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S01E05 "Der Glaube an den Rausch": Bauhaus-Feste

31m 2s

S01E05 "Der Glaube an den Rausch": Bauhaus-Feste

Die Bauhaus-Partys waren weit mehr als bloße Vergnügungen – sie waren kreative Höhepunkte und Ausdruck des Bauhaus-Idealismus. Bekannt sind sie vor allem durch zahlreiche Schwarz-Weiß-Fotografien, die oft von Studierenden oder Meistern selbst mit damals aufwändigen Glasplattenkameras aufgenommen wurden. Die Entwicklung erfolgte improvisiert in Badezimmern, da es bis 1929 keine offizielle Fotoklasse gab. Die Feste hatten stets ein Motto, wie das „Weiße Fest“ (zwei Drittel weiß, ein Drittel Farbe) oder das legendäre „Metallische Fest“ mit silbernen Dekorationen, Metallkugeln und fantasievollen Kostümen aus Alltagsgegenständen (z. B. ein Ventilator als Hut). Alle Werkstätten arbeiteten zusammen, um Bühnenbilder und Kostüme zu schaffen. Oscar Schlemmer, Meister der Bühnenwerkstatt, fungierte oft als Zeremonienmeister. Walter Gropius nutzte die Partys bewusst, um Spannungen abzubauen und die Gemeinschaft zu stärken – sie waren Teil der Pädagogik. Zugleich dienten sie der Öffentlichkeitsarbeit, um das Bauhaus in der Stadt bekannt zu machen. Die Fotos zeigen eine unbeschwerte Lebensfreude und dokumentieren, wie Studierende und Meister auf Augenhöhe feierten. Die Partys verkörperten die Utopie eines „Gesamtkunstwerks“, bei dem alle Künste und Menschen für eine Nacht verschmolzen – ein Erbe, das bis heute als Ideal des Bauhauses gilt.

Transcription

4862 Words, 29535 Characters

German
Das Bauhaus, weltberühmte Grundschule der 20er Jahre, Mütos der moderne. Doch was steckt hinter der Legende? "Baut-Bauhaus", der Podcast des Bauers Archiv, Museum für Gestaltung Berlin, geht dieser Frage auf den Grund. Herzlich willkommen zur neuesten Folge von "About Bauhaus". Mein Name ist Adriana Kapsreiter und ich darf euch heute wieder auf eine Zeitreise mitnehmen. Dieses Mal mit einem besonders aufregenden Thema. Parties am Bauhaus und diese Parties waren durchaus speziell. Der Glaube an den Rausch, so heißt heute unsere Folge und der Rausch von dem wir sprechen werden, hat viel zu tun mit künstlerischen Geist, mit Utopien für eine Nacht und mit Fotos. Wir wissen nämlich nur durch die Fotos, wie kreativ und aufwendig die Bauhauslerinnen und Bauhausler gefeiert haben. Ich habe deshalb heute eine ausgewiesene Kennerin der Fotografie am Bauhaus eingeladen. Meine Kollegin Erika Babatz. Danke für die Anladung. Erika, du bist am Bauhausarchiv für den Fotoservice zuständig. Das heißt, du verwaltest sozusagen alle Fotos unseres Bestandes und hast damit einen tiefen Einblick, was die Bauhauslerinnen und Bauhausler so geknipst haben. Außerdem bist du Fotografin, weißt also auch, wie genau diese Fotos zustande gekommen sind. Was erzählen uns denn diese Fotos? Welche Anlässchen wurden am Bauhaus so gefeiert? Die haben alle mögliche Ausreden genommen, um zu feiern. Egal, ob es traurig war, ob es ein tolles Erreichnis war, die haben alle mögliche Angelegenheiten benutzt, um zum Feiern. Und das war irgendwas ganz besonders am Bauhaus. Auch Gropius hat auch das bevorzugt. Weiter Gropius, der Gründe und Direktor des Bauhauses. Der hat das ja schon so fast könnte man sagen in den Lehrplan geschrieben. Also das Partie feiern hat dazu gehört, aber das ist ja noch nicht die ganze Geschichte, das eigentlich tolle ist, dass die manche dieser Parties waren wirklich großartig gestaltet. Alle Bauhauswerkstätten haben zusammengearbeitet, haben wie bühnen Bilder, dekorazionen irgendwie dekoriert und haben sich auch richtige Themen genommen. Und da gibt es paar ganz großartige Themen. Also es gibt zum Beispiel des Schlagwörterfest, da wurden die Marotten der Bauhauslehrer irgendwie auf die Schippe genommen. Und ich habe gelesen, eine Studentin kam auch als nackte Tatsache. Wir wissen allerdings nicht genau, was das dann im Detail heißt. Es gibt keine Fotos davon. Genau, es gibt keine Fotos davon. Und das ist das Stichwort. Wir wissen eigentlich von diesen Bauhausparties nur durch die Fotos. Und deshalb ist es auch so toll, dass ich heute mit dir über das Thema sprechen kann, weil die Fotos uns die ganze Lebensfreude zeigen, aber eben auch diese Gestaltung, also diese speziellen Themen, die bühnen Bilder, die Kostüme. Anders würden wir eigentlich sonst davon gar nichts wissen. Ja, genau, die Leiden haben wir nie so viele Fotos von den Partys, wie wir uns gewünscht hätten und dann die Geschichte des Bauhauses insgesamt, ohne diese ganze Komvolut an Wildern, die wir haben, wäre sicherlich anders erzählt worden. Wir haben diese Partys, die meisten Fotos sind Schnapschüsse, wenn man das so sagen kann. Manche sind auch gestellte Fotos, die etwas mehr Technik da ausweisen, aber in der Regel haben die Bauhausle einfach und sogar die Meister haben auch geknipst. Und diese Fotos, die wir haben, die meisten sind eigentlich, wie könnte es niemanden zu schreiben. Das sind in der Regel von unbekannten Fotografen. Du hast uns auch paar spannende Fotos mitgebracht, die auch erzählen von zwei recht berühmten Partys am Bauhaus. Das eine war das weiße Fest, also auch schon zu Hochzeiten vom Bauhaus. Da war das Motto, zwei Drittel weiß, ein Drittel Farbe, diese gewerfelt, gedippelt, gestreift. Jetzt wissen wir natürlich nicht welche Farben, das ist ein bisschen traurig, aber wir haben ja nur schwarz-weiß Fotos. Ja, genau. Das ist auch einen anderen Punkt. Weiß-weiß- Fotos vermitteln auf viel Struktur und abstrakte Zeichnungen, wie man sagt, und die Farben werden nicht natürlich nur schwarz-weiß wiedergegeben und in Graustufen. Man kann interpretieren, ja, rot wird dunkel-grau und so weiter, aber wie gesagt, schwarz-weiß ist ungrau-verte. Wir können uns einfach Gedanken machen vorstellen und von manchen Tagebüchern und Ideen und es kitzen, kann man auch die Farben dann ein bisschen eroieren. Aber in der Regel wissen wir nicht. Und dann diese Vorstellungskraft, die wir haben von den Festen, ist auch dabei. Ja, das ist ja eigentlich irgendwie ganz schön, wobei ich gerade auch überlegt habe, ob das vielleicht dazu beiträgt, dass alle beim Bauhaus immer an schwarz-weiß denken, dass die Fotos eben schwarz-weiß sind, die und so viel davon erzählen. Es gibt eben dieses eine Foto vom weißen fest, dass ich ganz toll finde. Ein Mann mit einem Zylinder und einem, ich glaube, sogar einem frag und eine Fliege und alles ist auf dem Foto schwarz-weiß gewürfelt. Wie es dann in echt war, ob schwarz-weiß war oder weiß rot, weiß gelbt, das wissen wir nicht. Aber auf dem Foto sieht es fantastisch aus in diesem schwarz-weiß Kontrast. Und das ist das spannende an diesen schwarz-weiß Fotos, insgesamt von die Fotos und von, dass wir haben von diesen Leben am Bauhaus. Schwarz-weiß zu denken, heißt nicht, dass das Bauhaus nicht bunt war und nicht unbedingt rot gelbt, blau. Da gab es bestimmt andere Farben. Wenn wir heute ein Fotografie denken, denken wir an digital fotografie, dann nehme ich einmal eine Kamera mit oder sende, und wenn genug Strom da ist, dann läuft es. Aber das war nicht ganz so einfach damals. Nee, das war nicht so einfach. Wie vorher gesagt, es war teuer und die Bedehungen unter dem, man die Fotos machen kann, entwickeln kann und abzuget davon machen kann. Das war recht kompliziert. Es gab kein Foto-Labor am Bauhaus, wie gesagt. Und dann die, die Bauheusle, die Kamera, die Kamera vom Bauhaus benutzt haben, die haben in dem Badezimmer einfach entwickelt. Wie wir alle Fotografen am Anfang gemacht haben. Ich mach das immer noch wirklich im Waschbecken in die Badezimmer. Und diese Methode ist heutzutage für Born-Digitales so glauben, dass ein Foto zu machen hat, um ein Foto entwickelt zu sehen, kann man vielleicht tagelang brauchen. Oh wow, das heißt, man muss geduldig sein. Man muss geduldig sein. Und das zeigen die Fotos, man sieht die Fotos und man denkt, alles war rasch, alles war schnell, alles war bunt, aber die Fotografie hat seine Zeit gebraucht. Und das haben einige Bauheusle ausgeübt. Aber wie gesagt, die Bedehungen am Bauhaus erst 29 haben sie etwas verbessert. Das war eine andere Atemfotografie. Bis 1929, 10 Jahre nach der Gründung, hat es also gedauert, bis das Bauhaus eine richtige Fotoklasse beg haben. Bis dahin galt fürs Fotografieren, das berühmte Bauhausschlagwort Experiment. Das neue Medium wurde ausprobiert und teilweise recht eigensinniger probt. Die Fotografie zeigt uns dadurch eine charakteristische Eigenheit des Bauhauses. Erlernen eines Mediums durch ausprobieren, autodidaktisch und ganz ohne Anleitung. Dafür konnten Bauheuslerinnen und Bauheusler untereinander wissen und Erfahrungen austauschen. Diese Art zu lernen, Learning by doing, finden wir in der Bauresgeschichte häufiger. Wie aufwendiges damals war, auch nur ein einziges Foto zu machen, können wir uns heute mit dem Smartphone in der Tasche allerdings kaum noch vorstellen. Die Kamerans damals, die hatten die negative so, wo das Bild gefangen worden ist, sozusagen, war eine Glasplatte. Eine Glasplatte. Also nicht diese negative, wie man es noch kennt. Das kam später. Da gab es schon irgendwelche Sachen, aber auf dem Bauhaus am Anfang hatten die Glasplattenkameras. Und wenn man sich vorstellt, das statt an Sensor, wie heutzutage die digitale Kameras haben, statt an Sensor, die hat einen Glasplatten, die 13 cm mal 8 cm waren oder 9 mal 12. Es war für eine Masse. Oder man sich vorstellt. Wie schwer eine Kameras sein kann, wenn man eine 30, 18 Glasplatte dahinten stecken muss. Und dann noch ein Holz stativ, weil da, sonst für frischend sich alle Fotos, da waren nicht so knipsmäßig. Okay, und man braucht dann für eine Glasplatte. Man braucht vor eine Glasplatte und dann muss man diese Glasplatte wechseln und noch eine Glasplatte reinmachen und noch knipsen und aufpassen, dass wenn man die Glasplatte rausnimmt, nicht so bricht und so weiter. So, wie können hier bis übermorgen? Die sind sicher auch sehr schön, diese Glasplatten. Die sind so als Objekte. Als Objekte sind wunderschön. Weil das ist ja so der Punkt bei digitale Fotografie. Irgendwie verbleibt es im Luftlehrndraum. Es gibt ja nichts anzufassen. Und zum Thema Anfassen, Fotos haben wir auch eine Rückseite. Wir haben Archiv wissen, wir schauen sehr gerne auf Rückseiten, weil da werden manchmal Geheimnisse Verraten, Datierungen oder auch, wer das Foto gemacht hat. Das ist ja auch sehr spannend. Es sieht man ja am Fotoselbst nicht, wenn da hinten nichts draufsteht. Ja, genau. Und dann sieht man auch zum Beispiel das Papier, welches Papier das war und manche diese Fotos, die wir jetzt in der Samnung haben, wenn man nur die Vorderseite sieht, kann man vielleicht nicht genau wissen, wann, wo und einfach ein Fest zum Beispiel. Manchmal auf der Rückseite der Fotos haben wir ja, okay, das war ein Foto von metallischen Fest. Ja, das ist ja durchaus wichtig, weil die Festes sind ja nicht unabhängig von der Geschichte des Bauhauses oder von der Entwicklung. Also, ganz am Anfang, es des Bauers noch hinweimar war und es war ja wirklich direkt nach dem Krieg 1919. Es war auch absolut kein Geld dafür gar nichts. Es vergiss man immer gerne beim Bauhaus. Trotzdem gab es von Anfang an Feste, von Anfang an wurde gefeiert, aber mit wenig Budget. Und die haben alle diese kreative Kraft, dieses kreative Potenzial. Haben die Meister auch dafür gesorgt, dass diese Knappheit zu Kreativität da entwickelt. Ja, das ist wirklich sehr spannend, weil es gibt auch tatsächlich dann Einladungskarten von Vasilikandinski, von Paul Klee, von den ganzen Stars, den Meistern des Bauhauses für Einladungen und eben noch zu in der Weimarerzeit gab es dann die Laternenfeste und die Drachenfeste. Also das klingt irgendwie gar nicht so schicks, und dann musste ich auch so bis hier in Andi-Martins umzüge denken, bis hier in sowas also, also die haben also Stoffresten, Papierresten, was die wohl so gefunden haben, Laternen gebastelt und sind dann in der Nacht damit durch ein paar gewandert als gemeinsame Gruppe mit den Glühwürmchen und ich stellen mir immer vor, dann haben sich viel so viel über die Kunst und das Leben und ganz nüchtern waren sie sich auch, also das war das Feiern ganz am Anfang, man hat dann auch diese Drachenfeste gemacht, Drachen bieten sich auch an, das ist wie soll ich sagen, da kann man eigentlich mit relativ wenig gute Effekte erzielen und es wissen wir auch alles nur von den Fotos, also wir wissen wie die Drachen ausgesehen haben von den Fotos und das spannende ist ja, dass man da sehen kann, was auch in den Werkstätten gemacht wurde, also die Werkstätten arbeiten zusammen, Tischlerreie und Bühnenwerkstatt, die Bühnenwerkstatt hat ja tatsächlich eine große Rolle gespielt. Sehr große Rolle, ja und das wissen wir auch durch die Fotos und durch die Tagebücher von Oscar Schlemmer war der Ceremoniemeister in der Regel in diesen Festen und er hat in seinen Tagebuch mal geschrieben 29, da sag mir wie du feierst und ich sag dir wer du bist, hat da sie in seinen Tagebuch geschrieben. Ja, man sieht den auch ein paar mal auf den Fotos Oscar Schlemmer, der ja auch der Meister der Bühnenwerkstatt sozusagen war, man kennt ihn auch für das triadische Ballett zum Beispiel und auf den Fotos sieht auch immer wie ein sehr verknückte Mensch, auch ist alle ja alle. Der hat immer gelacht, der hat auch Spaß daran gehabt und hat auch viele fotografieren von der Bühnenwerkstatt und von den Tertestücke da zusammen mit Teluxfeiniger aufgenommen und die waren tatsächlich gestellte Fotos. Die haben das ausgeübt und gesagt ja das liegt von hier, das liegt von da so, dass die Gustüme besser aussehen und so weiter und dann Schlemmer war für die festdirektor sozusagen verantwortlich, ihr hat alles koordiniert, weil das war eigentlich eine Veranstaltung, eine Bühne Veranstaltung, wo alle Werkstätte zusammenkamen. Ja, irgendwie hat ja eine Party auch viel zu tun, mit Theater, nur dass alle mitmachen auf eine Art. Es gibt ein ganz berühmtes Fest am Bauhaus, eine berühmte Bauhausparty, nämlich das metallische Fest, auch in der Hochzeit, das Bauhaus ist entstanden, man denkt ja sowieso gerne an Stahlstrahler, wenn man an das Bauhaus denkt und die Bauhausler selbst haben auch Metall geliebt, das gab eine eigene Metallwerkstatt, aber sie haben auch wahnsinnig gerne Metallkugeln fotografiert, da haben wir sehr sehr viele Fotos, das war faszinierend und auch immer noch neu, dass alles metallisch glänzend ist und bei der Metallparty haben die sich echt einiges überlegt, also ich hab gelesen, es gab eine extra Rutsche, die mit Metall auch irgendwie ausgeschlagen war und die Wände waren mit Metallblech beschlagen und ich glaube auch silberne, also Metall eine Kugeln an der Decke oder? Ja, da hängen überall und da hat bei der Fotografie eine große Rolle gespielt, weil die haben auch experimentiert, viel an der Fotos aufgenommen und die Kugeln als Spiegel, sozusagen benutzen und dann kamen alle Figuren so deformiert und diese ganze Dada oder ein bisschen surrealistisch und die haben auch viel Spaß daran gehabt, auch die Metallwerkstatt, da haben auch sogar Marijane Brandt als zum Beispiel auch Schmuck für sich gemacht, für das metallische Fest, auch extra für das metallische Fest hat sie auch ein paar Sachen gemacht und zum Beispiel die Einladungen, alles war eine silberne Einladung, Silberpapier und dann vorne stand alles Blech und ja das war wie gesagt vielleicht das die Krönung der Feste war das metallisch und das war das letzte Fest mit Schlemme als Therémonie Meister. Ah ja, ja, da hätte noch mal ein Feuerwerk abgezündet, ja ja ja und das waren auch, da waren viele Politiker waren dabei, Bürger, Bauheusler, Freunde, das war wie eine Zusammenkommen von der ganzen Stadt. Also das war für mich irgendwie ganz erstaunlich, ich dachte zuerst naja, das Bauhaus war ja schon wild und wurde auch als wild wahrgenommen von der Außenwelt und zuerst dachte ich meine ja diese Partys werden ja wohl die Bürger und Bürgerinnen eher verschreckt haben, aber das Gegenteil war der Fall zumindest dann in der Hochzeit des Bauhauses in Dessau wurden auch Bauhausauzeider bewusst eingeladen und das hatte auch eigentlich einen Zweck des zu machen. Ja, Gruppius hat alles auf dem Schirm, ja, ja, da hat diese Feste, waren auch ein Teil der Öffentlichkeitsarbeit für die Schule, um die Schule bekannt zu machen, zum Werbung und auch diese Peter Grogek war auch drin. Gruppius, diese Gruppius schreibt in ihr Tag. Seine Frau, diese Gruppius ist die Frau von Gruppius, sie schreibt in ihr Tagebuch, das Gruppius hat für unfindendlich gehalten zur repressive Maßnahmen zu unternehmen, wenn die Studenten sich gestritten haben oder werden sich oft gestritten. Die haben sich oft gestritten oder wenn zum Beispiel viel, viel Stress oder viel Spannung da in der Luft war wegen so viel Arbeit oder was auch immer, dann Gruppius dazu repressiven Maßnahmen zu unternehmen, hat einfach gesagt, machen wir an Party. Das ist psychologisch ganz schön schlau, dann hat Schreibise und dann war es alles, da die Partys waren erfrischend, befreiend und das war auch Teil der Peter Grogek. Das ist ganz schön schlau. Also hatten die Partys ganz schön viele Zwecke auch auf der Art, einerseits um so die Gemeinschaft zusammen zu halten und eben Aufspannungen und Streitereien. Man hat sich ja auch sehr viel über Kunst tatsächlich gestritten, über unterschiedliche Ansichten und so weiter. Es gab auch durchaus verschiedene Lager im Bauhaus. Also man stellt sich das vielleicht manchmal etwas zu harmonisch vor, da gab es schon viel Klint. Also dafür macht es natürlich Sinn, um irgendwie die Luft zu reinigen und um ja natürlich Spaß zu haben, inspiriert zu werden. Also wenn ich mir das Vorstelle, ich tanze da in so einem Raum, der komplett mit Metall ausgeschlagen ist, ich sehe mich und alle anderen verzerrt, verspiegel, das ist ja irgendwie wie eine Musikvideo oder so. Ja, genau, wie ein MTV Video. Ja, irgendwie schon, weil die hatten ja alle Kostüme. Das ist ja noch wichtig zu sagen, ganz aufregende Kostüme. Irgendwo habe ich auch mal gelesen, jemand hat eine Baratpfanne verwendet, da ist Teil des Kostümen ja als Hut und dann es gab auch einen metallischen Fest an ganz beruhbenden, ich weiß nicht, ob ein Bauhausle war, auf dem Foto, aber er hat zum Beispiel ein Militär anzugt sich gemacht und um diese, die Orden, der hat mit Ölüffeln, alle Ölüffeln, als Orden da genäht und eine Pfanne auf dem Kopf und es gab auch eine Frau, die ein Ventilator als Hut genommen hat. Oh wow. So ja, die haben alles möglich genommen gemacht und diese Feste waren, wie gesagt, diese kreative Potenzial ist einfach explodiert und die haben alle, alles was sie in den Vorkoße und in Koso gelernt haben, die haben das da ausgedruckt und richtig anwenden können. Also, und wirklich für den Spaß des Abends, für die Lust am Moment sozusagen und nicht für irgendwas, was man auf einen Socken stellen kann. Ja, genau. Und dann ist ja auch irgendwie noch besonders zu erwähnen, dass ja so viele verschiedene Künste zusammen kamen. Also einerseits malerei, dann die Theaterwerk statt, dann gab es Musik, es gab Tanz, es gab Gespräche, es gab den Rausch und da gibt es ein wunderschönes Wort in der Kunstgeschichte, nämlich Gesamtkunstwerk. Das ist genau was es war, es war ein Gesamtkunstwerk und Walter Grobius, der Gründe, hatte das glaube ich für sein Bauhaus auch im Kopf, dass alle Künste zusammenkommen und sich Vereinen zu einer großen Superkunst könnte man vielleicht sagen. Das hat Walter Grobius natürlich nicht erfunden, das ist nicht seine Idee. Eigentlich geht es zurück auf Richard Wagner, der in seinen Open auch immer alles an Feuerwerk abgefackelt hat, was irgendwie ging. Und da steckt den unglaubliche Idealismus dahinter. Es ist zwar wirklich auch der Glaube, dass wenn man sich dann gemeinsam verliert in diesem Erlebnis des Abends, dass man da näher zusammenwächst und einen neuen Geist entwickeln kann, der vielleicht sogar die Gesellschaft verändern kann. Also, die waren schon wirklich starke Idealisten. Ja, das auf jeden Fall und das ich denke, das ist eine der schönsten Erben, die wir von der Bauhaus haben, diese Utopie-Idee. Das waren auch in allen Bereichen, zum Beispiel der Meister, Moholi Nutsch, Lattlomo Moholi Nutsch, der war aus Ungarn, der hat auch die Fotografie, am Bauhaus gebracht, so wenn mir das man so sagen kann. Und der hat immer versucht, diese Idee von Utopie und auch sogar von Scherz in der Fotografie über Realität. Er hat dieses neue Sehen auch in der Fotografie zum Bauhaus gebracht und der war auch ein Idealist. Und in dem Sinne alle Meistern in jedem San-Bereich, die haben dieses Idealismus in sich gehabt und diese Utopie, das alles zusammenarbeiten können und ein großes Kunstwerk dazu machen. Das ist eine der schönsten Erben, die wir von einem Bauhaus haben. Ja, ich sehe das genauso. dieser Idealismus war wirklich sehr Bauhaus. Es war natürlich auch Zeitgeist. Man darf das nicht vergessen. Es gab ganz schön viele Idealisten in Anbetracht so viele neuer Dinge, also Industrialisierung und dann natürlich der Krieg. Diese Vorstellung, dass man all die ihm auch entfliehen kann, dass man einen Abendlang alt ist, vergessen kann, sich seine eigene Kunstwelt baut, wo auch eigentlich alle gleich sind. Oder also denkst du, da gab es dann noch große Unterschiede zwischen Meistern und Studierenden. Gruppius hat auch dafür gesorgt, dass es auch sogar im Programm, dass diese Beziehungswischen Meistern und Schülern fließen sein soll und dass sie sich außerhalb des Unterrichts treffen sollen, sich unterhalten sollen, austauschen sollen. So das war auch in der Zeit diese Grenzen zwischen Alltag und Arbeit. Haben sie, die waren so fließend. Arbeit war Leben, Leben war Arbeit. Und das hat auch in der Fotografie sieht man das alles. Ja, das stimmt. Das sieht man. Das ist auch oft mit Augen zwingern. Es ist nicht tot ernst. Es ist nicht eine überintellektualisierte, stockernte Kunst, sondern es hat was sehr liebensbejaunes eigentlich, auch was fröhliches. Und das ist wirklich sehr speziell. Aber es ist auch ein bisschen verrückt, weil die haben sich ja ganz schön viel Arbeit gemacht für so eine Partie für eine Nacht. Also bei dem metallischen Fest, was mir besonders gut auch gefallen hat, die hatten eine Treppe extra gebaut wohl, wo jede Stufe anders geklingelt hat. Ja. Und am Ende der Treppe war dann eine Tombola, wo man auch was gewinnen konnte und interessanterweise konnte man da Stahlmöbel gewinnen oder Aluminiumlammen. Also auch tatsächlich ist Bauhaus Design, wenn man so will. Das passt wieder zu dem, was du auch gesagt hast, das Walter Gopius da auch eine Art von Marketing gemacht hat. Er wollte eine Brücke schlagen, auch er wusste, dass die Leute draußen das schon ganz schön wild finden mit dem Bauhaus und wollte denen vielleicht auch zeigen, "Hey, es ist zwar wild, aber es ist schön." Es ist schön. Und auch da waren auch die ganze Grundlagen und für die visuelle Gestaltung, die bis heutzutage uns ein bisschen begleitet. Und damals waren, und diese Momente an der Feste, ich bin immer von dieser Vergänglichkeit fasziniert. Und für mich als Fotografin ist auch, diese Zusammenkommen von Fotografie und diese Vergänglichkeit an den Fotos, weil Fotografie in sich ist auch vergänglich. Das Wesentliche Fotografie ist, die Vergänglichkeit anzufangen, was man eigentlich nicht machen kann. Ja, stimmt. Was das Vergänglich ist, ja, aber irgendwie Paradox. Als der Moment der Nivea kommt, der einzigartige ist. Ein Moment war da und es wird nie wieder da sein. Aber es ist trotzdem da, weil man das sehen kann. Und da steigen wir jetzt in eine philosophische Ebene. Aber das war tatsächlich auch die Bauchhäule. Ich denke, die haben auch so was von Fotografie genommen. Ich wollte eine Anneckdote von Teluxfeinigen. Der hat das in ein Interview mal gesagt. Alle wollten Lux-Kamera haben. Ja, Lux, ich möchte deine Kamera haben. Und dann hat gesagt, nee, gehen wir mal da so Drogerie und kauft dich ein, ein Neumann 12. Damals später war es auch möglich. Wenn man Geld hatte, könnte man sich eine billige Kamera leisten. Und dann hat es ab warum denn, möchte du meine Kamera haben. Weil die so schon eine Fotos macht. (Lachen) Aber das sieht man auch, dass damals es gab nicht so viel Schestände ist, dass die Welt durch ein Sucher zu sehen. Ist eine ganz besondere Erfahrung. Wenn man muss lernen oder man lernt hinter der Sucher zu sehen, um die Welt dem anderen Foschusstellen. Es ist nicht selbstverständlich, dass man unter den Sucher und jetzt mit dem Handy oder dass man mit der Kamera Eindruckel von der Welt weitergeben kann. Es gibt eine Art und Weise zu sehen. Und damals dieses neue Sehren war im Trend. Irgendwann können wir auch vielleicht, wenn du möchtest, da überreden. Aber das war einfach die Welt anders zu sehen. Statt die Kamera ganz gerade zu setzen. Die haben einfach die Kamera gedreht. Und schräg. Oder auf dem Kopf. Oder haben die Kamera bewegt während der Aufnahme. Und dann war alles bewischt. Aber das waren alle absichtliche Aktionen, die dieses neue Sehren an den Bildern gebracht hat. Unexperiment war hauptsache. Ja, es ist ja dann auch eine Art, die Welt zu gestalten, indem man sie auf eine spezielle Art sieht. Man sieht es auch an den Fotos, der Bauhausparties, dass da wirklich die Leute Ahnung hatten von dem, was sie tun. Und das ist auch da ungewöhnliche Ausschnitte und so weiter. Für uns ist es heute vielleicht nicht mehr so speziell. Aber wir reden ja von der Zeit. Vor dem ersten Weltkrieg gab es die klassischen Porträt, wo alle ganz ernst da saßen. Diese Familienporträt, Fotografie war eigentlich in Mittel, um die Gegenwart zu dokumentieren. Aber es ist, war ja nicht von Anfang an Kunst. Kunst muss das erst werden. Durch diesen ganz speziellen Blick auf die Dinge. Und das ist aber natürlich auch, also für mich als Historikerin, du wirst ja Fotografen. Für mich als Kunsthistorikerin ist das gar nicht so einfach, weil das sind ja für uns Belege. Wir haben diese Fotos und wir können nur die Fotos nehmen, die wir haben. Und anhand dieser Fotos versuchen wir uns ein Bild von Bauhaus zu machen. Deshalb sind die Fotos der Parties so spannend, weil das spontane Momente sind, weil das noch näher dran ist, am Leben, am Bauhaus. Aber wir sind nur Ausschnitte. Und es ist durchaus denkbar, dass die wundervollsten Dinge gar nicht auf Fotogaband wurden. Theoretisch zumindest. Kann gut sein. Die Fotos sind doppelseitige Dokumente. Auf einmal sind Belege, die für Kunsthistoriker zum Beispiel. Und auf der anderen Seite sind auch Belege, wie damals die Leute gesehen haben. Und auch die Abstraktion kam dann in der Fotografie. Das Licht war eigentlich Moholin Notsch, der ungarische Meister. Der hat das Licht als Gestaltungsmittel einfach genommen. Oder er hat behauptet, dass das Licht in sich ist als ein Gestaltungsmittel. Und damit kann man auch Kunst machen. Das schließen sich auch in wenig die Kreise, weil lasse Moholin Notsch war ja meist der Metallwerk statt. Aber wir waren Riesenfällen von Foto und Film und eben der Idee, dass Licht gestaltet wird. Und das passt ja eigentlich perfekt zur Metallparty, weil da die Lichter müssen ja ganz speziell gewirkt haben auf den Oberflächen. Ja. Also das passt eben auch perfekt zu den Fotos. Diese Idee, dass man sich so viel Arbeit macht für einen Nacht, um eigentlich zu feiern, was ja jetzt auf eine Art auch wieder ein banaler Grund ist. Das ist ja nicht nur am Bauhaus. Ich hab noch mal überlegt. Also es gibt ja dann später Andy Warhol und seine Factory, wo sie auch wieder legendäre Partys gab, die Ausdruck waren von Kunst. Ja. Und wir sind ja hier in Berlin. Und Berlin hat das eine ganz eigene Geschichte mit Partys. Und da gibt es auch diesen Aspekt, dass man für einen Nacht wirklich sich was aufbaut, was einzigartiges, sich eine eigene Wirtschaft, die vielleicht auch, also eben die nur die Teilen, die dabei sind. In vielen Berliner-Clubs war es ja so, dass man eigentlich nicht fotografieren dürfte, um eben dieses Mysterium auch zu erhalten, um ein bisschen für sich zu bleiben. Heute werden wir überschwemmt mit Fotos. Da ist so eine magische Welt, die nur die Teilen, die an dem Abend da sind. Das ist vielleicht gar nicht mehr so die Idee. Aber in Berlin war es ja durchaus längere Zeit. Und da gab es auch wildeste Kostimierungen und eigentlich Kunst. Für mich in Beweis dafür, dass Kunst, die auch nicht immer nur in einer Galerie stattfindet oder in einem Museum, sondern manchmal eben auch was mit Lebensgefühl zu tun hat und wichtig mit jungen Leuten. Und das ist das wunderbare in der Fotografie, dass wir das jetzt heute Tage dieses Werkzeug, das Licht ist da. Die Erde hat uns und das Universum hat uns mit Licht einfach geschenkt. Und wir haben jetzt die Möglichkeit, in der Tasche, einfach mit dem Gestaltungsmittel zu spielen und Kunst zu machen. Es ist eine riesige Welt, diese Welt der Fotografie, wo man könnte, stundenlang darüber reden. Und diese Vergänglichkeit ist auch ein Teil, diese momentanereignis oder momentanerlebnis, die weg ist, aber trotzdem bleibt so tief gewurzelt. Und die Partys, ich denke, die waren auch, die haben so viel Einfluss gehabt in den späteren Arbeiten von den von alle Bauchhäusler. Und wie gesagt, dann Partys müssen nicht einfach banal genommen werden. Das war nicht diese, oh ja, die Bauchhäule haben sie nackt auf den Fluss, da gebadet und haben nur gepathit und haben nur getrunken und auch. Aber das hat alles ein Ziel gehabt. Das hat Gropius immer im Kopf gehabt. Das war nicht umsonst. Und der Fahne der Kunst sozusagen. Aber es geht ja um Emotionen hier. Das ist ja eigentlich der Punkt. Das durch dieses Gesamkunstwerk hat man wahnsinnens Erlebnis, wie inspirieren, das dann ist. Und dann hat man was, was man verarbeiten kann, am nächsten Tag auch in seiner Kunst. Das ist wirklich schön. Und dann eben noch diese Kapidiemaspekt. Ja, das ist auf jeden Fall dieses Lust am Leben. Und dann, egal, was morgen passiert, wir müssen das heutige Moment einfach genießen. Der Rausch des Lebens des Moments für die Kunst. Ein ziemlich romantischer Gedanke irgendwie. Und für heute auch unser Schlusswort. Vielen Dank, Erik, das war wundervoll. Ja, jetzt hat viel Spaß gemacht. Vielen Dank für die Einladung. Danke dir. Das Thema. Bauhausfeste ist damit aber noch nicht abgehakt. Es gibt noch viel mehr zu erzählen. Und ihr könnt euch auch die Fotos dieser Folge wieder direkt anschauen auf Instagram und Facebook. In der nächsten Folge spreche ich dann mit der Drag Queen Charestika Parker nochmal übersfahren am Bauhaus. Ganz unter dem Motto sage mir wie du feierst und ich sage dir wer du bist. Dann geht's um Identitätsbildende Kostüme, Crossdressing, Queer des Bauhaus und die Einflüsse von Kunst auf Pop. Ich freue mich schon, bis dahin. Das war Bauhaus der Podcast des Bauhaus-Archiv Museum für Gestaltung Berlin. Abonniert unserem Podcast auf Amazon Music Spotify Apple Podcast dieser und überall wo es Podcast gibt. Er baut Bauhaus, eine Produktion des Bauhaus-Archiv Museum für Gestaltung Berlin und der auf die Ohren geben wir.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Bauhaus-Partys waren kreative Gesamtkunstwerke, bei denen alle Werkstätten zusammenarbeiteten.
  2. Nur durch erhaltene Schwarz-Weiß-Fotos ist das aufwändige Feiern (Themenfeste, Kostüme) überliefert.
  3. Fotografie war damals aufwändig
  4. Berühmte Feste
  5. Feste dienten der Gemeinschaftspflege, dem Spannungsabbau und der Öffentlichkeitsarbeit (Walter Gropius).
  6. Die Partys verkörperten den Bauhaus-Idealismus
  7. Oscar Schlemmer (Bühnenmeister) war oft Zeremonienmeister; Studierende und Meister feierten gemeinsam.

Summary:

Die Bauhaus-Partys waren weit mehr als bloße Vergnügungen – sie waren kreative Höhepunkte und Ausdruck des Bauhaus-Idealismus. Bekannt sind sie vor allem durch zahlreiche Schwarz-Weiß-Fotografien, die oft von Studierenden oder Meistern selbst mit damals aufwändigen Glasplattenkameras aufgenommen wurden. Die Entwicklung erfolgte improvisiert in Badezimmern, da es bis 1929 keine offizielle Fotoklasse gab.

Die Feste hatten stets ein Motto, wie das „Weiße Fest“ (zwei Drittel weiß, ein Drittel Farbe) oder das legendäre „Metallische Fest“ mit silbernen Dekorationen, Metallkugeln und fantasievollen Kostümen aus Alltagsgegenständen (z. B. ein Ventilator als Hut).

Alle Werkstätten arbeiteten zusammen, um Bühnenbilder und Kostüme zu schaffen. Oscar Schlemmer, Meister der Bühnenwerkstatt, fungierte oft als Zeremonienmeister. Walter Gropius nutzte die Partys bewusst, um Spannungen abzubauen und die Gemeinschaft zu stärken – sie waren Teil der Pädagogik.

Zugleich dienten sie der Öffentlichkeitsarbeit, um das Bauhaus in der Stadt bekannt zu machen. Die Fotos zeigen eine unbeschwerte Lebensfreude und dokumentieren, wie Studierende und Meister auf Augenhöhe feierten. Die Partys verkörperten die Utopie eines „Gesamtkunstwerks“, bei dem alle Künste und Menschen für eine Nacht verschmolzen – ein Erbe, das bis heute als Ideal des Bauhauses gilt.

FAQs

Die Bauhaus-Partys waren kreative, thematische Feste, bei denen alle Werkstätten zusammenarbeiteten, um Bühnenbilder, Dekorationen und Kostüme zu gestalten. Sie dienten der Gemeinschaftspflege, dem Stressabbau und der Öffentlichkeitsarbeit.

Es gibt nur wenige schriftliche Aufzeichnungen, aber viele Schnappschüsse und gestellte Fotos, die von Studierenden und Meistern aufgenommen wurden. Diese Fotos zeigen die Lebensfreude und die aufwendigen Gestaltungen der Feste.

Das 'Weiße Fest' hatte das Motto 'zwei Drittel weiß, ein Drittel Farbe' und wurde in Schwarz-Weiß fotografiert. Die genauen Farben sind unbekannt, aber die Fotos zeigen kreative, gewürfelte Kostüme und Dekorationen.

Das 'Metallische Fest' war eine aufwendige Party mit metallischen Dekorationen, einer Rutsche und verspiegelten Kugeln. Es zeigte die Liebe der Bauhäusler zum Material Metall und war das letzte Fest unter der Leitung von Oskar Schlemmer.

Die Fotografie war teuer und kompliziert: Kameras nutzten Glasplatten, die im Badezimmer entwickelt wurden. Bis 1929 gab es keine offizielle Fotoklasse, daher lernten die Bauhäusler autodidaktisch durch Experimentieren.

Gropius förderte die Partys als Teil des Lehrplans, um Spannungen abzubauen und die Gemeinschaft zu stärken. Er sah sie auch als Öffentlichkeitsarbeit, um die Schule bekannt zu machen.

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