1. Sophie Schinko, Zuckerbäckerin vom Café Goldfisch in Moritzburg
29m 41s
Sophie Schinko, Konditormeisterin und Inhaberin des Café Goldfish in Moritzburg, stellt sich in diesem Podcast als leidenschaftliche Puristin vor. Ihre Liebe zur Konditorei begann mit einem Kinobesuch und dem Film „Chocolat“, doch sie absolvierte zunächst ein Französischstudium, bevor sie 2015 eine klassische Konditorausbildung in Wien begann. Dort lernte sie in einer traditionellen Backstube, in der alle Produkte täglich frisch und von Hand hergestellt wurden – von der Sachertorte bis zum Apfelstrudel. Diese Erfahrung prägt bis heute ihre Arbeit: Im Café Goldfish verzichtet sie weitgehend auf Convenience-Produkte, arbeitet saisonal und bezieht hochwertige Zutaten von Großhändlern. Ihre Kreationen vereinen österreichische, französische, italienische und böhmische Einflüsse, wobei sie auf schlichte Eleganz und klare Aromen setzt. Besonders stolz ist sie auf ihre Sachertorte, die sie nach der Original-Variante (aufgeschnitten mit Marillenmarmelade) zubereitet, jedoch nicht nach dem geheimen Rezept des Hotels Sacher. Trotz ihrer Offenheit für Trends bezeichnet sich Sophie Schinko als „progressiv konservativ“ – sie lässt sich inspirieren, bleibt aber ihren handwerklichen Wurzeln treu. In der Branche beobachtet sie eine zunehmende Zahl von Konditorinnen, was sie als positive Entwicklung wertet.
Der Ursprung war, dass ich mit meinem Vater im Kino war und den Film Schokolag gesehen habe und oft im Heim, wie gesagt, hab eigentlich Möchtig partizier werden. Wenn man jeden Tag zwei Stunden mit Möbter kämpft, dann ja, da erzählt am Tag niemand mehr was. Die süße Kunst. Ein Podcast über Konlitorie und des Seers in und umdrehen. Hallo und herzlich willkommen zu "Die Süße Kunst", einem Podcast über handwerklich Konlitorie-Kunst und Patisserie in und umdrehen. Mein Name ist Janos Schwörster. Ich bin wissenschaftlicher Mitarbeiter am deutschen Archiv der Kulinarik an der SLOB-Dreisten. Neben mir sitzt Prof. Joseph Marzarat, Ernährungshistoriker von der TU-Dreisten. Zusammen haben wir 2025 eine Ausstellung zur Geschichte der Konlitorie und der Desers gemacht. In unserem Podcast lassen wir aktive und ehemalige Konlitorinnen und Patissiers zu Wort kommen. Wir wollen von Ihnen wissen, was bietet die handwerkliche Konlitorie heute? Aus welchen Produkten wird die feine Patisserie hergestellt? Welcher Stil oder Trend ist heute angesagt? Gibt es exklusite Desers auch in der DDR? Und was trinkt man eigentlich am besten zum Abschluss eines Menüß? Kaffee oder doch lieber einen Edeln Süßwein? Heute zu Gast ist Sophie Schinko. Sie ist Konditormeisterin und Inhaberin des Kaffee Goldfish in Mooritzburg. Ja, dann erste Frage. Ich frage gerne am Anfang immer, ob es Konditoreie Erzeugnisse gibt, die Sie besonders gerne mögen. Ich bin eher der Porist. Also ich, es wahrscheinlich am liebsten ein ganz einfaches richtig gutes Butterkrosshorn. Oder schwierig. Ich ist kaum was Süßes. Aber Krosshorn kann auch wunderbar sein, das leichtes Knacken am Anfang. Und eine weiche Kernschöneblätterung Butter. Also ohne Marmelade. Wenn es richtig gutes Brauch, kann ich keine Marmelade. Nein, aber je schlichter, das ist besser. Ja, sehr schön, puristisch. Mir ist auch in den Shingen gekommen, wenn man die Speisekarte ihres Kaffee Goldfish anschaut. Da gibt es Espresso, Kapucino und dann gibt es ein Verlänger, ein Kleinbrauen, eine Wiener Milonsch. Ja. Das sind ja auch Bekenntnisse sozusagen. Könnte man sagen, dass auch ihre Konditoreie sich an Italien und Österreich orientiert. Oder gibt es dann auch andere Orientierung. Nein, also das Kaffee ist ganz stark geprägt von meiner Ausbildungshighten in Österreich. Natürlich aber auch von kulinarischen Reisen oder Reisen generell nach Frankreich, aber auch Italien. Und also gerade auch ein hervorragender Espresso, ganz wieder ganz schlicht, ganz puristisch, passt ganz wunderbar zu einem Stück Kuchen, zu Schokolade oder auch was leicht fruchtiges. Ja, genau. Gibt es da bestimmte Kuchen oder Gebäcker, die sie jetzt diesen Ländern zuordnen wollen, also ihrer Konditoreie? Also gerade bei Österreich, nachdem ich meine Ausbildung da gemacht habe, natürlich die Sachertorte, die der Apfelstrude, aber auch die erste Hase stitte. Das ist ja auch was, was man da schon so gut wie gar nicht kennt. Meine französischen oder meine Vorliebe für Frankreich kommt, spiegelt sich in den ganzen Tats wieder vor einem Zitronentat natürlich. Setzt sich aber auch fort in den einer Himbertat. Aber es wird auch dann wieder ganz, ganz bodenständig mit einer Ströseltat, mit Haus aus dem eigenen Garten geernteten Zwetschen. Also ich versuche so die diversen kulinarischen Anker, Geschmacksanker, die mich geprägt haben von Kindheit an zu verbinden, also von Österreich, die bürmische Küche, französische Einspränzel und einfach Sachen, die gut schmecken. Vielleicht müssen wir der Stelle einfach mal fragen, wie sind sie sozusagen zu dieser Konditoreie gekommen? Ich weiß, es war eigentlich erst ein Studium da und dann doch die Liebe zur Konditorie, so Partyserie, wie ist das abgelaufen? Wie ist es dann im Schluss zum Café Goldfisch gekommen? Gebackten habe ich sehr früh damit angefangen. Der Ouspunkt war, dass ich mit meinem Vater im Kino war und den Film Schokolad gesehen habe und oft im Heim wie gesagt habe eigentlich möchte ich Partysier werden. Es gab den berechtigten Einwand dafür, braucht man keinen Abitur, Abitur wollte ich unbedingt machen. Dann habe ich Französisch gelernt, ich wollte unbedingt Französisch vertiefen und meine Franco-File-Ader-Ausleben und habe Französisch studiert, aber die Leidenschaft fürs Backen ist einfach geblieben. Dann verfestigte sich der Wunsch selber einen Café aufzumachen, aber ich bin niemand der Hasad spielt, deswegen wollte ich das unbedingt auf soliden Füße stellen, habe gesagt, ich möchte eine Ausbildung machen, eine Konditoren-Ausbildung. Das war dann immer der Gedanke, wo will ich das machen und sehr schnell war für mich gleich, möchte ich das in Wien machen. Ich habe bürmische Wurzeln, das heißt, ich bin mit Apfestrudelsachertorte, Fruchtnödeln und Paprikahinchen, Paprikaschoten, großgezogen worden. Da war eine ganz tiefe, innige Verbindung immer nach Österreich und zu der Karnkarküche. Dann habe ich mich noch im Rahmen meines Wernthmens Masterstudiums für eine Ausbildung beworben in Wien. Ich glaube, ich war zu früh dran, ich habe nicht sehr viele Rückmeldungen bekommen, war dann aber zum Probearbeiten bei meinem späteren Ausbildungsbetrieb und habe gesagt, okay, das ist es. Die habe ich auch genommen, und dann habe ich im September 2015, also recht spät mit der Ausbildung angefangen und das war ein harte Umstieg. Von Uni zu langer Schlafen, Arbeit selbst ein Teil oder eben nicht, zu morgens um 35 in der Backstube stehen. 8,9, manchmal 11 Stunden stehen, arbeiten, schwere Gewicht zu tragen, also Mirsecke, Butterblöcke, Schokolade, ganze Bleche zu sich unterordnen. Das war nicht immer einfach, aber das hatte Leidenschaft, keiner Bruch geburgen. Was war das für eine Konditorie, der sie da gearbeitet haben? Es gibt ja viele Konditorienhorte, die mit fertig Produkten, halb fertig Produkten arbeiten. War das so eine moderne Konditorie oder eine, die eher traditionelle gearbeitet hat? Die war ganz klassisch, also die Backstube gehört zu damals waren es zwei Caféhorser, ich glaube mittlerweile sind das fünf, die die Backstube beliefern. Und wir haben alles wirklich von Hand selbst gemacht, wir haben die Äpfel für die Apfel struteltäglich geschält und geschnitten. Wir haben jeden Tag die Sache torte angeschlagen, jeden Tag Möbtheck ausgerollt und besonders als Lerling. Wenn man jeden Tag zwei Stunden mit Möbtheck kämpft, dann. Ja, da erzählt dann da niemand mehr was. Nein, wir haben alles selber gemacht und jeden Tag frisch. Viele sehr ganz klassische Sachen von Biskuitorten über die Rebelschamtschnitten in Österreich zu natürlich der Easterseetorte, Apfel strudel, Topfel strudel. Und das habe ich als großen Zugewinden im Funden einerseits wirklich alles von der Pika auf jeden Tag machen zu müssen. Auch die Wiederholung des Handverklebtes und Wiederholung. Nein, also es war also klassischer geht es, glaube ich nicht. Jetzt haben wir schon zwei Mal Esther Hasi, Schnitte und BAWT, gesagt. Wir müssen ein bisschen erklären, was das eigentlich ist. Also eine Esther Hasi sind dünne Haselnusböden, es können auch andere Ölfrüchte sein, das klassische Sindhaselnusse oder Mandeln, Eiweißböden und bei den meisten sind es 6 Schichten geschichtet mit Buttercream dazwischen. Und das ganz entscheidende obendrauf ist, dass Esther Hasi Muster in der Rundenforme in er hat das zum Beispiel an einen Spinnnetz, aber man kann es auch in Ecke ich machen. Und dann ist es ein klassisches Kammmuster. Ich würde jetzt einfach noch passieren, wenn das sozusagen eine klassische Ausbildung ist, haben dann die Ausbilder auch auf wirklich klassische Werke recoriert. Also hat man dann die alten Kandidereibücher von Anlodat zum einen noch mal rausgeholt oder ist das einfach etabliert und man macht das so, weil man es immer schon so gemacht hat. Ja, eher letzteres. Also wir hatten kein einziges Kochbuch in der Backstuhe. Gar nichts, sondern es wurden die Rezepte, die sich eben im Betrieb bewährt haben, die wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten weitergegeben wurden, hing in Ordnung in der Wand und man nam sich immer das, was man brauchte. Am interessantesten und ungewöhnlichsten fand ich in Österreich, wäre ein anderer Marseinheiten verwendet als im Deutschland, aber wird mit Decke gearbeitet und nicht mehr mit Gramm. Das erfolge der Einiges angehören, Jogging, das umzurechnen, zumal die Wagen in Gramm waren, also total verwirrend und das andere war, es standen ausschließlich die Zutaten und die Mengen an Gramm da, also keine Herführung. Und das heißt das erste Mal wurde anders gezeigt, es wurde im gesagt, okay, wenn allweißen Eigab separat da steht, dann werden die Getrenn aufgeschlagen. Spätestens beim Dritten mal sollte man nicht mehr vorstellen.
wie man das machen sollte, dann musste man das können. Und bei 20-30 verschiedenen Rezepten war das schon auch eine Herausforderung. Aber die Produkte in der Lehre, die koft man ja nicht selber ein, die sind dann da in der Konditorie. Genau. Aber wenn sie jetzt selber einen Affe aufmachen, was ist denn bei ihnen die Maßgabe, um bestimmte Produkte zu nehmen? Ich verzichte auf Convenience, ich versuche wirklich alles selbst herzustellen, den Einzigen abstreche ich, den ich bereit bin, zu machen, es ist bei Fruchtpyris. Da greife ich mittlerweile auf so ein Industrieprodukte zurück, weil die von der Qualität und vom Preisleistungsverhältnis einfach am besten funktionieren. Aber ansonsten arbeite ich mit dem, was Großhändler Monoprodukte in Buttermilz, K.I.A. Milchschlagssane. Die Qualität ist natürlich das Entscheidende, aber auch wie komme ich überhaupt an die Produkte ran? Das ist auch nicht immer ganz einfach. Und ich versuche, so weit es irgendwie geht, auch mit denen Saison zu gehen. Und jetzt die Zwetschung waren das wahnsinnig gute Beispiel. Wir haben eine gigantische Ernte im Garten eingefahren. Jetzt habe ich 30 kg Zwetschung auf Vorhalt. Ja, das ist ein gutes Jahr zu sein. Dieses Jahr ist richtig gut. Genau, auch eine Eppe. Genau, das macht letztes Jahr wieder Wett. Gibt es dann auch Zutaten, die über das traditionelle Spektrum der Konzetterei hinausgehen? Es gibt ja inzwischen Konzettoren und Patissiers, die dann auch Gemüse verarbeiten oder Salat verarbeiten. Ist das in der Konzetterei auch schon angekommen oder ist es noch zu zeitlich? Nein, da gibt es immer wieder. Also das, glaube ich, das bekannt ist, ist wahrscheinlich die Karotte im Karottenkuchen. Aber man kann auch ganz wunderbar mit, zum Beispiel, passt die Nacken oder Rotebete arbeiten. Was für mich, glaube ich, jetzt ist vielleicht ein bisschen unge. Nein, in der Enderpattisserie, in der Konzetterei ist es noch. In es ist nicht mehr ungewöhnlich, aber ich versuche an den Stellen, wo ich auf Städtien verzichten kann, bei Fruchtspielen zum Beispiel auf Piktin zurückzugreifen. Einfach auch um Bedürfnisse nach vegetarischen Kuchen. So aufsortes Klingt nachzugeben. Und andere, so richtig experimentell bin ich nicht unterwegs. Also ich habe noch keine Salatparlone im Sortiment. Aber Quarkorchen in Sachsen, die haben beispielsweise Kartoffeln. Genau. Wäre das auch was, was man überlegen könnte? Bei uns eher nicht. Also auch die Drisseneierchecke wird bei uns häufiger nachgefragt, aber die wird es bei uns im Café eher nicht geben. Wahrscheinlich sogar nie. Ich kann sie gar nicht. Ich habe es zweimal probiert, das ist meine Saster. Ich habe keine Ahnung, was das Geheimnis der Drisseneierchecke ist. Aber ich werde es sehr wahrscheinlich nicht lüften. Nein, ich bleibe auch, wenn ich in Sachsen verwurzelt bin, werde ich von den Konditoreierzeugen, und den Speisen bei der österreichisch-französischen Richtung bleiben, immer eingesprenselt mit Italien oder auch bei den Herzhofften Speisen, die wir anbieten, gehe ich sehr gerne in die arabisch asiatische Richtung, einfach mit den Stakken gewürzen, weil es gerade bei so einem unglaublichen Spektrum einfach einmal möglich ist. Ja, aber das muss man noch mit einem Satz erläutern. Sie bieten auch nicht nur süsses Spasen, sondern auch pekante Sachen. Genau, also wir bieten jede Woche eine Super an und eine Kieche. Wir haben seit anderthalb Jahren eine eigene Brotzeit auf der Karte, für die wir auch das Brot selber backen. Einfach um die Süße auszutarrieren. Man kommt ja nicht nur mit einem Süßenhunger in ein Café, sondern manchmal knifelt auch einfach, der heute Mittagsmagen und deshalb eine Bandbreite von Vegetarchen zu nicht vegetarischen. Manchmal auch vegan, Speisen, genau. Trotzdem ist ja der Klassiker auch im Goldfisch oder zumindest gerne nachgefragt die Sachertorte. Ja. Und ich glaube da gibt es auch so ein paar Legenden, die Leute interessiert das aber einfach, was ist noch mal genau die Sachertorte und was hat das mit dem Dämmel auf sich? Vielleicht können wir das noch mal so ganz kurz gezieren, auch einfach damit man dieses Gebeckstück nochmal wertschätzt, wenn man es den verkostet. Genau. Die Sachertorte wurde von Franzsacher entwickelt, als er beim Dämmel angestellt war. Die Legende sagt, dass er den Auftrag bekommen hat, er soll ein Deser für den wahrscheinlich Fürstmetternich entwickeln aus Schokolade, Schlagobers und Marillen. Marillen, die ist reichen Aprikosen wachsen in der Nähe in der Wachau. Dafür ist die Wachau berühmt. Und als Konditorgeselle hat er die einen Schokoladenkuchen mit einer dünnen Marillenschicht, Marillemameladenschicht entwickelt und dazu Schlagobers. Das war, es kam gut an, aber das war jetzt nicht so der absolute Knaller. Er blieb aber am Ball und hat das weiter entwickelt, als er noch beim Dämmel arbeitete und später hat er sich dann selbstständig gemacht. Und das tut Sacher aufgebaut und wollte natürlich die Sachertorte anbieten. Und da kam es dann zum ersten, also abgekürzt zum ersten Magnerechtstreit im Prinzip auf europäischen Eheboden, weil Franz Sacher natürlich sagte, ich biete die Original-Sachertorte an und der Dämmel sagte, ja, aber das hast du bei uns entwickelt. Und es ging auch vor Gericht. Es endete in einem Vergleich und das Hotel-Sacher darf Original-Sachertorte sagen. Und der Dämmel hat die Ido-Sachertorte zwar sein Sohn, der hat dann beim Nehmen wieder gearbeitet und da die Sachertorte weiter entwickelt. Aber das entscheidende war der, also abgesin davon, wer darf Original sagen und wer nicht, war die Frage, wird sie aufgeschnitten oder wird sie nicht aufgeschnitten. Und der Dämmel schneidet nicht auf, der abrekrutiert, also die Marillemarmelade wird nur ausmrumm gestrichen und dann klasiert. Und beim Sacher wird der die Sachermasse in der Mitte nach dem Backen einmal aufgeschnitten, Marmeladenschicht rein, Marmeladenschicht ausmrumm und damit der Klasur genau klasiert. Die Sachermasse selber ist Butterzucker, Eier, Mehl und Schokolade, was anderes gehört nicht rein. Und das ist also auch die Butter, das ist Vorschrift, es muss mich fett sein und das darf keine Magerie sein. Und wenn wir jetzt zum Kaffee-Golfisch gehen, was kriegen wir dann, welche Variante und. Wir kriegen sagen die Theoritisch, die Original-Sacher-Variante, das Rezept ist allerdings nicht die Originalrezeptur, die liegt im Hotel-Sacher gut verschlossen. Ja, da hätte ich auch meines Gaps, ob das Original Rezept heute überhaupt noch genießbar wäre, denn die Schokolade war ja noch gar nicht so weit entwickelt am Beginn des 19. Jh. Ich würde wahrscheinlich heute auch keiner mehr so mögen, wie sie Original mal hergestellt hat. Die war damals auch wohl sehr viel süßer. Ja. Die Sacher-Torte hat ja eine antwerkliche Herausforderung, wenn man sie mit Schokolade abdeckt. Vielleicht können Sie uns das nochmal beschreiben, wie das ist. Nach dem Aprikutieren, also nachdem die Marmelade auf die ausgekühlte Sacher-Torte gleichmäßig verstrichen wurde, muss ein bisschen anziehen, damit sie leicht antrocknet und eine Haut bildet. Und dann wird die Sacher-Torte glasiert. Da gibt es auch ein paar Voraussetzungen, Glasuren, die erlaubt sind, andere, die nicht erlaubt sind. Das muss Schokolade drin sein, auf jeden Fall also keine Fettklause. Und man hat, sie bietet keine tolle Hanz. Man lärt die Klause drauf, muss sie gleichmäßig verteilen und dann hat man einen Strich mit der langen Palette um sie abzuziehen. Das ist eine gleichmäßige Höhe, gleichmäßige Dicke hat und sich auch im Rand schön verteilt. Man muss es etliche Male gemacht haben, damit das dann Astralen funktioniert. Und dass man das dann auch mit nicht zu viel Schokolade machen muss. Wie viele Testversuche empfehlen Sie? In meiner Ausbildung wurden mir gesagt, tausend Torte glasieren, dann kann man es. Ich würde sagen, man kann es auch schon ein bisschen vorher, aber man unterschätzt es gerne. Die Leichtheit, was ausschaut, gerne auch gerade auch im Handwerk. Es ist nicht einfach. Also auch wenn es nur ein Finger streich ist, da steckt sehr viel Erfahrung im Übung drin. Ja. Ich bin ein großer Fan von ihrer Sache Torte. Und es ist aber, wenn man es jetzt rein nach der Optik sieht, ja ein sehr traditionelles Kuchenrezept. Genau. Es gibt ja inzwischen auch eine ganze Palette von unterschiedlichen optischen Gestaltungsmöglichkeiten. Wo würden Sie sich da einsortieren? Also, ja, hätten Sie auch Spaß mal Sachen zu machen.
in Richtung Comic gehen oder in Richtung moderne Sachlichkeit? Oder. Werner moderne Sachlichkeit, also bei Comic und zu viel güölichen Sachen bin ich raus. Nein, also je schlichter und je mehr der Fokus auf den Zutaten und den einzelnen Produkten liegt, desto wichtiger ist das mehr. Ich versuche auch in der Innen-Nöhmdekor, der unsrer Törtchen zum Beispiel wirklich den Fokus darauf zu legen, dass man am Dekor erkennt, was drinsteckt. Also wenn es in Hasenustörtchen ist, dann liegt eine Hasenustruf drauf. Ist es was mit Liegner-Erdnuss drauf? Das macht es schon mal auch für Allergiker für einfache zu identifizieren. Aber diese einzelnen Rohstoffe haben eine ganz eigene Stetik. Da braucht man nicht viel Schischiedrum rum. Also die Stetik entwickelt sich aus dem Produkten heraus. Ja. Ja. Klassische Position. Genau, also ganz, ganz klassisch. Und ich versuche, oder das ist mein Ziel, mein Ansatz, das auch nicht zu überladen. Das muss harmonisch sein, das müssen die einzelnen Komponenten, das sind klar rauszuschmecken sein. Nicht zu süß. Auch wenn wir immer noch von Kuchen reden. Und ja weniger ist mehr. Aber in dem Niveau, wo sie da unterwegs sind, also das ist ja, was meiner sich jedenfalls an sehr hohes Niveau, was sie ein paar Tüchterierungen konneturale machen. Gibt es ja eine ganze Reihe von Trends, die immer wieder mal für ein paar Jahre Mode sind. Beobachten Sie solche Entwicklungen über Europa hinweg oder vielleicht noch weiter weltweit oder nur regional oder ist das etwas, was Sie sagen. Ich habe meins gefunden. Da muss ich gar nicht groß schauen, was die anderen machen. Also, ich folg auf so ein bisschen Instagram oder so folgig, durchaus anderen Partysies und Konditorien und schauen mir an, was sie machen. Ich lasse mich dadurch auch inspirieren, aber ich glaube, in meinen Abläufen und in meiner eigenen Organisation bin ich zu langsam, um richtig auf Trends auch aufzusetzen. Und meistens, es gibt Sachen, die sprechen mich an, dann schaue ich wie das irgendwie, wie ich das so in meine Sprache übersetzen kann. Aber nein, ich würde sagen, ich bin im progressivsten Sinne konservativ. Im Progressiv-Sinne konservativ. Ich hatte da vielleicht noch mal eine Frage, die in einer etwas anderes umgeht, habe ich auch im Vorgespräch schon kurz angeresst. Die Frage ist, ist es mit Explicit Konditorien und Partysjahren so soweit? Mittlerweile hat sich da so ein Level, man sieht immer wieder von Partysjahren, also weiblichen und auch Konditorien, die diesen Beruf ausüben. Oder ist es immer noch schwierig, wie es das in der Ausbildung, wie es es in der Praxis? Also, die Konditorieklassen sind mehrheitlich weiblich. Das war auch vor zehn Jahren, als ich meine Ausbildung in Wien angefangen habe, waren wir fast nur Frauen mit zwei, drei Männern in der Klasse. Auch in den Backstuben und in den Partysjahren fand ich es auffällig, wie viele Frauen sind. Aber je höher, auch da, man die Karriere leitersteigt, desto weniger Frauen findet man. Das ändert sich langsam, aber da hängt natürlich ganz viel dran. Also, das gerade Spitzengastronomie, Spitzenküche, Spitzengpattessies, das ist Leistungssport. Und nicht selten sind die Arbeitstage unendlich lang. Es ist körperlich eine Herausforderung und da irgendwann tickt die Biologische Uers, kommt Kinder oder familiäre Strukturen ändern sich. Und da machen Frauen einfach immer noch Züfeabstriche. Aber nichtsdestotrotz, auch da, glaube ich, verändert sich viel. Ich hoffe auch, dass das Bild des niedlich Mädchens das gucken begt, sicher ein bisschen einer Realität einfach anpasst. Aber das, also ich war jetzt auch gerade erst auf dem Konditornensam mit den München, wo auch der deutsche Konditorenbund ganz stolz erzählt hat, das 44 Prozent der Konditoreien. Mittlerweile von Frauen geführt werden. Was einerseits toll ist auf der anderen Seite, kann es auch bedeuten und ich sehe das auch im Alltag, man verdient damit nicht so gut viel Geld. Und vielleicht ist das auch ein Grund, warum da auch die Männer nachlassen. Also das kann einfach auch sein, weil man unterschätzt, wie schlecht die Bezahlung in der Gastronomie einfach ist. Das hat in mich jetzt einmal gefragt, dass man eben kaum noch das Handwerk selber macht, sondern eben gerade wenn man Eigentümer, der sozusagen das Betriebs ist, den Großteil der Zeit mit Bürokratie und Abrechnung und so weiter zu tun hat, ist das bei Ihnen jetzt auch so leider oder wie ist das Verhältnis zwischen so mal eine ekonomischer Zwangsleufigkeit und dem tatsächlichen Handwerk? Ja, also ich würde nicht sagen, dass das 50 Prozent ausmacht, noch es sollte vielleicht 50 Prozent ausmachen, die der Papierkrama beschiebt bin immer auf. Das finde ich ganz ehrlich. So kann man der Bürokratie auch entlangladen. Ja, irgendwann fällt es mir auf die Füße. Aber es ist sehr viel Arbeit. Also das Kaffee hat zwar nur ein vier Tagen in der Woche auf, aber in der Produktion stehe ich noch einen fünften Tag und die zwei verbliebenen Tage der Woche verbringe ich mit Einkauf, Buchhaltung, Vorbereitung, Nachbereitung. Dass ich darüber hinaus noch eine Familie habe mit zwei Kleinkinern, macht es nicht einfacher. Aber es ist sehr, sehr viel drum rum. Also auch wenn man sagt, wir machen erst um 11 auf, zwischen 1,5, 6 und 6 stehen wir mittlerweile in der Backstube. Ich früh habe ich noch früher angefangen, als ich alleine war. Und mein Mann sagt, immer würde sich freuen, wenn ich mal bei einer 60 Stunden Woche ankommen würde. Also ich höre dafür Leidenschaft für den Beruf. Absolut. Ohne geht es nicht. Euphorisch zu formulieren. Okay. Ich habe noch eine etwas ungewöhnliche Frage. Ja. Das heißt ja Goldfisch, das Kaffee bei Ihnen. Ja. Mein Goldfisch denkt mal vielleicht zuerst mal an Aquarium. Wir sind sie auf diesen Namen gekommen. Ja, nein, die Frage dringt sich auf. Und das hat ein sentimentaler Ursprung, dass ich von meiner Ur-Ur-Groß-Mutter, die auch Sophie hieß, eine alte Passthetenform, Kuchenform, Infischform verabbekommen hat. Und als ich die Ausbildung in Wien begonnen hatte, hat mir nach irgendwie ein, zwei Wochen geschrieben, mir meine Mutter so von wegen. Na ja, das überrascht mich ja gar nicht, dass du das jetzt machst, weil deine Ur-Ur-Groß-Mutter Sophie, die war ja, hat dir im Bimmchen Dorf auch schon auf Zurufe, für andere immer gebacken, wenn es eine Anlass gab und wurde die Backsofie genannt. Aber das weißt du ja alles. So ein Nein, das wusste ich nicht. Weil der Fisch war mir bekannte, den gab es in der Familie, aber die Geschichte dazu kannte ich irgendwie nicht. Und so schloss sich ein Kreis, von dem ich gar nicht wusste, dass er, dass er bestand. Und dieser Fisch hat mich immer begleitet. Und dann war, bei Zeiten war dann klar, okay, das ist. und das muss ein Goldfisch sein. Um. also alle Messen gelesen waren, die. die Karten im Druck waren, die. die Webseit. ja, kriiert wurde, habe ich mir auf jeden Fall Spaß gemacht zu recherchieren, ein Goldfisch ist sein Kaffee. Oder gehört zur Familie der Kaffee. Und Murzburg ist berühmt für seine Kaffee und Zucht. Und was passt mir nach Murzburg und zum. ja, schloss von August im Starken mit dem goldenen Reiter als ein Goldfisch. Aber Kaffee-Karfen würde auch ein bisschen komisch klingt? Ja, und der Goldfisch ist kein Speisefisch. Also bei einem Karfen würde man ja doch erwarten, dass es irgendwie wenigstens ein Fisch auf der Speisekarte gibt. Aber ein Goldfisch, da kommt keiner drauf, dass man den essen könnte. Wenn Sie jetzt in umfangreiches Menü essen, würden Sie das mit der Sehrs beschließen? Oder vielleicht doch eher mit Käse? Mit beiden. Nein, erstes her und dann ein Käse. Ja, unbedingt. Prima. Gut, ja dann, würde ich sagen, vielen lieben Dank für das Interview für diesen Podcast. Vielen Dank. Das war die Süße Kunst, ein Podcast über Konditorei und des Seers in und umdresten. Hinweise auf weitere Folgen finden Sie in den Schornarts. Tschüss, bis zum nächsten Mal.
Podcast Summary
Key Points:
Sophie Schinko, Konditormeisterin und Inhaberin des Café Goldfish in Moritzburg, ist Puristin und bevorzugt einfache, hochwertige Backwaren wie Buttercroissants.
Ihre Konditorei ist stark von Österreich (z. B. Sachertorte, Apfelstrudel), Frankreich (Tartes) und Italien (Espresso) geprägt, kombiniert mit böhmischen und sächsischen Einflüssen.
Sie absolvierte eine klassische Konditorausbildung in Wien, wo alle Produkte täglich frisch und von Hand hergestellt wurden – inklusive traditioneller Rezepte ohne Kochbücher.
Im Café Goldfish wird auf Convenience-Produkte weitgehend verzichtet; nur Fruchtpürees werden industriell bezogen, ansonsten wird saisonal und regional gearbeitet.
Die Sachertorte wird in der Original-Variante (aufgeschnitten mit Marillenmarmelade) angeboten, jedoch nicht nach dem geheimen Originalrezept des Hotels Sacher.
Sophie Schinko sieht sich als „progressiv konservativ“ – sie lässt sich von Trends inspirieren, bleibt aber bei schlichten, produktorientierten Kreationen, bei denen die Zutaten im Vordergrund stehen.
Summary:
Sophie Schinko, Konditormeisterin und Inhaberin des Café Goldfish in Moritzburg, stellt sich in diesem Podcast als leidenschaftliche Puristin vor. Ihre Liebe zur Konditorei begann mit einem Kinobesuch und dem Film „Chocolat“, doch sie absolvierte zunächst ein Französischstudium, bevor sie 2015 eine klassische Konditorausbildung in Wien begann. Dort lernte sie in einer traditionellen Backstube, in der alle Produkte täglich frisch und von Hand hergestellt wurden – von der Sachertorte bis zum Apfelstrudel.
Diese Erfahrung prägt bis heute ihre Arbeit: Im Café Goldfish verzichtet sie weitgehend auf Convenience-Produkte, arbeitet saisonal und bezieht hochwertige Zutaten von Großhändlern. Ihre Kreationen vereinen österreichische, französische, italienische und böhmische Einflüsse, wobei sie auf schlichte Eleganz und klare Aromen setzt. Besonders stolz ist sie auf ihre Sachertorte, die sie nach der Original-Variante (aufgeschnitten mit Marillenmarmelade) zubereitet, jedoch nicht nach dem geheimen Rezept des Hotels Sacher.
Trotz ihrer Offenheit für Trends bezeichnet sich Sophie Schinko als „progressiv konservativ“ – sie lässt sich inspirieren, bleibt aber ihren handwerklichen Wurzeln treu. In der Branche beobachtet sie eine zunehmende Zahl von Konditorinnen, was sie als positive Entwicklung wertet.
FAQs
Der Auslöser war der Film 'Schokolade', den sie mit ihrem Vater im Kino sah. Daraufhin sagte sie zuhause, dass sie Patissier werden möchte.
Sie ist Puristin und mag am liebsten ein einfaches, richtig gutes Buttercroissant – ohne Marmelade, mit leichtem Knacken und weichem, blättrigem Kern.
Ihre Konditorei ist stark von Österreich, Frankreich und Italien geprägt. Sie verbindet diese Einflüsse mit bodenständigen Elementen wie Zwetschgen aus dem eigenen Garten.
Beim Hotel Sacher wird die Torte nach dem Backen aufgeschnitten und mit Marillenmarmelade gefüllt, während Demel sie nicht aufschneidet, sondern die Marmelade nur außen verstreicht. Beide beanspruchen die Originalität für sich.
Die Glasur muss gleichmäßig verteilt und mit einer langen Palette abgezogen werden, um eine gleichmäßige Dicke zu erreichen. In der Ausbildung heißt es, man müsse tausend Torten glasiert haben, um es zu können.
Sie verzichtet weitgehend auf Convenience und stellt alles selbst her. Die einzige Ausnahme sind Fruchtpürees, da diese in Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis am besten funktionieren.
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