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Schuldgefühle loswerden: Das kannst du gegen dein Schuldgefühl tun!

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Schuldgefühle loswerden: Das kannst du gegen dein Schuldgefühl tun!

Schuldgefühle sind tief verwurzelt in persönlichen und gesellschaftlichen Erfahrungen, besonders in frühen Lebensphasen und durch kulturelle Normen, die Verantwortung mit Schuld verbinden. Im Gegensatz dazu fördern Verantwortung, Werte und Vertrauen eine gesunde Beziehungsqualität. Der Podcast zeigt, wie Schuldgefühle verarbeitet werden können, indem eine fünfstufige Methode verwendet wird: Ursachen werden identifiziert, das Schuldgefühl akzeptiert und verarbeitet, Verantwortung für emotionale Verletzungen übernommen und durch innere Aufstellungen heilt, selbst wenn der Verursacher nicht mehr greifbar ist. Die Methode berücksichtigt, dass negative Gefühle nicht durch Positive Dinge wie Komplimente ausbalanciert werden können – eine Verletzung bleibt, bis sie nachhaltig gelöst ist. Gleichzeitig wird das Verantwortungsbewusstsein stärkt, um zukünftig nicht mehr in Schuld- und Gewinner-Verlierer-Muster zu verfallen. Coaching-Beziehungen sind vertraulich und anonymisiert, um die Sicherheit und Integrität der Teilnehmer zu gewährleisten. Der Fokus liegt nicht auf Strafe oder Schuld, sondern auf Wiederherstellung, Wandel und ein neues, verantwortliches Verhalten.

Transcription

3124 Words, 19496 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensjahrlisten. In dieser Folge geht es darum, Schuldgefühle loszuwerden. Das kannst du gegen dein Schuldgefühl tun. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Schuldgefühle können in ganz verschiedenen Situationen entstehen. In einer Beziehung, in einem Streit, in der Familie. Schuldgefühle kennen wir eigentlich auch alle. Das ist ja das Gefühl, dass man sich für etwas schuldig fühlt und sie wirken halt sehr belastend, wenn sie nicht richtig gelöst werden. Und wir zeigen euch einmal in diesem Podcast, wie ihr euch freimachen könnt von diesen unguten Gefühlen und wie ihr wieder nach vorne blicken könnt. Denn es ist auch ganz wichtig wegzukommen von diesem Gewinner- und Verliererdenken, das man ja häufig hat bei Schuld, dass man denkt, einer ist der Gewinner, der andere ist der Verlierer, sondern was Schuld einfach mit einem macht und wie man es schafft, von diesen Schuldgefühlen loszukommen. Kommen wir zu dem Problem. Man fühlt sich bei Schuldgefühlen wegen einer vergangenen oder vielleicht auch zukünftigen Situation schuldig. Also irgendetwas ist vorgefallen, warum man ein Schuldgefühl hat oder warum man denkt, ein Schuldgefühl bekommen zu müssen. Gegebenenfalls weiß man, dass man bei einer anderen Person gerade leidt. Oder eine Verletzung ausgelöst hat. Das wirkt sich negativ aufs Basisgefühl aus und macht einfach bei einem selbst ein ungutes Gefühl. Weil zu wissen, dass man anderen Personen Leid, Wut, Schmerz, Traurigkeit, Angst oder Ärger hinzugefügt hat, das ist eben kein angenehmes Gefühl. Und das kann bei dem einen oder anderen, je nachdem wie man geprägt wurde in seiner Kindheit, dazu führen, dass man sich schuldig fühlt. Wenn man anders in der Kindheit geprägt wurde, dann kann es auch sein, dass man statt Schuld eher das Wort Verantwortung kennengelernt hat. Und Verantwortung ist wiederum etwas, was man übernehmen und tragen kann und dadurch Dinge verändern kann. Genau, bei dem Gefühl von Schuld ist ja auch immer ein Anteil dieser Hilflosigkeit, da man sich oftmals nicht genau weiß, wie man sich eigentlich verhält. Und man hat eine gewisse Form von Wut auf sich selbst. Also, warum habe ich mich denn vorhin wieder so verhalten, warum ist mir das denn passiert? Und natürlich wie in dem ersten Fall schon diese Angst, dass man andere Personen sehr verletzt hat. Also Schuld ist ja so ein bisschen in verschiedenen Bereichen zu sehen, also mit verschiedenen Auswirkungen in verschiedenen Bereichen. Ja, das ist eines der Hauptprobleme, das Wort Schuld an sich und was man mit Schuld verbindet. Und wir sagen immer sehr schnell im Coaching, dass wir wegkommen wollen von dem Wort Schuld. Ich sage immer so, schuldig gesprochen wärst du vom Gericht, aber nicht in der Beziehung. Da brauchen wir kein Wort Schuld, weil wenn jemand schuldig ist, dann wird er bestraft. Dann gibt es eine Strafe, das kommt ganz ursprünglich mal aus der katholischen Kirche, da gab es dann die Schuldscheine, da wollte man die Menschen an sich binden, indem man gesagt hat, du kannst hier in den Beichtstuhl gehen und deine Schuld loswerden, wir können dir helfen. Und da ist so das Thema Schuld, Schuldscheine und diese ganzen Sachen entstanden und dann kommt natürlich nachher auch später die Strafe mit hinzu, die Verurteilung. In Beziehungen, zwischenmenschlich hilft uns Schuld gar nicht weiter, ist total hinderlich, sondern wir wollen von Verantwortung sprechen, denn im Regelfall haben wir Menschen, in Beziehungen handeln wir in guter Absicht und machen bei anderen ein negatives Gefühl und dafür können wir Verantwortung übernehmen, wenn wir wissen wie und das ist ein ganz anderer Blickwinkel, als für etwas schuldig zu sein. Ich habe manchmal auch das Gefühl, also es ist jetzt nicht regelmäßig, aber dass es mal Paare gibt, sieht man auch häufig schon in Kennenlerngesprächen, dass die erwarten oder eine Erwartungshaltung haben, dass wir als Dritter dabei sozusagen jemanden schuldig sprechen. Oder uns eine Meinung bilden, dass man sagt, ja du hast so und so viel Prozent Schuld, du so und so viel, also wieder dieses Gewinner-Verlierer-Denken so ein bisschen aufgreifen und danach Suchung so ein bisschen nach dieser Aussage und deswegen ist es uns ja auch ganz wichtig, wie du sagst, uns davon zu distanzieren, von Schuld zu sprechen, weil es immer um Anteile geht und Verantwortung. Ja und da sind natürlich dann auch viele hinderliche Glaubenssätze einfach unterwegs, ich habe mal eine Dokumentation gesehen von der Funke-Gruppe, ich weiß nicht welcher das genau war, Steuerung. Wo das drin vorkam und sie Schuld thematisiert haben, auch mit verschiedenen Psychologen das beleuchtet haben, mit verschiedenen Beispielen. Ich meine mich zu erinnern, dass die eine Person sich schuldig gefühlt hat, weil sie nicht da war, als der Vater gestorben ist und da in diesem Schuldgedanken drin war und dann sind da so Glaubenssätze unterwegs, wie dass auch der Psychologe sagt, ja da braucht man schon so seine 20 bis 40 Sitzungen. Bis man das dann auch gelöst hat und so und es ist aber schwer das zu lösen, es ist schon was Tiefsitzendes und wo man so denkt, ja Mensch, das macht ja den Menschen Mut bestimmt. Also da sind auch viele limitierende, begrenzende Glaubenssätze drin, das wird fast schon pathologisiert, dieses Schuldgefühl, wobei man ja sagen muss, die meisten Menschen, wenn sie diese Schuld haben, sind ja nicht psychisch gestört oder krank, sondern sind innerlich nicht ausgeglichen kraftvoll. Genug Verantwortung für negative Gefühle zu übernehmen und wissen auch nicht, wie sie anderen Menschen helfen können, diese Verantwortung zu tragen, das Gefühl zu übernehmen und dazu beizutragen, dass es den Menschen wieder gut geht, den man emotional verletzt hat und man wieder sagen kann, Mensch, das ist alles gelöst, alles wieder gut. Und haben das häufig auch vielleicht noch nicht in ihrem Leben erlebt, zu sagen, Mensch, das hat bei mir ein ganz schlechtes Gefühl gemacht und das tut mir leid, das war nicht meine Absicht, dir dieses Gefühl zu machen, dann schieße ich mich mal im Arm. Ich hole das Gefühl mal zurück und dann merken, oh, das Gefühl verändert sich. Ja, die Folge können ja auch Systemgesetzverletzungen sein. Absolut, ungute Gefühle, dauerhafte Unzufriedenheit ist ein Thema. Genau. Man wird unglücklich, manchmal auch aus dem Gefühl der fehlenden Erlaubnis heraus. Also, wenn ich schuld dafür bin, dass jemand anderes leidet, dann habe ich vielleicht das Gefühl, dass es mir nicht mehr gut gehen darf oder so. Also, so ein Erlaubnisthema, was entstehen kann im Umkehrschluss. Ja, das schränkt einen ja auch ein. Das macht Einschränkungen, ja. Genau. Limitierung, weniger Offenheit, weniger Freiheiten. Ja. Also, das Leben vielleicht nicht mehr so genießen zu können, nicht mehr sich so frei entscheiden zu dürfen. Mir fällt ja gleich so ein Satz ein, also ich weiß nicht, ob es bei beiden Geschlechtern wahrscheinlich vertreten ist. Mir fallen jetzt komischerweise mehr Männer ein, die diesen Satz verwenden. Dieses, also bin ich wieder schuld. An der Situation. Das ist ja auch so, wo du gerade weniger Offenheit sagst, so Limitierung und so weiter. Also, dieses Schuldgefühlmuster im Streit in einer Beziehung zum Beispiel. Dann zu sagen, ja, bin ich wieder schuld. Okay, dann bin ich wieder der Schuldige. Das Problem ist, da geht es ja meistens nicht weiter. Genau, das ist meistens so ein Endgegnersatz. Ja, das ist ja auch vor Gericht das Ende. Wenn der Schuldige gefunden ist und sagt, ich bin schuldig oder schuld. Schuldig gesprochen wurde, dann geht es nur noch um die Strafe. Ja. Und das funktioniert eben nicht. Das ist ja auch manchmal so ein Konzept, was man findet, dass man sagt, für eine schlechte Sache macht man sie eine gute Sache und dann ist die wieder weg. Das ist ja fast so ein Bestrafungskonzept oder so. Genau. So funktioniert das ja nicht. Auf ein Beziehungskonto was einzahlen und abheben. Ja. Also habe ich letztens auch wieder als Tipp gefunden, das funktioniert nicht. Also ich kann nicht für eine emotionale Verletzung sieben Komplimente machen und dann ist die emotionale Verletzung. Das funktioniert leider nun mal nicht. Auch wenn das vielleicht irgendwie in Statistiken sind oder Erkenntnisse in der Psychologie irgendwann mal vor Jahrzehnten gewesen sein mögen. Das ist leider nicht so. Eine Verletzung bleibt, bis sie nachhaltig gelöst wurde. Egal wie viele positive anderen Dinge passieren. Die positiven Dinge helfen nur dabei, die emotionale Verletzung besser zu deckeln. Aber die bleibt da. Beim nächsten Moment, wo was ähnliches passiert, ist das wieder voll da. Egal wie viele gute Dinge passieren. Egal wie viele gute Dinge zwischendurch passiert sind. Genau. Und diese korrigierten Verhaltensweisen, damit arbeiten wir ja auch. Aber das ist ja, nachdem wir die Verletzung aufgelöst haben, das ist nicht sozusagen, dass man hier meistens drei bis fünf korrigierte Verhaltensweisen in diesem Muster braucht, damit man Vertrauen hat, dass das Verhalten neu geprägt ist. Darum geht es. Wir wollen natürlich auch neues Verhalten, weil wir wollen ja keine neue Verletzung. Und wir wollen eben bei der verletzten Person neues Vertrauen aufbauen und Zuversicht in die Zukunft. Wir haben dazu einen Blogbeitrag erstellt, Schuldgefühle loswerden, das können Sie sich auch anschauen. könnt ihr gegen euer Schuldgefühl tun. Und da zeigen wir euch, wann Schuldgefühle entstehen können und welche Folgen sie für euch haben. Und natürlich auch, wie wir sie lösen können. Da habt ihr vielleicht nochmal schriftlich für euch so eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Wenn ihr merkt, dass das für euch eine intensivere Belastung ist und ihr habt schon selbst probiert, daran zu arbeiten, vielleicht Bücher gelesen, YouTube-Videos geguckt, seid jetzt bei uns im Podcast gelandet, dann meldet euch bei uns, nehmt das telefonische Erstgespräch, das Kennenlernen wahr und findet gemeinsam mit uns heraus, ob es ein Match gibt und es ein gutes Gefühl macht, daran zu arbeiten und das für euch zu lösen. Wir brauchen im Regelfall keine 20 Sitzungen. Wir brauchen drei Termine à zwei Stunden. Das ist eben so unser Rhythmus im Einzelcoaching, um die meisten Themen zu lösen. Und wenn es da konkrete Themen gibt, zu denen man Schuldgefühle hat, die einen belasten, dann sind wir in dreimal zwei Stunden sehr, sehr gut davor. Im Regelfall haben wir es gelöst. Kommen wir einmal zu dem nächsten Punkt, nämlich die Lösung. Wir haben da so eine Fünf-Schritte-Methode mal uns einfallen lassen. Schritt Nummer eins, die Ursachen für die Schuldgefühle finden. Das ist für uns mal ein ganz wichtiger Punkt, die Ursachen zu finden. Also wann ist in der Erinnerung das erste Mal dieses Schuldgefühl eingetreten? Wann kam der Stein sozusagen, wie wir sagen, für dieses emotionale Gefühl das erste Mal ins Rollen? Woran erinnert man sich zurück? Meistens gab es schon die ersten Schuldgefühle, deutlich früher, also in der Kindheit, in der Jugend, in ganz anderen Situationen. Also nicht als Muster in dem Sinne, dass man sagt, ja, genauso wie es jetzt heute ist, aber in einer anderen Situation das gleiche Gefühl oder ein ähnliches Gefühl. Und wir schauen einmal, wo da die Ursachen sind. Also wie ist das Gefühl entstanden? Was für eine Situation ist da genau passiert? Wer war der Verursacher dafür? Was wäre gut in dieser Situation gewesen? Was hätte man gebraucht? Wie hat man sich verhalten? Was hat das in einem ausgelöst? Wie hat man sich ausgelöst, im Körper ausgelöst? Und gehen dann chronologisch nach vorne und lösen dann alle Verletzungen, die das Thema jetzt, wie hier Schuldgefühle betreffen, auf. Häufig hat es mit den Eltern ja und der Erziehung zu tun. Das spielt nochmal mit rein. Ganz großes Thema ist da immer Schuld. Ich denke, das liegt auch an den gesellschaftlichen Normen und an unserer Sozialisation, dass wir großen Wert darauf legen, so als Verhaltensansatz zu sagen, uns ist wichtig, dass jemand Schuld übernimmt. Also sich entschuldigen, um Schuld wieder loszuwerden, aber erstmal die Schuld auch auf sich zu nehmen. Warum es uns auch so wichtig ist, dass möglichst ganz kleine Kinder, die noch kognitiv gar kein Verständnis dafür haben, sich für Sachen entschuldigen sollen, damit wir Eltern das Gefühl haben, wir können sagen, unser Kind kann sich entschuldigen und kann bei anderen deshalb die Schuld nehmen. Wir nutzen ja entschuldigen auch nur so umgangssprachlich. Das ist aber nicht der Wortlauf, den wir eigentlich nutzen, wenn wir uns entschuldigen. Also wenn ich Entschuldigung sage, dann ist das, weil ich irgendwo stehe und möchte jemanden darauf aufmerksam machen, dass ich dran sein möchte oder dass ich was möchte. Gestern wurden wir nicht gesehen und haben gesagt, Entschuldigung, wir wollen ganz gerne was bestellen. Das ist der einzige Moment, wo ich Entschuldigung sage. Wenn wir uns entschuldigen in Form von, wir möchten Verantwortung für eine emotionale Verletzung eines anderen übernehmen, dann sagen wir, es tut mir leid. Das ist ein ganz anderer Hintergrund. Entschuldigen heißt, ich nehme Schuld von dir. Das machen wir nicht. Sondern es tut mir leid, bei dir dieses Gefühl ausgelöst zu haben. Das war nicht meine Absicht. Das ist der Wortlauf, den wir nutzen, der ganz anders beim anderen ankommt. Also die Ursache finden, hast du gesagt. Wann war es mal gut? Ursache finden, Schuldgefühle erstmal annehmen und akzeptieren. Das ist ein Signal, was für etwas gut ist. Zweiter Schritt, genau. Dritter Schritt ist dann das Schuldgefühl bei der Ursache lösen. Das ist manchmal nicht das Schuldgefühl, was uns jetzt gerade am präsentesten ist. Das kann eben ein kleineres sein. Dann nach und nach die Schuldgefühle lösen. Mit der Systemempowering-Methode machen wir das. Wie wir es eben gesehen haben, der Verursacher übernimmt Verantwortung, sagt, es tut mir leid, das war nicht meine Absicht. Nimmt das Gefühl von einem. Man kann Verantwortung übernehmen. Man lernt selber durch neues Wissen, wie es ist, Verantwortung zu übernehmen. Und wir brauchen die Verursacher nicht real dabei. Das wird alles innerlich. Das wird innerlich gemacht in einer inneren Aufstellung. Denn ganz häufig können wir den Verursacher gar nicht mehr dazuholen. Oder der ist nicht bereit dazu. Wie auch immer. Und der letzte Schritt, positiv in die Zukunft blicken. Und Glaubenssätze oder Werte anpassen. Das wären so die fünf Schritte, die wir im Coaching durchgehen würden. Also Ursachen finden, Schuldgefühle annehmen und akzeptieren, Schuldgefühle auflösen, Verantwortung übernehmen gegenüber der betroffenen Person. Und dann, wenn das, so gewesen ist, und positiv in die Zukunft blicken, Glaubenssätze und Werte anpassen. Ja, also fünf klare Schritte, wie wir das Ganze lösen. Und das geht in ganz verschiedene Situationen. Ob das in der Beziehung ist, ob das in anderen zwischenmenschlichen Kontexten ist, das ist nicht so relevant. Und auch so ein Schuldgefühl gegenüber zum Beispiel hier dem verstorbenen Vater, was ich so erzähle, auch das lässt sich lösen in der inneren Aufstellung mit dem Vater. Der muss dafür nicht mehr leben. Deswegen nutzen wir ja ganz häufig auch die innere Aufstellung, weil aus verschiedenen Gründen die Verursacher nicht mehr real greifbar sind. Entweder sind sie verstorben, das kann sein, dass Dinge in der Schule mit Mitschülern passiert sind, die man heute nicht mehr kennt und nicht mehr greifen kann. Die ehemalige Lehrerin, der Nachbar, wer auch immer gerade so da war, der, eine emotionale Verletzung verursacht hat, bei dem wir etwas gemacht haben und ein Gefühl, ein Leid und das nicht gelöst haben damals und uns deswegen schuldig fühlen, auch dann kann es sein, dass er nicht mehr greifbar ist. Und deswegen reicht die innere Aufstellung vollkommen aus, um das nachhaltig zu lösen und dann, wie du richtig sagtest, nachher auch eine Prägung in Richtung Zukunft zu machen, dass man auch eben lernt, in Zukunft nicht mehr so stark in dieses Schuldmuster, in dieses Schulddenken hineinzukommen, sondern für sich zu verinnerlichen, dass man für verletzte Gefühle Verantwortung übernehmen kann und über dieses Verantwortung übernehmen auch dafür sorgen kann, dass es dem anderen, aber auch einem selbst wieder gut geht. Real wäre es am besten, dem Menschen das direkt zu machen, aber natürlich auch innerlich. Weil das Thema Schuldgefühl ja auch mit Scham belastet sein kann, weil man etwas vielleicht getan hat und deshalb ja Schuldgefühle hat einem anderen Menschen gegenüber, ist nochmal hier zu erwähnen, dass natürlich alles vertraulich ist, was im Coaching bei uns geschieht, was erwähnt wird und dass natürlich was hier im Coachingraum oder natürlich auch online geschieht, dicht nach außen dringt. Naja, zumindest nicht mit Namensnennung. Also, was wir ja manchmal machen, ist, dass wir anonymisiert über einen Fall berichten, aber auch die Ausschnitte so wählen, dass die überhaupt nicht in Verbindung gebracht werden. Also, es kann schon mal sein, dass ganz abstrakt über ein Beispiel gesprochen wird, aber natürlich niemals mit Namensnennung und niemals so konkret, dass das jemand herleiten könnte. Also, da achten wir sehr, sehr, sehr genau drauf. Oder auch, wenn jemand hier anrufen würde, würde es keine Informationen geben. Also, du meinst nicht an Dritte, ne? Genau. Das ist ja ein wesentlicher Bestandteil daran, auch diese Schutz vor Krankenkassen und so weiter oder keine Ahnung, wer sich da noch für interessiert. Also, wenn jemand anrufen würde. Und wir nehmen auch keine Informationen entgegen. Das ist auch ein wichtiger Punkt. Ich habe das letztens in einem Termin gehabt, da sagte dann der Mann, ja, ich werde da jetzt den Coach anrufen und ihm sagen, was du für ein Mensch bist. Der weiß das gar nicht. Du verarschst den und so weiter. Und der war ganz wütend auf sie und dachte, das ist total abstrus, aber aus seiner Wut heraus, seinen Gedanken heraus und da brauchst du dich gar keine Sorgen machen. Also, ich würde mir gar nichts anhören, wenn er anruft und sagt, hey, ich möchte da über Frau Sowieso sprechen, würde ich sagen, du, das geht nicht, möchte ich mir nicht anhören. Ihr könnt gemeinsam zum Termin kommen, aber ich nehme von dir keine Informationen entgegen, weil ich will ja selber keine Brille über den aufbauen. Wenn da ein Thema ist, was du einzeln hast, dann komm einzeln zu mir und löse das. Wenn das ein Paarthema ist, müsst ihr zusammenkommen. Also, ich habe tatsächlich auch noch nie gehabt, also ich habe mal Manipulationsversuche gehabt von einem Menschen mit narzisstischen Prägungen so telefonisch, der dann so besondere Sätze auch dann auf Lager hatte und so weiter, die ich eher so verkaufspsychologisch sehr spannend fand, aber da wir eben auch psychologisch gut geschult sind und das Ganze schon durchaus verstehen, was da so passiert und wie solche Sätze geformt und gebildet werden, prallt das entweder an uns ab oder wenn wir merken, dass wir dadurch in eine Befangenheit geraten würden, würden wir eben auch den Fall intern abgeben oder schauen, wie wir damit umgehen. Weil eben diese Befangenheit nicht entstehen darf. Das ist so ein kleiner Disclaimer zum Ende. Ja, wenn du merkst, dass du bei diesem Thema Unterstützung brauchst, dann melde dich gerne bei uns. Wir helfen gerne weiter. Ansonsten hören wir uns in der nächsten Folge. Bis zum nächsten Mal. Bis dann. Untertitelung des ZDF für funk, 2017

Podcast Summary

Key Points:

  1. Schuldgefühle entstehen oft in Beziehungen, Familien oder durch vergangene Verletzungen und führen zu negativen Gefühlen und Einschränkungen.
  2. Das Gewinner-Verlierer-Denken, bei dem jemand „schuldig“ ist, ist hinderlich und führt zu Verurteilung, nicht zu Verantwortung.
  3. Das Wort „Schuld“ wird in der Beziehung nicht benötigt, da es nicht hilfreich ist, sondern Verantwortung und Wertschätzung fördern sollte.
  4. Schuldgefühle sind oft tief verwurzelt in kindlichen Erfahrungen und gesellschaftlichen Normen, die Verantwortung als Schuld-Vermeidung vermitteln.
  5. Eine fünfstufige Methode zur Lösung von Schuldgefühlen hilft
  6. Die inneren Aufstellungen ermöglichen es, auch wenn der Verursacher nicht mehr greifbar ist, die Verletzungen zu bearbeiten und zu heilen.
  7. Positives Verhalten und Glaubenssätze werden verändert, um zukünftige Verletzungen zu vermeiden und Vertrauen aufzubauen.
  8. Alle Gespräche im Coaching sind vertraulich, anonymisiert und frei von Namensnennung, um die Privatsphäre und Sicherheit der Teilnehmer zu schützen.

Summary:

Schuldgefühle sind tief verwurzelt in persönlichen und gesellschaftlichen Erfahrungen, besonders in frühen Lebensphasen und durch kulturelle Normen, die Verantwortung mit Schuld verbinden. Im Gegensatz dazu fördern Verantwortung, Werte und Vertrauen eine gesunde Beziehungsqualität. Der Podcast zeigt, wie Schuldgefühle verarbeitet werden können, indem eine fünfstufige Methode verwendet wird: Ursachen werden identifiziert, das Schuldgefühl akzeptiert und verarbeitet, Verantwortung für emotionale Verletzungen übernommen und durch innere Aufstellungen heilt, selbst wenn der Verursacher nicht mehr greifbar ist.

Die Methode berücksichtigt, dass negative Gefühle nicht durch Positive Dinge wie Komplimente ausbalanciert werden können – eine Verletzung bleibt, bis sie nachhaltig gelöst ist. Gleichzeitig wird das Verantwortungsbewusstsein stärkt, um zukünftig nicht mehr in Schuld- und Gewinner-Verlierer-Muster zu verfallen. Coaching-Beziehungen sind vertraulich und anonymisiert, um die Sicherheit und Integrität der Teilnehmer zu gewährleisten.

Der Fokus liegt nicht auf Strafe oder Schuld, sondern auf Wiederherstellung, Wandel und ein neues, verantwortliches Verhalten.

FAQs

Schuldgefühle fördern ein Gewinner-Verlierer-Denken und verhindern echte Verantwortung. Sie führen zu Wut auf sich selbst, Einschränkungen und einer negativen Beziehungsgestaltung.

Durch eine fünfstufige Methode: Ursachen finden, Schuldgefühle akzeptieren, die Ursachen auflösen, Verantwortung übernehmen und so positiv in die Zukunft blicken.

Schuld impliziert Strafe und Verurteilung, was nicht in Beziehungen hilfreich ist. Es stammt aus der Kirche und fördert keine gegenseitige Verantwortung, sondern nur Kontrolle und Strafe.

Ja, durch die innere Aufstellung, bei der man sich emotional mit der Person verbindet, ohne sie persönlich zu sehen oder zu treffen.

Man sagt einfach: „Es tut mir leid, das war nicht meine Absicht.“ Das zeigt Verantwortung und hilft, das Gefühl von Schuld zu lösen, ohne Strafe oder Scham.

Eine emotionale Verletzung bleibt bestehen, solange sie nicht nachhaltig gelöst wird. Positive Ereignisse deckeln nur kurzfristig das Gefühl, nicht die Wurzeln.

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