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Samsung macht Rekordgewinn mit Chips – doch Iran-Krieg gefährdet Lieferkette / Europas Gasversorgung unter Druck

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Samsung macht Rekordgewinn mit Chips – doch Iran-Krieg gefährdet Lieferkette / Europas Gasversorgung unter Druck

Der Podcast "Handelsblatt Today" behandelt zwei Hauptthemen: die hervorragenden Geschäftszahlen von Samsung und die eskalierende Energiekrise. Samsung verzeichnet aufgrund der hohen Nachfrage nach KI-Chips einen Rekordgewinn. Gleichzeitig bedroht der Iran-Krieg die Lieferkette für Helium, ein für die Chipherstellung unverzichtbares Gas, was noch 2024 zu Produktionsengpässen führen könnte. Parallel verschärft sich die globale Energiekrise. Die Schließung der Straße von Hormus und Angriffe auf Gasinfrastruktur im Nahen Osten, insbesondere in Katar, unterbrechen einen erheblichen Teil der weltweiten LNG-Lieferungen. Europa, das etwa die Hälfte seines Gases als LNG importiert, sucht unter hohem Preisdruck nach Alternativen. Die Internationale Energieagentur bewertet diese Krise als historisch schwerwiegend. Die Finanzmärkte reagieren mit großer Volatilität auf diese unsichere Lage, was sich in turbulenten Aktienkursen und weiter steigenden Öl- und Gaspreisen zeigt.

Transcription

4353 Words, 27620 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen bei Handelsblatt Today. Wir sprechen hier bösentäglich über wichtige Nachrichten und ihre Bedeutung für die Finanzwelt. Schön, dass sie dabei sind. Heute geht es nach dem Marktbericht um Samsung. Das Unternehmen aus Südkorea rechnet im ersten Quartal mit einem Rekord gewinnen, vor allem durch den Absatz von KI-Chips. Doch der Iran-Krieg gefährdet die Versorgung mit einem für die Chipproduktion sehr wichtigen Rohstoff, nämlich Helium. Und das könnte die Produktion von Samsung noch in diesem Jahr stark beeinträchtigen. Ein Unsicherheitsfaktor, den viele Analysen bislang offenbar nicht in ihre Calculation einbezogen haben. Außerdem Europaslage bei der Gasversorgung spitzt sich zu. Wichtige Anlagen im Nahen Osten sind durch den Krieg bereits zerstört worden. Und welche Alternativen die Verranten es gibt und was Europa noch bevorstellt, das machen wir im zweiten Teil der Sendung. Heute ist Dienstag der 7. April und ich bin Nähledomen. Und wir starten direkt wie immer mit unserem Markt-Update. Und dazu ist mir heute meine Kollegin Katarina Schneider aus dem Frankfurter Büro zugeschaltet. Hallo Katarina. Hallo Nähle. Ja, nach vier Tagen, Osterpause schauen wir uns heute mal wieder die Märkte an. Und heute Nacht um zwei Uhr deutscher Zeit läuft das ultimatum ab, dass der US-Präsident Donald Trump dem Iran gesetzt hat, um die für den Welthandel so wichtige Straße von Home muss zu öffnen. Und das hat er auch noch mit, man kann es nicht anders sagen, unsäglichen Posts auf Truth Social nochmal bekräftigt. Wir sind jetzt beim Wording Auslöschung und dass eine ganze Zivilisation heute Nacht sterben könnte, so schreibt er. Wie ist denn da die Stimmung der Anleger? Ja, der Kursverlauf des Deutschen Aktienindex gleicht heute einer Achterbahnfahrt nach einer ersten Teilfahrt, kurzer Handelsbeginn ging es am Mittag auf knapp 23.400 Punkteberg auf. Doch dann folgte schon die nächste Teilfahrt und kurz nachher öffnen und der US-Börsen notierte der DAX bei rund 0,8 Prozent im Minus. Und eine erneute Bergfahrt ist angesichts dieser Kommentar, die du eben schon angesprochen hast, nicht absehbar. Ähnlichse auch der Verlauf des Eurostax 50 aus und in den USA starteten der Dow Jones, der SMP 500, so wie der Nastik, ebenfalls im Minus bei etwa 0,5-0,7 Prozent. Ja ja und diese schwählende Unsicherheit, die trabte auch weiterhin die Energiepreise. Wie sieht es denn heute beim Ölpreis aus? Ja, du sagst es die Unsicherheit, lass die Preise weiter steigen. Der Preis für ein Bearle der Nordsee-Sorte Brand kletterte heute um mehr als 1 Prozent auf rund 129 Dollar nach 1,5 Prozent. Die aktuelle Öl und Gaskrise ist laut der internationalen Energieagentur EARsch, wer wegen da als die Krisen von 1973, 1979 und 2022 zusammen. Der EARchef Fatibuel sagt im Interview mit der französischen Zeitung Lefigeru. Die Welt hat noch nie eine Unterbrechung der Energieversorgung dieses Ausmaßes erlebt. Der März sei schwierig gewesen, aber der April werde noch viel schlimmer. Also keine guten Aussichten. Ja, absolut nicht. Okay, welche Einzelaktionen sind dir neben all dem heute aufgefallen? Ja, für aufs Den hatte heute früh bereits Samsung gesorgt. Der südkorianische Elektronikonzieher hat dank gestiegener Preise für Speicherchips erneut einen Gewinnsprung hingelegt und für das laufende zweite Quartal den dritten Rekordgewinn in Folgeveraus gesagt. Eierlingsstieg der Aktienkurs trotz dieser Meldung nur um knapp 2 Prozent an. Das könnte mit Wahlungen von aller Lüsten zu tun haben, aber dazu sprichst sie gleich nach unserem Kollegen Martin Kulling. So sieht es aus. Und dann gab es aber auch noch eine interessante Meldung aus der Musikindustrie, ne? Ja, der US-Invester Bill Eckman will den weltgrößten Musikkonzern Universal News Group für rund 55,75 Milliarden Euro übernehmen. Sein Investmentfirma PurchingsQuer hat nach eigenen Angaben am Dienstag ein entsprechendes unverbindliches Angebot unterbreitet. Die Aktien der Universal News Group legten daraufhin in der Spitze mehr als 24 Prozent zu. Zuletzt lag das Plus noch bei rund 9 Prozent. Und eine interessante Meldung zum Autozulieferer Kontinental haben heute zwei unserer Kollegen aufgeschrieben. Kontinental wirft der Wirtschaftskanzlei Nürf vor den Konzernen bei der Aufarbeitung des Diesels-Gandals falsch beraten zu haben und verlangt nun die Übernahme von angeblich daraus in staatnern Kosten in Höhe von rund 133 Millionen Euro. Der Aktienkurs von Kontinental lag am Nachmittag rund 1 Prozent im Minus. Katarina, ich danke dir sehr für den Markt abdate und schöne Grüße nach Frankfurt. Sehr gerne. Und dann hier für sie wie immer der wichtige Hinweis. Alles, was wir in diesem Podcast besprechen, ist keine Anlageimpfehlung, sondern dient rein ihrer Information. Für mögliche Verluste übernehmen wir keine Haftung und an möglichen Gewinnen werden wir auch nicht beteiligt. Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter. Bleiben Sie dran. Wer sich mit Politik, Märkten und Wirtschaft beschäftigt, hört genau hin. Genau hier wirkt Digital Audio. Podcasts erreichen entscheidern Innen im konzentrierten Informationsmodus. Aufmerksam, akzeptiert und ohne Skibatten. Dieser Sport ist übrigens KI generiert. Ein Beispiel dafür, wie Datengetriebenkommunikation heute funktioniert. Audiowerbung wirkt. Gerade dann, wenn Relevanz zählt. Digital Audio. Nähr geht nicht. Wir haben es gerade im Marktbericht gehört. Die Samsung-Aktie ist heute ordentlich gestiegen. Und das wundert wenig, weil die Jüngsten Zahlen ziemlich beeindruckend sind. Samsung schätzt seinen Betriebsgewinn für die ersten drei Monate des Jahres auf umgerechnet 32,8 Milliarden Euro. Und um das mal einzusortieren, das ist 9 mal so viel, wie vor einem Jahr und zweieinhalb mal so viel, wie beim bisherigen Quartalsrekord. Der war Ende 2025. Und Samsung macht eben nicht nur Handys und Fernseher, sondern auch Chips, die für KI-Systeme gebraucht werden. Doch die Ausblicke für die gesamte Chipindustrie sind nicht nur rosig, denn der Iran kriegt der Verknabt ein für die branche extrem wichtiges Gas und zwar Helium. Wie genau das alles zusammenhängt, darüber spreche ich jetzt mit unserem ostasien korrespondenten Martin Köling. Hallo, Martin. Ja, schön guten Tag. Hallo, Martin. Wie ist die Lage in Tokio? Ist Mount Fuji heute zu sehen? Heute ist er nicht zu sehen. Es regnet heute. Wir haben eine vorgezogen Regenzeit. Mhm. Deswegen sonst könnte ich ihn von meinem Balkon aussehen. Okay. Schön. Also, Martin, diese starke Zahlen für Samsung. Die haben auch die Analystenschätzung weit übertroffen. Was ist denn der Grund für dieses starke Wachstum? Der Grund für dieses starke Wachstumen sind vor allen Dingen die Speicher-Chips für KI-Anwendungen, die sogenannten ABM 4-Chips, die neueste Generation. Samsung hatte lange Schwierigkeiten, die zu produzieren. Aber inzwischen läuft es wahrscheinlich die Produktion und die Bestellungen der großen Hyperskeller wie Amazon und so weiter. Die laufen halt auch ein für die Chips. Vor allen Dingen GPUs von Nvidia. Und Samsung verdient da halt sehr viel an diesem Produkt, weil eben dieses Produkt sehr nachgefragt ist. Die beiden Marktführer, Samsung und der Lokal-Rewaile SKE-Hainx, die kommen mit der Produktion gar nicht hinterher. Und das treibt zusätzlich zu der höheren Produktion halt auch noch die Preise in die Höhe und zwei extrem. Und dadurch schnellen die Gewinne der Chips-Hähersteller derzeit auf ungeahnte Höhen. TSMC in Taiwan, da ist es ähnlich. Ja, genau. Und Samsung jetzt eben auch. Aber was ganz interessant ist, welche Sparte von Samsung, welchen Anteil ausmacht? Das zeigen die aktuellen Zahlen ja noch nicht richtig. Oder also was gibt denn dann Aufschüsst darauf, dass eben das meiste Wachstum durch die von dir angesprochenen Chips hergestellt wurde? Also Samsung hat es sich zur Angewohnheit gemacht. Ja, früh nach dem Quartalschluss schon eine erste Bilanzschätzung abzugeben. In dieser Bilanzschätzung wird aber nur der Umsatz und der Betriebsgewinn angegeben. Und zwar in einer gewissen Spannbreite. Netto gewinnen, also da reingewinnen. Und eben die Spartenergebnisse, die kommen dann später Ende des Monats. Das ist die übliche Samsung-Tradition. Aber natürlich haben die Annalisten ihre eigenen Erfahrungswerte und vor allen Dingen die auch die Werte aus der Vergangenheit, wie groß die anderen Sparten sind. Und da sind halt keine so großen Sprünge zu erwarten, wie eben im Chipbereich, wo eben die Preissteigerung derzeit so enorm sind, dass eben Samsung auch die schon sehr optimistischen Erwartungen der Annalisten hat übertreffen können. Und du sagst, es ist ja auch die haben ja auch anscheinenden Weg gefunden, da jetzt wirklich große in die Produktion einzusteigen und die hochzufahren. Und der Ausblick auch rein, was die Nachfrage angeht. Von Samsung, Chipsther sieht ja ganz gut aus, oder? Ja, der sagt sie dir noch sehr gut aus, die sogenannten Hyperscaler-Born-Halt riesige Datenzentren und brauchen halt viele GPUs oder was für Chipstherr auch immer, um ihre KI-Programme denken zu lassen. Und wie gesagt, die Produktion kann die Nachfrage derzeit nicht decken. Nach diesen sehr starken Ergebnissen haben deshalb auch die ersten Annalisten ihre Gewinnprognosen für das Gesamt ja deutlich erhöht. Teilweise um 50 Prozent das bedeutet, dass der Gewinn von Samsung in diesem Jahr auf über 300 Billionen wollen steigen könnte. Und das wäre echt ein riesengewinn vor allen Dingen, wenn man bedenkt das Samsung vor wenigen Jahren noch mit Chip's kaum Geld verdient hat. Die Chipsparte waren eine kleinen Krise. und hat jetzt wieder ihren Status als Königssparte zurückerrobert. Die Frage ist natürlich, wie lange. Es gibt nämlich ein großes A-Ber, weil der Iran kriegt. Der stellt auch hier einen großen Unsicherheitsfaktor da. Und das hat mit Helium zu tun. Warum genau Martin, wie hängt das zusammen? Helium ist ein wichtiges Gas. Es wird in der Chipindustrie für verschiedene Bereiche verwendet, besonders in der Litografie zum Kühlen, zum Beispiel der Litografiegeräte zu retten. Und das Problem bei Helium ist erstens. Es ist nicht ersetzbar. Es gibt keine Satzstoffe. Helium in diesen Anwendungen zweitens. Helium wird nicht produziert, sondern Helium ist ein Nebenprodukt, zum Beispiel der Gasförderung. Und das dritte Problem in Südkorea-Sfall und in Zamsungsfall ist, dass eben ein Großteil ungefähr 65 Prozent des Heliums aus Katar bezogen wird. Ja. Und da ist nun wiederum das vierte Problem, dass die Straße von Home muss nicht offen ist, für Schiffel. Das heißt, die Heliumtanker stecken fest. Und das fünfte Problem ist dann, dass der war eines der wichtigsten Gasförder Katar, das für die Heliumproduktion eben auch verantwortlich ist, beschädigt oder teilweise zerstört hat. Das kann also da Monate oder wahrscheinlich Jahre dauern, bis dieses Gasfeld wieder ins Laufen geredet. Und das wiederum kann eben dazu führen, dass Samsung Ende des Jahres vielleicht nicht mehr Gunuch Helium hat, um eben die Chipproduktion im derzeitigen Umfang aufrecht zu erhalten. Die Regierung warnt ja schon. Ja. Was macht die genau? Die Regierung in Südkorea warnt schon vor einer Energiekrise, aber eben auch Heliumkrise. Seit Beginn an hat die Regierung schon Krisenprotokolle in Gang gesetzt. Jetzt inzwischen ist sie fast auf einem kriegsehnlichen Bewirtschaftsungsmodus für Ressourcen und dazu gehören dann eben neben anderen Chemikalien, Öl und Gas auch Helium. Da werden die Ressourcen genau überwacht, genau geguckt, wie viel man hat und wie man eben die Vorräte vielleicht doch noch irgendwie erhöhen kann, damit die Produktion dieses wichtigen Exportguts eben am Laufen gehalten wird. Ja, aber es ist dann keinesfalls gesagt, dass es reichen wird, bis Ende des Jahres, um die Produktion so aufrecht zu halten. Stimmt. Also es wird gesagt, dass die Südkoreanischen Herstgläffel sechs Monate vorrat haben, aber das ist auch nicht ganz klar, denn Helium ist eben auch schwer zu lagen, das muss im Prinzip bei sehr tiefen Temperaturen gelagert werden, weil es ansonsten von einer Flüssigkeit den Gas sich umwandelt und dann in den Weltraum verschwindet. Helium ist im Prinzip eines der meisten vorkommenden Elemente im Universum, aber eben auf Erden ist es halt doch sehr begrenzt. Könnten wir doch nur die Sonne anzapfen? Da gibt es glaube ich sehr viel davon. Martin, ich danke dir auf jeden Fall sehr für dein Überblick und schöne Grüße nach Tokyo. Ja, auf Wiederhören, aus Tokyo. Die internationale Energieagentur hat heute bestätigt, dass die aktuelle Ölkrise schon schwerwiegender ist als die Ölkorean-Kirche. Die Ölkrise ist schwerwiegender als die von 1973, 1979 und 2022 zusammengenommen. Aber neben dem Öl hat ganz speziell Europa noch ein großes Problem und zwar bei der Gasversorgung. Die zerstörten Gasanlagen in Katar, die Martin gerade auch schon angesprochen hat, die sind nämlich nicht nur für die Heliumlieferkette Katastrophal. Die katharischen Anlagen produzieren normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten LNG-Angebots. Und die Mehrlieferungen aus dem Nahen Osten wegbrechen, um so drängender wird die Suche nach Alternativen, ganz besonders für Europa. Über die Lage spreche ich jetzt mit meiner Kollegin Katjana Grab, die ist Energierreporterin beim Handelsblatt und jetzt mir zugeschaltet. Hallo Katjana. Hallo, Nele. Ja, Katjana, vielleicht klären wir erst mal so ein bisschen die Basics, wie sehr ist denn Europa angewiesen auf Flüssigertgas, also auf LNG? Ja, also grundsätzlich bezieht Europa ungefähr die Hälfte seines Gases über Flüssigertgas, also über Schiff, wo das Gas dann eben verflüssig transportiert wird. Und die andere Hälfte über Pipeline, also also ganz klassisch. Und jetzt ist natürlich die Frage, wie sehr ist Europa auch angewiesen auf Flüssigertgas aus der Region, die durch ein Irankrieg gerade betroffen ist? Oh ja, ganz genau. Das wären jedenfalls in Besuch auf Katasus 7 bis 14 Prozent, also gar nicht mal so viel. Vor allen Dingen nicht über langfristige Lieferverträge, also das lässt sich schon ersetzen. Aber was natürlich trotzdem hier ankommt, sind die hohen Preise, die eben dadurch zustande kommen, dass der ganze Weltmarkt unter Druck steht. Absolut. Auf die Preise kommen wir gleich noch. Vielleicht klären wir erst mal, wie die Lage im Nahen Osten gerade so ist. Also was ist dort alles schon durch den Krieg zerstört worden? Was bricht dadurch weg und was verzögert sich eben auch durch die geschlossene Straße von Hormus? Ja, also dadurch, dass der Iran ja auch viele Nachballende beschießt, sind jetzt schon mehrere Dutzend-Energien-Dagen dort beschädigt worden. Besonders viel Aufmerksamkeit hat da ein Vorfall, erregt vergangenen Woche als der Industrie komplex Rasmaphan in Katar beschossen wurde. Da wurden zwei von 14 Produktionsstrengen komplett zerstört. So das 17% der Exportkapazität von dieser wirklich gigantisch großen Anlage, jetzt erst mal ausfallen. Trotzdem muss man sagen, das ist nicht das, was gerade die großen Probleme am Weltmarkt verursacht. Also sind es veranlagen kaputt, aber viel schlimmer ist, dass eben diese Straße von Hormus geschlossen ist. Also diese Mehrengel durch die, die Schiffe durchmüssen, Umöle und Gas aus dem Nahen Osten, aus der Golfregion in die ganze Welt zu bringen. Und die große Verknabung, die kommt daher, dass diese Straße weitgehend geschlossen ist, ist da kaum ein Schiff durchkommt. Das heißt, also die Produktionskapazitäten könnten zu großen Teilen weiter liefern, wenn den Schiffe in den Weltmarkt kommen. Und das ist auch am Ende das, was gerade die Preise auch so in die Höhe treibt. Es gibt, glaube ich, von Experten auch so ein paar Schätzungen, was das bedeutet, je nachdem, wie lange die Straße noch zu ist, kannst du das vielleicht noch mal kurz für uns sortieren mit, was wir da rechnen müssen. Ja, also es gibt verschiedene Scenarien und es gibt verschiedene Dinge, die passieren müssten, damit sozusagen der ganze Energie-Weltmarkt wieder zurück zu Normalität finden würde. Erst mal klar müssten die Anlagen, die jetzt zerstört sind, repariert werden. Das dauert sehr lange. Also bei dieser Anlage, von der ich eben Sprachras-Lafan, könnte das 3-5 Jahre dauern, bis tatsächlich alles repariert ist. Aber das macht ja nicht den großen Teil des LNGs in Europa aus. Genau, das ist erstens nicht der Großteil des LNGs in Europa, und zwar uns es auch nicht der große Teil, dessen, was produziert werden könnte. Aha. Die zweite Frage ist, wenn jetzt der Krieg morgen vorbei wäre, wo nachseh da da überhaupt nicht aussieht und wenn die Straße von Homus wieder geöffnet werden würde, dann sagen, Experten würde es trotzdem noch ein paar Wochen dauern, bis alle Anlagen wieder hochgefahren wären. Und bis auch alle Schiffe wieder da wären, wo sie sein sollten. Also es dauerte auch mehrere Wochen, bis die Schiffe eben wieder dort hingefahren sind, neues Gas und Öl abgeholt haben, wieder vielleicht nach Europa kommen oder dort hin, wo sie hinkommen müssen. Das heißt, also es wäre jetzt nicht von heute auf morgen ein Back to normal, sondern es würde auf jeden Fall einen Monat oder zwei dauern und würde sich erst langsam wieder normalisieren. Und auch dann wahrscheinlich nicht ganz zum vorherigen Niveau zurückkehren. Ja, absolut. Ihr habt in Europa eine Nüse auch nochmal Berechnungen von den Analysen von ISIS aufgeschrieben, also die rechnen mit Gaspreisen, LNGpreisen von 85 Euro pro Mega-Wattstunde bei einer drei monatigen Schließungen der Straße von Homus. Sind wir auch nicht mehr so weit von entfernt, wenn wir mal gucken, ab dem 28. März ging es ja eigentlich los. Bei einer sechs monatigen Schließung werden wir schon bei 120 Euro pro Mega-Wattstunde und 12 Monate dann 150 Euro pro Mega-Wattstunde. Genau, wahrscheinlich Preise. Ja, ja. Ja, ja. Ist denn aktuell sind wir bei 52 Euro pro Mega-Wattstunde, also selbst von den 85 Euro bei einer drei monatigen Schließung. Oh ja. Relativ weit entfernt. Wir waren auch schon mal über 60, das ist aber momentan auch sehr volatile. Also je nachdem, was Donald Trump so äußert, kann das auch mal um 10, 15 Euro an einem Tag nach oben oder nach unten gehen. Von daher ist dann noch sehr viel Luft nach oben, leider. Ja. Und man kann sich aber vorstellen, was so ein Preis von 150 Euro pro Mega-Wattstunde eben für die Industrie z.B. bedeuten würde. Okay, gehen wir mal auf einen anderen Aspekt ein. In dieser ganzen Lage reibt sich jetzt Russland gerade die Hände, weil z.B. die USA haben ja bereits Sanktionen gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs schon zum Teil zurückgenommen. Ein Stück weit wahrscheinlich schon, also Washington verlangt ja vorübergehend für 30 Tage den Verkauf von Öl aus Russland, was ich auf See befindet. Verlagert da eben Sanktionen sollten auch weitere Maßnahmen der EU gegen russisches Öl ergriffen werden. Das liegt jetzt aber wieder auf Eis. Von daher ist natürlich schon absehbar, dass Russland da erstmal profitiert. Wie lange das dann alles anhält, ist natürlich die andere Frage. Also die mer sich alles ordnet am Weltmarkt, desto mehr können auch alle anderen Länder wieder absehen. Wie schwierig die Situation ist und wo man Öl vielleicht und Gas auch her bekommt, um die Mengen zu ersetzen, die jetzt fehlen. Okay. Und wie sieht es aus mit Russischem LNG? Wird das auch wieder attraktiver für manche Player? Da ist eigentlich ganz klar formuliert, die EU möchte aus Russischem LNG aussteigen. Es gibt da auch ganz gute Alternativen. Gerade am kurzfristigen Markt für Gas kann man eigentlich immer irgendwo anders einkaufen. Also ich denke, dieser Pfad wird auch weiter beschritten werden. Es gibt da auch. noch einen langfristigen Liefervertrag, den ein deutscher Empotur mit Russland hat. Aber auch da wird es daran gearbeitet, da eben rauszukommen. Bleiben Sie dran. Okay, Tokio braucht das Paket bisch übermocken. Also Zollabwicklung, Papierkarm-Tracking, aber keine Panik. Mildfadex geht der internationale Versand von Paketen und fragt ganz einfach rund schnell. Wir handeln die Logistik, damit du dich auf das Wichtigste konzentrieren kannst, das Wachstum deiner Firma. Vieles Fadex-Effekt, mehr auf Fadex.com. Dein Lass uns noch mal auf ein paar andere alternative Quellen schauen, die es vielleicht für Europa noch gibt. Zum Beispiel Afrika könnte da so hab ich's gelesen, hier unter Apil verschaffen. Was ist denn das für ein Markt? Ja, Afrika ist an und für sich von den Reserven hervenden weltweit einen Gasvorkommen in relevanter Markt. Afrika hat 7% der weltweit einen Gasvorkommen. Und es kommt momentan auch schon relativ viel flüssig Erdgas aus Afrika. Also mehr zum Beispiel als aus den anderen Osten auch Europa. Aber man kann das nicht so einfach kurzfristig ausbauen. Also wir können jetzt nicht sagen, wer der beziehen jetzt morgen mehr aus Afrika, wenn weniger aus der Golfregion kommt. Sondern das dauert ja auch immer Produktion und Exportkapazitäten für Erdgas aufzubauen. Die USA tun das schon seit Jahren in großen Umfang. Da kommen jetzt immer mehr neue Exportanlagen dazu. Und dann können die ihre Mengen eben auch erhöhen. Aber das kann kein Danz mal so eben machen, um auf eine kurzfristige Lage zu reagieren. Verstehe, wenn die Preise hoch sind, wegen der Engpässe in der Straße von Home-Mustern, sind auch die Preise für das Gas, das dann von einem neuen Lieferantenkäme eben auch hoch. Und sag mal, wie sieht es denn aus mit LNG aus den USA? Das galt ja auch gerade nach dem Angriff Russland auf die Ukraine im Jahr 2022 erst mal als die gute Alternative. Stichwort, aber Souveränität ist das jetzt auch nicht unbedingt der Handelspartner, so wie sich auch die Zoll- und Handelspolitik der USA in den letzten zwölf Monaten gezeigt hat, auf den man sich so sehr verlassen möchte. Also was steckt da vielleicht noch für Potenzial drin? Und glaubst du, dass Europa diese Quelle mehr ansatzend wird als dies vielleicht jetzt gerade tut? Ja, also die USA, wie gesagt, können und werden in den nächsten Monaten und Jahren noch deutlich mehr Gas auf den Weltmarkt bringen. Von daher ist natürlich der Andreiz-Cross dort auch Gas zu kaufen. Und die USA sind inzwischen ein sehr wichtiger Flüssigert-Gas-Lieferant von Europa. Also kommen da mehr erst die Hälfte der Gasmengen, also der Flüssigert-Gas-Mengen her. Auch weil wir uns fast komplett von Russland abhängig gemacht haben. Das ist natürlich erst mal nicht so gut, weil man möchte keine neue Abhängigkeit erst recht nicht von einem Land, dass sich so eratisch politisch verhält, wie die USA das gerade tun. Man kann aber die Abhängigkeit von den USA auch nicht ganz vergleichen mit der Abhängigkeit, die wir von Russland hatten. Denn bei Russland ging es um Pipeline-Gas, es ging um jahrzehnte lange Lieferverträge und ganz feste Mengen, die da immer von Russland nach Europa gefloßen sind. Und bei dem Gas, was aus den USA kommt, geht es um relativ kurzfristig Beschaffte Mengen. Also man guckt im Grunde, wo es gerade günstig, okay, da kauf ich was ein. Wenn es morgen gar nicht mehr günstig oder verfügbar ist, kauf ich es halt woanders. Also das sind viel kürusfristigere Märkte. Es geht nicht um lange Verträge und lange Bindungen. Und von daher kommt man da schon leicht daraus, so lange es Alternativen gibt. Trotzdem wird das immer wieder attressiert, dass man eben nicht zu sehr auf die USA bauen sollte und schauen sollte, dass man auch woanders Gas herkriegt oder eben die gesamte Abhängigkeit Europas vom Gas ein Stück weit reduziert. Und wie geht das? Na ja, indem man zum Beispiel nicht mehr so viel mit Gas heizt, indem man da, also der ganze Haushaltssektor, auf Alternativen setzt, auf Wärme, Pumpen oder andere Alternativen auf den Wasserstoff hochlaufen, den wir so ähnlich endlos warten. Richtig ja, auf den Wasserstoff, das wäre natürlich der Traum, der sich momentan nicht so sehr materialisiert, aber es gibt auf jeden Fall auch in der Industrie einige Akteure, die auch aktuell wieder mehr auf Strom setzen. Es kann nicht jeder so einfach, aber einige können schon und da wird der verbraucht sich auch noch reduzieren in den nächsten Jahren. Aber das sprichst du ja einen wichtigen Punkt an, mit der Tatsache, dass man sich weniger abhängig machen sollte, von eben solchen Energieimporten wie zum Beispiel LNG. Jetzt haben wir aber die Situation, dass die Bundesregierung genauer gesagt, das Bundeswirtschaftsministerium unter Katharina Reiche, eine neue Kraftwerkstrategie vorgelegt hat. Sie wollen insgesamt Kraftwerke, Gaskraftwerke in einer Kapazität von zwölf Gigawatt bauen. Das ist in der ganze Menge. Zehn davon dann mit der Perspektive, dass es irgendwann auf Wasserstoff umgemünzt werden kann. Aber der Plan ist eben damit die Energieversorgung, in besonders knappen Phasen, dunkelflauten, etc. zu sichern und auch so der Industrie, bezahlbare Energie zur Verfügung zu stellen. Wenn wir aber jetzt die Lage haben, dass sich der Gasmarkt aktuell vielleicht auch langfristig mehr und mehr unattraktiv zeigt, weil er einfach teurer wird, endet das irgendwas an der Lage oder ist das so langfristige Pläne, dass du sagst, das kommt so oder so? Ich würde hoffen, dass es so noch liegen, immer noch keine Details vor. Von daher hofft die Branche, dass es überhaupt mal kommt. Aber ich glaube nicht, dass die Lage am Gasmarkt da jetzt groß was dran verändert. Denn wenn wir nicht mehr genug Gas haben, um unsere Kraftwerke zu betreiben, haben wir insgesamt echt ein Problem in Deutschland. Vorher gibt es noch ganz viele andere Akteure, die auch Gas benötigen. Eine Sache, die ich mal gehört habe von einem Experten, ist, dass wenn man sehr, sehr viel Gas auf einmal benötigt im Winter vor allen Dingen und auch für Gaskraftwerken großem Stil, das ist dann problematisch sein kann, dass die Gasspeicher in Deutschland gar nicht so schnell Gas ausspeichern können, wie man eben das Gas braucht. Das ist dann theoretisch genug vorhanden, aber es kommt nicht so schnell auf den Gasspeichern raus. Vor allen Dingen, wenn die Gasspeicher eher leer sind, weil da nicht so viel Druck da ist, um schnell viel Gas auszuspeichern. Also solche Probleme kommen dann vielleicht eher zum Tragen. Wie bleiben gespannt, welche Probleme da alle noch so zum Tragen kommen? Kathana, ich danke dir auf jeden Fall sehr für den Überblick über die akuten Probleme jetzt gerade in dieser Lage. Vielen Dank. Sehr gerne. Weil wir hier immer ganz gerne ein paar Artikel in den Schonortz verlinken, hier noch ein Hinweis an all diejenigen von ihnen, die vielleicht noch kein Handelsblatt abo haben. Sie können jetzt vier Wochen lang Zugriff auf alle Inhalte im Web und in der App des Handelsblatts haben und zwar für nur einen Euro. Und dieses Angebot, das finden Sie auf Handelsblatt.com/mehrfinanzen. Das war's mit Handelsblatt Today für heute. Redaktionsschlusser wie immer um 16 Uhr und wenn Sie noch Fragen oder Feedback für uns haben, dann schreiben Sie uns doch gerne eine E-Mail an [email protected]. Sie erreichen uns Haus, auch immer über Link in oder Instagram oder sie commentieren auf der Podcastplattform Ihrer Wahl, wie ihnen diese Folge so gefallen hat. Ich bedanke mich sehr bei Max Rex für die Produktion der Sendung und natürlich bei Ihnen fürs Zuhören. Machen Sie es gut und bis bald. [Musik] KI ist kein Privileg von Big Tech. Doch wie setze ich KI mit begrenzten Budget, Schlagunstrukturen und hoher Ergebnisorientierung als KMU an besten ein. Praxisnahe Einblicke, UseCases und Strategien erhalten Sie auf der Wirtschaftswache Konferenz KI im Mittelstand. Von Datenbasis bis EUAI Act KI verstehen, Anwenden und Skalieren. Nutzen Sie unter www.kimittelstand.de den Code Podcast26 und sparen Sie 10% auf den Ticketpreis.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Samsung erwartet im ersten Quartal einen Rekordgewinn, hauptsächlich getrieben durch die starke Nachfrage nach KI-Speicherchips.
  2. Der Iran-Krieg gefährdet die Heliumversorgung, einen kritischen Rohstoff für die Chipproduktion, was Samsungs Produktion noch in diesem Jahr beeinträchtigen könnte.
  3. Die Schließung der Straße von Hormus und Zerstörungen an Gasinfrastruktur im Nahen Osten führen zu einer schweren globalen Energiekrise, die die LNG-Versorgung Europas bedroht und die Preise in die Höhe treibt.
  4. Die aktuelle Öl- und Gaskrise wird von der Internationalen Energieagentur als schwerwiegender eingestuft als die Krisen von 1973, 1979 und 2022 zusammen.
  5. Die Finanzmärkte reagieren volatil auf die geopolitischen Spannungen und die Energiekrise, was sich in schwankenden Aktienindizes und steigenden Energiepreisen widerspiegelt.

Summary:

Der Podcast "Handelsblatt Today" behandelt zwei Hauptthemen: die hervorragenden Geschäftszahlen von Samsung und die eskalierende Energiekrise. Samsung verzeichnet aufgrund der hohen Nachfrage nach KI-Chips einen Rekordgewinn. Gleichzeitig bedroht der Iran-Krieg die Lieferkette für Helium, ein für die Chipherstellung unverzichtbares Gas, was noch 2024 zu Produktionsengpässen führen könnte.

Parallel verschärft sich die globale Energiekrise. Die Schließung der Straße von Hormus und Angriffe auf Gasinfrastruktur im Nahen Osten, insbesondere in Katar, unterbrechen einen erheblichen Teil der weltweiten LNG-Lieferungen. Europa, das etwa die Hälfte seines Gases als LNG importiert, sucht unter hohem Preisdruck nach Alternativen.

Die Internationale Energieagentur bewertet diese Krise als historisch schwerwiegend. Die Finanzmärkte reagieren mit großer Volatilität auf diese unsichere Lage, was sich in turbulenten Aktienkursen und weiter steigenden Öl- und Gaspreisen zeigt.

FAQs

Samsung erwartet einen Rekordgewinn vor allem durch den starken Absatz von KI-Chips, insbesondere der neuesten Generation (HBM4-Chips), die von Hyperscalern wie Amazon stark nachgefragt werden.

Der Iran-Krieg gefährdet die Versorgung mit Helium, einem für die Chipproduktion unersetzbaren Gas, da wichtige Lieferungen aus Katar aufgrund geschlossener Schifffahrtsrouten und zerstörter Anlagen ausfallen könnten.

Die Schließung der Straße von Hormus blockiert den Transport von Öl und Gas aus dem Nahen Osten, was zu Lieferengpässen und steigenden Preisen auf dem Weltmarkt führt, insbesondere für Europa.

Experten prognostizieren bei einer dreimonatigen Schließung der Straße von Hormus LNG-Preise von bis zu 85 Euro pro Megawattstunde, mit weiterem Anstieg bei längerer Dauer, was die Industrie stark belasten könnte.

Europa bezieht etwa die Hälfte seines Gases über Flüssigerdgas (LNG) und die andere Hälfte über Pipelines. Obwohl direkte Abhängigkeiten vom Nahen Osten begrenzt sind, führen globale Marktstörungen zu hohen Preisen.

Helium wird in der Chipindustrie für Prozesse wie die Kühlung von Lithografiegeräten benötigt. Es ist knapp, da es ein Nebenprodukt der Gasförderung ist und Lieferungen aus Katar durch den Krieg unterbrochen wurden.

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