Scheidung: Ja oder Nein? - So trefft ihr die richtige Entscheidung!
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Die Diskussion um Scheidung und Trennung ist ein zentrales Thema für viele Paare, insbesondere wenn sie aus einer familiären Scheidungskultur stammen. Der Unterschied zwischen Trennung und Scheidung wird klar: Trennung bedeutet räumliche und emotionale Abstand, während Scheidung ein offizielles, endgültiges Ende mit administrativen Folgen wie Vermögensaufteilung oder Namenswechsel beinhaltet. Viele Paare verweilen in einer „Trennungsphase“, um die Konsequenzen für Kinder und Finanzen zu vermeiden. Der entscheidende Faktor ist oft die emotionale Belastung – Angst vor Verlust, Konflikte, fehlende Kommunikation oder das Gefühl, dass das Liebespaar nicht mehr verbunden ist. Hier hilft der Öko-Check, indem er die Pro- und Kontra-Faktoren, insbesondere emotionale Aspekte wie Angst, Verlust und Lebenszufriedenheit, systematisch abfragt. Die Entscheidung wird nicht nur auf logische, sondern auf emotionale Werte und persönliche Bedürfnisse abgestimmt. Wenn diese nicht klar sind, ist professionelle Unterstützung durch einen Paarcoach entscheidend. Sie schafft ein neutrales Feld, verhindert Verletzungen und hilft, ein stabiles Elternpaar zu bilden, das auch die Kinder positiv beeinflusst. Die Folgen einer verspäteten Entscheidung sind vielfältig: emotionale Unsicherheit, gesundheitliche Probleme, Burnout oder eine dauerhafte Unzufriedenheit. Ein wichtiger Punkt ist, dass manche Entscheidungen, wie der Kinderwunsch, schwierig sind, weil unsichere Faktoren vorliegen. Dennoch ist der Öko-Check ein fundiertes Werkzeug, das individuell und mit dem Partner abgestimmt werden kann. In allen Fällen ist ein kritischer Blick auf die eigene Wertschätzung und emotionale Reaktion notwendig. Zur Unterstützung wird empfohlen, bei Unsicherheit ein telefonisches Erstgespräch mit einem Experten zu buchen, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
Wir haben heute das Thema Scheidung, ja oder nein. Also die Trennung, ja oder nein Folgen, die werden sehr intensiv gehört. Also anscheinend stehen wirklich sehr viele Menschen genau vor dieser Frage und wünschen sich da Input zu, wie sie eine bessere Entscheidung treffen können.
Scheidung ist ja auch, finde ich, etwas, was gar nicht selten Menschen erlebt haben von ihren Eltern. Also meine Eltern sind geschieden, man ist Scheidungskind. Also ich finde das Wort Scheidung trägt ja auch irgendwie schon so eine gewisse Schwere oder einen gewissen Rahmen mit sich. Du bist kein Scheidungskind.
Ja, aber es ist dann schon was anderes, ob man sich trennt oder scheiden lässt. Das ist ein Unterschied, weil wie du schon sagst, es macht was mit einem.
Wenn man…
Wenn man das selber erlebt hat und als Kind vielleicht entsprechende negative Erfahrungen, Prägungen mitbringt, vielleicht auch selber sich diesen Vorsatz mitgegeben hat, ich möchte, dass meine Kinder das nie erleben, dann ist da natürlich auch ein gewisser Druck hinter und ist mit noch mehr Schmerzen verbunden, als wenn man sich in den Zwanzigern von einer nicht so passenden Partnerschaft eben gelöst hat.
Schön, dass ihr wieder in unserem Lebensidealisten-Podcast dabei seid. Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartheater.
Wir sind Therapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Eine Scheidung ist eine schwierige Überlegung, die viele Menschen auch wirklich schlaflos im Bett liegen lässt, weil man sagt, okay, Scheidung, kann ich das jetzt wirklich so unterschreiben, dass es jetzt vorbei ist?
Ja.
Braucht man das? Brauche ich das? Ist das jetzt irgendwie so eine Eingestehung von dem Lebensziel, was ja viele haben, so Heirat, Kinder?
Habe ich das nicht erreicht, wenn ich mich jetzt scheiden lasse?
Und weil das, wie du sagst, immer wieder mal ein Thema bei uns im Coaching auch ist, dass die Frage aufkommt am Ende von einer Trennungsbegleitung, ja, wollen wir uns denn jetzt auch scheiden lassen?
Haben wir gedacht, wir nehmen das mal als Thematik mit in den Podcast.
Okay, spannend. Das hätte ich so gar nicht gedacht, weil du machst ja die meisten Trennungsbegleitungen bei uns.
Ja.
Die kommen bei mir eher nicht an, dass tatsächlich nach einer entschlossenen Trennung noch die Frage offen ist, ob man sich scheiden lassen sollte.
Für mich wäre das jetzt eher wie ein Synonym.
Für mich würde bedeuten, wenn ich mich trenne und bin verheiratet, dann lasse ich mich auf jeden Fall auch scheiden.
Ja, spannend, der Blickwinkel. Es ist häufig aber nicht so.
Also gar nicht selten, wie ich sage, ist so am Ende der Trennungsbegleitung, so beim vorletzten Termin häufig, dass so die Frage aufkommt, ja, wie ist denn das jetzt?
Willst du dich jetzt auch von mir scheiden lassen?
Oder wollen wir es erstmal so laufen lassen?
Also sind wir erstmal eine WG-Kunden?
Nein, also so laufen lassen, von wegen wir schon räumlich getrennt, aber jetzt nicht offiziell geschieden, sondern getrennt lebend.
Also sowas wie, wir behalten noch den Nachnamen, wir sind halt getrennt, aber noch nicht geschieden.
Wir behalten noch die Konten erstmal so zusammen, gerade wenn man Kinder hat oder so, dass man diesen, ja, öffentlichen. Die Konsequenzen nicht aushalten kann.
Ja, den öffentlichen Rahmen noch nicht so möchte, dass man sagt, man ist bereit, dazu zu scheiden.
Scheiden zu lassen, weil man sagt, nö, wir kriegen das so untereinander noch gehändelt, wir brauchen das vielleicht noch nicht.
Bevor man natürlich über Scheidung spricht, ist ja erstmal der Gedanke, möchten wir uns trennen?
Also klar ploppt das bei vielen dann auch auf.
Okay, wenn wir getrennt sind, dann wollen wir uns entscheiden lassen.
Ja, nein, da waren wir ja gerade so ein bisschen hängengeblieben.
Aber die Frage ist ja, möchte ich mich wirklich trennen?
Und damit sozusagen das Einläuten, dass etwas auseinander geht, dass es vielleicht auch endgültiger auseinander geht.
Und das ist ja eine Frage, die sich viele gerade. Wenn Unklarheit ist, ob die Beziehung weitergeht oder nicht, stellen, bleiben oder trennen?
Ja, es wird auch sehr häufig gegoogelt, also bleiben oder gehen, so ein typisches Keyword dazu,
was viele sich raussuchen und dazu versuchen, Tipps, Tricks und Entscheidungshilfen vor allem zu bekommen.
Weil es fällt ja Menschen sowieso immer schwerer, sich zu entscheiden.
Die Vielfalt wird größer.
Wenn wir zu viel. Wenn wir zu viele Möglichkeiten haben, dann entscheiden wir uns am liebsten eigentlich für gar nichts, weil es zu viel ist.
Das heißt, es wird immer schwieriger, eine fundierte, stimmige Entscheidung zu treffen, die man später nicht bereut.
Und ich glaube, das ist das Wichtigste, dass Menschen Unterstützung dabei suchen, eine Entscheidung zu treffen.
Wobei man dann natürlich auch gerade bei uns im Coaching schaut, wird das dann gebraucht?
Also gibt es nicht Wege, das Paar wieder zusammenzuführen und sagen wir im Einstieg immer, wir helfen raus aus der Krise.
Wir helfen raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Das kann natürlich auch hinein in eine neue glückliche und harmonische Beziehung sein.
Nicht immer geht das in der aktuellen Beziehung.
Manchmal ist eben die Trennung und damit Scheidung für beide oder fürs Familiensystem die bessere Lösung.
Wenn ihr schon mehrere Folgen gehört habt bei uns, dann würden wir uns sehr freuen, wenn ihr uns eine Bewertung schreibt.
Oder auch wenn euch natürlich diese Folge gefallen hat.
Ihr habt sie bis zum Ende durchgeschaut.
Dann schaut doch mal bei Spotify auf den Smartphone, da kann man Sterne vergeben.
Bei Apple auch, da könnt ihr auch Sterne vergeben.
Da würden wir uns sehr freuen.
Wenn ihr diese Folge bei YouTube seht, habt ihr natürlich auch die Möglichkeit, einen Daumen hoch zu geben.
Oder dann auch mit uns zu interagieren.
Ihr könnt uns sehr gerne einen Kommentar hinterlassen.
Wir antworten zeitnah auf eure Fragen und eure Impulse.
Also gebt uns da sehr, sehr gerne ein Feedback.
Wenn man jetzt überlegt, Trennung, ja, nein, Scheidung, ja, nein.
Dann stellt man sich ja die Frage, gibt es sozusagen Probleme, an denen ich erkennen kann, dass die Beziehung, dass die Ehe nicht mehr rund läuft.
Die mich auch dann in der Entscheidung natürlich so ein bisschen beeinflussen.
Das sind sehr, sehr viele Anzeichen, die man da jetzt nennen könnte.
Ich glaube, die Summe macht es am Ende aus.
Wir können ja mal erstmal beispielhaft fünf nehmen, aber dann nochmal skizzieren, was am Ende zusammenkommen muss.
Damit man realistisch über eine Trennung und damit Scheidung nachdenkt.
Also typisch wäre ja so eine dauerhafte Anspannung im Alltag, stetige Konflikte, eine zunehmende Konfliktspirale im Alltag mit steigenden Eskalationsstufen.
Man hat das Gefühl, man findet auch keine Lösung mehr.
Also man hat ständige Konflikte, aber kriegt sie auch nicht gelöst.
Sie sind immer wiederkehrend und man dreht sich im Kreis.
Ja, dieses im Kreis drehen und Konflikte.
Konflikte, die da mitschwingen, wie du sagst, führt halt auch zu einer Distanz untereinander.
Also diese emotionale Verbundenheit, von der wir ja sehr, sehr häufig sprechen, ist nicht mehr da.
Jeder ist so ein bisschen im Einzelkämpfer-Modus.
Es gibt kein Wir-Gefühl mehr.
Man lebt so ein bisschen nebeneinander her.
Meistens ist das System noch sehr funktionell.
Also dass jeder seinen Job nachgehen kann.
Die Kinder, wenn die da sind, sind gut versorgt.
Alles soweit sozusagen im Außen läuft noch.
Aber man merkt so, das Liebespaar ist nicht mehr wirklich eng verbunden.
Da ist nicht mehr viel.
Aber manchmal läuft auch schon das im Außen nur noch sehr mit Schwere und belastend.
Und manche, die bleiben extra länger bei der Arbeit, weil sie sagen, wenn ich jetzt nach Hause komme,
dann wird es dann wieder Streit geben.
Dann darf ich mir nur anhören, was ich gestern alles im Haushalt vergessen habe.
Also es sind eine Menge von negativen Brillen aufgebaut,
die das Gefühl haben, dass es nicht mehr so gut geht.
Ich kann mir das Gefühl machen, ich bin eigentlich gar nicht mehr so gerne zu Hause.
Ich halte mich eher lieber schon bei der Arbeit auf, als nach Hause zu gehen.
Man kann halt auch nicht mehr gut miteinander sprechen.
Wie du sagst, man sucht eher die Distanz.
Man hat das Gefühl, man hat keine gute wertschätzende Kommunikation.
Man kommt irgendwie nicht in schöne Gespräche rein.
Ja, dann sucht jeder sich seine Ecken und Lücken, wo man sagt,
da prallen wir nicht mehr so aufeinander und müssen vielleicht auch nur noch so Tür- und Angelgespräche führen.
Und dann verlaufen ja auch so Gefühle und Beziehungen so in Wellen.
Und wenn es so eine neutrale Linie gibt, dann ist es ja normalerweise so,
dass man möglichst viel über der Linie sein möchte
und möglichst viel gute Zeit miteinander verbringt.
Aber natürlich gibt es auch Phasen, die nicht so schön laufen.
Das gehört zu einer langjährigen Beziehung einfach dazu.
Die Frage ist, wie man damit umgeht
und ob man dann wieder in den grünen Bereich hineinkommt,
wieder Zufriedenheit und Erfüllung findet.
Oder ob man merkt, naja, wir haben einen ständigen Abwärtstakt,
und wir halten uns eigentlich nur unterhalb der Nulllinie auf.
Es ist mal neutral oder schlecht, aber nie mehr richtig schön.
Also sowas wie Leichtigkeit, meinst du wahrscheinlich, ist nicht mehr da.
Es werden nicht mehr wirklich Lebensmomente neu gestaltet,
sondern man richtet sich ein.
Man macht es sozusagen im Alltag irgendwie, dass das noch funktioniert,
aber es fühlt sich nicht mehr so nach dem an, wo man sagt,
oh, schön, dass die nächsten zehn Jahre noch kommen.
Ja, ich verbringe Zeit lieber mit Freunden,
ich versuche, den Urlaub mit dir zu vermeiden und sage,
nö, ich mache den lieber mit jemand anderem, solche Dinge.
Und davon gibt es eine ganze Reihe, die zusammenkommen können.
Die Auswahl ist hier, glaube ich, unendlich,
was an Konfliktthemen und Problemen in so einer Beziehung sein kann,
sodass man über eine Trennung nachdenkt.
Wir haben ja über Dinge wie Fremdgehen, Fremdverlieben, Affären,
Belügen, Betrügen, viel ist ja noch gar nicht gesprochen,
was noch alles so vorkommen kann.
Aber die Summe der verschiedenen Bausteine macht es,
und ich glaube, was immer sehr relevant ist,
und das ist der Punkt, wo man sehr realistisch über eine Trennung nachdenkt,
wenn der Schmerz und das Leben,
Leid, was man empfindet,
weil man innerhalb der Beziehung
ist, größer ist als das
vorgestellte Leid, der vorgestellte
Schmerz, wenn ich mich trenne.
Ja. Denn wenn wir alle irgendwie so
vielleicht schon mal das erlebt natürlich, eine Trennung
in vorherigen
Beziehungen irgendwann mal,
wenn man Scheidungskind ist, hat man da
auch vielleicht nochmal bestimmte Brillen und
Gefühle noch, die man in sich trägt
vielleicht. Das heißt, wir haben eine
Vorstellung davon, wie schmerzhaft
es ist und welche Konsequenzen es
mit sich trägt, wenn wir uns trennen
und scheiden lassen.
Und wenn das gefühlt
besser ist
als dieser dauerhafte Schmerz und
das dauerhafte Leid, was wir in der Beziehung erleben,
dann kommt so dieses Gefühl vielleicht
auf, dann lieber kurz und schmerzlos
trennen, also dann lieber jetzt
diese eine Hürde gehen,
als über die nächsten Jahre oder
vielleicht über das ganze Leben verteilt dauerhaft
dieses Leid, diesen Schmerz,
dieses Unglücklichsein, die Unzufriedenheit
Nichterfüllung, Mangelgefühle
zu ertragen. Also so ein bisschen
so auch, wenn der Gedanke fast schon
eine Erleichterung ist, also wenn
man merkt, ich spiele jetzt innerlich mal
die Trennung durch, dann geht man so durch das
Leid, weil wenn man sich denn
danach sieht, vielleicht in einer eigenen
Wohnung oder im
eigenen Alltag so ein bisschen alleine oder
mit den Kindern und denkt so, boah
das wäre auch echt eine Erleichterung, das würde
ich, das wäre am Anfang echt hart, aber
ich glaube, ich würde es gewuppt kriegen
und dann diese Erleichterung einsetzt.
Und das ist natürlich etwas, was
dann viele auch so ein bisschen ermutigt, zu sagen
gut, ich wage
den Schritt, ich möchte das nicht mehr.
Bei manchen reicht ja sogar schon die Unsicherheit,
dass man sagt, wenn die Trennung
vollzogen ist, ich wüsste
nicht, ob ich mich dann besser oder schlechter
fühlen würde und
viele sind darüber schon sehr traurig,
dass sie da so eine Unsicherheit
haben und nicht so sicher sagen können,
dann wird mir etwas fehlen.
Dann würde ich mich nicht komplett fühlen,
dann würde ich mich einsam fühlen, dann würde es mir schlechter
gehen als mit dir zusammen,
denn deswegen bilden wir eigentlich ein Paar, damit wir mehr
Spaß miteinander haben, damit wir Freude
teilen können, damit wir jemanden haben,
der uns bei unseren Gefühlen begleitet
und wenn das alles nicht mehr geht,
dann kommt eben diese
Trennung als echte Option auf einmal
auf den Tisch.
Sehr spannend, ich hatte ja, oder du hattest vorhin gesagt,
ich mache ja sehr viele Trennungsbegleitungen
auch und da hatte ich auch letztens
einen Fall, dass ich
gefragt habe, wie wäre es denn oder was würde
denn fehlen, wenn man sich trennen würde?
Und dann haben beide gesagt,
ja, ich möchte
den anderen eigentlich nur nicht als Mensch
verlieren. Dann haben wir überlegt, ja, würde
man den anderen denn als Mensch verlieren?
Also
dieses Liebespaar war beiden, klar sind
sie schon gar nicht mehr, aber
so wie es jetzt ist, da hätten sie Angst, dass
das verloren geht und
da war dann so, dass wir gesagt haben, eigentlich
das ist ja eine freundschaftliche Basis,
wie es gerade ist und das würde ja
gar nicht verloren gehen. Im Gegenteil, sagte
sie dann, das könnte sich ja sogar
verbessern.
So ein bisschen der Effekt, wenn
finde ich, wenn man überlegt, man ist
von zu Hause als jugendlicher Kind,
Erwachsener, wie auch immer
ausgezogen
und
als junger Erwachsener ausgezogen
und man
hatte ganz viele Konflikte mit den Eltern, wegen
Kleinigkeiten im Alltag und in dem Moment,
wo man auszieht und eine eigene Wohnung hat
oder eine eigene WG hat, wie auch immer
und nach einem halben Jahr später haben
viele ein sehr gutes Verhältnis wieder zu ihren Eltern,
weil vor allem mal diese ganzen
Konflikte, die ja in diesem Alltag
davor vorhanden waren, sind jetzt weg
und man kann sich auf anderer Ebene wieder
begegnen, jeder kann sozusagen
das andere auch stehen lassen, man weiß,
man ist nicht mehr verantwortlich, es gibt keine
Machtausübung, wie auch immer
und das ist häufig auch so, dass man sagt, ja,
aber was verlieren wir aneinander?
Ist es wirklich die Liebe?
Also ist es der Partner, die Partnerin,
die ich an der Seite als
Liebespartner Angst
habe, dass derjenige weg ist oder ist es das
Vertraute, die Gewohnheit,
das freundschaftliche Miteinander?
Das fand ich sehr spannend
als Gedanken.
Bevor wir gleich nochmal über die Konsequenzen sprechen, was passiert,
wenn man eine Scheidung längere Zeit aufschiebt?
Würde mich aber nochmal interessieren,
du hattest jetzt so zwischen Trennung und
Scheidung gerne nochmal einen Unterschied
gemacht und sagst, das ist nochmal wie
eine zweite Entscheidung für das Paar,
wobei das für mich in einer Ehe
synonym stehen würde.
Was glaubst du ist denn der Unterschied oder wie erlebst du
das in der Trennungsbegleitung? Was ist der
Unterschied zwischen der Entscheidung,
okay, wir trennen uns und
dem nächsten Schritt, dann lassen wir uns auch scheiden.
Warum ist das für die Paare wirklich nochmal
ein neuer, erweiterter
Schritt? Bei Trennung ist
es meist so, dass wir trennen uns
jetzt erstmal. Also das
schwingt noch so ein bisschen schon irgendwie
große Schritte. Man sagt es
den Kindern, man trennt sich räumlich
häufig. Also es sind schon große
Schritte, aber das schwingt noch so ein bisschen
mit, wir sind getrennt.
Also weißt du, was ich meine? Das ist so ein
noch nichts Endgültiges. Wir haben noch den
gleichen Nachnamen. Also so ein bisschen
die Phase, wo man schon
zusammengekommen ist, aber noch niemandem
was davon erzählt, weil es noch so frisch und
unsicher ist. Als würde man erstmal
sagen, ja die Trennung ist noch so frisch und
unsicher. Vielleicht ändert sich ja
doch noch was, bevor wir aller Welt verkünden
durch die Scheidung, jetzt trennen wir uns.
Genau, also Trennung wird häufig ja auch schon
erzählt. Also das schon bekannte
Freunde, aber man hat ja noch so ein bisschen den
Rahmen, den man behält. Ich sag mal so, wenn
du mit deinem Kind zum Arzt gehst
und jetzt noch, da wird
kein Nachname denn gewechselt.
Das ist alles noch, da spricht dich keiner drauf an.
Bei der Bank, du hast noch das gemeinsame
Konto. Also keiner
im äußeren Bereich wird davon ausgehen,
dass da jetzt ein getrenntes Paar ist.
In der Schule zum Beispiel.
Außer man berichtet davon,
aber da würde dich auch keiner so von
offizieller Stelle ansprechen.
Und bei Scheidung ist häufig für
die Menschen, da ist so ein richtiges
Lebensziel, im Gegensatz zur Scheidung
steht ja so ein bisschen die Hochzeit.
Wo viele auch sagen, ja was ändert sich dann
wenn ich verheiratet bin. Aber das ist für viele
auch doch im Nachhinein sehr wichtig gewesen.
Bei Scheidung ist so,
ich hab das Gefühl, jetzt
ist es vorbei. Ich bin ein geschiedener Mann.
Ich bin eine geschiedene Frau auf der Identitätsebene
nochmal so ein bisschen anders.
Und dann folgen halt auch konkrete Schritte.
Lass uns das Vermögen aufteilen.
Endgültig. Lass uns mit der
Namenssache, lass uns die Versicherung
wechseln, Krankenversicherung der Kinder
und so weiter. Also da wird das richtig konkret.
Also möchten die vielleicht auch so diesen
Berg von Arbeit, die da ja dann
kommt. Ich muss mich vielleicht mit
Anwälten auseinandersetzen, wenn
viel Vermögen da ist, wenn Unternehmen
oder auch dann vielleicht
Immobilien da sind.
Also verschiedenste, auch
administrative Schritte, die jetzt gebraucht werden,
die sich vielleicht erstmal wie so ein großer Berg anfühlen.
Absolut. Wo ich erstmal vielleicht sagen möchte,
lass uns mal die Trennung verarbeiten.
Salami-Taktik. Und wenn das verarbeitet ist,
dann lass uns mal um den Berg kümmern,
was alles zu tun ist, damit wir auch
in die Scheidung gehen können. Und das ist häufig
die Frage auch, wenn jemand sagt. Das stimmt, fällt mir auch
jemand im Bekanntenkreis, dass ich, die waren
ja acht Jahre lang
getrennt und nicht geschieden.
Und dann durch die neue Partnerin
kam dann erst so dieses
Thema auf, dass er sich scheiden lässt.
Genau, weil letztendlich,
ich musste erstmal kurz überlegen, wenn du meinst,
jetzt hat es kling gemacht. Ja, letztendlich
kann man ja sagen bei einer Trennung, das kannst
du ja erstmal so laufen lassen.
Klar, änderst du auch viel,
aber für viele ist es
auch so, wenn
man überlegt, ja, wollen wir uns trennen, ja oder nein,
dass gerade die Männer, mein Gefühl
in der Trennungsbegleitung, sagen so, uh, das
heißt jetzt ja, dann sind wir ja beim Anwalt, das heißt ja,
wir müssen das und das und das reden,
oh, da habe ich gar keine Ressourcen
gerade vor. Und wenn man sagt, ja,
man muss ja nicht sich gleich scheiden lassen,
der nächste Schritt wäre ja näher, wenn die Entscheidung
zwischen euch wirklich stimmig ist, sagen wir,
man geht getrennte Wege, man kann sich erstmal trennen.
Die wollen nur Steuern sparen.
Und dann kann man ja
die Scheidung immer noch überlegen, ob man
den Weg geht oder nicht.
Ja. Für die Kinder muss man
dazu sagen, ist es ja auch überhaupt nicht.
Überhaupt nicht wichtig. Also für die Kinder ist es im ersten Schritt
überhaupt nicht wichtig, die werden nicht fragen,
seid ihr jetzt geschieden? Für die ist erstmal
Trennung ja schon sehr endgültig, ne?
Okay, dann lasst uns
zu den Konsequenzen kommen.
Wir haben ein paar Konsequenzen
uns notiert, die wir typischerweise
erleben, was passiert,
wenn man so eine Scheidung
oder die Entscheidung zur
Scheidung lange aufschiebt
und diesen Schritt nicht geht.
Wenn man etwas sehr lange aufschiebt,
ist es häufig im Leben so, dass so eine
emotionale Unsicherheit entsteht.
Also es kostet natürlich sehr viel Energie,
sich nicht zu entscheiden.
Das läuft wie so ein Hintergrundprogramm
dann immer bei einem durch und sagt, soll ich das machen?
Ja, nein. Soll ich das machen? Ja, nein.
Und das ist natürlich etwas, was auch
in der Beziehung untereinander
mitschwingt, weil man ja dauernd
sich vielleicht nochmal abgleichen möchte. Bist du immer noch
der Meinung, dass wir das mit der Scheidung nicht
machen sollen oder bist du immer noch der Meinung, ne?
Und das ist etwas, was
auch Unruhe reinbringen kann.
Und ungute Gefühle machen kann, dass man mit der Sache
halt
nicht richtig abschließen kann und
man sich erstmal für diesen Weg entschieden hat,
vielleicht nur getrennt zu sein.
Dadurch verstärken sich die Beziehungsprobleme,
weil das ist ja eine
unsichere Situation, es herrscht keine
Klarheit. Das
Fundament, was eh schon
instabil war, wird noch instabiler,
was sich typischerweise
auf die Beziehungsprobleme, die
Kommunikation und viele, viele Dinge auswirkt.
Genau, auf die Familie,
für die Kinder. Es ist eine anstrengende Phase, wenn
die Eltern in der Krise sind, sind
die Kinder auch mit in der Krise. Das heißt,
die erleben auch emotionale Unsicherheit
und suchen dann vielleicht
mehr Nähe oder reagieren
anders darauf, dass da diese
Unklarheit besteht.
Es ist auch vielleicht dann auf der finanziellen
Ebene so, dass gewisse Unklarheiten da sind.
Was passiert, wenn wir uns scheiden lassen?
Was passiert mit unserem Unternehmen?
Was machen wir mit den
Häusern, die wir haben? Oder aber natürlich
auch, wenn man jetzt nicht
selbstvermögend ist, wie kommen wir
klar? Was bedeutet das für uns?
Dann kann
sozialer Abstieg erfolgen.
Das ist auch viel die Interpretation, das habe ich auch schon öfters
gehabt, wenn der eine zum anderen sagt, ja,
du machst das ja aus Gründen.
Da ist bei dir vorhin ja auch schon gleich was
aufgeploppt. Die machen das nicht, weil
sie so und so. Steuersparnis meinst du?
Genau, und das ist manchmal untereinander auch.
Wenn beide so verletzt sind,
dass der eine dann sagt, ja, du willst es ja nur nicht
oder du möchtest es ja nur beibehalten,
weil. Und das macht natürlich dann wieder ungute Gefühle,
wenn man denkt, okay, da sind jetzt äußere
Faktoren. Du
möchtest doch die Scheidung und du wartest
damit jetzt ja extra so lange,
bis, was weiß ich,
das Haus abbezahlt ist und so weiter
und das ist natürlich total verletzend.
Das erleben wir aber auch ja manchmal,
dass jemand durchaus sagt,
ich halte das durch,
bis die Kinder groß sind,
bis das Haus abbezahlt ist, dass das
eigentlich schon klar ist,
aber dass man sagt, das ist
nicht der richtige Zeitpunkt für einen persönlich.
Aktuell ist es unstimmig.
Wir warten noch, bis
irgendetwas passiert ist.
Es ist häufig bloß eine große Problematik,
dieses Warten bis, weil man muss ja ganz klar
sagen, es ist die eigene Lebenszeit,
die man auf das Spiel
setzt. Also dass man sagt, das investiere
ich jetzt meine Lebenszeit.
Das ist Zeit, wo ich vielleicht unglücklich natürlich
bleibe. Das ist Zeit, wo ich vielleicht auch
keinen neuen Partner,
keine neue Partnerin kennenlernen kann.
Also wo ich auch nochmal das neue Liebesglück
gar nicht zur Verfügung habe, weil ich
vielleicht nochmal so zehn Jahre in einer
unerfüllten Beziehung bin.
Und das ist für viele rückblickend
manchmal gar nicht so stimmig, dass sie sagen,
eigentlich hätte ich das schon
vor fünf oder vor zehn Jahren mich trauen sollen.
Da wären wir auch noch nicht so verletzt gewesen.
Jetzt ist das ganz schlimm zwischen uns.
Und dann geht es ja auch näher über, dass
nachher Signale kommen, dass
man vielleicht schlecht schläft,
schlechte Träume hat, dass man
krank wird, dass der Körper Signale schickt
und sagt, Mensch, das ist
nicht gesund, was du machst.
Verändere das. Und dann entstehen
eben entsprechende gesundheitliche
Probleme vielleicht. Niedergeschlagenheit
kann ja in alles Mögliche
sich näher wandeln. Depressionen,
Burnout,
in Kombination mit Stress bei der Arbeit.
Also die Energie geht einfach raus.
Es fehlt ja einfach sehr viel Energie,
wenn das Fundament nicht stabil
ist, aber man sich in so einer
Situation drin hält,
weil man sich nicht entscheiden mag.
Wir wollen euch gleich einige
Ansätze mitgeben, sodass ihr
euch in die Lage versetzt fühlt,
eine bessere Entscheidung zu treffen.
Solltet ihr das Gefühl trotzdem
haben, dass ihr sagt, Mensch,
irgendwie brauchen wir dann
mehr Unterstützung. Das ist bei uns
komplexer. Wir sind
beide sehr, sehr unsicher. Das ist gar
nicht so klar, ob wir uns trennen und
scheiden lassen wollen oder nicht.
Dann könnt ihr euch sehr gerne bei uns
für das telefonische Erstgespräch
eintragen. Wie gesagt, bei dem
Thema Trennungsbegleitung, aber auch bei großer
Unsicherheit, ob das der richtige
Weg ist oder nicht. Wenn ihr eine Entscheidung
finden wollt, ist ganz häufig
Ina, eure Coachin, die euch
auf diesem Weg begleitet und
auch insbesondere mitnehmen kann,
wenn es dann um die weiteren emotionalen
Folgen geht. Zum Beispiel,
wie sage ich das denn meinen Kindern
in den verschiedenen Altersklassen,
dass man sich trennt
und was sind die Sorgen, die Kinder
dann haben, wie können die reagieren.
Du bereitest die Eltern dann oft darauf vor,
wie die Kinder in der
jeweiligen Altersstufe reagieren
könnten, was eher typische emotionale
Reaktionen sind,
mit einigen Fragen auch zum Kind,
um besser zu verstehen, wie das Kind
so emotional sozial aufgebaut ist
und dann wiederum,
was sind so Fragen, die Kinder stellen,
was für Antworten brauchen
die überhaupt, denn da haben wir häufig
als Erwachsene ganz andere Ideen,
was man da als Input reingeben möchte,
als das, was für ein
5-, 8-, 12-jähriges Kind
wirklich gebraucht wird und das
ist immer sehr wertvoll, denn gerade
wenn man selber Scheidungskind ist,
und davor gewisse Ängste hat, selber
vielleicht Prägung mitgenommen hat, ist das
natürlich besonders wertvoll, wenn man da Input bekommt,
wie man eben das den Kindern so sagt,
dass möglichst wenig
Prägung hervorgehen und wir arbeiten
mit euch dann sehr intensiv daran,
dass ihr ein stabiles
Elternpaar werdet, denn was, was sich
bei euch trennt, ist das Liebespaar,
was immer bleibt, sobald Kinder da
sind, ist das Elternpaar
und da ist eben auch wieder das stabile
Fundament zwischen euch sehr wichtig,
sodass ihr an einem Strang ziehen
könnt und das Beste für eure Kinder
rausholt.
Kommen wir einmal zu den 5 Ansätzen, die euch
helfen können, eine stimmige Entscheidung
zu treffen. Das erste
ist ja immer, dass man sich die Ursachen
anschaut, die dahin geführt
haben, dass wir gerade vor
dieser Entscheidung stehen.
Wir gehen also an den Punkt, wann war es
mal gut, das ist ja so ein wichtiger Baustein
unserer System-Empowering-Methode
und von da ab
an lösen wir die entstandenen
emotionalen Verletzungen auf, sodass sich das
Fundament stabilisiert.
Das ist für zwei Dinge wichtig. Einerseits
sehe ich dann, liegt es an diesen
emotionalen Verletzungen, die sich aufgestaut haben
und wenn ich diese löse,
dann habe ich das Gefühl, es entsteht
wieder durch das Lösen Verbundenheit,
Brillen lösen sich auf,
emotionale Verletzungen lösen sich auf,
es entsteht wieder mehr Wir-Gefühl,
mehr Harmonie in der Kommunikation.
Aber selbst wenn
das nicht passiert, ist es sehr wertvoll, diesen Schritt
zu gehen, denn erstens nehme ich keine
Prägung mit in die nächste Beziehung,
die ansonsten vielleicht wieder ähnlich verlaufen
würde und wenn Kinder
da sind, so bildet man automatisch
ein stabiles Elternpaar mit
dem Fundament, was dann
gut für die Kinder da sein kann.
Und was auch gebraucht wird, ist
natürlich so der Abgleich von Werten,
Zielen und Bedürfnissen.
Das ist ja so etwas, was auch im Fundament
sehr wichtig ist, für die
emotionale Verbundenheit, wie du gerade sagst.
Welche Bedürfnisse haben wir jeweils
wollen und können wir die decken?
Welche Werte verbindet uns?
Welche Ziele haben wir? Und wenn wir
vor einer großen Entscheidung stehen, wie zum Beispiel
möchten wir zusammenbleiben, möchten wir uns trennen
oder scheiden lassen, dann ist es ja wichtig,
erstmal abzugleichen, wie sind wir auf
Wertebasis? Haben wir unterschiedliche Werte
vielleicht auch über die Jahre unbewusst und
bewusst entwickelt? Haben wir noch gleiche
Ziele? Möchten wir Bedürfnisse erfüllen?
Kann der andere Bedürfnisse
überhaupt anerkennen?
Oder sagt derjenige, nö, also
sehe ich nicht so, möchte ich auch nicht erfüllen.
Da müssen wir einen anderen Weg finden
und dann kann man wieder für sich damit arbeiten,
sagen, okay, aber das ist für mich ein wichtiges Bedürfnis.
Entweder finden wir zusammen im
Wir-Gefühl einen Weg, dass das gesehen wird
oder man
steht vor der ehrlichen Annahme
für sich, dass man sagt, ist in dieser
Beziehung nicht möglich.
Was kann ich dann tun?
Also ich mache das mit Paaren an der Stelle häufig
so, dass ich unabhängig voneinander
beide die Wunschbeziehung skizzieren lasse
und ich habe jetzt gerade ein Paaren
Coaching gehabt, da war das
tatsächlich sehr übereinstimmend.
Das heißt, wir haben festgestellt, dass diese ganzen
Zweifel, die vorher da waren,
gar nicht so relevant waren in Bezug
auf die Beziehung, die sie führen möchten, ob das passt,
sondern es geht eher um
das Wie. Also die haben sehr viel Streit
auf dem Weg dahin.
Es gibt einige
Dynamiken, die sich einfach im Laufe der Beziehung
entwickelt haben. Wenn man daran arbeitet,
dann ist das Ziel eigentlich
identisch. Die haben eigentlich die gleichen Wunschvorstellungen,
haben es einfach nur
nicht geschafft, das bis jetzt
so klar übereinander zu bringen und eben auch
dafür zu sorgen, dass das wirklich
funktioniert.
Eine Strategie ist ja auch der Öko-Check.
Vielleicht kannst du dazu nochmal kurz was sagen.
Das ist natürlich dann
der Punkt, wie wir fundierte Entscheidungen
treffen. Wir kennen alle aus
der Schule die Pro- und Kontraliste,
die möglichst objektiv geführt wird,
wo wir aber eigentlich ja wissen jetzt,
dass sowas gar nicht funktioniert,
weil wir immer vorher schon eine emotionale
Entscheidung getroffen haben und eigentlich
darauf aufbauend die Pro- und Kontraliste
ein Stück weit in die Richtung manipulieren,
was wir eigentlich wollen. Also sowas wie,
bei Pro und Kontra würde man ja
abzählen. Ich habe fünf Sachen
bei Pro, sieben Sachen bei Kontra,
ja, dann müsste ich jetzt Kontra wählen und dann
fange ich an sozusagen die Statistik
so ein bisschen zu fälschen, dass ich sage, ja,
aber die wirklich wichtigen Dinge stehen
ja eher bei Pro, auch wenn es nur fünf sind,
weil wir emotional eigentlich uns schon entschieden haben.
Genau, dann fängt man so eine Gewichtung an,
eine Priorisierung, aber normalerweise
ist es so, dass man vorher schon
dafür sorgt, dass sieben negative
Dinge da sind, also es mehr Negatives dasteht,
weil ich es eigentlich nicht will. Und dann
wird diese objektive Liste
eben zu einer subjektiven Liste
mit aber einem objektiven Anspruch,
was alles gar keinen Sinn macht.
Unser System ist der Öko-Check und vielleicht an der
Stelle auch nochmal, wir haben dazu
ja einen kostenlosen Videokurs bei uns auf der
Website, ganz unten im
Futa nennt sich das, kann man sich da
anmelden, es müsste auch in den Shownotes
vielleicht drin sein, dass man
sich dafür anmeldet und dann sind es aktuell fünf,
demnächst sechs Videos und da sind sehr
relevante Videos genau für diese Themen bei.
Also das erste ist, wie man sich richtig
entschuldigt, wie man richtig Feedback gibt,
zwei wichtige Themen für so Ursachen
und Probleme lösen.
Dann haben wir sowas drin wie Tut mir gut
Liste, was auch ein Stück weit in Richtung Wunschbeziehung
schon führen kann, aber dass man sich selber
mal reflektiert, was tut mir eigentlich gut, was tut dem Partner
gut und das zusammenführt.
Dann haben wir demnächst drin stimmige Kompromisse
miteinander finden, weil das total wichtig ist
und wo wir gerade beim Öko-Check sind, deswegen komme ich
da drauf, da ist eben auch ein Video
drin mit vielen Beispielen
und auch einem PDF, wie man das
so durchführt und so weiter, wie man den Öko-Check
durchführt und damit eine stimmige Entscheidung
findet. Kannst du mal ganz kurz noch mal
skizzieren, was ist der Öko-Check, welche Fragen
werden da eingestellt? Das sind immer vier Fragen,
die man hernimmt und warum
machen wir das? Weil wir normalerweise mit einem
Ziel in der Zukunft Vorteile
verbinden und im Heute Nachteile
sehen. Aber in Wirklichkeit ist es
so, dass es auch im Heute schon etwas Gutes gibt,
daran, dass wir unser Ziel nicht erreicht
haben und wenn wir unser Ziel erreichen,
normalerweise immer auch negative Konsequenzen
damit einhergehen. Das heißt, wir drehen diese
Überlegungen um. Die Fragen laufen
dazu dann, das sind immer viele Fragen, man macht das am besten schriftlich.
Und holt sich dann auch Input vom Partner, von der Partnerin, von anderen Menschen, denen man vertraut oder die zu einem Themenbereich eine gewisse Kompetenz haben.
Und fragt sich dann als erstes, was ist das Gute am Jetzt, dass ich mein Ziel noch nicht erreicht habe.
Also was ist das Gute daran, dass wir uns noch nicht haben scheiden lassen.
Dann wird man gewisse Dinge finden.
Dann fragt man sich, wie kann ich das Gute erhalten, wenn ich mein Ziel erreiche.
Also was muss ich tun, um diese Vorteile zu erhalten, obwohl ich mich vielleicht scheiden lasse.
Wie kann ich diese Dinge mitnehmen.
Und das ist vielleicht die Idee, warum manche sich nicht sofort scheiden lassen, sondern erstmal trennen.
Weil dann können sie noch ein paar gute Dinge aus der Beziehung erstmal mitnehmen.
Die dritte Frage ist, welche negativen Konsequenzen, Nachteile oder Risiken könnten eintreten, wenn ich mich scheiden lasse.
Da kommen dann wieder einige Sachen, die man aufführt.
Und dann ist die ähnliche Frage wie eben, was kann ich tun, lernen, verändern, damit die negativen Konsequenzen, Nachteile oder Risiken nicht eintreten.
Und dann finde ich Lösungen dafür.
Und dann bleiben Dinge übrig.
Für manche negativen Konsequenzen finde ich eine Lösung.
Für manche Dinge, die gut sind und die ich erhalten möchte, finde ich Lösungen.
Für andere eben nicht.
Finde ich keine Lösung für.
Das heißt, es ist klar, wenn wir uns scheiden lassen, dann werde ich diese Punkte verlieren.
Wenn wir uns scheiden lassen, dann werden diese negativen Konsequenzen, wenn sie denn eintreten, kann ich sie nicht verhindern.
Dann muss ich mit ihnen leben.
Und dann kann ich normalerweise damit eine gute Entscheidung treffen, ob etwas stimmig ist oder unstimmig.
Kann ich mit dem, was ich will.
Wenn ich verliere Leben, kann ich mit den Risiken wirklich leben.
Und wenn ich dann sehe, ja, da kann ich mit leben und die Vorteile überwiegen, wenn ich mein Ziel erreiche und ich kann mit diesen Auswirkungen leben, dann mache ich das typischerweise.
Wenn ich sehe, boah, die Risiken und das, was ich verliere, steht nicht im Verhältnis zu den Vorteilen, die ich mir dadurch erhoffe, dann mache ich es eigentlich nicht.
Und hier vielleicht ganz wichtig, der Öko-Check beinhaltet ganz klar Emotionalität.
Also ganz klar, vielleicht, sodass da drin steht, bei negativen Konsequenzen, Risiken.
Ich habe Angst davor, vielleicht gerade als Vater, ich habe Angst davor, die Bindung zu meinen Kindern zu verlieren.
Also da stehen ganz klar emotionale Dinge mit drin.
Das ist keine objektive Liste.
Es sollen dort ganz klar emotionale Faktoren mit drin sein.
Jetzt gibt es ja beim Öko-Check aber auch Themen, die ein bisschen schwierig sind zu behandeln.
Oder würdest du sagen, man kann jedes Thema, jede Entschädigung. Man kann jede Entscheidung mit dem Öko-Check durchführen.
Man kann jede Entscheidung damit durchführen.
Natürlich ist es bei manchen Entscheidungen komplexer.
Wenn man das damit noch nicht gemacht hat, dann ist es vielleicht erstmal ganz gut,
erstmal so kleinere Entscheidungen mit dem Öko-Check sich anzusehen, bevor man dann an diese ganz großen Themen rangeht.
Und man kann natürlich mit dem Öko-Check ein Thema auch von beiden Seiten betrachten.
Dass man einmal das Ziel nimmt und die Fragestellung, ich lasse mich scheiden.
Und einmal das Ziel, ich bleibe in der Beziehung.
Und dann hat man noch mal so beide Seiten, hat noch mal ein bisschen unterschiedliche Blickwinkel.
Und man kann das ja auch dann zusammen machen oder beide einzeln und führt das zusammen.
Hat noch mal verschiedenste Blickwinkel da drin, um dann eine Entscheidung treffen zu können.
Und wie gesagt, emotionale Aspekte spielen eine Rolle.
Da kann auch drinstehen, dass die Liebe gar nicht ausreicht.
Vielleicht habe ich dann Ideen, was ich tun, lernen, verändern kann, damit wieder mehr Verbundenheit entsteht.
Vielleicht man die Liebe wieder neu entfachen kann.
Geht das?
Also sind da verschiedene Aspekte drin.
Ich finde ein Thema ein bisschen schwierig beim Öko-Check.
Ich weiß nicht, wie du das siehst beim Thema Kinderwunsch.
Oder sollen wir ein Kind bekommen?
Ja oder nein?
Da finde ich, der Öko-Check kann man machen.
Aber da das sehr viele unsichere Faktoren mit sich bringt,
weil man weiß ja nicht, was für ein Kind man bekommt.
Man kennt sich noch nicht in der Mutter- und Vaterrolle und so weiter.
Da finde ich, dass beim Öko-Check, das können wir auch für das Zweite,
oder Drittes Kind nehmen.
Da ist es vielleicht schon ein bisschen leichter, weil man schon die Erfahrung gemacht hat.
Das ist ein bisschen schwierig.
Aber ansonsten kann man es wirklich für viele Entscheidungen gut nutzen.
Ich finde, das geht auch bei dem Thema sehr gut.
Aber man kann das eben nur mit dem Wissensstand machen, den man zu dem Zeitpunkt hat.
Und man muss natürlich einfach sagen, aber das ist bei jeder Entscheidung so,
dass wenn ich dann diese Entscheidung treffe und mich zum Beispiel für ein Kind entscheide,
erst dann kann ich erleben in meinem eigenen Gefühl, was ich mir vorher vorgestellt habe.
Weil manche Entscheidungen kannst du rückgängig machen und manche nicht.
Du könntest ja, wenn du dich scheiden lässt, wieder zusammenkommen und sogar nochmal heiraten.
Das ist der große Unterschied, dass das eines der wenigen Entscheidungen im Leben ist,
wo es keine Garantie, kein Widerrufsrecht, keine Möglichkeit gibt, das zu verändern,
sondern dass ich dann eben für mein Kind alles geben sollte, wenn ich mich dafür entscheide.
Deswegen ist vielleicht auch gerade der Öko-Check das Richtige,
weil man sich dann ganz intensiv damit auseinandersetzt und aber hier noch mehr Emotionen,
Emotionalität eine Rolle spielt, aber eben auch ehrlich zu sich selbst sein.
Wenn ich in mir ganz tief verspüre, dass ich mich nicht als Vater sehen kann
und wirklich das Gefühl habe, ich kann mit den Konsequenzen, die ein Kind mit sich bringt,
wie zum Beispiel schlechter schlafen, auf die Bedürfnisse eingehen,
was auch immer alles so da ist an Dingen, die man so für sich sieht, wo man denkt,
boah, da habe ich echt Bauchschmerzen mit.
Das macht richtig Bauchschmerzen in mir.
Und wenn ich an ein Kind denke, Mensch, auch schon mit Neffen und Neffen,
ich mag mit denen gar nicht spielen und am liebsten soll ich mich in Ruhe lassen,
ein Familienhotel bloß nicht, unbedingt Adults only.
Und ich merke, alles in mir wehrt sich dagegen, dann sollte man auch ehrlich sein.
Und im Zweifelsfall führt das eben dann dazu, dass die Beziehung nicht funktioniert.
Und man sagt, wenn das von dem einen der Lebenstraum ist und zur Sinnerfüllung dazugehört
und der andere für sich feststellt, für mich überhaupt nicht,
das würde meiner Sinnerfüllung sogar im Weg stehen, wenn das passiert,
dann geht das eben nicht.
Aber das ist nochmal so ein. Genau, ein kleiner Ex.
Jetzt weichen wir mit dem Öko-Check aus sozusagen.
Aber der Öko-Check, man sieht, ist eine sehr fundierte Möglichkeit.
Wichtig ist eben aufschreiben.
Und der ist auch nicht vielleicht final.
Das ist auch nochmal vielleicht relevant.
Den stellt man einmal auf, man schläft drüber, tauscht sich nochmal untereinander aus,
ergänzt etwas, gerade bei so einer wichtigen Entscheidung, wie gerade Kinder kriegen.
Das mache ich nicht im Öko-Check, setze mich mal eine halbe Stunde hin
und habe dann eine Entscheidung getroffen.
Der Öko-Check wächst, den nimmt man wieder hervor.
Ich wollte schon sagen, den ruft man wieder auf, wenn man es digital macht.
Aber wenn man es handschriftlich macht,
nimmt man sich wieder hervor und denkt nochmal drüber nach,
holt sich verschiedene Aspekte,
fragt vielleicht andere Freunde und sagt,
Mensch, was sind denn bei euch so die Aspekte?
Warum habt ihr euch für Kinder entschieden?
Der Öko-Check, den du gerade ausführlich erklärt hast,
der ist natürlich ein super Instrument,
aber es ist ja auch wichtig, individuell eine Entscheidung für sich zu treffen.
Also man könnte auch für sich alleine so einen Öko-Check durchführen
und dann mit dem Partner abgleichen,
damit man auch wirklich schaut,
hat man auch seine Bedürfnisse berücksichtigt
und hat sich nicht so ein bisschen verleiten lassen von dem Anderen.
Weil man muss ja auch sagen,
der Andere hat ja auch einen anderen Blickwinkel,
denn vielleicht, dass man aus Art Mitleid oder Mitgefühl
vielleicht sich sonst beeinflussen lässt
und einen faulen Kompromiss eingehen könnte.
Also die Möglichkeit ist ja leider da,
dass man emotional dann so befangen ist,
dass man gar nicht mehr sein eigenes Bedürfnis hervorbringen kann.
Deswegen sollte man das immer auch individuell
für sich selbst erstmal entscheiden.
Weil nur wenn ich weiß, was ich wirklich selber will,
kann ich es auch mit dir abgleichen.
Absolut, vor allen Dingen,
manchmal sogar die Gefahr da liegt,
wenn so eine gewisse Konfliktspirale ja aufgebaut ist,
dass der Andere dann vielleicht negative Konsequenzen reinbringt,
eher um den Anderen davon wegzubringen.
Also wenn der Eine vielleicht sagt,
wenn ich jetzt sagen würde,
ich will mich nicht trennen, du willst dich trennen,
dass ich dann in deinen Öko-Check sofort so Dinge reinbringe,
wie ja, was tust du unserem Sohn an und so weiter.
Also dass da sofort so gewisse Ängste und Sorgen aufgebaut werden,
wo man selber sagt, warte mal,
das brauche ich so gar nicht, da habe ich eine Lösung für,
das kriege ich hin und in seinem Öko-Check ist das gar nicht so dramatisch.
Wenn man das erstmal für sich selber dann quasi macht,
dann hat man dort nochmal eine andere Haltung,
um in so ein Gespräch zu gehen.
Und der letzte Punkt ist natürlich,
sich zu überlegen, Hilfe anzunehmen
und sozusagen eine Begleitung
auch in der Entscheidungsfindung dabei zu haben,
weil beide ja einfach emotional sehr stark beteiligt sind
und vielleicht auch so ein bisschen eine Mediation gebraucht wird,
damit beide Bedürfnisse auch mal hervorrufen,
hervorgebracht werden können,
damit es keine weiteren Verletzungen gibt.
Und da ist es manchmal gut,
eine dritte, neutrale Person dabei zu haben,
weil andere Personen, die häufig ja mit so dazukommen,
was wir ja auch manchmal hören,
Freunde, Familie, Bekannte,
die haben ja immer eine Beziehung zu beiden Personen oder einer Person.
Das heißt, sie sind auch befangen.
Und es ist auch doof,
wenn man denn von den ganzen Problemen hört und Gedanken hört
und sollte man dann wieder zusammenkommen
und der Freund oder die Freundin ist ja immer noch da,
dann ist das gar nicht selten.
Es ist selten so, dass die so einen Anteil auch mitnehmen.
Also, denn das Verhältnis nicht mehr so gleich ist wie davor,
weil jetzt Wissen vorhanden ist, dass man sagt,
krass, überlegt man, du hast mir auch damals erzählt,
dann hat er auch noch das und das gemacht.
Das wird er manchmal gerne dann noch Monate,
Jahre lang später in Gesprächen so unterschwellig vorgehalten
und sagt, damit wollte ich eigentlich abschließen.
Damit möchte ich mich jetzt gar nicht beschäftigen.
Aber jetzt haben wir dich ja damals mit dazugeholt.
Ja, schwierig.
Auch gerade Eltern ganz schwierig.
Eltern stehen immer auf der Seite emotional,
zu ihrem Kind häufig.
Und das ist dann einfach auch von den Details,
die dann erzählt werden, nicht gut.
Und auch wenn sich dieser fünfte Punkt
schon wie ein Werbeblock für uns anfühlt,
der Werbeblock kommt gleich,
es ist tatsächlich so, dass es ein großer Unterschied ist,
ob man jemanden Befangenes oder Unbefangenes hat
und jemanden, der sich tagtäglich mit Beziehungen auseinandersetzt,
der regelmäßig Trennung begleitet,
der regelmäßig das auch mal schafft,
eine Trennung sozusagen abzuwenden,
dass sie nicht mehr gebraucht wird,
weil man das Fundament stabilisiert hat,
Und jeder gute Coach, jeder gute Paartherapeut weiß das von sich selbst, dass wenn man die besten Methodiken zur Hand hat im Kopf, wenn das Basisgefühl der Körper nicht mitspielt, wenn man in der Befangenheit ist, wenn Leidschmerz, Angst, Traurigkeit und Wut hochkommt, dann kann ich manchmal die besten Methodiken für mich selber nicht anwenden, weil ich nicht diese Ruhe habe.
Und der beste Coach und der beste Paartherapeut nimmt sich dann jemanden zur Seite, der einen anleitet und neutral, ohne eigene Befangenheit dafür sorgt, dass man wertschätzend im Prozess bleibt. Von daher ist das eben tatsächlich aus meiner Sicht tatsächlich noch gar kein Werbeblock, sondern ein echter Tipp, weil es einen riesen Unterschied macht.
Aber kommen wir an der Stelle in den Werbeblock. Wenn dich das betrifft, dann melde dich natürlich gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch. Wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst ein Like da, kommentiert.
Wie ihr gewisse Punkte seht, habt ihr Fragen dazu oder bewertet uns bei Apple, Spotify, folgt uns auf anderen Kanälen. Wir freuen uns natürlich sehr, wenn wir euch mit unserem Inhalt unterstützen können.
Vielen Dank fürs Zuhören. Bis bald. Ciao.
Untertitelung des ZDF für funk, 2017
Podcast Summary
Key Points:
Scheidung ist eine tiefgreifende Entscheidung, die viele Menschen vor sich sehen und emotional stark beeinflusst wird, besonders wenn sie aus einer Scheidungskinder-Prägung stammen.
Eine Trennung und eine Scheidung sind unterschiedliche Schritte
Viele Paare verweilen in einer „Trennungsphase“, bei der sie räumlich getrennt leben, aber noch nicht offiziell geschieden sind, um die Konsequenzen wie Finanzen, Nachnamen oder die Kinderbetreuung zu minimieren.
Entscheidungsprozesse werden oft durch emotionale Faktoren wie Angst, Unwägbarkeit und die Angst vor Verlust der Liebe oder des Vertrauten beeinflusst, was zu Unsicherheit und Verzögerung führt.
Der Öko-Check ist ein effektives Instrument, um Pro- und Kontra-Faktoren – auch emotionale – systematisch abzubilden und fundierte, stimmige Entscheidungen zu treffen.
Die Entscheidung, sich zu trennen oder zu scheiden, hängt stark von der Wirkung der aktuellen Beziehung ab, insbesondere von konstanten Konflikten, fehlender Kommunikation und dem Fehlen von emotionaler Verbundenheit.
Die Vorteile und Risiken einer Scheidung müssen individuell bewertet werden, wobei emotionale Aspekte wie Angst vor Verlust von Kindern oder der eigenen Identität eine zentrale Rolle spielen.
Bei Unsicherheit oder emotionaler Belastung ist professionelle Begleitung durch einen Paarcoach oder Therapeut von entscheidender Bedeutung, um verletzende Konflikte zu vermeiden und ein stabiles Fundament für die Zukunft zu schaffen.
Summary:
Die Diskussion um Scheidung und Trennung ist ein zentrales Thema für viele Paare, insbesondere wenn sie aus einer familiären Scheidungskultur stammen. Der Unterschied zwischen Trennung und Scheidung wird klar: Trennung bedeutet räumliche und emotionale Abstand, während Scheidung ein offizielles, endgültiges Ende mit administrativen Folgen wie Vermögensaufteilung oder Namenswechsel beinhaltet. Viele Paare verweilen in einer „Trennungsphase“, um die Konsequenzen für Kinder und Finanzen zu vermeiden.
Der entscheidende Faktor ist oft die emotionale Belastung – Angst vor Verlust, Konflikte, fehlende Kommunikation oder das Gefühl, dass das Liebespaar nicht mehr verbunden ist. Hier hilft der Öko-Check, indem er die Pro- und Kontra-Faktoren, insbesondere emotionale Aspekte wie Angst, Verlust und Lebenszufriedenheit, systematisch abfragt. Die Entscheidung wird nicht nur auf logische, sondern auf emotionale Werte und persönliche Bedürfnisse abgestimmt.
Wenn diese nicht klar sind, ist professionelle Unterstützung durch einen Paarcoach entscheidend. Sie schafft ein neutrales Feld, verhindert Verletzungen und hilft, ein stabiles Elternpaar zu bilden, das auch die Kinder positiv beeinflusst. Die Folgen einer verspäteten Entscheidung sind vielfältig: emotionale Unsicherheit, gesundheitliche Probleme, Burnout oder eine dauerhafte Unzufriedenheit.
Ein wichtiger Punkt ist, dass manche Entscheidungen, wie der Kinderwunsch, schwierig sind, weil unsichere Faktoren vorliegen. Dennoch ist der Öko-Check ein fundiertes Werkzeug, das individuell und mit dem Partner abgestimmt werden kann. In allen Fällen ist ein kritischer Blick auf die eigene Wertschätzung und emotionale Reaktion notwendig.
Zur Unterstützung wird empfohlen, bei Unsicherheit ein telefonisches Erstgespräch mit einem Experten zu buchen, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
FAQs
Trennung bedeutet räumlich und emotional getrennt zu leben, ohne offizielle rechtliche Schritte. Scheidung ist die offizielle Rechtsbeendigung einer Ehe mit konkreten rechtlichen und administrativen Folgen wie Namensänderung oder Vermögensaufteilung.
Die Entscheidung ist emotional, weil viele Menschen Erfahrungen mit Scheidungskindern haben und Angst vor neuen Schmerzen, Verlusten oder Unsicherheit haben. Auch das Gefühl, die Beziehung nicht mehr zu leiden, kann zu einem entscheidenden Moment führen.
Dauerhafte Anspannung, stetige Konflikte, fehlende Kommunikation, Abwesenheit von emotionaler Verbundenheit und das Gefühl, dass das Liebespaar nicht mehr funktioniert, sind typische Anzeichen für eine sinnvolle Trennung.
Der Öko-Check hilft, die Vorteile und Nachteile einer Scheidung zu analysieren, einschließlich emotionaler Faktoren wie Angst vor Verlust oder Veränderung. Er fördert eine fundierte, ehrliche Entscheidung durch klare Abwägung.
Zögern führt zu emotionaler Unsicherheit, verstärkt Konflikte und kann gesundheitliche Probleme wie Depressionen oder Burnout auslösen. Auch die Kinder können emotional betroffen sein, wenn Eltern in unsicherer Situation sind.
Beide können ihre Werte, Ziele und Bedürfnisse abgleichen, gemeinsam den Öko-Check durchführen und sich gegenseitig respektieren. Dies fördert ein fundiertes und empathisches Verständnis für die Entscheidung.
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