Realistische Erwartungen in einer Beziehung: Welche Wünsche sind erlaubt?
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In dieser Folge der Lebensidealisten werden Erwartungen in der Beziehung thematisiert und deren Auswirkungen auf die Partnerschaft analysiert. Es wird betont, dass Erwartungen nicht zu vermeiden sind, aber unbedingt kommuniziert werden müssen, um Missverständnisse und Enttäuschungen zu vermeiden. Unausgesprochene Erwartungen führen oft zu emotionalen Verletzungen, da der Partner nicht weiß, was er erfüllen soll. Die Praxis zeigt, dass die drei Fragen „Kann, Darf, Will“ entscheidend sind, um Erwartungen auf ihre Erfüllbarkeit und Sinnvolligkeit zu überprüfen. Die Quellen von Erwartungen – wie Erziehung, frühe Beziehungen oder soziale Medien – werden ebenfalls beleuchtet. Es wird empfohlen, sich selbst zu reflektieren, um die Wurzeln von Erwartungen zu erkennen. In der Beziehung ist eine klare, wiederholte Kommunikation besonders wichtig, besonders am Anfang oder bei Lebensveränderungen. Der letzte Schritt besteht darin, Erwartungen in den Alltag zu integrieren, was zu einem stärkeren Vertrauen und einer stabilen Beziehung führt. Die Folge schließt mit dem Hinweis, dass ein telefonisches Erstgespräch mit den Coaches Ina oder Florian für Personen, die mit Erwartungen konfrontiert sind, eine hilfreiche Option darstellt.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensidealisten.
In dieser Folge geht es um realistische Erwartungen in einer Beziehung, welche Wünsche sind erlaubt.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Jeder Mensch trägt gewisse Erwartungen in sich.
Diese können auf sich selbst bezogen sein oder auch auf andere Personen, wie zum Beispiel den Partner oder die Partnerin.
Und Erwartungen führen dazu, dass man gewisse Vorstellungen von einer konkreten Situation hat.
Werden diese nicht erfüllt, kann es halt auch zu Konflikten kommen.
Und wir zeigen euch in dieser Folge, wie ihr mit Erwartungen in der Beziehung umgehen könnt und es schafft, dass diese eure Liebe nicht gefährden.
Die erste Frage dazu ist, ob Erwartungen in einer Beziehung erlaubt.
Da haben Paare, die zu uns ins Coaching kommen, unterschiedliche Glaubenssätze zu.
Und wir würden jetzt sagen, Erwartungen kann man gar nicht abschalten.
Also man hat einfach Erwartungen an bestimmte Situationen, an das Verhalten, welches man selber gerne zeigen möchte, welches der Partner oder die Partnerin zeigen soll.
Man hat Erwartungen an die Kinder in verschiedenen Situationen.
Also das lässt sich erstmal so nicht abstellen, sondern die Frage ist, wie kann man mit Erwartungen so umgehen,
wie kann man mit Erwartungen so umgehen, wie kann man mit Erwartungen so umgehen, wie kann man mit Erwartungen so umgehen, wie kann man mit Erwartungen so umgehen,
dass sie sich für die Beziehung förderlich statt hinderlich anfühlen.
Ein Problem bei Erwartungen ist ja auch häufig, dass sie halt nicht kommuniziert werden.
Also, dass man etwas von dem Partner oder der Partnerin erwartet und das dann aber nicht eintritt und man dann enttäuscht darüber ist.
Aber auch vorher nicht erwähnt hat, was man erwartet oder was man sich wünschen würde.
Ja, da gibt es ja diverse Beispiele, dass man sich mehr Zeit vom Partner wünscht, dass man sich bestimmte Sachen wünscht.
Dass man sich bestimmte Geschenke zu Weihnachten kommt jetzt bald, dass man sich zu Weihnachten bestimmte Geschenke wünscht oder auch da, dass jemand sich besonders viel Mühe mit etwas gibt.
So solche Dinge oder auch gerade zu Weihnachten die Erwartungen an die Familie, was macht die Familie zu Weihnachten und all diese Dinge.
Ich glaube eine Erwartung ist auch häufig, dass da andere Situationen sieht, also dass man entweder die Erwartungen sozusagen von den Augen abliest,
oder dass für einen selber die Situation so klar ist, wie man dann handelt, vielleicht im Umgang mit den Kindern oder Unterstützung im Haushalt,
dass man selber denkt, man müsste die Erwartungen vielleicht nicht aussprechen, dass es ja selbstverständlich ist.
Und dann wird so eine Situation natürlich immer sehr kompliziert.
Ja, und da kommt dann Systemgesetz 9 zu tragen, aussprechen was ist und anerkennen was ist.
Also, wir wollen möglichst alles aussprechen.
Das ist natürlich schön, wenn man die Erwartungen des anderen interpretiert.
Und aus den Vorerfahrungen heraus vielleicht sogar richtig trifft.
In der Praxis zeigt sich aber, dass man dort auch sehr, sehr gerne daneben liegen kann und es dann auch entsprechend zu Missverständnissen und Konflikten führt.
Genau das gleiche ist dann wiederum, wenn es um Gefühle aussprechen geht.
Auch das, wenn man dann gerade letztens im Coaching gehabt, dass jemand sagt, Mensch, das ist doch offensichtlich, das muss ich doch nicht aussprechen.
Ja, nicht für jeden, das ist eben für jeden anders, was sich offensichtlich darstellt und was nicht.
Und das ist mit den Erwartungen eben auch so.
Die Erwartungen, die sind ja grundsätzlich entstanden aus der eigenen Erziehung heraus.
Was habe ich bisher so erlebt?
Die Erfahrung natürlich in der Partnerschaft bisher, in vorherigen Partnerschaften, Referenzbilder, die durch irgendwas entstanden sind, durch Filme, was ich gelesen habe.
Also alles Mögliche kann dort zu inneren Erwartungshaltungen führen, die eben, wenn ich sie nicht ausspreche, vom anderen kaum erkannt werden können.
Und eine Folge ist dann zum Beispiel, dass die Erwartung dann ja eine Systemgesetzverletzung macht, also dass man das Gefühl hat, enttäuscht zu sein und dass dann ein ungutes Gefühl entsteht.
Das sortieren wir dann im Coaching immer sehr gerne, insbesondere wenn es eine unausgesprochene Erwartung war und schauen dann, wo gehören die unguten Gefühle hin, denn wenn ich dem anderen nicht mitgeteilt habe,
welche Erwartung ich habe und diese bleibt unausgesprochen, dann hatte der andere ja auch gar keine realistische Chance, die Erwartung zu erfüllen oder ganz deutlich zu sagen, die Erwartung, die du hast, die kann ich so nicht erfüllen.
Ich kann vielleicht davon 80 Prozent machen, 90 Prozent, irgendwas davon kann ich leisten, aber die volle Erwartung, die ist für mich gar nicht erfüllbar.
Vielleicht möchte er oder sie die auch gar nicht erfüllen, weil es mit den eigenen Werten vielleicht auch gar nicht so übereinstimmt.
Dass man sagt, das bist du und deine Erwartungen, aber das bin gar nicht ich. Wenn ich das so machen würde, dann würde sich das nicht gut für mich anfühlen.
Genau, das sind ja die KDW-Fragen dann im Prinzip. Können, dürfen, wollen. Kann ich die Erwartungen erfüllen? Darf ich sie erfüllen und will ich sie erfüllen?
Und wenn alles drei zutrifft, dann kann es losgehen, aber wenn eins von den dreien eben nicht geht, dann funktioniert es eben einfach nicht.
Und wenn dies unausgesprochen geblieben ist, dann gehört der Ärger, der entstanden ist, die unguten Gefühle eben meistens auch zu einem großen Anteil zu dem,
der es eben gar nicht ausgesprochen hat. Und das löst häufig schon einen großen Teil, ohne jetzt zu sehr in die Lösungsansätze zu gehen,
das löst schon mal einen großen Teil der Problematik aus, wenn sich das verhärtet.
Denn wenn ich meine Erwartungen nicht ausspreche und mit meinem vollen Ärger auf dich zugehe, dann blockst du ab und sagst,
nee, das nehme ich nicht, ich übernehme nicht die Verantwortung für deinen Ärger, denn das trage ich nicht zu 100%.
Wenn ich aber meinen Anteil nicht sehen kann und den vorher nicht rausnehme,
und das auch irgendwie klar kommuniziere, dass ich auch meinen Anteil sehen kann,
dann wird es eben einen Konflikt geben, wenn ich aber meinen Anteil vorher sehen kann und das dem anderen zeige und sage,
Mensch, da habe ich ja auch meinen Anteil drin, dadurch, dass ich es nicht ausgesprochen habe.
Aber du hast auch einen Anteil, dann geht es meistens.
Ganz häufig kommt auch bei mir im Coaching dann jemand zur Erkenntnis, ich habe es nicht ausgesprochen,
der andere konnte es also gar nicht wissen, 100% der Verantwortung liegt bei mir.
Aussprechen müssen.
Gerade am Anfang einer Beziehung oder wenn man in einer Lebensphase ist, wo sich vieles verändert,
wenn ein Kind dazukommt oder wenn man eine Mehrbelastung im Job hat,
dann ist das, finde ich, umso wichtiger, dass man die Erwartungen nochmal ausspricht,
weil dann meistens es gerade noch gebraucht wird, dass man sich nicht auf dieses alte Verhalten,
was der andere vielleicht bisher gezeigt hat, verlassen kann oder verlassen sollte,
weil es eine komplett neue Situation ist.
Und man sich da immer wieder neu kennenlernen muss.
Und das kann man halt auch nur, wenn jeder klar ausspricht, wie er sich das vorstellt.
Ja, bei vielen macht es Traurigkeit, dass der Partner diese Erwartungen nicht wahrnimmt oder diese nicht erfüllt.
Ob ausgesprochen, unausgesprochen.
Manche haben auch Angst, dass das eben ein dauerhaftes Thema in der Beziehung wird.
Manchmal ist eben auch nicht ganz klar, warum werden die Erwartungen nicht erfüllt.
Also bin ich dem anderen nicht wichtig genug?
Gibt er sich nicht genug Mühe?
Bin ich nicht gut genug?
Also das sind dann die Fragen, die man sich vielleicht stellt.
Der andere müsste es doch sehen können.
Man hat dann natürlich auch den Fokus drauf und das Gefühl, bei anderen Paaren, da würde das stattfinden.
Muss man aber häufig sagen, da ist es dann entweder ausgesprochen worden oder da findet es dann auch nicht so wirklich statt.
Und das kann natürlich auch Wut machen.
Auch wütend machen, wenn man das Gefühl hat, dass die Erwartung, die eigene Erwartung nicht wichtig ist.
In dieser Woche haben wir keinen vertiefenden Blogbeitrag dazu geschrieben.
Aber wenn ihr möchtet und das ein Thema bei euch ist, dann meldet euch doch gerne bei uns für das telefonische Erstgespräch.
Ihr habt dann ungefähr zehn Minuten.
Das telefonische Erstgespräch wird mit Ina oder mit mir geführt.
Wir schauen einmal, was euer Thema ist, wer der passende Coach für euch wäre und würden dann einen Kennenlerntermin entsprechen.
Da habt ihr 30 Minuten Zeit, euren Coach kostenfrei und unverbindlich kennenzulernen und könnt dann, wenn ihr möchtet, in eins unserer Meilenstein-Pakete starten, um dieses Thema für euch nachhaltig zu lösen.
Kommen wir einmal zu den Lösungsansätzen.
Der erste Schritt wäre erstmal Klarheit darüber zu bekommen, welche Erwartungen man überhaupt hat.
Erwartungen sind grundsätzlich ja in Ordnung, man sollte diese aber kommunizieren.
Und reflektieren können.
Das heißt, man sollte sich natürlich erstmal selber im Klaren sein, was ist denn überhaupt meine Erwartung zu dieser Situation und warum ist die denn so, wie sie ist.
Bevor ich dann im nächsten Schritt dann vielleicht damit zu meinem Partner gehe, muss ich aber natürlich erstmal selber wissen, was möchte ich eigentlich.
Das kann man machen, indem man die Erwartungen vielleicht aufschreibt, sich notiert, reflektiert, nochmal prüft, ob das wirklich passend ist.
Oder ob das aus der Motivation. Die von innen kommt, wirklich entstanden ist.
Oder weil man etwas entwickelt hat, vielleicht vom äußeren Druck, dass man sowas geführt hat, dass eine Erwartung, die muss man haben, das gehört sich so.
Also da einfach mal so ein bisschen in die eigene Analyse einsteigen.
Das ist vor allen Dingen dann relevant, wenn das schwierig werden könnte, dass der Partner oder die Partnerin die Erwartungen nicht erfüllen mag oder kann.
Und das kommt häufig dann vor.
wenn man mehr erwartet als, ja,
dem anderen so recht ist, weil er sagt vielleicht
nee, ich bin jetzt hier nicht bereit
vier Stunden lang
bevor deine Eltern zu Besuch kommen
das Haus zu putzen, nur weil du
so eine Perfektionistin bist.
Dann steckt da vielleicht eher, kann man
für sich reflektieren, steckt da vielleicht eher
ein Thema mit dem Perfektionismus
drin und dann könnte es eben
sein, dass man dadurch Erwartungen an den anderen
stellt, die für denjenigen nicht erfüllbar
sind. Das heißt, bei Erwartungen
ist ja auch immer dann die Frage
bei den Referenzbildern
und den Erwartungen
an sich selbst, sind diese
aus einer Prägung heraus entstanden,
aus einem Mangel heraus entstanden,
kommen die aus vorherigen Beziehungen, woher kommt das
oder im Außen,
dass man eben im Außen möchte,
dass alle denken, es ist alles
gut bei einem und einem das ganz
wichtig ist und das könnte da eben
hineingrätschen. Also wenn man merkt,
dass man häufig Erwartungen hat
und jemand anderes oder in der Partnerschaft
werden diese nicht erfüllt,
dann ist auch die Frage,
wünsche ich mir einfach
mehr, erwarte ich einfach mehr,
als der andere zu leisten
bereit ist und liegt das vielleicht dann an mir.
Einfach so erstmal in der Selbstreflexion.
Ja.
Ganz häufig ist es, so ist mein Erfahrung aus dem
Coaching auch wirklich der Vergleich mit
anderen. Also
ja, gerade so zu Weihnachten,
wie feiert man Weihnachten,
wie verhält
man sich, wenn Gäste kommen, was wird
gemacht, darf
man alleine Weihnachten feiern,
weil jetzt zum Beispiel diese Woche im Coaching
bei mir ein Thema auch einmal,
also darf man, wenn man eine anstrengende
Lebensphase gerade hinter sich hat, weil man vielleicht
gerade eine Partnerschaft für die Themen hat,
darf man auch sagen, okay, wir
feiern am 24. alleine
oder
ist das etwas, was
man nicht machen darf, erwarten andere
etwas von mir,
wo man sagt, ja, aber das gehört
sich so und man mag da nicht absagen, also
das ist immer ganz spannend, weil jeder Mensch
ja andere Erwartungen hat, je nachdem, wie die
Sicht auf das Leben halt ist,
der Blickwinkel aufs Leben, so entstehen auch
die Erwartungen und das muss sich natürlich
nicht decken. Der eine kann die Erwartungen
haben, ich finde das immer so, aus irgendeinem
Weihnachtsfilm weiß ich das noch,
das fand ich mal faszinierend, die einen
ziehen sich zu Weihnachten einfach ganz
hübsch an, machen sich total
schön fertig und die nächsten
entspannen im Schlafanzug Weihnachten
und da gibt es ja auch kein richtig und falsch.
Für den
einen wäre die Erwartung von einem
klassischen Weihnachtsfest im Schlafanzug
halt vielleicht nicht erfüllt und der nächste
sagt, oh, Weihnachten bedeutet
für mich einfach Zeit zusammenzubringen.
Egal, wie man angezogen ist.
Und ein Thema
in der Selbstreflexion kann auch sein
zu überprüfen, ob Social
Media die
Erwartungen verändert hat.
Dort sieht man häufig Leben,
die in Wahrheit so nicht geführt
werden, die aber
sich durch die sozialen Kanäle so anfühlen,
als wäre es so und
wenn dort alle
ihr Weihnachten zum Beispiel
High End präsentieren
und alles ist gut und
wie du schon sagst, alle sind
super schick gekleidet, die Tanne ist
drei Meter hoch und
alles Bestens und der ist
in New York und der ist in der einsamen Hütte
und der macht das so und der macht das so
und alle romantisch im Schnee
und man selber hat es eben nicht.
Es regnet zwölf Grad, der Himmel
ist grau. Also da auch mal
zu schauen, für sich in der Reflexion
ja, das ist alles romantisch
und schön, aber die Realität
sieht auch bei denen meistens anders
aus.
Das
haben wir jetzt gerade wieder wahrgenommen,
dass das durchaus der ein oder andere
Influencer auch im
Persönlichkeitsentwicklungsbereich sich
jetzt gerade erstmal so still und heimlich
getrennt hat und danach
dann irgendwann nach einigen Wochen
oder Monaten gesagt hat, ja
jetzt waren ja so viele Nachfragen und
alles und ja es stimmt, wir haben
uns getrennt und es ist aber
inzwischen alles gut und da war
irgendwie gefühlt immer
Friede, Freude, Eierkuchen, alles
Bestens, bestes Leben,
beste Beziehung, nie Themen
und alles ist mit
Liebe möglich und auf einmal
sind die getrennt. Das passt
ja irgendwie nicht. Und da sieht man
eben, dass die Influencer,
die da unterwegs sind, eben nur die eine
Seite zeigen, weil Menschen
dem vielleicht auch gerne folgen, aber dass man da seine
Erwartungen einfach reflektiert und
aufpasst, dass man eben nicht
zu einer Täuschung
aufliegt und
dann enttäuscht wird. Eine Erwartung
und das ist ein großes Thema, wir merken,
eine Erwartung
hatte ich diese Woche auch im Coaching, hat
eine Frau ausgesprochen, die gesagt hat,
es macht ihr wahnsinnig Druck
jetzt die Weihnachtszeit, weil so viele Erwartungen
an sie als Mutter gefühlt
gestellt werden. Sie meinte
dann an Geschenken,
was sie denkt, an Adventskalender basteln
und dann sagt sie, und jetzt kommen auch noch diese Wichte
Sachen. Ich weiß nicht, ob du in diesem
Wichtel-Thema überhaupt drin bist. Seit ein paar
Jahren ist es total modern. Ich finde
jetzt besonders die letzten zwei Jahre
ist, dass man
ein Wichtel ins Haus oder in die Wohnung
einziehen lässt, der dann
über Nacht, was weiß ich,
Unfug treibt,
kleine Geschenke bringt,
also der sozusagen eine konstruierte
Figur ist, wo du
jeden Abend dann aber
das Haus oder die Umgebung
von dem Wichtel dann neu gestaltest.
Und das machst du dann
sehr lange und das Kind dann jeden Morgen
aufwacht, neben dem Adventskalender
und guckt, was der Wichtel macht.
Du kannst dir, glaube ich, jetzt ansatzweise
vorstellen, was für eine Sauarbeit
so ein Wichtel sein kann.
Du kannst richtige Wichtelsets jetzt schon
kaufen. Jetzt zieht er ja
ein gerade, jetzt werden die ersten Baustellen
aufgebaut, das ist natürlich Social Media-mäßig
komplett vermarktet. Aber da
wird natürlich eine Erwartung gestellt an das
heile Bild der Familie,
dass neben dem perfekt gebastelten
Adventskalender jetzt auch noch so ein Wichtel da wohnt.
Und sie sagt, das sagt sie einfach langsam fertig.
Sie hat das Gefühl, sie wird dem,
sie findet das ja auch schön und sie weiß auch,
die Kinder würden sich drüber freuen.
Welches Kind findet das nicht geil?
Aber es wäre halt schon wieder so eine
Mega-Aufgabe im Dezember, die
dazukommt. Und man muss sich einfach
vor Augen halten, dass die Influencer
zum Beispiel, die das dann eben bei Social Media
verbreiten, wie sie diesen
Kalender mit dem Wichtel. Kann sein, aber wie sie das alles
gestalten, dass das eben deren
Job ist, genau das zu tun. Das heißt, die
kriegen Geld dafür oder werden eben durch
Reichweite und Promotions oder
eben, dass sie das vertreiben, dafür bezahlt,
dass sie das machen. Das ist deren Job. Die machen
das nicht noch nebenbei, neben dem Job, sondern
das ist deren Job. Von daher ist das auch ein großer Unterschied.
Ja, aber da sieht man doch mal, wie die Erwartung in der
Gesellschaft sich vielleicht auch verändert hat.
So damals, ich weiß noch, ich war froh über
so einen Schokokalender, so eine
günstige Schokolade drin, der irgendwie 24
Mal da. Zwei Stück hatte ich.
Einen von meinen Eltern, einen von
Oma und Opa. Ich hatte nur einen. Und ich hatte auch
immer einen, weil ich nicht so vorsichtig war, wo die
Schokolade verrutscht ist. Das war richtig scheiße.
Wenn du dann das aufmachst und da ist nichts drin
und weil du den Kalender zu doll geschüttelt hast.
Ja, hat sich verändert.
Jetzt hast du halt den
selbstgebastelten Kalender, jetzt hast du den Wichtel, jetzt
ist alles mehr.
Kommen wir mal
nach dem ausgedehnten ersten Schritt
mit leichten Ausweichungen
zu Schritt zwei.
Erwartungen gegenüber dem Partner aussprechen.
Also wir wollen versuchen,
dass möglichst viele Erwartungen ausgesprochen
werden und nicht unausgesprochen
bleiben. Insbesondere am Anfang
der Beziehung ist das ja
ein sehr wichtiger
Faktor, sich kennenzulernen, die Erwartungen des
anderen an eine Beziehung
festzustellen. Und
auch natürlich dann, wenn man merkt, das geht
in Richtung Krise, dann offen
die Erwartungen auszusprechen.
Das ist ein ganz großer, wichtiger
Bereich. Und nur so kann man
eben dann auch sehen,
wo Systemgesetzverletzungen entstanden
sind oder natürlich auch
Systemgesetzverletzungen vorbeugen,
indem ich verstehe, wie
die Erwartungen und die Referenzbilder
des anderen sind.
Genau, und damit wären wir auch schon bei Punkt drei,
Systemgesetzverletzungen, also emotionale
Verletzungen aufzulösen und da
ganz bewusst zu schauen, wann
ist der Stein ins Rollen gekommen?
Also wann wurde das erste Mal
eine Erwartung vielleicht
verletzt? Da mal zu analysieren,
welches Muster hat
wann angefangen?
Und das ist ganz spannend, weil bei vielen
Paaren ist das relativ früh.
Je nachdem,
wie die Beziehung anläuft,
das ist bei manchen Paaren schon in der
Kennenlernphase, bei manchen ein bisschen später,
dass häufig durch Missverständnisse
oder halt, dass Sachen nicht ausgesprochen
worden sind, erste Erwartungen zum Beispiel
dann nicht erfüllt worden sind.
Und da würde man dann
ganz bewusst einmal schauen,
wie ist der Start gewesen in dieser
Verletzung und wie hat sich das weiterentwickelt
und da ansetzen, um das aufzulösen.
Der vierte Schritt,
wäre die Erwartungen in der
Beziehung abzugleichen. Also wenn
ihr dort nun längere Zeit
nicht über eure Erwartungen
offen kommuniziert habt, das einmal
zu tun. Also Erwartungen auszusprechen,
Klarheit darüber zu erhalten
und dann eben auch zu schauen,
inwieweit sind Erwartungen
erfüllbar und stimmig
oder nicht erfüllbar oder unstimmig
und
was könnt ihr tun, lernen, verändern,
damit das eben stimmig wird, damit ihr
dort Kompromisse findet, die sich für
euch beide gut anfühlen.
Da kann man auch sehr gerne
so diese sieben Ebenen der Veränderung
sich anschauen, die wir da haben
und gucken, auf welcher Ebene gibt es
welche Erwartungen, also Umgebung,
Verhalten, Fähigkeiten,
Glaubenssätze,
Identität, Sinn
und so weiter und da kann man dann
sehr schön durchgehen.
Und der letzte Punkt, der letzte
Lösungsansatz ist, dass
man die Erwartungen in den Alltag
integriert, also an der Kommunikation zur
arbeiten, damit sich
beide in der Beziehung wohlfühlen.
Also am Anfang vielleicht ein bisschen stärker immer wieder zu betonen, wie man sich Situationen vorstellt, das abzugleichen, wie du eben schon sagtest im Schritt davor, aber das dann nochmal ganz deutlich in den Fokus zu stellen. Und das ist ja so ein bisschen auch eine Übungssache. Je mehr man sich gegenseitig erzählt, was man für Erwartungen hat oder wie man sich Situationen vorstellt, desto mehr lernt man sich kennen und desto weniger muss man das irgendwann auch immer klarer aussprechen, sondern man ist dann schon ein bisschen miteinander eingegroovt.
Also wir erwarten jetzt, dass ihr euch zusammensetzt und über eure Erwartungen sprecht.
Ja, schön, dass ihr in dieser Folge wieder dabei wart. Wir wünschen euch, wenn ihr das tatsächlich am Tag des Erscheinens oder in der Woche des Erscheinens hört, wünschen wir euch schöne Weihnachtsfeiertage.
Auf jeden Fall.
Und wir hören uns dann in der nächsten und letzten Folge in diesem Jahr wieder. Ansonsten folgt uns gerne auf den anderen Kanälen oder meldet euch bei uns, wenn ihr…
Euch Unterstützung wünscht. Jetzt wäre gerade ein guter Zeitpunkt, denn spätestens im Januar ist Rush Hour. Da melden sich sehr viele Menschen, die dann glaube ich zu Silvester einmal reflektiert haben, das nächste Jahr soll auch beziehungstechnisch anders werden.
Und das wird dann im Januar wahrgenommen, sodass wir meistens im Januar, Februar sehr, sehr schnell ausgebucht sind. Von daher ist im Dezember jetzt noch ein guter Punkt.
Vielen Dank fürs Zuhören.
Bis bald.
Ciao.
Ciao.
Podcast Summary
Key Points:
Erwartungen in einer Beziehung sind normal und unvermeidbar, aber müssen kommuniziert werden, um Konflikte und Enttäuschungen zu vermeiden.
Unausgesprochene Erwartungen führen oft zu Systemgesetzverletzungen, da der andere keine Chance hat, sie zu erfüllen oder zu erkennen.
Die drei Fragen „Kann, Darf, Will“ helfen, Erwartungen zu prüfen und zu bestimmen, ob sie für beide partnerschaftlich erfüllbar sind.
Erwartungen entstehen aus Erziehung, frühen Beziehungen oder sozialen Medien und können durch sie beeinflusst oder verzerrt sein.
Es ist wichtig, sich selbst zu reflektieren, ob Erwartungen aus einem Mangel, Perfektionismus oder äußeren Druck entstanden sind.
Am Anfang einer Beziehung oder bei Lebensphasen mit Veränderungen ist die klare Kommunikation von Erwartungen entscheidend.
Die Integration von Erwartungen in den Alltag fördert gegenseitiges Verständnis und reduziert zukünftige Spannungen.
Die gemeinsame Reflexion und Auseinandersetzung mit Erwartungen löst oft bereits einen großen Teil der Konflikte auf.
Summary:
In dieser Folge der Lebensidealisten werden Erwartungen in der Beziehung thematisiert und deren Auswirkungen auf die Partnerschaft analysiert. Es wird betont, dass Erwartungen nicht zu vermeiden sind, aber unbedingt kommuniziert werden müssen, um Missverständnisse und Enttäuschungen zu vermeiden. Unausgesprochene Erwartungen führen oft zu emotionalen Verletzungen, da der Partner nicht weiß, was er erfüllen soll.
Die Praxis zeigt, dass die drei Fragen „Kann, Darf, Will“ entscheidend sind, um Erwartungen auf ihre Erfüllbarkeit und Sinnvolligkeit zu überprüfen. Die Quellen von Erwartungen – wie Erziehung, frühe Beziehungen oder soziale Medien – werden ebenfalls beleuchtet. Es wird empfohlen, sich selbst zu reflektieren, um die Wurzeln von Erwartungen zu erkennen.
In der Beziehung ist eine klare, wiederholte Kommunikation besonders wichtig, besonders am Anfang oder bei Lebensveränderungen. Der letzte Schritt besteht darin, Erwartungen in den Alltag zu integrieren, was zu einem stärkeren Vertrauen und einer stabilen Beziehung führt. Die Folge schließt mit dem Hinweis, dass ein telefonisches Erstgespräch mit den Coaches Ina oder Florian für Personen, die mit Erwartungen konfrontiert sind, eine hilfreiche Option darstellt.
FAQs
Ja, Erwartungen sind in einer Beziehung natürlich erlaubt. Sie entstehen aus der eigenen Erfahrung und Erziehung. Das Wichtige ist, sie klar und offen zu kommunizieren, damit sie für beide Partner hilfreich statt belastend sind.
Wenn Erwartungen nicht ausgesprochen werden, führt das oft zu Enttäuschung und unguten Gefühlen. Der Partner hat keine Chance, die Erwartung zu erfüllen oder zu verstehen, was zu Missverständnissen und Konflikten führt.
Man sollte sich zunächst selbst reflektieren: Woher stammen die Erwartungen? Sind sie aus der Vergangenheit oder aus sozialen Einflüssen? Dann kann man überprüfen, ob sie realistisch und erfüllbar sind, bevor sie mit dem Partner kommuniziert wird.
Offene Kommunikation verhindert Verletzungen und Missverständnisse. Wenn beide Partner ihre Erwartungen kennen, können sie gemeinsam Lösungen finden und die Beziehung stärken statt zu belasten.
Systemgesetz 9 besagt, dass jeder Anteil an einer Situation erkannt und anerkannt werden muss. Wenn eine Erwartung nicht ausgesprochen wurde, führt das zu einem unbewussten Verantwortungsspiel, das Konflikte auslöst.
Man sollte die drei Fragen stellen: Kann ich die Erwartung erfüllen? Dürfte ich sie erfüllen? Will ich sie erfüllen? Wenn mindestens ein Punkt nicht zutrifft, ist die Erwartung nicht realistisch oder nachhaltig.
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