Stabiles Fundament in der Beziehung - Einblicke in unsere Coachings
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Ein stabiles Beziehungsfundament ist die Grundlage für eine glückliche, harmonische Beziehung und basiert nicht allein auf Werten wie Vertrauen oder Treue, sondern vor allem auf der Einhaltung von Systemgesetzen. Wenn diese verletzt werden, entstehen Risse, die sich durch wiederholte, ungelöste Emotionen ausbreiten und zu Distanz, Abkühlung und Konfliktspiralen führen. Diese Prozesse sind nicht immer offensichtlich – oft manifestieren sie sich in Rundumschlägen, Emotionen bei Erinnerungen oder einem Gefühl von Verlust der Zugehörigkeit. Ein entscheidender Punkt ist die direkte, wertschätzende Kommunikation, die es ermöglicht, Verletzungen zu klären, ohne sie zu verdrängen. Obwohl surfende Aktivitäten wie Kurzurlaube kurzfristige Positive Effekte haben, lösen sie die tiefen Ursachen nicht. Ein instabiles Fundament führt zu einem Mangel an Verbindung, zu emotionaler Belastung und negativen Auswirkungen auf Kinder und Familien. Die Wiederherstellung beginnt mit der Erkennung: durch die Analyse der Zeitlinie, der Suche nach frühen positiven Momenten und dem Verstehen, wann und warum emotionale Verletzungen entstanden sind. Durch aktive Entschuldigungen, offene Gespräche und professionelle Unterstützung im Coaching kann ein neues, stabiles Fundament aufgebaut werden. Es ist wichtig, frühzeitig zu handeln, bevor die Krise eskaliert, und zu erkennen, dass eine wertegeleitete, emotionale Verarbeitung entscheidend für eine langfristige Beziehung ist.
Woran denkst du, wenn du an Fundament denkst?
Fundament von einer Beziehung?
Du denkst also an Beziehungsfundamente?
Ja, natürlich, weil das ja unsere tägliche Arbeit ist, das Fundament von Beziehung wiederherzustellen.
Ich muss sofort beim Fundament immer daran denken, dass da die Werte drin sind.
Also sowas wie Vertrauen, Treue, also verschiedenste Werte, die das Fundament sozusagen ausmachen.
Ja, man denkt vielleicht an das Fundament vom Haus, dass man jetzt so sein Fundament gießt,
aber vielleicht nicht unbedingt direkt an das Beziehungsfundament.
Wir benutzen den Begriff ja sehr häufig in unseren Podcasts und natürlich auch in den Coachings.
Und heute wollen wir da mal näher reinschauen, was bedeutet das für uns denn überhaupt,
wenn wir von einem stabilen Fundament reden, weil vielleicht nutzen wir den Begriff einfach für uns denn natürlich.
Und manchen Zuhörer oder Zuhörerinnen ist gar nicht so ganz klar, was wir damit eigentlich,
was wir meinen und deswegen wollen wir das heute mal genau beleuchten.
Ja, schön, dass du dabei bist. Du bist hier im Podcast der Lebensidealisten.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Mit einem stabilen Fundament beim WM hat das Beziehungsfundament, wo die ganzen Werte drin sind,
also die können ja auch sehr individuell sein.
Für die meisten Menschen sind das Werte wie Vertrauen, Treue, Zugehörigkeit, Ehrlichkeit.
Und das macht halt das Fundament stabil.
Wobei wir ja noch etwas mehr meinen als nur die Werte.
Wir meinen ja noch die Systemgesetzverletzungen und die Einhaltung der Systemgesetze,
die dazu führen, dass ein Fundament stabil bleibt oder instabil wird.
Genau, durch Systemgesetzverletzungen, wie wir es auch in den Coachings,
Coaching immer sagen, wird ja das Fundament also durch Risse bröckelig.
Und ich finde, dieses Bild kann man sich ganz gut vorstellen.
Wenn man sich so ein Haus vorstellt, wir sagen ja auch immer so,
dass jeder Mensch eigentlich in sich drin ein eigenes Fundament trägt
und dass die beiden Fundamente dann zusammenkommen und es sozusagen wie so ein Doppelhaus gebaut wird.
Und durch die Verletzungen, die man sich gegenseitig antut, könnte man hart gesagt sagen,
wird das Fundament halt von einer anderen Person, damit das gemeinsame Beziehungsfundament dann immer produziert.
Da bricht man ein kleines Stück ab.
Es sind ja auch häufig gar nicht immer die ganz großen Sachen, die auch Risse machen können, natürlich,
aber auch viele Kleinigkeiten.
Gerade in Summe, wenn die sich wiederholen, dass dann die Risse größer werden.
Wobei man dazu sagen muss, wenn man sich emotional verletzt,
dann macht das nur dann den Riss, wenn man es nicht nachhaltig miteinander klärt und löst.
Das heißt, wenn das Gefühl ungelöst bleibt, man das quasi verdrängen muss,
einen Deckel drauf packt.
Und das sozusagen innerlich verstaut bleibt, dann bleibt eben auch dieser Riss zurück.
Dann haben wir dieses Bild von diesem Haus und dem inneren Fundament
und auch dem Beziehungsfundament mit dem Doppelhaus.
Auf dem Fundament selber bauen aus unserer Sicht, so haben wir immer dieses Modell,
zwei Ebenen auf.
Einmal die Beziehungsebene und die Sachebene.
Und die Sachebene ist halt das Dach.
Jetzt können sich immer viele sehr gut dieses Beispiel vorstellen,
dass wenn man sagt, Mensch, wenn ihr in eurer Beziehung Schwierigkeiten habt,
und es sind Themen im Fundament, dann macht es wenig Sinn, das Dach zu sanieren.
Wenn zu Hause der Keller voll läuft mit Wasser, dann sanierst du auch nicht das Dach.
Kann natürlich durchaus sein, dass irgendwas im Dach kaputt ist und das sickert bis zum Keller durch.
Das kann es auch mal geben.
Das ist aber nicht der Regelfall.
Der Regelfall ist, dass irgendwas mit der Dichtigkeit rund um den Keller los ist.
Dass dort Risse zum Beispiel im Fundament sind, irgendwas nicht passt
und deswegen der Keller voll mit Wasser läuft.
Also das heißt. Das heißt, man muss immer schauen, auf welcher Ebene ist man unterwegs.
Und das ist bei vielen etwas, was so einen Aha-Moment macht.
Wenn sie dann sagen, ah, deswegen können wir auf Beziehungsebene keine Wünsche und Bedürfnisse mehr äußern
und die kommen nur noch als Vorwürfe beim anderen an.
Das liegt daran, dass wir auf der unteren Ebene im Fundament,
also wir nennen es auch Systemgesetz-Ebene,
dass wir da Risse miteinander haben vor Verletzungen,
die dafür sorgen, dass wir auf der Beziehungsebene und auch häufig auf der Sachebene,
nicht mehr gut miteinander harmonieren.
Ja, ganz viele typische Beispiele im Coaching ja auch.
Die Menschen versuchen im Außen etwas besser zu machen in der Beziehung.
Und an sich klingen die Sachen ja auch immer schön.
Also ein Kurzurlaub ist nichts Schlimmes oder Schlechtes.
Oder dass man gemeinsam Hobby anfängt oder das Haus saniert oder die Wohnung umgestaltet.
Das sind alles Sachen, die können natürlich auch Zugehörigkeit anteilig bringen
oder ein gutes Gefühl mal kurzzeitig bringen.
Aber das Problem ist halt, da sind wir wie auf der Dachebene,
wenn man nur da oben arbeitet, dann ist es häufig so,
dass nach ein paar Wochen man doch wieder auf die Grundlagen zurückfällt
und man dann merkt, okay, wir kriegen es nicht hin.
Das hat nicht den Effekt von Leichtigkeit, Lebensmomenten, wie wir uns das erhofft haben.
Und das ist häufig ja auch in den ersten Coachings,
dass wir das merken, dass Paare schon vieles versucht haben
und aber auch gleich sagen, ja, da erkennen wir uns wieder.
Wir sind auch einen Kurzurlaub gefahren.
Wir haben auch versucht, die regelmäßigen Babysitter zum Essen gehen, zu engagieren.
Aber dann sitzen wir im Restaurant und merken, früher war es anders.
Wieso konnten wir uns früher denn so in der Tiefe ganz entspannt unterhalten,
von einem Thema zum nächsten Thema gekommen?
Es fühlte sich so gut an.
Da war das nicht so, dass man so lange Gesprächspausen hatte
oder man überlegt hat, nee, das Thema spreche ich heute Abend nicht an.
Das eskaliert gleich wieder oder dann kommen wieder Vorwürfe.
Ich erinnere gerade gestern,
in einer Situation, wo ich tatsächlich auch ein leicht unwohles Gefühl schon hatte,
denn wir waren tatsächlich gestern essen mit unserem Sohn und deiner Schwester
und neben uns war ein Paar an einem Tisch.
Sehr eng auch, ne, zu unserem Tisch.
Genau, saßen nicht weit weg.
Und wir haben genau das erlebt, was wir auch schon häufig beschrieben haben selber,
weil wir es eben oft beobachten, aber auch häufig Paare uns berichten.
Die beiden hatten keine Interaktion miteinander.
Die waren einfach nur. Die waren nur dort, um zusammen zu essen.
Und als sozusagen das erledigt war, saßen sie noch dort
und haben einfach keine Themen gefunden.
Das heißt, die waren sehr beschäftigt.
Also er hat eine längere Zeit im Handy geguckt
und sie teilweise auch.
Aber sie war zum Beispiel sehr viel mit unserem Tisch dann beschäftigt,
was wir so machen, was unser Sohn macht und so weiter.
Und ich hatte das Gefühl, sie sitzt quasi,
also sie hört uns die ganze Zeit zu
und sitzt irgendwie wie mit bei uns am Tisch.
Und es war. Es war noch nicht so unwohlig, dass man das aussprechen hätte müssen.
Es ist natürlich auch eine schwierige Situation zu sagen,
hey Leute, das fühlt sich komisch an,
dass ihr die ganze Zeit bei uns hier mit zugehört habt,
ihr nichts zu sprechen.
Kannst du auch schwer aussprechen an der Stelle.
Aber es ist irgendwie schon,
fühlt man sich ein bisschen beobachtet
und nicht so frei in dem, was man erzählt.
Weil man es einfach spürt an den Blicken und so weiter.
Dass, wenn der Sohn was sagt oder da irgendwie ein bisschen rumhampelt,
dass sofort die Blicke da sind und man weiß,
okay, da ist jemand aufmerksam.
Bei uns mit einem Tisch dabei.
Und das sind so ein paar, wie du es quasi gerade beschrieben hast.
Die haben dann vielleicht sich vorgenommen,
Mensch, wir gehen heute Abend mal schön essen zusammen,
nehmen uns einen Tisch im Restaurant
und dann sitzen sie dort und außer ins Handy gucken,
beim Nachbartisch zuhören,
nochmal irgendwie sagen,
ja, das Essen ist ja ganz lecker.
Ja, es schmeckt mir auch okay.
Also sie hat auch sehr viel mit dem Kellner kommuniziert.
Also sie hat auch ein paar Sachen, die ihr nicht gefallen haben.
Das habe ich nicht mitbekommen.
Ja, und dann. Aber das Spannende fand ich auch,
dass der Mann ganz überrascht guckte,
weil sie das vorher gar nicht ihm gegenüber ausgesprochen hat,
sondern dem Kellner gesagt hat.
Und der Kellner war so ein bisschen,
ja, darf ich da uns noch ein Expresso bringen oder so.
Deswegen hatten die den noch umsonst bekommen.
Aber das fand ich so spannend,
weil in dem Moment sah man halt auch,
die Kommunikation ist einfach schwierig.
Man erreicht nicht mehr dieses Gefühl von Zugehörigkeit,
wenn da die Grundlage nicht da ist.
Weil normalerweise würde man ja im ersten Kommunikationsschritt
dem anderen erst mal erzählen,
beim ersten sagen, hm, das schmeckt mir nicht
oder das wurde nicht,
so geliefert, wie ich mir es gewünscht habe.
Und dann ja erst jemanden dazunehmen.
Aber man sieht ja auch,
welche Ablenkung das dann bei anderen macht.
Also, weil wir haben jetzt ja Details über die
und was die so gesagt haben.
Also waren wir ja dadurch,
dass die so mit uns connected haben,
ist man automatisch in so einer Rückconnection irgendwie drin
und ist irgendwie so ein bisschen wachsam,
was da so passiert.
Weil eben, wenn man sich unterhält,
dann echt überlegt,
so erzähle ich das jetzt, erzähle ich das nicht.
Ich habe ja keine Zuhörer mit dabei.
Das ist unangenehm.
Aber das ist eben das, was dann Paaren passiert,
wenn das Fundament nicht stabil ist.
Denn wir haben immer zwei Seiten,
die wir uns ja angucken.
Wir haben einmal das Fundament
und einmal die Wunschbeziehung.
Und wenn man jetzt irgendwie sagt,
wir machen Kurzurlaub,
also Dinge, die so in Richtung Wunschbeziehung führen,
dann wird das nicht stattfinden,
nachhaltig, wenn man das Fundament nicht stabil hat.
Wenn man das Fundament stabil hat,
aber hat zu wenig Verbindung
in der Wunschbeziehung
und ist trennend an die ganzen Dinge,
weil man völlig unterschiedliche Vorstellungen
eigentlich vom Leben und der Wunschbeziehung hat,
dann funktioniert die Beziehung auch nicht.
Das heißt, wir brauchen eigentlich beides.
Wir brauchen ein stabiles Fundament
und wir brauchen einen guten Match
im Bereich Wunschbeziehung, Sinn im Leben,
gemeinsame Ziele,
damit das insgesamt harmoniert.
Und das ist ja auch das,
was in manchen Ratgebern dann so drin steht,
was du eben schon so angedeutet hast.
Durch etwas Gutes
kann man halt eine Verletzung nicht auflösen.
Ja.
ich dich mit meinem Verhalten verletze,
dann löse ich das
nicht dadurch auf, dass ich dich zum Essen
einlade oder dass ich dir einen netten
Zettel schreibe. Im Gegenteil. Dann habe ich dich zum
Essen eingeladen und dir einen netten Zettel geschrieben.
Das ist gut, aber das löst nicht
die Verletzung auf, die wir
gestern zusammen, oder die ich dir gestern
verursacht habe. Du musst dich jetzt so dran
denken, du hast mir ja eine Übernachtung in einem Hotel
geschenkt zum Geburtstag, wo wir
ja dann bald jetzt hinfahren. Und wenn ich mir überlege,
dass ich hätte
das Gefühl, dass dadurch irgendetwas
gut gemacht wird,
dann steige ich ja auch mit hohen Erwartungen
da ein. Also dann sitze ich
vielleicht in diesem tollen Hotel und denke so,
jetzt sollte es eigentlich so und so sein.
Und bin dann enttäuscht, weil
die Umgebungsebene
so schön ist, aber das zwischen
uns nicht so matcht mit dem, wie ich
mir das vielleicht wünsche für eine Beziehung.
Oder vielleicht konkret auch auf diese Verletzung
bezogen. Wenn du das Gefühl
hast, ich habe dir das geschenkt
wegen der Verletzung
und dann gehen wir da hin,
haben dort vielleicht sogar eine schöne Zeit miteinander,
kommen wir nach Hause,
und du merkst, die Verletzung ist
noch da. Wir hatten zwar
jetzt irgendwie eine schöne Zeit, konnten das
ausblenden, wenn das überhaupt noch ging.
Vielleicht haben wir gar keine schöne Zeit, weil wir es nicht ausgeblendet
bekommen. Oder man kriegt es gedeckelt.
Man kriegt es gedeckelt. Oder wir laufen dort
in die Gespräche hinein und kommen im Hotel
zum Rundumschlag, weil dann auf einmal
die Zeit dafür da ist.
Aber auf jeden Fall, selbst wenn das
eine schöne Zeit ist, man kommt zurück und man
spürt in sich hinein, wird man merken,
das war zwar eine schöne Zeit, aber es hat
nicht die eigentliche Verletzung gelöst.
Denn das passiert dadurch nicht.
Das heißt, wenn ihr irgendwo was liest in einem Ratgeber
von so einer Art Beziehungskontenmodell
und man muss einzahlen, um
abheben zu können und so weiter,
das sind alles Dinge, die
mögen, die stimmen auf mancher Ebene,
aber auf nicht der Ebene der emotionalen Verletzung.
Das stimmt so ein bisschen auf der Ebene,
wir nennen es ja auch Ausgleich von Geben und Nehmen.
Auf der Ebene
stimmt es so ein bisschen, dass man sagt,
wir müssen uns im Großen und Ganzen im Wir-Gefühl
als Team fühlen. Dass wir alle
die gleiche Energie in die Beziehung reingeben,
dass wir alle die gleiche Energie in die Beziehung reingeben,
und man eben auch so ein bisschen schaut,
wie sind Dinge aufgeteilt. Also wer
hat wie viel von, macht wie viel von,
das spielt schon eine Rolle. Also
wer verdient wie viel Geld, gibt wie viel Geld aus,
macht wie viel im Haushalt, kümmert sich wie viel um die Kinder,
hat wie viel Freizeit für sich und so.
Das sind natürlich schon Dinge, die sollten
im Ausgleich von Geben und Nehmen stimmig passend sein.
Aber es gibt
keinen Ausgleich von Geben und Nehmen auf Ebene
wer verletzt wen wie oft und wer
macht das wie gut, sondern es gibt
da nur das stabile Fundament oder ein
instabiles Fundament und dass man das klärt.
Woran merkt man denn, dass
das Beziehungsfundament
instabil ist?
Oder auch stabil ist? Genau.
Das ist bestimmt eine Frage, die viele so in sich
tragen. Also
man merkt das daran, dass man
in der Beziehung zum Kennenlernen
zurückgeht und dann
mal seine eigene Beziehung durchläuft
und wenn man auf dem Weg
sozusagen nur neutrale
und gute Gefühle hat,
dann ist das Fundament stabil.
Da wird jetzt jeder sagen, das gibt es ja
nicht, dass jemand nur neutrale
und gute Gefühle hat, wenn man so einen Film
von seiner Beziehung langlaufen
lässt. Es gibt sicherlich
schwierige Situationen
durch äußere Umstände,
aber auch Streitigkeiten, die man selber hatte,
Uneinigkeiten, emotionale
Verletzungen, an die man sich faktisch
erinnert, dass sie passiert sind.
Die Frage ist jetzt, machen die
heute noch ein Gefühl, wenn ich mich da nochmal
hineinversetze?
Also
letztens im Coach,
hatte ich das Beispiel, dass
jemand sich in die,
da waren wir ganz am Anfang an der Beziehungszeit
angekommen, da ging es um
erste Verletzungen und dann hieß es
ja, das ist wahrscheinlich auch noch
was, was meine vorherige Beziehung
bedingt, denn
dann merkte man schon
in der ganzen Gestik und Mimik,
okay, das verändert sich, da kommt
gerade Leid auf.
Mensch, gehen wir noch weiter zurück, wann war es
damals gut? Und dann merkte man,
da gab es ein Fremdgehen halt in der vorherigen
Beziehung.
Was unverarbeitet war,
es gab auch Dinge, die
ausgesprochen worden sind, wovon der andere
noch nie gehört hat, weil eben
noch so viel Leid da war, dass das bis jetzt nie
so ausgesprochen werden konnte.
Und wo man sagt, okay, da ist
das Fundament nicht stabil,
was derjenige mitbringt,
weil das aus der vorherigen Beziehung kommt.
Und das hast du daran gemerkt,
dass dann zum Beispiel Tränen in die Augen schießen,
die Stimme so ein bisschen
absackt, also dass deine
körperliche Reaktion zum Beispiel
ausgelöst wird,
in der Erinnerung. Ja, auch, dass
ein Stocken entsteht, Zittern in der Stimme,
man überlegt, spreche ich das aus,
spreche ich das nicht aus,
man merkt, die ganze Kommunikation
verändert sich. Wer das voll verarbeitet
hat, sagt, ja, das liegt daran, in meiner
vorherigen Beziehung, da ist mein ehemaliger
Partner fremdgegangen, das hat damals
in mir einige Gefühle ausgelöst und auch Prägungen,
die habe ich so und so verarbeitet, heute geht es
mir damit gut. Wenn ich dann zurückdenke, weiß
ich, dass das damals gebraucht wurde,
damit ich lerne, mich abzugrenzen, besser Nein
sage und im Heute bin ich jetzt in der
Beziehung, die ich haben möchte. Ich hätte dich
nie gefunden, wenn da dieses Fremdgehen
nicht passiert wäre. Dann weißt du, okay,
der hat es voll verarbeitet, der kann darüber
reden, was faktisch passiert ist,
kann sogar reden, welche Gefühle mal da waren,
aber bleibt selber in einer neutralen,
wertschätzenden Haltung.
Das heißt, derjenige hat es verarbeitet
und man
kann normalerweise viele Dinge nicht so
extrem verdrängen, dass man gar nicht
mehr ins Gefühl kommt, wenn man da sich hineinversetzt.
Und das ist eben, wenn man seine Zeitlinie
durchläuft, seine Beziehungszeitlinie
und merkt, da sind faktisch
Dinge passiert, die nicht gut waren, aber ich
kann die gefühlsmäßig recht
neutral erzählen, weiß,
was das Gute daran ist, wofür das gebraucht
wurde, dass sowas passiert,
dann habe ich das normalerweise
verarbeitet. Man kann natürlich
nochmal in sich prüfen, es gibt natürlich auch
ganz starke Verdränger,
die das in dem Moment immer
noch verdrängen, wenn sie es erzählen, wo man dann
nochmal auf andere Art und Weise das
beleuchten kann. Aber da wird es, finde
ich, meistens auch klar in dem Moment,
weil sie sagen, Sätze wie
ich schaue nur gern nach vorne,
alles, was in der Vergangenheit passiert ist,
ist für mich nicht wichtig.
Also da gibt es, finde ich, ja schon Anzeichen dafür,
dass Menschen das verdrängen.
Also wenn man die Zeitlinie durchgeht
und merkt, da kommen Gefühle in einem
auf, ungute Gefühle,
man merkt, dass auch körperlich
was mit einem passiert, bei einigen
Situationen, an die man sich zurückerinnert,
dann weiß man, das ist nicht
verarbeitet, das ist verdrängt.
Wenn das nicht verarbeitet und nur
verdrängt ist, dann
hat das Folgen für die Beziehung.
Und da können wir gleich mal darauf eingehen,
finde ich, welche Folgen hat das?
Denn vielleicht wäre ja die Frage jetzt, die sich
so manch einer stellt, naja,
wenn ich jetzt vor acht Jahren eine Verletzung hatte,
die habe ich nicht verarbeitet,
aber im Heute, was macht die im Heute
noch, die ist so acht Jahre her?
Die habe ich ja nicht tagtäglich präsent,
an die habe ich das letzte Mal vielleicht vor
sechs Jahren gedacht, aber
die habe ich die letzten sechs Jahre nicht mal daran gedacht
und jetzt nur, weil wir die Beziehungszeitlinie
durchgehen, ploppt das wieder
auf, das hatte ich völlig vergessen.
Und das ist ganz spannend, weil häufig vergessen
Menschen das ja nicht, sondern
sie speichern das anders
ab. Und das ploppt, finde ich,
immer gerne bei so Streitigkeiten
auf als Rundumschlag.
Dass Menschen Sachen hervorholen,
weil sie sich so
angetriggert fühlen durch einen Punkt,
der jahrelang zurück ist, also
nicht alle, aber viele machen das im Streit
gerne. Und das ist dann zu so einem
Konflikt kommen, wo einer sagt dann,
das kann ja nicht sein, da habe ich mich schon fünfmal
für entschuldigt, das ist ja schon so lange her
und warum bringst du das denn immer wieder hervor?
Und meistens ja auch so mehrere
Sachen, das ist ja nicht eine Sache, die man hervorbringt,
sondern so ein Rundumschlag ist ja
Sachen aus der Vergangenheit mit
Sachen aus der Gegenwart gemixt,
wo man das Gefühl hat im Streit,
es ist alles schlecht.
Daran merkt man, man hat es nicht verarbeitet.
Also wenn man Dinge verarbeitet,
nicht verdrängt, dann hat man keine Rundumschläge.
Die entstehen ja nur
daraus, dass das Fundament instabil ist
und auch wenn man sagt,
ich mache Dinge mit mir selbst aus,
ist das meistens auch etwas,
was bedeutet im übertragenen Sinne,
ich sorge da
alleine für, dass ich das verdränge.
Ich will da Gras drüber wachsen lassen
und gerade in der Beziehung mit jemandem,
mit dem man einen Alltag
gemeinsam hat, ist das kaum möglich.
Und wir unterscheiden ja auch
nicht bei Verletzungen
immer in so einzelnen Aufgabenbereichen.
Also wenn ich zum Beispiel im
Bereich Verbindlichkeit,
Zuverlässigkeit verletzt bin,
dann triggert mich ja nicht nur dieser eine
Lebensbereich in dieser Thematik an,
sondern ja häufig auch andere Sachen.
Beträgt sich.
Genau, wenn jemand dann zu spät kommt
oder eine Überweisung nicht macht,
obwohl das bisher immer geklappt hat,
dann entsteht ja auch schon so ein Filter
auf die andere Person und daran merkt man ja auch,
dass das Alte, was damit vielleicht gar nichts zu tun hat,
so direkt jetzt thematisch,
auch angetrieben ist.
Also unsere Vergangenheit prägt uns ja einfach.
Unsere Verletzungen prägen uns
und bringen das hervor in der Gegenwart,
was halt unverarbeitet aus der Vergangenheit da ist.
Also ich wäre bei Signalen
vorsichtig,
die so wären wie
jemand sagt, er macht Dinge mit sich selbst aus.
Würde ich immer so
hinterfragen.
Denn Dinge mit sich selbst ausmachen
innerhalb der Beziehung ist immer schwierig,
weil ich erfahre dann nie,
wie derjenige sich wirklich gefühlt hat,
der es mit sich selbst ausmacht.
Ich erfahre nicht, ob er es wirklich gelöst hat
oder nur verdrängt hat.
Ich muss aber die Konsequenzen mittragen,
wenn er es nicht ausreichend löst,
sondern nur verdrängt.
Und es findet keine Verhaltensänderung statt.
Ich weiß vielleicht gar nicht genau,
was den anderen verletzt hat
oder wie ich mich hätte verhalten können,
dass das für beide gut ist.
Deswegen sagte ich, ist das im Alltag schwierig.
Das kann ich vielleicht mit fremden Menschen machen.
Da gibt es ja auch
Prozesse, die wir anleiten, wie man innerlich Dinge
wirklich löst. Aber das macht man eben mit jemandem, den man aus der Vergangenheit kennt
und nicht mehr wiedersehen mag oder möchte oder mit dem, das sich lösen kann.
Oder Menschen, mit denen man das eben real nicht lösen will oder kann,
aber die eben nicht den gemeinsamen Alltag beeinflussen.
In der Beziehung sollte man immer offen aussprechen.
Also woran kann man jetzt nochmal sehen, dass Fundament bröckelig ist?
Man sieht es an der Kommunikation, dass die schwierig ist,
dass die eher mit wenig Wertschätzung stattfindet häufig,
dass es viel um das Thema Anerkennung geht, Recht haben vielleicht auch gilt.
Das ist eher so Tür- und Angelgespräche oder Gespräche über die Kinder.
Man fühlt sich missverstanden.
Ich meinte es gut und der andere explodiert.
Ich wollte gerne einen Wunsch äußern, der andere hört sofort einen Vorwurf.
Man kommt nicht mehr in die Tiefe bei Gesprächen.
Über Gefühle, Bedürfnisse spricht man nicht mehr so richtig.
Das ist schade.
Das ist schwierig.
Und dann natürlich, wenn man kein stabiles Fundament hat,
ist es auch schwierig, gute Werte und Ziele für die Zukunft aufzubauen.
Das Verrückte ist jetzt, dass ich auch hellhörig werden würde
oder auch in den Coachings immer hellhörig werde,
wenn ein Paar sich vorstellt und sagt, wir sind seit zehn Jahren zusammen,
wir streiten nie miteinander.
Wir haben eigentlich eine total harmonische Beziehung,
aber auf einmal ist sie jetzt fremdgegangen oder er.
Wir wissen gar nicht genau, was da passiert ist.
Das habe ich immer bei dem, also mein Schwerpunkt ist ja das Thema Affäre in den Coachings
und ab und zu ist es wirklich so, dass da ein Paar sitzt und die sagen,
wir sind das Vorzeigepaar schlechthin.
Alle anderen wissen davon jetzt nicht, was passiert ist.
Die könnten sich das nicht mehr vorstellen, wir streiten nie.
Es ist alles total harmonisch und vor allem, als die Affäre passiert.
Und dann lasse ich das immer gerne auch so stehen erst mal,
weil das ist ja deren Wahrnehmung.
Und dann gehen wir ja durch die Analyse durch und schauen
und relativ schnell zeigt sich aber auch das Mangelgefühl,
relativ schnell zeigt sich aber auch, dass vieles gedeckelt worden ist zum Beispiel,
dass doch andere Wahrnehmungen da waren,
dass da viele enttäuschte Erwartungen auch mal waren.
Da kann man gut mal in sich gehen und für sich selber reflektieren
und sich fragen, wie harmoniebedürftig bin ich?
Weil das ist häufig dann ein Thema,
dass einer oder beide sprechen dann so im Kennenlernen aus,
ich bin sehr harmoniebedürftig.
Ich brauche sehr viel Harmonie.
Ich mag Meinungsverschiedenheiten und Konflikte gar nicht gerne.
Und deswegen, ich versuche das immer so zu lösen.
Oder auch mal ein Verständnisfehler.
Mit Risse im Fundament meinen wir jetzt auch nicht die krassen Streitigkeiten,
die immer mit Türknallen und Beschimpfungen stattfinden.
Also emotionale Verletzungen müssen nicht immer so ablaufen,
so wie viele Menschen so klischeehaft den Streit kennen.
Also auch ignorieren kann ja eine emotionale Verletzung sein.
Ja und auch diese Harmoniebedürftigkeit,
die kann eben da sein und man ist emotional verletzt,
nur es kommt nicht zum Aussprechen.
Das heißt, man sagt das nicht, dass man verletzt ist
oder man sagt seine Meinung nicht,
weil das ja einen Konflikt hervorbringen könnte.
Was passiert dann?
Die Paare führen oberflächlich eine harmonische Beziehung,
aber innerlich brodelt es.
Innerlich ist da einiges los, was man in Schach halten muss.
Das kostet Energie und irgendwann kommt dann der richtig große Umschlag,
den man vorher schon ein paar Mal hätte haben können,
und vermieden hat. Und dann ist
eine plötzliche Trennung, plötzliche Affäre,
irgendwas, wo man sagt, Mensch, da habe ich
überhaupt nicht mit gerechnet.
Und dann sind beide total verwundert,
wie das passieren konnte.
Und dann realisieren sie so im Coaching,
stimmt, wir hatten
Verletzungen miteinander,
wir waren eigentlich im Konflikt,
wir haben die nur nicht offen ausgesprochen.
Das heißt, wir dachten, unsere Beziehung
wäre harmonisch, aber sie
war nur verbal harmonisch, aber
ansonsten nicht. Und das ist
ein ganz wichtiger Punkt, da würde ich auch immer
darauf achten und genau reflektieren,
ist die Beziehung harmonisch,
weil man wirklich Themen miteinander
klärt und das ist ja auch
ein wichtiger Aspekt im Coaching.
Wir haben ja gar nicht das Ziel,
wenn wir Paaren zeigen, wie man emotionale
Verletzungen, Konflikte löst,
dass diese gar nicht mehr eintreten sollen.
Das ist ja auch unrealistisch.
Das ist überhaupt
nicht realistisch und auch dadurch gar nicht das Ziel.
Und es ist auch nicht das Problem,
dass man Meinungsverschiedenheiten hat,
dass man
nicht in die gleiche Richtung laufen will
und einen Kompromiss braucht. Das ist alles nicht das Problem.
Das Problem ist der Umgang damit.
Und das, wo wir verändern,
den Umgang damit und der Umgang
einfach nur zu schweigen und das
in sich hineinzufressen, ist genauso
schwierig,
wie das Rausschreien und Rundumschläge
zu verteilen. Wir brauchen
das in einer wertschätzenden Art und Weise
miteinander eine Meinungsverschiedenheit,
eine Verletzung, einen Konflikt,
geklärt werden kann.
Wenn du diese Folge hörst
und merkst, das spricht
dich an, dein Fundament,
euer Beziehungsfundament ist nicht
mehr so stabil, wie
ihr euch das wünschen würdet, ihr seid vielleicht schon
in einer Krise oder merkt, dass
ihr euch auf dem Weg dahin bewegt,
dann meldet euch sehr gerne bei uns
für das telefonische Erstgespräch.
Das findet ihr bei uns auf der Website. Ihr geht auf
www.lebensidealisten.de
klickt auf Erstgespräch
und macht dann mit uns einen Termin.
Dann führt ihr ein erstes
kurzes Telefonat, meistens mit Laura
und wenn das thematisch passend ist
und Laura schon mal
die typischen Fragen abgeklärt hat, sodass wir
wissen, dass wir euch auch wirklich bei eurem Thema und Ziel
weiterhelfen können, dann kommt ihr
zu einem unserer Coaches oder zu uns
in das erste Kennenlernen
und Strategiegespräch für euch.
Wir wollen mal schauen, welche Folgen
hat das denn für die Beziehung, wenn das
Fundament bröckelt oder wie zeigt
sich das, wie wirkt sich das überhaupt aus?
Eine ganz klare Folge,
ist, wenn das Fundament eine längere
Zeit über bröckelig ist und
bleibt, ist, dass sich eine Distanz
zwischen zwei Menschen entwickelt.
Also, dass beide eher
für sich sorgen,
anstatt im Wir-Gefühl zu sein.
Also, es merkt man halt in der Kommunikation,
dass sie schlechter ist oder schlechter
bleibt, dass jeder vielleicht auch so ein bisschen
seinen Alltag so gestaltet, dass
man andere Gesprächspartner sich aufbaut,
also vielleicht zu seinen Eltern oder zu Freundinnen
oder zu Kumpels, eher den
Kontakt stärker hält, weil man da
eher so den Austausch sieht. Manchmal
entsteht auch so eine Frontenbildung innerhalb der
Familie, dass die Kinder zu einer Seite so ein bisschen
rüberwandern und
da Ausschluss dann passiert. Und diese
Lücke ist halt gefährlich. Also, eine dauerhafte
Lücke, die nicht phasenweise
aufgrund einer Sache begründet
ist, wie zum Beispiel ein Sprint bei der Arbeit
oder so, den man ganz bewusst macht, der
führt halt dazu, dass diese Lücke dann
sich immer weiter ausbreitet und es dann
häufig zu so etwas kommt, wie Fremdgehen,
Affäre, Fremdverlieben.
Oder Paare sagen, wir haben uns verloren.
Genau.
Gefühle sind nicht mehr da, wir sind
irgendwo verschieden abgebogen,
solche Dinge. Man hinterfragt sich, man
reflektiert immer mehr. Manche
berichten auch, dass sie sagen, da ist so eine
Distanz, so eine kühle Art
zwischen uns. Ich fühle mich viel alleine.
Ich frage mich,
ob das noch Sinn macht zwischen uns beiden.
Möchte ich so die nächsten fünf Jahre leben?
Stelle ich mir so mein Leben vor, so eine
Beziehung zu führen? Also es ist auch
viel Unzufriedenheit natürlich.
Und im Streit
zeigt sich das bei Paaren dann häufig in einer Konfliktspiele.
Konfliktspirale. Also dass man dauerhaft
in einer Unzufriedenheit und im Streit ist,
dass man manchmal gar nicht mehr weiß,
sind wir jetzt sozusagen wieder vertragen
miteinander? Oder fängt jetzt
ein neuer Streit an? Oder ist der alte
Streit noch bestehend, weil man ja nicht
mehr ins Gute kommt?
Also dauerhafter, unterschwelliger Konflikt,
in dem man immer wieder einsteigt und der wahnsinnig
viel Energie und Ressourcen kostet.
Manchmal sieht es ja auch anders aus,
weil Konfliktspirale heißt ja auch, dass die
Verletzungen und Streitigkeiten
immer mehr werden und immer eskalativer werden.
Zeitlich enger getaktet.
Und bei manchen ist es auch so,
dass sich das eben durch so einen Rundumschlag erstmal
alles entlädt. Und dann geht es
einem ein, zwei Wochen wieder einigermaßen gut.
Und dann merkt man, okay, jetzt fängt
quasi wieder dieses Aufbäumen an innerlich.
Dieses Aufstauen wird wieder ganz stark,
weil dieser Rundumschlag hat ja nichts gelöst.
Der hat nur erstmal so Energie entladen,
die man aufgestaut hatte. Aber
hat das eigentliche Problem nicht gelöst.
Und nach zwei, drei, vier Wochen ist man wieder im gleichen
Punkt. Und dann entlädt man sich erneut.
Und dann merkt man, dass das andauernd
dieses große Entladen gebraucht wird.
Dieser Energie, die sich aufstaut, weil man
die eigentlichen Ursachen nie angeht.
Es fällt einem natürlich schwer, auch Sachen
für die Zukunft zu planen, wie zum Beispiel Urlaub
oder irgendwelche Anschaffungen.
Wenn man das Gefühl hat, zwischen uns beiden ist es
instabil, dann möchte man
natürlich auch irgendwie so eine gewisse Flexibilität
haben, weil man ja auch dauerhaft so
vorsichtig unterwegs ist und sagt,
na, das ist mir zu weit in der Zukunft, das weiß ich nicht.
Oder mit dieser schlechten Stimmung kann
ich mir den Urlaub überhaupt nicht vorstellen.
Und das ist natürlich schade,
weil das ja auch, ich finde, Marzine in der Zukunft
können einem ja auch Energie geben und Zugehörigkeit.
Und man arbeitet
auf was zusammen hin, auf eine gemeinsame Zeit
freut man sich. Und wenn dieser Aspekt auch noch
wegfällt, dann lebt man ja nur noch in der
Gegenwart, was an sich ja
einfach auch vielleicht schön sein kann, aber
wenn das mit Unzufriedenheit geprägt ist,
ist das schon schwierig.
Oder durch entsprechende Vorerfahrungen
und dadurch die Brille da ist,
dass das nicht gut wird. Also, dass man
Aktivitäten meidet,
weil man da eben Konflikte miteinander hatte
wie Urlaube,
gemeinsam wandern gehen,
solche Dinge und dann
merkt, Mensch, da haben wir das letzte Mal
intensiv gestritten oder die letzten zwei Male.
Ich glaube, wir gehen lieber nicht mehr zusammen wandern.
Das ist zwar eine Aktivität,
die wir beide gerne machen und
freuen uns eigentlich, in den Bergen
unterwegs zu sein, aber
das führt immer zu einem Streit.
Und dann fängt man an, diese Dinge zu meiden,
die Distanz wird größer, die Verbindung
wird geringer. Manche Paare glauben
auch irgendwann, dass sie gar nichts mehr haben,
was einen verbindet. Und wenn man dann
so die Wunschbeziehung gemeinsam sich mal anschaut,
dann merkt man, wenn
das Fundament stabil wäre,
dann hätten die total viel mehr
viele Dinge, die sie miteinander gut machen könnten,
weil sie die gleichen Interessen haben, machen sie
aber nicht, weil eben das Fundament instabil ist und sie
dauernd bei diesen Dingen streiten.
Und eine wichtige
Folge ist ja auch, dass sich das
auf das Gesamtsystem überträgt. Also
alle Paare, die Kinder
haben, die kennen das wahrscheinlich ja auch,
dass Kinder natürlich
ihre Eltern lesen können. Und wenn man
in einer dauerhaften Unzufriedenheit
lebt, weil das Fundament bröckelig ist,
man in der Krise ist, dann sind die Kinder auch
in der Krise. Also in Eltern in der Krise
sind, sind die Kinder auch in der Krise.
Und wenn das sehr lange so geht, dann
nehmen Kinder natürlich auch Brillen und
Filter mit auf die Eltern auf.
Papa hat immer schlechte Laune, Mama ist
immer genervt.
Und das kann natürlich wiederum auch wieder
eine Folge Unzufriedenheit bei einem machen,
weil man sagt, so habe ich mir die Kindheit
meiner Kinder mir auch nicht
vorgestellt. So möchte ich das nicht. So möchte ich nicht, dass die
aufwachsen. So möchte ich nicht, dass wir als Familie
so leben. Die Kinder gehen mit
in Verantwortung. Genau. Sagen, streitet
euch nicht. Es werden keine Werte mit
gegeben. Man hat kein schönes Weihnachten.
Irgendwas Traditionelles fällt meistens
flach, wenn man sagt, oh nee, das mag er nicht
oder das mag sie nicht. Das lassen wir jetzt dieses Jahr.
Da gab es letztes Jahr so viel Ärger.
Ja, das ist immer, finde ich immer sehr,
sehr schade, wenn Paare sich bei uns melden
und das schon sehr lange so
ist, also jahrelang,
dass man dann auch sehen kann,
wirklich, was für Auswirkungen das auf die Kinder hatte.
Ja, man kann sagen, für eine Paartherapie ist
es eigentlich nie zu früh. Nee.
Wenn man in so einer Folge hier drin ist, dann
sehr wahrscheinlich, weil das
echt gut wäre, das zu tun. Denn ansonsten
wird man wahrscheinlich diese Folge gar nicht finden
oder hören.
Also es gibt keinen Punkt, der zu früh ist.
Lieber rechtzeitig,
bevor die große Krise da ist.
Die meisten kommen natürlich erst, wenn man in der
großen Krise ist, aber lieber frühzeitig.
Und gerade bei uns
in der Kommunikation Paartherapie und
Beziehungstraining ist es natürlich
extrem nachhaltig, weil
das, was man mitnimmt, das muss einem ja auch
bewusst sein. Selbst wenn es für die aktuelle Beziehung nicht
mehr reichen sollte,
hat man trotzdem die Themen geklärt, hat
vieles verstanden und kann in der nächsten
Beziehung Dinge anders machen und damit
dafür sorgen, dass zumindest diese
dann erfüllender und glücklicher verläuft.
Nochmal zu den Kindern.
Muss man ja auch immer bedenken, die Kinder,
die drücken den ganzen Tag STRG-C
und V, STRG-C und V,
die kopieren uns. Ja.
Und wenn wir eine total
schlechte Streitkultur haben, die eskalativ
ist oder wir so eine
oberflächliche Harmonie haben und nie Dinge aussprechen,
das kopieren die Kinder.
Und folglich werden die irgendwann
in ihrer Beziehung, wenn sie nicht hart
daran arbeiten, das zu verändern,
ähnliche Dynamiken haben. Deswegen ist es
umso wertvoller, wenn man Kinder hat,
frühzeitig dafür zu sorgen,
dieses Fundament zu stabilisieren, zu lernen,
wie man emotionale Verletzungen und Konflikte
nachhaltig löst, in der Beziehung
mit den Kindern gemeinsam
in der Familie stimmige Kompromisse schließen kann,
damit diese ganzen Dinge so nicht stattfinden.
Ja, was machen wir jetzt? Das Fundament
ist instabil. Das Paar
hört jetzt hier zu und sagt,
Scheiße, das ist meine Folge.
Ich finde mich hier total angesprochen
und es hört sich an,
als wenn ihr über mich redet.
Das haben wir nämlich auch häufig,
dass Paare sich genauso melden und sagen,
Mensch, da war so eine Folge. Ich habe das Gefühl
gehabt, ihr sprecht über unsere Beziehung.
Was macht man dann?
Dann sollte man im ersten Schritt,
wenn man jetzt die Folge alleine gehört hat,
mal ins Gespräch gehen mit dem Partner
oder der Partnerin. Man kann ja auch gerne so Podcast-Folgen
finden. Vielleicht auch unkommentiert,
das mal weiterschicken.
Das machen viele, das dann teilen und sagen, hey, ich hatte das Gefühl,
das geht über uns,
siehst du uns da auch.
Und dann hat der andere ja auch die Möglichkeit,
sich das entweder anzuhören oder nicht.
Oder mal anzuhören und auch erst mal sacken zu lassen.
Das ist ja immer anders wie bei so einem direkten
Gespräch. Man kann sich das ja auch erst mal anhören
und erst mal sacken lassen. Gar nicht selten ist
das so, dass manche auch sich ein paar Gedanken dazu
aufschreiben und die dann mit ins Gespräch nehmen.
Und dass man sich dann zusammensetzt
und mal darüber spricht.
Und klar, sollte man vielleicht nicht den Anspruch haben,
dass das jetzt das beste Gespräch aller Zeiten
wird, weil sich dann natürlich zwei
verletzte Menschen gegenüber sitzen
und die Neigung zu
Vorwürfen extrem hoch sein wird.
Aber finde ich auch so einen gewissen
Punkt vielleicht auch zu sagen, okay, wir versuchen
es jetzt einmal ganz kurz ohne Vorwürfe,
sondern nur mal die Fakten
auf den Tisch zu bringen im Abgleich.
Wir haben das und das
zusammen uns angehört oder getrennt angehört.
Siehst du das auch so? Siehst du
dich da an bestimmten Punkten, uns
an bestimmten Punkten wieder? Ja, nein. Was, wenn?
Also deine Themen, die du
als Erkenntnisse mitbringst.
Ich habe darüber so und so nachgedacht.
Und das kann ja auch schon mal,
und das berichten viele Paare dann ja auch,
Zugehörigkeit und Verbundenheit machen.
Also wir sagten das auch mal in einer Podcast-Folge
ja auch schon, Leid kann ja auch verbinden.
Aber dass das einfach mal ausgesprochen wird
und dass das mal hervorkommt und jeder einfach mal sagt,
was er wirklich denkt und fühlt.
Ohne dahin zu kommen,
dass man schaut, wer hat das
verursacht? Genau. Also es geht
gar nicht darum, dann herauszufinden,
wer ist denn jetzt quasi Schuld an
der Misere, wenn man von Schuld sprechen möchte.
Das tun wir in Coachings nie. Wir suchen nie
den Schuldigen. Tut das auch nicht.
Also schaut nicht, wer hat
das verursacht, dass man an diesem
Punkt gerade steht.
Da wird jeder sein Gefühl für sich haben und das
braucht es gerade nicht, das aufzuklären.
Sondern es wäre hier erstmal
sinnvoll, Einigkeit darüber zu haben, dass
man sagt, unsere Beziehung hat einen
gewissen Krisenlevel erreicht.
Wo auch immer der steht.
Und dann zu überlegen, was ist
für euch der stimmige Weg, Änderungen
herbeizuführen? Seid ihr eher
die Typen, die jetzt noch mehr Podcast
Folgen hören? Die Impulse
mitnehmen und versuchen, das selber zu lösen?
Habt ihr dafür auch die Zeit?
Könnt ihr euch diese Ruhe nehmen?
Oder sagt ihr,
nee, also wir haben die Zeit dafür gar nicht.
Wir sind schon
zu befangen. Wir sind schon zu weit fortgeschritten.
Wir wissen auch gar nicht genau, wo
wir damit anfangen sollen. Jetzt irgendwie
fünf Bücher lesen und
YouTube-Kanäle rauf und runter gucken, das
ist auch nicht unseres. Dann ist natürlich ein
Coaching oder eine Paartherapie sehr empfehlenswert.
Dann schaut man für sich
nach dem passenden Anbieter. Wenn man
diese Folge hört, dann ist es natürlich
logisch, zu uns zu gehen. Was sollte man sonst tun?
Ich glaube, wenn ich in so einer Situation bin,
ich wäre schon so ein Typ, ich würde mir recht
viel anhören. Und das berichten ja auch
viele, dass sie jetzt nicht nur diese Folge jetzt
hören, sondern erstmal gucken, wo finde ich mein Problem
in der Liste nochmal wieder?
Also was spricht mich an?
Ich würde vielleicht mal gucken, wie akut
ist das? Angenommen, vor drei Wochen
ist die Affäre aufgeflogen oder wurde ausgesprochen.
Dann würde ich
eher nicht lange recherchieren, sondern
handeln. Und wenn sich das
mit uns stimmig anfühlt, sich bei uns melden.
Wenn man sagt, nee, gute Impulse,
aber ich mag die beiden nicht, dann
irgendwo anders melden. Aber dann würde ich
da Hilfe holen. Aber wenn man merkt, bei uns
bahnt sich jetzt die Krise an,
das ist schon nicht so gut, aber eigentlich läuft es
auch schon seit einer Zeit lang schlecht. Und es kommt jetzt auch
nicht auf ein paar Wochen drauf an,
dass wir sofort uns Hilfe
holen, weil wir denken beide noch
nicht daran, dass wir uns nächste Woche trennen werden.
Wir können auch noch miteinander einigermaßen sprechen.
Wir haben auch manchmal gute Momente und lachen
noch zusammen, wenn das geht. Und ab und zu
kriegen wir es auch mal hin, ein richtig gutes Gespräch zu führen.
Dann kann man durchaus
sich Wissen holen, Impulse,
YouTube-Videos schauen und damit
versuchen, Dinge in Bewegung zu setzen.
Ja, wie gesagt, also ich habe auch
einige Menschen im Coaching, die, wenn jetzt
die Affäre rausgekommen ist, die sagen, ab dem Moment
bin ich losgerannt
sozusagen in der Thematik und habe mir
übers Wochenende sämtliche Podcast-Folgen
und andere Sachen, Videos angeguckt.
Die können teilweise schon
uns zitieren in den Podcast-Folgen
und haben sich dann am Montag bei uns gemeldet
und auch gesagt, brauchen wir dringend
und schnell einen Termin. Also die
schaffen in relativ kurzer Zeit sehr viel zu konsumieren
um sehr viel Klarheit,
das ist häufig auch das Thema Klarheit,
was möchte ich, was wollen wir,
welche Wege gibt es zu bekommen.
Und ich finde immer,
sich Hilfe zu holen ist ja nichts
Schlimmes. Also
es kann ja nicht schlimmer werden, wie es jetzt ist,
wenn man zu jemandem geht,
der eine Methodik hat,
der professionell arbeitet,
der einen Fahrplan hat.
Es ist ja genauso, wenn ich mir mein Bein breche,
dann ist die Wahrscheinlichkeit,
dass wenn ich zum Arzt gehe, relativ
groß in meinem Verständnis von Medizin,
dass mir geholfen wird,
dass das besser wird. Natürlich gibt es auch
Menschen, die könnten mir wahrscheinlich jetzt eine Amputation
vornehmen bei mir und das wird schlimmer.
Aber grundsätzlich ist ja,
wenn ich mir Hilfe hole, ist es immer ein guter Weg.
Ich muss halt die,
richtige Hilfe finden. Wenn ich zum Zahnarzt gehe,
kann mein Bein nicht gut versorgt werden.
Deswegen ist der Podcast ja auch sehr
hilfreich, um Vertrauen aufzubauen, zu hören,
wer sind wir, wie ticken wir,
wie ist unser Ansatz, unsere Methodik.
Wenn man so ein Thema hat,
was einen gerade betrifft, ist es übrigens
sehr empfehlenswert, mit den Suchfunktionen
zu arbeiten oder mit unserer Website
zu arbeiten. Wir haben ja inzwischen über 200
Podcast-Folgen und auch sehr viele
Blog-Artikel zu diversen Themen.
Und man kann entweder natürlich bei
Spotify und Apple wunderbar suchen,
und zum Beispiel eingeben, Affäre-Lebensidealisten
und findet dann alle
Podcast-Folgen
zum Thema Affäre von uns.
Das dürften einige sein inzwischen.
Man kann aber auf die Website gehen, da haben wir einige
Kernthemen. Wenn man dann auf den Blog klickt,
dann wird man in diese Unterbereiche
geführt und findet zum Beispiel eine
Seite, wo sich alles um
alle Blog-Artikel und Podcast-Folgen
zum Thema Affäre von uns
dreht. Da findet man quasi auf einem
Überblick alles, was zu dem
Thema von uns zur Verfügung gestellt wird.
Genauso wie beim Thema Fremdverlieben,
Fremdgehen,
Beziehung retten,
Harmoniesucht
überwinden. Also wir haben da einige
Kernthemen, auf die man
draufschauen kann, wo man dann
alles findet, was wir
dazu einfach an Inhalten zur
Verfügung stellen. Und das ja komplett
kostenlos, muss man ja auch sagen. Also man kann
sich ja auch erstmal komplett kostenlos
alle Inhalte, Raussuchungen konsumieren,
schauen, welche Sachen,
welche Lösungsstrategien, die wir da erzählen,
Podcast-Folgen in den Blog-Artikeln passen.
sind, stimmig sind und die
erstmal umsetzen.
Da kann man sich vorhin so ein Bild machen. Ich würde
sagen, an dem Punkt, wo man innerlich das
Gefühl hat, ich würde das schon gerne
mit denen machen und ich glaube, wir schaffen
das nicht alleine, dann macht das Sinn
auch dann, sich zu melden,
denn das, was man sich
so zusammensammelt,
das haben wir natürlich auch im Coaching ganz
komprimiert, weil wir ja immer dieses
Beziehungstraining dabei haben. Das heißt, man
hat verschiedene Module, durch die man geführt wird,
das ist der rote Faden,
die verschiedenste Hilfestellung
und Support, den wir leisten. Wir sind
viel enger an den Paaren dran, als
viele andere, durch unseren Support,
sodass man dann
durchaus die Abkürzung
nehmen kann und sagt,
es wird auch kein Vorwissen gebraucht. Also alles ist
so aufgebaut, selbst wenn man jetzt in eine
Folge reinhört und sagt, das klingt
gut, ich fühle mich angesprochen, ich glaube,
die können mir helfen, dann kann man sich
schon melden, weil alles, was ansonsten gebraucht
wird an Wissen und
wie man das alles durchführt und Co,
das wird alles im Kennenlernen und Strategietermin
vorgestellt, aufgezeigt
und dann wird das alles gemeinsam
mit uns erarbeitet.
Jetzt zum Abschluss vielleicht nochmal drei Sachen, die
man tun kann, wenn man merkt, man
ist in einer Krise und es liegt am Fundament
jetzt, wenn man die Folge gehört hat und das
Fundament ist bröckelig.
Step 1 bei uns ist immer, wann war es mal gut?
Also zum Kennenlernen zurückgehen,
das ist ein Punkt, wo es relativ sicher gut war
und dann sozusagen
innerlich die Zeit ein bisschen
vorspulen in der Beziehung,
sich Ankerpunkte im Außen suchen
oder mit dem Smartphone Bilder gucken,
was ist so passiert, das heißt, dass man
so ein bisschen seine eigene Historie
wieder hervorholt, das hilft einem sehr,
sich zu erinnern und dann zu schauen,
wann ist das erste Mal ein ungutes Gefühl
entstanden.
Also sozusagen die Beziehungslinie
aufzuarbeiten, nach emotionalen
Verletzungen zu schauen und die mal
rauszusuchen und zu schauen, in die erste
Analyse, die man selber machen könnte,
einzusteigen, was ist da, was hat
sich da alles aufgesammelt?
Wann haben wir uns im Wir-Gefühl
verloren?
Dann kann man bei uns auf der Website ganz unten im untersten Bereich
den kostenlosen Videokurs sich angucken.
Da ist ein Video
bei, das heißt, wie man sich richtig
entschuldigt. Und dann könnte man
diese erste Verletzung, die man gefunden hat, nehmen,
nimmt dieses Video als Anleitung
und entschuldigt sich auf diese Art
und Weise mal und guckt, ob das einen Unterschied
macht und welche Wirkung das
macht. Denn da geht es ganz klar
darum, objektiv zu beschreiben,
was war die Situation,
das eigene Gefühl zu beschreiben auf eine
bestimmte Art und Weise, nämlich mit dem
Basisgefühl. Und dann kann der
andere das Gefühl sehen, was er
gemacht hat, sich fürs Gefühl entschuldigen,
Verantwortung übernehmen und dann
mal schauen, welche Wirkung macht das?
Das dürfte sich schon mal ganz anders
anfühlen, als es sich bisher anfühlte.
Aber wie gesagt, das geht
natürlich dann, was ich schon vorhin einmal
sagte, wenn man noch gut miteinander sprechen kann.
Wenn man den Punkt hat, wo man sagt,
das können wir uns schon
gar nicht mehr vorstellen. Zusammen,
an sowas zu arbeiten,
dann sollte
man das Coaching nutzen.
Jeder gute Coach hat auch einen anderen
Coach, der ihm hilft. Denn das
Schwierigste ist immer die emotionale
Befangenheit. Und jeder Coach,
der auch in einer Beziehung oder Ehe ist,
der lässt auch da sozusagen ein paar
Coaching von anderen Coaches,
meistens aus unserem Umfeld,
die auch Systemempowering machen,
weiterhelfen. Denn
diese Befangenheit, das ist wirklich schwierig.
Wenn ich selber eine Situation habe,
wo ich Wut verspüre, dann kann
ich das ganze methodische Wissen haben.
Wenn das zu viel Wut ist, dann kann es sein,
dass ich das nicht richtig durchführen kann.
Genau. Viele Sachen kann man schon untereinander
sehr gut lösen. Aber natürlich für bestimmte
Themenbereiche ist es einfach immer
viel effektiver und leichter, sich
auch jetzt nicht so lange, sondern für
kurze Sequenzen mal immer Drittes dazu
zu holen. Genau.
Und vielleicht der letzte Schritt, das ist so drei.
Das letzte wäre vielleicht im Alltag
anzufangen, Situationen
auszusprechen. Nicht mehr aufzustauen.
Also das eine ist natürlich, die Zeitlinie
aufzuarbeiten, bis zur Gegenwart,
damit quasi der Punkt, wann war es mal
gut, im Heute ist. Aber
dann nicht wieder aufzustauen
und zu sammeln, sondern immer
mehr dahin zu kommen, eben hier und
jetzt die emotionalen Verletzungen auszusprechen,
wenn der richtige Rahmen da
ist, damit nicht man wieder
über lange Zeit sammelt und es
zu Rundumschlägen oder zu einem instabilen
Fundament kommen kann.
Ja, das zum Thema Fundament.
Ich denke, wir haben
hoffentlich,
jetzt sehr ausführlich einmal
geklärt, was das für uns bedeutet.
Ein Beziehungsfundament, wenn es instabil
ist, wenn es stabil ist. Was sind
Systemgesetze? Wie arbeitet man
so grob damit?
Es ist schwierig, das alles immer so in einer
Podcast-Folge unterzubringen, weil es natürlich auch
so viele verschiedene Bereiche gibt und so viele
verschiedene Paare und Fälle, die man
gar nicht alle abdecken kann. Solltest
du hier zugehört haben und merkst,
dass dich dieses Thema betrifft
und euer Beziehungsfundament
ist nicht so stabil, wie ihr euch
das wünschen würdet, ihr habt Konflikte
miteinander und dadurch entsprechende
Auswirkungen, die ihr spürt, dann
meldet euch sehr gerne bei uns fürs telefonische
Erstgespräch und wir schauen gemeinsam, wie wir
euch am allerbesten unterstützen können.
Danke fürs Zuhören. Bis bald.
Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
Podcast Summary
Key Points:
Ein stabiles Beziehungsfundament basiert auf Werten wie Vertrauen, Treue und Zugehörigkeit, aber auch auf der Einhaltung von Systemgesetzen, die Verletzungen und Risse verhindern.
Risse im Fundament entstehen durch wiederholte emotionale Verletzungen, oft durch ungelöste Gefühle, die innerlich verdrängt werden und zu einer Abkühlung und Distanz führen.
Die Beziehungsfundamente funktionieren wie ein Doppelhaus
Nur durch direkte, wertschätzende Kommunikation gelingt es, Verletzungen zu klären – nicht durch oberflächliche Aktivitäten wie Kurzurlaube oder Hobby-Neugründungen.
Ein instabiles Fundament führt zu Konfliktspiralen, ständigem Stress, Vermeidung von gemeinsamen Aktivitäten und negativen Auswirkungen auf Kinder und Familien.
Man merkt an einem instabilen Fundament, wenn sich unerwartete Emotionen bei Erinnerungen auftreiben, Rundumschläge auftreten oder ein Gefühl von Distanz und Abgekühltheit entsteht.
Es ist entscheidend, das Fundament nicht nur zu analysieren, sondern aktiv zu sanieren – durch Entschuldigungen, Ausdruck von Gefühlen und gemeinsame Gespräche.
Eine wertvolle Hilfe ist ein Coaching, das die emotionale Befangenheit berücksichtigt und den Weg zur wahren Wiederherstellung des Fundamentes unterstützt.
Summary:
Ein stabiles Beziehungsfundament ist die Grundlage für eine glückliche, harmonische Beziehung und basiert nicht allein auf Werten wie Vertrauen oder Treue, sondern vor allem auf der Einhaltung von Systemgesetzen. Wenn diese verletzt werden, entstehen Risse, die sich durch wiederholte, ungelöste Emotionen ausbreiten und zu Distanz, Abkühlung und Konfliktspiralen führen. Diese Prozesse sind nicht immer offensichtlich – oft manifestieren sie sich in Rundumschlägen, Emotionen bei Erinnerungen oder einem Gefühl von Verlust der Zugehörigkeit.
Ein entscheidender Punkt ist die direkte, wertschätzende Kommunikation, die es ermöglicht, Verletzungen zu klären, ohne sie zu verdrängen. Obwohl surfende Aktivitäten wie Kurzurlaube kurzfristige Positive Effekte haben, lösen sie die tiefen Ursachen nicht. Ein instabiles Fundament führt zu einem Mangel an Verbindung, zu emotionaler Belastung und negativen Auswirkungen auf Kinder und Familien.
Die Wiederherstellung beginnt mit der Erkennung: durch die Analyse der Zeitlinie, der Suche nach frühen positiven Momenten und dem Verstehen, wann und warum emotionale Verletzungen entstanden sind. Durch aktive Entschuldigungen, offene Gespräche und professionelle Unterstützung im Coaching kann ein neues, stabiles Fundament aufgebaut werden. Es ist wichtig, frühzeitig zu handeln, bevor die Krise eskaliert, und zu erkennen, dass eine wertegeleitete, emotionale Verarbeitung entscheidend für eine langfristige Beziehung ist.
FAQs
Ein stabiles Beziehungsfundament basiert auf Werten wie Vertrauen, Treue und Zugehörigkeit. Es wird durch die Einhaltung von Systemgesetzen und die Vermeidung von emotionalen Verletzungen gestärkt und dient als Grundlage für eine harmonische Beziehung.
Risse entstehen durch wiederholte emotionale Verletzungen, die nicht nachhaltig geklärt werden. Auch kleine, tägliche Vergehen, die sich über die Zeit akkumulieren, führen zu einem instabilen Fundament.
Verdrängung führt zu dauerhaften Rissen und schafft eine innere Spannung. Wenn Verletzungen nicht verarbeitet werden, entstehen Rundumschläge und die Beziehung wird instabil.
Es führt zu Schwierigkeiten im Gespräch, zu wenig Wertschätzung und häufigem Miteinander von Vorwürfen. Menschen fühlen sich missverstanden und kommen nicht mehr in die Tiefe bei Gesprächen.
Eine harmonische Beziehung, die keine echten Konflikte oder Verletzungen behandelt, ist nur äußerlich. Das Fundament bleibt instabil, und innen brodelt es, was zu späteren Krise und Trennungen führt.
Man merkt es an wiederholten Emotionen, körperlichen Reaktionen wie Zittern oder Tränen, an einer Distanz zwischen den Partnern und an Rundumschlägen aus der Vergangenheit.
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