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Schluss mit On-Off: Der Weg zu einer stabilen Beziehung

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Schluss mit On-Off: Der Weg zu einer stabilen Beziehung

Eine On-Off-Beziehung wird durch wiederholte, kurze Trennungen und Wiederzusammenkommen gekennzeichnet, oft plötzlich und ohne tiefgreifende Verletzungen. Solche Beziehungen entstehen durch emotionale Verletzungen, ungleiche Lebensziele oder Kommunikationsprobleme, die zu eskalierenden Streitphasen führen. Im Gefühl bleibt ein tiefes Vertrauensverlust bestehen, selbst wenn die Trennung faktisch vorübergeht, was zu Angst vor Wiederholungen führt. Die Trennung dient häufig als Selbstschutz vor weiteren Verletzungen, was aber das Fundament der Beziehung langfristig zerstört. Außendeutsche Druckfaktoren wie Fragen zur Hochzeit oder Kinderwunsch verstärken innere Konflikte und führen zu einem Zirkel von Eskalationen. Durch die Analyse der Zeitlinie, persönlicher Prägungen und der Kommunikation können Paare Ursachen identifizieren. Einzeltherapie und gemeinsames Coaching helfen, Klarheit über Werte, Bedürfnisse und Zukunft zu gewinnen, um eine stabile, glückliche Beziehung aufzubauen – ohne dass die Beziehung automatisch perfekt wird, sondern um eine echte Entscheidung über das gegenseitige Passen und die zukünftige Zusammenarbeit zu treffen.

Transcription

5622 Words, 34278 Characters

German
hattest du schon mal eine On-Off-Beziehung? Eine On-Off-Beziehung? Meine allererste Beziehung damals, das war so eine Beziehung, da gab es, glaube ich, das ist ja schon sehr, sehr lange her, ein oder zwei Trennungen. Aber die waren immer nur ein paar Stunden. Wie gesagt, ich war auch sehr jung. Also, ich weiß nicht, ob man das als klassisch On-Off bezeichnen würde. Die Zeiten On waren auf jeden Fall länger als die Zeiten Off. Das ist ja meistens so, oder? Ja. Ach so, die Frage, ab wann ist das eine On-Off-Beziehung, oder? Genau. Ich glaube, sobald man das mehrmals hat, je nachdem, also wenn das jetzt zweimal kurz nacheinander war. Zweimal in fünfeinhalb Jahren. Und beide Male am Anfang. Ja, ich weiß das gar nicht mehr so genau. Dann war es wahrscheinlich keine On-Off-Beziehung. Nee. Bei mir war immer nur On und sofort wieder Off. Nee, ich hatte keine On-Off-Beziehung. Weil dann würde man ja immer wieder zusammenkommen. Also, wenn einer Schluss gemacht hat, dann war das auch immer endgültig. Also, On-Off heißt ja, dass es auch wieder zurückgeht. Genau. Und es gab kein Zurück mehr. Ja. Meistens, finde ich, sind bei On-Off-Beziehungen ja auch so, dass jemand immer das androht oder das nachher schon zu einem Spruch wird. Ja, dann trennen wir uns halt. Dann lassen wir es jetzt. Das ist so das Typische, finde ich. Androhen hatte ich auch nie. Beidseitig nicht. Nee. Dann wurde immer. Wurde immer sofort vollzogen. Ja, spannend. Ja. Das ist heute das Thema. Wir wollen heute über On-Off-Beziehungen sprechen und wie man seine Beziehungen so stabilisiert, dass man nicht mehr ständig mit Trennung drohen muss oder sich trennt und wieder zurückkehrt. Also, herzlich willkommen im Podcast der Lebensidealisten. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Ja, in einer Beziehung gibt es ja Phasen, wo es nicht immer so ganz rund läuft und manchmal, wie wir eben schon sagten, sind es halt dann auch On-Off-Beziehungen. Also, dass Paare dann auch wirklich in die Trennung gehen, wenn es nicht rund läuft und dann später wieder zusammenkommen. Und die sind in so einem ständigen On-Off-Zyklus denn drin. Und das ist etwas, was wir auch im Coaching als Beispiele immer mal wieder haben, dass es Paare gibt, wo es große Eskalationsphasen gibt, Trennung gibt und dann aber auch eine große Liebe, die sie dann wieder zusammenbringt. Und deswegen nehmen wir heute einmal das Thema im Podcast auf. Das ist ja etwas, was sehr zermürbend sein kann. Absolut. Ich denke, wenn das erste Mal so ein Punkt passiert in der Beziehung, dass eine Trennung angedroht wird und man merkt, dass es ernst oder sogar ausgesprochen wird, dann merkt man, dass es ernst oder sogar ausgesprochen wird. Dann macht das natürlich was mit dem Fundament der Sicherheit, dem Vertrauen. Und das erlebe ich in den Coachings immer wieder, dass wenn wir die Zeitlinie durcharbeiten und zurückgehen und da kommt ein Punkt, wo eine Trennung war, dann kann die noch so lange her sein. Die ist typischerweise nicht aufgearbeitet und da steckt normalerweise, wenn die Paare daran zurückdenken, noch ganz viel Leid drin, ganz viel Traurigkeit und auch tatsächlich noch ein bis heute wirkender Faktor, ein Vertrauensverlust. Was man immer wieder merkt, wenn man dann zurückgeht, dass das immer noch deutliche Wirkung auf das Heute hat und auch teilweise mit Ängsten verbunden ist. Nämlich, wenn ich dann mich wieder so ähnlich verhalte oder wir wieder in eine ähnliche Situation hineinlaufen könnten, wie stabil ist das denn? Wann kommt es zu der Punkt, wo der andere sich dann wieder plötzlich trennt? Weil meistens ist das plötzlich gekommen. Genau, das hatte ich gerade gestern im Coaching. Ich habe gerade eine Trennungsbegleitung im Coaching und da habe ich mir gedacht, dass das nicht so gut ist. Ich habe gerade eine Trennungsbegleitung im Coaching und da sind wir auch dabei, das aufzuarbeiten. Und da ging es auch um die erste Trennung zwischen den beiden. Und ja, da sagte sie auch gleich, es ist gar nicht für sie so die Verletzung gewesen, dass es die Trennung gab, sondern wie. Weil es halt so plötzlich war, weil es um Weihnachten rum war und so weiter. Und auch die Zeit, finde ich, zwischen Trennung und wenn man wieder zusammenkommt, auch wenn man weiß, man ist getrennt und das heißt dann ja eigentlich auch, jeder kann tun und lassen, was er möchte, aber trotzdem hört man dann immer so dieses, ja, und da hat er auch gleich wieder eine andere Frau kennengelernt oder sie hatte dann auch, habe ich sie auch gleich wieder mit einem anderen Mann gesehen. Also irgendwie ist man getrennt, aber dann ja doch nicht getrennt. Das ist auch ein häufiges Thema, dass in der Off-Phase manchmal mit jemand anderem was angefangen wird, ganz kurz. Und das dann aber wiederum eine Verletzung macht, obwohl man nicht zusammen ist. Und ich frage dann auch immer nach, aber ihr wart offiziell da, ihr wart dann getrennt in der Phase, weil es immer so rüberkommt, als wenn das ein Fremdgehen wäre, obwohl beiden schon klar war jetzt in dem Fall, ja, nee, klar, wir waren getrennt. Aber im Gefühl was anders, ne? Und das ist nämlich das Spannende, wo man das wieder deutlich unterscheiden kann, finde ich dieses Gefühl von, oder dieses Basisgefühl und das Denkgefühl. Im Denken haben alle sozusagen gesagt, jo, Vertrag beendet, wir sind jetzt raus, getrennt. Aber im Basisgefühl fühlt man sich immer noch zugehörig, und es macht trotzdem das Gefühl von, der andere ist fremdgegangen, obwohl das rein faktisch nicht so ist. Gerade wenn es plötzlich ist, ne, dann bist du ja auch, Gefühle, ja, sind ja auch nicht von einem auf den anderen Tag sofort weg. Viele brauchen ja auch dann so eine, ja, Trennungsphase eigentlich, ne? Und wenn das sehr schnell geht, macht das im Gefühl, fühlt sich das dann anders an. Man könnte ja auch nochmal unterscheiden, also on off ist ja für die meisten, glaube ich, wirklich dieses aus dem Effekt heraus, sage ich so, jetzt ist Schluss. Ja. Und dann kommt man relativ schnell, schnell wieder zusammen. Manchmal ist es ja so, dass man schon aufgrund einer länger währenden Krise im Schluss macht, sich trennt, und dann vielleicht so nach ein paar Wochen merkt, Mensch, war doch nicht so der richtige Weg, und sich die Paare wieder annähern. Aber ich glaube, mit so richtig on off meint man eher so einen ständigen Wechsel. Dass man es nachher auch nicht mehr so ernst nimmt, ne? Also ich finde, je öfter so eine Trennung dann vollzogen wird, angedroht wird, das ist ja genau das Gleiche, dann nimmt der andere das auch irgendwann nicht mehr so in der Tiefe so ernst. Und wenn man jetzt so eine Trennung wird, dann denkt man so, boah, wir haben uns getrennt, krass. So ein Freundeskreis reagiert dann ja auch irgendwie. Aber wenn du das jetzt drei-, vier-, fünfmal hast, ja, dann bist du halt mal wieder getrennt gerade. Das hat ja nicht mehr so die Bedeutung wie bei einer Beziehung, wenn das so was Besonderes ist, ne? Dass man sich trennt. Aber ich finde auch, wenn man es nicht mehr so ernst nehmen kann, ist das auch wieder etwas, was mehr im Denken stattfindet. Im tiefer liegenden Gefühl, im Fundament macht das trotzdem immer noch Risse. Ja. Und macht jedes Mal eine neue Verletzung. Also ich habe ein Paar, was da ganz intensiv on-off betrieben hat. Und wo das verrückterweise auch so ist, dass das bei ihr Trennung auch ein krasser Trigger ist, weil sie schon mal erlebt hat, dass sich jemand plötzlich getrennt hat. Und die das schon unzählige Male sich getrennt haben, wieder zusammengekommen sind. Manchmal für wenige Stunden, manchmal für den Tag. Aber immer wieder, weil die Streit eskalativ waren. Was sind die Ursachen für. diese meistens ja plötzlichen Trennungen? Eigentlich all die, die zu einer Krise führen in der Beziehung. Ja. Das kann sein, dass man schon in der Krise ist. Das kann sein, dass man gewisse Prägungen mitbringt, warum man recht schnell mit Flucht reagiert. Weil letztendlich ja eine Trennung aussprechen, ist ja meistens etwas, gerade wenn es so im Affekt ist, was eher im Panikmodus passiert. Wo wir dann irgendwie Angriff, Tod stellen und Flucht nur noch zur Verfügung haben. Und wenn das Muster Flucht ist, dann kann es sein, dass ein Mechanismus ist zu sagen, dann trennen wir uns. Ja. Und man dann erstmal der Situation entfliehen muss. Und wenn man dann wieder zu sich kommt und so ein bisschen runtergefahren ist, das Basisgefühl vielleicht für den Moment verdrängt, gedeckelt ist, dann kommt man wieder zu sich, kann wieder klarer denken und sagt, oh Mann, das war irgendwie ganz schön vorschnell. Ich wollte mich ja eigentlich gar nicht trennen. Häufig sind das ja auch Kommunikationsprobleme. Also, dass man im Streit so schlecht kommunizieren kann, dass das immer weiter eskaliert, eskaliert, man sich Vorwürfe an den Kopf haut und dann eskaliert es so, dass einer sagt, dann lass uns das doch lassen. Das bringt doch alles nichts mehr. Ich hau ab. Und dann sozusagen die Trennung vollzogen wird. Was auch manchmal zur Eskalation führt, ist das Thema Vertrauen. Also insbesondere natürlich dann das Misstrauen und Kontrolle. Dass jemand so sehr sich verletzt fühlt, wenn der andere kontrolliert oder so viel Misstrauen äußert, dass er sagt, Mensch, unser Fundament ist so instabil, wenn du mir so sehr misstraust, dann ist es wohl besser, wenn wir uns trennen. Ein weiterer Punkt sind ungleiche Lebensziele und Werte. Also wenn man merkt, immer wieder, man kommt beim Thema Kinderwunsch, beim Thema Hauskauf, was auch immer, immer wieder zu Konflikten, dass man irgendwann sich so stark angetriggert fühlt im Streit, was durch eine schlechte Kommunikation dann auch so beeinflusst wird, dass man sich dann irgendwann sagt, okay, da haben wir schon so oft drüber gesprochen, dann beenden wir das. Da werden wir nie im Leben zusammenkommen bei den Themen. Ja, dass Paare das Gefühl haben, sie liegen viel zu weit auseinander, dass sie überhaupt nicht mehr in Kompromissnähe sind. Manchmal gibt es ja auch keinen Kompromiss. Was ist ein Kompromiss bei Kinderwunsch? Schwierig, ne? So ein halbes Kind kannst du nicht machen, ne? Wobei ich bei dem Thema eher selten ein On-Off erlebe, sondern eher in den Coachings erlebe, dass die Paare dann zwar verzweifelt sind und auch wissen, es wird für uns sozusagen irgendwas, Wann ein All-Night-Dialog oder ein Off so final geben, was mit dieser Entscheidung zusammenhängt. Aber die führen meistens nicht so eine klassische On-Off-Beziehung, weil also wenn, dann ist das ein tiefer liegender Grund, dass vielleicht so Lebensziele, Werte tiefer liegend nicht passend sind, aber das ist nicht so bewusst und dann kommen Streitpunkte auf anderen Ebenen heraus. Ich hatte mal ein paar. Die haben sich ganz, ganz doll geliebt, aber hatten unterschiedliche Ansichten beim Thema Kinderwunsch und das war ganz schlimm, weil die haben immer, wenn das Thema Kinderwunsch im Streit irgendwann hervorkam, das war sozusagen die Spitze vom Eisberg und dann haben sie sich sozusagen entschlossen, ja, dann lassen sie es beenden. Ja. Aber dann sind sie wieder zusammengekommen, weil an sich lieben die sich ganz doll. Also sie haben über ein anderes Thema, sind die in einen Streit geraten, sind die in einen Umstieg geraten und kamen dann zum Kinderwunsch, den sie sonst verdrängt haben. Also dass sie sagen, darüber reden wir jetzt nicht, weil wir finden keine Lösung. Okay. Ist natürlich auch sehr sinnvoll, so mitten im eskalativen Streit dann Kinderwunsch hervorzubringen. Wo du ganz sicher gar keine Lösung finden kannst. Ja, genau. Aber das ist halt, wenn du so verletzt bist, ne, und dann das Thema dir so wichtig ist und, ja, das war immer bei denen so der Punkt, dass es dann auseinandergegangen ist. Ja, und natürlich insgesamt Instabilität der Beziehung, immer wieder unausgesprochene Bedürfnisse, verdrängte Gefühle, wie du eben auch schon berichtet hast, so das Fass läuft quasi über. Man hat aufgestaut, aufgestaut und die Zündschnur ist ganz kurz, sodass man immer wieder in solche Eskalationen, Eskalationen hineingerät, wo man sich dann fragt, oh Mann, das wird ja auch jedes Mal mehr und schlimmer und die Emotionen heftiger und man merkt schon vielleicht, wie man Grenze für Grenze überschreitet. Beim letzten Mal hat man sich beschimpft, beim diesen Mal schon leicht angerempelt, beim nächsten Mal ist eine Bratpfanne geflogen, was soll das nächste sein, was kommt? Und dann fragt man sich einmal, Mensch, wir überschreiten hier Stufe für Stufe. Es wird jedes Mal ein bisschen intensiver und ich überschreite auch für mich Grenzen, die ich nie überschreiten wollte, dass man vielleicht einmal sagt, wir sollten uns trennen, das macht keinen Sinn mehr. Ja, aber dieses Intensive, was du sagst, das beschreibt finde ich so eine On-Off-Beziehung auch eigentlich sehr gut, weil viele ja auch berichten, so intensiv, wie sie sich streiten, so intensiv versöhnen sie sich dann auch wieder und haben eine schöne Zeit miteinander. Also diese beiden Seiten, die so vorhanden sind und das macht es ja wieder so schwer. Das sind so ganz starke Magnete, die sich auf der einen Seite voll anziehen und wenn du sie umdrehst, aber auch voll abstoßen und deswegen kommt so ein On-Off-Konstrukt dann zustande, weil beide Gefühle so heftig sind. Ja, eine Folge davon ist ja, dass man denkt, dass die Trennung der einzige Lösungsweg ist. Also, dass man, wie du schon sagtest, im Affekt dann irgendwann sagt, so, nee, das bringt dir auch alles nichts mehr, lass uns uns doch trennen. Zumindest als Impuls im Basisgefühl, ne? Genau, genau. Dass das tiefer liegende Gefühl sich so stark angetriggert und verletzt fühlt, dass es den Impuls ans Denken schickt zu sagen, hey, jetzt raus aus der Situation, das bringt alles nichts mehr, du bist so stark verletzt und dann diese Trennung ausgesprochen. Manchmal ja auch so ein bisschen aus Selbstschutz, ne? Dass man sagt so, ich will das nicht mehr, ich kann das nicht mehr, ich will mich jetzt auch selber schützen. Ich würde sagen, immer, oder? Naja, manchmal ist es ja auch einfach, weil man sagt, man spricht aus der Verletztheit einfach, ne? Ja, aber dann ja zum Selbstschutz. Ja, oder man denkt gar nicht drüber nach, dass es Selbstschutz ist. Kann ja auch sein, dass andere einen darauf aufmerksam machen und sagen, ne, du musst mal aufpassen, wenn er das wieder zu dir sagt oder so, dann musst du dich abgrenzen und dass einem das selber jetzt gar nicht so bewusst ist, ne, und das so unbewusst als Mechanismus dann abläuft, ja. Das glaube ich auch, dass tatsächlich Selbstschutz eigentlich immer das ist, was dahinter steckt, dass man sich selber durch diesen Ausspruch der Trennung wie in Notwehr davor schützen muss, noch intensiver verletzt zu werden. Und das ist natürlich mega anstrengend auch, ne? Also, viele sagen ja auch, dass die Beziehung einen so die letzten Ressourcen raubt und dass man das nicht lange durchhält mehr. Und wenn bis dahin noch Vertrauen da war, dann jetzt auf jeden Fall nicht mehr. Also, jeder Ausspruch der Trennung reißt das Vertrauen natürlich nach unten, macht mehr Risse im Fundament. Selbst die Androhung ist häufig schwierig. Da stellt doch alles in Frage. Stell dir mal vor, ich würde bei einem Streit immer oder ziemlich häufig hätte ich die Beziehung schon beendet. Dann hat man finde ich ja auch Momente, dass man denkt, kann man überhaupt noch was zusammen planen? Mag man noch einen Urlaub oder so buchen? Wenn man in so einem On-Off-Beziehungsding drin ist. Also, da ist man ja, man fängt ja schon an, auf Fundamentsebene zu schauen, haben wir eine gemeinsame Zukunft? Kann ich vertrauen darauf, dass wir da eine gute Lösung finden, falls wir nicht mehr zusammen sind? Und dann kann es ja auch in so eine oberflächliche Harmonie kommen, wo man aufhört noch Dinge auszusprechen oder Themen völlig beiseite lässt. Aus der Angst, wenn ich das anspreche, wenn ich das thematisiere, dann landen wir wieder in einem Streit, der so eskaliert, dass wieder einer von beiden die Trennung ausspricht. Deswegen werden Themen gemeidet und man hat nachher so ganz viele Probleme. Man hat viele blinde Flecken, wo man gar nicht mehr hinguckt. Bevor wir zu den Coaching-Einblicken kommen, möchten wir dir mitgeben, dass wenn du an dem Punkt bist, dass ihr sagt, Mensch, wir haben über Trennung nachgedacht, wir haben eine Trennung angedroht, ausgesprochen, hatten schon ein, zweimal so ein On-Off-Ding in der Beziehung und möchten das Ganze stabilisieren, dann meldet euch sehr gerne bei uns für das telefonische Erstgespräch und dann schauen wir, wie wir euch am besten unterstützen können. Gut, dann kommen wir zu den Coaching-Einblicken. Du hast mal wieder zwei Paare rausgesucht und geschaut, dass sie thematisch natürlich passend sind und berichtest ein wenig davon, was bei denen passiert ist, was das Thema war, das Ziel war und wie ihr es gelöst habt. Die Paare sind ja anonymisiert, das heißt, die Namen sind anders logischerweise und auch die Lebensgeschichte und einige Details sind so umgeformt, dass sich das Paar nicht mal selbst erkennen würde, sodass das maximal anonym ist, damit wir gewährleisten können, dass niemand die Paare erkennt, im besten Fall sie sich nicht mal selber, denn Verschwiegenheit ist natürlich das Wichtigste im Rahmen so einer Paartherapie. Ich berichte einmal von dem Paar Lara und Tom, beide Mitte 40, beide haben ein Kind aus der vorherigen Beziehung mitgebracht und die beiden haben sich bei uns gemeldet, weil sie sehr eskalierende Streits hatten mit großen Aufs und Abs in der Beziehung und gemerkt haben, dass der Weg immer wieder eine Trennung auszusprechen, also anzudrohen am Anfang und dann auch auszusprechen, auf Dauer einfach für die beiden nicht mehr geht und sie sehr unglücklich waren und auch nicht wussten, warum sie immer wieder in diesen Kreislauf reinkommen. Und das Ziel ist, mehr Harmonie und Klarheit zu bekommen. Genau, das Ziel war, mehr Harmonie und Klarheit zu bekommen. Bei den beiden war sehr auffällig im Coaching, dass sie, also wirklich beide jeweils einzeln, extrem viel von vorherigen Beziehungen gesprochen haben. Also besonders natürlich von der Beziehung, wo jeweils das Kind entstanden ist und gar nicht so viel von ihrer Beziehung miteinander am Anfang berichtet haben, sondern ja damals im Vergleich zu meiner Beziehung davor, also immer sehr viel im Vergleich oder damals habe ich das so und so gemacht und in Streitigkeiten reagiere ich sonst immer so und so. Wir sind jetzt drei Jahre zusammen, also auch noch nicht so lange zusammen gewesen. Also die beiden miteinander, aber das war schon irgendwie auffällig für mich, weil das ist eigentlich selten, weil ja natürlich die aktuelle Paarbeziehung, warum sich Paare bei uns melden, immer im Vordergrund erstmal steht. Aber das habe ich erstmal so aufgenommen und wir sind dann so vorgegangen, dass wir, nachdem wir die Ziele definiert hatten und ein bisschen gesprochen haben, jeder nochmal den eigenen Blickwinkel genauer erzählt hat, dass wir zurückgekehrt sind an den Punkt, wann war es mal gut, um sozusagen einmal in die Analyse einzusteigen, wann sind die ersten Verletzungen aufgetreten. Also dieses Eskalierende, dass eine Trennung ausgesprochen wird, ist ja immer so der Eisberg, aber was ist davor passiert? Und dann hat sich ein bisschen rausgestellt in der Bearbeitung der Zeitlinie, in der Beziehung, dass sozusagen in vielen Situationen sie sich gegenseitig sehr angetriggert fühlen immer. Und dass sie, wenn sie so von außen betrachtet auf diesen Streit mal schauen, gemerkt haben, sie sind gar nicht gegenseitig der Verursacher. Und das war für die beiden eine ganz große Erkenntnis, zu sagen, okay, ich fühle mich von dir total provoziert und deswegen eskaliert das hier so, aber eigentlich triggerst du was anderes in mir an. Also eigentlich geht es gar nicht um uns in dem Sinne. Und das war auf beiden Seiten so. Und die haben sozusagen ein schlechtes Match bei vielen Streitigkeiten getroffen. Ja, oder einen guten Match, je nachdem, wie man es betrachtet. Also machen sie sich auf ihre Prägung aufmerksam. So kann man es auch sehen, ja. Und an die Themen, die sie dann bearbeiten dürfen. Dann waren sie anscheinend ja noch nicht bereit für eine neue Beziehung, weil noch zu viele Dinge, die unaufgearbeitet gewesen sind. Genau, und das passt ja auch so ein bisschen mit meinem Eindruck, den ich am Anfang hatte, dass sie extrem viel von den vorherigen Beziehungen erzählt haben. Das spiegelt sich das für mich so wieder, dass ich dachte, okay, ja klar, die hingen auch nicht beide noch in den vorherigen Beziehungen. Natürlich auch ein bisschen verständlich, wenn man Kinder mitbringt in die neue Beziehung, dass da ja auch noch Kontakt meistens zu dem Ex-Partner oder Ex-Partnerin besteht, der ja auch, es waren auch kleine Kinder, natürlich noch sehr intensiv ist, aber es war halt trotzdem auffällig. Und ja, und haben wir darüber gesprochen, ähm, beide waren auch sehr offen, sind beide ins Einzelcoaching gegangen, weil sie gesagt haben, ja, die möchten natürlich auch ihre Themen bearbeiten, weil sie die Lasten loswerden möchten. Und, äh, genau, haben das Einzelcoaching jeweils gemacht, sie sind dann wieder in den Prozess zusammen zurückgekehrt. Aber es hat eine Seite dann gesagt, dass es einfach nicht mehr reicht. Also, dass im Einzelcoaching gemerkt worden ist, okay, ich sehe meine Themen und ich bearbeite die, aber ich möchte es trotzdem nicht mehr Untertitelung des ZDF, 2020 Das ist selten, dass das mal passiert, finde ich. Aber in dem Fall ist es passiert, dass Danny gesagt hat, wir können gerne noch befreundet bleiben. Aber ich habe einfach für mich noch mal ganz viele Sachen reflektiert, bin unsere Beziehungsgeschichte noch mal durchgegangen, habe vielleicht auch Sachen gesehen, die ehrlicherweise gar nicht so ideal sind. Oder wie die Person so ein bisschen sagte, ich habe eigentlich gedacht, wir passen besser zusammen. Aber dadurch, dass die Beziehung auch relativ schnell gestartet ist, also beiden kamen gerade aus alten Beziehungen, fehlte so ein bisschen überhaupt die Phase, mal sich neu zu finden. Und das wurde im Einzelcoaching so ein bisschen angeregt. Und Danny hat sich auf den Weg gemacht und hat dann das für sich so rausgefunden. Aber die sind im sehr guten Auseinandergegangen und noch weiterhin befreundet. Ja, das kann natürlich auch passieren, dass man merkt, das matchte gar nicht so. Das war ja schon der Eindruck, was ich vorhin sagte, dass die beiden noch gar nicht so richtig bereit waren für eine neue Beziehung. Und wenn man noch gar nicht richtig bereit ist, dann wählt man vielleicht auch eine Partnerin, einen Partner aus, die jetzt erst mal über vielleicht den Schmerz hinweghelfen, der so aus der Beziehung noch entsteht oder noch da ist. Aber vielleicht nicht den Perfect Match. Die Brüsselstücke sind dann so ein bisschen verschoben sozusagen. Es klingt genauso wie das Paar, was ich im Coaching hatte, was ich vorhin meinte, wo das genauso ist. Die haben auch schon sofort in den ersten Wochen sich stark angetriggert. Ich glaube, nach drei Monaten das erste Mal eine Trennung, ausgesprochen und dann immer wieder im Laufe der Zeit. Die waren, als sie im Coaching waren, anderthalb Jahre erst zusammen, aber hatten schon diverse Trennungen quasi. Und letztendlich genau aus den gleichen Gründen. Primär, weil sie gegenseitig exakt die Verletzungen, die schon da waren, angetriggert haben und von den Prägungen her so aufeinander matchten, dass das völlig explosiv war. Weil die sich exakt immer in den alten Verletzungen wiedergefunden haben mit dem, was der andere gemacht hat. Und deswegen auch da eigentlich noch voll in der Verliebtheitsphase. Aber gleichzeitig diese Triggerpunkte und dadurch eben dieses On-Off, wo sie sagten, eigentlich sind wir doch so verliebt, dann sind wir zusammen. Und jetzt haben sie sich wieder voll getriggert. Und das hat eben gedauert, bis dieses Verständnis dafür da war, dass eigentlich nicht deren Beziehung miteinander das Problem ist, sondern die Ursachen liegen in Beziehungen davor. Aber sie spüren jetzt eben die Wirkung und die Symptome und die sind auch beide im Einzelcoaching. Die sind immer noch in den Resten der On-Off-Geschichte drin, weil bei ihm das auch noch ganz tiefliegende Dinge aus der Kindheit mit dazugekommen sind. Und das dann jetzt erstmal rübergegangen ist in eine richtige Einzeltherapie für ihn, sodass er sich da ganz anders aufstellen kann. Weil man dann merkte, auch in der Beziehung davor war es nicht gut und davor war es nicht gut. Und eigentlich bringe ich das aus meiner Herkunftsfamilie mit, gar nicht aus der Beziehung davor, sondern noch weiter zurück. Und dann war da noch viel mehr aufzunehmen. Was er aber anders, das muss man eben sagen, diese Beziehung ist anstrengend, aber er hätte es anders auch nicht erkannt, dass diese Dinge da sind. Okay, lass uns dein zweites Paar anschauen. Thomas und Julia, beide Mitte 30. Was ist passiert? Genau, keine Kinder, beide in Führungspositionen. Und die beiden haben sich gemeldet, weil sie immer wieder in Streitigkeiten verfallen. Genau aus dem Punkt, wie wir vorhin schon sagten, was sind die nächsten großen Dinge im Leben? Die nächsten großen? Die nächsten Herausforderungen. Und eine lange Zeit war es für beide in Ordnung, keine Lösung zu haben. Also erst mal zu sagen, wir leben erst mal zusammen, gucken, was passiert. Kam dann aber auch so mit der Zeit natürlich so eine biologische Uhr von ihr mit dazu, dass sie gesagt hat, ich bin jetzt Mitte 30. Irgendwie würde ich gerne mal so einen minimalen Fahrplan auch gerne vielleicht haben. Und ja, da haben sie gemerkt, dass es ziemlich schwer ist für sie, da in Gespräche darüber zu kommen. Und dass das immer wieder eskaliert ist. Und da sieht man auch wieder beim Ziel, dass das ein sehr häufiges Ziel ja auch für diese Paare ist, nämlich wieder Klarheit finden. Die meisten wollen ja erst mal für sich rausfinden, warum passiert uns das? Warum haben wir dieses On-Off-Ding auf einmal? Und Klarheit in Form von, macht das mit uns noch Sinn? Also können wir zusammenbleiben und diese On-Off-Thematik lösen, unsere Beziehung stabilisieren? Oder können wir es nicht lösen oder die Ursache, oder die Ursachen sind trotzdem da und wir trennen uns lieber? Ja, aber bei den beiden war das ein bisschen so, dass sie mit den Wochen, also als wir angefangen haben das Coaching, haben sie auch gesagt, sie fühlen sich auch von ihrem Umfeld so reflektierend auch immer mehr unter Druck gesetzt. Also es wurde immer gefragt, Mensch, wollt ihr kein Haus kaufen? Wie ist das denn? Plant ihr Kinder? Oder eigentlich wird es so langsam, habt ihr schon mal über Hochzeit nachgedacht? Und das hat deren Streitigkeiten untereinander so angetriggert, also von außen sozusagen der Druck, der innerlich diese Themen immer wieder hervorbrachte. Und ja, dieser Druck sich auch im Streitverhalten, also in der Kommunikation, zeigte das dann relativ schnell einer, der immer sagte, ganz ehrlich, wenn wir keine Lösung finden, dann lassen wir das. Dann soll sich doch jeder jemand anderen suchen, vielleicht finden wir ja keine Klarheit, weil das zwischen uns nicht matcht und so weiter. Und dann ist der andere da voll drauf abgegangen und dann ist es explodiert und dann gab es Trennungen, die mal ein paar Tage waren, das längste waren mal drei Wochen. Aber dann, war ja klar, wenn man wieder zusammenkommt, die Themen sind ja immer noch offen. Wir sind ja irgendwie im Raum drinnen. Und habt ihr sie gelöst? Als allererstes sind wir da auch so vorgegangen, dass wir den Blickwinkel erstmal auf die Verletzungen gerichtet haben, also zurückgegangen, wann war es mal gut? Also wann ist im Gefühl bei beiden so das Thema aufgekommen, wir brauchen einen Plan? Um sich erstmal so ein bisschen einzunorden, haben wir beide das gleiche Gefühl, wann das Thema bei uns aufgekommen ist? Oder ist es. Das ist bei einem viel später aufgekommen und bei dem anderen viel früher eine Verletzung bei dem Thema. Deswegen, wann war es mal gut? Und haben dann geguckt, wie so die Dynamik war, wie das Empfinden war. Haben wir festgestellt, dass es beiden schwer fällt, Bedürfnisse auszusprechen. Dementsprechend könnten beide auch jetzt schlecht über das Thema sprechen, wie die Zukunft aussieht, weil das ist ja auch ein Bedürfnis, wie stelle ich mir meine Zukunft vor, das auszusprechen? Und deswegen es auch so gut lief, als sie gesagt hatten am Anfang, wir haben keinen Plan. Weil da braucht man Bedürfnisse ziemlich wenig aussprechen. Genau, und da haben wir halt noch ganz viel zum Thema Bedürfnisse aussprechen gearbeitet und haben dann verschiedene Strategien durchgeführt, um Klarheit zu bekommen. Unter anderem halt den Öko-Check durchgeführt zu verschiedenen Themen, die ihnen wichtig war, wie zum Beispiel Kinder, Haus, Hochzeit, waren auch so zwei, drei andere Dinge. Und nochmal klar geordnet, ist das gerade ein Thema wirklich zwischen den beiden oder ist es ein Thema von den Menschen außenrum? Also wo entsteht Druck? Von welcher Seite kommt Druck? Warum entsteht da Druck? Genau, und da sind wir so durchgegangen, haben nochmal das Streitverhalten analysiert, nochmal geschaut, wie sie kommunizieren, wie man das verbessern kann, haben nochmal viel über die Sprache der Liebe gesprochen, weil es ging auch teilweise darum natürlich, ich muss erstmal wissen, wenn ich im Mangelgefühl bin, dass erstmal wissen, warum bin ich im Mangelgefühl, was ist mir wichtig, damit ich mein Bedürfnis aussprechen kann. Also es war schon eine sehr intensive Arbeit, die haben das aber alles gut aufgearbeitet, sodass sie gute Grundlagen hatten, um Entscheidungen zu treffen, die sie ihnen auch erstmal gefällt haben in manchen Bereichen und aber auch manche Bereiche sich ganz bewusst dafür entschieden haben, zu warten. Also für sich gesagt haben, zum Beispiel beim Thema Kinderwunsch, das ist eher ein Thema, was von außen auf uns zugetragen kommt, da brauchen wir jetzt gerade keine Entscheidung, das ist für uns gerade jetzt nicht in diesem Jahr so wichtig. Oder aber beim Thema Haus, da hatten die zum Beispiel Immobilien im Hintergrund, wo sie eine Entscheidung haben könnten, da haben sie die Entscheidung vorgezogen, aber alles halt aus dem Gefühl heraus, dass sie selber das in der Hand haben, selber zusammen im Wir-Gefühl die Klarheit haben. Ja, man sieht, die Kombination wird gebraucht, stabiles Fundament, Wir-Gefühl, ein paar Hilfsmittel beim Entscheiden, ob das nun der Öko-Check ist, die Klarheit über stimmig, unstimmig, den inneren Kompass, oder ob das das Wissen darüber ist, wie man wirklich stimmige Kompromisse schließt, was die wenigsten wissen, weil man gelernt hat, dass man sich in der Mitte trifft, aber in der Mitte treffen ist ganz häufig ein fauler Kompromiss, der einem oder beiden nicht gut tut, und das sind alles Dinge, wenn die vorhanden sind und man weiß, wie diese Dinge funktionieren, dann kann man auch wirklich nachhaltig eine langjährige, glückliche Beziehung führen. Ganz wie sind natürlich auch Missverständnisse, ich dachte immer, dir wäre das wichtig, und dann hat der eine paar gesagt, wieso, ich habe das gar nicht ausgesprochen. Bloß Interpretation. Genau, weil wir einfach die Lage schon so eskalierend war, dass es ganz viel Interpretation war. Interpretation, da liegen wir sehr, sehr häufig ja falsch. Ja, und wir wissen es nicht. Wir sind so überzeugt davon, dass wir, sind ja so lange zusammen, wir müssen ja wissen, wie es dem anderen geht und was der sich wünscht und was die Bedürfnisse sind, aber es fehlen ganz viele Parameter, Dinge sind nicht ausgesprochen worden, es können sich Bedürfnisse und Wünsche verändern, wir teilen uns zu selten Veränderungen mit, was mal stimmig war, kann unstimmig werden, Glaubenssätze ändern sich, Haltung verändert sich. Jemand hat ihm zum Beispiel den Glaubenssatz mitgegeben, wenn eine Frau sich nach fünf Jahren nicht dafür entscheiden kann, ob sie dich heiraten möchte oder nicht, dann sollte man es grundsätzlich immer lassen. Ja. Und das ist natürlich scheiße, wenn du acht Jahre zusammen bist und diesen Glaubenssatz mit hast und denkst du, ja, aber irgendwie kriege ich da kein Commitment bei dem Thema. Ich weiß selber nicht, was ich will, aber sie sagt jetzt nicht, dass sie es will und dann habe ich den Glaubenssatz. Ja, ist ja schon drei Jahre überschritten auch. Ja, und das macht Druck wieder, ne, und das dann denkt man sich, hab ich jetzt drei Jahre lang Beziehungszeit sozusagen verschwendet. Das stellt man sich ja auch die Frage. Halten wir uns jetzt gegenseitig aus? Ist das noch gut? Sehr spannend. Sehr spannend, wer immer sowas festlegt. Woher solche Sachen dann kommen. Ja, es ist immer der Freund der Freundin oder so. Auf einmal hast du so ein Ding im System. Wie mit getrennt schlafen hatte ich diese Woche auch. Wenn man in getrennten Zimmern schläft, dann ist die Beziehung zu Ende. Das ist auch ein großer Glaubenssatz. Genau, ob der eine nun massiv schnarcht oder was auch immer, ist egal. Kinder, ist egal. Ja, diese ganzen Glaubenssätze von außen, die wirken natürlich dann besonders intensiv auf jemanden, wenn eben der innere Kompass wieder nicht so richtig ausgerichtet ist. Wenn ich mir selber unsicher bin, über stimmig-unstimmig nicht so richtig gut entscheiden kann. Und dann bin ich sehr anfällig dafür, solche Glaubenssätze anzunehmen. Genau. Okay, vielen Dank für die Beispiele. Gerne. Wir hoffen, dass ihr auch daraus für euch einige spannende Impulse mitnehmen konntet. Wie schon früh mitgeteilt, wenn ihr an diesem Punkt seid, meldet euch sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch. Und wir helfen euch dabei, raus aus der On-Off-Beziehung hinein in eine stabile Beziehung mit stabilem Fundament zu kommen, sodass ihr dann, sag ich mal, euch wirklich entscheiden könnt. Das heißt ja nicht immer, dass ihr beide dann eine glückliche, harmonische Beziehung weiterführt. Das kann ja auch die nächste Beziehung sein. Aber dass ihr auf jeden Fall die volle Klarheit darüber bekommt, ob ihr gut zueinander passt, ob es matcht, ob es wirklich nur, ob es nur Triggerpunkte sind und zwischen euch das dann funktionieren kann oder ob da eben ganz andere Themen hinterliegen. Vielen Dank. Bis bald. Bis dann.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Eine On-Off-Beziehung zeichnet sich durch wiederholte, kurze Trennungen und Wiederzusammenkommen aus, wobei die Trennung oft plötzlich und ohne tiefere Verletzungen stattfindet.
  2. Solche Beziehungen entstehen häufig durch emotionale Verletzungen, ungleiche Lebensziele oder Kommunikationsprobleme, die zu eskalierenden Streitigkeiten führen.
  3. Im Gefühl bleibt ein Vertrauensverlust bestehen, selbst wenn sich die Trennung faktisch als vorübergehend erweist, was zu einer ständigen Angst vor Wiederholungen führt.
  4. Die Trennung wird oft als Selbstschutzmechanismus genutzt, um sich vor weiteren Verletzungen zu schützen, was jedoch das Fundament der Beziehung langfristig beschädigt.
  5. Paare, die sich in solchen Zyklen befinden, zeigen oft ein mangelndes Verständnis für ihre eigenen Bedürfnisse und eine fehlende Klarheit über zukünftige Lebensziele.
  6. Die Symptome sind oft durch außenwirkende Druckfaktoren wie Fragen zur Hochzeit oder Kinderwunsch betroffen, die innere Konflikte verstärken.
  7. Ein wertvoller Weg zur Stabilität ist die konkrete Analyse der Zeitlinie, um Ursachen aus der Vergangenheit zu erkennen und die Rolle persönlicher Prägungen zu verstehen.
  8. Die Beziehung kann durch Einzeltherapie und gemeinsames Coaching stabilisiert werden, um Klarheit über das Vertrauen, die Werte und die Zukunft zu gewinnen.

Summary:

Eine On-Off-Beziehung wird durch wiederholte, kurze Trennungen und Wiederzusammenkommen gekennzeichnet, oft plötzlich und ohne tiefgreifende Verletzungen. Solche Beziehungen entstehen durch emotionale Verletzungen, ungleiche Lebensziele oder Kommunikationsprobleme, die zu eskalierenden Streitphasen führen. Im Gefühl bleibt ein tiefes Vertrauensverlust bestehen, selbst wenn die Trennung faktisch vorübergeht, was zu Angst vor Wiederholungen führt.

Die Trennung dient häufig als Selbstschutz vor weiteren Verletzungen, was aber das Fundament der Beziehung langfristig zerstört. Außendeutsche Druckfaktoren wie Fragen zur Hochzeit oder Kinderwunsch verstärken innere Konflikte und führen zu einem Zirkel von Eskalationen. Durch die Analyse der Zeitlinie, persönlicher Prägungen und der Kommunikation können Paare Ursachen identifizieren.

Einzeltherapie und gemeinsames Coaching helfen, Klarheit über Werte, Bedürfnisse und Zukunft zu gewinnen, um eine stabile, glückliche Beziehung aufzubauen – ohne dass die Beziehung automatisch perfekt wird, sondern um eine echte Entscheidung über das gegenseitige Passen und die zukünftige Zusammenarbeit zu treffen.

FAQs

Eine On-Off-Beziehung ist eine Beziehung, bei der Paare regelmäßig zusammen sind und dann plötzlich auseinandergehen, ohne dass die Trennung endgültig ist. Nach einer Trennung kehren sie oft wieder zusammen, was zu einem wiederholenden Zyklus führt.

Ein echter On-Off-Zyklus zeigt sich durch mehrmals wiederholte Trennungen und Wiederbegegnungen, meistens kurz nacheinander. Der Fokus liegt nicht auf einer einzigen Episode, sondern auf einem Muster von Flucht und Rückkehr.

Mehrere Gründe führen zu dieser Verletzung: Es gibt oft ein Gefühl der Vertrauensverlust, der nicht ausgesprochen wurde. Auch in der Wahrnehmung fühlen sich beide weiterhin zugehörig, obwohl faktisch getrennt sind.

Plötzliche Trennungen entstehen oft durch Stress, Kommunikationsprobleme, Misstrauen, Kontrolle oder grundlegende Unstimmigkeiten in Lebenszielen wie Kinderwunsch oder Hauskauf.

Nein, eine Androhung ist nicht gleichbedeutend mit einer echten Trennung. Sie kann jedoch als Symptom von tiefer Verletzung oder Angst auftreten und das Fundament der Beziehung schwächen.

Jede Trennung führt zu einem Vertrauensverlust, der nicht ausreichend aufgearbeitet wird. Dies verursacht Ängste, die sich bei späteren Beziehungsphasen wiederholen und das Fundament der Beziehung schwächen.

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