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Richtig Feedback geben in der Beziehung: So klappt es!

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Richtig Feedback geben in der Beziehung: So klappt es!

Feedback geben ist ein zentrales Element für eine gesunde, harmonische Beziehung, doch es wird häufig falsch verstanden oder als Vorwurf wahrgenommen. Die größte Gefahr liegt in der Verwendung von Worten wie „immer“ oder „nie“, die auf die Identität des Partners ablaufen und zu einer Konfliktspirale führen. Ein entscheidender Voraussetzung ist ein stabiles Fundament und die offene Bereitschaft beider Partner, Feedback zu geben und zu akzeptieren. Ohne diesen Rahmen entstehen Verletzungen, Wut und Abweisung. Die wertschätzende Haltung, die objektive Beschreibung des Verhaltens, die Ausdrückung der eigenen Gefühle und der Wunsch für die Zukunft sind die vier Schritte eines wirksamen Feedback-Prozesses. Wichtig ist, dass beide Partner in sich hineinspüren, ob sie den Wunsch tatsächlich umsetzen können, und wenn nicht, offen kommunizieren. Eine Verletzung entsteht, wenn Feedback nicht erfüllt wird, was zu Vertrauensverlust, Abwehr und langfristigen Konflikten führt. Feedback ist nicht nur eine Kommunikation, sondern ein Baustein für Zugehörigkeit, Sicherheit und gegenseitige Verantwortung. Wenn dies nicht funktioniert, führt es zu emotionalen Spiralen, Affären oder Trennungen. Daher ist es notwendig, den Rahmen, die Energie und die Bereitschaft zu klären, bevor Feedback gegeben wird – und nach dem Gespräch, um sicherzustellen, dass es verstanden und respektiert wurde.

Transcription

8297 Words, 50053 Characters

German
Und bist du offen für Feedback? Ja, momentan schon. Dann ist deine Haarsträhne, habe ich beobachtet, die hängt so raus. Das irritiert mich. Ich wünsche mir, dass du es da so hinter machst. So ist dein innerer Monk jetzt befriedigt. Genau, das ist mein innerer Monk. Ja, das ist ein wichtiger Punkt. Erstmal die Bereitschaft und den richtigen Rahmen zu haben, wenn man Feedback geben möchte. Wir wollen uns ja damit beschäftigen, wie denn Vorwürfe nicht mehr entstehen oder wie ich Dinge nicht mehr als Vorwurf empfinde. Denn meistens ist es ja eher ein Feedback, was gegeben wird, was hilft, etwas zu verändern, zu optimieren. Aber ganz häufig kommt ein Feedback und vor allen Dingen der Wunsch, den man gibt, als Vorwurf an. Das wollen wir uns heute näher anschauen. Feedback geben ist für uns ja enorm wichtig. Ich bin letztens mal in dem Live-Call gefragt worden, wie oft wir uns denn so Feedback geben und so weiter. Sehr spannend. Habe ich auch gesagt, eigentlich andauernd. Ich würde schätzen, ein paar Mal am Tag. So Kleinigkeiten, wo man auch gar nicht mehr nach so einem Rahmen fragt, weil man dann weiß, da ist so die Bereitschaft für da, aber auch größeres Feedback, wo man nach Bereitschaft fragt. Ich würde auch sagen, dass wir das sehr häufig machen, weil wir natürlich auch ganz viele Punkte haben in dem Alltag, wo wir uns nicht mehr nach dem Rahmen fragen. Wo wir in Berührung kommen. Also natürlich als Familie, als Paar, gar keine Frage, aber ja auch beruflich arbeiten wir ja auch eng zusammen. Und ich glaube, dadurch ist es noch wichtiger, dass wir uns schnelle, gute Rückmeldung geben, gute Feedbacks geben, damit sich da nichts anstaut. Das ist vor allen Dingen, glaube ich, auch eine Übungssache. Also von außen betrachtet, glaube ich, wirkt das vielleicht auf manche Menschen ein bisschen anstrengend, wie oft wir das machen oder sehr genau. Aber wir empfinden das ja beide als eher entlastend und entspannend, wenn man das dann gleich raushaut. Ja, solange man es raushaut und nicht dem anderen um die Ohren haut, ist das in Ordnung. Naja, und man merkt eben, man braucht tatsächlich als Paar erstmal ein stabiles Fundament, ehe man zusammen dann auch arbeiten kann. Weil ansonsten vermischen sich die Ebenen und dann fange ich an, im Arbeitskontext ein Feedback zu geben und bekomme noch schlechte Gefühle aus dem mangelnden Beziehungsfundament oder vom Streit von gestern. Das darf nicht passieren. Ja, wenn du jetzt dabei bist, bist du im Podcast der Lebensidealisten. Ich bin Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Du sagtest ja schon, Feedback geben ist etwas, was man gut täglich machen kann. Also da geht es ja um Alltagssituationen, um Routinen, um Verhaltensweisen, wo sozusagen ein Störgefühl auftritt, wo man das Gefühl hat, das fühlt sich jetzt gerade nicht stimmig an oder ich möchte das gerne loswerden, weil ich merke, in mir drin entsteht irgendwie eine Unstimmigkeit. Und ja, wir finden das ganz spannend, weil wir in den Coachings auch immer wieder merken, was für eine Herausforderung es ist, für Paare in diese Feedback-Atmosphäre reinzukommen und nicht. Dieses Ping-Pong-Spiel von Vorwürfen anzustoßen. Das beginnt ja eigentlich schon damit, dass die Abgrenzung zwischen Feedback und Verletzung lösen schwierig ist. Oder was sind Bedürfnisse? Wann darf ich etwas wünschen? Wann braucht es vielleicht sogar eine Forderung? Diese Abgrenzung, die ist ja häufig gar nicht innerlich so da. Und dann wird alles vermengt. Und dann macht es schlechte Gefühle, dass man es ausspricht. Und dann entsteht das Problem, dass man durchs Feedback-Geben sein Ziel gar nicht erreicht. Es entsteht keine Veränderung, keine Entlastung, die man sich vielleicht wünscht. Man merkt, dass man beim anderen gar nicht so durchdringt, sondern eher noch, dass vielleicht ein Streit entsteht mit dem Resultat, dass man sich häufig zurückzieht, noch weniger Feedback gibt, noch mehr Situationen entstehen, die ein Störgefühl machen, die unstimmig sind und man in eine Konfliktspirale hineingerät oder auch in eine. eine Unzufriedenheitsspirale, ne? Ja, ich habe gerade diese Woche ein paar im Coaching gehabt, da war das auch das Thema, dass er gesagt hat, irgendwie habe ich das Gefühl, wir sind wie Konkurrenten. Also, wenn ich dir etwas sagen möchte, weil ich denke, dir könnte das helfen, oder ich möchte etwas sagen, was mir aufgefallen ist, was bei mir irgendwie so eine Unstimmigkeit gemacht hat, dass du wie in so einem Wettkampf dann gegen mich antrittst und mich als Konkurrent siehst, von wegen, du weißt das ja immer, alles besser, war ja klar, dass der Fehler jetzt wieder bei mir liegt und das fand ich ganz spannend, dass nochmal, dass die beiden nochmal das so hervorgebracht haben und er gesagt hat, ich möchte überhaupt nicht in diese Rolle reinrutschen, aber was ist der andere Weg? Ich kann jetzt auch nichts sagen, das macht bei mir auf Dauer auch irgendwie ein unstimmiges Gefühl und ich müsste das ja auch immer, wie wir es nennen, ja deckeln, also ich müsste irgendwann ja mal sagen, okay, spreche ich es nicht aus, lass es so stehen, ist jetzt auch gut. Das hält man nicht lange aus, weil dann entstehen auch Unstimmigkeiten, dass man nachher in so einem Alleingefühl kommt und nicht mehr im Biergefühl ist. Aber das ist so eine Sache, die ich häufiger schon hatte, dieses durch Vorwürfe in einen Wettkampf zu kommen. Insbesondere dann, wenn man den anderen auf der Identitätsebene erwischt, wenn man eben nicht das situative Verhalten beschreibt und sagt, was einen stört, sondern wenn man so Signalworte schon mal reinbringt, immer oder nie. Du bist, das triggert dich auch schon viel an. Wenn das eben in Bereiche geht, wo man sagt oder andeutet, durch immer und nie, dass der andere unzuverlässig wäre, unflexibel, die Aufgaben nicht erledigt, nichts verändert, also wenn das auf die Identitätsebene rutscht, weil da verteidigen wir uns natürlich sehr stark. Wenn du mir sagst, nie bringst du den Müll raus und das signalisiert mir unterbewusst, du willst mir damit sagen, dass ich unzuverlässig bin, ich aber habe auf Identitätsebene, bei mir stehen, ich bin zuverlässig, dann werde ich das massiv verteidigen und vor allen Dingen schon mal in die Beweisführung gehen und sagen, naja, also letzte Woche Dienstag habe ich den Müll rausgebracht und das hat wunderbar geklappt. Also nie stimmt schon mal nicht. Und jetzt streiten wir uns auf einmal um dieses Wort nie und gehen da in so eine Beweisführung und dann sage ich vielleicht noch, und du vergisst ja auch manchmal was oder nicht. Und schon sind wir in der Rhetorik gefangen. Dass wir auf einmal uns über diese Begrifflichkeiten streiten, nie, immer und Beweisführung stattfinden lassen, dann geht es auf einmal um Recht und Unrecht und auf einmal finden wir keinen Weg mehr. Sehr viele Paare wissen nicht, wie man richtig Feedback gibt. Die wenigsten wissen es intuitiv. Intuitiv würde ja bedeuten, ich habe es irgendwie bei den Eltern beobachtet und abgeschaut und noch weniger haben eine richtige Methodik gelernt. Es gibt zwar diverse Kommunikationsstrategien, Seminare und Möglichkeiten und viele haben es schon mal beruflich mit Kommunikation und entsprechenden Workshops vielleicht zu tun gehabt, aber dennoch ist das Feedback geben in den meisten Fällen eher etwas, was nicht gut funktioniert, weil der Weg meistens falsch gelernt wurde. Wenn ihr in dieser Podcast-Folge seid oder auch schon viele Podcast-Folgen von uns gehört habt und euch diese Podcast-Folge spannende, hilfreiche Impulse liefert, dann lasst doch sehr gerne eine Bewertung da bei Spotify oder Apple, in der App. Oder wenn ihr bei YouTube zuschaut, freuen wir uns sehr über ein Abo von euch. Dann verpasst ihr auch die nächsten Folgen nicht, die euch ebenfalls spannende Beziehungsimpulse liefern werden. Kommen wir doch mal zu den Punkten, die Paare schon mal versucht haben, beim Thema Feedback geben, die sie ausprobiert haben, die aber nicht wirklich eine Wirkung erzeugt haben. Es gibt diverse, in Anführungsstrichen, bewährte Methoden, die man online findet. Ja, Schule ja auch. Schule, Studium, Ausbildung, finde ich. Da gibt es ja auch so ganz tolle Feedback-Regeln. Naja, und da ist es natürlich so, dass jeder von sich und seiner Methodik, wie wir natürlich auch, behaupten, dass sie funktionieren. Und das gibt sicherlich, kann man die anderen Methodiken auch nutzen. Und die sind auch manchmal in manchen Situationen bestimmt nützlich, wertvoll und helfen. Ich glaube aber, unser Ansatz, der funktioniert in jeder Situation gut. Und das ist eine sehr sichere Methodik, um nicht in diese Vorwurfsrolle hineinzurutschen. Ja, welche Methodiken kennst du so? Also die Methodik, die ich am meisten kennengelernt habe, ist die Sandwich-Methodik. Also wir fangen an mit einer positiven Sache, dass ich dir ein positives Feedback für irgendwas gebe. Das ist sozusagen der Deckel. Und dann komme ich mit der Mitte, mit der Kritik oder mit dem eigentlichen negativen Feedback. Damit wir aber nicht negativ aus dem Gespräch rausgehen, schiebe ich nochmal, den Boden hinterher vom Sandwich mit etwas Positivem. Ja, da haben wir im Meeting dazu herzlich gelacht auch, mit so Beispielen dann, wo man sagt, Mensch, ich mag deine Haare, aber deine Nase ist schief. Aber deine Beine sind auch in Ordnung. Also es ist irgendwie. Ja, das Ding ist halt ja, selbst wenn du Sachen pufferst von oben und unten, ist ja immer noch wichtig, was nehme ich aber mit. Nur weil du mir am Ende etwas Positives, sagst, macht es das davor ja nicht wieder. ja gut. Es ist aber natürlich etwas, was zackig geht und schnell geht und was man sich gut merken kann und wo man ja oftmals zu das geführt hat, aber ich habe auch zwei Sachen positiv gesagt. Es ist ja nur eine Sache negativ, aber zwei Sachen sind positiv. Ich finde, das ist so eine perfekte Strategie für Menschen, denen es einfach sehr schwer fällt, Feedback zu geben, die ein bisschen unsicher sind, wie das aufgenommen wird und die auf jeden Fall aber was Positives zum Abschluss wollen, weil sie wieder die Harmonie möchten. Und da wird gerne so eine Methodik genommen. Ich finde sie verwirrend, weil du kommst ja mit drei Dingen auf mich zu. Aber ich mache ja erstmal auf. Ich soll die Mitte irgendwie finden und soll jetzt für mich rausfiltern, was du eigentlich meinst. Ich würde mir auch ein bisschen ich würde mich nicht ganz ernst genommen auch irgendwie fühlen, glaube ich, wenn du so das machen würdest, weil ich würde mich fragen, warum zwei gute Sachen, eine schlechte Sache, was willst du mir jetzt genau sagen? Kannst du mir das nicht direkt sagen? Was ist der Veränderungswunsch? Also möchtest du das irgendwie decken zwischen, also ich wäre da verwirrt. Ja, ich glaube, das ist so ein bisschen auch der Ansatz, dass man die Stärken stärker hervorhebt und sozusagen die Schwächen nicht auslässt, aber ja. Warum wird das normalerweise gar nicht gebraucht? Weil wir davon ausgehen, dass jeder Mensch in guter Absicht handelt. Das heißt, wenn jemand auf mich zukommt und mir ein Feedback gibt, dann hat derjenige eine gute Absicht, wenn er mir das Feedback gibt und mit der Verhaltensweise, die ich vorher gezeigt habe, die jetzt wieder gefeedbackt wird, hatte ich auch eine gute Absicht. Das heißt, eigentlich gibt es nur Gutes um mich herum. Ich brauche also diesen Sandwich gar nicht. Ich kann sofort die Mitte sagen, wenn ich die Bereitschaft erfragt habe, das wird also gar nicht gebraucht, sondern macht das Ganze eher schwammig und birgt die Gefahr, dass man gar nicht zum Ziel kommt. Weil am Ende höre ich was Gutes und vielleicht dann höre ich das Gut am Anfang, in der Mitte das verdränge ich, weil das war ja doof und das am Ende ist wieder gut und gehe jetzt mit einem guten Gefühl raus und sage, jo, alles klar. Naja, was entsteht da für ein Gefühl, finde ich, das kennst du vielleicht ja auch noch, dass man manchmal sonst das Ding hat, dass man denkt, ja, jetzt wird eine positive Sache gesagt, aber jetzt kommt das große Aber halbwegs. Da muss jetzt ja noch was Negatives kommen, weil das würde euch jemand nicht so alleine stehen lassen. Naja, und ich kann irgendwann das Gute vielleicht gar nicht mehr annehmen, weil irgendwann sagst du, ja, und das ist hier und so, spiele ich schön von dir. Und jetzt kommst du aber eigentlich. Was verpackt sie da gerade? Will sie mir gleich noch bestimmt wieder was Schlechtes sagen? Ja. Und dann kann ich das Gute gar nicht mehr hören. Also schwierig. Ist etwas, was eher nicht so gut funktioniert. Dann gibt es noch die Sag-Es-Methode, die letztendlich ja fünf einzelne Steps so hat. Man spricht aus, was man beobachtet hat, benennt sein Gefühl. Ich kenne die ganzen Steps jetzt nicht im Detail. Ich kann es dir sagen, ich habe es aufgemacht nochmal eben. Mach nochmal. Ich sag, na, also das erste ist, dass die Sichtweise ansprechen, denn die Auswirkung beschreiben, also für mich heißt das, blablabla. Also S-Sichtweise, A-Auswirkung. G-Gefühle benennen. E-Wie erfragen, also erfragen, wie der andere das sieht. Und S- Schlussfolgerung. Genau. Lösung. Okay. Ja, wir nutzen die Methodik auch nicht, obwohl sie in großen Teilen schon Übereinstimmung findet. Dass man spricht, was man beobachtet hat, dass man seine Gefühle äußert, dass man schaut, wie der andere das wahrgenommen hat und dass man eine Schlussfolgerung, das nennen wir halt anders, das ist bei uns der Wunsch dann am Ende. Aber so vom Grundsatz her geht das schon eher in die richtige Richtung, wo man sagen kann, das ist eine Methodik, die schon passt. Je nachdem, ob man eben noch den richtigen Rahmen erfragt, schaut, ob man in der Bereitschaft ist, denn das ist ja auch ein häufiger Fehler, dass man nicht nach Rahmen und Bereitschaft fragt, oder wenn man das irgendwie so fragt, oder auch nur implizit fragt, dass man das nicht zulässt, wenn der andere sagt, ich bin gerade gar nicht offen. Oder man sich selbst eben auch gar nicht reflektiert und ausspricht, ich bin gerade gar nicht offen für Feedback. Wenn ich mit meinem Gedanken noch völlig woanders bin, im Stress, bin noch im Konflikt mit einem Kunden, das Gespräch mit dem Vorgesetzten lief heute schlecht und ich bin da gedanklich voll involviert, dann kann ich Feedback nur schwer annehmen. Dann werde ich eher aus dieses Gefühl damit hineinmischen und dann wird es schwerer werden. Ich finde, das ist eigentlich einer der wichtigsten Bestandteile, dass der Rahmen nicht vergessen wird. Wie kommen wir zueinander? Ist der andere bereit dafür? Also, wenn ich mich jetzt zurückerinnere in meinem Leben, sind die meisten Feedback-Situationen daran gescheitert, dass eigentlich rückblickend der Start gar nicht stimmig war, darüber zu sprechen. Dass da gar keine Bereitschaft war, dass sie nicht erfragt worden ist. Ja, und gerade wenn das vielleicht eh schon ein bisschen kriselt, dann ist Feedback zwischen Tür und Angel meistens besonders schwierig. Dann braucht es erst recht den richtigen Rahmen. Feedback zwischen Tür und Angel, mal so kurz nebenbei, geht dann besonders gut, wenn eben der Rahmen passt, also in Form von unser Fundament ist stabil genug, um das mal zwischendurch zu machen. Wenn aber dort Triggerpunkte sind, alte Verletzungen da sind, dann ist natürlich die Gefahr groß, dass man dort in so etwas reintrifft und entsprechend dieses Gespräch zwischen Tür und Angel in einem Konflikt, in einem Streit landet, für den man gerade gar nicht die Zeit hat und auch nichts zu sagen, lass mal zurückgehen, man war es mal gut, anscheinend haben wir gerade eine Verletzung getroffen, sind gar nicht mehr beim Feedback. Das habe ich auch, das war eine Ausbildung als Erzieherin damals, auch in Erinnerung, dass das ein großer wichtiger Teil war, diese Tür und Angel Gespräche, zum Beispiel im Kindergarten, dass die einfach extrem anfällig dafür sind, dass das Feedback eher als Verletzung empfunden wird, weil das wuselig ist, es fallen nur ein paar Sätze, der andere fühlt sich natürlich, weil Kinder Sachen triggern einen als Eltern immer an und dann gerät man in Missverständnisse, dann kommt das gar nicht bei dem anderen so an, man nimmt nur einen Teil des Gesprächs mit und letztendlich geht man raus und sagt, was sollte das denn jetzt? Ja, man hat dann nur so Fetzen, die man mitbekommt. Genau, man wird unterbrochen vielleicht noch, weil dann noch zwei Kinder zwischendurch ankommen und noch eine Frage haben und dann kommt meistens so was, ich wollte das auch nur ganz kurz ansprechen, wir müssen uns dann noch mal in Ruhe sonst zusammen hinsetzen. Ja, schön, Deckel aufgemacht, Leid verbreitet und dann geht man nach Hause als Elternteil dann und denkt sich so, hm. Ja, weil dann vielleicht viele Dinge interpretierbar gewesen sind. Genau, man macht sich vielleicht Sorgen. Bis die Klarheit hat, es entstehen Sorgen, neue Fragen, Impulse, man bekommt die dann im Nachgang nicht so schnell geklärt, wann ist das nächste Mal der Rahmen da, diese Dinge zu erfragen, zu klären, das ist nicht einfach, ne? Ja, es passt eigentlich genau in den nächsten Punkt, so vages, ungenaues, interpretierbares, Feedback, wo man nicht präzise kommuniziert und der andere nicht genau weiß, wie er handeln soll, was gemeint ist, eher in mehr Fragen als in Klarheit gestürzt wird. Das ist natürlich auch ein Punkt, der häufig schiefläuft, der nicht funktioniert. Gerade wenn die Situation emotional aufgeladen ist zwischen zwei Menschen, ist das einfach auch schwierig, wenn es dann so eine Schwammigkeit gibt, ne? Und das erlebe ich immer wieder in Coachings bei Menschen, die so eine starke oder diesen starken Drang nach Harmonie haben, dass die immer so Ansätze machen, mal Feedback zu geben, aber eigentlich möchten sie oder können sie kein Feedback geben, weil sie brauchen ja diese starke Harmonie und dann ist das Feedback so schwammig, dass der andere sich dadurch provoziert fühlt. Und dann gibt es den Anteil der Ich-Botschaften, der ist natürlich grundsätzlich nicht verkehrt, das aber kommt darauf an, wie man ihn anwendet. Auch der ist halt sehr fehleranfällig, wenn ich daraus einfach nur passiv setze, statt aktive Sätze, zum Beispiel baue in Ich-Botschaften, dann ist auch wieder ein Problem. Also statt zu sagen, du bist rücksichtslos, sage ich, ich habe mich rücksichtslos behandelt gefühlt, ist am Ende das Gleiche, weil beides hat eine Schlussfolgerung, in beidem kann man einen Vorwurf raushören, dann bringt an der Stelle die Ich-Botschaft auch nicht wirklich viel Entlastung. Das bleibt das Gleiche, also das heißt, bei den Ich-Botschaften muss man schon genauer schauen, was dahinter steckt, wie das gemeint ist, und es darf eben keine Schlussfolgerung geben, wir brauchen weitere Bestandteile, damit die Ich-Botschaften eben auch wirklich so ankommen, wie sie gemeint sind. Ja, aber was wird man auf so einen Satz antworten, als Partner, Partnerin? Ich habe mich rücksichtslos behandelt gefühlt, würde der andere sagen, du willst mir jetzt damit sagen, dass ich ein rücksichtsloser Mensch bin, oder was? Also das kommt ja irgendwie sonst als nächsten Impuls häufig dann hervor, ne? Ja, ist ja auch eine Unterstellung, beziehungsweise damit geht so eine gewisse, vermutete Bösartigkeit einher, ich würde rücksichtslos handeln, also rücksichtslos würde ja auch wieder Egoismus bedeuten, also ich denke nur an mich, das heißt, da gehen so ganz viele Dinge los, wo man denkt, so fühle ich mich gar nicht, ich fühle mich nicht rücksichtslos, und es war nie in meinen Gedanken drin, aktiv zu sagen, als ich mir überlegt habe, wie ich handle, ich mache das rücksichtslos. Das war nie in den Gedanken drin, nie zu sagen, warte mal, ich könnte jetzt natürlich auch was Gutes für ihn da tun, ne, ich bin heute mal rücksichtslos, ich mache heute nur was für mich, scheiß auf Ina, das passiert nicht, das sind keine aktiven Gedanken, die man hat, wenn man solche Gedanken aktiv hat, dann ist man sehr, sehr, sehr weit in der Konfliktspirale, dann muss man, dann reden wir nicht mehr über Feedback, dann reden wir über emotionale Verletzungen lösen, aus der Krise rausholen und über Beziehungen retten, dann sind wir an einem anderen Punkt angekommen. Genau, weil du sagtest vorhin ja auch positive Absicht, die positive Absicht könnte einfach ja ganz egoistisch für sich selbst sein, aber dann ist man in dem Sinne ja nicht immer rücksichtslos. Also dann hat man das ja nicht getan, weil man bewusst rücksichtslos sein möchte, sondern man hat es für sich getan. Und das ist ja ein großer Unterschied. Ob ich jemandem im Gedanken Schaden zufügen möchte sozusagen oder ob ich für mich handel. Und dann kommen wir nochmal zu einem allerwichtigsten Punkt, den du schon hervorgebracht hast, aber nochmal so der Vollständigkeit halber, das Probierenpaare. Selbst wenn man eine Methodik hat, mit der Feedback geben sauber funktioniert, und das gut ankommt, dann fragt fast kein Paar oder fast kein Mensch nach Bereitschaft. Einmal zu checken, bist du gerade offen dafür, dir ein Feedback von mir anzuhören? Oder ist der Rahmen, der Zeitpunkt, sind deine Ressourcen gerade nicht in der Lage, das wohlwollend entgegenzunehmen und anzuerkennen? Dann braucht es, dass dieser Rahmen erstmal hergestellt wird. Dann macht es eben wirklich, trotz aller Perfektion in der Methodik und allem Wohlwollen macht es dann keinen Sinn. Dann geht es häufig schief. Ja, manche sagen dann auch im Coaching, naja, aber für mich, ich weiß gar nicht, wieso kann der Rahmen denn jetzt, oder war der Rahmen denn nicht gut? Wir waren doch ganz entspannt, wir saßen auch entspannt auf der Couch, als ich dir das gesagt habe. Oder für mich habe ich jetzt gedacht, das wäre jetzt der richtige Moment gewesen, weil die Kinder haben gerade so gut miteinander gespielt. Also das ist auch ganz viel Interpretation. Das ist der richtige Rahmen ist, aber jetzt wurde halt dich konkret gefragt. Und auch wenn man ein Paar ist, was eng miteinander ist, so kann man ja doch nicht Gedanken lesen und darf man trotzdem nochmal nachfragen. Und das kann man ja auch mit erwähnen. Man kann ja sagen, hey, ich habe gerade das Gefühl, wir haben gerade einen passenden Rahmen, dass ich dir mal kurz Feedback geben kann. Bist du gerade offen? Genau. Und dann sagt der andere, nö, bin ich nicht. Ich bin gerade gedanklich voll woanders. Geht gerade gar nicht. Und dann ist das etwas, was man annimmt und was gut ist. Das ist gut, dass der andere gesagt hat, nein, ich bin gerade nicht bereit. Denn es würde sehr wahrscheinlich, wenn er sich nicht reflektieren würde und über sein Gefühl hinweg ginge, dass er sagt, ich bin bereit. Und ist es eigentlich gar nicht, dann geht es am Ende schief und man weiß nicht so recht, warum. Also an der Stelle lieber ein Nein hören und gemeinsam überlegen, wie und wann man bereit sein wird, dann mit der Energie, mit den Ressourcen, mit dem passenden Rahmen, mit ausreichend Zeit Feedback geben, gerade wenn es was Wichtiges ist. Wir erleben jeden Tag in unseren Live-Calls und auch in den Coachings, was passiert, wenn man eben nicht Feedback gibt, beziehungsweise wenn man Feedback gibt und das kommt nicht an, wenn es einfach schief läuft. Wir wollen mal so ein paar Sachen auflisten oder so ein paar Folgen aufzeigen, die passieren. Dann kann man selber schon mal reflektieren, befindet man sich schon an dem Punkt, oder nicht, beziehungsweise kann das für sich dann einfach nochmal besser zuordnen. Was häufig passiert ist, dass sich Kleinigkeiten, wo man eigentlich sich kurz und gut ein Feedback geben könnte, anstauen und es dann so ein Berg wird. Also, dass man nicht mehr eine konkrete Situation eigentlich sagen kann, wo man gerne ein Feedback geben möchte, sondern, dass man das Gefühl hat, boah, wo soll ich anfangen? Wann hört das auf? Ich habe ja so einen Berg. Wenn ich jetzt damit anfangen würde, dann müsste ich dich im Gefühl für alles kritisieren oder für alles ein Feedback geben. Ich fühle mich schon bei allen Punkten eigentlich verletzt. Also, es ist so was, das bringt es jetzt eigentlich noch, da überhaupt das Thema aufzumachen. Und da ist es halt häufig etwas, wenn sich das anstaut. Das haben sich eigentlich an der Stelle Unstimmigkeiten und Störgefühle schon zu Verletzungen entwickelt, weil man diese ganzen Punkte so aufgestaut hat, dass man wirklich ein Gefühl jetzt bekommt, eine emotionale Verletzung bekommt, wenn sich das Verhalten wiederholt. Vielleicht auch, wenn man schon eine ganze Zeit lang Feedback ausgesprochen hat und merkt, es ändert sich nichts. Man hat resigniert. Das sind ja alles so Dinge, die dann dazu führen, dass man eben immer mehr aufstaut und sich das zu den anderen Konflikten, die man auch noch hat, Unstimmigkeit überwerte, zwischenmenschlich klappt das gerade nicht, kommt dann noch dieser Faktor mit dazu. Deswegen gibt es fast kein Erstgespräch, in dem nicht gesagt wird, als Ziel, wir möchten unsere Kommunikation verbessern. Ja, weil was passiert natürlich, wenn man Sachen aufstaut? Häufig ist es so, dass einer sich dann immer mehr zurückzieht, andere Gesprächspartner sich sucht. Man sagt, wir beide können ja nicht miteinander sprechen, ich kann dir kein Feedback geben, wir streiten uns sofort. Wenn ich dir eine Sache sage, du nimmst das gleich mega persönlich, du gehst total hoch, dann sprechen wir mit meiner Freundin, mit meinen Eltern, wen auch immer, mit der Nachbarin. Dann ist es natürlich so, dass die Gespräche untereinander recht oberflächlich sind. Und das berichten ja auch sehr viele Paare in der Krise, dass sie sagen, also ganz ehrlich, wir leben zwar zusammen, aber dass wir uns nochmal tiefgründig unterhalten, wir unterhalten uns über Sachen hier im Ablauf, verwaltungsmäßig, über die Kinder, aber ich weiß gar nicht, was soll ich denn noch für ein Thema ansprechen, wir streiten uns ja gleich. Also Feedback, wenn ich jetzt weiß, ich gebe dir heute Abend Feedback, dann ist der Abend gelaufen. Dann bist du so beleidigt, dann bist du für gar nichts mehr offen, dann sage ich, hebern dich jetzt. Ja, da haben sich dann Brillen aufgebaut, über den anderen. Das heißt, wir haben so eine Vorahnung, wie derjenige sich verhalten wird, wenn ich Feedback gebe. Und man muss nochmal ganz deutlich sagen, dieses Kompensieren mit Freunden zum Beispiel, das bringt für die Beziehung natürlich gar nichts, sondern verhärtet die Situation. Wenn ich meinem Freund erzähle, was du immer alles für blödsinnige Sachen machst, dann wird sich daran gar nichts ändern. Aber du hast vielleicht Zugehörigkeit als Gefühl. Ja, da haben wir eine Läster-Gemeinschaft. Ja. Und er sagt vielleicht auch, ja, meine Frau ist auch blöd. Und wir sagen, oh cool, wir haben alles blöde Frauen. Aber das hilft unserer Beziehung überhaupt nicht. Im Gegenteil, dann verschärft sich sogar das Bild. Dann fangen wir an zu sagen, dann gehen wir auf einmal auf so eine Rolle, Frauen machen immer sowas. Schieben das diesem Frauenbild auf einmal zu und sagen, ja, bei mir ist es sogar noch schlimmer. Dann denke ich vielleicht noch, oh ja, ich mecke anscheinend auf hohem Niveau. Andere haben es ja noch schlechter getroffen als ich. Ich hatte das letztens, da war ich beim Einkaufen und da haben zwei Frauen vor mir über ihre Männer gesprochen und wie soll ich das jetzt nicht sagen? Wie blöd die doch sind. Und dann sagte die eine Frau zu der anderen, naja, was Besseres findest du auf dem Markt aber auch nicht. Da habe ich gedacht, so ein geiles Argument zu sagen, bleib doch im Leid. Nimm es doch nicht so schwer. Wenn du die Auswahl hättest, das wäre auch nicht besser. Ja, und dann sagt die andere darauf, ja, stimmt, hast du recht. Man weiß ja auch nicht, wer als nächstes kommen würde. Ja, was für eine aussichtslose Situation. Schade, ne? Anstatt dann einfach mal unseren Podcast zu hören und was zu verändern. Das ist ja immer die Situation, wo ich dahinterstehe und denke so, nee, Ina, du bist jetzt hier bei Edeka an der Kasse. Keine Visitenkarte. Du hast keinen Auftrag. Es ist natürlich traurig, wir nehmen das jetzt so spaßig jetzt auf, aber eigentlich steckt dahinter ja totale Resignation, dass man sagt so, ja, ich hab das Problem auch, du auch, du, die Susi auch und die Tina auch. Beschwer dich mal nicht, wir sitzen alle im gleichen Boot und wir sehen uns alle mit Ende 50 vielleicht zusammen, weil da haben die Männer auf Ausflüge meistens keinen Bock mehr und dann sitzen wir alle zusammen in unseren Hotels und stoßen an und ja. Ja, vor allem muss man überlegen, dass das eben auch eine emotionale Verletzung bei dem Mann macht, wenn er davon etwas mitbekommt an der Stelle, weil es eben Ausschluss ist. Es wird über ihn geredet. Aber das sagen die Frauen ja machen, die Männer bestimmt ja auch. Das können die ja auch so denken und sich das so begründen, aber trotzdem ist es ja so und möchte man das dann, dass die Männer das auch tun oder will man eigentlich viel mehr miteinander sprechen und seine Themen klären und in eine bessere Beziehung kommen, denn man sollte immer beachten, dass man über den anderen nur so spricht, als wäre er mit dabei. Man darf faktisch über den anderen meistens sprechen, Florian hat dann einen Geburtstag, wird auf keinen Fall eine Verletzung machen, das ist faktisch oder sozusagen mit Erlaubnis, dass der andere sagt, hey, du kannst über dieses Thema auch mit deiner Freundin sprechen, das ist stimmig für mich. Genau und ich finde auch ganz stark ist es dann die Haltung, die innere Haltung, mit der man über die Person spricht. Also bin ich immer noch wertschätzend oder bin ich eigentlich, dass ich mir erhoffe in dem Gespräch, dass der andere oder die andere Person mit auf meiner Seite ist und wir reden zusammen schlecht über die andere Person. Ja, vielleicht habe ich ja die Freigabe und der Partner sagt, Mensch, sprich doch mal mit dem oder derjenige, mit dem Ziel, sich auszutauschen. Ja. Vielleicht hast du ein paar in der Umgebung, die haben schon mal eine Paartherapie bei den Lebensidealisten gemacht, das läuft jetzt bombig bei denen und man spricht mit denen und sagt, Mensch, wie ist denn das bei euch gewesen? Wie war das bei euch auch so, bevor ihr die Paartherapie gemacht habt? Und wie hat sich das verändert? Was waren die Hebel? Dann ist das was ganz anderes, das ist zielgerichtet, positiv gestimmt, man möchte vom anderen vielleicht Impulse bekommen, lernen oder auch Bestärkung erfahren, aber nicht so eine Lästergemeinschaft bilden, wo man sich einfach nur gegenseitig das Leid verstärkt. Und viele berichten ja auch in unseren Coachings, dass sie sagen, wenn man erstmal in so einer Konfliktspirale drin ist und sich alleine fühlt, also in dem Gefühl, ich kann nicht mehr aussprechen, was ich denke, was mir wichtig ist, was ich gern geändert haben möchte, dann merkt man das auch körperlich an einem gewissen Punkt, also dass man schlecht einschlafen kann, viel Kopfschmerzen hat, so ein Gedankenkarussell, weil man immer wieder vielleicht auch nach einer Lösung sucht. Dass man merkt, man hat viele Berichten auch, sie angefangen haben, sie konnten schlechter was essen, hatten Magenschmerzen, sie hatten das Gefühl, sie tragen sozusagen diese ganzen Konflikte vor sich her und das sammelt sich bei Menschen immer in unterschiedlicher Art und Weise. Das merken wir auch, wenn wir Verletzungen auflösen im Coaching. Jeder Mensch hat eigentlich mal so ein, zwei Körperschwerpunkte, wo er Unstimmigkeit spürt. Also bei sehr vielen ist das, finde ich, so der Hals-Brust-Bereich. Da zieht sich ja alles zusammen. Ich habe das Gefühl, ich habe so ein Kloß im Hals. So ein Druck auf der Brust, so eine enge, andere sagen wieder so, es fühlt sich an wie so Steine im Bauch, im Magen, so eine schwere oder Last auf den Schultern oder und das ist halt in dem Moment auch so, dass wir halt körperliche Symptome bei einem gewissen Grad in der Konfliktspirale der Unstimmigkeit entwickeln, die häufig, wenn man dann sich nicht Hilfe holt oder eine Lösung findet, immer mehr werden und man das aber so empfindet, dass man sagt, oh, jetzt fühle ich mich auch noch körperlich so schlecht, wo das meist einfach auch die Konsequenz dadurch ist. Ja, dadurch kann in der Folge wiederum Ärger und Wut entstehen darüber, dass man diese Gefühle abbekommt und dass es einem immer schlechter auch geht und das führt dann zu einer weiteren Distanzierung, weil man diese Gefühle ja nicht haben möchte, bis hin zu, dass man intensiver sich als Paar reflektiert und überlegt, passen wir zusammen? Genau, so das Gefühl, du tust mir nicht mehr gut. Warum können wir nicht miteinander kommunizieren? Sind wir vielleicht gar nicht kompatibel miteinander? Ihr seht, Feedback geben ist kein triviales Thema, sondern ein elementarer, wichtiger Punkt in eurer Beziehung, der durchaus dazu führen kann, dass eure Beziehung sehr harmonisch verläuft, aber auch in eine Konfliktspirale mündet. Solltet ihr also an einem Punkt sein, wo ihr merkt, das bekommen wir kommunikativ gar nicht auf die Reihe und wir merken, wir meiden Feedback oder wenn wir mal Feedback geben, dann geraten wir in Streitigkeiten. Wir wissen auch schon gar nicht mehr, warum das so ist oder ihr seht auch die Ursachen und seht die Konfliktspirale, die vorausgehend passiert ist, aber sagt, wir kommen da gar nicht mehr ran, das zu lösen. Da sind wir einfach schon viel zu weit in unseren Gefühlen drin. Dann meldet euch sehr gerne bei uns für das telefonische Erstgespräch und wir schauen gemeinsam uns euer Thema und euer Ziel an und wie wir euch am besten unterstützen können. Wie gibt man sich also jetzt richtig Feedback in einer Partnerschaft? Also eine wichtige Basis, damit das in Leichtigkeit funktioniert, die man organisieren kann, ist ein stabiles Fundament zwischeneinander. Das ist nun natürlich selten in der Form gegeben, aber wenn das da wäre, dann wäre Feedback eben wesentlich entspannter, weil diese Gefahr der Verletzung dabei oder des Treffens auf Triggerpunkte und so weiter wesentlich weniger wäre. Das heißt, man würde dann erstmal emotionale Verletzungen lösen, die Zeitlinie aufarbeiten und das Fundament herstellen. Klar, wenn ich jetzt kein stabiles Fundament habe, in der Partnerschaft und dann anfange Feedback zu geben, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, dass der andere durch eine tiefe Verletzung davor vielleicht gar nicht die Offenheit mitbringt, weil der schon das Gefühl hat, so okay, was passiert jetzt? Also da ist nicht so das Gefühl von Sicherheit und Offenheit da, was man ja auch irgendwie mitbringen muss für Feedback. Und da wäre es natürlich wichtig, erstmal alles andere aus dem Weg zu räumen, um so eine gute, wertschätzende Haltung zueinander zu haben. Weil das ist genau der erste Punkt, wenn man zum Feedback kommt. Aber nochmal ein Step davor. Wir brauchen den richtigen Rahmen. Wir haben es jetzt ein paar Mal schon erwähnt. Wir brauchen ausreichend Zeit. Am besten die Handys im Flugmodus, dass man zwischendurch nicht gestört wird. Wir brauchen die richtige Energie und ich dürfe nicht völlig müde vielleicht sein. Und wir brauchen eben auch, dass wir gedanklich dafür offen sind und nicht gedanklich gerade dabei sind zu überlegen, wie überstehe ich das schwere Gespräch morgen mit meinem Vorgesetzten oder ich habe morgen 17 Kunden Termine, wie soll ich das bloß alles hinkriegen. Dass man wirklich offen dafür ist gerade und die Bereitschaft hat, seinen Fokus darauf zu richten, was nun kommt. Ich finde auch diesen Rahmen, den du vorhin ja auch schon beschrieben hast, der ist auch bei Kleinigkeiten ganz entscheidend. Also für mich ist es ein großer Unterschied, wenn ich zum Beispiel Hunger habe und dann ein Gespräch reingehe, wo man sagen würde, naja, ist das jetzt deine Hunger? Oder Durst habe oder mal auf die Toilette muss oder denke so, okay, ich muss nochmal ganz kurz runterkommen. Bei mir ist es zum Beispiel auch so, dass Kleidung für mich auch ein wichtiger Punkt ist. Also wenn ich nach Hause komme und denke so, okay, ich möchte jetzt erstmal mich gern umziehen. Also möchte ich erstmal gemütliche Sachen vielleicht anziehen, möchte ich erstmal zu Hause in Ruhe ankommen und dann bin ich gesprächsbereit, aber wenn ich dann so überfallen werde, sag ich mal an der Tür und denke so, oh Gott, ich muss nochmal mein Pulli ausziehen oder ich bin nass geworden von draußen, dann bin ich in so einer ganz anderen Stimmung und dann könnte so eine Kleinigkeit halt schon dazu führen, dass da gar keine Offenheit ist, die gebraucht wird. Das ist sicherlich ein guter Punkt, sich überfallen fühlen. Das ist glaube ich nicht nur so, wenn man reinkommt und sofort, bevor die Begrüßung womöglich ist, ein erstes Feedback abbekommt, sondern dass man eben diesen Rahmen hat, weil es kann ja auch an allen möglichen Punkten sein. Ich habe das letzte Mal im Coaching gehabt, da ging es auch um ein Feedback dann und jemand hat im Tablet gearbeitet. Nun wird das Tablet genutzt, um zu arbeiten, aber auch, um einfach mal sich zu entertainen. Das heißt, das ist nicht ganz klar, aber derjenige hat einfach davon ausgehend, dass das nur Entertaining ist, gesagt, hier, ich habe was gemacht und so, guck mal drauf. Und der andere sagt, nee, ich habe gerade gar keine Bereitschaft. Und dann sagt, doch, das ist gerade wichtig, weil gar nicht so gefragt wurde, quasi, das wäre so stark, bist du am Arbeiten oder machst du gerade einfach nur sowas zur Entspannung? Wenn derjenige sagt, Mensch, ich arbeite dann, okay, alles klar, ich habe da was, da möchte ich dir Feedback geben oder da brauche ich mal einen Input von dir, aber sag Bescheid, wenn du soweit bist. Das sind die Missverständnisse, weil wir halt anfangen zu interpretieren. Ja, und der andere fühlt sich überfallen, weil der andere natürlich aus deinem Blickwinkel, für ihn völlig logisch ist, ich sitze doch hier und arbeite und bin völlig vertieft und werde da so rausgerissen aus dem, was ich gerade mache und muss mich dann gleich gedanklich da wieder einsortieren. Gut, kommen wir zum Feedback geben und danach zum Feedback annehmen. Welche vier Schritte werden gebraucht, um Feedback zu geben? Ich hatte ja schon erwähnt, die wertschätzende Haltung, also meine innere Haltung zu der anderen Person im Gefühl. Kann ich wertschätzen mit der anderen Person sprechen oder wie wir schon sagten, bin ich vorverletzt, also bin ich sozusagen kraftvoll genug, um jetzt in den Prozess einzusteigen, in meine Haltung zu dir? Wenn ich schon merke, dass ich ein eigenes Gefühl habe, ich möchte jetzt gerne laut sprechen oder meine ersten Worte kommen schon so mit so einer Energie hervor, wo ich so denke, oh, dann bin ich nicht wertschätzend Haltung drin. Der andere spürt das und geht entsprechend auch innerlich auf Konfrontation und das geht schief. Denn der nächste Schritt ist, dass ich Verhalten beschreibe, also das, was ich beobachtet habe, objektiv, ohne Interpretation, ohne Wertung, also das ist natürlich manchmal nicht leicht, weil man denkt so, puh, man hat ja schon einen Grund vielleicht, warum man Feedback geben möchte, aber einfach zu beschreiben, was habe ich gesehen, was habe ich wahrgenommen? Einfach, weil man kann sich vorstellen, es steht eine Kamera daneben und die filmt das, was wird die filmen? Oder es steht jemand emotional Unbeteiligtes daneben, was würde der beschreiben, was passiert ist, wenn er die Gefühle nicht hat? Und das ist auch etwas, muss man ganz klar sagen, was durch Übung auch immer und immer besser wird. Das ist so ein Punkt, den ich ja in der Ausbildung und im Studium bis zum Ende hundertefach gefühlt gemacht habe. Wir haben immer eine Situation bekommen, gerade mit Kindern Situationen und wir sollten nur das Verhalten beschreiben, also wir sollten uns antrainieren, nicht in Interpretation und Bewertung zu verfallen, in Elterngesprächen zum Beispiel, sondern einfach nur zu sagen, okay, was habt ihr jetzt wahrgenommen? Und am Anfang ist es natürlich so, dass man auch, durch eigene Themen vielleicht angetriggert ist, da was hinein zu interpretieren oder zu sagen, ja, und das hat er bestimmt so gemacht und dann hat er das gemacht, weil das hat ihm Spaß gemacht. Das ist aber alles Interpretation und Bewertung, sondern wirklich zu beschreiben, was habe ich mit meinen Augen gesehen? Und das wäre da sozusagen der nächste Schritt dann. Und dann kommen wir zu den entstandenen Gefühlen, dass ich beschreibe, wie habe ich mich gefühlt dabei? Und das ist auch der Punkt, wo man jetzt unterscheiden würde zwischen einer emotionalen Verletzung, die man löst, oder einem Feedback, was man gibt. Denn, das sehen wir gleich zum Schluss, warum das wichtig ist, wenn ich mich richtig verletzt fühle, dann brauche ich einen bisschen anderen Rahmen und dann gehen zwei Schritte anders. Wenn ich mich nicht verletzt fühle, sondern das ist eher ein Störgefühl, ein Unstimmigkeitsgefühl, wo man sagt, das könnte anders optimaler laufen oder dann, wenn das anders wäre, dann hätte ich weniger Umstände, zum Beispiel, dann würde es mir damit einfach besser gehen, ich wäre schneller und so weiter. Oder, wenn du was nicht in den Geschirrspüler einräumst, dann habe ich die Arbeit, das möchte ich aber nicht haben, das wäre besser, wenn das auch jeder für sich macht und jeder räumt das gleich ein. Also so Optimierungsprozesse, Störgefühle, aber wenn du was nicht in den Geschirrspüler einräumst, das verletzt mich eben nicht. Das macht nicht das Gefühl von Wut oder Ärger oder sowas, da kommt nichts hoch in mir. Außer, dass es ein Thema, wo es schon Vorverletzungen gibt? Ja. Dass du auch deine, oder ich oder wer auch immer, seine Schuhe nicht wegräumt und das und man schon wieder da was angesammelt hat, dann kann es natürlich schon eine Verletzung sein, ne? Ja, oder wenn ich auch schon ein paar Mal Feedback gegeben habe und du hast das Feedback angenommen und gesagt, ja, das kann ich sehen, ich ändere das und das ist nicht passiert, dann kann es natürlich auch irgendwann eine Verletzung machen, weil irgendwann macht aber nicht die Sache an sich die Verletzung, dass da wieder eine Tasse steht und nicht eingeräumt wurde, sondern dass ich mich nicht mehr ernst genommen fühle. Ich gebe Feedback und du sagst, ja, was machst du? Ich fühle mich nicht mehr ernst genommen und empfände dich dann als unzuverlässig. lässt sich in deinen Aussagen, ich verliere Vertrauen zu dir. Und im letzten Schritt, das beim Feedback geben eben anders als bei Verletzungen lösen, darf ich einen Wunsch äußern. Da kann ich einen Wunsch für die Zukunft äußern und sagen, in Zukunft wünsche ich mir, dass jeder von uns seine Tassen selbst in den Geschirrspüler räumt und da nichts stehen bleibt. Das würde für uns alle die Arbeit erleichtern und jeder kümmert sich so um seine Sachen. Das sind also die Schritte, wenn es um Feedback geben geht. Die vier Stück vielleicht nochmal ganz kurz zusammengepasst, dass es einmal die wertschätzende Haltung, dass die eine Grundlage ist, dann ist es einmal das Verhalten beschreiben, was man gesehen hat. Der dritte Schritt ist das Gefühl zu beschreiben, was bei mir entstanden ist dabei und der letzte Schritt den Wunsch äußern. Vielleicht nochmal am Rande, warum ist das Gefühl wichtig? Das Gefühl bringt dem Anderen die Motivation auch was zu ändern. Weil man ja nicht möchte, dass sich der Andere durch mein Verhalten gestört fühlt oder Unstimmigkeiten erlebt. Fürs Feedback annehmen sind die Schritte gar nicht so unterschiedlich. Wir starten auch wieder mit der wertschätzenden Haltung. Deswegen fragen wir eben auch nach der Bereitschaft, damit der Andere sich auch in die wertschätzende Haltung begeben kann, um offen zu sein, Feedback entgegenzunehmen. Wenn man dann Feedback bekommt, ist es wichtig, dass man zuhört und auch aussprechen lässt. Also den Anderen nicht sofort unterbricht und sich rechtfertigt. Das ist ja gerne immer so ein Move, den man dann macht. Ja, aber. Oder ich habe das ja nur gemacht, weil. Das ist immer für so einen Prozess sehr hinderlich, weil bei dem Anderen dann meistens Wut entsteht. Wenn man erstmal unterbrochen wird, macht das Wut oder Traurigkeit. Aber auch, wenn man das Gefühl hat, ich kriege jetzt mein Gefühl gar nicht auf die Straße, weil ich davor unterbrochen werde und der Andere mir sagt, warum er das gemacht hat. Weil wir gehen ja davon aus, dass jeder Mensch in positiver Absicht handelt. Das heißt, na klar hat derjenige in positiver Absicht gehandelt, aber es ist da trotzdem ja bei dem Anderen ein Störgefühl entstanden. Das heißt, derjenige braucht sich gar nicht zu rechtfertigen, weil was entscheidend ist, ist ja, dass bei dem Anderen etwas ausgelöst worden ist. Egal warum. Da ist es viel wichtiger, in die Verantwortung zu gehen. Vielleicht zu betonen, dass man das Gefühl gar nicht auslösen wollte. Oder auch eben dieses Störgefühl nicht so machen wollte oder diese Unstimmigkeit. Und dann geht es darum, für sich innerlich hineinzuspüren, ob ich den Wunsch erfüllen kann. Dass es stimmig ist. Genau, dass es stimmig ist. Also wenn du jetzt sagst, ich wünsche mir, dass das Auto, wenn es da steht und du hast es leer gefahren, auch dann vollgetankt wird von dir und ich nicht ein leeres Auto übernehme, weil dich das stört, dann musst du zuerst zur Tankstelle fahren und wenn du das nicht weißt, dann kann das manchmal bei enger Zeitplanung eben dafür sorgen, dass du zu spät kommst. Das hat also Folgen für dich. Dann höre ich den Wunsch von dir, zu sagen, wenn, das kann man ja mal auf Wir-Ebene auch betrachten, wenn einer von uns beiden in den roten Bereich bei der Tankfüllung kommt, dann fährt derjenige zur Tankstelle und stellt dem anderen das Auto nicht leer hin. Und dann prüfe ich als derjenige, der das Feedback entgegen nimmt, ob ich das wirklich tun kann. Ist das wirklich stimmig für mich? Kann ich das umsetzen? Also will ich das? Kann ich das? Darf ich das umsetzen? Und wenn ich in mich hineinspüre und merke, das kann ich nicht. Ich habe nicht die Fähigkeiten oder ich will das gar nicht. Möchte mich da nicht festlegen mit, ich möchte immer noch diese Spontanität haben. Also irgendwie sage ich das, ich will das eigentlich gar nicht oder ich kann das nicht sicherstellen. Dann sollte ich das aussprechen, damit das auch dann entsprechend berücksichtigt wird und man gemeinsam kreativ überlegt, was können wir tun, lernen, verändern, damit das stimmig geht und wir beide ein gutes Gefühl mit diesem Punkt haben. Und wenn das stimmig geht, zu sagen, ja, das kann ich tun. Das ist okay für mich. Der Weg geht so, ich kann den Wunsch quasi erfüllen oder wir können das genauso machen. Aber es ist eben wichtig, dass man in sich hineinspürt und wenn das nicht geht, das auch ausspricht. Ja, weil was passiert sonst, wenn ich das tue? Also wenn ich einfach sage, ja, mache ich, um dem anderen den Wunsch zu erfüllen und es ist für mich nicht leistbar oder ich möchte das nicht, dann wird man das nicht lange durchhalten. Dann wird man das zwei, dreimal machen und dann wird man wieder verkacken und dann sozusagen entsteht richtig Wut bei dem anderen, weil man sagt, ich habe das doch angesprochen. Und du hast gesagt, du machst das. Ja. Und jetzt machst du es doch nicht. Und dann fängt man an, dann wird es halt auch eine Verletzung, wie du vorhin sagtest, wenn man Feedback gibt und dann wird das nicht erfüllt und dann fangen wir an, das groß zu machen. Du bist nicht verbindlich, nicht zuverlässig, ich kann dir nicht mehr vertrauen, dann kommen wir auf die Werte-Ebene ganz schnell. Deswegen ist es eben ganz wichtig, dass man wirklich in sich geht und nur, wenn man das ziemlich sicher umsetzen kann, sollte man das bejahen. Und dabei sollten wir weiterhin aber auch berücksichtigen, dass es natürlich auch eine gewisse Fehlertoleranz gibt. Wir sind nur Menschen, dass das dann mal vorkommt, dass sich dir das Auto in Hektik hinstelle und das ist doch nicht vollgetankt. Kann ja passieren. Ich habe aber jetzt einen Fokus dafür. Das heißt, selbst wenn ich das nicht schaffe, dir das Auto vollgetankt hinzustellen, sollte ich kommunizieren und sagen, hey Ina, ich habe es nicht geschafft, es tut mir leid, das Auto ist leer. Wenn du morgen zum Termin willst, morgen früh, bitte fahr zehn Minuten früher los, du müsstest leider noch tanken. Und das geht auch nicht bei ein von dreimal, sondern dann braucht man schon ein paar Verhaltensweisen, die sozusagen auch dem Wunsch entsprechen, damit man nicht sofort ins Alte zurückfällt. Ja, lass zum Thema Feedback geben und annehmen. Und wenn man das so macht, dann befördert das natürlich sehr das Wir-Gefühl, das Gefühl der Zugehörigkeit. Es schafft Sicherheit. Ich weiß, der andere spricht offen aus, wenn ihn was belastet, wenn ihn was stört, wenn er Veränderungswünsche hat. Er frisst nichts in sich hinein, denn das sind genau die Dinge, die irgendwann, zu Explosionen führen, zu Konfliktspiralen werden oder die irgendwann ein völlig unerwartetes Verhalten zutage bringen, mit anderen in Kombination, das ist nicht nur das Feedback geben, landen wir irgendwann in so Dingen wie Fremdgehen, Fremdverlieben, in Affären, in plötzlichen Trennungen, in dem Aussprechen, eigentlich fühle ich gar nichts mehr für dich und der andere fällt aus allen Wolken, weil man eben nie Feedback gegeben oder angenommen hat. Und das sind genau die Dinge, die solche Szenarien, schon mal anteilig verhindern. Das ist nicht der einzige Baustein, aber ein sehr wichtiger Baustein, um nicht in solche Krisen hinein zu geraten. Schön, dass ihr zugehört habt. Wir freuen uns, wenn ihr einige spannende Impulse für euch mitnehmen konntet und jetzt auf diese Art und Weise übt oder verändert, nochmal Feedback zu geben und vielleicht auch neue Energie und neue Hoffnung schöpft, das mal so zu probieren und sagt, hey, das ist nochmal ein ganz anderer Ansatz, so haben wir es noch nie probiert. Wenn ihr merkt, dass das trotz dieser Podcast-Folge und der Impulse, die ihr mitbekommen habt, nicht funktioniert, dann meldet euch sehr gerne für das telefonische Erstgespräch bei uns und wir schauen mal gemeinsam, wie wir das für euch in eine harmonische, stimmige Kommunikation entwickeln können. Bis dann! Ciao! Untertitelung des ZDF für funk, 2017

Podcast Summary

Key Points:

  1. Feedback geben ist entscheidend für eine harmonische Beziehung, aber oft wird es als Vorwurf wahrgenommen, besonders wenn es auf Identitätsniveaus wie „immer“ oder „nie“ verpackt wird.
  2. Ein stabiles Fundament und die Bereitschaft des Partners sind vorbedingung für ein erfolgreiches Feedback-Gespräch – ohne diesen Rahmen entstehen Verletzungen und Konflikte.
  3. Die Sandwich-Methode und die „Sag-Es-Methode“ sind weit verbreitet, aber oft wirksame und verständliche Effekte zeigen, weil sie die Abgrenzung zwischen Feedback und Vorwurf verlieren.
  4. Es ist entscheidend, die eigenen Gefühle und die wertschätzende Haltung zu priorisieren, bevor das Verhalten beschrieben und die entstandenen Gefühle kommuniziert werden.
  5. Feedback wird nur dann wirksam, wenn es mit einem klaren Wunsch für die Zukunft endet und beide Partner ihre Fähigkeiten und Grenzen reflektieren können.
  6. Wenn Feedback nicht erfüllt wird, entsteht eine Konfliktspirale, die zu Vertrauensverlust, Unzufriedenheit und tiefen emotionalen Verletzungen führt.
  7. Die wertschätzende Haltung und die klare Beschreibung von Verhalten ohne Interpretation sind grundlegende Schritte für ein gegenseitig vertrauensvolles Feedback.
  8. Auch wenn ein Wunsch nicht umgesetzt werden kann, muss er offen kommuniziert werden, um Vertrauen und gegenseitige Verantwortung aufzubauen.

Summary:

Feedback geben ist ein zentrales Element für eine gesunde, harmonische Beziehung, doch es wird häufig falsch verstanden oder als Vorwurf wahrgenommen. Die größte Gefahr liegt in der Verwendung von Worten wie „immer“ oder „nie“, die auf die Identität des Partners ablaufen und zu einer Konfliktspirale führen. Ein entscheidender Voraussetzung ist ein stabiles Fundament und die offene Bereitschaft beider Partner, Feedback zu geben und zu akzeptieren.

Ohne diesen Rahmen entstehen Verletzungen, Wut und Abweisung. Die wertschätzende Haltung, die objektive Beschreibung des Verhaltens, die Ausdrückung der eigenen Gefühle und der Wunsch für die Zukunft sind die vier Schritte eines wirksamen Feedback-Prozesses. Wichtig ist, dass beide Partner in sich hineinspüren, ob sie den Wunsch tatsächlich umsetzen können, und wenn nicht, offen kommunizieren.

Eine Verletzung entsteht, wenn Feedback nicht erfüllt wird, was zu Vertrauensverlust, Abwehr und langfristigen Konflikten führt. Feedback ist nicht nur eine Kommunikation, sondern ein Baustein für Zugehörigkeit, Sicherheit und gegenseitige Verantwortung. Wenn dies nicht funktioniert, führt es zu emotionalen Spiralen, Affären oder Trennungen.

Daher ist es notwendig, den Rahmen, die Energie und die Bereitschaft zu klären, bevor Feedback gegeben wird – und nach dem Gespräch, um sicherzustellen, dass es verstanden und respektiert wurde.

FAQs

Man sollte zuerst eine wertschätzende Haltung einnehmen, das Verhalten objektiv beschreiben, die eigenen Gefühle nennen und am Ende einen konkreten Wunsch für die Zukunft äußern.

Ein stabiles Fundament schützt vor emotionalen Verletzungen und sorgt dafür, dass Feedback als wertschätzend wahrgenommen wird, anstatt als Vorwurf oder Konflikt.

Ohne Bereitschaft kann Feedback verletzend wirken. Die Frage nach Offenheit schafft Sicherheit und verhindert, dass das Gespräch in einen Konflikt ausartet.

Ein Störgefühl zeigt einen Unstimmigkeitspunkt, der verbessert werden kann. Eine emotionale Verletzung bedeutet, dass sich das Gefühl von Wut oder Vertrauensverlust entwickelt und eine tiefe Abwehr auslöst.

Sie verpacken die Kritik, was zu Verwirrung führt und das wesentliche Feedback-Element – die echte Wirkung – verdrängt oder verschlechtert.

Wenn Feedback nicht in einem stabilen Rahmen gegeben wird, führt es zu Entfremdung, Wut, Fehlinterpretationen und einer Abnahme der Kommunikation, was zu einer Spirale führt.

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