5 Minuten Torch, wir haben ja nicht Ewigzeit, mein Name ist Jan Rosenkanz und ich bin Feitmedik. Das schwarz-rotere Formtheater hat nun endgültig begonnen und man muss sagen, es deutet sich da schon ein neues Dream Team an, Lars, Klingball, SPD-Chef und Markus Söder der CSU-Chef. Dream Team ist ein gutes Wort, ich würde eher sagen, Duell, weil da rollen ja praktisch zwei Züge auffannender zu. Es geht im Kern um die Frage, wie man eigentlich eine Steuerreform macht. Und da sagt Lars Klingball, müssen sich eigentlich auch die stärkeren Beteiligen, die reichen, die gut verdienen mit einem höheren Beitrag und Markus Söder will genau das verhindern. Und das hat der im Sterninterview kund getan. Da ist man jetzt im Klingballagerschwer verärgert, dass Söder sozusagen gleich so eine Ansage macht, noch bevor eigentlich die Verhandlungen so richtig losgehangen sind. Das kann man sagen, denn eigentlich müsste man ja mal die Drama-Turgie befolgen und da würde ich sagen, wer es jetzt mal an der Zeit, dass jede Seite mal ein paar Vorschläge macht, möglicherweise auch ein paar Ansagen an die eigenen reinrichtet und damit hat Lars Klingball gestern begonnen, hatten paar Vorschläge in seiner großen Rede bei der Bertelsmann-Stiftung geäußert und z.B. länger zu arbeiten, es sei jetzt kein Tabu mehr für die Genossen, dann wäre er auch dafür an, die Transferintzugsrate ran zu gehen und er will natürlich Steuerentlastungen wieder hast du es erwähnt für 95% der Bürger gerne durchsetzen, gerne ein paar 100 Euro im Jahr, aber dafür müssen eben die Besserfardina bluten. Ich fand lustig, wie Lars Klingball gesagt hat, ja, er wolle ja mal ein paar Fenster öffnen, denn der CSU-Chef Markus Söder habe ja im Sterninterview 47 mal Nein gesagt. Also da hat er ziemlich genau nachgezählt, 47 mal waren es nicht, aber was er eigentlich sagen wollte, Söder blockiert. Und da ist man im Klingballagerschwer verärgert darüber, weil das natürlich so ein bisschen die Koreografie stört. Es kann nicht sein, dass man dieses Reformdebatte startet mit einem Streit. Ja, wenn diese beiden Parteivosizen nicht zusammenkommen in der zentralen Frage, wie man eine Steuerreform finanziert, dann braucht man eigentlich mit anderen Reformen gar nicht erst anfangen. Und man hatte eigentlich so gedacht, dass Markus Söder durchaus konstruktiv unterwegs war in den vergangenen Monaten. Also er hat relativ wenig Querschüsse gemacht, war durchaus verlässlich und jetzt plötzlich ist wieder der alte Markus Söder da. Deswegen rettet man so ein bisschen im SPD-Lagas, ist denn eigentlich da los. Du hast absolut recht. Normalerweise, sie sieht sich immer noch. Die beiden haben sich aber in den letzten Monaten eigentlich ganz gut verstanden. Markus Söder hat ja so eine konstruktive Rolle eingenommen. Die beiden sehen sich auch regelmäßig mal Teilen ja, das Hobby FC Bayern Fans auch zu sein. Das heißt, sie sehen sich regelmäßig mal in der Loge, im Stadion, in München. Und man muss mal sagen, lasst Klingball hat gestern, hat er ja nicht gesagt, eine relativ konstruktive Rede gehalten, von ach grade blutsch weiß und trennen auch an die eigenen Leute, indem er zum Beispiel gesagt hat, wir können nicht jede Krise und jedes Problem einfach mit noch mehr Geld beantworten. Ihr müsst auch irgendwo sparen. Und natürlich hat er so ein bisschen den Eindruck, ja, was macht denn Markus Söder eigentlich mal für eine Ansage an die eigenen? Söder hat natürlich das Problem, die Kommunalwahl verloren zu haben, gerade. Und da sieht er wirklich ziemlich schlecht aus möglicherweise, sind diese Ansagen auf bundespolitischer Ebene auch ein Weg für ihm, so ein bisschen abzulängen von dem heimischen Drama, was der da in Bayern hat. Da sagst du was, München wird ja jetzt grün regiert, das gefällt ihm überhaupt gar nicht. Und die CSU hat im gesamten Land Bayern, Landratsämter und Radhäuser, unter anderem auch an die freien Wähler verloren. Also da ist auf jeden Fall Dampf unter dem Kessel in Bayern und da kann natürlich so ein bisschen streit, den man in Berlin an zettelt, ein bisschen von ablenken. Gibt noch eine zweite Erklärung vielleicht und zwar wird auch Söder nicht entgangen sein, das lasst Klingball und Friedrich März sich in den vergangenen Wochen heufligar mal zusammengesetzt haben, um schon mal so zu zweiten Partinge vorzubesprechen. Das wurde jedenfalls medial koalportiert und das wird ihn schwer verärgert haben, denn immer wenn Markus Söder das Gefühl hat, außen vorzusein, nicht so richtig dabei zu sein, dann wird er fuchsig und dann wird er zum Quertreiber und dann schießt er dazwischen und ich glaube, genau so eine Situation haben wir jetzt das Problem ist, für beide ist es eigentlich jetzt eine Glaubwürdigkeitsfrage, ne? Karl, es ist eine absolute Glaubwürdigkeitsfrage für las Klingball. Gibt es darum unbedingt die Mehrheit der Bürger zu entlasten und die Reichen dafür zu belasten? Was ist eine Frage der Sozialengerechtigkeit für ihn und für Markus Söder wiederum? Geht es auch um eine Glaubwürdigkeitsfrage, denn er verweist natürlich darauf, dass im Koalitionsvertrag steht keine Steuererhöhung und die Union ist natürlich schon so häufig umgekippt in den vergangenen Monaten. Seit der Bundestagswahl, dass das vielleicht aus seiner Sicht jedenfalls eine zusätzliche Schwierigkeit bedeuten konnte. Aber alle haben natürlich gemeinsam den Druck, dass die Wirtschaftskrise drückt, dass der Haushalt Löcher aufweist, dass die Lohn neben Kosten zu hoch sind und die Energiekrise zusätzlich besorgen bereitet. Also da gibt es zusätzlich Druck, sich zu einigen und umso mehr die Frage, wie kommen die jetzt daraus? Ja, Ausgang ist echt völlig offenen, glaube ich. Markus Söder klettert ja bekanntlich nur dann von seinen Bäumen runter, wenn er was dafür bekommt. Aber ich hätte einen Vorschlag. Und da los. Vielleicht sollten die beiden sich mal ins Kanzleramt begeben zu einem frienes Gipfel mit Friedrich Merz. Das war der 5-Minuten-Tour für heute. Vielen Dank für's Zuhören. Wir sind wie immer, morgens ab 5 Uhr mit einer neuen Folge da. Und schreibt uns gerne einen Kommentar hier auf der Plattform oder per E-Mail an
[email protected].