Realtalk Männer-Edition: Macht eine Paartherapie, bevor es zu spät ist!
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Die Podcast-Folge beleuchtet die komplexe Haltung von Männern und Frauen gegenüber Paartherapie und Paarcoaching. Viele Männer sehen Therapie als Zeichen von Schwäche, weil sie den Wert von Hilfe und Selbstverwirklichung in der Beziehung vermissen. Frauen hingegen sind oft offen, da sie mehr Detailerinnerungen besitzen und emotionale Verletzungen besser wahrnehmen. Das Verständnis von Paarcoaching als strukturierte, zielgerichtete Unterstützung – mit klaren Methoden, einem roten Faden und gemeinsamen Zielen – schafft Vertrauen und verhindert stereotypen Vorstellungen wie Körperübungen oder „rotes Sofa“. Die Folge zeigt, dass Männer oft Angst vor Schuldgefühl und Gefühlsausdruck haben, was durch die frühe Aufwachsen und soziale Erwartungen ausgebildet wurde. Diese Barrieren können durch offene Kommunikation, gemeinsame Reflexion und erste Schritte wie das Hören von Podcast-Folgen überwunden werden. Ein zentraler Punkt ist die Wirkung von Paarcoaching: Es hilft, Konflikte zu lösen, emotionale Verletzungen zu erkennen und eine dauerhafte Verbundenheit aufzubauen – nicht nur als Reaktion auf eine Krise, sondern auch als präventive Maßnahme. Das Coaching bietet daher einen proaktiven, respektvollen Rahmen, der für beide Partner wertvoll ist und die Beziehung langfristig stabilisiert.
Ich finde, da haben wir heute mal ein sehr, sehr spannendes Thema.
Ich habe sehr große Lust darauf, diese Folge zu machen.
Und die ist daraus entstanden, dass wir in telefonischen Erstgesprächen immer mal wieder die Frau dran haben,
die dann sagt, ich würde das so gern machen, aber meinen Mann nicht.
Ja, sie kennt meinen Mann nicht. Oder du kennst meinen Mann nicht.
Der will nicht, der hält von Therapie und Coaching nichts und man muss das alleine schaffen.
Ja, sich mal zusammenreißen im Leben.
Auf der anderen Seite, finde ich, haben wir so oft dann Männer bei uns im Coaching später,
die sagen, ich habe mich da zwei Jahre gegen gewehrt.
Meine Frau wollte das schon viel früher. Hätte ich das mal früher gemacht.
Und ich finde das ja eigentlich immer auch grundsätzlich sehr sympathisch, wenn Menschen misstrauisch sind.
Weil ich glaube, ich bin auch eher der Menschentyp, der erstmal so schaut.
Aber ich finde das auch genauso schön, wenn Menschen dann merken,
okay, das tut jetzt doch nicht so weh, wie ich dachte.
Die sagten mir jetzt nicht die ganze Zeit, dass ich schlecht bin,
und dass ich schuldig bin, sondern das ist ja auf Augenhöhe.
Und das ist ja eigentlich ein ganz netter Rahmen,
wo ich dann wirklich auch mal meine Bedürfnisse hervorbringen kann.
Und dass meine Partnerin mir dann mal zuhört.
Und ja, dann wird es meistens sehr locker.
Schön, dass du wieder eingeschaltet hast zu dieser neuen Folge im Lebensidealisten-Podcast.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir beide sind Paartherapeuten und Coaches
und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Hier ist euer Start.
Let's begin.
The water's fine.
Come on, dive in.
The future's here.
It's right before your eyes.
Fällt mir mal so ein beim Intro, wo wir jetzt dann so sagen,
wir sind Paartherapeuten und Coaches,
was ja auch immer mal eine Frage in den Terminen ist.
Normalerweise könnten wir auch sagen im Intro,
verändern wir das mal, wir sind ein Ehepaar,
Paartherapeuten und Coaches.
Ja, weil ja durchaus immer die Frage kommt,
also ist Ina jetzt deine Frau oder nicht?
Also ich hatte die Frage häufiger in den Terminen.
Das nicht ganz sicher ist.
Ich meine, man könnte es jetzt vermuten,
wenn man auf die Website geht und wir haben den gleichen Nachnamen,
kann man schon so auf die Idee kommen.
Könnten auch Geschwister sein.
Aber so ein Geschwisterpaar als Paartherapeuten gibt es glaube ich nicht.
Das ist ein bisschen merkwürdig auch.
Naja.
Also es gibt ja einige, die es zu zweit machen,
aber immer als Ehepaar glaube ich.
Ja.
Wie du schon sagst, dass eben,
wir haben schon mehrfach erlebt,
dass Männer sich auf eine Paartherapie eher schwerer einlassen können
und Frauen da der ganzen Sache häufig etwas offener,
gegenüberstehen.
Und deswegen natürlich auch einfach mal das Thema mit in diesem Podcast jetzt nehmen.
Also grundsätzlich gibt es ja beides.
Na klar.
Männer und Frauen, die dem skeptisch gegenüberstehen.
Ich habe manchmal auch Männer im telefonischen Erstgespräch,
die sich melden und die Frau ist nicht bereit.
Und ich habe auch manchmal Männer in Coachings,
die schon längere Zeit darauf hingewiesen haben,
dass es ihnen nicht so gut geht in der Beziehung
und die Frau nicht eingesehen hat, dass was zu ändern wäre.
Aber wenn wir jetzt mal so auf die Statistiken schauen,
und wir führen sie nun nicht,
aber es ist jetzt so ein statistisches Bauchgefühl.
Wie heißt das so schön?
Anekdotische Evidenz.
Anekdotische Evidenz hat das Ganze jetzt.
Genau.
Aber es ist einfach rein faktisch so.
In unserem Gefühl ist es so.
Anekdotisch, dass die Männer eher die sind,
die sich nicht melden, sich schwer tun,
die das hinauszögern,
die dort verschiedene ungute Gefühle
und auch Vorbehalte mit dem Thema Paartherapie,
Paarcoaching haben.
Wir finden den Begriff Paarcoaching eigentlich schöner.
Therapie klingt ja irgendwie immer nach eher,
man ist krank, man hat eine Störung,
man braucht eine Psychotherapie.
Aber man könnte eigentlich das viel eher Paarcoaching nennen,
weil ganz häufig gibt es einfach emotionale Verletzungen, Konflikte.
Man weiß nicht, wie man die nachhaltig lösen kann.
Es entsteht eine Konfliktspirale mit diversen Dynamiken.
Es gibt nun mal keinen Beziehungsführerschein,
der uns aufzeigt, wie wir eine glückliche
und harmonische Wunschbeziehung führen, die uns erfüllt.
Da müssen wir irgendwie mit Try and Error vorgehen.
Und es passiert leider dann auch regelmäßig halt der Error.
Ja, genau.
Also das Hauptproblem kann man sagen ist,
dass häufig halt die Männer dann auch das Gefühl haben,
dass es ein Zeichen von Schwäche ist, von Unfähigkeit,
diesen Lebensbereich nicht ohne Hilfe unter Kontrolle,
zu Zufriedenheit zu bringen.
Was ja auf andere Lebensbereiche nämlich nicht zutrifft.
Aber Männer gehen zum Beispiel auch,
habe ich letztens gelesen, deutlich weniger zum Arzt,
zu Vorsorgeuntersuchungen.
Zum Beispiel jetzt Frauen.
Stimmt.
Also da geht es ja auch wieder um das Thema Hilfe holen
oder sich etwas vielleicht Problematischen annehmen.
Was hätte sein können, wie bei einer Vorsorgeuntersuchung?
Ja, es ist immer spannend, wenn man so Unternehmer,
selbstständiger ist, dann lernt man eigentlich sehr früh,
dass man sehr viel schneller weiterkommt,
wenn man sich Hilfe von anderen holt,
die das, was man sich selber wünscht, schon erreicht haben.
Oder die da eine besondere Expertise haben
oder die in diesem Moment schon eine besondere Expertise haben.
Oder die in diesem Lebensbereich einfach schon
viele Fehler, die man machen kann, gemacht haben
und die einem aufzeigen können,
wie man den Weg geht, ohne diese Fehler zu tun.
Aber bei manchen Lebensbereichen,
da wird das nicht so übertragen.
Also wie schon das Beziehung,
das ist ja auch etwas, was im Freundeskreis
selten offen besprochen wird.
Beim ganzen Thema Finanzen sind wir ja auch maximal verschlossen.
Das ist ja das bestgehüteste Geheimnis,
was Menschen verdienen.
Das wird ja auch im Freundeskreis, Familienkreis selten besprochen.
Und in anderen Ländern, wir waren letztes Jahr in Marokko,
da ist das immer noch, dass die ganze Familie
irgendwie in einem Haus, in so einem Mehrgenerationenhaus wohnt
und alle unterstützen sich gegenseitig mit dem,
was sie an Einkommen haben.
Da wird es wahrscheinlich dieses Thema gar nicht geben.
Da ist der, der in der Familie das hervorbringt.
Also auch wenn die Kinder bekommen,
also das wird man ganz an einem stolz gesehen.
Und ja, das ist eine andere Lebenseinstellung.
Ich denke, das ein Problem ist, was Männer vielleicht haben,
was manchmal Frauen haben, ist, dass sie nicht mehr leben.
Was manchmal Frauen betrifft.
Aber überwiegend die Männer haben diese Angst vor dem Schuldigsein.
Ich glaube, manche Männer haben das Gefühl,
dass die Frauen reflektierter sind, was ihre Gefühle betrifft.
Und dass sie dann vielleicht rhetorisch
oder auch so von der Reflexion,
auch von den Erinnerungen her unterlegen sind.
Weil was man ja auch häufig hat in den Coachings,
dass die Frauen mehr Detailerinnerungsvermögen haben
als die Männer.
Was gar nicht schlimm ist, aber was eben dazu führen kann,
dass wenn man eben nicht angeleitet,
dass man nicht miteinander spricht,
dass sich der Mann in der Situation eben unterlegen fühlt.
Er kann die Dinge nicht nachweisen.
Er kann nicht sagen, ja stimmt, ich weiß noch,
wie wir da vor zwei Jahren bei dem und dem Italiener essen waren
und welches Kleid du anhattest und was da gesagt wurde.
Und der sagt, ich war vielleicht bei einem Italiener.
Also ich weiß, dass den Italiener, den du meinst, den kenne ich.
Da sind wir auch essen.
Aber ob das vor zwei Jahren war, das weiß ich doch heute nicht mehr.
Und das hat dann, wenn das bei ihr nicht mehr passiert ist,
ihr eine Verletzung gemacht hat, natürlich für sie eine Relevanz.
Und sie merkt sich das.
Er hat vielleicht in guter Absicht gehandelt
und hat sich da eben nichts bei gedacht,
weil es bei ihm keine besonders auffällige Emotion verursacht hat.
Fühlt sich aber eben wie ein Mangel an,
dass man sich nicht erinnern kann.
Ganz oft erlebe ich auch, dass in Familien,
dadurch, dass wir diese klassische Rollenaufteilung
ja immer noch sehr, sehr häufig haben,
auch so eine Art Frontenbildung häufig entsteht.
Also die Frau und die Kinder so ein bisschen unausgesprochen
von einer Seite und auf der anderen Seite,
der Mann, der natürlich auch den größten Teil des Tages
häufig weg ist aufgrund der Arbeit,
der so seine Rolle einnimmt
und dadurch auch eine gewisse Verbundenheit
auf der anderen Seite herrscht.
Und dass dadurch auch so ein bisschen das Gefühl entsteht,
ich bin derjenige, der irgendwie hier der Problematische ist
und ihr seid auf der anderen Seite.
Und das ist so ein bisschen das, was du sagtest,
die Schuldige, aber auch, dass man Gefühle
gar nicht aussprechen kann,
weil das schnell abgetan wird.
So, wenn das gerade ein bisschen abrupt abgebrochen ist,
das kam gerade,
ganz wichtiges Telefonat für uns rein
und wir mussten die Folge einmal unterbrechen.
Auch das gibt es sehr selten, aber. Selten, aber wir haben da mal so einen kleinen Cut machen müssen.
Das heißt, wir versuchen mal bestmöglich
für euch hier wieder einzusteigen.
Genau, ich denke, der nächste Punkt,
den wir ansprechen wollen,
ist, dass Männer ohne Therapieerfahrung
sich unsicher über den Ablauf und die Erwartungen sind.
Also es ist häufig eher etwas Unbekanntes,
worüber man nur mal etwas gehört hat,
worüber man vielleicht. so etwas. eher so Comedy-mäßig etwas gesehen hat.
So, ne, irgendwie Paartherapie und Co.,
das rote Sofa, man sitzt da, liegt da,
man macht irgendwelche Körperübungen miteinander,
man lässt sich in die Arme des Anderen fallen
und guckt, ob man sich vertraut
und all diese ganzen Dinge.
Das hatten wir auch manchmal ganz am Anfang
als Fragen, ne?
Macht ihr auch Körperübungen?
Und das fand ich schon ganz befremdlich.
Wo ich dachte so, nein, das machen wir nicht.
Keine Angst, das will ich auch nicht.
Ich auch nicht.
Und das sind, glaube ich,
da hat man, glaube ich, viele so Vorurteile
und Bilder im Kopf,
die vielleicht auch manchmal sogar stimmen,
aber zum Beispiel bei uns
gar nicht der Realität entsprechen.
Ja.
Also bei uns gibt es keine komischen Körperübungen,
man muss sich fallen lassen und so weiter.
Bei uns gibt es keinen,
wir setzen uns mal zusammen
und gucken mal, wie geht es dir denn heute,
sondern wir schauen, wann war es mal gut,
stellen das Beziehungsfundament wieder her,
wir haben eine klare Methodik,
wir haben einen Videokurs mit dazu,
den man sich angucken kann,
um das zu vertiefen.
Wir haben einen roten Faden drin,
wir fragen, was das gemeinsame Ziel ist.
Also man könnte schon fast leichte Züge
manchmal zu einem Business-Coaching sehen
in der Strukturiertheit,
wie wir quasi vorgehen,
auch dass es zwischendurch mal Aufgaben gibt.
Also wir arbeiten einfach sehr, sehr zielorientiert.
Deswegen haben wir ja auch
so unsere festen Paketgrößen,
weil wir sehr sicher sind,
dass wir die meisten Themen
in diesen Coaching-Sessions
dann auch geklärt bekommen,
weil wir uns eben,
Nicht mit so vielen Dingen links und rechts aufhalten, sondern genau wissen,
was ist das, was das Beziehungsfundament wiederherstellt und was müssen wir tun?
Ja, ein Punkt, wo du gerade über Pakete sprichst, ist natürlich auch der finanzielle Aspekt,
der manchmal bei Männern denn stärker aufploppt.
Da so das Gefühl vielleicht, weil die Männer ja häufig der Part sind,
die das Geld noch mehr verdienen, wenn die Frau bei den Kindern vielleicht noch zu Hause ist
oder Teilzeit arbeitet und auch eher der Part des Verwaltens des Geldes in deren Aufgabenbereich fällt,
dass das auch manchmal nicht so leicht ist.
Ich glaube, dass es auch manchmal daran liegt, dass man nichts so Materielles oder so bekommt.
Also man soll dann gefühlt viel Geld für eine Problemlösung zahlen,
die aber auch nicht garantiert werden kann, weil wir können ja keine Heilsversprechen abgeben und sagen,
wenn du zu uns in die Partherapie kommst, dann wirst du auf jeden Fall eine glückliche und harmonische Beziehung führen.
Das kann man nicht. Da sitzen zwei Menschen mit unterschiedlichsten Emotionen,
Prägungen und Co. Das ist jedes Mal völlig individuell und anders.
Natürlich gibt es immer Parallelen, aber das zu versprechen wäre völlig unseriös.
Und das ist natürlich immer schwierig. Du kaufst etwas und du bist ungewiss, was es dir bringt.
Ja. Und das ist natürlich auch so eine Sache, die häufig untereinander bei den Paaren manchmal auch zu Konflikt führt,
wenn da eine unsicher ist und dann diesen finanziellen Part hervorbringt, wo die andere Seite sagt,
Mensch, aber was ist dir das denn auch wert?
Also die andere Variante wäre eine Scheidung vielleicht.
Die auch entsprechend teuer ist, auch manchmal das als Argument gebracht.
Ich kann das hier nochmal probieren. Die Scheidung wird noch teurer.
Ja, stimmt. Und man sollte sich bewusst sein, dass wenn, das habe ich auch manchmal in den Kennenlern-Terminen,
wenn man zu zweit im Kennenlernen sitzt, sollte man sich vorher wirklich intensiv Gedanken machen,
ob man das wirklich durchführen möchte, ob man da wirklich Bereitschaft dafür hat.
Denn ich habe jetzt gerade in den letzten Wochen zweimal erlebt,
dass beide im Kennenlernen waren und die Frau sich total gefreut hat,
dass er bereit war für dieses Kennenlernen, das Kennenlernen total gut fand,
die Methodik gut fand und sagt, Mensch, das passt, ich möchte starten.
Und der Mann sagt, ich muss nochmal drüber schlafen.
Das macht schon so einen ersten kleinen Knick, aber ist okay.
Man soll sich ja sicher werden.
Und dann schreibt die Frau ein, zwei Tage später eine sehr enttäuschte E-Mail und sagt,
Florian, ich fand das alles echt gut und ich hätte so gern gestartet und ich war so froh,
dass mein Mann mit dem Kennenlernen war, aber er will nicht.
Ja.
Tja, und dann ist das für die Beziehung sehr schade.
Man weiß, da wird sich nichts ändern.
Genau.
Das wird sich verschärfen.
Das heißt nicht ändern, es wird sich verschärfen.
Ja.
Die Konfliktspirale geht weiter.
Das ist die Folge, wenn man nichts tut, dass es eher in die andere Richtung geht,
weil jetzt eine weitere Verletzung, wie du eben sagtest, ja auch meistens dann noch dazukommt.
Und natürlich, dass man ja einfach auch vielleicht dann keine Lösung weiß
und das macht ja auch Hilflosigkeit, dass man sagt, ja, wir verharren jetzt,
aber was ist denn dein Lösungsweg?
Und dann sagt André, ja, keine Ahnung, wir können ja nochmal miteinander sprechen.
Und dann sagt die andere Seite, ja, haben wir ja versucht, das klappt nicht.
Du hast ja eigentlich nur drei Wege.
Wenn du an so einem Krisenpunkt angekommen bist und viele Dinge nicht mehr rundlaufen,
das Gefühl da ist, Mensch, irgendwie bräuchte ich mal eine Paartherapie,
da hast du ja drei Wege.
Entweder machst du das und sorgst dafür, dass du eben die Dinge lernst und veränderst,
die gebraucht werden, um eine glücklichere Beziehung zu führen.
Du kannst weiter in die Konflikte gehen, weil du nichts änderst.
Und dann kommt irgendwann die Trennung.
Oder man fängt an, die ganzen Dinge mehr zu meiden
und sortiert sich unausgesprochen in eine WG ein und kommt in ein WG-Leben.
Genau.
Ja, man muss sich einfach bewusst machen, dass es keine echten Strategien gibt,
um Konflikte zu lösen, Bedürfnisse auszusprechen, Wünsche so zu äußern,
dass sie als Wunsch und nicht als Vorwurf ankommen.
Gemeinsam über Themen wertschätzend zu sprechen,
also zu überlegen, wie können wir jetzt einen guten Kompromiss für einen Haushaltsplan finden,
wie können wir für andere Themen schöne Kompromisse finden,
vielleicht für den nächsten Urlaub, wie wir morgen essen gehen werden, wohin und so weiter.
Das fängt ja schon damit an, dass man typischerweise,
wenn man sich damit nicht beschäftigt hat, weiß keiner, der zuhört,
was ist ein stimmiger Kompromiss und was ist ein fauler Kompromiss.
Wir kennen Kompromisse.
Die Kompromisse wurden uns mal so beigebracht,
dass beide aufeinander zugehen.
Also wurden sie uns typischerweise als fauler Kompromiss beigebracht,
nämlich indem jeder einfach. Einer muss mal nachgeben.
Ja, einer oder beide geben nach und keiner bekommt das, was er will,
aber man hat einen Kompromiss.
Und einer von beiden oder beide sind unglücklich damit,
also haben wir einen faulen Kompromiss geschlossen,
der eigentlich nicht dahin führt, wo wir hinwollen.
Das sind alles so Dinge, wo man einfach auch sagen muss,
das Wissen hatten unsere Eltern nicht, das haben die uns nicht beigebracht.
Das bekommst du so schwer mit.
Musst du dir irgendwo holen oder musst du dir schwer erarbeiten einfach.
Das ist natürlich ein spannender Aspekt mit dem Hintergrund,
wenn man überlegt, wie Männer und Jungs halt auch aufwachsen.
Also es wird ja auch häufig gesagt, dass Jungs stark sein sollen,
dass die nicht weinen sollen, dass man es erst mal selber versuchen soll,
dass man selbstständig sein soll.
Also ich finde auch dem Geschlecht Mann wird ja auch viel zugeschrieben,
was auch so ein bisschen im Gegensatz zu dem steht, sich Hilfe zu holen.
Ich finde Gefühle zuzulassen, durchleben zu dürfen,
ist ja noch ein relativ neues Konzept.
Also bei uns war es ja wirklich so, so zwischen vier und sechs hat es angefangen,
dass das unangenehm war, wenn man einen Wutausbruch hatte,
wenn man doll traurig war, also wenn man so starke, negativ empfundene Gefühle hatte.
Und dann gab es eben, wie sagst du, diese Ansätze,
ein Indianer kennt keinen Schmerz, bis du verheiratet bist, ist das wieder weg.
Mensch, du bist doch ein Junge, Jungzweig.
Wein nicht.
Genau.
Das passiert auch ganz schnell.
Aufstehen und weitermachen.
Auch heute noch der Opa dann sagt zu den Jungs und sagt,
Mensch, bist du ein starker Junge, wein doch nicht.
Bist doch kein Mädchen.
Noch schlimmer.
Ja.
Also solche Sachen passieren dann.
Und es ist ja nicht verwunderlich, dass du irgendwann als Erwachsener
über deine Gefühle nicht sprechen magst, weil du hast ja in dir, ich muss stark sein.
Ich darf nicht weinen.
Du hast ja ganz viele Schatten in dir sozusagen.
Und das ist nicht verwunderlich.
Das merken wir aber heute, dass es zu Konflikten führt.
Einerseits in den Ehen.
Weil die ja heute wesentlich weniger gefestigt sind.
Also auch weniger so eine verpflichtende Verbundenheit haben.
Also damals hat ja immer eigentlich der Mann gearbeitet.
Die Frau hat sich um Haushalt und Kinder gekümmert.
Das heißt, die Frau war irgendwie so ein bisschen auf den Mann angewiesen.
Der Mann aber auch auf die Frau.
Es gab ja nicht so die Liebesheirat.
Das war ja auch nicht so.
Also natürlich, aber man hat ja auch geguckt, dass da andere. Also meine Eltern hatten sich schon mal geliebt, würde ich sagen.
Wie romantisch.
Ja, aber man hat ja auch vielleicht. Also zumindest in Mannheit.
Das ist mein Gedanke.
Okay, wir brechen das Thema nicht auf.
Nicht, dass ich die anträge.
Nein, aber es ist ja schon so, dass man vielleicht aus anderen Gründen
unter anderem auch geheiratet hat.
Und nicht nur allein aus Liebe, aus der romantischen Vorstellung.
Da treffen sich zwei Menschen und möchten ihr Leben lang zusammen sein.
Aber selbst wenn.
Also es geht mir eher darum, dass die ja so eine Verpflichtung haben.
Und das Gefühl haben, ohne den anderen wird es einfach schwer.
Weil dann geht es los, wenn man lange Zeit zusammen ist.
Dann guckt die Frau auf ihre Rente, die kommt.
Und sagt, oh Mensch.
Oder sagt dann, wenn ich das jetzt allein erziehe,
was dann häufig passiert, dann werden wir sozial drastisch absteigen.
Und da gibt es ja einfach sehr viele Abhängigkeiten.
Während wir heute normalerweise haben,
dass die Frau mindestens gleich gut gebildet ist.
Sogar immer häufiger besser gebildet ist.
Dass beide volle Karrierechancen haben.
Oder auch voll in die Karriere eingestiegen sind.
Aber immer noch die Frauen deutlich weniger arbeiten.
Aber sie ist nicht mehr so abhängig.
Es ist immer noch sehr anstrengend dann.
Und immer noch würde vielleicht dann das Kind
oder die Kinder eher zur Frau tendieren.
Und die Rente wäre immer noch weniger.
Aber es ist alles nicht mehr so drastisch wie früher.
Ja, das stimmt.
Warum sprechen wir eigentlich gerade darüber?
Männer und Frauen rollen.
Ich glaube, wir sind darüber gekommen,
weil ich sagte, was Männern oder Jungs ja auch mitgegeben wird.
Und dann kamen wir da so über den Dreh.
Okay, gehen wir noch einmal ganz kurz zurück.
Also was einfach ja Fakt ist,
dass man, wenn man selber keine Hilfe annimmt als Paar
und einer sich da quer stellt,
es häufig keine Lösungsansätze gibt,
wie man aus der Situation rauskommt.
Und damit sind wir jetzt wieder da.
Jetzt sind wir eigentlich ja schon beim nächsten Thema.
Das war so der letzte Punkt, den wir hatten, ne?
Genau.
Und das war ja eigentlich das,
wo wir mit dem Exkurs, glaube ich, hinwollten.
Dass es eben heute deutlich mehr gebraucht wird,
dass man echte Lösungsstrategien hat.
Weil die Aufgabenbereiche sind nicht mehr so klar verteilt.
Der Vater ist mehr in der Vaterrolle drin.
Die Frau kümmert sich auch um berufliche Aspekte.
Beide vermischen den Haushalt viel mehr.
Also es gibt in vielen Aufgaben
nicht mehr wie früher eine ganz klare Trennung,
sondern es ist eigentlich alles inzwischen vermischt.
Und das ist ja auch so.
Wir brauchen erheblich mehr Kommunikation.
Weil es ist ja ganz einfach,
wenn du dich um Haushalt und Kind kümmerst
und nicht mich ums Arbeiten,
dann brauchen wir nicht so viel Kommunikation.
Dann komme ich nach Hause und sage,
ja, mein Arbeitstag war gut, ich habe Geld mitgebracht.
Und du sagst, ja, war toll, Schule, Hausaufgaben sind fertig
und so weiter, habe mich um alles gekümmert,
hier ist dein Essen.
Und dann gibt es nicht so viele Streitpunkte
oder auch nicht, es ist einfach klar getrennt.
Und man braucht auch nicht so viel sprechen.
Heute ist das alles vermengt
und wir müssen ganz viel miteinander kommunizieren.
Und wir brauchen deswegen diese Strategien
und Lösungsansätze,
die eben unsere Eltern gar nicht brauchten.
Da wollte ich eigentlich drauf hinaus.
Perfekt.
Bevor wir siebenmal abgebogen sind
und wir hier wieder gelandet sind.
Ja, wenn du hier zuhörst
und bist männlich
und hast das Gefühl,
genau das trifft gerade auf dich zu.
Du sorgst dich um deine Ehe,
aber hast keine Lust,
eine Paartherapie zu machen,
hast das Gefühl,
ich habe keinen Bock,
dass irgendwas,
wer mit mir in meiner Beziehung arbeitet.
Ich muss das selber schaffen.
Dann ist es doch schon mal ein erster guter Schritt, dass du diese Podcast-Folge hörst und vielleicht bekommst du mal ein Gefühl dafür, dass es eben nicht so ist, dass man zwingend auf einem Sofa liegend die Paartherapie durchführt und irgendwer dort ist, Mitte, Ende 60, der mit dir über die alltäglichen Probleme spricht und dir Schuld auflädt, warum du denn deine Frau vernachlässigst und kein guter Vater bist, sondern du jemanden möchtest, der mit euch gemeinsam an eurem gemeinsamen Ziel arbeitet.
Du sagst, Mensch, ich möchte ganz gerne ein Ziel definieren. Ich möchte jemanden haben, der unparteiisch ist. Ich möchte jemanden haben, der eine echte Methodik, einen roten Faden hat. Dann bist du bei uns genau richtig. Dann würde ich dir empfehlen, dich mal bei uns fürs telefonische Erstgespräch zu melden. Dann wirst du merken, dass es ein entspanntes Gespräch ist, genauso wie das Kennenlernen und dass auch unsere Methodik möglichst wenig Leid verursacht. Da werden wir an den Punkt gehen, wann war es mal gut.
Genauso ist es aber auch vielleicht, wenn du jetzt weiblich hier zuhörst und denkst, oh Mann, das trifft auf uns voll zu, weil mein Mann, der will das nicht.
Dann ist es doch vielleicht eine Möglichkeit, ihm mal diese Podcast-Folge zu geben. Das haben wir übrigens schon sehr häufig auch in Erstgesprächen gehört, dass nachher so der Einstieg und das Durchbrechen zu einer Barriere war, dass man vielleicht mal ein, zwei Podcast-Folgen, die besonders gut auf eure Situation zutreffen, dem Mann zuschickt und sagt, Mensch, da habe ich uns wiedergefunden. Magst du einfach mal reinhören?
Und dann haben wir doch schon häufig erlebt, dass das so ein Eisbrecher war und dann auch eine gewisse Offenheit entsteht.
Um jetzt einfach nochmal das Ganze abzuschließen, das geht natürlich auch andersrum. Wie gesagt, es gibt ja auch Frauen, weniger im Gefühl, aber es gibt auch Frauen, die dem Ganzen sehr skeptisch gegenüberstehen und Männer, die sehr offen sind.
Natürlich können dann auch die Männer der Frau die Folge schicken und sagen, hey, schau mal, hör mal rein. Das heißt zwar Real Talk für Männer, aber es trifft auf die Frauen manchmal genauso zu.
Und natürlich können sich auch gleichgeschlechtliche Paare bei uns genauso melden.
Ja, ändert überhaupt nichts an der Coaching-Methodik, am Vorgehen.
Nein, absolut.
Macht gar nichts, genau.
Kommen wir mal zu möglichen Lösungsansätzen. Ich meine, einen hatten wir ja gerade eigentlich schon genannt, dass man die Podcast-Folge oder auch verschiedene Podcast-Folgen mal weiterschicken kann.
Was ich auch sehr schön finde, muss ich sagen, ist, wenn wir das Feedback bekommen, dass Paare zu zweit gehört haben und dann das so als Einstieg in so ein Gespräch genommen haben und gesagt haben, Mensch, wir hören mal so eine Folge gemeinsam oder auch einzeln und nehmen das als Einstieg über diese Folge.
Später mal zu sprechen und zu gucken, wie können wir denn mit den Tipps und dem, was wir daraus so reflektieren, für unsere Beziehung mitnehmen.
Und da sind wir ja auch schon bei dem ersten Punkt der Lösung, nämlich die offene Kommunikation.
Die ganz entscheidend ist darüber, wie es auch weitergeht.
Also, dass es wichtig ist, dass man offen kommuniziert, Bedenken und Ängste äußert, aber halt auch den Rahmen dafür einhält, also ein respektvolles Miteinander hat im Gespräch.
Dass man die Bereitschaft hat, ins Gespräch zu gehen, das ist immer ein wichtiger Punkt, dass man seine Bedürfnisse dann äußern kann und dass man ausreden lässt, das ist auch so ein Dauerbrenner.
Also, dass man das immer anstrebt, die emotionale Verbundenheit durch die Kommunikation zu suchen.
Dann ist es vielleicht wichtig, dass man nochmal mit dem Begriff Paartherapie anders umgeht.
Also, eine Paartherapie definieren wir ja immer, dass jemand sich in der Krise befindet und aus der Krise raus möchte.
Und eine Krise ist ja so ein Weg.
Und eine Krise ist ja so ein Weg, dass man sich in der Krise befindet und aus der Krise raus möchte.
Und eine Krise ist ja so ein Wendepunkt.
Da gibt es nachher nur noch schwarz oder weiß.
Entweder man schafft es und wird glücklich oder man trennt sich.
Beziehungsweise in Beziehungen gibt es noch so diesen dritten Weg, haben wir vorhin schon skizziert, man landet in so einer WG, wo sich beide nicht mehr gut fühlen, aber noch von gewissen Aspekten profitieren und das einfach bequem ist, da drin zu bleiben aus Gewohnheit.
Und das Paarcoaching ist dann vielleicht, wenn man sagt, Mensch, wir führen eine insgesamt gute Beziehung, aber es gibt Dinge, die wir gerne verbessern möchten.
Wo wir uns wohler fühlen und wir möchten auch präventiv vorsorgen, gar nicht erst in eine Krise hinein zu geraten.
So auch an dem Punkt kann man ja ansetzen und sagen, wir machen ein Paarcoaching.
Erstens braucht man nicht so viele Termine, das wird günstiger.
Zweitens kann man sich manchmal Jahre an Leid ersparen.
Und das Wichtige ist eben, das wäre so der Einstieg für die Frage Paartherapie, Paarcoaching, meldet man sich oder nicht.
Dass man überlegt, was hat man denn?
Was ist denn eine Beziehung für ein Ziel?
Das wäre auch immer unsere erste Frage.
Erste Frage ist, was ist das Thema?
Zweite Frage ist, was ist euer Ziel im Coaching?
Was möchtet ihr gerne erreichen?
Was soll sich verändern?
Genau.
Das muss auch nicht immer, auch wenn unser Slogan so ist, die glückliche, harmonische Beziehung mit dem aktuellen Partner oder der aktuellen Partnerin sein.
Das kann auch erstmal sein, dass man zu Klarheit finden möchte, für sich Klarheit findet und sagt, die Trennung ist für uns der bessere Weg.
Aber dann, durch das Coaching, durch das ganze Wissen, was man bekommen hat, Prägungen gelöst worden sind, die man nicht in eine neue Beziehung mitbringt.
Und für eine neue Beziehung eine ganz andere Stabilität, ganz andere Fähigkeiten mitbringt, um in eine neue Beziehung zu gehen und in der dann glücklich wird.
Ja, aber das ist häufig auch, was gebraucht wird.
Also dieser Rahmen, dass jemand mal mich ein bisschen an die Hand nimmt oder das Paar an die Hand nimmt und sagt, wir gehen da zusammen jetzt mal geordnet, mal dieses ganze Chaos im Kopf ordnen wir mal.
Dröseln das mal auf und schauen mal, was sind die Ziele, wo soll es denn hingehen, was hat jetzt Priorität häufig auch, wenn es ganz viele Probleme gibt, dass man rauskommt aus Vorwürfen hin mehr lösungsorientiert zu handeln.
Ja, weg von Motivation ist häufig da, dass man sagt, ich möchte weg von dem ganzen Streit, weg von den Konflikten, vielleicht sogar noch hin zu einer angenehmeren Kommunikation, dass wir uns besser miteinander austauschen.
Ja, aber das ist meistens neu, dass die Paare sich dann das erste Mal so richtig über ihre Wunschbeziehung Gedanken machen, über Schnittmengen, bei den Interessen, bei den Werten, bei den Zielen und man das nochmal so in Einklang miteinander bringt.
Und das könnte ja auch ein Lösungsweg sein, wenn der Mann zum Beispiel sagt, ich möchte keine Paartherapie, kein Paarcoaching zu machen, sondern den Blickwinkel nicht darauf zu richten, warum will er es nicht machen, sondern okay, was könnte denn?
Aber entstehen, wenn du dich darauf einlässt, also mal ins Positive zu kommen.
Ja, man lernt wirksame Kommunikationsstrategien, man lernt über seine Wünsche und Bedürfnisse zu sprechen, man lernt emotionale Verletzungen und Konflikte zu lösen, man lernt viele andere Dinge noch kennen, wie zum Beispiel, was ist ein stimmiger Kompromiss, wie erkenne ich für mich überhaupt Stimmigkeit, was heißt stimmig, unstimmig, wie kann ich das so auf meinen inneren Kompass, meinem Bauchgefühl vertrauen, sollte ich nur meinem Bauchgefühl vertrauen?
Stimmig nicht, das Denkgefühl, das muss ich in Einklang bringen, das heißt es gibt ganz viele neue Aspekte, die insbesondere Männern helfen, weil wir recht systematisch und methodisch und an einem roten Faden Dinge erklären können, wie sie denn in uns funktionieren und ablaufen, sodass man wie so einen kleinen Leitfaden hat und das kommt vielen Männern da auch sehr zugute, wir haben quasi beides drin, deswegen finde ich die Methodik, die wir gelernt haben, auch für Paartherapien so super passend.
Wir haben so einen roten Faden und viele klare Methodiken und Werkzeuge, was den Männern meistens sehr gut hilft, aber wir beziehen überall Emotionen und Gefühle mit ein, was den Frauen ja ganz wichtig ist und das kommt dann zusammen und führt dazu, dass beide sich wohlfühlen, der Mann lernt über die Werkzeuge und den roten Faden mehr seine Gefühle zuzulassen und über Gefühle zu sprechen und die Frau lernt, wie sie auf den Mann sozusagen ein bisschen mehr eingehen kann, dass der nicht nur Lösungen und Ratschläge präsentiert,
sondern auch mal sagt, naja, ich kann dich auch mal umarmen, wenn es dir schlecht geht, das kann ja auch eine Lösung sein.
Wenn man da so gewisse Vorbehalte hat, weil man muss nirgendswo in eine Praxis fahren, man wartet in keinem Wartezimmer oder sowas, man sitzt nicht jemandem gegenüber in so einer vielleicht fremden Umgebung, das können ja auch alles so Dinge sein, die dafür sorgen, dass man sich nicht so wohl fühlt, dass man da irgendwo hinfahren muss, als wir damals noch Vor-Ort-Coachings hatten, weißt du noch, da kam fast keiner aus Neumünster, die sind alle aus den umliegenden Orten gekommen, Kiel, Lübeck, Kaltenkirchen,
Bad Bramstedt, also alles aus umliegenden Orten, von 100 Paaren, die bei uns waren, im Schnitt waren drei aus Neumünster, alle anderen kamen aus dem Umkreis und die sind absichtlich in einen anderen Ort gefahren, damit sie den Paartherapeuten nicht bei Edeka über den Weg laufen, zum Beispiel.
Ja, oder damit das Auto nicht gesehen wird, wenn sie irgendwo vorstehen, das war ja auch manchmal Thema, wo kann man parken, wo kann man parken, wo kann man parken, wo kann man nicht gesehen werden.
Wir hatten richtig gutes Coaching, wir haben unsere Ziele erreicht, wir konnten kommunizieren, die merken, das hat Auswirkungen auf ihre Kinder, das hat Auswirkungen aufs Berufsleben, weil die ja auf einmal gelernt haben, wie man Konflikte angeht und können auf einmal Konflikte im Berufsleben ganz anders lösen und merken, das hilft ja auf allen Ebenen.
Dann sagst du, ja Mensch, echt cool,
danke für das Feedback. Das macht auch bei mir
ein total gutes Gefühl, weil ich freue mich ja auch, wenn ich
so eine Wirkung mit dir ziehen kann. Magst du uns
eine Bewertung schreiben? Nö.
Ah, da stehe ich mit meinem Namen und wenn das
jemand sieht und wir haben das nicht im Familienkreis
genannt und das selbst
bei Erfolg. Das würde in anderen
Lebensbereichen nie passieren, wenn man erfolgreich war.
Wenn man sportlich Erfolge erzielt,
zeigt man das. Wenn man finanziell
Erfolge erzielt, zeigt man das. Überall,
wenn man einen Erfolg hatte, dann sagt man,
hey, guck mal hier, mein Pokal, ich habe es
geschafft. Bei der Paartherapie, wenn man
raus aus der Krise ist, dann
sagt man es nicht, weil meistens
ja nicht mal irgendwer mitbekommen sollte vorher,
dass man eine Krise hatte. Daran sieht
man das ja auch, wie wichtig da einfach
so dieses Schamgefühl immer noch ist.
Ja. Dass das eigentlich gar
nicht gebraucht wird.
Also genau,
heute ist es irgendwie so,
man schweift dauernd ab.
Das ist so ein spontaner
Einfall. Wir waren eigentlich ja bei den Punkten,
Online-Coaching könnte deswegen gut.
Das kann nicht sein,
weil man eben nirgendwo hinfahren muss.
Genau.
Und so sich in seinen eigenen vier Wänden vielleicht wohlfühlt
und sagt, Mensch, da
fühle ich mich sicher zu Hause,
da kann mir nicht viel passieren.
Ich schalte jemanden über den Bildschirm dazu,
der dann das Ganze hier anleitet,
mit der Methodik durchgeht.
Wir teilen zum Beispiel immer das iPad.
Mit dem iPad, da zeichnen wir mit.
Da gibt es bestimmte
Sachen, die wir aufzeichnen, Skizzen, die wir machen,
Dinge, die wir,
das ist mal ganz besonders,
gerade beim Kennen, das ist ganz häufig,
dass jemand so ganz konfus für sich erzählt
und sagt, jetzt habe ich mal so aus allen Bereichen
was gemacht. Und dann zeigt man den Bild
und sagt, ja, guck mal, das habe ich daraus mal zusammengetragen.
Ich habe das mal für euch sortiert.
Und dann sehen die, oh cool, das ist jetzt so ein sortiertes Bild.
Dann viele Fragen immer,
könnt ihr uns das schicken? Das machen wir sowieso immer.
Dann wird das geschickt.
Dann gibt es manchmal zwischendurch Aufgaben,
die man zur Vorbereitung macht.
Das sind aber jetzt eher so Reflexionsaufgaben,
dass man bestimmte Dinge mal durchläuft,
aber eher weniger jetzt,
dass man,
wenn man sich zusammensetzt
und, wie gesagt,
irgendwelche Körperübungen macht,
irgendwelche unangenehmen Dinge macht,
machen wir auch alles in den Coachings nicht.
Wir führen Gespräche, setzen uns für zwei Stunden zusammen
in so einem Termin.
Ich führe euch da durch.
Ich sage, wir wollen heute am Fundament weiterarbeiten.
Letztes Mal waren wir an dem Punkt angekommen.
Schaut mal in euch,
wann war die nächste Verletzung?
Wer von euch hat da was?
Wer findet das Nächste?
Dann lösen wir die Verletzungen.
Schauen, was hätte man tun lernen, verändern können,
damit das nicht wieder passiert.
Das ist alles sehr strukturiert.
Und ich glaube,
ich würde jetzt einfach sagen,
mehr ist dem nicht hinzuzufügen.
Genau.
Wir hoffen, dass diese Folge für euch interessant war
und ihr einige Impulse mitnehmen konntet
und freuen uns auf die nächste Folge.
Ja, wie ihr gemerkt habt,
für uns war die Folge super spannend.
Ich bin so oft abgeschwiften,
da merkt man,
man könnte daraus noch mehr Folgen machen.
Wahrscheinlich, ja, genau.
Ja, schön, dass ihr dabei wart.
Wie gesagt, wenn euch das betrifft,
meldet euch sehr, sehr gerne
fürs Telefon-Share.
Fürs Erstgespräch.
Und das wäre jetzt eine große Bitte,
wenn ihr diese Folge gehört habt
und diese Folge ist der Anlass dafür,
dass ihr offen geworden seid,
dafür, euch bei uns zu melden,
fürs Erstgespräch,
erzählt das bitte.
Das würde mich brennend interessieren.
Wen hat diese Folge so erreicht,
dass er gesagt hat,
ich melde mich jetzt bei denen.
Bis zum nächsten Mal.
Bis dann.
Ciao.
Ciao.
Ciao.
Podcast Summary
Key Points:
Männer zeigen oft skeptische Haltung gegenüber Paartherapie oder Paarcoaching, weil sie das als Schwäche oder Unfähigkeit interpretieren.
Die Vorstellung von Paartherapie als „rotes Sofa“ mit Körperübungen ist ein Missverständnis, das durch strukturierte, zielorientierte Methoden abgebaut werden kann.
Paarcoaching bietet einen respektvollen, wertschätzenden Rahmen, um Konflikte zu lösen, Bedürfnisse zu erkennen und gemeinsame Ziele zu definieren.
Männer und Frauen haben unterschiedliche Aufwachsen und Erwartungen, was zu Verletzungen und Kommunikationsbarrieren führt – besonders bei der Ausdrucksform von Gefühlen.
Der finanzielle Aspekt und die Unsicherheit bei der Investition in Paarcoaching wirken oft als Hinderung, besonders bei Männern.
Eine klare Vorgehensweise mit einem „roten Faden“ und klaren Werkzeugen hilft, das Vertrauen zu stärken und die Kommunikation effektiver zu gestalten.
Der Einstieg in Paarcoaching kann über Podcast-Folgen erfolgen, um eine offene Verbindung und ein gemeinsames Verständnis zu schaffen.
Es gibt drei mögliche Wege bei Beziehungskrisen
Summary:
Die Podcast-Folge beleuchtet die komplexe Haltung von Männern und Frauen gegenüber Paartherapie und Paarcoaching. Viele Männer sehen Therapie als Zeichen von Schwäche, weil sie den Wert von Hilfe und Selbstverwirklichung in der Beziehung vermissen. Frauen hingegen sind oft offen, da sie mehr Detailerinnerungen besitzen und emotionale Verletzungen besser wahrnehmen.
Das Verständnis von Paarcoaching als strukturierte, zielgerichtete Unterstützung – mit klaren Methoden, einem roten Faden und gemeinsamen Zielen – schafft Vertrauen und verhindert stereotypen Vorstellungen wie Körperübungen oder „rotes Sofa“. Die Folge zeigt, dass Männer oft Angst vor Schuldgefühl und Gefühlsausdruck haben, was durch die frühe Aufwachsen und soziale Erwartungen ausgebildet wurde. Diese Barrieren können durch offene Kommunikation, gemeinsame Reflexion und erste Schritte wie das Hören von Podcast-Folgen überwunden werden.
Ein zentraler Punkt ist die Wirkung von Paarcoaching: Es hilft, Konflikte zu lösen, emotionale Verletzungen zu erkennen und eine dauerhafte Verbundenheit aufzubauen – nicht nur als Reaktion auf eine Krise, sondern auch als präventive Maßnahme. Das Coaching bietet daher einen proaktiven, respektvollen Rahmen, der für beide Partner wertvoll ist und die Beziehung langfristig stabilisiert.
FAQs
Männer fühlen sich oft verletzt oder schwach, wenn sie an eine Paartherapie denken. Sie sehen es als Zeichen von Unfähigkeit und vermeiden es, Hilfe zu suchen, was sich in einem Mangel an Selbstvertrauen und emotionaler Offenheit äußert.
Paarcoaching wird als strukturierter, lösungsorientierter Prozess beschrieben, bei dem die Beziehung verbessert wird, ohne auf Krankheit oder Störung zurückzugreifen. Der Fokus liegt auf gemeinsamen Zielen, Kommunikation und emotionaler Verbundenheit.
Es gibt oft einen „faulen Kompromiss“, bei dem jeder nachgibt, ohne dass beide wirklich zufrieden sind. Dies führt zu Verlust von Stimmigkeit und emotionaler Verbindung, weil keine echte Wertschätzung oder Vertrauensbildung entsteht.
Die klare Definition von Zielen hilft, die Beziehung auf einem gemeinsamen Fundament zu stützen. Es ermöglicht eine gemeinsame Vision, die beide verbindet und Verantwortung für das Miteinander schafft.
Ein guter Einstieg ist, wenn ein Partner die andere Person mit einer Podcast-Folge oder einem Informationsmaterial über Paarcoaching informiert. Dies kann als „Eisbrecher“ wirken und zu einer offeneren, respektvollen Kommunikation führen.
Manchmal wird emotionale Verletzung als Vorwurf dargestellt statt als Bedarf. Dies führt zu einer Abweisung von Gefühlen und verhindert, dass beide Seiten ihre Wünsche und Bedürfnisse authentisch ausdrücken können.
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