»Sie brauchten einen Mörder« (2/6): Eine falsche Fährte
from Verbrechen
48m 53s
Hannah Wolfe, eine 23-jährige medizinische Studentin, verstarb im Oktober 2022 im Berbach in Aschau, nachdem sie allein auf dem Heimweg in die Stadt ging. Die Polizei entdeckte zunächst eine Todesursache durch Ertrinken, doch die Rechtsmedizin fand zahlreiche schwere Verletzungen, die auf eine gewaltsame Tat hindeuten. Dies führte zu der Annahme eines Mörders. Eine operative Fallanalyse (O-Fahr) entwickelte ein Profil für einen jungen, männlichen Täter, der aus der Region kam, unerfahren in Gewalt und sexuell motiviert war. Der Fall wurde durch eine geheime Uhr, eine Holzkern-Uhr, verfolgt, die später als möglicher Täterbesitz identifiziert wurde. Daraufhin wurde ein Mann namens Herrn Fischer verdächtigt, der aus dem Eiskeller-Begegnungsbereich stammte und eine Begegnung mit einer Frau beschrieb. Doch die Ermittlungen zeigten, dass die Verbindung zwischen ihm und dem Vorfall falsch interpretiert wurde – etwa durch eine Verwechslung von Frau und Frau, falsche Erinnerungen und die fehlende Ähnlichkeit zwischen der Uhr und dem Besitz. Der echte Täter blieb unbekannt. Der Fall zeigt deutlich, wie profilbasierte Verdachtsmodelle, insbesondere in Mordfällen, falsche oder verdrehten Erinnerungen beeinflussen können und wie Menschen in eine falsche Verantwortung geraten können. Keine konkreten Beweise führten zu einer Ermittlungsentscheidung. Der Fall bleibt ungelöst und dient als Beispiel für die Gefahren, die bei der Verfolgung von Verdächtigen ohne Beweise entstehen. Eine weitere Entwicklung des Falles wird in zukünftigen Folgen behandelt, insbesondere durch den Bericht eines Joggers, der in der Nacht des Todes vermutlich etwas gesehen haben könnte.
[Musik]
Liebe Zuhörerinnen, liebe Zuhörer, herzlich willkommen zurück zu Folge 2.
Unseres Zeitverbrechen Podcast, sie brauchten einen Mörner.
Wir haben die letzte Folge beendet, Sabine mit der Aussage.
Es geht um viele Beobachtung Einzelheiten, die wichtig sind.
Denn es geht in diesem Fall um sehr viel.
Das waren deine letzten Worte, in der letzten Folge.
Und bevor wir so amähe ich diese Fäden, die wir jetzt gesponnen haben, auflösen,
lass uns bitte noch einmal auf die Ertrung einer junge Frau schauen, wer war Hannah Wolfe?
Hannah Wolfe war eine junge 23-jährige Medizin-Studente.
Sie hat in Rumänien Medizin studiert, in Klu, glaube ich, spricht man es aus.
Sie ist lustig gewesen, sie hatte sehr viele Freunde, sie hatte Spaß am Leben,
sie hat auch gerade einen jungen Mann kennengelernt, mit dem sie sich sehr gut verstanden hat.
Also es bandte sich auch eine Beziehung an, sie war zu Besuch bei ihren Eltern aus dem Studium.
Eigentlich sollte sie schon abgeflogen sein, aber sie wollte noch einen alten Brauch
am nächsten Tag noch mitmachen bei einer Freundin, ein Hungerbaum aufstellen.
Du kommst auch aus Bayern, weißt du was?
Ich kenn das nicht, hab ich noch nie gehört, Hungerbaum aufstellen.
Das kenne ich jetzt hier nur aus den Unterlagen und blieb deshalb noch ein Tag länger.
Es war ein großer Schock für die Aschauer, dass dieses junge Mädchen das so viel versprechend
war, aus dem Leben gerissen worden ist und die Freunde waren auch vollkommen schockiert.
Sie ist am Abend vorher losgezogen, eigentlich hatte sie gar keine Lust, aber dann hat sie doch
Lust bekommen und ist dann losgezogen mit ihren Freunden und ist erst mal zu einer Freundin gegangen
und haben wir mit anderen Freunden vorgeglüht, haben ein bisschen was getrunken.
Dann sind sie in den Eiskäller umviertel nach 11 und so gegen halb drei hat sie sich dann
alleine auf den Heimweg gemacht, da kommen wir aber gleich noch drauf.
Sie ging am Beerbach entlang, also einem zweieinhalb Meter breiten, gemauerten Kanal, in
dem dieses normalerweise harmlose Flüschen von 50 Zentimetern auf einmal mit einer Höhe
von 1,40 Meter unterwegs war, also unglaubliche Wassermassen knallten dadurch durch diese
gemauerte Rine und da entlang ging sie, es gibt auch so weit ich mich in Sinne teilweise
keine Absperrung über diesen Fluss, das ist nicht gesichert, das Ufer ist nicht gesichert.
Du hast ja in der ersten Vorge schon gesagt, das hatte tagelang vorher geregnet und dieses
Bechlein führte sehr viel Wasser, vielleicht liebe Zuhörerinnen, liebe Zuhörerinnen, sie sich an
die dramatische Flut im Arteil, die Menschen das Leben gekostet hat, Wasser kann sehr, sehr gewaltig
sein und wer jetzt normal an der idyllischen A unterwegs ist, kann sich überhaupt nicht
vorstellen, wie ein solcher Fluss Dinge mit sich reißen kann, Häuser umreißen kann, Autos
mit tragen kann und welche Gewalt dieses Wasser entwickeln kann. Also wir haben es hier mit einer sehr
großen Frau zu tun, die ist ein Meter 86, also eine sehr große Person, 70 Kilo schwer, auch sie
hatte keine Chance aus diesem Bach herauszukommen, als sie dahin eingefallen ist. Sie ist also an diesem
Bach nach Hause gegangen, die Eltern haben sie an dem Abend nicht vermisst, weil sie natürlich
dachten, ja, die hat in der Disco-Halligalie gemacht und hat wahrscheinlich bei einer Freundin geschlafen.
Die ist auch am nächsten Tag genau, die ist am nächsten Tag nicht vermisst. Sie ist auch am nächsten
Tag, sie hatten für die Hungerbaumaufstellung, hat sie noch einen Kuchen gebacken, der stand da und
der stand dann allerdings den ganzen Tag da, also er stand nicht nur morgens da, sondern er stand
den ganzen Tag da auch abends und dann machten sich die Eltern Sorgen, die Mutter hat wohl so wie ich,
auch gerne mal hinterher telefoniert, wenn sie in die Nause gekommen ist, ich habe sogar,
es weiß ich noch, als meine Tochter Abitur gemacht hat und dann die Abitur-Feier hatte und dann
um 5 Uhr früh nicht zu Hause war, habe ich angefangen, Leute anzurufen, weil ich mir solche Sorgen
gemacht habe, wo das Mädchen steckt und wurde dann. - Da ist die Tochter wahrscheinlich ganz großartig geworden.
- Ich habe sie am Schluss total gefunden, da war sie an der Fischauktionshalle mit zwei Jungs und hat mich
natürlich zusammengestaucht, ob ich eine Meise hätte, hinterher zu telefoniert und das war bei
Hannah auch so, die wollte das auch nicht, dass ihre Eltern, sie war ja noch älter, also als meine Tochter
bei Abitur, die war ja 18 und hier ist Mädchen noch mal 5 Jahre drauf, also die hat sich natürlich
bedankt, wenn ihre Mutti dahinter her klingelt. - Ja, es gab so ein Vorfall, und der ist sogar
aktenkundig, das war so ein Tag, da hat Hannah, ich glaube, praktikum in der Arztpraxis gemacht und hat
einfach länger gearbeitet und das ihr Handy lag irgendwie im Spind, oder so, lag bei Seite, ihre Mutter hat
alles im Bewegungsgesetz um ihre Tochter aufzutreiben, weil sie sich Sorgen gemacht hat und dann gab es
vermutlich einen ähnlichen Dialog, wir zwischen dir und einer Tochter. - Ja. - Was soll das, du musst dir keine Sorgen machen?
- Ich kann schon bei mir schon passieren. - Was soll mir schon passieren? - Im Schnurke legen Ascha, was soll mir schon passieren?
- Ja. - Und deswegen hat man erst mal gedacht, das wird schon nicht schlimm sein und dann wurde man aber
dann trotzdem langsam unruhig, der Ruder ist nach Hause gekommen, die Eltern waren unruhig und da Vater war
am Abend auch noch mal weg und dann kam er wieder und war das Mädchen immer noch nicht da und dann haben sie
die Polizei verständigt. - Da ist es nach 22 Uhr. - Ja, da haben sie sie dann verständigt. Hannah wird von
ihren Freunden als sehr selbstbewusst geschildert, als sehr munter geschildert und als sehr begabt geschildert,
also es ist ein Glückskind gewesen, eigentlich. Und ihr Bruder sagte der Polizeifolgen, das über seine Schwester,
das hören wir uns jetzt an. - Also, ich dachte, sie hat es verplant, aber als hinstrebig bezeichnen.
Sie hat eigentlich immer äußerst durchzogen, was sie sich vorgenommen hat. Pym Lernen hat sie sie
unfassbar leicht getan, wie sie dann durch das ein oder andere Mal drum beneidet hab. Sie war sehr spontan und hat
eigentlich ja immer irgendwas gemacht. Ich würde sie ja es glücklich in Menschen bezeichnen. - Also, sie war jemand, der
nicht rum saß und die Zeit tot geschlagen hat und ich wusste, was er mit sich anfangen soll, sondern das war ein Mensch, der
sehr unternehmungslos und sehr aktiv gewesen ist. - Und Menschen, um sich herum auch überzeugen, konnte mitzutun.
Sie hat dann bitte, bitte, bitte gesagt, so schildern es jedenfalls Freunde und Freundinnen von ihr und konnte
dabei ziemlich unwiderstehlich sein. - Ja, ist nach dem Abitur erst mal rumgereist, dann war sie in Bali, in Australien, in Neuseeland,
Singapur, Indonesien. - Ganz schön rumgekommen. - Ja, drei Monate lang. Und natürlich machen sich Eltern, um jemanden,
der solche Weltreisen alleine besteht, keine Sorgen, wenn er mal nicht pünktlich zu Hause ist. - Im Dorf.
Ja, im Kim Gau. - Und sie war mutig und ist bungee gesprungen, ist schiegefahren, auf Berge gegangen, spazieren gegangen, gerne ausgegangen.
Und sie war beliebt und immer mitten drin, sagt ihre Mutter über sie. Und die eine Freundin sagt über sie, sie hatte ein bewegtes Leben,
sie hatte auch viele Veräherer und den einen oder anderen Lava auch gehabt.
Also mir scheint es als sei Hannah wirklich ein rundumglücklicher Mensch. Der Bruder sagt, dass die Mutter sagt, sie steckt so im Mittelpunkt.
Und der Vater schildert sie, das ist ja manchmal so ein Ding, das passt da nicht so ganz, da fängt man an zu studieren und fühlt sich da ziemlich unglücklich.
Auch wenn man sonst eigentlich ganz zufrieden ist, aber bei Hannah ist das anders. Die hat auch das richtige Studienfach gewählt. Da können wir vielleicht mal reinhören.
Ins neunte Semester wäre sie jetzt gekommen. Also zwölf Semester sind, sie war auch schon sehr weit, also zwei Drittel.
Sie hat sich auch schon so gefreut, weil sie mit den Ummaß schon zu den Arztermin kamen ist und sie gesagt hat, das hat ihr so taugt,
weil sie schon so ernst genommen wird und weil sie relativ viel weiß.
Das hat ihr so gut gefallen, weil sie einfach jetzt schon so weit war und wir gewusst hat. Sie hat überall gesagt, ich liebe mein Studium.
Letztes Weihnachten ist sie nach Hause kommen und hat gesagt, ich liebe mein Studium. Ich könnte mir nichts anderes vorstellen, weil sie einfach begeistert war.
Im Abend wollte sie ja mit ihrem Nachbarn Herrn Schneider. Wir nennen ihn hier Schneider nach Hause gehen. Wir erinnern uns, dass sie keine 900 Meter vom Eiskeller zu gehen.
Ja, keine 900 Meter, man braucht eigentlich 10 Minuten höchstens. Und sie wollte eigentlich mit ihrem Nachbarn, den sie schon seit Urzeiten kennt, mit dem sie aufgewachsen ist.
Mit dem wollte sie an diesem Abend heim gehen und der wird dann auch später von der Polizei gefragt. Warum sind sie denn eigentlich nicht mit Frau Wolfe heim gegangen?
Und er gibt dann bei der ersten Vernehmung etwas an, was die Polizei mit folgenden Worten zusammenfasst und das hörme uns jetzt an.
Weiter gab Philip Schneider an, dass er mit Hanna ausgemacht habe, dass man wieder gemeinsam nach Hause geht.
Im Laufe des Abends sei man dann auch zusammen, also die Hanna und Herr Schneider nach oben Richtung A.
Ausgang gegangen, um eben nach Hause zu Fuß zu gehen. Dies sei nicht weit.
Herr Schneider wollte jedoch nochmal Kontakt zu seiner Freundin aufnehmen und fragen,
ob diese mit nach Hause gehen möchte. Herr Schneider ging darauf hin, wie der zurück
zum Eiskeller und sprach mit seiner Freundin und deren Schwester. Diese beiden Damen
wollten jedoch den Eiskeller noch nicht verlassen und Herr Schneider habe darauf hin,
wieder den Innenraum verlassen und ist Richtung Ausgang gegangen. Hierbei habe er aber die
Hanna nicht mehr angetroffen. Nach seinen Handyaufzeichnungen habe er im Anschluss daran,
um 2 Uhr 37 versucht, die Hanna telefonisch zu erreichen, was ihm jedoch nicht gelern.
Herr Schneider habe sich noch kurz im Ausgangsbereich beziehungsweise im Vorfeld des
Eiskellers befunden und sei kurz auf die Seite gegangen, um sich zu übergeben, da es ihm nicht
gut ging. Im Anschluss daran habe er alleine zu Fuß den Heimweg nach Aschau zu seiner Heimatadresse
zu Fuß angetreten. Ich kann mir diese Situation total vorstellen, wenn ich mich erinnere. Es
gab das damals bei uns, auch wir hatten so Clubs, die waren weiter weg und man brauchte immer
einen Fahrer, der nichts drank. Und wenn man dann versucht, irgendwie zusammen zu kommen,
also zum Aufbruch zum Blasen sozusagen, war immer irgendjemand weg. Noch mal auf der Toilette
oder immer schlecht oder der musste nochmal eben zur Freundin und irgendwas klären und hat
es noch nicht vergessen oder sonst was. Irgendwas, ja, man fanden nie zusammen und es war total
nervig und manche sind dann eben auch schon mal los, weil es gereicht hat. Ja und wenn man da
um die Ecke nur wohnt, dann sagt man auch, komm jetzt. Komm, auf den wart ich jetzt nicht mehr.
Also es ist Nachtregendunkelheit, der Berbach, an dem sie entlang geht und nicht mehr ganz sicher
auf den Füßen ist, ist extrem reißend, er ist ein Meter 40 tief. Später wird die Rechtsmedizin
festgehend Todesursache ertrinken, zahlose Verletzungen und Brüche. Also die gleiche hat viele
Brüche, Verwundungen, Hematome, Beulen, was natürlich klar ist, wenn man 12 Kilometer mit dem
Fluss mitgerissen wird. Aber auch fünf große Resquetschwunden an der Kopfschwarte erhebliche
Verletzungen am Rücken, Brüche in den Schultern und ein gebrochener Halswirbel, sodass die
Hypotese der Rechtsmedizin lautet, Angriff von hinten wegen der Verletzungen am Rücken,
Angriff von hinten zu Boden gebracht, draufgekniet auf dem Rücken und auf den Kopf geschlagen.
Das heißt die Rechtsmedizin sagt, hier ist ein Verbrechen geschehen. Ja, ein Mord,
möglicherweise ein Mord und man sucht dann den Fluss ab und findet ihre Sachen alle,
man findet alles von ihr. Sie ist nicht bestohlen worden, man findet sogar die Ringe, die sie an
den Fingern hatte, man findet ihre Jacke, man findet den Gürtel der Jacke, man findet ihre Hose auch,
man findet ihr Handy, also das alles in den nächsten Wochen und Monaten wird das alles aus dem
Fluss gezogen. Ja, das wollte ich noch mal ganz deutlich sagen, es ist jetzt nicht so, man geht los
und sammelt einfach die Sachen ein, sondern das dauert. Ja, ja, das dauert. Wir erinnern uns,
es ist der frühe Morgen des dritten Oktober 2022, an dem Hannah in den Berbach gelangt, wir sagen,
wissen ja nicht genau wie. Hannah ist Jacke, wir sind am 10.10., also eine Woche später werden die
Jacke und die Handtasche gefunden. Inzwischen ist es auch abgeschwollen, der Fluss nicht. Ja, das
Wasser ist weg. Am 13.10. wird der Ringe gefunden, also das dauert bis die Sachen zusammenkommen. Ich
glaube, das Handy ist am Ende sogar von Algen. Das Handy ist Monate später. Auf das Handy
kommen wir noch ganz speziell zu sprechen. Die Handyanalyse hat sehr viele Menschen über sehr lange
Zeit beschäftigt. Da kommen dagegen Ende des Podcasts drauf. Was mir wichtig ist, du hast das gerade
so aufgezählt, das wird eben nicht mal eben durch einen kleinen Spaziergang entlang der Prie
eingesammelt, sondern die Spuren kommen so nach und nach zu. Ja, tatsächlich. Und man findet eine Ur,
das ist ganz interessant. Die man findet eine Ur, die ihr nicht gehört. Und was die Polizei darüber
geschrieben hat, das hören wir uns jetzt an. Die im Berbach aufgefundene Uhr kam im Oktober 2019
auf den Markt. Es handelt sich um ein Unisex-Modell der Marke Holzkern, welches Spritzwasser geschützt ist.
Die aufgefundene Uhr war zum Zeitpunkt des Auffindens noch funktionstüchtig. Im Gehäuse befand sich
keinerlei Wasser. Aufgrund der zu erwartenden umfangreichen Ermittlungen und der konkreten Gefahr für
das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung wurde die Sonderkommission Club gebildet. Also Andreas,
es wird jetzt eine Soko gebildet, die Sonderkommission Club und diese Holzur, also Holzkernur,
die ich werde auch noch eine Rolle spielen. Ist denn da wirklich Holz drin? Weißt du das? Ich kannte diese
Uhrenmarke nicht. Ich hab sie nachgesehen, tatsächlich. Holzkern ist eine Uhrenmarke, die stellen
Anwanduhren her, unterschiedlicher Preisklasse. Es beginnt so bei 200 Euro und geht so bei dem,
was ich gefunden habe, bis so 600 Euro. Tatsächlich gibt es an den Gehäusen so Holz-Application,
das Werk besteht natürlich nicht aus Holz. Ah ja, also das ist kein ganz normales. Kein Holzkern. Nein,
das ist keine Holzur. Aber ich kann mir vorstellen, vor welchen Problem die Soko jetzt steht, wenn
sie nach dem Besitzer dieser Uhr sucht. Ja, also sie hält ihn natürlich erst mal für den möglichen
Täter, den Besitzer dieser Uhr. Interessant fand ich auch, dass wir werden ja später hören,
wie lange diese Uhr in diesem Bach gelegen hat. Interessant fand ich doch, dass sie noch
Funktionstüchtig war und keinerlei Wasser drin war. Also deswegen haben sie vielleicht auch gedacht,
dass sie erst kürzlich hineingeraten ist. In Wirklichkeit lag sie aber schon sehr lange drin.
Da kommen wir dann drauf. Jetzt aber wird erst mal eine Begehung dieser Flussläufe mit einer
Gruppe von Menschen gemacht, die aus mehreren Polizeibeamten besteht, aus der Rechtsmedizinerin,
die die Leiche untersucht hat und obduziert hat und aus einem Herrn, der von der sogenannten
O-Fahr des Landeskriminalamts Bayern ist. Alexander Hörn, der eine Fallanalyse geschrieben hat.
Jetzt muss man wissen, wir haben ja hier schon selber eine Sendung gemacht zu Profiling und
zu sogenannten O-Fahr. Das ist eine Verdachtschöpfungstrategie. Das sind Leute, die sich psychologisch
gebildet darüber Gedanken machen, wer in so einem Fall der Täter sein könnte. O-Fahr,
musst du kurz auflösen. Operative Fallanalyse heißt das und es in jedem Landeskriminalamt gibt es eine
in Deutschland. Also man muss wissen, wir befinden uns jetzt Mitte des Monats Oktober. Am dritten ist
die Leiche gefunden worden und man hat jetzt eine riesige 60 Köpfige Sonderkommission aufgestellt,
die mit Hunden und Stecken und Fakeln losgezogen ist, jetzt im Übertragenden Sinne natürlich,
um einen möglichen Mörder zu finden. Denn man geht inzwischen von einem Mord aus
und hätte man keine Sonderkommission gebraucht. Die 60 Ermittler befragen 2.200 Zollen. Sie
grasen den bekannten Kreis der jungen Frau ab. Sie werden unvorstellbare Terabyte von Daten aus
Handys Laptops, aus allem was die Leute so mit sich geschleppt haben, als sie in den Eiskeller
gegangen sind. Wir haben ja gesagt, große Disco, da sind viele Leute unterwegs, die haben alle
Handy dabei, manche haben wahrscheinlich Fotos gemacht. Auf jeden Fall gibt es Bewegungsprofile,
man kann sagen, wer ist wann in welcher Funkzelle eingelockt und so weiter und so weiter und so weiter.
Also jedenfalls ist es eine Irremühe, die man sich da gemacht hat, auch wegen der, wie wir gerade
gehört haben, wegen des subjektiven Sicherheitsgefühls der Bevölkerung, denn die Aschauer glauben,
ja, da rennt ein Mörder. Ja, lass uns das nicht im Nehmensatz sagen, sondern das kann ich mir
natürlich genau vorstellen. Also da ist dieses Mädchen, das beliebt ist, dass jetzt tot ist,
er trunken aufgefunden in der Prie. Und da rennt möglicherweise jemand rum, der hat dieses
Mädchen ums Leben gebracht. Und das erzeugt natürlich gerade in einem solchen kleineren Ort eine
Stimmung von, wenn man guckt so rechts und links und wer könnte das dann gewesen sein und die
Polizei reagiert darauf nicht nur mit dieser Soko, sondern die stellt sich ja vor Rathaus
von Aschauer mit einem Infomobil, nicht nur um Spuren einzusammen, sondern vielleicht auch um
zu signalisieren, wie er tun war. Wir sind da. Wir sind da. Drei Tage stehen die da. Und vom 11.
Oktober bis zum 13. Oktober jeweils von 9 Uhr bis 16 Uhr 30. Ja, aber es nützt nichts. Also
man findet kein Verdächtigen und man findet kein Zeugen, der wirklich was wesentliches beobachtet
haben will. Also man findet kein Tatzeugen, man findet auch kein Tatort. Also man geht von den
Sachen aus, die in den Baerbach gefallen sind, da geht man, da muss sie irgendwo reingefallen sein,
denn hier liegt der Ring. So, das ist die Idee, wie das Mädchen in das Wasser geraten sein könnte.
Und man verfolgt dann die Spur der Gegenstände, die sie mit sich geführt hat, um den Weg der
Leiche mitzuverfolgen bis hin zum Fundort, 12 km weit. Das erstreckt sich ja auch. Also der Ring
liegt ganz woanders als Gejahre. Wir kommen da später noch drauf, du hast ja auch eine Landkarte,
da können wir später uns drüber boigen, wann man was gefunden hat, denn das ist sehr aufschlussreich.
Also man hat nichts. Man hat nur eine Zeugen, eine Ohrenzeugen, die der Polizei erzählt hat,
sie sei nachts um drei aufs Klug gegangen. Diese Frau wohnte in einem Hotel, das an der
Kampewandstraße liegt, gar nicht weit weg von dem Ort, von dem die Polizei glaubte, dass da an
dieser Stelle das Mädchen ins Wasser geraten ist.
Und diese Frau hat gesagt, morgens um drei, aber so ganz sicher war sie sich nun auch wieder nicht.
Wann das genau war und es kommt hier leider auf Sekunden an.
Herbe sie ein Schrei gehört.
Ein Inzätzenschrei, als ob eine Frau von hinten an den Haaren gerissen worden sei.
So habe sich das angehört.
Aber es war kein Hilferuf, also niemand schrie Hilfe Hilfe oder so.
Sondern es war nur ein Schrei.
Ein Schrei.
Ein Schrei.
Mehr hatte man aber nicht und man hatte diese Uhr.
Und die wurde dann auch gezeigt, in der Sendung "X Y" ungelöst.
Wo dieser Fall dann, und als man immer noch nichts hatte,
dann nach ein oder zwei Wochen vorgestellt worden ist.
Und da gab es einen Hinweis auf die Holzkern-Uhr.
Vorher aber hatte man eben die Fallanalyse, die Ofa herzugebeten.
Und der Profiler oder der zuständige Beamte, der operativen Fallanalyse,
hat dann eben diesen Flusslauf ab, oder die Flussläufe muss man fast sagen,
abgeschritten mit den anderen und dann hat er sich hingesetzt
und hat eine Verdachtsanalyse gemacht.
Wir haben eine Tote mit Verletzungen, die wahrscheinlich oder möglicherweise
von dritter Hand zugefügt worden sein können.
Und man findet niemanden, man braucht aber einen, der es gewesen ist.
Und man fragt dann alle möglichen Leute ab, und es kommt zu nichts.
Es kommt nichts heraus.
Und dann sucht man einen sogenannten großen Unbekannten.
Das kennen wir aus den Krimis.
Man sucht den großen Unbekannten.
Damit man den findet und damit man schon weiß,
auf wen man sein Augenmerk richten muss,
hat Alexander Horren eine Fallanalyse erstellt.
Also wie muss man sich den großen Unbekannten vorstellen?
Die Fallanalyse wurde also nach dem Erkenntnisstand
vom 14. Oktober 2022 hergestellt.
Ergebnis der Fallanalyse Tötungsdelikt an Hannah Wolf.
So cool Klub, Polizeipräsidium München.
Also diese Fallanalythiker oder Profiler werden ja immer ein Besonders bedeutend,
wenn die Polizei in so einer Lage ist, wie jetzt.
Sie haben nichts.
Man tappt im Dunkel.
Man tappt im Dunkel.
Auch gerne übrigens bei Cold Cases.
Maddie, so ein typischer Fall.
Das verschwundenen Mädchen aus Portugal auch ganz viele Profiler,
glaube ich, wie versucht haben.
Ja und auch Helse.
Und die auch.
Also so eine klassische Frage ist,
haben wir es mit einem Täter zu tun oder einer Täterin.
Und das führt hier doch zu der Annahme.
Es müsste wenn dann vermutlich ein Mann gewesen sein,
der die großgewachsene Hannah von hinten an gefallen hat.
Und es gibt keinerlei Hinweise auf ein Sexualdelikt.
Das muss man dazu sagen an der Leiche, wo der nichts gefunden war,
was auf ein Sexualdelikt hinweist.
Aber die Hose fehlte ihr.
Also war es doch ein Hinweis auf ein Sexualdelikt.
Das war möglichweise unterbrochen.
Ja, genau, genau.
Dann fragt man vermutlich aus den Tatumständen oder den Umständen des Aufhins
oder so heraus, kannte der sich vor Ort aus.
Oder kannte der, also kommt der aus der Gegend oder kommt der woanders her.
Das sind so die typische Fragen, die man sich sofort hat.
Die Fallanalyse schreibt, nach jetzigem Sachstand liegen
keine objektiven Täterspuren vor.
Alle Abstriche und bisherigen Untersuchungen verliefen negativ.
Das einzige, was man gefunden hat, war eine intakte Herrenarmbandur.
Nach rechtsmedizinischer Einschätzung verstappt das Opfer durch Ertrinken.
Aufgrund des sehr geringen Flüssigkeitsgehalts im Magen
ist von einem schnellen Ertrinken im bewusstlosen Zustand auszugehen.
Keine Verletzungen oder Spuren an den Händen, die darauf hinweisen,
dass ein Handlungsfähiges Opfer versucht hätte, sich aus dem Bach zu retten.
Abwehrverletzungen.
Keine Abwehrverletzungen und keine Verletzungen, die bewiesen hätten,
dass man sich irgendwo versuchte, festzuhalten.
Wobei die Frage ist, wie man sich bei diesem Glitchigen
und überwucherten Steinbett da hätte festhalten können.
Und dann kommen die multiple Verletzungen, hochgradig die Fuses bilden.
Während sich viele der Verletzungen als drei Beverletzungen,
also der Körper treibt im Wasser, erklären lassen,
finden sich andere Verletzungen, die auch nach intensiven Beratungen
auf unklare Weise entstanden sind.
Weitere Verletzungen können jedoch nicht als Treibeverletzungen erklärt werden
oder mit einem Unfallgeschehen in einen Klang gebracht werden
und deuten deshalb auf eine Beibringung von Fremd-Einwirkungen hin.
Das muss man aber wissen, das sind alles Hypotesen.
Wir wissen gar nichts.
Und wir wissen auch ehrlich gestern nicht, wie oft einen Rechtsmediziner,
der sich über so eine Leiche berückt, so was schon gesehen hat.
So viele Leute findet man nicht in Becken, die Kilometer weit mitgerissen worden sind.
Das ist eine Ausnahme, Leiche Ehe.
Und da werden Theorien aufgestellt und Hypotesen aufgestellt
und keine Erkenntnisse vermittelt.
Man spricht von Wahrscheinlichkeit.
Man spricht von Wahrscheinlichkeiten, aber man kann auch total schiefliegen.
Das muss man wissen und gerade von Leuten, die bei der Ofer arbeiten,
weiß sich, dass es da unvorstellbare Zufälle gibt.
Bei diesen Verdachtschöpfungstrategien und dass man Leute verdächtigt,
wo man denkt, das ist also eine Einzelpersonlichkeit, die mir hier vor Augen steht
und die Möglichkeit gibt es diese Person 100.000fach.
100.000fach.
Und das ist jetzt hier bei unserem, was jetzt rauskommt aus dieser Fallanalyse.
Auch so.
Also wir kriegen jetzt hier einen Täter vor Augen geführt,
der es jetzt gewesen sein soll oder gewesen sein soll,
aus Sicht dieser Profiler, der aber letztlich Hinz und Kunst ist.
Hinz und Kunst.
Entscheidend ist aber, die Fallanalythiker gehen jetzt zunächst auch erst mal davon aus,
dass hier ein gewaltsames Geschehen vor ist.
Ja, also auf eine Hypotese, die mich die der Rechtsmedizin kommt,
die nächste Hypotese, nämlich die des Fallanalythikers.
Und diese Hypotesen setzen jetzt die Polizei auf eine Spur,
von der sie letztlich nicht mehr runterkommt.
Also wir haben es mit Verdachtschöpfung zu tun,
aber irgendwann gerade diese Fallanalythische Hypotese,
das habe ich ja dann später mitbekommen,
als ich die Polizisten selbst gesehen habe, diese Ermittler.
Das war für die hier, das Evangelium.
Die haben jetzt jemanden gesuchte in dieses Fall.
Analythische Profil reinpasst.
Ja, klar.
Jetzt beginnt schon der Schiefe weg.
Jetzt beginnt schon die Katastrophe.
Zum Beispiel ist hier von einer sexualisierten Motivlage der Rede
in diesem Profiling.
Die sexualisierte Motivlage beruht eigentlich nur auf eine Hose,
die kaputt ist und die bei der Leise. Der kaputtere Räusschuss über den Logosuchen hast.
Ja, das ist alles, was man findet, eine kaputte Hose,
die nicht mehr am Körper ist, sondern daneben liegt oder ein paar Meter entfernt.
Die Hose ist ja ganz in der Nähe, der Leiche aufgewunden worden.
Aber trotzdem ist hier in der operativen Fallanalyse bereits
von der sexualisierten Motivlage des Täter auszugehen.
Also, jetzt hören wir uns mal an und dann können wir darüber. Ja, das ist das Ganze im Kontext, das wir sagen hören.
Aus Fallanalythischer Sicht sind folgende Aussagen zur Täterpersonlichkeit
als wahrscheinlich anzusehen.
Männlicher Einzeltäter.
Aufgrund der sexualisierten Motivlage ist von einem männlichen Täter auszugehen.
Anzeichen für das Handeln von mehreren Täter sind nicht vorhanden.
Alter.
Der Täter zeigte bei der Tatbegehung einen wenig kontrollierten,
unerfahrenen Umgang mit Gewalt und wirkte dabei situativ überfordert.
Dies lässt den Rückschluss zu, dass es sich bei dem Täter
um eine vermutlich eher lebensjüngere Person handeln dürfte.
Ein Lebensalter von 16 bis 30 Jahren wird angenommen.
Als wahrscheinlich wird ein Alter von 18 bis 25 Jahren angesehen.
Die Gewaltanwendung wirkt unerfahren und wenig Ziel führend.
Vorkenntnisse im Bereich der Gewalte legte sind daher weniger wahrscheinlich.
Das mutmaßliche sexuelle Interesse scheint stärker von einer Bedürftigkeit geprägt,
denn von einer Fantasieauslebung.
Es wäre insofern denkbar, dass es im Vorfeld bereits zu adäquaten Anhährungen
und Belästigungen gekommen sein könnte.
Regionalität.
Ein regionaler Täter wird als wahrscheinlich angesehen.
Der Grund für die Anwesenheit des Teters, um die Sourzeit in hohen Aschao
ist entweder mit einem Besuch des Eiskellers begündet
und oder, dass es sich hierbei um seinen Wohnort handelt.
Vor- und Nachtart verhalten.
Im Nachgang der Tat wäre es vorstellbar,
dass der Täter durch ein für sein soziales Umfeld
nicht nachvollziehbares Vermeidungsverhalten zukünftiger Besuche des Eiskellers auffällt.
Ebenso wäre denkbar, dass der Täter ein auffälliges Interesse
oder des Interesse an der Berichterstattung
beziehungsweise den Spekulationen über den Mordfall zeigt.
Bezug zum Opfer.
Aufgrund der vermuteten Regionalität ist es denkbar,
dass es einen Bezug zwischen Opfer und Täter gab,
der sich jedoch nicht zwangsläufig als persönliche Beziehung darstellen muss,
beispielsweise eine Seebekanntschaft aus dem Eiskeller.
Sabine, den Passos mit der sexualisierten Gewalt
den hast du ja schon bevor wir jetzt diese ganze Passage gehört haben,
was mir auffällt, ist diese seltsame Altersangrenzung.
Wie erfahren ist ein Täter, wie Gewalt erfahren ist ein Täter
und dann gibt es so eine Altersangrenzung zwischen 18 und 25.
Das ist ja irgendwie eine sehr seltsame Engführung.
Ja, die Engführung findet ja dann auch ihre Entsprechung in der Ermittlung.
Und man wird jetzt nach Leuten suchen, die ihn dieses Profil reinpassen.
Und so kommt man dann auf einen unschuldigen.
Das ist der Fluch, der jetzt hier seinen Weg nimmt.
Und man sucht noch immer Parallel zu diesem Profil nach dem Besitzer dieser Uhr.
Ja, man hofft natürlich, dass der Besitzer dieser Uhr,
dass der vielleicht in dieses Profil reinpasst.
Ich weiß nicht, woran man jetzt erkennt, dass die Tatbegehung wenig kontrolliert ist.
Ich bin ein bisschen charakter.
das ist immer unkontrolliert, das gibt immer Verletzungen, wo man dann nicht sagen kann, wo kommen die her?
Ich weiß auch nicht, wie er auf das Alter kommt und dass er unerfahren ist in der Gewaltanwendung.
Dass das mutmaßliche sexuelle Interesse, also dass es alles ein Wolltenschloss, das hier gebaut wird.
Es ist ja auch erlaubt, das so was zu machen, aber man darf es dann nicht ernst nehmen.
Ja, der hat eine Vision, weil er einen Fluss abgeschritten hat und weil er ein paar Fotos von der Leiche gesehen hat.
Hat er jetzt eine Vision, wie der Täter aussieht.
Das ist extrem volatile diese Geschichte.
Wenn der Täter wirklich regional ist, warum überfelter die Frau dann mitten an der Straße?
Also die Frau geht die Straße entlang und die Idee ist dann, dass sie eigentlich an einer Stelle ins Wasser geraten sein soll, die direkt in einer bewohnten Gegend ist.
Also da ist jetzt, dass es jetzt keine einsammt hat.
Und wo ständig Autos entlang fanden war, es gibt wieder Autos entlang.
Es war eine Autos entlang.
Schreck gegen Übers noch dieses Hotel und da ist was los.
Also es ist jetzt nicht so, dass wir in der Einsamkeit sind, wenn ich ein regionaler Täter gewesen wäre, dann hätte ich noch gewartet, bis das Mädchen 100 Meter weiter ist.
Da ist nämlich ein Wald.
Und das fällt ihm merkwürdigerweise nicht auf, dass das Mädchen an einer deutlich ruhigeren Gegend noch vorbei muss.
Aber wenn die Polizei jetzt mit diesem Profil losläuft, dann sucht sie nach einem Mann zwischen 18 und 25 möglicherweise mit einem sexualisierten Motiv aus der Region gewalt unerfahren.
Und das ist das. Und er soll sie ja vom Seen gekannt haben.
Und das wird später eine Rolle spielen, denn unseren Menschen, den sie dann da später verhaften, den fragen sie 100 Mal, ob er die Hanne nicht vom Seen gekannt hat.
Und dann gibt es auch Zeugen, die behaupten, er habe sie vom Seen gekannt.
Es entwickelt sich also dann ein riesiges Schneeballsystem an Fantasien, an Falschaussagen, ein Behauptungen und Verdächtigungen, die mit der Realität überhaupt nichts mehr zu tun haben.
Das ist der Nachteil, als solcher groß und so groß natürlich. Man strömt dann in alle Richtungen aus.
Aber das ist nochmal einmal bei einem ganz konkreten Gegenstand ansetzen. Wir haben diese Uhr zurückgelassen, diese auf uns kein Uhr.
Die Holzkern nur, die entwickelt ein Eigenleben. Und das ist jetzt auch interessant.
Jetzt sucht man natürlich, wer im Gehör diese Uhr und klassisch ist natürlich erst mal herauszufinden, wie oft wird die hergestellt?
Also ist die selten oder nicht so selten, sie ist nicht so selten?
Wo kann man sie dann kaufen? Also gibt es ein Handlernetz, wo man also in der Gegend zum Beispiel vorbeir gucken kann und sagen kann. Das hat man relativ rasch raus. Die Uhr ist aber sehr häufig hergestellt worden. Es ist also ein aussichtsloses Unterfangen.
Jetzt die ganzen Menschen aufzutreiben, die irgendwann mal eine Holzkernuhr gekauft haben.
Genau, ich hab noch mal nachgesehen. Also man kann ja auf einer Suchmaschine sagen, bitte auf "Kaufen" falten.
Und ich könnte sie kriegen, ich zähle hier nur "Beispielhaft" auf bei Amazon, bei Kaufland, bei Otto, bei eBay und so weiter und so weiter.
Es wird interessant, weil es meldet sich jemand, am 16. Oktober.
Meldet sich beim Hinweis Telefon der Sokoklub eine Angestellte der Gemeinde-Aschau. Und diese Frau hat den Presseaufruf im XY, offenbar gesehen
und erinnert sich jetzt an eine auffällige Begegnung mit einem Mann, der auf der Gemeinde in Aschau aufgeschlagen ist und auffällig stolz seine Holzarmbandur gezeigt habe.
Sie selber sagt, sie habe nie gedacht, dass eine Uhr komplett aus Holz gefertigt sei.
Also ich weiß jetzt nicht genau, ob dieser Mann tatsächlich mit einem Holzur da war oder ob diese Holzkernuhr, eine Holzkernuhr war.
Jedenfalls die Frau weiß, die Dame aus der Gemeinde weiß weder, wie der Mann heißt, noch weiß, sie warum er da gewesen ist.
Also sie kann sich eigentlich gar nicht mehr erinnern und auch nicht mehr wanden.
Aber zwei Tage später ruf sie wieder an und sagt, bei der Polizei jetzt könne sie sagen, wer das gewesen ist.
Dieser Mann sei zufällig am 12. Oktober wieder bei der Gemeinde vorstellig geworden und wollte sein polizeiliges Führungszeugnis sehen.
Weil er einen neuen Job annehmen will und dann muss man ja in der Regel sein polizeiliges Führungszeugnis vorzeigen,
damit die Leute nicht irgendwelche Straftäter einstellen oder auf jeden Fall wissen, wenn sie Straftäter einstellen.
Dieser Mann nennen wir einmal Herrn Fischer, der wollte also sein Job wechseln und war auf der Gemeinde, um sich da irgendwelche Unterlagen abzuholen.
Und das Interessante ist, dass die Frau auf dem Einwohnermeldeamt, die dann mit ihm dazu tun hatte, sich eben erst mal nicht richtig an ihn erinnert hat,
sondern erst mal eine Kollegin gefragt hat. Also eine Kollegin hat sie gefragt, die Gemeinde angehörige,
die also mit diesem Mann, der ein polizeiliges Führungszeugnis haben wollte, zu tun hatte, beschreibt ihn jetzt.
Sie sagt, er sei ungefähr 1,75 Meter groß gewesen, habe eine normale Statur gehabt, seit zwischen 25 und 40 Jahre alt gewesen und habe keinen bayerischen Dialekt gesprochen.
Ich erzähle jetzt die Geschichte nur, damit man sieht, wie ein Verdacht entsteht.
Einerseits ist es natürlich richtig, wenn die Leute sich melden und sagen, da ist mir was aufgefallen. Also Zeugen, aufmerksam mit Zeugen, bringen oft einen Fall zur Klärung.
Aber aufmerksam mit Zeugen oder nicht ganz aufmerksam mit Zeugen oder aufmerksam mit Zeugen, die nur glauben, dass sie aufmerksam sind, die richten manchmal auch Unheil an oder verwirrung.
Und um so einen Fall handelt es sich hier. Also es ist jedenfalls interessant. Und deswegen erzähl ich die Geschichte hier, weil es ist interessant, wie so ein Verdacht entsteht, gegen jemanden, gegen dich oder gegen mich oder gegen unsere Produkte, wie es ist.
Obwohl es so eine polizeilige Führungszeugnis gibt.
Ja. Du gehst also aufs Amt und kommst da ins Plaudern mit einer netten Dame und hinterher wird das alles dann verwertet.
Also jedenfalls hat die Frau auf dem Amt erst mal erfolglos, nach der Identität des Mannes geforscht. Aber im nächsten Schritt hat sie dann den Kalender ihrer Kollegin durchgesehen.
Und das macht man sagt sie zur Polizei, dass man sich gegenseitig in die Kalender reinkuckt, wer wann hier gewesen ist. Und da habe sie ein passenden Kalender ein Trage gefunden aus dem Juni des Jahres.
Und da sei diese Herrfischer vorstellig gewesen. Und zufällig sei diese Herrfischer Donnerstag der vorigen Woche ebenfalls da gewesen.
Und jetzt hat man schon einen Namen.
Und der habe da also alle Hand Angaben gemacht, der Herrfischer und warum er jetzt eine neue Posten haben will und so weiter.
Und sie ist sich nicht ganz sicher, ob sich es bei diesem Herrnfischer um den Uhren bis jetzt erhandelt, aber so ziemlich passt es. Und die abgebildete Uhr sei also der, die Sie ja vorgezeigt bekommen hat sehr ähnlich und der Herrfischer sei redzählig aber höflich gewesen.
Und jetzt geht die Polizei zu diesem Herrnfischer und vernimmt ihn.
Und diese Herrfischer schildert jetzt in der Vernehmung redzählig ist er, eine Uhr hat er nicht. Er sagt eine Uhr kennt er nicht.
Also er hat auch noch nie so eine Uhr gehabt, das mit dem Uhr, das ist eine Riesenverwechslung. Aber er erzählt jetzt an von sich aus, dass er kürzlich eine Dame angesprochen habe.
Er wird dann gefragt, wo es machen sie denn so, dann sagt er ja, er hat sucht sich gerade einen neuen Job. Deswegen braucht er das Führungszeugen. Er geht da spazieren. Und ja, wo gehen Sie denn spazieren, gehen Sie manchmal an den Eiskeller.
Ja, er war auch spazieren. Aha, sie waren also Eiskeller. Und da erzählt er von sich aus, angeblich von sich aus, das weiß ich nicht wie an von sich aus, dass es wirklich gewesen ist, ob man ihn da nicht angesprochen hat drauf.
Jedenfalls soll er eine Dame, die mit einem Hund unterwegs war, da angesprochen haben und sich mit der Unterhalten haben und die ein Stück begleitet haben.
Und zu den beiden Besuchen in der Gemeinde Aschau sagt er, dass das tatsächlich auf der Gemeinde gewesen sei, aber er kann sich nicht daran erinnern, dass er eine Holz-Ur vorgezeigt hat.
Generell habe er eine solche extravagante Uhr aus Holz überhaupt noch nie in seinem Besitz gehabt und die von der Gemeinde mit Arbeiterin geschilderte Situation habe in dieser Form niemals stattgefunden.
Und dann zeigt er noch seine Handgelenke und sagt schon, ich habe überhaupt keine Uhr. Ich schau aufs Handy. Das mache ich übrigens auch, ich habe auch keine Uhr. Du hast eine, Sieg gerade.
Ja, ich habe eine.
Ich habe keine. Also und dann wird er gefragt werden, haben Sie denn alle Freunde oder so, dann sagt er nein, er möchte auch wegziehen von hier.
Und dann gibt es hinterher einen Eindrucksvermerk, das schreiben dann die Beamten, dass hinterher auf wie ihn in der Mensch so vorgekommen ist.
Da wird dann eben geschildert, dass er dann aufgezeichnet hat, wo er eben diese Dame mit dem Hund getroffen hat.
Er habe eben das nicht mehr genau sagen können, wann er sie getroffen hat und er habe die Chatverläufe gelöscht, was den jetzt auch mehr kürzlich vorkommt und er ist dabei eben sein Sitz in Aschauff zu geben.
Und später ruft er noch mal an nach diesem Gespräch und sagt, dass er das schon in Frechheit findet, dass er jetzt hier von der Gemeinde Aschauff angeschmerzt wird und jetzt hier Probleme mit der Polizei kriegt.
Weil er als Uhrenbesitzer fälschlich eingeschätzt wird und er möchte Schadenersatz, er möchte wissen, wie diese Frau heißt und er wird sie verklagen, weil sie ihm hier Probleme macht.
Es wird wahrscheinlich unseren Zuhörerinnen und Zuhörern genauso gehen.
Ich habe dir jetzt in dieser Darstellung
dieser sehr mehr andernentwicklung, hat er eine Uhr, hat er keiner,
hat er über sie gesprochen, hat er keiner Entführungszeugnis,
wollte er aber da steht im Kalender der Kollegin und so weiter.
Dem habe ich jetzt lange zugehört und ich ahne sozusagen,
damit wie diese Ermittlungsstränge verlaufen.
Ja. - Dieser hier verläufe jetzt ins Tod.
Spätestens in dem Moment, wo er sagt,
"Mie, die so Holzwo besetzen." - Das ist noch sehr, sehr lange ein Beschuldigter.
Also dieser Mann wird sehr, sehr lange verfolgt von der Polizei.
Ja, bis sich das dann alles auflöst.
Aber es wird jetzt alles, was er sagt, irgendwie gegen ihn verwendet.
Das finde ich auch interessant.
Also er verneint den Besitz einer solchen Holzur
in seiner Vernehmung, Prompt und Argumentativ.
Da er von dem Vernehmungsinhalt keine Kenntnisse hatte,
scheint dies zumindest auffällig.
Stell dir mal vor, das steht hier.
Aber entschuldigung, wenn es eine auffällige Holzwo geht,
also ich könnte für mein Leben, dass ich mit voller Inbrunst
und in Millisikunden sagen, ich habe nie eine solche Urbesessen.
Ja. - Ja.
Aber das ist dann auffällig.
Prompt und Argumentativ. - Das war jetzt auffällig.
Dann wird er geschildert in der Begegnung mit dieser Hundebesitzerin
als eine typische Herangehensweise eines Dorkas im Anfangsstudium.
Wir haben ja das Profil gehört.
Hat er denn nicht vorher schon Frauen angesprochen?
Ah, das ist ein adäquates Verhalten.
Die Hundebesitzerin hatte sich mir gar nicht erschossen.
Dabei wirkt er zunächst höflich, keinesfalls übergrifflich,
bleibt aber dennoch konstant auftringlich.
Er war ein bisschen auftringlich.
Es probiert es, er spricht Menschen am Bach an.
Ja, er spricht am Menschen am Bach an, er war auch ein bisschen auftringlich.
Aber es war jetzt nicht schlimm, ja, es war nicht schlimm.
Aber das wird Ihnen das als zweites zum Verhängnis.
Man sieht an dieser Verfolgung dieses Herrn Fischer,
wie das wirkt, wie dieses Profiling hier jetzt seine Wege nimmt
und wie man jetzt versucht, Menschen in dieses Profiling reinzufantasieren.
Ja.
Man greift nach jedem Fädchen.
Und es sagt auch eine Beamte in später vorgericht,
wir griffen nach jedem Strohallen.
Im Vorfeld, also bevor er vernommen wird als Zeuge,
hat er, die haben ja gesagt, hören Sie mal,
kommen Sie als Zeuge, es geht um das Treffen mit dieser Hundefrau.
Ja, da hat er aktive Vorbereitungshandlungen gemacht,
in dem er den Treffpunkt noch mal abgegangen ist
und es auf einer Karte festgehalten hat.
Das wird ihm auch zum Verhängnis.
Denn man schreibt jetzt im Hinblick darauf,
dass Herr Fischer den Vernehmungsinhalt nicht kannte,
ist dieses Verhalten als befremdlich zu bezeichnen.
Es kann in diesem Kontext nicht nachvollzogen werden,
dass Herr Fischer ebenfalls im Vorfeld zur Vernehmung
seine gesamten Tätverläufe gelöscht hat.
Seine Einlassung hierzu scheint konstruiert.
Er hat nämlich gesagt, das war alles so voll, ich hab das gelöscht.
Er ist jetzt auch verdächtig, dass er das gelöscht hat.
Er kann sich an die Begegnung mit der Frau,
mit dem Hund, sehr detailliert erinnern,
aber im Kontrast hierzu hat er keinerlei Erinnerungen
an den Zeitraum von zweiten auf dritten Oktober.
Also in der Nacht, in der die Hanna gestorben ist.
Und so bastelt man sich her, was zusammen.
Man konstruiert eine Schlingoferruftsitsur zu sehen.
Die Hundebesitzerin ist im Alter Statue aussehen
und Kleidung der Toten äußerst ähnlich.
In der Tat nach herrschte Starkregen
die Wohnadresse der Hundebesitzerin,
welche in unmittelbarer Tatort nähe liegt,
ist nicht beleuchtet und liegt damit im Dunkeln.
Es ist daher durchaus möglich, dass in der Tat nach eine Verwechslung
der beiden Frauen stattgefunden hat.
Jetzt sind wir bei einer Verwechslung.
Es ist bemerkenswert auf für Liebesverhalten des Herrn Fischer.
Sein ehemaliger Arbeitgeber sagt er sei unzuverlässig
und habe schrulliges Verhalten an den Tag gelegt.
Außerdem soll er sich distanzlos gegenüber Damen verhalten haben.
Und so weiter, in der Gesamtschau kann festgeschalten werden,
dass das Zusammentreffen von Herrn Fischer
und der Hundbesitzerin zeitlich und örtlich eine extreme Nähe
zum Tötungsselect der Hanna aufweist.
Wann kommt er denn vom Haken?
Er kommt vom Haken als der echte Besitzer der Holzur sich meldet.
Und das geht so.
Am Montag 13. Februar 2023 meldet sich Kriminalpolizei Kalf Baden-Württemberg
telefonisch, dass man drei Ermittlungsvorgänge
bezüglich der Uhrenbesteller zur Bearbeitung zugesendet bekommen habe.
Beim Telefonat mit Herrn Bernhard K.
gab dieser gleich nach Mitteilung des Sachverhalts an,
dass es sich um seine Armbanduhandel, die in Aschau aufgefunden worden ist.
Daraufhin wurde mit Herrn K.
Für den 15. Februar 2023 ein Vernehmungstermin
bei der Kriminalpolizei Kalf vereinbart.
Herr K. gab hierbei zusammenfassen an,
dass er sich vom 28. September 2022 bis 29. September 2022
in Rahmen eines Firmen-Ivents auf der Sonnein Kampenwandgebiet
mit seinen Arbeitskollegen aufgehalten habe.
Man habe den Weg zur Sonnenalm und wieder zurück mit der Kampenwandbahn,
die eigens für die Firma reserviert war, zurückgelegt.
An diesem 28. September 2022
sei man um ca. 20 Uhr wieder auf dem Parkplatz der Kampenwandbahn zurückgekommen
und Herr K. ging abseits der Kollegen an den Rand des Parkplatzes
um auszutreten.
Hierbei habe Herr K. den dortigen Bach, Bearbach übersehen
und seit den Abgrund hin abgerutscht und in den Bach gefallen.
Danach habe er die Böschung wieder selbstständig hinaufklettern können
und ist durch Nest zu seinen Arbeitskollegen zurückgekehrt.
Bei dem Sturz habe Herr K. seine Armbandur verloren,
da er an einem Ast mit dem Arm hängen blieb.
Er habe noch mit ein paar Arbeitskollegen nach der Uhr gesucht,
diese jedoch nicht mehr gefunden.
Durch die Kriminalbeamten wurden die Angaben von Herrn K. überprüft.
Hierbei wurden die Angaben bestätigt,
so dass keine Hinweise festzustellen waren,
die auf eine Tatbegehung des Herrn K. hindeuten würden.
Der Herr K. hat dann später auch zugegeben, dass er angeschickert war.
Er war nicht mehr ganz nüchtern, als er da reingefallen ist.
Ich will nur sagen, in den Bearbach ist so ein Mancherein gefallen
und nicht alle haben es überlebt.
Es gibt auch Leute, die haben sich den Hals gebrochen,
als sie in den Bearbach gefallen sind.
Herr K. kam mit einer verlorenen Uhr davon.
Aber damit ist die Spur. Holzkern, Uhr, tot.
Ja, die ist tot.
Und man hat jetzt tatsächlich gar nichts mehr.
Man hat gar nichts mehr.
Doch, das heißt, man hat doch was.
Ach, was denn? Was Neues?
Man hat noch was. Man hat nämlich einen am 19. Oktober 2022
ein Presseaufruf gemacht.
Durch die Vernehmung der verschiedenen Nachtschwärmer,
die da aus dem Eiskäller gekommen sind,
hat man festgestellt, dass dort in der Nacht jemand herumgelaufen ist,
der auffällig war, weil er eine Stirnlampe drog.
Es war ein Jogger.
Ein Jogger rannte durch die Nacht, des Nieselte,
und es machte jemand Sport mitten in der Nacht um halb drei.
Und rannte mit einer Stirnlampe durch die Gegend
und viel mehreren von diesen Disco Besuchern auf.
Und dann machte man ein Presseaufruf.
Der Jogger soll sich bitte melden,
denn vielleicht hat er was gesehen.
Das war der Presseaufruf.
Und am 20. Oktober 2022, im morgens um sieben Uhr,
hebt eine Frau mit ihren 40ern oder 50ern,
also eine Mutter eines erwachsenen Sohnes,
den Hörer ihres Hellefons ab und ruft beim Hinweis telefon,
der Rosenheimer Polizei an.
Und sagt, es war mein Sohn, der in dieser Nacht gejoggt ist.
Und diesen Anruf bereut sie bis heute.
Über diesen Jogger, über diesen Anruf,
werden wir in den nächsten Folgen sprechen.
Denn das ist tatsächlich einer der verhängnisvollsten Anrufe,
über den ich bei dir gelesen habe.
Allerdings, diese Anrufe unklaubliche Konsequenzen haben,
über die wir in den nächsten vier Folgen zusammenreden werden.
Diese Folgen sind für unsere Abonnentinnen und Abonnenten zu hören.
Und wir können sagen,
dieser Fall wird viele Wendungen noch nehmen.
Abonnent kann übrigens jeder werden.
Also, das ist kein geschlossener Kreis.
Wir hören uns bald wieder und hoffentlich sind alle dabei.
Danke Sabine.
Podcast Summary
Key Points:
Hannah Wolfe, eine 23-jährige medizinische Studentin, wurde am Abend vor ihrem Tod in einem Fluss in Aschau ertrinken, nachdem sie allein auf dem Heimweg war.
Die Polizei vermutete zunächst einen Unfall, doch die Rechtsmedizin feststellte mehrere schwere Verletzungen, die auf eine gewaltsame Tat hindeuten, und sprach von einem möglichen Mord.
Eine operative Fallanalyse (O-Fahr) entwickelte ein Profil für einen möglichen Täter: männlich, jung (18–25 Jahre), unerfahren in der Gewaltanwendung, regional und mit sexueller Motivierung.
Ein zentraler Hinweis war eine auf dem Fluss gefundenene Holzkern-Uhr, die als möglicher Täterbesitz wurde und zu einer intensiven Ermittlung führte.
Der Verdacht auf einen Mann namens Herrn Fischer, der aus der Region kam und eine Begegnung mit einer Frau im Eiskeller beschrieb, wurde aufgrund spezifischer Details und Erinnerungen verstärkt.
Die Ermittlungen zeigten, dass der Verdacht auf Herrn Fischer auf falsche oder konstruierte Erinnerungen basiert, insbesondere auf einer Verwechslung mit der Opferfrau und der falschen Identifikation der Uhr.
Der echte Täter wurde nicht ermittelt; stattdessen wurde ein Mann, der bei einem Sturz in den Fluss gefallen war, als „Verdächtiger“ ausgeschlossen, da er keine Verbindung zum Mord hatte.
Der Fall bleibt ungelöst, und der Verlauf zeigt, wie profilbasierte Verdachtsmodelle Menschen in falsche Richtungen lenken können, ohne konkrete Beweise.
Summary:
Hannah Wolfe, eine 23-jährige medizinische Studentin, verstarb im Oktober 2022 im Berbach in Aschau, nachdem sie allein auf dem Heimweg in die Stadt ging. Die Polizei entdeckte zunächst eine Todesursache durch Ertrinken, doch die Rechtsmedizin fand zahlreiche schwere Verletzungen, die auf eine gewaltsame Tat hindeuten. Dies führte zu der Annahme eines Mörders.
Eine operative Fallanalyse (O-Fahr) entwickelte ein Profil für einen jungen, männlichen Täter, der aus der Region kam, unerfahren in Gewalt und sexuell motiviert war. Der Fall wurde durch eine geheime Uhr, eine Holzkern-Uhr, verfolgt, die später als möglicher Täterbesitz identifiziert wurde. Daraufhin wurde ein Mann namens Herrn Fischer verdächtigt, der aus dem Eiskeller-Begegnungsbereich stammte und eine Begegnung mit einer Frau beschrieb.
Doch die Ermittlungen zeigten, dass die Verbindung zwischen ihm und dem Vorfall falsch interpretiert wurde – etwa durch eine Verwechslung von Frau und Frau, falsche Erinnerungen und die fehlende Ähnlichkeit zwischen der Uhr und dem Besitz. Der echte Täter blieb unbekannt. Der Fall zeigt deutlich, wie profilbasierte Verdachtsmodelle, insbesondere in Mordfällen, falsche oder verdrehten Erinnerungen beeinflussen können und wie Menschen in eine falsche Verantwortung geraten können.
Keine konkreten Beweise führten zu einer Ermittlungsentscheidung. Der Fall bleibt ungelöst und dient als Beispiel für die Gefahren, die bei der Verfolgung von Verdächtigen ohne Beweise entstehen. Eine weitere Entwicklung des Falles wird in zukünftigen Folgen behandelt, insbesondere durch den Bericht eines Joggers, der in der Nacht des Todes vermutlich etwas gesehen haben könnte.
FAQs
Hannah Wolfe war eine 23-jährige Medizinstudentin aus Rumänien, die als lebendige, selbstbewusste und unternehmungslustige Person bekannt war. Sie hatte viele Freunde und hatte eine aktive Lebensweise mit Weltreisen, Sport und Freizeitaktivitäten. Ihre Todesfall hat viele Menschen erregt, weil sie ein glückliches und beliebtes Leben führte.
Hannah Wolfe ist am Abend vor ihrem Tod allein auf dem Weg nach Hause durch den Berbach gefahren. Der Fluss war durch den Regen sehr hoch, und sie ist in das Wasser gefallen. Die Rechtsmedizin hat die Todesursache als Ertrinken festgestellt, wobei sie starb, nachdem sie von hinten angeschlagen und auf den Rücken gelegt wurde.
Die Rechtsmedizin vermutet ein Mordverbrechen, da Hannah schwere Verletzungen am Rücken, Hals und Schultern aufweist, die auf eine Gewaltanwendung hinweisen. Die Verletzungen deuten auf einen Angriff von hinten hin, der ihr Leben kostete, was die Polizei als möglichen Mord betrachtet.
Eine Sonderkommission wurde gebildet, weil die Polizei von einem Mord ausging und das öffentliche Sicherheitsgefühl in Aschau beeinträchtigt war. Die Ermittlungen wurden intensiv vorangetrieben, um einen Täter zu finden, und es wurde eine große Gruppe von Ermittlern, mit Hunden und Datenanalysen, eingesetzt.
Die gefundenen Holzkern-Uhr wurde als möglicher Hinweis auf den Täter angesehen, da sie in einem sehr großen Fluss lag und noch funktionsfähig war. Die Polizei dachte, dass sie erst kürzlich hineingefallen ist, was jedoch später widerlegt wurde, da die Uhr schon lange im Wasser lag.
Herr Fischer wurde als Verdächtiger aufgrund seiner Begegnung mit einer Frau am Eiskeller und der Behauptung, eine Holzkern-Uhr zu besitzen, verfolgt. Die Ermittlungen zeigten jedoch, dass er keine solche Uhr besaß und die Begegnung nicht mit einer Tat verknüpft war, was die Verdacht als unzutreffend aufwies.
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