Seit Schwangerschaft Beziehung kaputt: So rettet ihr, was noch da ist! - Interview mit Janine #294
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Die Geburt eines Kindes verändert das Elternpaar grundlegend und führt zu hohen emotionalen und praktischen Herausforderungen. Die ersten zwölf Monate sind besonders belastend durch Schlafmangel, unvorhersehbare Rückschritte und das Gefühl der Hilflosigkeit. Ohne ausreichende Vorbereitung entstehen Spannungen, da die Partner oft nicht auf die neuen Verantwortlichkeiten vorbereitet sind. Die ersten Monate sind oft von ungleicher Aufteilung der Aufgaben geprägt, wobei der Vater wenig Kontakt zu den Kindern hat und die Mutter allein verantwortlich ist. Ein entscheidender Faktor ist die frühe Etablierung eines gemeinsamen Fundaments durch die Verarbeitung emotionaler Verletzungen, um Konflikte zu vermeiden. Auszeiten, wie z. B. eine Stunde Schlaf oder ein gemeinsames Gespräch, helfen, Energie und Kommunikation zu regenerieren. Die Einführung externer Unterstützung, wie Babysitter oder Vertraute, bietet Raum für Paarzeit und emotionale Balance. Kinder spiegeln die Elternschaft und aktivieren verdrängte Emotionen, was die familiäre Dynamik komplexer macht. Es ist daher wichtig, frühzeitig auf Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen zu achten und gemeinsame Lösungen für die Zukunft zu finden. Je früher das Paar auf diese Aspekte reagiert, desto stabiler wird die Beziehung. Mit Unterstützung durch Paartherapie oder Coaching kann ein nachhaltiges, harmonisches Leben als Familie erreicht werden.
Beim ersten Mal geht ja sehr viel an Privatzeit verloren und auf einmal ist eben ein dritter Mensch da, um den man sich kümmern muss.
Das heißt, dieses Paarsein gerät so ein bisschen nach hinten und es hat einen keiner so richtig darauf vorbereitet, was auf einen zukommt.
Das ist so ein Thema, worüber alle irgendwie erstmal meistens sehr positiv sprechen.
Also es wird häufig dann nach außen hin so ein bisschen mehr dieses romantische Eltern-Kind-Ding, dieses romantische Familienbild gezeigt, als es dann intern wirklich so ist.
Deswegen ist es, glaube ich, sehr schwierig, wenn man noch nicht Elternteil ist, da so echte Infos zu bekommen.
Also ich fand so die ersten zwölf Monate besonders herausfordernd, weil da gab es besonders viel Schlafmangel.
Sehr viel kannst du halt einfach nur versuchen, irgendwie abzuschätzen, was los ist.
Und wenn du alles probiert hast mit neuer Windel, was zu trinken, was zu essen, also wenn alles durch ist und trotzdem schreit das Baby weiter, das macht ja auch was mit einem.
Wenn man da so hilflos davorsteht und sich jetzt fragt, was kann ich noch tun?
Am Anfang ist es das Gefühl.
Das bleibt jetzt ewig so.
Und das kann so niederschmetternd sein.
Der Beginn des Familienlebens, wenn ein Kind geboren wird, verändert viele Beziehungen grundlegend.
Neue Verantwortung und weniger Freiheit führen oft zu Spannungen und Missverständnissen.
Häufig ist die Geburt der Auslöser für erste große Beziehungskrisen.
In dieser Episode fokussieren wir uns auf diese Herausforderung und sprechen über wirksame Lösungen auf Beziehungs- und Elternpaar-Ebene.
Du bist im Podcast der Lebensidealisten gelandet.
Mein Name ist Florian.
Hallo, ich bin Janine.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine dauerhaft glückliche und harmonische Beziehung.
Ja, wir haben eine etwas andere Folge.
Wir wollen heute unsere Coachin Janine vorstellen.
Und gleichzeitig natürlich.
Über das bereits angeteaserte Thema sprechen.
Wie kann man eine stabile Partnerschaft als Eltern, aber auch als Liebespaar mit Geburt des ersten Kindes weiterführen?
Erzähl erstmal ein bisschen was zu dir.
Wer bist du?
Was machst du?
Ich bin Janine, Ende 30, lebe in der Nähe von der Münster mit meiner Großfamilie.
Ich habe fünf Kinder in dieser Familie und einen Hund und habe 2024, 2025 die Ausbildung beim Hanseatischen Institut.
Das war ja auch ein besonderer Weg, wie du zum Institut gekommen bist, denn du bist ja schon die zweite Coachin bei uns im Team,
die ursprünglich mit ihren eigenen Themen mal bei uns war, den Prozess so gut fand, dass du dann dich entschieden hast, die Ausbildung zu durchlaufen.
Das ist richtig, ja.
Damals noch vor Ort in Präsenz, das hat sich ja inzwischen verändert.
Wie hat sich das für euch entwickelt damals?
Wir sind hingekommen, weil wir gemerkt haben, dass wir als Paar nicht mehr weiterkommen.
Und auch keine gemeinsame Lösung für irgendwas mehr gefunden haben.
Wir hatten zwei kleine Kinder und haben dann für uns entschieden, dass wir Hilfe von außen brauchen, ohne zu wissen, in welche Richtung es überhaupt sich entwickeln soll.
Sondern einfach nur, um erstmal wieder einen gemeinsamen Weg zu finden.
Und dann sind wir auf euch gestoßen und haben gedacht, wir probieren das einfach mal.
Ja, und dann erinnere ich, dass das relativ schnell sich Klarheit einstellte Richtung Trennung.
Wir dann eine Zeit lang Pause hatten.
Dann haben wir beide. Dann haben wir beide einige Einzelcoachings gemacht und so eigene Anteile aufgearbeitet.
Und dann nach einiger Zeit haben wir dann den Beziehungsstart mit einem jetzigen Partner vorbereitet, der dann mit dazu kam in die Coachings.
Und dadurch ihr ein ganz anderes Fundament wahrscheinlich von Anfang an aufbauen konntet.
Das ist richtig.
Sehr spannend fand ich, dass auch durch die vorherigen Prägungen, die noch nicht ganz aufgelöst waren, ich mir eigentlich eine ähnliche Beziehung wieder dazu geholt hatte.
Die eigentlich langfristig dann auch nicht gehalten hätte durch das Coaching bei euch, weil wir ja beide auch Einzelcoachings bei euch gemacht haben, war es dann möglich, einen gemeinsamen Weg zu finden.
Es waren auch schon zwei Kinder aus erster Beziehung da und das ist ja auch für jemanden, der neu dazukommt, erstmal eine Herausforderung, wenn man selber noch keine Kinder hat.
Und durch das Lösen unserer Prägungen auf beiden Seiten haben wir es tatsächlich geschafft, dass wir eine richtig schöne, große, harmonische Familie zusammengekriegt haben.
Und eben auch zusätzlich noch Kinder mit dazu gekommen sind.
Das kommt ja dann zur Großfamilie noch hinzu. Es ist ja nicht nur eine Großfamilie, sondern auch noch eine Patchwork-Konstellation, die das ganze System ja sowieso nochmal größer und komplexer macht.
Und es noch mehr Herausforderungen gibt, die Fundamente stabil zu halten, um auch zurechtzukommen mit dem vorherigen Partner, Vater der zwei Kinder, dann ist er jetzt Vater der anderen drei Kinder und das muss ja alles insgesamt harmonieren.
Kann ich mir vorstellen, könnte auch alles so Richtung Familie, Elternpaar, Patchwork was sein, was dich im Coaching am ehesten begeistert oder wo siehst du deine Lieblingsthemen?
Das auf jeden Fall. Ich habe jetzt einige Themen auch gehabt, was so den fehlenden Selbstwert betrifft.
Das finde ich ganz spannend, weil da auch viel Potenzial ist für positive Veränderungen, sodass dann auch eine Partnerschaft besser funktionieren kann.
Die Coachings rund um Familie ist auf jeden Fall eine Sache, die eben sehr, sehr viel Mehrwert liefert.
Die Kinder haben häufig ja keine eigene Stimme und die Eltern sind von der eigenen Situation so eingenommen, dass sie gar nicht wissen, wie sie mit den Kindern da umgehen sollen, sodass ich finde, dass das auch ein sehr wichtiger Part ist.
Ja, man hat als Eltern halt die Möglichkeit, diese Kette von Prägungen, die so im Familienstammbaum herrschen, dann zu durchbrechen, für sich selber zu sorgen und dann andere,
Dinge, andere Werte, andere Beziehungsmuster an die eigenen Kinder weitergeben zu können.
Was würdest du sagen, sind die schönsten Momente in Coachings?
Dieser Aha-Effekt im Gesicht des Coaches, wenn er merkt, oh wow, manchmal sind das nur Kleinigkeiten, vermeintliche Kleinigkeiten, die eine enorme Auswirkung zeigen im Rest des Lebens und einfach dieser Gesichtsausdruck so, ach, das war's, okay und man merkt diese Erleichterung und das finde ich persönlich umstritten.
Wie würdest du sagen, war das denn für dich so die Veränderung, du hast ja quasi zweimal mit einem Partner ein erstes Kind bekommen, wenn man so möchte, wie war das für dich, weil du bist ja beide Male, ist ja dann die Konstellation hat sich verändert, ich meine, beim ersten Mal wart ihr komplett Liebespaar und werdet dann zum Elternpaar, beim zweiten Mal ist das ja so eine einseitige Sache, du bist ja schon im Elternpaar drin, es bildet sich ein neues Liebespaar, was dann auch wieder Elternpaar wird, gibt es da Unterschiede, die du gespürt hast?
Oder wie war das allgemein für dich, weil das ist ja auch so das Thema jetzt der Folge, wie es sich anfühlt und was sich verändert, das erste Mal Mutter oder Vater zu werden für die Beziehung?
Ja, das war ein großer Schritt, weil die Kinder sind regelmäßig bei ihrem Papa gewesen, das heißt, wir hatten trotzdem noch sehr viel Paarzeit, die dann ja auch erstmal weggefallen ist, das heißt, die Umstellung gab es bei beiden, wir sind das aber sehr unterschiedlich angegangen, beim ersten Mal war es eben so, dass ich auch noch in der Karriere drin war und da dann rausgegangen bin und wir hatten eigentlich gar nichts vorher abgesprochen, also wir waren beide vorher auf derselben beruflichen Position und auf einmal konnte er sich dann auch wieder in die Karriere bringen.
Ich konnte eher weitermachen und ich nicht, was bei mir für sehr viel Frust gesorgt hat, wir haben keine klare Aufteilung von Aufgaben oder irgendwas festgelegt, wir hatten keine Familie im Hintergrund, das war eine sehr, sehr schwierige Situation, sodass eigentlich ein Paar gearbeitet hat, während der andere Paar zu Hause geblieben ist und sich um das Kind gekümmert hat.
Und so entwickelt sich das ja sehr häufig, dass das unausgesprochen sich irgendwie zurecht ruckelt und dann entsteht auf einmal irgendwie ein Konstrukt, was sich so entwickelt hat.
Aber wo man gar nicht klar darüber gesprochen hat, sich überstimmig, unstimmig nicht ausgetauscht hat und dann ist man erstmal in diesem Konstrukt, was ja auch sehr positive Anteile hat, aber vielleicht auch eben negativ empfundene Anteile, die aber beiden mehr oder weniger bewusst sind.
Und wenn das Kind erstmal da ist und dann Schlafmangel herrscht und man auf die Bedürfnisse achten muss und sich alles irgendwie da auch noch zurecht ruckelt, dann ist es meistens schwierig, dann anzufangen daran zu nivellieren, was man vorher. Genau, und deswegen habe ich es beim zweiten Mal anders gemacht. Da haben wir dann vorher schon besprochen, zumindest auch, dass mein Partner ist in Teilzeit mit runtergegangen, um auch mit zu unterstützen und wir haben vorher überlegt, ob es eben noch Möglichkeiten gibt, sich vorzubilden.
Und was mir ganz wichtig ist und aufgefallen ist, ist, bei dieser ersten Variante hat der Papa sehr, sehr wenig Kontakt zu den Kindern gehabt, weil er dann eigentlich nur noch gearbeitet hat, um irgendwie ein Level zu halten, auch finanziell.
Und jetzt bei der zweiten Variante ist es ausgeglichener, sodass der Papa viel mehr Zeit durch diese Teilzeit hat für seine eigenen Kinder, eine ganz andere Bindung zu den Kindern hat und ich als Frau auf der anderen Seite auch die Möglichkeit habe, mich wieder weiterzuentwickeln.
Das ist für beide ein sehr stimmiges Ergebnis gewesen und das hat beim ersten einfach total gefehlt.
weil wir einfach so reingesprungen sind.
Keiner so richtig darauf vorbereitet auch, was auf einen zukommt.
Ja, das ist so ein Thema, worüber alle irgendwie erstmal meistens sehr positiv sprechen.
Und das haben wir früher schon immer gemerkt, wenn man dann in so eine Krabbelgruppe kommt.
Und dann geht es erstmal so reihum.
Ja, nee, mein Kind schläft super, meins auch.
Ja, alles top bei uns.
Und sobald man selber sagt, richtig scheiße, schläft überhaupt nicht, die ganzen Nächte wach, ist totaler Mist gerade.
Ich bin richtig am Ende.
Und dann auf einmal alle anderen so atmen so auf.
Ja, okay, wenn ich ehrlich bin, bei mir ist es auch so.
Kann vielleicht auch gut sein, damit man die Motivation nicht verliert.
Und vielleicht ist das manchmal auch das, was die Menschen zurückhält, zu sagen,
hey, es hat ja auch seine schönen Seiten und es soll ja auch so sein.
Das finde ich als Tipp auch ganz, ganz wichtig, sich einfach so ein bisschen von außen abgrenzen zu können
und vielleicht vorher einmal mit dem Partner sich zusammenzusetzen,
sich selber zu überlegen, was ist mir wichtig, was möchte ich meinen Kindern beibringen,
was für ein Leben als Familie möchten wir führen,
damit man gar nicht so in diese Bredouille kommt, sich von außen bequatschen zu lassen.
Ah, das musst du so und dies und das ist wichtig, sondern es ist eben schon wichtig,
dass jeder für sich seinen eigenen Weg da geht.
Und es ist unheimlich schwer, so wie du sagst, wenn man eben den Input von außen kriegt.
Ja, es ist eine Phase, wo viele von außen eingreifen,
wo auch häufig Eltern und Schwiegereltern sich sehr berufen fühlen, Tipps und Co. reinzugeben.
Und je nachdem, wie sie sich so weiterentwickelt haben,
natürlich so mit ihren pädagogischen Gedanken von vor 20, 30 Jahren,
die sich heute häufig verändert haben, unsere Bedürfnisse, unser Berufsleben,
hat sich verändert und da fehlt häufig der Blick für.
Aber auch wildfremde Menschen auf der Straße fühlen sich gerne berufen, dann was dazuzugeben.
Freunde, die manchmal schwierig Verständnis dafür haben, wenn sie selber ein sehr einfaches Kind hatten,
das einfach durchschläft nach sechs Wochen, wo alles easy läuft,
dass bei einem selber das alles nicht funktioniert, wo man dann auch häufig Tipps bekommt,
die bei denen wunderbar geklappt haben, aber bei einem selber gar keine Wirkung machen
und man über diese Tipps schon lange hinausgegangen ist.
Ja, das stimmt.
Auf dem Level waren wir schon vor Monaten, das hilft gar nicht.
Wir sind schon viel weiter in unseren Maßnahmen und diese einfachen Tipps, die bringen dann gar nichts.
Deswegen ist ja auch spannend, neben dem, wie stellt man sich das alles vor,
ja auch zu überlegen, wie schafft man denn die erste besonders herausfordernde Phase ganz gut.
Also ich fand so die ersten zwölf Monate besonders herausfordernd,
weil da gab es besonders viel Schlafmangel und du hast sehr viel, kannst du halt einfach,
nur versuchen, irgendwie abzuschätzen, was los ist.
Und wenn du alles probiert hast mit neue Windel, was zu trinken, was zu essen,
also wenn alles durch ist und trotzdem schreit das Baby weiter, das macht ja auch was mit einem.
Wenn man da so hilflos davorsteht und sich jetzt fragt, was kann ich noch tun,
dann kommt so ein Switch, wo sich das so verändert, wo das anfängt einfacher zu werden,
der Schlaf besser wird und dann fand ich die große Erleichterung, wo er angefangen hat zu sprechen
und einfach sagen konnte, was sein Bedürfnis ist.
Du hast Hunger, okay, ja super, du hast Hunger, du hast, ja gerne, ich gebe dir was.
Das hat sehr vieles sehr erleichtert.
Was würdest du sagen, wie kommt man denn als Paar richtig gut durch diese erste besonders herausfordernde Phase,
wo man auch, du hast vorhin schon gesagt, dass Liebespaar auch teilweise ein Stück weit pausieren
und wirklich zurückstellen muss.
Also was ich selber als sehr hilfreich empfunden habe, ist, dass mein Partner mit in die Elternzeit gegangen ist.
Es gibt ja, ich sage mal, relativ. Es gibt ja relativ einfache Möglichkeiten, dass er zwei Monate auch mit begleitet,
beziehungsweise jetzt einen Monat mit der Frau zusammen
und der zweite Monat wäre dann eben nur der Vater zu Hause.
Muss man sich überlegen, ob sowas machbar ist.
An sich ist es grundsätzlich so, diese vier Wochen, den Partner dabei zu haben,
auch ein bisschen als Ausgleich im zweiten Monat, finde ich sehr, sehr wichtig,
weil das ist die Phase, wo die Kleinen eigentlich anfangen zu weinen,
wo sie vermehrt wach sind.
Somit man auch die Möglichkeit hat, sich einfach hinzulegen und mal Pause zu machen
und auch einfach mal abgeben kann, sagen, okay, das Kind schreit jetzt und ich kann nicht mehr, bitte nimm es.
Das ist so ein Punkt.
Der andere Punkt, würde ich sagen, ist definitiv, sich von außen Hilfe zu holen, wenn es machbar ist.
Und ich glaube, wenn die so klein sind, ist es auch egal, ob es Oma ist, ob es ein Babysitter ist.
Die Personen, die sie regelmäßig sehen, die nehmen sie auch für sich an.
Das heißt, wenn man die Möglichkeit hat, definitiv.
Sich vielleicht auch nur einmal die Woche, einmal zum Ausschlafen, vielleicht einmal als Paar zusammen essen gehen
oder einen Spaziergang machen für eine halbe Stunde.
Einfach erst mal starten.
Und das Zweite ist, dass der Partner, der arbeitet, vielleicht auch möglichst viel Zeit mit dem Kind verbringen sollte,
sage ich jetzt so ganz frech, um das Kind auch kennenzulernen.
Es ist, glaube ich, nichts schwieriger, als wenn du den ganzen Tag unterwegs bist,
du kommst nach Hause, kriegst ein schreiendes Kind in die Hand gedrückt,
und sollst dann versuchen, herauszufinden, wie du dem kleinen Würmchen helfen sollst.
Das geht nicht.
Das heißt, da muss auch eine gewisse Zeit, eine intensive Zeit zwischen den beiden stattfinden können.
Und dann eben auch, sich als Hauptpart, der zu Hause ist, einfach zurückzunehmen.
Und nicht, ja, das musst du so, und das ist hier, und das ist. Das fällt, glaube ich, vielen auch ganz, ganz schwer.
Weil der Part, der zu Hause ist, natürlich auch sein eigenes System entwickelt.
Und wenn dann der andere mit reinkommt, ist es ganz schwer zu sehen, wenn jemand etwas anders macht.
Aber da eben auch einfach entgegenzukommen, zu sagen, okay, mach, wie du meinst, jeder findet seinen eigenen Weg.
Und das ist auch so, die Kinder sind ja auch bei jedem Menschen unterschiedlich.
Das ist, glaube ich, ganz, ganz wichtig.
Und dann sich vielleicht auch einfach Zeiten zu nehmen, wo beide zusammen auf dem Sofa sitzen und zusammen entspannen.
Einfach erst mal als ganz kleine Basis.
Das wird ja mit steigendem Alter der Kinder einfacher oder anders.
Und auch die Frauen haben nach der Geburt ja auch eine gewisse Zeit, in der sie. Erst mal mit ihrem eigenen Körper zurechtkommen müssen.
Manche haben Schwierigkeiten, das zu akzeptieren, wie es jetzt ist.
Und da vielleicht auch den Frauen die Zeit zu geben, später ein bisschen Sport zu machen.
Oder sich eine halbe Stunde am Tag für sich nehmen zu können.
Ich glaube, das macht auch ganz, ganz viel mit denen.
Dass sie einfach auch merken, ich bin auch noch ich.
Und ich bin nicht nur Baby.
Ja, da stellt sich quasi dann vieles näher zurück.
Also viele Hobbys.
Freunde müssen erst mal ein bisschen warten.
Man muss sich da schon sehr auf sich. Als Paar und auf sich einzeln fokussieren, um dann die Stabilität zu haben, dass alles gut läuft.
Das, was du sagst, das haben wir auch gerade mit einem Freund besprochen.
Der hatte auch Elternzeit als Vater.
Aber ich glaube, ziemlich spät.
Ich glaube, so nach elf, zwölf Monaten.
Also ziemlich zum Ende des ersten Jahres, glaube ich, kann man es auch noch wählen.
Und der hatte auch reflektiert, dass das für die Bindung und das Verständnis für das Kind einen enormen Turbo gebracht hat.
Dass das vorher so vom Feeling her komplett anders war.
Mit den Betreuern, also andere Bindungspersonen möglichst schnell mit einzuführen, wie Oma oder einen anderen Babysitter, hast du gesagt.
Da wird man ja sowieso nur jemanden wählen, zu dem man selber sehr großes Vertrauen hat.
Wahrscheinlich wird man selten am Anfang sehr früh einen wildfremden Babysitter engagieren, den man gar nicht selber kennt.
Sondern es muss schon jemand aus dem engeren Kreis sein.
Und das ist ja auch das, was die Kinder immer aufnehmen.
Sobald da die Bindung und volles Vertrauen zu der Person von uns als Eltern da ist,
dann übernehmen die ja diese Bindung und das Vertrauen typischerweise.
Das war bei uns auch gut.
Wir haben sehr früh meine Mutter und Ina's Schwester eingeführt als Babysitter.
Ich glaube, das erste Mal so richtig mit Übernachtung nach einem halben Jahr.
Also recht früh.
Und aber auch schon vorher einige Phasen, damit eben diese starke Bindung früh entstehen kann,
sodass wir rechtzeitig Auszeiten uns nehmen können.
Und wie du schon sagst, diese Auszeiten, die sind dann jetzt nicht besonders geil.
Also diese Auszeiten.
Die Auszeiten sind jetzt nicht so, dass man sagt, hey, dann lass uns mal nach Hamburg fahren,
einen schönen Shopping-Trip machen, nett essen gehen und noch dies und das unternehmen.
Sondern die sehen dann am Anfang so aus, dass man sich anguckt und sagt,
wollen wir erstmal eine Stunde schlafen gehen?
Ja, lass uns mal schlafen.
Und dann legt man sich eine Stunde hin, schläft.
Und danach spricht man nochmal eine Stunde über das Kind.
Und dann ist die Zeit rum.
So ist halt die Anfangsphase.
Wenn dann das Kind ein bisschen herausfordernder ist, was so diese Schlafphasen und Co. anbelangt.
Und das Ausgleich schaffen hast du noch mit reingebracht.
Also dafür sorgen, dass der andere überleben kann.
Das ist immer so dieser richtig gute Abgleich.
Also wenn man aufeinandertrifft, dieses Ankommen auch nach der Arbeit und so weiter.
So wie ist das Energielevel von beiden?
Und derjenige, der das niedrigere Energielevel hat, der darf sich ausruhen im besten Fall.
Und der andere übernimmt erstmal mit dem Wissen, dass das eine Phase ist.
Das ändert sich.
Das ist jetzt einige Monate so.
Und dann verändert sich das alles.
Dadurch kann man diese Phase. Diese Phase auch denke ich gut überstehen und Dinge zurückstufen.
Und das ist etwas, was mir auch gefehlt hat.
Dieses Wissen über die Phasen.
Am Anfang ist es das Gefühl, das bleibt jetzt ewig so.
Und dieses Wissen, das ist vielleicht selbst. Manchmal sind es ja nur zwei Wochen.
Und dann ist es auf einmal ganz anders.
Allein dieses Wissen mit zu transportieren, kann einem so viel Energie und positive Einstellung geben,
dass man eben auch das Gefühl hat, okay, ja, wir schaffen das.
Und wenn man dann zu zweit. Zweit ist eben umso besser.
Und immer dann, wenn es besonders schlimm gerade wird und es noch diverse Rückschritte gibt,
dann ist es. Das ist eine Wachstumsphase meistens.
Dann passiert ganz viel im Gehirn des Kindes, neue Verknüpfungen.
Das dauert zwei, drei Wochen.
Dann können die auf einmal Sachen, die vorher nicht gingen.
Es gibt eine ganz große Veränderung.
Aber dem gehen meistens so zwei, drei besonders anstrengende Wochen zuvor,
wo das Kind Rückschritte macht.
Das ist auch immer was, wo man sich erstmal Sorgen macht und sagt,
oh Mann, das ging doch schon ohne Windel und das ging doch schon mit länger Schlafen
und du konntest, dachte doch schon, alles geht auf einmal nicht mehr.
Wieso so viele Rückschritte?
Bis man dann wieder auf die Idee kommt, ah, das könnte eine neue Wachstumsphase sein.
Da gibt es auch sehr viele schöne Bücher zu.
Also Nora Immler hat da schöne Bücher zu.
Ich weiß gar nicht, von wem das Buch ist.
Oje, ich wachse, ob das auch von ihr ist.
Also es gibt ganz viele tolle Bücher, die diese ganzen Wachstumsphasen alle beschreiben.
Und das kommt tatsächlich sehr, sehr exakt hin.
Also es sind manchmal wenige Tage, manchmal ein, zwei Wochen Unterschied.
Aber so gerade in der Anfangszeit kann man sich an diesen Büchern sehr, sehr gut orientieren.
Auch die Nikola Schmidt hat.
Sie hat sehr viele schöne Bücher geschrieben für verschiedene Altersabschnitte.
Also von Schwangerschaft bis Kleinkindalter.
Und dann gibt es eben hinterher nochmal eine Abstufung, kurz vor der Schule, in der Schule.
Da sind sehr viele schöne, hilfreiche Tipps drin.
Und man fühlt sich auch sehr verstanden, wenn man das gelesen hat und merkt,
okay, die Außenwelt ist eben nicht mehr so passend eigentlich für eine kleine Familie,
die jetzt entstehen möchte.
Sondern es gibt so viele Impulse von außen, die das dann so stressig werden lassen.
Und in diesen Büchern ist so schön beschrieben,
dass wir eben nicht mehr in der Steinzeit sind, wo wir nur für uns waren.
Ich finde diese Verbindung zu schaffen eigentlich auch sehr schön, damit man einfach merkt,
vielleicht ist es ganz nett, sich ein bisschen für sich einzumuckeln die erste Zeit,
bis es eben besser läuft.
Und dann kann man langsam auch Menschen von außen mit dazu lassen.
Da ist die Kommunikation wieder ganz wichtig, dass man den Menschen im Außen das dann aber auch mitteilt.
Weil die haben ja auch alle Lust und das Bedürfnis, die Familie und das Kind zu sehen, so schnell wie möglich.
Und da muss man dann auch,
vorab gut kommunizieren, damit das kein Ausschlussgefühl macht und
keine anderen Systemgesetzverletzungen dadurch entstehen.
Und das ist vielleicht noch ein schöner Punkt.
Man kann sie ja mit einbinden und vielleicht kleine Gefallen erbitten, wenn man das so nennen möchte.
Dass man einfach die Menschen bittet:
Habt ihr Lust für uns zu kochen? Habt ihr Lust mal einen kleinen Einkauf zu machen?
Und das am besten im Vorhinein, also nicht dann, wenn man schon völlig am Ende ist,
sondern vielleicht vorher schon zu sagen:
Ich möchte gerne die erste Zeit sein.
Ich möchte die ersten vier, fünf Wochen ein bisschen Ruhe haben.
Gibt es eine Möglichkeit, dass du mir etwas abnimmst?
Da sind ganz viele auch bereit dazu.
Ja, oder auch vorab zu sagen:
Sollte das nicht machbar sein, weil die Phasen so anstrengend sind, seid ihr dann bereit.
Wenn ich das doch hinkriege, kann ich es ja übernehmen.
Das ist bei ganz vielen.
Wir haben jetzt zwei Phasen quasi.
Entweder kann man das wunderbar präventiv vorbereiten und sorgt für sich.
Das wäre natürlich optimal.
Dann haben wir aber natürlich auch dann vielleicht die, die so zuhören.
Die jetzt schon mittendrin stecken oder wo die Phase auch schon vorbei ist.
Vom Grundsatz her ist es aber fast egal, wo man sich befindet.
Der Weg, wie man da wieder rauskommt oder das sinnvoll vorbereitet, ist eigentlich immer
der gleiche.
Nur dass es natürlich präventiv am einfachsten ist.
Man hat da noch die meisten Ressourcen, die meiste Energie.
Wenn man mittendrin steckt, kann das schon deutlich schwieriger werden, die Zeit und
die Muße zu finden, an die Themen ranzugehen.
Wenn ihr merkt, dass der Podcast euch anspricht und ihr seid genau in dieser Phase, dass es
für euch sehr schwer geworden ist, nach dem Elternwerden nun zurückzufinden zum Liebespaar
oder ihr merkt, dass einfach immer mehr Konflikte immer stärker eskalieren, mehr Distanz zwischen
euch entsteht als zuvor, dann meldet euch sehr gerne bei uns fürs Telefonische Erstgespräch
und wir schauen gemeinsam, wie wir euch auf diesem Weg optimal unterstützen können.
Ja, grundsätzlich als Vorbereitung.
Als Vorbereitung oder als Lösung des Ganzen dient ja bei uns immer erstmal so das Fundament
als Basis.
Das heißt, dass man gemeinsam möglichst erstmal alle emotionalen Verletzungen, die
unverarbeitet geblieben sind, verarbeitet, damit das Fundament möglichst wenig Risse
hat, sehr stabil ist und man aus dieser Basis heraus eben auch viel besser kommunizieren
kann, weil man keine Trigger trifft, was natürlich eine Phase ist, die alles irgendwie steigert.
Aber du hast ja schon, bevor unser Sohn da war, das und das nicht gemacht und du warst
da ja schon nicht aufmerksam und das heißt, dass dieses ganze Zurückfallen in die Vergangenheit,
was da schon alles schiefgelaufen ist, was jetzt nur noch schlimmer geworden ist, dass
das nicht mehr passieren kann, weil man es schon verarbeitet und gute Lösungen gefunden
hat.
Das heißt, wie machen wir das?
Wir gehen immer zurück an den Punkt, wann war es mal gut und lösen von da aus systematisch
die emotionalen Verletzungen mit der System Empowering Methode.
Ja.
Um dann mehr Harmonie herbeizuführen.
Denn man geht also chronologisch durch und löst Verletzung für Verletzung gemeinsam
und kommt so an jedes Thema dann ran, wenn es auch ursächlich entstanden ist.
Haben wir zum Beispiel schon mal tatsächlich präventiv vor Hochzeiten gehabt, dass Paare
sich melden und sagen, wir heiraten nächstes Jahr, wir wollen ganz gerne vorerschauen,
dass wir alles stabilisieren, aber auch vor dem Kinderbekommen, also optimal, wenn man
präventiv das Ganze macht, um durch diese Phase.
So gut wie möglich durchzukommen und auch wirklich ein Stück weit in das Eltern sein
und Familie werden genießen hineinzufinden.
Beim Lösen der Verletzungen ist auch wichtig, dass ihr die Verantwortung für eure eigenen
Handlungen übernehmt und für die verursachten unguten Gefühle beim Partner, damit er sich
auch ernst genommen fühlt und sehr wichtig ist dann die besondere Aufmerksamkeit auf
die aufrichtige und sprachlich korrekte Entschuldigung, damit die emotionalen Verletzungen anerkannt
werden können und die gewaltfreie Kommunikation, die wir als Grundlage nehmen, könnt ihr auch
sehr gut hinterher bei Paargesprächen weiterhin nutzen, damit gar keine emotionalen Verletzungen
erst weiter entstehen.
Ja, da haben wir schon einige Folgen zu gemacht zum Thema, wie können emotionalen Verletzungen
nachhaltig gelöst werden, da schaut einfach mal bei uns die Podcast-Folgen durch.
Ihr könnt euch auch für den kostenfreien Kurs bei uns anmelden.
Wir haben, das sind fünf Videos, die ihr dann bekommt und in einem Video, da geht es explizit
darum, wie man sich richtig entschuldigt, sodass es beim anderen auch ankommt und eine
Wirkung hinterlässt.
Ein ganz wichtiges Systemgesetz, weil wir Arbeitnehmer den System gesetzen, ist das
Gleichgewicht von Geben und Nehmen, was jetzt durch das Elternwerden ganz besondere Aufmerksamkeit
bekommt, denn vorher gab es normalerweise ausreichend Zeit und die Zeit war auch relativ
unabhängig voneinander.
Das heißt, wenn einer von beiden sagt, ich möchte heute Abend mit Freunden was unternehmen,
typischerweise, ja super, wollte ich auch machen, passt gut oder ich möchte eh mal,
habe eh mehr zu tun heute Abend, ich muss was für die Uni-Arbeit vorbereiten, was auch
immer, da gibt es immer was, wo man sagt, ja super, dann kann ich.
Jetzt ist es so, dass automatisch der andere eigentlich dann als Babysitter dient und zuhause
bleiben muss oder man muss sich gemeinsam was organisieren, das heißt, jetzt hat immer
das Rausziehen aus der Familie sofortige Auswirkungen auf den Rest, der zurückbleibt, das heißt,
es ist nicht so, dass man sich selbst nicht mehr mit der Familie konzentrieren muss, sondern
man muss sich auch nicht mehr mit der Familie konzentrieren, sondern man muss sich auch nicht
mehr mit der Familie konzentrieren, sondern man muss sich auch nicht mehr mit der Familie
konzentrieren.
Man muss sich nicht mehr mit der Familie konzentrieren, man muss sich nicht mehr mit der Familie
konzentrieren, man muss sich nicht mehr mit der Familie konzentrieren, man muss sich nicht
mehr mit der Familie konzentrieren, man muss sich nicht mehr mit der Familie konzentrieren,
man muss sich nicht mehr mit der Familie konzentrieren, man muss sich nicht mehr mit der Familie
konzentrieren, man muss sich nicht mehr mit der Familie konzentrieren, man muss sich nicht mehr
mit der Familie konzentrieren.
Interessen folgt. Wenn ihr das jetzt nicht ins Gleichgewicht bringt, wird sich das typischerweise verstärken.
Ja, da sind wir ja dann wieder bei dem Thema Unterstützung annehmen und auch für sich selbst sorgen. Wir bei den Lebensidealisten haben eine Tut-mir-gut-Liste, die wir euch empfehlen, selber herzustellen, sodass jeder für sich auch weiß, was kann ich tun, um wieder mehr in Energie zu kommen, um ausgeglichener zu sein.
Und vielleicht wäre das ja auch ein Punkt, dass man das vorschiebt. Also wenn jemand sagt, ich möchte gerne morgen Abend weggehen mit meinen Freunden, dass der andere Paar erstmal eine Stunde für sich bekommt, um sich zu erholen und dann auch gut für das Kind da sein zu können für die nächsten Stunden, wäre vielleicht ein ganz netter Anfang.
Ja, da steckt Ausgleich von Geben und Nehmen drin. Wenn du weg möchtest, ich brauche einen Ausgleich, um mich erholen zu können, damit ich das den Abend über so gut durchführen kann.
Aber natürlich dann auch das Thema stimmige Kompromisse.
Okay, wenn du morgen Abend weg möchtest, fühlt es sich erstmal unstimmig an, dann bin ich erneut zuständig, wie letzte Woche schon. Das macht bei mir gerade ein Gefühl.
Okay, was können wir tun, lernen, verändern, damit das für beide wirklich stimmig wird. Und dann geht es in einen Kreativprozess herauszufinden, was man tun kann.
Auch da wieder, wenn man das alles schon mal trainiert hat, bevor man Eltern geworden ist, fällt einem das natürlich viel leichter.
In der Phase, wo man dann eben wenig Kapazitäten hat, als das Ganze zu erlernen, wenn die Kapazitäten eben nicht so da sind.
Weil natürlich dann auch der kreative Freiraum im Kopf einfach nicht so voll da ist.
Wenn ihr es noch nicht habt, dann ist es wichtig, dass ihr eben eine intensive Kommunikation miteinander etabliert.
Und dafür sind dann Reflexionsgespräche und auch Orga-Gespräche sehr, sehr sinnvoll.
Wir haben dafür bei uns, wenn man ins Beziehungstraining kommt oder auch in der Paartherapie ist, extra einen Gesprächstag.
Leitfaden entwickelt mit einer Checklist, was einfach hilft, dass man schon mal so den stimmigen Rahmen baut, auf die Bereitschaft beider achtet.
Und dann einige andere Regeln, klingt immer so ein bisschen steif, aber dass man einige Regeln durchaus beachtet, die dazu führen können, dass solche Gespräche möglichst konstruktiv verlaufen können und man am Ende auch rausgeht mit einem guten Gefühl und einer Weiterentwicklung.
Die Orga-Gespräche dienen tendenziell dem, dass man sich die nächste Woche anschaut und überlegt, was können wir als Paar machen mit unserem Netzwerk gemeinsam, damit wir diese Woche so gut wie möglich erstmal überstehen, später natürlich in der nächsten Phase, wie können wir diese Woche so gut wie möglich durchlaufen und viel Paarzeit für uns rausholen, dass das Liebespaar zurückkehren kann.
Und dafür dienen natürlich auch die Reflexionsgespräche, wo man gemeinsam einmal die letzte Woche reflektiert, schaut.
Und gab es emotionale Verletzungen, die noch unverarbeitet geblieben sind, weil vielleicht in dem Moment keine Zeit, keine Ressource da war? Gibt es Feedbacks, die wir noch austauschen wollen miteinander und was können wir tun, lernen, verändern, damit die nächste Woche noch stimmiger verlaufen kann?
Wenn Konflikte auftauchen, versucht sie möglichst zeitnah zu lösen. Alles, was oberflächlich gelöst wird oder versucht wird unter den Teppich zu kehren, wie man das früher so schön gesagt hat.
Hat keine nachhaltige Verbesserung und es kommt irgendwann wieder hoch und es schwillt auch immer so in der Beziehung mit, sodass einer sich vielleicht auch schneller angegriffen fühlt. Deswegen ist es ganz, ganz wichtig, diese Sachen für beide stimmig zu klären.
Und wenn es jetzt gerade nicht passt, weil beide müde sind, weil das Kind weint, versucht einen Rahmen zu schaffen, so wie Florian eben gesagt hat, dass ihr jemanden holt, der auf das Kind aufpasst für eine halbe Stunde, eine Stunde.
Dass ihr vorher es schaffen könnt, erst einmal runterzufahren und euch auch überlegt, was kann für euch ein stimmiges Ergebnis sein, sodass ihr euch dann in Ruhe zusammensetzen könnt und ein vernünftiges Gespräch führen könnt, sodass jeder einmal darlegen kann, wie es ihm damit ergangen ist und was für ihn auch eine mögliche Lösung in diesem Thema ist.
Ja, das ist praktisch, dann teilweise gar nicht so einfach. Ich kann das ja aber schon hören, wenn man dann natürlich sich den Babysitter nimmt.
Wenn man dann endlich Freiraum hat, auch noch Geld für den Babysitter investiert vielleicht, dann zu sagen, jetzt sollen wir über Konflikte sprechen und das, was unstimmig war, ich möchte jetzt einfach diese drei Stunden, möchte ich einfach genießen.
Das muss man sich aber mal genauer anschauen, wie sehr kann man das denn wirklich genießen und welche Auswirkungen hat das, wenn das Fundament nicht stabil ist und noch unterschwellige Konflikte gerade da sind.
In der Realität sitzt man dann ja doch eher im Restaurant sich gegenüber.
Weiß nicht so genau, was man sagen soll. Fokussiert sich dann vielleicht doch wieder auf irgendwelche oberflächlicheren Themen, wo man das Gefühl hat, das kann ich noch ansprechen, ohne dass das gleich in einen Konflikt hineinläuft.
Von daher macht es wenig Sinn. Ich bin auch immer verwundert, wenn Paare so ein bisschen zögern, sozusagen das Geld für eine Paartherapie auszugeben, aber im fast gleichen Atemzug dann erzählen, dass sie bald in Urlaub fliegen.
Also überlege, Mensch, ihr seid jetzt da, weil euer Fundament ist so instabil. Ihr habt so viele Konflikte und Streit. Der Urlaub, der kann ja gar nicht gut werden.
Also dann lasse ich doch lieber mal einen Urlaub vielleicht ausfallen und kümmere mich um meine ganzen Themen und sorge dann dafür, dass dafür alle folgenden Urlaube wieder richtig gut werden können.
Bei manchen ist es auch anders. Manche haben auch nur im Urlaub dieses Gefühl, weil das ganze Alltagsgeschehen nicht da ist, dass es da gut ist. Dann kann ich es natürlich verstehen.
Aber für viele ist es auch der Urlaub.
Der Urlaub ist gar nicht mehr schön. Wir haben schon einige Male selber in Urlauben gedacht, den könnten wir eigentlich eine Karte geben. Kannst du nicht machen.
Aber da sind durchaus einige Konflikte, die man immer so am Rande mitbekommt. Insbesondere größter Platz für Streitigkeiten ist vor dem Kinderclub, wo man die Kinder abgeben kann.
Weil da immer aufeinander prallt, was die Erwartungen an den Urlaub gewesen sind und dass das Kind jetzt auf einmal sagt, ich will da nicht rein.
Also mehr Verständnis als der andere, dass man da nicht rein will. Und da treffen häufig dann die ganzen Erwartungen und Enttäuschungen aufeinander.
Vor allen Dingen kann man dann ja auch hinterfragen, wenn ich den Urlaub brauche, um mein Leben zu genießen und ich den Alltag nicht genießen kann, dann hapert es ja an irgendwas.
Und das ist eigentlich genau der Punkt, wo wir ansetzen können, damit eben auch der Alltag schön ist. Natürlich ist ein Alltag stressig mit Kindern, keine Frage. Trotzdem kann man die Zeit ja. zusammen genießen und zusammen durch diese stressige Zeit gehen. Und wenn die grundsätzlichen Dinge geklärt sind, sodass jeder sich anerkannt fühlt, dass jeder weiß, ich gehöre zu dieser Familie, ich werde gehört, dann ist es eben auch möglich, für alle gute Möglichkeiten zu finden, durch diese stressigen Zeiten durchzugehen.
Ich kann sonst einfach maximal 30 Tage typischerweise Urlaub im Jahr. Das heißt, ich möchte nicht irgendwie 335 schwierige Tage erleben, um 30 gute Tage. zu haben. Das fühlt sich dann doch sehr unausgewogen an. Irgendwie muss man es als Paar schaffen, seinen Alltags-Lifestyle so aufzubauen, dass das auch für einen stimmig und harmonisch ist.
Ja, und dann ist natürlich immer ein passender Tipp, wenn ihr merkt, dass die Herausforderungen zunehmend wachsen und es euch schwerfällt, Kompromisse zu finden, euch zu unterstützen, wenn ihr merkt, dass ihr als Liebespaar gar nicht recht zurückfindet und Distanz aufbaut, euch Unterstützung zu holen.
Das kann natürlich mit uns sein.
Als Paartherapeuten, das kann natürlich auch andere Möglichkeiten erstmal sein. Es gibt ja Familienberatungsstellen und diverse Optionen, wie man sich Unterstützung holen kann. Auch im ersten Step erstmal das eigene Netzwerk einbinden. Aber je eher ihr euch Unterstützung holt, auch sehr hilfreich tatsächlich eben einen Coach, Paartherapeuten hinzuzunehmen, der selber unbefangen ist.
Und dann ansetzen, überlegen, was hat bei uns damals geholfen. Ist was anderes, als wenn jemand mit so einer klaren Methodik euch dabei hilft, für euch einen stimmigen Weg zu finden. Und der kann völlig anders aussehen als unser Weg, der für uns damals stimmig war. Möchtest du noch was ergänzen?
Ich würde nochmal einhaken in das, je früher ihr startet. Die Kinder spiegeln die Eltern und die triggern ganz, ganz toll das an, was bei den Eltern noch drin sitzt.
Das ist dann eben so ein Punkt. Wenn ich das als Elternteil frühzeitig bearbeitet habe, dann kann mein Kind mich da gar nicht mehr so triggern. Dann kann ich ganz anders da durchgehen und mein Kind nimmt das auch nicht für sein Leben nochmal mit. Es ist ja auch, je größer sie werden, desto schwieriger wird es, diese Dinge wieder rauszukriegen, weil die Kinder mit diesem Gefühl aufwachsen. Deswegen, je kleiner sie sind, desto besser könnt ihr starten.
Und die man vielleicht noch nicht bearbeitet hat, kommen auf einmal ganz viele Gefühle und Trigger hinzu, die man ohne Kind auch selber gar nicht reflektieren kann. Die man erst dadurch selber erlebt und für sich nochmal greifbar machen kann, dass eben Kinder da sind, die genau diese Dinge in einem auslösen, die man selber erlebt hat und die man verdrängt, vergessen hat und die jetzt wieder hochkommen. Das heißt, da kommt nochmal eine ganze Menge mehr Aufgaben hinzu.
Je mehr Kinder Eltern werden ist, desto entspannter wird die Zeit einfach danach, weil es kommen auf jeden Fall Themen auf einen zu. Da ist keiner von uns befreit von, egal wie gut man vorher alles durchgearbeitet hat und zu seiner eigenen Prägung Themen angegangen ist, wie viel Therapie und Coaching-Erfahrung man mitbringt. In dem Moment, wo man ein Elternteil wird, werden einem einfach Dinge bewusst, die vorher gar nicht bewusst werden konnten.
Schön, dass ihr dabei wart. Wir freuen uns, wenn ihr bei der nächsten Folge dann wieder mit Ina dabei seid. Bis bald.
Tschüss.
Tschüss.
Podcast Summary
Key Points:
Die ersten Monate nach der Geburt sind besonders herausfordernd durch Schlafmangel und eine große emotionale Belastung, die das Elternpaar überfordert.
Ohne Vorbereitung und gemeinsame Ausrichtung entstehen ungewollte Konflikte, da das Paar nicht auf die neuen Verantwortlichkeiten vorbereitet ist.
Die Entwicklung von Elternpaar und Liebespaar verändert sich
Es ist entscheidend, frühzeitig im Elternverlauf eine gemeinsame Basis zu schaffen, um emotionale Verletzungen zu verarbeiten und eine stabile Beziehung zu gewährleisten.
Die Einführung von Auszeiten, wie z. B. eine Stunde Schlaf oder ein gemeinsames Ausgleichsgespräch, hilft, Energie zu regenerieren und die Kommunikation zu stärken.
Externe Unterstützung, wie Babysitter oder Partner, spielt eine wichtige Rolle, um Raum für Paarzeit und emotionale Ausgleich zu schaffen.
Die Kinder spiegeln die Elternschaft und aktivieren alten, verdrängten Emotionen, wodurch die familiäre Dynamik komplexer wird.
Es ist entscheidend, frühzeitig auf das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen zu achten, um Konflikte zu vermeiden und ein harmonisches Leben als Familie zu führen.
Summary:
Die Geburt eines Kindes verändert das Elternpaar grundlegend und führt zu hohen emotionalen und praktischen Herausforderungen. Die ersten zwölf Monate sind besonders belastend durch Schlafmangel, unvorhersehbare Rückschritte und das Gefühl der Hilflosigkeit. Ohne ausreichende Vorbereitung entstehen Spannungen, da die Partner oft nicht auf die neuen Verantwortlichkeiten vorbereitet sind.
Die ersten Monate sind oft von ungleicher Aufteilung der Aufgaben geprägt, wobei der Vater wenig Kontakt zu den Kindern hat und die Mutter allein verantwortlich ist. Ein entscheidender Faktor ist die frühe Etablierung eines gemeinsamen Fundaments durch die Verarbeitung emotionaler Verletzungen, um Konflikte zu vermeiden. Auszeiten, wie z.
B. eine Stunde Schlaf oder ein gemeinsames Gespräch, helfen, Energie und Kommunikation zu regenerieren. Die Einführung externer Unterstützung, wie Babysitter oder Vertraute, bietet Raum für Paarzeit und emotionale Balance.
Kinder spiegeln die Elternschaft und aktivieren verdrängte Emotionen, was die familiäre Dynamik komplexer macht. Es ist daher wichtig, frühzeitig auf Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen zu achten und gemeinsame Lösungen für die Zukunft zu finden. Je früher das Paar auf diese Aspekte reagiert, desto stabiler wird die Beziehung.
Mit Unterstützung durch Paartherapie oder Coaching kann ein nachhaltiges, harmonisches Leben als Familie erreicht werden.
FAQs
Die ersten Monate sind von Schlafmangel, emotionaler Belastung und einer unbekannten Situation geprägt. Viele Paare sind nicht auf die neuen Aufgaben vorbereitet und fühlen sich hilflos, was zu Spannungen und Konflikten führt.
Durch frühzeitige Auszeiten, gemeinsame Reflexionsgespräche und die Einbindung von vertrauenswürdigen Personen wie Oma oder Babysitter. Dies ermöglicht Ruhe, Ausgleich und bessere Kommunikation.
Bei der ersten Familie ist der Partner oft nach der Geburt vollständig in der Arbeit, was zu unbalancierten Aufgabenverteilungen und mangelndem Kontakt zu den Kindern führt. Bei der zweiten Familie wird ein ausgewogenerer Ansatz mit Teilzeit und gemeinsamer Beteiligung gewählt.
Durch die systematische Verarbeitung von emotionalen Verletzungen mit Hilfe von Methoden wie dem System Empowering, wobei Verletzungen chronologisch gemeinsam gelöst werden, um ein stabiles Fundament für die Beziehung zu schaffen.
Die Kinder gehen in Wachstumsphasen durch, bei denen sie Rückschritte machen und sich verändern. Dies ist eine natürliche Phase, die oft als stressig empfunden wird – aber mit der richtigen Erkenntnis kann man sie besser verarbeiten.
Durch klare Kommunikation, gemeinsame Planung und die Einbindung von Ausgleichszeiten, z. B. indem ein Partner eine Stunde für sich bekommt, um zu erholen, bevor er das Kind betreut.
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