Der Podcast „Frauke Liebes – Die Suche nach dem Mörder“ behandelt den unaufgeklärten Mord an der 21-jährigen Frauke Liebes, die im Sommer 2006 in Paderborn verschwand. Nach einem Abend mit Freunden in einer Kneipe machte sie sich zu Fuß auf den Heimweg, wurde jedoch entführt. Der Täter hielt sie mindestens eine Woche lang gefangen, während sie mehrfach telefonisch Kontakt zu Familie und Freunden aufnehmen konnte. Über drei Monate später wurde ihre Leiche in einem Wald bei Paderborn gefunden. Trotz umfangreicher Ermittlungen und der riskanten Vorgehensweise des Täters – die Entführung erfolgte in einer belebten Stadt während der Fußball-WM – blieb der Fall ungelöst. Die Familie, insbesondere die Mutter Ingrid Liebs, setzt sich seit Jahren für Aufklärung ein und hofft, durch die öffentliche Aufmerksamkeit des Podcasts neue Hinweise oder sogar ein Geständnis zu erreichen. Die erste Folge rekonstruiert die entscheidenden Stunden vor und nach Fraukes Verschwinden und interviewt wichtige Zeugen wie ihre Freundin Isabella und ihren Mitbewohner Christ.
Ich weiß nicht, wer du bist oder wo du lebst. Vielleicht hast du ein Leben, wie ich, bist verheiratet, hast Kinder, einen guten Job. Ich weiß es nicht. Aber eines weiß ich. Du hast vor 16 Jahren eine junge Frau entführt. Dann hast du sie mindestens eine Woche lang gefangen gehalten und dann hast du sie umgebracht. Wer bist du? Und warum hast du Frau gegetötet? In Paderborn wird seit Dienstagabend eine junge Frau vermisst, die 21-jährige Frau geniehensattet. Ich wusste, irgendwas ist passiert. Auf einmal wie Brehrte mein Handy. Bist du festgehalten? Ja, nein, nein. Wer ist bei dir? Kann ich dir nicht sagen. Irgendwie wird sie probiert haben, uns ein Hinweis zu geben und wir haben ihn einfach nicht verstanden. Und jeder hat den Wiss und den Ärger, wir wollen den scheiß Fallen klar. Wenn es dieses Fall nicht gelingt, dann gebe ich auf. Dann muss ich mit den Fragezeichen irgendwie weiter leben. Ihr hört Frauke Liebes, die Suche nach dem Mörder. Ein Podcast von Stern und Stern Crime. Frauke Liebes wurde 2006 im Paderborn entführt und ermordet. Ihre Familie und die Polizei suchen den Täter bis heute. Dieser Podcast ist der Versuch, wieder Bewegung in den Fall zu bringen. Was fehlt, ist die entscheidende Zeugenaussage. Oder aber das Geständnis des Täter. Ich bin Dominik Stafzschi, Reporter beim Stern. Und das hier ist Folge 1. Die Nacht in der Frauke verschwand. Vielleicht heute ja zu der Mensch, der Frauke getötet hat. Vielleicht verfolgt er die Berichte über den ungelösten Mordfall, Frauke Liebes. Diest jeden Artikel, der darüber geschrieben wird. Vielleicht will er mitbekommen, was man über ihn weiß. Und was man über seine Tat weiß. Ich sag immer eher. Dabei könnte es theoretisch auch eine Frau sein, eine Täterin. Aber es ist nun mal so, dass fast 90 % aller Morde von Männern begangen werden. Die Polizei vermutet auch in diesem Fall, dass es ein Mann war. Ich werde in diesem Podcast deswegen von dem Täter und ihm sprechen, obwohl nicht bewiesen ist, dass es ein Mann war. Aber erst einmal will ich kurz erzählen, was passiert ist. In Sommer 2006 findet in Deutschland die FußballwM statt. Die Fußballweltmeisterschaft. Das Sommermärchen, das Turnier das ganz Deutschland feiert. Folge Liebes ist damals 21 Jahre alt. Sie lebt im Pada-Wohren, sie macht dort eine Ausbildung zu Krankenpflegerin. Folge genießt diesen Sommer, das Public Viewing, das Feiern. Sie mag es unter Leuten zu sein. In einem Abend in diesem Sommer ist sie mal wieder in einer Knipe, gemeinsam mit ihren Freunden. Danach wird sie nach Hause laufen, eigentlich ist das keine lange Strecke. Aber da kommt sie nicht an. Frauke ist einfach verschwunden. Zwei Tage nach ihrem Verschwinden ruft sie plötzlich an. Sie meldet sich eine Woche lang immer wieder, sie sagt sie komme bald, aber sie kommt nicht. Mehr als drei Monate später findet man ihre Leiche, in einem Wald außerhalb vom Pada-Born. Es gibt immer wieder Verbrechen, die nicht aufgeklärt werden. Aber in diesem Fall ist das kaum zu fassen. Denn was der Täter riskiert hat, ist eigentlich ein Wahnsinn. Er hat eine erwachsene Frau mitten im Pada-Born entführt, an einem Abend, an dem die Stadt voll von Fußballfans war. Er hat sie mindestens eine Woche lang gefangen gehalten. Er hat Frauke erlaubt sich zu melden, sie durfte immer wieder anrufen. Einmal hat sie Minuten lang mit ihrer Schwester und ihrem Ex-Freund telefoniert. Dieses Verbrechen, so kompliziert wie es war, so lang wie es dauerte, mit so vielen Kontakten von Frauke zu außenbild, dieses Verbrechen müsste längst aufgeklärt sein. Aber das ist es nicht. Und deswegen gibt es diesen Podcast. Er soll Zeugen, Mitwister oder sogar den Täter erreichen, damit doch noch jemand redet. Das Klinggrößen waren, sind ich weiß. Aber es wäre nicht das erste Mal, dass ein Verbrechen erst viele Jahre später durch den öffentlichen Druck aufgeklärt wird. Ich werde im Laufe dieses Podcast zu den wichtigsten Orten dieses Verbrechens reisen. Ich werde alle wichtigen Zeuginnen und Zeugenintervionen, die etwas zu Fraukes verschwinden sagen können. Ich nenne sie nur Frauke, nicht Frauke Liebes. Für mich als Journalist ist das ungewöhnlich. Ich habe sie an die Kängel lernt. Aber über die Jahre habe ich so viel mit ihrer Familie und den Freundinnen gesprochen, dass es für mich ganz normal geworden ist, sie nur Frauke zu nennen. Ich tut so auch viele der Menschen hier Podcast mit mehr sprechen, weil wir uns schon so oft getroffen haben. Frauke Schwester Karin zum Beispiel oder auch die Leute aus Fraukes Freundeskreis. Eine von ihnen ist Isabella. Mit ihr will ich anfangen. Sie ist nämlich die wichtigste Zeugin für den Abend an dem Frauke verschwunden ist. Ich bin Isabella. Ich bin mit Frauke zur Krankenpflege Schule in Paderborn gegangen. Ich war an dem Abend mit ihr im Pap zum Fußball gucken. Isabella und Frauke kanden sich damals erst seit ein paar Monaten. Sie machten die gleiche Ausbildung und sie mochten sich irgendwie. Die beiden würden ganz schnell zugleichen Klicke. An den Wochenenden hingen sie immer in irgendwelchen Diskuss zusammen oder auch in ein Partykeller von irgendwen. Und als sie WM anfing ging sie halt zusammen zum Fußball gucken. Wie an diesem Dienstagabend, dem 20. Juni 2006. Da waren sie in ihrer Stammkneile bei dem Irish-Pap, England spielte gegen Schweden. Wir sahen ziemlich gedrängelt, weil es einfach so super voll war. Also dann hatten wir Sitzplätze und mussten nicht stehen. Ja, es war einfach Fußballfieber. Es war natürlich an dem Abend, weil das England-Spiel war, war auch ordentlich was los. Weil im Irish-Pap sind natürlich auch viele Briten unterwegs. Also die Stimmung war schon echt gut. Für den Abend im Pap hatte sich Frauke extra ein rotes Shirt angezogen und weiß es Sneaker. Rot und weiß, die Farben der englischen Mannschaft. Frauke war eigentlich gar kein Fußballfan, aber damals hat sie sich wie die meisten mitreißen lassen. Wenn Deutschland spielte, tug sie immer diese Alloherkette in Deutschland fahre. Aber jetzt war irgendwie die Luft raus. Für Frauke war es ein langer Tag gewesen. morgens war sie in der Pflege Schule. Am Nachmittag ist sie mit dieser Bälle und den anderen zum Deutschlandspiel gucken gegangen. Und jetzt auch noch das Spiel England gegen Schweden. Sie war einfach müde. Sie hat zwischendurch auch öfter mal gegend. Wir wollten nach dem Spiel auch noch länger im Pap bleiben. Aber Frauke wollte zurück nach Hause. Als dieser Bälle mir das erzählt, sitzt mir genau in dem Pap, in denen sie damals mit Frauke das Spiel geschaut hat. Er heißt "the old triangle", die alte Trierangel. Der Laden ist eigentlich noch zu, weil es ist erst nittrag. Aber der Besitzer war so nett und hat uns aufgemacht. Wir haben genau hier gesessen. Alle in der Reihe nebeneinander mit Gesicht zu Leinwand. Ich hab rechts gesessen. Frauke in der Mitte und links daneben. Hier war eigentlich alles voll. Hier waren viel mehr Stühle zwischendurch. Haben auch Leute gestanden. Aber alle halt mit Richtungen zu Leinwand. Isabella fragt sich bis heute, ob der Täter an dem Abend auch im Pap war. Sie weiß es nicht. Aber sie glaubt auf jeden Fall, dass der Täter aus ihrer Nähe kommt. Dass sie aus Pada Born kommt. Und dieser Gedanke lässt hier keine Ruhe. Was wenn das eine Person ist, der ich vielleicht schon öfter mal begegnet bin, vielleicht hab ich diese Person meint Becker getroffen oder beim Einkaufen. Man weiß es ja nie. Das ist schon belastend. Auch nach 15 Jahren noch. Es gibt gute Gründe, warum Isabella glaubt, dass der Täter aus der Nähe kommt. Es gibt sogar Dinge, die dafür sprechen, dass Frau ihn gekannt haben könnte. Vielleicht auch nur flüchtig. Aber dazu komme ich später. Das Spiel war vorbei. England spielte zwei Zweig gegen Schweden. Die Stimmung im Pap war super. England hatte sie nämlich fürs Achterfinale qualifiziert. Aber Frauke wollte trotzdem mich stellen nach Hause. Sie ging mit Isabella zum Ausgang. Ich hab sie bis zur Tür gebracht. Und dann haben wir uns kurz und knapp verabschiedet. Ich hab sie noch mal kurz in den Abend genommen. Ich hab das noch mal angelächelt und einfach so gesagt, bis morgen früh. Das war das letzte Mal, dass man Frauke lebend gesehen hat. So hab ich es fast überall in den Zeitungen gelesen. Ich hab es selbst sogar mal so geschrieben im Stern. Aber eigentlich ist sie selbst falsch. Eine hat sie ja noch gesehen. [Motor] Wo hast du sie getroffen? Gleich vor dem Pap? Mit einem Gewusel? Oder hast du ein paar Meter weiter die Straße untergewartet? Weil er weniger los war.
Oder hast du sie erst viel später auf ihrem Weg abgefangen? Was hast du eigentlich zufall, dass du ausgerechnet Frauke mitgenommen hast? Oder kannst du sie? Hier an der Tür des Pubps verlore sich Fraukespur. Zumindest für ein paar Stunden, für ein paar sehr wichtige Stunden. Es gibt Vermutungen, was in dieser Zeit passiert sein könnte, und Ermittlungs-Portesen. ganze Polizeiabteilungen haben sich vor allem mit diesen Stunden beschäftigt. Der Täter hatte Frauke mindestens eine Woche lang in seiner Gewalt. In manchen Phasen war das Risiko für ihn entdeckt, zu werden größer als in anderen. Und wohl in keiner Phase war es so groß wie hier ganz am Anfang, wie in dieser Launsommernacht mitten im Paderborn. Als Frauke sich gerade auf den Weg nach Hause gemacht hatte. Dieser Bälle ist an dieser Stelle eine Sache ganz wichtig. Frauke hatte an dem Abend keine weiteren Pläne, keine Verabredung oder so. Sie wollte einfach nach Hause. Es gibt auch nichts bei dem ich mehr sicherer bin, wenn ich jetzt auf die Zeit zurückblicke, dass sie nach Hause wollte. Und das nicht nur weil Frauke müde war, es gab noch einen anderen Grund. Sie hatte nämlich kein Schlüssel dabei. Sie lebte damals in einer WG und ihr Mitbewohner wartet zu Hause, um in die Tür aufzumachen. Mein Name ist Christus Caroles. Das ist Frauke's damaliger Mitbewohner. Er stellt sich hier mit seinem ganzen Vornahm vor. Christos. Aber eigentlich nennen alle nur Christ. Christ war nicht nur Frauke's Mitbewohner, er war auch hier exfreund. Frauke und ich waren vor vielen Jahren mal ein paar und sind dann als gute Freunde auseinander gegangen, haben zusammen gewohnt. Ja. Christ war Frauke's Jugendliebe. Die beiden waren vier Jahre lang zusammen. Er war 18 und sie war 16, als sich auf einer Party kennengelernt haben. Christ sagt, sie waren nicht nur ein paar, sie waren auch immer enge, enge Freunde. Und deswegen war es für die beiden auch gar kein Problem, nach ihrer Trennung zusammenzuziehen. Auch Christ war in dem Tag in Paderborn unterwegs gewesen. Er hat mit Frauke das Deutsch und Spiel am Lachmittag geguckt. Aber auf das Spiel am Abend hatte er keine Lust, er wollte nach Hause. Das Blöde war, er hatte seinen Schlüssel vergessen. Also hatte sich den von Frauke geliehen. Ehe, wie ich wollte sie ja nicht wegbleiben. Solange konnte er schon noch wachbleiben und dir dann die Tür aufmachen, dachte er. Aber es wurde miter Nacht, dann halb eins. Und Frauke war immer noch nicht nach Hause gekommen. Erst habe ich mir gar nichts gedacht, aber ich gespehe da, ist dann wurde. Ich habe auch gedacht, dass ich dann irgendwann auch gerne ins Bett wollen würde. Und da von ihr dann auch gar nichts kam. Hat mich das auch schon so ein bisschen geärgert. Also nicht, dass ich jetzt richtig sauer war, aber es hat mich schon so ein bisschen verärgert. Als er keine Lust mehr hatte zu warten, rief Christ Frauke an. Aber er konnte sie nicht erreichen. Er versucht es später noch einmal. Und wieder kam nur die Ansage, dass der Teilnehmer nicht erreichbar sei. Irgendwann piepst du dann sein Handy. Eine SMS von Frauke. Sie kommen später. Ich habe erst gewartet und bin dann irgendwann auf dem Bett eingeschlafen. Ich habe gewartet und gut, wenn jetzt Frauke nach Hause gekommen wäre und geklingelt, hätte ich das natürlich auch gehört. Man tür war auf und die Klinge war sowieso sehr laut. Erinnerwohnung, das wäre kein Problem gewesen. Aber es klingelte nicht mehr. Zu diesem Zeitpunkt hat sich Christ noch keine Sorgen gemacht. Christ dachte, dass Frauke mit Isabella unterwegs ist. Isabella war tatsächlich noch mit den anderen versagt. Und Isabella dachte, dass Frauke längst bei Christ in der VG ist. Für Isabella wurde es eine kurze Nacht. Als sie am nächsten Morgen in die Krankenpflege Schule kam, war sie völlig übermütet. An der Morgen in der Schule war Frauke's Platz leer. Ich habe mich gegenüber hingesetzt und habe gedacht, warum ist die noch nicht da? Hat sie wohl verschlaufen. Ich musste immer wieder hinkucken und habe gedacht, ich habe vier Stunden gepennt. Und Frauke ist früh nach Hause. Eigentlich müsste die da sitzen und meintisch musste leer bleiben. Ich habe dann in der Pause nach der ersten Stunde direkt Frauke versucht, auf dem Handy anzurufen. Das aber leider aus war. Und dann habe ich direkt auf dem Festnetz angerufen, dass die beiden ja in der Wohnung hatten. Und dann ist Christ anstehe telefon gegangen. Und ich werde die Situation eigentlich nie vergessen. Christ ist dran gegangen, hat sein Namen gesagt. Und dann habe ich gesagt, ich bin Isabella, ist Frauke, kann ich Frauke sprechen. Und dann war so eine Stille. Ich bin ja aus dem Schlafgerissen worden durch das Telefon, durch den Anruf. Und ich habe erst mal einen Moment gebraucht, und was überhaupt zu realisieren, was da jetzt gerade los ist, das nämlich keiner weiß, wo Frauke steckt. Und ich habe gewartet, dass ein Antwort kommt, gefühlt war, dass eine halbe Ewigkeit. Und dann hat er zu mir gesagt, ich dachte, die war bei dir. Ich bin trotzdem im Halbschlaf zu ihren Zimmer gegangen und habe geguckt. Und dann sehen wir, dass das Bett noch gemacht war. Also da war sofort klar, das stimmt was nicht. Und dann, ja, es mir das Herz die Hose runtergerutscht. Und dann habe ich zu ihm gesagt, sie hat um 11 Uhr den Papfer lassen, die ist doch eine Hause gekommen. Ich kannte Frauke ja sehr gut. Und ich wusste, dass Frauke nicht die Person ist, die nachts einfach wegbleibt, ohne bei jemanden sich zu melden, ohne irgendjemanden Bescheid zu geben. Chris bekam Panik. Er hatte das Gefühl, irgendwas tun zu müssen, um Frauke zu finden. Irgendwo musste sie ja sein. Ich. Ganz. ohne Sinn und verstand, habe ich mich jetzt Auto gesetzt und bin durch Parlamorgen gefahren. Ich habe geguckt, ob ich Frauke irgendwo sehe. Ich wusste nicht, was ich sonst machen soll. Ich wollte irgendwas machen. Ich habe mir. Ich habe gehofft, dass ich sie irgendwo lang gehen sehe oder so. Ich werde das einfach nie vergessen. Ich wusste irgendwas, was es passiert. Weil ich mir so sicher war, dass sie auf dem Weg nach Hause war. [Musik] Ich stehe vor einer Doppelhaushelfte in Lübike. Das ist eine kleine Stadt in Ostwestfalen. Wir suchen Fraukes Mutter. Hallo. Hallo, Herr Stopski. Sie sehen. Alle Lilli. Ihre kleine Hindernuose, da aufgeregt durch den Flur. Sie heißt Lilli und sie kennt mich schon. Es dauert eine Weile, dann hat Lilli sich wieder beruhigt. Und Fraukes Mutter kann umgestört sprechen. Gut. Mein Name ist Inhalt Lebs. Von Beruf bin ich leer in. Ich war verheiratet, habe drei Kinder gehabt, von denen noch zwei am Leben sind. [Musik] In ihrem Wohnzimmer hing Fotos von ihren Kindern. Und zwar an einer Wand gesammelt. Und wenn sie aus dem Treppenhaus runterkommt, steuert sie automatisch auf diese Wand zu. Und sie sieht immer ihre drei Kinder. Frank, den ältesten, Karen Jüngste und eben Frauke, die Mittlere. Frauke war die Lauteste von den Drei, das sagen alle. Und ich glaube wirklich, dass es keine Übertreibung ist. Ich habe Familienvideos gesehen. Auf einem davon ist sie vielleicht sieben Jahre alt oder auch acht. Es ist Sommer, Fraukes Familie ist im Urlaub in Dänemark. Man sieht Frauke Radfahren. Ich hör mal sie vor allem. [Musik] Das war aber eine Mrenne mit ihrer kleinen Schwester. Frauke beschwert sich, dass sie zu früh gestartet ist. Oder hier beim Spielen im Plan specken. [Musik] [Musik] Ich kenne Fraukes Mutter seit sieben Jahren. Seit ich das erste Mal über diesen Fall berichtet habe. Seitdem telefonieren wir immer wieder mal oder wir schreiben uns oder ich besuche sie. Vor allem in letzter Zeit war ich ganz oft bei ihr. Doll ich habe ich sie mal gefragt, warum sie eigentlich bei diesem Podcast mitmacht? Nicht weil es mir Spaß macht, in die Öffentlichkeit zu gehen oder weil ich es angenehm finde, sondern weil ich heute die Hoffnung habe, dass jemand, der absichtlich oder unabsichtlich zu Mitwissar geworden ist. Heute so weit ist, dass er mir etwas erzählt, vielleicht auch der Täter selber. Ich habe auch da keine Scheufe. Und es ist auch heute mittlerweile so, dass mir nicht die Bestrafung das wichtigste ist, sondern die Aufklärung. Es gibt kaum einen Tag, wo ich nicht irgendwo ein Frauke denke. Und mich frage, was es wirklich los oder ihr auch einfach ein Großschick gedanklich. Und die es ja jetzt ist der letzte Versuch, das ganze Geschehen aufzuklären. Wenn es dieses Mal nicht gelingt, dann gebe ich auf. Seit 16 Jahren sucht Ingrid Liebs nach Antworten. Die meiste Zeit davon hatte sich auf die Polizei verlassen. Aber irgendwann hat sie gemerkt, dass bei der Kriebe gar nicht mehr viel passiert. Also hat sie angefangen, [Musik]
die Barbten anzuhufen, sie anzutreiben. Sie hat sich ein Anwalt gesucht, hat ein Teil der Ermittlungsakten durchgearbeitet, sie hat sogar selbst angefangen zu ermitteln. Und sie hat sich mit den zwei Kindern, die ihr geblieben sind, dazu entschieden, an die Öffentlichkeit zu gehen. Dass sie mir und damit im Stern Interviews geben, ist der Versuch der Familie endlich Antworten zu bekommen. Als ich angefangen habe für diesen Podcast zu recherchieren, dachte ich, ich wusste alles über diesen Fall. Ich habe schon mehrer Artikel über den Fall geschrieben, ich habe eine TV-Dug oder rübergedreht. Aber dann kam Frau Kismutter zu mir, hat gesagt, er staff's gehen, es wird Zeit, dass ihr erfahren, was sie selbst herausgefunden habe. Und plötzlich waren da neue Namen, neue Orte, neue Hinweise. Davon werde ich in den nächsten Folgen erzählen. Zurück zu der Zeit, als Frauke verschwunden ist. Als ihre Familie am nächsten Morgen erfährt, dass Frauke nicht nach Hause gekommen ist und niemand sie erreichen kann, bekommen alles sofort Angst. Es gibt Leute, die sind vielleicht mal ein, zwei Tage verschwunden. Das hätte sie nie gemacht, nie. Das ist Fraukes Schwester Karen. Sie ist zwei Jahre jünger als Frauke. Weil sie immer ein Mensch war, der ja nie wollte, dass andere Leute sich sorgen. Sie wollte ja immer, dass es den anderen gut geht. Und sie hätte ja gewusst, dass wenn sie sich einen Tag nicht meldet, dass wir uns sorgen machen. Und von daher war es sofort klar, dass da was passiert sein muss, sofort. Es war aber auch nicht so, dass Frauke ihre Abende immer brav und langweilig zu Hause verbracht hätte. Im Gegenteil, sie hat schon gerne Party gemacht. Sie hat gerne neue Leute kennengelernt, auch Männer. Ich habe ihr Abibuch gesehen. Darin wurde sie von ihren Freundin kraktarisiert. Der Text ist formuliert wie eine Patientenakte. Unter Diagnose steht, Rede Freude und Lästheritis. Darunter steht, Liebido, wenn sie am Wochenende genug Party hat. Frauke war immer viel unterwegs gewesen. Ihre Eltern hatten auch gar nichts dagegen, weil sie wussten, Frauke hat die Dinge im Griff. Sie waren Mädchen, das gerne Feiern ging, das am Wochenende auch unterwegs war. Aber daneben auch ihre Pflichten ernst nahm. Und sie hat sicherlich, wenn sie Feiern ging, was getrunken. Aber ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie an dem Abend getrunken hatte und irgendwo betrunken liegen würde. Und selbst wenn das gewesen wäre, wäre sie um die Zeit, ja wieder wach gewesen und hätte Bescheid sagen können. Das heißt, es hat sie ganz klar irgendetwas gehindert daran, dass sie Bescheid sagen konnte, wo sie war, was los war. An diesem Mittwoch morgen telefonieren alle wie Wildherum. Fraukes Familie, ihre Freundinnen, ihre Freunde. Sie rufen alle Krakten auf Häuser in der Umgebung an. Aber nirgendwo ist Frauke aufgenommen worden. Sie telefonieren Fraukes ganzen Freundeskreis ab. Auch entfernte Bekante, aber keiner weiß etwas. Egenritt lieb's alarmiert die Polizei. Fraukes Pflegeklasse rennt durch Paderborn auf der Suche nach Frauke. Es spricht sich schnell rum, dass an junge Frau verschwunden ist. Aber es gibt keine Spur. Und wenn man Frauke anruft, ist das Handy aus, die ganze Zeit. Am Donnerstag berichtet dann das erste Mal das Lokal-Ralju von Fraukes verschwinden. Frauke ist da seit anderthalb Tagen weg. Es ist 14 Uhr 30. In Paderborn wird seit Dienstagabend eine junge Frau vermisst. Die 21-jährige Frauke Liebs hatte mit Freundinnen in einer Kneipin der Libori-Galorie ein WM-Spiege guckt. Gegen 23 Uhr machte sie sich allein auf den Weg nach Hause. Die Besuchte ist etwa 1,65 Meter groß und schlank. Die schulder, lange dunkle Haare, die sie meist nach hinten gesteckt trägt. Zuletzt rucksst sie ein rotes T-Shirt, eine blaue Jeans und eine schwarze Handtasche. Hinweise dringend an die Paderborner Polizei. Das war kein Originalmitschnitt. Aber die Kollegen beim Radio-Sender waren, so nett die Nachrichten für uns noch einmal einzusprechen. Während im Paderborn weiter Fußball fieber herrscht, trifft sich Fraukes Klasse, abends in der Schule. Sie drucken Hunderte Flugblätter. Fraukes Mutters auch dabei. Weil wir gesagt haben, wenn sie irgendwo ist, jetzt erinnert sich vielleicht noch jemand an sie, wenn wir lange warten, indem gewuseliger Weltmeisterschaft erinnert sich keiner daran, sie gesehen zu haben. Wenn dann müssen wir jetzt reagieren. Frauke war jetzt schon zwei Nächte lang nicht mehr aufgetaucht. Chris, Fraukes Mitbewohner und Ex-Freund, war sich zu diesem Zeitpunkt sicher, dass etwas Ernstes passiert sein musste. Er war in der Zwischenzeit zu seinen Eltern in die Alte Heimat gefahren. Das Warten allein in der WG hat er nicht mehr ausgehalten. Also riefer seine Freundin, erzählte von Frauke und was los war. Sie kam zu ihm und zu seinen Eltern. Es gab in dem Arm nur ein Thema, wo ist Frauke? Und dann, passierte Folgendes. Ich war dann irgendwann unten vor der Tür, sah es dann auf der Treppe und auf einmal vibrierte mein Handy. Und dann stand auf dem Display das Frauke anrufte. Und dann? Ja, da bin ich dann erst mal, ich hab angefangen, eine Wüsse zu werden, zitternd. Ich bin sofort rang gegangen und habe sie dann gefragt, ob alles okay ist, wo sie ist. Und sie sagte immer, kann ich dir nicht sagen, also sie hat keine meiner Fragen dann beantwortet. Und sie war auch ganz komisch und telefon, also als wenn sie total erschöpft war, benommen war, also nicht die Frauke, diese lebendige Frauke, die man kannte. Und was hat sie gesagt? Äh, entdeffekt hat Frauke in dem kurzen Gespräch nicht wirklich was gesagt. Also ich hab gefragt und sie hat keine der Fragen beantwortet, ist immer ausgewichen und sie hat dann nur gesagt, dass sie bald nach Hause kommt. Es gibt kein Mitschnitt von diesem Gespräch, aber Chris hat sich Frauke Sätze so gut es geht gemerkt und sie am nächsten Tag der Polizei diktiert. Es kann schon sein, dass Christ aber einige Worte vergessen hat oder dass die Formulierung nicht ganz genau waren. Aber Chris Porto-Koll bei der Polizei ist die einzige Quelle für diesen Anruf. Und auf Grundlage dieses Porto-Kolls haben wir Frauke's Anruf einsprechen lassen. Chris sä jetzt kommt in dem Porto-Koll gar nicht vor, weil Frauke eigentlich nur ihre Sätze abspulte. Das hier ist exakt das, was in der Akte steht. Hallo Christos, ich wollte sagen, dass es mir gut geht und dass ich bald eine Hause komme. Sage Mama und Papa und den anderen Bescheid. Chris fiel sofort auf, dass Frauke ihn Christos genannt hatte. Nicht Chris, für ihn war das ein Zeichen. Wie oft kann das vor, dass er nicht Christos genannt hat? Also Frauke hat mich nur Christos genannt, wenn sie irgendwie sauerbar oder wenn irgendwas los war. Wie würdest du ihre Stimme beschreiben? Frauke war ja eine Person, die eine laute Stimme hatte, die lebendig geredet hat, die viel erzählt hat und in dem Telefonat, was wir dann geführt haben, war sie genau das Gegenteil. Sie hat fast gar nichts gesagt und wirkte irgendwie, als wenn sie nehmen, sich stellen würde. Hast du das Gefühl, sie war draußen drin oder hast du irgendwas anderes wahrnehmen können? In dem Moment nicht, weil man ist dann so, man steht dann so unter Strom, weil man hat sich jetzt so lange Sorgen gemacht und dann kommt auf einmal Lebenszeichen von Frauke und dann blendet man alles andere aus. Wer hat aufgelegt, weißt du das noch? Das weiß ich nicht mehr. Als das Gespräch dann beendet war, habe ich erst mal gedacht, okay, ich habe Lebenszeichen gekriegt, also es ist jetzt nichts wirklich Schlemmes passiert. Hab mich dann aber im gleichen Moment auch gefragt, warum sie nicht sagen konnte, wo sie ist. Auch warum sie so eine komische Stimme hatte, also warum sie sich so nehmen, sich anhörte. Und bin dann, ich glaube, ich habe dann direkt Fraukes Mutter angerufen und ihr gesagt, das Frauke sich gemeldet hat. Ich hatte mein Handy dabei und habe übers Handy dann erfahren, Frauke hat sich gemeldet. Sie hat gesagt, sie kommt nach Hause, sie hat benommen geklungen. Wir haben uns Sorgen gemacht, aber wir haben gehofft, sie kommt wirklich nach Hause. Ja, und dann haben wir in ihrer Wohnung gesessen, haben vom Haus gestanden, sind wir dir in die Wohnung gegangen und haben dann irgendwann festgestellt, sie kommt nicht. Was haben Sie da gedacht, an König nach Hause zu kommen und sie warten und niemand kommt? Wir haben uns gefragt, was es passiert, wenn sie anrufen kann, wenn sie sagen kann, dass sie kommt. Warum kommt sie nicht? Und wir waren uns sehr schnell einig, da muss jemand sein, der sie hindert, dass sie kommen kann. Da muss was passiert sein, dass sie nicht nach Hause kommen kann, so wie es es ankündigt. Das war nicht Fraukes letzte Ankündigung, das war nicht ihr letztes Lebenszeichen. Das war ja es der Anfang. Warum hast du sie anrufen lassen? War das deine Idee? Hast du geglaubt, dass dann niemand etwas böses denkt? Oder hat Frauke dich dazu beridet? Falsch hast du ja wirklich vorgehabt, sie wiedergehen zu lassen.
Es dauerte ziemlich genau 24 Stunden bis Frauke wieder telefonieren durfte. Dieses mal mit ihrem Bruder und dieses mal klang sie anders. Frauke, was machst du? Dann kommst du in der Hause. Ich komme heute nach Hause, auch nicht zu spät. Vielen Dank fürs Zuhören. Das war Folge 1 von Frauke Liebs, die Suche nach dem Mörder. Den kompletten Podcast könnt ihr zuerst kostenlos auf RTL+ Musik, der neuen App für Musik und Podcasts hören. Ihr könnt ja aber auch auf allen anderen Plattformen hören. Dort gibt es jede Woche eine neue Episode. Eine Sache noch. Wenn ihr was wisst, wenn ihr wirklich ein Hinweis zu Fraukes verschwinden oder dem Mord an ihr habt, dann meldet euch. Aber bitte keine Spekulation. Es helfen nur konkrete Hinweise. Wennet euch ein jede Polizeistelle, an Fraukes Mutter Ingrid Liebs oder auch an Mich. Die Kontakte findet ihr in den Infos zu diesem Podcast. Klingt einfach auf die Beschreibung. Frauke Liebs ist ein Podcast von mir, Dominik Stavskil. Ich will mich bei den Leuten bedanken, die mir dabei geholfen haben. Vor allem bei Miriam Ahnz für die viele Beratung bei meinen Texten und der gesamten Produktion. Und bei IVH-S von der Audio-Line, die das Projekt redaktionär betreut hat und viele Tage mit mir im Studio saß. Das Sounddesign stammt von Andorlin Sonnen. Die Musik wurde produziert von Paul Eisenach. Danke Annikolas Femaling, Christopher Koch, Lorraine Rahl und Patricia Wirwich von der Audio-Line. Am meine Kollegen vom Stern, Angezepte de Grazia, Isaf von Heil und Oliver Kreuz. Und an das Team von Ufer Show Infectual, mit denen ich eine TV-Dokumentation zu diesem Fall produziert habe. Danke auch dem Patterborn-Radiosender-Radio-Hochstift, der uns die alten Radio-Narichten noch einmal eingesprochen hat. Und an Verena Rune, den diesem Podcast frauke ihre Stimme leid. Das Projektmanagement lag bei Linus Günther und Melissa Wolf. [Musik]
Podcast Summary
Key Points:
Der Podcast untersucht den ungelösten Mord an Frauke Liebes, die 2006 in Paderborn entführt und getötet wurde.
Der Täter hielt das Opfer mindestens eine Woche gefangen, ließ sie währenddessen telefonieren, und die Leiche wurde Monate später gefunden.
Trotz intensiver Ermittlungen und öffentlichen Drucks durch die Familie bleibt der Fall ungeklärt; der Podcast zielt darauf ab, neue Zeugen oder den Täter zu erreichen.
Summary:
Der Podcast „Frauke Liebes – Die Suche nach dem Mörder“ behandelt den unaufgeklärten Mord an der 21-jährigen Frauke Liebes, die im Sommer 2006 in Paderborn verschwand. Nach einem Abend mit Freunden in einer Kneipe machte sie sich zu Fuß auf den Heimweg, wurde jedoch entführt. Der Täter hielt sie mindestens eine Woche lang gefangen, während sie mehrfach telefonisch Kontakt zu Familie und Freunden aufnehmen konnte.
Über drei Monate später wurde ihre Leiche in einem Wald bei Paderborn gefunden. Trotz umfangreicher Ermittlungen und der riskanten Vorgehensweise des Täters – die Entführung erfolgte in einer belebten Stadt während der Fußball-WM – blieb der Fall ungelöst. Die Familie, insbesondere die Mutter Ingrid Liebs, setzt sich seit Jahren für Aufklärung ein und hofft, durch die öffentliche Aufmerksamkeit des Podcasts neue Hinweise oder sogar ein Geständnis zu erreichen.
Die erste Folge rekonstruiert die entscheidenden Stunden vor und nach Fraukes Verschwinden und interviewt wichtige Zeugen wie ihre Freundin Isabella und ihren Mitbewohner Christ.
FAQs
Frauke Liebes war eine 21-jährige Auszubildende zur Krankenpflegerin, die 2006 in Paderborn entführt und ermordet wurde. Ihr Fall ist bis heute ungelöst, und dieser Podcast soll neue Hinweise liefern.
Am 20. Juni 2006 sah Frauke mit Freundinnen ein Fußballspiel in einer Kneipe und machte sich danach zu Fuß auf den Heimweg. Sie wurde nie lebend wieder gesehen, obwohl sie in den folgenden Tagen noch Kontakt hatte.
Zeugen und Ermittler vermuten, dass der Täter aus Paderborn oder der Nähe kommt, da die Entführung mitten in der Stadt und das wochenlange Festhalten der Frau ein lokales Wissen erfordert hätten.
Isabella war die letzte Person, die Frauke lebend sah, als sie sich vor der Kneipe verabschiedeten. Sie ist eine Schlüsselzeugin für die Ermittlungen zum Verschwinden.
Fraukes Familie begann sofort mit der Suche, kontaktierte Krankenhäuser und Freunde. Ihre Mutter Ingrid Liebs trieb später selbst Ermittlungen voran, um den Fall aufzuklären.
Die Polizei geht von einem männlichen Täter aus, da die meisten Morde von Männern begangen werden. Es wird vermutet, dass er Frauke möglicherweise flüchtig kannte und aus der Region stammt.
Chat with AI
Loading...
Pro features
Go deeper with this episode
Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.