So kommuniziert ihr richtig miteinander - Umgang mit Problemen und Tipps für eure Kommunikation
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Die Folge behandelt das Thema effektive Kommunikation in Beziehungen und identifiziert häufige Fehler wie Schuldzuweisungen, Verdrängung und ungenaue Interpretation von Bedürfnissen. Es wird betont, dass Kommunikation nicht nur aus Worten besteht, sondern von der richtigen Haltung, dem Wertschätzen und der Bereitschaft, offen zu reden, abhängt. Die Auflösung von Konflikten erfordert, dass beide Partner sich im Rahmen der Wirkung der Beziehung aktiv beteiligen und Gefühle, Werte und Bedürfnisse klar und ohne Vorwürfe aussprechen. Oft fehlt der Raum für ausreichende Gespräche, besonders wenn die Beziehung durch Kinder oder Stressbelastung beeinträchtigt ist. Die Folge zeigt, dass ungesprochene Dinge zu Missverständnissen führen und dass ein erster Schritt zur Verbesserung die klare, ruhige und wertschätzende Kommunikation in ruhigen Momenten sein muss. Es wird empfohlen, in der Kommunikation auf die eigene Wahrnehmung, Gefühle und Bedürfnisse zu achten, und die Verletzungen durch Rückblick auf frühere positive Erfahrungen zu lösen. Zentrale Elemente sind die wertschätzende Haltung, die Bereitschaft zur gemeinsamen Lösung und die nachfolgende Rückmeldung, um sicherzustellen, dass das gegenseitige Verständnis realistisch und nachvollziehbar ist. So kann die Beziehung nicht nur erreichen, sondern auch stärken, indem sie die grundlegenden Muster der Kommunikation hinterfragt und verbessert.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensidealisten.
In dieser Folge geht es um das Thema, so kommuniziert ihr richtig miteinander.
Umgang mit Problemen und Tipps für eure Kommunikation.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Die Kommunikation spielt in zwischenmenschlichen Beziehungen eine bedeutende Rolle.
Und wie wir mit Mitmenschen kommunizieren, ist halt dann auch entscheidend dafür, wie wir Probleme erkennen und auch Lösungen schaffen können.
Vor allem aber in Freundschaften und auch in der Paarbeziehung ist Kommunikation ein wichtiger Teil im Fundament und sollte nicht vernachlässigt werden.
Aus diesem Grund schauen wir uns das Thema Kommunikation in dieser Folge mal etwas genauer an.
Ich würde sagen, das ist eindeutig.
Ein Thema, was in jedem Coaching genannt wird.
Das stimmt.
Das Thema Kommunikation und wir ja auch dann einiges immer in den Coachings rund um Missverständnis vermeiden, Sprachen der Liebe, also ganz viel rund um die Kommunikation machen.
Also viel Wissen reingeben, wo man ja auch viel im Laufe des Coachings dann trainiert, wie man miteinander gerade in Konfliktsituationen oder in Situationen, wo man sich verletzt fühlt, miteinander kommunizieren kann.
Ich habe mir überlegt, was so die häufigsten Konflikte auch sind, die uns im Coaching begegnen.
Und ich glaube, da ist es häufig in der Kommunikation so, diese Erwartungshaltung, dass man nicht kommuniziert, sondern etwas erwartet.
Wie du sagst, Missverständnisse, Interpretation finde ich auch ganz viel.
Also wenn eine Kommunikation sehr eingeschränkt nur noch ist, man wenig kommuniziert, das beide in den Anfang zu interpretieren und sich dann komplett verlaufen in der Interpretation.
Und auch ganz viel, dass da Triggerpunkte sind in der Kommunikation.
Also wenn jemand lauter wird oder wenn in der Kommunikation bestimmte Wörter gesagt werden, die jemand als unfreundlich einstuften, der andere sagt, nö, das habe ich ganz normal gesagt.
Das ist auch gar nicht selten.
Und manchmal ist die Kommunikation gar nicht das Hauptproblem, sondern eher so eine gefühlte Wirkung.
Und die Ursache liegt woanders.
Ich habe gerade heute im Gespräch von jemandem gehört, dass er sehr, sehr intensiv mit der Ex-Partnerin kommuniziert hat, aber sich irgendwann angefangen haben, die Themen halt im Kreis zu drehen.
Das heißt, die Kommunikation war an sich gut, aber es fehlte die Folge daraus, nämlich das Umsetzen, etwas zu verändern, ins Handeln kommen.
Und dann dreht man sich irgendwann um die gleichen Punkte, obwohl man eigentlich viel und gut miteinander kommuniziert, wird dann natürlich irgendwann auch das Gefühl stärker.
Die Konfliktspirale größer und man merkt, man hat auch gar nicht mehr so Lust, darüber zu sprechen, weil es ändert sich ja nichts, es bewegt nichts.
Also ein Problem ist da auf jeden Fall ja mangelndes Wissen darüber, wie man richtig kommuniziert.
Das wird einem erstmal selten beigebracht.
Es begegnen vielleicht in der Schule einem dann so Kommunikationsmodelle später, dass man auch in Ich-Perspektive sprechen soll, keinen Vorwurf machen soll, so eine Sachen, Feedback-Regeln.
Die begegnen einem, aber das ist ja, finde ich, auch nie auf die Paarbeziehung so wirklich bezogen und es ist so theoretisch.
Da ist ja kein Wut, keine Traurigkeit, keine Angst in dem Moment meistens vorhanden, wenn man auf dieses Kommunikationsmodell zum Beispiel stößt, sondern es ist so eine Theorie, man sollte so und so sprechen.
Und man muss auch sagen, jeder hat ja auch unterschiedliche Kommunikationsgewohnheiten und die sind dann selten auch in diesem Kommunikationsmodell,
was man denn lernt in der Schule, vorhanden, sondern da gibt es ja nur diesen einen Weg, der richtig ist und das andere ist falsch.
Und sehr selten wird da über Kommunikationsgewohnheiten zum Beispiel gesprochen.
Ja, ganz regelmäßig fehlt ja einfach an der Stelle wichtiges Wissen, auch bei denen, die einem Feedback-Regeln und Co. beibringen.
Ja.
Also die erste wichtige Unterscheidung, die so gut wie noch nie jemand dann gehört hat, ist, Feedback gibt man nur,
wenn man sich nicht verletzt fühlt, dann ist es eine Verletzung lösen.
Und da schüttelt so gut wie jeder den Kopf und sagt, oh, das habe ich immer alles zusammen vermixt und gemacht und ich wusste gar nicht, dass es da so eine Trennung drin gibt.
Es wird denn ja auch so ein bisschen als positives Feedback gerne verkauft, ne?
Also von wegen, ja, ich wollte dir ja nur mal ein Feedback geben und darin verschachtelt ist dann die Verletzung.
Ja, oder die Kritik.
Genau, ja.
Also, aber auf jeden Fall ja etwas, was eher negativ gemeint ist oder auch ein negatives Gefühl gemacht hat, wird dann in so eine positive Hülle gestülpt und dann versucht, dem anderen so beizubringen.
Und das ist eben kein echtes Feedback geben, das funktioniert ganz anders.
Aber das ist nicht Teil der Folge.
Aber eben ein, man sieht, es gibt sehr viele Möglichkeiten, dass Kommunikation eben schiefläuft und es ist eher der Regelfall als,
die Ausnahme, dass Kommunikation eben nicht so verläuft, dass es euch beide sehr zufrieden und glücklich macht.
Dann gibt es immer natürlich nochmal so andere Faktoren von außen, die mit einwirken auf die Kommunikation.
Und da geht es auch so um das Thema Bereitschaft, über Themen zu sprechen.
Damit ist vor allem dann Stress gemeint.
Themen, die man von der Arbeit mitbringt, die man aus anderen Umfeldern mitbringt, wo man eigentlich innerlich,
sich gestresst fühlt, vielleicht Wut empfindet auf jemand anderen, den Vorgesetzten, den Kunden, der genervt hat,
irgendwas, was schiefgelaufen ist und bringt dieses Gefühl mit in die Kommunikation mit der Partnerin, dem Partner, den Kindern
und reagiert ganz anders, als wenn man reagieren würde, wenn man diesen Stress eben nicht in sich spüren und mitbringen würde.
Da hatte ich gerade gestern zu dem Thema ein Coaching, wo ich mich jetzt gerade so spontan daran erinnere, da war das Problem,
eine Trennungsbegleitung und Elternpaar zu bleiben und sich beim Verletzungen lösen oder davor schon, muss man sagen, aufgedeckt hat,
dass ganz oft der Moment im Coaching war, wo beide sich manchmal angeguckt haben und überrascht waren von dem anderen,
weil die Interpretation einfach in eine ganz andere Richtung ging.
Ich habe gesagt, das hätte ich jetzt nicht gedacht, dass dir das wichtig ist.
Und dann haben wir halt nochmal geguckt, warum konnte die Kommunikation vorher nicht so stattfinden, warum ist man zu diesem Punkt gekommen.
Man hat sich herausgestellt,
dass die eigentlich so gut wie gar keine Zeit zu zweit verbringen konnten die letzten Jahre.
Es waren immer die Kinder mit dabei und dadurch sind Gespräche damals, so wie jetzt, immer nur so Tür-und-Eier-Gespräche,
die Unterbrechungen haben, da laufen dann Kinder dazwischen, haben ihre Bedürfnisse und die Kommunikation ist immer kürzer geworden
und der Spielraum für Interpretation halt immer größer und das hat natürlich total Stress gemacht.
Irgendwann sagt es so, okay, wir. Ja, können nicht mehr miteinander sprechen irgendwie richtig.
Ja, und das ist dann so der, passend auch zum nächsten Punkt, so diese ungeklärten Ausdrucksweisen oder ungeklärte Interpretationen zu bestimmten Begriffen.
Also es ist ganz normal, dass wir Begriffe unterschiedlich verstehen und dazu ein unterschiedliches Gefühl, eine andere Erinnerung haben.
Also wenn ich an Kino denke, kommen bei mir andere Gefühle, andere Erinnerungen hoch als bei dir.
Auf jeden Fall.
Weil du eben nicht so die Kinogängerin bist.
So, das heißt, es macht eben was anderes, wir denken dort an andere Dinge und das ist bei ganz vielen Themen auch so,
wo man einfach ein anderes Gefühl hat. Nehmen wir Werte, das ist so das typische, Gesundheit.
Was heißt Gesundheit? Es ist für jeden anders, dass sich Gesundheit lebt.
Und das ist eben so diesen einen Schritt weitergehen in der Tiefe, sich nicht nur unterhalten und sagen,
ja, mir ist Gesundheit ganz wichtig und dann sagt, ey geil, mir auch, sondern. Die Frage ist ja, was genau heißt denn Gesundheit für dich?
Was zeigt dir, dass du Gesundheit lebst?
Und dann sagt der eine auf einmal, naja, ich heiße, das heißt für mich vegan leben, fünfmal die Woche Sport und so weiter und so weiter.
Und dann sagt, oh, für mich hieß Gesundheit eigentlich, ich gehe alle paar Jahre zur Vorsorgeuntersuchung, ich wusste gar nicht Ernährung und so.
Auf einmal merkt man, man hat zwar den Wert Gesundheit hochgesetzt und das ist für beide auch in Ordnung so.
Es gibt kein richtig und kein falsch, es gibt nur eine andere Interpretation.
Und wie man das für sich eben fühlt.
Und schon redet man völlig aneinander vorbei.
Total spannend.
Das war auch ein Thema in dem Coaching.
Es ging um die Werte der Kindererziehung.
Und da kam der Wert Höflichkeit auf.
Und ich habe Höflichkeit aufgeschrieben und beide haben gesagt, ja, da haben wir bestimmt, also da haben wir eine Übereinstimmung.
Und dann habe ich mal gefragt, was jeder unter dem Wert Höflichkeit überhaupt versteht.
Und dann kam dann in der Tiefe raus, dass ja, Höflichkeit ist sehr, sehr wichtig.
Und er hat gesagt, ja, ihm ist Höflichkeit auch wichtig, aber eigentlich geht ihm das ein bisschen zu weit.
Er findet das auch gut, dass die Kinder lernen, dass wenn sie unhöflich behandelt werden, das auch eine Grenzüberschreitung ist.
Und die nicht immer höflich bleiben müssen, sondern auch für sich einstehen dürfen, sich abgrenzen dürfen.
Und das war super spannend, weil wie du sagst, so auf der Oberfläche kommunikativ gesehen wird man sagen, ja, Höflichkeit, beides ein Wert, ja, das matcht.
Aber dann in der tieferen Ebene hat man gemerkt, okay,
Da war auch bei ihm eine kleine Verletzung, was das Thema Höflichkeit angeht.
Und da steckte so viel mehr hinter.
Und schon war der Wert eigentlich, muss man sagen, ganz anders.
Und die Priorität spielt natürlich auch immer eine wichtige Rolle.
An welcher Position so meiner Werte kommt das dann?
Ist da etwas, was dem übergeordnet ist?
Also ist mir zum Beispiel, das könnte ja bei ihm der Fall sein,
vielleicht ist ihm Sicherheit, Selbstbestimmtheit wichtiger im Wert als Höflichkeit.
Und deswegen sagt er, naja, da gibt es eine Grenze.
Da muss man sich schützen, also sich in Sicherheit bringen.
Und sich in Sicherheit bringen ist wichtiger als Höflichkeit.
Da darf man auch forscht werden.
Und schon hat sich das durch die unterschiedlichen Prioritäten dann so gezeigt.
Ja, das letzte Problem, was häufig da ist, sind natürlich Unausgesprochenheiten.
Ob das nun Bedürfnisse sind oder Gefühle oder Erwartungen.
Einfach grundsätzlich kann man sagen, Dinge, die unausgesprochen bleiben,
führen in der Regel dazu, dass es später Missverständnisse,
Probleme in der Kommunikation und gute Gefühle einfach geben wird.
Also bei allen Sätzen wie, ich dachte, das wäre klar.
Das musst du doch wissen.
Ja, genau.
Das weiß man doch.
Ich dachte, wir kennen uns so gut.
Da brauchen wir doch nicht drüber sprechen.
Das ist immer so die Einleitung, finde ich, für Themen wie halt unausgesprochene Bedürfnisse,
unausgesprochene Wünsche.
Ja.
In der Folge entsteht durch viele eine gewisse Grundgereiztheit, auch Stress.
Man wird anfälliger dafür, sich nicht fair zu verhalten.
Also gerade Ausgleich von Geben und Nehmen spielt dann nachher wieder da eine Rolle.
Es steigt natürlich auch die Konfliktanfälligkeit,
weil einfach insgesamt der Umgang miteinander eher schwieriger wird und herausfordernder.
Und das macht eine zunehmende Unzufriedenheit.
Auf beiden Seiten.
Man kann also allgemein natürlich sagen, dass Kommunikationsschwierigkeiten zu Unstimmigkeiten führen
und zu einem Aufstauen von unguten Gefühlen.
Und diese können halt dann häufig nicht aufgelöst werden, weil der fehlende Ansatz fehlt.
Wie geht man vor?
Wie können wir das lösen, wenn wir kommunikativ und emotional vielleicht schon weiter voneinander getrennt sind?
Und häufig sind das ja auch immer wiederholende Muskeln.
Wenn es da Dynamiken in der Beziehung ist, entsteht ja auch so eine Konfliktspirale am Ende.
Und so rutscht man Stück für Stück immer weiter in die Beziehungskrise,
hat keinen Ansatz oder keine Idee, wo man ansetzen soll kommunikativ,
weil oftmals schon ein, zwei Sätze ausreichen, damit man wieder voll drin ist im Streit
und denkt, wie soll ich denn da einen Ansatz haben, wieder rauszukommen,
wenn wir nicht mehr über die einfachsten Dinge zum Schluss eigentlich sprechen können.
Und dann ist so der nächste Gedanke eine mögliche Trennung.
Man hat keine Lösung für das Problem.
Man merkt aber, wir können nicht mehr miteinander sprechen.
Das ist auf jeden Fall nicht so, wie ich mir das vorstelle, vielleicht so der Gedanke.
Und wie man sich das für die Zukunft wünscht.
Und dann ist so wieder die Frage, gehen oder bleiben.
Zum Thema achtsame Kommunikation in der Beziehung haben wir auch einen Blogartikel verfasst.
Den findet ihr bei uns auf der Website.
Und auch weitere andere Kommunikationsthemen haben wir bereits im Blog
oder auch im Blog.
Auch im Podcast verarbeitet, wo ihr das Ganze eben auch nochmal schriftlich für euch nachlesen könnt,
wenn das vielleicht auch ein Format ist, was für euch dann wichtig ist.
Ansonsten vielleicht nochmal an der Stelle Hinweis,
dass wir jetzt weit fortgeschritten am Ende sozusagen des kleineren Sommertiefs sind.
Und was die Wartezeiten bezüglich der Coachings betrifft,
also solltest du diese Folge gerade bei Erscheinen hören,
dann haben wir jetzt wahrscheinlich noch eine angenehme Wartezeit, sag ich mal.
Wir gehen jetzt in Richtung Oktober, November.
Und jetzt wird die Wartezeit wieder deutlich steigen.
Solltest du also vielleicht schon ein paar Folgen gehört haben
und so ein bisschen am Überlegen sein,
mache ich da ein telefonisches Erstgespräch oder eher nicht,
dann würde ich dir vorschlagen, dann mach es lieber jetzt,
wenn du am Überlegen bist, weil dann ist das wahrscheinlich etwas,
was dir oder euch guttun wird, ins Coaching zu gehen.
Denn wenn ihr euch das in Richtung Oktober, November, Dezember
dann doch final überlegt, dann müsst ihr dann wahrscheinlich mit einigen Wochen warten,
Wartezeit auf einen ersten Termin rechnen.
Ja, das ist wieder eine Q&A-Folge.
Das heißt, wir haben entsprechend einige Fragen zu diesem Thema gesammelt,
die entweder in Coachings entstanden sind,
die uns bei Instagram gestellt worden sind
und möchten euch so auf die wichtigsten fünf hier mal eine Antwort geben.
Die erste Frage lautet,
die uns gestellt wurde.
Warum ist die Kommunikation in einer Beziehung so wichtig?
Kommunikation, würde ich sagen, ist sozusagen ein Element für emotionale Verbundenheit.
Also ein sehr wichtiges Element.
Und emotionale Verbundenheit ist wichtig, damit man sich nah in der Paarbeziehung ist,
das Gefühl hat, man kann Gefühle austauschen,
man hat ein Gefühl, man hat ein Gefühl, man hat ein Gefühl, man hat ein Gefühl,
man hat die gleichen Ziele, man hat die gleichen Werte,
man geht in die gleiche Richtung, man fühlt sich wohl.
Wenn es mal zu Unstimmigkeiten oder zu Meinungsverschiedenheiten kommt,
entscheidet halt die Fähigkeit zur Kommunikation darüber,
ob wir das lösen können,
also ob wir zusammen ein gutes Gespräch haben können,
darüber sprechen können, eine Lösung finden oder das Gespräch eskaliert.
Das ist auch ein echt wichtiger Punkt.
Also man kann es im zwischenmenschlichen Dasein gar nicht vermeiden,
dass eben ungute Gefühle, Konflikte entstehen,
dass das entsteht halt immer.
Entscheidend ist ja nur, wie gehe ich damit um?
Kriege ich das durch meine Kommunikationsfähigkeiten nachhaltig gelöst
oder hänge ich mich daran auf?
Und das finde ich auch ganz wichtig, weil das Ziel vom Coaching ist ja zum Beispiel auch nicht,
das Paar gleich zu machen.
Also den einen am besten zu klonen und zu sagen,
jetzt seid ihr euch so gleich, jetzt läuft das bestimmt gut.
Sondern es ist ja auch schön, dass die Menschen,
die unterschiedlich sind und unterschiedliche Kommunikationsstile vielleicht auch haben
oder Arten zu sprechen ist, ist halt immer entscheidend bloß,
dass man sich sozusagen auf eine Strategie, wenn Probleme auftreten,
einigt und damit so auch erfolgreich ist.
Und dass in einer Beziehung manchmal emotionale Verletzungen entstehen,
ist ja auch völlig normal.
Dafür ist man ja auch so eng miteinander im besten Fall,
dass man ja auch vieles absprechen müsste.
Man hat einen gemeinsamen Alter.
Man hat einen gemeinsamen Tag.
Man selber entwickelt sich weiter.
Also es gibt ja viele Punkte einfach, die auch für Verletzungen anfällig sind.
Man verbringt Urlaube zusammen, Feiertage, gestresste Situationen.
Völlig normal.
Aber es muss halt gelöst werden.
Und dafür muss man miteinander reden, ungute Gefühle aussprechen und sie dann lösen.
Ohne eine offene Kommunikation können keine Konflikte nachhaltig gelöst werden.
Und es kommt letztendlich auch immer wieder zum Streit.
Man dreht sich.
Man dreht sich dann im Kreis.
Und es ist halt super wichtig, über alles offen sprechen zu können
und auch das Gefühl zu haben, der andere hört einem gerne zu.
Es ist nicht nervig und würde mir im besten Fall natürlich auch beistehen bei meinem Problem.
Ich würde noch ergänzen, dass man aber natürlich durch eine gute Kommunikation miteinander
viele Verletzungen auch vermeiden kann, die gar nicht entstehen,
wenn man eben klare Absprachen hat, offen kommuniziert,
Erwartungen äußern kann, Bedürfnisse, Wünsche deutlich und verständlich kommunizieren kann,
da offen drüber spricht, dann kann man natürlich viele, viele Verletzungen auch einfach vermeiden,
die dann gar nicht mehr auftreten, weil man eben ganz klar kommuniziert.
Oder so ein ganz häufiges Thema, Kompromisse schließen.
Wenn man in der Lage ist, einen stimmigen, und nicht einen faulen,
einen stimmigen Kompromiss mit jemandem zu schließen,
wird man im Regelfall deutlich weniger ungute Gefühle,
in Folge deutlich weniger Konflikte haben.
Das heißt, man kann das schon massiv senken,
die Anzahl und die Intensität der unguten Gefühle und Konflikte.
Die zweite Frage lautet, was sind häufige Fehler in der Kommunikation?
Da können wir immer ein paar Sachen zusammen sammeln.
Erster Punkt, nicht ausreden lassen, nicht richtig zuhören.
Das löst das Gefühl aus, nicht wertgeschätzt zu werden.
Dann haben wir ungute Gefühle.
Gefühle nicht aussprechen und sie stattdessen aufschieben oder verdrängen.
Das ist vielleicht nochmal wichtig, was der Unterschied zwischen aussprechen und lösen
und auf der anderen Seite aufschieben oder verdrängen.
Also, wenn man auf dem Weg von der Arbeit nach Hause fährt
und auf der Arbeit gab es Stress und man kommt nach Hause
und hat sich dann wieder akklimatisiert,
möchte aber über das Thema Arbeit nicht mehr sprechen
und das macht auch ein ungutes Gefühl.
Das ist ein gutes Gefühl, wenn die Frau oder der Mann das anspricht
und man sagt, ich will nicht über die Arbeit sprechen,
ich habe den ganzen Stress da gerade vergessen.
Dann sind wir im Verdrängen drin, denn aufgelöst und verarbeitet heißt,
ich kann danach darüber sprechen, ohne ins Leid zu geraten.
Über die System-Empowering-Methode, in der man an den Punkt zurückgeht,
wo es mal gut war, lässt sich dann entsprechend eine Verletzung lösen.
Da haben wir Folgen zugemacht.
werden wir jetzt nicht so in der Tiefe
hier nochmal behandeln, ist immer wieder
Thema bei uns im Podcast und
haben wir auch an der einen oder anderen Stelle
schon mal detaillierter
ausgeführt. Das würde jetzt an der Stelle
den Folgenrahmen sprengen.
Als dritten Punkt haben wir
aufgeschrieben. Dinge verallgemeinern.
Alle Nachbarn,
also bei all
meinen Arbeitskollegen und so weiter.
Das ist wirklich so ein Punkt, der
in Gesprächen
immer so ein bisschen die
Schärfe mitbringt, weil
man nicht mehr diese individuelle
Ebene hat.
Man würde so ein bisschen
wegkommen von der eigenen
Sichtweise auszusprechen und
darüber in den Austausch zu kommen, sondern die anderen
da irgendwie mit einzubeziehen.
Das provoziert häufig, macht ein ungutes
Gefühl.
Ja, auch im Gespräch miteinander, wenn dann so Themen
verallgemeinert werden, also so ein Thema
groß gemacht wird, anstatt dieses
einzelne Verhalten zu nehmen.
Dann haben wir als vierten Punkt
Schuldzuweisungen, Vorwürfe
oder auch Anweisungen
oder Forderungen, je nachdem, wie man
es so nennen möchte. Das wird eben
häufig als Angriff wahrgenommen.
Und da sind
so Begriffe zum Beispiel, wie müssen
recht kontraproduktiv. Also
das
hören wir halt sehr ungern, weil
wir uns durch so Worte, wir müssen fremdbestimmt
fühlen und
fremdbestimmt
wollen es die meisten von uns eben nicht fühlen.
Ja, sowas wie, da müssen
wir jetzt einfach durch.
Da hatte zum Beispiel eine Frau bei mir
im Coaching gesagt, das hat sie immer so provoziert,
weil sie hat
das Gefühl gehabt, ihr wird die Wahlmöglichkeit
genommen mit dieser Aussage.
Der Mann hat immer gesagt, ja, aber da müssen
wir jetzt halt einfach durch, das ist jetzt mal so eine Phase.
Genau, da gibt es quasi keine richtige Lösung
oder keinen anderen Weg, aber ja auch andere Sachen.
Du musst das Licht ausschalten, du musst
die Türen schließen, du musst
dieses du musst,
das ist ja an ganz vielen
verschiedenen Stellen, genauso auch das Thema Schuldzuweisung,
das ist
deine Schuld,
gibt es ja in ganz vielen Bereichen, du hast
das vergessen, hättest du nicht
und wir
sind ja immer im Bereich der Verantwortung, nicht im
Bereich der Schuld, was wiederum was ganz anderes
dann ist.
Ich glaube, wir könnten diese Liste mit
häufigen Fehlern in der Kommunikation
sehr, sehr weit
fortfahren, das kann eine eigene
Folge sein. Stoppen wir mal
an der Stelle und gehen mal zur nächsten
Frage, was macht eine gute Kommunikation?
Was macht eine gute Kommunikation aus?
Da auf jeden Fall der erste Punkt, sich gegenseitig
zuzuhören, sich aussprechen lassen,
annehmen auch, was
der andere sagt, also wenig
Rechtfertigung, sondern auch mal
Sachen stehen zu lassen, in die Reflexion
zu gehen
und ich glaube, was auch ganz wichtig ist bei einer
guten Kommunikation, dass man immer
auch den Rahmen betrachtet,
also den Rahmen dafür,
ob man
sich richtig wirklich zuhören kann,
also ob man das gewährleisten kann,
oder nochmal zu sagen, okay, weißt du,
ich merke gerade, ich kann dir gar nicht zuhören, ich muss
nochmal erstmal kurz was abschließen, oder ich gehe
nochmal kurz auf Toilette, oder ich muss erstmal kurz was
essen, dass man
das Zuhören auch wirklich als Priorität
nach oben stellen.
Der Rahmen wird echt unterschätzt.
Ich erinnere mich gerade an
ein oder
zwei Männer im Coaching,
die wirklich, wenn sie nicht gegessen
hatten, dann ging da gar nichts
im Gespräch. Ja, da haben wir ja auch jemanden in der Familie,
wenn der nicht Hunger hat, dann
hast du das. Ja gut, aber ich finde
das immer sehr spannend, dieser Rahmen ist halt
wirklich so wichtig, also
ohne diesen richtigen kommunikativen Rahmen
zu schaffen, in die Bereitschaft
zu kommen, geht der Inhalt
halt häufig schief.
Der zweite Punkt
ist eine offene und wertschätzende
Haltung, also beobachten
und nicht bewerten,
Gefühle wahrnehmen,
Bedürfnisse erkennen, also
empathisch sein und
wiederum bitten oder Wünsche formulieren,
ohne den anderen dabei
Vorwürfe zu machen. Du hast es eben schon so genannt,
also keine Rechtfertigung,
wenn es darum geht, dass beim anderen
ein schlechtes Gefühl entstanden ist,
dass man Verantwortung übernimmt,
sich entschuldigt, sich nicht
rechtfertigt. Das kann sein,
dass der andere danach eine Erklärung
für das Verhalten wünscht, dann kann
das gehen, aber ansonsten
wird keine Erklärung oder Rechtfertigung
gebraucht, die macht das häufig schlimmer.
Und ich glaube, was auch ganz wichtig ist in der
Kommunikation, also gerade auch
bei Eltern, sich wirklich auch
die Zeit zu nehmen für eine gute
Kommunikation. Und da sind wir
wieder so ein bisschen wie an dem Beispiel,
was ich vorhin gebracht habe. Wenn
ich einfach mir keine Zeit
nehme, um auch mit
meinem Partner oder meiner Partnerin
in Ruhe mal zu kommunizieren,
dann ist die Wahrscheinlichkeit
auch sehr groß, dass man immer mehr in eine
schlechte Kommunikation rutscht.
Also es reicht nicht aus,
so eine Tür- und Angelgespräche immer zu
haben oder nur beim Abendbrotstisch noch mal
kurz sitzen zu bleiben
und zu hoffen, das Kind spielt mal
zwei Minuten, sondern sich auch wirklich mal
bewusst Zeiten zu nehmen, um
zu kommunizieren in Ruhe.
Und man merkt ja automatisch,
finde ich, dann auch, dass man auf eine
ganz andere Ebene kommt. Wenn ich jetzt überlege,
wie wir waren letzte Woche, als
unser Sohn unterwegs
war, waren wir beide eine Runde spazieren.
Und da merkt
man ja schon, wenn man längere Zeit mal
einfach am Stück spricht, ohne
Unterbrechung, ohne Einflüsse
von außen, wenn wir an dem See spazieren,
dass das schon was ausmacht.
Dass man auf andere Themen kommt,
dass man sich anders
austauschen kann. Aber das geht ja auch nur, wenn man
den Raum dafür auch irgendwie versucht, sich
bereitzustellen. Und dann
funktionieren auch die ja auch notwendigen
Tür- und Angelgespräche gut.
Genau, wenn beides so funktioniert.
Kommen wir einmal zur nächsten Frage.
Wie spreche ich ein
Problem an? Auch sehr
spannend, die Frage, finde ich.
Ja, wir sind hier jetzt ja im Bereich quasi
der Konfliktlösung.
Das erste ist die Vorbereitung. Also
passt die Situation gerade? Bin ich bereit?
Also seid ihr
in einer ruhigen Umgebung? Habt
ihr ausreichend Zeit, ein längeres
Gespräch zu führen? Weil es
kann ja sein, dass das Thema dann
intensiver wird oder auch der andere dann noch
etwas hervorbringen möchte.
Und das kann man vorher reflektieren
und sich Gedanken machen,
damit man das eben entsprechend klar
kommunizieren kann.
Wenn man sich da unsicher ist, dann macht
es wirklich Sinn, das vorher einmal so in Gedanken
durchzuspielen, über sich so ein paar
Punkte mal aufzuschreiben, damit
man da eben an Sicherheit gewinnt
und ja, ins Training
kommt, etwas zu verändern, weil man es
eben häufig auf eine andere Art und Weise
gemacht hat.
Dann wäre der erste Schritt zu kommunizieren,
über was
man reden möchte.
Also den Wunsch äußern, dass man gerne mal
ein Gespräch führen würde oder dass man
das ein Anliegen ist, über ein bestimmtes
Thema reden zu wollen
und
dann
das natürlich genauer einzugrenzen, was
einen gerade beschäftigt. Das wäre dann so ein bisschen
der zweite Schritt.
Das ist halt wichtig für die Bereitschaft,
damit der andere weiß,
okay, da geht es jetzt gerade um eine Verletzung,
die gelöst werden soll oder
ein Feedback oder oder
und dass man eben überlegen kann, bin ich da gerade
bereit zu, bin ich in der richtigen Verfassung,
stimmt für mich der Rahmen auch? Wenn ja,
dann kann das losgehen. Wenn nein,
ist es auch wichtig, das auszusprechen
und dann aber zu sagen,
wann der Rahmen dafür da
sein wird und sich dann auch bereit zu machen. Also gerade
wenn es um eine Verletzung geht, dann ist das
sehr wichtig, zeitnah
den entsprechenden Rahmen zu schaffen
und dann kann es sein, dass man sagt, ich gehe noch mal
eine halbe Stunde spazieren, ich mache noch mal eine Runde
Sport, ich gehe joggen, ich muss noch
kurz zwei, drei Sachen aufschreiben, damit ich die
aus dem Kopf raus habe, was auch immer gerade gebraucht
wird, aber das ist dann
zu tun, um dann möglichst
zeitnah bereit zu sein,
in dieses Gespräch hinein zu gehen.
Was hältst du denn
davon, wenn jemand per WhatsApp
zum Beispiel schreibt, wir müssen
heute Abend mal miteinander reden?
Schwierig,
weil das macht halt sehr viel
Kopfkino und holt
den anderen aus dem heraus,
wo er gerade ist, also
wenn derjenige bei der Arbeit ist, dann wird er danach
unkonzentriert sein. Wenn er gerade
irgendwo Spaß hat mit Freunden
und unterwegs ist, dann wird er vielleicht weniger
Spaß haben. Also was sollte
derjenige in dem Moment damit anfangen?
Die positive Absicht vielleicht
zu sagen, man möchte den anderen ja
Bescheid sagen, dass man miteinander
sprechen möchte, dass man was lösen möchte,
dass der sich vielleicht darauf vorbereiten
kann. Keine Ahnung,
etwas in diesem Bereich. Wenn ich bei der Arbeit bin,
kann ich mich darauf nicht vorbereiten. Wenn ich mit Freunden
unterwegs bin, will ich mich darauf nicht vorbereiten. Also
das passt nicht. Das macht nur Kopfkino
und sorgt dafür,
dass man sich nicht gut fühlt und sich
fragt, worum geht es denn?
Also das heißt, es macht nur Sinn,
letztendlich, dann soll derjenige
nach Hause kommen und man
sagt zu Hause, wenn die Option
besteht, etwas zu
tun,
handlungsbereit zu sein, auch
handlungsfähig zu sein, dann das Ganze
ansprechen. Oder ich finde
auch, wenn man in der Nachricht mehr
schreibt, um was es geht.
Also mir wäre es wichtig, wenn wir
über das Thema XY heute Abend
vielleicht nochmal uns zusammensetzen
könnten, darüber sprechen könnten,
dann finde ich, ist es schon was anderes, als wenn da
so dieses mystische, wir müssen
miteinander reden. Es ist alles möglich, was
da passiert, oder? Das ist glaube ich auch
jetzt ein großer Unterschied, ob man
über irgendwas spricht, wo man sagt,
wir müssen heute Abend
nochmal darüber sprechen, wie wir das am Wochenende
mit dem Grillen organisieren.
Also was Organisatorisches, was
positiv gerichtet ist, irgendwas anderes.
Oder, wo ich das eben nicht tun
würde, ist, wenn es um Verletzungen lösen
geht, das würde ich so weit im Voraus
nicht ankündigen und auch nicht per
WhatsApp.
WhatsApp und wenn jemand nicht da ist, ankündigen.
auch nicht so kryptisch, wie du sagst.
Da muss immer das Thema
mit hin, worüber man sprechen
möchte, das wird immer gebraucht.
Weil wenn ich jetzt zu dir sage,
selbst wenn du vor mir stehst, ich möchte
mit dir eine Verletzung lösen, bist du gerade
offen für, dann weißt du das
ja gar nicht, weil du ja gar nicht weißt, was kommt.
Ich müsste das zumindest so ein bisschen
anteasern, aber
quasi ohne komplett zu spoilern,
wenn wir jetzt wieder im Kino sind, dass man eben
einmal sagt, um welches Thema es sich handelt
und man selber dann einschätzen kann,
puh, das geht jetzt echt
ums Eingemachte, das ist ein
echter Knackpunkt, ich muss jetzt hier zwei,
drei Stunden gleich Ressourcen bereitstellen,
wahrscheinlich, weil das ist ein ganz
intensives Thema, um das es sich drehen wird.
Schaffe ich das? Oder
weiß ich, okay, beim
Anteasern, ja, das ist so ein 10, 15
Minuten Thema, das ist jetzt kein
besonders kritisches, da geht es nicht
um alles oder nichts in der Beziehung und so weiter.
Das kriege ich hin.
Ich muss halt wissen, welche Ressourcen
werde ich bereitstellen müssen? Muss ich
gleich machen?
Kann ich noch ein paar Tonnen laufen oder habe ich
einen kleinen Sprint? Was habe ich da vor mir?
Ja, und dann ein sehr wichtiger
Aspekt natürlich, in diesen Ich-Botschaften
zu bleiben und
die eigene Wahrnehmung zu äußern,
mit den Gefühlen und Bedürfnissen
und da vollkommen bei sich
zu bleiben, sozusagen die einzige
Du-Botschaft ist, objektiv darüber
zu sprechen, welches Verhalten
der andere hatte, aber ohne
Interpretation und das ist schon recht schwierig.
Bedarf so ein bisschen
Training oder dem, was wir schon gesagt
haben, der Vorbereitung, dass man das vorher
mal aufschreibt. Objektives Verhalten
des anderen, welches Gefühl hat das bei mir gemacht?
Genau.
Kommen wir zur letzten Frage.
Welche Tipps habt ihr für eine harmonische
Kommunikation?
Oh, das ist ja fast
ähnlich wie Frage 3.
Also
ernsthafte Gespräche würde ich
immer in Ruhe unter vier Augen führen.
Also eben nicht
zwischen Türen angel, nicht
beim Grillen mit Freunden,
nicht zwischendurch sich dafür
Zeit nehmen. Was man da auch gut
machen kann, ist
ein Spaziergang, so wie wir.
Zum Beispiel
sorgt einerseits das
Nebeneinanderhergehen dafür,
dass Menschen, die eher schwerer
über Gefühle und
Verletzungen sprechen können,
dass das einfacher wird, weil man nicht so konfrontativ
gegenüber sitzt vielleicht.
Und das andere ist, dass Natur auf uns
meistens sehr beruhigend wirkt.
Und
wir da dann doch eher etwas
harmonischer gestimmt sind
und dafür sorgen wollen, dass es
wieder gut wird. Ich finde auch, wenn man
in Bewegung ist und dann
kommen mal ein paar Sekunden
so Pausen, so Stillschweigen,
fühlt sich das ganz anders an, als wenn man jetzt so am Tisch
sitzen würde. Ist nicht so bedrückend.
Dann kann man nachdenken, zwischendurch guckt man
auf den See und sagt, sieht schön aus.
Wie zum Beispiel, oh, guck mal, der Baum
hier, der sieht ja krass aus. Also man hat
so natürliche
Einwirkung von außen,
die aber nicht störend sind, weil das wirklich nur
so von beiden empfunden wird.
Wir gehen übrigens
auch gerne so am See spazieren.
Weil das unser erster,
ich glaube, zweites, drittes Date
waren wir am See spazieren.
Da haben wir uns noch sehr intensiv darüber unterhalten.
Was ist dein Lieblingsessen
und was machst du hier? Und das war sehr spannend.
Das ist schon so ein
Ritual geworden, immer mal wieder um den See
zu spazieren. Das heißt,
wenn ihr uns am See mal sehen solltet, wir sind
nicht nur dabei, Konflikte dort zu klären,
sind so allgemeine Seeläufer.
Oftmals geht es uns auch am See einfach ganz gut.
Aber ansonsten ist das auch
eine gute Möglichkeit, Themen miteinander
zu klären.
Dann würde ich ungute Gefühle
so direkt wie möglich aussprechen.
Also einmal zeitlich,
aber auch so offen wie möglich.
Also nicht aufschieben oder verdrängen,
nur dann, wenn es unbedingt gebraucht wird.
Das ist ein kurzzeitiger Mechanismus.
Wir sind bei Freunden,
es passiert irgendetwas, was mich
verletzt von dir, irgendeine
Satz oder so irgendwas, was du machst.
Dann ist das nicht der Rahmen, das zu klären.
Dafür ist das Verdrängen da.
Dann verdränge ich das Ganze, schiebe das
innerlich beiseite,
um es dann vielleicht bei der
Autofahrt zurück, zu Hause
dann so zeitnah wie möglich
zu klären, wenn der richtige Rahmen
da ist.
Dann ist noch für eine
harmonische Kommunikation ganz wichtig,
eine wertschätzende Haltung einzunehmen
und respektvoll und auf Augenhöhe
zu kommunizieren.
Das ist nur möglich, wenn natürlich
möglichst wenig oder keine
Verletzungen vorliegen.
Weil dann fällt es uns natürlich leichter,
diese wertschätzende Haltung hervorzurufen.
Wenn wir so
verletzt sind oder mit vielen Verletzungen rumlaufen,
dann können wir diese wertschätzende
Haltung schnell verlieren.
Weil wir dann immer wieder auch angetriggert werden,
weil wir noch ganz viele alte Sachen in uns tragen
und wenn dann was Neues passiert,
rutsche ich ja sofort raus aus der wertschätzenden Haltung
und bin dann weit entfernt von einer
harmonischen Kommunikation.
Deswegen gehen wir in der Methodik ja auch
immer zurück an den Punkt, wann war es mal gut?
Weil da war die wertschätzende
Haltung da. Wenn ich mich innerlich
dort hineinversetze in dieses Gefühl,
dann kann ich die erste
Verletzung, die dann entstanden ist,
danach lösen. Da geht das.
Ein anderer Punkt ist
auch Interesse zu zeigen, dem anderen das
Gefühl zu geben,
einem wichtig zu sein, dass einem
eine stimmige Lösung im Wir-Gefühl
auch wichtig ist.
Also immer mit dem
Grundgefühl das Gespräch führen.
Wir haben beide das Ziel,
dass wir hier gut
miteinander rauskommen, sag ich mal,
dass wir im besten Fall gestärkt
sogar aus dem Gespräch rauskommen und sagen,
okay, das ist jetzt der neue Weg, das ist die
Strategie, wir haben das für uns gelöst,
jetzt fühlen wir uns beide besser. Und da
passt, finde ich, auch immer der Satz ganz gut,
es sollte bei einem Streit nie
Gewinner-Verlierer geben,
weil dann haben letztendlich beide verloren,
sondern es sollten immer
zwei Menschen aus dem Gespräch mit
guten Gefühlen rausgehen.
Weil wenn es dem einen schlecht
geht und dem einen gut, dann hat
letztendlich derjenige,
der das Gefühl hat, er ist als
möglicher Gewinner vielleicht rausgegangen,
ja trotz dem Problem.
Weil wir Menschen sind da einfach gestrickt,
wenn wir verletzt sind oder so angepiekst
sind, das wird relativ schnell
wie so ein Ping-Pong-Effekt wieder zurückkommen.
Und es ist ja nicht geklärt, es ist ja nicht
so, dass man sagt, ja, du hast recht,
das machen wir jetzt so und dann
das Thema bei einem komplett weg ist.
Man versucht es dann zu deckeln und sagt,
ja, wir haben es geklärt, jetzt soll ich
mich ja nicht mehr so anstellen, aber man hat es ja
trotzdem noch in seinem System drin.
Weiterhin ist es wichtig,
Bedürfnisse und Wünsche
klar zu äußern. Also wir
können dem anderen nicht die Wünsche
von den Lippen ablesen,
das sind eher
Dinge aus dem Märchenfilm,
sondern wir brauchen,
dass das deutlich geäußert
wird, welche Bedürfnisse und
Wünsche jemand hat. Natürlich
sind die im Laufe einer längeren
Beziehung immer mehr bekannt,
weil das ja nicht ständig wechselnd
ist. Natürlich weiß ich viele
von Inas Wünsche
und Bedürfnisse und
kann das in Situationen gut
sehen und interpretieren aus der Erfahrung
heraus. Das kann aber auch
einfach mal völlig falsch sein.
Und dann wird es gebraucht, dass derjenige
das äußert. Es kann sich aber auch ändern.
Wir sind ja keine statischen
Dinge, sondern das,
was vielleicht mal vor zehn Jahren deinem Bedürfnis
war, hat sich vielleicht vor fünf Jahren
geändert, vor drei Jahren nochmal und ist heute
wieder anders. Das heißt, es kann ja
völlig unterschiedlich sein und darüber
wird es
gebraucht, dass man spricht.
Und der letzte Punkt, nachfragen und zusammenfassen.
Da sind wir wieder bei den Interpretationen.
Die können halt auch sehr
auseinandergehen, unterschiedlich sein
und vor allen Dingen zu Missverständnissen führen
und zur Sicherstellung,
ob man alles richtig verstanden hat,
zu sagen, okay, wenn ich
dich jetzt richtig verstanden habe, ist dir
das und das sehr wichtig und du würdest
dich darüber freuen, wenn wir
dir und die Strategie oder dir den Weg jetzt
in nächster Zeit gehen. Dann kann der
andere bei sich mal einchecken und sagen,
jo, ist das so? Fühlt sich das gut an?
Fühle ich mich verstanden?
Und das als Rückmeldung geben, als wenn
man aus dem Gespräch rausgeht und
beide denken, ja,
ich glaube, ich habe das jetzt schon ganz gut verstanden.
Ich habe das
für mich so und so gedeutet, das wird schon passen.
Das ist immer so schwierig,
weil dieses, das wird schon passen,
ich kenne ihn ja auch eigentlich,
damit liegen wir leider häufig
falsch. Und wir Menschen sind
da, finde ich, auch ein bisschen einfach gestrickt, in dem
Sinne, dass wir immer eher von uns
ausgehen ganz viel, also was einem selber
wichtig ist und dann gleichen wir es so ein bisschen
ab, aber dann letztendlich
ist da doch sehr viel Interpretation dabei.
Sehr viel
Interpretation, das ist ein gutes
Schlusswort sozusagen. Weniger, könnte
man noch als Tipp mitgeben, weniger
interpretieren, häufiger
nachfragen
und das Ganze klarstellen.
Das war das Thema Kommunikation.
Ich sehe gerade wieder eine längere Podcast-Folge.
Gebt uns gerne mal
ein Feedback, ob euch diese
langen Folgen gut gefallen,
die jetzt so über 40 Minuten gehen
oder ob ihr
lieber zuhört, wenn wir wieder im
vorherigen 20-Minuten-Format
sind, dann
können wir mal schauen, wie da so das Feedback
zusammenkommt und uns
entsprechend einrichten.
Vielen Dank fürs Zuhören. Bis zum
nächsten Mal. Bis dann.
Musik
Musik
Musik
Musik
Podcast Summary
Key Points:
Gute Kommunikation ist entscheidend für emotionale Verbundenheit und das gemeinsame Verständnis in Beziehungen.
Häufige Fehler wie Schuldzuweisungen, Verallgemeinerungen und Verdrängung führen zu Verletzungen und Missverständnissen.
Die Kommunikation funktioniert oft nicht, weil Menschen ihre Erwartungen, Bedürfnisse oder Gefühle nicht ausdrücken.
Ungute Gefühle und Konflikte werden verstärkt, wenn die gegenseitige Zuhörerrolle fehlt und die Beteiligten nicht aufeinander eingehen.
Verletzungen entstehen oft nicht durch das Verhalten selbst, sondern durch mangelnde Wahrnehmung und Interpretation von Werten und Bedürfnissen.
Eine erfolgreiche Kommunikation erfordert wertschätzende Haltung, Ruhe, klare Aussagen und gegenseitiges Verständnis.
Der Rahmen für eine Gesprächszeit ist entscheidend – ohne Ruhe und persönliche Vorbereitung führt das zu Stress und Konflikten.
Unausgesprochene Wünsche und Bedürfnisse schaffen eine Konfliktspirale, die sich in langfristiger Unzufriedenheit manifestiert.
Summary:
Die Folge behandelt das Thema effektive Kommunikation in Beziehungen und identifiziert häufige Fehler wie Schuldzuweisungen, Verdrängung und ungenaue Interpretation von Bedürfnissen. Es wird betont, dass Kommunikation nicht nur aus Worten besteht, sondern von der richtigen Haltung, dem Wertschätzen und der Bereitschaft, offen zu reden, abhängt. Die Auflösung von Konflikten erfordert, dass beide Partner sich im Rahmen der Wirkung der Beziehung aktiv beteiligen und Gefühle, Werte und Bedürfnisse klar und ohne Vorwürfe aussprechen.
Oft fehlt der Raum für ausreichende Gespräche, besonders wenn die Beziehung durch Kinder oder Stressbelastung beeinträchtigt ist. Die Folge zeigt, dass ungesprochene Dinge zu Missverständnissen führen und dass ein erster Schritt zur Verbesserung die klare, ruhige und wertschätzende Kommunikation in ruhigen Momenten sein muss. Es wird empfohlen, in der Kommunikation auf die eigene Wahrnehmung, Gefühle und Bedürfnisse zu achten, und die Verletzungen durch Rückblick auf frühere positive Erfahrungen zu lösen.
Zentrale Elemente sind die wertschätzende Haltung, die Bereitschaft zur gemeinsamen Lösung und die nachfolgende Rückmeldung, um sicherzustellen, dass das gegenseitige Verständnis realistisch und nachvollziehbar ist. So kann die Beziehung nicht nur erreichen, sondern auch stärken, indem sie die grundlegenden Muster der Kommunikation hinterfragt und verbessert.
FAQs
Kommunikation ist entscheidend für emotionale Verbundenheit. Sie ermöglicht, Gefühle auszutauschen, gemeinsame Werte und Ziele zu finden und Konflikte nachhaltig zu lösen. Ohne offene Kommunikation entstehen Verletzungen und Konfliktspiralen, die die Beziehung schädigen.
Häufige Fehler sind nicht richtig zuhören, Gefühle verdrängen oder aufschieben, Dinge verallgemeinern und Schuldzuweisungen oder Vorwürfe machen. Diese Verhaltensweisen führen zu Verletzungen und intensiveren Konflikten.
Eine gute Kommunikation basiert auf gegenseitigem Zuhören, wertschätzender Haltung, Empathie und klarem Ausdruck von Bedürfnissen. Der Rahmen für eine ruhige, ungestörte Kommunikation ist besonders wichtig, um Vertrauen und Verständnis aufzubauen.
Man sollte die Situation vorbereiten, beispielsweise eine ruhige Umgebung wählen und ausreichend Zeit haben. Es hilft, den Wunsch zu äußern, was man besprechen möchte, und vorher in Gedanken durchzuspielen, um sicherer und bewusster zu kommunizieren.
Kommunikation sollte ruhig und in Ruhe unter vier Augen stattfinden, beispielsweise beim Spazieren. Gefühle sollten direkt und offen ausgesprochen werden, ohne aufzuschieben. Es ist wichtig, Interesse zu zeigen, Bedürfnisse klar zu äußern und nachzufragen, um sicherzustellen, dass das Verständnis stimmt.
Unausgesprochene Gefühle und Bedürfnisse führen zu Missverständnissen und Verletzungen. Wenn Wünsche und Erwartungen nicht kommuniziert werden, entstehen Spannungen, die sich im Laufe der Zeit zu wiederholenden Konflikten und Unzufriedenheit entwickeln.
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