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Selbstständigkeit belastet die Beziehung - Unsere Erfahrungen & Tipps für Harmonie im Stress-Alltag

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Selbstständigkeit belastet die Beziehung - Unsere Erfahrungen & Tipps für Harmonie im Stress-Alltag

Selbstständigkeit und Führungsaufgaben belasten oft die Beziehung, da sie unregelmäßige Arbeitszeiten, ständige Verfügbarkeit und emotionale Belastung mit sich bringen. Die Trennung zwischen Beruf und Privatleben ist häufig schwierig, besonders bei Homeoffice-Arbeit oder engem Zusammenwirken mit Partnern, was zu Konflikten, Verletzungen und einem Gefühl von Unvereinbarkeit führt. Selbstständige erleben „Wellen“ im Unternehmen – Stressphasen, Erfolge und Unsicherheiten –, die sich auf die emotionale Balance im privaten Leben übertragen. Unklare Grenzen zwischen beruflichen und privaten Kommunikationskanälen verstärken den Stress und führen zu FOMO-Effekten. Die Doppelrolle als „Chef und Partner“ kann zu Entscheidungsverzögerungen und emotionaler Belastung führen, wobei Investoren oder Kollegen die Entscheidung beeinflussen. Dies führt oft zu Affären oder zu einem Gefühl von Druck, das sich auf die Beziehung auswirkt. Coaching hilft, emotionale Verletzungen zu lösen, Rituale und Strukturen zu etablieren, die die Beziehung stärken und den Ausgleich zwischen Beruf und Familie fördern. Es zeigt, dass eine erfolgreiche Selbstständigkeit nicht nur Freiheit, sondern auch Balance und emotionale Stabilität im Privatleben erfordert. Ohne diese Balance kann die Selbstständigkeit zu einem Gefühl von Verlust der persönlichen Freiheit führen, was die Beziehung langfristig belastet.

Transcription

5609 Words, 35366 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensidealisten. In dieser Folge geht es um das Thema Selbstständigkeit belastet die Beziehung. Unsere Erfahrungen und Tipps für Harmonie im stressigen Alltag. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. In der heutigen Welt streben viele Menschen nach beruflicher Selbstständigkeit. Es gibt da viele Möglichkeiten, viele Chancen. Aber natürlich hat jede Entscheidung auch negative Seiten, negative Konsequenzen. Und das kann zum Beispiel sein, dass es eine Belastung für die Beziehung darstellt, wenn jemand sich selbstständig macht oder schon selbstständig ist. Wir sprechen heute ganz ausführlich über dieses Thema und erzählen euch von Coaching-Fällen, denen wir in unseren Coachings begegnet sind. Und in unseren Coachings haben wir ja die unterschiedlichsten Menschen mit den unterschiedlichsten Berufen. Aber doch recht häufig auch selbstständige Führungskräfte und Unternehmer, die dann mit uns ins Coaching gehen, auch häufig zu mir. Weil das dann so thematisch gut passt. Und ich ja selber seit ich 20 bin. Was gestern ja erst war, ne? Ja. Selbstständig bin und dann verschiedene Dinge durchlaufe. Ich habe selber zweimal gegründet, einmal ein Unternehmen mit zwei Freunden gekauft. Das sind dann natürlich so Dinge, da finden sich dann andere wieder. Und man kennt dann eben die verschiedensten Herausforderungen, die eben dann die Selbstständigkeit mit sich bringt, die Personal vielleicht mit sich bringt, die schwierigere Unternehmenszeiten mit sich bringen. Auf der anderen Seite bin ich selbstständig, seitdem wir uns kennen, also vorher ja schon gewesen. Und das begleitet ja auch durch die verschiedenen Phasen. Dann die Beziehung. Wir haben ein Kind zusammen, sind verheiratet und sind so dann in der Situation, in der viele andere sich auch befinden. Und wo man dann durchaus schauen kann, was sind denn die notwendigen Dinge, worauf muss man achten, damit das Unternehmen eigentlich komplett vereinnahmt. Und es eben neben dem Job noch private Themen gibt und Dinge, die einen auf dieser Ebene verbinden und begeistern. Ja und so ist das auch. Das ist auch eines der typischen Probleme, wenn ein Paar zu uns kommt und einer von beiden hat einen sehr anspruchsvollen Job in Form von Personalverantwortung, also ist Führungskraft, ist Selbstständiger oder Unternehmer. Dann geht es immer um das Thema Zeitmanagement. Es gibt immer was zu tun, man kann jederzeit arbeiten, es gibt quasi kein echtes Ende an Aufgaben. Auf der anderen Seite auch kein wirkliches Ende darüber nachzudenken. Was könnte man noch optimieren? Was könnte man noch optimieren, verbessern? Wie kann man mehr Kundennutzen herstellen? Wie kann man im Unternehmen mehr Spaß, aber auch natürlich mehr Gewinne erzielen? Und das ist manchmal sehr schwer, sich davon noch abzugrenzen. Und es entstehen sehr flexible, aber auch teilweise unregelmäßige Arbeitszeiten. Genau, das ist häufig das Problem. Auf der einen Seite diese Flexibilität, die ja auch sehr viele Vorteile mit sich bringt, gerade so im Familienalltag, dass man sagen kann, ich kann mir meine Termine selber lesen. Oder meine Zeitslots, wo ich arbeite. Und auf der anderen Seite natürlich einfach auch diese dauerhafte Belastung im Sinne von, die Arbeitszeit ist nicht zu Ende. Und das steht dann als Konflikt vielleicht auch in der Beziehung. Dass man das Gefühl hat, wir haben unterschiedliche Zeitpläne, jeder hat einen unterschiedlichen Feierabend, sei es wirklich zeitlich gesehen, sei es aber auch im Gefühl. Und das kann dann zu Konflikten führen. Und gerade wenn dieser Stress dann zur Dauerbelastung wird, weil ja so typische Szenarien gerade für Selbstständige darin bestehen, dass man, je nachdem wie groß eben das Unternehmen ist und wie die Strukturen sind, bei Dienstleistern zum Beispiel so einen häufigen Wechsel hat, dann ist eine stressige Phase, weil man merkt, scheiße, ich habe zu wenig Kunden. Also muss man akquirieren, dann hat man Erfolge und hat Kunden akquiriert und dann merkt man, oh Mist, jetzt muss ich das abarbeiten und hat vielleicht auch Deadlines versprochen. Und muss dann das wiederum leisten, wenn das dann geschafft ist, dann muss man wieder akquirieren und dann hat man solche Wellen. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch die Welle, wenn man jetzt gerade ein größeres Unternehmen vielleicht hat, dass man wiederum eine Phase hat, in der schlechter läuft und in der muss man dann Vollgas geben, sich mehr einbringen, hat entsprechend Stress und Sorgen. Und wenn es dann besser läuft, dann ist es ja selten so, dass Selbstständige an dem Punkt zufrieden sind und sagen, hey, schön, wir haben eine Phase. Wo es gut läuft, ich ruhe mich aus, ich habe jetzt eine stressige Phase hinter mir, in der ich gekämpft habe, jetzt komme ich mal zur Ruhe, regeneriere mich, sondern dann ist das wahrscheinlich wie bei einem Surfer, dann sagt man, die Welle muss ich mitnehmen, jetzt geht es hoch, jetzt muss ich schauen, dass ich Puffer aufbaue, mehr Erfolge, dann fährt man vielleicht seinen Lebensstandard hoch und zack, ist man auch da im Stress, obwohl es eigentlich gut läuft und es könnte ja besser laufen. Und das sind dann Dinge, die natürlich dann so eine Grundstruktur. Stimmung ausmachen und einfach einen dauerhaften Stress verursachen können. Was mir dazu auch immer einfällt, das ist jetzt bei Selbstständigen jetzt ja nicht so, aber bei Führungskräften ist diese Vertrauensarbeitszeit, die ja auch die Flexibilität mit sich bringt und das hört sich auch immer toll an, Vertrauensarbeitszeit, aber was häufig ja auch genauso den Effekt hat bei Konflikten, dass jemand sagt, ich bin aber ja für das Projekt verantwortlich und kann jetzt kein Feierabend machen oder ich nehme das noch eher mit nach Hause. Und dann die Beziehung, die Familie belastet ist, weil man vielleicht das Gefühl hat als Partnerin oder als Partner, du bist mit deiner Arbeit eher verheiratet. Du hast da mehr Gefühl, mehr Zeit, mehr Investitionen innerlich und wir bekommen nur so einen kleinen Anteil nur noch ab. Was ja auch manchmal etwas ist, was dann tatsächlich der Beziehung zu einer Irritation oder manchmal zu einer Fletzung führt, weil dann ja durchaus mal der ein oder andere von der Sekretärin als Arbeitsehe fragt. Und das macht natürlich ein Gefühl, wenn man weiß, ja die verbringen wirklich mehr Zeit mit meinem Mann oder sieht ihn da häufiger und man nutzt dann das Wort Ehefrau, dann sind doch einige dadurch verletzt. Also das macht schon was. Wir haben ja schon über diese Wellen gesprochen, also es gibt ja zwischendurch Phasen vielleicht auch der finanziellen Unsicherheit, finanzielle Schwankungen und auch da ist es natürlich, wenn man erfolgreich ist, so dass man vielleicht seinen Puffer hat. Aber die meisten Selbstständigen sind ja auf einem Niveau eigentlich unterwegs, wo man davon gut leben kann, aber eben auch jetzt nicht so unfassbar viele Rücklagen bilden kann, beziehungsweise viele Selbstständige natürlich, dass was an Rücklagen möglich wäre, in ihr Unternehmen investieren, für Wachstum sorgen wollen, die Arbeitsbedingungen verbessern, mehr Kundennutzen generieren wollen und so wird immer mehr ins Unternehmen investiert. Aber es werden dann eben wenig Rücklagen. Rücklagen gebildet, sodass eben auch dann entsprechende Unsicherheiten zwischendurch entstehen können. Das ist natürlich eine Belastung für die Beziehung und auch für die Familie, dass man nicht abschalten kann und weiß, okay, ich bekomme pro Monat mein sicheres Gehalt, sondern jeder Monat fängt wieder neu an oder man weiß nicht, wie das nächste Quartal wird. Es gibt vielleicht da auch Planungsunsicherheit, was Urlaube, was Freizeit angeht, weil man halt jeden Monat sozusagen neu würfelt. Ja, man könnte sagen, es gibt, wie bei Süchten, diese Co-Abhängigkeit, gibt es bei Selbstständigkeit eigentlich auch, dass man Co-Selbstständig ist, weil ganz häufig ist es ja auch in der Konstellation so, dass der eine, der selbstständig ist, sagt, das würde ich nicht schaffen, wenn der andere mir nicht den Rücken freihalten würde. Der dritte Punkt, was mitgebracht wird häufig bei einer Selbstständigkeit, ist einfach ein hoher Stressfaktor, weil man halt in der Position ist, dass man viel Verantwortung hat und es schwierig fällt. Arbeit und Privatleben voneinander zu trennen, man ist natürlich in einer ständigen Verfügbarkeit, sei es für die Mitarbeiter, sei es auch für Kunden und das ein Stresspegel mit sich bringt, der natürlich nach Hause verlagert wird häufig. Absolut, ich erinnere mich gerade an einen Geschäftsführer, wo wir das Paar im Coaching hatten oder ich hatte es vielmehr und der war angestellter Geschäftsführer eines großen Unternehmens und hat drei Gesellschafter über sich, den er dann koordiniert. Der quasi Rechenschaft schuldig ist und dessen Ziele er erreichen soll und unter sich die ganzen Mitarbeiter und der ist höchst unzufrieden gewesen mit den Zielen und Ansichten und Dingen der Gesellschafter. Allerdings hatte er ein sehr hohes Verantwortungsgefühl fürs Unternehmen, für die Kunden und für seine Mitarbeiter, weil er dort eine ganz andere Zugehörigkeit empfunden hat als die Gesellschafter, die primär auf die Zahlen blicken. Und auf die Zahlen der Zukunft und weniger das Team und die Kunden sehen konnten. Und der ist da jahrelang in dem Zwiespalt gewesen, also immer in der Unzufriedenheit darüber, was die Gesellschafter sich vorstellen und entscheiden. Auf der anderen Seite in der Verantwortung fürs Team und die Kunden konnte sich daraus dadurch nicht lösen, weil er immer das Gefühl hatte, ich kann die nicht im Stich lassen. Er hat so das Gefühl gehabt, ich lasse die im Stich, das geht jetzt nicht. Auf der anderen Seite diese Unzufriedenheit. die ja eben immer mit nach Hause gebracht hat. Mit den Begleiterscheinungen. Weniger Urlaub, den Urlaub mal abbrechen müssen, weil das Unternehmen quasi brennt. Wenig Zeit, abgelenkt sein. All die ganzen Dinge, die damit eben einhergegangen sind. Wir waren eigentlich in der Trennungsbegleitung eher als in der Paartherapie. Und wo er danach natürlich auch reflektiert und sagt, naja, jetzt habe ich so viel Verantwortung für meine Mitarbeiter und meine Kunden übernommen und war für die immer da. Im Ergebnis habe ich aber eigentlich meine Frau, meine Kinder vernachlässigt und die sind jetzt weg. Und das war dann das Resümee am Ende. Und das ist halt die Frage, ob man das so möchte. Also ob das für einstimmig ist zu sagen, das gebe ich von meinem Privatleben dafür auf. Wir haben damit eigentlich schon die Folgen so ein bisschen vorweg gegriffen. Weil das ist eine mögliche Folge, dass die Beziehung sich auseinander entwickelt, man die Zugehörigkeit zur Familie verliert und sich dann, je nachdem wie viele Personen man ist, das dritte, vierte, fünfte Rad am Wagen fühlt und merkt, dass man zu Hause gar nicht mehr in den Alltagsgewohnheiten drin ist. Manchmal beschreiben das auch dann die, die sich zu Hause mehr um alles kümmern, ob das nun der Mann oder die Frau ist, dass man so seine festen Rituale hat und der andere dann schon ein bisschen stört, wenn er dann mit seinen Wünschen, Ansichten, und so reinkommt und dann nicht so richtig präsent ist, aber auf einmal Erziehungswünsche und Vorgaben macht, das ist dann schwierig. Und der andere sagt, ja Mist, ich fühle mich zu Hause gar nicht willkommen. Ich störe eigentlich. Ihr habt eure Abläufe, eure Routinen. Ich sitze daneben, kann nichts machen. Wenn ich was sage, dann wird das nicht anerkannt. Sowas, ne? Da erinnere ich mich auch an ein Coaching, wo die Frau erzählte mal, dass sie es eher als Belastung empfindet, wenn der Mann unplanmäßig mal früher nach Hause kommt, weil die Kinder dann immer abends sehr stark noch aufdrehen, weil es halt so besonders ist, wenn Papa früher mal da ist und sie einfach Feierabend haben möchte und die Kinder ins Bett bringt und die da so ihre Abläufe haben. Und das hat natürlich bei ihm dann auch ein ungutes Gefühl gemacht, weil er sagt, ich bin ja eigentlich bewusst früher nach Hause gekommen, weil ich würde gerne mit euch noch Zeit verbringen und ich habe das Gefühl, es ist eigentlich nur negativ. Es hat für die Frau negative Konsequenzen, weil die Kinder dann so aufgedreht sind, die nicht richtig einschlafen können. Ist denn Streit zu Hause gibt und dieses Gefühl, aber ich komme früher, was doch schön ist, ist so negativ, hat ihn natürlich sehr verletzt. Eine weitere Folge sind Kommunikationsprobleme. Durch halt unregelmäßige Arbeitszeiten und einem gewissen Stresspegel ist das halt schwierig, auch in tiefe Gespräche zu kommen. Es sind häufig nur so Tür- und Angelgespräche. Man tauscht sich schnell oberflächlich über To-dos aus oder verwaltet nochmal den Alltag kurz, aber man kommt gar nicht mehr so in Phasen der emotionalen Verbundenheit, dass man mal ganz in Ruhe Sachen bespricht, mal auf die Bedürfnisse schaut, mal auf ein vielleicht eventuell freundliches Mangelgefühl schaut bei jemandem, sondern es bleibt halt meistens als Gespräch über den Alltag hängen und das ist natürlich etwas, was häufig bei Menschen in der Zeit gesehen zu Unzufriedenheit führt. Da kommen wir auch gleich zu, wenn wir über die Coaching-Beispiele sprechen. Das erste Paar, da wird das genau passen. Da kann man dann in der Tiefe nochmal drauf eingehen. Auch das Thema vermehrte Konflikte, das würde natürlich dann bei jedem Paar zutreffen, was welches bei uns im Coaching ist, denn die wenige Zeit, die mangelnde Trennung von Arbeit und Privatleben an der Stelle, weil man dann vielleicht häufig physisch da ist, aber eben mental nicht da ist, das sind dann Dinge, die führen zu Konflikten, zu Missverständnissen. Man ist mit dem Kopf woanders, hört nicht richtig hin, sagt vielleicht ja und dann hat man irgendwas zugestimmt, weiß das, aber zwei Tage später nicht mehr. Da passieren so viele Missverständnisse an der Stelle, die eben dann zu Konflikten führen. Ich glaube, das ist früher auch vielleicht noch anders gewesen, als man noch weniger verfügbar war über das Handy. Also, dass damals es ja in Führungspositionen, Selbstständigkeiten häufig so war, dass die Menschen auch mehr außer Haus waren und auf Dienstreisen und so, aber dann war man weg und jetzt ist das ja auch so, dass man natürlich, was ja ein Vorteil ist, auch mehr so Homeoffice, zu Hause sein kann, aber auch durch das Handy oder Laptop wie auch immer immer verfügbar. Und dass man halt nicht dann das abschaltet und sagt, okay, ich beantworte jetzt keine Fragen, ich bekomme keine Nachrichten rein, sondern dass man eigentlich dauerhaft ja weiterarbeiten kann im Hintergrund. Ja, wenn das dein Unternehmen ist und je nachdem, wie groß auch das Unternehmen ist, ich würde einschätzen, dass die wenigsten Selbstständigen, also alle, die ich kenne, da haben es, glaube ich, zwei oder drei von, keine Ahnung, wie viel Selbstständigen ich kenne, haben ein separates Handy. Wo man sagt, ich habe hier ein Smartphone privat und ein Smartphone beruflich und das berufliche Smartphone, das geht dann um 17, 18, 19 Uhr aus und das andere ist noch aktiv. Natürlich kann man sich da mit einem Flugmodus oder vielleicht mit einem Fokusmodus irgendwie helfen, aber wenn man das nicht sauber getrennt hat, dann ist das eben schwierig, weil dann entsperrst du das Smartphone. Ja, die Grenzen verschwinden ja auch. Also, ich finde, früher war das ja auch eher so, dass dann auch eher eine Grenze war, dass man gesagt hat, ah, jetzt ist Abend, da rufe ich nicht mehr an, da sage ich nicht mehr Bescheid, aber jetzt ist ja ein Nachrichtschreiben. Und das ist halt, genau, die Nachricht kommt dann halt an und ploppt dann auch um 22 Uhr dann auf. Wenn das nicht sauber getrennt ist, dann schon, wenn du es getrennt hast, dann nicht, aber das wird halt selten gemacht. Dann kommt wieder so ein FOMO-Effekt, du willst ja jederzeit wissen, was im Unternehmen passiert, wenn es dein Unternehmen ist und wenn man mal reflektiert, es könnte ja jederzeit ein Notfall passieren oder jemand kann nicht effektiv weiterarbeiten und wenn man das aber mal testet und sagt, ich habe vielleicht zwei Antwortphasen am Tag, einmal morgens, einmal nachmittags oder einmal mittags und dann nehme ich mir gezielt Zeit, Nachrichten, E-Mails aus dem Team zu beantworten, dann passiert typischerweise auch nichts Schlimmes. Also normalerweise ist es ja nicht so, dass da jetzt wirklich die Hütte brennt und ansonsten kann man ja einen konkreten Kanal festlegen und sagen, pass auf, hier habt ihr meine Privathandy-Nummer und im absoluten Notfall und man definiert, was ist der Notfall, ruft ihr mich da an. Da gehe ich auf jeden Fall ran, aber nur im Notfall. Ja, und das ist natürlich etwas, was in der Folge einen Mangel an Paarzeit hervorruft, wenn man dann auch die Kombination hat, dass man gerade ein Haus gekauft, gebaut hat, eine Familie gegründet hat, dann auch noch eher das Elternpaar im Vordergrund steht und das Liebespaar dadurch auch ein bisschen zurücksteckt. Um so die Bedürfnisse der Kinder im Vordergrund zu haben für die ersten 6-12 Monate, dann wird es natürlich besonders herausfordernd und dieser Stress überträgt sich eben dann auf die Beziehung. Genau, meistens ist es ja auch so, wenn jemand Tee mit nach Hause bringt, dass er den anderen da auch gerne mit ansteckt. Also, dass dann schnell so eine gemeinschaftliche schlechte Stimmung auch entstehen kann, weil man halt auch irgendwann vielleicht die Kraft nicht mehr hat, den anderen hochzureißen und sagt, okay, komm, lass mal abschalten, jetzt Wochenende, sondern, dass man irgendwann vielleicht auch so einen Triggerpunkt durch Verletzungen entwickelt und dann auch schnell in eine schlechte Laune reinrutscht. Naja, oder das Abschalten eben nicht mehr geht. Oder dieser Wunsch, schalte mal ab, dann vielleicht schon mit so einer Brille belegt ist und man sagt, ich kann nicht einfach so abschalten, du hast gut reden, ich bin ja dafür verantwortlich, dass alles funktioniert und das ganze Geld hier reinkommt, da kannst du natürlich einfach so sagen, schalte ab. Das sind so dann die typischen Dynamiken, die sich entwickeln. Wenn dieses Thema eure Beziehung betrifft, weil einer von euch beiden ist selbstständig, hat ein Unternehmen oder ist Führungskraft mit Personalverantwortung, das kann aber auch andere Berufsgruppen betreffen. Wir haben auch sehr häufig bei uns Oberärzte, Chefärzte, Vertriebler, also sehr viele andere Berufe, die das betrifft. Lehrer haben wir auch häufig, Piloten, fällt dir noch was ein? Das sind so die, die mir gerade so in den Sinn kommen, aber es betrifft ganz, ganz viele andere Berufsgruppen, in denen man viel Verantwortung trägt und ihr merkt, das Thema betrifft euch. Der Beruf, der vereinnahmt euch zu sehr, die Beziehung leidet darunter, dann meldet euch gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch. Wir haben eine sehr fundierte Methodik, einen roten Faden im Coaching, genau das, was eben Menschen, die aus diesen Gruppen kommen, sehr gut tut. Wir begleiten euch in unseren größeren Paketen mit einem WhatsApp-Support. Ihr könnt euch bei uns melden mit Text- oder Sprachnachrichten. Wir antworten euch zwischen den Terminen, sodass wir sicherstellen, dass ihr eure Ziele, die ihr euch setzt, wirklich erreichen könnt und nicht zwischen den Terminen wieder neue Verletzungen, neue Probleme entstehen, sodass ihr bei uns gerade auch durch die zweistündigen, intensiven Termine die maximale Betreuung habt, die ihr euch vorstellen könnt. Kommen wir jetzt einmal zu den Coaching-Einblicken und wir haben da wieder zwei Paare rausgesucht, die bei dir im Coaching waren. Vorab natürlich nochmal die Info, dass alle Paare, die wir hier vorstellen, Paare sind, die anonymisiert ausgesucht worden sind. Also die werden sich jetzt nicht wiedererkennen auch. Wir haben einiges geändert. Es geht sozusagen als Beispiel darum, was mal passiert ist. und heute mache ich mal die Beispiele, sonst haben wir es Genau. Auch mal schön. Also stell doch mal das erste Paar vor. Was ist passiert? Wer war da im Coaching? Also wir haben hier jemanden, der war lange, lange Zeit angestellter Geschäftsführer, der dann die Unternehmensnachfolge angetreten ist und das Unternehmen gekauft hat. Das Unternehmen ist sehr profitabel. Sie haben sehr viel Geld, aber auch gleichzeitig ein hohes Arbeitspensum. Und wenn man so ein Unternehmen kauft, dann möchte man ja auch häufig seine eigenen Vorstellungen einbringen, möchte Dinge nochmal verbessern, verändern, sodass er viele Projekte und Investitionen tätigt, welche dann eben über Monate auch nochmal eine besondere Aufmerksamkeit gegenüber auch dem Tagesgeschäft bedeuten und das belastet die Beziehung. Wir haben immer so die Ansicht, dass man sechs Wochen so eine Sonderbelastung gut eingehen kann, im Ausnahmefall. Vielleicht auch mal drei Monate. Aber wenn das darüber hinaus geht und so aus diesem Sprint ein Marathon im Sprint wird, dann wird es nachher schwierig und belastend. Manchmal geht es vielleicht nicht anders, aber zu selten nimmt man sich danach eine Auszeit. Ich finde immer ganz schön diesen Vergleich von Stefan Merath, der Unternehmercoach, wo es eben darum geht, dass er sagt, ein Unternehmer ist häufig wie ein Leistungssportler zu sehen, der eben sich im Wettkampf befindet, aber auch dann eben nach dem Wettkampf sich ausruht und intensive Ruhephasen hat, sich vielleicht ein Physio hat und all das, was ihm gut tut, damit er dann wieder ins Training gehen kann, um dann wieder eine Höchstleistung zu erbringen. Und das vergessen selbstständige Unternehmer ganz gerne mal, wie auch hier, dass er letztendlich die ganze Zeit Höchstleistungen versucht zu erbringen, aber eben die Erholung, der Ausgleich und teilweise dann eben auch das Training fehlt. Was hier schnell klar wurde, ist, dass er eben deutliche Strukturen und Rituale benötigt, damit er das in seinen Berufsalltag alles untergebracht bekommt und eben auch für sein Privatleben. Dennoch gibt es teilweise Freiheit bei der Einteilung seiner Termine. Er muss die Dinge halt schaffen, aber kann selber bestimmen, wann er sie erledigt. Und diese Flexibilität hat sie eben nicht, dadurch, dass sie an Schulzeiten gebunden ist, ihre Arbeitszeit nicht so frei einteilen kann und natürlich am Nachmittag die Kinder dann auch da hat, was ein Problem macht beim Thema Ausgleich von Geben und Nehmen. Zusätzlich wurden unstimmige Kompromisse im Laufe der Beziehung geschlossen. Das Grundsetup sozusagen, so ist das aufgebaut. Das sind die Probleme, die da sind. Die Konfliktspirale ist natürlich entsprechend da gewesen. Es gibt viele Konflikte, Themen, die ungeklärt sind, viele Themenbereiche, über die beide noch nicht so richtig in der Tiefe gesprochen haben. Also die Problematik war jetzt im Ausgleich von Geben und Nehmen oder was war deren Hauptproblematik, warum sie sich gemeldet haben? Die Konfliktspirale. Ja. Dass sie sagen, da gibt es viele Probleme. Die Streit, viele Konflikte und Ursachen sind unter anderem Ausgleich von Geben und Nehmen, Flexibilität bei ihm, weniger bei ihr, Bedürfnisse aussprechen können, Bedürfnisse sehen, anerkennen können und diverse ungeklärte Themenbereiche, Erziehung, Werte, wie geht man damit um und so weiter. Das waren so die Kernthemen. Und? Wie sind wir hier vorgegangen? Also wir haben natürlich erstmal das Fundament wieder aufgearbeitet, geschaut, wann sind welche Dinge entstanden, haben die emotionalen Verletzungen dahinter gelöst und haben im Laufe dieses Lösens dann gesehen, was muss getan, gelernt, verändert werden, damit das für beide stimmig verläuft. Und da haben wir recht typische Dinge erstmal eingebracht, wie einen Reflektionsspaziergang die Woche, dass man überhaupt mal die Woche gemeinsam reflektiert, schaut, wie man sich fühlt. Dass sie vor allen Dingen ein Signaltagebuch führt und schaut, welche Unstimmigkeiten entstehen am Tag, welche Dinge sollten wir nochmal besprechen, weil das eben auch was ist, was regelmäßig passiert, dass man im Alltagsstress schon wieder vergisst, welche Themen waren eigentlich diese Woche da und die dann verdrängt, aber auch welche Wünsche, Bedürfnisse sind da. Und wir haben eben gesehen, dass die beiden sehr gut darin sind, sich einzeln zu strukturieren. Also sie kriegt ihren Tag gut strukturiert, er kriegt sein Berufsleben sehr gut strukturiert, aber sie strukturieren ihr Familienleben nicht so recht, beziehungsweise sorgen da nicht für Veränderungen. Also wenn sie etwas mal beschlossen haben und so läuft das, dann läuft das eben so, auch wenn es gar nicht mehr gut ist und das wird nicht mehr hinterfragt, so wie man eben im Unternehmen agiert und sich Prozesse anschaut, so ist es eben auch gut, wenn man Gewohnheiten und Rituale in der Beziehung, in der Familie hat, dass man die auch mal hinterfragt und schaut, wie könnte man das machen. Wie kann man es denn verändern? Also wenn man merkt, im Unternehmen, da habe ich immer wieder bei dem Prozess Schwierigkeiten und die Kunden beschweren sich dauernd und ich gerate da mit Kunden in Konflikte oder mit dem Team, dann setze ich mich hin, suche die Ursache und löse das. Und das kann man im Prinzip dann auf die Beziehung, auf das Familienleben übertragen, wenn ich merke, dass es jeden Samstag und Sonntag beim Frühstück Konflikte gibt, Streit gibt, das nie so läuft, wie man sich das vorstellt. Und immer merkt, Mensch, jetzt ist das Frühstück vorbei und uns geht es irgendwie gerade allen schlecht, dann ist das der Zeitpunkt, wo man gemeinsam sich hinsetzt und sagt, woran liegt denn das? Warum läuft das Frühstück, wie es läuft? Was können wir tun, lernen, verändern, damit das Frühstück für uns alle anders, stimmiger, harmonischer verläuft und es uns danach gut geht? Und das haben wir gemacht mit vielen Themen, die sie halt hatten, mit vielen Dingen, wo sie sagten, das ist eine typische Situation. In der wir einen Konflikt haben, da habe ich andere Erwartungen und das haben wir uns gemeinsam angeschaut, haben neue Rituale ausprobiert, geguckt, wie kann man Dinge verändern und dann merkt man vielleicht, dass die Erwartungen der Eltern eben anders sind als die Erwartungen der Kinder, wie so ein Frühstück ablaufen soll und dass vielleicht zum Beispiel manchmal sowas hilft, wie vor dem Frühstück nochmal die Jungs auspowern, wenn du zwei, drei Jungs hast, sowas zum Beispiel und dass da Dinge gebraucht werden, damit sich die Jungs auspowern können. Oder auch, dass man die Kinder fragt, Mensch, was braucht ihr denn, damit so ein Samstags-, Sonntagsfrühstück für euch schön verläuft und dann merkt man vielleicht, dass die eben andere Wünsche und Bedürfnisse haben und damit muss man eben arbeiten. Also teilweise sind es Dinge, wenn ein Unternehmer erfolgreich ist und im Unternehmen finanzielle Erfolge und Wachstum erzielen kann und das auch so verläuft, dass er Prozesse, Strukturen dort schaffen kann. Dann muss man manchmal das einfach nur aufs Familienleben übertragen und auch da schauen, wie können wir Gewohnheiten und Rituale, die uns nicht gut tun, verändern. Was müssen wir tun lernen, verändern, wo ist die Ursache, was können wir ausprobieren. Okay, ein spannender Fall. Jetzt hast du noch einen zweiten Fall mitgebracht. Fang doch mal an zu erzählen, wie ist das Paar zu dir gekommen, also was haben sie erzählt? Was ist die Problematik? Ja, auch ein recht typischer Fall, der häufiger vorkommt. Ein Startup-Gründer mit einem stark wachsenden Unternehmen hat Investoren mit drin, die entsprechende Ansprüche natürlich stellen, also Erwartungen haben an den Gründer. Die Partnerin arbeitet angestellt im Unternehmen, hat eine wichtige Position und was die Beziehung belastet ist, diese Doppelrolle. Chef und Partner. Chef und Partner zu sein, weil eben auch noch eine Instanz da ist, wie Geschäftspartner und Investoren und er eben nicht alles alleine entscheiden kann, sondern eben wieder anderen Personen wie seinen Partnern und den Investoren auch an der Stelle Rechenschaft schuldig ist. Also manchmal vielleicht partnerschaftlich eine andere Entscheidung treffen würde, als er eben aus dieser Chefrolle tun muss. Er hat hohen Druck durch Konkurrenz. Durch Konkurrenz, durch Investoren überträgt das auf die Beziehung und auch hier ist natürlich die Trennung von Arbeit und Privatleben schwer, weil sie auch häufig dann eben im Homeoffice zusammenarbeiten und auch dort keine weitere Führungsebene zwischen mehr ist, also die arbeiten dann wirklich auch konkret zusammen. Also direkte Arbeitskollegen eigentlich dann auch. Ja, er ist natürlich ihr Vorgesetzter, aber es gibt keinen mehr dazwischen, das heißt sie berichtet ihm und er ist eben für ihre Leistung dann wiederum gegenüber Geschäftspartnern. Und dem Investoren auch verantwortlich. Sie sind viel reisend und was dann passiert ist, ist, dass eben eine Affäre begonnen wurde, weil. Von seiner Seite aus. Von seiner Seite aus und der Hintergrund ist hier an der Stelle, dass dieses. Das Vermischen zwischen Arbeit, also Unternehmen und Privatleben dazu führte, dass diese Belastung, die da spürbar ist, dieser Druck, der spürbar ist im Unternehmen, sich auf die Beziehung übertragen hat und das innerlich sich so vermischt und dadurch auch so ein Gefühl von Druck und Belastung sich innerhalb der Beziehung entwickelt hat. Obwohl das eigentlich gar nicht zur Beziehung gehört, sondern zum Unternehmen. Und wiederum dann bei einer anderen Frau das Gefühl der Leichtigkeit da war. Freiheit. Da gibt es diese ganzen Themen alle nicht. Diese gefühlte Belastung. Und sich da dann eine Affäre entwickelt hat. Trennung ist schwierig. Durch ihre wichtige Position ist tatsächlich da auch noch so ein Zwiespalt da, dass er sagt, da haben wir gerade ein Millionenprojekt am Start und sie verantwortet das. Und? Ich kann sie eigentlich nicht entlasten. Das hat tragische Auswirkungen auf das Unternehmen. Das geht gerade nicht. Das ist natürlich auch schwierig. Und du möchtest mich jetzt vielleicht fragen, wie bist du vorgegangen? Ja, natürlich möchte ich dich das fragen. Ja, wie bist du vorgegangen? Ich war gerade innerlich so ein bisschen, da habe ich für mich überlegt, habe gedacht, das ist natürlich auch wirklich schwierig, wenn man beruflich so eng zusammenarbeitet und in so einer Abhängigkeitssituation eigentlich ist. Also es ist ja ein Abhängigkeitsverhältnis. Beruflich von der Leistung her. Und das ist natürlich schwierig, ne? Ja, wir haben im Einzelcoaching erstmal mit ihm geschaut, wie ist denn seine Entscheidung eigentlich? Was will er überhaupt? Und sind dann zu den Ursachen gekommen. Was sind so die Ursachen, warum das in der Beziehung für ihn nicht erfüllend gelaufen ist? Und er offen wurde für die Affäre. Mhm. Und geschaut, wie wäre das für ihn, wenn all diese Punkte innerhalb der Beziehung erfüllt wären. Und dann wird er sich definitiv für die Beziehung entscheiden. Das hat er auch gemacht. Okay. Er hat sich dann für die Beziehung entschieden. Die Affäre hat er beendet. Und ist dann ins Paarcoaching gegangen. Und da haben wir dann die entsprechenden Ursachen uns angesehen. Wieder am Zeitstrahl, weil die entstehen ja Step by Step auch die Ursachen. Bauen teilweise aufeinander auf. Haben dafür Lösungen entwickelt. Also erstmal natürlich Verletzungen gelöst. Da sind ja emotionale Verletzungen auch entstanden. Haben dafür Lösungen danach entwickelt. Und haben die beiden dann Schritt für Schritt, Punkt für Punkt abarbeiten lassen. Sodass die Ursachen sich verändern und sich damit das Gefühl verändert. Und das ist ja das, was wir immer Fundament stabilisieren nennen. Dass das Fundament zwischen beiden wieder stabil ist. Und dann haben wir auf den Ebenen, die auf das Fundament zu aufbauen noch gearbeitet. Okay. Und entsprechend geschaut, wie können die beiden Arbeit, Privatleben vielleicht ein bisschen besser trennen. Wie können wir dafür sorgen, dass diese gefühlte Belastung aus dem Unternehmen sich nicht auf das Gefühl der Beziehung überträgt. Was bei mir gerade so als Impuls hochkam, war ja auch der Punkt, dass es ja auch wichtig ist, dass die Partnerin von ihm jetzt nicht denkt, dass er nur zurückgekommen ist, damit das wegen ihrer Position noch so klappt. Dass ihm das sozusagen als negative Konsequenz erst nach der Affäre so aufgefallen ist. Sondern, dass da auch wirkliches Interesse besteht. Wie war so dein Eindruck? War das auch ein Thema, was so bei ihr aufploppte? Ne, das war kein Thema, was aufploppte, weil er die Affäre ja auch beendet hat. Und sie dann sagt, okay, er hätte jetzt ja die Wahl vorher schon gehabt. Und er hat auch ganz klar gesagt, dass das natürlich eine Trennung schon schwierig macht. Aber er auch klar gesagt hat, er schätzt sie so ein, dass wenn er sich trennen würde, sie trotzdem dieses Projekt zu Ende führen würde. Die Professionalität hat er ihr auf jeden Fall zugetraut und gesagt, das wird sie so machen. Und das wird sie auch emotional wahrscheinlich durchhalten. Man müsste wahrscheinlich intern ein wenig umbauen, dass die beiden vielleicht nicht mehr so eng zusammenarbeiten, sondern dass sie vielleicht eher in den Verantwortungsbereich eines Partnern, was dann von ihm hineinrutscht. Sowas vielleicht. Aber das haben wir aber auch tatsächlich, weil das ja ein wichtiger Aspekt ist, im Einzelcoaching vorher schon beleuchtet und geschaut. Weil es macht ja auch für ihn keinen Sinn, weiter ins Coaching zu gehen und an der Beziehung zu arbeiten, wenn er eigentlich sicher weiß, er macht das jetzt nur noch, um dieses Projekt am Laufen zu halten. Das macht dann keinen Sinn. Zwei spannende, aber auch unterschiedliche Fälle natürlich. Die aber beide zeigen. Welche Belastungen Selbstständigkeiten mit sich bringen können, auch in vielfältiger Art und Weise. Und dass es bestimmt auch nochmal unterschiedlich ist, ob da eine Familie hinter steht oder ob das eine Partnerschaft ist ohne Kinder. Das bringt einfach nochmal andere Voraussetzungen mit sich, andere Belastungen vielleicht. Aber das sind ja auch nur zwei Beispiele exemplarisch gewesen. Man könnte die Liste wahrscheinlich noch deutlich länger führen. Ja, es gibt natürlich sehr viele Beispiele. Die wir auch bei uns in den Coachings haben, wo wir das eben mit den Paaren zusammen erarbeitet haben, dass dort diese Lebensbereiche Familie und Beruf mehr in Einklang kommen, mehr Ausgewogenheit haben. Häufig kommt es natürlich auch noch dazu, dass man sich nochmal die anderen Lebensbereiche auch anguckt. Wie ist das denn mit Gesundheit, mit Sport, mit Ernährung, wo wir jetzt natürlich nicht intensiv reinschauen, aber eben schon gucken, dass man dort mehr Ausgewogenheit hat. Ja. Denn am Ende macht es ja auch wenig Sinn, in die Selbstständigkeit zu gehen, um das Gefühl zu haben, ich habe dadurch am Ende mehr Freiheit. Und dann merkt, naja, das vereinnahmt mich so sehr, dass ich zwar eine theoretische Freiheit habe, aber gar keine praktische. Ja. Und dann macht diese Selbstständigkeit vielleicht auch nicht so richtig Sinn, beziehungsweise die negativen Konsequenzen fangen an zu überwiegen. Ja. Und das ist wichtig zu lösen im Coaching, zu gucken, dass das mehr in Einklang kommt, dass man sich von Dingen… Ja, das ist wichtig zu lösen im Coaching. Das ist wichtig für uns, für das telefonische Erstgespräch. Vielen Dank fürs Zuhören, bewertet uns gerne und wir hören uns dann in der nächsten Folge. Bis bald. Bis dann.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Selbstständigkeit und Führungsaufgaben belasten die Beziehung durch unregelmäßige Arbeitszeiten und dauerhafte Stresszustände.
  2. Der Mangel an Trennung zwischen Beruf und Privatleben führt zu Konflikten, emotionalen Verletzungen und einem Gefühl von Unvereinbarkeit in der Familie.
  3. Flexible Arbeitszeiten und Vertrauensarbeitszeiten können Vorteile bieten, aber verursachen oft auch eine dauerhafte Verfügbarkeit und Stress, die sich auf die Beziehung auswirken.
  4. Selbstständige und Führungskräfte erleben typische „Wellen“ im Unternehmen – Phasen von Stress, Erfolg und Unsicherheit –, die sich auf die emotionale Stabilität im Privatleben übertragen.
  5. Unklare Grenzen zwischen beruflichen und privaten Kommunikationskanälen führen zu FOMO-Effekten und einer ständig anhaltenden Belastung.
  6. Die Beziehung kann durch die Doppelrolle von „Chef und Partner“ geschwächt werden, wenn Entscheidungen aus beruflichen oder investorenbezogenen Gründen getroffen werden.
  7. Konflikte entstehen oft im Unbewussten durch Verdrängung von Bedürfnissen und fehlende Rituale, die eine gegenseitige Zugehörigkeit und Verbindung stärken.
  8. Coaching hilft, das Fundament der Beziehung zu stabilisieren und Strukturen einzuführen, die Ausgewogenheit zwischen Beruf und Familie fördern.

Summary:

Selbstständigkeit und Führungsaufgaben belasten oft die Beziehung, da sie unregelmäßige Arbeitszeiten, ständige Verfügbarkeit und emotionale Belastung mit sich bringen. Die Trennung zwischen Beruf und Privatleben ist häufig schwierig, besonders bei Homeoffice-Arbeit oder engem Zusammenwirken mit Partnern, was zu Konflikten, Verletzungen und einem Gefühl von Unvereinbarkeit führt. Selbstständige erleben „Wellen“ im Unternehmen – Stressphasen, Erfolge und Unsicherheiten –, die sich auf die emotionale Balance im privaten Leben übertragen.

Unklare Grenzen zwischen beruflichen und privaten Kommunikationskanälen verstärken den Stress und führen zu FOMO-Effekten. Die Doppelrolle als „Chef und Partner“ kann zu Entscheidungsverzögerungen und emotionaler Belastung führen, wobei Investoren oder Kollegen die Entscheidung beeinflussen. Dies führt oft zu Affären oder zu einem Gefühl von Druck, das sich auf die Beziehung auswirkt.

Coaching hilft, emotionale Verletzungen zu lösen, Rituale und Strukturen zu etablieren, die die Beziehung stärken und den Ausgleich zwischen Beruf und Familie fördern. Es zeigt, dass eine erfolgreiche Selbstständigkeit nicht nur Freiheit, sondern auch Balance und emotionale Stabilität im Privatleben erfordert. Ohne diese Balance kann die Selbstständigkeit zu einem Gefühl von Verlust der persönlichen Freiheit führen, was die Beziehung langfristig belastet.

FAQs

Die Selbstständigkeit kann zu unregelmäßigen Arbeitszeiten, ständigem Stress und mangelnder Zeit für das Privatleben führen, was zu Konflikten und einem Gefühl der Abwesenheit im Partnerverhältnis führt.

Konflikte entstehen, weil die Arbeitszeiten flexibel, aber unendlich sind, und die Partnerin oder der Partner das Gefühl hat, dass der andere mehr Zeit mit der Arbeit verbringt und weniger mit dem privaten Leben.

Der ständige Stress führt zu mangelnder emotionaler Verfügbarkeit, zu Verletzungen, zur Verdrängung von gemeinsamen Gesprächen und zu einem Gefühl der Absonderung im Alltag.

Flexibilität kann Vorteile bieten, wie beispielsweise die Möglichkeit, eigene Termine zu planen, aber auch zu Belastungen führen, wenn die Arbeitszeit ohne Ende ist und das Gefühl von Unregelmäßigkeit entsteht.

Durch die Einführung von klaren Arbeitszeiten, z. B. durch ein separates Arbeits- und Privat-Handy, sowie durch gemeinsame Reflexionen und Rituale, die das gegenseitige Verständnis stärken.

Weil der Partner das Gefühl hat, dass der andere mit seiner Arbeit mehr Zeit und Aufmerksamkeit verbringt und nicht mehr auf die familiären oder persönlichen Bedürfnisse achtet.

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