Mein Fernseher, wie wirklich, wenn ich in den Tag war, war von morgens bis abends, weil ich einfach diese Hintergrundgeräusche brauchte. Wenn Stefanie zu Hause ist, hat sie da eine Angewohnheit, die sie den ganzen Tag überbegleitet. Ich hab nicht mal aktiv was geschaut, sondern es lief halt einfach im Hintergrund. Sie braucht eine Art Grundrauschen in ihrem Leben. Irgendwas muss immer laufen. Beispielsweise, wenn jemand mir gesprochen hat. Ich hab den Fernseher nicht ausgemacht, sondern hab den noch lautlos gemacht. Ich hab trotzdem irgendwie noch so dieses Gefühl, dass ich nicht alleine bin, zu Hause. Ständig eine Ablenkung, damit ist Stefanie nicht allein. Da gibt's ja auch ein Begriff für "Second Screen". Dass man immer irgendwie zwei Bildschirmer anhat. Bei TikTok und Instagram gibt's deswegen Videos, wo sich Leute so Challenge gemacht haben, stille mal wirklich auszuhalten, um da quasi rauszukommen. Ich hab eine Stunde lang nichts gemacht. Man darf nicht schlafen, man darf nicht an Sandy. Man darf kein Sport machen, nicht lesen. Du sitzt nur da und bist alleine mit deinen Bebanken. Teilweise geben sich da Leute sogar nen Stundenlangflug, ohne Handy, ohne Film, sogar ohne was zu essen und zu trinken. Also wirklich null Reize. Und es ist so crazy, wie viele Gedanken einfach kommen. Eine Stunde nix zu tun, um mein Nervensystem zu beruhigen, viel mehr so schwer. Aber warum ist es so verdammt schwer, mal gar nichts zu machen? Und auch mal stille wirklich auszuhalten. Und wie kriege ich das hin? Ist ja auch so ein typischer Neujahrsvorsatz, weniger Zeit am Handy, mehr im Moment sein. Wobei ich mir ja schon irgendwie denke, wie schlimm es ist, das wirklich nebenbei immer so ein bisschen Beschall zu werden. Wenn aber die ganze Zeit immer reizekommen. Also man kann es wirklich wie eine Reizflug vorstellen. Und es prasselt in einer Tour, ein neues Rein, ein neues Rein. Dann habe ich halt quasi ja gar nicht so richtig die Möglichkeit, Dinge zu ordnen und kreatives zu machen. Das ist eine absolute Überlastung für den kreativen Prozess. Mein Name ist Lisa Sophie Scheure und ihr hört wissen Weekly. Hier räumen wir auf mit halbwissen und versorgen euch mit wissenschaftlichen Fakten. Wir sprechen mit Expertenen und Graben uns durch Studien, um Gefühle und Probleme aus unserem Alltag besser zu verstehen. Heute müssen wir wieder lernen, stille auszuhalten. Sag mal, Leute, was macht ihr denn jetzt eigentlich gerade? So während ihr diesen Podcast hört. Autofahren, kochen, aufräumen, vielleicht sogar arbeiten. Und seit mal ehrlich, wie viele von euch sitzen jetzt wirklich einfach nur da und hören gerade meiner Stimme zu, ohne irgendwas anderes zu machen. Sicherlich nicht viele. Wenn ihr euch jetzt ertappt fühlt, keine Sorge, mir geht es ganz genauso. Ich habe nämlich für diese Folge mal einen Tag lang, ganz bewusst beobachtet, wie sehr ich mich ablenke und ich habe mich auch dabei aufgenommen. Und naja, es war extrem. Ich hab gerade viele Gefühle zu mich selber dabei, ich habe nie mehr auf Instagram gejellt und wenn man da nicht so darauf atet, das ist so voll normal. Also beim Zähneputzen einfach auf Instagram chillen. Mann. Selbst in den winzixsten Pausen habe ich das Handy rausgeholt. Scheiße, jetzt warte ich gerade auf den Aufzug. Und wie automatisch nehme ich direkt mein Handy aus und bin so, ja, die 30 Sekunden, die ich jetzt auf den Aufzug warte, da muss ich natürlich auch direkt wieder am Handy sein. Da kann ich nicht einfach nur hier stehen und auf den Aufzug warten. Das ist einfach wie so ein Reflex bei mir. Ist das bei euch auch so? Schreibt mir das gerne mal in die Kommentare, in welchen Situationen ihr euch so ganz automatisch ablenkt. Vielleicht fühle ich mich dann nicht mehr ganz so schlecht. Ich finde es jedenfalls echt krass. In wie vielen Momenten ich irgendwas anmache. Also entweder Musik, Podcasts oder eine Serie auch nebenbei laufen lassen. Eine Studie der Postbank sagt sogar, wir verbringen im Schnitt 71 Stunden pro Woche online. Und dabei hat eine Woche nur 168 Stunden. Da frage ich mich schon, warum muss bei uns ständig irgendetwas im Hintergrund los sein? In der heutigen Zeit sind wir einfach daran gewöhnt, regelmäßig viele verschiedene Reize zu haben. Prof. Dr. Sven Lindberg beschäftigt sich beruflich mit dem Thema Dauerbeschallung. Er ist Diplompsychologe und Professor für klinische Entwicklungspsychologie an der Universität Paraborn. Er forscht unter anderem zu unserem Erleben und welchen Einfluss digitale Geräte darauf haben, wie zum Beispiel unsere Handys oder Tablets. Turns out ein sehr großen Einfluss. Also ne, man sieht die Leute mit einem Handy in der Hand, mit Kopfhörern im Ohr und sie laufen durch die Gegend. Das heißt, ich mache ganz viele Sachen gleichzeitig. Also eigentlich müssen wir sich angucken, was das für ein Wahnsinn ist. Ich sehe, ich höre, sehe nochmal eine andere Stufe. Also was Jenseits des Bildschirms ist, Rieche und so weiter und so fort. Und gehe zwischen diesen verschiedenen Reizen um. Und das ist sozusagen der Level, den wir gewohnt sind. Und ihr habt's gehört, für ihn ist das ein ganz wichtiges Stichwort, die Gewohnheit. Und mittlerweile ist es so, dass wir es gelernt haben, eigentlich immer Reize zu haben, die uns beschäftigen. Und deswegen fällt es uns richtig schwer, im Lehrlauf zu sein. Beobachtet euch doch mal dabei. Was passiert zum Beispiel, wenn ihr euch mit einem Buch aufs Sofa setzt? Vielleicht denkt ihr euch "Ach, so ein bisschen Musik im Hintergrund kann ja nicht schaden". Oder wenn ihr so ein bis zwei Seiten gelesen habt, dann kriegt ihr vielleicht dieses Bedürfnis, Instagram oder WhatsApp zu checken. Sven Lindberg sagt, in unserer digitalen Welt sind wir basically darauf trainiert, viele Sachen gleichzeitig zu machen. Und wenn wir das mal nicht haben, dann ist das echt ungewohnt. Und wenn man dann anfängt zu lesen, ist es sehr erst mal ein komplette Rückschritt. Das heißt, idealerweise sitzt sich ja auch noch irgendwo in Ruhe. Das heißt, ich bewege mich nicht. Ich lese langweilige Seiten, die immer gleich aussehen, wenn ich kein Bilderbuch nehme. Und beschäftige mich dann nur mit diesen Inhalt. Und das führt schon bei einigen Personen dazu, dass das zu wenig ist. Und ich dann einfach, das Gefühl habe so, "Ja, okay, mal lieber noch Musik anmachen, oder vielleicht sogar den Fernsehermehintergrund laufen lassen". Das ist aber nicht der einzige Grund, warum es uns so schwer fällt, mal gar nichts zu machen und nur mit uns zu sein. Grund Nummer zwei, wir lieben neue Reize. Unser Gehirn ist quasi eigentlich eine neujährige Maschine, die in einer Tour nach neuen Sachen, nach Reizen sucht, die interessant sein können, von denen ich was lernen kann, die mir Sinn geben. Reize sind ganz vereinfacht gesagt, erst mal alles Dinge, die von innen oder außen auf uns einwirken. Äußere Reize können so was sein, wie Temperatur oder auch das, was wir sehen oder hören können. Meistens lief einfach was entweder eine Serie, die einfach so nebenbei läuft und wo ich gefühlt, die Handlung schon auswendig kenne, dass ich einfach irgendwelche Geräusch und einen Bild quasi so im Augenwinkel habe. Stefan, die kennt ihr ja noch vom Anfang nicht folge. Sie ist 27 Jahre alt und lebt in einer ruhigen Ecke mit viel Natur um sich rum in Niedersachsen. Und sie ist so eine Person, die alles verändern, in den 20ern echt durchgespielt hat. Ein paar Jahre zurückgespult. Mit Anfang 20 arbeitet Stefanie in der Medienfranche und ist für den Job eigentlich viel und 20-7 erreichbar. Vieles wird über das private Handy geregelt. Dann schreibt man abends im Jum 20 und noch mal, kannst du vielleicht noch das und das machen oder so. Und dadurch hatte ich das Gefühl, ich kann nie abschalten. Aber auch wenn sie zu Hause ist, schaltet sie nicht ab. Es muss immer irgendwas laufen. Ich kann ja nicht in jedem Raum quasi mein Ferser mitnehmen. Das Ding hatte ich immer das iPad-Anhab in meine Serie angemacht. Meistens noch Serien, die schon 1.000 mal geguckt haben, weil ich nichts verpassen möchte. Dann habe ich es halt einfach immer als Ablenkung, quasi genutzt nebenbei, also dass ich einfach nebenbei hintergrund geräusche hatte. Und nicht nur Stefanie hat gerne Reize um sich rum. Unsere Gehirne sind so gemacht, dass wir Reize gut finden, sagt Psychologe Sven Lindberg. Neue Reize sind erst mal was Gutes. Also das heißt, wenn man sich das nochmal überlegt, passiert was in der Umwelt. Ich guck mir an, was ist da los? Ich sehe eine Bewegung, ich gehe dem hinterher. Oder es passiert auch was Negatives. Ich laufe weg und schütze mich. Forschende haben herausgefunden, dass neue Reize in unserem Gehirn bereiche aktivieren, die auch bei Belohnung anspringen. Falls ihr euch da noch mehr reinlesen wollt, wir haben euch die Studien dazu in den Show-Nots verlinkt. Jedenfalls der Bereich in unserem Kopf, der bei neuen Reizen reagiert, ist das Mittelhören. Da wird auch Dopamin produziert. Und Dopamin ist ein Neurotransmitter, der Bock macht auf mehr. Das sagt mir, "Hey, da könnte was kommen. Freut ich drauf." Hier mal ein Beispiel. Wir greifen zum Handy, scrollen durch TikTok und sack ist eine Stunde weg. Kennen vermutlich viele von uns. Wenn man verstehen will, warum wir so am Handy kleben, dann ist Dopamin von zentraler Bedeutung. Ich bleibe ständig in dieser Schleife, wo ich wieder erwarte, dass noch was tolleres um die Ecke kommen könnte. Der Algorithmus gibt mir dann mal Sachen, die nicht so spannend sind. Das heißt, in dieser Phase, wo nichts spannend ist kommt, habe ich aber wieder die Hoffnung, dann kommt was Neues. Also, wir sind es erstens, und wir sind ständig irgendwie entertain zu werden. Und zweitens liebt unser Gehirn diese ganzen neuen Reize. Und dann gibt es aber auch noch einen dritten Grund.
wir gern Dauerbeschallung haben. Ja, also Gefühle wegdrücken, das Thema kenn ich super gut. Also ich habe es immer gemacht mit allem. Also immer wenn irgendwas negativ ist, oder also habe ich das eher freite Regen. Stefanie ist nicht so der Typ, der über alles spricht. Sie macht Sachen lieber mit sich selbst aus. Und klar, wenn du dann alleine wirst und niemanden so um dich herum hast, hast du ja keine Ablenkung von diesem Thema, um das so gut wegdrücken zu können. Und weil Stefanie kein Bock auf dieses Gedanken Karussell hat, lenkt sie sich ab. Das macht wissenschaftlich gesehen auch total Sinn. Das Gegenteil von neuen Reizen, also stille, keine Ablenkung, nur wir selbst mit unseren Gedanken, das kann für uns unangenehm sein. Dann fallen wir ins Donner Art Ruhestand Modus. Also das heißt, wir beschäftigen uns eher mit unseren Gedanken, also mit Reizen, die wir in uns Rahmen. Der Ruhe Modus oder ganz offiziell default mode network, das sind mehrere Hinregionen, die aktiv sind, wenn wir nicht auf unsere Umgebung fokussiert sind. Also zum Beispiel, wenn wir Tag, Träumen oder über unser Leben nachtigen. So was ist eine Vergangenheit los, wie geht's mir gerade, was könnte in der Zukunft passieren? Also fassen wir noch mal zusammen. Es gibt mehrere Gründe, warum wir Menschen so schlecht darin sind, stille auszuhalten. Grund Nummer eins, Gewöhnung. Nummer zwei, wir lieben neue Reize und die Erwartung, dass dann noch was tolles neues kommen könnte. Und Nummer drei, der Ruhe Modus kann unangenehm sein, weil wir dann ins Nachdenken kommen. Da ist es vielleicht entspannter, einfach ein bisschen durch TikTok zu scrollen, um diesen Modus wegzudrücken. Das Ding ist, wenn ich jetzt zum Beispiel beim 10 putzen TikTok aufmache oder Stephanie beim putzen eine Serie laufen lässt. Ja, dann habe ich vielleicht nicht gerade den Raum, meinen Gedanken, freien Lauf zu lassen. Aber das ist ja nicht schlimm, oder? Ich gebe ganz ehrlich zu, ich habe schon manchmal das Gefühl, dass ich durch diese Dauerbeschallung nicht so richtig bei der Sache bin. Ich habe das schon mal nicht mal, dass ich so beim Einkaufen, wenn ich ohne Einkaufsliste einkaufen gehe und nebenher Podcast-Tourin einfach nur Dinge einpacke, dass ich dann schon hinten in der Keine Ahnung, Tiefkühlabteilung bin und dann bin ich so, oh, fack ich ab vorne beim Gemüse, was vergessen und dann muss ich noch mal zurücklaufen und noch mal was von Gemüse holen oder so. Das bin ich im Gespräch mit meiner Kollegin Selin Weger, die diese Folge recherchiert hat. Aber weiß ich jetzt nicht, ob das nur daran liegt, dass ich nicht 100% nicht konzentriert bin, in dem Moment. Ich glaube, so was kann immer mal passieren. Wieso ist das bei dir? Ich kann das schon wirklich gar nicht. Ich bin so, wenn ich so unterwegs bin und zum Beispiel auf Google Maps kucke, wo ich hin muss, da muss ich immer stehen bleiben. Ich kann da gar nicht gehen und gucken. Nee, es geht wirklich nicht. Ich ist vielleicht auch besser so nicht, dass du nachher gegen irgendwie eine Latenne läuft, oder so. Wir beide merken in unserem Alltag, dass mehrere Reize auf einmal irgendwie dazu führen, dass wir uns nicht mehr so gut konzentrieren können. Man macht alles irgendwie nur so halb und das geht nicht nur uns so. Erklebt mir Selin. Ich habe mir so eine Studie mitgebracht und zwar haben sich Forschende von der RWTH Aachen unter anderem angeguckt. 2019 war das, ob wir eigentlich multitasten gut können. Und auch ob es dann Geschlechterunterschied gibt. Die Teilen nehmen den, mussten Zahlen und Buchstaben-Tests machen. Und zwar teilweise gleichzeitig. Und da kam dann wirklich raus, wenn, egal ob das jetzt ein Mann war oder eine Frau, wenn man mehrere Aufgaben gleichzeitig macht, dann geht die Leistung krass zurück. Egal, welches Geschlecht. Okay, hier müssen wir kurz stopp machen, denn das ist jetzt wichtig. Die Wissenschaft ist sich ziemlich einig darüber, dass wir nicht gut im Multitasking sind. Manche Forscherinnen sagen sogar, der Begriff "Multitasking" ist irreführend, weil er suggeriert, dass wir mehrere Sachen gleichzeitig machen können. Und zwar gleich gut. Aber das stimmt nicht. Sagt auch Sven Lindberg. Es gibt tatsächlich einige Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler, die sagen, eigentlich müsste man es task switching, denn weil wir nämlich simultan das nicht wirklich können. Ja, irgendwie kenne ich dieses Gefühl auch. Aber in meinem Kopf denke ich mir so, dass unsere Aufmerksamkeit halt einfach innerhalb von kürzester Zeit immer hin und her springen, sozusagen. Und man kann nur eine Sache zurzeit machen. Aber dadurch ist man dann zwei Sekunden mit der Aufmerksamkeit da, zwei Sekunden mit der Aufmerksamkeit da und das dann irgendwie verschwierre ich so. Also dafür, dass das nicht ganz genau weiß, hast du das perfekt auf dem Punkt gebracht? Die Wissenschaft sagt, es ist tatsächlich so, dass unser Gehirn sich in solchen Situationen immer die wichtigste Sache heraus sucht und Informationen, die nicht so wichtig sind, unterdrückt. Also, das heißt, dass ich bei den verschiedenen Aufgaben zwischen den ich hin und her springe, auch immer in einem Blindflug bin. Diesen Blindflug kann man vielleicht an einer Beispielsituation ganz gut verstehen. Stellt euch mal vor, ihr sitzt abends auf dem Sofa und ihr wollten Film gucken. Aus einem anderen Zimmer läuft aber leise Musik, die lasst der einfach an. Und dann holt ihr auch zwischendurch das Handy raus und hängt irgendwie bei Instagram und TikTok rum. Und das bedeutet mal, wenn du dich verlierst und du hörst auf einmal die leise Hintergrundmusik und du nimmst die Stärke wahr, dann ist deine Aufmerksamkeit dort. Das heißt, du hast sie aktiv dahin gelängt, was dazu führt, du hast weniger bis gar keine Aufmerksamkeit bei den anderen kanälen. Es kann sein in dem Moment, dass du quasi blind bist für den Film. Oder für die Musik oder für die letzten Reels, die du währenddessen geguckt hast. Also, wenn man das mal so aufdröselt, dann klingt das irgendwie voll anstrengend. Und das ist es auch, dazu nochmal meine Kollegin Selin. Also, dazu gibt es eine Studie von deutschen Forschenden und die haben sich angeguckt, wie so Leute in ihren 20ern auf Multitasking und auch auf so Arbeitsunschabrechungen reagieren. Die Studie ist von 2023. Dazu haben Forschende aus ganz Deutschland 186 Testpersonen eingeladen. Und da kamen raus, Doppel-Aufgaben so erledigen, also zwei Sachen zu machen und auch Multitasking. Das wird als stressiger wahrgenommen und es wird nicht nur so wahrgenommen, sondern man könnte das auch wirklich im Körper messen. Die Forschenden konnten erkennen, wenn wir mehrere Aufgaben gleichzeitig machen, dann wird im Körper das sympathische Nervensystem aktiviert. Heftige Erkenntnis, denn das sympathische Nervensystem wird immer dann aktiviert, wenn wir in sehr stressigen Situationen oder auch in Notfallsituationen sind. Das zeigt uns, mehrere Aufgaben vermeintlich gleichzeitig zu erledigen, ist purer Stress für unseren Körper. Zum Nervensystem haben wir bei Wissenwekel übrigens auch meine Folge gemacht. Es ist noch gar nicht so lange her, die verlinken wir euch in den Showdowns. Das Fiese ist aber Multitasking, beziehungsweise Task Switching, kann uns anstrengen, ohne dass wir das sofort mitkriegen. Weil unser Körper sitzt da bei ihr einfach auf dem Sofa oder liegt im Bett oder ruht sich in Anführungszeichen aus. Eigentlich sagen wir mal alle, ich gucke mal 20 Minuten Videos und Ratzfahrts sind anderthalb zwei Stunden weg. Und danach fühlt man sich leer und kaputt. Und warum? Weil man kaputt ist. Aber es fühlt sich überhaupt nicht wie Leistung an, weil man eben rumgegammelt hat, währenddessen. Aber man muss auch sagen, wie sehr und so was anstrengt, das ist super individuell. Und es hängt auch davon ab, wie viel Aufmerksamkeit das verlangt, was wir gleichzeitig machen. Automatisierte Sachen machen es uns leichter, also nämlich ein Profibin, dann kann ich auch dabei Netflix gucken. Ganz klassisches Beispiel ist jemand bügelt und bügelt sogar gerne und sagt, auch beim bügeln kann ich immer ganz viele Serien gucken. Auch so was wie Hekel oder Stricken. Wenn man das quasi im Schlaf kann, dann ist eine Serie oder ein Podcast nebenbei ja richtig nice. Und da muss man eigentlich für sich so ein bisschen gucken, was ist so meine Grenze. Falls ihr euch jetzt denkt, schützt, wie ist das bei mir? Mach ich zu viele Sachen gleichzeitig und bin unterbewusst, deswegen vollgestresst, aber krieg's eigentlich gar nicht so richtig mit. Keine Sorge. Sven Lindberg hat Warnzeichen für uns, auf die wir mal achten können in unserem Alltag. Erstens. Warnsingen, na ja, kann auf jeden Fall sein, dass man merkt, man ist unkonzentriert, man vergiss Dinge, man lässt Dinge liegen. Okay, da fühle ich mich direkt ertappt. Wir denken zurück an die klassische Supermarktsituation. Ich hör einen Podcast beim Einkaufen und check dann kurz vor der Kasse. Ich hab die Tomaten vergessen. Zweit, das waren sie Gnall. Man ist auf einmal reizbar. Also das heißt, Dinge sind ein zu laut oder Dinge nerven, stüren einen sehr schnell. Das sind alles so Dinge, die wenn man jetzt rüber nachdenkt, total plausibel sind. Weil wenn ich mein System überreizt war, dann bin ich entweder erschöpft oder überimpfindlich. Auch da kann ich so relayten, ist ja irgendwie auch logisch, dass man dann einfach überstimmuliert ist. Und richtig kritisch wird es laut Sven Lindberg, wenn der Schlaft runterleidet. Man hat kein Alkohol getrunken, man hat quasi okay geschlafen und es tröst im Erschöpft. Eigentlich mehr als ich sein sollte. Achtung, das ist jetzt eine harte Nachricht für alle von uns, die gerne BB-Blocksberg oder die drei Fragezeichen zum Einschlafen hören. Auch so was ist laut Sven Lindberg nicht gesund. Weil man auch da ständig mit der Aufmerksamkeit switched. Also zuhört und wieder wegdriftet. Das heißt, sie haben dann auf dem Papier vielleicht ihre 7-8-Stunnen Schlaf, aber sie haben dadurch, dass so viel drum rum war, eigentlich nie die Schlaffasene reicht, die sie eigentlich brauchen. Auch Stefanie hatten Thema mit dem Schlafen. Ich bin auch mit dem Fernseher eingeschlafen. Eigentlich immer, dass ich da auch hintergrund Geräusche hat und aus.
vielleicht immer so ein bisschen das Gefühl durch die Flakern und so, dass einfach irgendwas passiert und ich nicht so mit mir selber bin. Stephanie schläft immer nur so sechs Stunden etwa. Ich hab aber auch gedacht, okay, das reicht mir. Ihr Freund ist aber nicht so fern davon, dass zum Einschlafen der Fernsehr läuft. Deswegen schleicht sich diese Gewohnheiten ein bisschen aus als die beiden zusammenziehen. Und irgendwann checkt Stephanie. Sie schläft viel besser ohne den Fernsehr. Seitdem ich das eigentlich noch nicht noch ein bisschen der Zeit nicht mehr mache, und wir dann jetzt ab und zu vielleicht mal irgendwie abends noch ein Film gucken oder so und dabei einschlafen. Vielleicht auch eher so zuverlächt. Fällt mir das immer auf. Ich wach nachts viel öfter auf. Ich kann dann auf weniger gut einschlafen. Expertes von Lindberg sagt, gerade wenn man nicht die Schlaffasen erreicht, die man eigentlich bräuchte, dann kann es gefährlich werden. Und das kann halt tatsächlich dann irgendwann zu einer chronischen Erschöpfung führen. Damit meint er keine Krankheit, sondern dass man über Wochen ausgelaugt und müde ist. Und Schlaf sich nicht mehr erholsam anfühlt. Also multitasking, da sagt die Forschung, das gibt's eigentlich gar nicht so wichtig. Es sollte eher Task Switching heißen, weil unser Hörn ständig von einer Sache zur anderen Switcht. Und dieser Modus ist auch echt anstrengend für uns. Auch wenn unser Körper währenddessen vielleicht nicht viel macht, unser Gehirn leistet extrem krasse Arbeit, wenn wir zum Beispiel eine Serie gucken und nebenbei noch am Hinbihängen. Wichtig ist deswegen, auf wahnsinnale Diskörpers zu achten. Die können sein, man fühlt sich ausgelaugt, man ist unkonzentriert und schneller gereizt. Oder es geht vielleicht sogar auf den Schlaf. Jetzt ist nur die Frage, wenn dieser Dauerbeschallungsmodus echt heftige Auswirkungen auf uns haben kann, wie kommen wir da wieder raus? Stephanie arbeitet in der Medienbranche. Als sie merkt, das fühlt sich nicht gut an. Dieses ständige Erreichbarsein. Ich hatte das Gefühl, ich kann nie abschalten. Alles, was ich mache, hat einfach nur was mit Medien, Social-Media zu tun. Und irgendwie tat mir das überhaupt nicht gut. Dadurch habe ich dann überlegt, was ich sonst noch machen könnte. Ich habe angefangen, um Rettungsdienst zu arbeiten. Der Jobwechsel tut ihr gut. Aber das mit dem ständigen Hintergrundrauschen zu Hause, also Fernseh an und ablenken, das geht erst mal so weiter. Bis zu diesem einen Tag. Stephanie hat wieder eine Schicht als Sanitäterin. Und dann ändert sich auf einmal alles. Ich hatte ein Auto- und Fall bei der Arbeit damals. Ich habe als Rettungsanitäterin gearbeitet. Und ich saß quasi hinten im Auto. Dadurch kam das für mich so ultra zufällig. Ich habe halt gar nichts, woher mitbekommen. Ihr Kollege sitzt vorn und fährt. Stephanie ist hinten im Wagen bei einer Patientin. Plötzlich kommt ein anderes Auto von der Seite. Das andere Auto, was rausgefahren ist, hat uns dann an so einer unglücklichen Stelle getroffen, dass wir uns mit dem Krankenwagen überschlagen haben. Für einen kurzen Moment ist alles ganz still. Ich war mir eigentlich ziemlich sicher, dass wir das nicht überleben, so währenddessen. Und ich habe so voll die Akzeptanz. Keiner von uns hat irgendwie irgendwas gesagt oder geschrien oder so. Sondern es ist halt einfach passiert und hat es so über sich ergehen lassen. Stephanie wird bei dem Unfall verletzt. Sie muss operiert werden und ist dann erst mal Wochenlang zu Hause. Körperlich geht es hier irgendwann ein bisschen besser. Aber der Unfall belastet sie noch lange psychisch. Ich habe es einfach mal halt gemerkt, ich war super, super schreckhaft. Auch zu Hause einfach gefühlt, wenn laut ist Geräusch, oder so. Aber ich mich mal direkt mega doll erschraue. Gefühle wegdrücken, das funktioniert nicht mehr. Und das will Stephanie auch irgendwie gar nicht mehr. Ich glaube, das so ein Punkt gekommen, an dem ich so gemerkt habe, ich möchte das gar nicht mehr. Ich möchte nicht, so diese Personen sein, die so ihre Gefühle immer auf Abstand hält, sowohl so in Gesprächen mit Freunden oder so, als auch so vor mir selber. Und ich glaube dadurch musste, das war ich auch, das kommt, dass ich mich nicht mehr so viel ablenke. Stephanie fängt eine Therapie an. Ihr Verhältnis zum ständig abgelenkt sein, das ändert sich komplett. Sie braucht jetzt Mietheim und Ruhe. Ich würde aber auch sagen, dass viel gar nicht so komplett bewusst war. Ich hatte eher so dieses "Okay, ich möchte mich mehr mit meinen Gefühlen beschäftigen. Ich möchte mir den Raum geben." Und mit diesem Gefühl ist sie nicht alleine. Weil wenn man durch Social Media scroll, dann merkt man, viele Menschen wollen lernen, stille auszuhalten. Seit Monaten kann man das auf Social Media sehen. Stichwort "Rodogging". Funfekt, eigentlich steht das Wort für Sex ohne Kondom, wie das jetzt zu einem Self-Kair-Begriff geworden ist, keine Ahnung. Aber das Wort steht ja auch irgendwie dafür weglassen. Also da ist schon so eine kleine Miniparalele. Also Leute posten zum Beispiel, wie sie ohne Ablenkung eine Stunde auf dem Boden sitzen und nebenbei ein Timer runterläuft. An sich schon spannend. Stille einfach mal so Hardcore auszuhalten. Muss er jetzt nicht gleich für einen sieben Stundenflug sein. Jetzt ist nur die Frage, ist dieses "Rodogging" der richtige Ansatz, wenn man aus diesen Dauerbeschallungsmodus rauskommt? Nein, das ist erzungen nach Ruhe-Modus. Okay. Unser Experte Sven Lindberg hat eine ganz klare Meinung zu. Ihr erinnert euch vielleicht noch an den Anfang der Folge der "natürliche Ruhe-Modus". Da sind wir kein Reizen ausgesetzt und den versuchen wir lieber zu vermeiden. Dieser natürliche Ruhe-Modus ist aber nicht das Gleiche, wie "Rodogging". Beim "Rodogging" versuche ich sozusagen, mich die ganze Zeit zu zwingen, Reize zu blockieren und halt in diesen "ich mache nichts Modus zu bleiben". Also es hat, glaube ich, eher so eine ad-Wettbewerbcharakter als das irgendwie nachhaltig den Leuten wirklich eine Verbesserung bringt. Wir brauchen laut Sven Lindberg keine extrem Challenge, sondern stattdessen sollten wir versuchen, den natürlichen Ruhe-Modus mal auszuhalten. Das ist mega wichtig, um auch wirklich mal Dinge sagen zu lassen, mich auf neue Sachen einzulassen und auf neue Ideen zu kommen. Also langeweile und leerlauf, das ist nichts schlechtes, sondern im Gegenteil, das führt auch dazu, dass wir kreativ werden. All die Dinge, die wir gelernt haben, die wir im Gedächtnis haben, die müssen ja verarbeitet werden. Irgendwann müssen die auch mal neu verknüpft werden. Und wenn aber die ganze Zeit immer reizekommen, also man kann es jetzt wirklich wie eine Reizflug vorstellen. Dann fällt es uns eben schwer, kreativ zu werden. Auch Stefanie merkt, dass sie diesen Ruhe-Modus braucht, nicht für kreativität, sondern um ihren Unfall zu verarbeiten. Weil in dem Moment, in dem man so viel Ablenkung hat, beschäftigt man sich auch irgendwie nicht so richtig mit seinen Gefühlen. Und ich glaube, das war so der Hintergrund, warum ich dann angefangen habe, ob das alles irgendwie zu ändern ist. Schon irgendwie richtig krass, ne? Vorher lief ja bei ihr ständig der Fernseher oder das iPad. Und jetzt hat sie sogar richtig Bockaufstille. Wenn sie z.B. mit der Bahn irgendwo hinfährt, dann macht sie nicht direkt ein Podcast an, sondern benutzt ihre Kopfhörer höchstens zum Neuskänseling. Das habe ich auch beim Autofahren. Also ich habe auch beim Autofahren klar, wenn ich jetzt so einen zwei Stunden Fahrt von mir an habe, aber wenn ich jetzt irgendwie zehn, fünf, zehn, zehn, zehn, zehn, zehn, zehn Minuten Fahrt, dann fahre ich einfach umstellen, weil ich finde, sonst geht es im Alltag einfach oft unter, dass es still ist. Stefan, die fängt an, nach dem Unfall ihren kompletten Lifestyle umzustellen. Sie startet bald eine Ausbildung als Kinder und Jugendtererpeuten. Und sie sucht sich neue Hobbies. Rennrad fahren, wandern und auch Ballett. Alles so Sachen, wo sie komplett mit sich oder der Natur ist. Also es ist einfach irgendwie so diese Mischung aus draußen sein und so gar nicht die Möglichkeit zu haben und auch irgendwie gar nicht so die Gedanken daran verschwenden, auf Social Media beispielsweise unterwegs zu sein. Auch wenn mir das Spaß macht, so Fotos zu machen oder Sachen zu posten oder so sind das trotzdem so Momente, die man so für sich oder mit den Leuten genießt, mit denen man zusammen ist. Und das finde ich daran irgendwie freutrollen. Das Ding ist auch, wenn wir uns wirklich nur auf eine Sache konzentrieren, dann ist das nicht nur viel entspannter für unser Gehirn, sondern das kann sich auch besser anfühlen. Weil je mehr Sachen unsere Aufmerksamkeit wollen, desto schwerer fällt es uns in einen guten Flow zu kommen. Viele Menschen erleben laut Expertes von Lindberg eher intensive gute Gefühle, wenn sie ganz bei einer Sache sind. Wenn ich jetzt aber mich zum Beispiel darauf einlasse auf ein intensives Gespräch mit einem Freundin. Und dann auflegen und denke, boah war das schön. So, und nächste Mal spreche ich wieder mit der. Dann freue ich mich viel mehr. Also, heißt, ich krieg viel mehr Dopamine, weil ich eben wirklich das Gefühl habe, ich habe jetzt Lust auf dieses intensive Gespräch. Und wenn das Gespräch vorbei ist, dann fühlt sich deshalb auch viel stärker an. Okay, jetzt ist nur die Frage, wenn Raw-Dogging nicht die Lösung ist, sondern wir eher diesen natürlichen Rohremodus wollen, wie ziehen wir das ohne ständige Ablenkung auch wirklich durch. Weil, wenn wir mal ehrlich sind, Social-Media zu reduzieren, das haben wir uns auch schon alle 100 Mal vorgenommen. Und naja, das ist halt auch oft schwieriger als gedacht. Sven Lindberg sagt, der erste Schritt ist, sich das Problem bewusst zu sein. Also, erst mal zu verstehen, wie funktioniert unsere Aufmerksamkeit. Ach, ich habe mir hohe Modus.
Ach wie funktioniert der? Warum brauche ich den? Und so weiter anzuford. Und je mehr ich darüber weiß, desto mehr weiß ich auch, was ich tun muss, damit es besser wird. Sven Lindberghret dazu, mal einen Reality-Check mit unserem Tagesablauf zu machen und zu gucken, wo man reizig weglassen kann. Also z.B. den Tag nicht schon mit dem Handy beginn, oder vielleicht sogar ganz klassischen In-Wecker anschaffen und dann essen ohne Instagram nebenbei. Und auch Zeit in der Natur verbringen. Idealerweise spazieren gehen und einfach nichts dabei machen. Keine Musik hören und so weiter, sondern einfach wirklich aus Spazieren eingelassen, um in diesen Ruhe Modus zu kommen. Und Spazier gehen ist super, weil ich mach ja doch was. Also, es heißt, ich bewege mich, dass es hochautomatisiert. Und gleichzeitig nehme ich noch die Umwelt um mich wahr. Das sind auch Reizel. Da kann ich das einmal auf mich wirken lassen. Es kann helfen, das Thema Reize auch Step-For-Step anzugehen. Z.B. wenn wir davon wegkommen wollen, die drei Fragezeichen oder in meinem Fall Baby-Blogs Back zum Einschlafen zu hören. Schritt eins, auf dem Dachboden den alten MP3-Player wiederfinden. Weil alleine das Handy weglegen, ist schon ein erster Win für besseren Schlaf. Kucken, dass man z.B. wirklich das über ein anderes Gerät macht. Und vielleicht im nächsten Schritt ist irgendwann Schlaf zu sagen, dann kommt jetzt auch der Podcast weg. Ich wechselt zu Musik, zu Musik ohne Stimme. Was ein Riesen-Unterschied ist. Und dann, wie bei allem im Leben, checken, dass das ein Prozess ist. Auch bei Stefanie hat die Umstellung echt gedauert. Also, ich finde, wie wichtig gerade mit Neuer oder so, dass man sich halt nicht so radikale Vorsätze schafft. Das ist so, dass ich aufs Füttes wieder zu, dass man Dinge als verbot sieht. Und dann ist das so negativ assoziiert irgendwie. Ich würde einfach versuchen, dass immer öfter den Alltag zu integrieren. Also mein größtes Learning aus der Folge ist, es gibt gute Gründe dafür, warum wir Menschen stille nicht so gerne mögen. Und in jeder Minipause des Handyrausholen oder im Hintergrund gerne den TV laufen lassen. Das Ding ist nur, auch wenn unser Körper dabei gemütlich auf dem Sof hat Schild, unser Gehirn leistet da richtig viel. Das kann dazu führen, dass wir echt gestresst und erschöpft sind und im Worst Case sogar unser Schlaf darunterleitet. Deswegen red unser Experte, auch mal stille auszuhalten. Aber nicht in Form von Raw-Dogging, also sich dazu zwingen nichts zu tun, sondern lieber mal versuchen, in den Ruhemodus zu kommen. Und ja, das kann erst mal unangenehm sein, weil Gedanken kommen. Aber der Ruhemodus sorgt auch dafür, dass wir uns mal ordnen können und Platz haben, kreativ zu sein. Und was uns auch gut tut, ist, uns auf eine Sache zu konzentrieren. Ein cooles Hobby oder ein intensives Gespräch mit einer guten Freundin, ohne nebenbei durch TikTok oder Instagram zu scrollen. Aber dahin zu kommen, stille mal auszuhalten, zum Beispiel beim Autofahren, oder uns beim Wandern wirklich nur auf die Natur zu konzentrieren, das ist ein Prozess. Und dabei muss man ein bisschen rumprobieren, was zu einem passt. Was sagt auch Stefan? Ich kann auch sein, dass man es nicht cool findet. Aber ich glaube, man muss da für sich Dinge finden, die ein bisschen davon ablenken, abgelenkt zu sein. Nächste Woche geht's bei uns um Mental-Load. Und die Frage, wie teilen wir denen wirklich fair auf? Ich war Moti und Putschfrauen einem. Moti, weil ich habe an die Geburtstage seiner Familie gedacht, hätte ich Geschenke zu kaufen, habe ihm gesagt, hier kannst du nicht mal einen Büro aufräumen. Wenn ihr zum Thema Mental-Load fragen habt, dann schreibt sie uns gerne mal in die Kommentare. Wir beantworten sie in der nächsten Folgen für euch. (Dynamische Musik) Ich bin Lisa Sophie Scheurel und bedanke mich bei Stefanie und natürlich bei Prof. Sven Lindberg fürs Mitmachen bei der Folge. Feedback, Anmerkungen, Lob und Kritik, könnt ihr immer gerne schicken an
[email protected]. Wir freuen uns auf eure Nachrichten. Wissenweekly ist eine Produktion von Spotify Studios in Zusammenarbeit mit Google und Nire. Executive producers, Daniel Nicolaue und Michael Badlowski. Audio-Produktion, Hammer und Amboss. Redaktion, Selin Wegerth, Lea Darkowski und ich, Lisa Sophie Scheurel. Creative-Producer Nadine Raber, Kleinproducer, Saru Krausehändsch. Hi, hier ist Lea aus der Wissnweekly-Redition. Und unter unserer letzten Folge haben ein paar von euch gefragt, wie wir es schaffen können, unser Handy öfter wegzulegen. Es kann zum Beispiel helfen, Social Media oder Messenger Apps so einzustellen, dass andere nicht mehr sehen, ob man die Nachricht gelesen hat oder wann man zuletzt online war. Es kann nämlich Stress auslösen, das Gefühl zu haben, immer erreichbar sein zu müssen. Ihr könnt euch auch Zeitlimmens für Social Media Apps einstellen oder Push-Benarrichtigung deaktivieren, um nicht bei jeder Nachricht aus Handy zu schauen. Es kann aber auch schon stressen, das Handy nur zu sehen. Probiert deswegen, doch mal aus, euer Smartphone zumindest zeitweise in einen anderen Raum zu verbannen. Das hat auch Natalie aus unserer Folge über Bildschirmzeit so gemacht. Wenn euch Ihre Story interessiert, hört doch gerne mal in die Folge rein. Wir verlinken Sie euch in den Show-Nots.