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Revele Seu Poder Oculto: Como Montar um Altar Caótico com Baphomet para Equilibrar Luz e Sombra

17m 42s

Revele Seu Poder Oculto: Como Montar um Altar Caótico com Baphomet para Equilibrar Luz e Sombra

Die Wahlen in Armenien Ende Mai 2024 waren weit mehr als eine nationale Abstimmung – sie spiegelten einen geopolitischen Wettstreit zwischen Russland und dem Westen wider. Ministerpräsident Nikol Paschinjan, der sich kämpferisch im Wahlkampf präsentierte, gewann eine komfortable Mehrheit, verfehlte jedoch die Zweidrittelmehrheit für Verfassungsänderungen. Sein Versprechen: Friedensprozess mit Aserbaidschan und Annäherung an den Westen. Armenien, ein Kleinstaat mit schwieriger Nachbarschaft (Türkei, Iran, Aserbaidschan, Georgien), steht vor einer historischen Weichenstellung. Nach dem Überfall Aserbaidschans auf Karabach 2023 und Russlands ausbleibender Militärhilfe sucht das Land neue Sicherheitspartner. Die USA schickten hochrangige Besucher (Vizepräsident J.D. Vance, Außenminister Marco Rubio) und warben mit der „Trump-Route“ für Frieden. Die EU reiste mit gesamter Führung nach Eriwan und betonte kulturelle Bindungen. Russland hingegen drohte mit Importstopps, militärischer Intervention und einer Schmutzkampagne. Die Wahl bestätigte Paschinjans Kurs, doch der Balanceakt zwischen den Großmächten bleibt extrem schwierig. Armenien will Reformen, EU-Gelder und letztlich eine EU-Mitgliedschaft, ohne zum Spielball externer Interessen zu werden. Die Bevölkerung unterstützt diesen Weg, doch die Abhängigkeit von Russland (Gas, Wirtschaft) und die militärischen Drohungen machen die Zukunft unsicher.

Transcription

2231 Words, 14650 Characters

German
Endezeit Akzent. Dieser Mann gibt sich kämpferisch, den ersteckt mitten im Wahlkampf. Der armenische Ministerpräsident Nikol Paschinion steht auf der Ladefläche eines Pickups, Ende Mai zwei Wochen vor den Waden. "Astral Nikol Paschinion, mach doch die Kinder also. Astral Nikol Paschinion, ne?" Andreas, du warst dort. Wie hast du ihn erlebt? Ich habe ihn erlebt in einem Außenquartier, der armenischen Hauptstadt Erdogan. Ich war beeindruckt mit welcher Kraft und Energie er am Schluss dieses Wahlkampf auf die Bevölkerung zugegangen ist. Er hat eine gute halbe Stunde lang gesprochen in einem Monologue. Fast Maschinen gewähemäßig, hat er seine Slogans an die Leute gebracht. "Wana, jetzt schaut Kuhler, schaut Kuhler, wo braucht du den Maschinen?" Das war ein Mann, der vor Selbstsicherheit strotzte. Und er hat alles Mögliche versprochen, dass er den Friedensprozess weiterführen möchte, brot für die armen bessere Schwulen, aber er hat auch Radikal mit seinen politischen Gegnern abgerechnet. "Das sind die Martin, Martin, Peter, die Martin." Es geht hier um seine Wiederwahl, Andreas, aber warum sollen jetzt diese Wahlen in Armenien und Sie interessieren? Ja, Armenien hat es schwer, in die Nachrichten bei uns zu kommen. Ich würde aber sagen, zu unrecht, denn in dieser Region ist eines der schlimmsten politischen Verbrechen in diesem Jahrzehnt passiert nämlich der Überfall der also beim Baychanischen Armee im Jahr 2023 auf die armenisch besiedelte Region Karabach und da ist die gesamte Bevölkerung mehr als 100.000 Menschen einfach verrieben worden. Und diese Region sollte uns aber nicht nur wegen Krieg und Frieden interessieren. Es geht auch um einen geopolitischen Wettbewerb. Armenien steht gerade auch vor dem Hintergrund dieser Kriegserfahrung vor der Frage, an wen soll man sich Sicherheitspolitisch anlehnen? Traditionell war das Russland, jetzt steht aber der Westen aus möglicher Partner zur Verfügung. Und in dieser Grundsatzfrage steht Paschini an für den Versuch eine Annehrung in Richtung Westen zu erreichen. In Armenien geht es um weit mehr als um die künftigen Machtverhältnisse im Land. Der Westen und Russland bulen um die Kunst des Landes. Warum und welchen Weg Armenien nach den Wahlen gehen wird? Da klärt auch andere Daktoren Andreas Rösch, ich bin an den Landert. Andreas, lass uns kurz verorten, wo wir sind, wenn wir von Armenien reden. Am Rande von Europa oder Geographisch würde man vielleicht sagen, außerhalb von Europa, ein kurioser Sonderfall, ein Kleinstart. Ringsums sind das unfreie Staaten, eine wirklich unfreundliche Nachbarschaft muss man sagen. Im Süden Iran mit diesem Land sind die Beziehungen zwar noch einigermaßen gut. Aber dann im Osten, als er bei Charn der traditionelle Erzfeind, mit dem man verschiedene Kriege ausgefochten hat, wesentlich davon die Türkei autoritär regiert und im Norden Georgien, das in den letzten Jahren immer mehr in den Orbit von Russland geraten ist. Und daher auch ein schwieriger Partner geworden ist. Und in dieser Situation schickt sich Armenien an, Wahlen durchzuführen und das Volk zu fragen, in welche Richtung das es gehen soll. Das ist bemerkenswert, das in einem Radius von 1000 Kilometern um Armenien herumfindet man kein Land, wo das Volk wirklich gefragt wird. Welche Richtung geopolitisch international man einschlagen soll. Und diese Wahl in dem kleinen Land interessiert eben nicht nur die Menschen in Armenien, sondern auch die Großmächte. Wir haben im Februar, fizepräsident J.D. Wenz, der nach Armenien reist. J.D. Wenz hat hier ein Video mit epischer Musik auf Instagram veröffentlicht, er zellibriert hier auch diese Reise. Genau, es kommt da zum Ausdruck dieses außergewöhnliche Interesse des großen Amerika und diesem kleinen Armenien. Und das ist der höchstrange Besucher gewesen, überhaupt in der Geschichte des Armenians aus Amerika. Und wenige Monate später im Mai ist dann auch noch Außenminister Marco Rubio nach Armenien gereist. Er hat da auch eine Pressekonferenz gegeben. Andreas, im Mai kurz vor den Wahlen, das ist kein Zufall, oder? Das ist kein Zufall, sondern das war wirklich der Versuch, auch nochmals der armenischen Bevölkerung zu sagen, wir stehen als Partner an eurer Seite. Wir lassen euch nicht den Stich und wir sind überzeugt, dass Ministerpräsident Paschini an der richtige Figur ist und die Land weiter zu tun. Und Trump? Und Trump hat es dann noch getoppt, wie nicht anders zu erwarten ist. Er hat auf seinem Sozialnetz Workthrough Social einen Post abgesetzt, wo er völlig euphorisch eine Wahlenpfählung für Paschini an abgegeben hat. Und er hat sogar noch seine Magas, die Abkürzung Maga, umgedichtet in Make Armenia Great Gale. Da kann sich Armenien wirklich geschmeichelt fühlen. Warum denn diese Interessen der USA an Armenien? Es gibt einerseits traditionell ein starkes Interesse von amerikanischer Seite an dieser Region. Das hat auch damit zu tun, dass es sehr viele Exil-Armenia oder Amerikaner mit armenischen Wurzen in USA gibt, die durchaus ein politischer Faktor darstellen. Das geht zurück auf die Seite Maskenvertreibungen vor über 100 Jahren im Genotid, während des ersten Weltkriegs an den Armenien im osmanischen Reich. Aber auch in neuerer Zeit hat Washington immer wieder Interesse an diesen ehemaligen Sowjetrepubliken gezeigt. Mit der Überzeugung, dass es möglich sein sollte, diesen Ländern auch einen Weg nach Westen zu öffnen, wenn sie das wollen und dass man diese Republiken nicht einfach automatisch im russischen Hinterhof lassen sollte. Aber da müssen ja fast auch Eigeninteressen mit spielen oder von den Leuten. Absolut, das ist ein geopolitisches Interesse. Und jetzt in dieser konkreten Situation würde ich sagen, was dann den entscheidenden Appetit von Donald Trump geweckt hat, ist eine originelle neue Idee, nämlich die Gründung einer so grauten Trumproute, die durch die Sergion führen soll. Die Trumproute für Frieden und Wohlstand, wie sie offiziell heißen soll, ist ein Projekt, um tatsächlich Frieden zu sichern im Südkaukasus mit einer an sich bestechenden Idee. Eines der Grundprobleme zwischen den Nachbarn, Armenienort und Azerbaijanis, das Azerbaijan-Durchgang durch armenisches Territionen verlangt, um in eine Exklave weiter westlich zu kommen, die heißt Nachhitche waren, die ist nicht direkt über Land eben reichbar von Azerbaijan aus. Und Azerbaijan hat in der Vergangenheit mit Krieg gedroht, um einen solchen Durchgang zu erreichen. Und die Idee der Regierung Trump besteht nun, dass man nicht nur den Namen Trump vorne hinhängt, sondern das Ganze tatsächlich eröffnet, einen Korridor aus Eisenbahn und Straße, verwaltet von einer amerikanisch geführten Gesellschaft. Und das ist eigentlich wieder Schlüssel, wie man dieses Problem lösen könnte. Die Armenia müssten kein Territorium abgeben, die Azerbaijaner haben ihren Zugang. Und Trump, ja, der möchte ja den Friedensnobelpreis haben und er hat bereits Armenien als Azerbaijan in seiner Liste der 8 Friedenschlüsse aufgenommen. Dazu auch noch eine eigene Folge gemacht, die magzent, wir verlinnten, das sind den Show-Nodes. Es sind jetzt aber nicht nur die USA und Rias, die um Armeniens Kunstweibeln, sondern auch die EU. Der französische Präsident, Emmanuel Macron, gibt sich hier als Sänger, er hat sich mit Armeniens Premierminister Paar Schanjahn getroffen, der hier am Schlagzeug zu hören ist. Macron ist sicher der bessere Redner als Sänger, aber es geht hier um viel mehr. Man versucht daran anzuglüpfen, was Armenien mit Bessaropa verbindet. Ja, und da kommt man auf ein Schoss von Scharlas Navor, ein Musiker mit wahrscheinlich armenischen Bordsen. Es geht um kulturelle Verbindungen, die man hier an einem Gipfel treffen, im Mai auch relativ kurz vor den Wallen, ein Monat vor den Wallen, abgehalten hat in Errewan, man muss sich das vorstellen, die gesamte Führung der EU ist nach Errewan gereist und hat damit Paar Schanjahn ins Rampenlicht gestellt. Das war natürlich auch eine ganz wichtige Wahlhilfe und hat zugleich dieses Interesse auch der Europäer an dieser Region unterstrichen. Wohl renn liten genau das Interesse der EU an Armenien. Einerseits möchte die EU zum Ausrupp. bringen, dass Armenien durchaus ein Teil Europas ist, auch wenn man geografisch argumentieren kann, dass es das bereits nicht mehr ist, aber Armenin ist schon seit langer Zeit auch Teiles Europarats, also Teil dieser politisch-demokratischen europäischen Wertegemeinschaft. Und Brüssel hat klar gemacht, dass im Grundsatz Armenien ein EU-Mitglied werden könnte, wenn es die richtigen Anstrengungen unternehmt. Aber da geht es natürlich nicht nur darum, die EU auszutänen, das wird nicht so bald passieren, es ist ein geopolitisches, geostratägisches Interesse, dass wir bei den Amerikanern eine Rolle spielt. Man will sich stärker als EU, will sich als geopolitischer Machtfaktor inszenieren und nicht akzeptieren das Russland diese ehemaligen Sowett-Republiken einfach einseitig in seinem Machtbereich lassen kann. Da kann man sich vorstellen, dass Russland gar keine Freude hat. Ja, aus russischer Optik sieht das so aus, dass von außen ein Eindringling kommt und Einfluss ausüben möchte über ein Land, das Russland wie selbstverständlich zu seinem Hinterhof zählt, zu einem exklusiven Machtbereich. Dieses Bild ist aber insofern falsch, weil Russland sich diese Entwicklung letztlich selber zu schreiben muss. Das hat damit zu tun, dass Arminen ja, Arminen ist traditionell ein Bündnispartner von Russland. Es ist formal immer noch in einer Militäralians mit Moskau verbunden. Es ist auch Teil der eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft, die von Russland dominiert wird. Aber es hat die Erfahrung gemacht, dass es im Notfall nicht auf die Hilfe von Russland zählen kann. Nämlich in zwei Kriegen mit Asabaichan, um eben das erwähnte Gebiet Karabach. Da wäre Russland eigentlich verpflichtet gewesen, in irgendeiner Form militärischen Beistand zu leisten und das ist nicht geschehen. Und in dieser Situation hat sich Arminen gezwungen, gesehen nach einem neuen, alternativen Bündnispartner oder mindestens Helfer irgendwo in der Welt zu suchen und da bietet sich der Westen eben an. Scheinheilig ist diese russische Haltung auch insofern, weil nicht nur der Westen sich in die Wahlen eingemächt statt, sondern auch Russland, ganz massiv. Ein wie Fernsehen? Russland hat einen ganz starken Hebel, weil Arminen total abhängiges wirtschaftlich von Russland, einstichwort ist, dass mehr als 80% des armenischen Erdgas aus Russland kommt, aber auch viele Exportprodukte aus Arminen gehen nach Russland. Das ist ganz ein wichtiger Markt für dieses kleine Land. Und da hat Russland auf ziemlich perfideweise seine Macht demonstriert. Das hat kurzer Hand den Import von armenischem Konjag verboten, Schnittblumen aus Arminen gestoppt und auch der gewisse Verbote für Gemüse und Früchte erlassen. Was für die Wirtschaft von Arminen natürlich entscheidend ist? Das sind katastrophale Folgen für dieses Land, aber das war noch nicht einmal alles, der russische Präsident Putin ist so weit gegangen, einen Vergleich mit der Ukraine anzustellen und hat ganz offen gesagt, überlegt euch doch mal, wie das alles angefangen hat mit der Ukraine. Die wollten nämlich auch in die EU eintreten. Und damit war natürlich das Stichwort gegeben, also wenn ihr nicht willig seid, dann rot euch im schlimmsten Fall eine militärische Inversion. Das ist eine richtig krasse Drohung. Ja und die nicht eine Lehre drohung ist, weil ja Russland immer noch eine große Militärbasis in Arminen besitzt. Und was in diesem Wahlkampf auch aufgefallen ist, eine extreme Schmutzkampagne über die sozialen Netzwerke. Und da gibt es klar, ich weise darauf, dass die von Russland ausgesteuert wurde, Fake News, Fake Videos über den arminischen Ministerpräsidenten und seine Partei. Wir hören kurz rein hier in eine Newsmeldung, die über X verbreitet wurde. Wir hören in dieser Meldung die Verschwörungstheorie, das Frankreich mit Arminen einen Geheimenpackt abgeschlossen hat, nämlich Arminen erhält Geld aus Europa und verpflichtet sich dafür innerhalb eines Jahres nach der Wahl einen Krieg gegen Russland anzuzetteln. Völlig unsinn natürlich, da gibt es überhaupt keine Hinweise darauf, es wäre auch selbstmörfersch für Arminen so etwas zu tun, aber das sind die Mittel, die in diesen Wahlkampf von außen eingesetzt werden. Andreas letzten Sonntag war es dann so weit, die Menschen in Arminen haben abgestimmt und das Sieger ist Paschinenian, er bleibt Arminiens Ministerpräsident. Andreas so enthousiastisch klingt er hier gar nicht der Wahlsieger. Ich habe ihn vor drei Wochen energischer Kraftvoller lebt als jetzt in dieser Wahlnacht, aber die Schlacht ist geschlagen und er hat gewonnen, er hat eine komfortablen Mehrheit im Parlament wie der Errungen und bleibt damit Ministerpräsident von Arminien, hat rund 60 Prozent der Sitze einen Wehrmutz-Tropfen gibt es, er hat die erhoffte Zweidrittelmehrheit nicht erreicht, die es brauchen würde, um die Verfassung zu ändern. Das ist ein Nachteil, weil das eine Forderung darstellt als Arby Txana im Friedensprozess. Aber mindestens sind die Machtverhältnisse in Errewan für die nächsten Jahre wieder klar. Andreas, was heißt das jetzt für Arminien? Wir haben einen Ministerpräsidenten, der sich weiter nach Westen orientieren möchte, gleichzeitig aber diese Drohungen aus Russland gar in Arminien einzumaschieren. Ja, diese schwierige Ausgangslage an der sich grundsätzlich durch diese Wahl nichts, was aber die Entscheidung an der ordene doch gezeigt hat, dass die Bevölkerung klar hinter dem Versuch von Paschinenian steht, eine Kurskorrektur in Richtung Westen zu machen und gleichzeitig auch die Möglichkeit, ein es Friedensmitarcer bei Txana zu packen. Ob das gelingen wird, das wissen wir nicht, das ist ein extrem schwieriger Balanceakt zwischen den Großmächten, dass man da nicht einfach zum Spielball der übergeordneten Interessen wird. Aber es ist interessant, dass Paschinenian dieses Wagen ist eingegangen ist, trotz dem enormen Druck aus Russland und damit eben ein auch den Rückhalt des Volkes gewonnen hat. Auf diesem Weg kann er versuchen, das Land weiter umzuformen, Reformen einzuführen, die dann möglicherweise in einem nächsten Schritt auch Gelder aus der EU bringen werden, auch Wiesumsfreiheit ist ein Zwischenziel, das Fernziel ist EU weiter, das ist extrem weit weg. Aber es ist ein Anreiz, um jetzt auf dem Weg der Reformen weiter zu machen und sich breiter abzustützen, dass man nicht wie in der Vergangenheit nur einseitig von Russland abhängig ist. Danke Andreas. Ich danke dir Nadine. Das war uns Akzent mit Auslandredakte Andreas Rösch. Ich bin Nadine Landert, bis bald.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Der armenische Ministerpräsident Nikol Paschinjan gewinnt die Wiederwahl mit rund 60 % der Parlamentssitze, verfehlt aber die angestrebte Zweidrittelmehrheit.
  2. Armenien steht vor einer geopolitischen Richtungsentscheidung zwischen Russland (traditioneller Verbündeter) und dem Westen (USA, EU), die beide massiv Einfluss nehmen.
  3. Russland übt Druck durch Wirtschaftssanktionen (Importstopps für Cognac, Blumen, Gemüse) und militärische Drohungen aus, während der Westen Wahlhilfe leistet.
  4. Die USA fördern die „Trump-Route“, einen Korridor zur Lösung des Konflikts mit Aserbaidschan, während die EU kulturelle und politische Annäherung sucht.
  5. Paschinjan setzt sich trotz russischem Druck für eine Westorientierung ein, was von der Bevölkerung unterstützt wird, aber ein schwieriger Balanceakt bleibt.

Summary:

Die Wahlen in Armenien Ende Mai 2024 waren weit mehr als eine nationale Abstimmung – sie spiegelten einen geopolitischen Wettstreit zwischen Russland und dem Westen wider. Ministerpräsident Nikol Paschinjan, der sich kämpferisch im Wahlkampf präsentierte, gewann eine komfortable Mehrheit, verfehlte jedoch die Zweidrittelmehrheit für Verfassungsänderungen. Sein Versprechen: Friedensprozess mit Aserbaidschan und Annäherung an den Westen.

Armenien, ein Kleinstaat mit schwieriger Nachbarschaft (Türkei, Iran, Aserbaidschan, Georgien), steht vor einer historischen Weichenstellung. Nach dem Überfall Aserbaidschans auf Karabach 2023 und Russlands ausbleibender Militärhilfe sucht das Land neue Sicherheitspartner. Die USA schickten hochrangige Besucher (Vizepräsident J.D. Vance, Außenminister Marco Rubio) und warben mit der „Trump-Route“ für Frieden. Die EU reiste mit gesamter Führung nach Eriwan und betonte kulturelle Bindungen. Russland hingegen drohte mit Importstopps, militärischer Intervention und einer Schmutzkampagne.

Die Wahl bestätigte Paschinjans Kurs, doch der Balanceakt zwischen den Großmächten bleibt extrem schwierig. Armenien will Reformen, EU-Gelder und letztlich eine EU-Mitgliedschaft, ohne zum Spielball externer Interessen zu werden. Die Bevölkerung unterstützt diesen Weg, doch die Abhängigkeit von Russland (Gas, Wirtschaft) und die militärischen Drohungen machen die Zukunft unsicher.

FAQs

Nikol Paschinjan hat die Wahlen gewonnen und bleibt Ministerpräsident von Armenien. Er errang rund 60 Prozent der Sitze im Parlament, verfehlte jedoch die erhoffte Zweidrittelmehrheit.

Die USA haben ein geopolitisches Interesse an Armenien, unterstützt durch eine starke armenische Diaspora. Präsident Trump schlug sogar eine 'Trumproute' vor, um den Konflikt mit Aserbaidschan zu lösen.

Die EU will Armenien als Teil Europas stärken und bot Wahlhilfe, indem EU-Führung nach Eriwan reiste. Armenien könnte langfristig EU-Mitglied werden, wenn es Reformen umsetzt.

Russland nutzte wirtschaftlichen Druck, wie Importverbote für armenischen Cognac und Blumen, sowie eine Schmutzkampagne mit Fake News. Putin drohte sogar mit einem militärischen Eingreifen.

Die Trumproute ist ein Projekt für einen Eisenbahn- und Straßenkorridor durch Armenien, verwaltet von einer US-geführten Gesellschaft. Sie soll Aserbaidschan Zugang zu seiner Exklave Nachitschewan geben, ohne dass Armenien Territorium abgibt.

Armenien liegt zwischen Russland, Iran, der Türkei und Aserbaidschan und ist ein Schauplatz des Wettbewerbs zwischen Westen und Russland. Die Wahl beeinflusst, ob es sich nach Westen orientiert oder im russischen Einflussbereich bleibt.

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