Scheidung richtig vorbereiten: Das solltet ihr tun, bevor ihr zum Anwalt geht!
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Das Gespräch beleuchtet, wie die Scheidung für Kinder und Eltern tatsächlich wirkt, und zeigt auf, dass die Trennung als Lebensveränderung oft bedeutender ist als die formelle Scheidung. Während viele denken, die Scheidung sei der endgültige Schritt, ist die echte Wirkung vielmehr in den emotionalen und sozialen Veränderungen, wie Wohnort, Alltag und Beziehungen. Die Kinder werden durch die Art und Weise, wie die Eltern voneinander abgehen, stark beeinflusst – vor allem durch eskalierende Konflikte oder fehlende Rücksicht. Eine Trennungsbegleitung hilft, emotionale Verletzungen abzuarbeiten, Wut und Rache zu reduzieren und gemeinsam für die Kinder eine stabilere Zukunft zu schaffen. Obwohl die finanziellen Risiken bei einer unglücklichen Scheidung hoch sind – durch Gerichtsverfahren, Miet- oder Unterhaltskosten – ist ein gütiger, vertraglicher Prozess oft wirtschaftlich und emotional günstiger. Es wird betont, dass eine Paartherapie nicht nur bei der Beziehung, sondern auch im Elternpaar Sinn macht, um größere Verletzungen zu lösen und individuelle Wachstumsprozesse zu fördern. Zudem zeigt sich, dass die mentale und emotionale Entwicklung durch diesen Prozess für beide Seiten von großem Wert ist: Es gibt keine „Geldverschwendung“, sondern eine Investition in persönliches Wohlbefinden und langfristige Stabilität. Der Fokus liegt darauf, die Kinder nicht durch Konflikte zu prägen, sondern durch ein stabiles, empathisches Elternpaar zu stärken. Dazu gehört auch, die Zukunft vorsichtig zu planen, wie z. B. durch klare Kommunikation mit den Kindern und gemeinsame Entscheidungen über das Leben nach der Trennung. Diese ganzheitliche Perspektive macht die Trennung nicht zu einem Ende, sondern zu einem notwendigen, wertvollen Übergang in eine neue Lebensphase.
Im Vorgespräch zu dieser Folge, wo wir uns die persönliche Frage, den Einstieg überlegen, haben wir festgestellt, dass das bei dem Thema gar nicht so einfach ist. Aber sind auch darauf aufmerksam geworden, dass wir auch ganz unterschiedliche Historien haben aus der Herkunftsfamilie. Meine Eltern sind ja immer noch zusammen und deine haben sich scheiden lassen und wir haben jetzt darüber philosophiert, wie du das erinnerst und wie du dich fühlst.
Genau. Und ich muss sagen, für mich als Kind oder als Jugendliche eher, habe ich eher die Trennung im Vordergrund, in Erinnerung und nicht die Scheidung.
Also ich kann dir jetzt, habe ich auch schon gesagt, ich kann dir gar nicht genau sagen, wann die sich geschieden haben. Also das war für mich gar nicht so präsent. Das habe ich gar nicht so bewusst wahrgenommen. Das wurde auch nicht so erzählt, jetzt sind wir geschieden. Das war irgendwie so ein formeller Akt.
Ja, meinst du, dass das für Kinder überhaupt einen Unterschied macht? Also ob die nicht sozusagen Trennung, Scheidung als Synonym eher sehen?
Das ist natürlich etwas ganz anderes. Da wird die Scheidung ja auch nochmal wirklich zelebriert, kann man sagen. Und ich glaube, dass es dann für die Kinder auch nochmal anders ist, wenn das so ein bewusster, wichtiger Schritt für das Eltern oder für den jeweiligen Elternteil war.
Wenn aber das eher so ein formeller Akt ist, wie es bei meinen Eltern in meiner Erinnerung damals so war, für mich jedenfalls, dann glaube ich, ist die Scheidung für die Kinder nicht ausschlaggebend, sondern eher die Trennung, weil da gehen ja auch die Veränderungen mit ein.
Meistens ist man ja schon getrennt und ist ausgezogen und es sind neue Strukturen da und dann kommt eine Scheidung und dann danach verändert sich ja nicht mehr meist so viel. Außer vielleicht ein Namenswechsel, wenn das nochmal erfolgt. Aber selbst das kommt ja auch mal aufs Alter der Kinder an. Wie weit die das schon verstehen oder wie weit das für die noch wichtig ist.
Wobei natürlich auch dann, wenn die finanziellen Verhältnisse, Immobilienverhältnisse geklärt werden, kann ja auch die Scheidung nochmal so…
Dieses Überbrückungsjahr, wo vielleicht eine Partei doch noch im Haus geblieben ist, auch auflösen, weil dann das Haus verkauft werden muss oder so in diesen letzten Zügen, bevor die Scheidung finalisiert wird, verkauft werden muss. Also diese finale Vorbereitung, da kann sich ja doch schon relevant was ändern.
Ich habe gerade an unsere Hörerinnen und Hörer gedacht, die dann so vielleicht mit Kopfhörern rumlaufen und dann von dir so hören, ja es gibt ja auch Scheidungspartys und man kann die Scheidung zelebrieren.
Da zieht es bestimmt bei einigen…
Irgendwie im Bauch und im Brustbereich und man denkt so, wer zelebriert denn sowas? Aber spannend, dass es dann doch alles für Blickwinkel eben auch so etwas gibt.
Also ich glaube, dass es noch deutlich die Minderheit ist, die das macht. Aber man kriegt das natürlich durch Social Media und so weiter einfach viel mehr so zum Vorschein, dass es sowas gibt.
Ja, wenn du an dieser Stelle angekommen bist, dann bist du im Podcast der Lebensidealisten. Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Partheit.
Wir sind Therapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine dauerhaft glückliche und harmonische Beziehung.
Da wären wir auch schon bei der nächsten Irritation vielleicht. Wir sagen immer so schön, wir helfen euch raus aus der Krise hinein.
Und dennoch sprechen wir gar nicht so selten in unseren Podcast-Folgen über Trennung oder jetzt über Scheidung. Wie passt das zusammen? Was würdest du sagen?
Also dauerhaft in eine glückliche und harmonische Beziehung, das kann ja auch die nächste Beziehung sein. Das muss ja nicht die aktuelle Beziehung sein. Und wir haben ja auch durchaus Elternpaare oder Menschen, die in einer Trennung gerade sind, die sich bei uns melden und sagen, wir brauchen Unterstützung in der Trennungspolitik.
Also das ist ja auch ein Schwerpunkt von uns. Familien, Elternpaare, aber auch Paare, die sich getrennt haben, ohne Kinder zu begleiten, gut miteinander durch die Trennung zu kommen.
Und das Ziel ist es natürlich, wie von vielen Menschen, in eine glückliche und harmonische Beziehung zu kommen oder in einer glücklichen und harmonischen Beziehung dauerhaft zu sein.
Aber es muss sich ja nicht auf die aktuelle Beziehung beziehen.
Wichtig ist ja immer die Zufriedenheit und das Glück.
Ich finde, bei Paartherapie denkt man eben immer an eine Liebespaartherapie mit dem Ziel, das soll alles wieder gut werden.
Und das ist ja meistens auch etwas, was eine Seite auf jeden Fall möchte und die andere Seite möchte vielleicht Klarheit haben.
Aber grundsätzlich ist vorstellbar, dass man den Weg gemeinsam als Liebespaar weitergeht.
Und man vergisst häufig, dass es eben bei den Meisterpaaren. meistens noch das Elternpaar gibt.
Und auch das Elternpaar kann ja eine Paartherapie gut gebrauchen, um die nächsten 10, 15, 20 Jahre, je nachdem wie jung die Kinder noch sind, die Dinge gut zu regeln.
Weil es immer Schnittmengen geben wird und immer auch Vereinbarungen geben wird, die man zusammen trifft.
Deswegen ist das sehr wertvoll, auch dann weiterzumachen und nicht in dem Moment, wo Klarheit da ist, das Liebespaar trennt sich.
Alles abzubrechen und zu sagen, damit will ich nichts mehr weitermachen, das bringt uns nichts mehr, sondern wirklich zu schauen, wie können wir jetzt das Elternpaar stabilisieren, was dann ja auf jeden Fall gebraucht wird.
Und wir möchten natürlich auch durch den Podcast die verschiedenen Gruppen, die bei uns im Coaching sind, ansprechen.
Hauptsächlich natürlich Paare, die gerne an ihrer Beziehung arbeiten möchten, die in einer Krise sind, die rauskommen möchten und an der aktuellen Beziehung arbeiten möchten, um wieder glücklich zu sein.
Das ist ja auch einfach unser großer Schwerpunkt.
Aber es gibt natürlich auch gleichzeitig Menschen, die sich melden bei uns, die eine andere Form der Begleitung haben möchten.
Und selbst das Thema Scheidung ist ja über all dem, also Eheschließung, Scheidung, alles hängt ja so ein bisschen miteinander zusammen.
Und deswegen mal in dieser Folge so der Schwerpunkt auf das Thema Scheidung, weil da gibt es auch viele Bedenken oder auch Triggerpunkte zu dem Thema, die wir jetzt mal genauer schauen wollen.
Wenn das Wort Scheidung fällt.
Wenn das Wort Scheidung fällt, ist es für viele Menschen so ein Cut im Leben.
Etwas scheidet sich, etwas trennt sich endgültig.
So das ist der letzte Schritt.
Manche beschreiben das auch so, willst du also jetzt die Scheidung willst, sodass es komplett vorbei ist.
Also möchtest du jetzt auch offiziell, dass wir getrennt sind, obwohl die Trennung vielleicht schon ausgesprochen worden ist, weil da viele Gefühle mit drin hängen.
Also viele starke Gefühle, Wut, Enttäuschung manchmal noch, wenn das nicht verarbeitet ist, Trauer, die Existenzangst natürlich.
Was bedeutet das?
Was bedeutet das jetzt auch, wenn jetzt auch offiziell es so ist, dass wir nicht mehr zusammengesehen werden?
Also von amtlicher Seite aus.
Und das macht natürlich Unsicherheit.
Und wir haben auch viele Personen im Coaching, die bei einer Trennungsbegleitung zum Beispiel sagen, ja Ina, müssen wir uns denn jetzt scheiden lassen?
Ist das der nächste Schritt, der sein muss?
Also jetzt haben wir uns getrennt.
Jetzt geben wir die Trennungsbegleitung und dann kommt doch die Scheidung.
Und das muss ja nicht sein.
Also man kann sich scheiden lassen, es gibt ja aber keine Verpflichtung dazu, offiziell diesen Weg gehen zu müssen.
Man kann ja auch getrennt als Paar so bleiben, das ist auch in Ordnung.
Also die meisten gehen irgendwann diesen Schritt, aber es braucht jetzt nicht sofort eine Entscheidung dazu, wenn man sagt, wir trennen uns.
Okay, und dann nach einem Jahr, dann muss ich mich unbedingt scheiden lassen.
Das muss ja nicht sein, aber es ist innerlich so der Druck da.
Und es scheint sich ja tatsächlich auch.
Eine relevante Gruppe von Menschen umzuentscheiden, denn es muss ja auch einen Grund haben, warum das Trennungsjahr vom Gesetzgeber eingeführt wurde.
Also dieses sich bewusst machen, ob das nun wirklich so endgültig sein soll oder nicht, das scheint ja sehr relevant zu sein.
Also es muss ja eingeführt worden sein, weil Paare sich das doch anders überlegt haben, als es das Trennungsjahr noch nicht gab.
Und dann dachten, oh Mann, das war doch voreilig mit der Scheidung.
Vielleicht auch einige, die dann so in Streitigkeiten, Kurslosreaktionen hatten.
Und sind zum Amt gegangen, haben das geregelt und auf einmal, oh Mist, das war ja doch alles ein bisschen, da waren wir drüber, wir wollen das anders haben.
Also dieses Trennungsjahr ist ja genau dafür da, um sich eigentlich bewusst zu werden, soll das dabei bleiben, ist das endgültig oder nicht.
Spannend ist, dass es alles rum ist, das ja nicht gibt.
Also du kannst ja relativ spontan, also je nach Verfügbarkeit, aber hingehen und sagen, ich möchte heiraten.
Oder kannst du annullieren.
Ja, stimmt, das hast du noch die Möglichkeit.
War doch nicht der richtige Weg.
War auch zu spontan, zu viel Alkohol im Spiel.
Ja.
Dann kannst du ja die Ehe annullieren lassen.
Hast dann ja relativ schnell dann auch die Konsequenzen wieder vom Tisch, hast ein paar Kosten halt produziert.
Ja.
Gut, wir brauchen glaube ich keinem erzählen, dass sich die Hälfte der Paare, Ehen irgendwann scheiden lassen.
Das kursiert ja schon lange so diese Zahl, so die Hälfte aller Ehen lassen sich scheiden.
Im Jahr sind das dann gut 130.000 Scheidungen.
Mhm.
2023 zumindest.
Insgesamt ein bisschen rückläufig im Vergleich zu den vergangenen Jahren, aber hat ja noch eine echt große. Ich glaube, die Zahl der Eheschließungen ist ungefähr doppelt so groß, haben wir bei Statista uns rausgesucht.
Also um die 200.000 bis 300.000 und 120.000 bis 150.000 ließen sich in den vergangenen Jahren immer scheiden.
Und da stellt sich ja auch die Frage, wie läuft jetzt so eine Scheidung ab? Also welche Energien werden da freigesetzt?
Und da ist ja auch unsere Erfahrung so aus den Coachings, dass es maßgeblich ist, mit welcher Energie geht jeder halt zum Anwalt.
Also gehe ich mit der Energie der Verletzung zum Anwalt und sage, ich möchte jetzt aber mein Recht haben und das kann ja so nicht weitergehen.
Da muss jetzt was passieren und ich möchte jetzt noch das Beste für mich rausholen.
Ich möchte jetzt eine gute Regelung haben, aber meine Interessen sollen durchgesetzt werden.
Dann kann es halt auch sein, dass die Sache sehr kompliziert wird, sehr kostspielig wird.
Das ist vielleicht auch nochmal das Jugendamt.
Sehr emotional. Diese Briefe, die gehen ans Markt.
Genau. Man muss ja sagen, das ist schon ein Einzug so ein bisschen in so einen emotionalen Krieg häufig.
Und dem muss man sich bewusst sein.
Und ja, das Gericht entscheidet natürlich für einen, aber auch so wie das Jugendamt natürlich auch Entscheidungen trifft.
Aber es ist nicht unbedingt die individuelle Entscheidung nachher am Ende, die für das Gesamtsystem, für die Familie, für die Kinder wirklich gut ist.
Ich finde, es ist immer so ein bisschen zu vergleichen wie mit dem Gedanken der Rache.
Bei Rache denkt man ja auch immer, wenn ich mich gerecht habe, dann ist das so vergolten.
Dann habe ich das Gefühl, dann fühle ich mich besser, weil dann habe ich da was gemacht und der andere sollte das bekommen, wie auch immer.
Aber da zeigt sich ja auch, dass dieser Gedanke von Rache immer nur kurzweilig ist und ich danach trotzdem im Leid bin.
Oder immer noch im Leid bin.
Und das ist, glaube ich, das Gleiche wie. Wenn ich mit ganz viel negativer Energie in so eine Verhandlung reingehe, dann kann das sein, dass ich in einigen von meinen Punkten Recht bekomme.
Aber wie es nachher eine Umsetzung ist und ob mich das dann wirklich glücklich macht.
Und das habe ich ja auch schon in vielen Trennungsbegleitungen erlebt, wo Menschen gesagt haben, ja, wir haben auch schon einen Versuch gemacht.
Wir haben auch schon mit einem Anwalt versucht zu arbeiten.
Wir haben mit dem Jugendamt Abmachung getroffen.
Das hörte sich am Anfang auch ganz gut an und irgendwie hat den ja auch jemand mal entschieden.
Das ist ja oftmals das Gefühl.
Ich habe mal jemand entschieden.
Aber das ging dann so gar nicht.
Passt nicht zur Lebenswirklichkeit.
Und dann konnten wir es ja aber nicht mehr ändern, weil das ist ja festgesetzt.
Dann würden wir ja gegen diesen Rechtsspruch handeln.
Das ist äußerst schwierig.
Und eigentlich sind wir uns auch nicht so grün, dass man sagt, naja, lass uns jetzt doch mal alles machen.
Ich hatte zum Beispiel mal einen Coaching-Fall.
Da wurde noch entschieden, dass das Wechselmodell durchgesetzt werden muss.
Ja, dann war das erst mal so, sag ich mal, so ein Händeklatschen und von wegen so, jo, jetzt das Wechselmodell.
Ich habe recht bekommen.
Ja, aber mit kleinen Kindern ist das Wechselmodell halt manchmal nicht so leicht.
Und zwar waren beide Seiten dann bemüht, weil es gab ja nun auch einen Beschluss dazu.
Und die andere Seite, die erst dagegen war, hat auch gesagt, ja gut, ich muss jetzt ja mitziehen und werde alles dafür tun, dass jetzt die Ruhe einkehrt.
Aber die Kinder haben das nicht mitgemacht.
Die konnten das emotional nicht.
Aber es hat sich dann so gezogen, bis das dann anerkannt wurde und bis das geändert worden ist.
Und das war ein ganz, ganz schlimmer Fall.
Also das war wirklich schmerzhaft.
Und letztendlich haben die gesagt, hätten wir die Dinge doch vorher geklärt und wären im Guten und wären dann zum Anwalt gegangen, hätten wir sehr viel Geld gespart, hätten uns den Kontakt mit dem Jugendamt erspart und hätten auch den Kindern ganz viel Leid erspart, weil wir ehrlich gesagt auch so ein bisschen die Ego-Schiene durch unsere eigene Verletzung gegangen sind.
Mit dem Wissen von heute jetzt, da muss man immer dazu sagen.
Das ist ja immer ein bisschen leichter, zwar mit dem Wissen von heute auf etwas zurückzuschauen, aber das war schon eine harte Erkenntnis für die beiden.
Und natürlich würden beide, wenn man sie gefragt hätte, sagen, wir wollen auch das Beste für die Kinder.
Absolut.
Aber solange noch Verletzungen da sind, müssten sie eigentlich ehrlicherweise sagen, wir wollen das Beste für unsere Kinder und ich will einen Ausgleich für meine Wut.
Und das ist ein Problem, weil wenn meine Wut noch da ist, dann kann ich nicht freien Blickes auf das Beste für die Kinder schauen.
Das läuft dann einfach nicht, das funktioniert nicht.
Und deswegen ist es so wichtig, diese Verletzungen abzuarbeiten, denn Krache macht ja auch Krach.
Das macht ja sowieso nie Sinn, weil wenn ich wütend bin und räche mich, dann sind einfach nur beide wütend.
Aber wenn ich dann mit jemandem über das Wohl unserer Kinder noch entscheiden muss, gemeinsam, jahrelang, vielleicht jahrzehntelang,
dann macht das gar keinen Sinn, dass beide wütend sind.
Und dann wird auch die gesamte Zeit hinweg keiner wirklich freien Blick auf das Wohl der Kinder haben,
sondern auch immer wieder sich selbst im Blick behalten.
Das geht ja schon bei der Übergabe los.
Für das Wohl des Kindes wäre sicherlich eine richtige, gute Übergabe mit einem Austausch der Eltern miteinander.
Was ist vorgefallen, was ist passiert, gab es besondere emotionale Vorfälle und so weiter.
Wie regeln wir es beim nächsten Mal?
Vielleicht sogar eine kleine Reflexion, was können wir beim nächsten Mal tun, lernen, verändern, damit das noch besser läuft.
Auch die Übergabe und so weiter, also so richtig wohlwollend.
Auch so herzlich, von wegen ich wünsche euch viel Spaß, das wird richtig gut.
Und Kinder merken, ob das echt ist oder ob das aufgesetzt ist.
Naja, und das andere.
Das andere Extrem ist, dass eigentlich keine Übergabe stattfindet, sondern man fährt vor, macht die Tür auf und sagt Tschüss.
Das Paket wird abgegeben.
Und auch da merkt man ja schon, diese Wut, Rache, Entscheidungskrieg kann nie im Sinne der Kinder sein.
Und man wird das auch später dann nicht mehr richtig herstellen können.
Und es sind ja auch Lasten, die man in sein eigenes Leben dadurch mitnimmt weiterhin, auch wenn die Beziehung vorbei ist.
Die neue Partnerschaft häufig.
Genau, und man muss ja sagen, als Eltern, man kommt ja auch immer wieder zusammen.
So, sei es irgendwie bei Lehrergesprächen oder sei es irgendwie, wenn das Kind später selbst erwachsen ist und eigene Kinder hat.
Wer kommt denn da zum Geburtstag vom Enkelkind?
Und also es geht ja nicht nur bis zum 18. Geburtstag des Kindes, sondern es geht ja noch viel weiter.
So, wer geht denn zum Abiball?
Und das Kind ist ja auch immer in so einer schweren Zwischensituation.
Es möchte keinen verletzen.
Und das ist ja oftmals auch die Definition, wenn jemand sagt, ich bin Trennungskind.
Oder ich bin Scheidungskind.
Das steckt ja oftmals auch schon hinter so, oh, ich habe schon so einen Rucksack auf.
Man darf das, was man in die neue Beziehung mitbringt, wirklich nicht unterschätzen.
Also einerseits natürlich an Prägung und Misstrauen.
Kann man dann wirklich in einer neuen Beziehung die vollen 100 Prozent Vertrauen so wieder mit reingeben?
Und ich habe jetzt gerade ein Paar im Coaching, die sind seit sieben Jahren zusammen.
Und er hat sich vorher sauber von seiner Ex-Frau getrennt.
Die Scheidung ist dann auch kurz voraus.
Woher passiert aber, du kannst dich ja auch danach noch gerichtlich um Dinge streiten.
Wie den Aufenthaltsort des Kindes zum Beispiel und so weiter.
Also das heißt ja nicht, dass du mit einem durch bist, nur weil die Scheidung durch ist.
Es gibt ja Dinge zu regeln.
Und sie sind dadurch mehrere Instanzen gegangen.
Das heißt, die ersten drei Jahre in seiner neuen Beziehung hat er sich fast nur wegen diesen Gerichtsstreitigkeiten mit seiner neuen Partnerin gestritten.
Weil die sagte, ja, könnte man das nicht auf die Art und Weise sehen.
Also hat dann so neue Blickwinkel.
Reingebracht.
Und da sagte er, dann bist du auf ihrer Seite.
Also das ist dann schwierig, weil er dann so das volle Commitment auch brauchte zu sagen, naja, ziehen wir jetzt hier gemeinsam gegen sie in den Krieg.
Wir sind doch eine Einheit.
Ja, aber sie wollte dann schlichten und sagen, das brauchen wir doch vielleicht so gar nicht.
Das wäre doch besser, wenn wir es anders lösen.
Ja, und so hatten die beiden viel Konflikte.
Und er hat natürlich auch immer wieder negative Energie, Frustration, Leid, was er mit reinbringt.
Und was man auch nicht unterscheidet.
Wenn so ein Streit um die Kinder losgeht, entsteht auch sehr schnell, gerade beim Mann auch, eine Verlustangst bezüglich der Kinder.
Weil doch noch die Frauen meistens einen besseren Hebel haben vor Gericht.
Und dann schnell auch so eine Verlustangst entsteht, wodurch in Folge auch ganz viele weitere negative Dynamiken entstehen.
Denn dann werden die Kinder ganz besonders liebevoll behandelt.
Man kann keine Grenzen mehr setzen.
Man kann nicht mehr Nein sagen.
Dann kommen die Kinder aber aus dem Wochenende vom Vater wieder, wo sie total. Genau, bei der Mutter gibt es dann auf einmal die ganzen Regeln und so weiter.
Genau, sie sagt, die ersten drei Tage muss ich die erstmal einfangen wieder.
Das ist echt schwierig.
Dann bekommst du mit deiner neuen Partnerin vielleicht nochmal ein oder zwei Kinder, die aber anders behandelt werden.
Weil da ist ja die Beziehung intakt.
Also sehr, sehr schwierig.
Es gibt also sehr viele negative Konsequenzen, wenn man das nicht im Guten löst.
Und gute Lösungen, weil es ja einfach auch realistisch gesehen Veränderungen im Leben gibt.
Also wie du schon sagtest, es geht dann darum, das Familienleben verändert sich.
Es gibt halt eine Aufteilung von Besitztümern.
Es gibt eine Veränderung im sozialen Umfeld.
Hat man noch den gleichen Freundeskreis?
Wenn man zusammenarbeitet, gibt es da vielleicht auch eine große Veränderung.
Denn die ganze Wohnsituation verändert sich häufig.
Also man ist ja so im ganz großen Wandel, der einfach aufgrund dieser Trennungssituation,
entweder schon vollzogen ist oder noch im Vollzug ist.
Und dann ist es natürlich wichtig, dass man diese ganzen Themen im Guten regelt,
damit man dann den letzten Schritt der Trennung, also der Scheidung, denn auch gehen kann.
Weil letztendlich ist es nur was Formelles am Ende.
Wir haben das einiges zu regeln.
Denn wie Statistiken zeigen, die wir online gefunden haben, verlinken wir auch nochmal unten,
ist man im Schnitt 14,8 Jahre verheiratet, bevor man sich trennt.
Wenn man noch die Zeit vorweg nimmt, in der man zusammen war,
dann hat man ungefähr 20, manchmal 25 Jahre lang sein Leben geteilt.
ist vielleicht dann Anfang, Mitte 20 zusammengekommen.
Das heißt, im Schnitt wird die Scheidung
dann so zwischen 40 und 50 vielleicht vollzogen.
Bedeutet, man hat die 30er,
in denen man so viel aufbaut, hinter sich
und hat typischerweise dann ein Haus,
zwei Kinder, ist das Möbel,
hat dann vielleicht bestimmte Sparverträge zusammen.
Wenn das besonders gut läuft,
hast du dann vielleicht auch schon
Investitionen gemeinsam getätigt.
Wenn ein Unternehmen mit im Spiel ist,
was in der Zeit aufgebaut wurde,
dann stellen sich ganz viele besondere Fragen.
Und wenn so eine Scheidung nicht gütlich verläuft,
dann ist das ja auch das größte finanzielle Risiko,
was eigentlich eine Familie, ein Paar so hat.
Danach kommt noch ein großer gesundheitlicher Rückschlag.
Aber eine Scheidung ist typischerweise das,
was viele finanzielle Themen verbrennt,
weil man eben dann,
wenn man keine gütliche Einigung findet,
muss vielleicht das Haus schnell weg.
Verlierst du vielleicht einige Zehntausende,
Tausende Euro, wenn man Pech hat,
weil man eben nicht auf den richtigen Moment warten kann.
Und bei anderen Themen ist es ja genauso,
ob das das Unternehmen ist,
ob das andere Dinge sind.
Naja, man hat ja auch vor allen Dingen
ganz andere Voraussetzungen jetzt.
Wenn jetzt zum Beispiel man vorher zusammen
am Haus gewohnt hat, einen Abtrag,
so die Frage, behält einer das Haus,
dann kommt eine Wohnung dazu.
Es ist ja auch so eine Unterhaltssache
ja auch immer noch,
wenn jemand dann beim Unterhalt zahlen muss
für die Kinder.
Also es entsteht,
aber neue finanzielle Verhältnisse.
Man hat sich vorher etwas aufgebaut,
ein System gehabt, sich arrangiert
und jetzt wird es halt auseinandergerechnet.
Und ich glaube,
das ist gerade, wenn mehrere Kinder da sind,
für beide Seiten
unterschiedlich schwierig auch.
Ich habe das in unseren Coachings
noch nicht so wahrgenommen, aber ich habe schon
ein paar Mal im Leben so den Satz gehört,
ich habe drei Kinder, wenn ich mich scheiden lasse,
ich brauche nie wieder arbeiten.
Ja, das habe ich auch schon öfters gehört.
Das stimmt,
dass so ein Argument war auch,
dann bin ich am Ende,
dann arbeite ich nur noch
fürs Minimum, dann bin ich durch.
Obwohl man gar nicht sieht, dass,
wenn man noch in der Ehe drin ist,
doch die Kinder auch
diese ganze finanzielle Zuwendung
benötigen. Es ist nur nicht mehr so
strikt getrennt, dass man sieht,
das bleibt mir jetzt nur noch übrig.
Aber klar, der zweite Haushalt und Co.
Ja, aber ich habe dazu gestern ein Reel gesehen
bei Instagram, das fand ich ganz passend.
Da hat ein Mann vorgerechnet,
dass es seiner Frau jetzt so finanziell so gut geht,
und das wäre ja sozusagen ein Business-Modell.
Und hat davor gerechnet,
ja, zweimal Kindergeld,
Unterhalt und irgendwelche Zuschüsse
und sonst was, kam dann natürlich
auf einen irgendwie relativ hohen Betrag.
Und dann hat das jemand kommentiert
und gesagt, neues Business-Modell für Alleinerziehende.
Er kennt selber keine Alleinerziehende,
die im Saus und Braus lebt.
Weil Fakt ist ja einfach, wenn du zwei kleine Kinder hast,
dann kannst du ja auch gar nicht voll arbeiten.
Also, sehr schwierig.
Und es ist ja auch so,
dass Kinder ja auch Geld kosten.
Einfach ja auch so ist, dass diejenige die Arbeit leistet
für die Kinder in dem Moment.
Alleinerziehende.
Da haben wir nochmal so die Verletzung, fand ich,
auch in diesem Video, dass der dann gesagt hat,
so, ja, und dann geht das noch weg, das noch weg.
Und jetzt hat sie den und den Betrag am Ende.
Und das steht ihr sogar offiziell zu.
Also auch noch so dieses
Erbostsein über dieses
Rechtssystem.
Wie kann das denn sein?
Aber auch diese Zuordnung,
da steht ihr zu.
Ich meine, das ist doch alles,
fürs Kind.
Genau, das ist ja ein System, ne?
Eine Frau mit zwei Kindern, im Beispiel.
Fürs Kind, das steht dem Kind zu.
Das Kind bekommt das, nicht die Mutter.
Aber, ich meine, das widerspricht ja schon
vielen Statistiken, nicht umsonst sind
alleinerziehende Mütter, gehören sie meistens
mit zum ärmsten Teil der Bevölkerung,
weil das eben, wie du schon sagst, sehr schwer ist,
alleinerziehend
mit ein oder mehreren Kindern
noch wirklich im Berufsleben
durchzustarten.
Weil, wenn man der Realität ins Auge schaut,
dann ist,
das ist doch so, wenn jetzt jemand
zu einem Arbeitgeber kommt und da ist eine geile
Führungsstelle und du hast eine studierte Frau,
da sitzt sie und sagt, hey, ich fülle dich voll aus,
kann ich total gut machen und
das kommt zur Sprache, ich bin alleinerziehend
und habe drei Kinder, dann sieht der
Arbeitgeber, oh nein, ein Kind krank
und Co.
Das ist schon schwierig, ja.
Dann werden doch ganz andere
Fragen gestellt. Sicherlich auch Fragen,
die nicht unbedingt erlaubt sind,
aber trotzdem sind es ja Fragen, die dann
kommen und wo du dich wahrscheinlich nicht hinsetzt
und sagst,
die Fragen sind nicht erlaubt, aber
was machen sie denn, wenn ihr Kind krank ist und wie können sie
das leisten und wie können sie das herstellen
und so, das sind Fragen, die werden
doch dem Mann immer noch typischerweise
nicht gestellt. Wenn da drin steht,
Mann geschieden, dann
ist doch wahrscheinlich fast egal
die Frage, was ist denn mit den
Kindern? Das wird
immer die Frau eher betreffen, immer noch aus
dem Blickwinkel, gerade natürlich, weil die
meisten größeren, mittelständischen
Unternehmen ja doch eher
immer noch von Männern
Ü5,
50 geführt werden.
Auch sehr spannend finde ich das Thema
Steuern, Versicherungen und so weiter.
Da stellen sich
natürlich auch nochmal ganz neue Herausforderungen
ein, natürlich in der Aufteilung,
aber auch da ist häufig vorher
das so ein Bereich, der sehr strikt
meistens von den Aufgaben getrennt wird.
Ich habe auch in deinem Coaching
letztens eine Frau gehabt, die sagte,
also wenn dir mal was passiert
oder wir uns jetzt trennen,
ich müsste mir das alles von null an
erarbeiten, ich stecke in diesen
Versicherungsthemen, gar nicht mehr
drin. Das habe ich alles
an dich übergeben. Das heißt,
es ist ja nicht nur, dass man das regeln muss, sondern
dass gar nicht selten einer Seite
in so einem Bereich auch Wissen fehlt.
Es gibt ja immer noch den typischen Einwand,
dass gesagt wird, ja, warum soll man denn zum Beispiel
aber eine Trennungsbegleitung machen,
wenn man getrennt ist? Oder
wenn man vorhat, sich wirklich jetzt
zu trennen, was lohnt sich das überhaupt noch?
Und für uns ist der Gedanke,
dass man sagt, ja, das lohnt sich,
lohnt sich nicht, schwer zu
verstehen, aufgrund der Erfahrungen, die wir
in den Coachings ja machen, was am Ende
daraus entsteht. Aber wir wissen
ja auch, dass es diesen Gedanken gibt, weil
für viele ist es irgendwie so normal
zu sagen, ja, Paartherapie, ich möchte an der Beziehung
arbeiten, weil wenn etwas auseinander geht, dann ist
es doch auseinander.
Naja, das ist offiziell auseinander
und das Liebespaar trennt
sich, aber wir haben das Elternpaar
und wir nehmen natürlich die
Emotionen und Gefühle mit.
Das ist ja nicht so, dass nur
weil ich mich von einem Menschen
trenne, ich die
Erinnerungen und Gefühle
nicht mehr habe. Vielleicht kann
ich die in Teilen noch besser
verdrängen als
während der Beziehung, weil wir alle
gelernt haben, sehr gut zu verdrängen.
Aber sobald in der neuen Beziehung
dann ähnliche Muster
auftreten, bin ich ja
sofort wie im alten Gefühl drin. Das heißt,
dann startet die neue Beziehung und
ich bin vielleicht nicht so sehr im Vertrauen drin,
aber ich merke, dass
ich bei einigen
Momenten eher überreagiere.
Vielleicht merke ich es auch nicht selber, sondern die Partnerin,
der Partner merkt es und sagt,
boah, hat eine Gefühlslage,
die passt gar nicht so zur Situation.
Das ist schon ganz schön drüber.
Ich finde, das merkt man immer
schon beim ersten Date ganz gerne, oder?
Dass wenn jemand dann danach neu
daten würde und
etwas ist nicht verarbeitet,
dann
ist das halt auch immer ein komischer Moment.
Also, wenn dann gefragt wird, Mensch,
wann war denn deine letzte Beziehung? Oder wie lange bist du denn
schon Single?
Und da dann schon sowas mitschwingen würde.
Ja, was ist ich?
Meine letzte Partnerschaft, ganz schwierige Frau
und die war so und so
und das war so und so und alles negativ.
Und dann ist das ja schon etwas
für die neue Person, die da sitzt, dass man denkt so,
uh.
Musst du gleich fragen, siehst du denn auch bei dir
Anteile daran, dass das passiert ist?
Wie wertschätzend redet derjenige jetzt über
seine Vergangenheit? Weil es ist ja auch,
ich finde immer,
ein Teil des Lebensweges.
Und es liegt ja nie, wie du sagst, an einer Person.
Und da
merkt man das so häufig,
dass es schwierig werden könnte.
Ja, wertschätzend über die Vergangenheit sprechen können
ist schon gut.
Und ist ja auch, wenn man
jemanden neu einstellt,
sind es Unternehmen quasi ähnlich.
Wenn jemand schlecht über den alten Arbeitgeber redet,
ist immer kein gutes Zeichen.
Schöner ist, wenn der wertschätzende redet und sagt,
vielleicht hat er aber nicht mehr ganz gepasst.
Ist da vielleicht auch sehr
immer noch,
ja, und gibt keine Inhalte,
Preis und so weiter, was da so im Unternehmen
passiert ist, worüber eigentlich
stillschweigend ist, um dann vielleicht eine gewisse
Zugehörigkeit zum neuen Arbeitgeber aufzubauen.
Und hier ist das ähnlich. Und es ist auch,
beide Seiten sind immer schlecht.
Also wenn jemand gar nicht über seine Vergangenheit
reden mag, dann ist meistens
das ein schlechtes Zeichen.
Dann sind da Dinge drin verborgen, die man nicht
aufmachen möchte, die gedeckelt sind.
Oder wenn jemand natürlich ganz intensiv
darüber spricht und man merkt,
oh, der ist da noch gedanklich ganz schön
gefesselt und kann das nicht loslassen,
ist schwierig
dann zu starten, so in eine neue Beziehung.
Ich hatte letztens in einer
Trennungsbegleitung den Fall,
da die beiden sind wirklich jetzt im
Guten auseinandergegangen, haben ihre Beziehung
nochmal aufgearbeitet und das war ein Punkt,
da haben sie so am Ende ein bisschen über
Dating noch kurz gesprochen.
Da konnten die auch entspannt drüber sprechen und
sagte er, ja, ich habe ein echtes Problem.
Ich habe letztens beim Date etwas gesagt, das war, glaube ich,
nicht gut, war eine Reaktion
und er kann das eigentlich nicht verstehen.
Er, der mein gemeinsames
Kind, fünf Jahre jung
und er hat gesagt, er
fühlt sich irgendwie als Vater in seiner
Elternpaarrolle schon noch
verantwortlich mit dem Kind, zum Beispiel
zum Geburtstag
der Ex-Frau ein Geschenk zu kaufen,
was das Kind dann schenkt oder so.
Das Kind wollte was schenken, aber
fünf Jahre kann er noch nichts alleine kaufen.
Oder zum Muttertag noch eine Kleinigkeit zu besorgen
und das Kind dann zu unterstützen dabei.
Ja, und das war
dann irgendwie zwei Tage vor dem
Geburtstag.
Vielen Dank.
der Ex-Frau
das Date und dann hat sie sie gefragt,
was hast du heute noch so gemacht? Und er hat gesagt, ja, ich war mit meinem
Sohn unterwegs, haben ein Geschenk gekauft,
was er denn seiner Mutter
schenkt und das war ganz
schwierig für das Date.
Das ist dann, der Abend ist nicht so
verlaufen wie gedacht und er hat
gemerkt, dass das so der Punkt war, wo sie es gedreht hat
und er sagte aber auf der anderen
Seite so, er empfindet, er hat es ja nicht für sie
gekauft von ihm persönlich.
Natürlich, sagt er, weiß
ich ja, was sie mag und
man ist ja sich nicht fremd,
die waren über 20 Jahre zusammen,
aber er sagt, das wäre für ihn ganz komisch
zu seinem Kind zu sagen so,
weißt du,
keine Ahnung.
Ich habe auch keine Lust, was
für Mama zu kaufen.
Schenke doch irgendwas, was du findest
draußen. Irgendwie sammle doch ein paar Blätter
oder so. Also, er meinte,
das ist nicht die Art und Weise, wie er halt sein Kind
auch erziehen möchte, wie Wertschätzung ist.
Aber das ist schon ein Problem der neuen Partnerschaft.
Wenn er dann konnte, er da schon so ein bisschen
erahnen, wie sensibel das Thema ist.
Ich habe gerade überlegt,
dass es ja viele
Scheidungsanwälte durchaus auch gibt,
die noch so ein Coaching-Business
parallel haben,
wo es dann
ja ganz häufig darum geht, wie stärkt
man die Frau? Wie kann die Frau jetzt
das Maximum rausholen? Ich habe gerade
mich gefragt, ob es sowas auch für Männer gibt.
Bestimmt.
Ich habe das noch nie recherchiert, ob es auch für Männer
so Gruppen oder so
Coaches gibt, die sagen, ich
zeige dir, wie du jetzt aus deiner Scheidung das
Maximale rausholst und du
nichts deiner Frau überlassen kannst. Das finde ich sehr spannend,
weil ich finde, das merkt man immer ganz gerne in
Facebook-Gruppen. Ich bin
ja an einigen unterwegs, dass dann
zum Beispiel sowas gerade in
so Städtegruppen gefragt wird, von wem
kennt jemand einen guten
Anwalt, Fachanwalt für Familienrecht
oder für Scheidungsrecht, der besonders
die männliche Seite unterstützt
oder der besonders die weibliche Seite unterstützt.
In den Kommentaren, finde ich, ist dann da
schon einiges zu
lesen, wo gesagt wird, ja, also
derjenige, der kennt sich da komplett aus,
der holt alles für dich raus und
da schwingt schon was mit.
Wir waren bei der Frage, oder bei dem
Einwandtherapie lohnt es sich nicht, wenn man sich
sowieso trennt. Jetzt müsste
man mal vielleicht unseren Blickwinkel
ein bisschen reinbringen bezüglich der
Puzzlestücke.
Es lohnt sich doch sehr wohl,
denn wir kommen ja,
wir ziehen ja Menschen wie Puzzlestücke an.
Das ist häufig so, dass
ich irgendein Thema habe, was in mir
liegt, was der andere gut besetzen kann
und andersrum, was sich so anzieht.
Zum Beispiel
ganz trivial, ich
bin nicht so gut darin,
Feedback
zu geben, Konflikte zu lösen. Ich fresse
Dinge eher nicht hinein. Der andere, der ist da
ganz gut drin, der spricht die Dinge offen aus
und die beiden ziehen sich dann
die Magnete an, auch als
Lernerfahrung.
Und das ist eben der Punkt, auch als
Lernerfahrung. Und diese Lernerfahrung,
kann dadurch gemacht und abgeschlossen
werden, dass man
seine Beziehung begleitet, zum Beispiel
durch uns, reflektiert,
Verletzungen löst und sich damit
selbst zu einem neuen
Puzzlestück entwickelt, was
eine andere Art Mensch
anzieht sozusagen, der besser
zu einem passt, wo das nachher
mehr miteinander matcht. Und
was passiert, wenn man es nicht macht? Ich muss
da immer an einen Mann aus dem Coaching
denken, der war Ü60,
habe ich auch schon, glaube ich, zwei, dreimal
in den Podcast-Folgen
erwähnt, der jetzt
in der vierten Langzeitbeziehung
war, also war dreimal verheiratet,
jetzt wieder in einer Langzeitbeziehung bei uns
in der Paartherapie, war dann irgendwann
bei mir im Einzelcoaching und sagte,
Mensch Florian, das ist jetzt
das vierte Mal, dass wir uns eigentlich
aus sehr ähnlichen Gründen trennen
und ich habe jetzt für mich realisiert,
jedes Mal, wenn ich in eine Beziehung
gehe, passiert das Gleiche,
das kann nicht mehr an der Frau liegen,
das muss an mir liegen.
Du sagst, ja, es ist gut, dass du im Einzelcoaching
bist, das ist genau richtig, denn du
bringst dich ja jedes Mal in jede neue Beziehung
mit. Sieben Umzug, ne? Wenn man
noch auf einer anderen Stadt ist, ist es besser.
Dann bringt es seine Themen mit und
deswegen ist es so wichtig, an sich
und seinem Puzzlestück zu arbeiten,
damit sich etwas verändert,
damit man wieder
eine neue Art Mensch einziehen
kann, die wirklich gut zu einem passt.
Ansonsten, wenn man sein Puzzlestück
bleibt, passiert das, was der Mann auch sagte,
ich kann die Frauen wechseln, so oft ich will,
das ist immer der gleiche Menschentyp,
mir passieren immer die gleichen Dinge.
Dann wechselt man quasi in dem Moment
die Frau den Mann, aber wird wieder
jemand ein sehr ähnliches anziehen.
Viele haben ja auch so das Gefühl,
ich brauche jetzt gar keine Therapie,
ich möchte Ergebnisse und
deswegen möchte ich mich gar nicht mit meinen Themen
auseinandersetzen oder mit unseren Themen der Vergangenheit,
sondern lass uns doch jetzt zum Anwalt gehen
und lass uns das jetzt mal was klären.
Und das ist ja
genau das, worüber wir jetzt schon die ganze Zeit gesprochen
haben, was hat das für Konsequenzen,
wenn man mit dieser Energie zum Anwalt
geht und kann man dann wirklich gut
Dinge klären? Ich finde, das ist so ein bisschen wie
kann man gut hungrig einkaufen gehen?
Das ist auch schwierig.
Also man bringt ja dann
schon ein anderes
Mindset mit.
Und das einen stark beeinflusst.
Das ist ein gutes Bild, ja. Genauso
wie man nicht hungrig einkaufen gehen kann, ohne
zu viel einzupacken, genauso kann man
nicht mit Wut zum Anwalt gehen und
hoffen, dass da was Neutrales bei rauskommt.
Und es ist leider nicht
so,
dass sich das Liebespaar trennt
und damit sind alle Verletzungen
auf einmal neutralisiert und ich sage,
puh, gut, dass ich das los bin.
Alles ist neutral. Ja, wenn man nicht gerade
auswandert, muss man ja auch sagen,
die meisten Menschen bleiben ja in ihrem Umkreis
wohnen, so ganz grob, man sieht sich
immer zweimal im Leben. Und möchte
man das wirklich, also
möchte man irgendwie bei
einem Supermarkt an der Kasse stehen,
am Freitagnachmittag mit super Stimmung und
dann hier
Hans-Franz vor dir sehen und denken so,
mh, der kauft jetzt für ein schönes Wochenende
an, was für ein Idiot, na, hoffentlich geht's
ihm schlecht. Also diese ganze Energie so, ne,
mitzunehmen und zu denken so, oh, jetzt
rufe ich da meine Freundin an und reg mich erstmal
darüber auf, wie der aussah und dass er so komisch
geguckt hat und denke nur so, super, aber hätte ich
den bloß nicht getroffen, ne?
Ja, und der Anwalt bringt natürlich dann schnelle, pragmatische
Lösungen, aber ob die wirklich
ins Leben passen und wirklich
im Nachhinein gut sind,
das ist dann immer die andere Frage, wenn ich das nicht vorher
reflektiert habe. Und das ist ja
beim Mithungereinkaufen auch so,
dann packe ich mir
meinen Schokoriegel rein, ne,
erst dann auf der Autofahrt, auf dem
Weg nach Hause und am Ende komme ich
zu Hause an und denke, eigentlich war
das nicht gut. Ja. Bin ich unzufrieden
mit, eigentlich war das jetzt nicht
schön hier, mir nochmal zwei
Schokoriegel auf der Fahrt gegönnt
zu haben, das war unnötig. Wäre ich doch
mal vorher essen gegangen,
also hätte er vorher für mich gesorgt,
dann wäre doch alles gut gewesen.
Das Problem ist immer im Leben, wenn
wir in diese Gewinner-Verliegerer-
Rolle reinkommen. Und das ist einfach
ein Punkt, das haben wir schon, oder das habe ich
in den Trennungsbegleitungen, was ja so ein großer
Schwerpunkt auch von mir ist, schon häufig erlebt,
dass das einfach beim Anwalt
per se schon so gespielt
wird, weil sie ja eine Seite
beraten, bestmöglich.
Die machen ihren Job und den machen sie
dann ja auch gut. Aber wenn wir in
dieser Gewinner-Verlierer-Spirale
drin sind, ist das halt auch immer
so, dass es schwierig ist,
weil das nicht ohne Nachzug
von Emotionen ist, ne.
Ist ja auch schwierig, sich manchmal
vielleicht zurückzunehmen. Wenn man vorher
gedacht hat, Mensch, wir teilen das
so und so auf
und geht dann zum Anwalt und der
Anwalt sagt, ja, das können wir so machen.
Ich möchte nur mitteilen, ich könnte aber
für sie deutlich mehr rausholen. In ihrer
Konstellation sind die Chancen groß,
dass ich für sie viel mehr noch holen kann.
Dann musst du ja auch erstmal innerlich
sagen, ah, ich könnte viel
mehr kriegen und sagen,
nein, ich möchte nicht mehr. Das
andere, was ich eben genannt habe, das fühlt sich für mich
fair an. Das ist ja
gar nicht so einfach, wenn du
mehr bekommen kannst, zu sagen, ich verzichte.
Da muss ich immer an ein paar denken,
die haben ihre Themen
bei uns geklärt und
sind zu einem, ja, zu einer
Abendveranstaltung zu einem Anwalt gegangen
und wollten sich da mal so
Infos holen, wie jetzt zum Beispiel eine Scheidung abläuft
und das war so eine offene Veranstaltung,
war ein recht kleiner Rahmen, so 20 Leute,
die da saßen und
ja, die beiden, wie gesagt, sind gut miteinander gewesen
und die fanden den Rahmen, wie der Anwalt
schon gestartet ist. Er hat
erstmal gesagt, ich bin ja schon seit über 30 Jahren
verheiratet und dann haben
die gedacht, oh Gott, und wir sitzen jetzt alle hier
zum Thema Scheidung,
waren auch alle nicht so begeistert über so einen Anfang
und der hat sehr stark
dieses, es kommt darauf an
ausgespielt.
Also es kommt darauf an, wenn ich sie beraten würde,
dann würde ich das so und so machen, aber wenn ich
sie beraten würde und die hatten die ganze Zeit das
Gefühl, dass das nicht gut ist.
Also, dass die das eher auseinander
bringt, die Art und Weise, wie er die
Dinge erklärt hat und
dass das nicht gematcht hat, also
und dann war das ganz cool, dann war eine Pause noch
zwischendurch und dann haben sie vor der Pause
halt sie dem schon zu ihm gesagt, du,
wir können auch gleich gehen, gehen, lass uns
gleich noch ein Bier trinken gehen, da haben wir ja irgendwie einen schöneren
Abschluss. Das ist doch eh nicht den
Weg, den wir so gehen wollen, so wie er das jetzt
präsentiert und mit ihm auch nicht gehen wollen.
Dann sind die, glaube ich, auch gegangen.
Aber dieses Gefühl,
als wir-Gefühl, als Eltern muss man auch
sagen, zu sagen, weißt du, das war, wir hatten
eine positive Absicht, aber das matcht hier gerade nicht,
weil wir merken, wir sind schon
an einem Punkt, wir brauchen das nicht, wir brauchen
nicht dieses Gegeneinander, wir wollen ja eine gute
Lösung haben und wer diese Energie mitbringt, da wollen wir
gar nicht drauf eingehen.
Ja, wenn ihr
auch in der Trennung seid
oder kurz vor der Trennung steht, aber es ist eigentlich
schon klar für euch und ihr merkt, wir
wollen auch lieber trotz
Trennung dieses Miteinander behalten
und dafür sorgen, dass wir
wirklich für uns und für die Kinder
das Beste rausholen können, dann
meldet euch sehr gerne bei uns fürs telefonische
Erstgespräch. Gerne begleitet
Wir verbreiten eure Trennung und helfen euch dabei, Prägungen zu lösen, die größten Verletzungen zu lösen, den Schmerz der Trennung mit euch besser zu verarbeiten und gehen mit euch dann eine gemeinsame Checklist durch, wo wir die wichtigsten Punkte mit euch gemeinsam erarbeiten, sodass ihr echte, stimmige Kompromisse findet und eben nicht diesen Scheidungskrieg braucht, wo es gegeneinander geht.
Denn wenn ihr diesen Weg geht, dann könnt ihr auch ein starkes Elternpaar bleiben. Das heißt, das ist auch ein sehr sinnvoller Weg für eure Kinder.
Wie ich das gerade sagte, das ist ein sinnvoller Weg für eure Kinder. Das ist ja auch immer so ein Irrglaube oder so ein einseitiger Blickwinkel, finde ich, auf das Thema Trennung, Scheidung der Eltern, dass man immer davon ausgeht, die Trennung an sich ist das, was die Kinder trägt.
Dabei ist es ja eigentlich wie immer die Art und Weise.
Und da sagen wir auch immer, die Kinder brauchen ein stabiles Elternpaar. Das Liebespaar ist so on top. Das ist so der Bonus. Das ist dann hast du diese Begeisterungsfaktor quasi.
Aber wenn das Elternpaar stabil ist, dann reicht das eigentlich schon sehr gut aus. Und das, was die Kinder prägt und so negativ prägt, ist ja diese Phase davor, diese eskalativen Streitigkeiten ohne Lösung und dann diese Trennung.
Und dann reden die schlecht übereinander. Und dann und dann und dann. Dann passiert vielleicht auch etwas, was die Kinder nicht wollen. Die werden nicht mehr einbezogen und so weiter.
Das ist ja eigentlich das, was das Ganze für die Kinder auch so dramatisch macht. Da kann man echt schon viel verhindern.
Gut, wir haben eine Q&A-Session noch zum Schluss. Dann wollen wir mal drei wichtige Fragen klären.
Die erste Frage ist, was sollte man vor dem Scheidungsgespräch mit dem Anwalt tun? Also was kann man genau vorbereiten?
Wichtig ist, dass man Klarheit schafft. Also wie wir gerade schon die ganze Zeit sagten, Emotionen und Gefühle vorab verarbeitet, dass man mit Klarheit hingeht und sagt, was man möchte, welche Vorstellungen man hat, welche stimmigen Kompromisse man schon gefunden hat und dass man das im Wir-Gefühl machen kann im besten Fall. Das ist ja das große Ziel.
Und dass man natürlich auch ganz praktische Sachen macht, wichtige Dokumente schon mal zusammensammelt, dass man sich da abspricht.
Also individuell, wie man bei einigen Themen vorgehen möchte. Da kann man sich ja auch schon vorab sehr viel informieren im Internet, was es für Möglichkeiten gibt, so auf den individuellen Fall bezogen. Und dass man da schon mal ein bisschen im Austausch drüber ist.
Das ist natürlich der Vorteil, wenn man das über uns macht, mit unserer Trennungs-Checkliste und mit uns die Dinge durchgeht. Man braucht dann nicht suchen und recherchieren, sondern man kann dann unser Programm sozusagen durchlaufen.
Wir haben ja auch begleitend.
Dafür einen Kurs richtig, wo man dann die ganzen Punkte auch nochmal erklärt bekommt, wo das quasi alles gebündelt ist und man muss sich nicht zusammensuchen, sondern bekommt gleich die Best Practices mitgeteilt.
Dazu die nächste Frage. Kann eine Scheidung wirklich ohne Rosenkrieg durchgeführt werden?
Da wir Trennungsbegleitung anbieten, muss ich allein schon aus Marketinggründen Ja sagen. Aber ja natürlich, sonst würden wir das eben nicht anbieten.
Das erleben wir ja auch bei den Paaren, die bei uns. Wenn wir in eine Trennungsbegleitung kommen oder wo sich im Laufe einer Paartherapie die Klarheit entwickelt, dass doch eine Trennung für die beiden der bessere Weg ist, dann führen wir auch die Trennungsbegleitung durch, wenn das dann gewünscht ist.
Und ja klar, man kann dann viele Dinge für sich regeln. Voraussetzung ist, dass man die wichtigen großen emotionalen Verletzungen gelöst hat, dass man sich Unterstützung dabei nimmt, den Kummer, den Schmerz der Trennung an sich zu verarbeiten.
Dass man sehen kann, dass typischerweise beide einen Anteil daran haben, dass das in diese Situation hineingelaufen ist.
Also ganz selten hat einer 100% Verantwortung dafür. Ich erinnere keinen Fall, dass man sich dann am Ende getrennt hat.
Natürlich spricht einer das meistens aus. Manchmal gibt es ja auch diesen Moment, dass beide sich zusammensetzen und sagen, wir glauben, das wäre besser.
Aber in den meisten Fällen ist es ja so, dass einer nochmal so diesen finalen Schritt macht und sagt, ich glaube, es ist besser, wir trennen uns.
Oder ich möchte mich jetzt trennen.
Und nichtsdestotrotz ist das der, der ausspricht. Aber trotzdem haben ja beide meistens schon zwei, drei, vier, fünf Jahre Krise hinter sich und haben ihre Anteile mit eingebracht.
Und wenn man da auch einige Punkte wirklich beachtet, dann braucht es auch gar nicht zu der Eskalation kommen.
Also das ist natürlich eine totale emotionale Ausnahmesituation, eine Trennung, eine Scheidung.
Aber es gibt ja einfach Punkte, wenn man da. Wenn man da, sag ich mal, strategisch gut vorbereitet vorgeht, dann verhindert man einfach auch diese Eskalation.
Also wenn ich zum Beispiel mich vorbereite, wie sage ich das den Kindern, dann kann ich auch schon sehr viel Leid bei den Kindern auffangen,
weil wir in einem ganz anderen Gefühl, in einer ganz anderen Haltung dieses Thema angehen und damit auch wieder die Themen zwischen dem Elternpaar gar nicht so auffachen.
Weil es ist natürlich klar, wenn die Kinder das erfahren und die Kinder würden total auseinanderbrechen, dann habe ich wieder ein weiteres Thema,
was zwischen. Ja, den getrennten Personen steht.
Wenn ich aber das zusammen im Wir-Gefühl mache und sage, okay, wir gehen jetzt Schritt für Schritt die Themen an und wir möchten nicht, dass es eskaliert,
wir möchten, dass es für alle gut wird, dann kann es auch gut werden.
Das ist der wertvollste Punkt, finde ich, der ganzen Trennungsbegleitung immer.
Das Rollenspiel, wie sage ich es den Kindern, diese Vorbereitung darauf.
Da erlebe ich auch immer die größte Dankbarkeit aus diesem ganzen Prozess, wenn das dann stattgefunden hat und dann die Eltern sagen,
waren genau die Punkte drin, die wir durchgespielt haben, wir fühlen uns dabei gut und sicher, konnten die Kinder gut begleiten.
Das entsteht immer sehr viel Dankbarkeit und Wertschätzung, dass das so gut vorbereitet ist.
Die letzte Frage ist, ob eine Paartherapie nicht Zeit- oder Geldverschwendung ist, wenn man eh schon weiß, dass man sich trennt oder sich schon getrennt hat.
Auch wenn die Antwort inzwischen klar ist aus dem Podcast heraus, ist das trotzdem eine, die sich dann immer wieder auch in Erstgesprächen stellt.
Also eine Paartherapie wird ja meistens. Angefangen, wenn erstmal Klarheit gebraucht wird.
Also wenn einer vielleicht sagt, ich möchte eigentlich tendenziell eher die Trennung und der andere sagt,
ja, ich möchte aber eine Beziehung irgendwie festhalten oder ich brauche erstmal Klarheit, lass uns das nochmal versuchen, lass uns nochmal eine Chance geben.
Also wenn da noch irgendwie sowas drin ist, dann würde man eine Paartherapie machen und dann eventuell, je nachdem, wo er in den Weg geht, eine Trennungsbegleitung gehen.
Wenn man natürlich weiß, man trennt sich, dann wäre es ja gleich eine Trennungsbegleitung.
Und es ist, wie du schon sagtest oder wie wir schon sagten, ja immer wichtig, seine Themen aufzuarbeiten.
Egal, welchen Weg man geht, ob man das für die Partnerschaft noch macht oder für die Familie oder für sich als einzelne Person.
Es ist ja immer ein Prozess im Leben und jede Veränderung, die wir im Leben angehen, also immer wenn es schwierig wird, da ist ja auch ein ganz großes Learning drin.
Also ich finde, die miesesten Situationen im Leben, auch wenn man es in dem Moment meist nicht weiß, warum das so ist oder vielleicht auch daran verzweifelt,
Jahre später, Jahrzehnte später guckt man manchmal drauf und denkt sich so, okay, einen Anteil. Nicht alles, aber einen Anteil an Positivem oder an etwas, woran ich gewachsen bin, nehme ich daraus mit.
Und ich finde, das ist so das Entscheidende, wenn man diesen Blickwinkel hat und zu sagen, okay, das ist alles jetzt total beschissen.
So habe ich mir mein Leben nicht vorgestellt. An diesem Punkt wollte ich nie sein.
Aber Liebe kann man nicht erzwingen.
Was kann ich jetzt für die Familie, für mich ganz persönlich machen, damit ich heilen kann, damit es gut wird?
Und auch in der Trennung.
In der Trennungsbegleitung haben wir Paartherapie-Ansätze drin, weil wir eben das Elternpaar therapieren, also die größten Verletzungen lösen.
Insbesondere Themen rund um Erziehung auch dann, wenn da noch Dinge sind, wenn da Verletzungen und Uneinigkeiten sind, damit die beiden als Elternpaar gestärkt sind.
Das ist das eine. Und damit jeder einzeln seine größten Themen geklärt hat, um anders in eine neue Beziehung zu gehen und da keine Prägung. Vorerfahrung, Eifersucht, Verlustangst, nicht gut genug sein, Gefühle und Co. mitnimmt, sondern wirklich neutral, frisch in eine neue Beziehung her starten kann.
Also deswegen ist das auf jeden Fall immer sehr, sehr sinnvoll.
Naja, und man muss ja auch ehrlich gesagt sagen, Geldverschwendung.
Also Geldverschwendung in die persönliche Entwicklung finde ich immer schwierig, weil du bildest dich ja weiter.
Also die Erkenntnis, die du mitnimmst, die kann dir ja keiner mehr im Leben nehmen.
Vielleicht hat da jemand, der hier bei YouTube zuschaut, weil da kann man so schöne Kommentare schreiben, bei den Podcast-Plattformen ja nicht so.
Vielleicht hat da ja jemand so Erfahrungen, wie teuer ist so eine Scheidung, wenn ich da richtig streite und das sich über Jahre hinzieht im Vergleich zu dem Preis, wenn ich das gütlich, einvernehmlich, sehr schnell regle.
Das ist natürlich immer abhängig vom Vermögen, glaube ich.
Aber vielleicht gibt es ja trotzdem so, dass man sagen kann, naja, das geht dann um 300 Prozent hoch, um 400.
Weil ich glaube, dass in allermeisten Fällen die Kombination aus Trennungsbegleitung und dann haben wir eine einvernehmliche Scheidung, die dann stattfindet, weil alles gütlich geregelt ist, in Summe finanziell günstiger ist, als wenn es in den Streit geht.
Das heißt, wir haben auf jeden Fall einen finanziellen Gewinn, da gehe ich fest von aus.
Und da haben wir noch gar nicht den emotionalen Gewinn berücksichtigt, der ist so viel größer.
Darum geht es ja ganz häufig.
Ja, genau.
Und dann kappen ja manche dann so dieses Emotionsding und sagen, nee, dafür gebe ich jetzt kein Geld mehr aus.
Aber am Ende spart man, glaube ich, das eher nicht.
Investition und
gerade emotional
erspart man sich und allen Beteiligten
so viel Leid. Schön, dass
du auch bei dieser Folge wieder zugehört
hast, auch wenn wir in dieser Folge
einen etwas anderen Weg raus aus der
Krise beschrieben haben. Ja, so
wird auch der manchmal leider gebraucht.
Bis zum nächsten Mal.
Bis dann.
Musik
Podcast Summary
Key Points:
Die Scheidung ist für Kinder oft nicht das entscheidende Ereignis, sondern die Trennung und die damit verbundenen Lebensveränderungen, wie Wohnort, Strukturen und Alltag.
Die emotionale Wirkung einer Scheidung hängt stark von der Art ab, wie sie verarbeitet wird – bei formellen, nicht emotionalen Trennungen wirkt sie weniger, als bei bewussten, zelebrierten oder eskalierenden Prozessen.
Eine Trennungsbegleitung kann dazu beitragen, Verletzungen abzuarbeiten, emotionale Wut und Rache zu reduzieren und gemeinsam für das Wohl der Kinder zu sorgen.
Die finanziellen und gesundheitlichen Folgen einer unglücklichen Scheidung sind erheblich, wobei ein gütiger Verlauf oft kostengünstiger und weniger belastend für alle Beteiligten ist.
Es ist wichtig, dass Eltern gemeinsam in einem „Wir-Gefühl“ auf die Trennung vorbereiten, um für Kinder eine stabile und sichere Umgebung zu schaffen.
Eine Paartherapie ist nicht eine Verschwendung, wenn man sich trennt, sondern ein Prozess zur persönlichen Entwicklung, Verletzungsbehebung und besseren Lebensführung danach.
Kinder werden durch eskalative Konflikte und negative Elternbeziehungen stark prägt – ein stabiles Elternpaar ist entscheidend für ihre Entwicklung.
Viele Menschen übersehen, dass die sogenannte „Scheidungsparty“ oder „Scheidungskrieg“ nur eine äußerliche Form ist und nicht die echte Wirklichkeit der Trennungsprozesse.
Summary:
Das Gespräch beleuchtet, wie die Scheidung für Kinder und Eltern tatsächlich wirkt, und zeigt auf, dass die Trennung als Lebensveränderung oft bedeutender ist als die formelle Scheidung. Während viele denken, die Scheidung sei der endgültige Schritt, ist die echte Wirkung vielmehr in den emotionalen und sozialen Veränderungen, wie Wohnort, Alltag und Beziehungen. Die Kinder werden durch die Art und Weise, wie die Eltern voneinander abgehen, stark beeinflusst – vor allem durch eskalierende Konflikte oder fehlende Rücksicht.
Eine Trennungsbegleitung hilft, emotionale Verletzungen abzuarbeiten, Wut und Rache zu reduzieren und gemeinsam für die Kinder eine stabilere Zukunft zu schaffen. Obwohl die finanziellen Risiken bei einer unglücklichen Scheidung hoch sind – durch Gerichtsverfahren, Miet- oder Unterhaltskosten – ist ein gütiger, vertraglicher Prozess oft wirtschaftlich und emotional günstiger. Es wird betont, dass eine Paartherapie nicht nur bei der Beziehung, sondern auch im Elternpaar Sinn macht, um größere Verletzungen zu lösen und individuelle Wachstumsprozesse zu fördern.
Zudem zeigt sich, dass die mentale und emotionale Entwicklung durch diesen Prozess für beide Seiten von großem Wert ist: Es gibt keine „Geldverschwendung“, sondern eine Investition in persönliches Wohlbefinden und langfristige Stabilität. Der Fokus liegt darauf, die Kinder nicht durch Konflikte zu prägen, sondern durch ein stabiles, empathisches Elternpaar zu stärken. Dazu gehört auch, die Zukunft vorsichtig zu planen, wie z.
B. durch klare Kommunikation mit den Kindern und gemeinsame Entscheidungen über das Leben nach der Trennung. Diese ganzheitliche Perspektive macht die Trennung nicht zu einem Ende, sondern zu einem notwendigen, wertvollen Übergang in eine neue Lebensphase.
FAQs
Für Kinder ist die Trennung oft wichtiger als die Scheidung, da sie die tatsächlichen Lebensveränderungen, wie Auszug oder neue Strukturen, direkt spüren. Die Scheidung kann als formeller Akt wahrgenommen werden und führt nicht immer zu neuen emotionalen Schocks.
Nein, eine Scheidung ist keine Pflicht. Man kann sich getrennt bleiben und die Trennung als „Überbrückungsjahr“ nutzen, ohne dass eine offizielle Scheidung stattfindet. Dies ist besonders bei emotionalen oder finanziellen Bedingungen möglich.
Wenn man mit negativen Emotionen wie Wut oder Verletzung zum Anwalt geht, kann dies zu eskalierenden Streitigkeiten führen. Eine ruhige, reflektierte Haltung fördert eine gütige, dauerhafte Lösung für alle Beteiligten.
Ja, eine Scheidung kann ohne Rosenkrieg erfolgen, wenn beide Parteien emotionale Verletzungen verarbeiten und gemeinsam klare, stimmige Kompromisse finden. Die Vorbereitung und die gemeinsame Haltung sind entscheidend dafür.
Eine Paartherapie hilft, emotionale Verletzungen zu lösen, die Kinder und beide Eltern prägen. Sie stärkt das Elternpaar, ermöglicht eine stabile Beziehung und verhindert, dass negative Muster in neue Beziehungen übernommen werden.
Finanzielle Aspekte wie Immobilien, Unterhalt, Kindergeld und Versicherungen müssen klar geregelt werden. Eine gütige Vereinbarung ist oft kostengünstiger und vermeidet langwierige Gerichtsverfahren und hohe Kosten.
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