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„Schlimmer als Gentrifizierung ist das Gegenteil.“

45m 11s

„Schlimmer als Gentrifizierung ist das Gegenteil.“

Der Beitrag diskutiert Gentrifizierung im Kontrast zu städtischem Verfall und untersucht am Beispiel Zürichs die Folgen von Verdichtung und Neubau. Im Fokus steht der Stadtteil Seebach, wo trotz umfangreicher Bautätigkeit die Mieten um etwa 30 % steigen und einkommensschwache Bewohner verdrängt werden. Als Gründe werden hohe Bodenpreise und Renditeinteressen privater Investoren genannt. Die Stadt versucht, mit einem Drittelziel für gemeinnützige Wohnungen gegenzusteuern, doch der Anteil sinkt. Instrumente wie Vorkaufsrechte für Kommunen scheitern oft politisch. Als Alternative zum Abriss werden Sanierung und Aufstockung vorgeschlagen, die CO₂-Emissionen reduzieren und Sozialstrukturen erhalten. Innovative Wohnprojekte wie das „LENA“-Modell in Basel zeigen, wie durch gemeinschaftlich genutzte Flächen der individuelle Platzbedarf gesenkt werden kann. Kritisiert wird die langweilige, uniforme Neubauarchitektur, die gewachsene Nachbarschaften zerstört und Jahrzehnte braucht, um eine eigene Identität zu entwickeln. Die Trennung von Boden- und Gebäudeeigentum wird als möglicher Ansatz diskutiert, um die Stadtplanung nicht allein der Immobilienwirtschaft zu überlassen.

Transcription

6945 Words, 43774 Characters

German
Was ist schlimmer als Gentrifizierung? Schlimmer ist das Gegenteil. Schlimmer ist Ostdeutschland, wenn plötzlich die ganzen jungen Leute abwandern und die Kommune kein Geld mehr hat für Nahverkehr. Schlimmer ist die Trollt, wo plötzlich die ganze Bevölkerung, welches war die Industrie nicht mehr dort ist. Das muss man sich auch immer noch klar sein. Gentrifizierung ist auch ein Ausdruck. Es ist ein Wohlstandspublikum. Das ist Thomas Hammerly, Filme-Macher und Autor. Wir kommen auf den Mann noch zurück. Am Ende der Sendung. Denn er ist schuld an der ganzen Miserie. 100 Minuten, so wollen wir wohnen. Der Podcast von Brande 1 und dem Mikro Pionier von. Hallo und herzlich willkommen zur zweiten Folge von "So Wollen Wir Wohnen". Nachdem wir uns in der ersten Folge angesehen haben, wie schwierig der Wohnungsmarkt in einigen Teilen der Schweiz ist, und welche begrenzten Möglichkeiten eine Stadt wie z.B. Zürich hat, um dagegen vorzugehen, wollen wir uns heute anschauen, wie eigentlich gebaut wird und was dann passiert. Es geht um Verdichtung und Verdrängung, um die Frage, wie man Wohnungsbau schon da und nachhaltiger gestalten kann, für die Städte und die Menschen. Und ob Gentrifizierung überhaupt was schlechtes ist. Beginn will ich die Reise in Zürich Ölikon, genauer gesagt im Quattro. Der Name beschreibt schon ziemlich gut, wie es hier aussieht. Quadratisch. Schwarz glänzende Hochhaus-Türme bilden hier einen Dienstleistungskomplex mit über 35.000 Quadratmeter Bürofläche. In der Mitte gibt es einen Platz. Stadtrat André Oda-Matt sagte zur Öffnung 2014, er sei besonders froh, dass wir mit dem freie zugänglichen Platz als Stadt auch etwas für die Öffentlichkeit gewonnen haben. Ich sehe an diesem Tag genau eine Person über dem Platzwuschen, besonders einladend, wirkt es hier nicht. Das Projekt wird als eigenständige, kompakte Stadt in der Stadt beworben, was eigentlich nur bedeutet, dass es mit dem Umfeld rum nicht viel zu tun hat. Denn nur ein paar Hundert Meter weiter beginnt Sehbach. Der Stadtteil wurde erst 1934 in Zürich und war ein Gemeinert. Damals hatte er 5.000 Einwohner. Man erkennt noch heute, der eher dörflichen Strukturen. Tatsächlich leben hier mittlerweile über 28.000 Menschen und es wird weiter gebaut. Überall stehen Kräne. Sehbach gilt als Ärmera-Stateil, bekannt für die Fristrasse, mit seinen Dönerleben und Schisha-Bars, auch Balkanmeile genannt. Das kostet eine normale Portion Pommes im Sehbachtreff am Busbahnhof 8 Franken. 8 Franken, das ist doppelt so teuer wie in Hamburg. Das Viertel verändert sich rasant und nicht jedem gefällt das. Viele haben Angst, dass der Umbau sie vertreiben könnte. Eline Obrist, Redaktörin beim Tagesanzeiger, hat die Sorgen der Bewohner dokumentiert. Daher treffe ich sie in den Redaktionsräumen in der Innenstadt. Danke. Hallo, Eline. Danke, dass ich da sein darf. Du hast dich mit Sehbach beschäftigt, der erst 1934 eingemeindet wurde hier in Zurich. Damals 5.000 Einwohner heute über 28.000 Menschen, die dort leben. Zweitgrößtes Quartier in Zurich. Hat kein so richtig gutes Image, glaube ich? Es gab ein paar Vorfälle in der Vergangenheit. Es gab einen Mord an eine Tankstelle, in einem Schulhaus, das hat das Image gelitten. Aber das ist heute ein bisschen anders. Ja, es ist schon länger her. Es ist schon ein paar Jahre her. Ist es schon ein Ärmerwurstarteil? Das ist das, da wo er die Ärmerbevölkerung und der Ausländerinenteil ist auch ein bisschen höher, im Vergleich zum Rest der Stadt. Da wird jetzt gerade unglaublich viel gebaut. In 1400 neue Wohnungen, glaube ich, die dort entstehen sollen, was macht das mit so einem Ort? Ich glaube, da ist gerade sehr viel Veränderung da. Ich war dann mit vielen Leuten gesprochen. Es gibt natürlich die Alt eingesessenen, die schon sehr lange in Sehbach wohnen. Die haben auch ein bisschen Angst vor dieser Veränderung. Das ist auch wahrscheinlich überall gebaut, überall hat es keine. Das macht etwas mit dem Quartier. Viele wohnen da, weil erstens die Wohnungen noch künstiger sind. Weil es dort auch noch sehr viel Grünfläche hat. Da hat man natürlich ein bisschen Angst, dass durch das viele bauen, diese Grünflächen verschwinden und vielleicht sogar auch die Mieten steigen. Ja, und ist das schon so? Kann man das schon sehen? Das sieht man schon auch in den Zollen. Weil viel gebaut wird und weil es auch teuer ist, da steigen die Mieten auch tatsächlich an. Für mich ist das so ein komischer Widerspruch. Es wird ja viel gebaut, damit die Mieten nicht steigen. Tatsächlich steigen sie ja weiter durch. Um im Schnittlage so 30 Prozent. Genau, 30 Prozent. Touer ist die Mitte, wenn man in einem Neubau wohnt. Das hat unterschiedliche Gründe, spielt natürlich auch immer eine Rolle wert dabei. Also gerade bei privaten Anlegerinnen, beispielsweise eine Pensionskasse, die muss ja auch Rendite machen mit diesen Objekten. Da sind die Mieten teurer im Vergleich zu Wohnbaugenussenschaften oder wenn die Stadt selbst Wohnungen vermietet. Das hat damit zu tun, dass es eben, dass es auch Touer ist, zu bauen der Bodenpreise sind sehr hoch. Das hat alles eine Einfluss danach auf den Mietpreis. Und die Bevölkerung, die dort wohnt, die hat Angst, dass sie vertrieben wird. Teilweise wird sie ja auch gekündigt, weil das sind nicht nur einfach Neubauten, sondern es wird viel abgerissen, alter, Bausabstanz und dann neu gebaut. Das heißt, die Leute müssen raus. Genau, das betrifft natürlich vor allem Ermere Menschen, beispielsweise Familien oder Alleinstände oder auch Sehnjorden in den Sehnjorden. Die müssen da vielleicht raus, weil alles abgerissen wird. Und die haben dann mühe eine neue Wohnung zu finden, die sie sich auch leisten können. Die ist dann vielleicht nicht mehr in Sehbach, sondern vielleicht sogar in der Aglomeration weiterweg, vielleicht sogar in Schaufaßen in einem anderen Konton, wo es noch erschwinglichen Wohnraum gibt. Man könnte sagen, so ein Stadtteil wird ja auch aufgewertet, dadurch kommen mehr Leute, es könnte auch mehr Gastronomie oder mehr Einzelhandel entstehen. Ich glaube, im Momentan ist noch große Probleme, weil im öffentlichen Nahverkehr der Moment einfach nur voll ist. Aber auch da konnte sich ja der Tag dann vielleicht noch ein bisschen verbessern. Eigentlich wäre es doch von der Seite gesehen, was positiv ist. Eigentlich schon, ja, aber das spürt man vielleicht noch nicht. Oder das ist vielleicht erst noch in den Anfangszygen. Also die Menschen, die in Sehbach wohnen, die spüren, es hat mehr Menschen auf der Straße im ÖFA, wie du es gesagt hast. Und da fragt man sich schon, wie kann man das dann irgendwie entlasten? Und wenn jetzt da verdichtet gebaut wird, habe ich dann noch den kleinen Park mit dem Spielplatz im Hinterhof. Da müssen natürlich auch verschiedene Akteure mit den anderen sprechen. Man kann ja nicht einfach viele bauen einfach. Und dann ist die Frage, ob bleibt dann noch Platz für einen Spielplatz? Wer kümmert sich darum? Und da braucht es viele Akteure, die miteinander sprechen. Das passiert schon, aber es ist der Start. Die Strategie der Stadt ist, möglichst viele Genossenschaftswohnungen zu bauen. Das soll helfen, die mitten so ein bisschen im Zaum zu halten. Funktioniert das? Es gibt ein Drittelsziel, das heißt ein Drittel aller Wohnungen, die müssen gemeinnützig sein, sei das von Wohnbaugenossenschaften oder von der Stadt selbst. Da ist man aktuell bei 27 Prozent, aber der Anteil sinkt es jetzt. In den letzten Jahren, weil einfach private sehr viel bauen. Und da muss man die Stadt natürlich auch ein bisschen nachleifen. Und das passiert gerade nicht so. Aber das ist natürlich eine Strategie für günstigen Wohnräume. Aber ich als normaler Bürger würde da gar nicht reinkommen, oder? Die Hürden sind relativ groß. Also gerade bei städtischen Wohnsiedlungen hat sich gezeigt, dass sich da auf eine Wohnung mehrere 1.000 Menschen melden und auch die Listen bei Wohnbaugenossenschaften. Erst kürzlich wurden neue Wohnungen auf den Gelände eine stillgelegten Straßenbahn depoß gebaut. Für die 133.90 Wohnung gab es 14.500 Bewerbungen. Ein Zufradsgenerator entscheidet nun, wie in ein Lotterie wer in die engere Auswahl kommt. Für mich als Hamburger klingt das korios. Für Züricher ist das ganz normal. Es gibt den Vorwurf, dass wenn gebaut wird, das ist vor einigen die ärmeren Stadtteile trifft, stimmt das? Das ist so ja in der Stadt Zürich. Es gibt klare Entwicklungszonen, die definiert wurden von der Stadt. Das sind häufig jene, wo Menschen leben, die ein tieferes Einkommen haben, beispielsweise Sehbach, Altstädten. Dort, wo Menschen, die mehr verdienen, sei es natürlich bergt, kann weniger verdichtet werden. Das hat aber primär auch damit zu tun, dass es weniger große Flächen gibt, die noch aufgezohnt werden kann. Da müssen viele kleine Eigentümer miteinander sprechen, um dort zu verdichten. Das ist halt in anderen Stadtteilen, wie Sehbach einfach, weil es dort größere Industrieoriental gibt. Du hast aber auch im Vorgesprich, die ihr seit wie in einer Schockstache im Moment. In der Stadt? - Ja. Das Problem spitzt sich zu. Und wenn man in der Stadt wohnt, dann macht man sich schon ein bisschen Sorgen, wer ich in Zukunft noch wohne. Gerade wenn man in einem Altbau wohnt, wie beispielsweise ich, ich frage mich auch, wird da irgendwann leer gekündigt und finde ich dann noch eine Wohnung. Und aktuell, die Politik kommt in Gang. Es gibt viele verschiedene Vorschläge, viele Instrumente, mit denen man dieses Problem angehen kann. Aber ich weiß nicht, wie schnell das geht. Das ist die Frage, weil es braucht mehr Wohnraum und zwar heute und nicht mehr. Was könnte die Stadtteilen noch besser machen? Man könnte natürlich schauen, dass dieses Drittelziel wirklich konsequent verfolgt wird. Da muss man natürlich auch noch viel mehr bauen. Das ist auch schwierig. Ein Vorschlag ist auch, dass die Bürokratie ein bisschen runtergeschreibt wird, weil die Hürden um eben aufzustucken. oder die Verlichte zu bauen, die sind natürlich enorm. Da braucht es viele Papier, Staubelfol, die man irgendwie ausfüllen muss. Das sagt auch viele Bauherren, das sei halt einfach auch ein großer Aufwand. Da könnte man noch etwas dagegen unternehmen. Vorkaufsrecht ist im Moment ein Zusatz. Genau, ein weiteres Instrument über das wir im November noch abstimmen. Was vorkaufsrecht, da geht es darum, dass die Gemeinden, beispielsweise eben die Stadt zürich. Die Möglichkeit hat, bei einem Immobilienverkauf einen Vorkaufsrecht gelten zu machen und dann kann sie die Immobilie für den Preis, der gefordert wird, kaufen und diese Wohnungen, diese Immobilien dann dem Markt entziehen. So zu sagen, also dem Markt entziehen, dass nicht die Preise steckt dann auch weiterhin günstigen Wohnraum anzubieten. Gibt es auch die Möglichkeit, dass sich Stads für dich einfach sagt, "Nö, wir wollen nicht mehr wachsen, wir bauen nicht mehr und wer herkommt, der muss sich dessen Bewusstsein und vielleicht woanders wohnen?" Die Stadt an sich wird das wahrscheinlich nicht sagen, aber ja natürlich, dieses Argument gibt es auch, dass es nicht irgendwie ein Menschen oder Grundrecht gibt darauf in der Stadt zu wohnen. Das ist natürlich so weiterhin bauen, werden natürlich die private, weil für die ist es ein gutes Geschäft. Und die Frage ist dann halt einfach, wie sich eine Stadt entwickelt, die nur noch Wohnraum bietet für Menschen mit einem hohen Einkommen und wo gehen dann alle anderen Menschen hin, die nicht mehr so viel zahlen können, monatlich. Danke, die früssen Sprich. Danke, die. Die Initiative mit dem Vorkaufsrecht im Kanton Zürich ist übrigens gescheitert. Die Städte Zürich und Wintertour stimmten zwar dafür, doch alle ländlichen Gemeinden stimmten dagegen, teilweise deutlich. Das auch hoffte Instrument für die Stadtplanung ist also erst einmal vom Tisch. Und die Gentrifizierung geht ungehindert weiter. Zwischen 2015 und 2020 wurden in Zürich über 14.000 Personen verdrängt. Vor allem Einkommensschwächere Haushalte, ältere Menschen, Minderheiten und Alleinerziehende. Fast immer waren Ersatzneubauten der Grund, also der Abriss, Alter, günstiger Häuser und der Neubau, größerer, teurer Häuser, die sich die Einwohner nicht mehr leisten konnten. Das muss so nicht sein. In Gänf zum Beispiel gibt es weit weniger Vertränkungen, weil weniger Ersatzneubauten gebaut werden. Dort gibt es Gesetze, die eine sanfte Innenverdichtung fördern sollen und den Mietpreis anstieg kontrollieren. Und auch in Basel gibt es streitbare Personen, die sich gegen den ständigen Abriss wären. Eine der streitbarsten ist die Architekten Barbara Buser. Ich treffe sie in einem kleinen Werkstattberuhe nahe des Bahnhofs. Draußen ratatistrasen waren vorbei. Ja, hallo Frau Buser. Hallo. Wir erleben in der Schweiz aber auch in Deutschland, dass immer mehr Wohnung gebaut werden sollen, auch gebaut werden müssen. Gleichzeitig sind freie Flächen rad, dass für fast automatisch dazu das alte Häuser abgerissen werden und neue größere gebaut werden muss das so sein. Ich bin total gegen diesen sogenannten Automatismus. Ich finde, man könnte die neuen Häuser auch irgendwo hinstellen, was noch keine Alten hat. Und die Alten zu ertüchtigen, aufzustorkeln. Anzubauen ist immer energetisch viel sinnvoller als die abzureißen. Sie haben gesagt, das Problem ist eigentlich das Geld. Ja, wir haben so viele Versicherungsgesellschaften, Immobiliengesellschaften, pensionskassen, die Gelter ansammeln und das gibt riesige Bergen von Geld und die suchen dann Anlagemöglichkeiten. Die haben Anlage, Druck, sagen sie so schön. Und dafür brauchst du sieben große Projekte, wo viel Geld dann auch mal investiert werden kann. Das zweite Problem ist CO2. Sie mit Herstellungsetz viel CO2 frei sind, war er Klimakiller. Die Alternative nicht abreißen und neu bauen, sondern sanieren würde da einiges helfen. Das würde einiges bringen, weil die Industrie reicht jetzt auf Recycling aus von Beton. Damit spart man 3-5% der CO2-Emissionen. Wenn wir aber die Betonteile wieder verwenden, wenn man z.B. die auseinander sägt, dann kann man 60-70% sparen. Aber das Zersägen mit der Mandeblättern ist natürlich teurer aus das Zusammenschlagen. Es gibt zumindest in Deutschland auch Vorbehalte gegen so eine Art von Beton. Das ist wenn ich so genau weiß, wie es die Qualität, wie es haltbar ist. Das ist ja nach Schweiß, glaube ich, ein bisschen lockerer gehandhabt. Es ist ein bisschen lockerer. Wir haben einfach weniger Gesetze. 3-Balspiele habe ich mir in Basel angesehen, bei denen Frau Boosa ihre Finger mit dem Spiel hatte. 1. Das Felix Platterspital. Ein langgezogener Hochhaus-Regel 100-Mitarlange 35-Mitarl hoch, der einst ein Krankenhaus war und abgerissen werden sollte. Eine Initiative verhindertet das. Der Rohbau blieb stehen und wurde zu Wohnungen umgewandelt. Was nicht ganz trivial war. Aufgrund der Tiefe des Gebäudes und der breiten Flure musste das innere umstrukturiert werden. Das Schufraum für Experimente. Da sind innovative Wohnformen. So heißt es entstanden können Sie mir mal sagen, was da unter versteht. Was sind innovative Wohnformen? Also zum Beispiel Klaster-Vonungen. Die klassischen Wege ist, wenn das für ältere Leute ist, dann nehmen wir uns Klaster-Vonungen. Und Familien-Vonungen gibt es auch. Es gibt Schaltzimmer. Es gibt nicht definierte Zimmer und es gibt auch einen großen Wohnungsmix. Auf dem Arriall gibt es aber auch noch ein spezielles Projekt. Das heißt Lena, lebenswerten Nachbarschaft. Und da haben sie ganz strenge Belegungsvorschriften. Da steht also Person nur für 35 Quadraubmeter für den individuellen Gebrauch zur Verfügung. Und dafür gibt es ganz viele allgemeine Räume, die alle zusammen nutzen können. Ja, das heißt, ich habe einen privaten Rückzugsraum für 35 Quadratmeter. Das klingt jetzt erst mal richtig viel. Aber ich habe eine Gemeinschaftsküche oder ein Restaurant oder einen Kamin zu mal, sagten Sie sogar oder Fernsehen zu mal oder irgendwie so etwas. Ja, als gibt Kinderspiel, Plätze, es gibt Waschküchen, gemeinsam und so weiter. Es ist ein sehr großes Angebot. Auch Werkstätten, Arteles, damit man eben nicht alles in seinen Privatbereich unternutzt, dann dazu meeten muss, sondern das kann man gemeinsam nutzen. Sinn ist, dass Leute immer mehr Fläche für Wohnen verbrauchen und das ist ein Gegengonzept. Wieder weniger Fläche, dafür mehr Gemeinschaftsfläche. Und dann strich mehr Wohnung, ist das so? Das kann ich so nicht sagen, ich weiß es nicht. Ich gehe noch mal hin und zähle durch. Genau. Das ist ein Modell, das ist natürlich nicht für jeden geeignet. Ich kann mir vorstellen, dass manche Leute sagen sollten, nee 35 Quadratmeter ist mit zu wenig. Ich möchte mein eigenes Reich und auch so groß wie möglich. Ja, es ist alles eine Frage der Kosten. Aber es gibt eben nicht nur die Frankenkosten, sondern auch die CO2-Kosten. Wenn man sich das leisten will, dann kann man das ja in der Schweiz. Aber ich denke, wenn man ein bisschen Verantwortungsvoll denkt, auch an die nächsten Generationen, dann sollte man das einfach nicht tun. Und um dieses Nicht-Tun zu unterstützen, könnte man ja auch zum Beispiel ein CO2-Abgabe machen. Dann würde das noch ein bisschen teurer. Das wird immer Personen geben, die sich das leisten können und wollen und vielleicht dafür auf etwas anderes verzichten. Aber ich denke, man muss da auch flexibel sein. Es kann nicht einfach stuhe, diese 35 Quadratmeter sein. Das würde für mich jetzt auch nicht passen. Aber man muss das dann anderweitig kompensieren. Und sie ist schwarz eben kurz schon an älterer Menschen. Für die könnte das durchaus ein Modell sein, damit sie nicht vereinzahlen. Das ist ganz wichtig, wenn ein Neder in seiner Wohnung ist, da hatten eigene Kaffeemaschine, hat eine eigene Waschmaschine, hat eine Brotbackmaschine, dann muss er gar nicht mehr raus. So vereint sind die Leute. In manchen Vierteln wird so viel gebaut, dass Bewohner ihr Viertel gar nicht mehr wieder erkennen. Oder schlimmer noch, dass die Mieten so sehr steigen, dass merken, okay hier verändern sich was. Es wird vielleicht sogar schöner, aber nicht mehr für mich und ihnen vertreiben werden. Das Schöner, das war, ich zu bezweifeln. Diese neue Baugebiete sind einfach mal langweilig. Weil sie Gebaut der Grundrisse sind, der Zonenpläne und nicht viel Platz bleibt für Fantasie oder für Lücken, für Lehrreplätze, die noch angegeignet werden können. Es dauert meiner Erfahrung nach 20 Jahre, bis so ein Neubaugebiet überhaupt eine Seele bekommt, gelebte Geschichte dann auch hart und dass man das spürt, dass da etwas passiert. Wenn man die Neubauten ein bisschen mehr verteilen würde, vielleicht ist das beim Bau ein weniger ökonomisch, aber wenn man die Gesamtwürde rechnen, die Volkswirtschaftliche Rechnung einbezieht, ist es sicher. Wenn man eben nicht alles auf Tabularaser macht und plant und dann wieder Neubaut, sondern stärktchenweise einzelne Gebäude zum Teil erneuert, auch mal eins abreißen, ist auch nicht so schlimm, soll nicht die ganze Fläche leer geputzt werden. Das heißt, die Eidensstrukturen werden zerstört, die neuen brauchen bis zu 20 Jahre, bis überhaupt so eine Art von Heimatgefühl, vielleicht ein bisschen übertrieben, aber so etwas entsteht. Ja, das behaupt ich und das kann man ja auch selber sehen, wenn man durch diese Grieße geht. Erst nach einer gewissen Zeit lebt das Ganze und die ganzen Gemeinschaften, die Lebensgemeinschaften, die kann man ja nicht einfach erfinden, die kann man nicht einfach planen, sondern die müssen entstehen und dafür braucht es Zeit. Wir haben hier eine große Diskussion, ob Boden- und Gebäude getrennt werden sollen. Also der Boden soll dem Staat oder der Stadt gehören und vergibt dann das Baurecht und verbrachte das Ganze. Sie sagen, weil sonst würde man die Stadtplanung der Immobilienwirtschaft überlassen. Ist so was überhaupt real? Ich bin eine große Verfechterin dieser Idee und wir arbeiten so. Wir haben jetzt das vierte Arriall so übernommen, indem ein Investor den Boden kauft oder eben der Staat und wir eine Kopierung dann gründen, eine Firma gründen, die das Erbaufrecht übernimmt auf 90-100 Jahre, was auch möglich ist und damit können wir als Ideengeber Projekte verwirklichen, auch wenn wir selber nicht so viel Geld haben. Und wir können dann unser Eigenfantasieren verwirklichen, fantasieren, die einen Bodenbesitzer nicht unbedingt hat. Nun sagen die Städte, so wie freier Fläche ist ja gar nicht und wir können das auch nicht alles kaufen, weil das alles viel zu teuer. Es ist nicht zu teuer, weil wir so könnten es dann die Investoren kaufen, die arbeiten ja auch auf Profit Basis. Da ist ja ein Gegenwert, es ist ja nicht Geld, das zum Fenster rausgeschmissen ist, sondern der Gegenwert der Boden, der ist dann für immer und ewig da und der wirft eine Rente ab. Sie haben zumindest einen Elterpen, das sieg schon erzählt, dass die Stadt Basis glaube ich keine Flächen mehr verkaufen darf. Was stetter ja in den vor einem 80er, 90er Jahren sehr häufig gemacht haben und Geld zu bekommen. Ja, das wurde zum Beispiel in Berlin, wurde das ja exzessiv betrieben, man hat alle Genossenschaftswohnungen, die soziarwohnungen verkauft und jetzt steht man mit Lernhänden da und ringt verzweifelt um ein Stückchen Boden, wo man wieder soziale Baute auch stellen könnte. Und in Basel war das auch so und mit dem letzten Verkauf mit der Markthalle Basel war dann das fast voll und wir haben diese Initiative gestartet und haben gewonnen, dass die Stadt eben nichts mehr verkaufen darf. Das zweite Beispiel, die Markthalle. Ein Denkmalgeschütz der Bau mit großer Rundabetronkuppel. Einst der drittgrößte Stahlbeton Kuppelbau der Welt. Ein privater Investor hat daraus ein Shoppingcenter gemacht, für das die Baselabörger aber gar kein Bedarf hatten. Irgendwann rief der Investor bei Frau Bosa an und fragte um Rat. Die machte aus der Markthalle einen Food Court und gab dem Platz die ursprüngliche Funktion als Marktplatz und Treffpunkt zurück. Sie sind Architekten, haben 10 Jahre lang im Südsudan und in Tanzania gearbeitet. Sie haben fünf Genossenschaften gegründet, 11 Aktiengesellschaften und GmbHs und sechs Vereine. Ja, unterdessen sind es noch mehr geworden. Ich füchte. Und es ist wieder eine Ingründung begriffen und ich mache das, weil ich mit den Menschen zusammenarbeiten will auf gleiche Augenhöhe. Wir haben uns auf Vorgesprächern, wir haben es um 9 Uhr geführt. Sie haben jetzt, wir sitzen jetzt hier in ihrem Bruch, in der Nähe vom Bahnhof. Es ist 11 Uhr, also 12 Uhr, sie haben schon drei Sitzungen hinter sich. Wie schaffen Sie denn das alles? Ich habe keinen Fernseher, ich habe ein Fahrrad. Das wurde mir allerdings gerade gestohlen. Deshalb war ich es auch zu spät. Und ja, es ist eine Leidenschaft, es ist eine Passion. Und wenn ich irgendwie die Möglichkeit sehe, ein Gebäude zu retten und eben anders zu gestalten, auch die Besitzverhältnisse anders zu gestalten, dann zählt für mich der Samstagsundtag als Arbeitstag. Und dann nimmt man noch die Nacht dazu, wenn es nicht anders geht. Ich möchte auf ein paar von diesen Projekten nochmal gezielt hinaus. Das erste zum Beispiel, ich habe es noch gar nicht so lange her, ich habe über Konkular, das ist ein Firma in Berlin etwas gemacht. Die Bauteile retten meistens aus Kaufhör, sondern die abgerissen werden. Alle Bauteile, die irgendwie noch verwendbar sind und verkaufen, die wieder auf einem offenen Markt. Und dann habe ich gelesen, sie haben das schon 1995 hier aufwunden. Ja, wir haben das damals Bauteile Börse genannt und wir haben selbst noch ein Programm gebostelt zu einem Angebot nachfrage, Tool. Heute heißt das eBay und haben dann angefangen, diese Bauteile zu retten aus den Baustellen und aufzupollieren und wieder zu verkaufen. Und sie machen jetzt Fenster für die Ukraine? Ja, also in der Schweiz werden Millionen Quadratmeter Fenster zerstört jedes Jahr und in Ukraine gehen Millionen Quadratmeter Fenster kaputt mit den Bombartierungen. Und da habe ich halt wieder das alte Match gesucht. Wie können wir das eine mit einem anderen verbinden und wir machen das alles mit freiwilligen Arbeit. Das ist ein Verein, den ich auch mit gegründet habe und wir haben schon über 60 Lastwagen in die Ukraine geschickt, alles freiwillige Arbeit, die Lastwagen zu laden, die Fenster zu bergen und lustigerweise oder schönerweise gibt es sich selber Initiative in Polen und neu jetzt auch in Deutschland von einer Kollegin, die auch Bauteile Börse in Deutschland betreibt. Die schickt es auch Fenster in die Ukraine untererausschreden. Komm, da Fenster. Und dann zirkular ist eine Beratungsfirma, warum geht es dabei? Wir haben gemerkt, dass dieses Planen und Bauern mit gebrauchten Bauteilen spezielle Anforderungen hat und dass die Architekten das nicht einfach auch noch so automatisch können und deshalb wollten wir eine Firma gründen. Und haben wir eine Firma gegründet, die eben auch andere Architekturbüros bereht, weil wenn nur wir das machen, ist der Impact einfach zu klein. Und jetzt kann diese Zirkular Planerfirma dazugeschaltet werden als Fachplaner und wird dann auch bezahlt für diese Ratschläge. Und so gibt es immer mehr Büros, Architekturbüros, aber auch Bauteilgeschaften, die dann mit gebrauchten Bauteilen arbeiten. Ich wundert, dass diese Aufgabe nicht von Architekten selber mit übernommen wird. Gibt es da so eine Hemschwelle? Wieso? Auf Vorhin? Seit Frage. Wir müssen ja schon um die 20 Gewerke koordinieren, also Architekten und wir haben Fachplaner für alles unterdessen. Das ist so ein Trend halt auch. Die Startik für was nur Startik, jetzt ist Akustik und Baufüßig und Erdbeben und Brandtruz und so weiter. Und da kommt, ist einfach, dass eine Überforderung jetzt sich auch noch mit Rijos Bauteil zu beschäftigen. Und da kann man eben Zirkular beizieren und dann hat man eine Garantie, damit das auch alles überlegt worden ist, dass man mit dem Bauteilgeschaften ganz klare Regeln aufstellt, was muss das Bauteil können und was kann es halt vielleicht nicht. Und wir sitzen in dem Büro hier von Denkstatt. Was ist das jetzt wieder rum? Ist auch eine Firma, die ich gegründet habe und zwar vor ein paar 30 Jahren und wir beschäftigen uns vor allem mit Verfahren, mit Partizipativen, Prozessen, Stadtwettbewerb zum Beispiel mit Stadtplanung, alles was so ein bisschen übergreifender ist als die Architektur, das bauen eines einzelnen Gebäudes und auch von außenraum, der gehört ja alle, nur das alte, allen gehören, wird von allen genutzt und deshalb so der auch kollaborativ geplant wird. Also ganz wichtiger Aspekt hier, Partizipationen, die Leute einladen, selber ausprobieren, Prozesse organisieren, Workshops zusammen Möbel bauen, zusammen kochen, essen und so weiter. Ich habe auch gesehen, dass ihr so zum Beispiel bei Straßenverengung dann provisorisch erst mal das abgesteckt haben, um die Leuten ein Bild zu geben, wie könnte das am Ende mal aussehen und wo entstehen Probleme und. Genau, oder wir mal mal großflächig farbeer auf den Boden, also kreativarbe, die auch wieder verschwindet, aber einfach mal um das Bild zu geben, weil die wenigsten Menschen könne Playler lesen und die Illustrationen, die sind eben auch ein bisschen irreführend. Also wenn man schon eins zu eins arbeiten kann, dann ist das natürlich am besten. Ihr Rat an die Politik, wie sollte sie umgehen mit der Wohnungssnot? Was sollte sie besser machen? Sie sollte, wie gesagt, Boden kaufen und selber Wohnung zur Verfügung stellen. Das ist ja am Anfang nicht billiger, aber es bleibt dann auf dieser Stufe, weil ja kein Profit abgeführt werden muss, an privater Investoren. Deshalb macht es total Sinn, wenn die Allgemeinheit eben Wohnungen gebeuter besitzt. Das ist ja bei den Verwaltungsgebäuden, Schulhäusern und so weiter. Auch so, dass wäre herrischig, wenn man das Investoren überlassen würde, die dann immer mehr verlangen können dafür. Also das wäre mein Rat an die Politik, ändert das Boden recht, es muss nicht die Revolution sein, sondern die Evolution. Wenn man zum Beispiel eben jedes Stück Boden im Vorkaufsrecht erwärben könnte, nach einer Prüfung natürlich, dann würde das Boden vermögen der Stadt wachsen und die privaten Investitionsmöglichkeiten sollen sich dann auf die ganz teuren Lagen beschränken und auf das sowieso noch luxus übrig bleibt, das ist ja gut. Aber die Grundlage des Lebens, eine Wohnung zu haben, die wo man nicht einfach rausgeschmissen werden kann, das ist was ganz wichtiges. Ich danke Ihnen fürs Gespräch. Gerne. Nach dem Gespräch spazierig mit Frau Busa noch ein wenig die Straße herunter. Wir können nicht alle auf dem selben Haufen sitzen, sagt sie noch. Dann bleibt sie plötzlich stehen. In dieser Straße wohnen, raten sie mal, wo sie ja eine Seitenstraße mit netten Altbauten und darunter einhaust, dessen Fassade über und über mit Pflanzen begründest. Sie grenzt. Ein paar hundert Meter weiter komme ich zum Gündelgänger fällt. Einstand hier eine Maschinenfabrieg für kompressoren und Waco um Pumpen. Auch sie sollte abgerissen werden. Auch hier legte Frau Busa ihr Weto ein und heute befinden sich in den alten Hallen Restaurants, eine Brauerei, ein Café, ein riesiger Indoor-Spielplatz und die Büroräume von Frau Busa's Baubüro in Situ, so wie die Arbeitsplätze von Denkstaat und Circular. Die Architekten Franzis Gagkwand führt mich eben so spontan wie herzlich durchs Gebäude. Im Provisation gehört hier zum Konzept. Der alte Kran bauen mit noch von der Decke zwischen Wände bleiben unverputzt und inhalten auch mal ausrangierte Fenster. Eine zweite Arbeitsgebene ist eigentlich ein eides Hochlegal. Manche finden das hässlich, sagt Franzis Gag, aber es hat halt seine eigene. ist tätig. Amens lieg ich im Hotel eine alten Mission Schule, in der Einst Hermann Hesse ein paar Jahre seiner Kindheit verbracht hat. Sein Vater war hier Missionarseläre. Ich schauere ein Film. Die Gentrifizierung bin ich, beichte eines Finsterlings. Eine selbst ironische Dokumentation von Thomas Hermalie, der in einer großen Züricher Willa aufwuchs, dann zur Hausbesetzerszene gehörte, später in die Hochhausschluchten von Saupalo aus wanderte und heute wieder ins Büich lebt. Der Film beschreibt seine Reise und Sparter bei nicht mit Sport, über verfehlte Stadtplanung, Kleinbürgertum und eingebildeten Dichte Stress, nationalkonservative und linke, bewahre und erneuerer. Den man, rufe ich mal an. Wir dutzend uns, aber ich soll bloß nicht Thomas sagen, sondern hemmalie, denn den Namen Thomas findet der Scheißer. Dann sag ich "Hallo, hemmalie". Ich fasse mal kurz dein Werdegang zusammen. Du warst eins Linker Hausbesetzer und hast dich gegen die Modernisierung der Innenstadt gewährt. Dann hast du dich ins Ausland abgesetzt, dann bist du als neureicher Journalist zurückgekommen und hast eine viel zu teurer, viel zu großer Wohnung gemietet. Also kurz du bist schuld an der Wohnungskrise. Das ist jetzt sehr verkürzt, aber meidetwegen. Nein, du hast einen Film darüber gemacht. Die Gentrifizierung bin ich ein wunderbar ironischer Blick, wie ich finde auf die Wohnungskrise. Aber was ich vermisst habe ist die Lösung, denn das Problem ist ja für die Leute tatsächlich real. Das ist so, also das ist die Gentrifizierung ist relativ brutal und ist es so, dass man wissen muss, bei Städtebau, es gibt keine kurzfristigen Lösung. Was wir heute entscheiden, nicht nur bei Badchen, was wir heute entscheiden, das ist in 20 Jahren, ist das dann wirklich gebaut. Und in der Schweiz kann man es an die sehr einfach zusammenfassen, das Problem ist. Erstens die Städte werden ausgewertet, die Städte sind alle links regiert, die linken Stadtregierungen schauen, dass es wenig noch verkehr gibt, mehr grünraum etc. pp. Das werdet Städte auf. Ein zweiter Punkt ist die Autogesellschaft der 60er-70er-Jahre. Es ist cool, war mit dem Auto im Grün zu leben, die ist vorbei, das heißt Leute, die solle Wend sind, die wollen in der Stadt wohnen. Und der dritte große Treiber in der Schweiz ist, dass unser Wohlstand maßgeblich auf der Zuwanderung von Arbeitskräften aus der EU basiert und das führt auch nochmal zu einer Nachfrage. Und dieser Nachfrage steht kein passende Ausweitung auf der Produktion Seite gegenüber. Und dann ist eigentlich die vollgerälerdiefene Simple, die Kostenverwohnraum steigen Exorbitanz an. Was können Städte in dieser Situation machen, welche Möglichkeiten? Ich sage immer selber, bauen, bauen, bauen. Jetzt wichtig ist mir dabei, dass ich nicht ein Marktfundamentalist bin. Ich glaube, zahl Kapitalismus ist relativ gut drin, knappe Güter zu produzieren. Aber ein gutes Beispiel ist für mich Wien und die Arbeit der Bewegung, die Linke der 30er-Jahre, die Produktionsorientiert war in Wien, bauen immer noch ein Spirit der 30er-Jahre, die Kommune, Genossenschaften und private relativ viel und das hilft, dass man die Leute irgendwo unterkriegt. Der war hier in der Schweiz so, dass die Einsprache-Möglichkeiten wahnsinn groß ist und die Linke ganz viele Projekte verhindert und sich auch dagegen wehrt, dass man kräftig verdicht. Das hatte dieser Tage in der Endsitzzeit der Oberste Heimatschützer. Ein Sozi, der immer noch diesen Quatscher zählt, man werde krank von Beton. Wenn man Beton lebt, wird man kriminell und krank. Das ist unglaublich ja quatsch und man kann wirklich ihn zu Recht zeigen, was alles wo verhindert wird. Und ein interessantes Beispiel ist, wenn man in die USA schaut, wo man vergleichbare Staaten anschauen kann, das generell die republikanisch regierten Staaten besser abschneiden, zum Beispiel bei der Bewältigung des Home-Nes-Problems, weil die das bauen eher zulassen und weniger sogenanntes Red-Tape haben. Und es gibt ein tolles Buch von einem links journalistende Bandens, klein zusammen mit dem Kollegen Torzen, die genau in diese Richtung argumentieren, die sagen, das Problem der Linken ist, dass sie auf der Produktion Seite keine Antworten hatten, sich nicht dafür interessiert. Wie werden genügend Güter hergestellt und das ist ganz im Moment der Fall bei der Wohnungsnot, wobei sofort konzidieren würde, würden wir das heute entscheiden, wäre es problemen fünf Jahren nicht gelöst, sondern in 15 oder 20. Was ich rausgehört habe, ist so die Präferierung auf Genossenschaftswohnungen, in der Hoffnung, dass man damit den Mietpreis ein bisschen runterhebt, bei dir klingt das so, als ein Werkstatt. Nee, nee, nee, das ist, nee, das ist nicht ganz richtig. Es ist sicher wichtig, dass die Kommune baut und Genossenschaften, weil die nicht gewinnenorientiert sind und das hilft den Preis zu dämpfen. Auf der anderen Seite ist aber auch so, wenn man es Angebot sehr viel größer macht, dann ist das auch etwas, was treise brennt. Das wollte ich sagen, also das habe ich in meinen Vorgesprächen so rausgehört, bei dir klingt das so, als wir brauchen einen Mix, wir brauchen eigentlich alles und zwar jetzt sofort. Ja, genau. Wer sind die Verhinderer oder wer sind diejenigen, die da die meisten Probleme machen? Du sagst das. Es sind ganzen Haufen, also mein ist wichtig, ist wahrscheinlich, dass man, wenn man irgendwo schon wohnt, keine Lust hat, dass um eine rumgebaut wird. Ja, also es ist ein Problem, ist die Partizipartese Planung, die falsch aufgegleist wird, die Partizipartese Planung funktioniert so, dass man die Leute, die irgendwo schon wohnt, also die privilegierten, die schon in der Mietwohnung sitzen, fragt ja, was wollt ihr denn hier, wenn wir jetzt hier was raufziehen, Projekt machen und die sagen dann, wir wollen noch einen Park und wir wollen drei Stockwerke weniger und wir noch einen Restaurant. Eigentlich müsste man, wenn man Partizipartese Planung ernst nähme, Leute bezeichnen, die dort wohnen, wollen, die noch nicht dort wohnen und die haben ganz andere Perspektive, die sagen wir wollen möglichst viel Wohnungen, weil wir eine Wohnung haben. Du singst ein bisschen das Holied auf Hochhäuser, nur wenn ich selber im siebten Stock aufgewachsen, ich weiß, das hat durchaus auch Vorteile. Und nicht kriminell geworden. Trotzdem muss ich gestehen, ich möchte nicht wieder zurück. Das ist ja eben überlassen, wie wir das machen will, aber ich meine, also ich habe in Sao Paulo gelebt, das ist komplett eine Hochhausstadt und das funktioniert sehr gut. Ich verstehe jede Person, die sagt ich hätte lieber ein Haus hin mit Garten, das ist aber nicht machbar. Wir können nicht alle in der Stadt wohnen, wenn wir die Stadt nicht weiter verdichten. Und dann könnte man vielleicht auch sagen oder ein Problem der Knapheit in Kombination mit dem Mietrecht ist so, Wohnungen werden langfristig billiger und das führt dazu, dass die Leute ihre Lebensituation und ihren Wohnverbrauch nicht anpassen. Gerade bei Spiel, Familie, Kinderziehen aus, ein paar Schirrge einer Person bleibt in einer großen Familienwohnung. Die billiger ist als irgendwie eine kleine 2 oder 3 Zimmer Wohnung. Und jetzt beim Hochhause so es gibt vielleicht Lebensfasenden, den ist das perfekt, weil man irgendwie nicht ja rausspielen muss und es gibt Phasen im Leben, da passt das Hochhaus nicht. Aber ich kann nur sagen, die Leute hier, die ich kennen, zurich die in Hochhausen, wo sind die meisten sehr zufrieden und man weiß, aus Studien, aus Deutschland, aus der Schweiz, dass viele dieser ein bisschen gesichtslosen und auch architektonisch nicht jetzt waren, sie gestätischen Bauten von den Leuten, die drin wohnen sehr geschätzt werden. Ja, man hat wenigstens einen guten Blick nach draußen. Zum Beispiel, ja wenn ich es nächste gleich wie ein Brasilien-Snacks, gleich nicht dran wäre, aber selbst dann, ich kann ein Selbststand, der Zweck ist erfüllt, es können sehr viele Leute auf der knappen Ressource boden leben. Ja, vieles geht auch in Richtung Wohnungstausch, du sprachst das gerade an, dass vielsefile Leute auf zu viel Fläche wohnen, weil wenn sie sich verkleinert würden, sie ist tatsächlich auch verteuern, dass man so Möglichkeiten findet, wie man Wono und Flächen tauschen kann und dabei dann trotzdem seinen alten Mietpreis behält oder auch zurück zu WG, Artigenform zu gehen, also relativ kleiner Rückzugsort, privat, aber dafür Gemeinschaftsküche, Gemeinschaftswaschraum, Gemeinschaftswerkstatt, Dinge, die man sich teilt, die man vielleicht ohnehin war einmal im Jahr braucht. Nee, das sind wirklich so, da gibt's tolle Zukunftsmodelle zum Beispiel auch, es hat in einer Nähe, so eine Siedlung, Lochergut. Dort gibt es Räume, die man zumieten kann für eine kurze Zeit, das heißt, wenn man mal Gäste hat oder im Kinder erwachsen, plötzlich nach Hause kommen, ist großartig, also da, da könnte man sicher noch sehr viel machen, was auch etwas ist, was helfen würde, wäre, wenn man schauen würde, was ist der durchschnittliche Wohnverbrauch und dann sagen wir pro Kopf und dann sagen würde, wer deutlich drüber ist, der zahlt und wer deutlich drunter ist, der kriegt zum Beispiel geringere Steuern oder ich weiß nicht, Mietbeil oder oder, ja, man kann das auch steuern. Du hast ein sehr schönes Sitat, ich glaube, Max Frisch war es in deinem Film gehabt, wir bauen im dörflichen Maßstab so lange bis das Dorf eine Stadt ist. Ja, also der Punkt ist der Max Frisch hat sich in den 50er Jahren lebt. lustig gemacht, dass die Schweizer Städte, wir haben ja alles, es ist alles drei Stärke. Und wenn ich eine gerne groß starte, wie Zürich nehme, hier leben auch weit über 80% der Leute zwischen Partei und dritten Stock. Also mein Dicht ist es hier nicht, obwohl es ganz viele Leute los ist, so dicht. Ich mein, es ist auch die Bevölkerungszahl in Zürich hat eigentlich nicht großzugenommen. Also sie sind wir noch etwa gleich, wie all sich vor 60 Jahren auf die Welt gekommen sind. Der Vergleich mit den 60er-Jahren, tatsächlich, das habe ich mir auch angeguckt, das ist ganz erstaunlich. Also zwischendurch war es mal weniger an Bevölkerung. Jetzt ist es wieder auf genau diesem Stand 60er-Jahre. Man hat sogar wesentlich mehr Wohnung und trotzdem ist die Wohnungsknappe halt aber gegeben. Einfach da durch, dass die Leute mehr Fläche verbrauchen oder auch vereinzelter Wohnen mittlerweile. Ja, das ist natürlich ein ganz wichtiger Treiber. Familie ist ein Minderheitenmodell des Lebens und in allen modernen Städten auf der Welt leben über 50% der Leute in ein Personaushalten. Das muss man sich, muss man sich auch noch verdeutlichen. Und da, entweder kann man sagen, man zwingt die Leute, wie man schon steht, Städten wie New York oder Paris, ist wo man auf sehr wenig Raum lebt. Durch ein hohen Preis dazu, in Weges zu leben oder aber eben man stellt diesen Wohnraum zur Verfügung. Ich war etwas, was recht interessant war, als ich mit meinem Film unterwegs war, ich waren vielen Städten und habe also erstes immer statistisch, das statistische Amt angerufen und geschaut, wie viele Leute kommen dazu, wie viel baut ihr. Ich war ein X-Prodien mit Städte-Spezialisten, Urbanisten und wenn ich die auf das angesprochen habe, die Zahlen, ob sie die kennen, die kannten die Zahlen nie. Das hat die gar nicht interessiert, wie die reale Nachfrage in Produktionsanheiten ist, sondern die haben immer erzählt von estetik, ökologie, sozialer Mix, alles schöne Sachen gegen die, niemandem was haben kann. Aber die Grundfrage ist, wenn eine Stadt wächst, dann muss man mehr Produktion machen. Weil ich noch ein Punkt zum Problem der Gentrifizierung, was ich in diesen Debatten auch noch mal angerufen habe, was ist schlimmer als Gentrifizierung. Schlimmer ist ostdeutschland, wenn plötzlich die ganzen jungen Leute abwandern und die Kommune kann Geld mehr hat vernarr verkehr. Schlimmer ist die Träut, wo plötzlich die ganze Bevölkerung, welches, weil die Industrie nicht mehr dort ist. Also das muss man sich auch immer noch klar sein, Gentrifizierung ist auch ein Ausdruck, ist ein Bullstandsproblem. Es gibt aber abstruse Forderungen, nur noch Zürichertürfen, Zürichervohnungen mieten. Die Einwanderung soll sofort gestoppt werden. Ab 9,5 soll das schon losgehen, das entsprechende Frei-Zügigkeitsabkommen gekenzelt werden, darüber sollt ihr abstimmen. Hat das eine Chance? Und wie siehst du? Ja, ja, ja, ja. Das hat eine Chance, weil eben auch ziemliche Teile der Linken in diesem kleinen, kleinen Verharten. Und dann an die so, es gibt die guten Ausländer und Ausländerinnen. Das sind Flüchtlinge und es gibt die schlechten Ausländern und Ausländern. Da sind Leute wie du. Ganz genau. Die irgendwie nach Zürich kommen und die Stadt mit sich voll machen und einen guten Job machen und dadurch gut Geld verdienen. Das hat nie, das hat sehr wohl, das hat sehr wohl, zum einen mit der Leidwiesen, sehr wohl Chancen. Und dort sage ich eben auch immer allen, die für die Anbindung an die EU kämpfen und Prosperität ihr müsst, das Wohnproblem lösen. Und das geht nur mit Zubau, alles andere funktioniert nicht. Ich danke dir fürs Gespenst. Ja, wunderbar. Wir bauen im dörflischen Maßstab, bis das Dorf eben eine Stadt ist. Aber eine Stadt mit dörflicher Bauweise. Ohne zu fragen, wie denn eigentlich unsere Städte aussehen, wenn wir sie ein Städter bauen würden. So lautet das vollständige Zitat von Max Frisch. Ja, wie sehen die Städte denn aus, wenn wir sie ein Stadt bauen würden. Wäre Zürich dann wie New York und was sind zehn Minuten Nachbarschaften? Davon erzähle ich euch in der nächsten Folge von 100 Minuten so wollen wir wohnen. Bis dahin. Der Podcast 100 Minuten wird produziert von der CP-Relaktion der Berand 1-Media-Nage-Relaktion Frank Daillmann im Auftrag des Mikro-Pionierfonds. Der Pionierfonds versteht sich als Treiber des gesellschaftlichen Wandels, als privater Förlera, wie der Anschubfinanzierung für Impact unternehmen. Mit dem Programm von 0 auf 100 hat der Mikro-Pionierfonds ein Raum für Pioniere und Verbesserer schaffen, um aus Ideen Lösungen für die Herausforderung unserer Zeit zu machen. In der aktuellen Mission sollen Ideen rund um das Thema bauen, Wohn und Leben von 0 auf 100 gebracht werden.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Gentrifizierung wird als Ausdruck von Wohlstand betrachtet, während Abwanderung und Verfall (wie in Teilen Ostdeutschlands) als schlimmer eingestuft werden.
  2. Am Beispiel Zürichs, besonders im Stadtteil Seebach, wird gezeigt, wie Verdichtung und Neubau zu steigenden Mieten und Verdrängung einkommensschwacher Gruppen führen.
  3. Lösungsansätze umfassen gemeinnützigen Wohnungsbau, Vorkaufsrechte für Kommunen, Sanierung statt Abriss sowie innovative Wohnformen wie gemeinschaftsorientierte Projekte.
  4. Kritik wird an der monotonen Neubauarchitektur und der Zerstörung gewachsener Sozialstrukturen geübt, während partielle Erneuerung und Bodeneigentum der Stadt als Alternativen vorgeschlagen werden.

Summary:

Der Beitrag diskutiert Gentrifizierung im Kontrast zu städtischem Verfall und untersucht am Beispiel Zürichs die Folgen von Verdichtung und Neubau. Im Fokus steht der Stadtteil Seebach, wo trotz umfangreicher Bautätigkeit die Mieten um etwa 30 % steigen und einkommensschwache Bewohner verdrängt werden. Als Gründe werden hohe Bodenpreise und Renditeinteressen privater Investoren genannt.

Die Stadt versucht, mit einem Drittelziel für gemeinnützige Wohnungen gegenzusteuern, doch der Anteil sinkt. Instrumente wie Vorkaufsrechte für Kommunen scheitern oft politisch. Als Alternative zum Abriss werden Sanierung und Aufstockung vorgeschlagen, die CO₂-Emissionen reduzieren und Sozialstrukturen erhalten.

Innovative Wohnprojekte wie das „LENA“-Modell in Basel zeigen, wie durch gemeinschaftlich genutzte Flächen der individuelle Platzbedarf gesenkt werden kann. Kritisiert wird die langweilige, uniforme Neubauarchitektur, die gewachsene Nachbarschaften zerstört und Jahrzehnte braucht, um eine eigene Identität zu entwickeln. Die Trennung von Boden- und Gebäudeeigentum wird als möglicher Ansatz diskutiert, um die Stadtplanung nicht allein der Immobilienwirtschaft zu überlassen.

FAQs

Schlimmer ist das Gegenteil, etwa wenn junge Leute abwandern und Kommunen kein Geld mehr für Nahverkehr haben, oder wenn ganze Industrien verschwinden und Bevölkerungen zurückbleiben.

Es führt zu steigenden Mieten, Verdrängung einkommensschwacher Bewohner und dem Verlust von Grünflächen, obwohl mehr Wohnraum geschaffen wird.

Durch ein Drittelziel für gemeinnützige Wohnungen von Genossenschaften oder der Stadt, doch der Anteil sinkt aktuell aufgrund privater Bauprojekte.

Weil Baukosten und Bodenpreise hoch sind, private Investoren Rendite erzielen müssen und Ersatzneubauten teurer sind als Altbauten.

Sanierung, Aufstockung oder Umnutzung bestehender Gebäude, was CO2-Emissionen reduziert und sozialen Zusammenhalt erhält.

Beispiele sind Cluster-Wohnungen mit privaten Rückzugsräumen und gemeinsamen Flächen, die weniger Individualfläche, aber mehr Gemeinschaftsnutzung fördern.

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