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SPOTLIGHT #82: Handwerk: interessanter Markt für Private Equity?

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SPOTLIGHT #82: Handwerk: interessanter Markt für Private Equity?

Im Podcast erläutert Torsten Denker von SuXedo Partners, warum das deutsche Handwerk, speziell die technische Gebäudeausrüstung (z.B. Heizung, Elektro), ein äußerst attraktiver Markt für Private-Equity-Investoren ist. Treiber sind das starke Marktwachstum aufgrund von Wohnungsmangel, Sanierungsbedarf im öffentlichen Bereich, Energieeffizienz und ESG-Kriterien sowie die extreme Fragmentierung des Marktes mit über 1000 potenziellen Übernahmekandidaten. Die große Chance für Finanzinvestoren liege darin, diese fragmentierten Betriebe zu konsolidieren und durch Modernisierung wesentlich zu professionalisieren. Zentrale Wertsteigerungshebel sind die Digitalisierung (z.B. Einführung branchenspezifischer ERP-Systeme), die Verbesserung von Recruiting und Ausbildung sowie die Zentralisierung administrativer Bürokratie, um die operativen Teams zu entlasten. Bei der Integration sei Fingerspitzengefühl nötig, um die Agilität und Identität der einzelnen Betriebe zu erhalten. Als potenzielle Exit-Käufer für eine aufgebaute Plattform identifiziert Denker vier Gruppen: strategische Investoren (z.B. internationale Konzerne), bestehende Roll-ups von Finanzinvestoren, große Handwerksgruppen sowie andere Finanzinvestoren, die einen neuen Markteinstieg suchen.

Transcription

1214 Words, 8158 Characters

German
Dieser Podcast wird präsentiert von "Herter & Co", einem Unternehmen der Teneogruppe, ihrem unabhängigen Finanzierungsberater für Unternehmen und Finanzinvestoren. Erfahren Sie mehr auf www.herterminusco.de Spotlight von WhatsApp-Copped Finance, der Podcast on the Go. Wir bringen für euch aktuelle Themen auf den Bund. Heute begrüßt euch Isabella Alessa Bauer. Wie spannend ist Handwerk für Private Equity. Torsten Denker von SuXedo Partners hat dazu eine klare Meinung. Ich freue mich, dass es ihr heute mit uns teilt. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Spotlight. Ich bin Isabella Alessa Bauer. Du hast ein erstes Schöner, dass du das? Ganz herzlichen Dank für die Einladung, liebe Isabella. Freut mich sehr, dass wir uns heute zu einem der wohl aktuell spannendsten Märkte im mittelständischen MLA austauschen können. Da hast du auf jeden Fall eine sehr klare Position. Du sagst Handwerk ist einer der vielversprechendsten Märk für Private Equity. Warum ist das so? Anfang würde ich ganz gerne das Thema Handwerk, wenn wir mal ein bisschen abgrenzen. Wir reden heute im Wesentlichen über technische Gebäudeausrüstungen. Also Heizung, Klimakälte, Lüftung, Sanitär, Elektroinstallation, Brandschutz, Gebäude, Sicherheit und so weiter. Es gibt ja noch zahlreiche weitere Handwerksegmente. Nachdem sich das Sinzenivot stabilisiert hat und diverse Förder- und Infrastrukturprogramme aufgelegt wurden, zieht der Markt aktuell ganz klar an. Zum einen getrieben aus dem Thema Wohnungsknabheit in Ballungszentren, der ist gleichzeitig aber auch Sanierungsstauböfentlichenbereich, beispielsweise Schulen, Krankenhäuser und so weiter. Dann die ganze Kapitel-Energie-Effizienz, aber auch Investitionsmaßnahmen bei Industrieunternehmen. Und dann dazukommen noch Spezialthemen wie zum Beispiel Data Center. Das heißt, der Markt hat enorm viel Wachstumspotenzial und zahlt halt auch voll auf die ESG-orientierung von vielen Investoren ein. Das würde ich aktuell halten. Und gleichzeitig, und das macht es, glaube ich, gerade für Finanzinvestoren, besonders spannend ist der Markt extrem fragmentiert. In Deutschland, vor allem auch im Vergleich zu den Nordiks, also zu anderen Ländern wie den Niederlanden, wo die Konsolidierung schon deutlich weiter vorangeschritten ist. Wir haben uns den Markt mal so zu den Angeschauen, denn in Deutschland gibt es weit mehr als 1000 Unternehmen, mit einer relevanten Größe, die potenzielle Übernahmekandidaten sind. Okay, also das spricht einig ist dafür. Das habe ich jetzt auf jeden Fall besser verstanden. Gibt es denn innerhalb der Blanche Favoriten sozusagen, also was interessiert Investoren besonders und wo steckt viel Potenzial drin? Ich denke, dass das Handwerk in Deutschland an vielen Stellen noch etwas eingefahrene Strukturen aufweist. Und wenn man es schafft, diese aufzubrechen und die Unternehmen mal etwas zu modernisieren, ein bisschen moderner zu machen, dann hat das extrem viel Potenzial. Da fällt einem natürlich sofort das Thema Digitalisierung ein, also dass man beispielsweise spezielle ERP-Systeme für das Handwerk nutzt und dann bei diesen mittelständischen Unternehmen einführt, das spielt sicherlich eine zentrale Rolle. Viele Inhaber von Handwerksunternehmen haben darauf einfach keine Lust mehr gehabt oder keine Lust mehr aktuell und machen weiter wie bisher. Damit haben die ja auch viel Geld verdient und sind bisher nicht schlecht damit gefahren. Da ein anderes Beispiel werfe, noch das ganze Thema Recruiting und Ausbildung. Wenn man hier es schafft, größere Einheiten zu bilden, dann hat das ein enormes Potenzial. Man kann z.B. und das machen auch einige Akademien für Außenweiterbildung einrichten und dann eben mit größeren Einheiten den jungen Menschen oder generell auch für das Thema Fortbildung eben Potenziale aufzeigen. Und durch die gestiegene Komplexität der technischen Systeme gibt es hier permanent Außenfortbildungsbedarf. Jetzt ist es ja so, dass wir, wenn wir im Perfekt-Equity sprechen, dann ist der Einstieg off mit einem Plattformkonzept verbunden. Das heißt, da wird über Bayern Bild zugekauft. Welche Herausforderungen siehst du dafür die Finanzinvestoren, wenn ich kleine Betriebe integriere muss? Ich denke da jetzt ganz erst mal an die Befindigkeiten der Eigentümer. Ja, das ist ein guter Punkt. Weil wir reden ja häufig über kleinere Firmen, die so 30 oder 100 Leute haben. Und die sind auch deshalb natürlich so erfolgreich, weil sie wendig sind und schnelle Entscheidungen auf Inhaber-Ebene getroffen werden können. Wenn jetzt einer kommt und da sozusagen ein Schema-F-Drübers stülp, dann verlieren die Firmen natürlich ihre Identität. Und gleichzeitig ist es aber auch wichtig, wenn man dann später als Finanzinvestoren wieder ein Richtung Exit denkt, dass man gewisse Smarts an Integrationsarbeit leistet, um das Unternehmen dann auch wieder gut verkaufen zu können und da halt dann auch die entsprechenden Mehrwerte vergüttet zu kriegen. Ein paar Punkte habe ich eben schon mal zhaft, die da eine Rolle spielen, das eine ist das Thema Software-HAA-Prozesse. Aber auch Marketing wird immer wichtiger in diesen Branchen und dann das ganze Thema Zertifizierungen und so weiter. Das heißt, man muss den Leuten vor Ort einfach die, ich nenne es mal lestigen Themen zentral abnehmen, sodass man sich wieder viel stärker auf die operativen Themen konzentrieren kann. Sie habe es persönlich auch häufiger gesehen, dass es gerade die Verkäufer wieder richtig aufblühen und deutlich länger als geplant in dem Unternehmen verbleiben, wenn man in diese ganze Bürokratie einfach abnehmen kann. Ja, das ist ja auch eine signifikante Erleichterung. Dann wollen man sich einfach wieder back to basic so es eigentlich geschäft. Genau. Das muss man wahrscheinlich nur richtig transportiert bekommen. Wenn ich dann so eine Platz vom gebaut habe, wer sind denn die potentiellen Käufer? Also da gibt es aus meiner Sicht vier Gruppen, die man da benennen kann. Zum einen sind es strategen. Da hat jetzt gerade im letzten Jahren einige Transaktionen stattgefunden. Man kann z.B. an Winchidenken aus Frankreich, die haben ja zuletzt eine Zimmer- und Helbe von der VW-Equity-Partner gekauft und R&S. Dann Appliona, zweiteres Beispiel, die eben das Smart Energy Group gekauft haben oder Speed, die auch laufen eigentlich in meinem Markt aktiv sind. Dann die zweite Exit-Gruppe, die relevant sind, einfach bestehende Roll-ups von Finanzinvestoren, die bisher klar auf ein, zwei Gewerke fokussiert sind. Und ja, da gibt es sicherlich mehr als zwei Handvoll heute, die bereits einige Firmen übernommen haben. Dann als dritte Gruppe würde ich mal etwas weitergefasst, die sogenannten Handwerksgruppen zählen, die im Prinzip mehrere Gewerke vereinen. Hier kann man als Beispiel mal an für einen Handwerkspartner. Ich glaube vor zwei Jahren war das die Transaktion gelaufen ist. Das Familie Office von Goldbeck hat die gekauft oder Philipp Mecklenburg und FSN-Cabbitl hat noch die Handwerksgruppen aus den Nordiks-Importfolio, die jetzt zuzusebe in Deutschland auch anfangs erste Zugäufe zu tätigen. Und last but not least, eben Finanzinvestoren, die eine neue Gruppe aufbauen wollen. Mehrlichen letzter Zeit einige Anfragen bekommen, man sieht, dass der Markt einfach sehr stark im Fokus ist. Und das macht natürlich dann Sinn, wenn eine tagelten gewisse Größenordnung hat. Ich würde mal sagen, so ab etwa 15 oder 20 Millionen Leistungen und auch natürlich, wenn die Verkäufer lust haben, die Plattform gemeinsam mit dem Investor weiter auszubauen, also nicht unbedingt die typischen Altersnachfolge fälle. Ja, die Thorsten, vielen Dank. Ich glaube, ist es klar geworden, was an dem Markt so spannend ist und welche Entwicklungspotenziale es da noch gibt. Vielen Dank für deine Einordnung. Ja, ganz herzlichen Dank, Isabella, hat Spaß gemacht. Ja und liebe Hörder, schön, dass ihr wieder dabei wart und natürlich auch sehr gerne bis zum nächsten Mal. Vielen Dank an Hertha und Co, einem Unternehmen der Teneogruppe für das Bonsoring der heutigen Folge. Mehr dazu auf www.Hertha-Co.de Musik, What's the Angel und What a Wonderful Day von Shane Evers. www.sirwamensound.com

Podcast Summary

Key Points:

  1. Das deutsche Handwerk, insbesondere im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung, bietet aufgrund von Marktwachstum (u.a. getrieben durch Wohnungsbau, Sanierungen und ESG-Themen) und extremer Fragmentierung großes Potenzial für Private-Equity-Investoren.
  2. Wesentliche Wertsteigerungshebel liegen in der Modernisierung fragmentierter Betriebe durch Digitalisierung (z.B. ERP-Systeme), verbessertes Recruiting/Ausbildung und die Zentralisierung administrativer Aufgaben wie Marketing oder Zertifizierungen.
  3. Erfolgreiche Integration erfordert sensibles Management, um die Identität und Agilität der übernommenen Betriebe zu bewahren, während Synergien geschaffen werden.
  4. Potenzielle Exit-Käufer für konsolidierte Plattformen sind strategische Investoren, bestehende Roll-ups, große Handwerksgruppen und andere Finanzinvestoren, die neue Plattformen aufbauen möchten.

Summary:

B. Heizung, Elektro), ein äußerst attraktiver Markt für Private-Equity-Investoren ist. Treiber sind das starke Marktwachstum aufgrund von Wohnungsmangel, Sanierungsbedarf im öffentlichen Bereich, Energieeffizienz und ESG-Kriterien sowie die extreme Fragmentierung des Marktes mit über 1000 potenziellen Übernahmekandidaten.

Die große Chance für Finanzinvestoren liege darin, diese fragmentierten Betriebe zu konsolidieren und durch Modernisierung wesentlich zu professionalisieren. B. Einführung branchenspezifischer ERP-Systeme), die Verbesserung von Recruiting und Ausbildung sowie die Zentralisierung administrativer Bürokratie, um die operativen Teams zu entlasten.

Bei der Integration sei Fingerspitzengefühl nötig, um die Agilität und Identität der einzelnen Betriebe zu erhalten. B. internationale Konzerne), bestehende Roll-ups von Finanzinvestoren, große Handwerksgruppen sowie andere Finanzinvestoren, die einen neuen Markteinstieg suchen.

FAQs

Der Markt bietet enormes Wachstumspotenzial durch Themen wie Wohnungsbau, Sanierung, Energieeffizienz und ESG-Orientierung. Zudem ist er extrem fragmentiert, was Konsolidierungsmöglichkeiten eröffnet.

Im Wesentlichen geht es um technische Gebäudeausrüstung wie Heizung, Klima, Lüftung, Sanitär, Elektroinstallation, Brandschutz und Gebäudesicherheit. Diese Bereiche profitieren stark von aktuellen Markttrends.

Investoren sehen Potenzial in der Modernisierung eingefahrener Strukturen, etwa durch Digitalisierung mit speziellen ERP-Systemen. Auch Themen wie Recruiting, Ausbildung und Fortbildung bieten Chancen für Effizienzsteigerungen.

Kleine Betriebe können ihre Identität verlieren, wenn standardisierte Prozesse übergestülpt werden. Wichtig ist, zentrale Aufgaben wie Software, Marketing oder Zertifizierungen zu übernehmen, um operative Freiräume zu schaffen.

Potenzielle Käufer sind Strategen wie internationale Konzerne, bestehende Roll-ups von Finanzinvestoren, Handwerksgruppen mit mehreren Gewerken sowie neue Finanzinvestoren, die Plattformen aufbauen möchten.

Eine Investition macht Sinn ab etwa 15-20 Millionen Euro Umsatz, wenn die Plattform eine gewisse Größenordnung erreicht hat und die Verkäufer bereit sind, gemeinsam mit dem Investor weiter zu expandieren.

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