René Girard #1 - Mimetisches Begehren und der Sündenbock-Mechanismus
54m 44s
Henning Dütche presents a new podcast format that explores diverse topics related to psychotherapy. The podcast delves into the theories of René Girard, particularly focusing on mimetic desire. Girard's concept explains how individuals imitate the desires of others, leading to conflicts and competition. Mimetic desire influences various aspects of human behavior, where individuals want what others desire, often resulting in rivalry and conflicts, especially when pursuing the same objects of desire. Girard distinguishes between external and internal mediation in mimetic desire, highlighting how individuals may or may not compete with others based on their perceived social status and similarity. The podcast aims to critically analyze Girard's theories and their implications on human interactions and conflicts.
Transcription
8429 Words, 52960 Characters
Hi, ich bin Henning Dütche und das hier ist Therapie auf den Punkt. Mein Podcast zur Theorie und Praxis der Psychotherapie unverwandten Themen und wie ihr vielleicht am Kava seht, da sehen könnt, ist das hier ein neues Format, also eine Visualin-Podcast im Podcast, uns war heißt das neue Format, vieles so viel ohne Punkt und Komma und der Hintergrund ist so ein bisschen, dass ich gemerkt habe, dass ich eigentlich gerne Reihe von Themen abhandeln würde, die aber nur noch sehr, sehr entfernt mit Psychotherapie zu tun haben. Also die meisten Themen kann man irgendwie auf Psychotherapie irgendwie zurückführen oder damit den Verbindungssetzen. Aber sozusagen, wenn man sich ganz ehrlich macht, dann ist es einfach vieles so viel, dass es ein super großes Interesse, was ich habe und deswegen habe ich mir überlegt, genau es gibt dieses neue Format und durch das Kava könnt ihr, wenn ihr in dem Podcast öffnet, direkt sehen, welche Folgen das betrifft, falls ihr jetzt irgendwie sagt, boah, ist ja nett, aber ich bin ehrlich gesagt nur für den wirklich einschlägigen, spezifischen Psychotherapie contentier, denn könnt ihr diese Folgen einfach skippen. Und ich habe mir aber auch überlegt, ich werde am Anfang von jeder Philosophie Episode nochmal versuchen, so eine Verbindung herzustellen zwischen dem Thema und Therapie, falls es so eine Verbindung gibt. Okay, so viel, also zum neuen Format, in dieser Serie geht es jetzt um Renejira, das ist ein französischer, ja man weiß sich genau, was viele so Literaturkritiker, Kulturanthropologe, also die Werke sind relativ schwer, in eine spezifische Disziplin einzuordnen, er selbst nennt sich exigeat, also jemand der Müten und die Bibel, wie wir später sehen werden, auslegt, aber das trifft es auch nicht so ganz. Vielleicht aber kurz, bevor ich jetzt irgendwie direkt einsteigen und sagt, wer war eigentlich Renejira, worin bestehen eigentlich die Theorien, die ihr vertreten hat, muss man sich vielleicht die Frage stellen, wie so ist Renejira heute eigentlich wieder aktuell? Und der Grund, kann man glaube ich so sagen, der Grund, wie so der Populär ist oder besprochen wird, ist einfach, das ist einer der wichtigsten, intellektualen Einflüsse von Petatil. An dieser Stelle, falls ihr das noch nicht gemacht habt, der Podcast macht ja gerade die Runde, könnt ihr euch sehr, sehr gern den Podcast die Petatilstory vom Deutschlandfunk anhören. Der ist soweit ich gesehen habe auf einen größeren Podcast-Plattform vertreten und da wird einfach aufgerollt, was Petatil eigentlich für ein Typ ist und was Renejira für sein Denken bedeutet. Ganz kurz gefasst ist Petatil einen in Deutschland gebohnener Milliardär, der relativ schnell in die USA ausgewandert ist, also noch zu Kindeszeiten, der hat Paypal mitgegründet, der hat Facebook als Investor groß gemacht und ist auch der Gründer von Palantir, das ist eine Datenanalyse Software, die zum Beispiel für Kriminalitätsbekämpfung eingesetzt wird, auch in Deutschland. Zugleich ist Petatil aber superkonservativ, ärztkatholisch und wirkt so ein bisschen wie so eine die strippenziehende Person im Hintergrund, hat einen super großen Einfluss auf die US-Politik, ist auch einer der Großspanter von Donald Trump und hat J.D. Wands mehr oder weniger Groß gemacht, also den Vizepräsidenten und besonders wenn man sich J.D. Wands anguckt, kann man sich seine Entwicklung in der Politik eigentlich nur verständlich machen, wenn man sich klar macht, dass in der Protégie von Tiel ist. Also ich verlinke euch in der Beschreibung der Episode einen Artikel in der Financial Times und da wird es ungefähr gesagt, Petatil ist der Grund, wie so J.D. Wands überhaupt zum Katholizismus konvertiert ist und ist auch der Grund, wie so er sich zum Trumps Reporter gemausert hat, vorher war der ziemlicher Trump-Kritiker und er hat ihm auch 2022 im Wahlkampf mit einer ziemlich ziemlich großen Spende, nicht 15 Millionen Dollar, in den Senat verholfen. Also J.D. Wands ist quasi da, wo er heute ist, weil Petatil ihn unterstützt hat und das Fazit, was man derstellt ja vielleicht schon ziehen kann, ist Tiel ist super Einflussreich und mit Hauptverantwortlich für den sogenannten Weibschöft, also den Rechtsdruck in den USA und für Tiel ist J.D. Renejira einfach ein super Einflussreicher Denker, wichtiger Denker und deswegen gucken wir uns J.D. Rhin hier an. Das heißt auch Renejira ist selber ein relativ konservativer und sehr christlicher Denker und man muss sich aber gleich dazu noch klar machen, dass nicht alles was man jetzt an Petatil blöd findet, man auch Jira zulasten legen kann. Also ich denke, ich hoffe, dass es jedenfalls das Projekt, was ich jetzt hier verfolge in den nächsten Episoden, man kann gewisse Einfälle oder gewisse Konzepte und Theorien und Ideen von Senegira retten und die sind auch für sich genommen plausibel. Keine Sorge, ich werde wird Kritik nicht sparen, aber man kann sozusagen bestimmte Teile davon kaufen, ohne jetzt irgendwie großer Petatilfern zu werden oder selber konservativ und christlich. Das ist jedenfalls die Idee. In dieser ersten Episode gucken wir jetzt einfach die Theorien und Argumente von Jira an und klopfen die abschauen, ob die wasserdicht sind. In der zweiten Episode mache ich eine kleine Filmanalyse, ein Format, der mich jetzt mich jetzt so bisher noch nicht versucht hat. Also es gibt in der sehr, sehr bekannten Serie "The White Lotus" in der Zweistaffel einen Handlungstrang, den man eigentlich nur verstehen kann durch die Perspektive des sogenannten mimetischen Begehrens. Das mimetische Begehren ist ein Fachterminus von Jira und erst, wenn man das verstanden hat und was Jira damit meint und bezweckt, kann man eigentlich verstehen, was an diesem Handlungstrang passiert und es wird auch explizit auf Jira bezuchenommen. Und dann folgen zwei Episoden mit meinem zweiten Gast, in diesem Podcast nämlich beim guten Freund Peter Kuhn. Peter Kuhn ist ein alter Studienkollege von mir, aus der Zeit, wo ich noch selber viel so viel studiert habe, also vor meinem Psychologiestudium und in diesen beiden Episoden gehen wir dann so verschiedene kritische Einwände, durch die man gegen Jira ins Feld führen konnte. Okay, jetzt auch ganz kurz, wer war Rene Jira und dann steigen wir direkt ein. Rene Jira, 1923 in Avignon und Frankreich geboren, hat auch in Frankreich studiert, nämlich in Paris, hat sich in seinem Studium aus Mittelalter spezialisiert, ist dann aber direkt nach dem zweiten Weltkrieg, also 47 in die USA ausgewandert, hat dann da promoviert über amerikanischer Meinung zu Frankreich. Anschließend hat er einen verschiedenen US-Unis gelehrt und am Ende in Stanford. Und in Stanford hatte auch die persönliche Bekanntschaft mit Peter Tee geschlossen, der da eben studiert hat in den 80er und 90er und am Anfang hat Jira hauptsächlich Literaturwissenschaften gelehrt. Also hat sich intensiv auseinandergesetzt mit so den großen klassischen europäischen Autoren, also Verwandtes, Storundal, Flubère, Dostoevsky, Prust und so weiter und das war eigentlich so eher seinen Forschungsschwerpunkt. Und dann ist aber an seiner Wita auch noch wichtig, dass er zum christlichen Glauben gefunden hat. Ursprünglich war Jira Agnostika und ist dann, so geht die Story jedenfalls über der Studium Dostoevsky zum Christentum bekehrt worden. Also es gibt noch eine andere Story, dass irgendwie im Zug, indem er gependet ist, zur Uni irgendwelche mystischen Erlebnisse hatte, was da jetzt genau dran ist. Kann ich nicht sagen, aber jedenfalls gab es irgendwie diese Hinwendung zum Glauben und ab dann war er praktizierender römisch-katholischer Christ. Hat sich in der Folge dann relativ viel mit Opferritualen beschäftigt und auch mit griechischer Mythologie, mit den griechischen Tragödien und natürlich relativ intensiv mit der Bibel selbst und erst 2015 verstorben. Okay, aber so viel jetzt erstmal zur Person, Rene Jira, jetzt kommt da eigentlich ein interessantes Teil und zwar hat ich ja gerade gesagt, ist Jira vor allem bekannt für das mimetische Begehren. Mimes ist eine Form der Nacharmung, also offensichtlich mache einfach was der andere macht und die zentrale Idee des mimetischen Begehrens bei Jira ist, ich begere das, was ich begere, weil ich sehe das jemand anderes es begehrt. Also ich will das, was ich will, weil du es willst. Ich sehe wie du das willst und deswegen will ich es auch. Das ist der Kerngedanke. Man kann sich das an dem Beispiel schnell klar machen, angenommen. Ich sehe irgendwie wie keine Ahnung, David Beckham ein Snickers ist oder so. Dann sehe ich, dass sozusagen dieser prestierstrechtige Mensch mit einem bestimmten sozialen Rang ein etwas bestimmtes Konsumiert und das wertet in meinen Augen irgendwie diesen Snickers auf und führt dann in der Folge dazu, dass ich den Snickers eben auch will. Also David Beckham will das und dann sehe ich, wie er das will und das wird dazu, dass ich es auch will und in der Situation arme ich ihn ja nach. Ich arme sein Begehren nach. Mein Begehren ist eben mimetisch und die zentrale Tese bei Jira ist so funktioniert fast alles begehren. Es gibt noch so bestimmte Grundbedürfnisse, also ich habe irgendwie manchmal durst oder will ich den stillen. Ich habe manchmal Hunger und dann will ich was essen und ich will doch nicht nass werden und ich will auch, dass mein Körper die richtige Temperatur hat oder so oder meine Umgebung. Das sind so bestimmte sogenannte physische Bedürfnisse bei ihm oder physisches Begehren. Aber das betrifft wirklich nur die ganz, ganz, ganz grundlegenden Bedürfnisse, die ich so habe, also wirklich so rein physologische Dinge, genug essen, genug keine Ahnung trinken. So, was in die Richtung und die Tese von Jira, die sehr steile Tese ist, alles andere funktioniert mimetisch. Alles andere, was ich will, will ich, weil ich gesehen habe, dass jemand anderes es will. Das heißt, es gibt irgendwie ein wichtiges Modell, es gibt irgendein Prost, prestistrechtigen Menschen und was der will, will ich auch. An eine wichtige Begrifflichkeit in diesem Moment will dieser Mensch zum Mediator meines Begehrens, also Mediator heißt sie einfach nur mittler, also wie Medium, das mittlere oder das Mittel und der mediiert mein Begehren heißt, der begehrt was und dann will ich es auch, wenn ich sehe, dass der das begehrt. So, jetzt habe ich es häufig genug gesagt, wichtig an der Stelle ist, die Idee ist, wirklich die Eigenschaften des Dinge selbst, die Eigenschaften z.B. des Produkts sind in gewisser Weise zweitrangig. Also, es ist in gewisser Weise egal, was der Snickers sonst so für intrinsische Eigenschaften hat, was der Snickers so vereigenschaften hat, so lange von David Beckham begehrt wird, bin ich an Bord den Snickers auch zu begehrn. Das heißt, bei jedem Begehren was eben mimetisch ist und das ist ja fast jedes Begehren, funktioniert das Begehren in so einer Dreieckstruktur. Es sind nicht einfach nur ich und das Objekt, sondern es sind immer ich und dann der Mediator, der Mediator und der Begehrens Beziehung und durch die entsteht meine eigene Begehrens Beziehung. So weit erst mal die Grundidee, jetzt ist das Problem, wenn Begehren mimetisch ist, dann entstehen sofort Konflikte, weil wir uns jetzt nicht ein Snickers vorstellen, den kann man irgendwie relativ isiger reproduzieren und einen zur Verfügung stellen, aber angenommen, es geht jetzt um einen potentiellen Partner. Da gibt es irgendwie die personen, die ich interessant finde, weil sie jemand anderes interessant findet. Also, ich sehe wie keine Ahnung, mein bester Freund, eine bestimmte Person begehrt, der wirkt dann als Mediator meines Begehrens und nach Schirra fang ich dann auch an die personen interessant oder interessanter zu finden, mein Begehren ist eben mimetisch. Und das Problem ist, jetzt es gibt ja nur eine Person und wenn wir irgendwelchen Monogamy-Norm folgen, dann kann auch nur eine Person einer von uns beiden mit dieser Person zusammen sein und dann gibt es ein Konflikt. Also dann gibt es einen Konkurrenzverhältnis zwischen mir und diesem besten Freund um dieses Objekt des Begehrens, um eben zum Beispiel den selben potentiellen Partner oder man kann sich das gleich auch vorstellen mit einer bestimmten Position im Unternehmen. Angenommen, ich habe irgendwie einen Kollegen und jetzt wird eine Stelle frei und wir beide bewähm uns irgendwie auf die Stelle oder anders, er bewirbt sich auf die Stelle und das signalisiert mir, die ist irgendwie begehrenswert und dann werde ich durch ihn mediiert, mein Begehren wird mediiert und dann fang ich auch an diese Stelle zu begehren, dann dreht man einen Konkurrenzverhältnis ein und das führt dann eben zu Konflikt. Und wenn man die Story jetzt weiter spient, dann sieht man, dass ich das hochschaukelt, weil in dem Moment, wo ich anfange, die Person zu begehren oder die Stelle zu begehren, sieht das ja wiederum mein bester Freund oder mein Kollege je nachdem und das steigert dann wiederum dessen begehren und wenn ich das sehe, dass der das dann mehr begehrt, dann steigert es wiederum mein begehren und so denkt sich das gerade, dass sich sozusagen mimitisches Begehren gegenseitig hochschaukelt. Wir medizin uns die ganze Zeit gegenseitig, wir wollen eine dieselbe Sache, die aber nur einer von uns beiden haben kann oder einer von uns aus der Gruppe oder so und dann gibt es am Ende nur noch eine Möglichkeit, die Möglichkeit ist da, ich muss sozusagen mein neben Boole ausschalten, ich muss mein bester Freund platt machen oder unschädlich machen und mich der Konkurrenz entledigen und dann ist es mein Objekt. An dieser Stelle würde ich kurz zwei Punkte vorbeiknehmen, die wir in der dritten Episode in aller Ausführlichkeit diskutieren und zwar und das sagt sie gar nicht, erstens scheint nicht jedes Objekt dazu geeignet zu sein, von verschiedenen Leuten mimitisch begehrt zu werden. Also wenn ich jetzt sehe, dass mein bester Freund auf einmal total Lust hat Grasheime zusammen oder sowas, wenn ich mich vielleicht dafür interessieren, was ist da los, aber es führt nicht letztlich dazu, dass ich mich auch für Grasheime interessiere. Da scheint es irgendwie noch mal einen Unterschied zu geben und wenn ich, ich habe so ein bisschen überlegt, weil ich gerade das nicht selbst bespricht, welche eigentlich ein Objekt haben, damit ich es mimitisch begehrte, damit ich sozusagen angesteckt werde von meinem besten Freund. Ich denke, das müsste zumindest knapp sein, sonst wird es irgendwie keine Ahnung, sonst wenn es ein Grasheim ist, dann sammelt ich halt auch ein Grasheim hat bei deinem Gras, da haben wir bei deinem Grasheim, da entsteht irgendwie keinen Konflikt, wenn das Objekt reichlich genug vorhanden ist, so dass jeder es besitzen kann, dann müssen wir nicht in Konkurrenzverhältnis treten. So dann entsteht offensichtlich diese Gewaltspirale nicht, das ist der eine Punkt und ich hatte auch die Vermutung, die starke Vermutung, dass das Objekt irgendwie kostenintensiv sein muss. Also Gras ist bindig, Gras kann ich halt einfach pflücken, dann ist es relativ unwahrscheinlich, dass wir alle anfangen, unser Begehren uns in unser Begehren nachzueifern und eben diesen Grasheim haben wollen, anders sieht es da bei einem Ferrari aus. Also Ferrari ist heuer in der Herstellung, muss sie irgendwie viel Geld ladzen, der es irgendwie attraktiv und das ist was, worum wir begehren, worum wir konkurrieren können. Also mindestens mal diese beiden Eigenschaften muss der Gegenstand scheinbar haben, der muss knapp sein und da müssen viele Ressourcen reingefloßen sein, sonst bringt mir das nichts, sonst kann ich mich damit irgendwie nicht schmücken, wenn der leicht herzustellen ist, dann baut sich einfach jeder seit eigenes und dann haben wir beide eins und dann treten wir auch nicht in Konkurrenz. Das ist das eine und das andere ist, der andere Punkt ist, meistens ist das Modell oder der "Mediator" meines Begesens irgendwie präsentisch-strächtig, der muss irgendwie ein gesellschaftliches Standing haben, der muss, ich nehme das vorweg an der Stelle ein gewissen Sozialstatus haben. Also wenn ich sehe, wie David Beckham in ein Snickers-Beist, dann macht mich das irgendwie heiß auf den Snickers, wenn ich jetzt sehe, wie keine Ahnung, einen kleiner Grundschüler in ein Snickers-Beist, denke ich, vielleicht ein Snickers, könnte ich auch mal wieder essen, aber nur wenn ich irgendwie vorher eine Beziehung dazu habe, wenn ich vorher eigentlich schon eben Fällen von Snickers war. Das heißt, ich werde nur dann beeinflusst durch ein mediator, wenn dieser mediator ein bestimmtes Ansegen genießt, wenn der eben ein bestimmten Sozialstatus hat, wie zum Beispiel David Beckham. Okay, das heißt, da muss man sich noch ein bisschen was dazudenken, der David die chirasche Auffassung von mimätischen Begehren wirklich Sinn macht. Das ist keine Theorie, die jetzt so in dieser Vanillaform überzeugt würde ich sagen, aber man kann sich da relativ schnell was plausibles draus bauen. Eine wichtige Unterscheidung, bevor wir jetzt weitergehen, ist die zwischen externaler und internaler Mediation. Und das betrifft die Frage, wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass ich mit dem Modell um das Objekt konkurriere. Also wenn ich jetzt, wenn das Modell und ich, der mediator und ich, sehr unterschiedlich sind, dann ist die Konkurrenz unwahrscheinlich. Das ist dann externale Mediation. Das heißt, z.B. ich habe irgendwie den Snickers oder ich sehe, wie David Beckham in seine Kovett oder sowas einsteigt, dann werde ich jetzt nicht anfangen, mit David Beckham oben die Kovett zu konkurrieren, der spielt in gewisser Weise in der vollkommen analieger als ich. Also der ist irgendwie so weit weg von mir, der unterscheidet sich so stark, und ich würde sagen, der unterscheidet sich so stark in seinem sozialen Rang, dass ich zwar auch das will, was er hat, und ich will irgendwie so sein, wie er, aber ich fange jetzt nicht an mich in einem konkurrenzverhältnis zu David Beckham zu setzen. Oder wenn ich irgendwie Kunst studiere oder sowas oder bin ich riesiger Picasso-Fan, der ist irgendwie für mich unerreichbar, auch weil er tot ist, er das hilft bei der externalen Mediation, aber auch sonst, also wenn er noch leben würde, keine Ahnung, ich kenne jetzt keine zeitgenessischen Malerin oder Maler. Wenn er noch leben würde, dann wäre der einfach so weit weg von mir, der wäre so anders, der wäre so viel besser, der wäre so viel erfolgreicher oder arrivierter in der Kunstzene oder was auch immer, ich würde mich nie in ein Verhältnis zu ihm setzen. Ich würde das begehren, vielleicht der Theorie nach, was er begehrt, ich würde mich beeinflussen lassen, aber ich würde jetzt nicht hingehen und anfangen mit ihm zu konkurrieren. Anders sieht es aus, wenn ich zum Beispiel Kunst studiere wieder und eine bestimmte Kommilitonen hat und die ist, die misst sich irgendwie mit mir. Dann gibt es keine Ahnung, sagen wir mal, eine Dozentin und wir wollen uns beide bei dieser Dozentin einschreiben oder die irgendwie beeindrucken und ich sehe, dass meine Kommilitonen, was das ich irgendwie nach Anerkennung strebt, bei dieser Dozentin, dann ist es internale Mediation. Dann setze ich mich in ein Konkurrenzverhältnis zu dieser Mitstudentin und eine Redeweise, in der sich das Nina schlägt, habe ich gerade schon genannt und zwar reden wir ja häufig davon, dass und das ist nicht meine Liga, die und die spielt nicht in meiner Liga. Das heißt, dies entweder so viel schlechter oder so viel besser als ich, dass ich mich nicht mit der in ein Verhältnis setze und wenn das so ist, dann haben wir keinen ähnlichen Rang und dann kommt es auch nicht zu einer internailen Mediation. Dann ist die Mediation external. Das ist eine Sache, die ich bei Geras so ein bisschen schade finde, der macht nicht so richtig explizit, wie das eigentlich zustande kommt. Also, wie kann es denn sein, dass wir hier Teil der gleichen Liga sind und aber nicht Teil von der Liga an der Jeff irgendwie spielt oder so. Wir setzen uns irgendwie in Konkurrenzverhältnis, aber nicht zu Jeff. Jeff ist so viel besser oder Jeff macht irgendwie was ganz anderes. Da kommt es dann nicht zu der Mediation, dazu zumindest nicht zu einer internailen Mediation. Wie kommt das eigentlich zustande? Also was, was führt denn dazu, dass es diese distinkten Ligen gibt, um jetzt mal dieser Redeweise zu folgen? Das bespricht Jira leider nicht. Ich habe aber am Lesen so ein bisschen zurecht gelegt. Man könnte sich das so denken, dass es vielleicht um unterschiedliche Vergleichsdimensionen geht. Das heißt, angenau wir bleiben beim Kunststudium, beim Beispiel des Kunststudiums, dann ist das irgendwie die Dimension, in der wir uns vergleichen. Wer hat hier die krasseren Ideen, die macht die krasseren Projekte, was auch immer. Das ist unser, unsere Dimension das vergleichs. Ich will mich da aber nie in Relation zu einem Mathematiker stellen, der versucht irgendwas zu beweisen. Der spielt da ein komplett anderes Game, was mit meinem Game nichts zu tun hat. Da gibt es keine Vergleichbarkeit, sind irgendwie Apple mit Buren oder so. Und deswegen, das könnte sozusagen ein Faktor sein, deswegen setze ich mich nicht mit dem eben in so eine Konkurrenzrelation. Oder man kann sagen, also wer hat es auch so ein Vorschlag von mir, wie gesagt Jira sagt dazu, selbst nicht viel. Wir haben eine Vergleichsdimension und dann gibt es Leute, die darin extrem viel besser sind als ich oder extrem viel schlechter sind als ich, dann sind die so weit über oder unter mir, dass die Mediation auch nicht internal funktioniert. So könnte man sich das noch überlegen, aber dazu würde ich gerne mal so eine ausgeklügelte, ausgearbeitete Theorie haben. Richtig ist das, weil nur im Falle der internalen Mediation kommt es auch zu dieser Gewalteskalation. Also wenn wir in der gleichen Lieger spielen, nur dann schauchen wir uns gegenseitig hoch und nur dann kommt es zu diesem Feedback-Loop. Ich will das, weich sehe, dass du das willst, dann siehst du, dass ich das will und willst das auch mehr und so geht es dann weiter. Nur dann kommt es zu dieser Gewaltspirale und zu dieser Eskalation in der Gewalt. Jira führt dann noch eine letzte Form, das Begehrensein, nämlich das sogenannte Metaphysische Begehren und das Metaphysische Begehren soll eine extrem form von mimetischen Begehren sein. Das heißt, ich sehe da ein Miliator, ich sehe ein Modell, der macht irgendwelche Sachen, der begehrt irgendwas und wenn ich Metaphysisches begehren habe, dann wie ich an seine Stelle treten. Das heißt, ich will er sein, ich will seine Eigenschaften haben, ich will die Dinge besitzen, die er besitzt und das geht natürlich nicht, also die Stelle, die ich da Begehre ist natürlich schon durch das Modell selbst besetzt, seine Identität ist herbesetzt, also muss er weg. Metaphysisches Begehren kann ich nur stillen, wenn die Person, die ich sein will, halt stirbt und dann die Stelle frei wird und dann kann ich da seinem Platz übernehmen. So und wenn man dieses Bild von mimetischen Begehren kauft, dann sieht man schon direkt, dass ich das ganze super hochschaukelt. Also wenn irgendjemand in meiner Gruppe etwas will, führt es dazu, dass andere Leute auch was wollen und das führt dazu, dass andere Leute auch irgendwas wollen und weil es aber begrenzte Dinge gibt und begrenzte Objekte, die man haben kann, Eigenschaften, die man haben kann, Position in der sozialen Hierarchie, die man haben kann, schaukelt sich dieser Konkurrenzkampf hoch und dann entsteht Gewalt. Wie gesagt, ich glaube, das stimmt so nicht ganz, aber die kritischen Aspekte dazu kommen in Episode 3 und 4. Aber jetzt mal angenommen, glaubt das Ganze, man kauft das so, wie sich der Ras und zeigt, dann stellt sich also sofort die Frage, wie ist denn dein gesellschaftliche Stabilität möglich? Und die Rasvorschlag ist, wir haben kulturell ein bestimmten Mechanismus ausgebildet, der wie so ein Ventil wirkt. Wenn die Gesellschaft wie so ein Druckkessel ist und das mimetische Begehren, was ich gegenseitig verstärkt, ist der Indruck, der sich erhöht, dann gibt es einfach einen kulturellen Mechanismus, den habe wir gefunden, der hat sich entwickelt, der ist irgendwie evolviert und durch diesen Mechanismus kann dann der Druck wieder abgelassen werden. Und der Mechanismus funktioniert so, in dem Moment, wo diese mimetische Eskalation ihren Hörpunkt erreicht, also wirklich an der Spitze ist, entleht sich die Aggression gegen eine willkürlich ausgewählte Einzelperson, nämlich gegen einen sogenannten Sündenbock. Also nochmal, wir schaukeln uns alle hoch, wir wollen alle irgendwelche Sachen und stecken uns damit gegenseitig an und wenn das ganze Ding fast platzt, entleht sich die Aggression gegen jemanden, den wir mehr oder weniger willkürlich auswählen. Wir sehen auch in den späteren Episoden ganz so willkürlich, es ist nicht, es kommt jetzt nicht jeder in Frage, aber wir sind auch nicht besonders wählerisch und das ist dann eben der Sündenbock. Das heißt, das Ventil am Druckkessel unserer mimetisch begehrenen Gesellschaft ist der Sündenbock Mechanismus. Der Sündenbock ist natürlich eine religiöse Angelegenheit, also die Vorstellung im alten Testament ist ja, wir haben irgendwie einen Sündenbock und auf den wären werden die Sünden der gesamten Gemeinschaft übertragen und dann wilde irgendwie in die Wüste gejagt und trägt mit sich die Sünden der Gemeinschaft davon und ja, ähnlich soll es hier auch funktionieren. Also es gibt irgendeinen willkürlich ausgewählten Träger der Sünden und der muss dann für irgendwas büßen, was er selber eigentlich gar nicht verbrochen hat und wird dann eben geopfert oder umgebracht oder verband oder so was. Bei Jira dann meistens umgebracht. Jira ist jetzt aber nicht der erste, der den Sündenbock aus dem alten Testament in die Gegenwart überträgt. Wir finden parallele Stellen auch bei Nietzsche z.B. in der Morgenröte. Also noch mal. Wir schaukeln uns hoch, weil unser Begehren oder das Meiste begehren, was wir haben mimetisch ist und kurz bevor es eskaliert und wir uns alle gegenseitig die Köpfe einschlagen, schlagen wir nur einer Person, den Kopf ein und dann ist der Druck erst mal vom Kessel. Damit das funktionieren kann, müssen wir alle die Illusionen haben, dass das Opfer wirklich schuldig ist. Also es wäre, es würde nicht funktionieren, wenn wir einfach denken, ja keine Ahnung, wir begehren eben den Ferrari, Ferrari mimetisch und jetzt hängt der Hausreden irgendwie schief bei uns in der Gruppe und deswegen machen wir jetzt Jeff in Kopfkürzer oder so, wenn wir eigentlich wissen, dass Jeff dazu überhaupt nichts kann, sondern das funktioniert nur, wenn wir uns alle einig sind oder alle gleichermaßen der Illusionen unterliegen, dass Jeff halt wirklich irgendwas verbrochen hat. Und Jira geht soweit zu sagen, dass dieser Sündenbock-Mechanismus der Ursprung der Zivilisation ist. Also im 18. Jahrhundert, da hatten ja diese Theorien über den Gesellschaftsvertrag Konjunktur und da war ja die Idee, es gibt irgendwann mal diesen Naturzustand, da sind irgendwie alle frei und weitestgehend vereinzelt, da lebt jeder irgendwie so für sich, kann machen, was er will und das hat bestimmte Vorteile, es hat aber auch bestimmte Nachteile und dann haben sich die Menschen in einer mehr oder weniger bewussten Entscheidung hingesetzt, ein Vertrag geschlossen und persönliche Freiheit und Rechte aufgegeben, um sich irgendwie so einem Staatswesen unterzuordnen und so zum Beispiel Sicherheit zu bekommen, im Gegenzug, weil es dann durch den Gesellschaftsvertrag zum Beispiel einen Start gibt, der halt das Gewaltmonopol inne hat. So, jetzt kann man sich in sich irgendwie streiten, denken die das wirklich als historische Episode, gab es wirklich mal den Moment, wo sich alle Menschen hingesetzt haben und dann so einen Vertrag geschlossen haben, ist eine von zwei Interpretationen, die andere Interpretation ist, nee, das ist nicht historisch zu lesen, sondern das deckt irgendwie die innere Logik von eben, von dem Gesellschaftsvertrag auf. Wie dem auch sei, das war jedenfalls im 18. Jahrhundert Super-Envog und da ist ja, wie gesagt, die Idee, dass es eine bewusste Entscheidung war, gesellschaftlicher Zusammenhalt ist durch eine bewusste Entscheidung, durch eine bewusste Aufgabe, persönlicher Freiheit in Zustande gekommen und Jira sagt, nee, so kann es nicht gewesen sein, sondern eben weil es die ganze Zeit dieses mimetische Gewaltpotenzial gab und gibt, deswegen ist gesellschaftlicher Frieden eigentlich nur herzustellen oder wo er am Anfang nur hergestellt durch den Sündenbock-Mechanismus. Also irgendwann wurde geopfert, wenn es in archaischen gesellschaftlichen Gesellschaften Frieden gibt, heißt das, irgendjemand musste vorher dran glauben. Und es ist auch so, dass dieses Opfer periode wiederholt werden muss, weil, ne, ich kann nicht einmal sozusagen Frieden herstellen und dann ist alles super, sondern die Leute begehren ja weiter, das Begehren baut sich wieder auf, das Gewaltpotenzial baut sich auch wieder auf und dann muss dann wieder jemand dran glauben. Und dann ist die Idee bei Jira sowas wie, dann checken die Leute ach hier, guck mal, das Opfer hat ja Frieden gebracht und dieser Frieden, dieser friedvolle Zustand, wird dann dem Sündenbock selbst zugeschrieben. Und das heißt nichts anderes als der wird irgendwie heilig gesprochen, beziehungsweise erhält so einen göttlichen Status und das ist Jira's These zur Herkunft der archaischen Götter. Das sind halt alles ehemalige Opfer. Also kann sich das dann noch vorstellen und durch irgendwelche mythologischen Erzählungen überformt und so weiter. Das ist jetzt nicht Jeff den wir anbeten, sondern vor X-Generation haben wir mal Jeff umgebracht und dann wurden da irgendwelche Stories tradiert, wie das so ist, da wird was dazugelichtet und am Ende haben wir irgendwie Zeus oder so. Das ist jetzt eine karrikaturhafte Version, dessen was da wohl passiert sein mag nach Jira, aber so karrikaturhaft dann auch wieder nicht, also er denkt schon, dass das so ungefähr passt. Und jetzt ist es so, wir müssen tatsächlich doch nicht jedes mal Jiva neu umbringen, sondern wenn wir einmal wen ungebracht haben und diesen Rietus vollzogen haben, dann können wir stellvertreter Opfer, nämlich Tieropfer. Einmal bringen wir jemand um, das begründet dann die Gesellschaft und dann wird dieses ursprüngliche Opfer symbolisch wiederholt, nämlich durch Tieropfer. Das ist die eine Möglichkeit der symbolischen Wiederholung und die andere Möglichkeit ist, wir haben bestimmte Müten, die darauf anspielen oder die diese Story irgendwie wiederholen. Und das allgemeine Muster an diesen Müten ist, es gibt immer eine Hauptperson und die macht irgendwas schlechtes und dann wird sie bestraft. Warum ist das notwendig? Na ja, wir hatten ja vorhin schon gesehen, dass wir damit dieser Mechanismus funktioniert, glauben müssen, dass die Person auch wirklich schuldig ist. Das Opfer soll gerechtfertig sein, sonst funktioniert der Sündenbock, mich endes muss nicht. Das heißt, das allgemeine Muster ist immer, es gibt jemanden, der macht das schlechtes und dann wird er bestraft, also irgendwie umgebracht oder verband oder so und häufig ist es dann so, dass irgendwie Friede einkehrt nach dieser Verbannung oder nach dieser Hinrichtung. Zum Beispiel finden wir nach Scherar dieses Muster im Oedipus Mütters. So, jetzt hier kurze Storytime mit Henning, was ist noch mal die Vorgeschichte eigentlich vom Oedipus Mütters. Da war es ja so, König Lyos, regiert zu teben und erhält eine Proferzeihung und die Proferzeihung sagt, hör mal, dein Sohn wird dich töten und deine Frau heilraten. So, klingt ganz schön Oedipal, weiß ich. Und dann ist es auch tatsächlich so, dass Lyos und Jokaste seine Frau eben ein Sohn bekommen und Lyos denkt sich dann, die Proferzeihung soll sich nicht bewahrheiten, ich werde das Kind auf einem Berg aussetzen und die Füße durchstoßen, dein Mütterstas stürbt und Oedipus heißt übersetzt so viel wie Schwellfuß. Und es kam, wie es kommen musste, ein Hirte findet und rettet den jungen Oedipus und bringt ihr nach Korint und da wird er adaptiert vom Königspaar Polybos und Mirope. Und Oedipus denkt, okay, das sind meine echten Eltern, seine Adoptiv Eltern, denkt er sein, seine leiblichen Eltern. Und irgendwann geht das gerücht um, dass Oedipus nicht der willkliche leibliche Sohn von Polybos und Mirope sei. Dann geht er los und fragt das Oracl von Delphi und es Oracl sagt, du wirst dein Vater töten und deine Mutter heiraten. So und er kriegt sozusagen nochmal die gleiche Proferzeihung, denkt ja aber es würde sich eben um Polybos und Mirope handeln und nicht um seine eigentlichen Eltern, Layers und Yoghaste. Und um eben das zu vermeiden, also Oedipus denkt, okay, diese Proferzeihung soll nicht wahr werden, deswegen verlasse ich Korint. Ich verlasse meine Eltern, also tatsächlich dann sein Adoptiv Eltern. Und auf dem Weg nach Themen trifft er eben sein Vater und er kennt ihn nicht, ne? Der weiß ja überhaupt nicht wieder aussieht, umgekehrt genauso wenig, geredet in Streit mit ihm und bringt ihn um. Wie das am antiken Kriegenland scheiden war, schnell dabei passiert, es geladed quickly, dann macht das sozusagen mit seinem Vater kurz im Prozess, weiß nicht, dass es der Vater ist und erfüllt so die erste Hälfte der Proferzeihung. Angekommen in Themen stellt sich heraus, dass die ganze Stadt von das Swings terrorisiert wird und die Swings, die kann man irgendwie nur los werden, wenn man ihr Rätsel knackt. Und das Rätsel geht, es auch bekannt, was geht am Morgen auf vier Beinen, am Mittag auf zwei, am Abend auf drei und Oedipus den kurz nach und sagt der Mensch, der Krabbeltheit morgens, mittags, also im Mittag seines Lebens geht er auf zwei Beinen und am Lebensabend braucht er in der Krücke, das ist die richtige Antwort, die Swings stürzt sich in den Tod und als dank wird Oedipus der König von Themen und ein wunderwunder, der alte König ist nicht mehr aufzufinden und hat seine Frau zurückgelassen, nämlich Yokaste, wie wär es, wenn du die heiratest? Und dann heiratet er seine Mutter und bewahr, haltet damit auch die zweite Hälfte der Proferzeihung und dann kommt es zur Krise in Themen und verbricht eine Pest aus. Dann wird wieder das Oracl befragt, best practice, woran liegt das, dass jetzt hier die Pest ausgebrochen ist und das Oracl sagt, ja die Schuld liegt daran, dass hier ein ungesüntes Verbrechen ist, jemand hat was verbockt, jemand hat was verbrochen und das, da ist noch keine Gerechtigkeit wiederfahren. Oedipus fängt an mit seinen Nachforschungen und entdeckt dann allmählich die Wahrheit, nämlich, ja, der Typ, den ich umgebracht habe, das war ja mein leiblicher Vater und nein, die Frau, die ich geheiratet habe, das ist tatsächlich meine Mutter, verdammt, jetzt hat sich die Proferzeihung erfüllt und genau, das ist dann das tragische Ende, Jörg Kaste, seine, seine Mutter begeht Selbstmord und Oedipus belendet sich, also sticht sich die Augen aus, verzichtet auf die Königswurde, würde und wird aus Themen verband und wandert fortan als Blinderbetter umher und die Pest legt sich, das Verbrechen ist sozusagen gesünd, er ist in die Verbandung geschickt worden und genau, die Pester übrigt sich, so, so weit, die der Oedipus Müthaus, jetzt passt das, wenn man Schiras und bisschen mitten denkt, relativ gut in dieses Schema rein, also wenn Schiras irgendwie etwas übermütender erzählt, dann geht es bei Pest oder solche immer um eine mimetische Krise, das mimetische Begehren hat sich so weit angestaut, die Aggression hat sich so weit angestaut, dass die gesellschaftliche Koalition oder das gesellschaftliche Zusammenhalt irgendwie auf dem Spiel steht, das ist es immer, was Pest symbolisiert wird und da muss jetzt irgendein Sündenburg dran glauben. Und in dem Moment, wo Oedipus aus Themen verband wird, kehrt wieder der Friede ein, der wird als Sündenburg fortgejagt, der wird quasi geopfert und darin entledigt sich die durch mimetisches Begehren angestaute Aggression und dann kehrt wieder Frieden ein, nämlich die, die solche liegt sich. Und die übrigen Teile des Mütters haben nach Schiras nur die Funktion, die Schuld des Sündenburgs zu belegen, also diese, das Opfer, die Verbandung zu rechtfertigen, weil, ich hatte ja schon gesagt, damit der Sündenburg-Mechanismus funktioniert, müssen wir irgendwie die Illusion haben, dass das Opfer es auch wirklich verdient hat, was es da erfahren hat. Und jetzt ist Schiras natürlich darauf festgelegt zu sagen, Gewalt oder Verbandung eben dieses Opfer ist ein standardmäßiger Festerbestandteil von Müten. Dafür sind die Dinger da, um uns doch mal in Storyform an dieses ursprüngliche Opfer zu erinnern, was eben die gesellschaftliche Stabilität ermöglicht hat. Und dann sagt da, es gibt ja auch Müten, wo dieser gewalthetige Bestandteil nicht enthalten ist, falls er nicht enthalten ist, ja, dann wurde er von der Gemeinschaft irgendwie wegzensiert. Also im Laufe der Generation, wo die Story eben jedes Mal weiter tradiert und die Gemeinschaft, der war es dann irgendwie unangenehm, dass hier diese Form von Gewalt ausgeübt wurde, das vor dann irgendwie rausgekürzt. Und da ergibt sich auch noch ein bestimmtes Problem, also kurz gesagt, diese Tese hat halt keine falsifikationsbedingungen, aber auch das diskutiere ich mit Peter Kuhn in den Episoden 3 und 4. Jetzt gibt es auch moderne Formen solcher Müten, zum Beispiel Berichte über Hexenjaken oder Lünchmorde. Das hat sagt Jira genau die gleiche Funktion. Der Sündenbock-Mechanismus sagt Jira ist auch der Ursprung verschiedener Verbote oder Tabus und zwar gibt es ja immer eine Handlung, die dem Sündenbock vorgeworfen wird. Also der hat XYZ gemacht, deswegen ist er schuldig und deswegen hat das verdient verbannt zu werden oder umgebracht zu werden. Und wenn das Ganze durch ist, wenn das Opfer vollzogen ist, dann wird die Handlung, die im vorgeworfen wird, eben verboten. Das darf man nicht machen, das hat ja auch der Sündenbock damals gemacht und dann sagt Jira, deshalb stammen viele Verbote vom Sündenbock-Mechanismus. Hier an der Stelle würde ich direkt eine kleine Kritik platzieren, das halte ich ziemlich offensichtlich für falsch, weil es muss ja vor dem Opfer eine bestimmte verbotene Handlung gegeben haben. Also ich will jemanden umbringen. Jeff muss jetzt irgendwie willkürlich dafür büßen, dass wir uns alle hoch geschaukelt haben und jetzt muss ich ja eine plausibel Story darüber erzählen, wie so Jeff dran glauben soll. Und dann muss ich ja Jeff eine Handlung vorwerfen, von der wir uns alle schon einig sind, dass sie schlecht ist. Ja, das heißt theoretisch, oder nicht theoretisch, sondern es ist darin für dabei vorausgesetzt, das ist schon ein Verbot gegen diese Handlung gibt, sonst würde sie ja nicht als Vorwurf gegen den Sündenbock funktionieren. Deswegen ist das Verbot vorausgesetzt, es kann nicht die Konsequenz des Sündenbock-Mechanismus sein. Sündenbock-Mechanismus muss es sein. Also was sonst, wenn nicht die verbotene Handlung hätte ihn zum Sündenbock gemacht. So, das ist meine erste kleine Kritik an diesem Punkt, aber so viel vielleicht erst mal dazu. Das sind zu die wichtigen beiden Sachen bei Gerard, die in jedem Buch vorkommen und immer wieder genannt werden. Also mimetisches Begehren wie funktioniert das genau. Und dann der Sündenbock-Mechanismus als Ventil für diese mimetische Gewalt. Und damit kann man zum dritten Teil unserer Gerardre-Konstruktionen und zwar zum Christentum. Also Gerard stellt seine ganzen Theorien vor als Apologie des Christentums. Also als Verteidigungsrede des Christentums. Wieso sollten wir das alles glauben? Und er sagt, das Christentum hat ein gewisser Weißen, eine Sonderrolle. Wenn wir das Christentum vergleichen, mit den ercherischen Religionen, dann fällt ihm vor allem eins auf und zwar, gibt es auch da viele, viele Geschichten über Sündenböcke, aber häufig werden diese Geschichten aus Sicht der Sündenbock's erzählt. Und das ist super wichtig oder eine totaler Perspektivwechsel, der Gerardzufolge weitreichende Konsequenzen hat. Und zwar in dem die Geschichte aus Sicht der Sündenbock's erzählt wird, wird der willkürliche Charakter der Sündenbock-Mechanismus entlauft. Also der Sündenbock wird in vielen Geschichten in der Bibel als unschuldig dargestellt. Und damit wird der die Illusion gebrochen, die notwendig ist. Also nochmal als Erinnerung der Sündenbock-Mechanismus funktioniert nur, wenn wir uns alle einig sind, dass die Person wirklich schuldig ist. Nur dann kann quasi unsere mimetisch angestaute Aggressionen abfließen. Und diese Illusion, das der Sündenbock unschuldig ist, die wird gebrochen in der Bibel oder in vielen Geschichten der Bibel. Sagt Gerard. Zum Beispiel können wir diese Sonderrolle des Christentums raussarbeiten, wenn wir die Story von Kein und Abel vergleichen, mit der mit Romulus und Remus. Und zwar jetzt auch mal hier Storytime-Wetheading, Romulus und Remus, sind ja diese Zwillinge gezeugt durch den Kriegsgott Maas. Und aus verschiedenen Gründen beschließt Amulius, deren Großonkel die beiden am Tiber auszusetzen, also am Fluss, der durch spittere Rom fließt, die beiden Zwillinge werden dann im Weinenkopf ausgesetzt und auf den Tiber eben gesetzt, der Kopf strandet aber am Ufa und wird da von der Wölfe gefunden. Also das ist ja die Wölfe, die auch aus diversen Plastiken und so weiter bekannt ist und dann halt nötig ihre durch ihre Milch groß gezogen. Dann kommt der Hürte Faustelus und entdeckt die beiden, adaptiert die mehr oder weniger, lässt die beiden bei sich aufwachsen, dann erfahren sie ihre Ware herkunft und stürzen ihren Großonkel Amulius und geben die Krone zurück an Numitor. Numitor ist der Vater der beiden und also der Bruder von Amulius, der vorher durch sein Bruder Amulius Enttron wurde, also sie stellen ihn vorigen Zustand wiederher. So und dann entschließt sich die beiden eine eigene Stadt zu gründen. Dann gibt es noch gewisse Streitigkeiten, darüber auf welchem Hügel diese Stadt jetzt eigentlich entstehen sollte, ist jetzt nicht so relevant, jedenfalls beginnt Romulus dann mit dem Bau einer Stadtmauer. Und Remus macht sich lächerlich über diese Stadtmauer, die ist halt total niedrig und springt über den Mauer, demütig dadurch Romulus und Romulus greift zur Gewalt und bringt seinen Zwiddingsbuder um. Also noch mal in der Antike ist es dann schnell eskaliert, auch hier wieder jedenfalls, genau Romulus Gründe dann später die nach ihm benannte Stadt Rom. Und in dieser Geschichte sehen wir, dass Remus getötet wird und Remus hat aber auch Schuld, also Remus hat ja seinen Bruder verspottet und deswegen für die Gerar sagen, das passt sozusagen in diese Archage, heidnische Erzählstruktur. Es gibt einen Opfer, es gibt die Gründung einer Gesellschaft, die auf diesem Opfer beruht und es gibt ganz viele Story-Elemente, die die Schuld des Opfers belegen sollen. Und das kann man jetzt kontrastieren mit der Geschichte von Kein und Abel. Also Kein und Abel, die beiden Söhne von Adam und Eva, keine Seder, Ackerbauer, Abel irgendwie Schafhörte und beide bringen Gott ein Opfer und Abel Opfer hat die erste Dinge seiner Herde und kein Opfer hat irgendwelche Früchte, die ja halt vom Feld geerntet hat und Gott nimmt Abel's Opfer an und keins Opfern nicht. Das macht Kein natürlich total wütend und wird auch eifersüchtig, darauf, dass sein Bruder eben diesen göttlichen Zuspruch erhält und er nicht. Und Gott merkt das und warnt kein vor der Sünde. Bruder, halt mal die Füße still, mach jetzt keine dumm halten, kein ignoriert das aber, lockt Abel aufs Feld und bringt ihn da um. Der erste Morte der Menschheitsgeschichte und Gott eben weil er allwissend ist, merkt das natürlich, stellt dann kein zur Rede und kein Leugnet, aber seit der Schuld und sagt, nee, keine Ahnung, wo der ist, bin ich der Hüttein meines Bruders oder was. Ich habe damit nichts an der Brause und Gott durchschaut das natürlich und verflucht ihn. Dein Boden, den du bestherbst stellt, hast, der will dir keinen Attrag mehr bringen und deswegen wird der zu so einer art ruhelosen Wanderer, der eben umherziehen und nach einem alternativen Acker suchen muss. Und Gott schützt den aber mit einem Zeichen, nämlich dem sogenannten Keinszeichen, was anzeigt, dass ihn halt niemand umbringt darf und kein Zieht fort und gründet auch eine Stadt. Nämlich die Stadt not, es dich von jeden. Also in beiden Fällen haben wir ein Mord, ein Opfer nach Schera, was zur Gründung einer Gesellschaft führt, aber im Falle von Romulus und Remus ist Remus eben schuldig und wir haben irgendwie das Gefühl, also, okay, es ist jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben, dass er indirect umdringt, aber Remus hat sich jetzt nicht wirklich korrekt verhalten. Okay, kann man irgendwie einsehen, aber bei keiner Abel ist es natürlich ganz anders. Abel wird umgebracht, aber es ist total klar, dass er unschuldig ist und kein irgendwie der Bösewicht. Und in beiden Fällen entsteht aber eine Gesellschaft aus dem Opfer oder aus dem Mord. Und das ist ja eine Geschichte aus dem alten Testament, also kann man sagen, auch da gibt es bereits Stories der Aussicht von dem Opfer eben erzielt werden und klarstellen, dass das Opfer unschuldig ist. Und dadurch will dieser Sündenbock-Mechanismus nach Schera teils reflektiert. Also diese Illusion wird gebrochen, dass das Opfer tatsächlich Schuld aus sich geladen hat und das Opfer gerecht für fertig und nicht willkürlich ist. Und dann kommt das neue Testament und im neuen Testament wird der Opfermütos komplett vollendet reflektiert. Also eben in Form von Jesus, Jesus als so ein Gottes soll dann irgendwie das perfekt unschuldige Opfer sein. Es gibt irgendwie eine soziale Krise. Jesus wird umgebracht, die Krise wird aufgehoben und die Idee nach Schera ist. Okay, jetzt haben wir hier einmal gesehen, dass es wirklich willkürlich ist, wer der umgebracht wird. Das ist jetzt die zentrale Gestalt in unserer Religion und dadurch wird der Sündenbock-Mechanismus außer Kraft gesetzt. Oder man kann vielleicht sagen, er wird in weiten Teilen außer Kraft gesetzt. Also werden wir uns dann die weitere Entwicklung der christlichen Gesellschaften angucken. Dann haben wir natürlich trotzdem klare Fälle von dem Sündenbock-Mechanismus eben. Also die Verfolgung der Juden, der Hexen und so weiter und so fort. Nur weil die Gesellschaft christlich geprägt ist, heißt das nicht, dass sie dann niemand mehr zum Sündenbock machen kann. Aber die Idee ist schon, dieser Mechanismus wird er einmal reflektiert und uns vor Augen geführt und dadurch extrem krass abgeschwächt. Und was passiert mit dem mimätischen Begehren? Das ist natürlich nicht weg. Aber die zweite Idee von Schera zum neuen Testament ist, da wird eben eine Botschaft vorgestellt. Also da in vollendet der Version, weswegen gleich auch noch, dass es bereits ein Testament vorweg genommen wird. Aber die Botschaft, die da gesendet wird, ist ja sowas wie, es gibt eine Alternative zum mimätischen Begehren. Also ihr müsst dieses irdische mimätische Game nicht weiter mitspielen. Es gibt eine echte Alternative. Ihr müsst nicht weiter ämter und weltliche Macht und Materialienbesitz anhäufen, sondern es gibt die Möglichkeit der beim Herzlichkeit. Und beim Herzlichkeit kann man sich, glaube ich, in moderne Begriffe übersetzen als Solidarität mit den Schwachen. Und wenn ich die praktiziere, wenn ich beim Herzlich bin und wie alle beim Herzlich sind, dann kommt dieser mimätische gewaltspirale gar nicht richtig entgangen. Also ich kann zum Beispiel die andere Wange hinhalten oder so. Dann vergelte ich eben nicht gleiches mit gleichem oder sogar ein bestimmtes Unrecht mit einem noch größeren Unrecht, mit einem noch größeren Gewalt, sondern ich unterbreche diese Gewaltspirale. Das ist die Alternative, die das neue Testament scherar zufolge anbietet. Und das ist wie gesagt, ein extremer Buch mit der mütischen Tradition. Die mütische Tradition stand ja eben in der Tradition des Opferrituals oder des Sündenbock-Michernismus. Und hier kommt jetzt quasi eine neue Religion, die im alten Testament das schon so in Anteil reflektiert und im neuen Testament dann so richtig explizit reflektiert, dass eben dieser Mechanismus kein Sinn macht und das mimätische Gewalt kein Sinn macht und dass es da zu einer Alternative gibt. Das ist die Idee. Aber wie gesagt, es gibt es auch schon im alten Testament, da gibt es einen sehr ja auch spezifisches Zitat dazu, im Hosea 6.6, wo Gott sagt, denn ich habe Lust an Liebe oder beim Herzlichkeit, kann man da reinlesen und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht am Brand-Opfer, also wo explizit gesagt wird, wenn ihr würde Girae zu lesen, wenn ihr weiterhin Sündenböcke konstruiert und die umbringt, dann ist das nicht Gott gefährlich, sondern eigentlich wünsche ich mir auch beim Herzlichkeit. Also da sieht man, es ist keine Innovation des neuen Testament, aber da wird es halt noch mal viel explizit gemacht. Und an der Stelle kann man ein, wie ich finde, ganz überraschenden Rückbezug auf Nietzsche machen. Und zwar, oder macht ein Girae, ein überraschenden Rückbezug auf Nietzsche. Nietzsche ist ja der große Ketika des Christenthumes und sagt im Prinzip, ach, eben und eurer beim Herzlichkeit, das soll irgendwie die zentrale Tugenz sein. Nee, nee, also das ist Sklavemoral. Das ist sozusagen ein moralisches System, was ich Leute ausgedacht haben, die am unteren Ende der sozialen Hierarchie standen. Und, ne, also wer sollte denn Solidarität mit den Schwachen einfordern, wenn nicht die Schwachen, ne, der echte Starke, der orientiert sich natürlich nicht daran, sondern der hat eben den großen Lebensgeist oder was auch immer und verwirklich da seine individuellen Vision und setzt sich auch über die Schwachen hinweg. Und dieses Sklavemoral mit beim Herzlichkeit als zertraler Tugend, das ist irgendwie der Versuch der Schwachen, die starken Zügel oder so, oder irgendwie zu unterwerfen. Und was Nietzsche dann vorschwebt, ist wie so eine Art Rückkehr zu vor christlichen Werten. Und Gira sagt, ja, also Nietzsche hat insofern recht, als er als erst seit die Sonderrolle des Christenthumes erkannt hat. Also Nietzsche ist ein Genie, allein schon dafür, dass erkannt hat, dass das Christentum was komplett anderes versucht, als die Religion, die vorangegangen sind. Also mit Ausnahme des Judenthumes, wo das eben schon rudimentär reflektiert wurde. Aber Nietzsche hat natürlich unrecht, sondern ich scherar behauptet, dass es eine gute Innovation, das funktioniert, beim Herzlichkeit und die Refektion des Opfermütos oder das Synokrituals. Das funktioniert, das ist irgendwie ein Fortschritt und Nietzsche sagt, nee, das ist ein Rückschritt. Da ist sozusagen die Differenz. Und als letzten Aspekt dazu kann man auch ausführen, es gibt ja apokalyptische Warnung im neuen Testament. Also ich weiß, es gibt ein glattes Buch, das Buch der Offenbarung. Und das auch dafür legt Giraane Interpretation vor und zwar sagt er, die Apokalypse ist der Moment, wo sich die mimetische Gewalt nochmal so richtig zuspitzt und dann endet es in der Katastrophe. Wieso sollte das so passieren? Na ja, das Christentum hat zwar den Sündenbock-Mechanismus außer Funktion gesetzt und das wäre gut, wenn wir gleichzeitig alle total perfekt beim Herzlichkeit Christen werden, dann würde das mimetische Ding gar nicht erst in Bewegung kommen, der Schneeball würde nicht ins Rollen kommen. Aber sind wir eben, wir sind keine optimalen perfekten Christen, wir sind nicht perfekt beim Herzlich. Und deswegen will es immer wieder mimetische Games geben. Aber dann ist unser Outlet, also unser Ventil um diesen Druck abzulassen. Das ist uns genommen, weil es eben, weil wir eben nach dem neuen Testament leben. Wir haben die froh Botschaft vernommen und das führt dazu, dass wir diesen Druck nicht mehr abführen können. Der staut sich aber trotzdem auf, eben weil wenn ich perfekt beim Herzlich sind und dann will es in einer letzten Zuspitzung zur großen Katastrophe kommen. Und das ist dann die Apokalypse. Und das macht ja auch ganz konkret fest, 20. und 21. Jahrhundert, die definierte als die großen apokalyptischen Jahrhunderte. Also, Menschen schaffen es nicht, diese mimetisch bedingten Konflikte eben durch die christliche Lehre zu vermeiden. Gleichzeitig wachsen die technologischen Fähigkeiten, gerade unsere Atomaren, Fähigkeiten. Und dann kommt es irgendwie zu so einer eben internationalen mimetischen Qualität, zwischen Kanan und Russland und den Westen oder China und den Westen. Und das wird kein gutes Ende nehmen. So viel jetzt erst mal zu meiner Reconjunktion von Gerard's Theorie. Ich kaufe nicht alles davon, was ich jetzt gerade hier vorgestellt habe. Es gibt noch reichlich Kritik in den Folgen 3 und 4, aber so erst mal ja eben meine Reconjunktion in einer möglichst wohlwollenden Lesart. Wie gesagt, in der nächsten Episode gibt es jetzt noch eine kleine Filmanalyse oder Serienanalyse über "The White Lotus". Falls ihr Fragen, Kritik oder Anerkung habt, schreibt mir, wer wir immer gerne auf Insta ansonsten. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und bis dahin.
Podcast Summary
Key Points:
Henning Dütche introduces a new podcast format combining various topics with psychotherapy.
The podcast discusses the theories and arguments of René Girard, focusing on mimetic desire.
Girard's concept of mimetic desire explains how individuals imitate the desires of others, leading to conflicts and competition.
Summary:
Henning Dütche presents a new podcast format that explores diverse topics related to psychotherapy. The podcast delves into the theories of René Girard, particularly focusing on mimetic desire. Girard's concept explains how individuals imitate the desires of others, leading to conflicts and competition.
Mimetic desire influences various aspects of human behavior, where individuals want what others desire, often resulting in rivalry and conflicts, especially when pursuing the same objects of desire. Girard distinguishes between external and internal mediation in mimetic desire, highlighting how individuals may or may not compete with others based on their perceived social status and similarity. The podcast aims to critically analyze Girard's theories and their implications on human interactions and conflicts.
FAQs
Das neue Format des Podcasts ist eine Visualin-Podcast im Podcast, das eine Reihe von Themen abhandelt, die nur entfernt mit Psychotherapie zu tun haben.
Rene Jira war ein französischer Literaturkritiker und Kulturanthropologe. Er ist heute wieder aktuell aufgrund seines Einflusses auf intellektuelle Persönlichkeiten wie Petatil.
Mimetisches Begehren besagt, dass Menschen begehren, was andere begehren, basierend auf der Nachahmung. Es führt oft zu Konflikten und Wettbewerb um das gleiche Objekt.
Objekte müssen knapp und kostenintensiv sein, um mimetisches Begehren zu erzeugen. Zudem muss der 'Mediator' des Begehrens einen gewissen Sozialstatus haben.
Externe Mediation tritt auf, wenn der 'Mediator' und das Individuum sich stark unterscheiden, während interne Mediation auftritt, wenn Konkurrenz zwischen ähnlichen Personen besteht.
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