Go back

S2 Eps 4 : Types of Woman & Their Energy

22m 5s

S2 Eps 4 : Types of Woman & Their Energy

Die Transkription beleuchtet den Wandel der Beziehung zwischen Mensch und Berg. Einerseits suchen Menschen in den Bergen ein Gefühl von Erhabenheit und Weite, andererseits wird das Bergerlebnis zunehmend von Selbstoptimierung und Selbstdarstellung in sozialen Medien überlagert. Viele besteigen Gipfel nur für ein Selfie, ohne die Natur wirklich zu erleben, was zu Unfällen führt: 2024 verunglückten 14.000 Menschen in den österreichischen Alpen, 309 starben. Gründe sind Selbstüberschätzung, mangelnde Vorbereitung und die Wahrnehmung der Berge als Freizeitpark. Die Bergrettung, die auf Freiwillige angewiesen ist, wird durch diesen Individualismus stark belastet. Gleichzeitig zeigt der Mount Everest, wie Kapitalismus und Statusdenken die Berge prägen: Reiche zahlen hohe Summen für den Gipfel, doch der Tod bleibt eine unüberwindbare Grenze. Die Autoren plädieren für ein Umdenken hin zu mehr Gemeinschaftssinn und Respekt vor der Natur, auch wenn dies in einer von Individualismus und Optimierungsdruck geprägten Gesellschaft schwierig ist.

Transcription

3204 Words, 20709 Characters

German
O-A-F Sound Wir weiter hochkommen, die man den Blick reisen lässt, um mehr weiterlässig, auch einfach ein Gefühl von Erhaben und Wechsel aus der Natur heraus und an Sonnenuntergang am Berg gerade irgendwo hinter dem Gipfel sieht extrem malerisch aus. Diese Erfahrung hat Narzissa Helfrich vom Institut für Philosophie, der Universität Wien schon oft gemacht. Auf der anderen Seite ist natürlich aber auch eine körperliche Anstrengung, damit verbunden und gerade in einer Zeit der Selbstoptimierung ist das einen Punkt, wo man sagen kann, auf dem Berg zu steigen. Jeden Gipfel zu meinem mehrere Gipfel hintereinander zu machen ist etwas, wo man sich der Natur oder dem Berg überlegen fühlen kann, man hat den Gipfel bezwungen. Genau diesen Moment gibt es natürlich auch bei vielen Leuten, die in Berg gehen, wo Klettern hochdur machen, wirklich nur noch ein reiner Sportgedanke ist, wo es darum gibt, ein bestimmtes Ziel zu erreichen und dabei wird dann natürlich der Berg nur noch in sofern interessant in wie weiter ein bisschen zwischen Schwierigkeitsgrad bietet, in wie weiter bestimmte Höhenmeter ermöglicht, in die weitere Distanz ermöglicht. Aber dadurch bricht man dann dieses Natur erleben, das vielleicht den Menschen zuerst in die Berge gezogen hat, nämlich dem Moment von Weite und ein bisschen vielleicht auch ein Gefühl von dem und dabei zu empfinden, dass die Natur und dass die Welt größer ist, als man selbst und wie mächtig alles aussieht, was um ein Drumherum ist. Die Erkenntnis, dass es Dinge gibt, die größer und wichtiger Sinn, als man selbst und die eigenen Anliegen, wäre für manche Zeit genossen wohl eine narztistische Kränkung. Dieser Meinung ist die Landesvorsitzende der Naturfreunde Salzburg Sophia Burcher, die in den vergangenen Jahren einen Mentalitätswandlauf den Bergen konstatiert. Ich selber bin das Wichtigste und ich selber muss mich maximieren und optimieren. Das ist einfach die Haltung und wie die Gesellschaft in den letzten Jahren geworden ist. Ich glaube, dass dieser überzogene Individualismus etwas ist, was den Menschen sehr einsam macht. Diese Einsamkeit kommt spätestens dann, wenn man keine echte Freunde, keine echte Verbindung und keine echte Familie mehr um sich hat. Der Mensch braucht eine Gemeinschaft, in welcher Form auch immer und die Gemeinschaft ist keine virtuelle. Die virtuellen Gemeinschaften erklärt Sophia Burcher, hätten enorme Auswirkungen wie Berge von Menschen wahrgenommen und wie sie genutzt werden. Denn immer öfter werden sie nur wegen eines Fotos bestiegen, dass dann in den sozialen Netzwerken gepostet wird. Die Selbstdarstellung am Berge sicher etwas, was die letzten 10 bis 15 Jahre gebracht haben. Das Raufgehen nicht um das Erlebnis, das Raufgehen, sondern nur um das Gipfelbild oder das Selfie oder oder. Das ist eine Tendenz, die wieder mit der gesamtgesellschaftlichen Situation etwas zu tun hat, wo man zeigen muss, einer möglichst großen Menschenmänge, wo ich war und was ich nicht alles erlebt habe und wie gut ich bin. Also es geht nicht ums eigener Leben, es geht um die Außentastellung. Die Problematik dahinter ist sicherlich, dass da viele Menschen auch unterwegs sind, die unvorbereitet gehen, die nicht wissen, was die richtige Ausrüstung ist. Von Wetterkunde möchte ich dann schon gar nicht reden. Die sich einfach gar nicht darüber Gedanken machen, dass die Unfälle nur deshalb passiert. Weil sie kennen Bezug mehr zur Natur haben oder weil sie schlichtweg unerfahren sind, von vielen wird das Hochgebirge als eine Art großer Freizeitpark gesehen, in dem Gefahren ausgeblendet oder falsch eingeschätzt werden und das mit verteilen Folgen. So verunglückten im Jahr 2024 14.000 Menschen in den österreichischen Alpen, 309 Personen starten. Zum Vergleich bei Verkehrsunfällen kamen 2024 349 Menschen ums Leben. Allerdings ist die Anzahl der Autofahrer um ein vielfaches Höher als Menschen, die auf Berge gehen. Die Zahlen kennt auch Eva Bruckardt, der in der Tourismushochschule Salzburg den Studiengang, Innovation und Management im Tourismus leitet. Der Mensch ist natürlich durchaus auch komplitiv, besser zu sein als andere, Ideenreicher zu sein, aber jetzt eben auch in der körperlichen Leistungsfähigkeit. Das liegt den Menschen ja zugrunde in der Werbsituation. Und war das vielleicht früher sehr stark auf die Sportvereine ausgerichtet oder eben im beruflichen Kontext. So beweis, man sich jetzt viele selbst, weil einfach die Messbarkeit gegeben ist. Wir leben aber einerzeit, meines Erachtens, wo das Thema der Selbstfürsorge auch in den Bereich der Selbstoptimierung sehr stark hineingeht. Und bei der Selbstoptimierung treibe ich mich zu Grenzen und zu neuen Leistungsvermögen. Und durch die Digitalisierung wird das einfacher, indem ich mich selbst kontrollieren kann. 60% der Alpinunfälle passieren im Winter, hier v.a. beim Schiefahren und Turen gehen. Im Sommer sind die meisten Toten und verletzten beim Wandern zu beklagen. Erst mit großem Abstand folgen Sportarten wie Mountainbikes, Glättern oder Barragleiten. Laut Experten gibt es mehrere Gründe für die steigende Zahlen Alpinunfällen. Die Bandbreite reicht von Selbstüberschätzung und Leichtsinn über mangelnde Vorbereitung, schlechte Ausrüstung bis hin zu unvorher Sebastian Natur ereignissen wie zum Beispiel Steinschlägen oder Moren. Auch wenn man sich in Lavinen kunde, gut auskennt, ein gewisses Restrisiko bleibt immer bestehen. So zählte der letzte Winter mit 33 Lavinen Toten, darum da auch erfahrene Bergführer zu den tödlichsten der letzten Jahre. Denn im Schnitt sind pro Januar etwa 16 bis 20 Lavinen Toten zu beklagen. Der Alltag ist hochabgesichert, wir leben in einer Mentalität mit wenig Risiken und die Bergwelt bietet hier natürlich doch noch eine Umgebung, wo Risiken teilweise in den sportlichen Aktivitäten gegeben sind. Und damit natürlich die Suche des Grenzen überwinden. Man sieht es ja durchaus auch mit den ganzen Kletter steigen und selbst mit dem Klettern, dass dies mittlerweile Familien umsetzen, die bisher eigentlich wenig mit der Thematik in Berührung waren. Und damit auch tatsächlich die eigenen Grenzen, die eigenen Leistungsfähigkeiten ausgetestet werden. Und man sieht ja auch, dass die Zahl der Rade klettert, sehr stark zunehmen. Im Winter-Sport ist es des Tourschiefahren extrem stark zunehmen, das abseits der Pisten unterwegs zu sein. Die Lust am Risiko ist das eine. Das andere ist, wer gewollen auch Menschen besteigen die weit von ihnen wegwohnen. Nach oft vielen Stunden lang anreisen, ist es Zeitfenster für die geplante Tour meist begrenzt. Herstand schlecht wetter wird die Tour trotz Warnungen von Hüttenwirten und Wegewarten trotzdem unternommen. Ein Beispiel, wo Wanderer bei schlechten Wetter einen aufgelassenen Weg benutzen, nennt Christian Schmuck. Er war Jahrzehntelang Hüttenwirt auf der Kürsingerhütte, auf dem fast 3700 Meter hohen Großwinädiger in Salzburg. Sehen Leute, Damen und Herren, sind dahin eingewandert. Der Gletsche ist gefunden, das Ganze auch noch geben und das Tod eis. Wo die Steine mehr oder weniger gehalten wurden. Das ist auch abgeschmolzen und schön statt, weil der ganze Hau ganz leicht im Bewegung. Wenn man da reingangeln ist, dann hat es sich zum Rühren angefangen. Also sieben Leute sind darüber gekommen, dahin in die Richtung und drei sind mit den Führers irgendwie hänger geblieben. Und haben natürlich ungrisst und wie eine gescheit ist, ist immer mehr und mehr geworden. Alle drei sind erdrückt worden. Drei Familienfäter dort. Viele Unglücke passieren, weil sich Menschen in den Bergen ganz einfach zu sich erfüllen. Das meint auch Bertram Gloss, der als Bergsteiger und Unternehmensberater für nachhaltige Wirtschaftsmodelle, das Alpine-Terror gut kennt. Gemeinsam mit dem Leiter der bayerischen Alpenvereinssektion Oberland Matthias Ballweg hatte das verkurtsn erschienene Buch die letzte Hütte der Alpen geschrieben. Stichwort Volkas-Kommentarität. Ich glaube, dass da viel Sache mit den Einspielen. Das eine ist natürlich leben wir in den Alpen in dem Glück, dass wir eine funktionierende Bergrettung haben und ein Netz an Versorgung des Anderswo einfach nicht vorhanden ist. Und das ist ja erstmal positiv, dass es es gibt. Wir waren im Zulunzerrecherche auch im Nationalpark in Slovenien, wo die Leute hinfahren um Urlaub zu machen, was ja super ist. Dann fahren die dahin und denken sich, ich bin im Urlaub jetzt gelten, wir andere regeln. Jetzt bin ich ja da, um jetzt in der einen Woche das Meiste rauszuholen und die denken eigentlich nicht wirklich so darüber nach wie ein Alpenist vor 30, 50 oder 100 Jahren. Der sich gesagt hat, mir ich das auf den Trieglerfrau will, da muss ich mich schon ordentlich vorbereiten, sondern die denken sich dann ja, da gehe ich jetzt mal drauf. Da waren ja auch schon alle anderen, das wird schon nicht zu schwierig sein. Und das geht halt oft gut, aber wenn es halt nicht gut geht, dann ist es schwierig. Und das hat sich sehr hilfrig vom Institut für Philosophierende Universität Wien. erreichen, wird einfach ausgeblendet und nicht mitgedacht wird, dass man wahrscheinlich nicht mal mit böse Absicht reingeht, sondern dass man überhaupt nicht so weit denkt, was es für die anderen bedeutet, wenn man selber gerettet werden muss. Und das ist ja auch für die retten eine extreme Belastungsituation, in der sie sich einer Gefahr aussetzen. Meistens. Wer bei der Bergrettung ist, rückt bei jedem Wetter aus. Egal ob Regenschnee, Sturm, Nebel oder extremen Minusgraden und auch egal ob Tag oder Nacht. Um anderen aus einer Notsituation zu helfen, riskieren die Bergretter bei ihren Einsätzen oft ihr eigenes Leben und das freiwillig, ohne dafür gilt zu bekommen. Der Punkt, das in dem Moment, wo sich auf eine Freiwilligkeit verlassen wird, um substanzielle Hilfleistungen zu erbringen. Es extrem schwierig ist das irgendwie unter dem aktuellen politischen und ideologischen Bedingungen noch als sinnvoll verkaufen zu können. Wenn ich selber darum kämpfen muss, meine Familie zu ernähren arbeiten gehen muss, meine Familie aber auch sehen will, mit denen Zeit verbringen möchte, dann noch zusätzlich andere Menschen, in deren Freizeit zu retten. Wenn man in einer Situation retten muss, wo von vorne rein klar war, die Tour ist nicht gut geplant, die Ausrüstung ist nicht ausreichend, ist es nicht genug zu essen dabei, nicht genug zu trinken, die Kleidung ist nicht warm genug, die Schuhe sind nicht gut, da baut man auf ein extrem großes Verständnis und ein extrem großes Wohlwollen der retten. Die Landesvorsitzende der Naturfreunde Salzburg, Sophia Burcher. Diese Ehrenämter sind immer schwieriger nachzubesetzen, wir haben eine überaltete funktionären Instruktur, warum ist das so? Ich habe da die Antwort darauf gefunden, dass auch da die Tendenz der Gesellschaft mit hineinspielt. Dieser Individualismus hat ja immer auch zur Folge die Frage zu stellen, was habe ich davon? Also für einen persönlich, den Mehrwert daraus zu generieren. Es gibt aber beim Ernahmt keinen unmittelbaren persönlichen Vorteil. Es gibt genug Tum, die man wenn man länger daran arbeitet bekommt. Es gibt Wertschätzung, die man erfährt. Es gibt auch ein gutes Gefühl zu wissen, etwas getan zu haben, dass ohne einen Nicht-Stadt gefunden hätte. Aber es gibt keinen unmittelbaren Erfolg und schon gar nicht wirtschaftlichen Erfolg daraus. Narzisa, Helf Rich. Auf der anderen Seite Schutz und Rettung anzubieten, weil es mir möglich ist, das zu machen, ist natürlich auch eine Option von daraus, gehen eine andere Gesellschafts-Von-Generell zu denken. Und dass es immer noch Menschen gibt, die das freiwillig machen, nicht nur in der Bergrettung, sondern auch in allen möglichen anderen Formen von einem, wo einfach Schutzmaßnahmen getroffen werden, wie in einer freiwilligen Feuerwehr in unterschiedlichen Pflege-Situationen, wo Verwander oder Nichtverwander gefliegt werden. Obwohl man dafür kein Geld bekommt, obwohl man keine große Unterstützung bekommt, zeigt ja, dass es prinzipiell noch möglich ist und dass wir eben nicht von Geburt an in dieses Menschenbild, dass Kapitalismus gezwungen sind, sondern dass es ein gesellschaftlicher Prozess ist, dem man verändern kann. Am 29. Mai 1953 standen der Neuseelender Edmund Hillary und sein Nepalese in die Scherbegleiter Tenzing Norgei als erste Menschen auf dem Dach der Welt, dem 8.848 Meter hohen Mount Everest. Als Pingeschichte schrieben auch der Südtiroler Reinhold Messner und sein Nord-Tiroler-Kollege Peter Habela, die im 8. Mai 1978 den Gipfel des Everest erstmals ohne Sauerstoffgeräte erreichten. Damann sich ab 8.000 Metern in der sogenannten Todeszone befindet, gar bis im Vorfeld der Expedition zweifel, ob eine Besteigung ohne zusätzlichen Sauerstoff überhaupt möglich sei. Inzwischen ist der Mount Everest zu einem Salopp gesagt, Erlebnisberg für eine vermögende Klientel geworden. Warum das so ist, damit beschäftigt sich Klaus Breitner, erst Professor für Makroökonomie und Digitalisierung an der Wirtschaftsuniversität Wien. Da gibt es diese Status Bandwägern-Preferenzen erhalten, die und dann gibt es die Snob-Preferenzen, das ist genau das Ungekehrte davon. Also Bandwägern-Preferenzen wäre, wenn jetzt die Nutzung von einem Gut für mich selber wertvoller ist, wenn andere das nutzen. Das ist zum Beispiel bei sozialen Medien. Je mehr die sozialen Medien nutzen, desto mehr wird die Nutzung wichtig für mich. Wenn niemand andere das nutzt, bringt mir Instagram überhaupt nichts. Dann gibt es aber den ungekehrtenen Snob-Effekt, wo man sagt, ich will etwas machen, was die anderen nicht machen. Und da wäre es dann je mehr Leute etwas machen würden, desto weniger wertvoll wird es für mich. Und das sind genau diese Dinge, dass man sich dann Sachen sucht, wo man sich noch differenzieren kann von den anderen. Die so wenig wie möglich Leute haben. Und der Mount Everest ist dann das beste Beispiel, weil das natürlich etwas ist, was noch kaum jemand irgendwie vorweisen kann und weiß auch nicht nur durch Geld zu erkaufen ist. Eine gewisse körperliche Fitness ist ja trotzdem noch Voraussetzung und da kann das sehr gut dazu dienen, zu signalisieren. Schaut's, ich habe etwas gemacht, das haben nur 0,00, so und so viel Prozent der Menschen irgendwie gemacht und das wäre eben genauso eines Nob-Preferenzen. Bisse erstanden so die Schätzungen etwa 12.000 Menschen auf dem Gipfel des Mount Everest. In Jahren mit gutem Wetter sind es knapp 1.000 Personen, die den Weg zum Gipfel wagen. Darauf weiß Nazissa Helfrich vom Institut für Philosophie der Universität Wienhin. Es ist halt dieses sich über alles hinweg setzen und sich nicht als Teil davon fühlen und wenn sie gleichzeitig an der Spitze ihres Unternehmens stehen, sind sie natürlich nicht Teil der Arbeiter in den Schaf, sondern sie stehen über. Sie haben die, die für sie arbeiten und sie können Entscheidungen treffen, bewegen im Prinzip die Menschen und wenn sie dann gleichzeitig auf dem Dach der Welt standen, setzen sie genau diese Vorstellung von sich selbst vor, nämlich über der Welt selbst zu stehen. So auch der Planet ist dann etwas, was ihnen unterlegen ist. Sie können auf den Everest steigen, also oder getragen werden, je nachdem in einer riesigen Schlange stehen, um fast zu erfrieren, all das ist möglich, um auf dem Gipfel der Welt zu stehen, in abgeschiedenheit, von der Natur und Abdrennung von ihr und das kann beides zusammen natürlich das Bild stärken, dass man eben in dieser Welt sich das Kapitalismus, die oberste Spitze erreicht hat und niemand mehr über einem steht, niemand mehr ein selber beherrscht und man selbst einfach nur noch herrschen kann. Die durchschnittlichen Kosten für einen Gipfelsturm auf den Mount Everest belaufen sich auf etwa 61.000 Dollar. Für Privatführungen werden sogar mehr als 150.000 Dollar bezahlt. Eine Garantie lebend zurückzukommen gibt es nicht. Dennoch bei teuren Anbietern ist die Überlebenswahrscheinlichkeit größer als billig angeboten. Alle extrem abinisten wissen, dass wenn sie sowas machen, der Tod eine Option ist, die sie in Kauf nehmen und wo sie sich auch darauf vorbereiten und auf der anderen Seite Leute, die da halt hinfliegen, hochgebracht werden und wieder runtergehen und sicherlich nicht im Hinterkopf haben sie könnten da sterben, wo es Abschiedsbriefe alles mögliche gibt, wo also die eigentlich letzte Grenzerfahrung des Menschen überhaupt nicht mehr mit eingerechnet wird. Auf dem Everest starben bisher so nimmt man an zwischen 340 bis 345 Menschen. Das sind knapp 3% Alliener, die den höchsten Gipfel der Welt erklimmen wollten. Die meisten so naziser Hilfrich würden beim Abstieg sterben, Durcherschöpfung, Sturze, Lavinen oder Erfrieren. Auch beim Mount Everest Tourismus gibt es spezifische Grenzen, die durch mein eigenen Körper einfach gesetzt werden. Da sterben Menschen, die sehr viel Geld dafür bezahlt haben, ein offenes Grab zu haben und diese Grenze zu erreichen mit Geld ist natürlich was sehr eliter ist, aber auf der anderen Seite zeig gerade dieser Moment eigentlich, wo der Kapitalismus oder auch der Neoliberalismus selber an seine Grenze stößt, weil ich kann mich nicht vom Tod frei kaufen. Ich kann mich nicht von der letzten Gefahr frei kaufen, wenn ich mich selbst überschätze oder die Natur unterschätze und das ist vielleicht was, was auch zu dieser Verknüpfung von Kapitalismus und beärkt nochmal schön zurückführt, weil in dem Moment, wo der Berg akumuliert wird und das ist das, was man Mount Everest einfach sehen kann, es ist ein Moment, wo es nur noch elitärer wird, weil alles was da ist, schon hier Rarchie und Status Symbol schreit, wohin gegen ein Wanderweg, wo also ehrenamtlich Leute sich drum kümmern, dass der Weg erhalten bleibt, dessen Bewanderung oder auch dessen Besteigung nichts kostet. Da ist natürlich immer noch eine Möglichkeit, dass man Berg gleich wird, wenn man sich am Berg ab 2.000 Meter in der Zone bewegt, wo es für alle Menschen anstrengender wird. Die Sauerstoffsetigung sinkt und der Berg, das Ziel und auch gleichzeitig die äußeren Umgebung macht einen gleich, weil sie alle Körper anstrengt und das egal ist, wie gut man vorbereitet ist, ab 2500 Meter wird die Luft dünner. Will man in Österreich auf einen Berg dann kosten nur die Aufstiegshilfen Geld. In manchenschiegebieten müssen auch Turengeher für die Benützung der Bisten bezahlen. Geld wird auch für Mautstraßen und dort und dafür Parkplätze im Alpinenbereich verlangt. Doch wer sich abseits der Infrastruktur bewegt, kann die Berge hierzulande gratis benutzen. Wo aber zu viele Menschen die Bergwelt belasten wäre es nach Ansicht von Narcisa Helfrich sinnvoll über eine Bepreisung nachzudenken. Im kapitalistischen System ist Geld ein sehr sinnvolles Regelungsinstrument und ich muss eine *Klingel* bestimmte Begrenzung schaffen, weil ansonsten einfach zu viele Leute bestimmte Aussichten als Fotoobjekt wollen, aber gar nicht die Schutzbemühungen zum Beispiel in einem Nationalpark unterstützen wollen. Und es gibt natürlich Nationalparks, die sagen, ihr könnt bestimmte Wege nur gehen mit unseren Führern. Ihr könnt bestimmte Sachen nur machen gegen einen Eintritt und vor allen Dingen auch ihr müsst euch vorher anmelden und das ist ein Besuchermanagement, was notwendig ist und den Lebensraum der Tiere und der Pflanzen und den Wald zu erhalten. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Leute, die mit einem ähnlichen Argument versuchen, einfach nur sehr viel Geld zu machen. Das sind Dinge, die man umgangsprachlich dann gerne Green Washington nennt, wo es darum geht, mit bestimmten Formen von Tourismus, ein grünes Label zu verpassen und dadurch dann noch mehr Geld zu machen. Also nur noch die, die bezahlen können, dürfen den Berg besteigen, dürfen ob man Foto machen, kommt auf dem Berg und die Region an. Der Betriebswirt und Vorsitzende der deutschen Alpenvereinssektion Oberland Matthias Ballweg. Die relevante Frage ist, wo fließt das Geld hin und schaffen wir es auch einfachen Berkturismus zu ermöglichen. Ein Hotel je, der das Geld dann einfach nur in die eigene Tasche steckt, das ist dem vielleicht persönlich gar nicht vorzuwerfen, aber davon haben die Berge nichts. Also dementsprechend müssen wir idealerweise schon Mechanismen schaffen, dass wenn Menschen viel Geld im Berkturismus ausgeben, dass dieses Geld dann auch teilweise wieder dem positiv mehr Halt der Berge zu fließt. Wenn wir also den Wanderparkplatz mit 20 Europakebühr und 30 Europakebührteuer machen, mag das gar nicht schlecht sein. Wenn diese erhöhten Parkgebühren dann den Wegeunterhalt fließen oder in den Hüttenunterhalt oder in den Ranger-System. Wenn sie außerdem dazu führen, dass es einen günstigen Schattelbusgipf für diejenigen, die sich nicht 30 Europakebühr leisten können. [Musik]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Der Aufenthalt in den Bergen bietet sowohl ein Gefühl von Erhabenheit und Weite als auch eine körperliche Herausforderung, die oft mit Selbstoptimierung verbunden ist.
  2. Viele Menschen besteigen Berge zunehmend aus Gründen der Selbstdarstellung in sozialen Medien, nicht für das Naturerlebnis.
  3. Die Zahl der Alpinunfälle steigt aufgrund von Selbstüberschätzung, mangelnder Vorbereitung und schlechter Ausrüstung; 2024 verunglückten 14.000 Menschen in den österreichischen Alpen.
  4. Die Bergrettung ist auf Freiwillige angewiesen, deren Ehrenamt durch gesellschaftlichen Individualismus und fehlende Anerkennung gefährdet ist.
  5. Der Mount Everest ist zu einem Statussymbol geworden, bei dem Reiche Risiken eingehen, aber der Tod bleibt eine unüberwindbare Grenze – selbst im Kapitalismus.

Summary:

Die Transkription beleuchtet den Wandel der Beziehung zwischen Mensch und Berg. Einerseits suchen Menschen in den Bergen ein Gefühl von Erhabenheit und Weite, andererseits wird das Bergerlebnis zunehmend von Selbstoptimierung und Selbstdarstellung in sozialen Medien überlagert. 000 Menschen in den österreichischen Alpen, 309 starben.

Gründe sind Selbstüberschätzung, mangelnde Vorbereitung und die Wahrnehmung der Berge als Freizeitpark. Die Bergrettung, die auf Freiwillige angewiesen ist, wird durch diesen Individualismus stark belastet. Gleichzeitig zeigt der Mount Everest, wie Kapitalismus und Statusdenken die Berge prägen: Reiche zahlen hohe Summen für den Gipfel, doch der Tod bleibt eine unüberwindbare Grenze.

Die Autoren plädieren für ein Umdenken hin zu mehr Gemeinschaftssinn und Respekt vor der Natur, auch wenn dies in einer von Individualismus und Optimierungsdruck geprägten Gesellschaft schwierig ist.

FAQs

Die Hauptgründe sind Selbstüberschätzung, Leichtsinn, mangelnde Vorbereitung, schlechte Ausrüstung und unvorhersehbare Naturereignisse wie Steinschlag oder Lawinen.

Viele besteigen Berge nur für ein Foto, um es in sozialen Netzwerken zu posten, was auf gesellschaftliche Selbstdarstellung und Individualismus zurückzuführen ist.

Die Bergrettung leistet freiwillig und unentgeltlich lebensrettende Einsätze bei jedem Wetter, oft unter eigener Gefahr, was ein hohes Maß an Gemeinschaftssinn erfordert.

Der Mount Everest ist zu einem Erlebnisberg für Wohlhabende geworden, wo Statusdenken und Snob-Effekte dominieren, aber der Tod bleibt trotz hoher Kosten eine reale Gefahr.

Selbstoptimierung treibt Menschen dazu, ihre körperlichen Grenzen zu testen und Gipfel zu bezwingen, oft ohne das Naturerlebnis wertzuschätzen.

Eine Bepreisung könnte helfen, Überfüllung zu regulieren und Naturschutz zu finanzieren, aber sie birgt die Gefahr, dass nur Zahlende Zugang haben.

Chat with AI

Loading...

Pro features

Go deeper with this episode

Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.