir beiden ja auch immer gut reden. Also, wir haben einfach auch noch so andere Themen, die für uns natürlich genauso spannend sind. Und ich glaube, das macht auch unser Fokus, weil wir uns ja jedes Jahr zu Silvester hinsetzen und die Ziele fürs nächste Jahr besprechen und wir auch ganz bewusst in allen Lebensbereichen uns Ziele raussuchen. Das heißt, unsere Ziele sind ja auch gar nicht nur auf unsere Unternehmen begrenzt, sondern auf Reisen, auf Sportliches, auf unsere Beziehungen, zum Sohn, auf unsere Beziehung miteinander und so weiter. Also, wir haben ja ganz viele verschiedene Ziele, die wir beachten und dadurch haben wir eben auch dann diesen Mix drin. Nehmen wir nochmal ein paar Problemfälle, wo man ein Problemfall hat und vielleicht eine Lösung bräuchte. Ein Problemfall wäre ja zum Beispiel, wenn beide viel arbeiten, es viele Termine gibt, was man macht, wenn man zu wenig Zeit hat. Also, wir hätten eine Zeitüberschneidung bei einem Termin. Der eine sagt, ich muss arbeiten, ich habe keine Zeit, dir zu helfen oder wir haben doppelte Termine oder so. Da haben wir ja auch eine relativ klare Regel. Naja gut, das ist das Systemgesetz, früher vor später hat Vorrang, dass man dann eben der Termin, der zuerst da war, der gilt. Den anderen müsste man sozusagen absagen oder verschieben. Das machen wir ja mit unseren Terminen auch so. Und dann natürlich, wenn man merkt, dass so etwas zu Problemen führt, wollen wir ja schauen, was können wir tun, lernen, verändern, damit das nicht wieder vorkommt. Und dann eben schauen, dass man seine Tage so baut, dass das nicht passiert. Wir zum Beispiel haben jetzt aktuell keine, seit der Corona-Zeit eigentlich, haben wir es irgendwann eingeführt, keine Coaching-Termine mehr parallel. Da ja immer im Kindergarten zum Beispiel dann ein Ausfall sein kann, irgendeine Quarantäne entstehen kann. Dann gab es ja immer die Phase, während Corona Lockdown ja, Lockdown nein und so weiter. Man konnte sich auf nichts verlassen. Und da haben wir gesagt, bevor wir jetzt dann ständig Termine hin und her schieben müssen, haben wir gar keine Termine mehr parallel. Sollte es also passieren, dass unser Sohn nicht in den Kindergarten gehen kann, so haben wir letztendlich kein wirkliches Problem, weil die Termine eh nicht parallel liegen. Sondern hat immer einer von uns beiden Zeit, immer auf unseren Sohn aufzupassen. Man muss halt eben immer da auf stimmig und stimmig achten. Früher vor später hat Vorrang in so einem Fall. Und immer wieder die Frage, damit man an solche Probleme nicht nochmal stößt. Weil das macht aus meiner Sicht irgendwann die Leichtigkeit aus, dafür immer zu sorgen, dass man sich die Frage stellt, was können wir tun, lernen, verändern, damit sich das nicht wiederholt. Und dafür Lösungsstrategien zu entwickeln, damit man nicht immer wieder auf die gleichen Probleme stößt. Ein weiteres Problem könnte ja sein, dass durch den Ehrgeiz von einer Person oder von beiden, je nachdem wie das aufgebaut ist, das System, dass jemand das Problem hat, abends das Handy weg zu legen. Also der sich überhaupt nicht, oder sie sich überhaupt nicht von der Arbeit lösen kann. Ja, dafür gibt es dann auch wieder die Frage, kann man dafür gewisse Regeln einbauen? Auf der einen Seite positive Mechanismen, die das unterstützen, auf der anderen Seite natürlich auch irgendwo klare Grenzen zu ziehen. Klare Grenzen und Regeln können sein, beim Essen wird nicht aufs Handy geguckt. Oder wenn man sich bewusst unterhält, wird auch nicht aufs Handy geguckt. Ob das nun relevant ist, ob man aufs Handy guckt oder nicht, während man nur eine Netflix-Sendung guckt, das muss dann jeder für sich selber wieder schauen, ob es stimmig ist oder unstimmig ist. Und dann ist die Frage, was kann derjenige, der nicht abschalten kann, tun, um besser abzuschalten? Also welche Möglichkeiten gibt es da? Was wird gebraucht? Da gibt es ja verschiedene Beispiele. Wenn jemand normalerweise so eine halbe, dreiviertel Stunde An- und Abfahrt zur Arbeit hatte und ist jetzt im Homeoffice, und kann dadurch nicht mehr abschalten, weil eben diese Abfahrt, Diese Rückfahrt vom Büro nach Hause, eigentlich die halbe, dreiviertel Stunde war, um abzuschalten und zu Hause anzukommen. Da müsste man überlegen, ob man das eben im Homeoffice zu Hause vielleicht auch einbaut und derjenige mal so 20, 30 Minuten Pause hat und abschalten kann, bevor er dann die Homeoffice-Tür, die Bürotür aufmacht und sagt, ich bin jetzt im Familienleben da. Also da kann man dann auch wieder schauen, welche Mechanismen gibt es. Und wir haben ja für uns zu Hause zum Beispiel so ein Agreement, dass ich bin ja jemand, ich bekomme natürlich ständig nochmal irgendwelche Impulse von der Arbeit oder irgendwelche anderen Dinge, die mir einfallen und ich hole dann kurz das Handy raus, schreibe in meine To-Do-App mir den Impuls auf und packe mein Handy wieder weg. Das ist dann ein Schritt von 10 bis 20 Sekunden und dann bin ich wieder voll im Gespräch da. Wenn ich natürlich diesem Gedanken folgen würde, weil ich das nicht aufschreibe, dann würde ich im Gespräch völlig wegrauschen und wäre gar nicht mehr wirklich dabei. Dann würde ich die Bereitschaft fürs Gespräch verlieren. Und das ist dann die Trainingssache fürs Unterbewusstsein, dass dem Unterbewusstsein klar ist, wenn das in der To-Do-App gelandet ist, werde ich am nächsten Morgen, wenn ich mein Notebook aufschlage und meine To-Do-App öffne, das sofort sehen und bearbeiten können. Und wenn das klar ist, dann kann dann mein Unterbewusstsein diesen Punkt vollkommen loslassen, schickt mir dazu auch keine Impulse mehr und ich bin weiterhin völlig bereit für das Gespräch. Ein weiterer Punkt könnte ja auch sein, dass Paare sagen oder einer in einer Partnerschaft sagt, wir haben zu wenig Paarzeit miteinander. Also wie können wir mehr Paarzeit bekommen? Das ist dann eine Frage der Priorität. Also wenn einem das wichtig ist, dann sollte man das so bauen, dass das möglich wird. Dann sagen natürlich viele Unternehmer, ja, ich muss mich aber investieren, sonst läuft der Laden ohne mich nicht. Ich muss so viel arbeiten. Ja, das ist dann vielleicht ein Mindset-Thema. Das ist dann die Überlegung, ob man da mal auf die Glaubenssätze schaut und geguckt wird, warum braucht derjenige das, sich im Unternehmen so unersetzbar zu machen. Also habe ich gerade im Coaching jemanden auch, der im Unternehmen unersetzbar ist, weil er sich halt selber unersetzbar macht und auf der einen Seite den Mitarbeitern eben keine Verantwortung überträgt, sondern die Verantwortung bei sich behält. Wenn Probleme entstehen, die Probleme selbst löst, anstatt den Mitarbeitern zu zeigen, wie sie die Probleme lösen können. Und das sind natürlich alles so Mindset-Themen, wo man sagen kann, man baut sein Unternehmen im besten Fall so auf, dass man so überflüssig wie möglich ist im besten Fall. Ob man Urlaub fahren kann. Der Unterschied zwischen dem Selbstständigen und dem Unternehmer. Der Selbstständige arbeitet im Unternehmen und ist mit dabei und mag das operative Arbeiten. Der Unternehmer arbeitet am Unternehmen, das heißt er schafft Prozesse, Routinen und Strukturen. Dass das Unternehmen alleine ohne ihn laufen kann. Und im besten Fall, auch als Selbstständiger ist die Möglichkeit da, dass man sagt, ich habe Redundanzen, ich habe eine Vertretung für mich, der meine Aufgaben auch alle übernehmen kann, wenn ich nicht da bin. Um eben in Urlaub fahren zu können, um eben, wenn irgendwas Besonderes ansteht, mal entlasten zu können, rausgehen zu können und so weiter. Das sind ja alles so die Dinge. Natürlich gehört da auch irgendwo ein gewisser Cashflow dazu, Rücklagen gehören dazu, um Sicherheiten zu haben. Also weiterhin auch irgendwie in Rente für sich investieren zu können. Das ist ja alles was, wo man stark aufpassen muss, nicht als Unternehmer schlechter gestellt zu sein, als als Angestellter. Weil am Ende ist ja auch die Frage, wofür macht man das, dass man so ein Unternehmen aufbaut. Bei mir geht es jetzt tendenziell um Freiheit. Also ein Unternehmen zu haben bedeutet für mich Freiheit, weil ich dann eben selbst entscheiden kann, wann arbeite ich, wie arbeite ich, wie viel Fleisch stecke ich rein. Und dann bekommen quasi dadurch auch wie viel Geld. Geld raus. Und habe halt die Möglichkeit, zum Beispiel bei dem, was wir machen, von überall von der Welt zu arbeiten. Ja. Also es ist im Kern ganz häufig ein Mindset und Erfahrungsthema. Habe ich das Mindset und habe ich die Erfahrung, das Wissen, mein Unternehmen so aufzubauen. Denn natürlich gibt es den einen oder anderen Kurs an der Uni und auch den einen oder anderen Kurs bei der IHK und Co. Aber im Großen und Ganzen muss man ja sagen, geht man ja nicht in eine Unternehmerausbildung und lernt mal drei oder fünf Jahre. Wie man Unternehmer wird. Die meisten versuchen es einfach so oder haben eben bei ihren Eltern das vielleicht schon gesehen oder bei Bekannten oder so. Aber die wenigsten von uns haben ja da irgendwie sozusagen eine fundierte Ausbildung. Ansonsten ist ein Mentor immer natürlich ein super Tipp. Dass sich einfach so ein, zwei, drei Leute raussuchen, die schon Unternehmen aufgebaut haben, die vielleicht auch schon mal gescheitert sind und das wieder geschafft haben. Und von denen natürlich zu lernen, ist ein ganz wichtiger Tipp. Also ich habe immer. Über die verschiedenen Stufen, verschiedenste Mentoren, die immer weiter in dem sind als ich selbst, um man von denen einfach zu lernen. Also so viel, was man von denen lernen kann, so viele Bücher kann man gar nicht lesen. Es ist immer schwierig, auch wenn halt die Unternehmung für die Familie, für die Partnerschaft zur Belastung wird. Also wenn man so das Gefühl hat, alle Personen reißen an der Zeit. Jeder möchte mehr Zeit haben, fühlt sich nicht mehr wohl. Da kommen wir so zum Stichwort Work-Life. Das ist ja bei vielen Unternehmern und Unternehmerinnen immer wieder so die größte Herausforderung. Wie kriege ich das alles so gebacken? Wie kriege ich alle Lebensbereiche so hin, dass ich ein gutes Leben führe? Also wie achte ich auf meine Gesundheit? Wie lande ich nicht im Burnout? Wie schaffe ich das finanziell, mich abzusichern? Zeit für die Partnerschaft, Zeit für die Kinder. Wie bin ich irgendwie präsent in der Firma und da erfolgreich? Und das sind ja häufig auch die Themen im Coaching. Wo einer dann sagt, okay, ich bin auch nicht glücklich, wie es gerade läuft. Ich habe aber auch gerade keine Lösung. Ich kann mich da nicht rausnehmen. Du forderst nur von mir, was ich machen soll. Ich bin selber aber auch überfordert. Sind wir eigentlich bei dem gleichen Punkt wie gerade eben. Also das ist ein Punkt, der jetzt auch wieder für eine eigene Folge reichen würde. Beziehungsweise wo man sagen muss, das ist was für ein Coaching, für ein Mentoring. Denn tatsächlich sind das ja die verschiedenen Faktoren. Einerseits muss man halt schauen. Hat derjenige einen inneren Antreiber, der ihm dazu führt, dass er unbedingt erfolgreich sein muss, nicht kann. So diesen Switch zu haben. Dann das Mindset-Thema. Natürlich das Unternehmen so aufzubauen, dass man Freiheiten hat. Das ist ja der Unterschied. Und da natürlich ist das so, dass in der Anfangsphase, wenn man ein Unternehmen neu gründet, man sich nicht so viele Freiheiten meistens erlauben kann, wie später irgendwann. Wir haben ja unser Unternehmen schon recht lange. Da sind schon viele Freiheiten jetzt auch möglich. Aber das liegt nicht nur an der Zeit, sondern insbesondere daran, wie die Unternehmen strukturiert sind. Und das ist natürlich etwas, was man sich abgucken muss, wo man andere fragt, wo man Coaching, Ausbildung, Mentorings machen kann, um eben sein Unternehmen so zu strukturieren, dass das vernünftig funktioniert, um dann eben eine passende Work-Life-Balance für sich herauszufinden. Und das muss man eben für sich, mit stimmig und unstimmig in Einklang bringen, mit seiner Partnerin, seinem Partner abstimmen und da einfach einen gesunden Mix für sich zu finden. Ja, also ein befreundeter Unternehmer, der sagte gerade letztens auch, da war so eine spannende Situation, dass er dem Kunden gerade nichts verkaufen wollte im Laden, weil er sagte, dann muss ich ja eine Rechnung schreiben und ich weiß gar nicht und so viel zahlt nicht und ich kann das ganze Geld ja auch gar nicht mehr ausgeben. Ja, das ist halt, wenn man dann nur arbeitet und irgendwann, dann bringt dir das ganze Geld ja auch nichts. Wofür macht man das im Umkehrschluss? Eigentlich, um schöne Lebensmomente zu generieren. Und deswegen ist der Begriff Work-Life-Balance für mich auch eigentlich grundsätzlich falsch. Eigentlich gibt es nur eine Life-Balance oder eine Life-Life-Balance oder weil Arbeit gehört ja zum Leben mit dazu. Also diese Trennung von Arbeit und Leben, die passt für mich aus meiner Unternehmerbrille schon gar nicht. Sonst wäre es für mich nicht möglich, am Wochenende hier zu sitzen und einen Podcast aufzunehmen, weil das wäre ja eigentlich dann meine Life-Zeit und nicht meine Work-Zeit. Also ist ja irgendwie alles Quatsch. Wenn man das ein bisschen entspannter sieht und alles eben mit, wie du schon gesagt hast, diese Zeitkonten, Ausgleich von Geben und Nehmen, wenn das hergestellt ist, dann kann das gehen. Aber eben auch dann mit der negativen Auswirkung, dass ich vielleicht nicht mehr riesige Wachstumsraten schaffe, sondern nur noch moderate Wachstumsraten hinbekomme. Das muss man sich halt eben gut überlegen. Was ist einem wichtig? Und da den Fokus zu setzen. Ist es wichtig, dass ich eine schöne Zeit mit dir verbringe, eine schöne Zeit mit unserem Sohn verbringe, liebste die Welt entdecke? Oder ist es mir wichtiger, gigantische Wachstumsraten zu produzieren? Dann muss ich vielleicht auf das andere verzichten. Das muss man sich dann eben genau überlegen. Aber im Regelfall ist unser Leben von so vielen Vorbildern im Vergleich geprägt, dass man das eben nicht erreichen kann, was einem gezeigt wird, was man alles erreichen müsste. Also Instagram und Co. zeigen mir, ich muss eigentlich die Welt entdecken. Ich muss eine total tolle Familienzeit verbringen. Ich muss der beste Vater der Welt, ich muss im Unternehmen gigantische Wachstumsraten erfüllen. Und natürlich sollte mein Unternehmen auch entsprechend grün aufgestellt sein. Also ich muss damit irgendwie die Umwelt und das Klima retten. Aber natürlich auch Arbeitsplätze schaffen. Und wenn ich nicht so eine X verdiene, sagen mir ganz viele Coaches bei Facebook, dass mein Unternehmen nichts wert ist. Und es kommen ja so viele Einflüsse auf mich zu, die mir sagen, was ich alles erreichen muss. Also übrigens körperlich, Sexpack ist klar. Das muss vorhanden sein. Das ist logisch. Habe ich vergessen zu erwähnen. Und natürlich bin ich auch in diversen Mind-Masterclassen. dann meinen Gruppen unterwegs und so weiter und auf vielen Konferenzen. Das heißt, das kann ich alles gar nicht schaffen. Das heißt, man muss sich da letztendlich davon lösen, in allen Lebensbereichen 1000% zu geben, sondern wenn ich das schaffe, in allen Lebensbereichen 100% zu geben, dann ist das schon gut. Ich glaube auch noch so als Abschlusssatz, es ist bloß wichtig, dass man als Paar, wenn man zusammenkommt und vielleicht, ich weiß nicht, ob einer denn schon gegründet hat oder beide zusammen gründen oder wie auch immer, dass das für beide stimmig ist, dieses Lebensmodell zu fahren, weil es halt ein Lebensmodell ist, was ein bisschen abweicht von einem normalen Angestelltenverhältnis und ich sehe das da selber auch, wenn du am Wochenende arbeiten gehst mal, ist es für mich vollkommen in Ordnung, dass ich dann mit unserem Sohn mal was alleine mache, wir was alleine unternehmen, aber es ist für mich stimmig. Wir hätten ein großes Problem, würde ich das alles sehr kritisch sehen und hätte dem, sag ich mal, in einem faulen Kompromiss zugestimmt. Wenn wir jetzt mal davon ausgehen, nur du wärst Unternehmer und dann entstehen so die ersten Probleme, ne? Das ist so. Wir weichen natürlich mit dem Lebensmodell und mit dem, wie wir agieren, von dem Durchschnitt ab, also von dem, wie viele das so machen, was so die breite Masse einfach macht und das spiegelt sich zum Beispiel auch in kleineren Situationen ja so wieder. Also bei Freunden von unserem Sohn kenne ich ganz viele Mütter, aber Väter nicht. Ja. Und weil ich natürlich dann irgendwie vielleicht am Dienstagnachmittag mal auf dem Spielplatz bin und eben dort die meisten Väter eben arbeiten. Ja. Weil sie dann eben einen 9 bis 17 Uhr Job haben und das nicht geht oder so, ne? Und so kann ich dann eben halt chinchen, aber ich erlebe dann eben auch Dinge von unserem Sohn, die vielleicht andere Väter so nicht erleben. Und das ist eben das, was dann jetzt sich so dreht. Aber natürlich muss man immer bedenken, dass was jetzt bei uns passiert, das hat sich über lange Zeit entwickelt. Mein erstes Unternehmen habe ich gegründet, als ich 20 war. Ich habe mit 16 schon angefangen, die ersten Sachen zu verkaufen und so weiter. Und natürlich gab es lange Phasen in meinem Leben, wo ich eben Vollgas gegeben habe. Sommerferien, in denen ich als Abiturient durchprogrammiert habe und so weiter und mir viel angeeignet habe. Das heißt, den Fleiß, um jetzt so diese Freiheiten zu haben, das habe ich ja irgendwann investiert und habe dafür vielleicht auch wiederum in meinen Zwanzigern viele Freiheiten aufgegeben, die andere Studierende auch genutzt haben. Dafür habe ich jetzt eben viel mehr Freiheiten, weil ich eben früher investiert habe. Das muss man eben sehen. Und ich glaube, dass es eben auch Zeiten gibt, wo es vielleicht ungünstig ist, ein Unternehmen zu gründen. Zum Beispiel würde ich, hätte ich jetzt in den letzten fünf Jahren mit unserer kleinen, jungen, neuen Familie ungerne gegründet, wenn ich schon eine andere Basis gewesen wäre. Also die Lebensirrlisten haben wir ja gegründet, aber da hatten wir ja schon eine ganz andere Basis für. Da jetzt sozusagen aus Vollzeitjobs aussteigen und in die Selbstständigkeit zu gehen und da wirklich Vollgas geben zu müssen. Beide, genau. Beide vielleicht auch. Das hätte ich mir, würde ich mir sehr schwer vorstellen, da wirklich alles in Einklang zu bekommen. Und würde mir auch für unseren Sohn da sehr viel Verzicht vorstellen. Das heißt, ich würde immer dafür plädieren, irgendwie so Mitte, Ende der Zwanziger vor der Familiengründung vielleicht so drei bis sieben Jahre vorher zu gründen, wenn man sich so seinen Lebensplatz Plan irgendwie baut. Das ist, glaube ich, ein guter Abschluss. Genau. Das war mal eine ganz andere Folge, würde ich sagen. So ein bisschen sehr spezifisch zum Thema Unternehmerpaar. Wenn ihr ein Unternehmerpaar seid und merkt, dass ihr immer wieder mal Konflikte habt, rund um das Thema Zeit, aber auch emotionale Verletzungen, Familie, dann meldet euch gerne bei uns. Wir unterstützen euch da gerne. Und natürlich auch in der Kombination wie führe ich mein Unternehmen? Wie kann ich mein Unternehmen so aufbauen, dass ich gewisse Freiheiten bekomme? Wie kann ich Prozesse und Strukturen etablieren, die mich als Unternehmer in diese Freiheiten bringen und so weiter und so weiter? Das sind natürlich alle spannende Fragen, die eben dazu führen, dass die Partnerschaft wieder mehr Priorität, mehr Zeit, mehr Aufmerksamkeit bekommen kann, wenn ich eben sozusagen mentale und zeitliche Ressourcen aus dem Unternehmen abziehen kann, weil ich es so gebaut habe, dass mir das ermöglicht wird. Wir freuen uns auf eure Nachricht und hoffen, ihr hattet viel Spaß und Erkenntnisse bei dieser Podcast-Folge. Ansonsten folgt uns gerne bei Instagram, bei YouTube, bei Pinterest. Wir haben übrigens letztens das erste Mal, da bin ich wieder sehr stolz drauf, dann eine Anfrage gehabt, weil jemand uns bei Pinterest entdeckt hat. Das ist ja auch ein Kanal, den wir schon längere Zeit pflegen und uns immer gefragt haben, bringt der uns was? Und jetzt haben wir mal das Feedback bekommen, dass jemand sich das nicht so gut findet. Der sich darüber gemeldet hat. Und ansonsten sind wir auch bei Facebook aktiv und nächste Woche Dienstag gibt es dann die nächste Podcast-Folge. Bis dahin. Ciao.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Unternehmerpaare erleben häufig eine Spannung zwischen beruflicher Intensität und persönlicher Beziehung.
  2. Mangelnde Zeit für Paarzeit und Familienleben führt zu Entfremdung und emotionalen Lücken.
  3. Strukturierte Zeitpläne mit klaren Regeln für Arbeit, Freizeit und Familie helfen, Balance aufrechtzuerhalten.
  4. Das Systemgesetz „Früher vor später“ wird verwendet, um Konflikte bei Terminen zu lösen und Prioritäten klar zu definieren.
  5. Ein entspannter Umgang mit Arbeit und Freizeit, wie bei den Redakteuren, ermöglicht ein harmonisches Lebensgefühl trotz Selbstständigkeit.
  6. Der Fokus auf Lebensqualität – wie Freiheit, Zeit mit dem Partner und dem Sohn – ersetzt die falsche Vorstellung von Work-Life-Balance.
  7. Unternehmen sollten so aufgebaut werden, dass sie nachhaltig funktionieren und Freiheiten für das Private ermöglichen.
  8. Ein verantwortungsvolles Mindset und langfristige Planung sind entscheidend, um Familie und Beruf dauerhaft in Einklang zu bringen.

Summary:

Die Podcastfolge beleuchtet das lebenswichtige Thema von Unternehmerpaaren, die zwischen beruflicher Intensität und persönlicher Beziehung leben. Häufig entstehen Konflikte durch mangelnde Zeit für Paar- und Familienzeit, was zu Entfremdung und emotionalen Abstand führt. Um das auszuräumen, werden klare Strukturen wie Zeitpläne, Zeitkonten und das Systemgesetz „Früher vor später“ eingeführt, um Prioritäten und Termine transparent zu gestalten.

Das bedeutet nicht nur, dass Arbeit und Freizeit getrennt sind, sondern dass beide Parteien ein Gefühl der Balance und Stimmigkeit spüren. Die Redakteure zeigen, wie sie als Unternehmerpaar täglich zwischen Arbeitszeit, Familienzeit und persönlichen Momenten leben – ohne dass sich das Leben in eine „WG“ aufteilt. Insbesondere wird betont, dass die Work-Life-Balance als falsche Vorstellung verstanden werden sollte, da Arbeit Teil des Lebens ist.

Stattdessen geht es um eine Life-Life-Balance, bei der Freiheit, Nähe und persönliche Ziele im Vordergrund stehen. Ein entscheidender Faktor ist das langfristige Investieren in ein stabiles, strukturiertes Unternehmen, das Redundanzen aufbaut und es ermöglicht, Urlaub zu nehmen oder sich auszuruhen. Zudem wird aufgezeigt, dass ein erfolgreiches Leben nicht durch gigantische Wachstumsraten, sondern durch glückliche, authentische Momente wie Zeit mit dem Partner oder dem Sohn definiert ist.

Die Folge schließt mit dem Hinweis, dass Unternehmerpaare aus ihrer Situation heraus klare Lebensmodelle entwickeln sollten, die für beide stimmig sind – und dass dies nicht auf die übliche Angestelltenstruktur basiert. Mit diesem Bewusstsein können Paare ihre Beziehung stärken und ein gesundes, ausgewogenes Leben führen.

FAQs

Ein Unternehmerpaar besteht aus zwei Personen, bei denen mindestens einer selbstständig ist oder beide in einem Unternehmen tätig sind und kommerziell miteinander verbunden sind.

Häufiges Problem ist die fehlende Zeit für die Beziehung, der Stress durch hohe Arbeitsbelastung und die Entfremdung, die aus mangelnder gemeinsamer Zeit resultiert.

Durch klare Zeitpläne, stimmige Strukturen und den Aufbau von Ausgleichsmechanismen wie Zeitkonten und gemeinsamen Zielen für Familie und Unternehmen.

Um die Beziehung nicht zu belasten, beispielsweise durch das Handy- oder Arbeitsplatzverhalten, und um auch für die Familie und den Partner Zeit zu haben.

Durch die Priorisierung von gemeinsamen Zeitraum, die Einbindung von gemeinsamen Zielen und die klare Abgrenzung von Arbeits- und Familientime.

Weil ein gut strukturiertes Unternehmen Freiheiten schafft, die auch Zeit für Beziehung und Familie ermöglichen, wenn klare Prozesse und Strukturen vorhanden sind.

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