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S01 F05: Der neue Bekannte

47m 28s

S01 F05: Der neue Bekannte

Der Podcast behandelt den ungelösten Mord an Frauke Liebes 2006 in Paderborn. Die Ermittlungen begannen bei ihrem engsten Umfeld und führten schnell zu Niels, einem neuen Bekannten, den sie während seiner tiefen Krise nach dem Suizid seines besten Freundes kennengelernt hatte. Obwohl ihre Beziehung platonisch war, geriet Niels unter Verdacht, da er am Abend ihres Verschwindens mit ihr schrieb, eine Verabredung hatte, in der relevanten Region wohnte und sich spätabends auf einem nahegelegenen Friedhof aufhielt. Eine unglückliche SMS über Reizwäsche verstärkte den Verdacht der Polizei, die ein mögliches Motiv in einer Wut auf Frauen vermutete. Niels und die gemeinsame Freundin Isabella bestreiten jedoch jede Schuld; Isabella hält die Ermittlungen gegen ihn für eine Zeitverschwendung. Der Podcast zeigt, wie Indizien eine Person belasten können, ohne dass die Tat aufgeklärt wird, und versucht, durch die Darstellung der komplexen Umstände neue Impulse für den Fall zu geben.

Transcription

7050 Words, 42128 Characters

German
Wenn die Polizei einen Menschen sucht, dann ermittelt sie von innen nach außen. Das hat einmal ein Polizist erzählt. Das heißt, man beginnt die Zeugenbefragung bei den Menschen, die der vermissen Person am nächsten stehen. Und von dort arbeitet man sich immer weiter nach außen. So war es auch bei Frauke. Die Ermittler haben mit ihrer Familie angefangen und dann mit ihren damals engsten Freundinnen und Freunden weitergemacht. Die Fragen, die sie gestellt haben, waren eigentlich immer ähnlich. Ist durch irgendwas an ihr aufgefallen, was ihr anders als sonst wollte sie weg, hatte sie an dem Arm noch Verabredungen, hat sie vor kurzem jemanden kennengelernt. Es dauerte nicht lange, bis die Polizei dabei auf etwas interessantes Stieß. Frauke hatte nämlich tatsächlich vor kurzem jemanden kennengelernt. Und ausgerechnet mit dieser Person hatte sie noch am Abend ihres Verschwintens Kontakt. In Patterborn wird seit Dienstagabend eine junge Frau vermisst, die 21-jährige Frau geniehmes. Ich wusste irgendwas, was es passiert. Auf einmal vibrierte mein Handy. Bist du festgehalten? Ja, nein, nein. Wer ist bei dir? Kann ich dir nicht sagen. Irgendwie wird sie probiert haben, uns ein Hinweis zu geben und wir haben ihn einfach nicht verstanden. Und jeder hat den Wiss und den Ärger, so wie wollen den Scheißfall klären. Wenn es dieses Mal nicht gelingt, dann gebe ich auf. Dann muss ich mit den Fragezeichen irgendwie weiter leben. Ihr hört Frauke Liebes, die Suche nach der Mörder. Ein Podcast von Stern und Stern Crime. Frauke Liebes wurde 2006 im Patterborn entführt und ermordet. Ihre Familie und die Polizei suchen den Täter bis heute. Dieser Podcast ist der Versuch, wieder Bewegung in den Fall zu bringen. Was fehlt, ist die entscheidende Zeugenauslage. Oder aber das Geständnis des Tätas. Ich bin Dominik Stavski, reporter beim Stern und das hier ist Folge 5, der neue Bekante. Fraukes neue Bekante hieß Niels. Sie hat ihn erst ein paar Wochen zuvor kennengelernt. Niels steckt in einer tiefen Krise. Sein bester Freund hatte sich ausgerechnet an Niels Geburtstag das Leben genommen. An dem Abend wollte Niels mit ihm und seinen anderen Kumpels reinfeiern. Sie waren unterwegs auf einem Schützenfest, aber noch vor miter Nacht verschwanden Niels bäster Freund Thomas plötzlich und taucht er nicht mehr auf. Noch in dieser Nacht hat Thomas sich das Leben genommen. Niels hatte nichts geahnt. Thomas hat ihm auch kein Abschiedsbrief hinterlassen, nur diese quellen Entfragen. Warum hat er sich umgebracht? Und warum ausgerechnet an Niels Geburtstag? Niels war damals wie gelähmt. Die wir empfingen, alle gingen zum Public Viewing, aber Niels gedanken kreisten immer nur im Thomas. Er kam dann nicht raus. Niels Freundin und Freundin merken wie fertig er war und versucht ihn abzulenken. Eine von ihnen war Isabella. Ich habe mir um Niels auch große Sorgen gemacht. Thomas war auch in unserem Freundeskreis mit drin. Es war für uns schwierig, aber Niels und Thomas, die gab es immer noch zu zweit. Das war ein Doppelpack und Niels war in so einem tiefen Loch gefangen, dass ich mir große Sorgen gemacht habe, wie ich ihn in der überhaupt jemals wieder rausholen. Isabella wollte Niels irgendwie auf andere Gedanken bringen. Als sie mit Frauke und den anderen aus der Pflegeklasse zum Feiern loszug, sagte sie ihn Bescheid. "Los, komm mit, es kann ja nicht schaden, meine paar neue Leute kennenzulernen." Und in dieser Zeit hat er Frauke kennengelernt und ich weiß nicht wie, aber irgendwie hat sie es geschafft, ihn abzulenken, in ins Leben zurückzulernen. Bevor Isabella die beiden miteinander bekannt gemacht hat, hatte sie zu Frauke noch gesagt, "Sprich Niels bitte nicht drauf an, also auf den Selbstmord seines Freundes." Aber Frauke ist dann zu Niels gegangen, hat sich vorgestellt, die beiden haben ein bisschen geredet und dann hat Frauke einfach gesagt, "Ich soll nicht drauf ansprechen, aber ich tue es trotzdem." Niels war diese direkte Art gleich sympathisch. Die beiden hätten nicht unterschiedlicher sein können. Auf der einen Seite, die offene Frauke, die vor Lebensfreude sprühte. Und auf der anderen Seite dieser schüchternen Niels, der gerade um seinen Freund trauerte. Isabella innerte sich noch an einen Abend im Kapitol, das seine Disco in Pada Bohr. Die ganze Klicke war dabei. Niels stand nur lustlos rum. Isabella sagt, dass Frauke einfach auf ihn zugelgangen ist, seine Hemdigegriffen hat und ihn auf die Tanzfläche gezogen hat. Er musste also tanzen. "Frauke hat ihm keine Wahl gelassen", sagt Isabella. Ein anderes Mal, als sie wieder abends losziehen wollten, hatten Niels Frauke beide Auswahl ihres Outfits geholfen. Frauke präsentierte ihre Klamotten und Niels gab dann seine Kommentare dazu ab und amisierte sich. Die beiden hatten Spaß zusammen. Frauke hatte einen Zugang zu Niels gefunden, den sonst keiner hatte. Zwei Tage vor Fraukes verschwinden waren Frauke und Niels das erste Mal zu zweit verabredet. Es war tolles Wetter angesagt. Sie sind in den Norden von Pada Bohrn gefahren, nur ein paar Kilometer von Niels Elternhaus entfernt. Niels kannte dort eine abgelegene Lichtung im Wald. Als Schüler hatte er an der Stelle mal gezählt. Die beiden wollten unter sich sein. Frauke fand die Idee mit dem Zäpler super. Sie hatte die Hoffnung, dass Niels dort endlich mehr von sich selbst erzählen würde und von Thomas seinem Freund. Die beiden haben den ganzen Tag auf dem Zäpler verbracht. Abends hat Niels Frauke wieder nach Hause gefahren. Sie haben sich dann für Dienstag im Papfer abredet. Dort sah es Frauke jetzt und schaute England gegen Schweden. Niels war nicht da. Es verklagewesen, dass er es später kommen könnte. Er hatte damals Spätschicht. Er arbeitet da als Maschinentechnik in einer Fabrik. Aber irgendwann im Laufe des Abends sagt er dann ganz ab. Er wolle lieber mit einem Kollegen Billiard spielen, Schrieb er. Zum Papso fahren würde sich einfach nicht mehr lohnen. Das WM-Spiel wäre dann vorbei. Und so lange wollte Frauke ja auch nicht bleiben. Das SMS-Schreiben, ich kann gar nicht mehr so genau sagen, wann das angefangen hat. Aber wir hatten Niels halt gefragt, ob er noch kommen möchte. Das hatte ich vorher auch schon mal gemacht und dann hat Frauke gesagt, "Ach komm, wir schreiben ihm noch mal." Er hat sofort zurückgeschrieben. Und so hat das dann angefangen, dass wir sich hinterher geschrieben haben. Und da das lustig war, haben wir damit auch halt einfach weitergemacht. Frauke hat erst mal versucht, Niels umzustimmen, als er nein gesagt hat. Und hat auch so ein bisschen versucht zu bohren und nach kommendurch. Und das ist doch ein lustiger Abend. Und warum denn nicht? Also sie hat nicht locker gelassen. Irgendwann war Fraukes Handy-Akulea. Da hat sie sich den Akku von Isabelle ausgeliehen, um weiter mit Niels schreiben zu können. Isabelle hatte auch ein Logi, aber es blieb dabei. Niels wollte nicht mehr kommen. Frauke war jetzt nicht traurig, als er gesagt hat, er kommt nicht. War halt schade, wir hätten uns schon gefreut. Aber sie war dadurch jetzt nicht bedrückt oder so. Sie hat von Anfang an Niels als Freund gesehen. Das hat sie mir auch immer erzählt. Und ich glaube, sie wollte einfach für ihn zu tun. Ja, einfach für ihn da sein, ihm helfen mit seiner Situation besser klarzukommen. Und einfach so ein Stück Leben zurückgeben. Um kurz vor 23 Uhr war Abfiff. Frauke stand auf, nahm ihre Handtasche und ging Richtung Ausgang. Gezahlt hatte sie schon. Sie hatte nur ein Kohlerbier getrunken. Isabelle brachte Frauke noch zu Tür und die beiden verabschiedeten sich voneinander. Kurz danach muss Frauke auf den Täter getroffen sein. Eine Woche nach Fraukes verschwinden, stand die Polizei plötzlich in Nielsfirma. Erarbeitete als Maschinentechnik an einer Fabrik nördlich vom Pada Bohr. Die Ermittler kam unangemeldet. Sein Chef bestellte ihn aus der Halle ins Büro. Niels war nervös. Es war da aber nur ein kurzes, harmloses Gespräch. Die beiden Polizisten fragten, ob Niels den Wisse, wo Frauke sei. Man würde sie suchen. Ob er irgendein Idee habe. Niel sagte, er können ihnen da leider nicht helfen. Die Ermittler zogen wieder ab. Aber es war nicht das letzte Mal, dass sie mit Niels sprachen. Sie erfuhren immer mehr Dinge über ihn, die sie interessant fanden. Niels wohnt im Norden vom Pada Bohr in Hövelhof. damit in der Ecke aus der Frauke zum ersten Mal Chris anrief. Vorgess Handy hatte sich mit dem Funkmast im Paderborn Sennelager verbunden. Der steht nur ein paar Kilometer von Hürlhof entfernt. Auf unserer Website haben wir übrigens eine Karte, in der wir eingezachnet haben, woher die Anrufe und SMS von Frauke kamen. Den Link dazu findet ihr in der Beschreibung dieser Podcastfolge. Aber nils Wohnort war nicht das einzige, das Tiermittel auffällig fanden. Sie hatten auch erfahren, dass nils immer wieder spät abends allein auf einem Friedhof unterwegs gewesen ist. Auf dem Friedhof, auf dem sein bester Freund Thomas begraben liegt. Das Nils im Dunkeln das Grab besucht konnte man seltsam finden, was aber noch dazu kam war, dieser Friedhof war der Friedhof auf dem Dören. Fläche innerte ihr euch an den Namen Dören. Mordemittler Ralf Östermann hat ihnen Folge 4 erwähnt. Da sprach er von dem "Gewerbegebiet" Dören. Von dort aus hatte Frauke mehrmals angehufen und zwar spät abends. Das Gewerbegebiet und der Friedhof liegen gleich nebeneinander. Was die Ermittler auch recht schnell herausgefunden hatten war, das Nils zu denjenigen gehörte, die wussten, dass Frauke im Pap war. Die Ermittler überprüften, wie lange man von Nils Fabrik zum Pap gebraucht hätte. Sie wollten wissen, ob er es theoretisch nach der Spätschicht hätte schaffen können. Es sind um die 35 Kilometer. Für die Strecke braucht man je nach Verkehr etwa eine 3-5 Stunde. Die Spätschicht in der Fabrik geht immer bis 22 Uhr 15. Frauke hat den Pap um etwa 23 Uhr verlassen. Vielleicht auch ein paar Minuten früher. Es wäre zeitlich zwar engewesen, aber wenn Nils etwas Gas gegeben hätte, hätte er es schaffen können. Die Straßen waren um die Zeit frei. Angenommen Nils wäre zum Pap gefahren und angenommen, Frauke wäre vor dem Pap auf ihn getroffen. Dann wäre auch die SMS erklärbar, die sie wenig später an Chris geschickt hatte. Wir erinnert euch, Chris wartet in der WG und Frau geschrieb, dass sie froh sei, dass Deutschland nicht gegen England spiele und dass ich später nach Hause komme. Da wirkte noch alles harmlos und deswegen ging die Polizei ja auch davon aus, dass sie in diesem Moment mit jemandem unterwegs war, den sie gekannt hat. Nils wurde zum idealen Verdächtigen, auf ihn traften gleich mehrere Kriterien zu. Er war ein Bekanter von Frauke, der dazu auch noch in einer Lebenskrise steckte. Er war der Mann, mit dem Frauke an dem Abend ursprünglich verabredet war, mit dem sie dann intensiv SMS schrieb, der sich im Pada Bohr und der Umgebung auskante und der auch noch eine Verbindung zu den Orten hatte, aus denen einige von Frauke späteren anrufen kam. Ich selbst benies schon 2015 das erste Mal begegnet. Das war damals gar nicht geplant und ehrlich gesagt, hat es mich ein bisschen überrumpelt. Ich hatte mich mit Isabella verabredet, um sie zu interviewen in einer Bahn Pada Bohr. Ich wusste, dass Isabella eine wichtige Zeugin ist. Ich saß also in der Bar und sie kam rein, in Begleitung eines jungen Mannes. Ich hatte keine Ahnung, wer war und warum er dabei war. Ich dachte kurz, vielleicht ist es ihr Partner. Ich habe auch eine Aufnahme von diesem Treffen, aber die Tonqualität ist leider schlecht. Es war einfach sehr laut in der Bar. Ich wusste damals auch noch nicht, dass ich die Aufnahmen mal für ein Podcast benutzen würde. Und von der Reihenfolge wäre es für mich total hilfreich, um Wunde ganz chronologisch das zu besprechen. Ich sage Isabella's Begleiter, dass es mir helfen würde, wenn ich wüsste, wer er sei. Und das würde mir erstmal helfen, wenn ihr sagen würd, was damals, was du auch dabei bist oder. ja, ich war eher mit dem der Statistischen Schriegen. Ich habe es ziemlich kaputt. Und er antwortet, er sei derjenige gewesen, mit dem Frauke damals als letztes geschrieben hatte. Ah, ich dachte, es macht schon ziemlich ja auch dabei. Vielleicht hört ihr es, ich bin völlig überrascht. Bis zu diesen Zeitpunkt hatte mir niemand erzählt, dass Frauke an dem Abend noch mit jemanden anderen außer Kris geschrieben hatte. Und dann erzählt mir nie seine Geschichte. Von selbstmord seines Freundes, von Picknik auf dem Zähplatz mit Frauke, von seinem Heimatort Hövelhof, der bei einem der Funkmasten liegt, vom Friedhof, den er nachts besuchte, ich staune. In der Offenheit, aber eben auch darüber, dass so viel zu ihm als Tatverdächtigen passt. Nach unserem Interview muss nils gleich los. Ich bleibe noch mit dieser Beller ein paar Minuten vor der Bar stehen. Wir reden ein bisschen über meine Recherchen. Da holt dieser Beller plötzlich noch zwei Briefe von Frauke aus ihrer Handtasche. Frauke hatte sie nur ein paar Tage, bevor sie verschwunden ist geschrieben. Es sind diese Art Briefe, die im Unterricht zusammengefallte durch die Reihe gereicht werden. In dem Briefen geht es fast nur um Nils. Frauke schreibt, "Hi, Isar, hast echnen lieben Kumpel, aber so als Mann ist er echt kompliziert." Und in dem anderen Brief schreibt sie, so schüchtern ist er echt nicht. Frauke schlägt in dem Brief an dieser Beller auch für Dienstagabend eine Verabredung im Papvor. Nils kommt mit Arbeitskollege so gegen elf, schreibt sie. 23 Uhr am Pap. Das ist ziemlich genau die Zeit, zu der Frauke höchst wahrscheinlich auf den Täter getroffen ist. Als ich amst motelzimmer noch einmal die Briefe lesen, denke ich krass. Kann das alles zuverzahlen? Die passenden Orte, die Verabredung an dem Abend, die passende Zeit? Wer ist dieser Nils eigentlich? Mein Name ist Nils. Ich hatte zu dieser Zeit kurz vorher Frauke kennengelernt durch meine Freundin Isarbeller. Und nach ihrem Verspinden wurde ich dann auch einer der verdächtigen zu dieser Zeit, die was mit Isarta zu tun haben könnte. Nach unserem Treffen damals mit Nils in Isarbeller habe ich Nils noch ein paar Mal alleine gesprochen. Entweder haben wir telefoniert oder wie hier ein richtiges Interview geführt. Ich habe immer für mich selber eingeräumt, dass ich eigentlich der logische verdächtige Binnen, also ich habe das schon verstanden, warum ich da auf dem Zettel stand. Nils weiß, dass man es zum Beispiel seltsam finden kann, dass er nachts auf dem Friedhof unterwegs war, auch wenn er dafür eine Erklärung hat. Wer Schichtarbeit arbeitet, er weiß, dass es eigentlich keine festen Wurzseiten für irgendwelche Sachen gibt. Für mich ist es einfach nach der Arbeit. Und wenn nach der Arbeit 23 Uhr ist, dann fahre ich eben nach der Arbeit auf dem Friedhof. Es kam aber natürlich auch nicht so gut an. Die Ermittler überzeugte die Sache mit der Schichtarbeit nicht wirklich. Es sprach einfach zu viel gegen ihn. Sie konfrontierten Nils mit möglichen Motiven. Die Polizei hatte da viele Theorien. Ich habe mein besten Freund verloren, der bis dato keine Freundin hatte. Ja, die Polizei hatte da verrücktesen Theorien eben, dass ich jetzt vielleicht beim besten Freund damals keine Freundin hatte. Und ich bin jetzt sauer auf die Frauenwelt und wir gehen an solche Taten, eine Variante. Nils hatte zu der Zeit noch nie eine Freundin gehabt. Das hatten er und Thomas gemeinsam. Die Ermittlerhielten ist offenbar für denkbar, dass daraus bei Nils eine Wut entstanden sein könnte. Auf alle Frauen, dass Nils ihnen die Schulteran gegeben habe, das Thomas sich umgebracht hat. Dass er sich an der Frauenwelt rechen wollte, indem er Frauke entführte. Wie fandest du, Frauke? Frauke waren nettes Mädchen, ganz klar. Und ich war sehr dauernd und man hat gleich gemerkt, Frauke wollte da irgendwie helfen und wollte mich dann sozusagen zurück ins Leben holen. Ja, natürlich muss man sagen, sie hat mir damit schon geholfen. Hast du dir vorgestellt, dass es irgendwie auch ein bisschen mehr ist als einfach nur so ein Kennlehr in einer neuen Bekannten? Zu dem Zeitpunkt, na ja, wie ich schon gesagt, ich fand Frauke total nett, wunderschönes Mädchen. Ich war in dieser Zeit einfach nicht für so was bereit. Ich hätte mir später mit Sicherheit irgendwann was vorstellen können. Wie beschädzt du Frauke da ein? Was machte sie so für eine Eindruck? Was sie jemand, die irgendwie Lust hätte, auch auf mehr als in der Situation, was war so dein Eindruck damals? Mein Eindruck war, dass Frauke das glaube ich nicht. Ich glaube, die wollte einfach nur helfen. Ich glaube, die hatte solche Absichten nicht. Also, die dachte, da ist ein gebolteter Junge, den muss ich jetzt wieder aufbäppeln, das, wie ich schon gesagt, helfen so ein Drum. Mehr denke ich, war da nicht die Absicht. Hatte dir denn auch so ein bisschen, also geflirtet oder war das ein bisschen mehr oder kannst du nicht daran so etwas erinnern, dass das ein bisschen mehr war? Ich glaube, Frauke und ich haben nicht geflirtet, nein, nein. So einfach, wie zwei, schon ewige Freunde sind wir miteinander umgegangen, als hätten wir uns schon ewig gegangen, eher so auf die Schiene. Zwischen den beiden lief also nichts, sagt Nils. Später hätte sich vielleicht etwas vorstellen können, aber zu dem Zeitpunkt war er nicht so weit. Das erzählt ja damals auch den Ermittlern. Aber die fanden auf seinem Handy etwas, das nicht wirklich passt so zu dem, was er sagte. Sie stießen nämlich auf die. eine SMS vom Arm des Verschwindens. Den genauen Wortlaute SMS kenn ich nicht. Auch Nils hat sie nicht mehr. Aber es ging in der Nahrheit unter anderem darum, dass sich Nils wünscht, dass Frauke mal eine Reizwäsche für ihn anziehen würde. Ja, nachher nein natürlich unglückliche gewählte Worte, aber das konnte man zur Demzeitung ja nicht wissen. Ja, ich habe das mal hier heute noch gehern, ich esse gerne. Und das ist anders Fleisch. Und irgendwie kamen wir da drauf mal mit dieser Bälle und mit Frauke zusammen. Und ich glaube, die beiden haben gesagt, wir machen die, wir kommen es mal zu uns und dann machen wir die mal passchöne Schnitzel. Und dann habe ich einfach nur so flachsig gesagt, ja, aber dann müsst ihr auch Reizwäsche anhaben. Da habe ich noch was zu gucken. Ja, und so ist es mir dann nahre natürlich schwer ans Beiegel laufen. Also zwar eigentlich nur als, ja, Bitz gemeint. Die Polizei fand das nicht witzig. Und klar, als er Mittler hätte ich mich wohl auch gefragt, warum redet Nils von Reizwäsche, wenn alles nur platonisch war? Die Polizisten fragten Isabella, wie sie das Ganze sah. Die hatten die ganzen SMS auf Papier ausgedruckt, um hier vor die Nase gelegt. Und die wollten halt von mir genau wissen, ob wir auch wirklich für einen kochen wollten in Unterwäsche und wie er das gemeint hat und wie wir das aufgepasst haben und ob der Hintergedanken war. Als diese ganzen Verdacht gegen Nils immer wieder mit diesen Fragen kamen und so weiter, bist du irgendwann selber unsicher geworden, was Nils angeht, weil die immer wieder diese Fragen gestellt haben? Der ganze Verdacht gegen Nils, die ganzen Fragen, die haben mich eigentlich nur Wüten gemacht, weil ich mir so sicher war, dass er es nie war. Und je mehr die Geburt haben, das Wüten da war ich. Isabella hatte das Gefühl, die Polizei verschwendete mit Nils nur wichtige Zeit. Sie sollte lieber woanders ermitteln. Für sie waren Nils in etwas reingeratend für das er nichts konnte. Er war einfach nur Fraukes neuer Bekannte, das war alles. Vor einer Weile habe ich in Fraukes Alpenfreundeskreis rumgefragt, ob sie Bilder von Frauke haben, aus ihrer Zeit im Pada Bohren. Und es gab welche. Eine sehr gute Freundin von Frauke hat mir sogar ein Video geschickt. Es ist eine Aufnahme aus einer Disco, in der Frauke mit ihrer Klicke öfters mal tanzen war. Das Video ist sehr pixelig, meiner Kennt keine Details. Isabella hat das mit ihrem alten Handy aufgenommen. Aber was man ganz klarerkennt, sind Frauke und Nils. Es ist die Situation, von der mir Isabella erzählt hat. Nils lehnt loslos am Rand der Tanzfläche. Frauke tanzt vor ihm. Sie hält seine Hände. Versucht ihn zu animieren. Aber er scheint nicht tanzen zu wollen. Plötzlich zieht Frauke ihn auf die Tanzfläche und flüstert ihm etwas ins Ohr. Und dann passiert etwas, dass ich nie erwartet hätte. Die beiden küssen sich. Auf den Mund. Nur einmal, ganz kurz. Dann ist das Video aus. Als ich mir das Video das erste Mal angeschaut habe, war ich mir nicht ganz sicher, ob ich es wirklich richtig gesehen habe. Die Qualität ist wirklich nicht gut. Ich dachte, vielleicht sieht es nur so aus, als würden sich die beiden küssen. Ich habe es dann noch ein paar Mal geschaut und auch eine Kollegin gezeigt. Aber es ist so, sie küssen sich. Das verwirrt mich einiger Massen. Es war doch nicht zwischen Frauke und Nils. Ich spreche noch mal mit Isabella. Sie war ja dabei. Was ich noch nicht ganz verstanden habe, was es eigentlich zwischen den manchmal war. Ich habe Nils auch wieder gefragt und er sagte, "Naja, war nichts richtig ernstes. Könnte ich schon mal vorstellen können." Und dann habe ich mal gesehen, es gab so ein Video aus dem Kapitol. Hat ich schon die beiden küssen sich doch. Nee. Die beiden haben getanzt. Aber sie hat ihm dann irgendwie etwas ins Ohr geflüstert und das sah so aus. Sie in sich? Es kann sein, dass sie im Küsschen auf die Wange gegeben hat. Aber. Weil sie haben sich nicht richtig gekürzt. Ich habe das Video, ich habe es mir jetzt mal gestern am Normaang geschaut. Ich habe das gar nicht mehr. Soll ich nochmal zeigen? Ja. Kommen, ich zeige es dir mich, ich habe es hier dabei. Doch ich glaube, sie hat ihn im Küsschen gegeben. Aber es ist so. Es ist so. Genau. Also das ist natürlich auch irgendwie die Auflösung. Ist ja etwas Video gedreht. Ja, hätte ich. Das sind die damals. Deswegen ist die Qualität auch so schlecht. So ich ne schlechte Auflösung. Das ist jetzt die Musik. Ja, okay. Der letzte Kurs, das war schon so ein Kurs auf dem Mond, oder? Ja. Also ich geh noch einmal an diese Stelle, ne? Weil. Ich. Der ist nicht. Der ist sagt, sie haben etwas gemacht. Ja. Frauke hat ihm im Definitiv-Küsschen auf dem Mond gegeben. Ich komme mir ehrlich gesagt etwas komisch vor, weil ich gerade einem Kurs hinterher recherchiere, der auch noch 16 Jahre zurückliegt. Aber weil alle immer gesagt haben, Nils und Frauke waren definitiv nur Freunde, hat mich der Kurs überrascht. Und deswegen will ich es jetzt genauer wissen. Mir ist klar, dass dieser Kurs nicht unbedingt was bedeuten muss. Er ist kein Beweis dafür, dass zwischen Frauke und Nils was lief. Es ist manchmal einfach schwierig zu sagen, was zwischen zwei Menschen ist. Oft wissen sie beiden Menschen selbst nicht genau. Beziehungen entwickeln sich. In welche Richtung das ist nicht immer klar. Mal nur in Richtung Freundschaft. Und ein anderes Mal geht es um mehr. Und manchmal ist es irgendwas dazwischen. Ein Anbandeln, von dem man einfach noch nicht weiß, wohin es führt. Dieser Beller sagt, Frauke habe ihr klar gesagt, dass sie von Nils nicht mehr wollte als eine Freundschaft. Wie es andersrum war, da ist sich dieser Beller nicht so sicher. Das ist nicht so. Ich erster jetzt ein bisschen mehr erhofft hat. Ich glaube, er hätte sich darüber gefreut. Aber. So hat jetzt mehr gesagt. Also, dass er einfach toll fand. Und dass er sich auf jeden Fall hätte mehr vorstellen können. Wirklich wissen, was Nils gefühlt hat, kann dieser Beller natürlich nicht. Also ruf ich Nils selbst nochmal an. (Bell) (Bell) (Bell) Geht's hier? Ja, ein Nils, hier ist Dominik. Hallo. Hi. Hi. Ich steck gerade in der Podcastarbeit. Ich bin gespannt, wie Nils sich an den Kuss erinnert. Ich hab ein Video gesehen, uns v.a. Kapitol. Und was man da sieht, und das hat mich irgendwie gewundert, dass ihr euch bei deinem Kuss gebt auf dem Mund. Nee, das kann ich sagen. Also, dann kommt das nicht ruhig. Da hat es mir, glaube ich, auf den Wangen gegeben. Ja, das hab ich auch erst gedacht. Glaub mir, ich hab's auch erst gedacht. Weil ich meine, ich wusste ja, ich hab ja mit dir gesprochen. Und man war's ja auch mal gesagt, und da war ja nichts. Aber wenn man dieses Video sieht, dann sieht man erst Schlüsster, sie dir was ins Ohr. Und dann, bäugte sie sich einmal zu dir und gibt so, die einen ganz kurzen Kuss direkt auf dem Mund. Aha. Gut, das ist dann ist das irgendwie gelöscht bei mir selber. Aber ich hab die Situation anders hinter Koff, also, es war so, dass ich mit Bella und mit einer anderen, mit Bella damals liegen nachbarn war ich noch da. Und eben, Bella hatte dann eine Frau mitgebracht. Und ich war da noch relativ niegelgeschlagen. Und saß an der Nahthekohlen, hab mir da eingedrungen. Und sie wollte mich da einfach nur auf eine tanzeliche Ziele. Das war so der Hintergrund. Also an diesen Kuss, da könnte ich mich jetzt irgendwie nicht rein. Ich hätte jetzt noch mit rein einigen können, dass irgendwas auf der Wange gekommen ist. Aber mehr weiß ich wirklich nicht. Mag's sein. Ich will jetzt nie nein sagen, aber es war auf jeden Fall nichts, dass man jetzt unbedingt da große Wedeutung schenken sollte. Ich glaube, genau es war jetzt auch alles andere als sozusagen jetzt ein leidenschaftlicher Kuss. So, es war so ganz furcht. Ja. Warum ich jetzt natürlich frage ist so, weil ich immer noch so ein bisschen verstehen will, was das so war. Und ich, wir haben ja schon öfter mal drüber gesprochen, was dir mal so gesagt, ja, also, vorstellen, dann hättest du dir vielleicht irgendwann mal was für später so hättest du dir schon vielleicht was vorstellen können. Aber damals eigentlich nicht. Und da hat man so ein bisschen das Gefühl, es ist doch so ein Flirten gewesen zwischen euch oder? Oder wie würdest du es beschreiben? Also. Ach, das war nicht wirklich nicht unbedingt behaupten. Also, ich hatte den Einlock, sie wollte einfach nur was Gutes tun, oder sie hat einen Samarita-Effekt da gehabt an. Und ich war einfach noch zu kaputt, dass ich da irgendwo was reinhe, der brittiert hätte. Okay. Nach dem Pignik, klar, da hat sich dann da ein bisschen, da hätte man sich schon vorstellen können. Deswegen hatte ich dann gesagt, dann hat man sich so ein bisschen mehr kennengelernt. Das war dann glaube ich, wo auch eher so wie Bella sagte, dann eher von meiner Seite. Aber so tief war das dann noch nicht. Verstehe ich, okay. Seit ich nils kenne, hat er nie gezögert, mit mir zu sprechen. Er ist nie einer Frage ausgewichen, im Gegenteil. Er war immer offen. Obwohl er weiß, dass es einfach ist, ins Grübeln zu kommen, wenn man seine Geschichte hört. Das ist auch der Grund, warum er nicht will, dass sein Nachnabe bekannt wird. Die Polizei ließ damals bei Nils nicht locker. Er sah jetzt, kann sich am mindestens fünf Vernehmungen erinnern. Er sagt, es waren zwei Beamte. Der Mann war nett. Die Frau war der Badkopp. Ich kann das nicht überprüfen. Ich kenne die Akten und die Vernehmungspotokone nicht. Sie sind geheim. Der Fall ist ja noch offen. Die Ermittlungen laufen. In so einer Situation ist es mir als Journalist verboten, die Akte einzusehen. Wenn ich sie sehen würde, könnte ich Dinge erfahren, die außer der Polizei nur der Täter weiß, sogenannte "Täterwissen". Dieses Wissen kann wichtig werden, um einen Täter irgendwann auch überführen zu können. Wenn jemand nämlich in einer Vernehmung Dinge sagt, die nur der Täterwissen kann, dann spricht viel dafür, dass er es auch ist. Deswegen darf dieses Täterwissen nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Meine Quellen für diesen Podcast sind die Menschen, die Zeugen. Ich interviewe sie, frage sie, wie sie das ganz erlebt haben. So sammle ich meine Informationen. Ich gehe dabei gerne chronologisch vor, ich fang ganz vorne an, so habe ich es auch bei Nils gemacht. Wie hast du Frauke kennengelernt? Wer war sie für dich und so weiter? Irgendwann sind wir dann an dem Tag angekommen, an dem Frauke verschwunden ist. Wie hast du den Dienstag verbracht? Ich bin morgens aufgestanden, dann habe ich fertig gemacht und musste dann schon um 14 Uhr auf der Spätschung auf Arbeit sein. Ich bin dann zur Arbeit gefahren und habe dann da gearbeitet, ganz normal acht Stunden. Und dann in 2015 hatten wir dann Feierabend, und da bin ich damals mit einem Arbeitskollegen und auch Kumpel im Andi eben noch Böhrtspiegel gefahren. Wir haben gesagt, okay, zum Fußballspiel schaffen wir das sowieso nicht mehr, da kriegen wir sowieso nichts mehr mit. Ist ja gleich zu Ende, kommen können wir auch die Jads spielen fahren. Dann sind wir noch nach Schloss Neuer ausgefahren und haben da in so einer Spielothek ein bisschen geschnuckert. Schloss Neuhaus ist ein Stadtteil vom Pada Bohr, er liegt im Norden der Stadt, nicht weit entfernt von Hövelhof, von Nils damals lebte. Er war öfters zum Billiard spielen in dieser Spielothek. Wie seid ihr dann zu lieben an dem Abend? Frau, und ich haben erstmal nichts konkretes mehr ausgemacht. Ich glaube, es war einfach nur so, wir hören uns morgen oder wir schreiben morgen, so in der Art. Nichts konkretes eigentlich. Und wie ging denn dein Abend weiter? Also wie verliebt er weiter? Ja, nachdem ich dann mit Ani eben das Nuckert hatte, wir haben dann gesagt, wir haben noch ein bisschen Hunger, ja, fahren wir noch zum, also wir nennen immer Dönermann, dann sind wir noch nach Pada Bohrn ja zum Döner Essen gefahren. Und dann sind, aber dann haben wir uns da auch getrennt, er ist dann nach Hause gefahren und ich bin dann wieder zurück nach Hövelhof. Und dann? Dann habe ich mich ins Bett gelegt, dann ein, nur zwei Uhr. Es muss später gewesen sein, weil dieser Dönermann eben, der hat bis damals bis sechs Uhr morgens aufgehabt, das war auch der Einzige laden, wo er noch was gekriegt hätten, also muss es schon etwas später gewesen sein. Aber ich habe mal spätestens um drei Uhr war ich mit Sicherheit auch im Bett, weil wir ja auch nächsten Tag wieder arbeiten mussten, aber so spät kann es nicht gewesen. Um festzustellen, ob Nizi Wahrheit sagt, wollten ihr mittler damals genau rekonstruieren, wo er in dieser Nacht wann war. Weil er wirklich billiert spielen. Weil er wirklich Döner essen. Die wichtigste Person dafür war Nils Freund Andreas. Ich weiß Andreas und habe Nils auf der Arbeit kennengelernt. Ich treffe Andreas in seinem Haus und einem Dorf außerhalb von Pada Bohrn. Er will nicht, dass man in Ordnen, genauso wenig wie sein Nachnamen, da geht es im Nils. Erst inzwischen Vater von zwei Söhnen, sein Garten steht voll mit Spielzeug. Er hat sich zuvor noch nie öffentlich zu diesem Fall geäußert. Und er ist auch heute nicht schafft darauf. Aber wenn es um Nils und sein Ali begeht, muss ich auch mit ihm sprechen. Also wenn jetzt jemand sagt, der Nils war das, was würdest du demjenigen sagen? Nils ist es nicht gewesen, egal, wer da jetzt vor der Tür stehen würde. Der ist es einfach nicht gewesen. Ich bin quasi der Zeuge, dass wir zusammen unterwegs waren. Andreas erinnert sich wie ihn damals die Polizei das erste Mal besuchte. Auch bei ihm kamen sie ermittler unangemählert in die Fabrik. Sie war nicht simpelig mit ihm, weil sie dachten, dass Andreas in diesem Fall vielleicht nicht nur Zeuge ist, sondern selbst etwas mit Fokus verschwinden zu tun haben könnte. Die haben zu mir gesagt, nicht der genauer Satz, aber es kam so was wie, wenn sie es waren und sie wissen, wo sie ist, dann sagen sie mir Bescheid, dann hat sich der Fall erledigt. Und ich wusste es ja gar nicht, was ich sagen sollte. Ich war total perplex. Ich wollte es ja gar nichts sagen und dann habe ich gesagt, nein, ich weiß es nicht. Ich war mit Nils Nugaspiel. Das hat ungefähr 15 Minuten gedauert und da durfte ich wieder gehen. Andreas hat Nils Ali die bestätigt, aber die Polizei ließ immer noch nicht locker. Andreas war für sie einfach kein neutraler Zeuge. Er war ein Freund von Nils. Also machten sie sich auf die Suche nach objektiven belegen, die für oder gegen die beiden sprachen. Sie verabredeten sich mit Nils, um alle Orte seines Ali bis aufzusuchen. Er weiß noch, wie die beiden Ermittler mit ihm durch die Gegenge fahren sind. Er sah hinten auf der Rückbank des Polizeiwagens. Wir sind erst bei der Bank angehalten, da musste ich dann eben die Konto auszüge vorlegen, weil ich ja damals kurz vor diesen Nugaspielern habe ich der Geld abgehoben. Es war natürlich ein kleines Ali-Bee, wenn man dann natürlich nachweisen kann, dass ich zu diesem Zeitpunkt eben an dieser Bank war. Dann musste ich eben die Konto auszüge vorlegen. Ich war zumindest das Datum und die Uhrzeit darauf. Dann ging es weiter in die Schnuka in die Spielität, wo wir halt eben Schnuka gespielt haben. Da wurde dann gefragt, kennen Sie den Mann, war der an dem Tag hier. Haben Sie Videoaufnahmen, ja, es werden Videoaufnahmen gemacht, aber die werden alle 48 Stunden überspielt. Also gab es da auch nicht um einen Englitz und die Frau hinter der Teke konnte sich an mich auch nicht erinnern. Dann sind wir weiter in den Dönerladen, wo wir dann eben nach dem Schnuka auch einen Döner gegessen hatten. Auch da wurde der Betreiber gefragt, ja, kennen Sie den Mann. Ja, ich war zu der Zeit oft erkundet, aber ich an dem Tag, an dem Abend, da gewesen bin, das konnte eben der Mann da auch nicht mehr sagen. Nils weiß nicht mehr, wann genau die Polizei seine Ali-Bee überprüft hat. Aber es war auf jeden Fall mehrere Wochen nachfraukes Verschwinden. Es ist normal, dass sich die Leute, die Nils Ali-Bee hätten bestätigen können, da nicht mehr an ihnen erinnerten. Die Polizei ermittelte weiter. Die Beamten recherchierten zum Beispiel, wann Nils und Andreas in der Woche in der Frauke sich meldete, gearbeitet hatten. Das konnten Sie ganz einfach feststellen, in der Betrieb gab es nämlich Stempelkarten. Sie prüften auch, die genauen Fahrzeiten zwischen der Fabrik und den Orten von denen Frauke anrief. Und sie durchsuchten Nils Keller, er lebte damals noch bei seinen Eltern. In sein Zimmer ging sie übrigens nicht, das wundert Nils bis heute. Stattdessen interessierten sie sich vor allem für sein Auto und fast noch mehr für das von Andreas. Bei dem waren Nils und Andreas damals auch zur Spelothek gefahren. Andreas weiß noch, wie irgendwann auf der Arbeit sind Handyklingelte, die Polizei war dran, ob er bitte mit seinem Auto zur Nils kommen könnte. Hab ich Auto genommen, sind wir zu Nils in Gefahren, auf Auto hingeschält. Dann kam die Hunde und ich habe Dinge gesagt, ich habe aber grillfleisch im Auto. Es hat ein Problem, wir sagen, die ja, wir müssen sie rausnehmen. Ja, hab ich rausgenommen. Aber was ich habe in die Frage gestellt, warum sein Sie mir das denn, dass ich mir im Auto vorbei komme soll. Und die durchsuchen, das warum kommen die nicht einfach vorbei und machen ist so überraschend. Das habe ich nie begriffen. Spuren fand die Polizei in den Autos keine. Irgendwann hörten die Ermittlungen gegen die beiden auf. Die Polizei meldete sich nicht mehr. Es gab wieder angekündigte, noch unangekündigte Besuche. Es gab auch keine Durchsuchung mehr. Es war einfach wieder Ruhe. Die Polizei muss irgendwelche Gründe gehabt haben, den Verdacht gegen die beiden fallen zu lassen. Ich habe Ralph Oestermann, der die Ermittlungen leitete, danach gefragt. Als ich mit Oestermann über Nils sprach, kannte ich Nils erst seit ein paar Tagen. Ich war selbst zu berrascht von den vielen Dingen, die auf ihn deuteten. Also bin ich nochmal ins Polizeipräsidium gefahren. Ich wollte das Oestermann mir erklärt, warum die Ermittler Nils als Täter ausgeschlossen haben. Was hat dann am Ende dazu gefüllt, dass Nils im Grunde auf jeden Fall aussehen konnte? Ich war schon in der ersten Frage, die mich interessierte. Es war ausgeschlossen, dass in dem SMS-Dialog eine Verabredung stattfand. Da war Ralphs für uns, da war er absolut keine Hinweise. Und dann hatten Sie ja selber mit mir die Alibi-Friebe. Das ist natürlich wieder entscheidend, denn muss man ganz platt auszudrücken, wenn jemand zu den Anrufzeiten war. Oder das Zeit, wenn es so klein war, vom Feierabend, sage ich mal, bis wann, hoch. Dann kann man eigentlich mit 99,9%iger Sicherheit sagen, das geht nicht. Das war natürlich der Punkt, wo gesagt haben, diese Alibi sind nur beim liebsten. So kann man natürlich von Leuten wirklich definitiv beitragen. Das ist halt verdächtig, auch schön. Am Ende sei es eben nicht nur die Aussage von Andreas gewesen, die Nieds entlastete, sagt Östermann. Man hätte auch nach objektiven Belegen gesucht. Stempelkarten, Spuren-Sicherung, all das. Das können Sie sich vorstellen, dass das natürlich eine der Personen war, auf die wir ein ganz besonderes Augennerg geleicht haben, das ist so ein klarer Fall, mit dem wir natürlich intensivstüber haben. Aber wir sind dann nachher zu dem Schluss gekommen, dass er mit dem Verschwind in der Frau und auch in deren Tod wirklich absolut kann nichts zu tun. Nielz war der falsche. Die Polizei schließt ihn heute als Täter aus. Für Nielz war es eine harte Zeit. Erst der Selbstmord seines besten Freundes, dann war plötzlich Frauke weg. Und danach ist sie auch noch selbst unter Verdacht geraten. Wenn er zurückblickt, kann er manchmal selbst gar nicht glauben, was in diesen Wochen alles passiert ist. Gott sei Dank hat man, dass so dem Zeitpunkt hinbekommen, alles so Offereie, ohne irgendwo einzuknicken, sage ich mal für sich selber. Man sagt ja, was eigentlich unruhend das macht, wenn stärker. Vielleicht ist das einer der Punkte. In der Zeit direkt nach Fraukes Verschwinden gehörte Nielz zu denjenigen, die glaubten, dass Frauke schon irgendwann wieder auftauchen würde. Aber die Wochen vergingen. Die Fußball-Vermball längst vorbei. Es gab nach dem letzten langen Anruf kein Lebensseich mehr von Frauke. Die Ermittlauter suchten Fraukes Computer. Sie lasen sich durch ihre Chats, so wie es vorher schon Fraukes Schwester getan hatte. Aber auch die Ermittler schließen dabei auf nichts Verdächtiges. Fraukes Mutter ermittelte währenddessen auf ihre Weise. Sie verteilt dann noch einmal Flugblätter. Sie klapperte optachlosen Heime ab, kontaktierte Säkten beauftragte und Drogenberatungsstellen. Sie glaubte nicht wirklich, daran, dass Frauke in die Drogenszene abgerutscht oder in die Fänge einer Säkte geraten war. Aber in ihrer Verzweiflung probierte sie einfach alles. Sie gab der Lokalpresseinterviews auch dem Fernsehen. Einmal war ein RTL-Team in ihrem Direktoren-Beruh, in der Schule zu Besuch. Seit ein Einheit Monaten ist Frauke Liebs verschwunden. Niemand weiß, wo sie sich auffällt. Ihre Mutter hat die Polizei eingeschaltet, bisher ohne Erfolg. Ingrid Liebs ist mittlerweile überzeugt, dass ihrer Tochter etwas schlimmes passiert sein muss. Ich denke, Frauke braucht in irgendeiner Form Hilfe, wenn sie überhaupt noch lebt. Was wir ja nicht wissen. Denn wir haben seit sechs Wochen nichts mehr von ihr gehört. Frauke Smutter verlor damals langsam die Hoffnung. Frauke Vater und sie hatten 5000 Euro Belohnung für Hinweise ausgelobt, aber auch das blieb ohne Ergebnis. Sie hatten sogar ein Privatdetektiv eingeschaltet, aber auch der konnte nicht weiterhelfen. Er stellte der Familie nur eine dicke Rechnung. Langsam ging auch das Interesse der Medien an dem Fall zurück. Es gab einfach nichts Neues mehr zu berichten. Stattdessen macht ein anderer Kriminalfallschlag sein. In Österreich gelang es einer jungen Frau von ihrem Entführer zufliehen, nach acht Jahren in Gefangenschaft. Ihr Name? Natascha Kampusch. Es war eine weltweite Sensation. Von Tag zu Tag wurden mehr Einzelheiten über ihr Schicksal bekannt. Es gab Grafiken, die ihr Keller verließt zeigen. Die Zeitung waren voll damit. Für Fraukes Freundinnen und Freunde und für ihre Familie war es kaum auszuhalten, das zu sehen. Obwohl es in ihnen auch Hoffnung weckte. Theoretisch könnte Frauke noch leben. Für die Polizei blieb die vermisten Sache Frauke lieb's formal eine Offenermittlung. Aber bei den Beamten passiert da eigentlich nichts mehr. Sie wussten einfach nicht mehr, was sie machen sollten. Ja, mit uns technisch, was ich noch noch eingestehen. Da brauchen wir sie auch nichts vormachen. Das wäre der Fall schon immer, was ich vorma. Es ist einfach so. Irgendwann bist du, wo ist man? Ja. Du kannst Platz zu sagen, mit deinem Laptain am Ende. Dann gibt's nichts mehr zu ermitteln. Schluss. Am 4. Oktober 2006, also 3,5 Monate nach Fraukes verschwinden, klingelt das Handy von Ralf Östermann. Es ist ein Mittwoch, früher Abend. Östermann hat Telefonbereitschaft in der Mordkommission. Er geht dran. Am anderen Ende meldet sich die Zentrale der Kripo. Man habe in einem Wald eine leiche gefunden. Vermutlich eine Frau. Er soll sofort kommen. Vielen Dank fürs Zuhören. Das war Folge 5 von Frauke Liebs, die Suche nach der Mörder. Den kompletten Podcast könnt ihr zuerst kostenlos auf RTL+ Musik, der neuen App für Musik und Podcasts hören. Ihr könnt ja aber auch auf allen anderen Plattformen hören. Dort gibt es jede Woche eine neue Episode. Eine Sache noch. Wenn ihr was wisst, wenn ihr wirklich ein Hinweis zu Fraukes verschwinden oder dem Mord an ihr habt, dann meldet euch. Aber bitte keine Spekulation. Es helfen nur konkrete Hinweise. Wennet euch ein jede Polizeistelle, an Fraukes Mutter inget Liebs oder auch an mich? Die Kontakte findet ihr in den Infos zu diesem Podcast. Klingt einfach auf die Beschreibung. Frauke Liebs ist ein Podcast von mir, Dominik Stavskiel. Ich für mich bei den Leuten bedanken, die mir dabei geholfen haben. Vor allem bei Miriam Arnz für die viele Beratung bei meinen Texten und der gesamten Produktion. Und bei IVHs von der Audio-Line, die das Projekt redaktionär betreut hat und viele Tage mit mir im Studios aus. Das Sounddesign stammt von Andorlin Sonnen. Die Musik wurde produziert von Paul Eisenach. Danke Annikolas Femaling, Christopher Koch, Lorraine Rahl und Patricia Wirwich von der Audio-Line. Am meine Kollegen vom Stern, an Josep Edigrazia, Isar von Heil und Oliver Kreuz. Und an das Team von Ufer Show Infectual, mit denen ich eine TV-Dokumentation zu diesem Fall produziert habe. Danke auch dem Patterborner Radio Sender Radio Hochstift, der uns die alten Radio-Narichten noch einmal eingesprochen hat. Und an Verena Rune, die in diesem Podcast Frauke ihre Stimme leit. Das Projektmanagement lagt bei Linus Günther und Melissa Wolf. [Musik]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Ermittlungen zum Verschwinden von Frauke Liebes folgen dem Prinzip "von innen nach außen", beginnend mit Familie und engen Freunden.
  2. Niels, ein neuer Bekannter von Frauke, der eine persönliche Krise durchmacht, rückt durch Umstände wie gemeinsame SMS, Treffen und örtliche Übereinstimmungen in den Fokus der Ermittler.
  3. Trotz belastender Indizien (z.B. eine anzügliche SMS, nächtliche Friedhofsbesuche) beteuern Niels und die Freundin Isabella seine Unschuld und sehen ihn als unglücklich in Verdacht geraten.

Summary:

Der Podcast behandelt den ungelösten Mord an Frauke Liebes 2006 in Paderborn. Die Ermittlungen begannen bei ihrem engsten Umfeld und führten schnell zu Niels, einem neuen Bekannten, den sie während seiner tiefen Krise nach dem Suizid seines besten Freundes kennengelernt hatte. Obwohl ihre Beziehung platonisch war, geriet Niels unter Verdacht, da er am Abend ihres Verschwindens mit ihr schrieb, eine Verabredung hatte, in der relevanten Region wohnte und sich spätabends auf einem nahegelegenen Friedhof aufhielt.

Eine unglückliche SMS über Reizwäsche verstärkte den Verdacht der Polizei, die ein mögliches Motiv in einer Wut auf Frauen vermutete. Niels und die gemeinsame Freundin Isabella bestreiten jedoch jede Schuld; Isabella hält die Ermittlungen gegen ihn für eine Zeitverschwendung. Der Podcast zeigt, wie Indizien eine Person belasten können, ohne dass die Tat aufgeklärt wird, und versucht, durch die Darstellung der komplexen Umstände neue Impulse für den Fall zu geben.

FAQs

Die Polizei beginnt mit Zeugenbefragungen bei den engsten Bezugspersonen der vermissten Person und arbeitet sich dann schrittweise nach außen vor.

Nils war ein neuer Bekannter von Frauke, den sie kurz vor ihrem Verschwinden kennengelernt hatte. Er stand unter Verdacht, da er am Abend ihres Verschwindens mit ihr in Kontakt war und in der Nähe relevanter Orte lebte.

Nils wusste von Fraukes Aufenthaltsort, lebte nahe der Funkmasten, von denen Anrufe getätigt wurden, und besuchte nachts den Friedhof, auf dem sein verstorbener Freund begraben lag. Zudem passte sein emotionaler Zustand nach dem Suizid seines Freundes zu möglichen Motiven.

In der SMS wünschte sich Nils, dass Frauke Reizwäsche für ihn anziehen würde. Die Polizei interpretierte dies als Hinweis auf nicht-platonische Absichten, obwohl Nils es als scherzhaft bezeichnete.

Isabella war wütend und überzeugt, dass Nils unschuldig war. Sie glaubte, die Polizei verschwende Zeit mit ihm und sollte anderswo ermitteln.

Der Friedhof in Dören war der Ort, an dem Nils' bester Freund begraben lag und den Nils nachts besuchte. Er liegt nahe dem Gewerbegebiet, von dem aus Frauke spätabends Anrufe getätigt hatte.

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