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Starkes Leid in der Beziehung: So könnt ihr die Trennung einleiten!

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Starkes Leid in der Beziehung: So könnt ihr die Trennung einleiten!

Starke Leidenssituationen in langjährigen Beziehungen führen oft zu Trennungsentscheidungen, besonders wenn eine Person unsicher ist und die andere die Beziehung retten möchte. Der Prozess wird durch Angst vor Verlust, finanziellen Engpässen, Kinder und sozialen Veränderungen verzögert. Ein zentrales Problem ist die lange Zeitlang nicht ausgesprochene Kommunikation, die sich zu einem sogenannten „inneren Kündigung“ entwickelt – einem Gefühl der emotionalen Entfremdung. Um eine gesunde Trennung zu ermöglichen, ist es entscheidend, Verletzungen mit Systemgesetz 9 (Aussprechen von Wahrheiten) und 10 (Ausgleich schaffen) zu lösen, um Wut und Ärger abzubauen und eine wertschätzende Kommunikation zu schaffen. Darauf folgt ein gemeinsames, sachliches Gespräch über Kinder, Wohnung, Eigentum und Lebensstruktur, wobei Wut die Klärung erschwert. Die Trennung kann nur dann erfolgreich sein, wenn beide Parteien emotional und mental bereit sind. Danach ist es wichtig, eigene Persönlichkeit und Lebensziele zu stärken, um im Alleinleben zufrieden und stabil zu sein. Ein „getrennt erziehendes“ Modell ist möglich, wenn beide Partner Verantwortung übernehmen und ein harmonisches Elternpaar bleiben. Die Unterstützung durch Paartherapeuten hilft, klar zu entscheiden, die Beziehung zu beenden oder zu retten, und schützt vor negativen Folgen für Kinder und das Umfeld.

Transcription

4095 Words, 24727 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen bei dieser neuen Folge bei den Lebensidealisten. In dieser Folge geht es um starkes Leid in der Beziehung. So könnt ihr die Trennung einleiten. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Starkes Leid in der Beziehung, das ist natürlich ein Thema, mit dem wir uns sehr häufig beschäftigen. Heute wollen wir jetzt mal den Schwerpunkt auf die Trennung legen. Es melden sich immer mal wieder Paare bei uns, die wir in der Trennung begleiten dürfen, die ja so aktiv Unterstützung gern haben möchten. Manchmal ist es schon klar, dass man sich trennt oder die haben sich schon getrennt und wir helfen den Unterstützenden dabei, einige Dinge noch zu klären. Was das genau ist, darüber reden wir nachher noch etwas ausführlicher oder aber auch ein Paar meldet sich bei uns. Wo es noch nicht ganz klar ist, dass es zu einer Trennung kommt, das Gefühl aber irgendwie schon stark in die Richtung geht, vielleicht noch so ein bisschen der Mut zur Trennung auf einen oder auf beiden Seiten fehlt oder auch Klarheit fehlt. Ja, bei uns sind ja vor allen Dingen die Paare meistens dann, wenn einer von beiden unsicher ist. Also wir haben ja eigentlich die Konstellation, einer von beiden ist unsicher und der andere möchte die Beziehung eigentlich noch retten. Weil wenn einer von beiden sich ganz sicher ist, dass es nicht mehr geht, dann sind wir ja schon in der Trennung. Dann brauchen auch nicht so viele Hilfe oder wenn beide sich sicher sind, dass es nicht mehr geht, dann ist das ja auch relativ klar. Aber wir haben häufig den Fall, dass es für einen von beiden unklar ist. Manchmal, wie du schon sagst, haben sich die Paare ja schon getrennt. Dann ist es auch für beide klar, wobei doch immer einer von beiden immer noch da ist, der durchaus Hoffnung hat, ob man das irgendwie noch drehen und wenden kann. Ja, was halt auch häufig ist, ist, dass ein Paar kommt und die eine Seite sagt, eigentlich möchte ich mich trennen. Also da sind keine Gefühle mehr. Das fühlt sich für mich eigentlich gut an. Aber der andere noch so ein bisschen im Überredensmodus ist. Er sagt, ja, aber überleg doch nochmal. Und du willst das wirklich jetzt einfach so alles wegschmeißen. Und der andere deswegen natürlich stark verunsichert ist, weil man muss ja ganz klar sagen, eine Trennung ist ja nicht einfach, was man so macht. Da steckt ja auch schon viel hinter. Ja, das ist der Punkt. Das Problem ist ja häufig, dass das Ganze schon so lange erwachsen ist, wenn es ein starkes Leid in der Beziehung. Und du hast ja auch schon eingeführt, dass wir auch einen langen Zeitraum meinen. Viele Paare sind ja durchaus zwischen vier, fünf, sechs, sieben Jahre lang im Leid, bevor sie sich bei uns melden. Also längere Zeit geht es einem von beiden oder beiden schon sehr schlecht. Und das ist einer der wesentlichen Punkte, warum irgendwann das Leid so stark ist, dass die Trennung sich schon erleichternd anfühlt, obwohl die Trennung ja eigentlich auch sehr schmerzhaft ist. Ja. Ja. Ja. Ja. Und das ist der Punkt, wo es dann eben in der Beziehung kippt. Und ja, es gibt einige Dinge, die uns zurückhalten, eine Trennung durchzuführen, beziehungsweise ja, wie erwächst das Ganze überhaupt? Also das Problem ist ja meistens, dass man Kleinigkeiten nicht ausspricht und die sich summieren. Das ist ja häufig so wie dieser Schmetterlingsschlag am anderen Ende der Welt, der hier den Tornado verursacht. So ist das ja in der Zeitlinie. Das ist ja auch bei den Paaren häufig, dass vor Jahren erste Dinge passiert sind, die man im Einzelnen betrachtet als nicht so schlimm erachtet vielleicht oder auch in dem Moment nicht so schlimm waren, aber das staut sich auf und staut sich auf und staut sich auf und über die Jahre hinweg steigt dann eben das Leid und irgendwann hat man sich vielleicht auch an ein gewisses Level gewöhnt, aber dann sind auch vielleicht die Umstände schon so, dass man sich nicht mehr so einfach aus der Beziehung rauslösen kann. Was sind so typische Dinge, die einen zurückhalten? Naja, der Klassiker ist natürlich erstmal die Kinder. Also wenn es Kinder gibt, das ist immer eine Sache, wo viele Menschen natürlich großen Respekt vorhaben. Also eine Partnerschaft, eine Ehe mit Kindern heißt natürlich eine große Verantwortung zu haben über das Leben von anderen Menschen, was direkt davon betroffen ist und dann natürlich auch die Angst vor den Gefühlen der Kinder, Angst, wie verkraften sie das, die Angst, könnte man den Kindern damit anfangen? Das ist ein Schadenzufügen für die Zukunft. Da spielt natürlich auch der Aspekt der eigenen Erfahrung von Scheidung und Trennung vom eigenen Elternhaus eine große Rolle. Also bin ich selber ein Trennungskind, habe ich darunter selbst gelitten, dann ist das natürlich eine sehr große Hemmschwelle, das bei seinen eigenen Kindern nochmal durchzuführen, wenn man selber da so negative Erfahrungen mitgemacht hat. Der zweite Punkt ist sicherlich auch was im Außen, wie zum Beispiel ein Haus, eine Wohnung, also etwas. Was man sich materiell aufgebaut hat, wo auch aktuell vielleicht häufig auch Verpflichtungen drin bestehen, wo gesagt wird, ja, wenn wir uns trennen würden, dann könnte ja nur noch einer im Haus wohnen oder es müssten beide ausziehen, dann müssten wir das Haus verkaufen, wir haben so viel Arbeit ins Haus reingesteckt, so viel Geld ins Haus reingesteckt. Man muss sagen, heutzutage, also jetzt im Moment, 2022, kann man sagen, ist jetzt nicht der schlechteste Zeitpunkt, vielleicht ein Haus zu verkaufen, je nachdem, aber es ist ja trotzdem so, dass es auf jeden Fall so ist. Und da auch die Angst vor einem finanziellen Rückschlag oder Niederschlag vielleicht da ist. Naja, da sind ja zwei Aspekte auch drin. Du hast jetzt einmal so die Energie, die man reingesteckt hat, vielleicht wenn man es selber gebaut hat, vielleicht sogar nicht selber ausgedacht. Man war in Musterhäusern unterwegs und hat alles ausgewählt, wie man sich das gewünscht hat. Oder auch der emotionale Aspekt, dass man sich dort einfach wohl und zu Hause fühlt, dass das der richtige Ort für einen ist. Das Zuhause der Kinder, ne? Auch da. War wieder so der Zusammenhang. Und dann natürlich nach außen hin vielleicht auch der soziale Status, ne? Wenn man jetzt dann vielleicht das 180, 200 Quadratmeter Haus hat, mit dem schönen Garten und alles ist so, wie man sich das wünscht, was in dieser Kombination als Paar möglich ist, so kann es natürlich sein, dass eben jeder Einzelne dann eben in Anführungsstrichen nur noch die Zwei-Zimmer-Wohnung hat. Und das ist natürlich was, was im sozialen Status für den einen oder anderen auch relevant sein kann. Genau. Manchmal ist eine Verlustangst relevant. Dass jemand insgesamt Angst vor Trennung, Menschenverlieren, nicht mehr geliebt werden hat. Das ist ja auch durchaus etwas, was Menschen länger in der Beziehung hält, als es ihnen gut tut. Auch die Angst natürlich vom Alleine-Sein. Also werde ich nochmal jemanden finden in meinem Leben, mit dem ich zusammen sein werde, ne? Wenn ich jetzt meinen Partner, meine Partnerin verlasse. Ja, und so ganz übergeordnet dieses Gefühl des Scheiterns, ne? Dass die Beziehung nicht funktioniert hat. Dass man aufgegeben hat, auch immer für viele die Frage, wann ist denn der Punkt, wo ich genug gekämpft habe? Wann reicht das denn? Wie viel muss ich denn Energie, wie viel Energie muss ich denn reinstecken, damit das ausreicht und ich sagen kann, jetzt ist das in Ordnung, sich auch zu trennen? Das sind ja auch immer Fragen, die sich jemand stellt, ne? Da muss man aber ganz klar sagen, da sucht man auch irgendwie nach einer äußeren Bestätigung. Also das ist ja eine ganz persönliche Frage. Das ist eine ganz persönliche, subjektive Entscheidung, die jeder für sich selber treffen muss, wie viel er kämpfen möchte für eine Beziehung, für eine Ehe. Das ist oftmals ja ein Gefühl, was im Außen gesucht wird, damit andere Menschen sagen, ja, du hast ja auch wirklich alles versucht. Aber was alles ist, ist ja nicht von außen zu bewerten. Weißt du, was ich meine? Ich weiß, was du meinst. Leider hat man ja, also alles versucht kann nicht sein. Ja, man sagt es ja so, ne? Ja, wenn man vielleicht noch beim Paartherapeut, dann vielleicht irgendwann schon. Aber es ist ja immer die Frage, hat man die richtigen Dinge versucht? Und man kann ja ganz viel von dem Falschen hinzugeben. Und dann wird es ja trotzdem nicht besser. Also ich finde es immer schön, diese Metapher mit der Pflanze, die dann irgendwie Nährstoffe, Sonne und Wasser braucht. Und da kannst du noch so viel Sonne draufschmeißen und noch so viel gießen. Wenn die Nährstoffe nicht da sind, dann passiert auch nichts. Also haben wir ja gerade mit unseren Terrassenpflanzen gehabt, wo einfach die Nährstoffe aus der Erde komplett raus waren. Und dann kannst du noch so oft gießen und die Sonne kommt raus. Und du denkst, Mensch, warum passiert mit diesem Baum nichts? Warum sieht der immer noch so leer und kahl aus? Und dann schmeißt er halt Dünger rein und auf einmal geht es wieder. Und das kann eben bei einer Beziehung auch so sein, dass du dann eben die richtigen Wege probierst. Und dann kann es auch wieder funktionieren. Und was wir schon sagten, es geht immer um unser Systemgesetz 9. Aussprechen, was ist. Also ganz häufig. Wir haben die Paare einfach zu lange gewartet, Dinge auszusprechen und haben Dinge als nicht wichtig erachtet. Oder der Alltag war so fordernd, dass man darüber hinweggegangen ist. Und auf einmal wächst man sozusagen aus der Beziehung heraus. Ja, Folgen. Eine Folge haben wir angesprochen oder ist eigentlich schon Thema des Podcastes. Eben das starke Leid über lange Zeit hinweg. Also dass sich eben dieses Leid aufbaut, immer, immer weiter wächst. Aber auch der innere Druck immer weiter wächst. Und wenn Paare dazu neigen, Dinge eher nicht zu thematisieren und vielleicht nicht so offen auszusprechen, dann kommt es irgendwann zu dem, was man auch so eher aus dem Arbeitsleben kennt. Dann nennt man es die innere Kündigung. Also Mitarbeiter, die sich eigentlich am Arbeitsplatz gar nicht mehr wohlfühlen und innerlich schon gekündigt haben, entsprechend auch keine richtig gute Leistung mehr bringen, aber eben noch da sind. Und das hat man in Beziehungen dann auch immer mal, dass jemand sich innerlich schon getrennt hat oder sich da auf dem Weg befindet, sich emotional immer weiter löst, bis man dann irgendwann an dem Punkt ankommt. wo man sich so weit innerlich entkoppelt hat, dass man es aussprechen kann, weil es bei einem selber nicht mehr so viel macht. Natürlich ein total unangenehmer Punkt für den anderen, weil der dann häufig ins Kämpfen kommt und sagt, oh Mist, jetzt muss ich was tun. Ich habe da wohl einige Signale überhört. Aber das ist zu spät. Dann ist der andere, hat sich dann innerlich schon meistens so weit entfernt und so weit gelöst, dass es nicht mehr funktioniert. Manchmal kommt das dann auch, finde ich, so der nächste Punkt ist dann, also das nächste Stadium ist dann schon fast wieder Mitleid für den Partner, für die Partnerin zu haben. Also man sagt, ich möchte das nicht, aber ich wünsche dir auch jemanden, der zu dir passt, also dass ihm der andere oder die andere schon fast leid tut. Das finde ich immer ganz. Der andere will kämpfen und kämpfen und man ist in so unterschiedlichen Bereichen schon unterwegs, emotional. Was ich sagen muss, meiner Erfahrung nach, man sieht es Paaren auch schon an, die stark im Leid sind seit längerer Zeit. Also ich finde häufig, jetzt meine ich jetzt nicht nur äußerlich bezogen, wenn sie zu uns kommen, sondern auch an der Haltung und an vielen Kleinigkeiten untereinander oder dass die Zündschnur halt sehr kurz ist, wie die Kommunikation sich umstellt, aber auch die Emotionalität untereinander, dass viel geweint wird bei so einem Termin auch erstmal, weil da so der Druck erstmal rausgegangen ist dann und Verzweiflung sehr groß ist, Aufregung vor so einem Termin sehr groß ist. Also wenn man einfach merkt, man ist am Limit und auch körperlich und mental. Ja. Das ist ja auch eine Folge, die davon häufig auftritt, dass manche sagen, ich kann nicht mehr schlafen, ich kann nichts mehr essen, ich habe dauerhaft Kopfschmerzen, ich stehe auf oder ich mag nicht nach Hause kommen. Irgendwie fühlt sich mein Leben gar nicht mehr gut an und ich kann so nicht weiterleben. Wir hatten das im Urlaub letztens, da saß ein Paar neben uns, ich weiß nicht, ob du es auch wahrgenommen hast. Im letzten Urlaub jetzt? Ja. Okay. Als wir in diesem Atlantik-Restaurant waren, saß neben uns ein Paar, ich schätze mal so in den 50ern. Ich war ja gar nicht mit dabei. Doch, da warst du mit dabei. In dem Atlantik-Restaurant? Ja, natürlich. Das ist spannend, wo war ich im Urlaub? Naja, wahrscheinlich warst du vorher zu intensiv an der Bar und weißt es nicht mehr. Ich war mehrere Personen, ja. Was halt da auffiel ist, da gab es mehrere Gänge in diesem Restaurant und das hat halt längere Zeit gedauert. Ja. Die beiden, die waren eben, da warst du, ne? Da war ich, ja. Das kennst du, ne? Mit diesen Gängen und so. Ja, ja. Da war was. Da hast du gegessen, ne? Da hab ich gegessen. Ja, sehr gut. Schön, dass du auch dabei warst in diesem Urlaub. Und die waren mehr mit unserem Tisch beschäftigt und haben sehr viel zu uns rüber gesehen und haben sich auch gegenseitig häufig angestarrt oder nach links und rechts geguckt. Das sah sehr traurig aus. Und saßen auch nicht sehr, also sahen auch nicht sehr glücklich miteinander aus. Das ist, glaube ich, das, was du so meinst, dass das nachher man das einfach manchmal von außen zumindest interpretiert. Ob es nun wirklich so ist, weiß man nicht. Vielleicht haben die beiden auch an dem Tag einfach wahnsinnig viele Ausflüge gemacht, waren einfach nur völlig müde und K.O. Aber so von außen interpretiert sahen sie nicht so zufrieden miteinander aus. Ja, wir haben zu dem Thema ein bisschen abgewandelt einen Blogbeitrag geschrieben. Der Blogbeitrag heißt Hilfe nach narzisstischer Beziehung. So kann euch eine Paartherapie helfen. Da geht es nochmal ganz speziell darum, wenn man in einer Beziehung war, mit einem Narzissten sich daraus gelöst hat, wie man diese verarbeiten kann und sich dann auch wieder bereit machen kann, in eine neue Beziehung hineinzugehen. Also wenn das ein Thema ist, was euch interessiert, dann schaut da in unserem Blogbeitrag. Da haben wir mehr zu geschrieben. Oder aber auch, wenn ihr jetzt natürlich merkt, dieses Thema starkes Leitende Beziehung, so könnt ihr die Trennung einleiten und ihr fühlt euch da irgendwo angesprochen, habt das Gefühl, ihr möchtet ganz gerne eine Begleitung haben für euch selbst, für eure Kinder, um da zum Beispiel ein starkes Elternpaar zu bleiben, könnt ihr euch natürlich sehr gerne bei uns melden. Ja, der Lösungsansatz, der Weg ist, dass wenn man sich für die Trennung entscheidet, zu versuchen natürlich diese möglichst harmonisch auch wieder durchzuführen. Insbesondere natürlich dann, wenn Kinder eine Rolle spielen, wie ich es gerade sagte, um Elternpaar zu bleiben. Aber auch für jeden von euch ist es einfach am sinnvollsten, je harmonischer es läuft, um eben keine Themen, keine Prägungen, keine unangenehmen Gefühle mit in neue Beziehungen hineinzunehmen. Denn es fällt den meisten Menschen schwer, das wirklich komplett abzugrenzen, in der alten Beziehung zu lassen, denn man nimmt immer doch Beziehungsmuster, Verletzungen und so weiter. In die nächste Beziehung mit hinein und kann dann eben nicht so frei starten. Wir haben uns fünf Schritte überlegt, die ihr in einer Trennung gehen könnt. Der erste Schritt ist, die eigene Haltung zu stärken und Klarheit zu erhalten. Also, mit Hilfe der Systemempowering-Methode können wir Systemgesetzverletzungen und ungute Gefühle zwischen euch lösen, sodass mehr Klarheit entsteht. Das ist besonders dann wichtig, wenn einer von euch oder ihr beide unsicher seid, ob die Trennung der richtige Weg ist oder ob es doch noch einen gemeinsamen Weg für euch gibt. Und da ist es regelmäßig sehr wichtig, die Systemgesetzverletzungen und damit unguten Gefühle zu lösen, um dann zu schauen, was da drunter steckt. Denn dadurch baut man sehr häufig eine Schutzmauer auf und diese Schutzmauer, die deckelt eben auch irgendwann die guten Gefühle weg. Und mit gelösten Gefühlen lässt eben diese Schutzmauer nach und man kann dann schauen, ob dahinter auch noch die positiven Gefühle da sind oder ob die eben auch schon im Laufe der Zeit verschwunden sind. Und dann kann man beurteilen, ob sich eine Trennung stimmig anfühlt oder ob man der Beziehung eine zweite Chance geben kann, weil man eben merkt, dass noch Gefühle da sind. Genau, wenn die Entscheidung auf die Trennung fällt, dann wären wir beim nächsten Schritt. Genau, beim nächsten Schritt, das würde heißen, das gemeinsame Gespräch suchen. Da geht es natürlich darum, eine Entscheidung zu erklären, also mal tiefer einzusteigen, in Ruhe miteinander zu sprechen. Dafür wird natürlich eine gewisse Offenheit von beiden Seiten gebraucht. Schön ist es natürlich, wenn man bestimmte Sachen in dem offenen Gespräch dann schon klären kann. Das geht aber natürlich nur, wenn jetzt keine starken Verletzungen untereinander vorliegen, weil sonst ist die Gefahr natürlich groß, dass Vorwürfe kommen, dass man Schuldzuweisungen macht, dass einfach keine wertschätzende Kommunikation möglich ist. Das heißt, es wäre schön, vorher die Verletzungen untereinander aufzuhalten, aufzulösen in diesem Gespräch, so vorab, bevor man in die Tiefe von Punkten einsteigt. Das ist natürlich manchmal schwierig, alleine zu schaffen. Wir haben auch schon viel über Systemgesetzverletzungen gesprochen, wie man sie auflösen kann, in einigen Podcast-Folgen haben wir darüber gesprochen schon. Ihr könnt es selber gerne versuchen und wenn ihr dann aber merkt, okay, wir untereinander kriegen das nicht hin, seid auch so offen und so frei und holt euch Hilfe und Unterstützung. Weil gerade dieser Punkt der Systemgesetzverletzungen untereinander zu lösen, also die emotionalen Verletzungen zu lösen, um eine gute Basis von Kommunikation, von Wertschätzung zu haben für wichtige Punkte, die ja auch in Zukunft entschieden werden müssen, vielleicht immer neu, wenn das zum Beispiel Kinder betrifft, ist extrem wichtig. Ja, und dann tut erstmal eine Pause gut, um das Ganze sacken zu lassen, zu reflektieren und eben zu prüfen, wie sich die Gefühlslage entwickelt. Also wie ist es mit, vor allen Dingen mit dem Thema Wut und Ärger, das ist ganz wichtig. Oder starke Traurigkeit. Genau, zu starke Traurigkeit auch, aber wenn noch ein bisschen Traurigkeit da ist, das wäre jetzt nicht so schlimm, aber für den nächsten Schritt brauchen wir, dass vor allem Wut und Ärger abgebaut sind, denn der nächste Schritt ist, dass alle wichtigen Dinge geklärt werden müssen. Da sind viele sachliche Themen bei, da geht es aber auch noch um die Kindererziehung und so weiter, also wie ist das mit der Wohnung, mit dem Haus, mit Eigentum, mit Vermögen, wie ist das mit dem Umzug, wer wohnt wo, mit den Kindern und so weiter. Also es gibt ja eine ganze Liste von Dingen, was da entschieden werden muss und das lässt sich mit Wut und Ärger sehr, sehr schwer klären und das ist eben auch in Mediationsgesprächen häufig der Punkt, warum es schwierig ist, weil man für seine Wut, die man hat, immer einen Ausgleich sucht. Wir haben ja zum Lösen von Verletzungen Systemgesetz 9 und 10. 9 ist aussprechen, was ist, und anerkennen, was ist, Verantwortung übernehmen und 10 ist Ausgleich schaffen. Wenn also das nicht gemacht wurde und noch Wut da ist, dann suchen wir nach dem Ausgleich, das heißt wir werden mehr fordern, als wir es normalerweise tun würden, wenn die Wut nicht da ist. Also dann reicht vielleicht 50-50 nicht mehr aus, sondern dann soll der andere dafür, dass er fremdgegangen ist und in mir so viel Leid erzeugt hat, eben einen Preis als Ausgleich bezahlen, weil das dann die Möglichkeit gerade erscheint, sich irgendwie etwas zurückzuholen und das ist natürlich etwas. Das ist einfach ein Machtding auch untereinander dann. Wut erzeugt finde ich auch schnell ein Gefühl von Macht, dass man nach dem Schuldigen sucht, dass es Vorwürfe gibt und das in dem Sinne auch derjenige, der vielleicht wo die Kinder wohnen, die Position ausnutzen könnte zu sagen, okay ich möchte es aber so und so, entweder machen wir das so oder wir streichen an einer anderen Stelle dann. Und dafür ist es total wichtig, eben das Schreiben zu machen. Schritt zwei gut funktioniert hat, dass man die Systemgesetzverletzungen gelöst hat, dass man Wut und Ärger abgebaut hat, sich nicht mehr akut im Leid fühlt und dann eben auf dieser Ebene gemeinsam das Beste rausholen kann für beide. Und dann kann man nämlich zu Schritt vier übergehen. Schritt vier heißt dann wirklich die Trennung einzuleiten. Und das ist natürlich kein leichter Prozess, emotional, aber auch überhaupt. Und da ist es wichtig, dass man natürlich bei seinem Standpunkt bleibt, den man hat. Also dass man an dem Punkt schon wirklich die Klarheit hat, was möchte ich und für was habe ich mich jetzt entschieden. Weil wenn ich eine Trennung einleite, heißt das natürlich auch dann oder spätestens dann treten auch die Konsequenzen ein bei vielleicht allen anderen Familienmitgliedern. Also ich sage meinen Kindern oder den gemeinsamen Kindern, dass man sich trennt, den Eltern und Schwiegereltern. Irgendwas wird gekündigt, was auch immer. Also das ist wirklich ein Punkt, wo man sich dann sicher sein musste, weil man sonst auch bei anderen Menschen ein starkes Leid erzeugen kann. Und auch Unsicherheit. Also es entsteht ja allgemein bei einer Trennung Unsicherheit auf verschiedenen Ebenen. Und wenn man das dann mitteilt und selbst noch nicht sicher ist, das ist ganz schwierig. Ja, auch dafür sind als vorherigen Schritte zwei und drei total wichtig. Also das funktioniert natürlich viel besser, das dem Umfeld und den Kindern zu sagen, wenn man selber das Leid und die Wut abgebaut hat, weil man auch dann viel fairer bleiben kann. Es dann nicht darum geht zu sagen, wer ist der Schuldige, sondern zu sehen, die Verantwortung liegt meistens irgendwo in der Mitte. Und dann im nächsten Schritt, Schritt fünf, geht es darum, die eigene Persönlichkeit zu stärken. Also wieder auf sich zu schauen, sich selbst Gutes zu tun. Zu schauen, was ist das, was mir Energie liefert, woran habe ich Spaß, was sind meine eigenen Ziele im Leben, die ich wieder so für mich verfolgen kann, mit den eigenen Werten beschäftigen und das Umfeld vielleicht stärken, mehr mit Freunden zu machen, sich da mehr zu connecten und so weiter, um dann einfach sich selber wieder in einem gesunden Modus für sich alleine zu befinden, wo man sich wohlfühlt. Gerade wenn es natürlich eine langjährige Beziehung war, dann ist es natürlich erstmal absolut ungewohnt, sein Leben alleine zu bestreiten und deswegen ist es eben wichtig, das Ganze proaktiv anzugehen und nicht abwartend zu schauen, was passiert nun. Ich glaube, es kommt auch so ein bisschen individuell auf die Situation an. Wenn man zum Beispiel vor einmal alleinerziehend ist, stellt sich ja auch vieles im Alltag um. Es kommen neue Herausforderungen auf einen zu, man muss sich um viel mehr Dinge kümmern, viel mehr Belastung hat man und da ist es ja auch wichtig, dass die Persönlichkeit auftritt, auch gestärkt ist zu sich selber, um einfach diese Veränderungen auch leisten zu können. Hast du mir nicht letztens beigebracht, dass es getrennt erziehend heißt? Es kann getrennt erziehend heißen, wenn beide die Verantwortung gewinnen. Wenn es beide machen, ne? Genau. Das ist ja nun nicht immer der Fall. Es ist ja leider auch häufig der Fall, dass es wirklich vom Gefühl her alleinerziehend ist. Das kommt halt darauf an, wie gut man das tatsächlich geregelt bekommt, ne? Genau, genau. Also wenn man im Streit auseinander geht, ist glaube ich alleinerziehend, sieht häufig das Resultat, aber wenn man da gemeinsam eine gute Vereinbarung findet, an einem Strang zieht, ein harmonisches Elternpaar bleiben kann, auch wenn das Liebespaar sich trennt, dann kann es auch getrennt erziehend erfolgreich funktionieren. Ja. Okay, jetzt sind wir auch schon am Ende unserer Folge angekommen. Wir hoffen, ihr konntet für euch einiges mitnehmen, wenn euch denn das Thema Trennung betrifft. Und ja, falls ihr an dem Punkt Unterstützung braucht, meldet euch bei uns. Wir thematisieren das auch. Gerade bei Instagram oder in unserem Newsletter und auf verschiedenen Kanälen. Also schaut euch gerne mal um, welche sozialen Medien wir sonst noch so bespielen und folgt uns gerne. Ansonsten freuen wir uns auf euer telefonisches Erstgespräch mit uns. Bis dann. Tschüss.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Starke Leidenssituationen in Beziehungen führen oft zu Trennungsentscheidungen, besonders wenn eine Person unsicher ist und die andere die Beziehung retten möchte.
  2. Trennungsprozesse werden häufig verzögert durch Angst vor Verlust, finanzielle Schwierigkeiten, Kinder und soziale Statusveränderungen.
  3. Die innere Kündigung – ein Gefühl der emotionellen Entfremdung – entsteht durch langfristiges Verschließen von Konflikten und wird durch die Nicht-Aussprache von Dingen verstärkt.
  4. Systemgesetz 9 (Aussprechen von Wahrheiten) und Systemgesetz 10 (Ausgleich schaffen) sind entscheidend, um Verletzungen zu lösen und eine gerechte, wertschätzende Kommunikation zu ermöglichen.
  5. Ein harmonischer Trennungsprozess erfordert gemeinsame Gespräche, klare Entscheidungen über Kinder, Wohnung, Vermögen und zukünftige Lebensstrukturen.
  6. Die Trennung sollte erst dann eingeleitet werden, wenn Wut und Ärger abgebaut sind und beide Parteien echte Klarheit und Selbstsicherheit haben.
  7. Nach der Trennung ist es wichtig, eigene Persönlichkeit und Lebensziele zu stärken, um sich im Alleinleben gut zu fühlen und neue Herausforderungen zu meistern.
  8. Eine erfolgreiche Trennung kann auch „getrennt erziehend“ sein, wenn beide Partner Verantwortung übernehmen und ein harmonisches Elternpaar bleiben.

Summary:

Starke Leidenssituationen in langjährigen Beziehungen führen oft zu Trennungsentscheidungen, besonders wenn eine Person unsicher ist und die andere die Beziehung retten möchte. Der Prozess wird durch Angst vor Verlust, finanziellen Engpässen, Kinder und sozialen Veränderungen verzögert. Ein zentrales Problem ist die lange Zeitlang nicht ausgesprochene Kommunikation, die sich zu einem sogenannten „inneren Kündigung“ entwickelt – einem Gefühl der emotionalen Entfremdung.

Um eine gesunde Trennung zu ermöglichen, ist es entscheidend, Verletzungen mit Systemgesetz 9 (Aussprechen von Wahrheiten) und 10 (Ausgleich schaffen) zu lösen, um Wut und Ärger abzubauen und eine wertschätzende Kommunikation zu schaffen. Darauf folgt ein gemeinsames, sachliches Gespräch über Kinder, Wohnung, Eigentum und Lebensstruktur, wobei Wut die Klärung erschwert. Die Trennung kann nur dann erfolgreich sein, wenn beide Parteien emotional und mental bereit sind.

Danach ist es wichtig, eigene Persönlichkeit und Lebensziele zu stärken, um im Alleinleben zufrieden und stabil zu sein. Ein „getrennt erziehendes“ Modell ist möglich, wenn beide Partner Verantwortung übernehmen und ein harmonisches Elternpaar bleiben. Die Unterstützung durch Paartherapeuten hilft, klar zu entscheiden, die Beziehung zu beenden oder zu retten, und schützt vor negativen Folgen für Kinder und das Umfeld.

FAQs

Weil sich das Leid über Jahre hinweg aufsummiert und die Beteiligten an ein bestimmtes Niveau gewöhnt haben. Dadurch wird die Trennung als Erleichterung wahrgenommen, obwohl sie emotional sehr belastend ist.

Häufig sind Faktoren wie Kinder, finanzielle Verpflichtungen, das Zuhause, der soziale Status oder die Angst vor dem Alleine-Sein oder dem Verlust von Liebe die Haupthemmungen.

Durch die langfristige Akumulation kleiner Verletzungen, die im Laufe der Zeit zu einem starken inneren Leid führen und letztlich die Motivation zur Trennung schwächen.

Das bedeutet, dass ein Partner sich innerlich bereits getrennt fühlt, auch wenn er noch im Beziehungsgespräch ist – er fühlt sich emotional entkoppelt und verliert die Motivation, weiterzumachen.

Durch klare Selbstreflexion, die Erkennung eigener Gefühle und das Aussprechen von Dingen, die in der Beziehung verletzt wurden – damit die Entscheidung klar und nicht durch Angst getroffen wird.

Weil es Verletzungen aufzeigt, die gelöst werden müssen, um eine wertschätzende, klare Kommunikation zu ermöglichen und um gemeinsam die nächsten Schritte zu finden.

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