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Social Media als Gefahr für eure Liebe? So vergleicht ihr euch nicht mehr mit anderen Paaren!

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Social Media als Gefahr für eure Liebe? So vergleicht ihr euch nicht mehr mit anderen Paaren!

Soziale Medien schaffen ein verzerrtes Bild von Lebensqualität, das durch übermäßigen Vergleich mit anderen Menschen zu Sehnsucht, Enttäuschung und Konflikten in der Beziehung führt. Perfekte, filterte Bilder und idealisierte Lebensgeschichten, oft als Geschäftsmodelle genutzt, vermitteln eine falsche Wahrnehmung von Glück, Liebe und Familienleben. Dies führt dazu, dass Menschen ihre eigene Zufriedenheit verlieren und sich für kleine, authentische Momente verlieren. Die Gefahr liegt nicht nur in den abstrakten Vorstellungen, sondern in der tiefen emotionalen Verbindung, die das Gefühl von Gleichheit mit anderen stärkt. Um das zu vermeiden, ist es entscheidend, bewusst Zeit auf soziale Medien einzuschränken, konkrete Lebensroutinen zu gestalten und sich auf echte, persönliche Gespräche mit dem Partner zu konzentrieren. Der Fokus sollte auf gemeinsamen Werten, realistischen Lebensbedingungen und gegenseitigem Vertrauen liegen. Ein echter Austausch über Konflikte, wie z.B. Erziehung oder Haushaltsaufgaben, stärkt Selbstverantwortung und Lebenspraxis. Es ist nicht notwendig, dass alle Beziehungen perfekt sind – die Stimmigkeit und Zufriedenheit müssen für beide Seiten authentisch und realistisch sein. Die Lösung liegt nicht im Verzicht auf soziale Medien, sondern im bewussten Umgang mit ihnen und im Aufbau eines echten, tiefen Austauschs im Alltag.

Transcription

5877 Words, 34571 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zum Podcast der Lebensjährlisten. In dieser Folge geht es um Social Media als Gefahr für eure Liebe. So vergleicht ihr euch nicht mehr mit anderen Paaren. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise, hinein in eine glückliche Beziehung oder helfen euch dabei, gar nicht erst in die Krise hineinzukommen. Social Media wird ja in der Gesellschaft, so ist ja auch unsere Beobachtung, immer wichtiger, vor allen Dingen immer präsenter. Dadurch, dass man jetzt viel am Handy hängt und abends vielleicht, wenn man auf der Couch sitzt, viel recherchiert. Man macht ja irgendwie alles gefühlt auch mit dem Handy. Also man sucht Weihnachtsgeschenke raus, man recherchiert, was man am Wochenende machen kann. Ja, man guckt auch bei Social Media, was andere Menschen vielleicht machen, was Freunde machen, Bekannte, Prominente, was auch immer. Also diese ganze Social Media Welt hat sich ja schon ziemlich krass verbreitet. Verbunden mit unserem reellen Leben. Und deswegen haben wir einmal auch das Thema heute aufgenommen, weil wir in den Coachings auch immer wieder feststellen, dass es so einen starken Vergleich gibt mit anderen Personen und anderen Paaren, gerade was so die Social Media Welt betrifft. Das ist ja kein neues Problem. Das gibt es ja schon immer, dass man sich mit anderen Menschen vergleicht. Man hört auch immer mal wieder, dass man sagt, ja Mensch, schau mal unsere Nachbarn, die schaffen das doch auch. Die haben noch zwei Kinder mehr und stöhnen. Die stöhnen nicht rum. Aber das ist ja immer nur die äußere Fassade, die man sieht. Und Social Media macht das ja noch stärker. Die äußere Fassade wird ja noch gespielter, noch gestellter. In Frankreich zum Beispiel muss man mittlerweile ja auf die Bilder und Co. raufschreiben, wenn die verändert worden sind. Also wenn dort retuschiert worden ist. Bei uns ja noch nicht, aber das wäre glaube ich schon mal ein guter Ansatz. Ich glaube, ist es nicht auch so bei Instagram, dass man jetzt auch bei Fotos, oder wenn man was aufnimmt, auch den Filter kennzeichnen muss? Das kann sein bei den Storys oder bei den Reels oder so, dass da sich dann diese Filter. Weil da gab es ja vorher auch irgendwie so eine Nische, wo man sagen konnte, okay, das ist jetzt kein offizieller Filter, sondern es ist nur so und so. Also ich finde, ich habe gestern ein Bild gesehen von jemandem, das war jetzt nur anders belichtet. Das ist ja auch eine Art von Filter eigentlich. Die Person sah ohne diesen Filter total fertig aus. Also Gesicht total kahl. Also so. Kühl und faltig und alles. Und nur dieses Licht, es wirkt total ebenmäßig, gesund, frisch. Ja. Wobei man auch sagen muss, diese Filter, die werden ja immer intelligenter und können da ja auch immer mehr beeinflussen. Also während das früher ja alles schwieriger war und man wirklich dann an Photoshop ran musste, insbesondere bei Videos, das ja sehr komplex war. So ist das ja heute durch die Filter und die Technologie dahinter total einfach. Ja. Ja, welches Problem? Welches Problem entsteht dadurch, Ina? Ja, welches Problem entsteht dadurch? Man hat halt ein verzerrtes, man kann ja sagen auch falsches Bild von anderen Menschen irgendwann. Also es wird nicht als Momentaufnahme mehr wahrgenommen, wie die anderen sich verhalten, sondern es wird so eine Geschichte darum gemacht. Also dieses Gefühl, bei den anderen ist es immer gut. Die haben gar keine Probleme. Die gehen immer positiv und leicht durch das Leben. Die sind emotional ganz tief. Es wird dann danach verbunden, das Paar. Er liest ihr die Träume und Wünsche von den Augen ab, bringt immer Blumen mit freitags. Es ist alles so, alle Erwartungen werden erfüllt. Alles ist so heil. Und das, glaube ich, ist das Gefährliche, dass wir nicht mehr diese Momentaufnahme sehen können, sondern das uns als Geschichte in unser Bewusstsein und Unterbewusstsein einprägt, wie andere sein könnten. Und dann entsteht eine Sehnsucht, weil wir denken, bei uns läuft es gerade nicht so gut. Ich wünsche mir das auch so sehr. Warum kann mein Partner das nicht? Warum ist der so anders? Und dann kommt man in dieses Gefühl von Grübeln rein. Man wird traurig. Ja, aber ich gehe jetzt, glaube ich, schon einen Schritt zu weit. Ich bin nicht so weit hervor. Aber ist es bei Männern doch auch so? Ich meine, ich erzähle jetzt auch so ein bisschen die weibliche Perspektive. Also kann ja sein, dass du da auch eine andere Perspektive drauf hast. Aber. Ja, ich. Ich nutze nicht so viele soziale Medien, privat. Also zumindest. Also was ich nutze, ist ganz gerne irgendwie diese Videos bei TikTok oder so, weil die total lustig sind. Ja, das höre ich abends immer, wenn du deine Wunschbesuche hast. Also ich mag gerne lustige Videos sehen. Und das ist natürlich auch ganz schön, weil der Algorithmus erkennt ja nachher, welche Videos ich gerne mag und weiß, dass ich irgendwie gerne irgendwelche, wie heißt das, Pranks und Co. mir gerne angucke und so weiter. Und das ist natürlich ganz angenehm, wobei man, sagen wir mal, das war früher ja auch schon so, da hat man irgendwie dieses Verstehen Sie Spaß oder andere Sachen geguckt oder auch bei Super RTL gab es irgendwie so eine Sendung, wo immer wieder, wo man Videos einsenden konnte. Ja, genau. Wo Leute in den Pool fallen und so weiter, ne? Genau, und das fand ich auch schon irre lustig. Und naja, das gibt es jetzt einfach bei TikTok und Co. verstärkt. Da gibt es das jetzt quasi so im 5-10-Sekunden-Takt und meistens sehr auf das Highlight fokussiert. Ich kenne das auch. Und nicht mehr diesen ganzen, nicht mehr dieses Drumherum, was dann damals immer war, ne? Ne, also für Männer ist das sicherlich exakt das Gleiche, ne? Dass man letztendlich dort immer wieder, dass da immer wieder Models zu sehen sind oder auch Nicht-Models. Vielleicht, das ist ja das gefährliche eigene bei Models, gerade in Zeitschriften, da weiß ich, dass wir gerade dort jemanden haben, wo das der Hauptjob ist, der sich den ganzen Tag, um seinen Körper, um seine Ernährung und all diese ganzen Sachen kümmert. Vielleicht einen Personal Trainer hat, irgendwann einen eigenen Koch hat und all diese ganzen Sachen. Das kann ich vielleicht noch so ein Stück weit in diese Ecke packen. Aber ich glaube, das Gefährliche ist bei sozialen Kanälen ja, dass man ganz normale Menschen oder vermeintlich Menschen mit einem, ich sag mal in Anführungsstrichen, normalen Leben, was wir alle so in der Mittelschicht führen, zeigen, die auf einmal ganz besondere Dinge können, ganz besondere Dinge machen und transportieren. Ja, auch, weil ja dahinter auch häufig noch ein Geschäftsmodell steckt. Das kann jeder so haben. Genau, und da, ich finde, so ein Männerding, vielleicht ist auch falsche Wahrnehmung, ist auch zum Beispiel immer dieses Vertriebsding, ne? Also, dass da immer junge Männer dargestellt werden, die total erfolgreich sind mit schicken Autos, leicht bekleideten Frauen, die immer schick aussehen, die total erfolgreich sind, teure Uhren tragen. Also, und dieses Ding, du kannst es auch schaffen, komm in meine WhatsApp-Gruppe, ich bring dich ganz groß raus. Also, ich glaube, das ist vielleicht noch mal so ein anderer Schwerpunkt, aber ich finde, den merkt man auf Social Media auch, wo dann auch dargestellt wird, ne? So, dieses, wir sind hier so perfekt, ich hab ein kleines Kind an der Hand, ich hab schon alles erreicht, du kannst es auch haben. Also, ich glaube, vielleicht ist das auch noch mal so ein anderer Sog bei Männern, keine Ahnung. Das kann sein, aber ich hab jetzt noch nicht erlebt, dass das auf die Beziehung sich ausgewirkt hat. Das hat sich sicherlich bei den jungen Männern aufs Portemonnaie negativ ausgewirkt. Aber letztendlich. Nee, dieses perfekte Bild meine ich jetzt, ne? Dass das ja erfolgreiche Menschen sind, dass da ja auch immer gerne eine Partnerin oder ein sehr zufriedener Single dargestellt wird. Gerne auch halt mit den Klischees gesprochen wird, so von wegen, ja, da ist ein Haus, da ist alles schick, ist ein schönes Auto, vielleicht ein kleines Kind. Also, da wird ja mit den Träumen von den Menschen in den Mitte 20 bis Anfang 50 sehr gespielt, sag ich mal, ne? Ja, das kann durchaus sein. Ich erlebe in den Coachings das eher so, dass die Frau auf andere Frauen schaut bei Social Media und das Selbstwertgefühl dadurch sich reduziert. Bei Männern entdecke ich eher, dass die auch auf Frauen schauen und auf die eigene Frauen schauen und sagen, warum bist du nicht auch so? Also, so erlebe ich das, dass zumindest in der Beziehung oder aber halt die Männer sagen im Coaching nichts dazu, dass sie sich auch letztendlich irgendwelche erfolgreichen, unternehmer angucken und sagen, ja, ich würde auch so gerne so ein Auto fahren, aber ich schaffe es einfach nicht. Das ist nicht Thema bei uns im Coaching, ne? Und das ist natürlich auch ein Druck, der besonders, wie du auch sagst, gern auf den Frauen lastet. Dieses, warum schaffe ich es nicht, trotz der Kinder, auch so eine aufgeräumte Wohnung oder ein aufgeräumtes Haus zu haben. Und dann entsteht natürlich auch eine Enttäuschung und Unzufriedenheit in Bezug schnell auf die eigene Beziehung. Wut, Trauer, ja, auch so ein bisschen Verzweiflung. Ja, was mache ich falsch? Warum schafft die das alles so? Und dann auch, glaube ich, immer dieses Gefühl, was auch schnell vermittelt wird, was auch tief in Frauen drin ist. Du kannst das schaffen, wenn du es nur willst. Du bist selber für dein Glück verantwortlich. Also, das finde ich auch eine ganz schwierige Bewegung, die auch momentan so Überhand nimmt, dieses, das liegt alles an dir. Es gibt keine Schicksalsschläge, es gibt nichts, ne? Das hast du ja in der Hand. Wenn du kein Glück hast, wenn du nicht zufrieden bist, bist du ja, du darfst nicht in die Opferrolle gehen und so. Und ich finde, das ist auch so schwierig, was ja auch einen wahnsinnigen Druck macht. Wenn du immer jemanden siehst, der sagt, ja, ich gehe einfach nicht in die Opferrolle. Ich habe mein Leben selbst in der Hand. Es läuft alles perfekt. Ja, das macht, also bei mir drin macht das immer ein ziemlich ungutes Gefühl. Ich meine, ich hatte in meinem Leben ja auch schon einige Schicksalsschläge, auch von außen, wo natürlich, Eigentlich sehe ich das auch so, dass man das selber in die Hand nehmen kann. Kann, wie man damit umgeht, aber dieses Grundding zu haben, von wegen so, das wird dir alles nicht passieren, wenn du so und so bist, finde ich sehr, sehr gefährlich. Man muss halt ganz stark differenzieren, ob dahinter halt ein Geschäftsmodell steckt oder nicht. Und da stecken halt ganz häufig Geschäftsmodelle hinter, entweder in Form von, wenn mir ganz viele folgen und das gut finden und mich so als Idol, als Vorbild nehmen, dann kann ich natürlich darüber Werbeeinnahmen generieren. Oder aber, wenn ich entsprechende Kurse vielleicht verkaufe oder andere Sachen, wenn dann jemand sagt, Mensch, bei den Finanzgeschichten ist ja ganz häufig so, dann zeigt dir im Video irgendwer, wir 9000. Dollar pro Tag mit Daytrading verdient und sagt, wenn du es auffüllst, in der Bio ist mein Kurs. Und das, also da frage ich mich immer, wenn der jeden Tag 9000 Dollar mit Daytrading macht und Millionär ist und keine Probleme, wieso hat der noch in der Bio einen Kurs? Also dann braucht er doch diesen Kurs gar nicht, weil diese TikTok-Videos zu machen, ist ja auch super aufwendig. Ich würde mir doch niemals diesen ganzen Aufwand machen, wenn ich so viel Kohle hätte über das, was ich eigentlich mache. Also das sind, die Erfahrung hat gezeigt, ganz häufig. Und ganz häufig verdienen die nicht das Geld, was die sagen, sondern im Regelfall verdienen die Geld damit, diese Kurse zu verkaufen, aber nicht mit dem, was sie eigentlich machen. Also so ein bisschen wie diese Schneeballsysteme im Multilevel-Marketing, wo es kein wirkliches Produkt gibt, sondern wo man nur neue Vertriebler anwirkt. So ist das da auch. Es gibt keine wirkliche Substanz, sondern nur, ich verkaufe dir meinen Kurs. Und das ist in dieser Finanzgeschichte ganz häufig drin. Ich merke das. Das ist ein Thema, an dem du ein bisschen tiefer drinsteckst. Das ist spannend. Ich finde es auch super spannend. Ja gut, ich bin ja zusätzlich Inhaber einer Online-Marketing-Agentur und habe ja noch eine zweite Firma. Und das ist ja etwas, womit wir uns immer wieder beschäftigen. Wie funktioniert Social Media? Wie kann man darauf werben? Und welche Systeme funktionieren? Und natürlich probieren wir da auch mal den einen oder anderen Kurs aus und gucken, ob es nicht wirklich irgendwelche Geheimnisse gibt, die wir für unsere Kunden bis jetzt nicht im Blick hatten. Und im Regelfall gibt es keine großen Geheimnisse. Das haben wir aufgegeben mit den Geheimnissen. Gut, das ist ein anderes Thema. Genau, wir switchen heute ein bisschen ab. Was sind die Folgen von so einem übermäßigen Vergleich durch Social Media? Die verzerrte Wahrnehmung aufs eigene Leben. Ich glaube, ein ganz wichtiger Aspekt ist, dass das eigene Leben sich immer kleiner, immer schlechter anfühlt. Dass man verlernt, sich für kleine Dinge zu freuen. Man selber fährt dann nach Dänemark in den Urlaub und ist damit eigentlich immer zufrieden gewesen, aber sieht jetzt andauernd, wie geil das auf den Malediven ist und wie einfach man das noch erreichen könne und so weiter. Und ich glaube, das macht einfach Sehnsüchte, die vorher nicht da waren und die einen unzufrieden im eigenen Leben machen, obwohl man eigentlich Dankbarkeit und Zufriedenheit täglich erleben könnte. Und dann kommt es schnell zum Streit oder häufig auch, das erleben wir auch in den Coachings, zu Streit und Konflikten in der Beziehung. Weil dann so diese eigene Unzufriedenheit dem anderen zum Vorwurf gemacht wird. Also warum fällt dir das und das schwer? Warum können wir nicht so und so leben? Also dann werden diese Welten versucht so zusammenzuführen, was man wahrgenommen hat auf Social Media, was man selber bei sich zu Hause in seiner Beziehung nicht leben kann, in seiner Familie nicht leben kann. Und dann der Vorwurf an den anderen, du bemühst dich ja nicht. Gefühlt ist das so. Das ist ja auch irgendwie so, das verschwimmt ja auch so, dass man das Gefühl hat, man erzählt von Social Media wie von Bekannten. Also früher, wie du sagst, am Anfang waren es die Nachbarn, sagt man ja, die und die kriegt das ja auch hin. Und man denkt so, ja, aber wir kennen die doch gar nicht. Das macht ja gerade, diese Distanz geht ja gerade verloren und ist ja genau das, was gewollt ist. Das ist das, was ich meinte, das Model auf der Zeitschrift, da bewahre ich irgendwo diese Distanz, weil mir das alles klar ist. Aber bei den sozialen Kanälen. Da tauchen die Menschen ja bewusst in ihr eigenes Leben ein, nehmen die mit über die Storys, die man dann täglich irgendwie fünf, zehn, zwanzig Stück macht. Sind andere Menschen beim Tagesablauf dabei und man hat das Gefühl, man kennt sich persönlich. Und das ist ja das Spannende. Das erleben wir ja schon im kleinen Maße durch die Podcasts, die wir machen. Dass Menschen sagen, hey, ich habe euch bei Instagram gefolgt und habe mehrere Podcast-Folgen gehört. Das ist ja schon ein bisschen komisch, euch jetzt gegenüber zu sitzen. Und ich meine. Wir haben nun echt nicht viele Follower und gar nichts, aber diese Wirkung entsteht halt ganz schnell. Und wir machen auch noch überhaupt keine Storys, in denen wir uns zeigen oder irgendwen mitnehmen oder sagen, hey, heute wieder Coachings. Also man kann uns also nicht wirklich intensiv begleiten, sag ich mal, im Alltag. Und trotzdem entsteht da schon relativ schnell diese Verbundenheit, die es macht. Und das ist, glaube ich, einfach etwas, wo man sich auch klar sein muss, das kann man selbst durch Bewusstsein sein. Und dessen, dass das so passiert, nicht verhindern. Das wurde ja nochmal deutlich gezeigt im Film bei Netflix, das Dilemma mit den sozialen Medien. Wo ja auch mehrere ehemalige Entwickler und Kreative von Kanälen gezeigt worden sind. Und wenn ich mich richtig erinnere, war es der ehemalige Chefentwickler von Pinterest, der aufgezeigt hat, dass er verantwortlich war dafür, die Algorithmen so zu steuern, dass eben die Menschen möglichst lange. sich in dem sozialen Kanal aufhalten. Ja. Denn das bringt Werbegelder und so weiter. Und er sagt, er weiß ganz genau, wie das funktioniert, wie die technischen Mechanismen sind, was der Algorithmus da macht, damit die Menschen so lange dranbleiben, wie sie dranbleiben. Wenn er selber sich in einen sozialen Kanal begibt und sich vornimmt, mal fünf Minuten da reinzugucken, dann ist er auch 30 Minuten gefesselt. Er sagt, er weiß es, ihm ist bewusst, wie es funktioniert, aber es funktioniert so gut. auf die menschliche Psyche, dass er sich selber diesem Bann nicht entziehen kann und dann da drin hängt. Und das ist einfach etwas, was man sich bewusst sein muss, auch wenn ich glaube, ich kann differenzieren und sagen, da ist jemand, der sich in der sozialen Welt nur präsentiert, sein wahres Leben wird wahrscheinlich ganz anders aussehen und der hat auch Probleme, so kommt das im Gefühl nicht so richtig an. Und das ist wie beim Film gucken. Uns ist allen klar, dass die da gerade vor einem Greenscreen stehen. Dass die sich nicht wirklich lieben, nicht wirklich küssen, dass die nicht wirklich sich gerade trennen und was auch immer und dass die damit Geld verdienen, was sie machen, weil sie Schauspieler sind, trotzdem macht es ein Gefühl bei uns. Trotzdem gruseln wir uns, wenn wir einen Horrorfilm angucken, trotzdem weinen manche, wenn da ein Drama ist und so weiter, weil das kommt auf der Gefühlsebene trotzdem an, obwohl uns im Bewusstsein völlig klar ist, das ist nicht echt, was wir sehen. Und das ist die Gefahr bei den sozialen Kanälen, wir schauen uns den ganzen Tag Sachen an, wo uns bewusst ist, dass es nicht echt ist und trotzdem. Verändert ist etwas in uns. Und deswegen entstehen halt auch die Vorwürfe an den Partner und die Partnerin, weil man das halt so wahrnimmt und man sich das auch so wünscht. Also ich finde, da geht es ja auch immer so, jeder möchte natürlich ein schönes Leben haben und glücklich sein und es sind ja auch ganz viele Triggerpunkte, die da angesprochen werden. Absolut, wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, welche Wirkung ständige Vergleiche mit anderen Personen auf eure Partnerschaft haben, dann schaut gerne in unseren Blogbeitrag. Stört Social Media eure Beziehung? Da zeigen wir euch im Detail nochmal, welche Probleme und Folgen mit Social Media hinhergehen und durch welche Tipps ihr euch nicht mehr ständig mit anderen vergleichen könnt. Und genau da wollen wir jetzt hinkommen. Was kann man im Alltag tun, um sich weniger zu vergleichen, um tatsächlich dann trotzdem vielleicht soziale Kanäle konsumieren zu können, aber eben das nicht mehr negativ die Beziehung beeinflussen zu lassen? Mhm. Der erste Punkt widerspricht sich so ein bisschen fast mit dem, was du gerade gesagt hast, dieses Bewusstwerden, dass Social Media nicht, also dass auf Social Media nicht alles echt ist. Ich glaube, dass eine Strategie da auch wirklich ist, zeitlich da krass runterzufahren und durch die zeitliche Reduzierung mehr im reellen Leben zu leben. Wir waren ja vor ein paar Wochen im Urlaub und ich habe am Anfang, bevor wir in den Urlaub gefahren sind, auch gesagt, dass ich… … mein Handy beiseite lege. Die ersten, ich glaube von elf Tagen oder so, die ersten sieben Tage oder so hatte ich mir vorgenommen. Was auch gar nicht so leicht war, habe ich gemerkt. Also mir fiel das echt schwer. Vor allen Dingen fand ich das auch ein bisschen schade, weil ich habe ja auch keine Fotos da gemacht, von was wir im Urlaub gemacht haben. Da musste ich mal alle anderen sagen, mach doch mal ein Foto, ne? So für die Erinnerung, die schönen Sachen. Aber ich habe auch gemerkt, dass sich bei mir was verändert. Du hättest ja aber auch das Handy in den Flugmodus bewegen können, um zu sagen, ich nehme es als Fotoapparat mit. Genau, aber ich wollte das einfach gar nicht dabei haben. Ja. Ja. Wir waren ja auch dann am Strand und so, das ist ja eh immer so, ich nehme mein Handy nicht so geil. Und das hat echt was in mir gemacht. Ich hatte auch einfach mehr Zeit gefühlt, ne? Viel mehr Zeit. Ja, das war schon geil. Schaut mal alle in eure App. Also auf jeden Fall, die iPhones haben es, die Android bestimmt auch, wie die Benutzungszeiten sind. Wie viel Benutzungsdauer hat man im Smartphone? Ich glaube, das wird auch da geteilt und man kann sehen, wie viel man mit welchen Apps oder in sozialen Kanälen sich auffällt. Das wird dann angezeigt. Ja. Also ich glaube, eine Lösung ist auf jeden Fall, das bewusst runterzufahren und sich Zeiten zu setzen. Man kann ja auch bei Instagram zum Beispiel einstellen, wie lange man Instagram benutzen möchte, dann geht Instagram aus. Also sowas geht auch. Es ist natürlich auch so eine Regulierung, die dann… ein bisschen von außen gefühlt kommt, aber ich glaube, das ist der richtige Weg. Was, finde ich, immer leichter fällt, ganz praktisch im Alltag, ist das an bestimmten Situationen zu koppeln. Also zu sagen, ich benutze das Handy nicht, wenn ich das und das mache. Dann vielleicht aber auch die Auswahl, wem folge ich denn da? Ja. Wem folge ich und wofür steht derjenige? Und bildet der einigermaßen ein Leben ab, was realistisch ist? Also, wenn ich jetzt, wir haben ja auch uns vor 2016 angefangen, uns intensiver mit Persönlichkeitsentwicklung zu befassen. Dann kommt man dort zwangsläufig immer auf ähnliche Speaker, die da unterwegs sind und die natürlich auch in den sozialen Kanälen sehr aktiv sind. Und darunter haben wir jetzt ja inzwischen auch gefiltert. Also ich habe auf jeden Fall einige, denen ich nicht mehr folge, weil die aus meiner Sicht nicht deren wirkliches Leben abbilden und Dinge zeigen, die nicht realistisch sind. Also, es ist unrealistisch, dass ein Mensch jeden Tag aufwacht und voller Liebe erfüllt ist und alles durch Liebe sich lösen lässt und nie Probleme entstehen. Alles im Leben gut läuft und derjenige immer wieder, da kommen wir zu dem Punkt, was du vorhin schon sagtest, sagt, dafür bist du selbstverantwortlich, das geht, wenn du das nur willst und nimm dir Zeit und man kann jeden Tag zwei Stunden meditieren und noch drei Stunden Sport machen und dann sich noch, also das ist so, das ist fern der Realität. Also die sind dann wahrscheinlich schon so weit raus aus der Mittelschicht und dem. Oder sie möchten das Bild krampfhaft aufrechterhalten, haben das gar nicht. Kann auch sein. Nennen das dann unstimmig. Also ich finde es schön, wenn jemand auch mal sagt zwischendurch, weißt du was, heute ist ein scheiß Tag, weil heute ist das und das passiert. Aber ich kann damit so und so umgehen. Dass man sagt, wie kann man mit den Situationen umgehen. Weil letztendlich kommt immer was im Leben auf einen zu, was man bewältigen muss. Es gibt immer Herausforderungen. Die Frage ist, wie geht man damit um? Und das wäre auch so der nächste Punkt mit dem Partner halt über die Herausforderungen aus sich austauschen. Also eigentlich diese Social Media Welt zu verlassen und einzutauchen in den eigentlichen Alltag und den Austausch zu suchen und zu sagen, du, was bekommen wir hier gerade nicht auf die Kette im Alltag? Was stört dich? Was stört mich? Wie wollen wir leben? Sich über die Werte auszutauschen. Sich auszutauschen darüber, was man sich vielleicht häufiger wünscht. Also das, was ja angetriggert wird bei anderen, sind ja häufig Wünsche, die ich tief in mir drin habe. Also wenn ich jetzt jemanden sehe, der dauernd in den Urlaub fährt, der schöne Sachen unternimmt, dann habe ich ja vielleicht oder dann habe ich ganz sicher damit vielleicht bei mir selber ein Problem, weil sonst würde mich das nicht emotional beschäftigen. Dann würde ich sagen so, oh schön, der fährt da hin. Nee, dann sitze ich zu Hause und denke so, oh, wir machen gar nichts. Ist wieder Wochenende. Ist ja so langweilig. Also da aktiv zu wenden und zu sagen, okay, wir gehen in den Austausch. Ich habe mir überlegt, ich würde gerne mehr unternehmen. Wie können wir das umsetzen? Und dann als Lösung dann auch natürlich neue Routinen einzubauen in der Beziehung. Zu sagen, ja, wie können wir das dann beibehalten? Dass nicht einmalig nur einmal stattfindet und dann hört das wieder auf, sondern wie können wir uns schöne Routinen bilden? Aber auch vielleicht dann wirklich gemeinsam zu überlegen, ist das, was ich mir da, was da als Wunsch bei mir entstanden ist, realistisch umzusetzen? Und wie ist das umzusetzen? Oder ist das stimmig für uns? Und wie kann man das schaffen? Wenn man da jemanden sieht und der hat nie mit dem Haushalt irgendwas zu tun und dann fragt man sich auch, wie kommt das? Ja, der hat vielleicht eine Haushaltshilfe, deswegen macht der nichts. Und kann da immer entspannen. Also dann ist immer die Frage, ist das in dem Rahmen, den wir haben, überhaupt möglich? Oder eben nicht? Und dann auch rauszufinden, nee, das ist für uns gar nicht möglich. Das ist für uns nicht stimmig. Wir müssen uns den Haushalt halt aufteilen und müssen damit leben, dass wir den machen. Und darum geht es ja eigentlich auch im Leben. Also Vergleiche sind immer schwierig, weil ja nie jedem, also nicht jeder Mensch hat das gleiche Leben. Wir brauchen uns eigentlich gar nicht vergleichen, weil wofür? Das ist ja nie ein Vergleich, der wirklich ein Vergleich sein kann. Und es muss für jede Beziehung, für jede Familie einfach nur stimmig sein. Das, was für uns, wie wir unser Leben zu Hause leben, kann für andere total umstimmig sein, weil die sagen so, oh nee, das passt gar nicht bei uns rein. So werden wir gar nicht. Das wird total anstrengend und so. Und das ist auch völlig in Ordnung. Es gibt so viele Themen, finde ich, im Leben, wo die einen sagen, finden wir voll geil, feiern wir zu Hause voll ab. Und die nächsten sagen so, oh, wäre gar nicht unseres. Ja, muss es ja auch nicht. Letztendlich müssen wir selber als Menschen in unserer Beziehung, unserer Ehe, in unserer Familie damit glücklich sein, wie wir leben. Und da bist du beim nächsten Punkt gelandet. Woher kommt das? Das sind Unsicherheiten. Wir vergleichen uns, glaube ich, auch sehr viel, weil wir unsicher sind, ob das, was wir machen, richtig ist, ob das gut ist, ob man das so machen kann, ob man Fehler macht. Und der Punkt, den wir uns notiert haben, ist Selbstvertrauen aufbauen, Selbstbewusstsein aufbauen. Das eigene Familienleben leben muss nur für einen selbststimmig sein. Darauf kommt es an. Das ist auch ein großes Coaching-Thema, ne? Großes Coaching-Thema, dass immer wieder die Frage gestellt wird, was andere denken, was denken wir als Coach darüber? Findet ihr das in Ordnung? Ist das richtig oder nicht? Und die Antwort ist eigentlich immer die gleiche. Wenn ihr als Paar, ihr als Familie müsst damit zu zufrieden sein. Wenn das euch glücklich macht, wenn das für euch stimmig ist, dann ist das gut. Und meine Meinung zählt nicht. Es ist nicht wichtig. Aber das ist, also wenn jetzt manche vielleicht sich innerlich so fragen, was für Themen werden denn da so gefragt? Was so typische Themen sind, finde ich, ist wer für was Geld ausgibt. Also bei Geldfragen, ist das übertrieben oder ist das richtig? Aber auch Familienfragen, Erziehungsfragen. Ganz oft das Thema Stillen und Familienbett. Was ich immer krass finde, also ist das in Ordnung, dass unser Kind mit so und so vier Jahren noch nachts rüberkommt oder in unserem Bett einschläft? Und manchmal, ich finde das so traurig auch, also mich berührt das auch manchmal wirklich, wenn ich dann sage, ist das für euch stimmig? Für euch beide? Ist das für euch? Ja, für uns ist das stimmig. Dann passt das doch. Und dann habe ich manchmal ein richtiges Gefühl, als wenn die wie vor so einem Richter sitzen, dass so eine Erleichterung eintritt und sagen, oh, das ist auch ganz unangenehm, das anzusprechen, weil ich habe auch Angst und man denkt so, das ist auch echt traurig, ne? Dass das überhaupt zur Frage steht, dass jemand anderes darüber urteilen soll. Das muss ja nur für die beiden Personen stimmen. Ich schlafe doch nicht neben den Kind. Aber das ist halt das Selbstbewusstsein. Wenn du da volles Vertrauen auf dich selbst hast, wenn du auf Basisgefühl und Denkgefühl hörst und sagst, Mensch, das ist stimmig für uns, das passt, dann ist das gut so, ne? Und ja, bei Erziehung ist immer auch die Frage, ab welchem Alter muss mein Kind was alleine können oder so. Ganz große Frage. Gerade Selbstständigkeit, Selbstständigkeit bei Kindern ist ja momentan wieder etwas, was sehr auf dem Vormarsch ist, was man alles mit vier können muss, mit fünf können muss und was mein Kind kann und dein Kind noch nicht kann. Und man dann guckt und sagt, oh scheiße, jetzt ist mein Kind fünf und wischt sich immer noch nicht alleine den Popo ab. Es ruft immer noch und ich finde es immer am schönsten, das hast du ja mal so reingebracht und ich habe das auch so übernommen, wenn man dann fragt und alle müssen drüber lachen und können sofort den Druck rausnehmen, wenn man sagt, was glaubst du? Stell dir vor, dein Sohn ist 17 Jahre alt und der geht auf Toilette und ruft dann Papa, ich bin fertig, wisch dir mir den Po ab. Glaubst du, das wird passieren? Und dann müssen die meisten lachen und sagen, ne, da bin ich mir sehr, sehr sicher, dass das nicht passieren wird, siehst du. Und glaubst du, dass dein Sohn, wenn der mit 15 seine erste Freundin hat, die bei ihm übernachten darf, glaubst du, die beiden übernachten? Bei euch im Familienbett? In der Mitte? Wohl nicht, siehst du. Also nimm doch den Druck raus, was soll das denn, wenn das für euch gerade stimmig ist und als Familie sich gut anfühlt, macht das. Man soll das ja auch fördern, ne? Also Selbstständigkeit fördern und sagen, komm, ich zeig dir das, ich gleite dich an und es gibt natürlich auch Grenzen, wo man sagt, okay, jetzt Richtung Schule, da ist niemand mehr, der den Po abwischen kann und so weiter, anders als in der Kita, ne? Aber hat auch seine Grenzen, ne? Also unser Sohn hat gestern gesagt, Mama, ich geh heute mal ganz alleine einkaufen, der ist 5, ne? Also ich geh alleine einkaufen, hat eine gewisse Grenze. Er hat gesagt, pass auf, gib mir deine EC-Karte und deinen PIN, dann mach ich das. Ist ja gut, dass er sich das zutraut. Wir waren das einig schon im Einkaufsladen drinnen, mit seinem kleinen Wagen und ich dachte nur so, das war sehr, sehr groß, da das will den, finde ich, nie wieder. Ja, ist alles. Also es geht ja um fördern und nicht um überfordern. Ja. Das ist das Entscheidende, dass man die Kinder nicht überfordert mit dem, mit der Selbstständigkeit und. Dieses Kind sein dürfen muss drin bleiben. Ja, total. Das ist das, was eben viele, die im Erwachsenenalter her sagen, ich musste als Kind sehr, sehr früh selbstständig sein, ich musste sehr früh mich um Dinge alleine kümmern, ich musste sehr früh Verantwortung übernehmen. Die vermissen häufig das Kind sein dürfen. Dass die gesagt haben, ich vermisse das mit 4, mit 5, diese Leichtigkeit gespürt zu haben. Einfach mal zu machen, worauf ich Lust hatte, einfach spielen zu dürfen. Ich hatte immer Sachen, die ich tun musste. Jetzt sind wir schon wieder aus dem Social Media Thema irgendwie rausgerutscht. Das ist ja auch so eine Social Media Welt, finde ich, die da, das ist ja so überschwappend, ne? Und was ich halt auch, Kinderthemen sind zum Beispiel auch Social Media total viel. Also ich glaube auch da, diese Sätze, was darf man in der Erziehung, was darf man nicht, ist ja auch wieder ein Social Media Thema. Weil wir bilden unsere Meinung ja auch durch Social Media. Und wenn wir sehen, dass jemand, das Kind von dem ja schon so selbstständig ist, dann entstehen ja bei uns wieder diese Themen. Ja, wir sehen halt, wie stark Social Media sich auf unser Leben, auf unsere Glaubenssätze unsere Haltung auswirkt. Weil das sofort sehr schwammig und sehr in alle Lebensbereiche hineingeht und das ist eben die Herausforderung, diese Glaubenssätze, die sich bilden, Unsicherheiten, die angetriggert werden und verstärkt werden und der letzte Punkt, den wir noch so auf der Liste haben, der entscheidend ist, dass ihr euch einen ehrlichen Austausch mit anderen Menschen außerhalb von Social Media, also im realen Leben sucht, die auch wirklich ehrlich mit euch umgehen. Und wo ihr auch ehrlich eure Themen vorbringen könnt und wo man sich zusammensetzen kann und sagen kann, boah, die Ressourcen sind gerade echt am Ende, die letzten sieben Nächte waren die Hölle. Oder auch zu sagen, ich habe mich heute voll mit meinem Partner gezofft und sagte andere meistens auch schnell, okay, kenne ich auch. Also ich sage mal so ein bisschen, sich so ein Dorf zu bilden, das einen unterstützt, aber auch, dass einen realistisch aufhängt. Und da geht es nicht darum, sich gegenseitig nur im… Leid zu wälzen und zu gucken, wer leidet am meisten, sondern da geht es darum, einfach auch zu sehen, es geht anderen Menschen ähnlich. Auch andere Menschen haben mal schlechten Schlaf, auch andere Menschen streiten sich mal und sich dann vielleicht aber auch konstruktiv über Lösungen auszutauschen. Mensch, wie habt ihr das gelöst? Oder auch mal zu erfahren von jemandem, zu sagen, Mensch, ja, bei uns war das auch so eine Phase, da war das Kind auch mal ganz wütend und hat gehauen und gekniffen. Das hat bei uns so drei, vier Monate gedauert, dann war das auf einmal weg. Zu sagen, okay, das ist eine gute Info, also ist mein Kind gar nicht gestört, sondern das ist anscheinend eine normale Phase, die viele Kinder mal durchleben. Auch da sich einfach immer mal Feedback holen zu können, weil ja für alle Menschen in verschiedenen Phasen stecken. Wenn ihr jetzt überlegt, gerade beim Podcast, okay, da sind bei euch einige Themen in der Beziehung, die immer wieder hochploppen, gerade auch was das Thema Social Media betrifft. Und ihr habt das Gefühl… Ihr kommt da irgendwie selber nicht so voran, ihr könnt nicht mit dem Partner, mit der Partnerin ins Gespräch kommen, dann meldet euch gerne bei uns. Wir unterstützen da gerne und zeigen euch ein paar Lösungswege auf, wie man das Thema gut angehen kann, aber auch gucken natürlich darauf, wo da die Verletzungen entstanden sind und warum das gerade bei euch so ein Thema, eine Beziehung ist. Ganz wichtig, wenn natürlich Social Media bei euch ein Thema ist, folgt uns bei Instagram, bei Facebook, bei Pinterest. Ach Gott. Also es gibt ja auch sinnvolle Soziale… Das stimmt, das gibt es auch. …Kanäle und Profile. Ansonsten hören wir uns in der nächsten Podcast-Folge wieder. Ja, es läuft Richtung Weihnachten langsam. Genau. Bis bald. Ciao. Bis dann. Ciao.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Soziale Medien vermitteln ein verzerrtes Bild von anderen Lebensformen, was zu einer starken Selbstvergleichung und Sehnsucht nach perfekten, idealisierten Lebenssituationen führt.
  2. Die äußere Fassade auf Social Media – oft retuschiert oder mit Filtern verändert – erschafft eine irrealistische Wahrnehmung von Glück, Liebe und Familienleben.
  3. Diese Vergleiche führen zu Enttäuschung, Unzufriedenheit und emotionalen Konflikten in der Beziehung, da die eigene Lebenssituation als minderwertig wahrgenommen wird.
  4. Viele Social-Media-Inhalte basieren auf Geschäftsmodellen und sind nicht echt, sondern verkaufen Illusionen wie finanzielle Erfolgsgeschichten oder perfekte Familienleben.
  5. Menschen verlieren das Bewusstsein für ihre eigene Zufriedenheit und lernen, sich für kleine, authentische Momente zu freuen, während sie an das "Perfekte" aus dem Netz glauben.
  6. Es ist wichtig, bewusst Zeit mit sozialen Medien zu limitieren und sie nur bei bestimmten, realen Lebenssituationen zu nutzen, um die eigene Realität zu stärken.
  7. Ein gesunder Austausch über Werte, Herausforderungen und persönliche Wünsche im echten Leben fördert Selbstvertrauen und Lebensstil-Realismus.
  8. Die eigene Beziehung sollte nicht mit anderen verglichen werden, sondern auf den realen, gemeinsamen Lebenswerten und -routinen basieren.

Summary:

Soziale Medien schaffen ein verzerrtes Bild von Lebensqualität, das durch übermäßigen Vergleich mit anderen Menschen zu Sehnsucht, Enttäuschung und Konflikten in der Beziehung führt. Perfekte, filterte Bilder und idealisierte Lebensgeschichten, oft als Geschäftsmodelle genutzt, vermitteln eine falsche Wahrnehmung von Glück, Liebe und Familienleben. Dies führt dazu, dass Menschen ihre eigene Zufriedenheit verlieren und sich für kleine, authentische Momente verlieren.

Die Gefahr liegt nicht nur in den abstrakten Vorstellungen, sondern in der tiefen emotionalen Verbindung, die das Gefühl von Gleichheit mit anderen stärkt. Um das zu vermeiden, ist es entscheidend, bewusst Zeit auf soziale Medien einzuschränken, konkrete Lebensroutinen zu gestalten und sich auf echte, persönliche Gespräche mit dem Partner zu konzentrieren. Der Fokus sollte auf gemeinsamen Werten, realistischen Lebensbedingungen und gegenseitigem Vertrauen liegen.

B. Erziehung oder Haushaltsaufgaben, stärkt Selbstverantwortung und Lebenspraxis. Es ist nicht notwendig, dass alle Beziehungen perfekt sind – die Stimmigkeit und Zufriedenheit müssen für beide Seiten authentisch und realistisch sein.

Die Lösung liegt nicht im Verzicht auf soziale Medien, sondern im bewussten Umgang mit ihnen und im Aufbau eines echten, tiefen Austauschs im Alltag.

FAQs

Der Vergleich führt zu einer verzerrten Wahrnehmung, da andere Lebensstile oft retuschiert oder idealisiert dargestellt werden. Dies schafft Sehnsucht und Unzufriedenheit im eigenen Leben.

Die ständige Aufnahme von perfekten Lebensszenen führt dazu, dass Menschen sich schlagen, wenn sie ihre eigene Situation nicht so darstellen können, was das Selbstwertgefühl besonders bei Frauen beeinträchtigt.

Ja, viele Inhalte sind geschickt konstruiert, um Werbeeinnahmen zu generieren, etwa durch Kursverkäufe oder durch das Angebot von „Erfolgsgeschichten“, die nicht realistisch sind.

Durch bewusste Zeitbegrenzungen, die Auswahl von Followern und die konkrete Abstimmung über Werte und Lebensziele im Alltag mit dem Partner.

Weil sie einen idealisierten Lebensstil sehen, der nicht realistisch ist, was zu einer Enttäuschung über das eigene Leben und zu Streit in der Beziehung führt.

Selbstvertrauen hilft, nicht mit anderen zu vergleichen, sondern sich selbst zu akzeptieren und gemeinsam mit dem Partner eine stimmige Lebensweise zu finden.

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