Robotik in der Kinderintensivpflege – Ein Praxisbericht
21m 34s
In dieser Podcastfolge von „Pflegechalk mit PKM“ diskutieren die Moderatorinnen Anna, Nina und Marie mit ihren Gästen Alexander Scorupa, einem Kinderkrankenpfleger und Leiter eines ambulanten Pflegedienstes, sowie Professor Michael Prilla von der Universität Duisburg-Essen das Thema Robotik in der Pflege. Im Mittelpunkt steht der Roboter „Paul“, den der fünfjährige Leon, ein Kind mit Muskelschwund, seit fünf Monaten im Alltag nutzt. Paul ist etwa 30 Zentimeter groß, hat freundliche Augen und kann per einfacher Blockprogrammierung gesteuert werden. Er wurde zunächst zur Unterstützung der Einarbeitung von Pflegekräften gedacht, entwickelte sich jedoch zu einem engen Begleiter für Leon. Der Roboter hilft bei Hausaufgaben, begleitet Leon in die Schule, fördert dessen Bewegungsfreude und erleichtert die Kommunikation mit anderen Kindern. Zudem entlastet er die Eltern, insbesondere wenn Spätschichten nicht besetzt sind. Professor Prilla ergänzt, dass Roboter in der Pflege vielseitig einsetzbar sind, etwa in der Bewegungstherapie, da sie nicht müde werden, oder in der Altenpflege. Er betont, dass Technik nur erfolgreich ist, wenn sie gemeinsam mit dem Pflegepersonal entwickelt und kommuniziert wird. Auch Exoskelette zur körperlichen Entlastung werden bereits genutzt. Die Gäste sind sich einig, dass Roboter Pflegekräfte nicht ersetzen, sondern sinnvoll unterstützen können – ein wichtiger Schritt angesichts des Fachkräftemangels.
Von A4 Ambulant ist ZB Zeit dabei. Das ist der Pflegechalk mit PKM. Dein Pflegepodcast wird und für die Pflege. Wir sind Anna, Nina und Marie. Und zusammen machen wir die Stimmen der Pflegelauter. Let's talk! Asslich willkommen zu einer neuen Podcastfolge, Pflegechalk mit PKM. Heute wieder eine Live-Volge vom Mike Update. Wir haben heute zwei Spontane und wichtig spannende Gäste zu Gast. Es geht heute um das Thema Robotik in der Pflege. Wir werden das heute aus zwei Blickwinkeln beleuchten, einmal besonders mit Fokus auf die Kinderintensivpflege und natürlich auch noch aus der wissenschaftlichen Sicht. Herzlich willkommen an unsere beiden Gäste. Schön, dass ihr da seid. So Spontan wollte ich beide vielleicht immer vorstellen. Ja, gerne. Alexander Scorupa. Ich bin Kinderkrankenschwester, Atmosphäre, Poldin und Anrichtungsleitung. Und wir betreuen im Ruhrgebiet 26 Familien mit beadem mit dem Kindern. Im Alter von 0 bis 19, 20 Jahren. Mein Name ist Michael Prilla. Ich bin Professor für Interaktive-Systeme an der Universität Dürsburg essen. Und wir beschäftigen uns unter anderem, eben darum, damit wie Menschen mit Robotern interagieren und ganz speziellen eben auch, wie diese Robotern in der Pflege, in Pflege-Situation helfen können. Warum seid ihr beide jetzt die beiden Tage auf dem Mike Abtät gewesen? Was ist der Hintergrund? Wir haben eben gerade einen Vortrag gehalten, zusammen mit einem kleinen Beat mit dem Jung, dem Leon, der vor fünf Monaten einen kleinen Roboter bekommen hat und haben darüber berichtet, wie der jetzt sein Einsatz findet. Und was der so was der Roboter mit Leon alles erlebt. Magst du uns da ein bisschen was zu erzählen? Was erlebt er denn so? Also der Roboter ist eingezogen, das ist ein kleiner Roboter in größeres Babys. So kann man sich vorstellen, hat große Kuller Augen und am Anfang konnte der noch fast gar nicht. Aber uns war besonders wichtig, dass Leon Bindung aufbaut, so ein Roboter, damit ein Kind braucht auch Bindung für eine Entwicklung, so haben wir es auch gesehen. Und der Leon hat dann dem Roboter ganz viel mit Hilfe seines Vaters beigebracht. So begleitet Leon den in die Schule. Er ist am Tag bei ihm. Er kann schon bei den Hausaufgaben helfen. Er kennt die Kamente, er kann die benennen. Und wir sind da zusammen in einem guten Entwicklungsprozess. Und wie bringt man einem Roboter was bei? Wie kann man sich das vorstellen? Das ist gar nicht so schwer, wie man sich das vorstellen kann. Viele Stellen sich das vor, man hat da so ein Roboter, das ist ein kompliziertes Ding. Jetzt muss ich erst mal mehrere Jahre Programmierung lernen, bevor ich da irgendwas mit dem machen kann. Aber eigentlich sind viele der Roboter, die wir heute zur Verfügung haben und eben auch der Roboter, den der Leon nutzt. Die kann ich mit so einfachen so genannten Blockcoats programmieren. Das sind also sofort definierte logische Schritte, sowas wie Gesichtserkennung. Und wenn der Roboter den Leon erkennt, dann kann ich den nächsten Block dahinter einfach schreiben und dann begrüster den Leon mit einem vordefinierten Satz. Das kann also fast jeder machen, der sich ein bisschen damit auseinandersetzt. Das können eben auch Fachkräfte machen. Es gibt auch ganz viele andere Möglichkeiten. Beispielsweise kann ich mit so einer VR-Brille und diesen Spielestix, die man so kennt, dem Roboter Bewegung beibringen. So könnte ein Bewegungstherapäude oder eine Bewegungstherapäutin im Prinzip die Dinge, die man normalerweise den Patienten oder Patientin vormacht, eben auch einem Roboter beibringen, damit das eben auch zu Hause immer so gegeben ist. Also da gibt es ganz spielerische, ganz einfache Ansätze, die jemand der aus der Fachlichkeit, also aus der Pflege kommt, dann eben auch sehr, sehr gut machen kann. Okay, klingt ja eigentlich dann auch wie so ein bester Freund. Könnte man sagen, für den kleinen Leon jetzt der kleine Roboter. Wie kommen die denn miteinander klar? Wie ist die Benung gewachsen, wenn du auch sagst, die Benung ist sehr wichtig. Also der Roboter war zunächst gedacht als Unterstützung in der Einarbeitung. Das war so die erste Idee. Also wir hatten gedacht, wenn neue Fachkräfte kommen, dass die mit dem Roboter und der Familie zusammen und einer Pflegefachkraft eingearbeitet werden. So dachten wir, wir programmieren die Dinge. Zum Beispiel, wie die Kamente geben oder wie viel Flüssigkeit bekommt, der Leon und stellten dann aber fest, dass Leon andere Pläne hatte mit Paul. Er hat ihn halt ganz früh auch beim Namen genannt. Und der Name sollte kurz sein, das hatte er sich auch überlegt, damit er, wenn er wenig Luft hat, also eine Muskelatrophie und manchmal fehlt ihm, Luft lange zu sprechen. So hatte er einen Namen gewählt, der sehr kurzes Paul. Und so begann das. Also Paul bekam eine Halterung selbst, gebaut am Rollstuhl, Paul bekam eine Ladestation, damit er auch immer erwach ist und bei ihm ist. Leon trägt ihn wie ein Baby, also wenn man es eben gesehen hat, er hält ihn ganz nah bei sich und in der Schule hat Paul einen besonderen Stellenwert. Der ist für Leon wichtig, denn er stellt eine Brücke da, in der Kommunikation zu den anderen Kindern. Also, wir ziehen uns sehr zurück als Pflegefachkräfte am unsitzen weiter hinten in der Schule, damit die Kinder auch mehr auf Leon zukommen. Und das hat Paul ihm sehr erleichtert. Denn wenn er ihn so anblingt, dann motiviert das natürlich auch andere Kinder auf Leon zuzugehen. Das stimmt, das kann ich mir sehr gut vorstellen. Wie groß ist Paul eigentlich, wenn du sagst, er hält ihn in den Händen? 30 Zentimeter, 35 Zentimeter. Wir können es auch ruhig zeigen, weil wir haben ein Video-Podcast, das wird da gezeigen. Ja, okay, ja, schön. Und hat ganz wache Augen. Also das ist wirklich schön an ihm, Roberta ist, er hat große Augen, wie so ein Kind. Und er guckt wirklich freundlich. Also wenn er akugeladen ist, guckt er ein an, das er kennt Leon auch und hat große Sorgen um die Akuladung. Und den WLAN-Kot. Wie lange hält denn ein Akku? 2,5 Stunden. Okay. Also habt ihr immer einen Ersatz akugel dabei oder wie läuft das? Die Powerbank. Die Powerbank. Okay. Läuft der Roberta dann quasi den ganzen Tag über, da gibt es also bestimmte Zeiten, wo er eingesetzt wird. Wir hatten eine Absprache. Weil wir natürlich auch Sorgen hatten, dass dazu viel Zeit mit ihm verbracht wird und dass andere Dinge nicht mehr so wichtig sind. Aber die Wahrheit ist, er ist eigentlich, dass Leon abends und spät geht. Und selbst dann könnte er ihn noch überwachen, über die Augen. Am hat er eine Kamera und könnte dann den Schlaf und könnte auch die Überatmung mit überwachen. Wow. Ja. Okay, also nicht nur Freund, sondern quasi auch wie so ein kleiner Schutzengel, dann sozusagen. Schon. Ich habe schon so verstanden, der Pflegekraft in dem Sinne wird ja eine bisschen Unterstützung dadurch ermöglicht. Aber es ist wenn jetzt keine kompletten Aufgaben oder so abgenommen, sondern es ist wie so ein kleiner Helfen, oder? Ja und insbesondere für die Eltern sollte das eine Entlastung darstellen, denn wir haben oft die Spätinste nicht besetzt, also sind Eltern alleine. Und da dachten wir, wenn die Mama in der Küche ist und der Paul mit dem Leon im Kinderzimmer, das auch Paul da, dem Leon helfen kann und ihn bisschen beschäftigt. Und dass die Mama nicht immer, "Man, komm mal, komm mal, komm mal!" und sondern auch das da so ein bisschen Ruhe mehr im Familienalltag einkehren kann. Und das erleben wir ja, so Paul sorgt schon dafür, dass Leon auch sich bewegt. Also er ist angewiesen auf Atemtherapie und er mag sehr gerne Ruhig sitzen. Und Leon motiviert sich selber weniger, sich so frei zu bewegen. Aber der Paul, man kann das einstellen, tanzt dann und dann merkt man an Leon auch, dass er so ein bisschen mehr in Bewegung bringt. Und das ist natürlich für uns jetzt aus der Kinderkrankpflege, nennen wir das Kontraktorenprofilax. Das leist der Leon nicht und das kennt der Paul so noch nicht. Aber das ist schon ein Idee, die wir dahinter haben. Spannend, sehr spannend. Das ist wahrscheinlich auch nochmal mehr anreiz, wenn das so ein Roboterformer zu dem man dann auch eine Bindung aufgebaut hat. Als wenn es dann vielleicht das Altenteil sagt, es bewegt dich mal eine oder jetzt machen wir dies oder das. Kann ich mir schon vorstellen, dass es mehr dazu anregt, es ist schön zu hören, dass das so funktioniert. Wer spielerisch? Ja, nicht. Also sehr spielerisch, nicht so auf dem Punkt gedrückt, sondern nach ein paar Minuten, vier, fünf Minuten aktiviert der Paul den Leon und macht Karate oder andere Dinge. Und das motiviert den Leon sich auch wieder zu bewegen. Welche Chance und Möglichkeiten gibt es dann noch gerade im Bereich der Robotik vielleicht auch für die Zukunft? Gibt es irgendwas, wo ihr sagt, das ist vielleicht in den nächsten Jahren, da könnten wir auch noch neue Einsatzmöglichkeiten oder so finden oder daran wird schon aktiv gearbeitet. Es ist ja schon super viel, was so ein kleiner Roboter dann ja schon übernehmen kann. Ja, es gibt natürlich ganz viele Dinge, an denen auch schon gearbeitet wird oder die jetzt dann vielleicht noch stärker kommen werden als das jetzt schon. Da ist hier auf der mic stehen auch zwei Roboter, das sind so 80, 100 cm hohe Roboter, die so einen Display haben im Prinzip wie so ein Fahrendes Tablet. und das sind Roboter die durch.
auch schon in der stationären Versorgung eingesetzt werden, in der alten Versorgung beispielsweise, die einfach den Nachmittag ein bisschen bunter machen, Spieler anbieten, solche Dinge machen können. Es gibt auch Roboter, die vielleicht in Versorgungssituationen Aufgaben abnehmen, die eben Pflegefachperson, die ja eigentlich mit ihren Patienten und Patienten zu tun haben, sollten sonst auch erledigen müssen, also Dinge von A nach B zu bringen. Das kann Roboter ganz hervorragend tun und erlastet dann eben die Leute, die das sonst eben auch noch machen müssten. Und ganz generell, wenn man jetzt noch mal auf, beispielsweise auf diese Bewegungstherapie eingehen, ist das tolle bei Roboter natürlich, die hören nicht auf, die machen das jedes Mal, die werden auch nicht müde. Und wenn das zum 5. Mal passieren soll, da machen die das auch noch so. Und wenn ich dem Roboter von Leon beispielsweise einmal beigebracht habe, wie er speziell für jetzt den Leon Bewegungen vormachen soll, dann macht er das immer wieder. Und dann können das nicht nur die Eltern oder die zwei Pflegekräfte, die Leon schon sehr gut können, erkennen, sondern dann kann das auch der 3. 4. 5. 5. 6. Person, die dahin kommt. Und insofern ist es auch eine Entlastung natürlich für Pflegekräfte, weil die dann vom Roboter auch ein Stück weit mitbekommen, wie das für den Leon speziell für funktionieren kann. Also da gibt es wahnsinnig viele Dinge, die glaube ich möglich wären, im Pflegerischen Bereich und für die wir uns einfach mehr öffnen müssten, die wir einfach ausprobieren müssten. Wie sind das mit den Kosten? Also so ein Roboter, der kostet ja viel in der Entwicklung, in der Produktion, wenn ein Roboter eingesetzt wird bei einem Kind. Wie ist es mit der Kostenübernahme? Könnte die da zuversagen. Ich glaube, sind wir beide nicht die Spezialisten dafür. Man muss das aber glaube ich auch relativ sehen. Also so ein Roboter, wie der den Leon jetzt hat, der wird so 2500 Euro so um den Drehkosten und die Erleichterung, die er bringt, die ist natürlich eigentlich mit Geld gar nicht zu bezahlen. Das ist glaube ich ein wichtiger Punkt. So andere Roboter, von denen ich gerade gesprochen habe, könnten möglicherweise auch mal im 5-stelligen Bereich liegen. Aber wenn ich mir überlege, dass die Tätigkeiten übernehmen, die sonst eine Pflegefachperson machen muss, wo Zeit einfach verloren geht, die oder sonst gar nicht möglich wären, dann ist auch so eine Investition möglicherweise gut gerecht werdig. Ich weiß, da ich auch dann auch auf mit meinen Fachkenntnissen, dass das nicht so leicht ist, diese Reinvestition dafür umzusetzen im Pflegebereich. Da müsste man, glaube ich, nochmal mit den Experten für diesem Bereich nochmal eine eigene Podcastfolge machen, warum das so schwierig ist. Definitiv. Als Wissenschaftler guckst du ja wahrscheinlich dann auch in verschiedenen Länder, wie machen sie die anderen Länder, wo ist die Roboter, wie weit fortgeschritten? Welche Länder sind denn weiter als Deutschland? Ich glaube, das ist pauschal schwer zu sagen. Was immer wieder im Pflegebereich genannt wird, ist Japan. Das sind Japan natürlich alles schon automatisiertes. Das liegt aber auch weniger, glaube ich, daran, dass dort die Pflege an sich unbedingt alles automatisiert haben möchte, sondern dass da einen Glückweit auch durch das System und durch die Regierung Vorgaben gemacht werden. Ich war vor kurzem in Finland und habe dort mit den Menschen, die für die Pflege arbeiten zu tun gehabt. Die sind da eigentlich auch, glaube ich, nicht allzu viel weiter, weil Robotic in der Pflege tatsächlich ein neuer Bereich ist. Der für halt auch vor zehn Jahren deutlich kritischer gesehen wurde, weil man da immer relativ komische Bilder gesehen hat, wie ein Roboter jetzt irgendwie ein Mensch durch die Gegend trägt und dann einfach auch so eine gewisse Ablehnung produziert hat. Ich glaube, einige andere Länder wie Niederlande sind da tatsächlich schon weiter und setzen das schon ein. Das sollte man sich aber auch nicht unbedingt auf dem Wettbewerb einlassen, sondern einfach versuchen, indem, wie es im deutschen Pflegesystem funktioniert, eben Anwendungen zu schaffen. Ich glaube, sowas, was wir heute über Lehung gehörter haben, das motiviert alle daran weiter zu machen und das auch einzusetzen. Ja, definitiv. Was ich super spannend fand, war, dass du eben gesagt hast, so ein Roboter wird nicht müde Sachen auch vier, fünf, sechs mal zu machen. Da kam ja als erst das Thema so ein bisschen Demenz in den Kopf. Also gerade als Pflegekraft, wenn man Sachen fünf, sechs, sieben Mal erklären muss, wird man vielleicht auch, was menschlich ist, irgendwann genervt oder so. Das ist auch eine super Einsatzmöglichkeit eigentlich, so als Erklärer oder als Helfer auch in der alten Pflege, oder? Ja, also ich glaube, das ist eine super Einsatzmöglichkeit. Da muss man natürlich immer gucken, was passiert, wenn jemand eine dementsielle Erkrankung hat, wenn plötzlich so ein Roboter auf mich zugefahren kommt. Kann ich mir vorstellen, könnte auch negative Situationen hervorrufen, muss man einfach sich anschauen. Ich weiß, dass Kollegen sehr viel im Bereich Autismus Spektrumstörung mit den Robotern arbeiten, bei dort tatsächlich die Menschen auch dem Roboter gegenüber zugänglicher sind. Dem Roboter eher zuhören, wenn er ihnen zum Beispiel über die Tagesstrukturierung hilft, als im Terrapäuten oder eine Terrapäute in. Also das sind super Einsatzbereiche, über die man vielleicht gar nicht so nachdenkt, wenn man an Roboter denkt, dass der in erster Linie auch eine kommunikative Wirkung auf die Patienten. Du hast es ja Japan angesprochen, wir hatten auch mal ein bisschen zu Japan und Roboter grischerisiert. Gibt es ja auch die Roboter, die beim Heben helfen, einfach eine präventiv bei den Pflegekräften, sozusagen, wenn der Gesundheit helfen, damit sie nicht so schnell rücken beschwerden kriegen. Wie weit ist da Deutschland? Kommt so was vielleicht auch bei nach Deutschland? Das wird auch schon eingesetzt, das sind die sogenannten Exos-Gelette. Das ist also keine Vorstellungen, wie im Prinzip so eine Art Rucksackweste, den ich anziehen kann. Und der mir tatsächlich dabei hilft, mich körperlich zu entlasten, wenn ich hebe. Das muss gar nicht unbedingt so ein Roboter-Amen sein, und den ich irgendwas binde. So am Mittlerweile sind das relativ unscheinbare Gerätschaften, die auch robotisch funktionieren, die meine Kraft unterstützen. Da gibt es auch verschiedene Firmen, die das schon anbieten, verschiedene Pflegedienste, die das auch schon einsetzen. Das bezieht sie auch nicht nur auf den Pflegebereich, das ist im Handwerk auch etwas, was man macht und was natürlich letztlich auch zur Gesundheitshaltung weit trägt. Weil natürlich, aber das wissen Sie viel besser. Natürlich viele Pflegekräfte, auch mit der Zeit körperliche Schädigung davon tragen, vom Heben und so weiter und sofort. Ich glaube, das Angebot ist sehr gut, und auch da muss man es in Prinzip nutzen. Was mich jetzt noch handgessieren würde, wenn wir zum Thema Robotik posten oder thematisieren, gibt es natürlich immer noch viele, die bedenken haben. Also wo der Gedanke ist, das ist so unmenschlich und vielleicht ist die Pflege, die dann gar nicht mehr so menschlich sein, wie sie jetzt ist, können Roboter uns überhaupt ersetzen, sollen sie uns ersetzen als Pflegekräfte, wenn ihr so kritische Stimmen hört. Was sind da so Eurer Erfahrungen? Und sind das Punkte, wo ihr sagt, ja, vielleicht habt ihr da recht oder sagt, ja, ich glaube nicht, dass das zu kommen wird, dass irgendwann die Pflegekräfte ersetzt werden und die Pflege gar nicht mehr menschlich ist. Also wir hätten das gar nicht. Ich habe das gerade schon berichtet. Ich habe den Vortrag in Bochum gehört von Herr Rascha damals und ich dachte, Boa, das war es für uns. Also wir haben ein junges Team, meine ich und die sind wirklich auch offen und wir haben das dann so gemacht, dass wir den kleinen Roboter auf eine große Besprechung mitgenommen haben. Also wo 80/90 Menschen anwesend waren und haben den vorgestellt und haben gesagt, wir können uns vorstellen, dass das für die Kinder, die wir betreuen, was sein kann. Der Sol euch und kann euch natürlich nicht ersetzen in Eurer Fachlichkeit. Wir könnten uns aber vorstellen, dass der unterstützen kann, nämlich in den Themen. In denen sind für ehrlich Pflegefachkräfte, dann auch manchmal wirklich müde sind, eine arbeiten und wieder erklären und zusammenhängen vielleicht noch mal zu erläutern und Krankheitsbilder auszuarbeiten und haben gesagt, vielleicht kann der kleine Roboter das euch abnehmen. Und da war auch wirklich eine ganz große Offenheit. Da, wir haben dann das mit dem Team auch nochmal besprochen und ich glaube am Ende liegt es immer an der Kommunikation, wie man ein Team mit einbindet. Also das ist der Schüssel zu vielen Dingen, Sie beteiligen lassen, Ihnen erklären, Ihr könnt damit bestimmen, was denkt Ihr denn, was wichtig ist, was braucht denn der kleine Roboter damit, Ihr auch damit arbeiten könnt und wollt. Und wir erleben das auch im Umgang als ganz sorgfältiges und wertschätzenes miteinander. Der wird gut transportiert, der hat einen hohen Wert in dieser Versorgung und wir berichten da auch im gesamten Unternehmen drüber. Also wir halten auch andere so auf dem laufenden und die anderen haben damit auch nie Angst entwickelt und sind ab-to-date. Und ich meine es ist ein Kommunikationsthema, wie man den Menschen Dinge nachnabringt, als wie man den Menschen Dinge nahbringt und ob man sie zu beteiligt macht oder sie einfach vor eine Entscheidung setzt. Und das ist schön gelohnt. Ja, schön gesagt. Das kann ich unbedingt unterstützen. Also ich glaube, den Leuten die Technik einfach hinzuwerfen und zu sagen jetzt nutzt die das funktioniert nicht. Mit den Leuten gemeinsam Technik entwickeln, dann kommen auch so tolle Sachen dabei raus, über die wir heute gesprochen haben. Und wenn man das vielleicht nochmal aufnimmt, dieses Argument, da werden Leute ersetzt oder sonst was, das ist natürlich ein Argument, das schon sehr lange und sehr häufig bei jeder neuen Technologie gebracht wird und fährt aus und stückweit Technik skeptisch oder vielleicht auch ein Stück weit die Erfahrung ausdrückt. Ich habe schon zwei, drei mal eine Einführung von Technik erlebt, die war quatsch oder die sollte dazu.
dass man tatsächlich Leute ersetzen. Ich glaube, man muss auf der anderen Seite auch die Chancen sehen, die da sind. Und wenn man von Fachkräftemangel redet und davon das vielleicht schichten, unbesetzt sind und so weiter und so fort, dann ist er die Frage, wen soll der denn ersetzen? Und deswegen glaube ich, dass man natürlich neben allem skeptischen, und das ist ja wichtig, dass man sich nicht blind hineinbegibt in so eine neue Technikwelt. Eben an der Stelle sich auch überlegt, welche Chancen hat so etwas. Und wie kann ich als Pflegekraft sogar davon noch profitieren, dass so ein Roboter jetzt da ist? Und ich glaube, wenn wir das schaffen, dann werden auch die Stimmen, die sagen, der soll uns ersetzen, deutlich kleiner, aber man einfach sieht, dass man davon profitiert. Ja, ich glaube, es ist einfach ganz wichtig zu sagen, ihr seid wertvoll, ihr eure, auf eure Expertise können wir auf keine Fall verzichten, aber es ist keine gute Unterstützung sein, wie ihr auch eben schon beide gesagt habt. Ja, dann tatsächlich war das ein kleiner Quicky, wie ich sagen würde. Vielen Dank, dass ihr da war, dass ihr das so spontan mitgemacht habt. Und das waren super spannende Einblick. Wir verlinken alle Infos zu dem Roboter dann auch später bei uns in den Schownotes, also wer da reinkucken möchte, bei YouTube oder bei Spotify gerne einmal reinschauen, da findet ihr alle Infos. Und dann sonst würde ich sagen, ich sage mir vielen Dank, dass ihr da gewesen seid. Vielen Dank. [Musik]
Podcast Summary
Key Points:
Thema der Podcastfolge ist Robotik in der Pflege, beleuchtet aus Praxis- und Wissenschaftsperspektive.
Alexander Scorupa berichtet vom Einsatz des Roboters „Paul“ bei einem Kind (Leon) mit Muskelatrophie in der Kinderintensivpflege.
Paul ist ein kleiner, programmierbarer Roboter (ca. 30–35 cm), der per Blockcoding einfach bedienbar ist und von Leon selbst mitgestaltet wurde.
Der Roboter fördert Bindung, Bewegung, Kommunikation und entlastet Eltern sowie Pflegekräfte im Alltag.
Michael Prilla erklärt weitere Einsatzmöglichkeiten, etwa in der Altenpflege, Bewegungstherapie oder bei Autismus-Spektrum-Störungen.
Exoskelette und Transportroboter werden bereits in Deutschland eingesetzt; Japan und Niederlande gelten als Vorreiter.
Kritische Stimmen zur „Entmenschlichung“ der Pflege werden durch offene Kommunikation und Teambeteiligung entkräftet.
Summary:
In dieser Podcastfolge von „Pflegechalk mit PKM“ diskutieren die Moderatorinnen Anna, Nina und Marie mit ihren Gästen Alexander Scorupa, einem Kinderkrankenpfleger und Leiter eines ambulanten Pflegedienstes, sowie Professor Michael Prilla von der Universität Duisburg-Essen das Thema Robotik in der Pflege. Im Mittelpunkt steht der Roboter „Paul“, den der fünfjährige Leon, ein Kind mit Muskelschwund, seit fünf Monaten im Alltag nutzt. Paul ist etwa 30 Zentimeter groß, hat freundliche Augen und kann per einfacher Blockprogrammierung gesteuert werden.
Er wurde zunächst zur Unterstützung der Einarbeitung von Pflegekräften gedacht, entwickelte sich jedoch zu einem engen Begleiter für Leon. Der Roboter hilft bei Hausaufgaben, begleitet Leon in die Schule, fördert dessen Bewegungsfreude und erleichtert die Kommunikation mit anderen Kindern. Zudem entlastet er die Eltern, insbesondere wenn Spätschichten nicht besetzt sind.
Professor Prilla ergänzt, dass Roboter in der Pflege vielseitig einsetzbar sind, etwa in der Bewegungstherapie, da sie nicht müde werden, oder in der Altenpflege. Er betont, dass Technik nur erfolgreich ist, wenn sie gemeinsam mit dem Pflegepersonal entwickelt und kommuniziert wird. Auch Exoskelette zur körperlichen Entlastung werden bereits genutzt.
Die Gäste sind sich einig, dass Roboter Pflegekräfte nicht ersetzen, sondern sinnvoll unterstützen können – ein wichtiger Schritt angesichts des Fachkräftemangels.
FAQs
Die Podcastfolge behandelt das Thema Robotik in der Pflege, insbesondere aus der Perspektive der Kinderintensivpflege und der Wissenschaft.
Die Gäste sind Alexander Scorupa, Kinderkrankenschwester und Einrichtungsleitung, sowie Michael Prilla, Professor für Interaktive Systeme an der Universität Duisburg-Essen.
Der Roboter namens Paul begleitet Leon in den Alltag, hilft bei Hausaufgaben, fördert Bewegung und dient als Kommunikationsbrücke zu anderen Kindern.
Man kann Roboter wie Paul mit einfachen Blockcodes programmieren, die aus vordefinierten logischen Schritten bestehen, oder mit VR-Brillen und Spielesticks Bewegungen beibringen.
Ein Roboter wie der von Leon kostet etwa 2500 Euro, was im Vergleich zu der erbrachten Entlastung als gerechtfertigt angesehen wird.
Es gibt Bedenken, dass Roboter Pflegekräfte ersetzen könnten, aber die Gäste betonen, dass Roboter unterstützen und nicht ersetzen sollen, besonders angesichts des Fachkräftemangels.
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