So gewinnst du Respekt und Augenhöhe in Beziehungen
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In dieser Podcast-Episode betont die Psychotherapeutin Frankar Geroti, wie zentral das Nein-Sagen und das Setzen gesunder Grenzen für die psychische Gesundheit und gelingende Beziehungen sind. Sie beobachtet in ihrer Praxis viele Menschen, die respektloses Verhalten inzwischen als normal hinnehmen, was oft auf ein tief sitzendes Selbstwertproblem hinweist. Solche Menschen glauben, keine bessere Behandlung verdient zu haben, und entwickeln häufig psychosomatische Beschwerden, weil sie emotionale Verletzungen verdrängen. Die Therapeutin nennt konkrete Beispiele für subtile Grenzverletzungen: ständiges Unterbrechen, ungefragte Ratschläge, übergriffige Fragen zu Themen wie Kinderwunsch oder Aussehen sowie verhöhnende „Scherze“, die in Wirklichkeit Herabwürdigungen sind. Sie verweist auf den Paarforscher John Gottman, der solche Verhaltensweisen als „apokalyptische Reiter“ bezeichnet, die Beziehungen zerstören. Auch übermäßige Eifersucht und Kontrolle sind ernste Warnzeichen, wobei manipulative Personen oft psychologische Begriffe missbrauchen, um ihre Dominanz zu rechtfertigen. Am schädlichsten sind Bevormundung, Unterdrückung und Gewalt, die Beziehungen nachhaltig ruinieren und tiefe seelische Wunden hinterlassen. Wichtig ist der Therapeutin jedoch die Differenzierung: Nicht jedes Unterbrechen oder jeder Ratschlag ist böswillig – etwa bei Menschen mit ADHS oder aus elterlicher Fürsorge. Entscheidend sei, aufmerksam zu bleiben, wie man behandelt wird, und im Gespräch zu klären, ob Verhalten respektlos gemeint ist oder andere Ursachen hat. Letztlich gehe es darum, eigene Grenzen wahrzunehmen und einzufordern, um stabile und würdige Beziehungen zu führen.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode Psychologie Tugor. Das ist dein Podcast für hilfreiche Gedanken und Impulse, direkt aus meiner psychotherapeutischen Praxis. Hallo und herzlich willkommen. Ich freue mich sehr, dass du eingeschaltet hast. Ich stecke gerade knietief in den Vorbereitungen für ein Seminar zum Thema Nein sagen. Und im Rahmen der Vorbereitung bin ich wieder mal an den Punkt gekommen, wie ungemein wichtig diese Fähigkeit dafür halte, um die eigene mentale Stabilität aufrecht zu erhalten und wie wichtig diese Fähigkeit auch ist, um gute Beziehungen zu führen. Und bevor ich das vergessen, genau dieses Seminar über das ich jetzt spreche, kannst du dir, wenn du möchtest, angucken. Auf meine Seite, die heißt www.frankar-geroti.de, da findest du eine Menge Ressourcen oder einfach mal rein gucken kannst, wenn das ein Thema für dich ist. Und wenn ich sage, ich spreche über Nein sagen, dann meine ich damit natürlich alles, also Grenzen, Sätzen, aber überhaupt das Selbstbewusstsein aufzubringen, was es dafür braucht, auch wenn es mal ungemütlich wird und dazu gehört natürlich auch, dass man mitbekommt, wo die eigenen Grenzen denn überhaupt liegen oder was eigene Bedürfnisse sind, was die eigenen Werte sind und so weiter. Und ich würde behaupten, wenn ich nicht gerade diesen Podcast mache, dann beschäftige ich mich beruflich wahrscheinlich zu 90 Prozent mit Themen aus diesem Themenfeld daher. Findest du auf meiner Seite auch so einiges zu dem Thema? Falls du heute zum ersten Mal reinhörst, stelle ich mich gerne kurz vor. Mein Name ist Frankar-geroti, ich bin von Beruf Psychotherapeutin und seit einigen Jahren und inzwischen tatsächlich Hauptberuflich Psychologie Podcasterin. Und heute würde ich gerne mal den Blick auf einen besonderen Aspekt lenken aus diesem ganzen Bereich der gesunden Grenzen, nämlich auf Beziehungen, die von Augenhöhe, Respekt und Würde getragen sind, beziehungsweise natürlich eher auf Beziehungen, in denen es daran mangelt. Und ich möchte Beispiele dafür geben, was respektloses Verhalten ist. Wie subtil sich das auch manchmal nicht nur abspielen, sondern auch in Beziehungen einschleichen kann. Und ich möchte gerne darauf hinaus, warum es wichtig ist, das mitzubekommen, damit aufzuräumen und welche Meta-Fadie dabei vielleicht hilfreich sein kann. In der Praxis und während meiner Berufstätigkeit in den letzten 20 Jahren habe ich natürlich viele Einblicke in Beziehungen bekommen und ein familiäres Geschehen und in berufliche Kontekte und eben in jegliche Form von Interaktion zwischen Menschen. Und du kannst dir sicherlich vorstellen, dass es da manchmal eine erschreckende Schieflage gibt, ein absolutes Ungleichgewicht und eben nach meinem Dafürhalten ein Wahnsinnig Respektlosa-Umgang miteinander. Und gleichzeitig habe ich mitbekommen, dass sehr viele Menschen, was das angeht, offensichtlich fast ein bisschen abgestumpft sind, dass die mir bestimmte Dinge erzählen, wo sich mir bei einer so ein bisschen den Nackenharen aufstellen oder ich merke, dass ich stellvertretend ärgerlich werde. Also ich zeige Abwehrreaktion aufgrund der Erzählungen, aber die betroffene Person selbst hat offensichtlich kein Störgefühl dabei. Und es ist natürlich nie mein anliegen Menschen Schwierigkeiten einzureden, die sie nicht haben. Und gleichzeitig weiß ich aber eben auch, dass wenn es schon so weit gekommen ist, dass jemand sehr abgestumpft dafür ist zum Beispiel vor versammelter Mannschaft runtergeputzt oder ausgelacht zu werden, dass ich dahinter häufig ein ganz großes Selbstwertproblem verbirgt. Das nämlich diese Person tatsächlich offenbar gelernt hat zu glauben, das ist okay, wenn man so mit mir umgeht. Und ja, ich bin es halt auch nicht anders wert oder ich habe es auch nicht anders verdient oder ja, so ist das eben da draußen in der Welt. Und viele der Probleme, warum Menschen dann in die Praxis kommen, ob das jetzt depressive Erkrankungen sind, Angststörungen oder vor allen Dingen bei Menschen, die in dieser Hinsicht sehr abgestumpft sind, häufig auch psychosomatische Erkrankungen. Das heißt, sie kommen mit einem unklaren Befund, den sie selber nicht recht zuordnen können, wo von medizinischer Seite aber zumindest der Verdacht im Raum steht, dass es eine starke psychologische Komponente gibt. Und manchmal müssen wir das Regerecht erst frei legen, was denn emotional eigentlich alles so los ist, weil es zur Überlebensstrategie dieser Menschen gehörte, das lieber nicht fühlen zu wollen. Und ich gebe dir mal ein paar Beispiele dafür, wie respektloses und auch grenzüberschreiten des Verhaltenendezierungen aussehen kann, dass manchmal ganz subtil auftritt und auch nicht sofort erkennbar ist, aber trotzdem möglicherweise auf einen Schieflage hinweist. Also Nummer eins wäre, wenn die eine Person, die andere ständig unterbricht oder einfach drüber redet. Und ich habe gestern erst wieder ein Krimi gesehen, wo dann die Befragung durch die Kriminalkommissarin stattfindet und jedes Mal, wenn die Frau so luftholt und Antworten will, fährt ihr der Partner über den Mund. Und da war das natürlich als Stilmittel benutzt, um die Schieflage in der Beziehung der beiden direkt augenscheinlich zu machen und seine Dominanz herauszustellen. Und das habe ich in verschiedenen Kontexten, das geht auch zwischen Eltern und Kindern und zwischen Partnern, aber auch zwischen erwachsenen Menschen und ihren Eltern, Eltern und so weiter. Also es kommt in allen möglichen Kontexten vor, dass einer von beiden sich selbst offenbar mehr rede recht zuspricht und auch dem, was jetzt zu sagen ist und auch dem, was er selber jetzt sagen möchte, eine größere Wichtigkeit beimist. Und dieses drüber reden oder unterbrechen scheint etwas zu sein, woran viele, denen das passiert, sich irgendwann so doll gewöhnt haben, dass es ihnen noch nicht mal mehr auffällt. Was aber das Umfeld vielleicht durchaus noch realisiert und das wirkt immer direkt. Ich sag mal vorsichtig schwierig und als wäre diese Beziehung nicht ganz auf Augenhöhe und auch nicht ganz von gegenseitigem Respekt getragen. Ein zweites subtiles Zeichen oder manchmal, wie gesagt, auch gar nicht mal so subtil sind ungefragte Ratschläge. Also ständig und vor allem ungefragt, die eine andere Person zu belehren oder zu bratschlagen, kann eben die Botschaft auszenden, dass man ja offensichtlich glaubt, die andere Person sei nicht in der Lage, die eigene Probleme zu lösen oder den eigenen Alltag zu bewältigen oder irgendwas allein zu machen. Und solche ungefragten Ratschläge kommen in meiner Wahrnehmung nach häufig vor allen Dingen zwischen Eltern und Kindern vor. Also das Eltern dialogischerweise, so in den ersten Jahren ihre Kinder recht viel anleiten und unter ihre Flügel nehmen, so den Zeitpunkt verpassen, ab dem das wirklich unangemessen ist und die Kinder eigentlich selber schon groß und erwachsen sind und kommen aus dieser vermeintlich übergeordneten Elternposition, wobei man das ja sowieso diskutieren darf, ist das so, ist man als Eltern automatisch übergeordnet. Aber in so klassischen Familien war das auf jeden Fall so und das nimmt manchmal ganz groteske Ausmaße an. Also ich habe schon eine Patientin gehabt, die war Mitte 50 und ihre um die 80-jährige Mutter hat ihr immer noch ungefragt Ratschläge, hinsichtlich ihrer Kleidung, ihrer Frisur, ihrer Partnerwahl und so weiter erteilt und zwar auch nicht freundlich, nicht unterstützen, sondern das war schon sehr, sehr übergriffig und das ist gar nicht so selten. Und auch junge Paare, also wenn zwei Menschen, wie man so sagt, Flüge werden, vielleicht eine eigene Familie gründen möchten, haben häufig auch sehr darunterzuleiden, dass sie von der Elterngeneration oder der zukünftigen Großelterngeneration ständig ungefragt, beratschlagt und belehrt werden. Und das gibt einem immer ein untergeordnetes Gefühl, so als seien man eben klein und dumm und das gefällt nicht jedem und das passt zu meinem nächsten Punkt nämlich übergriffe gefragt. Also auch Fragen können Grenzen massiv verletzen und Menschen zu nahtreten und dafür sorgen, dass sich ein Mensch schlicht und einfach unwohl fühlt. Zum Beispiel wann bekommt ihr endlich Kinder oder klappt es bei euch nicht mit dem Schwung.
werden oder auch so was wie, dann hast du zugenommen. Das sind Fragen, die in die absolute Privatsphäre der anderen Person eingreifen und auch da meiner Beobachtung nach ist es vor allen Dingen die engere Familie, die oft den Eindruck hat, in genau diese Privatsphäre absolut eindringen zu dürfen. Die verorten sich da und haben eben das Gefühl, also das zu wissen steht mir ja wohl total zu, weil wir uns ja so nah stehen und ich will es halt eben wissen und das ist eben durchaus nicht immer der Fall. Also auch übergriffe gefragt sind Grenzverletzungen und machen vielen Menschen schwer zu schaffen und das ist halt was, wie gesagt was ich vor allen Dingen zwischen Eltern und Kindern beobachte, aber manchmal sind es auch wirklich taktlos völlig fremde Menschen und dazu eine kleine Anäckdote, ich kann mich erinnern, als meine Mutter durch ichhe-Moterapie und viele Medikamente sehr stark aufgedunsen war und sich wahnsinnig schlecht gefühlt hatte und keine Haare mehr hatte und sowieso nahezu nie das Haus verlassen hat und dann haben wir eine Nachbarin getroffen, also ich war selber noch ein kleines Mädchen, eine Nachbarin getroffen und die sagte, Mensch, rei ja toll, bist du schwanger und das war ein Moment, da hätte ich im Erdboden versinken mögen und so was ist einfach so unglaublich taktlos, weil gerade auch in dem Moment meine Mutter ganz klar mit Sicherheit nicht übers Kinder bekommen nachgedacht hat, sondern eher ans Überleben und man weiß halt von außen nie welchen Kampf jemand anders kämpft, also diese Art zudringlicher Fragen sind definitiv eine ganz Agegrenzverletzung. Ja, ich hatte gesagt, ich rede über eher subtile und manchmal auch so schleichende Zeichen von mangelndem Respekt, aber jetzt komme ich zu einem Punkt und auch alle weiteren folgenden Punkte, wo ich finde, da das wird jetzt eigentlich schon deutlicher und trotzdem beobachte ich reihen, weise das Menschen das mit sich machen lassen. Das nächste wäre nämlich der Punkt sich lustig machen oder sich verhöhnen und zwar häufig auch noch in Gegenwart anderer Menschen und auch das heißt du vielleicht schon mal als Außenstehender mit erlebt und wie so ein stellvertretendes Schamgefühl entwickelt und gedacht oh nein was ist denn hier los, denn auf einer Party plötzlich ein Perchen anfängt, übereinander herzuziehen und so vermeintlich scherzhafte Bemerkungen macht, die aber so böse sind oder so zynisch, dass man denkt, her ist es jetzt wirklich witzig, so ist das jetzt eure Art von Humor und eigentlich schon so ein Gespür hat von oh ja ja, oh Gott, ich möchte da nicht dabei sein, ich möchte das jetzt nicht hören, also auch das ist mir schon oft so gegangen, sowohl privat als auch in der Praxis und das ist mal ganz deutlich zu erkennen, wenn sich nämlich immer nur der eine über den anderen lustig macht und nie umgekehrt oder auch wenn die Reaktion nur noch so ja ha ha ausfällt und eigentlich auch klar ist das ist kein Humor und das ist so so tricky daran und tückisch denn gemeinsam Humor ist natürlich eine totale Kraft gerade auch in liebesbeziehungen aber in jeder hinsicht, also Humor ist großartig aber Verletzung und Grenzüberschreitung und Herabwürdigung, die sich als Humor tarnt, das ist fast ein bisschen gemein und ich habe ja einen anderen Podcast-Episode schon mal von John Gottman erzählt, das ist der Paar Forscher, der die sogenannten apokalyptischen Reiter in Beziehungen formuliert hat, also er hat gesagt, wenn bestimmte Verhaltensweisen sich in Beziehungen jetzt in romantischen Liebesbeziehungen einschleichen, dann sind das die apokalyptischen Reiter, die den Tod dieser Beziehung einleuten und dazu gehört, verhöhnen und verächtlich sein mit der anderen Person und manchmal wenn die Beziehung ja ohnehin vielleicht in einer gewissen Schieflage ist hat einem der dominantere Part vielleicht eingeredet, dass man selber blöd ist, dass man den Humor nicht versteht oder dass man sich mal nicht so anstellen soll, dass wer schließlich alles nur lustig gemeint oder dass man so ein bisschen was die Begriffsstutzig ist, dass man diese eloquent geschliffene Rhetoric verletzt und findet und nicht superwitzig und das gehört eben häufig leider zusammen, also dass eine Person im Grunde konstant Herabgewürdigt ausgelacht und klein gemacht wird und gleichzeitig ihr dann noch eingeredet wird, dass du das so empfindest ist vollkommen falsch und selten kommt jetzt eines dieser Merkmale alleine daher, sondern meistens ist es so, dass wenn die Beziehung sich eben nicht auf Augenhöhe abspielt und beide auf einer Ebene sind, sondern eine Person deutlich dominant agiert, dass sich das dann schon auch in den verschiedensten Bereichen zeigt. Ja, der nächste Punkt ist übermäßige Eifersucht oder Kontrolle. Also das ist natürlich dann schon eine wirklich ernsthafte Grenzüberschreitung, wenn eine Person versucht, die andere zu kontrollieren und regeln aufzustellen. Also, woher gemerkt eine Person stellt die Regeln auf für die andere Person nicht etwa wir beide einigen uns innerhalb unserer Beziehung darauf, was wir beide cool finden, was wir beide nicht cool finden. Wir haben ein Commitment miteinander, sondern es geht darum, dass eine Person regeln aufstellt für die andere Person. Also, wo darfst du hingehen mit wem welche Kleidungen darfst du dabei tragen und tatsächlich dieses du du darfst oder du sollst nicht und das sind Grenzüberschreitungen zwischen zwei erwachsenen Menschen kann man jedes Agreement treffen, dass beide gut finden, aber wenn es von einer Person als Forderung ausgeht oder auch als eine Art emotionale Erpressung, die aber letztlich das gleiche Ziel hat, nämlich dass die andere Person nicht tut, was sie will, dann zeugt das von mangelndem Respekt und letztlich auch von mangelndem Vertrauen. Und damit sage ich nicht, dass Menschen jederzeit und immer machen können, was sie wollen und nur was sie wollen. Das ist ja klar, dass jede Art von menschlicher Beziehung immer auch Rücksicht erfordert, immer auch Kompromissbereitschaft an den wichtigen Stellen, aber im großen und ganzen darf jede mündige Person tun, was sie will. Das ist Fakt. So lange natürlich dadurch nicht wiederum die Grenzen einer anderen Person verletzt werden. Und da kommt jetzt ein rhetorischer Kniff, den manipulative Partner oder Partnerinnen häufig wählen, dass sie sagen, aha, ja, also wenn das so ist, dass jeder sich hier frei entfalten darf, aber nur so lange die Grenzen der anderen Person nicht verletzt werden, dann sage ich jetzt einfach, weißt du, wenn du mit X Y dich verabredest oder wenn du das top anziehst beim rausgehen, dann verletzt das meine Grenze, schau, wie Grenzverletzend du bist. Und das heißt, die Grenzverletzung und die Einschränkung und die Dominanz über die andere Person wird genau damit verargumentiert. Das eben die dominantre Person, diejenige, die die Regeln aufstellt, postuliert, ja, sonst sei es ja umgekehrt. Und da muss man sehr, sehr genau manchmal hinschauen, was passiert hier eigentlich gerade? Und wo können wir uns hier gemeinsam treffen? Und gibt es einen Kompromiss oder hat hier einfach und das ist leider häufig zu beobachten, sich einen vermeintlich psychologischen Sprachgebrauch angealknet, um besonders effektiv zu manipulieren und Grenzen zu überschreiten. Ja, und das ist im Grunde auch der letzte Punkt und der ist nun wirklich nicht mehr subtil, also wenn zwischen Menschen sowas vorkommen wie Bevormundung, Unterdrückung oder sogar Aggression und Gewalt. Also dann haben das natürlich klar, mit mangelnder Augenhöhe zu tun, das ist klar, respektlos vor dem Wert der anderen Person. Also immer, wenn eine Person eine andere unterdrückt, unterminiert sie den Wert dieser Person. Und diese Art von Mithainander zerstört jede Beziehung, jede. Und das ist das verrückte. Also auch Menschen von denen dieses einschränkende, bevormundende unterdrückende Verhalten ausgeht, tun das ja genau, weil sie glauben, dadurch die Beziehung zu stabilisieren. Also sie wollen ja unbedingt diese Beziehung halten und glauben Kontrolle auszuüben, wäre der Mechanismus. Und tatsächlich ist es so, dass es nahezu nichts gibt, was Beziehungen so zuverlässig und so nachhaltig kaputt macht und auch Menschen, so kaputt macht. Wie genau das? Ich habe in meiner ganzen beruflichen Zeit so viele Menschen gesehen, die mit ihren Elternhäusern gebrochen haben, nichts mehr mit ihren Eltern zu tun haben wollen. Ich habe Menschen gesehen, die Ewigkeiten gebraucht haben, sich von Ex-Partnerinnen oder Partnern zu lösen und schwerste Wunden davon getragen haben, also ein seelische Wunden.
wenn man so will, große Schwierigkeiten hatten, vertrauensvolle Neubeziehungen aufzubauen. Also gerade diese Art von Unterdrückungen, Bevormundung und Gewalt macht Menschen kaputt. Aber das hat eben häufig nur ein Essen. Und deshalb finde ich es so wichtig, da genau hinzuschauen, wie wird mit mir umgegangen und wie lasse ich mit mir umgehen? Einzits mir noch mal ganz wichtig. Also ich hatte jetzt ein paar Sachen genannt, nämlich unterbrechen, überreden, umgefragte Radschläge, übergriffe gefragt. Und ich weiß ganz genau, dass jetzt viele Zuhörern und Zuhörer sagen, "Oops, das passiert mir aber auch." Und das ist ja ganz auf der Punkt. Jetzt mal ausgeklammert von dem letzten Punkt, den ich genannt hatte, nämlich dass mit der Bevormundung und Gewalt und wirklicher Unterdrückung alle anderen Punkte können uns allen passieren und die wenigsten davon passieren ja bewusst boshaft. Und gerade auch wenn wir über Unterbrechen, im Redefluss reden, es gibt ja zum Beispiel die Disposition. Also wenn du zum Beispiel Neurodivergent bist und hast, Adi.hs, dann gehört das fast schon ein bisschen dazu, dass du Menschen unterbrechst. Und in diesem Fall hat es aber gar nichts damit zu tun, dass du die andere Person nicht wertschätzt, sondern es hat damit zu tun, dass du deine Impulse nicht so gut kontrollieren kannst. Also nur noch mal für den Hinterkopf. Ich sage nicht, dass wenn so was passiert, dass immer und unter allen Umständen damit zu tun hat oder nur ein Zeichen dafür ist, dass die andere Person nicht gut respektiert wird, sondern es kann immer auch eine andere Erklärung geben. Aber auch dann kann man ja darüber sprechen und die Ursachen gemeinsam ergründen und dann als zum Beispiel die Person mit Adi.hs, die dazu neigt, angreifen unterbrechen, das halt im Miteinander berücksichtigen. Und dann muss man aber vielleicht auch erklären, dass das nicht respektlos gemeint ist. Und das ist es ja dann in dem Fall tatsächlich nicht. Und genau so die Sache mit den ungefragten Ratschlägen. Klar kenn ich das auch als Mutter, dass ich mir manchmal innerlich so ein bisschen auf die Zunge beißen möchte, wenn ich bestimmte Sachen sehe oder mit Kriege und das kostet mich ein bisschen Kraft, auch mal Sachen einfach laufen zu lassen oder meine Kinder Erfahrungen machen zu lassen. Und siehe da und da werde ich dann oft genug eines besseren belehrt. Mein Idee ist nicht automatisch die bessere, sondern das ist schon gut, dass ich nicht dauernd die Welt erkläre, denn siehe da. Ich habe auch gar nicht für alles die eine Erklärung. Aber ich verstehe auch gerade als Mutter den Impuls, das das schon mal passieren kann, genauso wie eben die übergriffigen Fragen. Wenn du dich in einer bestimmten Intiminäe zu einer anderen Person wähnst, dann hast du ja gar nicht das Gefühl, eine Grenze zu verletzen, sondern du denkst ja, du stehst innerhalb dieser Grenze. Und dann ist es vielleicht halt auch nicht von dir zudringlich gemeint, bestimmte Fragen zu stellen, sondern aus deiner Warte habt ihr vielleicht dieses Level an Intimität. Also, wie gesagt, ich möchte einfach nur noch mal zu Bedenken geben, dass ich das jetzt als Zeichen für Respektlosigkeit vorgestellt habe, dass es aber im Einzelfall immer auch andere Erklärungen geben kann, außer diese Person hat offensichtlich keinen Respekt vor dir. Und so ist das eben, das Verhalten von Menschen häufig nicht ein Dimensional zu erklären ist, sondern ganz, ganz, ganz viele Gründe haben kann. An der Oberfläche sieht das Verhalten gleich aus, aber die Wurzel des Verhaltens kann eine ganz andere sein, also das nur noch mal für den Hinterkopf. Nicht alle Menschen funktionieren gleich, aber wenn du irgendwas wahrnimmst, was sich für dich nicht gut anfühlt, dann versucht, zu ergründen, was dahinter liegt. Vielleicht ist es tatsächlichere Respektlosigkeit. Vielleicht versucht die andere Person dich zu kontrollieren. Aber vielleicht fällt die andere Person auch aus allen Wolken und sagt, es tut mir so leid, ich habe das gar nicht wahrgenommen und hat es wirklich nicht so gemeint. Das einzige, wo ich absolut keine Kompromisse kenne und das auch nicht weiterhin der Fragen möchte, und das ist aber auch meine individuelle Entscheidung, das ist unter anderem auch die Entscheidung für mich persönlich gewesen, im Rahmen meiner beruflichen Karriere nicht mit Täter und Täterinnen zusammenzuarbeiten, dass ich halt finde, bei strafrechtlich relevantem Verhalten. Und damit meine ich alles, was mit Aggressionen zu tun hat, mit Gewalt, mit jeder Art von Übergriff, da ist es für dich als Opfer von genau diesen Verhalten wirklich nicht dran, mögliche psychologische Hintergründe zu ergründen. Also selbst mir als Psychotherapeuten fällt das ausgesprochen schwer und ich habe diese berufliche Konsequenz für mich gezogen. Ich weiß, dass das Kolleginnen und Kollegen anders machen und durchaus auch mit Menschen zusammenarbeiten, von denen diese Art verhalten, ausgeht. Und ich möchte dir das nur mitgeben, also wenn selbst mir als Profi, das schwer fällt, bestimmte Verhaltensweisen zu tolerieren, dann musst du das vielleicht auch nicht, vor allen Dingen nicht, wenn es dich betrifft. Und in diesem Kontext finde ich das passend noch mal, auch wenn es kein psychologisches Konzept ist, sondern ein juristisches und ein ethisches, aber dennoch an das wichtigste Gesetz erinnern, dass in unserem Grundgesetz steht, Artikel 1, Absatz 1 im Grundgesetz und das ist die Menschenwürde. Und das bedeutet, dass jeder von uns, das Recht hat auf Selbstbestimmung auf Unabhängigkeit, auf ein freien Willen und auf Gerechtigkeit. Das sind unantastbare Werte, die von unserem Grundgesetz geschützt sind, wenn du diese Werte in deiner eigenen Beziehung zum Beispiel nicht erlebst oder in irgendeiner Interaktion mit anderen Menschen, dann kannst du ganz doll davon ausgehen, dass da was nicht stimmt. Und ich möchte dir gerne eine Metafer vorstellen, vielleicht magst du ja diesen imaginativen Zugang, und diese Metafer kann dir helfen, ein bisschen dahin zu spüren, wie es um deine Grenzen eigentlich bestellt ist und ob und wie wer diese deine Grenzen aber vielleicht auch unterläuft. Also stell dir vor, du hättest einen wunderschönen Garten. Und dieser Garten liegt dir am Herzen und du pflegst den auch mit ganz viel Mühe und Liebe. Und verbringst auch gerne Zeit in deinem Garten. Wenn dieser dein Garten keine wahrnimmbare Begrenzung hat, kann man nicht erkennen, wo dein Garten eigentlich anfängt und wo der aufhört. Und was passiert halt, wenn du kein Zaun hast, keine Hecke, kein Nichts, was erkenntlich macht so ab hier beginnt mein Garten, dann können natürlich Menschen völlig unbedacht in deinem Garten reinladen, ihn schädigen, sie können durch Bete laufen. Vielleicht denken sie auch auch, guck mal, da wächst ein Apfelbaum und gehen dahin und nehmen alle deine Äpfel mit, oder holen sich die Märchen aus deinem B, weil sie denken, schau mal hier, das ist so öffentlich zu gänglicher Glück Garten. Und tatsächlich ist es Christian und mir entfindet mal so gegangen, da ist das häufig so, dass die Leute keine angelegten Gärten in dem Sinne haben und häufig auch große Grundstücke. Und ich finde es einerseits super sympathisch, dass da eben nicht alles durch irgendwelche Jägerzäune begrenzt ist. Aber wenn du da so durch den Wald streifst und deine Blaubehren sammelsst und deine Pilze sammelsst und plötzlich stehst du unverhofft so mehr oder weniger am Schuppen von einer Person, also mir ist das unangenehm, weil ich möchte ja gar nicht grenzüberschreiten sein. Hab aber auch keine Grenze gesehen und dann passiert das. Und das ist eben auch für die grenzüberschreitende Person jetzt in dem Fall war ich selbst super unangenehm. Und ich glaube, das passiert im echten Leben genau analog dazu auch. Wenn du keine Grenzen setzt, ist es nicht nur für dich unangenehm, das dem entsprechend ständig, Leute durch deinen Garten ladchen, irgendwas kaputt machen oder sogar was nehmen, was du eigentlich für dich selbst behalten wolltest, sondern es ist manchmal auch für die Person selber unangenehm, weil die dann denken, "Huch, hab ich nicht gewusst, ich konnte das nicht erkennen." Und das ist genau das mit dem Zaun oder der Hecke, die du setzen musst, damit Menschen überhaupt erkennen können, wo dein Garten beginnt. Denn wenn es so ist, dass Menschen durch deinen Gebiet trampeln und andere Menschen das sehen, beobachten und daraus ableiten, auch guck mal, das ist okay, das kann man hier so machen. Dann machen die das auch und am Ende werden es immer mehr Leute, die deinen Garten verwüsten, Deine Ressourcen ausbeuten, dass was du da für dich geschaffen hast, vielleicht für sich selbst einsetzen. Und letztlich ist es ja das, was Menschen erleben, die sich schwer daran tun, leihen zu sagen oder Grenzen zu setzen, dass eben ihre Großzügigkeit, ihre Freundlichkeit, ihre Hilfsbereitschaft häufig bis hinten gegen ausgenutzt wird. Und sie am Ende keine Kraft mehr haben, sich irgendwie um sich selbst zu kümmern. Und sie fühlen sich erschöpft und ausgebrannt und. Da kommt manchmal der Teufelskreis entgangen, dass sie sagen, die Kraft jetzt noch eine Hecke zu ziehen, oder so ein Helga-Zaun zu errichten oder ein Türchen, sodass ich entscheide, die Kraft habe ich gar nicht mehr. Das ist häufig der Zustand, an dem Menschen in Therapie kommen, dass sie sagen, ich bin zu kraftlos, um irgendeine Änderung herbeizuführen, eigentlich überlebe ich hier nur noch von Tag zu Tag emotional gesehen. Also eine Grenze zu setzen, bedeutet, dass man sich selbst und auch die eigenen Ressourcen sprich die eigene Zeit, das eigene Geld, die eigene Energie, Hilfsbereitschaft, die eigene Konzentration. Also eben deine Ressourcen und deine Kapazitäten erst mal schützt und dann gezielt entscheidest, wem du sie zur Verfügung stellen, magst? Und wenn du einletzt sozusagen in deinen Garten, also davon zu partizipieren und wer jetzt erst mal draußen bleiben muss. Also das heißt, der Zaun stellt für dich einen Schutz da und gleichzeitig markiert er aber für Außenstehende, ebenfalls bis wohin sie gehen können und wo auch Schluss ist. Und genau das ist eben Respekt, denn die meisten Menschen möchten nicht zu den Gehörn, die andere ausnutzen. Die meisten Menschen möchten gar nicht respektlos sein, übergriffig und anderen unbehackliches Gefühl machen. Und sie tun das, weil sie wirklich glauben, es sei in Ordnung, es sei okay, weil sie gar keine Grenze gesehen haben, weil sie denken, ja, ist doch klar, dass ich hier mit einem Garten stehe. Ich bin hier willkommen. Und das ist wichtig zu verstehen, dass Grenzen nicht sind, dass andere automatisch ausgrenzt und aus deinem Leben rauswirft, sondern dass Grenzen so was sind, was euer Zusammenleben, egal über welchen Kontext wir jetzt sprechen, über deine Eltern, deine Kinder, deine Freundin, deine Partnerin oder dein Partner, ganz egal, deine Grenzen zu kommunizieren und deutlich zu machen, ermöglicht ein besseres miteinander, weil es anderen sozusagen eine Gebrauchsanweisung gibt. Das ist wie so eine Orientierungshilfe. Das muss ja gar nichts Böses oder Kaltes oder Abweisendes sein, was die Beziehungen fair unmöglich, sondern ganz im Gegenteil, es ist die Basis für gesunde Beziehungen, dass diese Grenzen sichtbar sind und dass sie von allen Seiten auch akzeptiert sind und sich alle damit auch okay fühlen. Also ich habe ein Polova-Geschränk bekommen und da war ein Zettel dabei, wie ich dieses Garment nicely treating soll. Also die ich mit diesem Produkt gut umgehe, damit ich was davon habe, damit meine Beziehungen zu diesen Polova erhalten bleibt, liegt einfach dabei, "to these" und "to these" nicht. Ja, also war es nicht so heiß, "dreh es inside out", wenn man so will, sind mir die Grenzen dieses Polovas deutlich gemacht worden. Ich bin aber deswegen nicht beleidigt oder gekränkt oder sage, du bist ja kompliziert. Meine Güte, was bist du für ein Polova? Dass ich mit dir nicht umgehen kann, wie ich will. Das kann ich nicht sagen, einfach okay, cool, danke für den Hinweis. Dann werde ich dich jetzt genau so behandeln, wie du das brauchst. Und dann haben wir lange was voneinander. Lieber Polova, du und ich. Und wenn man beginnt, Grenzen auf diese Art und Weise zu verstehen, also eben als nichts Böses oder Haarsches, sondern als etwas selbstverständlich ist, was das Zusammenleben für alle leichter macht, dann kann man sie auch viel leichter setzen. Wie du Grenzen setzen kannst, dazu habe ich mal eine Episode gemacht, die heißt Nein sagen. Dazu findest du aber, wie gesagt, auch ganz viele Ressourcen auf meiner Website. Und ich mache auch gerne noch mal eine Podcastfolge gezielt dazu. Aber heute ging es mir vor allen Dingen mal darum, festzustellen, was ist eigentlich eine Grenze und was ist Grenz überschreitend? Und wie subtil kann sich das so abspielen? Und zum Schluss noch ein Wort. Es gibt Situationen und ich hatte da ja jetzt auch drauf hingewiesen. Da hast du vielleicht Zäune gesetzt und Hecken gepflanzt und Grenzen kommuniziert und trotzdem. Trampelt jemand drüber hinweg und richtet großen Schaden an und am Ende bleibt vielleicht sogar von deinem Garten kaum etwas übrig. Und genau solche Fälle kenn ich natürlich auch. Aus der Praxis. Und auch da muss man immer im Einzelfall hinschauen. Gibt es gute Gründe, warum du gar keine Grenzen setzen konntest oder hast du es gemacht, aber es wurde komplett ignoriert. Und so weiter. Aber es gibt eine ganz klare Grundvoraussetzung dafür, dass man überhaupt Grenzen setzen kann. Und das ist Sicherheit. Sicherheit ist eine der wesentlichen psychologischen Grundvariablen. Überhaupt. Also wenn Sicherheit nicht gewährleistet ist, brauchen wir über so was wie freie Selbstentfaltung und finde deinen Sinn und eine Werte und so weiter gar nicht sprechen. Sondern Sicherheit ist eine basale Grundvariable, die erst mal gewährleistet sein muss. Wenn du in einer Lebenssituation feststeckst, in der du nicht nur so eine Diffuse Angst hast, das, wenn du mal Nein sagst, jemand anders ein bisschen irritiert oder pekiert sein könnte oder ein bisschen schmolt, sondern wenn du wirklich Angst hast. Also wenn du Angst, dass jemand diese deine Grenze nicht nur nicht akzeptieren wird, sondern dass dadurch die Situation vielleicht komplett eskaliert, dann ist das ein anderes Thema. Dann brauchst du nicht zehn Tipps, um Nein zu sagen. Sondern dann musst du dich in Sicherheit bringen. Also es gibt nicht wenige Menschen, die so resigniert haben und so müde sind und so eine große Angst haben, dass sie sagen, wenn ich hier in diesen bereits komplett kaputt getrampeten Garten, auch nur einen einzigen kleinen Grenzblock einschlage, dann wird es gefährlich für mich. Dann ist für dich nicht das Thema Grenzen ziehen, das vordringliche Problem, sondern das Thema Such-Konkret-Schutz, dann sucht ihr Hilfe. Ich habe schon die juristischen Aspekte und die im Grundgesetz verankerte, Menschen würde thematisiert und wenn du dich in einer, wie auch immer gearteten Beziehungen wiederfindest, die dir Angst einjagt, die dich einschüchtern und in der du dich nicht sicher fühlst, dann ist das, was dran ist, bevor du dich umso teben wie Nein sagen kümmest. Aber ich hoffe natürlich nicht, dass du dich in einer solchen Situation befindest, sondern vielleicht eher in dieser Situation, die ganz viele Menschen kennen, nämlich, dass sie wissen, ich müsste hier und da Nein sagen, ich müsste hier und da meine Bedürfnisse kommunizieren, meine Grenze setzen. Aber es fühlt sich einfach so mies an. Und all denjenigen möchte ich sagen, das stimmt, das fühlt sich zunächst mies an, so wie sicher fast alles, was wir neu üben und neu in unser Verhaltensripertoor aufnehmen möchten, erst mal mies anfühlt. Aber ich kann versprechen, es ist eine Frage der Übung, so wie immer. Und es wird mit der Zeit immer selbstverständlicher. Und bitte, vergesst nicht, wenn du es einfach nur so wie ein Waschzette für dein Polo war betrachtest, so hier das finde ich okay, das finde ich nicht okay. Dann fällt es dir vielleicht ein bisschen leichter oder, wenn du es betrachtest, wie ein Gartenzauen, der besteht aus lauter Kleinen. Nein, es schützt dein Lieblingsgemüsebet, dass du wirklich für dich behalten möchtest. Oder dein Liebsten Himmberstrauch, wo du sagst, nein, das ist jetzt mein, meine Selbstführsorge, meine Mietheim, mein Hobby. Mein Buch, dass ich jetzt in Ruhe zu Ende lesen möchte, ja, also betrachte ein Nein als einen kleinen Grenzblock, der anderen zu verstehen gibt. So das ist jetzt nicht in deinem Zugriff und das muss gar nicht böse sein und du kannst es üben. Ja, und dabei das zu üben, wünsche ich dir tatsächlich viel Freude, denn das kann mit wirklich schönen und überraschend positiven Erfahrungen einhergehen. Es kann auch mit Erfahrungen einhergehen, die nicht unbedingt direkt positiv sind und trotzdem wichtig. Und ich freue mich, wenn wir darüber ein bisschen austausch haben können, du findest wie immer auf Instagram ein Post, wenigstens ein Post zu diesem Thema auf Instagram. Heißt ich auch, Franca, unter Strich, Chirutie, unter Strich Psychologie. Und freue mich, wenn du da auch eben deine Erfahrung oder auch deine Tipps teilst, wie du deinen Garten schützt. Ich sage wie immer, ganz herzlichen Dank fürs Zuhören. Ah und noch was, ich hab noch was vergessen. Christian und ich haben demnächst mit dem Podcast. Ihr kennt das, wir machen ja gerne mal Ausflüge in die eine oder andere Richtung und immer auch mal ein bisschen aus dem großen Feld der Psychologie hier und da was anderes. Wenn du das nicht verpassen möchtest, dann abonniere den Podcast vielleicht am besten. Denn manchmal kommen vielleicht auch was außerhalb des gewohnten Sonntags. Und dann wirst du es nicht verpassen. So, jetzt aber ich wünsche dir eine Frage.
fantastische Woche, voller Selbstbewusstsein, einem guten Gefühl für dein Wert, deine Grenzen und eine gute Zeit in deinem Immaginativen garten. Bis nächste Woche, tschüss! Das war's für heute. Ich hoffe, du könntest eine Menge frischer Gedanken für dich mitnehmen. Mehr davon gibt es auch auf meiner Seite www.frv.in.e. www.frankar-gerutipunkt.de Und jetzt, Werbung. Hi, wir sind Sandra und Luisa vom Podcast 1a B-Ware. Wir zwei haben uns so vor euch. Wir haben uns über zwei Jahre kennengelernt. Ich dachte, ich dachte, die alte ist kaputt und bescheuert. Der geht keinen Weg dran vorbei. Das ist eine schöne Liebeserklärung. Wir wollen nicht nur labern und witzig machen. Wir wollen uns jede Woche eine Aufgabe und reden im Podcast darüber, was das mit unserem Leben gemacht hat. Wir haben schon jeden Scheiß gemacht. Sandra musste mal eine Woche meditieren. Ich musste mal eine Woche die Bibel lesen. Was machst du jetzt gerade? Gerade mache ich eine Woche mit dem Musikschorre, Marsch und Blasmusik beschäftigen. Da tut mir auch richtig leid. Ich bin froh, dass ich diese Woche nicht habe. Wir nennen uns auf jeden Fall selbst den in Klammern Anti Selbstoptimierungspodcast. Man kann auch sagen, das beste Worst Case-Szenario einfach 1a B-Ware an sich. Ihr habt uns jeden Montag überwuchs Podcast gibt und wir freuen uns sehr auf euch bis bald. Tschüss. Tschüss. Tschüss. Tschüss. Tschüss.
Podcast Summary
Key Points:
Die Fähigkeit, Nein zu sagen und eigene Grenzen zu setzen, ist entscheidend für mentale Stabilität und gesunde Beziehungen.
Respektloses Verhalten zeigt sich oft subtil, etwa durch ständiges Unterbrechen, ungefragte Ratschläge oder übergriffige Fragen.
Viele Menschen sind gegenüber solchen Grenzverletzungen abgestumpft, was häufig mit einem geringen Selbstwertgefühl zusammenhängt.
Verhöhnung, Kontrolle und emotionale Erpressung sind deutlichere Anzeichen für mangelnden Respekt und können Beziehungen langfristig zerstören.
Nicht jedes Verhalten ist böswillig – etwa bei neurodivergenten Menschen –, aber offene Kommunikation ist wichtig, um Missverständnisse zu klären.
Summary:
In dieser Podcast-Episode betont die Psychotherapeutin Frankar Geroti, wie zentral das Nein-Sagen und das Setzen gesunder Grenzen für die psychische Gesundheit und gelingende Beziehungen sind. Sie beobachtet in ihrer Praxis viele Menschen, die respektloses Verhalten inzwischen als normal hinnehmen, was oft auf ein tief sitzendes Selbstwertproblem hinweist. Solche Menschen glauben, keine bessere Behandlung verdient zu haben, und entwickeln häufig psychosomatische Beschwerden, weil sie emotionale Verletzungen verdrängen.
Die Therapeutin nennt konkrete Beispiele für subtile Grenzverletzungen: ständiges Unterbrechen, ungefragte Ratschläge, übergriffige Fragen zu Themen wie Kinderwunsch oder Aussehen sowie verhöhnende „Scherze“, die in Wirklichkeit Herabwürdigungen sind. Sie verweist auf den Paarforscher John Gottman, der solche Verhaltensweisen als „apokalyptische Reiter“ bezeichnet, die Beziehungen zerstören. Auch übermäßige Eifersucht und Kontrolle sind ernste Warnzeichen, wobei manipulative Personen oft psychologische Begriffe missbrauchen, um ihre Dominanz zu rechtfertigen.
Am schädlichsten sind Bevormundung, Unterdrückung und Gewalt, die Beziehungen nachhaltig ruinieren und tiefe seelische Wunden hinterlassen. Wichtig ist der Therapeutin jedoch die Differenzierung: Nicht jedes Unterbrechen oder jeder Ratschlag ist böswillig – etwa bei Menschen mit ADHS oder aus elterlicher Fürsorge. Entscheidend sei, aufmerksam zu bleiben, wie man behandelt wird, und im Gespräch zu klären, ob Verhalten respektlos gemeint ist oder andere Ursachen hat.
Letztlich gehe es darum, eigene Grenzen wahrzunehmen und einzufordern, um stabile und würdige Beziehungen zu führen.
FAQs
Typische subtile Zeichen sind ständiges Unterbrechen oder Drüberreden, ungefragte Ratschläge, übergriffige Fragen, sich über andere lustig machen sowie übermäßige Eifersucht oder Kontrolle.
Nein sagen zu können ist entscheidend, um eigene Grenzen zu wahren und die mentale Stabilität zu erhalten. Es hilft, Beziehungen auf Augenhöhe zu führen und Selbstwertprobleme zu vermeiden.
Ungefragte Ratschläge senden die Botschaft, dass die andere Person unfähig ist, eigene Probleme zu lösen. Sie kommen häufig zwischen Eltern und erwachsenen Kindern vor und vermitteln ein untergeordnetes Gefühl.
Übergriffige Fragen greifen in die Privatsphäre ein, zum Beispiel Fragen nach Kinderwunsch oder Gewicht. Sie verletzen Grenzen und können dazu führen, dass sich die betroffene Person unwohl fühlt.
Wenn sich eine Person ständig über die andere lustig macht, besonders vor anderen, und dies als Humor tarnt, kann das Herabwürdigung sein. Es ist ein Zeichen mangelnden Respekts, besonders wenn es einseitig ist.
Übermäßige Kontrolle bedeutet, dass eine Person Regeln für die andere aufstellt, etwa bezüglich Kleidung oder Treffen. Dies zeugt von mangelndem Respekt und Vertrauen und kann Beziehungen zerstören.
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