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Ständig Streit mit dem Partner wegen Kleinigkeiten? So entkommt ihr aus der Konfliktspirale!

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Ständig Streit mit dem Partner wegen Kleinigkeiten? So entkommt ihr aus der Konfliktspirale!

Häufige Streitigkeiten über scheinbar kleinere Dinge wie das Aufhängen der Wäsche oder das Ausschalten des Lichts sind kein Zeichen von mangelnder Liebe, sondern oft ein Ausdruck tief verwurzelter emotionaler Muster. Diese Konflikte entstehen meist nicht aus einem plötzlichen Ausbruch, sondern durch langjährige Prägungen, insbesondere aus der Kindheit, in denen Kontrolle, Verantwortung oder Unordnung als Bedrohung wahrgenommen wurden. Solche Muster werden durch faule Kompromisse, ungelöste Kommunikationsverletzungen oder unerfüllte Bedürfnisse wie Verbindlichkeit und Anerkennung verstärkt. Der zentrale Hinweis liegt darin, dass viele Streitthemen eigentlich auf tiefere Bedürfnisse hinweisen, die nicht direkt sichtbar sind, sondern im besten Fall durch Selbstreflexion und gemeinsame Reflexion erkannt werden können. Eine wirksame Lösung erfordert die Anwendung von Ansätzen wie der System-Empowering-Methode, bei der man die Ursachen von Verletzungen identifiziert, Verantwortung übernimmt und alternative, respektvolle Lösungen entwickelt. Zusätzlich sollten gemeinsame Rituale und Alltagsträume entwickelt werden, um ein Gefühl der Stabilität und gegenseitigen Zusammengehörigkeit zu schaffen. Dieses Prozessorientierte Vorgehen fördert nicht nur die Wiederherstellung von Vertrauen, sondern auch eine konstruktive, nachhaltige Beziehung, in der kleinere Konflikte nicht mehr zu emotionaler Entfremdung führen.

Transcription

4441 Words, 27135 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensidealisten. In dieser Folge geht es um das Thema ständig Streit mit dem Partner wegen Kleinigkeiten. So entkommt ihr aus der Konfliktspirale. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Oft ist es sehr frustrierend, wenn Streitigkeiten sich um scheinbar Kleinigkeiten drehen. Jemand hat nicht aufgeräumt oder einen Termin nicht mitgeteilt. Es gab Änderungen in der Abendplanung, Absprachen, die nicht so eingehalten worden sind. Also wirklich diese ganz, ganz Kleinigkeiten im Alltag, die dann zu Konflikten führen. Dieses Phänomen, dass man sich wegen Kleinigkeiten streitet, kann jedoch eine erhebliche Belastung im Alltag darstellen. Und oft ist nicht gleich nachvollziehbar, wie plötzlich so ein exklusiver Streit entstehen kann, weil es ja nur eine Kleinigkeit ist. Wir zeigen euch, warum ihr euch wegen Kleinigkeiten streitet und wie ihr die Konflikte löst. Wenn ihr häufiger Folgen bei uns hört oder schon länger, dann wundert ihr euch vielleicht, warum die Folgen immer länger werden. Wir haben gerade auch mal geschaut. Wir landen jetzt immer schon so bei 30, 35 Minuten. Auf der Website haben wir nochmal stehen, so 15 bis 20 Minuten. So 15 bis 20 Minuten geht eine Folge. Das liegt einfach daran, dass wir so viel Spaß daran haben, glaube ich, die Folgen aufzunehmen. Weil man auch viel mehr Coachings immer mehr im Hinterkopf hat, finde ich, durch die Jahre, die man ja auch Menschen begleitet hat. Ja, und dann ist das ja auch natürlich so, dass mit steigender Anzahl der Podcast-Hörer und Hörerinnen und auch der steigenden Anzahl an Feedback, was man so bekommt, wo Hörerinnen und Hörer uns schreiben, dass sie damit arbeiten, dass sie daraus Gespräche entdecken. Und das hilft und sie damit vorankommen, sich verstanden fühlen. Das macht natürlich auch Spaß und dann ist man einfach motivierter, auch in den Folgen länger dran zu bleiben und arbeitet nicht einfach nur so schnell das Thema ab. Wo wir beim Punkt Thema sind. Ich habe gerade heute ein telefonisches Erstgespräch gehabt, habe gefragt, Mensch, warum seid ihr in der Krise, weil es stand bei den Infos nur drin, so und so lange verheiratet und in eine Krise gerutscht. Ja. Kleinigkeiten im Alltag sind. Eigentlich nur Kleinigkeiten. Termine, Brot der Kinder schmieren, dies, das, Urlaub, was, also alles. Also man kann sich ja auch, ganz ehrlich, man kann sich als Paar den Alltag auch durch Konflikte bei Kleinigkeiten wirklich zur Hölle machen. Das machen die beiden anscheinend. Ja, also ich meine, du kannst über alles streiten. Man kann eine Diskussion darüber anfangen, wie man Wäsche aufhängt, wie man den Geschirrspüler aufräumt, wie das Kind wettermäßig angezogen wird, wie man das Badezimmer verlässt. Ja. Wenn man duschen war, kannst du da unendlich viele Sachen aufführen. Wenn du willst, findest du immer was bei dem anderen. Oder fangen gerade einige Beispiele dabei an, die wir beide gleich nochmal klären müssen. Ding. Das Problem ist halt, dass man regelmäßig dann mit Streitigkeiten zu tun hat, weil es halt immer Kleinigkeiten sind, die immer wieder am Tag aufkloppen. Und diese harmonischen Gespräche, die man sich wünscht, laufen halt aus dem Ruder, weil halt dauerhaft man angespannt ist, dauerhaft sich angegriffen hat. Im Verteidigungsmodus ist, weil halt ungute Gefühle zum täglichen Begleiter werden und auch ungeblößt bleiben. Also es entsteht zwar Wut, weil man wütend ist, dass der andere seine Kaffeetasse nicht in den Geschirrspüler gestattet, sondern die obendrauf stehen bleibt. Oder man hat Angst, weil man denkt, wie sollen wir da jemals eine Lösung finden? Ich habe mein Bedürfnis oder auch, was ich mir wünsche, schon achtmal mitgeteilt gefühlt und es entsteht keine Veränderung. Die Schuhe stehen immer noch nicht. Nicht im Schuhschrank, sondern immer noch vor der Tür. Und dann denkt man auch so, wie soll es weitergehen? Oder halt auch Traurigkeit, dass man sagt, früher konnten wir so schön den Alltag miteinander verbringen, das war so harmonisch. Warum geht das jetzt nicht mehr? Und diese ständigen Streitigkeiten im Alltag, die fühlen sich dann manchmal so an, als wenn so die traurigen, weniger schönen Tage überwiegen. Mhm. Und die Tage, an denen man sich als Paar gut, zugehörig, geliebt fühlt, werden weniger. Und das macht dann eine Hilflosigkeit, weil der Ursprung der Streitthemen unklar ist und die Kommunikation beeinträchtigt wird. Vor einigen Tagen im Coaching sagte auch jemand, ich weiß ganz oft manchmal schon im Streit nicht mehr, warum der losgegangen ist. Ja. Aber er ist losgegangen und ich kann eigentlich gar nicht mehr. Also wenn wir dann uns abgekühlt haben. Dann weiß ich gar nicht mehr, warum das passiert ist. Ich kann die Ursache dann schon nicht mehr mehr benennen. Manche schämen sich auch dafür, das hatte ich auch schon öfters, dass sie gesagt haben, wir würden ja gerne jetzt hier den Brecher sagen. Es hatte keiner eine Affäre oder es sind wirklich diese ganz, ganz Kleinigkeiten, die uns so unglücklich machen. Oder dass man auch sagt, es ist fast unangenehm zu sagen, wie doll wir uns über einen Geschichtsspieler streiten können, wenn meine Eltern anrufen und sagen, was ist denn bei euch los? Wie ist das denn so schlechte Stimmung wieder? Und ich sage, ja, ich habe mich ganz aufgeregt, der Geschichtsspieler. Dann hat sie gesagt, hat meine Mutter gesagt, ganz ehrlich, du sagst jetzt heute alles ab für diesen Tag, weil ihr euch über einen Geschichtsspieler gestritten habt. Und dann sagt sie, ja, genau, das mache ich jetzt. Ja. Ja. Thema, wie man Putzlappen wäscht. Oh, ja. Ganz intensiv, darf man das mit anderen Wäscher, anderen Handtüchern zusammen machen, wenn damit die Toilette abgewischt wurde oder nicht? Und ist das eklig oder nicht? Und intensiver Streit. Und fast schon wieder ein Streit, dass einer von beiden das im Coaching als Beispiel gebracht hat. Erstens, weil es dem anderen so ein bisschen unangenehm war. Und zweitens, weil man angefangen hat, über so ein triviales Thema zu sprechen. Aber das haben wir natürlich exemplarisch mal hergenommen. Aber da gibt es Licht anlassen, Licht anlassen in Räumen oder Licht ausmachen. Wie geht man mit Sachen um im Kühlschrank? Wie muss das angeordnet sein? Wie gehört sich das? Oft meint es auch so, ich mache das schon immer so. Ja, das ist sehr spannend, das Thema. Was aber alles so gemein hat, ist, dass es einfach eine große Aufmerksamkeit in der Beziehung einnimmt und dann andere, manchmal auch wichtige Themen, vernachlässigt werden. Und das natürlich auch zu einer großen Unzufriedenheit führt. Ja, auch das innere Gefühl. Das ist schon so die erste Folge vielleicht. Das innere Gefühl, wenn wir nicht mal Kleinigkeiten geregelt kriegen, wie sollen wir dann große Themen miteinander vereinbaren und regeln können? Das hatte ich mal, als jemand gesagt hat, und jetzt stell dir mal vor, wir beiden würden dann haushalten. Wir würden uns fertig machen ohne Ende, weil wir können ja nicht mal mit unserem Alltag und unserer Wohnung harmonisch gestalten. Und wir sollten Fliesen aussuchen. Viel Spaß. Da sieht man, das verringert das Vertrauen in die Partnerschaft, zum Partner, zur Partnerin und auch in die Fähigkeit des Anderen oder auch für sich selber mit Konflikten umzugehen nimmt ab. Und man fragt sich dann, Mensch, wie kann das denn sein? Wir mögen uns sehr gerne. Und trotzdem streiten wir uns wegen Kleinigkeiten so intensiv, dann geht es ja auch nachher, je nachdem in welcher Phase der Beziehung das passiert, um genau diese Fragen. Wie soll es denn sein, wenn wir ein Haus bauen? Wie soll es denn sein, wenn wir Kinder bekommen und dann die Erziehung noch dazu kommt? Also die Konfliktpotenziale werden dann ja auch immer mehr, je enger die Beziehung zusammenwächst und man eben Vermögen zusammen aufbaut, Immobilien zusammen kauft oder einrichtet, Kinder bekommt. Dann wird ja letztendlich das Streitpotenzial. Dann wird das Streitpotenzial nur noch größer, wenn man vorher schon wegen Kleinigkeiten so viel gestritten hat. Es entsteht halt so eine emotionale Lücke, nennen wir das ja häufig auch. Also man distanziert sich emotional voneinander und man empfindet den Alltag leider nur noch als anstrengend und erschöpfend, weil man sich immer wieder über Kleinigkeiten aufregt. Es entsteht halt so ein negatives Kommunikationsmuster häufig. Also es ist eher ein destruktiver Kommunikationsstil, viel von Vorwürfen geprägt, Schuldzuweisungen. Und Verletzungen. Es geht immer darum, wer Recht hat. Also es ist immer auch so ein bisschen so, man fährt die Ellenbogen aus und guckt mal, wie ich das mache, weil ich bin ja am Recht. Ich bin ja die Gute und du bist der Schlechte oder andersrum. Und das ist natürlich einfach von der emotionalen Verbundenheit wirklich schwierig, weil man gar kein Wir-Gefühl irgendwann mal hat, sondern eigentlich nur noch gegeneinander ist. Das bringen aber auch einige im Coaching als Prägung aus der Kindheit mit. Dieses Gefühl, ich mache alles falsch, ich bin nicht gut genug, das ist nie richtig, was ich mache. Und dann so Feedbacks dazu führen, dass derjenige sich auf Identitätsebene richtig schlecht fühlt, weil das zum Beispiel, wenn das aus der Kindheit kommt, immer da einzahlt, dass er falsch ist, dass das nicht gut ist, was er macht, dass er nicht ausreicht, dass das nicht ausreicht, um lieb zu werden, dann zahlt das da immer wieder ein. Ich hatte mal eine Frau im Coaching, das habe ich immer noch in Erinnerung. Sie sagte, das haben wir öfters danach dann auch gehabt, das war so der erste Fall. Ich kann mich nicht hinsetzen und mir das gemütlich machen, weil ich ein schlechtes Gewissen habe, dass mein Partner nach Hause kommen könnte und sehen würde, dass hier in der Wohnung nicht alles ordentlich ist und ich dafür kritisiert werde, dass ich nicht produktiv war, dass ich nicht aufgeräumt habe zu 100 Prozent, dass da noch eine Tasse steht und das war so schwierig nachher. Also obwohl er nichts gesagt hat, war dieser Konflikt halt auch da, weil sie diese Prägung, dass die Eltern, wenn die Eltern nach Hause, kamen und sie von der Schule schon zu Hause waren, immer geguckt haben, wie sauber ist das, hast du deine Sachen gemacht, hast du die Sachen weggeräumt, dass sie das machen. das so tief in sich drin hatte. Ja, man sieht dann, wie sehr die Zufriedenheit in der Beziehung beeinträchtigt wird, viel Zeit und Energie für Konflikte wegen Kleinigkeiten aufgewendet wird, anstatt diese Energie in die positiven Dinge zu lenken, sich darum zu kümmern, gemeinsame Lebensmomente zu genießen. Dann verschwendet man seine Energie für diese Kleinigkeiten, für diese Konflikte. Und es gibt dann eben zu wenig Raum für positive Interaktion, Freude, gemeinsame Erlebnisse, Ereignisse. Ja, und es gibt dann immer mehr Einsamkeit, Frustration und auch Entfremdung in der Beziehung, was so natürlich überhaupt nicht gewünscht wird. In unserem Blogartikel sind wir noch mal detailliert auf dieses Thema eingegangen und haben euch die wichtigsten Aspekte zusammengefasst. Also wenn ihr gerne noch mal ein einiges nachlesen möchtet, auch vielleicht die nächsten fünf Lösungsstrategien, die wir euch mitgeben wollen, dann könnt ihr das bei uns im Blog noch mal finden. Das machen wir typischerweise mit jedem Thema, was wir hier im Podcast dann auch euch erzählen, dass wir dazu auch einen Blogartikel schreiben. Oder ihr folgt uns bei Instagram, bei Pinterest oder Facebook. Bei Facebook sind wir nicht so sehr aktiv, aber Instagram, Pinterest kann man gut machen. Oder auch bei YouTube werden diese Folgen ja auch hochgeladen. Folgt uns dort und auch da gibt es dann noch mal weitere Impulse, Storys und Co. Auch eher im Stil von Impulsen. Genau, schaut da gerne mal rein. Und wenn ihr mal ein Thema habt, wo ihr sagt, oh, das würde ich gerne mal als Podcast-Thema hören, schreibt uns gerne. Wir freuen uns immer über Themenvorschläge. Wir versuchen das immer wieder aufzunehmen und einzubauen. Da sind wir sehr offen. Das hier ist übrigens auch ein Themenvorschlag, der reinkam. Genau, also könnten wir natürlich aus den Coachings heraus auch selber drauf kommen, aber manchmal ist es einfach ganz schön, wenn jemand mal sagt, Mensch, mach doch darüber noch mal eine Podcast-Folge. Das würde uns und vielleicht auch vielen anderen weiterhelfen. Dann nehmen wir es natürlich gerne mit auf. Welche Lösungsansätze gibt es, um mit Kleinigkeiten in der Beziehung besser umzugehen? Als erstes ist es wichtig, zu erkennen und zu verstehen, dass es regelmäßig Streit wegen Kleinigkeiten gibt. Also mal die Streitkultur oder die Streitthemen in der Vergangenheit zu reflektieren und die Themen erstmal ausfindig machen. Also welche Themen sind so Energieräuber? Und dann zu sagen, okay, die zehn Kleinigkeiten, meistens wiederholen sich die auch im Laufe. Dass man sagt, das sind immer wieder diese gleichen Eckpunkte, wo wir aneinander kommen. Die mal ausfindig zu machen und dann mal Klarheit zu haben, okay, das sind die Punkte, warum wir aneinander geraten. Als zweites geht es natürlich um den Wunsch, etwas an der Situation zu verändern. Also das ist ganz wichtig, dass man den Wunsch hat, nach einer langfristigen Veränderung und dann eben auch den Prozess geht und sich dafür Zeit nimmt. Also sich dafür entsprechend auch vielleicht Termine legt oder sich passende Zeiten einräumt, den Fokus darauf mal legt und die Dinge dann regelmäßig reflektiert. Mindestens einmal die Woche, vielleicht häufiger und dann gemeinsam reflektiert, welche Themen haben diese Woche denn schon besser geklappt als die Woche davor? Bei welchen Themen sind wir wieder angeeckt? Und dann schaut, Mensch, woran kann das liegen? Was können wir tun, lernen, verändern, damit das nächste Woche besser laufen kann? Ein weiterer Punkt, der sehr wichtig ist, ist die Hintergründe der Konflikte in der Beziehung herauszufinden. Also gibt es zum Beispiel faule Kompromisse, also Kompromisse, die geschlossen wurden, wo einer einfach irgendwann ein bisschen punkthäufig sagt, ja, okay, lass uns das so machen, aber eigentlich das Bauchgefühl sagt, nee, fühlt sich gar nicht gut an. Also ist einer von euch einen faulen Kompromiss schon mal eingegangen, der sozusagen immer wieder bei Kleinigkeiten hervorkommt, weil man sagt, ich mache hier was, ich sehe keinen Sinn drin, ich habe das, mach das nur dir zuliebe, es fühlt sich gar nicht rund an. Das ist so was Typisches, da fällt mir auch ein Beispiel ein, wo jemand gesagt hat, okay, ich hänge die Wäsche so auf, wie du das möchtest. Das hat derjenige zwei, dreimal gemacht und dann hat das wieder so gemacht oder mehr so gemacht, wie er es selbst machen würde. Das hat sie immer wieder aufgeregt und immer wieder gesagt, wir haben doch gesagt, wir machen das so, wie ich das vorgeschlagen habe. Warum hältst du dich denn nicht dran? Und da haben wir natürlich ganz schnell herausgefunden, er hat gesagt, ich will das gar nicht so machen. Ich habe das nur gesagt, weil ich dachte, dann ist Ruhe und dann achtest du da nicht drauf und irgendwann mache ich hier wieder meinen Freestyle. Aber es war eigentlich ein fauler Kompromiss, weil es von Anfang an gar nicht stimmig war und er konnte das deshalb auch gar nicht lange durchhalten. Ein weiterer Punkt ist auch zu schauen, wurden bestimmte Systemgesetzverletzungen, also Verletzungen untereinander, nie richtig gelöst und deswegen ploppt das immer wieder in Kleinigkeiten auf. Da kommen wir gleich noch im nächsten Punkt mehr in der Tiefe drauf. Und unerfüllte Bedürfnisse. Also gar nicht selten, selten ist das so, dass man sich über Kleinigkeiten aufregt, weil man selber in einem Mangelgefühl ist. Also weil man selber keine Ressourcen hat und deshalb sich an Kleinigkeiten aufhängt. Kann man sich, finde ich, immer leicht vorstellen bei dem Thema Essen. Also wenn ich hungrig bin oder müde bin, dann regt der Mensch sich allgemein deutlich schneller sich über Kleinigkeiten auf, weil man eine kürzere Zündschnur hat, weil man sich schnell provoziert fühlt. Man ist einfach auch von der Körperentzündung und Körperempfindlichkeit ganz anders unterwegs und man wird schneller wütender. Und das hat einfach damit zu tun, dass man selber auf sein eigenes Bedürfnis erstmal schauen darf und schauen darf, was kann ich selbst tun, damit ich, wir nennen das ja immer, kraftvoll genug bin, um mit Ressourcen genug auch zu schauen, ist das jetzt wirklich eine Kleinigkeit, über die ich mich so stark aufrege oder hängt da eigentlich noch mehr im System drin? Das wäre nämlich der, der nächste Aspekt von diesem Punkt, dass man in der Selbstreflexion prüft, macht das wirklich Sinn, sich wegen diesem Thema überhaupt aufzuregen? Woher kommt denn das? Ist das wirklich mein Partner, meine Partnerin und dessen Verhalten, was mich da gerade aufregt? Oder sind das eigentlich Themen eher in mir, die da stattfinden, die gar nicht Not tun? Du hast das Beispiel vorhin genannt mit dem Licht ausschalten. Also ich weiß gar nicht, ob wir da immer so zu Hause drauf achten, mussten oder so. Auf jeden Fall ist das etwas, wo ich auch immer so denke, immer Licht ausschalten, wenn man den Raum verlässt. Und das war damals ja auch total sinnvoll. Die Dinger haben ja damals einfach unfassbar viel Strom in Wärme verpulvert und dann musste man es eben ausmachen. Heute hat man irgendwie überall LEDs. Also wirklich viel Strom verbrauchen die nicht, wenn die an sind. Sodass man auch sagen kann, na gut, wenn das jetzt mal fünf Minuten unnütz brennt, dann tut es eigentlich nicht so weh. Und der Umwelt nicht. Und dem Geldbeutel nicht. Aber da muss man halt immer so in sich gehen und sagen, Mensch, macht das jetzt Sinn, deswegen irgendwie ein Gespräch zu führen, ein Fass aufzumachen, sich zu streiten, den anderen darauf hinzuweisen und zu sagen, ey, macht das das Licht aus, wenn du den Raum verlässt? Ja, so als persönlichen Vorwurf das empfinden. Ich glaube, das ist immer so ein Anhaltspunkt, dass man sich persönlich angegriffen fühlt, wenn zum Beispiel jetzt jemand, wie du sagst, das Licht nicht ausmacht. Dann wäre das so ein Indiz dafür, dass man sagt so, warum macht mich das selber jetzt so wütend auf Identitätsfragen, auf Identitätsebene fast? Das wäre so ein Hinweis, ne? Naja, häufig ist das, glaube ich, der innere Punkt, dass ich dann vielleicht als Kind dafür Ärger bekommen habe. Ja, genau. Und jetzt machst du das und dann denke ich so, das ist ja voll ungerecht. Ich habe dafür immer Ärger gekriegt und sie nicht. Und dann kommt das aus, aber das passiert ja nicht bewusst, sondern unterbewusst. Und dann gibt das so einen Ausgleich in der Form, dass ich meckere und das dann sich wieder ausgeglichen anfühlt. Aber eigentlich meine ich gar nicht dich, sondern meine vielleicht innerlich meine Eltern. Das sind dann immer so die Dinge, die dann entstehen bei diesen Kleinigkeiten. Also man muss wirklich schauen, woher kommt das? Liegt das in mir? Projiziere ich da gerade was auf den anderen, was da gar nicht hingehört? Kann ich an mir selber arbeiten, um bei diesem Thema einfach entspannter zu werden? Denn das muss ja gar nicht sein. Ist auch ganz spannend. Wir haben jetzt ja das Thema Kleinigkeiten einer Partnerschaft, sozusagen sich darüber streiten. Das ist natürlich auch ein Thema mit Kindern. Also all das, was du gerade gesagt hast, passt auch immer dazu, wenn man selber Kinder bekommt, dass man sich über Kleinigkeiten dermaßen aufregen kann bei den Kindern, weil das selber bei einem ein Thema war. Und dass dann natürlich ungute Gefühle weitergetragen werden an das Kind in einer übermäßigen Form von Emotionen. Und man sagen würde so, okay, hätte ich das in meiner Kindheit vielleicht, wäre das jetzt nicht so der wichtige Punkt gewesen, dann würde ich jetzt auch ganz anders damit umgehen. Und so eine Punkte haben wir alle ja in uns drin. Wenn wir dann die Hintergründe der Konflikte gefunden haben, dann geht es natürlich auch darum, diese nachhaltig aufzulösen. Das ist der vierte Punkt. Und wenn ihr schon mal Podcasts gehört habt, dann wisst ihr, wie wir emotionale Verletzungen und Konflikte lösen, nämlich mit der System-Empowering-Methode. Das heißt, wir gehen an den Punkt, wann war es mal gut, schauen, wann ist die erste Verletzung entstanden, schauen, welches Gefühl hat das gemacht. Also welches Verhalten hat diese Verletzung verursacht und welches Gefühl ist entstanden. Dann übernehmen wir Verantwortung für das Gefühl, was wir so ja gar nicht auslösen wollten mit unserem Verhalten. Und dann schauen wir noch, was können wir tun, lernen, verändern, was hätten wir anders machen können mit dem Wissen von heute, dass diese Verletzung gar nicht erst entstanden wäre. Und so kann man nach und nach dann seine Zeitlinie durchgehen und eben diese, wie du schon sagst, sich wiederholenden, eigentlich gleichen Themen nach und nach aufräumen. Und wenn man dann so ein Thema erwischt hat, wie jetzt zum Beispiel das Licht ausschalten vielleicht, Vielleicht kommt das erste Mal dort an, löst dieses Thema gemeinsam, dann fallen ja auch die Verletzungen danach, wo es vielleicht immer wieder um das Thema Licht ausschalten geht, fallen so ein bisschen wie Dominosteine um und verlieren dann an Relevanz. Und man kann natürlich dann eben für sich mitnehmen, wie kann ich auch in Zukunft handeln, um den anderen nicht zu verletzen. Es gibt ja meistens auch bei Kleinigkeiten, finde ich, immer so Überthemen, also zum Beispiel Thema Sorgfalt, Thema Verbindlichkeit, Thema Absprachen. Also man kann ja, finde ich, bei diesen Kleinigkeiten, so mache ich das immer gerne im Coaching, auch so Muster aufbauen. Wofür steht das eigentlich? Genau, wofür steht das eigentlich? Also das ist ja nicht nur der Geschirrspüler oder nicht nur die Garderobe, die so und so ist, sondern steht ja immer noch ein Bedürfnis dahinter meistens. Und was ist das? Das ist ja das Verletzende. Wenn jemand ganz stark zum Beispiel, das finde ich häufig so das Bedürfnis nach Verbindlichkeit, wenn jemand mir sagt, dann und dann bin ich zu Hause oder ich hole dich dann und dann ab, machst du dich bis dahin fertig und dann steht derjenige da 15 Minuten an der Straße und hat das öfters, dann ist natürlich so das Gefühl da, okay, natürlich fehlt eine Wertschätzung, Anerkennung, Respekt, fehlt das Bedürfnis von Verbindlichkeit, das eingehalten wird, Zuverlässigkeit und dann sieht man immer nur diesen Teil. Das ist ein großer Streit, der im Autofall eskaliert ist, aber was steckt da eigentlich hinter? Und dann wird es, finde ich, besonders spannend erst. Gerade wenn man dann mal in der Reflexion schaut, ob das jetzt einen echten Nachteil macht oder ob es eigentlich nur um Kontrolle geht. Also zum Beispiel mit dem Wäscheaufhängen, hat das jetzt für die Frau einen echten Nachteil, wie der Mann die Wäsche aufhängt, weil sie so aufgehängt ist, dass sie auf einmal drei Tage braucht zum Trocknen oder vier und dass das einfach blöd für die Prozesse zu Hause ist oder ist das so, dass er das so aufhängt, dass alles am Ende so geht? Dass es so knitterig ist, dass viel mehr gebügelt werden muss oder ist es einfach nur, dass sie die Kontrolle behalten will und es ihre Art und Weise ist, die sie so durchsetzen möchte? Und das wäre etwas, was man als Selbstständiger und Unternehmer mit Mitarbeitern sehr schnell lernt, dass man aufhört, immer exakt den eigenen Weg durchsetzen zu wollen, sondern dass es aufs Ergebnis ankommt und wenn man dann auf einmal Freiheiten einräumt, dass manchmal gar nicht selten die Mitarbeiter Lösungswege finden, die besser sind als die eigenen und man sagt, ey, cool, das ist ja so. Der ist ja sogar effizienter, als ich es gedacht hätte und den Weg, den ich gewählt hätte, das hätte man natürlich niemals rausgefunden, wenn ich den Weg stur vorgegeben hätte. Aber der sture Weg wird einem vorgegeben, weil das das System ja einen auch so lehrt. Also das ist ja der Weg, wenn wir das fast mal ganz groß aufmachen wollen, der ja in Schule und so weiter ja vorgegeben wird. So mach es so, wie ich es dir sage. Und den haben wir, glaube ich, auch noch tief in uns drin einfach. Gut, das liegt natürlich aber auch dann an dem Erziehungsstil der Eltern. Und unsere Generation hat ja meistens eine eher autoritäre Erziehung erlebt. Und dann ist eben das, dass durch die Hierarchie aufgrund des Amtes als Vater kann ich dir das sagen und nicht, weil, wie man es heute machen würde, weil ich für deine Gesundheit zuständig bin, weil ich dich liebe und auf dich achten möchte und du vielleicht Dinge in der Zukunft noch nicht kommen sehen kannst, die ich aber jetzt schon sehen kann. Und deswegen muss ich leider nein sagen. Das ist ja ein Riesenunterschied. Der letzte Punkt ist, an dem Beziehungsfundament ganz aktiv zu arbeiten und neue Routine und Rituale im Alltag zu integrieren. Also wenn man merkt, natürlich sind so viele Kleinigkeiten, ist das umso wichtiger, wenn man Sachen verändern möchte, sehr regelmäßig darüber zu sprechen, um auch sich selbst gut reflektieren zu können, ob die Veränderung bei dem anderen gut angekommen ist, um einfach auch Erfolge gemeinsam feiern zu können. Und dafür ist es halt einfach wichtig zu schauen, erstmal aufzuschreiben, welche Bedürfnisse hat jeder, Rituale und Routinen aufzubauen, die wirklich stimmig sind für beide, also keine Frauenkompromisse. Ganz häufig ist auch das Thema Ausgleich von Geben und Nehmen da. Also zu schauen, ist da der Ausgleich? Haben wir die Haushaltsaufgaben gut aufgeteilt? Hat jeder zum Beispiel am Thema Zeit genug Zeit für sich, genug Familienzeit, genug Paarzeit? Also ist das ganze System harmonisch? Wo können wir Rituale und Routinen einbauen, die das vielleicht erfüllen? Was können wir fördern? Denn der Punkt natürlich, wenn man an Rituale und Routinen denkt, auch was für einen Freiraum gibt es da und wo können wir wirklich mal offen drüber sprechen? Warum macht jeder das, wie er das macht und was kann man so stehen lassen? Was ist aber wichtig, damit das geändert wird? Ich glaube, man muss dieses Gesamtsystem einmal hinterfragen und dann neu aufzubauen und das wie ein Prozess immer wieder zu kontrollieren, ob das eine positive Wirkung hat, ob es weniger Streitereien gibt. Nichts ist in Stein gemeißelt, alles unterliegt ständiger Veränderung. Ja. Nichts ist so beständig wie die Veränderung oder so. Ja, genau, irgendwie so. Das waren die fünf Punkte, wie ihr vorgehen könnt, wenn ihr merkt, dass ihr ständig wegen Kleinigkeiten streitet. Ansonsten könnt ihr natürlich auch, wenn ihr merkt, ihr seid über diesen Punkt hinaus, dass ihr das selbstständig lösen könnt und merkt, auch mit der Anleitung tun wir uns schwer. Wir haben so frühzeitig schon ungute Gefühle, die hochkochen und wir kommen gar nicht dazu, so recht. Also, wenn ihr noch eine Lösung gemeinsam zu finden, dann meldet euch sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch. Wir schauen dann gemeinsam, ob wir euch und wie wir euch unterstützen können. Ansonsten freuen wir uns natürlich sehr, wenn ihr bei der nächsten Folge wieder zuhört. Bis dann. Bis bald. Untertitelung des ZDF für funk, 2017

Podcast Summary

Key Points:

  1. Häufige Streitigkeiten über Kleinigkeiten wie Putz, Termine oder Lichtschalter führen zu emotionaler Entfremdung und einer destruktiven Kommunikationskultur.
  2. Die Wurzel dieser Konflikte liegt oft in unbewussten Prägungen aus der Kindheit, bei denen Aufmerksamkeit, Kontrolle oder Verantwortung als Bedrohung wahrgenommen werden.
  3. Wiederkehrende Konflikte entstehen durch faule Kompromisse oder ungelöste Systemverletzungen, die sich im Alltag als Kleinigkeiten manifestieren.
  4. Es ist entscheidend, die hinterliegenden Bedürfnisse wie Verbindlichkeit, Sorgfalt oder Anerkennung zu erkennen, da diese oft die echten emotionalen Auslöser sind.
  5. Durch Reflexion, gemeinsame Reflexion und die Anwendung von Methoden wie der System-Empowering-Methode können alte Muster nachhaltig verändert werden.
  6. Neue Rituale und Routine-Gestaltung fördern gegenseitiges Vertrauen und schaffen Raum für positive, gemeinsame Erfahrungen.
  7. Die Balance zwischen Geben und Nehmen, sowie faire Aufteilung von Aufgaben, ist entscheidend für eine harmonische Beziehung.
  8. Regelmäßige gemeinsame Reflexion hilft, Fortschritte zu erkennen, Frustrationen zu reduzieren und das Vertrauen in die Beziehung zu stärken.

Summary:

Häufige Streitigkeiten über scheinbar kleinere Dinge wie das Aufhängen der Wäsche oder das Ausschalten des Lichts sind kein Zeichen von mangelnder Liebe, sondern oft ein Ausdruck tief verwurzelter emotionaler Muster. Diese Konflikte entstehen meist nicht aus einem plötzlichen Ausbruch, sondern durch langjährige Prägungen, insbesondere aus der Kindheit, in denen Kontrolle, Verantwortung oder Unordnung als Bedrohung wahrgenommen wurden. Solche Muster werden durch faule Kompromisse, ungelöste Kommunikationsverletzungen oder unerfüllte Bedürfnisse wie Verbindlichkeit und Anerkennung verstärkt.

Der zentrale Hinweis liegt darin, dass viele Streitthemen eigentlich auf tiefere Bedürfnisse hinweisen, die nicht direkt sichtbar sind, sondern im besten Fall durch Selbstreflexion und gemeinsame Reflexion erkannt werden können. Eine wirksame Lösung erfordert die Anwendung von Ansätzen wie der System-Empowering-Methode, bei der man die Ursachen von Verletzungen identifiziert, Verantwortung übernimmt und alternative, respektvolle Lösungen entwickelt. Zusätzlich sollten gemeinsame Rituale und Alltagsträume entwickelt werden, um ein Gefühl der Stabilität und gegenseitigen Zusammengehörigkeit zu schaffen.

Dieses Prozessorientierte Vorgehen fördert nicht nur die Wiederherstellung von Vertrauen, sondern auch eine konstruktive, nachhaltige Beziehung, in der kleinere Konflikte nicht mehr zu emotionaler Entfremdung führen.

FAQs

Weil kleinere Unstimmigkeiten sich zu wiederholenden Konflikten entwickeln und emotionale Spannungen schaffen, die über die eigentliche Kleinigkeit hinausgehen.

Viele Konflikte stammen aus früheren Erziehungserfahrungen, wie zum Beispiel eine Angst vor Unordnung oder Kontrollwahn, die in das Partnerschaftsverhalten übergehen.

Man sollte regelmäßig reflektieren und die häufigsten Streitpunkte aufschreiben, um Muster zu erkennen und die Ursachen zu verstehen.

Denn die Diskussionen spiegeln oft tiefere Bedürfnisse wie Verbindlichkeit, Anerkennung oder Respekt wider, die nicht ausreichend befriedigt werden.

Durch die Nutzung der System-Empowering-Methode, bei der man Verletzungen reflektiert und gemeinsam nachhaltige Lösungen entwickelt.

Ja, viele kleinere Konflikte sind Ausdruck größerer Muster wie Sorgfalt, Verbindlichkeit oder Kontrolle, die sich in der Beziehung verankert haben.

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