Selbstregulation – Wie kann ich mich selbst beruhigen? (mit Dami Charf)
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Die Podcast-Episode behandelt das Thema Selbstregulation und deren häufige Störungen. Viele Menschen können nicht wirklich entspannen, verwechseln betäubende Ablenkung (wie Social Media) mit Erholung und leiden unter latenter Unruhe, emotionaler Überflutung oder Erstarrung. Als Hauptgründe werden die allgegenwärtige Verfügbarkeit digitaler Suchtmittel und nicht erlernte Regulationsfähigkeiten aufgrund von Entwicklungstraumata identifiziert. Echte Entspannung wird als ein Zustand körperlicher Ruhe bei gleichzeitiger geistiger Präsenz definiert. Die Expertin betont, dass Verbesserung möglich ist, jedoch nicht durch das Streben nach einem perfekten Optimierungsziel, sondern durch eine neugierige Reise ins eigene Leben und Fühlen. Entscheidend ist, alle Gefühle zuzulassen, den Körper wahrzunehmen und sich unterstützende zwischenmenschliche Beziehungen zu suchen, anstatt auf eine alleinige "Heilung" oder eine einzige rettende Person zu hoffen.
Transcription
7684 Words, 45613 Characters
Hallo und herzlich willkommen zu so bin ich eben eurem Psychologie-Podcast für alle normal gestörten mit der Bestseller-Autorinnen und Psychologischen Psychotherapeute in Stefanie Stahl und im Psychologen Lukas Klachens G. Und heute haben wir da mich scharf bei uns, sie ist Traumattherapeute und auch Bestseller-Autorinnen. Auch alte Wunden können heilen, das ist ein Buch, was ich euch sehr empfehlen kann und wir wollen heute über Selbstregulation reden. Manchen Menschen gelingt das ja weniger gut, wir gucken uns die Gründe dahinter an, was auch für ein Gefühl da ist, wenn man sich selber nicht regulieren kann, wie man da durchs Leben geht, woran man das merkt. Und Dami, ich freue mich, dass du da bist. Da vielen Dank noch mal für die Einladung von euch beiden, nochmal dabei sein zu dürfen. Klaro. Dami, beim letzten Mal haben wir über Entwicklungstraumatther gesprochen. Heute wollen wir eben über Selbstregulation sprechen. Und das ist ja was, was ganz eng zusammenhängen kann. Woran merkt ein Mensch vielleicht erst mal, dass er Schwierigkeiten hat, sich selbst zu regulieren im Alltag? Ja, ich würde sagen, am meisten merke ich, dass ich eigentlich mich nicht wirklich entspannend kann. Also ich kann eigentlich nicht auf der Couch sitzen und es genießen, sondern wahrscheinlich habe ich innerhalb von Sekunden das Gefühl, ich muss die Wäsche aufhängen oder es muss noch aufgeräumt werden. Es ist noch irgendetwas. Ich werde total unruhig oder ich kollabiere einfach einen Schlaf ein. Also viele Menschen wissen eigentlich nicht mehr wirklich was Entspannung ist. Es ist inzwischen leider sehr verbreitet, sondern verwechseln, dieses Gefühl auf der Couch zu kollabieren und dabei Instagram oder Netflix zu gucken mit Entspannung. Das andere ist, dass man das Gefühl vielleicht hat, ständig wie so einen Summen im Körper zu haben. Also, wie das wirklich so eine Latente unruhe zu spüren, wenn ich mal überhaupt in den Körper spüre. Das andere ist, dass mich auch kleine Dinge, wo möglich übermäßig stressen und dass auch ich nicht wirklich glücklich sein kann. Also ich auch größere Gefühle nicht richtig gut zulassen kann, dass ich abends weiter denke und überhaupt sowieso, dass ich sehr sehr viel denke und oftmals dann auch abends nicht zum Schlafen komme. Das sind alles so jetzt sehr deutliche Zeichen, dass man sich eigentlich nicht so gut regulieren kann, auch das Emotionen entweder überschießen, dass ich, wenn mich was Ärger keine Pause machen kann zwischen Reiz und Reaktionen, sondern ich kenne als raus so und dass ich vielleicht auf andere Latente aggressiv wirke oder auch runtergedimmt, das kann beide in Beidrichtungen gehen. Also ja, mange an Selbstregulationen, wir verbinden das ja oft erst mal auch mit stressigeren Zuständen, als mit hohen Zuständen, aber eine Depression ist genauso ein Mangel an Selbstregulation wie Ängste oder Wut und das sind alles Geschichten, die darauf hindeuten, dass immer eine Selbstregulationsfähigkeit nicht so gut ausgebildet ist. Gami, du hast eben von wahrer in Spannung redet und meintest, wenn jetzt abends auf der Couch sitzt und es kommt mal gemütlich durch Instagram oder spielt was, was ich in Videospiel oder whatever. Also irgendwie oder ja Google einfach ein bisschen rum, das ist keine Entspannung. Also für unseren Kopf auf jeden Fall nicht und für unseren Körper auch nicht. Also, weil es ja ein sehr hoher Reiz den ist, den ich bekomme. Ich bekomme bei jedem neuen Feed-Krieg in Dopamin Kick. Das heißt, mein Körper kommt überhaupt nicht zur Ruhe. Das, was Menschen meistens als Entspannend erleben, ist, dass der Kopf still ist. Das ist sozusagen die Verwechslung. Also, wie Marshal Rotwunberg sagt, zu put the wolves is sleep. Also, man hört die ganzen inneren Stimmen nicht mehr und man ist einfach abgelenkt von sich selbst, aber das ist eben nicht zu verwechseln, mit auch eine Entspannung, die im Körper zu fühlen, ist, wo ich zur Ruhe komme, aber noch Spannung habe. Also, Entspannung heißt nicht, ich bin wie prei auf meiner Couch und komme auch nicht mehr hoch, sondern es ist, ich bin eigentlich noch präsent und da und kann mich spüren und kann auch vielleicht für andere noch präsentern. Ich kann noch entspannt mit anderen zusammen vielleicht sein, aber mein Körper kommt zur Ruhe dabei. Und was wäre dann eine gute Entspannung? Also, wie könnte man es jetzt richtig machen, wenn man auf der Couch liegt? Ich füchte es gibt ja nicht so viel richtig zu machen, sondern Menschen machen halt das, was für sie auszuhalten ist. Und das ist der springende Punkt. Also, ich würde so Worte, wie falsch und richtig da gerne rauslassen, weil wir handeln im erster Linie ja so, dass wir damit sein können, alle Machen haben ein Sinn. Und das heißt, ich brauche eigentlich den Mut, mir selbst zu begegnen. Das heißt, wenn es einfach mal still ist und ich sitze auf der Couch und gucke ein Himmel und gucke einfach mal fünf Minuten nichts. Also, ich mache keinen Input so und dann zu schauen, was passiert dann eigentlich? Wie fühle ich mich dann? Oder schlafe ich dann eben ein? Also da manche Leute schlafen dann ad hoc ein, weil es das Thema komplett abschaltet quasi und die gar nicht bei sich bleiben können. Und dann weiß man, okay, das ist eine Fähigkeit, die ich offensichtlich nicht gut ausgebildet habe, oder ich mal so. Und das erlebt man ja auch ganz häufig. Ich glaube, das ist total modern geworden in unserer Gesellschaft, dass es keine oder nur noch sehr wenig ablenkungsfreie Zeit gibt, wo man einfach nur Zeit mit sich selber verbringt, Zeit in einer Natur verbringt. Und sonst eigentlich immer in irgendwelchen Betäubungsmechanismen ist. Alkohol, Social Media, auch Medien konsumieren, ist ja am Ende ein Betäubungsmechanismus, exzessives Shopping, Dating, auch Sport treiben kann, Betäubungsmechanismus sein. Oder streite reinführen, ständig bis zur totalen Aschöpfung bis das System, wie du so schön gesagt hast, kollabiert. Und man in den Zustand gerät, wo es dann wieder aushaltbar ist, nämlich der Schnaff. Und jetzt ist die Frage, warum machen das Menschen, oder das ist ja nicht immer eine bewusste Entscheidung. Ich sage ja nicht euer, das Gefühl jetzt gerade, wenn ich nichts mache, ist so unangenehm, jetzt graf ich mal mein Handy, sondern es sind ja so blitzschnelle Mechanismen. Was können die Ursachen dafür sein? Also das eine ist wirklich ganz offensichtlich, dass es eine Veränderung gibt, seit 2011, seit es einfach Handys Smartphones gibt. Also das sind einfach Suchtmittel. Also wenn es Alkohol wäre wäre es oder eine Droge wäre es inzwischen verboten. Also weil es einfach massivste Auswirkungen hat, vor allem auch auf Kinderhörner, aber auch auf Erwachsene. Langeweile ist sehr unpopulär geworden. Also früher hat man gesagt, Kreativität entspringt aus langen Weile. Deswegen ist wahrscheinlich die Welt inzwischen relativ unkreativ geworden. Also wir brauchen einfach diese Zeit, wo wir denken, jetzt weiß ich eigentlich gar nichts und ich habe keine Ahnung. Und daraus wachsen ja einfach auch echte Impulse, was ich weiter machen möchte. Und das heißt, dass die eine Schiene ist schlicht und einfach, dass wir inzwischen sozusagen auf Alltagsdroge sind. Da würde ich das sagen, wir sind einfach in einer absolut droge regierten Gesellschaft von Zucker über Handys, über Betäubungsmittel, was du gesagt hast. Das muss ja nicht immer ungesunde Gründe im Hintergrund haben. Nach dem Motto, ich kann meine Gefühle nicht aushalten oder ich habe einen unverarbeitetes Trauma oder whatever, sondern dass man es sich einfach angewöhnt hat. Also ich muss mal meine eigene Skatsucht am Handy denken, die mich eigentlich auch ärgert. Aber ich finde das so lustig und so entspannend. Aber mir ist natürlich schon klar, also ich spiele gerne online Skaten. Es geht halt sehr, sehr schnelles Spiel, wo man ja auch viel mitdenken muss, Entscheidungen treffen muss. Und natürlich ist mir völlig klar, dass das immer auf Dopamine ist. Und was mir auch klar ist, dass ich zu viel Zeit damit verbringe. Aber ich würde jetzt zum Beispiel meinem Fall tippen, ich habe mir das einfach angewöhnt. Das hat ja nicht den Grund, dass ich da Gott weiß, welche Emotionen wegdrücken muss, sondern das ist zu einer suchtartigen Gewohnheit geworden. Genau, das meint ich ja, ich habe gesagt, Punkt 1 ist, dass wir inzwischen in einer Gesellschaft leben, die das als Angebot hat, als ständiges und beständiges Angebot. Und ich war so nicht selber aufpassen muss, dass ich dann nicht reinrutsche. Da sind wir wie bei Zucker, bei so einer gesellschaftlichen zugänglichen Droge, die überall mittlerweile fast drin ist, wo jeder ganz leicht drauf zugriff hat und die vor allem total normalisiert ist, dass jeder sagt, okay, ist ja überhaupt nichts dabei. Und dann gibt es eben den zweiten Teil an Menschen. Genau, und der zweite Teil ist eben für Menschen wichtig, die das nicht gelernt haben. Also die eigentlich, wo die physiologisch und psychologisch einfach sich gar nicht richtig regulieren können, weil sie es nicht in der Kindheit gelernt haben. Weil wir lernen, dass es halt hauptsächlich in den ersten drei Lebensjahren und danach natürlich auch noch, aber da ist der Grundstein. Und wenn wir es da nicht gelernt haben, dann ist das einfach als Erwachsene. Das kann ich selber von mir sagen, harte Arbeit. Einfach das wieder zu normalisieren quasi das System. Und wenn wir, es gibt ja auch die Theorie, dass wenn Kinder in sehr des funktionalen Haushalten aufwachsen, wo eben viel auch schreierei oder gewalt ist sozusagen, ist das das Gehirn einfach auf Droge ist. Also auf Adrenalin, Ender, Fien immer im Wechsel und später quasi diesen Kick auch sucht, weil es diesen Kick haben will, sozusagen. Und dann bist du natürlich noch viel anfälliger für Handys oder für andere Sachen, die auch diesen Kick immer im Gehirn machen. Aber normalerweise sollten wir es eben durch unsere Eltern, weil wir Kinder sich eben am Anfang gar nicht selber regulieren können, und damit meine ich eben Emotionen in erster Linie zu regulieren, auch körperliche physiologische Zustände werden erst mal nur von den Bezugspersonen reguliert, das Baby kann den nicht regulieren. Das heißt zunehmend wird es ja auch zum Glück auch geredet, dass im Fokus, dass es eben überhaupt nicht nur ein psychologische Selbstregulation ist, sondern eben auch eine physiologische Selbstregulation, dass eben viele Menschen dauerhaft an Probleme und Symptome auch körperlicher Art haben, weil der Körper auch diese Art von Regulationen gar nicht gelernt hat und das braucht. Ja, wir wissen ja, dass sich zum Beispiel diese Angstkreislauf oder Stresskreislauf im Gehirn eines Kindes in den ersten zwei Lebensjahren einsport, aber eben mit Hilfe ganz nahe sicherer Bezugspersonen vor allem den Eltern. So Angsthormone werden ausgeschürzt, oder Stresshormone Mama kommt und beruhigt. Jetzt kommen wieder die beruhigenden Hormone und das spurt sich dann ja so im Kopf ein. Und da hat man ja in Studien auch festgestellt, dass Kinder, die eben in diese ersten zwei Jahre nicht diese Ruhe und Sicherheit erfahren haben, eben auch später als Erwachsene viel schneller unter Stress geraten und sich auch schlechter regulieren können. Jetzt hast du eben gesagt, Dami, ich muss das selber hart erlernen. Jetzt ist meine Frage, man sagt ja immer und ich hoffe, dass es nicht so ist, dass wenn dieser Kreislauf nicht richtig eingespurt ist und das gilt ja auch für manch andere Emotionen, dann ist das eigentlich ein Hardware-Schaden in den ersten zwei Lebensjahren, den man nicht mehr heilen kann, den man bestenfalls kompensieren kann. Wie stehst du dazu? Also ich finde grundsätzlich absolute Aussagen sehr, sehr schwierig auch sehr vernichten für diejenigen, die betroffen sind. Das habe ich früher schon nicht gut leiden kann. Ich glaube, wir haben auch mal gesagt, dass die Erde flach ist und waren davon fest überzeugt und haben Leute umgebracht, die was anderes behauptet haben. Also ich finde, man darf eigentlich immer nur sagen, zum jetzigen Stand der Dinge vermuten, vermutet man. Das finde ich die einzig zulässige Aussage, die einfach Hoffnung auch lässt bei Menschen so. Und ich denke, ich natürlich, also ich komme ja auch so in der Kindheit. Ich habe bestimmt also ein paar Schäden mitgenommen, gar keine Frage. Der noch würde ich mein Leben als wesentlich erfolgreicher als das von vielen anderen vielleicht bezeichnen. Also wenn ich, also erfolgreich finde ich immer ein schwieriger Begriff, aber erfolgreich im Sinne von glücklich und ja, ich habe viel erlebt, viel gemacht, viel Abenteuer gehabt so und es hat mich viel, viel Zeit gekostet. Ich glaube, der Punkt ist, dass Menschen, die einfach aus sehr schwierigen Verhältnissen kommen, sich irgendwann davon lösen müssen, von dieser Zielfantasie, weil die macht uns tot unglücklich. Weil dann denken wir, wir machen Therapie und in einem Jahr ist alles super. Also mal abgesehen davon, dass das Leben nie immer nur super ist für niemanden, egal ob ich trau mal erlebt habe oder nicht. So es gibt immer Sachen, die passieren, alle Menschen erleiden, unklicke oder wenn krank oder verlieren Menschen, die ihn nasen. Das gehört zum Leben dazu. Und wenn ich mich davon löse und sage, das ist okay, es ist eine Reise auf der ich neugierig bin, was gibt es alles noch zu entdecken? Dann bin ich nicht mehr fixiert auf irgendeinem Selbsthilfe, Sonnenscheinziel, dass ich nur noch leuchtend am Strand entlang reite in Glücksehlichkeit, sondern ich sage halt, ich komme ins Leben, mit allem, was das Leben zu bieten hat, mit den guten, mit den schlechten Seiten. Und bleibe an mir dran und bleibe neugierig so. Und ich glaube schon, dass da sehr, sehr viel erreichbar ist. Aber nicht alleine, also viele, glaube einen, eine furchtbare Idee ist halt diese, ich muss das alleine machen. Das kann kein Mensch, ich brauche Freunde, ich brauche vielleicht Müllbeziehung, ich brauche Terrapäuten, was auch immer da ist. Und auch die Idee, dass eine Mensch mich dahin bringen kann, ist einfach, die würde ich aus dem Alter heraus einfach sagen, das gibt es nicht. Also auch ein Mensch kann viel bewirken, vielleicht und es sind Puzzlestücke, die ich quasi auf dem Weg sammler und wo ich mein Leben mehr und mehr gestaltet bekomme. Damien noch nicht mal richtig guter Guru, also diese eine Person gibt es nicht? Für mich schon, ja, doch. Es gibt natürlich zwei Personen tatsächlich. Ich kann sagen würde, ohne die wir mein Leben ganz drei, drei, würde ich so, drei, ohne die wir mein Leben definitiv ganz, ganz anders gelaufen, den ich auf immer und ewig dankbar sein werde und den Liebe verbunden. Und ich bin halt, hab immer weiter gefragt und hab mir immer mehr sagen lassen. Also die Frage ist zum Beispiel, wenn man sich nicht sagen lässt, hat man echtes Problem. Also, ja, also ich habe irgendwann relativ früh erkannt, dass ich kein vollständiges Bild von mir habe. Und das, wo möglich Menschen um mich herum Dinge besser kapieren und auch mich vollständiger sehen, auf einer bestimmten Ebene. Das heißt nicht zu sagen, ich bete irgendjemand an und alles was der oder die sagt, mach ich darum geht es gar nicht, das war ich viel zu stuhl immer für aber. So, aber ich hab gesehen, okay, mein Freund in Susanne ist sozial viel besser aufgestellt. Die hat mir drei Jahre lang immer, wenn wir zusammen irgendwo unterwegs waren und am Tisch in Schienbein getreten, wenn ich durfte. Die hat mich einfach sozial eingenordet. So das, was ich als Jugendliche nicht bekommen habe, habe ich dann bekommen und das habe ich aber auch zugelassen. Ich habe dann die Klappe gehalten, wenn ich unter dem Schienbein getreten wurde oder dann irgendwann nur noch der Blick. Hab ich die Klappe gehalten und dachte, okay, was läuft gerade schief, was machst du gerade hier? Oh ja, darum wird es wohl gehen, okay, schweig. Selbst bis heute kriege ich manchmal den Schweigefuchs und dann weiß ich, okay, da haben wir Klappe erhalten. Oder halt, oder dass ich dissociierer, das habe ich selber überhaupt nicht gespürt. Ich habe immer gedacht, ich funktioniere gerade besonders gut, weil die Emotionen weg waren, weil ich nicht, also dann konnte ich ganz andere Sachen machen, wenn ich so abgespeiten war. Irgendwann habe ich kapiert, okay, es gibt Freundinnen, die sagen mir, du bist komisch, du bist überhaupt nicht da. Ich so doch, doch, ich bin da. Irgendwann habe ich kapiert, nein, die wissen das besser als ich. Also höre ich auf, dagegen zu kämpfen, das zu nehmen und deren Blick anzunehmen und zu kapieren. Oh ja, was läuft hier eigentlich gerade komisch und all diese Sachen? Wie ist krass, dass du das sagst, dass mit dem Disziieren, weil das ist was, was ich glaube ich über Jahrzehnte ein Stück weit gemacht habe. Ich habe ja im Buch zum Thema Gefühlsbereitschaft und der Zuwendung zu den eigenen Gefühlen geschrieben, nämlich fühle ich ganz. Und da bin ich auf die eigene Reise gegangen, mich wirklich all meinen Gefühlen zu widmen und hab danach erst mal gemerkt, dass so stoisch, wie ich über Jahrzehnte in der Arbeit funktioniert habe, mit voll Power durch, wirklich auf Anschlaggas, gar nicht mehr funktioniere. Und mich gewundert habe, was ist denn eigentlich los? Bis ich erst mal kapieren musste, ich habe vorher das überhaupt nicht gemerkt, diese Facetten, die da auch noch waren. Und hab erst mal so als negativ wahrgenommen die Entwicklung und gleichzeitig nehme ich das Leben heute als intensiver und voller und ganzheitlicher und echter war. Ja, ich glaube, dass, also Selbstregulation und Abspaltung oder die Abspaltung von Gefühlen sind quasi absolut am anderen Ende der Scala. Das heißt, die regulierte, ich bin, desto weniger werde ich Gefühle abspalten, desto mehr kann ich alle das ganze Gefühlspektrum zulassen. Und ich sage immer, bei mir, dass ich in so frühen Therapie gegangen bin, ist die Knade der Disfunktionalität. Ich habe eben nicht so, wie du Lukas gut funktioniert, sondern ich konnte genau diese Funktionen nicht aufrechterhalten über längere Zeit. Und dann kam dazu, dass ich gemerkt habe, in Beziehungen laufen Dinge immer gleich ab. Also habe ich dann in mir Hilfe gesucht. Und dann gibt es eben Menschen, die super gut funktionieren und damit sehr erfolgreich sind, wo dieser Punkt, wo möglich viel später kommt, dass es ein Gefühl von Lehre gibt. Oder dass irgendwas fehlt in dem Essen, dass es irgendwie doch fahrt wird über die Zeit. Und das ist viel, viel schwieriger aufzuwachen, wenn man so gut funktioniert. Das ist sozusagen das Drama darin. Und da möchte ich dann ja noch mal dran anknüpfen, da, mir du hast ziemlich am Anfang des Gesprächs etwas gesagt, wo ich gerne noch mal reinfragen würde. Und zwar hast du gesagt, es geht ja nicht darum, sich selbst zu optimieren und das Leben so ziel Vision. Dass ich irgendwie auf dem tollen Pferd in der goldenen Sonne reite am Strand oder so was ähnliches und Bilder hast du aufgemacht. Dass man sich davon verabschieden sollte, von solchen Zielen, wo bin ich, wenn es mir endlich gut geht, sondern es geht darum, ins Leben zu kommen. Das hast du, glaube ich, so formuliert, es geht darum, ins Leben zu kommen. Und da hatte ich die spontane Assteration und danach wollte ich fragen. Ich denke ins Leben, kommen heißt für dich auch, dass ich zu meinen Gefühlen, möglichst zu allen Gefühlen, ein Zugang bekomme und sie fühle. Weil Leben ist doch eigentlich auch fühlen, erleben. Auf jeden Fall. Ja. Und zwar auch über den Körper. Also es gibt beide Facetten, also inzwischen denke ich ganz oft, wir sind eine sehr verwirrte Spezies und wir leben überhaupt nicht mehr artgerecht. Also, wir haben den Bezug zu den essenziellen Dingen des Lebens verloren. Also, wir wissen nicht mehr, was man eigentlich essen sollte. Wir bewegen uns viel zu wenig, weil wir alle total im Kopf sind und wundern uns, dass unser Körper uns wegkretzt sozusagen. Und wie gesagt wird es, glaube ich, jeder dritter hat eine Fettleber. Jeder Fünfte hat es prediabilisch, der diabilisch inzwischen. Das sind Wahnsenszahlen, also allein nur dadurch und wir werden zwar älter, aber überhaupt nicht mehr gesund alt. Und wir haben selbst den Bezug quasi zu dem Haus, in dem wir leben verloren. Also, wenn man sich das wirklich sich auch das mal fühlen lässt, wie Wahnsinnig das ist, wie kann es sein, dass ich quasi nicht spüre, wo ich wohne. Also, das ist eigentlich irre, dass das überhaupt möglich ist für Menschen, dass wir uns nicht fühlen. Also, dass wir uns in unserem Körper nicht fühlen, dass wir nicht fühlen, dass wir viel zu lange sitzen inzwischen, dass wir uns eigentlich bewegen müssten, all diese Dinge. So, das ist was, was mich inzwischen sehr berührt und beschäftigt. So, dass wir das wirklich so doll können von uns selbst wegzugehen. Und Lebendigkeit bedeutet für mich, genau da wieder anzukommen. Also, in diesem Körper, in den Gefühlen, aber auch in der äußeren Welt. Also, das, was wir ja machen, ist eigentlich durch die Art, wie wir leben, immer mehr in die inneren und virtuellen Welten zu gehen. Ja, wir sind so viel im Kopf unterwegs und wir sind gar nicht mehr. Wir sehen die Leute auf der Straße ja gar nicht mehr. Also, inzwischen, wenn mir jemand die Tür nicht mehr auffällt, sondern wenn mir sie ins Gesicht fallen lässt, was ja eher die Norm ist, inzwischen kann ich an den Augen sehen, dass die mich gar nicht wahrnehmen. Früher haben das Leute gemacht, okay, weil sie unhöflich waren. Jetzt sehen mich nicht mehr mehr. Oder die gehen einfach die Straße entlang und gucken gar nicht mehr aus ihren Augen. Also, das finde ich, dass das überhaupt möglich ist, dass wir so sein können. Und daraus folgt aber, dass wir unendlich einsam werden. Und eben gar nicht mehr wissen, wie Kontakt und Beziehung geht. Und ich glaube, die Generation, die jetzt kommt, hab ich gelesen, die sexfreiste Generation ever sein, weil die nicht mehr mehr dafür Energie aufwenden wollen, um es vom Handy hoch zu gucken. Also, dann denke ich so, okay, krass. Also, Lebendigkeit ist halt, wenn ich in meinem Körper unterwegs bin und die Welt wahrnehme, mich wahrnehme, aber auch andere wahrnehme, das ist für mich Lebendigkeit. Wie komme ich dann raus aus dieser Spirale, weil du hast beschrieben, dass du einen hohen Leidensdruck hattest? Andere funktionieren in dem System sehr, sehr gut. So, ich hab, würde ich sagen, sehr, sehr lange gut funktioniert. Und ja, ich krieg immer noch alles einigermaßen gut auf die Reihe so sehr jetzt nicht, dass ich völlig kollabiert bin. Dann gibt es Leute, die das, glaube ich, bis zu ihrem Tod nicht merken und ins Tiefe bereuen, kommen auf ihrem Sterbebett. Für manche ist es diese tiefe Einsamkeit, die als Grundton im Hintergrund ist, die sie nicht spüren wollen. Für andere ist dieses Geräusch, was ins Leben tritt, sage ich mal, diese Emotionen, die nicht auszuhalten, sind viel, viel Dollar und Stärke. Aber wie kann ich mich dem dann wirklich widmen, weil für viele ist es entweder nicht bewusst oder so in der Wirkung nicht zu attragen, dass sie eigentlich sagen, ich muss mich in dieser Spirale, die das ja noch verstärkt, immer weiter bewegen. Ich glaube, dass wenn man da ist, dass man erkennt, dass man eigentlich wahnsinnige Angst vor sich selbst hat, dann ist man zumindest ein Schritt weiter. Also, wenn man diese, was meiner Meinung nach heute passiert mit dieser ganzen Disregulation, die Menschen in sich tragen, ist, wenn ich mir das intern nicht gewahr werde, dann externalise ich halt meine Ängste. Kannst du das nochmal so erklären, dass Menschen das verstehen? Ich glaube, Jung hat mal sehr schön gesagt, wenn ich mich dem unbewussten nicht zuwende, dann regiert es mein Leben, ohne dass ich weiß. Also, wenn ich Ängste habe in mir trage, die aber nicht spüren kann oder möchte, dann erlebe ich die Welt als beängstigend. Das ist externalisieren heißt das, als ich bringe meine Gefühle nach außen. Ich denke, die kommen sehr sehr außen. Ja, genau. Ich projiziere sie ins Außen. Das heißt, hier draußen läuft der Film, was alles schlimm ist und wie arm wir alle dran sind und überhaupt. Und das heißt, ich würde mich nicht mehr, das heißt draußen findet das statt. Und ich glaube, dass das immer mehr passiert, auch weil immer mehr Menschen nicht gut reguliert sind und eher im übererekten Zustand rumlaufen, im Kampf und Fluchtmodus. Und dann wirklich auch alles als Angriff erleben, was schiefläuft. Aber eben auch so eine allgemeine Unsicherheit immer mehr wird, weshalb zum Beispiel ich denke, dass Leute AfD wählen. Weil da welche sind, die sagen, so geht's und wir sorgen dafür, dass es wieder alles gut wird und einfach wird und verständlich wird für dich und dann musst du keine Angst mehr haben. Aber ja, das ist eigentlich das, was wir wie Menschen funktionieren. Wenn wir es nicht infüllen wollen, kommt es, machen wir es, bringen wir es nach außen und andere sind schuld, an dem wie ich mich fühle. Und das ist unser Plansport, also das ist so schwer zu verstehen, das vieles von dem, was ich denke, was außen ist gar nicht außen ist, so ein eigentlichen Spiegel von dem, was in mir ist. Und das ist super schwer, weil wir das gar nicht begreifen können. Dami, wenn es so schwierig ist, das zu begreifen, dass wir bestimmte Sachen ins Außen projizieren, weil wir sie innerlich nicht fühlen können und wollen, beziehungsweise dafür blind sind. Wie können wir denn diesen Weg gehen? Weil klar, wir müssen uns darüber klar werden, dass es diesen Mechanismus gibt. Ich glaube erst beim Bewusstsein, Psycho-Education ist wichtig, so ein Podcast vielleicht auch zu hören und zu merken, der gibt es etwas, von dem ich noch nie wusste. Wie früher, wenn ich mit meinem Vater durch die Straßen gefahren bin, von Berlin und alle Orte, an die wir gekommen sind, die waren nicht verbunden. Sondern es war immer so, ah, jetzt sind wir hier, okay. Und irgendwann als Jugendliche habe ich dann realisiert, die sind viel näher aneinander dran, als ich das überhaupt gedacht habe. Und dann hat sich so meine Berlin-Landkarte kompliziert. Wie kann man diesen Weg psychologisch gehen? Also, es gibt ein ganz wunderbares TET-Video über einen Taschendieb, ich weiß nicht, ob ihr das kennt, das ist eines der best meist gegucktesten TET-Videos. Über einen Taschendieb, der seine Profession erklärt, so es ist auch auf die Bühne. Ja, es ist wirklich großartig, es gibt auch deutsche Übersetzungen, dann verrate ich den Klunik, aber das, was er vorführt ist, dass, wenn unser Gehirn ein Bild von etwas hat, das ist das Bild behält auch, wenn sich die Sache schon längst komplett verändert hat. Und das zeigt er, also er zeigt das halt, wir wissen, also wenn wir das uns psychologisierung gemacht haben, dann wissen wir, das ist so, aber wir denken immer noch, für mich ist es anders. Wir denken im Grunde, denken wir immer, wir sind die Ausnahme, wir kriegen das mit. Und er zeigt einfach, nein, du kriegst es nicht mit, du kriegst was essenzielles, nicht mit, was er tut, weil dein Gehirn das Bild schon abgespeichert hat und nicht erneuert. Das ist einfach Wahnsinn. Und das zu verstehen, dass wenn wir aus einer bestimmten Art von Kindheit kommen, wir bestimmte Bilder quasi auf die Welt drauflegen, Menschen kann man nicht trauen. Und das Bild lege ich einfach auf dich drauf und dann warte ich auf den Moment, wo du mich enttäuscht und sagst, ist das so, ist das auch wenn du drei Jahre total nett warst zu mir. Und das ist, das, die Lämme, das wir praktisch, ich glaube, ist es so ein bisschen wie die Suche, wo das Bild gebrochen ist. Also wir müssen nach den Lücken suchen, wie soll ich das besser ausdrücken? Wo zum Beispiel uns Freunde darauf hinweisen, was in unserem, dem was wir sagen und nicht konkurrent ist, nicht stimmig ist. Oder dass ich merke, ich hab eigentlich was ganz anderes gedacht. Und aber dann bewusst auch, da bleibe und mal sehe, okay, mein Bild war nicht wahr. Weil wir gehen dann ganz schnell darüber weg, das Gehirn mag ja solche Desonanz nicht. Wir stellen quasi wieder das Bild her, dass es so auch ist. Und da praktisch Aufmerksam zu werden für, was sehe ich wirklich, was fühle ich wirklich. Wie viele Leute haben mich heute angelächelt und sind eben nicht böse mit mir. Und ich muss die Brüche quasi anfangen zu erkennen und immer wachert werden für das hier und heute. Und das fällt uns einfach sehr schwer. Und da geht's ja um das Selbstbild und um das Bild, was ich vom Außen habe. Wobei ich da bestimmt auch lohnen würde, einfach mal zu gucken, was sind in meine Glaubenssätze. Genau. Weil die sind ja, die Brille auch oft durch die ich die Welt betracht, wenn ich nicht genüge, dann ist klar. Dann ist das eine Prägung und durch diese Brille werde ich natürlich oft Leute als überlegen, wahrnehmen. Genau, weil ich suche dann quasi nachdem, was besser ist. Und das meint ich mit die Brüche suchen, wo, was überseh ich dadurch. Oder halt, also ich als Körpertherapeutin, wenn ich die ganze Zeit die Schultern total fest mache und nach hinten ziehe. Und die ganze Zeit quasi mich brüste gegen die Welt, was passiert denn, wenn ich die Schultern anfange, weich werden zu lassen? Was verändert sich in meiner Wahrnehmung von der Welt? Und die verändert sich tatsächlich, wenn wir unseren Körper anders atmen. Was passiert, wenn ich anders atme? Man war zunehmend, wie atme ich überhaupt, durch das überhaupt. So all diese Dinge eben mich anzufangen zu spüren, als sie im Blick nach innen zu richten. Und am Anfang mag das gar nicht gut auszeiten sein, weil sofort diese Unruhe kommt. Aber dann sozusagen den Mut zu haben zu sagen, okay, ich sitze hier einfach mal mit der Unruhe und halte die mal aus. Sie ist ja nicht tot bringen, sondern das bin ich offensichtlich, die immer oder der immer unruhig ist und einfach mal zu spüren, was liegt denn dahinter? Manche Menschen fangen dann einfach an zu weinen, weil sie merken, ich bin eigentlich total traurig. Ich will die trauer nicht spüren oder ich will den Stress nicht spüren. Und wenn wir uns anfangen, solche Fenster zu geben, wo wir einfach mal sein dürfen, dann fangen Dinge an sich an zu verändern. Es ist Therapie zusammengefasst, eigentlich ein Bewusstseinzustand, mit dem ich andere Menschen und mich versuchen noch mal anders zu betrachten und auch aus den gewohnten Schienen herauszukommen, die vielleicht dysfunctional sind. Du hast von diesen Cracks gesprochen und Ruhe zustände, die wir normalerweise vielleicht nicht aushalten, auch mal bewusst aufzusuchen. Und ich habe eine Erfahrung in der Dunkelheit gemacht, ich war drei Tage in absoluter Dunkelheit. Und das war nicht ein gefährlicher Zustand, weil am Ende war es ein dunkler Raum in so einem Keller von einem Kloster, wo mir Essen reingebracht wurde und ich war da halt für mehrere Tage drin. Es war aber so ein Gefühl von Ertrinken am Anfang und ich habe mich gewundert, was ist das und bin dann völlig in diesem Gefühl abgerauscht und habe es nicht ausgehalten, wirklich eigentlich, ich bin da herum getigert. Erst nach so anderthalb zwei Tagen hat sich dieses Gefühl dieser Zustand gelöst und ich konnte durchaus, nachdem ich durch diese Gefühle durchgegangen bin. Es war vielleicht eine sehr extreme Form, aber diese kleinen Zeitfenster oder diese Fenster des Bewusstseins und der Zuwendung zu uns selber können wir uns ja am Alltag schaffen. Genau, wir brauchen nur den Mut uns zu begegnen und das ist eben unter Umständen beängstigen oder neu oder vielleicht entsprechend gar nicht den Bild, was ich von mir habe. Und ich muss meine Identität ein Stück infrage stellen, was einfach immer sehr schmerzhaft ist und das, wo vor viele ja Angst haben, dann funktioniert nicht mehr richtig und das kann gut sein, dass das so ist, aber vielleicht gibt es was viel schöneres. Also wir haben ja ganz oft immer diese Katastrophen-Ideen, also wenn ich das nicht mehr tue, dann geht alles in Bach unter, aber es könnte auch sein, es wird alles viel schöner. Also wir haben jetzt viele Beispiele quasi gesagt, wie unser eigentlich ursprüngliches Thema Selbstregulation sich im Leben auswirkt. Also und wie wir vielleicht ein Stück weit wieder dahin kommen können und etwas, was wir jetzt noch ausgelassen haben ist oder nur indirekt angesprochen haben. Und dann selbstregulation her durch unsere Bindungspersonen, wie du auch gesagt hast, Stephanie, wir brauchen also unter Umständen auch später eine andere Person noch dazu. Also wenn wir uns gar nicht aushalten und einfach wirklich sofort Angst kommt zum Beispiel nackte Angst und ich kann die nicht mehr regulieren, dann ist es bestimmt sinnvoll eine zweite Person dazu zu haben. Das kann natürlich jemand seinen Therapottisch auch so arbeitet, was gar nicht so viele Therapott machen, aber es kann eben auch am Anfang sein, eine Freund oder ein Freund, der einfach handhält, unter Lebenssitz und sagt, "Hey, ich bin einfach mit dir hier." Und egal was kommt, ich bin einfach hier mit dir, so dass wir spüren können, wir sind nicht mehr alleine, wir müssen es eben nicht mehr allein hinkriegen, weil viele unserer Ängste kommen dadurch, dass wir so alleine waren als Kinder. Dass eben niemand da war und gesagt hat, alles ist gut und ich bin für dich da. Und deswegen brauchen wir das eben unter Umständen später und das nennt man eben "Koregulation" so fachlich und dass wir uns das können, das kann am Anfang auch ein Katze sein, die sich auf dem Bauch legt. Also, oder ein Hund, der einem Leben einem liegt, irgendetwas wo man merkt, jemand ist ruhiger als ich letztlich. Also das ist die Funktion, dass ich rüber spüren kann und spüren kann. Okay, alles ist noch in Ordnung, die Welt pricht nicht zusammen so und das ist halt eben, wie man dann auch als Erwachsene anfangen kann, eine bessere Regulation aufzubauen und eben nicht alles kaputt ist. Sondern diese Mechanismen kann man nachlernen, bestimmt nie so gut wie jemand, der von Baby an glücklich und zufrieden war, aber vielleicht genügend um ein gutes Leben zu führen. Also, das ist vielleicht einfach wichtig, dass wenn man merkt, man kann das nicht alleine, weil man so viel Stress hat, dass man sagt, okay, das muss man auch nicht alleine, dann brauche ich jemanden dafür zum Beispiel. Wie ist denn dann der nächste Schritt, also ich stelle mir jetzt vor, ich da, ich sage jetzt mal, ich habe einen Kerapeutin, die das mit mir aushält, dass ich diese Angst zustände habe und was ist dann ja, ich fühle die Angst und was passiert dann. Letztlich, werde ich hoffentlich die Erfahrung mache, wenn ich weiter armen und spüre, dass jemand da ist und vielleicht auch die Ruhe spüre, die jemand ausstrahlen, ist, dass diese Angst verabbt. Und dass ich merke, mehr und mehr, dass die Angst von früher kommt und nicht zu heute gehört, ich sage ganz oft, so Gefühle müssen wieder nach Hause finden. So, das ist so, wenn wir die Gefühle von früher spüren, aber wir haben keinen Bezug dazu und wir wissen auch nicht, wieso, dann flotieren die durch uns und machen uns völlig irre, aber wir können damit überhaupt nichts anfangen, weil wir wissen, nein, das passt eigentlich hier gar nicht her. Also, aber sie sind trotzdem da. Und wenn ich anfange, bezüge herzustellen, zu dem, wie es vielleicht sich früher angefühlt habe, wie einsam ich war, wie viel Angst ich vielleicht auch hatte als Kind, dann kann ich von heute als erwachsene Mensch zurückgucken und nicht regressiv darin fallen, sondern zurückgucken und sagen, wow, so war das und heute bin ich aber nicht mehr alleine und ich kann mitgefühl haben, mit mir und wie es gewesen ist. Und dann kann sich früher und heute anfangen zu trennen. So, und wir können mehr im heute verortet sein physisch und psychisch und können mehr sehen, ja, jetzt kommt ein Gefühl oder du sagst irgendwas und ich merke, das bringt mich richtig hinrage zu sagen, ja, okay, das erinnert mich einfach an meinen Vater oder an meine Mutter und dann werde ich zu wütend und ich keine Pause machen und durchatmen und sagen, da gehört das hin. Vielleicht einfach sagen hier, ich brauche einen kurzen Moment, mich jetzt beruhigen, weil das erinnert mich an was, können wir darüber noch mal anders sprechen. Dann habe ich grehen mehr und mehr Türen auf, wie ich alternativ mit mir und dem Leben umgehen kann. Das wäre das Optimum. Das ist ja eigentlich so ziemlich der Prozess, den ich auch in das Kind, die ihr muss haben hat, finden, beschreiben, dass man immer wieder sich ertappt, eben merkt, okay, das kommt aus der Vergangenheit und dann umschaltet auf die aktuelle Gegenwart. Was hast du denn für Techniken, wenn es noch nicht ganz so weit ist, wenn ich jetzt einfach nur merke, ich bin es aber in der Alltagssituation, ich bin jetzt nicht in der Situation, wo meine Freunde mir häntchen hält oder ich bei dir in der Therapie bin, sondern ich bin jetzt im Alltag und jetzt kommt wieder diese existenzielle Wut oder die existenzielle Angst. Also wieder irgendein Gefühl, was weit über den Amlass hinausgeht, hast du auch ein paar schöne Techniken für eine kurzfristige Regulation, wie ich mich dann runter kriegen kann? Also ich glaube, also ich sag mal, für mich war das so, dass ich mir irgendwann versprochen habe, dass ich diese Wut nicht mehr aussageere. Also einfach zu sehen, was es macht. Also wir brauchen auch wirklich im Grund, also die Lämmer bei Wut ist ja, weil das so ein schwieriges Gefühl ist, dass wir uns meistens im Recht fühlen. Ja, Menschen töten und haben keinerlei schlechtes gewissen dabei, weil sie sich einfach im Recht fühlen. Das ist eines der Kabbastrofalsten Gefühle, die wir haben, wenn wir uns im Recht fühlen, weil dann können wir jemanden reinhauen. Und dann holst du und sag ich ja, hol nicht, das hast du auch verdient und auch in der Erziehung, das hast du verdient. Also das ist einfach ganz schlimm und wenn ich anfange, die Perspektive zu wechseln und zu sehen, was macht mein Verhalten mit meinem Gegenüber? Was macht mein Verhalten mit unserer Beziehung? Egal ob das ein Kollege ist oder eine Freundin oder ein Freund, das ist völlig egal, was macht das? Ist das das, was unsere Beziehung besser macht auf Dauer? Und wenn ich anfange sozusagen auch dein Leid darin zu spüren, mir das mal zu erlauben, was ich jetzt verursache, bekomme ich erst mal eine andere Basis für mein, ich möchte da gar nicht hin. Also für mich war das zumindest ein wichtiger Punkt zu sehen, nein, so will ich gar nicht sein, ich will nicht, dass Leute Angst vor mir haben. Und ich will nicht die Beziehung immer wieder quasi voll heraus fordern, ein bisschen mal kein Bock mehr hat. Also habe ich mir versprochen, nein, ich schweige, in dem Moment quasi, ich liebe noch was einstecken als raushauen. Also ich hab nie irgendwie wütend wütend, ich bin halt ironisch geworden. Ich hab einfach das Messer angelegt und. und filetiert. So, es gab keinen Wut anfalls, keine Gewalt oder so, da hab ich mir sowieso verboten gehabt, aber ich hab Leute einfach filetiert ironisch. Und irgendwann hab ich gesehen, wie brutal ironie ist vor allem, wenn man eigentlich in der echten Auseinandersetzung steht und jemand eigentlich was von einem will und man fängt an. Also so böse ironisch zu werden, so. Ja und das erste war für mich wirklich zu sagen, ich schweige. Gut, also bei Wut war es wirklich eine klare persönliche Entscheidung, aber es gibt ja Gefühle, die richten sich jetzt weniger ins Außensein, richten sich gegen einen selbst. Also was kann so Maßnahmen sein, um mit so einer überwältenden Angst oder so eine alles erschlagenen Trauer? Ja, das geht ja dann mehr gegen mich. Da hilft es aber wahrscheinlich nicht, wenn ich einfach sage, ich treffe jetzt die Entscheidung, dass ich nie mehr traurig bin oder nicht mehr änglich. Nein, das wäre auch schade. Nein, da wollte ich dann andere machen haben. So, ich glaube eines der wichtigsten Dinge ist, zu sehen, zu lernen, dass Gefühle vorübergehen, also dass die auch einfach vorübergehen, wie Gedanken und weiter zu atmen, wirklich die Füße zu spüren oder den Hintern auf dem Stuhl. Sich zu orientieren, wo bin ich gerade, was es real gerade, weiter zu atmen und zu beobachten, was in mir passiert, das mehr und mehr zu üben, eine beobachte Position einzunehmen zu sagen. Wow, da ist jetzt wirklich top der Bär und zu sagen, was brauche ich denn vielleicht, brauche ich eine Decke, brauche ein Tee, weiter und weiter atmen, das Schlimmste ist, was man tun kann, wenn bei großen Gefühlen ist die Luft anhalten, weil dann platzt man irgendwann doch so und wirklich zu wissen, das hört sich total blöd an, aber es ist nur Schmerz. Es wird nicht, das Bein amputiert, es ist ein alter Schmerz, der durchlaufen darf und dann weine ich eben eine Runde, wenn ich es kann oder wenn ich gar nichts mehr halten, dann gehe ich auf Toilette, lasse mir kaltes Wasser über die Arme laufen und ins Gesicht und reguliere mich einfach mal runter und versuche ein Stück mich zu halten. Ich kann mich abklopfen, am ganzen Körper wirklich in die Muskeln greifen, hier bin ich, hier bin ich, hier bin ich, das bin ich, ich lebe noch und weiter atmen. Das sind so forthilfe Maßnahmen, die man machen kann, über den Körper, dass man auch eine Situation erlaubt sich abzubrechen zu sagen, ich muss mal auf Toilette oder dass man wirklich sich wieder zusammen klopft. Dami, was hältst du vom Dialog mit den eigenen Gefühlen, sowas wie ach, da bist du Angst und dass man in Kontakt darüber geht oder ist es eher für dich in vermeidenes Verhalten? Du, alles was wirkt, ist gut. Ich glaube, es ist einfach, man fängt an zu testen und sich kennen zu lernen, das ist ja quasi, man lernt sich ja neu kennen. Man lernt sich neu kennen und wirklich das so zu akzeptieren, ich lerne mich neu kennen oder ist ein Gefühl, das kenn ich überhaupt nicht, das verunsichert mich total. Und, ja, so fühlt sich das an, wie heißt das Gefühl überhaupt? Vielleicht hat sich es noch gar nicht vorgestellt, weil es so, weil für manche Menschen sind, von außen sehen andere, was die Gefühle haben und was sie können sie gar nicht benennen. So, weil sie so wenig jemals gefragt worden sind, wie fühlst du dich denn überhaupt, dass sie erst mal, vielleicht sich mal aus dem Internet Gefühle ausdrücken lassen, was gibt es denn überhaupt alles für Gefühle? Ich mache das manchmal auch in Ausbildung, also das ist ja heute nach Gefühlenfrage. Und nach der zweiten Runde werden wir schon alle Plank, weil wirklich so ein kleines Gespült-Fühlspektrum eigentlich haben, wenn wir so Tag für Tag unterwegs sind. Alle haben so ihre Gefühle zu go, weißt du, wo man so unterwegs ist. So man denkt immer, man hat alle möglichen Gefühle, nein, haben wir alle gar nicht so, weil wir die gar nicht benennen und differenzieren. So, und die Emotionsforscherin Lisa Barnett fällt man, das Buch lohnt sich sehr, sehr, weil sie auch unsere herkömmliche Vorstellung über Emotionen einfach quasi revidiert. Und die sagt halt, je differenzierter, ich gefühle Wahrnehmung und benennen kann, desto besser kann ich sie dann auch regulieren und natürlich auch lebendiger fühl ich mich. Sie nennt das Gefühl granulität. Ja, und das ist diese Differenzierungsfähigkeit auch im Dialog. Wie kann ich dir sagen, wie es mir geht. Also dafür brauche ich diese Differenzierungsfähigkeit, weil sonst sage ich immer nur, es geht mir heute gut, es geht mir heute schlecht. Danke fürs Gespräch. Also, wenn wir das je mehr wir das lernen, zu differenzieren, desto mehr können wir eben auch gucken, was brauche ich denn. Also auch das gehört ja dann dazu. Gefühle sagen mehr, auch ein Stück, es sind ja eigentlich nur Hinweispflanzen, wir sagen hey, so ist es und vielleicht brauchst du auch irgendwas, damit du das beruhigen kannst, wenn es ein unangenehmes Gefühl ist. Und dann wird die Welt viel viel viel runter immer mehr. Ja, damit du sprichst mir total aus dem Herzen. Ich finde auch so kann dann, wenn man ein tieferen Zugang zu sein gefühlen und aber auch dann im Kontakt mit anderen zu den Gefühlen von anderen hat, was ja erst möglich wird, wenn ich die selber in mir resonieren lassen kann und auch spüre. Und das finde ich auch so entscheidend vereltern. Im Umgang mit ihren Kindern, desto tiefer können wir in einen Kontakt gehen und dann hört auch für viele das auf, wo vor sie die ganze Zeit flüchten, nämlich dieses tiefe Gefühl der Einsamkeit. Und da schlägt sich irgendwie der Kreis und bildet sich zu 360 Grad, also vielen Dank, dass du das aufgeschlüsselt hast. Und ja, danke, dass du da warst, das war mal wieder sehr erhellend mit dir. Ja, vielen Dank. Vielen Dank für die Anladung von euch beiden. Und kann ja immer so gut folgen. Vielen Dank für die schöne Geschichte. Ja, alles Gute euch auch. Ja, danke. An dieser Stelle sein noch mal, dass Buch von Dami empfohlen, auch alte Wunden können heilen. Ihr findet Dami natürlich auf YouTube, auf ihrer Homepage. Wir werden sie auch noch verlinken in den Show notes, dann könnt ihr sie verfolgen noch tiefer einsteigen. Dami, machst gut und wahrscheinlich bis zum nächsten Mal, oder? Ja, vielen Dank. Und auch an euch, danke, dass ihr dabei gewesen seid. Ihr könnt jetzt im Podcast abonnieren natürlich. Und weiter empfehlen, darüber freuen wir uns immer total. Und wenn ihr sagt, ihr wollt in das Thema Gefühle, in das Thema sich selbst besser erkennen, tiefer absteigen, haben wir vor euch die Steffen die Stahlakademie, der gibt es ganz, ganz viele Kose zum Beispiel zum Thema Selbstwert, zum Thema Abgrenzung, zum Thema Stress. Es lohnt sich da mal vorbei zu schauen und wir freuen uns auf eurem Besuch da, die Steffen die Stahlakademie, bis zum nächsten Mal, macht es gut. Tschüss! Das ist ein Podcast von RTL Plus, produziert von auf die Ohren. Schnitt, Jonathan Rauer, Recherche, Anne-Lena Leidenberger, redaktionelle Leitung, Sophie Ida, Hischenhuber.
Podcast Summary
Key Points:
Selbstregulationsschwierigkeiten äußern sich durch Unfähigkeit zur echten Entspannung, latente Unruhe, Überreaktion auf kleine Stressoren und Probleme, Emotionen zu regulieren oder abends abzuschalten.
Häufige Ursachen sind die allgegenwärtige Verfügbarkeit von digitalen "Alltagsdrogen" (Smartphones, Social Media) sowie nicht erlernte Selbstregulationsfähigkeiten aufgrund von Entwicklungstraumata oder dysfunktionalen Kindheitserfahrungen.
Echte Entspannung bedeutet körperliche Ruhe bei geistiger Präsenz, im Gegensatz zur betäubenden Ablenkung durch ständige Reize.
Heilung und Verbesserung sind möglich durch bewusste, neugierige Auseinandersetzung mit sich selbst, das Zulassen aller Gefühle und die Unterstützung durch zwischenmenschliche Beziehungen, anstatt nach einer perfekten "Heilung" oder Optimierung zu streben.
Summary:
Die Podcast-Episode behandelt das Thema Selbstregulation und deren häufige Störungen. Viele Menschen können nicht wirklich entspannen, verwechseln betäubende Ablenkung (wie Social Media) mit Erholung und leiden unter latenter Unruhe, emotionaler Überflutung oder Erstarrung. Als Hauptgründe werden die allgegenwärtige Verfügbarkeit digitaler Suchtmittel und nicht erlernte Regulationsfähigkeiten aufgrund von Entwicklungstraumata identifiziert.
Echte Entspannung wird als ein Zustand körperlicher Ruhe bei gleichzeitiger geistiger Präsenz definiert. Die Expertin betont, dass Verbesserung möglich ist, jedoch nicht durch das Streben nach einem perfekten Optimierungsziel, sondern durch eine neugierige Reise ins eigene Leben und Fühlen. Entscheidend ist, alle Gefühle zuzulassen, den Körper wahrzunehmen und sich unterstützende zwischenmenschliche Beziehungen zu suchen, anstatt auf eine alleinige "Heilung" oder eine einzige rettende Person zu hoffen.
FAQs
Typische Anzeichen sind Unfähigkeit zur echten Entspannung, latente Unruhe im Körper, übermäßiger Stress durch kleine Dinge, Schwierigkeiten, größere Gefühle zuzulassen, sowie Grübeln und Schlafprobleme. Auch überschießende Emotionen oder eine gedämpfte Reaktion können darauf hindeuten.
Das ständige Konsumieren von Inhalten auf Social Media oder Streaming-Diensten liefert einen hohen Reiz und Dopamin-Kicks, wodurch Körper und Geist nicht zur Ruhe kommen. Echte Entspannung bedeutet, dass der Kopf still wird und der Körper eine spürbare Ruhe findet, ohne abzuschalten oder zu kollabieren.
Versuchen Sie, für einige Minuten ohne Ablenkung wie Handy oder Medien zu sein und einfach nur da zu sitzen. Beobachten Sie, was dann passiert – ob Unruhe, Müdigkeit oder andere Gefühle auftreten. Dies hilft, die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung und echten Regeneration zu trainieren.
Zum einen die allgegenwärtige Verfügbarkeit von Ablenkungen wie Smartphones, die suchtartige Gewohnheiten fördern. Zum anderen können frühe Kindheitserfahrungen, in denen die physiologische und emotionale Regulation nicht ausreichend erlernt wurde, zu dauerhaften Schwierigkeiten führen.
Absolute Aussagen sind schwierig, aber vieles ist erreichbar, wenn man sich von der Vorstellung eines perfekten Ziels löst und stattdessen neugierig die Reise des Lebens annimmt. Wichtig ist, Unterstützung durch Freunde, Partner oder Therapeuten zu suchen, da niemand das alleine schaffen muss.
Es bedeutet, Zugang zu allen Gefühlen zu bekommen und sie zu fühlen, sowohl emotional als auch körperlich. Es geht darum, artgerecht zu leben, den Bezug zu essenziellen Dingen wie Bewegung und Ernährung wiederzufinden und das gesamte Spektrum des Lebens zu erfahren.
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